375. Rückblick auf den Diskussionsabend über die Kinderbeschneidung

Gegen Verstümmelung nicht einwilligungsfähiger

und nicht urteilsfähiger Kinder unter achtzehn Jahren

Köln 2014

Zum 14.02.2014 hatten der Zentralrat der Ex-Muslime und das Aktionsbündnis Eltern gegen Kinderbeschneidung ins Bürgerzentrum Alte Feuerwache in Köln geladen, um über die Entwicklungen im Kampf gegen die Verstümmelung von Jungen zu berichten, einen schädigenden, grausamen Brauch, gegen den sich nicht nur in Deutschland und Europa sondern weltweit, auch in den islamisch geprägten Ländern und in Israel Widerstand organisiert.

Mina Ahadi eröffnete den Abend indem sie die Initiative Eltern gegen Kinderbeschneidung vorstellte. Sie stellte klar, dass Eltern ihrem Kind nicht schaden und nicht weh tun wollen, sondern es beschneiden, weil sie davon überzeugt sind ihm Gutes zu tun. Sie glauben den Ärzten, die behaupten, dass die Beschneidung gegen AIDS, Krebs und andere Krankheiten helfen würde, in Wirklichkeit ist die vorbeugende Wirkung der Genitalverstümmelung bei Jungen widerlegt. Tatsächlich ist die Operation jedoch ein gutes Geschäft und wird deshalb von Medizinern und Wissenschaftlern empfohlen.

Deutlich kritisierte die Referentin die Befürworter und Propagandisten des grausamen Brauchs unter den Kulturrelativisten, die sich Hand in Hand mit den christlichen Kirchen, orthodoxen jüdischen und islamischen Organisationen für die Religionsfreiheit der Eltern und deren Recht auf religiöse Erziehung oder gar für die Wahlfreiheit der in diesem Punkt keinesfalls einsichts- und urteilsfähigen älteren minderjährigen Jungen unter achtzehn Jahren einsetzen. So haben beispielsweise jüdische Funktionäre und Geistliche eine Anhörung im Europarat initiiert, um die Jungenbeschneidung auf dem ganzen Kontinent ausdrücklich zu legalisieren.

In den USA besteht große Nachfrage an Vorhäuten seitens einer Reihe von privatwirtschaftlichen Unternehmen, und das Marketing um die Vorhäute von Kindern und Säuglingen ist zu einem einträglichen Wirtschaftszweig erwachsen mit einem jährlichen Umsatz in mehrstelliger Millionen-Höhe. So nutzen Pharmazie- und Kosmetikunternehmen die menschliche Vorhaut von Kindern als Forschungsmaterial. Unternehmen wie Tissue Sciences, Organogenesis und BioSurface Technology nutzen die Kindervorhaut als Rohmaterial für eine Art atmungsfähige Bandage.

Hodges, „Short History of the Institutionalization of Involuntary Sexual Mutilation in the United States,“ in G. C. Denniston and M. F. Milos, eds., Sexual Mutilations: A Human Tragedy (New York: Plenum Press, 1997), 35.

http://www.pflegewiki.de/wiki/Zirkumzision#Industrielle_Bedeutung_der_Zirkumzision

WASHINGTON (Reuters) – A new product made of human skin cells won FDA approval for use in treating certain kinds of wounds Tuesday [May 26, 1998].

The product, called Apligraf, is made of human skin cells mixed with collagen from cattle. It is made by Canton, Massachusetts-based Organogenesis.

http://umlingo.wozaonline.co.za/Foreskin+importance

Gewebe aus der Biofabrik gibt es mit dem Hautersatz Apligraf des Pharmakonzerns Novartis. … bei der Beschneidung amerikanischer Jungen

http://www.netdoktor.de/Magazin/Gewebe-aus-der-Biofabrik-2457.html

Gabi Schmidt versicherte zu Beginn ihres Vortrags ebenfalls, dass es ihr keinesfalls darum ginge Mütter und Väter zu verurteilen, die aus religiösen oder traditionellen Gründen ihre Kinder beschneiden lassen haben. Da nun aber deutlich geworden sei, wie schädlich und grausam dieses Ritual ist, muss das Brauchtum der männlichen Genitalverstümmelung abgeschafft werden.

Die Sozialpädagogin, die in einem gemeinnützigen Verein für Lern- und Sprachförderung arbeitet, wies auf die Verfassungsklage gegen das im Dezember 2012 vom Bundestag verabschiedete Beschneidungsgesetz § 1631d BGB hin, der auch deshalb grund- und menschenrechtswidrig ist, weil die Mädchenbeschneidung zwar gesetzlich verboten ist, die Eltern aber in die Verstümmelung ihres Sohnes einwilligen können.

Die Referentin wies darauf hin, dass diese Regelung dazu missbraucht werden könnte, eine mildere, medikalisierte Beschneidung von Mädchen doch zu erlauben. Sie betonte, dass auch die von Ärzten und in Krankenhäusern durchgeführte Mutilation von weiblichen und männlichen Genitalien eine Menschenrechtsverletzung und traumatisierende, mit vielen Komplikationen und unerwarteten Spätfolgen einhergehende Operation ist, die es weltweit zu verbieten gilt. Zum Beispiel verbluten Neugeborene aufgrund ihrer geringen Blutmenge und der praktischen saugfähigen Windeln sehr schnell und oft unbemerkt.

Besonderen Wert legte Frau Schmidt darauf, dass aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen nachzuweisen ist, dass beide Verstümmelungen, ob von Nichtmedizinern oder Ärzten durchgeführt, juristisch und von den lebensbedrohlichen und gesundheitsschädigenden Auswirkungen her durchaus miteinander vergleichbar sind. Sie plädierte daher dafür, den Begriff HGM, Human Genital Mutilation einzuführen.

Ich wusste, dass ich früher oder später beschnitten werden musste, aber trotzdem war ich überrascht und bedauerte den drohenden Verlust meiner Vorhaut, mit der ich vor meinen Freunden angegeben hatte. Ich fühlte mich anders, und auf dieses Privileg wollte ich nicht verzichten. Aber ich musste beschnitten werden. Es gab keinen Ausweg.

„K“ hatte immer Probleme beim Sex. Er konnte mit keiner Frau richtig schlafen. Der Sexualakt verwandelte sich für ihn stets in ein Höllenszenario. Immer, wenn er es wieder versuchte, ist er gescheitert. Er ist noch später beschnitten worden als ich, erst mit 13 Jahren. Zwei Jahre musste er nachbehandelt werden. Ein Stück der Vorhaut ist zurückgeblieben. Er musste erneut beschnitten werden, zweimal. Danach war die Wunde entzündet. Er litt auch beim Urinieren, ein Brennen hat ihn sein Leben lang begleitet. Es ist diese Angst, die wie ein Graveur seine Marke hinterließ, in seiner verstümmelten Seele.

Und es ist diese Angst, die bei ihm zu einer Art Kastration geführt hat. Dabei sprach „K“ nie von sich selbst. Er sprach natürlich im Namen von vielen beschnittenen Männern. Viele, die spät beschnitten worden sind, leiden unter dem gleichen Gefühl. Sie fühlen sich wie kastriert, weil sie mit eigenen Augen sehen mussten, wie man ihre männliche Zone verletzt, ja verstümmelt. Es ist ein nicht zu überwindendes Trauma bei vielen, über das sie nicht offen reden wollen/können/dürfen/sollen.

So diktiert es ihnen auf jeden Fall die herrschende Doppelmoral der Religion, seien sie Muslims, seien sie Juden. Deshalb reden sie weder über dieses Erlebnis noch über Sexualität. Früher musste man vier Frauen heiraten, um zu beweisen, dass man ein richtiger Mann ist. Heute entdeckte man die Waffe als Ersatz für seine kastrierte Sexualität. Gewalt und Sexualität gehören zusammen.

Najem Wali am 03.07.2012 in der taz

http://www.taz.de/!96617/

Edward von Roy berichtet, dass die Beschneidung der Genitalien des Jungen – ähnlich wie die vergleichbar zerstörerische Mädchenbeschneidung – in vielen Teilen der Welt eine sehr alte Überlieferung ist, von Afrika bis Südostasien. Vor vielen Jahrhunderten ist die verpflichtende Amputation der Penisvorhaut vom Judentum aufgenommen und später als islamische Pflicht angesehen worden. Zuletzt sickerte das uralte Verstümmelungsritual als angeblich gesundheitsförderliche Idee in den medizinischen Betrieb der englisch geprägten Länder ein, vor allem in die USA, verbreitete sich von dort bis nach Südkorea und wird inzwischen, wenig wissenschaftlich, als Anti-Aids-Kampagne mehreren afrikanischen Staaten empfohlen.

Längst kennt die Wissenschaft die gesundheitlich schädliche Wirkung der Beschneidung und die gegebene Irrelevanz im Hinblick auf HIV. Nicht abgeschnittene Vorhäute schützen vor AIDS, sondern Kondome und geändertes Sexualverhalten. Immer mehr Mütter und Väter entscheiden sich gegen die von der Tradition oder Religion geforderte Beschneidung. Es bleibt eine Menschheitsaufgabe, die Beschneidung der Jungen möglichst bald genau so erfolgreich abzuschaffen wie die Mädchenbeschneidung.

Aufklärungshumanisten wenden sich gegen jede medizinisch unnötige Operation. Das Jahr 2014 ist für Intaktivisten, die Anhänger der weltweiten Bewegung gegen die Beschneidung, ein stolzes Jubiläum, denn am 3. März jährt sich zum 25. Mal der erste Kongress der Beschneidungsgegner, das First Symposium of Circumcision. Die damals in Anaheim California entstandene Deklaration hat an ihrer Aktualität nichts verloren und wird inzwischen auch in Skandinavien immer mehr respektiert. Durch die Überzeugungsarbeit von Organisationen wie NOCIRC, Intact America, Doctors Opposing Circumcision oder ICGI ist es inzwischen in vielen US-amerikanischen Bundesstaaten gelungen, die Quote der beschnittenen männlichen Kinder stark abzusenken. Dieser Trend in Richtung Gesundheit aller Kinder hält an, ein ermutigendes Signal auch für Europa.

Leider werden immer noch 55 % der US-amerikanischen männlichen Säuglinge beschnitten, das sind pro Jahr 1,2 Millionen, von denen statistisch 117 Kinder sterben. Beim südafrikanischen Volk der Xhosa verbluten jährlich mehrere Dutzend Jungen im Alter von 15 oder 16 Jahren, eine Tatsache, so Edward von Roy, die auch den Europäern eine Warnung sein sollte, dass aufgrund des hohen Gruppenzwanges und der Verachtung aller Unbeschnittenen (als angeblich feige, unmännlich, schwul, gottlos oder ehrlos) auch hiesige Jugendliche aus traditionell beschneidenden Familien nicht in der Lage sein würden, zum Ritual Nein zu sagen. Der Staat muss deshalb der Beschneidung Minderjähriger, ob Mädchen oder Jungen, eine Grenze setzen, und zwar eine Null-Toleranz-Grenze.

Der Sozialarbeiter betont, dass ein höfliches Gerede von genitaler Selbstbestimmung (genital autonomy) gar nichts wert ist, wenn diese auf Kosten der genitalen Unversehrtheit (genital intactness) der Minderjährigen stattfinden darf. Der elfjährige Tahsin aus dem türkischen Keşan (KiKA 2014) hat zur Sünnet sicherlich gar nicht Nein sagen können, freute sich aber auf sein Beschneidungsfest und wollte, um endlich ein richtiger Mann zu werden, seine Vorhaut möglichst bald verlieren und genau das ist die genitale Selbstbestimmung, die in die kulturelle Moderne nicht integriert werden kann. Das Alter der Informierten Zustimmung (age of consent) wird in der wegweisenden Deklaration von Anaheim 1989 sinnvollerweise als das Erwachsensein (adulthood) angegeben, weshalb der Referent seinen Vortrag mit dem Appell beendet: Keine Beschneidung unter achtzehn.

Epidemic Methicillin-Resistant Staphylococcus Aureus:

Dramatically Increased Risk for Circumcised Newborn Boys

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/DOC/mrsa.html

Answers to Your Questions about Circumcision and MRSA

http://www.nocirc.org/publish/12-AnswersMRSA.pdf

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8 Antworten to “375. Rückblick auf den Diskussionsabend über die Kinderbeschneidung”

  1. Edward von Roy Says:

    ::

    Bravo Herr Dr. Morten Frisch, keine samtykke, keine Zustimmung unter achtzehn, sondern:

    fastsætter en nedre aldersgrænse på 18 år for rituel omskæring i Danmark

    Einrichtung eines Mindestalters von 18 Jahren für die rituelle Beschneidung in Dänemark
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    Ein Junge der ohne medizinische Indikation beschnitten wird, was per definitionem bedeutet, dass er vor der Operation nicht krank war, wird zu einem an seinen Genitalien blutenden, weinenden Patienten, der eine unauslöschliche Markierung auf seinem Körper trägt und der dem Risiko ausgesetzt ist, auch in seiner Seele und seiner Sexualität versehrt zu werden, wie mehrere Männer, die beschnitten worden sind und sich in die Debatte eingebracht haben, berichteten.

    En dreng, der omskæres uden medicinsk indikation, er per definition ikke syg, før et kirurgisk indgreb på hans kønsorgan gør ham til en blødende og grædende patient, der har fået et uudsletteligt mærke på sin krop, og også risikerer at få det på sin sjæl og seksualitet, sådan som flere omskårne mænd, der har blandet sig i debatten, har fortalt. …

    so endet man unweigerlich bei einem Machwerk, das in diesem Fall aussieht wie eine schlampige Klassenarbeit aus dem 9. Schuljahr in Sozialkunde. Hinweis auf die männliche Beschneidung ist ein unseriöses Dokument

    ender man uvægerlig med noget makværk, der i dette tilfælde ligner en sjusket 9.-klasses-opgave i samfundsfag. ’Notat om omskæring af drenge’ er et useriøst dokument …

    Die Ansammlung von Fehlern, Ungenauigkeiten, Verzerrungen und unangebrachter Verharmlosung ist endlos.

    Rækken af fejl, unøjagtigheder, fordrejninger og urimelige bagatelliseringer er alenlang. …

    Es bleibt bemerkenswert, dass dieses 20-seitige Protokoll nun nicht mit einer Beschreibung des in der Handreichung betrachteten Gegenstands beginnt, nämlich mit der Vorhaut [Anm.: also sehr entsprechend dem Beschneidungsverharmloser Mario Lichtenheldt in un-heil]. Deren Schutzfunktion in Bezug auf den Kopf des Penis und ihre beeindruckende Fülle von Sinnesnerven mit besonderer Bedeutung für die sexuelle Empfindsamkeit wird nicht mit einem Wort erwähnt. Ebenfalls wird nicht gesagt, wie die Vorhaut Teil der normalen physiologischen Funktion während der sexuellen Aktivität normaler Jungen und Männer ist – und ganz entsprechend, wie der Verlust der Vorhaut die sexuelle Funktion bei beschnittenen Jungen und Männern beeinträchtigt.

    For et 20 sider langt notat er det påfaldende, at det ikke indledes med en beskrivelse af, hvad forhuden, notatets genstand, er for en størrelse. Dens beskyttende funktion i forhold til penishovedet og dens imponerende rigdom på følenerver af særlig betydning for den seksuelle følsomhed nævnes ikke med et ord. Hvordan forhuden indgår i den normalfysiologiske funktion under seksuel aktivitet hos normale drenge og mænd – og dermed hvordan tabet af forhud påvirker seksualfunktionen hos omskårne drenge og mænd – berøres ligeledes ikke. …

    [Und so wird die richtige Frage aufgeworfen: ]

    Ist es überhaupt ethisch vertretbar, das Ritual der Beschneidung minderjähriger Jungen in Dänemark durchzuführen?

    Er det overhovedet etisk forsvarligt at udføre rituel omskæring på umyndige drenge i Danmark?

    [Vielfach vertreten wird die Meinung: ]

    In Dänemark sollte an den Jungen, die nicht selbst ihre Zustimmung geben können, eine therapeutisch unnötige Beschneidung nicht durchgeführt werden.

    I Danmark bør ikke-terapeutisk omskæring slet ikke finde sted på drenge, der ikke selv kan afgive samtykke/strong>. …

    Entweder nehmen die Politiker die Kritik ernst und erarbeiten ein Gesetz zur Einrichtung eines Mindestalters von 18 Jahren für die rituelle Beschneidung in Dänemark, so wie die dänischen Ärzte und eine große Mehrheit der Menschen es fordern. Oder sie erhalten das entsprechende, nämlich in dieser Angelegenheit nicht gerechtfertigte Vertrauen in die Behörde für Gesundheit und richten den Verantwortlichen aus, dass noch ein Wort im Titel seiner Handreichung zu ändern ist, die in Leitlinien für die Verstümmelung von Jungen umbenannt wird.

    Enten kan politikerne tage kritikken seriøst og arbejde for en lov, der fastsætter en nedre aldersgrænse på 18 år for rituel omskæring i Danmark, sådan som danske læger og et stort flertal i befolkningen ønsker. Eller de kan fastholde den i dette spørgsmål ubegrundede tillid til Sundhedsstyrelsen og blot bede tilsynschefen om at ændre ét ord mere i sin vejledning, så den kommer til at hedde »Vejledning om lemlæstelse af drenge«. …

    Wer nicht beschnitten ist kann sich jederzeit für die Beschneidung entscheiden. Wer als Kind beschnitten wird, dem wird die eigene Wahlmöglichkeit vorenthalten und er muss mit den physischen und möglichen psychischen und sexuellen Folgen leben, die damit verbunden sind, dass ein Teil seines Körpers für immer fehlt.

    Hvis man ikke er omskåret, kan man altid vælge omskæring til. Hvis man er omskåret som barn, er valget truffet for én, og man mangler for evigt en del af sin krop med de fysiske samt mulige psykiske og seksuelle konsekvenser, som det indebærer.

    Morten Frisch

    aus: Sundhedsstyrelsens vejledning om lemlæstelse af drenge. Notat fra Sundhedsstyrelsen om omskæring er fuldt af fejl.

    in: Politiken 04.03.2014

    http://politiken.dk/debat/kroniken/ECE2224754/sundhedsstyrelsens-vejledning-om-lemlaestelse-af-drenge/

    *
    *
    *

    »Hvis der udføres omskæring uden medicinsk indikation, er der tale om lemlæstelse«

    „Wenn die Beschneidung ohne medizinische Indikation durchgeführt wird, haben wir von Verstümmelung zu sprechen.“

    ::

  2. Machandelboom Says:

    So ist nun mal unsere Kultur von alters her, und Millionen Männer und Knaben sind beschnitten! Dass man damit für die Rechtsfrage nichts Erhebliches sagt, macht der Blick auf benachbarte Tatbestandsverwirklichungen klar. Wie bei der Beschneidung das starke dem schwachen Familienmitglied Schmerzliches antut, so geschieht es auch im Machtgefälle zwischen Ehemann und Ehefrau, zwischen Eltern und Töchtern. Es gibt Bevölkerungsgruppen, die es als Teil ihrer Kultur und, voll frommer Verachtung der Mehrheitsgesellschaft, als gottgewollt betrachten, dass die Frau dem Manne untertan ist und die Eltern über ihre Kinder weit mehr Macht ausüben, als ihnen unser Familienrecht einräumt. Was hier der Stärkere dem Schwächeren an Körperverletzungen, Freiheitsberaubungen, Verschleppungen, Nötigungen zufügt, das veranlasst, wenn es nicht geradezu tödlich endet, so gut wie nie eine Strafverfolgung. Man denke an das in Anatolien zwangsverheiratete junge Mädchen, das in Deutschland im Haus festgehalten wird und der Familie ihres Mannes Sklavendienste leistet. Solche Macht und Unterdrückung wird, wie die Beschneidung, mit bestem Gewissen ausgeübt. Für die Täter ist sie Teil ihrer religiös fundierten Kultur, und es hängt damit zusammen, dass die deutsche Justiz dazu neigt, sich nicht einzumischen. Aber niemand wird sagen, dass solch ein Gewährenlassen als Respektierung von Kultur und jahrhundertealtem Brauchtum richtig ist und die dareinfallenden Körperverletzungen, Freiheitsberaubungen, Nötigungen usw. als erlaubte Taten zu akzeptieren sind. Es handelt sich vielmehr um Straftaten, die von Rechts wegen verfolgt werden müssen.

    von: Professor Dr. Rolf Dietrich Herzberg, Bochum
    aus: Rechtliche Probleme der rituellen Beschneidung
    in: JZ 7/2009

    http://www.mohr.de/fileadmin/user_upload/Zeitschriften/PDF-Probehefte/JZ_64_7_2009.pdf

  3. Edward von Roy Says:

    *
    Kindervorhautbezogen erregt sich die medizinische Elite der Landeshauptstadt,
    die große Stunde der Beschneidungs-Charismatiker ist nahe.

    Ein neugedrucktes Buch hält man hoch,
    noch nicht ganz den Koran:

    Einladung zur Pressekonferenz: Die Beschneidung von Jungen und ihre Folgen

    Prof. Dr. Matthias Franz stellt die neuen Erkenntnisse zu diesem Thema und sein neues Buch vor und stellt sich den Fragen der Presse:
    am Donnerstag, den 13.03.2014
    um 11:30 Uhr
    am Universitätsklinikum in Düsseldorf.

    http://www.v-r.de/de/newsdetail-1-1/einladung_zur_pressekonferenz_die_beschneidung_von_jungen_und_ihre_folgen-338/
    *
    *
    „Auch kleine Jungen werden durch die genitale Beschneidung großem Leid und bedeutenden Risiken ausgesetzt“

    Wenn es für den Professor kleine Jungen gibt, dann doch wohl auch große Jungen. Zielsicher schweigt sich Franz darüber aus, dass auch die größeren Jungen durch die Amputation der Vorhaut (einschließlich beispielsweise von Gefurchtem Band und ggf. Frenularem Delta) im Hinblick auf die genitale Sensitivität ebenso sehr so verstümmelt werden wie ein Mädchen mit dem Verlust von Labia minora oder Klitoris.

    „Und dies begründet letztlich auch den Primat der körperlichen Unversehrtheit nicht einwilligungsfähiger Kinder vor den religiösen Bedürfnissen von Erwachsenen. Wir müssen sie auf der Grundlage unserer Verfassung schützen.“

    Gibt es für Professor Matthias Franz in Bezug auf die HGM (FGM oder MGM) auch einwilligungsfähige Kinder, die der Staat nicht schützen muss?

    Er scheint, wie Anne Lindboe, die Beschneidung auf Kinderwunsch zu tolerieren:

    „Jawohl, ich bin – wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen aufgrund meiner ärztlichen Erfahrungen ganz klar gegen die nicht-medizinisch indizierte Zwangsbeschneidung von kleinen, nicht einwilligungsfähigen Jungen. Die betroffenen Jungen haben heute bei uns keine Stimme.“

    Eine „Stimme“ zu haben heißt, ausrufen zu dürfen: Ich will beschnitten werden. Man strebt zum medizinethischen Standard der kenianischen Mau-Mau-Rebellen (Ngaitana – I will circumcise myself; FGM) oder der südafrikanischen Xhosa (Ndiyindoda – I am a man; MGM) und versteckt sich, um die Beschneidungspflicht der Scharia nicht zurückweisen zu müssen, hinter der Floskel von der Genital Autonomy.

    Man macht also gar nichts gegen die Beschneidung, Norwegens Gesundheitsminister Bent Høie hat den Gesetzesvorschlag für die nächsten fünf Wochen angekündigt.

    Høie said work was underway on a draft bill to regulate circumcision, which will be ready before Easter. But he said the legislation will not fall under criminal law. “Unlike female genital mutilation, circumcision of boys is not illegal,” he said. “It’s not applicable to impose any prohibition against it.”

    http://www.newsinenglish.no/2014/02/06/push-to-change-circumcision-laws/

    Nichts anderes bezweckte die jungen- und männerfeindliche Herangehensweise der OSLO RESOLUTION. Nach ihr soll dem schariapflichtigen skandinavischen Jungen Krankenhaus oder Arztpraxis zur Bühne der Charakterprüfung werden, auf der er sich zwischen Vorhautbesitz und Familienehre bzw. zwischen Vorhautamputation und Gotteslästerung entscheiden muss.

    Allahs Genitalautonomie, demnächst ja vielleicht nach der WHO-Klassifikation als FGM Typ Ia oder IV für die schafiitischen Mädchen.

    Mit einem beschneidungsbegeisterten Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised liefern Skandinaviens Kinderrechtsbeauftragte wie Anne Lindboe (N), Fredrik Malmberg (S), Maria Kaisa Aula (FIN) oder Per Larsen (DK) bereitwillig die etwas größeren Jungen dem Verstümmelungsritual aus, was den britischen Allgemeinmediziner Antony Lempert aufjubeln ließ: This important statement by the Nordic child protection experts … Children’s basic rights to bodily integrity and to form their own beliefs, das Wörtchen and zwangsintegriert uns das Wunschverstümmeln.

    Auch der Sprecher des UK Secular Medical Forum (SMF) also findet den Beschneidungswunsch eines norwegischen Sechzehn- oder Fünfzehnjährigen (Etter norsk lov har en 15-åring selv rett til å bestemme over religiøse forhold, mens 16 år er den helserettslige myndighetsalderen, zu Reidar Hjermann 2011) oder Dreizehnjährigen (non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed, Anne Lindboe 2014 lt. JTA) einfach prima.

    Zurück zur deutschen Lobby der Kinderwunschbeschneidung. Dr. Franz:

    „Erwachsene sollten die Genitalien von Kindern in Ruhe lassen! Sie gehören nur ihnen selbst.

    Ngaitana oder Ndiyindoda rufend will das gottesfürchtige oder traditionsbewusste größere Kind zeitnah genital verstümmelt werden und freut sich sehr auf die morgige Pressekonferenz im Düsseldorfer Universitätsklinikum. Auch Matthias Franz billigt den genitalautonomen Wunsch beispielsweise des elfjährigen Tahsin (KiKA 2014) nach dem Beschnittenwerden. Ernsthafter Kampf gegen die männliche Beschneidung (Genitalverstümmelung) sieht anders aus.

    Beschneidung ist Beschneidung, ob sie dem Säugling bzw. Kleinkind aufgezwungen wird oder ob das ältere Kind dem Gruppenzwang angeblich freiwillig Folge leistet, um nicht in der Hölle zu brennen oder den Stamm nicht zu entehren (EAST IS EAST: Now, how I looking mullah in the bloody face, ‚cause your son got bloody tickle-tackle!).

    Schluss mit der Zwangsbeschneidung oder Wunschbeschneidung der Minderjährigen!

    Keine Beschneidung unter achtzehn Jahren!

    http://www.v-r.de/de/newsdetail-1-1/was_tue_ich_da_meinem_sohn_eigentlich_an_die_beschneidung_von_jungen_und_ihre_folgen-337/
    *
    *
    Manche Säuglingsbeschneidungsgegner stellen sich nicht als ernsthafte Intaktivisten heraus, sondern als Spätbeschneidungsfreunde. Statt Zwangsbeschneiden oder Nichtbeschneiden geht es ihnen, postmodern und schariakompatibel, zum Spätbeschneiden auf Kinderwunsch.

    Schon am 21.07.2012 unterschied Spätbeschneidungsfreund Matthias Franz explizit zwischen den schützenswerten „kleinen Jungen“ und den zu erschließenden, auf eigenen Wunsch verstümmelbaren größeren Jungen, sich zum Thema Islam ganz erleichtert auf Muslimbruder Nadeem Elyas berufend. MOGiS und Holm Putzke signierten unbekümmert:

    „Kernpunkt ist die Abwägung der Grundrechte auf Religionsfreiheit von Erwachsenen mit dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung sowie die Achtung seiner Würde. … Anwendung von (sexueller) Gewalt gegenüber nicht einwilligungsfähigen Jungen sein … die Entfernung einer gesunden Vorhaut bei einem gesunden, nicht einwilligungsfähigen kleinen Jungen gibt … eine Beschneidung in einwilligungsfähigem Alter … Es herrscht eine bemerkenswerte Verleugnungshaltung und Empathieverweigerung gegenüber den kleinen Jungen, denen durch die genitale Beschneidung erhebliches Leid zugefügt wird … Warum sollte man nicht warten, bis der Betroffene einsichtig zustimmen kann?

    Zitiert aus dem die erhebliche körperliche Beschädigung jeder Zirkumzision und den innermuslimischen Gruppendruck zum Beschnittensein, dem sich kein Jugendlicher entziehen kann, verkennenden Offenen Brief: „Religionsfreiheit kann kein Freibrief für Gewalt sein“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/offener-brief-zur-beschneidung-religionsfreiheit-kann-kein-freibrief-fuer-gewalt-sein-11827590.html
    *

  4. Alarm: Norwegen organisiert die Beschneidung in den Hospitälern Says:

    Die Katze ist, jedenfalls wieder ein bisschen mehr, aus dem Sack:

    Norwegen will Beschneidungen nur noch im Krankenhaus dulden, Norway to mandate hospital circumcision
    *
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    Nachricht von gestern, 19.03.2014.

    Die norwegische kinder- und menschenrechtliche Katastrophe nähert sich wie es zu erwarten war, das Land will die religiösen Jungenbeschneidungen (MGM) komplett in die Krankenhäuser verschieben sprich die männliche Genitalverstümmelung verstaatlichen. Das Vorgehen kennen wir das aus anderen Staaten von der politisch gewollten und ethisch widerlichen Medikalisierung der FGM.

    Der ganz erhebliche penile Sensitivitätsverlust mit Nachteilen für Sexualität und Partnerschaft wird von Bent Høie einfach verschwiegen. Nur noch „Komplikatienen“ sind dem Gesundheitsminister der Rede wert, die es ganz engagiert zu reduzieren gelte:

    “If the children are circumcised in hospitals by competent personnel, we will prevent complications,” Health Minister Bent Høie told the Aftenposten newspaper. “This is the most realistic way to ensure the little guys against damage. All the other proposals risk exposing the boys to injury.”

    Die Beschneidung beschädigt immer und sofort Kindeswohl und spätere Männergesundheit und der Gesundheitsminister weiß das! Wer aber aufbegehrt, so macht Herr Høie uns Beschneidunsgegner implizit lächerlich, verfehle das realistisch Machbare (the most realistic way).

    Gesundheitsminister Bent Høie kapituliert vor dem heilssichernden Vorhautekel der jährlich zweitausend Elternpaare, 99,5 % davon sind muslimisch, 0,5 % jüdisch, und versteckt sich, ausgerechnet, hinter dem Kindeswohlbegriff:

    “A ban on something that is so common for religious or cultural reasons would not be for the good of the children”

    Norwegens Kinderrechtsbeauftragte Anne Lindboe wird in die Ecke der Panikmacher, Nervensägen und Quatschköpfe einsortiert, was machtpolitisch stimmt. Beschneidungsfreundin und Spätbeschneiderin Anne Lindboe wollte allerdings sowieso – wenn überhaupt etwas tun – den Jungen ab sechzehn (steht hier) oder ab dreizehn Jahren (steht hier nicht, im Netz zu finden: non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed) in seine Beschneidung einwilligen lassen.

    Der Gesundheitsminister stellt die (korrekte) Zahl der jährlichen rituellen Beschneidungen mit 2.000 fest und fragt nur noch, wer die Kosten trägt.

    Das pseudo-intaktivistische Herumgequatsche um die Altersgrenzen (genital autonomy d. h. per Wunschbeschneidungserlaubnisgesetz zur Legalisierung der Beschneidung von allen Jungen wie dem 2014 auf KiKA gezeigten elfjährigen Tahsin) hat das zu erwartende Ergebnis gezeitigt, Gesetze wie in Deutschland seit 2012 kommeneuropaweit, letztlich also die totale Beschneidungserlaubnis.

    Naja, vielleicht dämmert den Skandinaviern in den nächsten wenigen Wochen noch etwas und sie raffen sich endlich auf zur kinder- und menschenrechtlich einzig akzeptablen Aussage:

    Keine Beschneidung unter achtzehn!

    aus: Norway to mandate hospital circumcision
    in: European News 19.03.2014

    http://www.easybranches.eu/european-news/1601342.html
    *
    *
    Am Folgetag, d. i. heute (20.03.2014) gelangweilt und verkürzt auch auf Jewish Press:

    http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/norway-wants-to-limit-circumcisions-to-hospital-rooms/2014/03/20/

  5. Bragalou Says:

    Norwegen will und wird 2014 die Beschneidung legalisieren und damit die vor menschlicher Genitalverstümmelung (HGM) geschützten Mädchen anders behandeln als die Jungen.

    Skandinaviens Gutmenschen lassen einerseits die männliche Genitalverstümmelung (MGM) widerstandslos zu und reden andererseits davon, gegen diese medizinisch nicht notwendige Operation zu kämpfen. Säuglinge dürfen beschnitten werden, ja, aber bitte nicht in den Säuglingsstationen der staatlich getragenen Krankenhäuser, sondern nur in privaten Beschneidungszentren.

    – We are pleased that Høie has specified that the procedures should not be performed in the maternity ward, and they can happen at private hospitals. But we will continue to fight against this to be a public task and that the interventions can be performed on children who are too young to give consent,says Jan Petter Odden

    Und dann gibt es da noch einen gewissen Svein Aarseth, der großmäulig die Beschneidung verbieten will, aber den Sechzehnjährigen in sein Verstümmeltwerden einwilligen lassen möchte – ganz die Xhosa-Moral mithin, Ndiyindoda, I am a man.

    Was Zirkumzision wirklich ist wird einfach nicht gesagt! Dass dem Jungen – egal ob acht Tage alt oder 16 Jahre – der größte Teil der penilen Sensitivität amputiert wird muss, damit niemand sein Gesicht verliert und sich alle gut fühlen können, der Öffentlichkeit jetzt unbedingt verschwiegen werden.

    Wie in Deutschland im Herbst 2012 also, kein Politiker zitierte nüchtern:

    „Der Tastsinn der Haut wird durch weitere Mechanosensoren vermittelt, die auf bestimmte Reize spezialisiert sind: so reagieren die Merkel-Zellen auf Druckintensität, Ruffini-Körperchen auf Dehnungsreize und die Vater-Pacini-Lamellenkörperchen auf Vibration.“

    http://www.norwaytoday.info/home_view.php?id=10407

    Meissner-Körperchen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Meissner-K%C3%B6rperchen

    Merkel-Zelle

    http://de.wikipedia.org/wiki/Merkel-Zelle

    Ruffini-Körperchen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ruffini-K%C3%B6rperchen

    Vater-Pacini-Körperchen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vater-Pacini-Lamellenk%C3%B6rperchen

  6. Machandelboom Says:

    Norwegen. Die Linke stimmt ab – gegen eine Altersgrenze sprich für ungebremstes Beschneiden. Genau wird das jetzt für Norwegen und bald für ganz Skandinavien kommen, zum Schaden der Gesundheit der Jungen und Männer sowie zum Schaden der journalistischen und wissenschaftlichen Redlichkeit.

    Man ist – ganz wie in Deutschland die Wunschbeschneidungslobby MOGiS oder das täglich die Beschneidung bequatschende Beschneidungsforum – schlicht zu feige, unzweideutig und kompromisslos Nein zur menschlichen (weiblichen oder männlichen) Beschneidung zu sagen.

    Skandinaviens Schönwetterintaktivisten sinnierten ein bisschen über Altersgrenzen. Wer das jedoch macht, billigt die Verstümmelung pauschal und, nichts anderes signalisiert er zwischen den Zeilen den Beschneidungsfreunden, will damit letztlich gar nicht ernst genommen werden.

    Die Als-ob-Intaktivisten quatschen ein bisschen … und die Beschneider … nun, sie beschneiden.

    Venstre stemte ned aldersgrense på omskjæring

    Geir Kjell Andersland tilhørte mindretallet som ønsket aldersgrense. … Venstrevedtaket betyr at Venstre støtter helseminister Bent Høies linje i omskjæringssaken.

    Anne Marte Blindheim
    Dagbladet 06.04.2014

    http://www.dagbladet.no/2014/04/06/nyheter/politikk/samfunn/venstre/innenriks/32676206/

  7. Bragalou Says:

    „Wir bezeichnen die religiöse Beschneidung guten Grundes als Kindesmisshandlung“.Dr. Brigitte Dietz [schweigt hier leider zu den amputierten 10000 bis 20000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Merkel, Ruffini, Vater-Pacini und Meissner, welche die Penisvorhaut als sensorisches Pendant nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris auszeichnen und ist] die stellvertretende Vorsitzende und Pressesprecherin der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Bayern ist die Beschneidungsdebatte noch lange nicht beendet. …

    Der Verband startete Aufklärungskampagnen für die Eltern, verteilte Broschüren zur Penisgesundheit unter dem Motto „Die Vorhaut – kein Fehler der Natur“. Doch am Ende, so ist man sich einig, müsse eine neue gesetzliche Regelung her: ein Verbot. „Denn die Eltern, die diesen Eingriff vornehmen lassen, sind in ihrer religiösen Vorstellung so gefangen, dass vernünftige Argumente leider nicht ankommen und nicht gehört werden“, erklärt Dr. Brigitte Dietz.

    „Es ist Zeit, dass das 2012 erlassene ‚Beschneidungsgesetz‘ novelliert wird“, fordert der Vorsitzende Dr. Wolfram Hartmann. „Der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass rituelle Verstümmelungen uneingeschränkt weder an Mädchen, noch an Jungen vorgenommen werden dürfen.“ [Na hoffentlich geht Mädchen und Junge bis 17 Jahren einschließlich und gehen Dr. Dietz und Dr. Hartmann nicht auf Genitalautonomie und Minderjährigenbefragung und Minderjährigen-Wunschbeschneidung]

    http://www.gmx.net/magazine/gesundheit/beschneidung-kindesmisshandlung-30137066

    Ist Beschneidung Kindesmisshandlung?
    Von Miriam Zöllich

    http://web.de/magazine/gesundheit/beschneidung-kindesmisshandlung-30137066

    ::
    ::

    Offener Brief zur Beschneidung
    „Religionsfreiheit kann kein Freibrief für Gewalt sein“
    FAZ 21.07.2012

    … Herr Nadeem Elyas [eine der radikalsten deutschen Wegbereiter der Scharia], ehemaliger Vorsitzender des Zentralrates der Muslime, hält beispielsweise den Zeitpunkt aus Sicht des Islam für variabel [platte Taqiyya, denn beschnitten werden muss der spätestens 15- oder 16-jährige Junge im Islam von Koran und Sunna und genau das Zwangsbeschneiden haben Intaktivisten zu verhindern], eine besonders wichtige Aussage, da die Beschneidung im Alter von 4-6 Jahren aus entwicklungspsychologischer Sicht besonders gravierende psychotraumatische Wirkungen entfalten kann. In diesem Alter erfolgt die Konsolidierung der sexuellen Identität unter dem empathischen Schutz der Eltern. Warum sollte man nicht warten, bis der Betroffene einsichtig zustimmen kann?

    Eine Lösung dieses Konfliktes kann nicht auf der Grundlage von Angst und Zwang erfolgen [sondern so wie beim KiKA-Filmjungen (Tahsins Beschneidungsfest), der endlich ein richtiger Mann sein will? Und mit Ringel bzw. Hörnle auch die Mädchen fragen?]. …

    Düsseldorf, den 21.7.2012
    Professor Dr. med. Matthias Franz, Universität Düsseldorf

    Die Mitunterzeichner


    • Dr. med. Brigitte Dietz, niedergelassene Kinder- und Jugendärztin, stellvertr. Vorsitzendes des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Bayern, Taufkirchen
    • Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Georg Dietz, Kinderchirurgische Klinik, Dr. von Haunersches Kinderspital, Klinikum der Ludwig Maximilians Universität München

    http://www.faz.net/offener-brief-zur-beschneidung-religionsfreiheit-kann-kein-freibrief-fuer-gewalt-sein-11827590.html

  8. Edward von Roy Says:

    ein barbarisch blutiger Akt, der den Vater mit Angst erfüllt, die Wöchnerin in krankhafte Spannung versetzt

    its only foundations are habit and fear
    ::

    Abraham Geiger (geboren am 24. Mai 1810 in Frankfurt am Main; gestorben am 23. Oktober 1874 in Berlin) war ein deutscher Rabbiner und zeitweise durchaus ein entschiedener Beschneidungsgegner.

    Am 18.03.1845 schrieb Abraham Geiger privat an Leopold Zunz:

    „[die Beschneidung] verbleibt ein barbarisch blutiger Akt, der den Vater mit Angst erfüllt, die Wöchnerin in krankhafte Spannung versetzt, und das Opferbewusstsein, das sonst dem Akte eine Weihe gab, ist doch nun einmal bei uns verschwunden, wie es denn, als ein rohes, auch keine Befestigung verdient.“

    http://www.archive.org/stream/abrahamgeigersn01kircgoog/abrahamgeigersn01kircgoog_djvu.txt

    http://www.archive.org/stream/lbi_kobler_mf760_reel15/lbi_kobler_mf760_reel15_djvu.txt

    auch bei Jérôme Segal S. 217

    http://jerome-segal.de/Publis/SEGAL-Beschneidung-Maerz2014.4-12.pdf

    Another Reform leader Abraham Geiger (1810-1874), who led reform groups in Breslau, Frankfurt and Berlin, called circumcision „a barbaric act of blood-letting rite“

    http://www.the-jewish-story.org/germany.html

    http://www.aish.com/jl/h/cc/48955721.html

    The fact remains that it is a barbaric, gory rite which fills the infant’s father with fear and subjects the new mother to harmful emotional strain. The sense of sacrifice, which in days long past lent an aura of consecration to this ceremony, has long since vanished from our midst; nor is so brutal a thought deserving of perpetuation. True, in the olden days religious sentiment may have clung to it; at present, however, its only foundations are habit and fear, and we surely have no desire to dedicate temples to either.

    http://www.israel613.com/reform.htm

    טורים, מחקרים בהיסטוריה ותרבות יהודית מוגשים לד“ר ברנרד לנדר
    von: Michael A. Shmidman, Bernard Lander
    p 20

    https://books.google.de/books?id=K7fYHDDQ_FkC&pg=PA20&lpg=PA20&dq=%22The+fact+remains+that+it+is+a+barbaric,+gory+rite+which+fills%22&source=bl&ots=BTDSwJt05K&sig=Hxcz1pWfoY0jCEaQzPdJGfukJsU&hl=de&sa=X&ved=0CCMQ6AEwAGoVChMI8_Tj1NqIyQIVhnsOCh32cwYH#v=onepage&q=%22The%20fact%20remains%20that%20it%20is%20a%20barbaric%2C%20gory%20rite%20which%20fills%22&f=false

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