417. Eva Matthes verschweigt die lebenslange Schädigung jeder MGM

Matthes enttäuscht

Von Edward von Roy

Dank sei dem humanistischen pressedienst (hpd) für das heutige Publizieren eines zweiten Berichts zum Besuch der Berliner Sonderausstellung Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung.

Dass dem Jüdischen Museum Berlin die wissenschaftlich, allgemein menschenrechtlich und nicht zuletzt museumspädagogisch gebotene Außenansicht auf das Thema rituelle Genitalbeschneidung noch nicht gelingt ist schade, doch irgendwann wird sich die Haskala jedenfalls der Brit Schalom gegen die literalistisch verstandene Halacha durchsetzen.

Zwischen jüdischen und nichtjüdischen bzw. schariakonformen und nichtmuslimischen Kinderrechten und Kinderkörpern kann der Rechtsstaat nicht unterscheiden und die Schädigung der Sexualität und Sensitivität (Sorrells et al.) sowie der Partnerschaft (Morten Frisch) kann auch Angela Merkel („Komikernation“) nicht mehr lange verschweigen.

Anders als in Berlin umgesetzt, muss die Beschneidung tatsächlich ins Museum, denn die Beschneidungsmesser (FGM oder MGM) der Aboriginees, Xhosa, Juden oder Muslime gehören nicht ins Kinderzimmer, sondern in die Museumsvitrine, nicht anders als Sklavenkette oder Hexen-Folterzange.

Zum lebenslangen sensitiven Schaden jeder Jungenbeschneidung sowie zum Thema Islam und FGM möchte ich den Bericht von Dr. Eva Matthes ergänzen.

Im Hinblick auf die Sensitivität ist von Natur aus nicht die Eichel (Glans penis), sondern das penile Vorhaut (Präputium) das Äquivalent zum weiblichen Zentrum der Lust, zur Klitoris.

Gary Harryman (Basic Human Genital Anatomy) nennt die anatomischen Gegebenheiten und bringt das zutreffende Gleichnis von der Braille-Schrift, die man mit dem Ellbogen eben kaum bis gar nicht lesen könnte:

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them.

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

Innervation der Penisvorhaut, Zitat aus: DokCheck Flexikon:

Die Vorhaut ist reich an spezialisierten Nervenendigungen und spezialisiertem erogenem Gewebe. Diese spezialisierten Nervenendigungen umfassen (Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen), die bereits leichteste Berührungs- und Temperaturreize detektieren können.

Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt die Glans penis fast ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (sogenannte Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperaturreize detektieren können, die vom Gehirn als Schmerzen wahrgenommenen werden.

Cold und Taylor, welche die Innervation des Präputiums des Penis ausführlich untersuchten, erklärten:

‚Die Glans penis ist vorwiegend durch freie Nervenendigungen innerviert und besitzt hauptsächlich nur protopathische Sensibilität. Protopathische Sensibilität bezieht sich auf gröberen, schlecht lokalisierten Empfindungen (einschließlich Schmerz, einige Temperaturempfindungen und bestimmte Wahrnehmungen von mechanischem Kontakt). In der Glans penis sind nur wenig [spezialisierte Nervenendigungen] vorhanden, und diese finden sich hauptsächlich entlang der Eichelkranzes und des Frenulums. Im Gegensatz dazu hat das gefurchte Band der männlichen Vorhaut an der mukokutanen Grenze eine hohe Konzentration an [spezialisierten Nervenendigungen].'“

http://flexikon.doccheck.com/de/Pr%C3%A4putium

Islam und FGM

Zu dem im Fiqh der Schafiiten religionsrechtlich verpflichtenden (wadschib) Jungenbeschneidung und Mädchenbeschneidung lässt sich weder theologisch noch hinsichtlich der beispielsweise in Malaysia, Indonesien oder im nördlichen Irak üblichen FGM-Praxis sagen, dass die Klitoris nicht teilweise oder ganz zu amputieren ist oder dass sie nicht vielen Mädchen amputiert wird. Dazu der bekannte Hadith.

Eines Tages begegnete Mohammed der zum Islam konvertierten muqaṭṭiʿatu l-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris, cutter of clitorises), der Frauenbeschneiderin Umm ʿAṭiyya. Die Gottgehorsame befragte den Propheten nach der religiösen Rechtmäßigkeit ihrer täglichen Arbeit und Allahs Sprecher stellte fest:

أشمِّي ولا تنهَكي

ašimmī wa-lā tanhakī

[Cut] slightly and do not overdo it

[Schneide] leicht und übertreibe nicht

Oder Mohammed verkündete den Willen des Himmels so:

اختفضن ولا تنهكن

iḫtafiḍna wa-lā tanhikna

Cut [slightly] without exaggeration

Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

https://eifelginster.wordpress.com/2014/09/14/399/

Es ist richtig, dass die Assalaam Foundation (Bandung, West-Java) die zum Mädchenbeschneiden verwendeten Scheren gerade weggelegt hat und vorläufig Nadeln verwendet, d. h. eine FGM vom Typ IV (ritual nick; pinprick) praktiziert. Das allerdings kann sich jederzeit wieder ändern und die Scheren wurden nicht weggeworfen.

Der indonesische Ulama Rat MUI hat sich, bei geschickter Heranziehung einer schafiitischen islamjuristischen Minderheitsmeinung (On the issue of female circumcision, we do not consider it compulsory), zu nichts anderem verpflichtet, als für das Verbieten des Verbots der Mädchenbeschneidung (FGM) zu kämpfen (we forbid any action to ban it) und dem Mädchen beim Beschneiden nicht zu schaden. Schriftgläubige werden freilich betonen müssen, dass weder Allah noch sein dem menschlichen Verstehen enthobenes Gesetz (Scharia) Schaden stiften.

„On the issue of female circumcision, we do not consider it compulsory, but we forbid any action to ban it,“ MUI Chairman Ma’ruf Amin told

http://www.npwj.org/it/content/05-Mar-2013-NPWJ-News-Digest-FGM-womens-rights.html

Am 10.12.2014 vernahm, bei der Übergabe der Unterschriften einer schlampig gemachten und unredlich beworbenen Petition (Weibliche Genitalverstümmelung in Indonesien – Schutz statt Verharmlosung), selbst Terre des Femmes aus dem Mund von Lefianna H. Ferdinandus (in Vertretung des indonesischen Botschafters Fauzi Bowo), dass der bevölkerungsreichste muslimisch geprägte Staat der Welt bestimmte Formen der FGM nicht als Verstümmelung zu definieren bereit ist.

Uns allerdings wie leider auch Eva Matthes („dass die Schafiiten nicht nur ihre Söhne an der Penis, sondern auch ihre Töchter an der Klitorisvorhaut beschneiden lassen“) zu suggerieren, dass die khitan al-inath (sunat perempuan, FGM nach Koran und Sunna) stets lediglich eine FGM Typ Ia (Amputation der Klitorisvorhaut) beinhalte, ist nicht zutreffend, denn gerade die FGM Typ Ib wird durch die o. g. Hadithen bis heute von etlichen Scheichen begründet, schafiitisch sowieso und zusätzlich, ebenfalls als schariarechtliche Wohlverhaltenspflicht (wadschib, compulsory), durch jede zweite geistliche Autorität der Hanbaliten.

Ausführlicher zum Thema HGM (d. i. FGM und MGM) in meinem Vortrag vom 14.03.2014:

Europa 25 Jahre nach dem First International Symposium on Circumcision. Genital Intactness statt Beschneidung auf Kinderwunsch

https://eifelginster.wordpress.com/2014/02/15/373/

Punktgenau zur Eröffnung des 70. Deutschen Juristentages stritt Gutachterin Tatjana Hörnle, die sich von der Zeitung Berliner Kurier missverstanden fühlt, ihren Versuch einer deutschen Legalisierung der sogenannten milden Sunna ab („Richtigstellung“). Ebenso wie Humanmediziner Karl-Peter Ringel und Volljuristin Kathrin Meyer, die seit 2013 einen geschlechtsneutral neuformulierten § 1631d BGB fordern, arbeitet aber auch die Berliner Juraprofessorin an einer Straffreiheit der in Deutschland über § 226a StGB verbotenen, der schafiitischen Rechtsschule des Islam und einigen hanbalitischen Gelehrten jedoch als religiös verpflichtend (farḍ, wāǧib) geltenden FGM Typ I bzw. IV. Die Mädchenbeschneidung wird von den übrigen Hanbaliten und allen Malikiten als ehrenwert (makruma) eingestuft und von den Hanafiten immerhin als Sunna.

Auch die Beschneidung (türk. sünnet) der Jungen ist für Hanafiten und Malikiten Sunna, nachzuahmendes prophetisches Beispiel, und zwar als sogenannte betonte (emphasized, stressed) Sunna (sunna muʾakkada; not obligatory but highly recommended). Eine Wahlfreiheit ist damit nicht gegeben und für Hanbaliten und Schafiiten ist die Jungenbeschneidung ohnehin verpflichtend.

Zum Vorstoß der strafrechtlichen Gutachterin auf dem 70. Deutschen Juristentag (Hannover 2014) Tatjana Hörnle für eine Straffreistellung bestimmter Formen der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) schrieben meine Kollegin und ich am 16.09.2014 einen offenen Brief, Juristin Hörnle reagierte wie zu erwarten nicht:

Entgegnung auf die Richtigstellung der Tatjana Hörnle

… erst wenn die beiden Verstümmelungsformen Typ Ia und Typ IV nicht mehr als Verstümmelung gelten (dürfen), kann der Gutachterin niemand vorwerfen, die FGM in Teilen erlauben zu wollen …

Die Zirkumzision (MGM) ist übrigens auch eine Mutilation, eine Verstümmelung und die Berliner Professorin will die Jungenbeschneidung ja gerade nicht verbieten. Jedem Jungen aber werden bei einer Beschneidung, was Hörnles Gutachten gezielt verschweigt, 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen und Tastkörperchen amputiert die ihr Äquivalent beim Mädchen nicht in der Klitorisvorhaut haben, sondern in der Klitoris, weshalb die MGM nicht mit FGM Typ Ia gleichzusetzen ist, sondern mit Typ Ib. …

Sehr geehrte Frau Dr. Hörnle, bitte geben Sie offen zu, die schafiitische “milde Sunna”, WHO-Klassifikation FGM Typ IV (ritual nick, pinpricking) oder jedoch den Gewebe amputierenden mithin eindeutig verstümmelnden Typ von “milde Sunna” FGM Typ Ia (die Klitorisvorhaut rituell abschneiden) aus ihrem Verstümmelungsbegriff entfernt zu haben, ins Kindeswohl integrieren zu wollen und Typ Ia und IV in Deutschland straffrei stellen zu wollen.

Wir sagen Nein zu Ihrem Ansinnen und fordern die Beibehaltung des Verbots ALLER vier Typen der FGM (I, II, III, IV), wie es seit 2013 mit § 226a StGB eindeutig gewährleistet ist.

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

https://eifelginster.wordpress.com/2014/09/17/400/

Heute stellt Dr. Eva Matthes („Haut ab!“ enttäuscht) wichtige Fragen und schreibt zur Ausstellung des jüdischen Museums durchaus lesenswert.

Dass sich Matthes nicht lediglich gegen den § 1631d BGB stellt („im juristischen Sinne für verfassungswidrig“), was erfreulich ist, sondern gegen jede Kinderbeschneidung (an Jungen oder Mädchen, Kind ist Mensch unter achtzehn Jahren) stellen wird, insbesondere auch den Lehrinhalt des bekennenden und versetzungsrelevanten Islamischen Religionsunterricht (IRU) betreffend, können wir Aufklärungshumanisten und Menschenrechtsuniversalisten erwarten.

Jungenbeschneidung ist Scharia, mindestens schafiitisch ist dabei das männliche oder weibliche unbeschnittene Genital religiös illegal (ḥarām). Nach Scharia wie Halacha ist das Präputium ist kein Teil des religiös vollständigen Körpers eines männlichen Erwachsenen. Der auf der Wörtlichkeit von Koran und Sunna bestehende IRU wird lehren müssen, dass es ein im islamischen Sinne gelingendes Leben als erwachsener muslimischer Unbeschnittener nicht gibt und hätte allein aus diesem Grunde in Bildungspolitik und Schulalltag nicht integriert werden dürfen. Wer als Muslim seinen Sohn und mindestens als Schafiit seine Tochter nicht beschneidet, hat im Jenseits mit Strafe statt mit Lohn zu rechnen:

(5) Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.

http://islam.de/files/misc/krm_go.pdf

http://religion-recht.de/2010/08/geschaftsordnung-des-koordinationsrates-der-muslime-in-deutschland/

Immerhin scheint auch die irgendwie religionskundige Matthes (hpd: „unsere Autorin, die Religionswissenschaftlerin Eva Matthes“) zu spüren, dass, solange der grundgesetzwidrige § 1631d BGB nicht abgeschafft ist, auch Deutschland und ganz Europa die Legalisierung der weiblichen Sunnabeschneidung droht.

Die Gefahr besteht. Die von Multikulturfreunden bejubelte, elterlicherseits aus Sierra Leone stammende US-Amerikanerin Fuambai Sia Ahmadu beispielsweise kämpft seit 20 Jahren für die Erlaubnis der FGM Typ II, das meint eine Labienamputation mit Klitorisamputation, für die sich in berüchtigter Genitalautonomie (genital autonomy) das acht oder neun Jahre alte Mädchen entscheiden können soll. Menschen unter 18 Jahren brauchen keine genitale Autonomie, sondern genitale Intaktheit.

Der FGM und MGM (anatomisch eher unkorrekt) vergleichende und den gegebenen Begründungszusammenhang Islam FGM leugnende („FGM has no basis in any religion“) ranghöchste Familienrichter für England und Wales Sir James Munby (2015) macht in diesen Monaten offenbar ebenfalls den Weg frei für eine genital verstümmelnde Gleichberechtigung.

Wir werden unseren Bundestagsabgeordneten genau auf die Finger sehen müssen, damit Deutschland weder den § 1631d BGB, so schlagen es wie gehört Ringel/Meyer (2013) vor, noch den § 226a StGB, das fordert Tatjana Hörnle (2014), geschlechtsneutral formuliert.

Edward von Roy

Q u e l l e n

„Haut ab!“ enttäuscht, von: Eva Matthes, auf hpd am 23.02.2015

http://hpd.de/artikel/11286

Traurige Allianzen. Von: Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS, hpd am 20.11.2014

http://hpd.de/artikel/11286

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8 Antworten to “417. Eva Matthes verschweigt die lebenslange Schädigung jeder MGM”

  1. Cees van der Duin Says:

    Als Religionswissenschaftlerin macht mich die Ausstellung sehr neugierig. Eva Matthes
    ::

    Matthes, Eva Matthes, nanu wer ist denn das? Religionswissenschaftlerin Null Treffer bis auf heute hpd (Ankündigungstext) bzw. sie selbst ebenda.

    Das Netz bleibt leer, ziemlich verschwiegen die Religionswissenschaftlerin, vielleicht ja Trappistin, von denen hörte man damals auch immer so wenig (Schweigegelübde).

    http://de.wikipedia.org/wiki/Trappisten#Spiritualit.C3.A4t

    Dann aber dieses, Namensgleichheit zufällig oder nicht: Eva Matthes, Universität Augsburg, Lehrstuhl für Pädagogik.

    Und: Eva Matthes, Beiträge zur historischen und systematischen Schulbuchforschung.
    ::
    ::

    Eva Matthes / Sylvia Schütze (Hrsg.) Aufgaben im Schulbuch

    Die Autoren und Autorinnen dieses Bandes befassen sich – aus bildungshistorischer, allgemein- und fachdidaktischer bzw. lehr-lern-theoretischer Perspektive – mit Formen, Funktionen und Wirkungen von Aufgaben in Schulbüchern. … Vor dem Hintergrund der Diskussionen um Bildungsstandards und Kompetenzorientierungen, in deren Kontext die Formulierung von Aufgaben verstärkt an Bedeutung gewonnen hat, befassen sich die Beiträge zur aktuellen Aufgabenkultur u.a. mit Sachkundebüchern für die Primarstufe, mit Deutsch-, Geschichts-, Geographie-, Religions-, Mathematik- und Fremdsprachen- sowie Musiklehrbüchern.

    http://www.klinkhardt.de/verlagsprogramm/1829.html

    ::

    Eva Matthes / Carsten Heinze (Hrsg.) Didaktische Innovationen im Schulbuch

    http://www.klinkhardt.de/verlagsprogramm/1299.html

    ::

    Interkulturelles Verstehen und kulturelle Integration durch das Schulbuch? / Eva Matthes (Hg.). – Bad Heilbrunn/Obb.: Klinkhardt, 2004. – (Beiträge zur historischen und systematischen Schulbuchforschung), S. 251-269 Kategorie: …

    http://www.ifa.de/en/culture-and-foreign-policy/themes/education-and-science-cooperation/selective-bibliography/africa/next/6.html

    http://www.ifa.de/en/culture-and-foreign-policy/alias/afrika/selective-bibliography/educational-and-scientific-cooperation/next/2.html

    ::

    Internationale Gesellschaft für historische und systematische Schulbuch- und Bildungsmedienforschung

    Prof. Dr. Eva Matthes
    Universität Augsburg
    Lehrstuhl für Pädagogik
    Augsburg

    http://www.philso.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/paedagogik/igschub/impressum/

    ::

    Prof. Dr. Eva Matthes

    https://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/paedagogik/paed1/ordinaria/Matthes/

    ::
    ::
    Augsburg kann … uns die Scharia schön lügen:

    Religionsfrieden heute – wo  Religionsfreiheit weh tut. Der Augsburger Religionsfriede und die aktuellen Herausforderungen

    26.09.2011

    MATHIAS ROHE

    http://www.philso.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/politik/politik1/lehre_und_studium/pdf-Sammlung/Tagungsflyer_11_5_RZ_web.pdf

  2. Augsburg antiklerikal Says:

    Leider hat hpd seine Autorin nicht kurz vorgestellt. Das sollte nachgeholt werden. Wer über Judentum, Islam und Genitalbeschneidung spricht und dann sogar noch als Religionswissenschaftlerin angekündigt wird und auftritt (wo und was genau ist von der hpd-Autorin studiert worden, wie lauten die Abschlüsse, was sind ihre bisherigen religionswissenschaftlichen Texte), interessiert uns Säkulare.

    Eine Eva Matthes aus Augsburg firmierte schon mal als Eva-Maria Matthes. Ob das nun die heute bei hpd in Erscheinung tretende Religionswissenschaftlerin ist oder nicht, euch Säkulare dürfte interessieren, dass die Augsburgerin auf einem Konkordatslehrstuhl thront:

    „Ein Konkordatslehrstuhl ist ein Lehrstuhl an einer staatlichen Universität, der nicht in einer theologischen Fakultät angesiedelt ist, bei dessen Besetzung die Katholische Kirche aber ein Einspruchsrecht hat.

    Nach Angaben der Bayerischen Staatsregierung sind die Konkordatslehrstühle in Bayern mit den folgenden Professoren besetzt (Stand 2009):

    Universität Augsburg: (…) Eva-Maria Matthes (Pädagogik).“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Konkordatslehrstuhl

    Bayerischer Landtag
    16. Wahlperiode Drucksache 16/2141
    Konkordatslehrstühle in Bayern
    20.10.2009

    Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Ulrike Gote BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 25.06.2009

    Antwort des Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 30.09.2009

    Pädagogik Prof. Dr. Eva Matthes

    … Zu 7.1:
    Der Heilige Stuhl ist Völkerrechtssubjekt, das am Völkerrechtsverkehr, etwa durch den Austausch diplomatischer Vertretungen, teilnimmt.

    https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP16/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/16_0002141.pdf

    Große Werke der Literatur XII
    Ringvorlesung an der Universität Augsburg im Sommersemester 2011

    22. Juni 2011
    Dr. Eva-Maria Matthes.

    https://www.philhist.uni-augsburg.de/ringvorlesungen/grosse_werke/downloads/grosse_werke_12_2.pdf

    http://www.juraforum.de/wissenschaft/ringvorlesungen-und-vortragsreihen-an-der-universitaet-augsburg-im-sommersemester-2011-357964

    6. KONRAD ADENAUER STIFTUNG („Der Bewerber soll politisches Verantwortungsbewußtsein und soziale Aufgeschlossenheit mitbringen und bereit sein, in Einrichtungen und Organisationen von Hochschule, Politik und Gesellschaft verantwortlich mitzuarbeiten.“) Vertrauensdozentin:

    Prof. Dr. Eva-Maria Matthes
    (p 36)

    http://de.scribd.com/doc/240682757/Studentenwerk-Augsburg-Wegweiser-Studieren-in-Augsburg-und-Kempten-2014-15#scribd

    Hier eine textgewordene Erhöhung des Glaubens bei der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) eingestellt: Die Zukunft der Erziehungswissenschaft als Geisteswissenschaft

    http://www.kas.de/upload/dokumente/verlagspublikationen/Geisteswissenschaften/geisteswissenschaften_matthes.pdf

    Der Bindestrichvorname ist ja vielleicht wenig trendy und chic? Oder klingt Maria zu auffällig glaubensbewegt? Noch vor zwei Jahren firmierte die KAS-treue und vatikanloyale Theokratin meist ohne Maria und weilte etwa auf der Bildungsmesse DIDACTA:

    Prof. Dr. Eva Matthes von der Universität Augsburg …

    Prof. Dr. Eva Matthes ist am 23. Februar [23.02.2013] auf dem Forum Bildung auf der didacta – die Bildungsmesse beim Podium „Lehrkraft 3.0: Auf dem Weg in die digitale Zukunft“ zu Gast.

    http://www.bildungsmedien.de/presse/pressemitteilungen/pm2013/2013-02-12-bildungsmedien-online/

    Zwei Jahre später, nämlich in den nächsten Tagen (24.-28.02.2015) ist Matthes (endgültig ohne Maria) wieder auf der didacta, die Dialogführerin mit den Muslimbrüdern und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann fehlt nicht:

    Freitag 27.02.2015:
    SCHULE 2030: WERDEN PROFESSIONELLE BILDUNGSMEDIEN NOCH GEBRAUCHT?

    (u. a. mit) Prof. Dr. Eva Matthes, Universität Augsburg

    http://www.bildungsmedien.de/veranstaltungen/fb/hannover-2015/

  3. Machandelboom Says:

    Eva Matthes fand 2001 ganz doll wichtig („Besonderes Gewicht legt sie“) ethikbezogenes Drillen in viel Vielfalt („Werteerziehung im Pluralismus“) und geisterweltliches Konditionieren („religiöse Erziehung“). Seitdem wartet man auf ihre Distanzierung von Hidschab und Scharia und sind satte dreizehn Jahre vergangen:

    „Die Hauptarbeitsgebiete der Pädagogik-Professorin, zu denen sie zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt hat, sind im Rahmen der deutschen Erziehungs- und Bildungsgeschichte des 19./20. Jahrhunderts die Schwerpunkte Geschichte der Mädchen- und Frauenbildung, Geschichte des Lehrerberufs sowie Erziehungs- und Sozialisationsprozesse in der NS-Zeit und in der DDR. Besonderes Gewicht legt sie weiterhin auf Aspekte und Fragen der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik (Werk, Wirkungsgeschichte, aktuelle Bedeutung und Grenzen) sowie auf aktuelle pädagogische Herausforderungen, insbesondere auf die Themen Erziehung und Kultur, Werteerziehung im Pluralismus und religiöse Erziehung.“

    Quelle: (idw) Universität Augsburg (Antrittsvorlesung: Prof. Dr. Eva Matthes über Möglichkeiten und Grenzen der Pädagogik) am 19.10.2001

    http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/78646/

  4. A. Kujawiak Says:

    Schon seltsam, wer die hpd-Neuerwerbung und akademisch (wie eigentlich) ausgebildete echte oder unechte Jenseitsmythosforscherin („Religionswissenschaftlerin“) ist, wird nicht so rasch verraten? Der hpd jedenfalls macht es ganz spannend. Um 18:15 Uhr kommentierte ich:

    Spannender Bericht, aber wer schreibt so pointiert und pfiffig? Vorgestellt wird uns Lesern die Verfasserin mit: „unsere Autorin, die Religionswissenschaftlerin Eva Matthes“ Lieber hpd: Ist die Namensgleichheit mit der Augsburger Pädagogikprofessorin (Konkordatslehrstuhl) und Schulbuchforscherin Prof. Dr. Eva Matthes jetzt vielleicht (k)ein Zufall?

    http://hpd.de/comment/3698#comment-3698

    http://hpd.de/artikel/11286

    Cześć! Andrzej

  5. Machandelboom Says:

    Die Praxis der Female Genital Mutilation [ FGM ] hingegen ist zwar ein tradierter Brauch in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern, im Unterschied zur rituellen Beschneidung von Jungen aber nicht auf einen heiligen Text und dessen kanonische Auslegung im Islam zurückzuführen

    Irrtum. Mirjam Wenzel, die noch bis Ende dieses Jahres (2015) die Medienabteilung des Jüdischen Museums Berlin führt, wurde durch den ausgezeichneten Kommentator Rerun beim monotheismusbezogenen und insbesondere islambezogenen Desinformieren oder aber Desinformiertsein ertappt.

    FGM ist Religion und (mindestens) schafiitische Pflicht (eventuell auch hanbalitische, das kommt auf deinen Mufti oder Scheich an).

    Islam funktioniert nicht als Koran sondern als Koran und Sunna, die Chitan al-Inath (anglis. khitan al-inath, indones. sunat perempuan) steht im Hadith sowie seither in vielen abgeleiteten Rechtsgutachten (Fatawa Sg. Fatwa) vor allem im geographisch durch das schafiitische Recht geprägten Raum, jenem gewaltigen Teil der Erde, der sich zwischen Kairo, dem Roten Meer, Somalia, Kurdistan und Südostasien erstreckt.

    Die Mädchenbeschneidung ist mithin exakt „auf einen heiligen Text und dessen kanonische Auslegung im Islam zurückzuführen“ – die FGM. Oder versucht Frau Wenzel den unredlichen und (zur Zeit noch) durch § 226 StGB nicht statthaften Trick etwa der indonesischen Ulama, nämlich zu behaupten, dass die Sunna-Mädchenbeschneidung gar keine Mutilation sei, keine Verstümmelung?

    ::::::::::

    KOMMENTIERT VON
    Rerun
    AM 14. Februar 2015, 14:59 Uhr

    „Der Blogtext nun soll niemanden diffamieren“

    Das tut er aber: er diffamiert die zahlenden Besucher der Ausstellung, die sich ihre eigene Meinung eben nicht durch eine solche Ausstellung nehmen lassen und die nicht „andächtig“ und „beschämt“ „ach so ist das also, dann ist ja alles in Ordnung“ rufen und auch nicht der ausgewiesenen Richtig-Singularität der Ausstellung folgen mögen oder können und die auch trotz allem nicht darüber hinwegsehen, dass zwischen der weiblichen Beschneidung und der Beschneidung von Jungen eben nicht nur schwerwiegende Unterschiede bestehen sondern eben auch und vor allem schwerwiegende Gemeinsamkeiten. Die Unterschiede zwischen den schweren und den leichten Formen der weiblichen Beschneidung sind jedenfalls gravierender als die Unterschiede zwischen den leichteren Formen der FGM und der Beschneidung von Jungen. Aber so genau schaut man da halt nur ungerne hin und macht aus der Unvergleichbarkeit ein Dogma, denn ohne dieses würde ja offenbar, worum es geht: Um eine Körperverletzung an Kindern, eine Menschenrechtsverletzung und einen tiefen Eingriff in das sexuelle Selbstbestimmungsrecht.

    ::::::::::

    KOMMENTIERT VON
    Mirjam Wenzel
    AM 14. Februar 2015, 21:15 Uhr

    Lieber Rerun,

    vielen Dank, dass Sie die Kommentarfunktion dieses Blogs nutzen, um Ihre Kritik an dem Text von Andy Simanowitz und unserer Ausstellung „Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung“ vorzubringen. Als verantwortliche Redakteurin dieses Blogs möchte ich Ihnen versichern, dass wir an den Meinungen unserer Leserinnen und Leser ebenso interessiert sind, wie an denen unserer Ausstellungsbesucherinnen und –besucher – selbst wenn wir diese nicht teilen.

    Die Ausstellung „Haut ab“ eröffnet eine kulturhistorische Perspektive auf die Tradition der rituellen Beschneidung in den drei monotheistischen Religionen. Im Unterschied zu der von Ihnen erwähnten Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung geht diese Tradition auf ein biblisches Gebot zurück. Im 1. Buch Mose 17:7 spricht Gott zu Abraham: „Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation. Das ist mein Bund zwischen mir und euch samt deinen Nachkommen, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist, unter euch, muss beschnitten werden.“ Dieses Gebot ist für alle Strömungen des Judentums bindend (auch wenn es durchaus innerjüdische Kritik an ihm gibt). Die Praxis der Female Genital Mutilation hingegen ist zwar ein tradierter Brauch in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern, im Unterschied zur rituellen Beschneidung von Jungen aber nicht auf einen heiligen Text und dessen kanonische Auslegung im Islam zurückzuführen. Aus eben diesem Grund findet sie in der Ausstellung keinerlei Erwähnung.

    [ Mirjam Wenzel ]

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    KOMMENTIERT VON
    Rerun
    AM 15. Februar 2015, 20:16 Uhr

    Hallo Frau Wenzel,

    meine Kritik richtet sich nicht dagegen, dass FGM nicht Bestandteil der Ausstellung ist. Das ist ja durchaus legitim. Meine Kritik richtet sich an Herrn Simanowitz, der hier eine Publikumsbeschimpfung vollzieht und die Besucher, die offenbar nicht seiner Meinung sind, gar zur wesentlichen Attraktion der Ausstellung erklärt.

    Sowohl die Praxis der Jungen- wie der Mädchenbeschneidung werden im Islam übrigens höchst unterschiedlich bewertet. Der Koran fordert weder das eine noch das andere, beide werden jedoch in den unterschiedlichen Strömungen als „sunna“, als empfohlen, angesehen. Schafiiten und andere sehen auch die weibliche Beschneidung als Pflicht an. Das Abgrenzungskriterium „steht in einem heiligen Buch“ trifft es daher nicht, zumal das ja sowieso schon nur für denjenigen relevant sein kann, für den sich Bücher in heilig und nicht heilig unterteilen. Der Rechtsstaat sollte hier explizit nicht zu gehören.

    Es gilt halt wie immer: Menschenrechtsverletzung ist, was die anderen tun. So sehen es die BeschneiderInnen von Mädchen in Ägypten oder Indonesien halt auch.

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    http://www.jmberlin.de/blog/2015/02/hamsterrad-der-argumentation/

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    STADT FRANKFURT AM MAIN (Pressemitteilung) 25.06.2015

    Dr. Felix Semmelroth schlägt Dr. Mirjam Wenzel als neue Direktorin des Jüdischen Museum vor:

    „Dr. Mirjam Wenzel soll nach dem Wunsch des Frankfurter Kulturdezernenten Prof. Dr. Felix Semmelroth die Nachfolge von Prof. Dr. Raphael Gross im Jüdischen Museum antreten. Die 42-jährige Literaturwissenschaftlerin ist derzeit Leiterin der Medienabteilung am Jüdischen Museum Berlin, davor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie der Münchener Ludwig Maximilians-Universität sowie Stipendiatin des [ Leo Baeck Fellowship Programms der Studienstiftung des Deutschen Volkes ] zur Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums in Europa. Mirjam Wenzel hat über den deutschsprachigen Holocaust-Diskurs der sechziger Jahre in Philosophie, Literatur und Film promoviert und zahlreiche Publikationen zu religions- und kulturgeschichtlichen sowie ästhetischen Fragestellungen veröffentlicht. Neben ihrer wissenschaftlichen Qualifikation und ihrer Führungserfahrung bringt die engagierte Kuratorin Ausstellungserfahrung und Expertise in der Konzeption und Umsetzung digitaler Strategien mit.“

    http://juedischesmuseum.de/fileadmin/user_upload/uploadsJM/PDF/Neue_Direktorin_J%C3%BCdisches_Museum.pdf

    Studienstiftung hier …

    https://www.studienstiftung.de/leo-baeck/

    … Leo Baeck da …

    http://www.leobaeck.co.uk/

    … abrahamisch (millet-systemisch; medinensisch) vereint gegen Islamophobie:

    Islamophobia in Europe … debates on how to deal with the «other» … debates whether the perception of Islam and Muslims has taken specific forms which can be circumscribed as «islamophobia» … These patterns of exclusion use a generalizing, negatively connoted representation of the «other». … to compare the phenomena of racism, antisemitism, and islamophobia.

    http://www.leobaeck.co.uk/archives/2252

    Schech Bashir Ahmad Dultz (* 1935 in Königsberg) ist ein deutscher muslimischer Religionsfunktionär und spiritueller Leiter einer Sufi-Gemeinschaft. Im Allgemeinen lässt er sich nur mit Schech Bashir anreden.

    Honorary fellow des jüdischen Leo Baeck College, London, seit Oktober 1998

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bashir_Ahmad_Dultz

    Schech Bashir Ahmad Dultz

    Leiter der Sufi-Tariqah As-Safinah
    Vorsitzender der Deutschen Muslim-Liga Bonn
    Mitglied des Zentralrates der Muslime in Deutschland

    Bis 1999 hatte er eine verantwortliche Mitarbeit als muslimischer Team-Leiter in der jährlich in Bendorf / Koblenz im Hedwig-Dransfeld-Haus tagenden Ständigen Europäischen Konferenz von Juden, Christen und Muslimen in Europa (JCM) und der Internationalen Studentenkonferenz zur Begegnung von Juden, Christen und Muslimen. Seit 1985 ist er muslimischer Teamleiter der alle zwei Jahre stattfindenden, einwöchigen Three Faiths Summer School von Juden, Christen und Muslimen (JCM) in Ammerdown (Grossbritannien).

    Seit 1998 ist Bashir als Deutscher und Muslim Ehrenpräsident des jüdischen Leo-Baeck-College in London.

    Darüber hinaus ist er Vorstands- oder einfaches Mitglied in einer Reihe weiterer Organisationen und Vereinigungen wie z. B. dem Zentralrats der Muslime, der Weltkonferenz der Religionen für den Frieden (WCRP), in einer Anzahl von deutsch-arabischen Freundschafts-Vereinigungen, in einigen Sufi-Gruppen/Orden im In- und Ausland und in einigen ausländischen islamischen Zentren.

    Schech Bashir ist Mitglied des Global Council der United Religions Initiative und Präsident der United Religions Initiative Deutschland.

    Quelle: Unitheum

    ___p://www.unitheum.de/Bashir1.htm

    Honorary fellow des jüdischen Leo Baeck College, London

    Im engeren oder weiteren abrahamitischen bzw. trialogischen Dunstkreis darf der Führer der Muslimbruderschaft nicht fehlen:

    In 2006 the lecture was given by Tariq Ramadan, one of Europe’s leading Muslim intellectuals and author of Western Muslims and the Future of Islam. In his work, Tariq Ramadan has reread the classical texts of Islam in the light of the new Western context in which many Muslims find themselves.

    http://www.religion-online.org/showchapter.asp?title=3378&C=2785

    Vorläufiges Fazit. Ab dem nächsten Jahr (2016) wird Mirjam Wenzel (43) die Leitung des Jüdischen Museums Frankfurt übernehmen und die Literaturwissenschaftlerin will sich wieder an das Thema rituelle Genitalverstümmelung („Beschneidung“) heranwagen.

    Nun, Zeit zum Lernen in Bezug auf die schwere körperliche Schädigung durch jede Zirkumzision (MGM) sowie zur gegebenen religiösen Verankerung der FGM in den Mohammeds Handeln beschreibenden Texten der Sunna (Hadith) hat sie ja gehabt.

    http://www.fr-online.de/frankfurt/juedisches-museum-eine-frau-will-sich-einmischen,1472798,31788682.html

  6. Dwarslöper Says:

    Dieser Mann klagt vor allem rücksichtslose und gewinnorientierte Ärzte an.

    #ichbinnichtdankbar

    Als Kind beschnitten wegen kindlicher Phimose, als Erwachsener klagt er deshalb über sexuelle und psychische Probleme.

    #beschneidungverletzt

    Ein weiterer Mann, der auf Anraten seines Arztes seine Vorhaut verlor. Und damit auch sein sexuelles Empfindungsvermögen und seine Orgasmusfähigkeit.

    #beschneidungschadet

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=6059


    https://twitter.com/hashtag/beschneidungverletzt


    https://twitter.com/search?q=%23ichbinnichtdankbar

  7. Edward von Roy Says:

    Ausgerechnet die zur schafiitischen FGM-Pflicht schweigenden deutschen Damen und Herren von pro familia erklärt die männliche genitale Anatomie und die rituelle MGM, kann das was werden?

    Warum das nichts wird. Der Intaktivist fasst sich und fasst die Broschüre an:

    „Vorhaut Verengung Beschneidung. Wann und Wie (be-) handeln? Für Eltern.“

    „Impressum: © 2013 pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V., Bundesverband, Stresemannallee 3, 60596 Frankfurt am Main“

    Mühsam versucht pro familia den Ausgleich zwischen kindlicher genitaler Intaktheit und Religionsgesetz, manch ein Leser könnte voreilig meinen, das sei couragiert kinderfreundlich und überhaupt dem Kindeswohl verpflichtet.

    Über das Genital des Mädchens schweigt pro familia in dieser pro und kontra „Beschneidung“ herumdrucksenden Broschüre, eine Geschlechtsklasse also wird einfach ausgeblendet – noch, Tatjana Hörnle oder Ringel / Meyer sind längst weiter. Zwischen männlicher und weiblicher Genitalbeschneidung sprich Genitalverstümmelung hat Aufklärungsarbeit oder Soaziale Arbeit gar nicht zu „differenzieren“, noch die geringst invasive FGM hat, global, ausnahmslos und für immer, zeitnah abgeschafft zu werden und Jungen sind nicht schlechter zu behandeln als Mädchen.

    Noch redet pro familia nur vom männlichen Geschlechtsorgan und grübelt über den Kinderpenis:

    „Die Vorhaut verfügt über viele Nervenzellen und ist daher sehr empfindungsfähig. Sie schützt die Eichel. Über weitere Funktionen der Vorhaut gibt es bis heute kaum verlässliche Forschung.“

    Allerdings ist die Vorhaut sensitiv, sie besitzt 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen – und damit mehr als die Klitoris. Das männliche Präputium (und nicht die penile Eichel) ist Lustorgan Nummer Eins. Hier hätte pro familia die durchaus vorhandene Information weitergeben müssen.

    Immerhin wird gesagt, dass eine behandlungsbedürftige Phimose irgendwie „selten“ ist. Dann aber mogelt man doch noch die Möglichkeit der Vorschulbeschneidung herein und schreit nach dem „5. Lebensjahr“, der Junge ist also viereinhalb Jahre alt, und zeigt sogar auf die Fußnote, wo der Leser drei bis fünf Jahre liest:

    „Phimosen kommen relativ selten vor (bei ungefähr 1 von 300 Jungen) und werden in der Regel nicht vor dem 5. Lebensjahr operativ behandelt.1

    1
    Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie vom 13. August 2013 schreibt, dass sich die „physiologische Vorhautverklebung und -enge bei der übergroßen Mehrzahl der Knaben im Alter von 3 bis 5 Jahren“ auflöst.“

    Vorher stand allerdings bereits:

    „Da sich bei kleinen Kindern in den ersten Lebensjahren Vorhaut und Eichel erst langsam voneinander lösen, lässt sich eine Phimose vor dem 5. Lebensjahr kaum sicher feststellen.“

    Was soll das, warum unterschlägt pro familia die Erkenntnis von den 10,4 (zehn Komma vier!) Jahren? Und das ist ein Durchschnittswert, 50 % der Jungen liegen also darüber, was die vollständige Retraktierbarkeit ihrer Vorhaut betrifft. Hier hätte pro familia die elterlichen echten oder angeblichen Gewissensnöte und die urologische Geldgier eingrenzen müssen.

    Gefahr im Verzug, es wird gottesfürchtig. Xhosa, Papua, Muslime, AAP-gläubige Amerikaner, Juden und viele andere, Generation um Generation wird die familiäre Vorhautfurcht (Präputophobie) kultiviert und das eigene erwachsene Wohlgefühl operativ am Kindergenital gerettet. So steht es geschrieben, der Brit Mila soll sein. Warum wirbt pro familia nicht wenigstens, auch, für den Brit schalom?

    „So werden jüdische Jungen traditionell am 8. Tag nach ihrer Geburt beschnitten. Die Brit Mila, wie die religiöse Beschneidung von gläubigen Juden genannt wird, darf in Deutschland von geschulten Fachleuten, sogenannten Mohalim, vorgenommen werden. Ein Mohel ist bildet, die Beschneidung in der Synagoge vorzunehmen. Er kann den Eltern genau erklären, welche Instrumente er dabei benutzt. Oft wird […]“

    … der Mund eingesetzt und gelegentlich stirbt der Säugling an Herpesviren. Warum kein klares: pro familia kämpft gegen die Metzitzah b’Peh und empfiehlt Hebräischlernen statt Mundbeschneiden.

    Jetzt zur leider tonangebenden Deutschlandreligion Nummer Eins, dem Schariagehorsam:

    „Welche anderen Gründe gibt es für Beschneidungen? […] vor allem traditionelle und religiöse Überzeugungen. […] Auch im Islam gibt es eine starke Tradition der Beschneidung.“

    Genau, die muslimischen Mädchen müssen ebenfalls alle beschnitten werden, sagen die Islamgelehrten des Fiqh nach asch-Schafii. Der schafiitische Islam ist beispielsweise in Malaysia, Kurdistan und Somalia vorherrschend, aber auch im traditionellen östlichen Teil von Ägypten sowie in vielen Straßenzügen der Metropole Kairo.

    Allerlei ethnologische Kostbarkeiten, pro familia wird kinderfeindlich kultursensibel und sogar gegenmodern kulturkreistheoretisch. In der Tat, das tun sie, die das unversehrte Genital traditionell entsetzt verabscheuenden Kulturkreise mit oder ohne Gottheit bzw. Geister- und Götterwelt:

    „Auch ohne religiösen Hintergrund legen einige Gesellschaften und Kulturkreise Wert auf einen beschnittenen Penis bei ihren Kindern […]“

    … und ggf. auch auf ein genital verstümmeltes weibliches Geschlechtsteil. Was es da nicht alles so gibt, FGM Typ I, II, III, IV, „einige Gesellschaften und Kulturkreise“ wollen das so, demnächst ja auch vielleicht in Deutschland legalisiert mit der nach Koran und Sunna durchgeführten Chitan al-Inath (sunat perempuan) an Mädchen, die der Beschneider oder die Beschneiderin vermutlich auch den (noch) unreligiösen Eltern gar nicht verweigern wird.

    Fazit

    Derartige Faktenferne und kinderfeindliche Feigheit war leider zu befürchten. Vielleicht murmelt man ja im Beratungsgespräch ein bisschen gegen die Genitalbeschneidung?

    „pro familia Landesverbände […]
    Ihre nächste Beratungsstelle
    Stempel der Beratungsstelle“

    Schlimm! Intaktivisten sollten den Damen und Herren eine Demo vor die Tür legen, auch die schließlich leider unmittelbar bevorstehende und zu verhindernde deutsche gesetzliche Erlaubnis der milden Sunna (FGM Typ I oder IV) betreffend.

    http://www.profamilia.de/fileadmin/publikationen/Reihe_Eltern/Bro_Beschneidung_140110_Ansicht.pdf

  8. AEMR Says:

    Kinderkrankheiten-Lexikon
    Phimose

    Ärzte warnen vor voreiliger Behandlung von Vorhautverengung
    25.11.2016, 15:30 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

    AEMR
    Am 17.12.2016 um 21:14:50 Uhr

    Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis. Das Präputium ist so empfindlich wie die Fingerspitzen oder die Lippen des Mundes. Die Vorhaut enthält eine reichhaltigere Vielfalt und größere Konzentration von spezialisierten Nervenrezeptoren als jeder andere Teil des Penis. Präputium ebenso wie das Frenulum (Bändchen) haben höhere Nervendichte als die Glans (Eichel).

    Laut ØSTER haben 23% der 6 bis 7-jährigen Jungen eine vollständig zurückziehbare Vorhaut. Bis zum Alter von 10-11 Lebensjahren steigt dieser Wert auf 44% . KAYABA stellte fest, dass 16,7% der 3 bis 4-Jährigen eine vollständig zurückziehbare Vorhaut hatten. Bei den 11 bis 15-jährigen Jungen beträgt dieser Wert 62.9% . Laut THORVALDSEN u. MEYHOFF ist das durchschnittliche Alter, ab dem Jungen das erste Mal ihre Vorhaut (ganz) zurückziehen können 10,4 Jahre – Durchschnittswert bedeutet: im Alter von 10,4 Jahren kann jeder zweite Junge seine Vorhaut noch nicht zurückstreifen.

    http://www.t-online.de/eltern/gesundheit/id_47922176/vorhautverengung-symptome-und-behandlung-von-phimose.html

    Beschneidungsforum

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/7310-Dr-B%C3%BChmann-bei-t-online/?postID=52293#post52293

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