474. Sozialpädagogische Kritik an Heinz-Jürgen Voß

Merseburger Zaubersprüche 2.0

Der 3. Deutsche Männergesundheitsbericht (Sexualität von Männern) entstand aus der Zusammenarbeit der Stiftung Männergesundheit mit dem Institut für Angewandte Sexualwissenschaft (IfAS) der Hochschule Merseburg. 2014 hatte die Hochschule Merseburg Heinz-Jürgen Voß auf die Professur für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung berufen. Bildung ist Erfahrung und Wissenszuwachs, sind aus Sicht des Merseburgers für sexuelles Erleben und Lernen intakte weibliche oder männliche Sexualorgane entbehrlich?

Der an peniler Anatomie (Sorrells et al.) und an den negativen Folgen jeder Zirkumzision für Sexualität und Partnerschaft (Frisch, Grønbæk, Lindholm) eher desinteressierte Professor für Angewandte Sexualwissenschaft und gelernte Diplom-Biologe Heinz-Jürgen Voß kämpft dafür, dass die Jungenbeschneidung sprich männliche Genitalverstümmelung als reguläre Krankenkassenleistung angeboten wird. Das allerdings, vgl. Meyer / Ringel oder Hörnle, muss die zeitnahe Finanzierung auch der milden Sunna nach sich ziehen, der Islamic FGM.

Ob Mädchen oder Junge: keine Beschneidung unter 18, meint der Sozialpädagoge Edward von Roy und sendet seinen offenen Brief per Email an Prof. Dr. med. Theodor Klotz, Prof. Dr. sc. med. Doris Bardehle, Bettina Staudenmeyer (MA) und Dr. phil. Matthias Stiehler.

Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht (2017) Sexualität von Männern. Heinz-Jürgen Voß, Buchkapitel 2.3 Beschneidung bei Jungen. Klappentext sowie Verlag: „die vielseitigen Facetten der Sexualität von Männern sowohl aus sozialwissenschaftlichen auch aus medizinischen Perspektiven. 40 Experten […] analysieren den erreichten Stand, zeigen Defizite auf und geben umfangreiche Handlungsempfehlungen.“[1]

Wenn wir beginnen über die Zirkumzision zu reden, wir sollten allerdings sogleich sagen: über die, primum non nocere, gebotene Vermeidung jeder medizinisch nicht indizierten Operation und damit auch über die grundsätzlich gebotene Vermeidung der Beschneidung, sprechen wir über den Menschen, den menschlichen Körper, den männlichen Körper, den kindlichen männlichen Körper und den Penis. Daher vorab einige Sätze zur penilen Entwicklung aus leider gegebenem Anlass.

Denn gerade in Deutschland werden der Mythos Phimose und die Desinformation zur Retrahierbarkeit (Zurückziehbarkeit) der Vorhaut immer wieder aufgewärmt, beispielsweise durch Claudia Görner, vgl. die Kritik des Autors an Görners per YouTube online gestellten sogenannten Lehrfilmen der Klinik für Urologie und Kinderurologie – Otto von Guericke Universität Magdeburg,[2] oder durch die Jungenbeschneidungsversteherinnen Yasmine Heß-Busch und Iris Rübben: „Eine Verklebung von Vorhaut und Glans ist bis zum Ende des 3. Lebensjahres noch als physiologisch zu betrachten.“

Das ist falsch und durch Rübben usw. wird zielsicher der Druck aufgebaut und die Drohkulisse gemalt, das von grässlicher Phimose bedrohte männliche Kind noch rasch vor der Einschulung zu beschneiden. Richtig wäre: es gibt kein Alter – gar keins! Denn zwölf, 14 oder 16 Jahre als das Alter der vollständigen Retraktierbarkeit der Penisvorhaut ist für jeden zweiten Jungen normal und gesund, sogar älter kommt vor oder sogar niemals. Im vorliegenden 3. Deutschen Männergesundheitsbericht hätte der – ansonsten ausgezeichnete – Beitrag 2.2 von Gunter Neubauer (Sexuelle Gesundheit von Jungen bis zur Pubertät) oder das ebenfalls sehr lesenswerte Kapitel 2.4 Sexuelle Gesundheit männlicher Jugendlicher – Indikatoren männlicher sexueller Jugendgesundheit (Reinhard Winter) auf die Verhaltens- und Pflegetipps der verlässlichen Doctors Opposing Circumcision (D.O.C.) hinweisen sollen,[3] was Neubauer oder Winter ja vielleicht im 4. Deutschen Männergesundheitsbericht unterbringen kann. Es fällt auf, dass der wenig plausible Text von Beschneidungsbefürworter Voß, Buchkapitel 2.3, durch zwei brauchbare und wichtige Aufsätze umgeben ist, umrahmt.

I’m intact, don’t retract.

Only clean what is seen.

Clean the penis as you would a finger.

Sexuelle Gesundheit von Jungen bis zur Pubertät, auch die Erkenntnis der durchschnittlichen Fähigkeit des vollständigen Zurückziehenkönnens der Penisvorhaut im Alter der Jungen erst von 10,4 Jahren, Normalverteilung, das bedeutet jeder zweite Junge ist älter (Thorvaldsen and Meyhoff 2005), und die Warnung vor dem Beschädigen des Penis durch Premature, Forcible Foreskin Retraction (PFFR), durch jedes unbedingt zu vermeidende gewaltsame Zurückziehen der Vorhaut, hätten im gleichnamigen Buchkapitel 2.2 (Neubauer) nicht fehlen dürfen.[4]

Mette Andersen Thorvaldsen & Hans-Henrik Meyhoff […] found that the average age of first foreskin retraction is 10.4 years.

„Das einzige, was man zur Penispflege eines nicht beschnittenen Jungen braucht, ist ein großes langes Lineal. Warum? Na, um es all jenen neugierigen Leuten auf die Finger zu klatschen, die versuchen, die Vorhaut zurückzuziehen.“[5]

The only tool you need to care for an intact boy is a ruler to smack the hands of those curious people who attempt to retract his foreskin.

Soweit zur penilen Entwicklung von Jungen und zur korrekten Genitalpflege.

Zum Beschneidungsverharmloser und Beschneidungsbewerber aus Merseburg.

Man ärgert Kinder nicht und tut ihnen schon gar nicht weh. Überall auf der Welt und für jedermann ist das eine Selbstverständlichkeit, von Jorge Mario Bergoglio bekannter als Papst Franziskus abgesehen, für den das katholische Schlagen von Kindern völlig Ordnung ist solange dabei „deren Würde bewahrt“ wird, wenn da nicht der stammeskulturelle oder auch himmlische Befehl zum Amputieren einer gehörigen Portion des Geschlechtsteils wäre. Kinderqual in Kauf nimmt man auch im Umfeld des durch Heinz-Jürgen Voß mehrfach herangezogenen australischen Brian J. Morris sowie im Bereich der Esoterik zum südafrikanischen Township und Beschneidungsexperiment Orange Farm[6] und im Dunstkreis der, so es um Minderjährige (unter 18 Jahre) geht, doch wohl wenig „freiwilligen“ (voluntary), Bill-Gates-finanzierten afrikanischen Massenbeschneidungskampagne VMMC (Voluntary medical male circumcision for HIV prevention).

Deutschland 2017, Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht. Alibi um Alibi sammelt Heinz-Jürgen Voß („es gibt mehr als zwei Geschlechter“), um die Beschneidung von Jungen zu rechtfertigen. Voß kann es wissen und sagt es nicht: Die Penisvorhaut ist das Pendant nicht zur Klitorisvorhaut, sondern zur Quelle der weiblichen Lust selbst, zur Klitoris. Dem Jungen und späteren Mann werden 70 bis 80 % der penilen Sensitivität amputiert, jede verharmlosend Beschneidung genannte Operation an einem Jungen oder Mann zerstört so viel wie eine FGM Typ Ib Klitoris(teil)amputation oder eine FGM Typ II Labien(teil)amputation. Der, s. Quelle 7, um genitale Intaktheit unbekümmerte Voß plädiert für genitale Autonomie: „Hier gilt es für geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung zu werben und interessierten Menschen zu erläutern, warum es für andere Menschen so wichtig ist, ihr Geschlecht und ihre Sexualität frei und selbst zu bestimmen.“ Ach so Herr Professor, auf Wunsch von Religionsgemeinschaft und Elternhaus sollen sich die Jungen erst drei Viertel der Empfindlichkeit des Penis rituell kaputtmachen lassen, um dann: „ihre Sexualität frei und selbst zu bestimmen“, haben wir Sie richtig verstanden?

Der auffällig lautstark irgendwie pro queer und pro transsexuell eingestellte junge Professor hatte gerade über das dritte Geschlecht sinniert. Dabei sagte der 1979 im thüringischen Ilmenau geborene deutsche ausgebildete Diplom-Biologe und heutige Forschungsprofessor für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung einen durchaus sinnvollen Satz, den er allerdings auf das unbeschnittene schafiitische Mädchen oder den, aus Sicht des professionellen Beschneiders, an Vorhautbesitz leidenden Jungen übertragen sollte: „Wie würde ich reagieren, wenn mein Kind so wäre? Ich würde es akzeptieren, so wie es ist, gerade weil ich möchte, dass es ihm gut geht. Genau darum geht es.“[7]

Warum verteidigt der pro-queer, antirassistisch und antikapitalistisch daherkommende Merseburger die körperliche Gesundheit und Intaktheit des männlichen Kindes nicht, sondern liefert Jungen erst einer elterlichen Allmacht und dann den religiösen Beschneidern aus? Wer das kinderrechtlich gebotene Prinzip Keine Beschneidung unter achtzehn vertritt, legt sich allerdings mit Mufti, Scheich und Imam an, denn für zwei der sunnitischen Rechtsschulen (Sg. Madhhab), die schafiitische und die hanbalitische, sowie im schiitischen Islam ist die männliche Beschneidung (ختان ḫitān) wadschib, religiös verpflichtend. Für die anderen sunnitischen Madhhahib, die hanafitische und die malikitische, gilt die männliche Beschneidung, der Chitan, als Sunna muakkada, sogenannte mit Nachdruck empfohlene Prophetentradition und kommt einer absoluten Verpflichtung de facto gleich. Voß versucht dem Leser weiszumachen, dass die Zirkumzision völlig harmlos sei und sogar gesundheitsförderlich, die zeitgenössische Anatomie und Medizin hat er dabei nicht auf seiner Seite. Vielleicht scheut der Dritte-Welt-freundlich und proschwul argumentierende Antisexist den Konflikt mit den Parteigängern der Schariagesetze und vermeidet deshalb den inhaltlichen Streit mit den alles andere als schwulenfreundlichen Moscheegemeinden und Islamverbänden, etwa die Debatte über die islamische Frauenkleidung, über den ausgesprochen sexistischen Hidschab.

Gewalt ist nie privat. Ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sollte man meinen. Doch die Zirkumzision ist Gewalt und ungerührt werden zahllose Jungen, ob gemäß Ärzteverband AAP täglich in den USA oder ob religiös, im weltweiten Vergleich und quantitativ vor allem islamisch, einer veritablen Folter (engl. torture, vgl. Erklärung von Anaheim 1989)[8] unterworfen alleine durch das Abreißen des Praeputium von der Glans.

Physicians who practice routine circumcisions are violating the first maxim of medical practice, Primum non nocere, „First, Do No Harm“, and anyone practicing genital mutilation is violating Article V of the United Nations Universal Declaration of Human Rights: „No one shall be subjected to torture or to cruel, inhuman or degrading treatment.“

(Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989.)

2014 berief die Hochschule Merseburg Heinz-Jürgen Voß auf die Professur für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung.

Im Anfang war das Beschneidungsmesser, wollen uns die weismachen, deren zaghaftes Denken innerhalb der geistigen Gefängnismauern der alles andere als vom Himmel gefallenen Religion oder Tradition kreist.

Auf dem Sinai allerdings senkte der (noch nachzuweisende) Ewige nicht zwei Beschneidungsmesser herab, sondern zwei Steintafeln. Mögen wir einst geglaubt haben, dass die Amputation der Penisvorhaut die bösen Geister vertreibt und die Engel lächeln lässt oder dass sie den patriotischen maskulinen Amerikaner vor Unmoral und Bakterien rettet, so wissen wir heute, dass die männliche Beschneidung körperlichen und psychischen Schaden anrichtet, jede Beschneidung, es geht nicht erst um die sogenannten Komplikationen. Ein elftes Gebot „Du sollst dich doof stellen“ gibt es nicht im Dekalog, der wissenschaftlich und allgemein-menschenrechtlich gebotene Übergang zu einem nicht beschneidenden Initiationsritual ist jeder Religion und damit auch dem Judentum zuzumuten. Brit Shalom (ברית שלום‎) ist eine würdige Alternative und die acht Tage alten jüdischen Mädchen verdienen ein genau so schönes Ritual der Namensvergabe und wurden, anders als im Islam, schließlich noch nie beschnitten.

Es ist pauschal auch nicht richtig, wiewohl es beispielsweise 2012 oft zu hören war, das gefälligst respektable historische Alter, die Altehrwürdigkeit der Jungenbeschneidung zu beschwören oder ihr, etwa in den USA und in Südkorea, inflationäres Vorkommen, ihre Häufigkeit. Die Mädchenbeschneidung sprich weibliche Genitalverstümmelung (FGM, Female genital mutilation) ist in Ägypten, Kurdistan oder Malaysia auch häufig. Dass eine schädliche Tradition oft geschieht macht sie nicht besser, und die vielleicht noch blutenden und hoffentlich nicht eiternden Wunden am Penis eines gestern beschnittenen Jungen sind auch nicht 3.000, 4.000 oder 5.000 Jahre alt, sondern 24 Stunden.

Auch wenn die aus Sicht von uns Sozialpädagogen oder Sozialarbeitern vernehmbar als verwerflich einzustufende Praxis der medizinisch nicht gebotenen Zirkumzision beispielsweise vorislamisch ist und sogar älter als die Legenden von Zippora oder Abraham, wenn sie Jahrtausende alt sein mag, am beinahe in Vergessenheit geratenen Anfang der Menschheitsgeschichte standen nicht der Zugriff des frommen oder traditionsbewussten Erwachsenen auf den einer symbolischen, einer blutigen zweiten Geburt unterzogenen Kinderkörper und die Amputation von einem Stück des kindlichen Geschlechtsteils, sondern im Anfang war der intakte, der heile Körper, zu dem ein heiles Geschlechtsorgan gehört. Die Beschneidung macht das Kind nicht gesund oder glücklich, sondern ist eine Störung der Harmonie des Kinderkörpers, des Weltalls sowie der Mutter-Kind-Beziehung und Vater-Kind-Beziehung, wobei wir bei Kind zwischen Junge und Mädchen nicht zu differenzieren haben, was das deutsche Recht, Gleichbehandlung als Staatsziel, auch gar nicht kann. „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“ (Art. 3 Abs. 2 GG).

Dass § 1631d BGB seit fünfeinhalb Jahren 50 % der Kinder und Jugendlichen, nein, weil sie bald Erwachsene sein werden 50 % der Bevölkerung, schutzlos stellt, ist verfassungswidrig und ließ vor drei Jahren kinderfeindliche Postmodernisten wie Kathrin Meyer und Karl-Peter Ringel (§ 226a StGB – Sonderstraftatbestand der Frauenbeschneidung & verfassungswidrige Ungleichbehandlung) oder Tatjana Hörnle (Verhandlungen des 70. Deutschen Juristentages Hannover 2014 Bd. I: Gutachten Teil C: Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft) vorpreschen. Die Volljuristin und der Aachener Laboratoriumsmediziner sowie die Berliner Strafrechtlerin wollen durch Straffreistellung der islamischen Mädchenbeschneidung mindestens einer milden Sunna (FGM Typ Ia Klitorisvorhautamputation oder FGM Typ IV Subtyp Einschnitt oder Einstich) Gleichberechtigung oder vielmehr gleiche Entrechtung herstellen.

Ein Tiefpunkt der deutschen Rechtsgeschichte: im Rahmen einer geschlechtsneutralen Neuformulierung von § 1631d BGB (Meyer und Ringel) bzw. von § 226a StGB (Hörnle) und im allgemeinen Wissen um den, vgl. Angela Merkel („Komikernation“), von der ganzen Bevölkerung hinzunehmenden kindlichen Schmerz und die genitalen lebenslangen Beschädigen der Jungen und Männer soll das künftige Leid und Genitalbeschädigen der Mädchen und Frauen rechtfertigt werden. Wehren wir uns gegen diese weltweit versuchten, derzeit etwa durch die Anwälte der Praktiker bzw. Sympathisanten der schiitischen FGM Jumana Nagarwala und Fakhruddin Attar gestarteten Kampagnen der Bagatellisierung der Chatna (Chitan al-inath, sunat perempuan). Denn jede FGM stiftet Schaden an Körper und Psyche, auch incision oder prinprick. Die WHO-Kategorie zur FGM ist nicht aufzuspalten in einen weiterhin verbotenen und einen anderen, angeblich vernachlässigbar invasiven und dann erlaubten Teil.

Das islamische Dogma von der Fitra (فطرة fiṭra), dem angeborenen Ausgerichtetsein auf Gott (s. Quelle 9), ist in den an seiner Abschaffung nicht interessierten Rechtsstaat nicht integrierbar und, ohne Außenansicht, auch nicht in universitäre Imamausbildung oder Islamischen Religionsunterricht. Die Fitra nämlich beinhaltet das Beschnittensein des islamrechtlich religiös erwachsenen Mannes, die Penisvorhaut des Fünfzehnjährigen oder älteren männlichen Muslims (15 Mondjahre) ist schlicht kein Bestandteil des islamisch legalen (حلال ḥalāl) Körpers. Gemäß der Scharia mindestens im Fiqh der sunnitischen Schafiiten und der schiitischen Dawudi Bohra gilt Entsprechendes für die Klitorisvorhaut oder vielmehr die Klitoris des Mädchens. Kurz gesagt: das schafiitische Kind ist Junge oder Mädchen und muss beschnitten werden und auch die derzeit in Detroit, Michigan wegen Mädchenbeschneidung inhaftierte US-amerikanische Ärztin Jumana Nagarwala hat ihre Religion richtig verstanden. Den Islam integrieren heißt die FGM integrieren, die Zweit- bis Viertfrau, den Talaq, die neunjährige Braut, den Zwang zum Bedecken des weiblichen Körpers (mindestens) bis auf Hände und Gesicht mit einem blickdicht verhüllenden sowie alle Konturen und Rundungen verbergenden Tuch (Hidschab), einen anderen Islam gibt es noch nicht.

Auch eine intensive persönliche Gottesfurcht berechtigt keineswegs, den Körper eines anderen zu verletzen, ein anderer Begriff von körperlicher Unversehrtheit ist auch dem deutschen Grundgesetz nicht zu entnehmen. Anders als man es 2012 im Bundestag glaubte, haben Eltern eben nicht das Recht, das Geschlechtsorgan ihres Sohnes auf eigenen Wunsch hin oder himmlischen Befehl zurechtzuschnitzen. In der kulturellen Moderne ist das männliche oder weibliche Genital kein Stammeseigentum, auch der Kinderpenis ist kein Familienbesitz.

Dabei kann die Bundesrepublik zwischen Junge und Mädchen nicht unterscheiden, alleine deshalb ist und bleibt der am schwarzen Tag der Kinderrechte, am 12. Dezember 2012 durchs Parlament gepeitschte § 1631d BGB verfassungswidrig. Da wird auch nicht mit Halbwüchsigen verhandelt, die sich bekanntlich, die Worte Xhosa und Ulwaluko sollten genügen, dem Gruppendruck zum Beschnittensein und Verstümmeltwerden nicht entziehen können – ja, Verstümmelung, die rituelle Beschneidung, und nur über diese Zirkumzision reden wir, ist Genitalverstümmelung, ist ihn ihrem Ausmaß einer FGM Typ Ib Klitoris(teil)amputation entsprechend oder einer FGM Typ II Amputation der Schamlippen.

Wikipedia informiert: „Neben den Arbeiten zu Geschlecht und Biologie ist Heinz-Jürgen Voß seit dem Jahr 2014 im Themenfeld Sexuelle Bildung und zur Prävention sexualisierter Gewalt präsent“. Sexualisierte Gewalt, allgemein sagt man Kindesmissbrauch. Gewiss, alle Eltern lieben ihr Kind … und beschneiden es trotzdem, mindestens sunnitisch-schafiitisch oder bei den verschiedenen schiitischen Bohra einerlei ob Junge oder Mädchen.

Auch der Junge wird überwältigt und erleidet Schmerzen und lebenslange Schädigung, machen wir uns nichts vor: die Kritik an der Zirkumzision ist so alt wie die Beschneidung selbst, das Schreien des Babys ist die Kritik, wobei einige Säuglinge in Ohnmacht fallen und dann freilich zu Schreien aufhören. Fakt ist und bleibt: die Messerklinge tut weh und das Kind krabbelt weg oder würde es gerne. Dementsprechend wird das männliche Baby gefesselt, in den USA auf einem Circumstraint genannten Plastiktablett, das kleine Kind wird festgehalten. Dem größeren Jungen hingegen und seiner Sippe drohen bei Aufmucken oder Aufschreien Verächtlichmachung und Ehrlosigkeit. Der Unbeschnittene war oder ist in vielen Kulturen rechtlos, er – oder sie – darf nicht heiraten und nichts erben.

Sehr geehrter Herr Voß, allerdings ist es zweckmäßig, dass Sie sich („Laufzeit 1. Mai 2014 – 30. April 2020“) Gedanken machen über „eine Ab­wehr potentieller und die Verarbeitung bereits be­ste­hender sexueller Grenzverletzungen“.[9]

Machen wir uns nichts vor, sehr geehrter Herr Voß: ob die religiösen Erwachsenen mit Feuersteinklinge, Messer, Schere oder Skalpell einem Mädchen oder einem Jungen Genitalgewebe amputieren, Beschneidung ist sexuelle Grenzverletzung, Beschneidung ist sexuelle Traumatisierung, das Opfer erlebt Beschneidung als Vergewaltigung.

Aus der Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia:

„Neben den Arbeiten zu Geschlecht und Biologie ist Voß seit dem Jahr 2014 im Themenfeld Sexuelle Bildung und zur Prävention sexualisierter Gewalt präsent. Als Forschungsprofessor und Leiter des Forschungsprojekts „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung“ wird er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über die Förderlinie Sexualisierte Gewalt in pädagogischen Einrichtungen gefördert. Im Rahmen der Förderlinie ist unter anderem eine Ethik-Erklärung entstanden sowie ein Curriculum zur Sexuellen Bildung und zur Prävention sexualisierter Gewalt.“

Sehr geehrter Herr Voß, die fürchterlich gottesfürchtige, die sehr religiöse sunat perempuan, bei den Dawudi Bohra genannt Chatna, ansonsten Chitan al-inath, weibliche Beschneidung, oder Chitan al-banat, Beschneidung der Töchter, und ebenso die fromme oder AAP-seits fehlgeleitete und US-kulturelle Jungenbeschneidung, die Zirkumzision, ist Traumatisierung – und Sie verdienen als Merseburger Professor Ihr Geld mit dem Denken und Schreiben zu „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung“. Informieren Sie sich über die Beschneidung, beispielsweise bei den D.O.C., den Doctors Opposing Circumcision. Ihr diesjähriges, mit Fußnoten 14 Seiten langes Bagatellisieren der MGM, der männlichen Genitalverstümmelung, ist jungenfeindlich und männerfeindlich. Arbeiten Sie in Zukunft mit den weltweiten Intaktivisten, die gibt es auch lesbisch oder schwul, afrikanisch oder jüdisch, muslimisch oder ex-muslimisch, gegen jede Form der HGM, jede Form der Human genital mutilation, das ist FGM oder MGM und informieren Sie sich, nicht bei Brian J. Morris, über die sensorische, sexuelle und partnerschaftliche Bedeutung der Penisvorhaut.

Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung empfindlichste Teil des intakten männlichen Geschlechtsorgans (Sorrells, Snyder, Reiss, Ede, Milos, Wilcox, Van Howe: Fine-touch pressure thresholds in the adult penis).

Die Vorhaut ist sensibler als die menschlichen Lippen oder Fingerspitzen. Aufgrund ihrer sexuellen Empfindsamkeit spielt das Präputium eine bedeutende Rolle im Sexualleben unbeschnittener Männer und belastet jede Vorhautamputation Sexualität, Sexualpartner und Partnerschaft (Frisch, Lindholm, Grønbæk: Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark).[10]

Zu den durchweg nachteiligen Auswirkungen jeder medizinisch nicht indizierten männlichen Beschneidung gehört eine lebenslange starke Schädigung der sexuellen Sensitivität, denn die über 73 Meter Nervenfasern und 10.000 bis 20.000 überwiegend spezialisierten Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen (Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen) werden bei der Zirkumzision, die jeder Jungenarbeiter oder Sozialarbeiter endlich männliche Genitalverstümmelung (MGM) nennen sollte, amputiert. Diese spezialisierten Nervenendigungen dienen dazu, auch leichteste Berührungen sowie Feinheiten von Temperatur, Geschwindigkeit bzw. Vibration oder Textur wahrzunehmen und weiterzuleiten.

Im Vergleich dazu befinden sich auf der Glans penis (Eichel) nur rund 4.000 überwiegend unspezialisierte freie Nervenenden, sogenannte Nozizeptoren, die Schmerzreize aufnehmen und weiterleiten können. Die schmale Zone der Eichel zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche), die von Natur aus doch (wenige) Lustrezeptoren enthält, keratinisiert (verhornt) im Laufe der Jahre, was beschnittene Männer als großen Verlust an (restlicher) sexueller Lebensqualität beschreiben und mit Schutzmaßnahmen, vor mechanischer Reibung im Alltag, bzw. mit Restoring, mit dem Versuch der Wiederherstellung der Vorhaut, nur begrenzt ausgleichen können.

Durch die Beschneidung werden dem Jungen oder Mann ein Großteil der Nervenendigungen des Penis insgesamt und fast alle der besonders empfindlichen niedrigschwelligen spezialisierten Nervenendigungen irreversibel entfernt (amputiert). Die empfindlichsten Regionen des unbeschnittenen Penis gehen durch die Beschneidung für immer verloren; vgl. die Untersuchung von Sorrells et al. (Fine-touch pressure thresholds in the adult penis).[11]

Schluss mit dem Bagatellisieren der Zirkumzision, wie es etwa durch Fokussierung auf das Nebenthema operative Komplikationen geschieht. Schluss auch mit dem Aushandeln von Altersgrenzen der Einwilligungsfähigkeit (genital autonomy), denn völlig altersgemäß kann auch der männliche Jugendliche die lebenslangen Beschneidungsfolgen für Sexualität und Partnerschaft nicht einschätzen und ist damit schlicht nicht einwilligungsfähig. Der Junge braucht anatomisch faktenbasierte Beratung und bis zum Alter von 18 Jahren ein unversehrtes Geschlechtsorgan (genital intactness). Wer hingegegen, wie der Lei­ter des IfAS (Institut für Angewandte Sexualwissenschaft, Fördergemeinschaft Sexualpädagogisches Zentrum Merseburg, Hochschule Merseburg) Heinz-Jürgen Voß („auch biologisch gibt es viele Geschlechter“), in einem Text zur penilen Beschneidung die Begriffe Gefurchtes Band (ridged band), Frenulares Delta (Frenular delta; McGrath 2001) und Frenulum, Vorhautbändchen noch nicht einmal verwendet, kann zur Jungen- und Männergesundheit offensichtlich nicht angemessen beraten und zeigt uns seine grundsätzlichen, nämlich bereits anatomiebezogenen Wissensdefizite im Bereich Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik.

Unser klares Nein zur sogenannten Medikalisierung, weder für die weibliche noch für die männliche Genitalverstümmelung ist die Verlagerung in Arztpraxis oder Hospital zu fordern und schon gar nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenlassen aufzunehmen.

Stiftung Männergesundheit hat im Merseburger Professor keinen geeigneten Autoren und, obwohl vom Herausgeber (Klappentext; Verlag) gewünscht, schon gar keinen Sachkundigen („Experten“) zum Thema Zirkumzision gefunden. Mit dem Buchkapitel 2.3 Beschneidung bei Jungen hat Heinz-Jürgen Voß das Thema Zirkumzision verfehlt: anatomisch, kinderrechtlich, pädagogisch, sexuell, partnerschaftsbezogen.

Dass er mit seinem Aufruf nach pauschaler Krankenkassenfinanzierung der medikalisierten Jungenbeschneidung auch die gleich invasiven oder weniger invasiven Formen der Mädchenbeschneidung mitfinanzieren lassen müsste, die medikalisierte FGM (Typ I, II oder IV), ist dem Forscher und Lehrer zu biologisch-medizinischen Geschlechtertheorien, Sexualwissenschaft, Queer Studies und Intersektionalität entweder nicht bewusst oder schlicht gleichgültig.

Enttäuschendes Fazit.

Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht (2017) Sexualität von Männern. Heinz-Jürgen Voß, Buchkapitel 2.3 Beschneidung bei Jungen.

Wissenschaft knapp über dem Niveau der Merseburger Zaubersprüche.[12]

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Q u e l l e n

[1] Psychosozial-Verlag, Gießen

Stiftung Männergesundheit (Hg.) · Sexualität von Männern · Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht

https://www.psychosozial-verlag.de/2683

Sexualität ist wesentlicher Bestandteil von Gesundheit

Der Dritte Deutsche Männergesundheitsbericht, der in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Sexualwissenschaft der Hochschule Merseburg unter Leitung von Prof. Dr. Voß entstand, versucht diese Lücke etwas zu schließen. Der Bericht, der der erste in Deutschland und Europa dieser Art ist, wirft einen aktuellen Blick auf die vielseitigen Facetten der Sexualität von Jungen, männlichen Jugendlichen, jungen Männern, Männern im mittleren Lebensalter, behinderten Männern und alten Männern in Deutschland. Er verdeutlicht, dass unter sexueller Gesundheit nicht in erster Linie Störungen und sexuell übertragbare Infektionskrankheiten verstanden werden sollte. Vielmehr fördert ein körperliches und emotional befriedigendes Sexualleben das allgemeine Wohlbefinden und ist somit ein wesentlicher Bestandteil von Gesundheit. Sexuelle Probleme hingegen, führen oft zu einer geringeren Lebenserwartung und Partnerschaftsqualität, erhöhter Depressivität und allgemeiner Unzufriedenheit.

Blick auf die Sexualität aus medizinischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive

Wie hat sich die Forschungssituation in der BRD entwickelt? Wie entwickelt sich „Sexualität im 21. Jahrhundert“ ? Wie vermeiden wir Diskriminierungen bezogen auf sexuelle Orientierungen und wie können sexuelle Straftaten weiter reduziert werden?

Um diese Fragen zu beantworten, haben 40 Autorinnen und Autoren die wichtigsten Aspekte von männlicher Sexualität in erstmaliger Zusammenarbeit von Medizinern und Soziologen analysiert. In 31 Beiträgen werden u.a. die historische Entwicklung der männlichen Sexualität in Deutschland bis ins heutige Digitalzeitalter, die sexuelle Entwicklung des Jungen und Sexualität im Alter, Darstellungen der vielfältigen Facetten von Sexualität sowie ihre gesellschaftliche Akzeptanz und Grenzen dargestellt. Der Bericht zeigt die Zusammenhänge von gesellschaftlicher Entwicklung und Sexualmoral auf.

Der 3. Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit richtet sich sowohl an gesundheitspolitische Entscheidungsträger, an Expertinnen und Experten der Sexualwissenschaft, Sexualtherapeuten, Fachkräfte der Sexualpädagogik und an die interessierte Öffentlichkeit. Jeder Beitrag schließt mit Handlungsempfehlungen und Vorschlägen zu Forschungsbedarf, zur Gesundheitsversorgung und zur Information der Bevölkerung über aktuelle Tendenzen der Sexualität ab.

Stiftung Männergesundheit (Hg.)

https://www.stiftung-maennergesundheit.de/aktivitaeten/forschung/dritter-maennergesundheitsbericht.html

[2] Lehrfilm zur Phimose desinformiert

Verlässt Deutschlands Wissenschaftsbetrieb und insbesondere Medizinbetrieb seinen ureigenen Bereich von Nachvollziehbarkeit und Redlichkeit? Innerhalb von 360 Jahren von den Magdeburger Halbkugeln 1656 zur Magdeburger Halbbildung 2016? Zu zwei online gestellten Kurzfilmen von Claudia Görner (Magdeburg) zur Jungenbeschneidung oder Zirkumzision. Ein Kommentar mit Querverweisen zur FGM und den deutschen Kampagnen zur Straffreistellung der islamischen Mädchenbeschneidung von Edward von Roy (2017).

https://schariagegner.wordpress.com/2017/02/25/lehrfilm-zur-phimose-desinformiert/

[3] Care of the Intact (Not Circumcised) Penis in the Young Child

Doctors Opposing Circumcision

https://www.doctorsopposingcircumcision.org/for-professionals/care-of-the-intact-penis/

[4] Normal development of the prepuce: birth through age 18

CIRP (Circumcision Information and Resource Pages) review article.

http://www.cirp.org/library/normal/

Patologisk eller fysiologisk fimose? [Phimosis: pathological or physiological?]

Ugeskrift for Læger [Weekly Journal for Physicians], Volume 167, Number 17: Pages 1858-1862,25 april 2005.

Mette Andersen Thorvaldsen & Hans-Henrik Meyhoff, Hillerød Sygehus, Afdeling A, Urologisk Sektion

http://www.cirp.org/library/normal/thorvaldsen1/

PFFR, Premature, Forcible Foreskin Retraction

July 2016

Premature, Forcible Foreskin Retraction: A Memorandum of Evidence-based Medicine

Concerning the current standard of care prohibiting premature, forcible foreskin retraction

A publication of Doctors Opposing Circumcision

Seattle, Washington

https://www.doctorsopposingcircumcision.org/wp-content/uploads/2016/08/premature-forcible-foreskin-retraction-a-memorandum-of-evidence-based-medicine.pdf

[5] The only tool you need to care for an intact boy is a ruler to smack the hands of those curious people who attempt to retract his foreskin.

(Mothering 11.12.2008.)

http://www.mothering.com/forum/44-case-against-circumcision/1011333-having-boy-circ-not-circ.html

http://iinformedparenting.blogspot.de/2010/10/top-12-myths-about-circumcision.html

UNCUT

Twelve Common Misconceptions About Circumcision and the Intact Male.

(Tribal Baby 17.11.2008.)

http://tribalbaby.blogspot.de/2008/11/uncut.html

[6] Gilgal Society; Gründer: der Zirkumfetischist und überführte Sexualstraftäter Vernon G. Quantance; Mitglied oder Sympathisant: Bertran Auvert vom unwissenschaftlichen Beschneidungsprojekt Orange Farm

(bei IntactWiki)

http://intactwiki.org/wiki/Vernon_G._Quaintance

(bei CircWatch)

http://circwatch.org/tag/gilgal-society/

[Desinformation]

Association of the ANRS-12126 Male Circumcision Project with HIV Levels among Men in a South African Township: Evaluation of Effectiveness using Cross-sectional Surveys

Bertran Auvert et al. (2013)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3760784/

[Information]

BRIAN J MORRIS:

Morris was a founding member of ‘The Gilgal Society’, a UK based pro-circumcision organisation. Until 2012, the Gilgal Society was led by Vernon Quaintance, who was found guilty of possessing child pornography in 2012 and who is currently facing more similar charges.

Meet the ‘Circumcision Academy of Australia’ | Intactivists of Australasia (Bringing an end to the non-therapeutic circumcision of minors in Australia and New Zealand.) 23.08.2012

https://intactivistsofaustralasia.wordpress.com/2012/08/23/meet-the-circumcision-foundation-of-australia/

How the circumcision solution in Africa will increase HIV infections

Robert S. Van Howe, Michelle R. Storms

http://www.publichealthinafrica.org/index.php/jphia/article/view/44

Urinary Tract Infections (UTIs)

Doctors Opposing Circumcision

https://www.doctorsopposingcircumcision.org/for-professionals/alleged-medical-benefits/urinary-tract-infections/

[7] Interview mit Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß „Es gibt mehr als zwei Geschlechter“ Mitteldeutsche Zeitung (MZ) 14.12.2015

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/interview-mit-sexualwissenschaftler-heinz-juergen-voss–es-gibt-mehr-als-zwei-geschlechter–23344662

Vor dem deutschen 30. Januar 1933 fühlte alle Welt queer und war die Zweiteilung der Menschheit in Mann und Frau noch gar nicht erfunden, meint Heinz-Jürgen Voß:

„Bis in die 1920er Jahre sprach man von Geschlechtervielfalt. Mit den Nazis kam die Theorie einer weitgehend klaren biologischen Zweiteilung, die auch immer noch im Biologiestudium vermittelt wird, obwohl die aktuelle Forschung längst weiter ist. Solche einfachen Thesen machten mich stutzig, und ich erkannte, dass die vermeintlich natürliche Zweiteilung viel Leid mit sich bringt.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)

[8] Declaration of the First International Symposium on Circumcision

We recognize the inherent right of all human beings to an intact body. Without religious or racial prejudice, we affirm this basic human right.

We recognize the foreskin, clitoris and labia are normal, functional body parts.

Parents and/or guardians do not have the right to consent to the surgical removal or modification of their children’s normal genitalia.

Physicians and other health-care providers have a responsibility to refuse to remove or mutilate normal body parts.

The only persons who may consent to medically unnecessary procedures upon themselves are the individuals who have reached the age of consent (adulthood), and then only after being fully informed about the risks and benefits of the procedure.

We categorically state that circumcision has unrecognized victims.

In view of the serious physical and psychological consequences that we have witnessed in victims of circumcision, we hereby oppose the performance of a single additional unnecessary foreskin, clitoral, or labial amputation procedure.

We oppose any further studies which involve the performance of circumcision procedures upon unconsenting minors. We support any further studies which involve identification of the effects of circumcision.

Physicians and other health-care providers do have a responsibility to teach hygiene and the care of normal body parts and explain their normal anatomical and physiological development and function throughout life.

We place the medical community on notice that it is being held accountable for misconstruing the scientific database available on human circumcision in the world today.

Physicians who practice routine circumcisions are violating the first maxim of medical practice, Primum non nocere, „First, Do No Harm“, and anyone practicing genital mutilation is violating Article V of the United Nations Universal Declaration of Human Rights: „No one shall be subjected to torture or to cruel, inhuman or degrading treatment.“

Citation:

Declaration of the First International Symposium on Circumcision. Adopted by the First International Symposium on Circumcision, Anaheim, California, March 3, 1989.

http://www.cirp.org/pages/intactivist/declaration/

[9] BMBF-Forschungsprojekt „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung”

https://www.ifas-home.de/forschung/forschungsprojekt/

The fitra

Islam Question and Answer

General Supervisor: Shaykh Muhammad Salih al-Munajjid

06.08.2017 Principles of Fiqh » Jurisprudence and Islamic Rulings » Acts of Worship » Purity » Natural character and instinct of the human creation.

60314: Circumcision of girls and some doctors’ criticism thereof

The hadith narrated by al-Bukhari (5889) and Muslim (257) from Abu Hurayra (…), that the Prophet (…) said: „The fitra is five things – or five things are part of the fitra – circumcision, shaving the pubes, cutting the nails, plucking the armpit hairs, and trimming the moustache.“This hadith includes circumcision of both males and females. […]

3 – That circumcision is obligatory for men and is good and mustahabb for women.

This is the third view of Imam Ahmad [bin Hanbal], and it is the view of some Malikis such as Sahnun. This view was also favoured by al-Muwaffaq ibn Qudama in al-Mughni.

See: al-Tamhid, 21/60; al-Mughni, 1/63

It says in Fatawa al-Lajna al-Daima (5/223):

Circumcision is one of the Sunnas of the fitra, and it is for both males and females, except that is it obligatory for males and Sunna and good in the case of women. End quote

Thus it is clear that the fuqaha of Islam are agreed that circumcision is prescribed for both males and females, and in fact the majority of them are of the view that it is obligatory for both. No one said that it is not prescribed or that it is makruh or haram.

https://islamqa.info/en/60314

Abu Huraira (…) berichtete, dass der Prophet (…) sagte: „Zur Fitra [zur Erschaffenheit und Geschöpflichkeit, zur angeborenen Allahzentriertheit oder Allahzentrik jedes Menschen] gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare.“ [Buchari: 1216]

Enfal

http://www.enfal.de/hitan.htm

Scheich Ibn Uthaimin (…) sagte: „Die korrekteste Ansicht ist die, dass sie im Falle von Männern verpflichtend ist und im Falle von Frauen Sunna.“

Ibn Qudama (…) sagte: „In Bezug auf die Beschneidung, so ist sie verpflichtend für Männer und eine Ehre für Frauen, aber sie ist nicht verpflichtend für sie.“

https://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/84-familie-und-kinder/kinder-neugeborene/1496-beschneidung-khitaan-des-kindes

[10] Male Circumcision and Sexual Function in Men and Women

A Survey-based, Cross-sectional Study in Denmark

Morten Frisch; Morten Lindholm; Morten Grønbæk

http://www.medscape.com/viewarticle/753060

https://academic.oup.com/ije/article/40/5/1367/658163/Male-circumcision-and-sexual-function-in-men-and

[11] Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

Morris L. Sorrells, James L. Snyder, Mark D. Reiss, Christopher Eden, Marilyn F. Milos, Norma Wilcox and Robert S. Van Howe

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17378847

http://www.cirp.org/library/anatomy/sorrells_2007/

[12] Bên zi bêna, bluot zi bluoda, lid zi geliden, sôse gelîmida sîn.

Merseburger Zaubersprüche, der Versuch der Kompensation medizinischer Begrenztheit durch Anrufung der guten Geister, in der Epoche eisenzeitlicher Analphabeten der Gipfel ärztlicher Heilkunst. Wer hingegen heute die Zirkumzision als willkommenes Werkzeug gegen Harnwegsinfektionen oder sexuell übertragbare Krankheiten lobt und die, auf Elternwunsch angeordnete und dabei prophylaktisch oder religiös begründete, Finanzierung jeder Jungenbeschneidung durch die Gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt wissen will, beweist Freundlichkeit gegenüber dem jeden Lebensbereich regelnden (dem totalitären) Islamischen Recht (Scharia) und zusätzlich möglicherweise persönliche Gottesfurcht, doch in jedem Fall energische Faktenresistenz.

Bein zu Bein, Blut zu Blut, Glied zu Glied, wie wenn sie geleimt wären.

https://de.wikipedia.org/wiki/Merseburger_Zauberspr%C3%BCche

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18 Antworten to “474. Sozialpädagogische Kritik an Heinz-Jürgen Voß”

  1. Jacques Auvergne Says:

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    Voß: „Keine medizinischen Bedenken“

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    („Heinz-Jürgen Voß (Dr. phil., Dipl. Biol.) promovierte zur gesellschaftlichen Herstellung biologischen Geschlechts und forscht zu medizin- und biologieethischen und -geschichtlichen Schwerpunkten. Er ist antirassistisch, antifaschistisch und queer-feministisch politisch aktiv.“)

    PS: Dass es keine medizinisch relevanten Bedenken gegen die Vorhautbeschneidung gibt, haben zahlreiche medizinische Fachgesellschaften deutlich gemacht. Populäre Vermutungen weißer Menschen, dass mit der Vorhautbeschneidung hohe Komplikationsraten, Traumatisierungen oder etwa eine erhöhte oder geringere Empfindlichkeit der Eichel einhergingen, werden durch die medizinische Fachliteratur widerlegt. Vgl. für einen Überblick: Çetin / Voß / Wolter 2012: S. 51 ff.

    Bereits die Frage ist falsch | von Heinz-Jürgen Voß und Zülfukar Çetin | Gunda-Werner-Institut (GWI) der Heinrich-Böll-Stiftung 13.03.2013

    http://streit-wert.boellblog.org/2013/03/13/bereits-die-frage-ist-falsch-gestellt/

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    Die medizinischen Studien und auch ärztlichen Positionierungen sind deutlich in die Richtung, dass gegen die Vorhautbeschneidung keine medizinischen Bedenken sprechen.

    (Von Heinz-Jürgen Voß im Kommentarbereich am 22.03.2013.)

    http://streit-wert.boellblog.org/2013/03/13/bereits-die-frage-ist-falsch-gestellt/

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  2. Adriaan Broekhuizen Says:

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    Christian Bommarius (* 4. August 1958 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Journalist und Jurist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Bommarius

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    [ August 2012, drunter ging es für Christian Bommarius nicht: Beschneidungskritik sei nichts als ein Alibi, wirklich gemeint wäre das erneuerte Sobibor, Treblinka und Auschwitz. Der deutsche Intaktivist (und der ex-muslimische, US-amerikanische, kenianische oder israelische Intaktivist, hm?) plane den nächsten Völkermord an den Juden.

    Dass jedoch unsere – allgemeinen – Menschenrechte zwischen Jude und Nichtjude gar nicht unterscheiden und auch nicht zwischen Deutscher und Jude oder zwischen Afrikaner und Europäer oder zwischen Mann und Frau, ist Christian Bommarius offensichtlich nicht bekannt. ]

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    Beschneidung und Holocaust

    (Es ist natürlich schön, dass die Deutschen ihre Haltung zu den Menschenrechten derart modifiziert haben, dass sie heute glauben, den Juden darin Unterricht erteilen zu können.)

    Fast die Hälfte der Deutschen ist der Ansicht, dass die religiös motivierte Beschneidung als rechtswidrige Körperverletzung anzusehen und deshalb zu bestrafen sei. [ Thema verfehlt, wir sind auch gegen die ästhetisch begründete Beschneidung, die kulturell begründete, die hygienisch bzw. präventiv oder sonstwie pseudomedizinisch (AAP) begründete Zirkumzision, wir sind gegen jede unnötige Operation am Körper eines Minderjährigen (Mensch unter 18 Jahre), ob Junge oder Mädchen. ] […]

    […] Es ist natürlich schön, dass die Deutschen ihre Haltung zu den Menschenrechten derart modifiziert haben, dass sie heute glauben, den Juden darin Unterricht erteilen zu können.

    Noch schöner wäre es, ihnen würde bewusst, wie lächerlich und beschämend ausgerechnet in Deutschland – als einziger Demokratie der Welt – ein Beschneidungsverbot wäre. Es wäre ein Triumph hochnäsiger Geschichtsvergessenheit. [ Nun, das Prinzip deutscher Sonderweg hat sich in der Tat noch immer als falsch erwiesen. Die Beschneidung muss glücklicherweise nicht lediglich hierzulande, sondern überall weg, auch in Dschidda, Teheran, Istanbul oder Tel Aviv. Die eine unteilbare Menschheit muss die Zirkumzision überwinden, sprich durch strafbewehrte Verbote abschaffen, nicht anders als die FGM, etwa die Sunnabeschneidung der Mädchen (islamische FGM). ]

    Beschneidung und Holocaust | von Christian Bommarius | Frankfurter Rundschau 15.08.2012

    http://www.fr.de/politik/meinung/leitartikel-beschneidung-und-holocaust-a-812351

  3. Edward von Roy Says:

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    Bundesforum Männer

    Positionspapier zur Beschneidung von Jungen

    Beschlossen und verabschiedet auf der 8. Ordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter am 31.03.2017

    Position des Bundesforum Männer

    Das Bundesforum Männer als Interessenvertretung von Jungen und Männern fordert den Schutz von Jungen auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung. Dazu gehört, dass alle Jungen das unveräußerliche und unteilbare Menschenrecht haben mit intakten Genitalien das Erwachsenenalter zu erreichen, wie es auch Mädchen durch einen eigenen Strafrechtsparagraphen gesetzlich zugesichert wurde. Die Umsetzung dieses Ziels wird gefährdet durch medizinische Eingriffe bei meist entwicklungsphysiologisch normalen oder, falls Beschwerden vorliegen, meist auch nicht-operativ behandelbaren Vorhautengen, durch diverse kulturelle und/oder religiöse Traditionen sowie durch ästhetisch, hygienisch, angeblich präventiv oder auch sexualfeindlich motivierte Eingriffe.

    Ein Gesetz wie der seit dem 12.12.2012 gültige § 1631d BGB, der Kinder eines Geschlechtes in ihren universellen Grundrechten einschränkt und erheblichen Risiken aussetzt, kann in einem den allgemeinen Menschenrechten und dem Gleichheitsgrundsatz verpflichteten Rechtsstaat dauerhaft keinen Bestand haben.

    Getragen wird diese Positionierung von dem Wunsch und dem Willen alle Kinder vor jeglichen nicht-therapeutischen Genitaloperationen zu schützen.

    Begründung der Position:

    Recht auf körperliche Unversehrtheit

    Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein Menschenrecht und in Artikel 2 GG garantiert. Es darf auch im Falle von männlichen Säuglingen, Kindern Kindern und Jugendlichen seine Gültigkeit nicht verlieren.

    Recht auf sexuelle Selbstbestimmung

    Sexualität, insbesondere die sich erst später entwickelnde, darf grundsätzlich niemals durch eine nicht zwingend medizinisch notwendige Operation an den Genitalien verändert oder eingeschränkt werden, ohne dass eine mündige und informierte Einwilligung der betroffenen Person vorliegt – denn diese muss allein den Eingriff erdulden und lebenslang mit den Konsequenzen leben.

    Medizinische Aspekte und Langzeitfolgen

    Die Vorhaut ist aufgrund ihrer Ausstattung mit Nerven und Tastkörperchen der empfindlichste Teil der Penishaut. Ihre Entfernung beeinträchtigt die Sexualempfindung und stört den natürlichen Stimulationsmechanismus. Ihre Entfernung ist anatomisch, physiologisch und erst recht psychologisch sehr erheblich, so dass durchaus von einer Amputation gesprochen werden kann. […]

    https://netzwerkmaennergesundheit.files.wordpress.com/2017/05/bfm-zu-beschneidung-von-jungen-20170505.pdf

  4. Jacques Auvergne Says:

    .

    Sexuality of Men: 3rd German Men’s Health Report

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    „Bitte senden Sie uns ein Feedback und Anregungen, was wir in der Berichterstattung verbessern können.“

    (Stiftung Männergesundheit (Hg.) Sexualität von Männern Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht (Vorwort))

    https://www.psychosozial-verlag.de/pdfs/leseprobe/9783837926835.pdf

    .

    „Voß kann es wissen und sagt es nicht: Die Penisvorhaut ist das Pendant nicht zur Klitorisvorhaut, sondern zur Quelle der weiblichen Lust selbst, zur Klitoris. Dem Jungen und späteren Mann werden 70 bis 80 % der penilen Sensitivität amputiert“

    (Von Edward von Roy (Merseburger Zaubersprüche 2.0) am 03.08.2017 an Heinz-Jürgen Voß (Buchkapitel 2.3 Beschneidung bei Jungen), den Mitherausgeber von: 3. Deutscher Männergesundheitsbericht, Sexualität von Männern.)

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    .

    7 Neuer Abschnitt: Kritik (Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht, Buchkapitel zur Zirkumzision)

    7.1 Dritte Meinung

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    “’3M:“‘ Ich gebe Fiona recht. (Möglicherweise nur im Internet veröffentlichte) Primärquellen sind ungeeignet. Schließlich geht es hier um eine Biografie und nicht um pro und contra Beschneidung. Was mir auffällt ist, dass sich einerseits in der soziologischen Literatur zahlreiche Autoren zum Thema äußern, die selbst gar nicht beschnitten sind, aber genau wissen, wie es sich anfühlt, beschnitten zu sein und unter welchen Traumata man dabei lebenslang zu leiden habe. Ferner ist eine Aussage von Franz, dass die Vorhaut der sensibelste Teil des Penis sei, schlichtweg falsch, denn der sensibelste Teil ist und bleibt nun mal die Glans penis. Denkbar ist eine Reduzierung der Sensibilität der Glans, weil diese durch die Beschneidung nicht mehr geschützt ist und die Sensibilität der Glans durch das stetige Reiben an der Unterwäsche reduziert wird. Auch die Aussage [des Sozialarbeiters Edward von Roy im offenen Brief an Heinz-Jürgen Voß] […], dass die Vorhaut mit der weiblichen Klitoris vergleichbar sei ( “ Die Penisvorhaut ist das Pendant nicht zur Klitorisvorhaut, sondern zur Quelle der weiblichen Lust selbst, zur Klitoris. Dem Jungen und späteren Mann werden 70 bis 80 % der penilen Sensitivität amputiert “ ) ist schlichtweg Unsinn. Seriöse Sekundärliteratur, die meist durch einen wissenschaftlichen Beirat beurteilt und freigegeben wird, würde solche Aussagen nicht zulassen. Ja – und es ist richtig, Fiona, dass es hier nicht um Meinungen von WP-Autoren geht, sondern um Darstellung von Fakten.

    Partynia 10:47, 8. Aug. 2017

    .

    Hallo Fiona, hallo eekhoorntje, hallo Partynia – hier drei Zitate aus meinem offenen Brief (Merseburger Zaubersprüche 2.0) an Heinz-Jürgen Voß. Diesen offenen Brief bitte im Ganzen lesen. Beste Grüße, Edward von Roy.

    „[…] Voß kann es wissen und sagt es nicht: Die Penisvorhaut ist das Pendant nicht zur Klitorisvorhaut, sondern zur Quelle der weiblichen Lust selbst, zur Klitoris. Dem Jungen und späteren Mann werden 70 bis 80 % der penilen Sensitivität amputiert, jede verharmlosend Beschneidung genannte Operation an einem Jungen oder Mann zerstört so viel wie eine FGM Typ Ib Klitoris(teil)amputation oder eine FGM Typ II Labien(teil)amputation. Der, s. Quelle 7, um genitale Intaktheit unbekümmerte Voß plädiert für genitale Autonomie: „Hier gilt es für geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung zu werben und interessierten Menschen zu erläutern, warum es für andere Menschen so wichtig ist, ihr Geschlecht und ihre Sexualität frei und selbst zu bestimmen.“ Ach so Herr Professor, auf Wunsch von Religionsgemeinschaft und Elternhaus sollen sich die Jungen erst drei Viertel der Empfindlichkeit des Penis rituell kaputtmachen lassen, um dann: „ihre Sexualität frei und selbst zu bestimmen“, haben wir Sie richtig verstanden? […]

    Gewalt ist nie privat. Ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sollte man meinen. Doch die Zirkumzision ist Gewalt […] Sehr geehrter Herr Voß, allerdings ist es zweckmäßig, dass Sie sich („Laufzeit 1. Mai 2014 – 30. April 2020“) Gedanken machen über „eine Ab­wehr potentieller und die Verarbeitung bereits be­ste­hender sexueller Grenzverletzungen“. Machen wir uns nichts vor, sehr geehrter Herr Voß: ob die religiösen Erwachsenen mit Feuersteinklinge, Messer, Schere oder Skalpell einem Mädchen oder einem Jungen Genitalgewebe amputieren, Beschneidung ist sexuelle Grenzverletzung, Beschneidung ist sexuelle Traumatisierung, Beschneidung ist Vergewaltigung. […]

    Sehr geehrter Herr Voß, die fürchterlich gottesfürchtige, die sehr religiöse sunat perempuan, bei den Dawudi Bohra genannt Chatna, ansonsten Chitan al-inath, weibliche Beschneidung, oder Chitan al-banat, Beschneidung der Töchter, und ebenso die fromme oder AAP-seits fehlgeleitete und US-kulturelle Jungenbeschneidung, die Zirkumzision, ist Traumatisierung – und Sie verdienen als Merseburger Professor Ihr Geld mit dem Denken und Schreiben zu „Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung“. Informieren Sie sich über die Beschneidung, beispielsweise bei den D.O.C., den Doctors Opposing Circumcision. Ihr […] Bagatellisieren der MGM, der männlichen Genitalverstümmelung, ist jungenfeindlich und männerfeindlich. Arbeiten Sie in Zukunft mit den weltweiten Intaktivisten, die gibt es auch afrikanisch, jüdisch, muslimisch und ex-muslimisch, gegen jede Form der HGM, jede Form der Human genital mutilation, das ist FGM oder MGM und informieren Sie sich, nicht bei Brian J. Morris, über die sensorische, sexuelle und partnerschaftliche Bedeutung der Penisvorhaut.

    Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung empfindlichste Teil des intakten männlichen Geschlechtsorgans (Sorrells, Snyder, Reiss, Ede, Milos, Wilcox, Van Howe: Fine-touch pressure thresholds in the adult penis). Die Vorhaut ist sensibler als die menschlichen Lippen oder Fingerspitzen. Aufgrund ihrer sexuellen Empfindsamkeit spielt das Präputium eine bedeutende Rolle im Sexualleben unbeschnittener Männer und belastet jede Vorhautamputation Sexualität, Sexualpartner und Partnerschaft (Frisch, Lindholm, Grønbæk: Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark). […]

    11:43, 8. Aug. 2017

    https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:193.175.48.225

    .

    (→‎Dritte Meinung: Offener Brief an Heinz-Jürgen Voß von Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH).)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/193.175.48.225

    11:49, 8. Aug. 2017‎ Fiona B. (+4.047)‎ (AZ: Die Seite wurde neu angelegt: Dein Brief gehört nicht in eine Artikeldiskussion. Ich kopiere ihn hierher. Hallo Fiona, hallo eekhoorntje …)

    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer_Diskussion:193.175.48.225&action=history

    Dein Brief gehört nicht in eine Artikeldiskussion. Ich kopiere ihn hierher. Fiona

    https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:193.175.48.225

    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)&action=history

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  5. Edward von Roy Says:

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    Basic Human Genital Anatomy

    „Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

    Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut off these super-sensitive cells and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or amputation of the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces, does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

    Mechanically, the natural vaginal and penile lubricants are kept inside the vagina during male/female intercourse by the organic seal effect of the mobile penile foreskin. The mechanoreceptors in the buried legs of the intact clitoris straddle the entroitus of the vagina and are stimulated by the identical mechanoreceptors in the thick bunching accordion folds of the mobile penile foreskin. The clitoris and the penile foreskin are also intensely vascular – thickening when stimulated. Millions of years of trial and error evolutionary forces have synchronously engineered the human sex organs to function synergistically. We can be sure Nature has evolved (if you prefer, God has created) these differences and duplications for a reason. The brilliantly engineered unaltered female body is the perfect match for the equally brilliantly engineered design of the natural penis; they evolved together to compliment each other and they function collaboratively to achieve two common goals – mutual pleasure and insemination.

    A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile and most sensitive part of his penis. But, both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact – all of them. And so are their sexual partners.“

    (Gary Harryman)

    h__ps://de-de.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

    http://www.times.co.sz/news/101104-ingatja-circumcision-against-swazi-culture.html

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    Gary Harryman
    11. April 2014 ·

    For those doctors at the Mayo Clinic who allegedly performed a peer review of the circumcision article being discussed and who obviously missed or slept through the Human Genital Anatomy #101 lecture in medical school: Neurologically, the four most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris, and in the crests of the Ridged Band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, vibration, and movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow as a veritable symphony of sensation is downgraded dramatically and the victim is sub-normalized for life. A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile roller bearing function and the most sensitive part of his penis – the Ridged Band. Both men and women are better off with their natural fine-touch parts undiminished – intact. And so are their sexual partners. Like a child blinded at birth, the victim of partial penis amputation may never understand what was lost, but the loss is still real. Honest and honorable people don’t try to excuse such cruelty with lies, smoke and mirrors. Male or female, infant or adult, forced genital mutilation is a clear violation of human rights. Who among you will be strong enough to break the chain of neonatal sexual abuse and mutilation. Please also Google The Ridged Band and The Lost List.

    h__ps://www.facebook.com/gary.harryman.9/posts/10152365163197376:0

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  6. Cees van der Duin Says:

    […]

    Hat der Bundestag damals unter falschen Annahmen seine Entscheidung getroffen? Das längst verabschiedete Beschneidungsgesetz beruft sich auch auf Empfehlungen der American Academy of Pediatrics (AAP), dem angesehenen US-amerikanischen Kinderärzteverband.

    Die Darstellung der AAP vom 27. August 2012 dürfte damals viele Kritiker des Gesetzentwurfs besänftigt haben. Darin heißt es: Die Beschneidung Neugeborener berge zwar Risiken, diese würden aber von gesundheitlichen Vorteilen knapp, aber doch eindeutig überwogen. Dies gehe aus der Studienlage hervor.

    Dieses Fazit steht nun infrage. „Für uns ist absolut nicht nachvollziehbar, wie man das der Literatur entnehmen kann“, sagt der Sexualmediziner Morten Frisch vom Statens Serum Institut in Kopenhagen. Zusammen mit 37 weiteren Autoren aus 17 Nationen kritisiert er die Empfehlung der AAP zur Beschneidung von Jungen scharf. Die Vorsitzenden von 19 europäischen Kinderärzteverbänden haben sich an der Kritik beteiligt.

    Erschienen ist die Replik aber erst jetzt in Pediatrics, dem von der AAP herausgegebenen, weltweit einflussreichsten kinderärztlichen Magazin. Obwohl der AAP der Artikel schon Anfang September 2012 zur Veröffentlichung vorlag. Die Autoren berichten nun übereinstimmend von einer für den Wissenschaftsbetrieb unüblichen Verzögerung. Für Wolfram Hartmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Kinderärzte, sei damit der Eindruck entstanden, „die AAP versuche, die Veröffentlichung in Pediatrics zu verhindern, um sich einer offenen Diskussion nicht stellen zu müssen.“

    Hartmann war Ende November zu einer Anhörung über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Beschneidung als Experte geladen. In seiner Stellungnahme sprach er sich entschieden gegen die Pläne der Bundesregierung zur Neuregelung der Beschneidung aus. Aus der nun erschienenen Kritik an der AAP-Empfehlung durfte Hartmann dabei nicht im Detail zitieren, geschweige denn sie im Volltext zur Verfügung stellen. „Das war unser Handicap. Der Bundestag hat sich dann ganz wesentlich auf die Stellungnahme der AAP berufen.“

    Die ist nach Ansicht der Kritiker nicht haltbar. Keiner der von der AAP angeführten Vorteile halte einer Analyse nach präventivmedizinischen Kriterien stand. […]

    Gesetzgeber kannte nicht alle Risiken der Beschneidung | Das Beschneidungsgesetz basiert auf fragwürdigen Empfehlungen von US-Kinderärzten, behaupten zahlreiche Mediziner. Ihre Kritik sei zurückgehalten worden. | von Raphael Kirchner | ZEIT (Zeit online) 18.03.2013

    http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2013-03/beschneidungsgesetz-kinderaerzteverband-aap

    ::

    Pediatrics
    March 2013

    Cultural Bias in the AAP’s 2012 Technical Report and Policy Statement on Male Circumcision

    Morten Frisch, Yves Aigrain, Vidmantas Barauskas, Ragnar Bjarnason, Su-Anna Boddy, Piotr Czauderna, Robert P.E. de Gier, Tom P.V.M. de Jong, Günter Fasching, Willem Fetter, Manfred Gahr, Christian Graugaard, Gorm Greisen, Anna Gunnarsdottir, Wolfram Hartmann, Petr Havranek, Rowena Hitchcock, Simon Huddart, Staffan Janson, Poul Jaszczak, Christoph Kupferschmid, Tuija Lahdes-Vasama, Harry Lindahl, Noni MacDonald, Trond Markestad, Matis Märtson, Solveig Marianne Nordhov, Heikki Pälve, Aigars Petersons, Feargal Quinn, Niels Qvist, Thrainn Rosmundsson, Harri Saxen, Olle Söder, Maximilian Stehr, Volker C.H. von Loewenich, Johan Wallander, Rene Wijnen

    http://pediatrics.aappublications.org/content/pediatrics/early/2013/03/12/peds.2012-2896.full.pdf

    http://pediatrics.aappublications.org/content/early/2013/03/12/peds.2012-2896

    ::

    [ Man beachte das letzte Datum 2013/03/12 laut URL – das ist AAP 12.03.2013 (akzeptiert bereits am 03.01.2013) – Voß und Cetin einen Tag später, ungerührt ]

    Keine medizinischen Bedenken

    Dass es keine medizinisch relevanten Bedenken gegen die Vorhautbeschneidung gibt, haben zahlreiche medizinische Fachgesellschaften deutlich gemacht. Populäre Vermutungen weißer Menschen, dass mit der Vorhautbeschneidung hohe Komplikationsraten, Traumatisierungen oder etwa eine erhöhte oder geringere Empfindlichkeit der Eichel einhergingen, werden durch die medizinische Fachliteratur widerlegt. Vgl. für einen Überblick: Çetin/Voß/Wolter 2012: S.51ff.

    Bereits die Frage ist falsch gestellt | von Heinz-Jürgen Voß und Zülfukar Çetin | Gunda-Werner-Institut (der Heinrich-Böll-Stiftung) 13.03.2013

    http://streit-wert.boellblog.org/2013/03/13/bereits-die-frage-ist-falsch-gestellt/

    International physicians protest against American Academy of Pediatrics’ policy on infant male circumcision

    [ Cultural Bias in the AAP’s 2012 Technical Report and Policy Statement on Male Circumcision ]

    Koninklijke Nederlandsche Maatschappij tot bevordering der Geneeskunst (KNMG) 18.03.2013

    https://www.knmg.nl/actualiteit-opinie/nieuws/nieuwsbericht/international-physicians-protest-against-american-academy-of-pediatrics-policy-on-infant-male-circumcision.htm

    [ Verbissene Faktenresistenz beweisen, Voß fünf Tage später ]

    Die medizinischen Studien und auch ärztlichen Positionierungen sind deutlich in die Richtung, dass gegen die Vorhautbeschneidung keine medizinischen Bedenken sprechen.

    von Dr. Heinz-Jürgen Voß am 22.03.2013

    http://streit-wert.boellblog.org/2013/03/13/bereits-die-frage-ist-falsch-gestellt/

    ::

  7. eekhoorntje Says:

    .

    Sexuality of Men: 3rd German Men’s Health Report

    .

    Wikipedia: Heinz-Jürgen Voß
    Werk und Positionen

    (…) 2017 hat er den „Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht“ zur Sexualität von Männern mitherausgegeben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)

    [ weil das, mit Buchkapitel 2.3 Beschneidung bei Jungen, allzu dürr sprich eher falsch ist ]

    2017 hat er den „Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht“ zur Sexualität von Männern mitherausgegeben. In ihm plädiert der insbesondere auch für die Neugeborenenbeschneidung werbende Voß („Beschneidung bei Jungen“) dafür, die Zirkumzision generell in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen, was der Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Matthias Franz in einer Rezension kritisierte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)#Neuer_Abschnitt:_Kritik_.28Dritter_Deutscher_M.C3.A4nnergesundheitsbericht.2C_Buchkapitel_zur_Zirkumzision.29

    [ zur Stunde blockiert ]

    2017 hat er den „Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht“ zur Sexualität von Männern mitherausgegeben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)#Werk_und_Positionen

    .

    Ich liefere Dir keinen Beleg, aber die Empfehlung zum Selbstversuch: Kneife mal fest in die Vorhaut und dann in den Penis (falls Du männlichen Geschlechts sein solltest). Da brauchst Du keinen Beleg mehr. Im Übrigen: Sorells behauptet in seiner Studie, dass die Vorhaut über 73 Meter Nervenfasern und rund 20.000 überwiegend spezialisierte Nervenenden enthält. Er bleibt den Beweis dafür schuldig. Die Zahlen dürften reine Spekulation sein. Wie will er 20.000 „spezialisierte Nervenenden“ gezählt haben? Und dann behauptet er, dass die Glas penis nur rund 4000 überwiegend unspezialisierte freie Nervenenden, sogenannte Nozizeptoren enthält, die lediglich Schmerzreize aufnehmen können. Hat der Mann überhaupt einen Penis, wenn er behauptet, dass die Glans nur in der Lage ist Schmerzen zu empfinden? Mit Verlaub – nicht ich habe in der Anatomievorlesung geschlafen. Eine sinnvolle Studie wäre, sagen wir mal 35-jährige Männer, die bis dahin Sexualverkehr hatten und sich im Alter von 35 beschneiden ließen, nach einer Änderung ihres Sexualempfindens nach der Beschneidung zu befragen.

    (von Partynia um 18:51 Uhr am 11.08.2017)

    __

    Guten Abend Partynia, danke für deine konstruktiven Ideen. Im Grunde musst du ja auch nicht liefern, sondern ist Prof. Voß am Zug – doch Voß a) schweigt und b) schreibt (Voß 2017 Männergesundheitsbericht Kapitel 2.3 Beschneidung bei Jungen) Unbewiesenes sowie m. E. Unbeweisbares zur Zirkumzision (krass etwa die altbekannte Story von der angeblichen Prophylaxe gegen Harnwegsinfektionen, Fakten seit Jahren bei D.O.C. (Doctors Opposing Circumcision)). Nun zu Sorrells! Die Zahl 20.000 – manche sagen 10.000 bis 20.000 – ist sozusagen jahrzehntealtes Allgemeingut in der weltweiten Intaktivistenszene, beruhend auf alten (aber vermutlich verlässlichen) Hochrechnungen nach histologischen Untersuchungen. „circumcision results in loss of 30–50% of the penile skin, loss of at least 10,000–20,000 specialized erotogenic nerve endings, loss of reciprocal stimulation of foreskin and glans, and loss of the natural coital gliding mechanism, etc.“ https://www.circinfo.org/Warren.html Partynia, falls du einem Mann empefhlen möchtest: „Kneife mal fest in die Vorhaut und dann in [die Eichel]“ betrifft das, bei der Glans, v. a. die Nozizeptoren und so gut wie nicht die Lust-Rezeptoren. Es geht jedoch (beim Sex) nicht um diese (Nozizeptoren), sondern um feinste Berührung, Streicheln, feinste Vibration, feinster Zug, Wärme, kurz gesagt um ansteigende Lust bis zum Orgasmus, dafür zuständig aber sind die (die in der Glans weitgehend abwesenden) Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen Merkel, Ruffini, Pacini, Meissner. Ein Vorletztes für heute: „nach einer Änderung ihres Sexualempfindens nach der Beschneidung zu befragen“, klasse Vorschlag und guckstu hier: Beschneidung mit 18: Im Bett mit und ohne – taz.de http://www.taz.de/!5084054/ Ein Letztes für heute, die Glans penis nicht kneifen bitte, sondern sie und, zum Vergleich, die hoffentlich noch vorhandene Vorhaut (Gefurchtes Band; Frenulares Delta; Vorhautinnenseite …) sacht streicheln mit einer sanften Taubenfeder: SORRELLS https://www.promescent.com/img/cms/Sorrells-et–al_Sensitivity_Study.jpg Sorrells, Snyder, Reiss http://slideplayer.com/slide/4555447/15/images/12/Fine-touch+Sensation+2007+study+of+150+men.jpg

    Beste Grüße,
    (von eekhoorntje 17:45 Uhr am 12.08.2017)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)#Neuer_Abschnitt:_Kritik_.28Dritter_Deutscher_M.C3.A4nnergesundheitsbericht.2C_Buchkapitel_zur_Zirkumzision.29

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    .

  8. Edward von Roy Says:

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    Und im Namen des Antirassismus und Kolonialismus sollen sie nie mehr herauskommen dürfen aus dem zeitlosen Chitanistan oder Dar al-Chitan (دار الختان anglis. darul khitan, or: Khitanistan)

    Chitanistan ist die kulturell vor- oder nachmoderne und in jedem Fall gegenmoderne geographische Zirkumzisionszone, das märchenhafte ewige Beschneidungsland. Weiße* Europäer verstehen das nicht und wollen die schwarzen** Orientalen oder Afrikaner von ihren urigen kulturellen Wuzeln entfremden und ihnen das Beschneiden verbieten. Genug der Ironie.

    Allerdings ist Wissenschaft diesseitig. Allerdings hat in der Epoche der kulturellen Moderne beispielsweise die Medizin auf die Drohungen oder sonstigen Ansprüche der (irdischen Vertreter der) Geisterwelt keine Rücksicht zu nehmen.

    Im Mai 2013 betrachten Heinz-Jürgen Voß und Matthias Zaft die öffentliche Debatte um die Vorhautbeschneidung des Vorjahres, kritisieren das kinderfreundliche Kölner Urteil, freuen sich über den verfassungswidrigen § 1631d BGB, stellen das intakte männliche kindliche Genital gerne zur Disposition und rufen nach mehr Religion bzw. mehr Ganzheitlichkeit:

    „An dieser Stelle zeichnet sich auch die problematische Dominanz der Medizin als ein wesentliches «Dogma» der Moderne ab – aus einer Teilung lebensweltlicher Sphären und den fortan dauernden Behauptungsversuchen von legitimer Zuständigkeit.“ [FN 5]

    Anscheinend ist für Heinz-Jürgen Voß und Matthias Zaft die Forderung nach weltweiter Gültigkeit und Durchsetzung der universellen Menschenrechte Kulturrassismus, Eurozentrismus, Neokolonialismus.

    Die jedenfalls europäischen Kirchen würden ein unvergleichbares Menschen- und Weltbild mit einer typisch nichtbeschneidenden Kultur erschaffen haben, europäische Beschneidungsgegner seien insofern, auch ohne es zu wissen, christliche, agnostische oder atheistische europäische Christen.

    Mit dem Freibrief auf elterliches Jungenbeschneiden (Genitalverstümmeln) sperren die beiden Kulturkreistheoretiker und (damit) AEMR-Gegner Menschengruppen ein in das orientalische und afropazifische, auf ewig beschneidungspflichtige Land Chitanistan oder Dar al-Chitan (دار الختان anglis. darul khitan, or: Khitanistan; eigene Wortschöpfung).

    Voß und Zaft:

    „die säkulare Positionierung weißer* Menschen und die säkulare Kultur sind aufgespannt vor einem für selbstverständlich erachteten Hintergrund, der kaum je hinterfragt wird.“

    Der (medizinethische) deutsche Diskurs über die Vorhautbeschneidung · von Heinz-Jürgen Voß und Matthias Zaft · antifra* („Debatte, Bildung, Vernetzung zu Migration und gegen Rassismus und Neonazismus“, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin) am 01.05.2013

    http://antifra.blog.rosalux.de/der-medizinethische-deutsche-diskurs-uber-die-vorhautbeschneidung/#disqus_thread

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    * Weiß bezeichnet eine privilegierte Position. Weiße sind mit „einer Fülle von Privilegien geboren und aufgewachsen, die sie als dermaßen selbstverständlich empfinden, dass sie noch nicht mal wissen, dass sie existieren“ (schreibt die antirassistische Aktivistin Noah Sow 2009: 42)

    ** Schwarz: „Schwarz zu sein ist nichts, was man wirklich ist, sondern steht eher für gemeinsame Erfahrungen, die man in der Gesellschaft gemacht hat. Weiße können daher nicht bestimmen, wer Schwarz ist und wer nicht. […] Schwarz heißt nicht gleich Migrant oder andersherum. Dass es auch nicht um ‚Fremdsein‘ geht, wird dadurch deutlich, dass schwarze Deutsche von diesen Diskriminierungen ebenso betroffen sind.“ (Noah Sow 2009: 26, 29)

    Noah Sow (2009): Deutschland Schwarz Weiß: Der alltägliche Rassismus. München: Goldmann.

    Bereits die Frage ist falsch gestellt · von Heinz-Jürgen Voß und Zülfukar Çetin · Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung am 13.03.2013

    http://streit-wert.boellblog.org/2013/03/13/bereits-die-frage-ist-falsch-gestellt/

    Noah Sow (* 1974) ist eine deutsche Autorin, Musikerin, Labelbetreiberin, Aktivistin, Medienkritikerin, Produzentin und Künstlerin, die sich intensiv in unterschiedlichen Projekten der Antirassismus-Arbeit engagiert. […] Tourneen in Deutschland und Senegal

    https://de.wikipedia.org/wiki/Noah_Sow

    Noah ist ein männlicher, seltener auch weiblicher Vorname sowie ein Familienname.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Noah_(Name)

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    Bereits im September 2012 hatte der Administrator von Das Ende des Sex Heinz-Jürgen Voß das Primat des Primum non nocere gekippt:

    „es geht eben gerade darum, dass in der europäischen Moderne die medizinische Indikation zum Dogma geworden ist, mit der alles begründet werden darf.“

    Vorhautbeschneidung bei Jungen: Weg von Vorannahmen, hin zu fundierter Diskussion · von Heinz-Jürgen Voß · Das Ende des Sex („Biologisches Geschlecht ist gemacht“) am 21.09.2012

    http://dasendedessex.blogsport.de/2012/09/21/vorhautbeschneidung-bei-jungen-weg-von-vorannahmen-hin-zu-fundierter-diskussion/

    [ als pdf ]

    Vorhautbeschneidung bei Jungen: Weg von Vorannahmen, hin zu fundierter Diskussion. Von Heinz-Jürgen Voß.

    http://dasendedessex.blogsport.de/images/Voss_VorhautbeschneidungbeiJungenhinzufundierterDiskussion.pdf

    __

    Das Recht auf einen heilen Körper und damit das Recht auf ein intaktes Genital ist gerade keine Frage von Orient oder Okzident, gerade keine Frage eines, für Intaktivisten und sonstige Weltbürger gar nicht existierenden, Kulturkreises, sondern universell.

    Das Vorenthalten der körperlichen Unversehrtheit und der anderen allgemeinen Menschenrechte (AEMR, Paris 10.12.1948) durch Exotisieren einer Menschengruppe zur Spezies des – angeblichen – ewigen Fremden, Schariagehorsamen und Beschnittenen ist pure gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, blanker Rassismus.

    Das Ausliefern der Jüngeren an jene Menschen mit der größeren Kraft und der scharfen Klinge ist kinderfeindlich.

    Nennen wir, zu γέρων, alt, die Herrschaft der Älteren über die Jüngeren Gerokratie (γερωκρατία), die Kinderfeinde gerokratisch.

    Kinderbeschneidungsfreund und Kulturkreistheoretiker Voß enttarnt sich als veritabler Gerokrat und als weißer Abendländer.

    __

  9. Cees van der Duin Says:

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    Das Schweigen des Heinz-Jürgen Voß zur Scharia

    Herr Voß aus Merseburg weiß oder jedenfalls sagt es nicht: Schariagesetz, praktizierter Islam sind die Kinderehen. Islam ist Kindbraut – Kinderheirat – Geschlechtsverkehr mit der neunjährigen Ehefrau nach dem Vorbild von Mohammed und Aischa. Islam ist Polygamie nur als Polygynie, Vielweiberei. Islam ist halbes Erbe für die Tochter, der es verboten ist, einen Nichtmuslim zu heiraten. Islam ist FGM.

    Vorab der durch Jungenbeschneidungsfreund Heinz-Jürgen Voß herablassend zitierte und durch den Merseburger u. a. um Heine und Feuerbach gekürzte wichtige Satz von Thomas von der Osten-Sacken (Von der Beschneidung zur Burka).

    Was aus der Forderung nach religiöser Freiheit konsequent folgt, man beginnt es zu erahnen, denn mit Beschneidungen wird es keineswegs enden:

    Das Urteil sei Teil einer Folge von Angriffen auf religiöse Minderheiten in Europa, sagte Goldschmidt nach einer Sitzung von rund 40 europäischen Rabbinern. Dazu gehörten die Einschränkungen für den Minarettbau in der Schweiz, das Burkaverbot in Frankreich sowie das Schächtverbot in den Niederlanden.

    Da anempfehlen sie sich jetzt also den Islamverbänden und erklären das Burkavebot zum Angriff auf religiöse Minderheiten. Wie zu befürchten war. Denn wer argumentiert, ein solcherart verstandenes Recht auf religiöse Selbstbestimmung (Heine, Büchner, Börne, von Feuerbach gar nicht zu sprechen, drehen sich im Grabe um) müsse als oberstes Rechtsgut behandelt werden, öffnet eine Büchse der Pandora, die zu schließen absehbar nicht mehr möglich sein wird.

    Wie steht’s dann mit dem Heiratsalter von Mädchen und der Polygamie? Die sind auch jahrtausendealte Traditionen und gehören zum islamischen Selbstverständnis.

    [ Quelle vgl. fidelche – thinktankboy ]

    _ttp://jungle-world.com/jungleblog/1765/ [ Link nicht mehr erreichbar ]

    [ vgl. ]

    Jungle World
    13. Juli 2012 ·

    Von der Beschneidung zur Burka. Thomas von der Osten-Sacken im Jungleblog: http://jungle-world.com/jungleblog/1765/

    ___ps://de-de.facebook.com/JungleWorld/posts/10151029980672002

    __
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    [ Detroit, Michigan, USA, Milieu der schiitischen Dawudi Bohra (engl. Dawoodi Bohra). Die zurzeit inhaftierte Dr. Jumana Nagarwala führte die Islamic FGM aus, Dr. Fakhruddin Attar stellte seine Burhani-Privatklinik in Livonia für das Mädchenbeschneiden zur Verfügung, Ehefrau Farida Attar half beim Beschneiden der nicht nur zwei, sondern möglicherweise vielen siebenjährigen Mädchen. ]

    .

    Stoppt selbst die geringst invasive FGM

    (Die WHO-Klassifikation zur weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) muss erhalten bleiben: Nein zu den Versuchen der Straffreistellung der Islamic FGM (Chitan al-inath, indones.: sunat perempuan), etwa der sogenannten milden Sunna, überall auf der Welt. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy am 16.04.2017.)

    […] Michigan 2017, offensichtlich erstmals in der Geschichte der USA befasst sich der Strafprozess um die hauptberufliche Notärztin und klandestine Ritualbeschneiderin Dr. Jumana F. Nagarwala (United States of America v. JUMANA NAGARWALA) mit dem bestehenden Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung 18 USC 116 (female genital mutilation). […]

    https://schariagegner.wordpress.com/2017/04/16/fbi-ermittelt-islamische-fgm-im-grossraum-detroit-michigan/

    __
    __

    [ Vgl. Thomas von der Osten-Sacken am 25.05.2017 ]

    In immer mehr Industrieländern wird die Verstümmelung weiblicher Genitalien (FGM) unter Strafe gestellt. Und nicht nur das: Seit einiger Zeit findet […] Strafverfolgung statt. So wurden kürzlich in Detroit (Michigan, USA) zwei Ärzte [ Jumana Nagarwala und Fakhruddin Attar ] und [ mit Farida Attar ] eine ihrer Ehefrauen angeklagt, weil sie einen entsprechenden operativen Schnitt an [ wohl viel mehr als ] zwei siebenjährigen Mädchen vorgenommen haben. Sowohl die Ärzte als auch die Mädchen entstammen [ einer auch ] in Indien lebenden Gruppe der Bohra [ den Dawudi Bohra anglis. Dawoodi Bohra ], einer schiitischen Minderheit, bei der die Beschneidung weiblicher Genitalien noch immer weit verbreitet ist. Erst seit einiger Zeit gibt es innerhalb der Bohra Gegenwehr gegen diese Praxis, inzwischen ist auch in Indien eine entsprechende Debatte entbrannt.

    Die Klage in Detroit ist die erste dieser Art und viel wird in Zukunft davon abhängigen, wie das Gericht entscheiden wird. Nun wurde bekannt, dass die Anwälte [ von Dr. Jumana Nagarwala und Dr. Fakhruddin Attar ] argumentieren werden, Genitalbeschneidung sei ein „religiöses Recht“, es handele sich ja nicht etwa um Verstümmelung (FGM), sondern nur um einen kleinen, eher symbolischen Schnitt nicht vergleichbar sei mit entsprechenden Eingriffen an Mädchen in Afrika, sondern eher mit der Vorhautbeschneidung bei Jungen, die ja überall zugelassen sei. Was von Organisationen, die sich dem Kampf gegen FGM verschrieben haben, als eine Form von Verstümmelung verurteilt wird, stellt sich für verschiedene islamische Rechtsschulen nämlich ganz anders dar. Und da Millionen von Mädchen im Nahen Osten und Südostasien von dieser Form der „Sunnat-Beschneidung“ betroffen sind, wird deshalb viel von dem Urteil des Gerichts abhängen. […]

    Schon jetzt wehren sich Kleriker im Nahen Osten und Südostasien vehement gegen den Vorwurf, sie propagierten FGM, also die Verstümmelung weiblicher Genitalien. Ihnen ist egal, dass nachweislich ALLE Formen weiblicher Genitalbeschneidung, selbst wenn sie, was selten der Fall ist, unter hygienischen Bedingungen durchgeführt werden, bleibende negative psychische und gesundheitliche Folgen haben.

    Die Anklage wiederum dürfte kaum mit breiter Unterstützung von Menschen- und Frauenrechtsorganisation rechnen dürfen, denn viele vertreten bis heute die irrige Annahme, FGM habe mit Religion nichts zu tun. Auch seitens der UN heißt es immer wieder „es keinen Beleg dafür gibt, dass der Islam, das Christentum oder irgendeine andere Religion die FGM verlangt”. Lange Zeit las man sogar, der Islam lehne diese Praxis als „unislamisch“ ab, eine Behauptung, die angesichts einer Fülle von Fatwas aus Indonesien, Malaysia und anderen Ländern, die Beschneidung von Mädchen fordern, als kontrafaktisch abgetan werden muss. […]

    „Beschneidung“ von Mädchen: Ein religiöses Gebot? | von Thomas von der Osten-Sacken | jungle.world 25.05.2017

    https://jungle.world/blog/von-tunis-nach-teheran/2017/05/beschneidung-von-maedchen-ein-religioeses-gebot

    __
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    Wikipedia, Eichhörnchen sei Dank
    Dank je. Goed werk, eekhoorntje

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)#Neuer_Abschnitt:_Kritik_.28Dritter_Deutscher_M.C3.A4nnergesundheitsbericht.2C_Buchkapitel_zur_Zirkumzision.29

    Wikipedia
    Dritte Meinung
    3M:

    Motorpsycho

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)#Dritte_Meinung

    TELEPOLIS | heise

    Motorpsycho

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.11.2000
    13.08.2017 12:14

    Voß legt nach

    Mehr als völlig Abstruses und haltlose Unterstellungen kommt dabei aber nicht heraus:

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Wie-sich-die-Forschung-zur-Beschneidungsdebatte-widerspricht/Voss-legt-nach/posting-30860924/show/

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    In linken Kontexten haben wir nicht dazugelernt – die antisemitische und rassistische Beschneidungsdebatte wäre heute noch genauso möglich

    Von Heinz-Jürgen Voß am 12.08.2017

    […] So war im linken Spektrum gerade die jungle world dafür bedeutsam, dass die antisemitische und rassistische Beschneidungsdebatte so virulent toben und von Personen der Dominanzkultur so arrogant und ignorant die Stimmen jüdischer und jüdisch-atheistischer sowie muslimischer und muslimisch-atheistischer Menschen übergangen werden konnten. So wandte sich etwa Thomas von der Osten-Sacken im Jahr 2012 in der jungle world drastisch gegen die Vorhautbeschneidung: „[W]er argumentiert, ein solcherart verstandenes Recht auf religiöse Selbstbestimmung […] müsse als oberstes Rechtsgut behandelt werden, öffnet eine Büchse der Pandora, die zu schließen absehbar nicht mehr möglich sein wird.“ Und weiter: „[S]elbst wenn Beschneidung nur in späteren Jahren negative Folgen zeitigen kann, mussten die Richter in Köln so entscheiden, wie sie entschieden haben. Jede Kritik an diesem Urteil wäre dann unlauter und populistisch. Sollten, und vieles deutet darauf hin, die Mehrzahl der Juden in Deutschland weiter auf Beschneidung bestehen, ließe sich eine vorläufige Lösung finden, die sich etwa am Abtreibungsrecht orientiert, d. h. der Eingriff gilt zwar als illegal, wird aber zugelassen.“ (Osten-Sacken 2012b) Osten-Sacken führte gar, mit Verweis auf die Nazis, aus, dass eine „Sonderbehandlung der Juden“ – also ihnen das Recht zu religiöser Vorhautbeschneidung zu gewähren – der republikanischen Idee der neuen Bundesrepublik Deutschland widersprechen müsse (Osten-Sacken 2012a). Felix Riedel, der heute in nahezu jeder Ausgabe der jungle world schreibt, verfasste im Kontext der Beschneidungsdebatte eine „Triologie“ von Texten und erläuterte Charlotte Knobloch und anderen jüdischen und muslimischen Sprecher_innen, warum die Vorhautbeschneidung gerade nicht zu jüdischer Identität gehöre und abgeschafft werden sollte. Mit Blick auf den quer durch alle Bundestagsfraktionen unterstützten Gesetzentwurf schreibt er: „Wenn in wenigen Wochen ein Gesetz verabschiedet sein wird, das Beschneidungen unter bestimmten Maßgaben legalisiert, geschieht das mit dem Argument ‚jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland zu ermöglichen‘. Diese Formulierung ist bezeichnend. Eine religiöse Praxis wird mit ‚Leben‘ in eins gesetzt, darauf zu verzichten würde den Tod bedeuten. Nicht nachgewiesen ist, wie das Leben von Juden und Muslimen sowohl von der Religion wie auch von der Beschneidung und wie Religion von der Beschneidung zwangsläufig und auf ewig abhängen sollen.“ (Riedel 2012) […]

    Auch hätten sich Personen aus der Dominanzkultur einmal mit Judentum und Islam auseinandersetzen können und sollen, um zu verstehen, was diese Religionen ausmacht – statt nur auf Hörensagen zu vertrauen. […]

    Stattdessen wird mit dem Finger nach außen gezeigt – und werden gerade nicht die eigenen antisemitischen und rassistischen Vorurteile bearbeitet. So kommt auch nicht die Frage auf, warum gerade die Autoren aus der christlich-atheistischen Dominanzkultur, die sich am entschiedensten gegen die jüdische und muslimische Vorhautbeschneidung wandten – etwa Thomas von der Osten-Sacken und Felix Riedel –, noch immer und sogar vermehrt die jungle world vollschreiben dürfen. Auch wäre zu reflektieren, dass die meisten Gegenstimmen zu dem fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf (Bundestags-Drucksache 17/11295), der schließlich in Kraft trat, aus der Fraktion Die Linke kamen. Es war die einzige Fraktion, in der das „Nein“ deutlich in der Mehrheit war. Wäre es nach den Linken gegangen und hätten nur sie entscheiden dürfen, wäre die jüdische Vorhautbeschneidung heute in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr gestattet (siehe Tabelle 1). […] [ Eben, auch Die Linke zeigt immer wieder Vernunft. ]

    [ UPDATE / Kommentar durch Voß ]

    Heinz-Jürgen Voß (Dipl.-Biol., Dr. phil.) am 12.08.2017 um 15:25 Uhr auf seinem Blog Das Ende des Sex [ naja, jedenfalls das Ende des guten Geschmacks ]

    Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) hat sich inzwischen von dem Papier des Bundesforum Männer distanziert. Er schreibt wie folgt: “Der LSVD stellt in dieser Frage keine Forderungen in Bezug auf die Gesetzgebung. Wir haben als LSVD zu dem Thema keine Position. Daher unterstützt der LSVD das Papier nicht. Das wurde dem Bundesforum Männer inzwischen auch mitgeteilt.” (Mail vom 12.07.2017)

    [ Der mutige Professor Dr. Matthias Franz fordert die gebotene ärztliche Qualität und professionelle Verantwortung ein; ob so viel Eindeutigkeit gerät Heinz-Jürgen Voß allerdings ins Schlingern: ]

    [3] Fachtagung „Jungenbeschneidung in Deutschland“, 08.05.2017, Düsseldorf. Organisiert wurde der Kongress zentral von Prof. Dr. Matthias Franz, der in seinem Band „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“ (Göttingen 2014) u. a. schreibt: „Ärzte! Ihr seid keine Beschneidungsautomaten!“ (S. 176) und sich damit sachlicher Debatte entzieht.

    [ „(…) der (…) sich damit sachlicher Debatte entzieht“? Wohl schon eher: der sich zur unverhandelbaren körperlichen Unversehrtheit und damit zum Kindeswohl bekennt, der sich jeder argumentativen Glitschigkeit entzieht. ]

    [ Noch bei Voß. ]

    Literatur: […]

    Thomas von der Osten-Sacken (2012a): Vernunft und Vorhaut. jungle world. Link-Kennung: http://jungle-world.com/jungleblog/1761/ (Zugriff: 12/2012, heute nicht mehr online).

    Thomas von der Osten-Sacken (2012a): Von der Beschneidung zur Burka. jungle world. Link-Kennung: http://jungle-world.com/jungleblog/1765/ (Zugriff: 12/2012, heute nicht mehr online).

    Felix Riedel (2012): Schuld und Vorhaut. Online: https://nichtidentisches.wordpress.com/2012/07/20/schuld-und-vorhaut/ (Zugriff: 26.5.2017; dort finden sich auch die weiteren Beiträge verlinkt).

    https://dasendedessex.de/linken-kontexten-haben-wir-nicht-dazugelernt-die-antisemitische-und-rassistische-beschneidungsdebatte-waere-heute-noch-genauso-moeglich/

    __
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    Thomas von der Osten-Sacken in „Von der Beschneidung zur Burka“ (Jungle World):

    “ (..) Was aus der Forderung nach religiöser Freiheit konsequent folgt, man beginnt es zu erahnen, denn mit Beschneidungen wird es keineswegs enden:

    Das Urteil sei Teil einer Folge von Angriffen auf religiöse Minderheiten in Europa, sagte Goldschmidt nach einer Sitzung von rund 40 europäischen Rabbinern. Dazu gehörten die Einschränkungen für den Minarettbau in der Schweiz, das Burkaverbot in Frankreich sowie das Schächtverbot in den Niederlanden.

    Da anempfehlen sie sich jetzt also den Islamverbänden und erklären das Burkavebot zum Angriff auf religiöse Minderheiten. Wie zu befürchten war. Denn wer argumentiert, ein solcherart verstandenes Recht auf religiöse Selbstbestimmung (Heine, Büchner, Börne, von Feuerbach gar nicht zu sprechen, drehen sich im Grabe um) müsse als oberstes Rechtsgut behandelt werden, öffnet eine Büchse der Pandora, die zu schließen absehbar nicht mehr möglich sein wird.

    Wie steht’s dann mit dem Heiratsalter von Mädchen und der Polygamie? Die sind auch jahrtausendealte Traditionen und gehören zum islamischen Selbstverständnis. Oder? Im Zweifelsfalle darf dann die nächste islamische Organisation über solche Fragen befinden, Organisationen mit denen die Rabbis jetzt den Rechtsweg beschreiten wollen, um das Recht auf Beschneidung für Juden und Muslime zu erkämpfen.

    Für Muslime auch. Die ihre Jungen im Alter zwischen vier und elf Jahren beschneiden.

    […]

    Wenn nun plötzlich nun Regierungssprecher und Vertreter aller Parteien sich in Äußerungen überschlagen, wie wichtig es doch sei, “Beschneidungen gesetzlich zu schützen“, müssten sie sich eigentlich zuerst fragen lassen, warum es erst eines solchen Urteiles bedurfte, damit sie, der Gesetzgeber, überhaupt auf dieses Problem aufmerksam wurde. Und so leicht, wie sie es nun darstellen, wird es keineswegs sein, diese Praxis gesetzlich und als Teil religiöser Freiheit zu verankern. Denn folgerichtig müsste dieses Gesetz dann sogar mit einer entsprechenden Grundgesetzänderung einhergehen.

    Eine der wohl unangenehmsten Begleiterscheinung dieses Urteils ist nebenbei gesagt, dass nun Pfaffen aller Couleur sich berufen fühlen, ihren Sermon zu Debatte beizutragen, etwa der Johannes Friedrich

    “Es gehört doch auch dazu, die Unversehrtheit der Psyche eines Kindes zu bedenken“, sagte Friedrich dem Evangelischen Pressedienst (EPD). “Es kann viel verletzender sein, wenn ein Kind das Gefühl hat, dass es zu einer religiösen Gruppe nicht dazu gehört.”

    Nicht die Rabbiner, deren Job es schließlich ist, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, für das Recht auf Beschneidung zu kämpfen, wohl aber die Herren Friedrich et. al. scheinen sich nun berufen, alles unternehmen zu wollen, dass restvernünftiges Leben in Deutschland zunehmend verunmöglich wird.“

    [ Danke an fidelche – thinktankboy – Manfred Breitenberger fürs Archivieren. ]

    https://thinktankboy.wordpress.com/f-rubriken/f-rubrik-medien/

  10. STOP HGM = STOP FGM or MGM Says:

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    Vor Kurzem erschienen aber zwei Berichte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die deutlich machen, dass die Diskussion noch nicht zu Ende ist: Für den umfassenden Bericht über die Sexualität von Männern der Stiftung Männergesundheit verfasste Heinz-Jürgen Voß, Professor am Institut für Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg, das Kapitel über „Beschneidung bei Jungen“, das am 3. Mai erschien. Darin zog er ein medizinisch wie juristisch positives Fazit:

    Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages im Dezember 2012 wurde eine Regelung getroffen, die gleichermaßen der körperlichen Unversehrtheit und der Religionsfreiheit – die beide im deutschen Grundgesetz festgelegt sind – Rechnung trägt. Es wurde wieder Rechtssicherheit hergestellt, sodass Ärzt_innen und religiöse Beschneider_innen abgesichert handeln können, und zugleich den Bedürfnissen des Kindes Rechnung getragen wird, mit Betäubung und in steriler Umgebung beschnitten zu werden, sodass möglichst große Sicherheit gewährleistet ist. Heinz-Jürgen Voß

    Wie sich die Forschung zur Beschneidungsdebatte widerspricht | von Stephan Schleim | Telepolis (heise) 20.05.2017

    https://www.heise.de/tp/features/Wie-sich-die-Forschung-zur-Beschneidungsdebatte-widerspricht-3718278.html

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    Bereits die Frage ist falsch gestellt – von Heinz-Jürgen Voß und Zülfukar Çetin

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    Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß, Salih Alexander Wolter – Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“

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    „Heinz-Jürgen Voß diskutiert auch andere Beispiele, etwa Harnwegsinfektionen. So habe eine Studie mit Jungen, die in Krankenhäusern der US-Armee zwischen 1980 und 1985 geboren wurden, gezeigt, dass das Risiko bei Unbeschnittenen zehnmal so groß sei. Dankenswerterweise zitiert Voß aber auch die absoluten Zahlen, was leider meistens nicht gemacht wird. (…)

    Das erste Prinzip medizinischen Handelns ist nach wie vor: Füge keinen Schaden zu! Daher ist die Beschneidung ohne medizinische Notwendigkeit medizinethisch nicht gerechtfertigt, allein schon aufgrund des zwar geringen, doch vorhandenen Komplikationsrisikos.

    Dies gilt umso mehr, als es sich um einen unwiderruflichen und invasiven Eingriff in den intimsten Bereich des Körpers handelt: das Entfernen eines Stücks des Geschlechtsteils. Solche Eingriffe gelten in aller Regel nur dann als gerechtfertigt, wenn sie Ultima ratio sind, also die letzte verbleibende vernünftige Alternative.“

    Wie sich die Forschung zur Beschneidungsdebatte widerspricht | von Stephan Schleim | Telepolis (heise) 20.05.2017

    https://www.heise.de/tp/features/Wie-sich-die-Forschung-zur-Beschneidungsdebatte-widerspricht-3718278.html?seite=3

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    Mit Patent-Antirassist und Monopol-Queerfeminist Heinz-Jürgen Voß
    vielleicht schon bald zur schließlich authentisch religiösen (islamischen) sunat perempuan (Chitan al-inath), zur straffreien deutschen weiblichen Sunna-Beschneidung?

    Dann könnte der Jungenbeschneidungsfreund aus Merseburg ein Kapitel schreiben im nächsten Frauengesundheitsbericht „Beschneidung bei Mädchen“ … unhygienisches weibliches Smegma, ohne Klitorisvorhaut weniger Harnwegsinfektionen, hm?

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    Dr. Jumana Nagarwala, US-amerikanische Ärztin, schiitische Muslima der mädchenbeschneidenden Dawudi Bohra, FGM paracticioner, derzeit zum Kinderglück in Detroit (Michigan, USA) in Haft.

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    Dr. Fakhruddin Attar, Funktionsträger in der Andschuman-e-Nadschmi-Moschee als der örtlichen Gemeinde der schiitischen Dawudi Bohra, angeklagt als Komplize in Bezug auf die echt islamische „Beschneidung bei Mädchen“ (FGM).

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    Schluss mit der islamischen FGM

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  11. Sozialarbeiter gegen Beschneidung an Jungen oder Mädchen Says:

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    ( Beschneidung mit 18 – in der Vorhautdebatte kam eine Frage zu kurz: Ändert sich der Sex, wenn sie weg ist? Leider ja. Ein Erfahrungsbericht. )

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    Im Bett mit und ohne

    Eigentlich hatte ich geschworen, meinen Mund zu halten. Aber jedes Mal, wenn wieder über die Beschneidung von Jungen debattiert wird, werde ich Zeuge eines bizarren Spektakels. Auf der einen Seite gibt es die Männer, die als Kind beschnitten wurden und nie etwas anderes kannten. Auf der anderen Seite Männer, die noch ihre Vorhaut haben und auch nichts anderes kennen. Wenn sie diskutieren, ist es schon schräg.

    Noch absurder wird es, wenn sich auch Frauen einschalten. Dann kommt der Moment, an dem ich sagen möchte, dass ich bei einem guten Dutzend Geburten geholfen habe, und sie alle nicht wehtaten – mir nicht.

    Wenn wir indes die religiöse und politische Rhetorik beiseite lassen, bleibt die Beschneidung von Jungen so schlicht wie klar eine sexuelle Verstümmelung. Ich weiß das, weil ich selbst als Erwachsener beschnitten worden bin. Ich hatte ein Sexualleben vor meiner Beschneidung und habe eins danach – ich kann vergleichen.

    Meine Geschichte beginnt 1974 in einer Nacht in Oxford. Miriam und ich liebten […]

    Die gute Nachricht zuerst: Mit der reduzierten Empfindlichkeit dauerten die Spiele oft länger. Aber das war es dann auch schon. Mit meiner Vorhaut war auch das überschäumende, sprudelnde Gefühl beim Orgasmus verschwunden.

    Die physischen Wahrnehmungen beim Sex wandelten sich, sie wurden lokaler. Es ist schwer zu erklären – als ob nicht mehr mein ganzer Körper im Spiel, eine große Freude verschwunden war. Leitungswasser statt Springbrunnen. Aber das ist noch nicht alles. Weil die Eichel nun ungeschützt war und ich weniger reizbar, war der sanfte, langsame Sex von da an Geschichte.

    Vor der Operation konnten meine Partnerin und ich ganz still liegen. Ich konnte sie, in ihr, fühlen – wir konnten uns küssen und gegenseitig streicheln und ganz langsam einen Orgasmus erreichen, der dann wirklich überall war. Das war vorbei.

    Kürzlich entdeckte ich, dass es auf Deutsch das Wort „Stoßtechnik“ gibt – und es war genau das, was ich jetzt lernen musste. Härteres und schnelleres Stoßen war erforderlich, wenn ich etwas davon haben wollte.

    Aber am größten war der Unterschied, wenn Miriam auf eine Reise südlich des Äquators ging. Da fehlten plötzlich einige – viele – Empfindungen. Die sensible Leichtigkeit war verschwunden – und kam nie zurück. Schlimmer wurde es, als mit Aids die Kondome kamen. Ein Utensil, das die Empfindlichkeit weiter reduziert. Noch ein Grund, warum ich die 1980er Jahre nicht vermisse. […]

    Im Bett mit und ohne | von Nils Juel | taz 14. 09.2012

    http://www.taz.de/!5084054/

  12. Edward von Roy Says:

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    Sozialarbeiter gegen Beschneidung „bei“ Jungen oder Mädchen

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    Von einem „bei“ kann keine Rede sein!

    Mit der zielsicher eine zwielichtige Beiläufigkeit schaffenden lokalen Präposition bei (Beschneidung „bei“ Jungen) rückt Heinz-Jürgen Voß die partielle Genitalamputation vom Kinderkörper – freilich nur sprachlich, nicht tatsächlich – weg, beinahe so, als würde in einem größeren Abstand um Kind und Kindergenital etwas geschnitten werden oder als würde es zwar eine blutige körperliche Versehrung geben, diese aber nur irgendwo in der ganz ungefähren Nähe des Jungen stattfinden, knapp neben ihm, eben: „bei“ dem Jungen. „Beschneidung bei Jungen“ (Voß 2017) zu sagen ist keinesfalls akzeptabel, denn genau vom kindlichen Körper wird Wichtiges für immer abgeschnitten, wird vom angeborenen sexuellen Potential sehr viel unwiederbringlich zerstört. Bekanntlich ist das alte Wort Beschneidung selbst eine Verharmlosung, ein Euphemismus für Amputation. Doch mindestens sage man Beschneidung des männlichen Kindes oder Beschneidung an Jungen (sprachlich nicht ganz so gut geeignet: Beschneidung von Jungen, das „an“ erscheint mir treffender: „an“ dem Kinderkörper, am Kind ausgeübt, verübt).

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    Aber genau das ist doch das Problem. Standard Eingriff. Standardeingriff

    Man liest Kinder, 400 Kinder:

    „Anhand der durchgeführten statistischen Berechnungen beträgt die Mindestzahl der Kinder die in Deutschland pro Jahr bei Komplikation nach Beschneidung einen stationären Aufenthalt benötigen 400.“

    Kinder … gemeint sind Jungen. Alles Standardeingriff oder was:

    „Die männliche Beschneidung ist ein Standardeingriff. Trotzdem birgt sie das Risiko von Komplikationen deren Ausmaß von geringfügig bis lebensbedrohlich reichen kann.“

    Noch, zum Glück, ist nicht gesagt worden:

    „Die Komplikationsrate nach weiblicher Beschneidung (FGM) ist relevant. Diese Tatsache sollte Eingang in die Debatte über die Legalisierung der Chatna (Chitan al-inath) finden.“

    Sondern:

    „Die Komplikationsrate nach männlicher Zirkumzision ist relevant. Diese Tatsache sollte Eingang in die Debatte über die Legalisierung der Beschneidung aus religiösen Gründen finden.“

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    131. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie

    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

    25.03. – 28.03.2014, Berlin

    Stationäre Behandlung bei Komplikationen nach männlicher Beschneidung: Retrospektive Analyse eines deutschen Referenzzentrums

    Christoph Zöller – Medizinische Hochschule Hannover, Kinderchirurgie, Hannover

    Georgina Fernandez – Medizinische Hochschule Hannover und Kinderkrankenhaus auf der Bult, Zentrum Kinderchirurgie, Hannover

    Barbara Ludwikowski – Medizinische Hochschule Hannover und Kinderkrankenhaus auf der Bult, Zentrum Kinderchirurgie, Hannover

    Claus Peteresen – Medizinische Hochschule Hannover und Kinderkrankenhaus auf der Bult, Zentrum Kinderchirurgie, Hannover

    Benno Ure – Medizinische Hochschule Hannover und Kinderkrankenhaus auf der Bult, Zentrum Kinderchirurgie, Hannover

    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie. 131. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Berlin, 25.-28.03.2014. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2014. Doc14dgch256

    doi: 10.3205/14dgch256, urn:nbn:de:0183-14dgch2565
    Veröffentlicht: 21.03.2014

    Die männliche Beschneidung ist ein Standardeingriff. Trotzdem birgt sie das Risiko von Komplikationen deren Ausmaß von geringfügig bis lebensbedrohlich reichen kann. So behandelten wir in unserer Klinik einen Patienten mit Penisamputation bei dem auswärtigen Versuch einer rituellen Beschneidung.

    Es existiert in Deutschland eine lebhafte Debatte über die Legitimation der Zirkumzision aus religiösen Gründen, die juristische Auseinandersetzungen zur Folge hatte. Dennoch gibt es bislang keine Studien zu Komplikationen nach männlicher Beschneidung in Deutschland.

    Material und Methoden: Retrospektive Analyse aller Patienten die von Januar 2005 bis August 2012 auf Grund einer Komplikation nach männlicher Zirkumzision stationär in unserer Klinik behandelt wurden. Die Patienten wurden zuvor entweder in unserem Zentrum aus medizinischer Indikation oder in anderen Institutionen aus medizinischen oder religiösen Gründen zirkumzidiert. Es wurde eine Einzugsgebietsanalyse durchgeführt. Die Daten wurden auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland extrapoliert.

    Ergebnisse: 83 Patienten mit einem mittleren Alter von 6 Jahren [8 Tage bis 17,7 Jahre] wurden auf Grund von Komplikationen nach Zirkumzision stationär aufgenommen. Häufigste Komplikation war eine postoperative Blutung bei 37 Patienten (40%), gefolgt von Wundinfektionen bei 15 (16%) und Narbenbildung oder Verklebungen bei 9 (10%). Schwere Komplikationen waren Penisamputation (n=1), Minderdurchblutung der Glans (n=1), Urethralfistel (n=1) oder Meatusstenose mit Folgeoperation (n=4). 51 Komplikationen (55%) wurden konservativ behandelt, wohingegen bei 41 (45%) eine Operation erforderlich war. Beschneidungen aus religiösen Gründen wurden ausschließlich in auswärtigen Institutionen durchgeführt. Sie repräsentierten 11% (n=9) der stationären Aufnahmen. Anhand der durchgeführten statistischen Berechnungen beträgt die Mindestzahl der Kinder die in Deutschland pro Jahr bei Komplikation nach Beschneidung einen stationären Aufenthalt benötigen 400.

    Schlussfolgerung: Die Komplikationsrate nach männlicher Zirkumzision ist relevant. Diese Tatsache sollte Eingang in die Debatte über die Legalisierung der Beschneidung aus religiösen Gründen finden.

    [ Das eigentliche Thema wurde ausgespart – Schweigen herrscht zum lebenslangen Schaden, der bei jeder Zirkumzision entsteht. Mädchen oder Frauen betreffend, etwa in Bezug auf eine der Jungenbeschneidung vergleichbare FGM Typ Ib oder Typ II, würde (noch) niemand wagen, lediglich über die Komplikationen zu sprechen. ]

    http://www.egms.de/static/de/meetings/dgch2014/14dgch256.shtml

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  13. have a nice day Says:

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    Kol Nidrei

    Cantor
    Angela Buchdahl

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    B’Rosh HaShanah

    Cantor Angela Buchdahl 2013

    Cantor Angela Buchdahl, the senior cantor at Central Synagogue in New York City, sings „B’Rosh HaShanah“ on Rosh HaShanah 2013.

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  14. Edward von Roy Says:

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    Ich erlaube mir einige längere Zitate aus einem ausgezeichneten Text, der auch das Phänomen Heinz-Jürgen Voß erklärt.

    Autor ist Vojin Saša Vukadinović. Der Text in EMMA basiert auf dem Buch „Beißreflexe“. In: EMMA vom 28.06.2017.

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    Butler erhebt „Rassismus“-Vorwurf

    […] Geschlechterforschung […] Gender-Studies-Kurse tragen nunmehr Titel wie „Muslim Queer Subjectivities and Islamic Ethics“ […] Viel diskutierte Postulate heißen „Critical Whiteness“, „Intersektionalität“ oder „Femonationalismus“.

    Der queerfeministische Nachwuchs pöbelt auf dem Campus, in den Straßen und im Internet gegen „weiße Cis-Männer“, gegen „TERFS“ (trans exclusionary radical feminists, also radikale Feministin, die Transmenschen ausschließt) oder „SWERFS“ (sex worker exclusionary radical feminist, also radikale Feministin, die Sexarbeiterinnen ausschließt), prangert unentwegt „Privilegien“ anderer an, fordert geschlechtsneutrale Pronomen ein […]

    Diese Entwicklung ist den Prämissen des Gender-Paradigmas geschuldet, das seinen akademischen Siegeszug in den 1990er Jahren angetreten hat und mittlerweile als Nonplusultra eines nicht-essentialistischen, also nicht-biologistischen Geschlechterverständnisses gilt. Demzufolge seien das soziale wie das biologische Geschlecht „konstruiert“, das heißt stets durch Vorannahmen geprägt und nur durch Kultur vermittelbar – bündig: es gäbe keine Natur bzw. keine Realität hinter ihnen. Diese Annahme wird von der Queer Theory gestützt, welche den gleichen Gedanken auf das Sexuelle ausweitet.

    Und sie wird von den Postcolonial Studies flankiert, die das Nachleben des Kolonialismus untersuchen. […] Mit dem Rotstift werden akademische Texte, gesellschaftliche Phänomene oder politische Probleme darauf abgeklopft, ob sie „sexistisch“, „rassistisch“, „homophob“ oder „transphob“ sind. Von dort ist der Weg zu Sprechverboten nicht weit. […]

    In den Graduiertenkollegs der Geschlechterforschung werden Promovierende angehalten, Doktorarbeiten über ihre Lieblingsserien abzufassen, statt sich mit den realen Hinterzimmern der deutschen Gesellschaft zu beschäftigen – Frauenhäusern und Gefängnissen beispielsweise. Eklatante Forschungslücken sind augenscheinlich. Eine umfängliche Kritik der Gender Studies am Deutschrap, dessen frauen- und schwulenverachtenden, vor Gewalt nur so strotzenden Erzeugnisse sich millionenfach verkaufen und zu Untersuchungen geradezu einladen: Fehlanzeige. Systematische Erhebungen zum Geschlechterbild von Moscheepredigern in Europa: ebenso. Analysen zu den zehntausenden jungen Männern und Frauen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und anderen Staaten, die sich dem Jihad in Syrien angeschlossen haben: inexistent. […]

    In diesem Geiste geschulte Arbeiten zeigen deshalb, wie es in der Geschlechterforschung wirklich um das „Nichtanerkannte und Prekäre“ bestellt ist. Daniela Hrzán, Gender-Expertin für das Reden über Genitalverstümmelung, hat in einer Reihe von Texten gemahnt, statt von „Female Genital Mutilation“ lieber von „Female Genital Cutting“ zu sprechen: Nicht etwa der barbarische Akt sei menschenverachtend, sondern der Begriff „Verstümmelung“, da dieser nahelege, dass die Betroffenen unter dem gewaltsam Erlebten leiden. Die Kulturwissenschaftlerin weiß es besser: „Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass erfüllte Sexualität nicht zwingend mit Orgasmusfähigkeit in Zusammenhang gebracht wird“, schreibt sie in beiläufiger, doppelter Niedertracht gegenüber den Opfern von Rasierklingen und Messern und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit.

    In gleichem Tonfall moniert Ann-Kathrin Meßmer, Gender-Expertin für das Reden über Intimchirurgie, dass Schriften zur Genitalverstümmelung ‚die afrikanische Frau’ als „sich nach westlichen Standards zu emanzipierende“ adressieren würden. Westliche Standards wie Menschenrechte, Frauenemanzipation und Religionsfreiheit, die Meßmer ganz selbstverständlich für sich selbst in Anspruch nimmt – darauf sollen Tausende Mädchen, die tagtäglich dem inhumanen Ritual unterworfen werden, keinen Anspruch haben […]

    Abermals ist es die Vordenkerin des Gender-Paradigmas, die inspiriert. Judith Butler schwärmte vor einigen Jahren von den Terrororganisationen Hamas und Hisbollah als „progressiv“ und nannte sie einen „Teil der globalen Linken“. Auch ihre Faszination für die Burka hält die Philosophin nicht zurück. Das mobile Stoffgefängnis sei eine „Übung in Bescheidenheit und Stolz“, das nicht etwa Frauen zum Verschwinden bringt, sondern einen „Schutz vor Scham symbolisiert“ und deshalb zu konservieren sei: „Der Verlust der Burka kann eine Erfahrung von Entfremdung und Zwangsverwestlichung mit sich bringen, die Spuren hinterlassen wird. Wir sollten keineswegs davon ausgehen, dass Verwestlichung immer eine gute Sache ist. Sehr oft setzt sie wichtige kulturelle Praktiken außer Kraft, die kennen zu lernen es uns an Geduld fehlt.“ Frauen kennenzulernen, die von den Taliban unter Androhung des Todes kollektiv in menschliche Säcke verwandelt worden sind, oder denen für missfälliges Verhalten bei lebendigem Leib Nasen und Ohren abgeschnitten wurden: die hierfür notwendige Geduld fehlt vor allem einer Judith Butler. Die angebliche Entzauberin geschlechtlicher Identitäten als Gralshüterin islamistischer Kleiderordnung – eine geistige Allianz des Grauens.

    […] Bettina Mathes ist, gemeinsam mit Christina von Braun, Co-Autorin der 2007 erschienenen Islam-Eloge „Verschleierte Wirklichkeit“, in der sich u.a. eine überaus devote Aufforderung zur Selbstzensur findet. Kritik an jener Religion solle unterlassen werden […] Schon während ihrer Zeit als Gender-Studies-Dozentin an der HU Berlin verfolgte Mathes einen antiimperialistischen Kurs. Zwei kritische Studenten verleumdete sie einmal für das „Verbreiten islamfeindlicher Parolen“; einen davon hatte sie sogar vor die Tür des Seminarraums gesetzt. Studierende hingegen, deren Familien in die Bundesrepublik eingewandert waren, pries sie dafür, sich „für ‚das’ Fremde und ‚den’ Islam zuständig zu fühlen“ – kein didaktisches Lob, sondern ein Aufruf zum Pflegen kultureller Identität, völkischen Vorstellungen nicht unähnlich. Bettina Mathes betrieb eine Weile lang einen privaten Blog, auf dem sie einst ein „Argument for the Burqa“ veröffentliche, die sie als Schutz vor einem ominösen männlichen Blickregime anempfahl.

    In den letzten Jahren hat sich Sabine Hark, an der TU Berlin Professorin für Soziologie (WDR: „Deutschlands wichtigste Genderforscherin“), als unermüdliche Streiterin für einen „antiimperialistischen Egalitarismus“ zu profilieren versucht – eine Formulierung, die sie einer Schrift ihrer philosophischen Ikone entnommen hat. Dass sich jeder Neonazi, jeder Dschungel-Guerillero und jeder Islamist auf seine Weise als Kämpfer für einen „antiimperialistischen Egalitarismus“ verstehen dürfte, ist der politisch ahnungslosen Akademikerin herzlich egal: Was Judith Butler denkt, wird schon stimmen. […]

    Ein 2017 gehaltener Vortrag von Gabriele Dietze an der Universität Basel bekrittelte „sexualpolitisch aufgeladene okzidentale Überlegenheitsnarrative“, um „paradoxe Rückkopplungsaspekte von Fremd- und Eigenwahrnehmung zu erfassen“. Sind noch Fragen, oder droht schon Migräne?“, wunderte sich NZZ-Journalistin Birgit Schmid angesichts dieser Zeilen. Der angestrengte Jargon schaukelt gewichtige Denkleistungen vor, der junge Erwachsene weder zum kritischen Befragen der Gegenwart animiert, noch zu unabhängigen Denkerinnen und Denkern ausgebildet – sie werden vielmehr eingeschüchtert. Weil sie unweigerlich annehmen, dass das, was sie in einem universitären Rahmen zu hören bekommen, intellektuell gewichtig sein muss, wird ihr Verstand nicht geschärft, sondern vernebelt.

    Konkreter: Das Studium der Gender Studies macht Studierende oftmals nicht schlauer, sondern in vielen Fragen dümmer. Sie lernen nicht, globale Probleme objektiv zu erfassen, sondern sie durch eine hochgradig antiimperialistische Agenda zu filtern. Ein Workshop, den Dietze zu „Ethnosexismus und Migration“ anbot, befasste sich etwa mit „abendländischen Überlegenheitsnarrativen, zum Beispiel der Demokratie als der besten aller Regierungsformen, der Säkularität als der besten aller Rationalitäten“. […] Welt über „ein maximal fortgeschrittenes sexuelles Regime“ verfügen. Die Verächtlichkeit gegenüber Rechtsstaatlichkeit und Religionsfreiheit, die sich durch diese Botschaft aus dem akademischen Paralleluniversum zieht, ist ebenso offenkundig wie die subkutane Faszination für religiös legitimierte Diktaturen, in denen es weder das eine noch das andere gibt.

    Auch auf den ersten Blick unpolitisch daherkommende Variationen des Sündenbock-Prinzips finden sich in den Gender Studies zuhauf. Prominent vertreten wird das antimännliche, antiheterosexuelle Ressentiment etwa von Lann Hornscheidt, bis 2016 „Profx“ für Linguistik an der HU Berlin. Die sich selbst als „geschlechtslos“ fühlende Person fordert auf der Website xart splitta wortwörtlich zu „Interventionen“ gegen das cis-männliche Patriarchat auf. Als solches hat sie weder Regime wie Saudi-Arabien oder das Afghanistan der Taliban identifiziert, die sich durch maximal repressive Geschlechterordnungen auszeichnen, sondern die letzten Reste der bürgerlichen Gesellschaft […]

    […] Gabriele Dietze, Sabine Hark, Lann Hornscheidt oder Bettina Mathes […] stehen exemplarisch dafür, dass Gender Studies heute über weite Strecken eine Mischung aus Ressentiment, Gruppentherapie und antiimperialistischer Ideologie sind. Phrasen, Vorbehalte und Schuldbewusstsein tummeln sich dort, wo es um Erkenntnis gehen sollte. Auf einem Postkolonialismus-Symposium an der HU verkündete eine gleichgestimmte Dozentin 2011 folgerichtig Sinn und Zweck ihrer Lehrveranstaltungen: „Ich will, dass sich meine Studierenden einmal richtig schlecht fühlen“ – gemeint war, dass in Deutschland geborene und aufgewachsene Individuen Scham dafür empfinden sollten, westlicher Herkunft zu sein. […]

    Der Zustand [ der Geschlechterforschung ] gibt Anlass zu der Annahme, dass die Gender Studies nicht die kritische Weiterentwicklung feministischen Gedankenguts sind, sondern der akademische Sargnagel der Frauenemanzipation.

    Vojin Saša Vukadinović studierte Geschichte, Germanistik und Geschlechterforschung in Freiburg und Basel und arbeitet heute als Historiker.

    http://www.emma.de/artikel/gender-studies-sargnaegel-des-feminismus-334569

    Weiterlesen in: „Beißreflexe“, hrsg. von Patsy l’Amour laLove (Querverlag)

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  15. ciel clair Says:

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    Le delta frénulaire
    Frenular delta
    Frenulares Delta

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    Vues ventrale et latérale d’un pénis humain avec le prépuce rétracté : le delta frénulaire est délimité en gris clair (source).

    http://www.droitaucorps.com/anatomie-prepuce-sequelle-circoncision

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    Sorrells et al., BJU International (2007)

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    Le prépuce est « l’unité sensorielle principale du pénis »

    Droit au Corps 19.02.2016

    Dans cet entretien vidéo, l’anatomiste néo-zélandais Kenneth McGrath présente ses recherches sur le prépuce et explique certaines des conséquences de la circoncision.

    Aujourd’hui retraité, le Professeur McGrath a été maître de conférences en pathologie à la faculté des sciences de la santé de l’université technologique d’Auckland et membre de l’institut des scientifiques de laboratoire médical de Nouvelle-Zélande, avec une qualification de spécialiste en histopathologie.

    http://www.droitaucorps.com/anatomie-prepuce-sequelle-circoncision

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    De voorhuid of het preputium

    [ 10.4 years = 10,4 Jahre als das – durchschnittliche! – Alter einer erstmals möglich gewordenen vollständigen Retrahierbarkeit (Retraktionsfähigkeit) der Penisvorhaut (Durchschnittswert; nicht wenige Jungen sind dazu 15 oder 16 Jahre alt.) ]

    Gemiddeld is de scheiding volledig rond het elfde levensjaar, maar het proces kan ook duren tot de late puberteit.

    https://nl.wikipedia.org/wiki/Voorhuid

    [ de rand van de eikel, en de frenular delta ]

    Vanwege deze driehoekige vorm en de nabijheid van het hoofdstel, het hoofdstel onder de voorhuid slijmvlies genaamd frenular delta. De delta en ruiterpaden zijn sterk geprikkeld door wat wordt beschouwd als een specifieke erogene zone.

    http://sieplex.com/article/penis-frenulum

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  16. eekhoorntje Says:

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    „Weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen“ – Schluss damit, Kinderrechte endlich weltweit durchsetzen im Sinne des Primum non nocere. Schluss mit der kinderfeindlichen und menschenrechtswidrigen Routine auch der Zirkumzision

    Zwei Quellen zu „weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen“, aus dem Blog Zwischengeschlecht stammt das erste Zitat.

    Die Eltern Mark und Pam Crawford reichten die Klage im Namen von M.C. am 14. Mai 2013 nach über 2-jähriger Vorbereitung ein.

    Das von den VerstümmlerInnen als „echter Hermaphrodit“ klassifizierte Kind M.C. war im Alter von 16 Monaten sog. „feminisierenden Genitalkorrekturen“ unterworfen worden, während es sich in staatlicher Pflegeunterbringung befand. Dabei wurde wie üblich gesundes Genitalgewebe ohne medizinische Notwendigkeit weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen (Penisentfernung/“Klitorisverkleinerung“ plus Entfernung von Hodengewebe). M.C. lebt inzwischen als Knabe.

    Zitatende und Link.

    http://blog.zwischengeschlecht.info/pages/USA-Historische-Klage-Intersex-Genitalverstummelung-Bundestag-gesetzliches-Verbot

    Was Heinz-Jürgen Voß fordert, die Finanzierung der elterlich gewünschten sogenannten Beschneidung des Penis kleiner Jungen durch die Krankenkassen, ist geschmeidige, glitschige Anpassung an den kulturell vormodernen Konformitätsdruck gottesfürchtiger Weiblichkeit und Männlichkeit und ist medizinethisch sowie medizintechnisch doch genau das: „Dabei wurde wie üblich gesundes Genitalgewebe ohne medizinische Notwendigkeit weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen.“

    Nun die zweite Quelle zu „weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen“, Çiğdem Akyol (Ein Schnitt ins Leben), Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vom 12.11.2014.

    Zitat:

    Einen festen Zeitpunkt für die Beschneidung gibt es im Islam nicht, sie findet aber meist vor der Geschlechtsreife statt. In Deutschland bleiben solche Eingriffe nur erlaubt, sofern bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden.

    Poyraz muss sich wieder mit herabgelassener Hose vor Murat Özkan setzen. Ob er sich schämt oder fürchtet, das ist hier jedem egal. Ängstlich schaut er nach unten. Während die Verwandtschaft drum herum steht, wird ihm innerhalb weniger Sekunden mit den tausendfach geübten Handgriffen die Vorhaut weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen. Poyraz gibt keinen Laut von sich. Seine kleine Schwester lässt ein „öfföfföff“ hören: „igittigitt“. „Masallah!“ – „Wunderbar!“ – freut sich der Clown, bläst in seine Trillerpfeife und ruft: „Hoffentlich wird er ein Präsident!“

    Hose hoch: Der Junge bekommt für seine Tapferkeit eine Medaille mit dem Bild des Republikgründers Kemal Atatürk umgehängt, es wird geklatscht. Dann eilt die Familie für ein Gruppenfoto auf die Tanzfläche.

    Zitatende und Link.

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/istanbuler-beschneidungspalast-ein-schnitt-ins-leben-13260770-p3.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

    Zorn macht spontan, eben das scheint mir der ethisch sowie ärztlich einzig akzeptable Umgang mit dem hier völlig plausibel kritisierten Text Beschneidung bei Jungen im jüngsten Männergesundheitsbericht zu sein, Kapitel 2.3 gehört … weggeschnitten und in den Mülleimer geworfen. Aber nein, besser wir machen das nicht, geben wir dem Prinzip der Dokumentation den Vorzug.

    Denn kein Text ist so unnütz, als dass er nicht noch als schlechtes Beispiel dienen könnte.

    eekhoorntje

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  17. ciel clair Says:

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    Wikipedia
    Heinz-Jürgen Voß
    Diskussion
    7 Neuer Abschnitt: Kritik (Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht, Buchkapitel zur Zirkumzision)

    Zwei Wochen sind ins Land gegangen. Und ebenfalls ziemlich lange hat sich auch bei 3M (Dritte Meinung) niemand mehr geäußert. Zeit Bilanz zu ziehen! Vor 14 Tagen schrieb Fiona nachvollziehbarerweise: „Ich verhindere keine Fakten, sondern Primärquellen. Wikipedia-Artikel sollen etabliertes (!) Wissen darstellen nach Sekundärquellen. Wenn es eine fachlich wichtige Stellungnahme war, so wird es doch sicher Sekundärliteratur dazu geben, die sie rezipiert hat. Ansonsten bleibt es so lange draußen.–Fiona (Diskussion) 13:34, 7. Aug. 2017“ Dazu möchte ich anmerken, dass Primärliteratur hier nichts anderes ist als Sexualität von Männern: Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht. Mitherausgeber ist Heinz-Jürgen Voß, der auch Buchbeitrag 2.3 Beschneidung bei Jungen verfasste. Just zu dieser – nämlich zu 100 % Voßschen, Kapitel 2.3 – Primärliteratur liegt der Öffentlichkeit vor (1.) die Replik des Professors für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Matthias Franz. Damit aber ist die im Netz leicht zu findende (guckstu Google) Stellungnahme von Prof. Franz (Die Jungenbeschneidung aus Sicht des Sozialwissenschaftlers Heinz-Jürgen Voß. Kritische Anmerkungen zum dritten Männergesundheitsbericht) die durch Fiona erwünschte Sekundärliteratur. Auch (2.) die – bekanntlich ebenfalls online gestellte – Rezension des nordrhein-westfälischen Jungenarbeiters und Diplom-Sozialpädagogen (Merseburger Zaubersprüche 2.0) ist Sekundärliteratur. Mindestens der Franz-Text sollte in den Artikel, gerne in einen Absatz Kritik. Heinz-Jürgen Voß nimmt seine eigene Position sehr ernst, wir sollten es nicht anders tun einerseits. Und andererseits gibt es sie, die Kritik an Voß, Kritik am Merseburger Freund der auf Elternwunsch arrangierten, per Krankenkasse finanzierten und medizinisch nicht indizierten Penisvorhautbeschneidung oder Zirkumzision. Mit besten Grüßen, ciel clair 18:25, 21. Aug. 2017

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Heinz-J%C3%BCrgen_Vo%C3%9F_(Sozialwissenschaftler)

    __
    __

  18. Gonna Lay Down My Burden Says:

    .

    … Gonna Lay Down My Circumcision Knife …

    Down by the Riverside …

    … because we shouldn’t circumcise girls or boys.

    .

    To Tuli or Not To Tuli? Filipino Beliefs on Circumcision

    Manila
    Emi Calixto checks on Pasay boys in free tuli program

    ::

    Sénégal

    .

    Kutairi

    Ngariba wa Bungoma: Wananoa makali ya visu tayari kwa msimu wa tohara

    .

    .

    Jinsi y kutahiri

    .

    ::
    ::

    Xhosa
    Xhosa boys covered with blankets

    30 boys die from circumcision-related injuries in South Africa

    ::

    Luhya Culture
    circumcision candidate

    ::

    Circumcision Goes Awry In Western Kenya

    ::

    Kenya

    ::

    Knives (Lukembe) used by traditional Bukusu circumcisors in Bungoma.

    Bukusu circumcision

    ::

    Down by the Riverside … we shouldn’t circumcise girls or boys.

    Ain’t Gonna Study Circumcision No More

    https://en.wikipedia.org/wiki/Down_by_the_Riverside

    .

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