491. Der Veerman-Effekt: Vorhaut ab, Identität dran

Pro-Beschneidungs-Aktivist Veerman: „Dem Jungen die Beschneidung vorzuenthalten bedeutet, ihm seine religiöse und kulturelle Identität vorzuenthalten“

Von Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Alle Eltern lieben ihre Kinder einerseits, Beschneidungen sind praktizierte Kinderfeindlichkeit andererseits. Jedes Kind ist Beschneidungsgegner, sonst würde es, beispielsweise als US-amerikanischer, AAP-konform misshandelter männlicher Säugling, nicht in Todesangst aufschreien bzw. ins Koma fallen.

Der Erwachsene ist stärker und schneidet dem Kind das sensibelste Teil des Genitals ab, in der Tat, sehr geehrter Herr „Gesundheitsvorsorge-Psychologe“ und „Kinderrechtsexperte“ Dr. Philip Veerman, die Amputation der Penisvorhaut entspricht derjenigen der Klitoris, die Zirkumzision einer FGM Typ Ib, das ist nicht „erstaunlich, amazing“, das ist Wissenschaft.

Bei YouTube findet sich Nieuwsuur – Iceland circumcision ban, Gesamtlänge min 14:54. In min 9:41 bis 10:32 beschreibt Gert van Dijk die Funktion der penilen Vorhaut und die Schädigung bei Amputation grundsätzlich korrekt, allenfalls nicht umfassend genug.

Van Dijk ist zuzustimmen, grundsätzlich sind weibliche und männliche rituelle Genitalbeschneidung sehr wohl zu vergleichen. Jungen und Mädchen, Männer und Frauen sind nicht ungleich zu behandeln.

Aus nicht nachvollziehbaren Gründen zitiert Psychologe Vermann den KNMG-Ethiker falsch und verengt dabei den Blickwinkel zu FGM unzulässigerweise auf FGM Typ Ib, die Klitoris(teil)amputation: „Noch erstaunlicher, dass Gert van Dijk eine Vergleichbarkeit von männlicher und weiblicher Beschneidung (Klitorektomie) behauptete.“

Ab min 8:55 betont van Dijk, dass in den Niederlanden alle Formen von FGM verboten sind. In der Tat richtet sich unser Intaktivismus gegen die FGM Typen I, II, III, IV. Kein ernsthafter Kinderrechtler wird am weiblichen Genital auch nur einen rituellen Einschnitt oder Einstich billigen können (beides zu FGM Typ IV).

Ob in Den Haag oder anderswo, Mädchenbeschneidung misshandelt und schädigt Mädchen, Jungenbeschneidung missshandelt und schädigt Jungen. Der Schaden bleibt allerdings lebenslang. Die rituellen Genitaloperationen, das hat Bruno Bettelheim (Die symbolischen Wunden – Pubertätsriten und der Neid des Mannes) nahegelegt und Ashley Montagu (Israel Ehrenberg) gefordert, müssen weg, weltweit. Island und Dänemark sollten jetzt den Anfang wagen.

Dabei ist das Kinder-Unwohlfühl-Ritual noch nicht einmal ein pauschales Eltern-Wohlfühl-Ritual. Viele Eltern, ob Xhosa, Muslim oder Jude, würden ihren Sohn (außerjüdisch zusätzlich: oder ihre Tochter) nicht beschneiden lassen, wenn da nicht der immer noch viel zu hohe Gruppenzwang zum Penisvorhaut-Amputieren wäre (Schafiiten wie Bohra: zur Chatna). Nichtbeschneiden ist Schande für die ganze Großfamilie, so heißt es, Nichtbeschneiden sei Hochverrat und religiöses Abtrünnigwerden, Nichtbeschneiden missachte den Willen und Befehl Gottes.

Viele Eltern hoffen auf ein Verbot der Zirkumzision, selbstverständlich auch türkische oder jüdische Eltern. Hier zeigt sich: die sogenannte Beschneidung der Mädchen oder Jungen, wir sollten sagen die FGM oder die MGM, ist auch erwachsenenfeindlich, jedenfalls ist sie elternfeindlich.

Auf The Times of Israel, hoch lebe der Staat mit seiner ewigen Hauptstadt Jerusalem, darf also ein gewisser Philip Veerman zur Beschneidung schreiben. Der wohnt in Nordholland in Den Haag und sorgt sich um dräuenden mosaischen Identitätsverlust.

Allen Ernstes hält Philip Veerman das beschnittene – das genitalverstümmelte – jüdische (und wohl auch muslimische) Kind für berechtigt, wenn nicht gar verpflichtet, stammesidentitär nämlich ohne einen Teil seines Geschlechtsorgans aufzuwachsen.

Sind das Veermansche Gleichungen? 18 Jahre alt und Muslim bzw. Jude mit Vorhaut = schlimme Identitätsschwäche? Jüdisch, maskulin und Präputium = Ex-Jude? So ein Unsinn.

Sinngemäß lautet Veermans Argumentation: es habe keine Identität, das vorhäutige männliche jüdische Kind mit seinen 8, 10 oder 12 Jahren. Was eigentlich, Herr Veerman, ist mit dem jüdischen Mädchen im Grundschulalter oder in der Pubertät – hat es keine Identität, da grausig vernachlässigt, immer noch unbeschnitten?

Ok, ok, nur die sunnitischen Schafiiten oder schiitischen Bohra unter den 1,6 Milliarden Muslimen aller Welt beschneiden Jungen wie Mädchen religiös zwingend (farD, wâdschib). Die Juden haben bekanntlich tatsächlich keine FGM seit 2000 oder 3000 Jahren und das ist auch gut so.

Jungenversteher Veerman also kämpft für jüdische Jungen-Identität. Geradezu, als hätte ein unbeschnittener Jude, derer gibt es etliche, etwa der Sowjetunion aufgewachsene, keine Identität oder jedenfalls keine jüdische Identität. Vorhaut dran, Jüdischkeit perdu. Wie gesagt, Unsinn.

Gewiss darf jeder seine Meinung sagen zum gottesfürchtigen Teilabschneiden des Geschlechtsteils, auch ein, laut Bildbeschreibung: „Dr. Philip Veerman, (…) Gesundheitspsychologe und internationaler Fachmann für Kinderrechte, lebt in Den Haag, Niederlande.“

Intaktivisten aller Länder: Lesen, lachen, weitermachen im Sinne der Allgemeinen Menschenrechte (AEMR), des (nicht per praktizierter Unheil-Abwehr, sondern wissenschaftlich zu verstehenden) Kindeswohls und des unverhandelbaren Grundsatzes Keine Beschneidung unter 18 Jahren.

Noch wird ein jüdisches, körperlich nicht versehrendes Ritual der Namensgebung am achten Lebenstag selten begangen, noch ist ein Brit shalom (brit ben, brit chayim, brit tikkun) für die meisten jüdischen Eltern und Gemeinden nicht in Sicht. Nun, das wird.

Das Schöne: unter den globalen Intaktivisten gibt es immer mehr Juden und Muslime bzw. Ex-Muslime.

Der Skandal: ein Niederländer verteidigt auch im Jahr des noch nicht beendeten US-amerikanischen Strafrechtsprozesses gegen Jumana Nagarwala und Fakhruddin Attar die maskuline Genitalverstümmelung. Wie will ein solcher „Gesundheitsvorsorge-Psychologe und Kinderrechtsexperte“ etwas gegen die Chatna, den Chitan al-inath erreichen, gegen Islamic FGM, sunat perempuan?

Ersetzen wir in Veermans Satz Junge durch Mädchen: „Dem Mädchen die Beschneidung vorzuenthalten bedeutet, ihr ihre religiöse und kulturelle Identität vorzuenthalten“ – ganz die gegenmoderne „Ethik“ aller Parteigänger der FGM, von Fuambai Ahmadu bis Kavita Shah Arora.

Warum verteidigt der Den Haager Psychologe mit Zähnen und Klauen das Wohlverhalten der genitalbeschneidenden Kollektive, statt dem Individuum einen unversehrten Körper und ein sexuell selbst bestimmtes Leben freizukämpfen oder auch nur zu gönnen?

Romantisiert, exotisiert Dr. Veerman die beschneidenden Communities, um deren Angehörige, Männer oder Frauen, lebenslang im Stamm und in dessen Orthopraxie eingesperrt zu lassen?

Edward von Roy

Q u e l l e n

Law proposal in Iceland heats up: Children’s rights debate on circumcision not on ice | Israel Times 29.05.2018

http://blogs.timesofisrael.com/law-proposal-in-iceland-heats-up-childrens-rights-debate-on-circumcision-not-on-ice/

The Times of Israel is a Jerusalem-based online newspaper founded in 2012 to document developments in Israel, the Middle East and around the Jewish world.

It was established by veteran UK-born, Israeli journalist David Horovitz and his US-based capital partner Seth Klarman.

http://www.timesofisrael.com/about/

Defence for Children International (DCI) ist eine unabhängige NGO, die im internationalen Jahr des Kindes (1979) gegründet wurde. Sie hat das Ziel praktisches, systematisches und konzertiertes Handeln für Kinderrechte, die in der Kinderrechtskonvention stehen. Französisch DNI – Défense des enfants international, spanisch Defensa de Niñas y Niños Internacional – DNI.

„Un ancien président de DEI-DCI-DNI, Philip Veerman, a ouvert un site consacré aux Droits de l’Enfant“

http://korczak.fr/dei/b-defrance/lettre-doc_no18_11p.pdf

The rights of the child and the changing image of childhood / by Philip E. Veerman

https://catalogue.nla.gov.au/Record/614677

Child Rights Focus, Philip Veerman

Philip Veerman werkt als gz psycholoog van het (F)ACT team in den Haag

(F)ACT staat voor (Flexibel) Assertive Community Treatement

http://www.childrightsfocus.org/nl/philip-veerman-werkt-als-gz-psycholoog-van-het-fact-team-in-den-haag/

janusz korczak

http://www.childrightsfocus.org/nl/keywords/janusz-korczak/

Janusz Korczak (geb. als Henryk Goldszmit)

https://de.wikipedia.org/wiki/Janusz_Korczak

Veerman, Philip E.: Janusz Korczak in London. In: Concern. Journal of National Children’s Bureau (GB) 1987

https://books.google.de/books?id=KfPavWNeIxIC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Philip Veerman holds degrees in psychology, education, social work and human rights. He is an expert in forensic psychology, children’s rights, child protection, history of education, international human rights, and international cooperation. He wrote a doctoral dissertation in the field on the rights of the child. (…) He has been setting up many new and innovative organizations in child welfare and children’s rights in different cultural settings. (Wer multikulturverliebt von different cultural settings schwärmt, benötigt möglicherweise keine universellen Menschenrechte mehr.)

http://intersentia.be/nl/author/index/view/id/706/

Nieuwsuur – Iceland circumcision ban

YouTube – insgesamt min 14:54 hochgeladen von Simon ten Kate, von dem auch die englischen Untertitel stammen.

Gert van Dijk being interviewed on Dutch TV about banning circumcision in the Netherlands, prompted by the proposal in Iceland to make circumcision illegal for all children. Subtitles by Simon en Kate

_ttps://www.youtube.com/watch?v=GSZDZwDEk2M

_ttps://www.youtube.com/watch?v=GSZDZwDEk2M&list=PLxTfd7h2KpRrUBj51sLANHz5W_36UN-Fs

Nieuwsuur – Iceland circumcision ban (Subtitled)

https://www.youtube.com/watch?v=GSZDZwDEk2M

IJsland wil verbod op jongensbesnijdenis

Gesamtlaufzeit min 7:38

_ttps://www.youtube.com/watch?v=Ktz4AHHISqQ

https://www.youtube.com/watch?v=Ktz4AHHISqQ

IJslandse politiek wil verbod op besnijdenissen: ‚Kwestie van mensenrechten‘

nos.nl 02.05.2018 aangepast 03.05.2018

[ De 10 maanden oude Heitam uit IJsland; Kinderarts Valtýr Thors, Parlementariër Ólafur Gunnarsson (Links Groen Beweging); Moskee-bestuurslid Adam Anbari; Chirurg Óskarsson; vader Azagough. Bekijk hier de gehele reportage en het studiogesprek met Gert van Dijk, medisch ethicus van artsenfederatie KNMG. ]

https://nos.nl/nieuwsuur/artikel/2230028-ijslandse-politiek-wil-verbod-op-besnijdenissen-kwestie-van-mensenrechten.html

https://nos.nl/nieuwsuur/video/2230108-ijsland-wil-verbod-op-jongensbesnijdenis.html

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4 Antworten to “491. Der Veerman-Effekt: Vorhaut ab, Identität dran”

  1. Edward von Roy Says:

    .

    Weibliche Genitalverstümmelung oder Beschneidung (FGM) : alle Vorgänge, die die teilweise oder gänzliche Entfernung der externen weiblichen Genitalien betreffen und / oder die Verletzung der weiblichen Genitalorgane auf Grund kultureller oder anderer nicht-therapeutischer Gründe (Definition der Weltgesundheitsorganisation 1995).

    aus: Menschenrechte verstehen | Handbuch für Menschenrechtsbildung

    file:///C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/docl_18153_933253484-1.pdf

    .

    Michael Freeman und Philip Veerman (Hg.) 1992
    The Ideologies of Children‘s Rights
    Dordrecht / Boston / London: Martinus Nijhoff Publishers

    aus: Menschenrechte verstehen | Handbuch für Menschenrechtsbildung

    file:///C:/Users/dell/AppData/Local/Temp/docl_18153_933253484-1.pdf

    .
    .

    Dr. Philip Veerman, Director of DCI-Israel and Coordinator of the Israeli Children’s Rights Coalition.

    Jerusalem, April, 2002.

    http://muhaz.org/ngo-comments-on-the-initial-israeli-state-report-on-implementi.html

    .
    .

    „Vroeger heette mijn vakgebied kinderbescherming. Toen ik twintig jaar geleden wegging uit Nederland was het jeugdwelzijnszorg. Nu ik weer terug ben, is het jeugdzorg.“

    ( Dr. Philip Veerman, psycholoog, was president van Defence for Children International (dci) in Genève. Nu woont hij in Den Haag )

    | Ontzielde jeugdzorg [„entseelte Jugendpflege“ … demnächst mehr Beseelung mit immer mehr Schariagesetz?] | door Philip Veerman
    Groene.nl (De Groene Amsterdammer) 15.07.2005 – nr. 28

    https://www.groene.nl/artikel/ontzielde-jeugdzorg

    De Groene Amsterdammer is het oudste opinieweekblad van Nederland, sinds 1877 onafhankelijk baken van de vrijzinnige meningsvorming op het gebied van politiek, maatschappij, cultuur en literatuur.

    https://www.groene.nl/over

    .
    .

    Noch zur o. g. Pressequelle (Law proposal in Iceland heats up: Children’s rights debate on circumcision not on ice | Israel Times 29.05.2018)

    „Eine Zirkumzision an einem Jungen jenseits des Säuglingsalters durchzuführen, bedeutet, dass die Wunde mit Stichen genäht werden muss, was stärker traumatisiert.“

    Psychologe Veerman unterschlägt die Ergebnisse zur Traumatisierung des zirkumzidierten Säuglings, um nur die Aspekte Schmerzverarbeitung, Schmerzgedächtnis zu nennen.

    „Am Abend des 2. Mai sagte Gert van Dijk (…), dass das Entfernen der Vorhaut schädigend ist, weil es zu geringerer sexueller Sensitivität führen könnte.“

    Zu lebenslangem Lustverlust führen muss, führen wird. Manchmal selbst zum Verlust des Geschlechtsorgans, selten sogar zum Tod kann eine MGM führen.

    „Es gibt viele wissenschaftliche Artikel, die diese Meinung nicht unterstützen.“

    Wissenschaftlich unredlich ist es, hier Sorrells et al. (Fine-touch pressure thresholds in the adult penis) sowie Frisch et al. (Male Circumcision and Sexual Function in Men and Women: A Survey-based, Cross-sectional Study in Denmark) nicht zu nennen.

    „Noch erstaunlicher, dass Gert van Dijk eine Vergleichbarkeit von männlicher und weiblicher Beschneidung (Klitorektomie) behauptete.“

    Das sind die anatomischen Fakten.

    Bei jeder Beschneidung (Zirkumzision) entsteht dem Körper der Verlust von 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Meissner, Ruffini, Vater-Pacini, Merkel. Damit entspricht die Jungenbeschneidung der lebenslangen sensitiven Schädigung einer weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) vom Typ II (Verstümmelung der Labien) oder einer FGM Typ Ib, das ist die Exzision (nicht der Klitorisvorhaut, sondern) der Klitoris.

    Als irreversible Vernichtung der penilen Strukturen Gefurchtes Band (ridged band) und zumeist auch Frenulares Delta (frenular delta) bedeutet das Wegschneiden der Vorhaut des Penis die Zerstörung der männlichen sexuellen Lustquelle Nummer Eins.

    Völlig altersgemäß sind Kinder (Kind ist Mensch unter achtzehn Jahren) nicht fähig, die lebenslangen nachteiligen Folgen für Sexualität und Partnerschaft abzuschätzen, die sich aus einer Genitalbeschneidung ergeben.

    Ob Junge oder Mächen: Keine Beschneidung unter 18.

    Zurück zu dem in Bezug auf die menschliche Anatomie uninformierten Dr. Veerman.

    Die UN-Kinderrechtskonvention (UN Convention on the Rights of the Child) habe mit Artikel 24 (3) lediglich die weibliche Beschneidung im Blick gehabt, betont der Psychologe aus Den Haag. Wir wissen: Rituelle genitale Operationen schaden, schädigen immer, ob Jungen oder Mädchen, und Jungen verdienen keinen schlechteren Schutz als Mädchen.

    Nun führt der Niederländer den „Kinderrechtsexperten“ Michael Freeman an, der 1999 im British Journal of Urology International geschrieben habe („Wo schon die [männliche? – Anm.] rituelle Beschneidung an sich alles andere als einen Missbrauch darstellt, ist es hingegen durchaus fraglich, ob ein Versagen [des Beschneidungswunsches] von jüdischen oder muslimischen Eltern eben dieses ist: eine Misshandlung, bei der das Kind wahrscheinlich erheblichen Schaden erleidet“ (soweit Michael Freeman, Anm.)).

    Veerman kommt zu seinem furiosen beschneidungsrhetorischen Finale:

    „Artikel 8 der Kinderrechtskonvention beleuchtet das Recht auf Identität („(1) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, das Recht des Kindes zu achten, seine Identität, einschließlich seiner Staatsangehörigkeit, seines Namens und seiner gesetzlich anerkannten Familienbeziehungen, ohne rechtswidrige Eingriffe zu behalten.“). Dem Jungen die Beschneidung vorzuenthalten bedeutet, ihm seine religiöse und kulturelle Identität vorzuenthalten. Mein Vorschlag in dieser Debatte ist, dass der hohen Bedeutung des Rechts auf Identität mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.“

    Soweit Philip Veerman, dessen etwas unfaire sowie unserer Ansicht nach ausgesprochen kinderfeindliche Argumentation man weiterdenken sollte in Bezug auf die islamische FGM der Schafiiten oder Dawudi Bohra.

    Denn in Art. 8 (2) lesen wir: „Werden einem Kind widerrechtlich einige oder alle Bestandteile seiner Identität genommen, so gewähren die Vertragsstaaten ihm angemessenen Beistand und Schutz mit dem Ziel, seine Identität so schnell wie möglich wiederherzustellen.“

    Damit wäre der Staat, sei er die USA oder die Niederlande, gehe es um Island, Dänemark oder Deutschland, verpflichtet, im Sinne des MUI (Majelis Ulama Indonesia) oder Malaysischen Fatwa-Rats Jungen wie Mädchen auf Elternwunsch beschneiden zu lassen.

    http://blogs.timesofisrael.com/law-proposal-in-iceland-heats-up-childrens-rights-debate-on-circumcision-not-on-ice/

    .

    Dazu meine Frage an die neue Justizministerin.

    Frage von Edward von Roy · Rqjneq iba Ebl · an Dr. Katarina Barley bezüglich Inneres und Justiz

    „… Sind Sie der Auffassung, dass eine religiös begründete FGM Typ Ia oder FGM Typ IV durch Art. 4 Grundgesetz gedeckt und auch nicht durch § 226a StGB verboten ist? … Bekennen Sie sich zum Beibehalten der WHO-Kategorisierung weiblicher Genitalverstümmelung, welche FGM definiert als Typ I, II, III, IV? … Kämpfen Sie mit uns gegen die Straffreistellung der Chatna (chitan al-inath, sunat perempuan), auch der milden Sunna? Jede Form von FGM (I, II, III, IV) gehört verboten – überall auf der Welt.“

    https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/dr-katarina-barley/question/2018-03-28/297901

    .

  2. 1+1=2 Says:

    _

    Over 400 Doctors Support Circumcision Ban | Iceland Review

    22.02.2018 – More than 400 Icelandic doctors have signed a statement expressing their support of the bill proposing a ban on circumcising boys.

    http://icelandreview.com/news/2018/02/22/over-400-doctors-support-circumcision-ban

    .

    Über 400 Ärzte unterstützen Beschneidungsverbot

    von Dagmar Trodler | Iceland Review (Reykjavik) | 24.02.2018

    Über 400 isländische Mediziner haben eine Erklärung unterzeichnet, mit der sie eine Gesetzesvorlage zum Verbot der Beschneidung von Juungen unterstützen, berichtet RÚV. (…)

    http://icelandreview.com/de/news/2018/02/24/ueber-400-aerzte-unterstuetzen-beschneidungsverbot

    _

  3. Cees van der Duin Says:

    Der von Intact Denmark eingereichte Bürgervorschlag

    Einführung des Mindestalters von 18 Jahren in Bezug auf die Beschneidung gesunder Kinder

    Indførelse af 18 års mindstealder for omskæring af raske børn

    ID: FT-00124

    Folketinget pålægger regeringen at fremsætte lovforslag, der indfører en kønsneutral mindstealder på 18 år for omskæring, som ikke er nødvendig af helbredsmæssige årsager. (…)

    [ „Das Parlament verpflichtet die Regierung, Gesetzesvorlagen vorzulegen, die ein geschlechtsneutrales Alter von 18 Jahren für jede Beschneidung vorsehen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht notwendig ist. (…)“ ]

    https://www.borgerforslag.dk/se-og-stoet-forslag/?Id=FT-00124

    https://intactdenmark.wordpress.com/2018/02/28/borgerforslag-stoet-18-aars-mindstealder-for-omskaering/

  4. eekhoorntje Says:

    stichworte
    philip veerman
    islam
    kafala
    sharia / shariah

    http://www.childrightsfocus.org/webcontent/wp-content/uploads/2015/10/Hans-van-Loon.pdf

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