401. Keine Macht der Schariapolizei!

Unser Nein zu den Vorschriften der Scharia

AUFRUF

Demo gegen Pro-Halal

Samstag, den 20.09.2014

16:00 Uhr

Konrad-Adenauer-Platz 14

40210 Düsseldorf

Zentralrat der Ex-Muslime

Kontakt: 0177 5692413

Postfach 801152 51011 Köln

exmuslime@gmail.com

Website des ZdE

http://exmuslime.com/

Facebook: Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland

https://www.facebook.com/pages/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland/486839381365629

In Nordrhein-Westfalen sind radikalreligiöse Salafisten als Scharia-Polizei oder Anti-Haram-Team durch die Straßen gezogen und haben Bürger zur Einhaltung der repressiven Vorschriften des Islam aufgefordert. Anfangs trugen sie orangefarbene Westen mit dem Aufdruck „Sharia police“, was an die Mutawiun (Schariapolizei) der einstigen afghanischen Taliban erinnert. Im Gottesstaat Saudi-Arabien kontrolliert das selbe Modell einer Islamischen Religionspolizei auch heute, dass alle Frauen den vorgeschriebenen großen Schleier (Abaya, Hidschab) korrekt tragen, keine fremden Männer ansprechen können und ohne männlichen Begleiter keine Reise unternehmen. Im Iran übernehmen die Basidschi ungefähr dieselbe Funktion und dürfen im Auftrag des Islamischen Regimes die Menschen einschüchtern oder auch schlagen. Auch in Großbritannien haben sich Scharia-Patrouillen gebildet. Etliche Menschen aus diesen Kreisen der europäischen Scharia-Sheriffs haben sich so sehr fanatisiert, dass sie nach Syrien und in den Irak gezogen sind und sich dort den Glaubenskämpfern der Terrormiliz Islamischer Staates (IS) angeschlossen haben. Auf diese Art zeigt sich der ideologische und auch praktische Zusammenhang zwischen dem Tugendterror hier in Europa und dem Dschihad-Terror dort im Nahen Osten.

Im Namen von Millionen von Menschen möchten wir deshalb hier in Düsseldorf auf die Straße gehen und sagen: NEIN zur Scharia, Nein zum Gottesstaat, Nein zu den frauenfeindlichen islamischen Gesetzen!

In einem modernen Staat darf die mittelalterliche Gesetzesordnung der Scharia auch wegen ihren brutalen Strafen keine Rolle spielen. Wir lassen es nicht zu, dass einige religiöse Radikale Angst und Schrecken verbreiten und in mehr und mehr Städten die Nonkonformisten bedrohen und alle Frauen ohne Kopftuch mobben. Nein, hier werden wir mit allen Menschen – egal ob Einheimische oder Einwanderer – auf die Straße gehen und zusammen ein breites, an den allgemeinen Menschenrechten orientiertes Bündnis für freiheitlich demokratische Werte bilden.

Wir haben im Iran, in Saudi-Arabien und Afghanistan, im Irak und im Sudan, in Nigeria und in vielen anderen Ländern gesehen, was die totalitäre Machtausübung eines streng an Koran und Sunna orientierten Regimes mit einer Scharia-Polizei als zentralem Einschüchterungsinstrument bedeutet. Wir wissen, welche verheerenden Auswirkungen die Schariapolizei auf unsere Körper und Seelen hat. Angesichts der Bedrohung von Freiheit, Gleichheit und Säkularität durch Tugendterror und Dschihad müssen wir jetzt aufstehen und der weltweit vernetzten Schariabewegung Einhalt gebieten.

Unsere Demonstration richtet sich auch gegen die fortlaufende unkritische Duldungspolitik der deutschen Regierung gegenüber den islamischen Organisationen. Egal wie die einzelnen Verbände sich nennen, sie vertreten alle die gleiche Grundrichtung und sind alle für die Scharia. Ein Beispiel für den radikalen Aktivismus ist die Charta der Menschenrechte im Islam, die 1990 in Kairo verfasst worden ist. Diese Charta lässt von den unteilbaren Menschenrechten nur einen Kernbereich übrig, behandelt Männer und Frauen eben nicht gleich, richtet sich gegen die Meinungsfreiheit und will die allgemeinen Menschenrechte aushebeln. Geht es nach den islamischen Führern, dann sollen überall auf der Welt die Muslime mehr und mehr in einen Käfig aus Sondergesetzen eingesperrt werden. Wenn die Islamaktivisten erst einmal genügend Macht erlangt haben, dann werden sie immer und überall eine Art von Schariapolizei organisieren. Hier in Deutschland möchte sich kein Islamverband oder Moscheeverein von der Islamischen Menschenrechts-Charta von 1990 distanzieren. Auch das ist ein Grund dafür, dass der Zentralrat der Muslime (ZMD) nicht als Vertretung der muslimisch geprägten Mitbürger staatlich anerkannt werden darf. Alle Verbände im Koordinationsrat (KRM) sind streng an der Scharia ausgerichtet und sollten deshalb von den Sicherheitsbehörden beobachtet und kontrolliert werden.

Wir wenden uns entschieden gegen die Tolerierungspolitik und die Zusammenarbeit der Bundestagsparteien – egal ob CDU, SPD, Linkspartei und Grüne – mit den Aktivisten der Islamischen Bewegung und den radikalislamisch beherrschten Staaten wie Saudi-Arabien und dem Iran. Diese finanzielle und politische Zusammenarbeit stärkt die Gegner der Moderne und Menschlichkeit hier und fällt dort allen Frauen, Säkularen und Islamkritikern in den Rücken.

Aus diesem Grund fordern wir von der deutschen Regierung eine andere Politik. Jetzt ist die Zeit für eine grundlegende Richtungsänderung. Sonst dürfte es bald zu spät sein.

Die skandalöse Aufstellung einer Scharia-Polizei ist eben auch ein Ergebnis der verfehlten Toleranzpolitik und des gescheiterten Multikulturalismus in Deutschland. Wer propagiert: „Der Islam gehört zu Deutschland“ und dabei vergisst, dass unsere säkulare und freiheitliche Gesellschaftsordnung in einem Gegensatz zur islamischen Herrschaftskultur steht, der ist mitverantwortlich, wenn die globale Bewegung von Bart und Burka sagt: „Die Scharia gehört zu Deutschland“.

Wenn jetzt die freiheitlich demokratischen Kräfte nicht aufstehen und für einen Richtungswechsel im Sinne einer Null-Toleranz-Politik gegenüber dem radikalen Islam eintreten besteht die Gefahr, dass Rechtextremisten und Rassisten das Thema kapern, weil der fatale Eindruck entsteht, die fortschrittlichen und demokratischen Kräfte sind entweder allesamt Komplizen der Islamisten oder ducken sich feige weg. In einem funktionierenden Rechtsstaat ist Religion Privatsache, jeder kann glauben oder nicht glauben, ohne seine vollen Bürgerrechte zu verlieren. Sobald jedoch die Aufpasser der Scharia durch die Straßen patrouillieren, schreiben die religiösen Extremisten allen anderen Muslimen und sogar den Nichtmuslimen vor, welche Kleidung oder Musik noch erlaubt ist, wie man in der Öffentlichkeit auftreten darf. Vor allem geht es den Anhängern der Scharia um die Rolle der Frau, die als unmündig gilt und einen Aufpasser braucht. Das ist eine Art von Faschismus.

Deshalb unser Appell an alle Menschen: Sagen sie Nein zur Scharia-Polizei, Nein zum Salafismus, Nein zum Islamismus.

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7 Antworten to “401. Keine Macht der Schariapolizei!”

  1. Demo gegen Pro Halal Says:

    Demo gegen Pro Halal Düsseldorf den 20.09 2014
    khaled1359

    Veröffentlicht am 20.09.2014
    Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland

    http://www.ex-muslime.de

  2. Machandelboom Says:

    Äußerst angemessen zu Daniel Krause positioniert sich der AStA der Uni Münster:

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    SEMESTERSPIEGEL
    Zeitschrift der Studierenden in Münster
    (c/o AStA)

    Nr. 413
    Mai/Juni 2014

    Liebe Redaktion des Semesterspiegels,

    (…) Ist der Artikel „Wie aus einer Buchrezension ein Kommentar wurde“ und die entsprechenden „Hintergrundinformationen“ auf der Website des Semesterspiegels mit diesem Ziel vereinbar? Leider müssen wir zu der klaren Einschätzung kommen: Die beiden Artikel sind nicht nur mit diesen Zielen des Pressestatuts unvereinbar, sondern verharmlosen auch rechtspopulistisches Gedankengut, wie das Daniel Krauses.

    (…)

    • Der Verlag HJG, bei dem Krauses Buch veröffentlicht wurde, war nicht nur für Krause und Geert Wilders verlegerisch tätig, sondern veröffentlicht ebenso Comics der Reihen „Stahlfront“ und „Kaiserfront 1953“. Erstere wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert, da sie „den Nationalsozialismus verherrlichen oder verharmlosen“ und „insbesondere die Rassenlehre des dritten Reichs positiv dargestellt [wird].“ Letztere sind noch beim Verlag erhältlich. In einem Comic der Reihe geht es laut Werbetext u. A. um „die ersten Kämpfe des Nordischen Bundes gegen die Invasoren.“

    • Krause distanzierte sich von Pro NRW. Seine Behauptung im Nachhinein, er „kannte diese Partei auch kaum“, muss allerdings angezweifelt werden. Er äußerte nämlich während der Kundgebung mit Pro NRW: „Ich glaube nicht mehr das, was die Medien über Pro Köln fälschlicherweise sagen“. Offensichtlich war ihm also zuvor doch Berichterstattung über Pro NRW und deren Positionen bekannt. Auch die Einschätzung des Semesterspiegels, Pro NRW sei „eine europakritische Partei aus dem gemäßigten rechten Lager“, möchten wir entschieden widersprechen. Ein Wahlwerbespot der Partei zur aktuellen Europawahl wurde in der ARD nicht gesendet, da er laut dem Verwaltungsgericht Berlin gegen den Straftatbestand der Volksverhetzung verstoße.

    • Krause beschränkt sich in seinem Buch keineswegs auf seine Religionskritik (die sich wiederum nur auf den Islam beschränkt), sondern befürwortet die Aussage „Immigration sei so zu steuern, dass sie den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarkts gerecht wird.“ Er betreibt hier, was in rechtspopulistischen Kreisen sehr üblich ist: Die Vermengung von Kultur, Religion und sozioökonomischem Status. Er begrüßt den Rückgang der „Zahl derjenigen, die aus muslimischen Ländern in die Niederlande einwandern wollen“. Dabei handelt es sich nicht mehr um Religionskritik; es geht nicht mehr um Religion, sondern um die Herkunft von Menschen. Der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit lässt sich hier nicht von der Hand weisen!

    • Krause schreibt mehrmals explizit, er wolle den Rechtsextremismus nicht verharmlosen. Leider tut er genau das. Auf der benannten Kundgebung sagte er: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Islamismus die größte Gefahr ist und das der Rechtsextremismus das ist, was alle einfach blind bekämpfen ohne zu reflektieren.“ oder „Und das, was früher als Nazis bezeichnet wurde, bezeichnet man heute als multikulturelle Bereicherung.“

    (…) Die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung, wegen ihres Geschlechts (bzw. Geschlechtsidentität) oder wegen ihrer Religion ist nicht akzeptabel. … Krause bedient viele rechtspopulistische Vorurteile und stellt sich damit zumindest leichtfertig in die Nähe von ausländerfeindlichen und islamophoben Gruppen. …

    Im Übrigen ist die Verharmlosung der Parteien Die Freiheit, REP und Pro NRW völlig inakzeptabel und soll an dieser Stelle nicht weiter kommentiert werden.

    Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Münster

    http://semesterspiegel.uni-muenster.de/wordpress/Ausgaben/ssp413i.pdf

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    Dem Blog Ruhrbarone sei Dank für das Wittern der stets demokratiegefährdenden Querfrontstrategie:

    RUHRBARONE. Journalisten bloggen das Revier
    12.06.2012

    RUHRBARONE: Wie definieren sie Querfront?

    DANIEL KRAUSE: Das Wort habe ich nie benutzt. Ich definiere es auch nicht.

    http://www.ruhrbarone.de/es-war-ein-grosser-fehler-diese-rede-gehalten-zu-haben/43242

  3. Nä wat woar dat wier en Jedöns Says:

    Sarenmermal so:

    Linker nie gewesen, dafür seit 2012 auf dem Querfront-Holzweg.

    Als Linker auf dem rechtem Holzweg

    … Doch Daniel Krause nutzt dies, um sich in seinem gerade erschienen Buch „Als Linker gegen Islamismus“ für seine Leser ordentlich als Opfer aufzubrezeln.

    Es gelte schließlich, die „gefährlichste Form des politischen Extremismus“ abzuwehren, die noch vor dem Rechtsextremismus stehe. Nach Nationalsozialismus und Kommunismus sei der Islamismus die große dritte totalitäre Bewegung. Davon ist er überzeugt. Sein Buch ist eine 170-seitige Rechtfertigung für eine Haltung, die man getrost als islamophob bezeichnen kann. Sein geschickt gewähltes Tarnmäntelchen dazu: Die schwul-lesbische Emanzipation.

    … Krause betont, dass er bewusst den Applaus von rechter Seite für seine Islamkritik in Kauf nehme, da es ihm um die Verteidigung von Freiheit gehe. Dabei schlägt er nochmal kräftig auf die Bedrohungspauke: „Toleranz gegenüber Intoleranz ist Selbstmord.“

    Es ist ein Buch, das in von Sarrazin geübter „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen-Manier“ den Leser erst in Angst und Schrecken versetzen will um ihn am Ende zum Fahneneid aufzufordern: Sag mir, wo du stehst! Gemeint ist: „Bist du für oder gegen mich?“ Es ist in der Tat völlig unerheblich, welchem politischen Lager Daniel Krause nun angehören möchte. Inhaltlich steht der „Lehrer mit Courage“, so der Untertitel des Buches, bereits voll und ganz auf der Seite der Menschen, die mit Angst, Ablehnung und Abwertung auf Fremdes und Fremde reagieren. Er spricht bereits die Sprache der Rechtspopulisten, mit der nicht ungeschickt wie populistisch Kritiker abgewertet und für dumm wie blind erklärt werden. Und die, wenn sie sich erst in hysterische Rage geredet haben, keinen Unterschied mehr machen zwischen der Religion des Islam samt ihren Anhängern und einem fanatischen Islamismus, der sich im seltenen Extremfall gar des Terrorismus bedient (Auch wenn Krause auf den ersten Seiten des Buches betont, er mache diese Unterscheidung: Er tut es an vielen Stellen bewusst nicht!).

    Er bedient sich zudem und ausschließlich der Kanäle des rechten Spektrums: Sein Herausgeber Hansjoachim Bernt hat in den Neunzigern die faschistisch gefärbte Science-Fiction-Romanreihe „Stahlfront“ veröffentlicht. Auf dem islamophoben Onlineportal „Politically Incorrect“, das zuletzt auch durch kreuz.net-artige Artikel zur Homosexualität auffällt, erschien ein Vorabdruck von Krauses Buch. Das von der rechtsliberalen Stresemann-Stiftung betriebene Portal „Citizen Times“ unterstützt per Interview seinen Vorstoß, den Islam als vermeintlichen Verursacher von Homophobie dingfest zu machen. Und im Blog „islamkritisch“ bedauert Krause lediglich die ablehnende Haltung der Gruppierung „Pro Köln“ zum Beispiel in Sachen Adoptionsrecht für homosexuelle Paare.

    Von Christian Scheuß. Publiziert auf queer.de am 08.04.2013.

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=18951

    Infos zum Buch
    Daniel Krause: Als Linker gegen Islamismus – Ein schwuler Lehrer zeigt Courage. Verlag HJB-Fakten. Radolfzell 2013.

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    Hellbraun? Die Stresemann-Stiftung (Citizen Times)

    Die Zeitschrift »Sezession« lud zum »Zwischentag« am 6. Oktober 2012 nach Berlin.

    Ein »Zwischentag«
    29. November 2012 | Von Berlin rechtsaußen

    Ein Beitrag von Svenja Reutling, zuerst erschienen in Der Rechte Rand Nr. 139, November/Dezember 2012, S.30.

    … Das »neu rechte « »Institut für Staatspolitik« (IfS) war hier nicht zum ersten Mal zu Gast. … »Ich muss wirklich zugeben, ich hab überhaupt kein Bedürfnis Menschen anderer Kulturen von irgendwas zu befreien«, zog Weißmann blank … der NPD wurde von anwesenden Mitgliedern der Partei, wie den sächsischen Landtagsabgeordneten Arne Schimmer und Andreas Storr sowie dem Berliner Landesvorsitzenden der NPD, Sebastian Schmidtke …

    Die relativ unbekannte rechtsliberale »Stresemann-Stiftung« präsentierte sich nicht nur in einen Vortrag, sondern war auch mit einem Informationsstand vertreten. …

    mit dem deutschen Ableger der »English Defence League« (EDL), der »German Defense League« (GDL) … Das IfS, die »Sezession« und der Verlag »Edition Antaios« von Kubitschek konnten mit der Veranstaltung ihre Rolle als Stichwortgeber fernab der »Jungen Freiheit«, die sich mittlerweile vor allem auf ihr Kerngeschäft, die Herausgabe der Zeitung, konzentriert, verfestigen. …

    http://www.blog.schattenbericht.de/2012/11/ein-zwischentag/

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  4. Nä wat woar dat wier en Jedöns Says:

    Sarenmermal so:

    Daniel Krause und „Querfront“ … ein zu scharfer Begriff? Den Ruhrbaronen sei Dank:

    Markus Beisicht steht im Hintergrund und feixt. Nur schwer kann der Chef der rechten Pro NRW-Truppe seinen Triumph verbergen. Die bräunlichen „Islamkritiker“ sind an diesem 9. Juni nach Köln-Deutz gekommen, um das christliche Abendland vor der islamistischen Gefahr in Gestalt des kölschen Salafisten Pierre Vogel zu erretten. Dabei erhalten sie Verstärkung von ungewohnter Seite: Ein Mann im T-Shirt der linksradikalen Tierrechtsbewegung „Antispeziesistische Aktion“, der sich selbst als „bekennenden Homosexuellen“ vorstellt, ergreift das Wort.

    „Antifaschist“ als Redner auf Pro NRW-Demo
    Ruhrbarone am 11. Juni 2012 | Von Martin Niewendick

    Damit hat Beisicht den Jackpot im Meinungskrieg abgeräumt: Zuspruch vom (vermeintlich) politischen Gegner. Daniel K., eigenen Angaben zufolge Lehrer, tastet sich ran: „Ich bekenne mich eigentlich zu linken Werten und wollte mir heute mal angucken, ob ich nicht (…) hier viel besser aufgehoben bin, als anderswo!“ …

    „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Islamismus die größte Gefahr ist, und dass der Rechtsextremismus das ist, was alle einfach blind bekämpfen, ohne zu reflektieren, und im Gegensatz zu ‚Der Freiheit‘ schäme ich mich nicht, heute mir das hier angehört zu haben!“

    Jubel, „Bravooo!“. Diese Aussage ist insofern bemerkenswert, als dass sich hier ein „Linker“ (nach eigener Aussage Antifa-Aktivist, Tierrechtsbewegter, Grünen-Wähler) zwischen die verhärteten Fronten zweier konkurrierender rechtspopulistischer Parteien stellt. Hintergrund: Mit der Gründung der Partei „Die Freiheit“ 2010 durch ehemalige Politiker der CDU und der Piratenpartei, bekam Pro NRW Konkurrenz. …

    Während Daniel K. spricht, platzt Markus Beisicht vor Freude fast der Kopf. Der „eigentlich Linke“ hat sich bewusst für die radikalere Variante der „Islamkritik“ entschieden – ein Punktsieg der Partei beim Buhlen um Unterstützung. Die Freiheit hält unterdessen eine eigene Veranstaltung ab, räumlich von der Pro-Demo getrennt. Nach einem Loblied auf die niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortuyn (der ironischerweise von einem Tierrechts-Aktivisten erschossen wurde) und Geert Wilders, wünscht sich Daniel K., „dass in Deutschland eine Bewegung entsteht, wo man auch linke liberale Werte integriert in den Kampf gegen Islamismus“.

    Ist „Querfront“ ein zu scharfer Begriff? Wikipedia bezeichnet sie als „eine rechtsextreme Bündnisstrategie, die Gemeinsamkeiten zwischen den politischen Lagern betont oder zu konstruieren versucht, mit dem Ziel, die politische Macht eines Nationalstaats zu übernehmen.“ Im Grunde wird hier nichts anderes gefordert. Die „politische Macht eines Nationalstaats“ zu übernehmen steht hier für den Wunsch, „den Islam“ aus „unserem“ Land zu verdrängen. Denn die aktuellen Regierungen, so das Weltbild der Rechten, seien von einem „linksgrünen“ Zeitgeist beherrscht, sie trieben den „Multikulturalismus“ absichtlich voran, und sorgten so für den Untergang des Abendlandes. Knackiger: Deutschland schafft sich ab.

    Daniel K. trifft den Nerv seiner Zuhörer. „Das was früher als Nazis bezeichnet wurde, bezeichnet man heute als ‚multikulturelle Bereicherung‘!“ Das kommt an. Gejohle, und immer wieder „Bravooo!“ …

    Damit dürfte der Debatte, wo linke emanzipatorische Islamkritik aufhört und wo rechte rassistische Hetze anfängt, ein weiteres Kapitel hinzugefügt worden sein. Es ist ein seltsames Bild, das der Mann im Antifa-Look da zwischen (ehemaligen) Rechtsradikalen und dubiosen Vertretern von Gruppen wie der „German Defence League“ abgibt. …

    http://www.ruhrbarone.de/antifaschist-als-redner-auf-pro-nrw-demo/43158

  5. Nä wat woar dat wier en Jedöns Says:

    Sarenmermal so:

    Islamkritik zwischen Aufklärung und Rassismus
    Düsseldorf am 12.11.2014. Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi

    Hörsaal 5J der HHU
    Universitätsstraße 1
    40225 Düsseldorf

    Düsseldorf am 12.11.2014 „Islamkritik zwischen Aufklärung und Rassismus“

    Mittwoch, 12. November 18:30 – 21:00
    Heinrich-Heine-Universität [ ORT: Hörsaal 5J der HHU, Universitätsstraße 1, 40225 Düsseldorf ]
    Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi

    Rassistische Gruppen wie Pro NRW gebrauchen „Islamkritik“ gerne für ihre Zwecke. Darf man den Islam trotzdem kritisieren? Gemeinsam mit Mina Ahadi diskutieren wir über den Islam und seine Kritik. Auch über aktuelle Entwicklungen, wie etwa den Islamischen Staat, soll gesprochen werden. Mina Ahadi ist Vorsitzende des Internationalen Komitees gegen Steinigung, des Komitees gegen Todesstrafe und des Zentralrats der Ex-Muslime.

    Veranstalter: Association début d´histoire (ADH)
    in Kooperation mit
    Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!)

    https://www.facebook.com/pages/Zentralrat-der-Ex-Muslime-Deutschland/486839381365629

    Association début d’histoire | ADH – Anfang der Geschichte

    http://adhduesseldorf.blogsport.eu/uber-uns/debut-dhistoire-anfang-der-geschichte/

    https://www.facebook.com/pages/Association-d%C3%A9but-dhistoire/322097607912627

  6. Bragalou Says:

    Ein Vortrag von Mina Ahadi ist kurzfristig vom Rektorat der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersagt worden. Die Entscheidung wurde mit mangelnder weltanschaulicher Neutralität begründet. Die Veranstalter hingegen vermuten religionsbezogene Motive hinter der Untersagung.

    … Wenige Stunden vor der geplanten Veranstaltung am Dienstagabend ließ das Rektorat jedoch mitteilen, dass der seit langem angekündigte Vortrag untersagt werde. Zur Begründung hieß es, dass eine islamkritische Veranstaltung in den Räumen der Universität Düsseldorf weltanschaulich nicht neutral und daher nicht zulässig sei. …

    Fest steht, dass es diese restriktive Vergabepolitik für Räumlichkeiten der Hochschule nicht immer gegeben hat. Mediales Aufsehen wegen eines Vortrags zum Thema Islam an der Uni Düsseldorf hatte es zuletzt im Jahr 2006 nach einem Streit unter Studierenden gegeben. Der damalige Referent: der Salafisten-Prediger Pierre Vogel.

    aus: ARIK PLATZEK (Uni Düsseldorf verweist islamkritischen Vortrag), diesseits am 11.11.2014

    http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/deutschland/1415660400/uni-duesseldorf-verweist-islamkritischen-vortrag

  7. Edward von Roy Says:

    [ Januar 2015, Querfront-Aktivist Daniel Krause schon wieder vom Schuldienst suspendiert ]
    ::

    … K. fährt mit seinen persönlichen Erfahrungen fort: „Trotzdem muss ich sagen, dass mich als Kind Auschwitz wenig berührt hat, emotional.“ Das mag sein, aber diese Feststellung lässt nicht den weiteren Schluss zu: „Und heute nervt mich das wirklich, auch wie stark es (der Holocaust) im Lehrplan steht und wie heute übermäßig auch Schüler damit am Gymnasium genervt werden.“ Eine erstaunliche Sicht für einen Lehrer, der einen klaren Bildungsauftrag hat und die Aufgabe, Geschichte wahrhaftig darzustellen und die Massenvernichtung der Juden im 3. Reich zu vermitteln. Krause unterrichtet die Fächer Deutsch, Pädagogik und Politik.

    Richtig krude wird es, als Krause feststellte, dass uns „Auschwitz darin hindert, wachsam zu sein“. Die deutsche Wachsamkeit möchte er lieber auf IS-Terrorismus und die Islamisierung gerichtet sehen. Und er resümiert weiter, dass das Thema nicht thematisiert wird, weil „wir Deutschen immer einen Stock im Arsch haben und immer denken – wenn Gefahr ist – zu allererstes denken, dass die von Rechts kommt. Und natürlich ist auch Gefahr von Rechts da, selbstverständlich.“ Bedroht sieht K. allerdings “heute unsere Werte durch den Islamismus“. Pegida lässt grüßen. …

    Was Herrn K. persönlich interessiert oder nicht interessiert, berührt oder nicht berührt, könnte vielleicht noch egal sein. Um in einer Pegida-Demonstration nicht aufzufallen, wäre diese Haltung sogar hilfreich. Allerdings ist K. als Politiklehrer, der die Massenvernichtung der Juden in Europa „uninteressant“ findet, für den Schuldienst ungeeignet. Das war er auch schon, als er bei einer PRO NRW-Demonstration auftrat und gegen Muslime wetterte (Ruhrbarone berichteten). Die Bezirksregierung in Arnsberg hat nun den richtigen Schluss gezogen und ihn entlassen.

    aus: Ulrike Maerkel (Lehrer findet Holocaust uninteressant – und wurde aus dem Schuldienst entlassen), auf: RUHRBARONE 30.01.2015

    http://www.ruhrbarone.de/lehrer-findet-holocaust-uninteressant-er-wurde-aus-dem-schuldienst-in-dortmund-entlassen/99683

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    Die Bezirksregierung Arnsberg hat am Donnerstag (29.01.2015) einen Politiklehrer vom Dienst suspendiert. Er hatte in einer WDR-Radiosendung gesagt, die Massentierhaltung berühre ihn mehr als die Judenvernichtung in Auschwitz.

    WDR

    Lehrer vom Dienst suspendiert

    Von Franz Altrogge und Sonja Wißmann

    Regierungspräsident Gerd Bollermann distanzierte sich von der Äußerung des Lehrers: „Ich bin entsetzt über die geschmacklosen und menschenverletzenden Äußerungen.“ Seine Behörde dulde es nicht, dass ein Lehrer das Andenken von Juden relativiert und verunglimpft. Der Lehrer arbeitet am Weiterbildungskolleg in Unna.

    Am Dienstagmorgen hatte Daniel Krause in der WDR 5-Sendung Tagesgespräch angerufen. Es war Holocaust-Gedenktag und es ging um den Schul-Lehrstoff zum Thema Holocaust. Krause stellte sich als Gymnasiallehrer aus Unna vor, und sagte live: „Mich persönlich interessiert Auschwitz privat überhaupt nicht. Ich beschäftige mich lieber mit dem IS-Terrorismus, mit dem Islamismus. Mir geht sogar die Massentierhaltung emotional näher, als Auschwitz. Alle 20 Minuten sterben sechs Millionen Tiere, das geht mir emotional viel näher!“ Moderatorin Elif Şenel war hörbar entsetzt.

    Daniel Krause ist kein Unbekannter. Der Lehrer für Politik, Deutsch und Pädagogik war vor zweieinhalb Jahren auf einer Kundgebung von Pro NRW in Köln ans Megafon getreten und hatte gegen Moslems gewettert und deren homophobe Haltung angeprangert. Islamisten machten ihm mehr Angst als Nazis. Das war nicht seine erste Entgleisung. Kurze Zeit später suspendierte ihn die Bezirksregierung Arnsberg vom Dienst. Dagegen setzte er sich zur Wehr und bekam schließlich im Mai 2014 vor dem Verwaltungsgericht in Münster Recht. Dort sah man seine Äußerungen als privat an und nahm die Disziplinarmaßnahmen gegen ihn zurück. Er durfte wieder unterrichten. Auch seine Bezüge für die 16-monatige Suspendierung wurden nachgezahlt. …

    Ob die Äußerungen des Pädagogen diesmal Konsequenzen haben werden, ist noch unklar. Mehrere Gerichtsprozesse hat er schon gewonnen. Aber bei der Bezirksregierung in Arnsberg liegt ein Versetzungsantrag. Darin bittet er um eine neue Stelle in Köln – aus privaten Gründen. „Die Akten reisen mit“, sagt Susanne Blasberg-Bense.

    http://www1.wdr.de/studio/dortmund/themadestages/lehrerauschwitz100.html

    ::

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