456. Mina Ahadi an Lamya Kaddor

Frau Kaddor, Chomeini war nicht mein Onkel

Warum die freiheitliche Demokratie Islamkritik benötigt und Kritiker dieser Religion nicht pauschal als Rassisten bzw. als deren Vordenker zu etikettieren sind. Eine Entgegnung zu Gastautorin Lamya Kaddor (Wir müssen endlich über unser Rassismusproblem sprechen; Huffington Post Blog am 04.10.2016).

Von Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime.

Auch Ali Chamenei und Ali Laridschani haben meines Wissens nach keine familiären Beziehungen zu mir. Auch nicht der Richter, der meinen Mann zum Tode verurteilt und derjenige, der ihn dann hingerichtet hat. Auch hatten die zehntausenden politischen Häftlinge, die in den 1980ern ermordet wurden, wohl kaum schlechte familiäre Erfahrungen mit ihren Mördern. Ebenso wenig hatten Shahla Jahed, Reyhane Jabbari und die zahllosen anderen Hingerichteten schlechte familiäre Erfahrungen. Es ist vielmehr so, dass die Familien oftmals die beste und einzige Unterstützung dieser Menschen waren. Und wissen Sie, was Chomeini, Laridschani, Chamenei und all die anderen der mörderischen Machthaber und deren Handlanger gemein haben? Ja, sie alle handeln im Namen des Islam und befolgen die Gebote der Scharia. Und sie haben die Staatsmacht. Die Frauen, die nach 1979 gezwungen wurden, entweder das Kopftuch zu tragen oder ihren Kopf eingeschlagen zu bekommen (ein Slogan des islamischen Regimes) hatten keine schlechten Familienerfahrung, die sie dann zu Rassisten oder sonst was gemacht haben. Sie alle haben schlechte Erfahrung mit dem politischen Islam gehabt. Sehr schlechte, tödliche Erfahrungen. Und wie man sehr gut sehen kann, geht das auch heute noch weiter und natürlich nicht nur im Iran.

Überhaupt, mich in einem Artikel mit einem ‚Wegweiser‘ für rassistische Tendenzen in Verbindung zu bringen, ist schon allerhand und zeugt von Ihrer totalen Intoleranz gegenüber der Islamkritik. Sie glauben, man könne schön backe backe Kuchen mit Ihrer Religion spielen, wenngleich Sie mit ihrem ‚Liberal-Islam‘ jemand wären, der in einem islamischen Land in große Schwierigkeiten geraten würde. Oder glauben Sie, dass Sie etwa im Kalifat des IS so wie jetzt weitermachen und frei reden dürften und Preise bekommen würden? Sie genießen die Freiheit hier z. B. kein Kopftuch tragen zu müssen, wollen aber wohl nicht sehen, dass es nicht ihre Religion ist, die Ihnen das erlaubt, sondern die Freiheit und der Säkularismus, die sie hier genießen und die sich die Menschen sehr hart erkämpft haben. Vielleicht leben Sie auch immer noch in einer Traumwelt und haben nicht mitgekriegt, wie etwa ausländische Gelder hierzulande gezielt in religiöse Organisationen fließen. Oder vielleicht passt Ihnen das ja ganz gut ins Konzept. Es scheint, dass für Sie die deutschen Probleme mit der Integration sich auf die Rassisten beschränken, deren menschenfeindliche Äußerungen Sie, Frau Kaddor, dann mit Religionskritik gleichsetzen. Derartige Ignoranz braut schlimme Sachen zusammen, nicht die Religionskritik.

Zu meinen angeblichen ‚schlechten Erfahrungen‘ mit meiner Familie: Als ich mich von der Religion abkehrte und meinen Tschador ablegte, hat meine Mutter, eine gläubige Muslimin, nur mit den Achseln gezuckt und gesagt: „So sind die jungen Menschen heutzutage nun mal“, und das war in den 1970ern. Ich konnte den Tschador ja gerade deshalb ablegen, weil sich meine Familie nicht dagegen stellte und es NOCH keine islamische Diktatur im Iran gab. Mich heute mit deutschen Rassisten in einen Topf zu werfen, weil ich islamkritisch geblieben bin, ist wirklich absurd.

Aber leider ist es in Deutschland ja nun mal so, dass gesellschaftliche Probleme nicht mehr ausschließlich mit Vernunft und Nachvollziehbarkeit, sondern auch mit organisierter Religion, Moscheebau und elitären Preisverleihungen gelöst werden sollen und vor allem die Integration des Islam eine Art Staatsdoktrin geworden ist. So geben sich Politiker und Meinungsmacher alle Mühe, in der Bevölkerung immer noch mehr Sehnsucht nach menschenfreundlichen Religionsgemeinschaften und insbesondere nach einem mit dem Grundgesetz verträglichen Islam zu wecken.

Zum erfolgreichen Bewältigen aller deutschen Integrationsprobleme bietet sich seit zehn Jahren dann Ihre Person an, sozusagen als die Retterin in der Not, und Sie werden als „liberale Muslima“ (Deutschlandfunk am 29.09.2016) gefeiert, als „eine der wichtigsten Vertreterinnen des liberalen Islam in Deutschland (The European, 21.02.2015) bzw. als „Deutschlands bekannteste Vertreterin eines sanften Islam“ (Spiegel online, 01.10.2016) gelobt oder werden allen Ernstes zur islamwissenschaftlichen Spitzenfachkraft erklärt: „Lamya Kaddor ist eine der führenden modernen Islamwissenschaftlerinnen Deutschlands“ (SWR, 18.09.2013). Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, schwärmt über Ihren Religionsunterricht: „Die Stadt und die Landesregierung müssten stolz darauf sein, dass es in Dinslaken solch einen Unterricht gibt und für dieses vorbildhafte Modell werben […] In Dinslaken ist man mit dieser Form des Islamunterrichts weiter als in großen Teilen der Bundesrepublik“ (RP, 16.06.2016).

Hastig überreicht man Ihnen in diesen Jahren einen Integrationspreis nach dem anderen. Sie werden gerne als „Religionspädagogin“ vorgestellt (Deutschlandfunk, 29.09.2016), besitzen Sie doch eine Lehrbefugnis des streng an der Scharia orientierten Beirats für den islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen (Kaddor auf ihrer Homepage).

Wie auch immer, als deutscher Politiker sucht man den guten Islam oder wenigstens das Gute im Islam und da scheint „Allahs kluge Lehrerin“ (3sat, 2008), die weder Hidschab noch Kopftuch trägt, als bestens geeignetes Vorbild für die Jugend. Ihre radikalislamischen Andeutungen und Nebensätze überhört man wohl gerne dabei.

Auch 2016 redeten Sie am Thema Islam vorbei. Statt die Entwürdigung der Frau im islamischen Recht anzuprangern und die weltweite Durchsetzung der AEMR zu fordern, also auch in Syrien, Saudi-Arabien, Pakistan, Afghanistan oder im Iran, zeigen Sie empört auf Deutschland, auf deutsche Fremdenfeinde und deutsche Vertreter von rassistischem Gruppenchauvinismus. Grundsätzlich ist Rassismus Menschenfeindlichkeit und daher zu überwinden.

Sie sind eine für angebliche Integrationserfolge preisgekrönte Islamlehrerin, reden aber ungerührt von Menschengruppen. Menschenrechtsuniversalismus (AEMR) ebenso wie kulturelle Moderne jedoch untersucht die eine unteilbare Menschheit und gerade keine voneinander abzusondernden Gruppen von Menschen. Solange es um die (sogenannten) Muslime geht, die aus Ihrer Sicht offensichtlich unter besonderen Schutz zu stellen sind, haben Sie gegen Gruppen nichts einzuwenden. Für die weltweit vorkommenden Ex-Muslime machen Sie allerdings gar nichts.

Dass alle islamisch geprägten Staatsverfassungen, dass die Schariagesetze selbst gruppenchauvinistisch sind, nämlich die Nichtmuslime sowie jede Frau religiös begründet herabsetzen, erfährt der Leser der Huffington Post am 04. Oktober 2016 nicht.

Sie beklagen Deutschlands Rassismus. Nein Frau Kaddor, ein Islamkritiker ist nicht pauschal ein Rassist oder dessen Motivgeber (Kaddor: „Wegweiser“). In einer freiheitlichen Demokratie verhält es sich anders als in islamisch geprägten Rechtssystemen, hierzulande verliert niemand seine Bürgerrechte, der die Religion kritisiert. Auch ist der Mensch, das bedeutet jede Frau und jeder Mann, durchaus kein so sehr komplexes Wesen, dass wir ihm nur die Wertedebatte von Multikulturalismus oder Kulturrelativismus und eben nicht die Standards der AEMR und die Rechte des GG zumuten könnten.

Niemand auf der Welt ist ein derart unverständliches (Kaddor: „komplexes“) Wesen, als dass er kein Recht habe auf seine Abkehr von jenen menschenfeindlichen Verfassungen und von ihnen abgeleiteten Gesetzen, welche der Frau den Hidschab aufzwingen (Stellungnahme der DITIB zum Lehrerinnenkopftuch: „religiöses Gebot definitiver Qualität“, BverfG, Beschluss vom 27. Januar 2015 – 1 BvR 471/10), jeden Islamapostaten mit dem Tod bedrohen und die auch jeden Islamkritiker anklagen und ihn damit, etwa im Iran, regelmäßig zum Tod verurteilen aufgrund von Straftaten der Scharia wie Verderbenstiften auf Erden (Mofsed-e-filarz) oder Krieg gegen Gott und seinen Gesandten (Moharebeh).

Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (CDHRI, Kairo 1990) ist der totalitäre Gegenentwurf zu den universellen Menschenrechten (AEMR, Paris 10.12.1948). Unser Grundgesetz (23.05.1949) beruht auf der AEMR. Ob Sie als fromme Gegenaufklärerin („Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“) und Religionslehrerin aus Dinslaken in Ihrem neuesten Buch (Die Zerreißprobe: Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht) sich unzweideutig von der menschenfeindlichen und insbesondere frauenfeindlichen CDHRI distanzieren, erfährt der Leser der Huffington Post nicht.

Sie erklären sowohl Ayaan Hirsi Ali als auch mich als Ideenlieferant und Motivationsgeber („Wegweiser“) für deutsche rassistische Einstellungen:

„Personen wie etwa Ayaan Hirsi Ali, Mina Ahadi oder andere haben in ihrem Leben schreckliche Erfahrungen mit der eigenen Familie oder dem eigenen familiären Umfeld gemacht. Hirsi Ali und Ahadi machen dafür ‚die‘ Religion verantwortlich – und mithin diejenigen, die dieser Religion anhängen. Solche Vorlagen sind wiederum Wegweiser für andere Menschen. Menschen, die selbst gar keine schlechten Erfahrungen mit ‚Fremden‘ gemacht haben, aber trotzdem zu Rassisten oder Fremdenfeinden geworden sind.“

Als ob allgemein religionskritische oder speziell islamkritische Menschen keine überzeugenden Argumente hätten, sondern lediglich schlimme Erlebnisse („schreckliche Erfahrungen mit der eigenen Familie“). Als ob der Islamrevolutionär von 1979 Ayatollah Chomeini seine Religion völlig falsch verstanden hätte. Nein, für die Todesurteile des iranischen Regimes zwischen 1979 und heute sind die iranischen Mullahs verantwortlich und als der Blogger Raif Badawi am 7. Mai 2014 durch das Strafgericht in Dschidda zu zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt wurde, geschah das ganz in Übereinstimmung mit der islamischen Staatsverfassung und dem der Scharia gehorchenden Strafrecht Saudi-Arabiens.

Dass 1980 der iranische Geheimdienst VEVAK meine Wohnung durchsuchte, meinen damaligen Mann und fünf Gäste festnahm, die alle kurz darauf hingerichtet wurden, hat sehr wohl auch mit Religion und Islam zu tun. Dass ich anschließend gesucht und später zum Tod verurteilt wurde, hat ebenfalls sehr viel mit Religion zu tun, mit dem Islam und den religiösen Gesetzen des Iran nach 1979.

Sie führen den Leser in die Irre durch die Gleichsetzung („mithin“) von Glaubensdoktrin („Religion“) und Glaubensgemeinschaft („diejenigen, die […] anhängen“), ein gezieltes Verwirbeln der Begriffe Islam und Muslime („Hirsi Ali und Ahadi machen dafür ‚die‘ Religion verantwortlich – und mithin diejenigen, die dieser Religion anhängen“). Für unmenschliche islamische Gesetze und Gerichtsurteile sind nur die der jeweiligen Regierungsmacht nahestehenden Eliten und keineswegs die muslimischen Säkularen oder auch die muslimischen Machtlosen bzw. vom islamischen Gruppenzwang Eingeschüchterten verantwortlich. Ihr kalkuliertes Vermischen von Islam und Muslime entspricht der Strategie der Islamschönredner mit dem Ziel, jeden gründlichen Islamkritiker in die Schmuddelecke der Rassisten und ihrer Ideengeber (Kaddor: „Wegweiser“) zu rücken.

Immer wieder gibt die deutsche Presse und leider auch dieses Blatt den Verharmlosern von Islam und Scharia die Gelegenheit zur Desinformation in Bezug auf das totalitäre und insbesondere frauenfeindliche islamische Recht. Am 04.04.2016 („Scharia ist mit dem Grundgesetz vereinbar“) durfte Gastautor Mubarez Mumtaz in der Huffington Post schreiben:

„Die Scharia beschreibt […] die einfachen Prinzipien der Ethik und Moral, um ein friedliches gesellschaftliches Zusammenleben zu ermöglichen. […] In jeder Hinsicht ist die Scharia mit dem Grundgesetz vereinbar. […] Der Islam ist eine Religion des Friedens, der Toleranz, der Nächstenliebe. Er lehrt nicht nur Toleranz gegenüber anderen Religionen, sondern zeigt auch Wege auf, wie zwischen allen Völkern, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit, ein friedliches Miteinander geschaffen werden kann.“

Es fällt schwer, hier nicht sarkastisch zu werden, denn nur wenn man die rechtliche Herabsetzung jedes Ex-Muslims oder eines Nichtmuslims (darf von einem Muslim nichts erben, darf ohne Konversion zum Islam als Mann keine Muslima heiraten) als „friedliches Miteinander“ verkaufen und die Entwürdigung jeder muslimischen Frau als „friedliches gesellschaftliches Zusammenleben“ verbuchen will, stimmt der Satz des Gastautors. Der muslimische Ehemann kann seine Frau ohne Angabe von Gründen verstoßen, wenn sie sich jedoch von ihm trennt, verliert sie das Sorgerecht über ihre Kinder. Nein liebe Huffington Post, die Scharia ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Statt sich vom islamischen Recht zu distanzieren, fordern Sie, Frau Kaddor, nun die Einschränkung oder zumindest Neudefinition von Artikel 5 des Grundgesetzes, denn es gebe für alle Menschen in Deutschland Anlass, „dass wir uns über die Grenzen der Meinungsfreiheit Gedanken machen“ (WAZ vom 06.10.2016).

Im Jahre 2011 erhielten Sie als Mitbegründerin und damalige erste Vorsitzende des Liberal-Islamischen-Bundes die Integrationsmedaille, aber leider warben Sie nicht für die AEMR, sondern malten den Kulturrelativismus und Multikulturalismus schön:

„Integration bedeutet für mich eine Bewegung unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen zu einander hin. Sowohl die Mehrheitsgesellschaft als auch die Minderheitengruppen müssen sich um ein friedliches und konstruktives Miteinander bemühen. Dabei müssen beide Seiten offen für Veränderungen sein.“

Nein, wir haben die Gleichberechtigung von Mann und Frau durchzusetzen (Staatsziel) und auch daher die Menschen in Deutschland in keiner Weise in Gruppen aufzuteilen, also auch nicht in „Mehrheitsgesellschaft“ und „Minderheitengruppen“. Deutschland hat vielmehr zu gewährleisten, dass Menschen jederzeit ihre Religion wechseln und auch ohne Religion leben können. Auch Sie Frau Kaddor, die Preis um Preis erhalten haben, sollten öffentlich fordern, dass alle Menschen beispielsweise auch den Islam verlassen können. Und wie flexibel („offen“) sollen die von Ihnen beschworenen antagonistischen Kollektive („beide Seiten“) eigentlich sein? Pauschal ist Offenheit ganz und gar nicht zu empfehlen, wie es der österreichische Schriftsteller und Kabarettist Christian Wallner auf den Punkt brachte: „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein“.

Bei der Bundesregierung (Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, seit Dezember 2013 ist Aydan Özoğuz Nachfolgerin von Maria Böhmer) erfährt man, was Sie vor fünf Jahren unter Integration verstanden:

„Man muss sich bewusst werden, wer man wirklich ist. Einerseits gibt es eine Herkunftskultur, die es zu pflegen lohnt, und andererseits gibt es eine Gegenwartskultur, die ebenso zu pflegen ist. Beides muss in Einklang gebracht werden. Wichtig dabei ist nur, dass man sich dem – oft von außen aufgedrängten – Druck entzieht, sich für das eine oder andere entscheiden zu müssen. Es ist ein Fehler, Menschen, denen zwei Herzen in der Brust schlagen, zu zwingen, eines davon herauszureißen.“

Nicht ganz, denn die Scharia ist keine Folklore und der islamische Unterlegenheitsfeminismus keine Gleichberechtigung von Mann und Frau, nur das Letztgenannte aber ist richtigerweise deutsches Staatsziel. Abgesehen davon, dass es einzelne Menschen gibt und geben darf, die ihre Herkunftskultur ablehnen und das auch öffentlich sagen und begründen. Wen hingegen als Einwanderer nach Deutschland oder auch als deutscher Konvertit zum Islam die persönliche – keineswegs angeborene – gespaltene oder auch verdoppelte Identität (Kaddor: „zwei Herzen in der Brust“) derart plagt, dass er hierzulande nach einem rein literalistischen Verständnis von Koran und Hadith leben will, also etwa der Tochter nur das halbe Erbe zugesteht und von ihr ab der Pubertät das Tragen des Schleiers verlangt, von dem kann der an seiner Abschaffung nicht interessierte freiheitliche Rechtsstaat sehr wohl erwarten, einen Teil seines Selbstverständnisses abzulegen (Kaddor: „herauszureißen“), sobald die Grundrechte anderer berührt sind.

Seit 1994 heißt es in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes:

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Für Frauen bedeutet das in Art. 3 (2) GG Garantierte, nämlich die „Beseitigung bestehender Nachteile“, auch die Verhinderung des islamischen Tugendterrors, der islamischen Gesellschaftsordnung und des islamischen Rechts und meint, kurz gesagt, auch die Verhinderung einer Geltung der Vorschriften der Scharia in Deutschland. Das zu sagen ist kein Rassismus.

Die deutsche Politik will nicht wahrhaben, dass spätestens seit Hasan al-Banna in Ägypten (Gründer der Muslimbruderschaft (MB)), Maududi in Indien bzw. Pakistan, Sayyid Qutb (Ägypten, MB) sowie zuletzt seit 1979 durch Chomeini im Iran eine global vernetzte islamische Bewegung an der Verächtlichmachung der säkularen Idee und an der Abschaffung der säkularen Staaten arbeitet.

Irgendwo zwischen Islamverharmlosern und Islamradikalen kämpfen auch Sie, Frau Kaddor, bewusst oder unbewusst, für mehr Religion und mehr Islam und Scharia in Deutschland.

Mina Ahadi

Q u e l l e n

Offener Brief an Lamya Kaddor, auf der Homepage des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE)

http://exmuslime.com/frau-kaddor-khomeini-war-nicht-mein-onkel/

http://exmuslime.com/

Ebenfalls zu lesen auf dem Facebook-Account des ZdE

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1113373262045568&id=486839381365629&substory_index=0

https://www.facebook.com/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland-486839381365629/

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12 Antworten to “456. Mina Ahadi an Lamya Kaddor”

  1. Edward von Roy Says:

    Bravo,

    völlig überzeugende Argumente gegen ‚Allahs kluge Lehrerin‘.

    Mina Ahadi sei Dank.

    PS
    Quelle zu Kaddor als bekennende Gegenaufklärerin

    domradio, 27.03.2008

    „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

    http://www.domradio.de/nachrichten/2008-03-27/der-geplante-islamische-religionsunterricht-wirft-probleme-auf

    CIBEDO – Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz

    Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“.

    ___p://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

    KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH, 27.03.2008

    http://kirchensite.de/nc/aktuelles/nachrichten-archiv/archivartikel/?type=98&myELEMENT=148275

  2. 't Eekhoorntje Says:

    Huffington Post desinformiert

    Ohne rot zu werden wagt Fundamentalistin Lamya Kaddor, die Namen der beiden aufklärerischen Autorinnen und vorbildlichen Weltbürger Ayaan Hirsi Ali und Mina Ahadi mit den Worten ‚Rassisten‘ und ‚Rassismus‘ zu umgeben, zu umgrenzen, einzurahmen, als unberührbar zu markieren sprich zu bespucken:

    .

    .

    „[…]

    Rassismus hat zwei Dimensionen

    […] Rassisten wissen natürlich, dass viele ihrer „Argumente“ der Logik nicht standhalten. Aber sie wissen auch, dass sich ihre „Argumente“ trotzdem und nach wie vor in der Bevölkerung verfangen. Warum? Weil die Bevölkerung, die für solche Thesen zugänglich ist, solche Aussagen nicht hinterfragen will und hinterfragen kann.

    […] Rassismus hat zwei Dimensionen: die individuelle und die gesellschaftliche. Rassismus kann frühzeitig oder auch sehr spät im Leben eines Individuums zum Vorschein treten.

    […] Personen wie etwa Ayaan Hirsi Ali, Mina Ahadi oder andere haben in ihrem Leben schreckliche Erfahrungen mit der eigenen Familie oder dem eigenen familiären Umfeld gemacht.

    Hirsi Ali und Ahadi machen dafür „die“ Religion verantwortlich – und mithin diejenigen, die dieser Religion anhängen. Solche Vorlagen sind wiederum Wegweiser für andere Menschen. Menschen, die selbst gar keine schlechten Erfahrungen mit „Fremden“ gemacht haben, aber trotzdem zu Rassisten oder Fremdenfeinden geworden sind.

    Erklärungsmuster für Rassismus

    Die kritische Psychologie hat ebenfalls Erklärungsmuster für Rassismus erarbeitet. […]“

    .

    Ausgesprochen ungern möchten Zeitungsleser ‚hinter die Fichte geführt‘ werden oder für dumm gehalten.

    Die Huffington Post ist daher aufgefordert, ihre Kampagne gegen die Wahrheit aufzugeben; vom Chefredakteur Sebastian Matthes und Stellvertretenden Chefredakteur Benjamin Reuter kann man erwarten, die Entgegnung (Frau Kaddor, Chomeini war nicht mein Onkel) nicht nur entgegenzunehmen, sondern unverzüglich in voller Länge zu publizieren.

    Denn Islamverherrlichung (Kaddor schreiben lassen) bei Unterschlagung fundierter Islamkritik (Ahadi nicht schreiben lassen) ist der Profession Journalismus unwürdig. Schluss mit der Scharia-Beschönigung per Text-Selektion (Pressezensur).

    (Wir müssen endlich über unser Rassismusproblem sprechen. Von Lamya Kaddor. Huffington Post (Blog) am 04.10.2016.)

    http://www.huffingtonpost.de/lamya-kaddor/rassismus-kaddor-zerreiprobe_b_12249080.html

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  3. 't Eekhoorntje Says:

    « La femme a dix awrât (nudités), si elle se marie, son conjoint lui en cache une et si elle meurt, la tombe lui cache toutes les dix. »

    „a woman has ten sources of shame (awrat); if she marries then her husband covers (satara) one of them, and if she dies the grave covers all ten.“

    Die Frau hat zehn ʿawrāt (عورات, Sg.: ʿaura, عورة). Wenn sie heiratet, schützt ihr Mann eine von ihnen und wenn sie stirbt, schützt das Grab alle zehn ʿawrāt.

    Imam al-Ghazali (1058 – 1111)

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    Photographic Portrait Of A Muslim Woman In Street Dress, India, circa 1910.
    Indien, Zeit: vor dem Ersten Weltkrieg.

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    çarşaf (Tscharschaf), Osmanisches Reich um 1920.

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    Burqa. Women in Sarajevo, 1921.
    Frauen in Burka, Bosnien 1921.

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    Bosnia circa 1941. Veiled Women in Market.
    Einkaufen auf dem Markt. Jugoslawien ungefähr zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.

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    Niqab im Irak

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    Late 19th C. Iran. Frauen im Iran um 1890 bis 1895.

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  4. Cees van der Duin Says:

    Frau Kaddor, Khomeini war nicht mein Onkel

    Warum die freiheitliche Demokratie Islamkritik benötigt und Kritiker dieser Religion nicht pauschal als Rassisten bzw. als deren Vordenker zu etikettieren sind. Eine Entgegnung zu Gastautorin Lamya Kaddor (Wir müssen endlich über unser Rassismusproblem sprechen; Huffington Post Blog am 04.10.2016).

    Von Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime.

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    https://de-de.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1113373262045568&id=486839381365629&substory_index=0

  5. Kızılırmak Says:

    ( Der lesenswerte Text verbreitet sich auch per Facebook,
    von den „Ex-Muslim Women and Friends Germany“ …

    Frau Kaddor, Chomeini war nicht mein Onkel

    —ps://www.facebook.com/alice.im.boersenland/posts/1600135083615844

    … bis zu „Anti Jürgen Todenhöfer“

    —ps://www.facebook.com/AntiTodenhoefer/posts/1332068520136570

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    ZdE
    Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland

    Frau Kaddor, Khomeini war nicht mein Onkel

    Warum die freiheitliche Demokratie Islamkritik benötigt und Kritiker dieser Religion nicht pauschal als Rassisten bzw. als deren Vordenker zu etikettieren sind. Eine Entgegnung zu Gastautorin Lamya Kaddor (Wir müssen endlich über unser Rassismusproblem sprechen; Huffington Post Blog am 04.10.2016). Von Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime.

    Auch Ali Khamenei und Ali Larijani haben meines Wissens nach keine familiären Beziehungen zu mir. Auch nicht der Richter, der meinen Mann zum Tode verurteilt und derjenige, der ihn dann hingerichtet hat. Auch hatten die zehntausende politischen Häftlinge, die in den 1980ern ermordet wurden, wohl kaum schlechte familiäre Erfahrungen mit ihren Mördern. Ebenso wenig hatten Shahla Jahed, Reyhane Jabbari und die zahllos anderen Hingerichteten schlechte familiäre Erfahrungen. Es ist viel mehr so, dass die Familien oftmals die beste und einzige Unterstützung dieser Menschen waren. Und wissen Sie, was Khomeini, Larijani, Khamenei und all die anderen der mörderischen Machthaber und deren Handlanger gemein haben? Ja, sie alle handeln im Namen des Islam und befolgen die Gebote der Scharia. Und sie haben die Staatsmacht. […]

    http://exmuslime.com/frau-kaddor-khomeini-war-nicht-mein-onkel/

  6. Cees van der Duin Says:

    Thema 3sat, Kulturzeit

    Bildschirmarbeiter
    09.04.2008 – VIDEO: Blind und taub in der Kulturzeit | Der Bildschirmarbeiter

    Der Bildschirmarbeiter | Fernsehkritik von und mit David Harnasch

    https://bildschirmarbeiter.wordpress.com/2008/04/09/video-blind-und-taub-in-der-kulturzeit/

    b-arbeiter | David Harnasch

    http://www.b-arbeiter.de/

    Blind und taub in der Kulturzeit
    David Harnasch
    über das Wegsehen und Weghören der Lamya Kaddor

    3sat, Kulturzeit: „Allahs kluge Lehrerin“, 8.4.2008 (6:55 min)

    _ttp://lamyakaddor.jimdo.com/medienecho/

    3sat
    „Der Beitrag konnte nicht (mehr) gefunden werden.“

    http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=8015&mode=play

    Ein offener Brief von Gerd Buurmann an Lamya Kaddor

    (…)

    Sagen Sie mal, Frau Kaddor, haben Sie noch alle Latten am Zaun?

    Sie rücken Ralph Giordano in die Ecke rechter Gewalttäter? (…)

    Sie rücken Henryk Broder in die Ecke rechter Gewalttäter? (…)

    Sie rücken Necla Kelek in die Ecke rechter Gewalttäter? (…)

    Sie rücken Hamed Abdel-Samad in die Ecke rechter Gewalttäter?

    (…) Necla Kelek, Henryk Broder, Hamed Abdel-Samad und Ralph Giordano (sel. A.) schlagen sich nicht mit Fäusten wie rechte Schläger, sie schlagen sich mit Worten wie zivilisierte Menschen! Und sie können alle nicht aus ihrer Haut, wie Sie!

    Was fällt Ihnen eigentlich ein, sie mit jenen Menschen in Verbindung zu bringen, die Ihnen Morddrohungen zukommen lassen? Sie bekamen und bekommen schließlich ebenfalls alle Morddrohungen! Hamed Abdel-Samad bekommt diese Morddrohungen sogar von offizieller Seite einiger islamischer Unwürdenträger. Dennoch besitzt er nicht die geschmacklose Frechheit zu unterstellen, Sie könnten an diesen Morddrohungen eine Mitschuld tragen, obwohl Sie ihn diffamieren. (…)

    http://journalistenwatch.com/cms/ein-offener-brief-von-gerd-buurmann-an-lamya-kaddor/

    ( hier auf: Tapfer im Nirgendwo | Der Blog von Gerd Buurmann )

    https://tapferimnirgendwo.com/2016/09/29/ein-offener-brief-von-gerd-buurmann-an-lamya-kaddor/

    Tapfer im Nirgendwo | Der Blog von Gerd Buurmann
    30.09.2016

    Lamya Kaddor überhört Morddrohungen

    In meinem Offenen Brief an Lamya Kaddor schrieb ich:

    „Sie, Frau Kaddor, kriminalisieren Kritik so wie islamische Fundamentalisten Karikaturisten kriminalisieren! Ich hoffe inständig, dass Sie diese Verteufelung von Kritik, die das Fundament des aufgeklärten Europas und die Stütze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, nicht an ihre Schülerinnen und Schüler weitgeben. Dann nämlich wundert es mich nicht, dass unter Ihren Schülern bereits fünf für den Dschihad nach Syrien gezogen sind.“

    Schauen Sie sich in diesem Zusammenhang nun mal diesen Film von David Harnasch an. Er bespricht dort einen Bericht des Magazins kulturzeit aus dem Jahr 2008. (…)

    https://tapferimnirgendwo.com/2016/09/30/lamya-kaddor-ueberhoert-morddrohungen/

    (…) »BIRLIKTE – Zusammenstehen« gemeinsam mit den Anwohnern und Geschäftsleuten der Keupstraße (…) 2016 heißt es deshalb »BIRLIKTE – Zusammenreden«.

    (…) Am 5. Juni 2016 wird im Rahmen dieses Festes ein sogenannter Dialogmarathon in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln und dem Carlswerk stattfinden. WDR5 wird live berichten. Es sind viele Gäste geladen, zum Beispiel Ulf C. Reichardt, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), Naika Foroutan, Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik, HU Berlin, Bekir Alboga, Generalsekretär der DITIB und Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin. (…)

    (BIRLIKTE und die eine Partei. Tapfer im Nirgendwo am 26.05.2016.)

    https://tapferimnirgendwo.com/2016/05/26/birlikte-und-die-eine-partei/


    Autorin vielfach ausgezeichnet

    Integration Im Februar 2016 ist Lamya Kaddor mit dem Integrationspreis der Stiftung Apfelbaum ausgezeichnet worden. Im kommenden Monat erhält sie den Integrationspreis der Stadt Duisburg.

    Bücher Auch für ihre Werke erhielt Kaddor etliche Auszeichnungen. Für „Zum Töten bereit“ verlieh ihr etwa die Friedrich-Ebert-Stiftung den Preis „Das politische Buch 2016“. Ihr gemeinsam mit Rabeya Müller verfasster „Islam für Kinder und Erwachsene“ ist von der Stiftung Buchkunst zum schönsten Buch 2013 gekürt worden.

    http://m.rp-online.de/nrw/morddrohungen-lehrerin-nimmt-auszeit-aid-1.6296357?mobile=1

    https://de-de.facebook.com/Lamya-Kaddor-254919317772/

  7. Kızılırmak Says:

    „Wir brauchen ein neues deutsches Wir.“

    „Lamya Kaddor ist Tag für Tag mit der Integrationswirklichkeit konfrontiert; sie sieht, welche Probleme, aber auch Chancen auf die deutsche Gesellschaft zukommen. Eines ist für sie klar: Wir brauchen ein neues deutsches Wir. Und wir müssen uns mehr über Identität und Integration unterhalten, weniger über Religion.“

    Geplapper über Gefühl und Miteinander („Identität und Integration“) hat das faktenbasierte Beklagen der Grundrechtswidrigkeit von Koran und Sunna vollständig zu ersetzen, meint Kaddor das mit dem ‚Neuen deutschen Wir‘?

    Der Islam darf oder soll dabei, sowohl für die deutschen Muslime als auch für das deutsche Recht, mehr und mehr an Bedeutung gewinnen – nur darüber reden dürfen alle Menschen („Wir“) nicht länger, meint Kaddor mit ‚Das neue deutsche Wir‘ auch das?

    Kaddor, deren Forderung nach einem angeblich unverzichtbaren Herausarbeiten eines bundesrepublikanischen ‚Wir‘ mich an Navid Kermani (Wer ist wir? Deutschland und seine Muslime) erinnert, weiß nicht wo sie hin will oder gibt ihre Agenda nicht preis.

    http://www.rowohlt.de/hardcover/lamya-kaddor-die-zerreissprobe.html

    Navid Kermani
    Wer ist wir?
    Deutschland und seine Muslime

    https://www.perlentaucher.de/buch/navid-kermani/wer-ist-wir.html

    Navid Kermani

    Kermani studierte Orientalistik, Philosophie und Theaterwissenschaft in Köln, Kairo und Bonn. Unterstützt von der Studienstiftung des deutschen Volkes verfasste er eine Dissertation mit dem Titel „Gott ist schön“. Damit wurde er 1998 im Fach Orientalistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn promoviert; 2006 habilitierte er sich im Fach Orientalistik mit der Schrift „Der Schrecken Gottes – Attar, Hiob und die metaphysische Revolte“.

    Im Rahmen der intensiven öffentlichen Diskussion über das Beschneidungsurteil des Landgerichts Köln von 2012 veröffentlichte Kermani in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel unter dem Titel „Triumph des Vulgärrationalismus“. Hierin wirft er dem Landgericht vor, „mal eben so im Handstreich viertausend Jahre Religionsgeschichte für obsolet zu erklären.“ Aufklärung sei nicht nur die Herrschaft der Vernunft, sondern zugleich das Einsehen in deren Begrenztheit. „Der Vulgärrationalismus hingegen, der sich im Urteil des Kölner Landgerichts ausdrückt, setzt den eigenen, also heutigen Verstand absolut.“ Joachim Gauck hat die Bezeichnung „Vulgärrationalismus“ in seinen Stellungnahmen zur Beschneidungsdebatte übernommen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Navid_Kermani

    Bundespräsident: Navid Kermani? | ZEIT ONLINE – Die Zeit

    Einige wollen ihn zum rot-rot-grünen Bundespräsidenten machen. Eine reizvolle Idee – und eine falsche.
    Von Bernd Ulrich

    http://www.zeit.de/2016/32/bundespraesident-navid-kermani-kandidat

    Bundespräsident: Navid Kermani wäre für Rot-Rot-Grün erste Wahl | tagesspiegel

    http://www.tagesspiegel.de/politik/bundespraesident-navid-kermani-waere-fuer-rot-rot-gruen-erste-wahl/13835246.html

    ( Kermani als Bundespräsident: Ein Muslim und Patriot )
    Kermani als Bundespräsident? Muslim und moderner Patriot | Faz.net

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kermani-als-bundespraesident-ein-muslim-und-patriot-14459501.html

  8. Edward von Roy Says:

    Deutschlands personifizierter Wohlverhaltenskatalog Lamya Kaddor („Die Mitte muss das feine Schweigen brechen“, schwäbische am 14.10.2016) raunt mehrdeutig, ich falle ihr ins Wort:

    „Die Trennlinie verläuft nicht zwischen Religionen oder zwischen Migranten und Nicht-Migranten.“

    ( Allerdings, weder Muhammad Siddiq Borgfeldt (ECFR) oder Murad Wilfried Hofmann noch Steinigungsversteherin Eva-Maria el-Shabassy haben einen Migrationshintergrund. )

    „Sie verläuft zwischen jenen, die eine offene Gesellschaft und einen demokratischen Rechtsstaat wollen,“

    ( Nein, es muss freiheitlich demokratisch heißen. Und tolerant („offen“) für ein System („Gesellschaft“), welches die gegenmoderne Charta Islamischer Menschenrechte (Kairo 1990) nicht zurückweist, sollte in Deutschland wie weltweit niemand sein. )

    „und einer Minderheit, die das ablehnt.“

    ( Nun, die Muslimbrüder sind so eine Minderheit, die Kaddor jetzt ablehnen könnte, was sie, warum auch immer, unterlässt. )

    „Das Problem ist, dass diese zweite Gruppe eine kritische Größe erreicht hat“

    ( Ja, die Muslimbrüder haben kritisch hohen Einfluss (und wollen der Welt das erneuerte Medina (622 bis 855 d. Z.) bringen, den reinen Islam). Achso, Kaddor meint nur die deutschen Nationalisten oder Rassisten. )

    „und dank des Internets übermäßig laut ist.“

    ( Ruft ‚Allahs kluge Lehrerin‘ nach Internet-Zensur? Das wäre schlimm. )

    „Das führt dazu, dass viele Menschen mittlerweile meinen, sie könnten offen aussprechen, was sie früher nie gewagt hätten.“

    ( Das geht gar nicht, diese Schlimmen schrecken vor nichts zurück und wagen, den Islam zu kritisieren. )

    „Teile der Gesellschaft sind völlig enthemmt und radikalisiert.“

    ( Diese AEMR-Freunde oder diese Islamkritiker beispielsweise. Ach, Islamlehrerin Kaddor hat auf Rassisten gezeigt. )

    http://www.schwaebische.de/politik/inland_artikel,-Die-Mitte-muss-das-feine-Schweigen-brechen-_arid,10545107.html

  9. Jacques Auvergne Says:

    Mit der Waffe in der Hand. Was Frau Kaddor unter „liberal“ verbucht

    (Von Paul Nellen. Die Achse des Guten am 01.10.2016.)

    Als die 1934 geborene und später als Islamfunktionärin und Koranübersetzerin tätige Fatima Grimm, die ihren Vater, den berüchtigten General der Waffen-SS Karl Wolff, noch auf dem Sterbebett 1984 zum Islam bekehrte, schließlich selber dann im Jahre 2013 verstarb, veröffentlichte Lamya Kaddors „Liberal-Islamischer Bund“ (LIB) auf Facebook einen Nachruf auf diese „herausragende Persönlichkeit, der zahllose Muslime und Musliminnen in Deutschland sehr viel zu verdanken haben“, verbunden mit dem Wunsch: „Möge Gott sie ins Paradies aufnehmen…, und möge sie immer einen Platz in unserer dankbaren Erinnerung einnehmen.“ Der Nachruf kam nicht von ungefähr, denn die Verstorbene war ein hochgeachtetes LIB-Mitglied gewesen.

    Fatima Grimm hatte auch als Buchautorin Beachtliches geleistet.

    [ Nun, als Fatima Heeren-Sarka war die spätere Fatima Grimm Übersetzerin von Maududi (Weltanschauung und Leben im Islam) sowie Muslimbruder Said Ramadan (Das islamische Recht), s. u. ]

    Ihre wohl einflussreichste, bis heute erhältliche und gern gelesene Schrift „Die Erziehung unserer Kinder“ dürfte auch Frau Kaddor bekannt gewesen sein, als der Grimm-Nachruf unter Kaddors Verantwortung auf Facebook erschien. In der Erziehungsfibel, die seit dem 12. Februar 2002 [ dem Jahr der ZMD-„Charta“ ] im Internet nachweisbar ist, schreibt Grimm irritierende Sätze, die man noch immer im Wikipedia-Eintrag über sie nachlesen kann und die für eine „Liberale“ wie Frau Kaddor offenbar kein Problem darstellten. Zumindest haben sie die Aufnahme von Fatima Grimm in den höchst liberalen und über alle Verdächtigungen erhabenen Kaddor-Bund nicht versperrt:

    „Ich meine, dass wir etwa um das 15. Lebensjahr herum damit rechnen dürfen, unsere Kinder für den Begriff des Dschihad aufgeschlossen zu finden. Wir müssen ihnen dann zeigen, auf welchen Gebieten unser Glaube den Angriffen des Dar-ul-harb ausgesetzt ist und ihnen Wege eröffnen, die es ihnen einmal ermöglichen sollen, die Verteidigung erfolgreich in die eigenen Hände zu nehmen. Dazu gehört, dass wir als Mütter nicht feige und ängstlich darauf bedacht sind, unsere Söhne vor jeder Gefahr zu bewahren. Wir könnten es sowieso nicht, denn wenn Gott ihre Stunden für gekommen hält, kann sie ebenso ein Auto überfahren oder eine Krankheit heimsuchen. Vielmehr sollten wir ihnen immer vor Augen führen, was für eine großartige Auszeichnung es für jeden Muslim ist, für die Sache des Islam mit der Waffe in der Hand kämpfen zu können. Einen größeren Verdienst kann er sich ja durch nichts auf Erden erwerben.“

    —Fatima Grimm: Die Erziehung unserer Kinder.
    —p://www.enfal.de/news5.htm
    [ Die Erziehung unserer Kinder
    (= Vorträge über den Islam. Nr. 3) ISBN 3-89263-603-6 ]
    [ Autorin Fatima Grimm, geboren als Helga Lili Wolff, zur Zeit ihrer Maududi-Übersetzung ins Deutsche Fatima Heeren-Sarka ]

    […]

    http://www.achgut.com/artikel/mit_der_waffe_in_der_hand._was_frau_kaddor_unter_liberal_verbucht

    ::

    Dschihad im Kindergarten

    von: Martin • u24 / Unser Tirol, 26.11.2015

    Das bedenkliche Lehrmaterial soll in einem Kindergarten in Wien Favoriten Anwendung gefunden haben. Das pikante: Die Broschüre enthält unter anderem das „Erziehungsziel Dschihad“. Dies habe ein ehemaliger Mitarbeiter des Kindergartens berichtet.

    […]

    Die Publikation

    Bei der oben erwähnten Broschüre handelt es sich um ein Werk von Fatima Grimm. Das Islamische Zentrum München verlegte die Publikation 1995. Die Erziehung unserer Kinder (= Vorträge über den Islam. Nr. 3) ISBN 3-89263-603-6

    Die Autorin

    Fatima Grimm, geboren als Helga Lili Wolff, war eine deutsche Konvertitin. Grimm verstarb im Jahr 2013. Sie war die Tochter des SS-Obergruppenführers und Generals der Waffen-SS Karl Wolff, der wegen Beihilfe zu Mord in 300.000 Fällen verurteilt wurde.

    http://ut24.com.dd6128.kasserver.com/2015/11/26/dschihad-im-kindergarten/

    ::

    […] Zudem saß sie (mit ihrem Mann Abdul Karim) im Vorstand der Deutschen Muslim Liga e.V. Hamburg, war Mitglied im Liberal-Islamischen Bund und engagierte sich im Islamischen Zentrum Hamburg; auf ihrem Grundstück in Hamburg befand sich eine eigene, kleine Moschee. Mit ihrem Mann Abdul Karim war sie mehrfach auf den Treffen deutschsprachiger Muslime zugegen. Im Sommer 2002 [ 2002, s. u.: = Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft ] begleitete Grimm mit Nadeem Elyas und anderen Vertretern des ZMD eine Tour der Islamischen Weltliga durch Deutschland. […]

    Sayyid Abū-l-Aʿlā Maudoodī [ Maududi ]: Weltanschauung und Leben im Islam (= Herder-Bücherei. Band 397). Übersetzt aus dem Englischen von Fatima Heeren-Sarka. Herausgegeben im Auftrag der Islamic Foundation, London. Herder, Freiburg im Breisgau u.a. 1971.

    Sayyid Abu-l-A’la [ Maudoodi, Maududi ] : Weltanschauung und Leben im Islam. Übersetzt aus dem Englischen von Fatima Heeren-Sarka. Islamic Foundation, Leicester 1978. ISBN 0-86037-029-1 bzw. ISBN 0-86037-028-3.

    Sayyid Abu-l-A’la Maududi: Weltanschauung und Leben im Islam (= Schriftenreihe des Islamischen Zentrums München. Nr. 24). Übersetzt aus dem Englischen von Fatima Heeren-Sarka. Islamisches Zentrum München, München (auch International Islamic Federation of Student Organization, Kuwait) 1994. ISBN 3-89263-024-0.

    Said Ramadan: Das islamische Recht. Theorie und Praxis. Übersetzt von Fatima Heeren. Harrassowitz, Wiesbaden 1980. ISBN 3-447-02078-4.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fatima_Grimm

    ::
    ::

    zu:
    Maududi: Weltanschauung und Leben im Islam

    Towards Understanding Islam
    Von Jacques Auvergne (2012)

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2012/03/23/288/

    zu:
    Said Ramadan: Das islamische Recht. Theorie und Praxis.

    Said Ramadan: Islamic Law
    Ramadans Buch von 1961 gelesen von Jacques Auvergne (2009)

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/06/109/

    zu:
    Nadeem Elyas
    Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft

    Islamische Charta
    Von Jacques Auvergne (2011)

    https://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/27/262/

  10. Jacques Auvergne Says:

    Fragen über Fragen zu Fatima Grimm. Wer ist der seit Konversion zum Islam angeblich (auch) als Omar Abdul Aziz bekannte tschechische Muslim, wie ist sein richtiger Name? Grimm übersetzte als Heeren-Sarka; ist dieser Tscheche, Fatima Grimms erster Mann, vielleicht der Orientalist, an der Uni München einen Doktortitel erreicht oder auch nicht, mit dem Namen Ctirad Heeren-Sarka?

    Was ist über Ctirad bekannt; wurde etwas aus seiner Doktorarbeit „the author’s thesis (doctoral)“? Suchergebnisse „Heeren-Sarka“ gibt es im Netz, bis auf Fatima und Ctirad, keine; ist Sarka (im tschechischen Märchen Gegnerin des Ctirad als eine heimtückisch männermordende Fee) willkürlich angehängt, um das (anders als Ctirad seltsam wenig tschechisch anmutende) Heeren lustig zu spezifizieren?

    Fatima Grimm: „1958 lernte ich meinen ersten Mann kennen. Er war Tscheche, hatte in Prag Orientalistik studiert, war später wegen des Kommunismus nach Deutschland gegangen. Ihn hatte vor allem die arabische Schrift und Kalligraphie sowie die Moschee-Architektur fasziniert, weshalb er bereits mit 16 Jahren bei einem tschechischen Muslim sein Glaubensbekenntnis aussprach und sich von da an Omar Abdul Aziz nannte. Wir lernten uns also kennen, und auch ich fühlte mich vom Islam angezogen und konvertierte 1960 bei einem russischen Imam, der in Bayern für die Flüchtlinge aus seiner Heimat zuständig war – in dem Jahr, in dem wir auch heirateten.“ („Die Akzeptanz kommt einfach, wenn man sich nicht verkriecht“. Rückblick auf ein bewegtes Leben. Die IZ im Gespräch mit Fatima Grimm, IZ am 27.07.2010.)

    ___p://www.islamische-zeitung.de/rueckblick-auf-ein-bewegtes-lebendie-iz-im-gespraech-mit-fatima-grimm/

    „1962 zog sie mit ihrem damaligen Ehemann Omar Abdul Aziz, einem tschechischen Muslim, den sie 1958 kennengelernt und 1960 geheiratet hatte, nach Pakistan. Drei Jahre später kehrte sie mit ihrem Mann nach Deutschland zurück, wo sie sich in der Münchener Gemeinde engagierte. 1983 wurde die Ehe einvernehmlich geschieden.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fatima_Grimm

    Der Vorname Ctirad ist slawisch, nicht zuletzt tschechisch.
    [ Mythologisch der Gegenspieler der Šárka (Scharka, Sarka). ]

    https://cs.wikipedia.org/wiki/Ctirad

    ist Omar Abdul Aziz = Ctirad Heeren-Sarka ?

    Heeren-Sarka, Ctirad

    Sultan Bayezid II. (1481-1512) in der Chronik des Mustafa Genabi / von Ctirad Heeren-Sarka
    Bib ID 3003885

    Author
    Heeren-Sarka, Ctirad
    [Ctirad Heeren-Sarka (Open Library)]

    Description München : R. Trofenik, 1980 [ Verleger Rudolf Trofenik ]
    xvii, 110 p., [9] leaves of plates ; 25 cm.
    ISBN 3878281420

    Beitrage zur Kenntnis Südosteuropas und des Nahen Orients ; [Bd. 36]

    Originally presented as the author’s thesis (doctoral)–Universität München.

    Sultan Bāyezīd II. (1481-1512) in der Chronik des Muṣṭafā Ǧenābī / [übersetzt und bearbeitet] von Ctirad Heeren-Sarka.
    Muṣṭafá ibn Ḥasan Jannābī
    München : Trofenik, 1980.

    http://explore.bl.uk/primo_library/libweb/action/display.do?tabs=moreTab&ct=display&fn=search&doc=BLL01008169183&indx=8&recIds=BLL01008169183&recIdxs=7&elementId=7&renderMode=poppedOut&displayMode=full&frbrVersion=&dscnt=2&fromLogin=true&tab=local_tab&dstmp=1476573690607&vl(freeText0)=Bayezid%2C&vid=BLVU1&mode=Basic

    Bibliography: p. 101-110.

    http://catalogue.nla.gov.au/Record/3003885

    Sultan Bayezid II. (1481-1512) in der Chronik des Mustafa Genabi (Beitrage zur Kenntnis Sudosteuropas und des Nahen Orients) (German Edition) (German) Hardcover – 1980

    by Ctirad Heeren-Sarka (Author)

    Books by Ctirad Heeren-Sarka

    _ttps://www.amazon.com/Ctirad-Heeren-Sarka/e/B001K1RU1U/ref=la_B001K1RU1U_ntt_srch_lnk_1?qid=1476570994&sr=1-1

    _ttps://www.amazon.com/Bayezid-1481-1512-Beitrage-Kenntnis-Sudosteuropas/dp/3878281420/ref=la_B001K1RU1U_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1476571231&sr=1-1

    https://cs.wikipedia.org/wiki/Ctirad
    by Ctirad Heeren-Sarka

    https://www.amazon.com/Ctirad-Heeren-Sarka/e/B001K1RU1U/ref=dp_byline_cont_book_1

    Rudolf Trofenik (* 15. April 1911 in Marburg an der Drau; † 7. Dezember 1991 in München) war Jurist, Verleger, Herausgeber und Autor.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Trofenik

    .
    .

    Šárka (tschechisch) bzw. Sarka oder Scharka ist eine tschechische Sagenfigur.

    https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0%C3%A1rka_(Sagenfigur)

    In Czech legend Šárka was

    http://www.behindthename.com/name/s18a10rka

    Es stellte eine große Heldin dieses Krieges zwischen Frauen und Männern dar, nämlich Šárka mit ihrem Feind Ctirad.

    https://books.google.de/books?id=twWPCgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Ctirad a Šárka
    Ctirad und Sarka, Statue von Josef Václav Myslbek. In Vyšehrad (deutsch: Wyschehrad, auch: Prager Hochburg).

    Ctirad a Šárka, Olbram Zoubek

  11. Jacques Auvergne Says:

    Die von Lamya Kaddor öffentlich gelobte Fatima Grimm forderte die Durchsetzung der Rechte Allahs oder Rechtsansprüche Allahs, Huquq Allah (ḥuqūq Allāh). Diese beziehen sich auf die islamrechtlichen (d. h. islamischen) sogenannten Grenzvergehen, Hudud (ḥudūd), Sg. Hadd (ḥadd).

    Die Hadd-Strafen. Koranübersetzung bei Corpus Coranicum, das dort geschriebene deutsche Wort Gott wieder richtig als Allah.

    Koran 4:15
    Und wenn welche von euren Frauen etwas Abscheuliches begehen, so verlangt, daß vier von euch (Männern) gegen sie zeugen! Wenn sie (tatsächlich) zeugen, dann haltet sie im Haus fest, bis der Tod sie abberuft oder Allah ihnen eine Möglichkeit schafft (ins normale Leben zurückzukehren)!

    Koran 5:38
    Wenn ein Mann oder eine Frau einen Diebstahl begangen hat, dann haut ihnen die Hand ab! (Das geschehe ihnen) zum Lohn für das, was sie begangen haben, und als warnendes Exempel vonseiten Allahs. Allah ist mächtig und weise.

    Koran 24:2
    Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann verabreicht jedem von ihnen hundert (Peitschen) hiebe! Und lasst euch im Hinblick darauf, daß es (bei dieser Strafverordnung) um die Religion Allahs geht, nicht von Mitleid mit ihnen erfassen, wenn (anders) ihr an Allah und den jüngsten Tag glaubt! Und bei ihrer Bestrafung soll eine Gruppe der Gläubigen (als Zeugen) anwesend sein.

    Koran 24:4
    Und wenn welche (von euch) ehrbare (Ehe) Frauen (mit dem Vorwurf des Ehebruchs) in Verruf bringen und hierauf keine vier Zeugen (für die Wahrheit ihrer Aussage) beibringen, dann verabreicht ihnen achtzig (Peitschen) hiebe und nehmt nie (mehr) eine Zeugenaussage von ihnen an! Sie sind die (wahren) Frevler,

    ::::::::

    Der Verfassungsschutzbericht 2010 des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg dokumentiert, dass eine von Fatima Grimm verfasste Publikation des IZM für die Wiedereinführung der Hadd-Strafen plädiert.

    ::::::::

    Innenministerium Baden-Württemberg (Hg.): Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2010.
    S. 70

    ISLAMISTISCHER EXTREMISMUS UND TERRORISMUS

    Vom 1. bis 5. Novem ber 2010 fand in Stuttgart zum 16. Mal die von der MSV organisierte „Islamwoche“ statt. Unter den Referenten war Fatima GRIMM. Sie ist eine der Autorinnen einer Publikation des „Islamischen Zentrums München“. Darin wird betont, dass die Scharia das Gesetz ist, dem beide Ehepartner verpflichtet seien. Zudem wird für eine Wiedereinführung der Hadd- oder Grenzstrafen plädiert. Hierbei handelt es sich um Straftatbestände, die im sakralen Recht vorgegeben sind und nach islamischer Auffassung gegen die Rechte Gottes (Huquq Allah) verstoßen. Die im Koran vorgeschriebene Bestrafung der Delikte (Unzucht, Weinkonsum, Diebstahl) hat offiziellen Charakter und wird in der Öffentlichkeit vollzogen.

    In der Broschüre des „Islamischen Zentrums München“ wird außerehelicher Geschlechtsverkehr „auch als Vergehen betrachtet, das nach dem Gesetz auf die gleiche Weise wie Diebstahl oder Mord bestraft wird. Die Strafe dafür wird auf Männer und Frauen gleichermaßen angewandt und ist in ihrer Auswirkung hart und abschreckend.“ Exemplarisch sei hier die Amputation der rechten Hand bei Diebstahl sowie des linken Fußes im Wiederholungsfalle genannt. Strafen wie diese widersprechen nicht nur der prinzipiellen Abschaffung der Todesstrafe in Deutschland, sondern auch dem Recht auf körperliche Unversehrtheit gemäß Art. 2 des Grundgesetzes.

    http://www.boa-bw.de/downloads/frei/ae12b5ae-8df7-4c7e-ace2-55e3b23d423f/0/vsbericht_bw_2010.pdf

    ::::::::

    Innenministerium Baden-Württemberg (Hg.): Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2010.

    4.2.1 „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V.“ (IGD)

    […] In enger Beziehung zur IGD stehen die Jugendorganisationen „Muslimische Studentenvereingung“ (MSV) und die „Muslimische Jugend in Deutschland“ e.V. (MJD).

    Der sich als „unabhängig“ bezeichnende Dachverband „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (ZMD) vertritt auch die Interessen der IGD, die Mitglied im ZMD ist. Auf europäischer Ebene ist die IGD in der „Federation of Islamic Organisations in Europe“ (FIOE) vertreten. Die IGD ist Gründungsmitglied der FIOE. […]

    (Seite 67)

    „Muslimische Studentenvereinigung“ (MSV)

    Die „Muslimische Studentenvereinigung“ (MSV), die Mitglied im ZMD ist und über enge Beziehungen zur IGD verfügt, wurde 1964 in München gegründet. Ihr heutiger Sitz ist Köln. Vom 26. bis zum 30. Oktober 2009 lud sie unter dem Motto „Einblick, Weitblick, Durchblick“ zur 15. Islamwoche an die Universität Stuttgart ein. Als Referenten traten unter anderem Amir ZAIDAN und Dr. Houaida TARAJI, ehemalige Vizepräsidentin der IGD, auf. ZAIDAN hatte 1998 mit der sogenannten Kamel-Fatwa, der zufolge eine Frau ohne einen nahen männlichen Verwandten nicht mehr als 81 Kilometer zurücklegen dürfe, muslimischen Frauen fundamentale Freiheitsrechte abgesprochen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden zahlreiche, dem islamistischen Spektrum zuzuordnende Bücher und Schriften angeboten, darunter auch Publikationen des „Islamischen Zentrums München“. In einer dieser Schriften mit dem Titel „Frau und Familienleben im Islam“ wird betont, dass das Gesetz, dem beide Ehepartner verpflichtet seien, die Scharia sei.63 Die Verfasserin plädiert zudem für die Anwendung von Haddstrafen 64: […]

    [FN 63] LEMU, Aisha B. und GRIMM, Fatima: „Frau und Familienleben im Islam“, herausgegeben vom „Islamischen Zentrum München“, 4. Auflage 2005, S. 12f.

    http://www.boa-bw.de/downloads/frei/40f40a41-4e66-4d41-a543-883d54f75258/0/vsbericht_bw_2009.pdf

    ::::::::

    [ Lamya die Preisgekrönte. Wer könnte Ehrungen und Auszeichnungen noch zählen. 18. Februar 2015, der Landesverband Schleswig-Holstein des Bundes Deutscher Kriminalbeamter ehrt Lamya Kaddor für (angebliches) Engagement gegen Radikalisierung mit der ‚Nick-Knatterton-Mütze‘. ]

    Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Schleswig-Holstein hat der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor die Knatterton-Ehrenmütze verliehen. Sie engagiert sich politisch und sozial im liberalen Islam. Der Berufsverband lobte ihren Einsatz gegen Radikalisierung. […]

    Kiel. […] Der BDK zeichnete Kaddor für das Eintreten für ein gleichberechtigtes Miteinander und einen ständigen Dialog zwischen den Kulturen und Glaubensrichtungen aus.

    (Kieler Nachrichten, 18.02.2015, aktualisiert: 21.02.2015.)

    http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Polizei-Nachrichten/Aktuelle-Polizeimeldungen/BDK-verleiht-Lamya-Kaddor-Knatterton-Muetze

    ::::::::

    [ 2016 erhielt Lamya Kaddor den Literaturpreis Das politische Buch der Friedrich-Ebert-Stiftung für Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen. Der Preis zählt nach Angaben der Organisatoren zu den wichtigsten Sachbuchpreisen im deutschen Sprachraum und ist mit 10.000 Euro dotiert. ]

    Preis „Das politische Buch“

    „Die Friedrich-Ebert-Stiftung [ FES ] verleiht seit 1982 jährlich den Preis „Das politische Buch“. Durch den Preis wird die große Bedeutung politischer Literatur für die lebendige Demokratie gewürdigt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung zeichnet herausragende Neuerscheinungen aus, die sich kritisch mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinandersetzen, richtungsweisende Denkanstöße geben und diese Inhalte einem breiten Publikum zugänglich machen.“

    https://www.fes.de/de/preis-das-politische-buch/ueber-den-preis/

    Jurybegründung

    „Die Autorin zeichnet nach, warum und wie Jugendliche islamischen Glaubens in fundamentalistisch-salafistische Milieus geraten, radikalisiert werden und am Ende gar bereit sind, sich den Terrorgruppen des sogenannten Islamischen Staats anzuschließen. Gleichzeitig legt Kaddor dar, was seitens der Gesellschaft und der muslimischen Community getan werden muss, um solche Radikalisierung zu stoppen. Das Buch zeigt auf, wie der notwendige Dialog mit dem Islam in Deutschland sein müsste, um fundamentalistische Strömungen jeder Art zu isolieren und ist ein überzeugender Beitrag zu den hochaktuellen Debatten um Integration, Vermeidung von Radikalisierung und das Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft.“

    https://www.fes.de/de/preis-das-politische-buch/preisbuecher/

    Dokumentation der Preisverleihung
    Das politische Buch 2016

    Lamya Kaddor
    Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen

    Berlin, 10.05.2016

    Rede des Preisträgers
    Lamya Kaddor [sechs Zitate]

    „Der Islam ist eine Religion, klar.“

    „Zu Recht wird die Frage gestellt, welche Wege ein moderner, liberaler Islam im neuen Jahrhundert beschreiten könnte. Nun, dieses sogenannte Goldene Zeitalter des Islam gibt die Richtung vor. Es ist quasi eine Art Masterplan.“

    „Viele Muslime heutzutage sind von ihren eigenen Wurzeln gekappt. Die Blüte des Islam ist vor 200 Jahren totgetreten worden.“

    „Mit dem Ende des Osmanischen Reichs, mit dem Aufkommen von Nationalismus, mit dem Erstarken fremder Mächte, mit der Erstarrung und der Ratlosigkeit im Inneren wurde das eigene Erbe zunehmend verschüttet. Die Geschichte der islamischen Welt hat einen massiven Bruch erfahren, von dem sie sich bis heute nicht erholt hat.

    Die vergangenen 200 Jahre haben die Muslime in voraufklärerische Zeiten zurückgeworfen. Aufklärung im Islam heißt aus meiner Sicht: „back to the roots“. Zurück zu den Wurzeln. Muslime müssen anknüpfen an dem, was sie im Mittelalter längst hatten, und das in die heutige Zeit übertragen. Dafür setze ich mich ein. Dafür bitte ich um Unterstützung. Bei Muslimen, aber auch bei Andersgläubigen.“

    „Salafismus und Islamhass sind zwei Seiten einer Medaille.“

    https://www.fes.de/de/fileadmin/redaktion/FES/FESweite_Projekte/Preis_Das_politische_Buch/Veranstaltungsdokumentationen/FES_DPB16_dokumentation_L2_02.pdf

  12. Cees van der Duin Says:

    Es ist nicht der Islam!

    Nicht der Islam ist hier der Ausgangspunkt des Geschehens, sondern Barbaren und Terroristen, die die Religion missbrauchen und instrumentalisieren.

    Aiman Mazyek in heute vom 12.09.2014

    http://www.achgut.com/artikel/es_ist_nicht_der_islam

    Lauter Sachen, die nichts mit dem Islam zu tun haben

    http://www.achgut.com/artikel/lauter_sachen_die_nichts_mit_dem_islam_zu_tun_haben

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