410. Ist Emanzipation universell? Veranstaltung mit Mina Ahadi in Wuppertal

Diesen Terminhinweis des Zentralrats der Ex-Muslime Deutschland (ZdE) geben wir gerne weiter

Autonomes Frauenreferat des AStA der Bergischen Universität Wuppertal (BUW)

Vortrag

MINA AHADI:

Ist Emanzipation universell?

Die Rolle der Frau im politischen Islam

Mittwoch, 17.12.2014 um 18:30 Uhr

Bergische Universität Wuppertal

Campus Grifflenberg

Raum K8 (K.11.10)

Gaußstraße 20

42119 Wuppertal

ZdE (Facebook)

https://de-de.facebook.com/pages/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland/486839381365629

Das gastgebende Autonome Frauenreferat des AStA der BUW zur Veranstaltung:

„Das autonome Frauenreferat des AStA der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) vertritt, berät, vernetzt und unterstützt Student_Innen der BUW. Ebenso setzen sich die Referentinnen des autonomen Referates für Frauen mit den Themen Sexismus, Feminismus, Gender-Studies, Queer-Studies, Maskulinismus, Rassismus etc. auseinander.

Der Entwicklungsfond der Vereinten Nationen für Frauen (UNIFEM), der seit 2011 UN Women heißt, setzt sich speziell für die Rechte der Frauen innerhalb des Menschenrechtskonzeptes ein. Die Emanzipation der Frau kann hierbei als wichtiges Mittel zur Gleichstellung verstanden werden. Der Universalcharakter der Menschenrechte, somit auch der Emanzipation, wird jedoch von einigen Protagonist_Innen nicht kritiklos hingenommen, vielmehr absolut in Frage gestellt. Häufig basieren diese Kritiken auf einer kulturrelativistischen Haltung, die dazu führt, dass Menschenrechtsverletzungen mit dem Argument, Menschenrechte seien, ein „westliches Produkt“, damit „eurozentrisch“, nicht weiter angeprangert werden.

Nicht erst mit dem Vormarsch der IS ist die Frage der Rolle der Frau im politischen Islam in den Vordergrund gerückt. In vielen Ländern, die durch ein Regime geführt werden, die ihre Interpretation des Islams zu einem politischen Instrument verwenden, oder die seit Jahren mit islamisch-fundamentalistischen Gruppierungen zu kämpfen haben, gehören Zwangsverschleierungen der Frauen, Steinigung bis zum Tod, Vergewaltigungen, Genitalverstümmlungen, Zeitehen und das Einschneiden des Rechts auf Bildung für Frauen zum täglichen Bild. Der Vortrag soll diese Missstände aufdecken, ein Bewusstsein für die Rolle der Frauen in solchen Ländern schaffen und Perspektiven zeigen.“

https://www.facebook.com/AutonomesFrauenUndLesbenreferatDerBUW

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3 Antworten to “410. Ist Emanzipation universell? Veranstaltung mit Mina Ahadi in Wuppertal”

  1. Cees van der Duin Says:

    Na sharghī, na gharbī …

    FREIHEIT IST NICHT ÖSTLICH UND NICHT WESTLICH, SONDERN UNIVERSELL

    Folgendes sagte Fathiyeh Naghibzadeh, die 1979 in Teheran gegen die Schariagesetze demonstrierte und später aus dem Iran fliehen musste:

    Am 7. März 1979, wenige Wochen nach dem Umsturz im Iran, befahl Ayatollah Khomeini, dass Frauen iranische staatliche Einrichtungen nur noch mit Kopftuch betreten dürften. Daraufhin kam es im Zuge des internationalen Frauentages am 8. März zu zahlreichen Demonstrationen gegen die Zwangsverschleierung. Die Islamisten mussten daraufhin ihr Dekret vorläufig zurücknehmen.

    Befreiungsbewegung der iranischen Frauen im Jahre Null ist der Titel eines Films, den Frauen der Gruppe Politik und Psychoanalyse aus Frankreich 1979 im Iran gedreht haben, um die Botschaft der iranischen Frauen weiterzugeben: „Freiheit ist nicht östlich und nicht westlich, sondern universell“.

    Die Bedeutung und Explosivität dieser Parole mag damals vielen im Westen nicht bewusst gewesen sein. Doch sie fasst in einem Satz die Kritik am Islamismus zusammen. Sie entwendet Khomeinis Motto: „Der Iran ist weder östlich [kommunistisch] noch westlich [kapitalistisch], sondern islamisch“ und entlarvt diese Parole als fundamentalen Angriff auf die Aufklärung und auf die weltliche Emanzipation.

    Der Höhepunkt dieses Films ist die Stellungnahme zweier verschleierter muslimischer Frauen, die ihre Teilnahme an dieser Demonstration mit dem Kampf für die Rechte und Freiheiten ihrer Töchter begründen. Sie stellen damit nicht nur den Herrschaftsanspruch der Islamisten in Frage. Sie wischen mit ihrem kurzen Auftritt auch alle Konzepte des Kulturrelativismus vom Tisch, der den islamischen Tugendterror zur Folklore des Orients erklärt.

    Die postmoderne Romantisierung des Islam stellt die Dinge auf den Kopf: sie beschreibt den Islam in der Sprache der Islamisten – als unschuldige Natur, als Schutzpatron der Frauen vor Pornographie und westlichem Imperialismus. Es sind westliche, sich selbst als Feministinnen verstehende Kulturrelativistinnen, die jeden Tag absurdere Rechtfertigungen für die islamische Herrschaft erfinden. Die Iranerin Atoussah H. schrieb dem Khomeini-Anhänger Michel Foucault bereits 1978 ins Stammbuch: „Es scheint, dass für die westliche Linke, der es an Humanismus mangelt, der Islam begehrenswert ist – für andere Völker.“ Denn die iranischen Frauen wussten von Anfang an sehr gut, was sie von dem „Schutz“ der Islamisten zu erwarten hatten: Die Abschaffung aller bis dahin erkämpften bürgerlichen Rechte, die Einführung der Scharia, Entrechtung, Folter und Steinigung.

    Als die iranischen Frauen gegen Khomeini auf die Straße gingen, konnten sie nicht wissen, dass 30 Jahre später selbst in westlichen Ländern Elemente der Scharia in das Familienrecht eingeführt werden. Sie haben ihren mutigen Kampf somit nicht nur gegen die Islamisten im Iran, sondern für die Rechte der Frauen auf der ganzen Welt geführt. …

    Ein Film wie Befreiungsbewegung der iranischen Frauen im Jahre Null könnte heute in Europa wohl kaum noch produziert werden. Mit aller Gewalt wollen Teile der europäischen Medien stattdessen ein Bild entwerfen, in dem es für die Menschen aus dem Orient keine andere Lebensform geben kann als die islamische.

    Fathiyeh Naghibzadeh

    http://de.stopthebomb.net/text-audio-und-video/texte-aus-der-stb-koalition/fathiyeh-naghibzadeh-zum-8-maerz.html

  2. AEMR Says:

    Schon Jakob Augstein betrieb vor ein paar Tagen dieses Hütchenspiel zur Untergrabung der schützenswerten Bürgerrechte und allgemeinen Menschenrechte: das permanente Vertauschen der Kategorien Weltanschauung bzw. Ideologie und Gruppe bzw. Kollektiv. Als ob wir denn, 90 Jahre nach Abschaffung des Kalifats, unter Präsident Erdogan (AKP) und mit Prediger Gülen (Hizmet) keine Re-Islamisierung der Türkei erleben würden.

    Zitat:

    Die „New York Times“ wundert sich über Dresden. „Die Islamisierung, die Pegida heraufbeschwört, scheint wahrlich nicht nah, bei einem Ausländeranteil von ungefähr zwei Prozent in Sachsen, von denen ein Bruchteil Muslime sind.“

    Zitatende.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-und-dresden-wie-die-auslaendische-presse-die-bewegung-sieht-a-1008750.html#ref=plista

    Weltweit droht vielen Staaten die Rechtsspaltung bzw. die Verstärkung der Scharia. Wie schon mit Angela Merkel, volkspädagogisch soll wieder einmal die Islamdebatte abgewürgt werden.

  3. Machandelboom Says:

    … Sind drei Viertel aller Deutschen Rassisten und fremdenfeindlich, weil sie fürchten, der Islam gewinne zu viel Einfluss in Deutschland und unterhöhle langsam die säkularen Grundlagen unseres alltäglichen Lebens? Fremdenfeinde, Rassisten, Islamfeinde (im Wechsel mit Islamhasser), diese Worte gehören in der Diskussion über Pegida offenbar zusammen.

    Islamkritiker oder -gegner kommen nicht mehr vor, nur Hasser und Feinde. Was aber wäre ein Islamfreund? Welchen Grund hätte ich, eine Islamfreundin zu sein? Ich kann die Freundin von Muslimen sein, aber nicht Freundin dieser unaufgeklärten Religion mit politischem Anspruch, deren Hasspotenzial offenbar so groß ist, dass es gerade die ganze Welt erschüttert. …

    Islamisierung beginnt nicht erst, wenn der Islam in Deutschland Staatsreligion geworden ist, sondern wenn er unsere rechtsstaatlichen und zivilisatorischen Grundsätze mit seinen religiösen Ansprüchen unterläuft. Man muß kein Anhänger von Pegida sein, um zu fordern, dass Regierung und Gesellschaft die schwer erkämpfte Säkularität verteidigen und einer Religion, der die Aufklärung noch bevorsteht, klare Grenzen zu ziehen.

    Die stärksten Verbündeten wären dabei die säkularen Muslime, Menschen wie Seyran Ates, Necla Kelek, Hamed Abdel Samad, Güner Balci, die so wenig wie Christen und Atheisten wünschen, dass der Islam in Deutschland mehr Rechte und Raum beansprucht, als einer Religion in einem weitgehend säkularen Land zusteht.

    Statt dessen hat die Regierung es vorgezogen, dem Druck der Islamverbände nachzugeben und die säkularen Kräfte von der Islamkonferenz auszuschließen. Warum sprechen wir überhaupt von viereinhalb Millionen Muslimen in Deutschland und akzeptieren damit den Anspruch des Islam, dass jeder, der als Muslim geboren wurde, ein Leben lang Muslim bleiben muss? …

    von: Monika Maron (Pegida ist keine Krankheit, Pegida ist das Symptom), in: DIE WELT 04.01.2015

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article135973630/Pegida-ist-keine-Krankheit-Pegida-ist-das-Symptom.html

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