374. Beschneidungsverharmloser Mario Lichtenheldt

Vorhautbuch ohne Vorhaut

Eine Kritik am Buch un-heil: Vorhaut, Phimose & Beschneidung. Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren (erschienen im März 2012) von Cees van der Duin (März 2014).

Typ Ia der FGM-Klassifikation der WHO ist die Amputation der Klitorisvorhaut, eine Form der Genitalverstümmelung, die wir selbstverständlich nicht legalisieren dürfen. Aber die Jungenbeschneidung zerstört im Vergleich zu FGM Typ Ia sehr viel mehr.

Vorhaut, foreskin, manche Menschen hören ein Wort und wiederholen es und denken dann nicht weiter … vielleicht liegt es am identischen Sound, am gleichen sprachlichen Klang Vorhaut, dass immer wieder weibliche und männliche Vorhaut kenntnislos und gedankenlos miteinander verglichen und als anatomisch letztlich gleiche Struktur bezeichnet werden, etwa bei Mario Lichtenheldt in un-heil (2012), der die männliche Vorhaut eher nur als eine Art Schutzkappe betrachtet, ohne sie als das Zentrum der männlichen Lust zu erkennen:

„wird Mädchen und Frauen im günstigsten Fall lediglich die Klitoris-Vorhaut entfernt, anatomisch vergleichbar mit der Vorhautbeschneidung beim Mann“ (Seite 154),

Das ist grundfalsch, denn gerade nicht die Eichel, sondern die männliche Vorhaut ist so sehr Quelle der Lust wie die Klitoris.

Eher schon die weibliche Vorhaut ist lediglich schützend, hier liegt Lichtenheldt für einen Augenblick richtig, um dann sofort die Bedeutung des Präputium für die männliche Sexualität zu verkennen:

„Deutlich gravierender [als FGM Typ Ia sowie als die MGM] ist eine Beschneidungsvariante, bei welcher der gesamte sichtbare Teil der Klitoris einschließlich ihrer schützenden Vorhaut sowie große Teile der inneren Schamlippen herausgeschnitten werden“,

ziemlich genau eine so hohe Schädigung aber tritt mit der Jahrhunderte alten jüdischen oder islamischen oder hundert Jahre alten US-amerikanischen Zirkumzision doch gerade sein, die Jungenbeschneidung schädigt so vergleichsweise genau sehr wie die Klitoridektomie oder die Amputation der kleinen Labien.

Zum neurotischen Elternwunsch auf verhinderte kindliche Selbstbefriedigung schreibt Lichtenheldt auf Seite 160, eigene Hervorhebung:

„Zwar hinderte eine gezielt schutzlos gemachte Eichel damals wie heute keinen Jungen dauerhaft daran, zu masturbieren“,

und wieder sei das hier schlicht übergangene, sozusagen sprachlich amputierte männliche Präputium eigentlich nichts anderes als eine Art Schutzkappe und der Besitz einer Eichel zum altersgemäßen Selbstbefriedigen und späteren partnerschaftlichen sexuellen Erleben völlig ausreichend – nein, in Wirklichkeit ist und bleibt die Vorhaut das, dem Sohn oder Enkel hoffentlich nicht beim Beschneiden amputierte, maskuline Lustorgan Nummer Eins. Ja sicher, beschnittene Jungen masturbieren natürlich auch, weil der Bedarf nach sexueller Erfüllung, einerlei ob man weiblich oder männlich ist, nicht zwischen den Beinen sondern zwischen den Ohren entsteht, allerdings tun sie das manchmal vergleichsweise verzweifelt und in jedem Fall sind zirkumzidierte Jungen am spontanen Selbstbefriedigen in vielerlei Hinsicht gehindert (evtl. ist Gleitmittel notwendig) und ist ihnen mit der Vorhaut lebenslang sehr viel an erotischer Lustempfindung geraubt worden und genau das haben wir Intaktivisten nach Möglichkeit zu verhindern.

Auch im Kontext mit dem deutschen Familien- und Strafrecht sowie nach dem angemessenen Zitieren (S. 175) der UN-Kinderrechtskonvention lesen wir auf Seite 180 nichts anderes als das dürre, staubtrockene:

„Der Verlust eines Körperteils, hier der Vorhaut“,

statt die Jungenbeschneidung sofort im Sinne von AEMR Artikel 5 als grausam (cruel) oder, sofern die Beschneidung unbetäubt geschah, zusätzlich als Folter (torture) zu bezeichnen, was 1989 in Anaheim richtig bewertet wurde.

Beispiele an Lichtenheldtscher anatomischer Unkenntnis bzw. des Verkennens der Bedeutung der Vorhaut als Zentrum der männlichen sexuellen Sensitivität:

„Wozu brauchen Jungen die Vorhaut? Die wichtigste Aufgabe der Vorhaut ist der Schutz der Eichel vor Austrocknung, Schmutz, Verletzungen, Infektionen, schädlichen Umwelteinflüssen und Sensibilitätsverlust“ (Seite 36), „Die Innenseite der Vorhaut ist extrem dicht mit Nervenendungen besetzt, genau wie die zarte Oberfläche der Eichel“ (Seite)

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Gary Harryman.

„Bei nicht beschnittenen Jungen aller Altersgruppen ist die Eichel oftmals so empfindlich, dass ihre direkte Berührung unangenehm bis schmerzhaft sein kann“ (Seite 47)

Eben, bis auf die schmale Zone am Sulcus enthält die relative nervenarme Eichel – im Gegensatz zur männlichen Vorhaut! – keine Rezeptoren, die dem Gehirn sexuelle Lust auch nur signalisieren könnten. Soweit in der Eichel überhaupt Signale entstehen, sind das also die mit „unangenehm bis schmerzhaft“ genannten.

„Die Eichel ist sehr empfindlich, ungefähr wie deine Zunge. Deshalb hat die Eichel eine kleine ‚Mütze‘ aus Haut. … Die Vorhaut schützt die Eichel vor Verletzungen.“ (Seite 52)

Wie deine Zunge steht da und der Leser darf sich die eine Lebensqualität in der Tat erhöhenden Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer oder bitter vorstellen, denn solcherlei umfangreiche Wahrnehmungsfähigkeit, suggeriert Lichtenheldt, habe diese wunderbar sensitive Eichel (und die Vorhaut eben angeblich nicht, die diene lediglich dem Eichelschutz vor Beschädigung). Ein Lobgesang auf die Glans des engagierten Eichelschützers, der die Vorhaut wie versehentlich einmal mehr in den Raum des Entbehrlichen rückt.

„Doch Kellogg ging es keineswegs nur um Schmerz und Strafe! Die Beschneidung zielte vielmehr – wie auch bei der weiblichen Genitalverstümmelung – auf die Zerstörung der Fähigkeit ab, sexuelle Lust zu empfinden. Als Arzt wusste er ganz genau, dass die fehlende Vorhaut eine bleibende Desensibilisierung der nunmehr schutzlosen Eichel nach sich zieht.“ (Seite 160)

Wer weibliche und männliche Genitalverstümmelung vergleicht, was kinderrechtlich wie anatomisch geboten ist, muss von Klitoris und männlicher Vorhaut sprechen und nicht von einer desensibilisierten Eichel, welcher durch die Zirkumzision so etwas wie die schützende Haube abhanden gekommen sei.

Wie ein roter Faden zieht sich das für jeden ernsthaften politischen Kampf gegen die männliche Genitalverstümmelung untragbare Verkennen oder Verschweigen der Bedeutung des Präputium durch das Buch un-heil. Das Übergehen anatomischer Fakten ist für das politische Anliegen der weltweiten Bewegung der Intaktivisten und aller anderen Kinderrechtler ausgesprochen schädlich, weil der beschnittene Junge so dargestellt wird, als habe er eigentlich gar keinen Nachteil erlitten.

Beschneidungsverharmloser Lichtenheldt über den vorhautamputierten Jungen:

„Er kann lernen, die schier unendliche Vielfalt von Sinneswahrnehmungen bewusster und dadurch intensiver zu erleben“

– na dann ist ja alles ok und wir können die Kinder beschneiden lassen, könnten unsere Politiker hieraus schließen, der Junge und später Mann „kann lernen“ und ihm ist die „schier unendliche Vielfalt“ sexueller Lust durch die Sünnet oder Brit mila ja gar nicht verschlossen worden.

Bei einer solchen Verzerrung von Tatsachen der Anatomie kann jeder Mohel, Sünnetci oder durch die AAP fehlgeleitete amerikanische Arzt ja seelenruhig weiter verstümmeln. Eine derartig fehlerhaft verstandene Anatomie untergräbt den gebotenen Standard von ärztlicher Kunst, ärztlichem Aufklärungsgespräch und eventuellem kindlichem oder jugendlichem Mitentscheiden.

Springen wir zu Seite 135 zurück. Wenn nicht beschnittene Jungen masturbieren, so meint es der Autor:

„Dabei stimulieren sie sowohl die zarte, nervenreiche Oberflächenschleimhaut der Eichel, als auch die empfindliche Innenseite der Vorhaut“

– Einspruch. Das seit Jahrtausenden zielsicher amputierte Organ wird durch Lichtenheldt lediglich als „empfindlich“ etikettiert womit doch vielleicht Untertöne von nicht belastbar (geht sowieso schnell kaputt, war halt empfindlich) bis überempfindlich (das war nervend empfindlich, empfindlich störend) mitschwingen, während der Eichel die zwei Attribute „zart“ und „nervenreich“ angedichtet werden, als ob der Glans penis denn nicht durch die auf die Beschneidung allmählich erfolgende Keratinisierung (Verhornung) gerade ihre Zartheit unweigerlich verloren gehen würde und die mit dem Präputium amputierten bis zu 20.000 überwiegend spezialisierten Nervenenden (einschließlich Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen) auch nur ein annäherndes Pendant in der pauschal „nervenreich“ beschworenen Eichel hätten.

Weiter auf der Folgeseite:

„Stimuliert werden auch das Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel“,

leider schweigt un-heil dazu, dass es auf das ziemlich eichelferne und höchst vorhautnahe Frenular Delta (McGrath 2001) ankommt und auf die Frage, ob dieses beim Beschneidungsvorgang überhaupt erhalten bleibt.

Mindestens implizit wiederholt wird dieser Denkfehler auf Seite 163 als:

„die hochsensible Eichel“

nämlich unter – gezielter? – Auslassung der – sehr viel mehr – „hochsensiblen“ Strukturen der Vorhaut, hier wären stets vor allem Gefurchtes Band und Frenulares Delta zu nennen. Auch im Kontext der beiden Seiten 162 und 163 verschweigt der Autor von un-heil, dass nicht die Eichel, sondern genau und nur die Vorhaut jene ungefähr 20.000 Nervenenden und Tastkörperchen enthält, die für den größten Teil der anatomisch möglichen lustvollen sexuellen Empfindung des Mannes verantwortlich sind; die nicht keratinisierte Eichel empfindet zwar, aber sie empfindet das Getastete eher sehr grob und verschwommen sowie von ihrer nervlichen Natur aus als durchaus unlustvoll bis schmerzhaft.

Ist die Vorhaut weg ist das Hauptorgan der männlichen Lustwahrnehmung weg und insofern ist gerade die Eichel eben nicht das „Sensibelchen“ (Lichtenheldt Seite 19 Die Eichel – Sensibelchen in Violett). Nein, die Vorhaut ist das „Sensibelchen“ – gewesen, nämlich vor der Beschneidung, die Eichel hingegen verliert im Laufe der Jahre und der Verhornung viel von ihrer naturgemäß ohnehin geringen, nämlich mit entsprechenden Rezeptoren nur in einer schmalen Zone dicht an der Kranzfurche (Sulcus coronarius) vorhandenen erogenen Sensitivität.

Eine Eichelbemerkung haben wir noch vorzunehmen, die nach der Farbe, welche Mario Lichtenheldt vielleicht poetisch als violett pauschalisiert. Auch die Farbe der von Natur aus nahezu als ein inneres Organ vorgesehenen Eichel ändert sich beim Beschneiden – und zwar im Sinne eines Grau- oder Stumpfwerdens (discoloration). Dieser Farbverlust wird einerseits durch das Wegreißen der im Baby- und Kindesalter naturgemäß angewachsenen Vorhaut begünstigt (Hautschädigung) und verstärkt sich andererseits im Laufe der Lebenszeit (Keratinisierung). Mindestens bei allen Männern, bei denen die etliche Jahre nach der Beschneidung violett wirkende Eichel bei intakt gebliebener Vorhaut rot oder rosa hätte sein müssen, wäre das im Buch un-heil ausweichend verkitschte Violett eine Folge der akuten Hautzerstörung oder ein Symptom für den sukzessive steigenden Sensitivitätsverlust. Auf der hauttypbedingt (Pigmentierung) wahrscheinlichen, farblich annähernd sicheren Seite bleibt der Autor von un-heil, indem er nicht von Sensibelchen in Rot oder Sensibelchen in Rosa redet.

Fazit zum Vorhautbuch ohne Vorhaut.

un-heil: Vorhaut, Phimose & Beschneidung. Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren verkennt vollständig die hohe sensitive, sexuelle und partnerschaftliche Bedeutung des männlichen Präputiums und damit die Menschheitskatastrophe ihrer mit der Schamlippenamputation ebenso wie mit der Klitoridektomie sehr wohl vergleichbaren rituellen Zerstörung. Das Buch motiviert deshalb nicht ausreichend zu dem, worum es Kinderrechtlern und Gesundheitserziehern gehen muss, nämlich zum Kampf um ihren Erhalt und ist daher für Jungen und ihre Eltern sowie für Lehrer, Jugendarbeiter und besonders Jungenarbeiter keinesfalls zu empfehlen.

Cees van der Duin

Q u e l l e n

What he ENTIRELY MISSED, is that the foreskin, NOT the glans is the most sexually sensitive portion of the male genitalia.

http://community.babycenter.com/post/a735045/circumcision?cpg=73&csi=2020834937&pd=7

Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis.

http://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Auswirkungen_der_Zirkumzision

We now know that the foreskin, not the glans, is the most sensitive part of the entire penis, and that removing it takes away three quarters of the pleasure a man has during sexual intercourse. He can no longer „glide“ but has to „thrust“ — which causes friction and makes it less pleasurable for his partner as well. (Female partners of intact men are more likely to experience vaginal orgasm).

http://old.richarddawkins.net/users/173413/comments

Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. (…)

Gary Harryman

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

Ich habe Deine Ausführungen zur weiblichen Genitalverstümmelungen im Bundestag gehört und finde sie sehr richtig. Es ist jedoch eine medizinische Fehlinformation, die in fast allen Fraktionen vorhanden ist, dass die Vorhaut des Penis anders gebaut sei als beispielsweise die Labien (kleinen Schamlippen) einer Frau. Dieser Irrtum entsteht wahrscheinlich dadurch, dass Beschneidungen an Jungen häufiger und wegen überalterter medizinischer und traditoneller Vorstellungen auch akzeptierter sind. Das bedeutet aber nicht, dass sie folgenärmer wären. Sowohl Vorhaut als auch Labien haben eine sehr hohe Dichte verschiedener Tast-Körperchen. Das sind spezialisierte Sinneszellen. Dass beide Gewebe gleich aufgebaut sind liegt daran, dass bei der Entwicklung eines Embryos im Mutterleib lediglich das Vorhandensein des Y-Chromosoms bestimmt wie die Form des äußeren Geschlechtsorganes aussieht. Aber eben nur die Form, nicht zwingend die Funktion. Zur Ausbildung der Form wird das gleiche Gewebe benutzt weswegen auch dessen Aufbau gleich ist. Ein Gewebe, das voll mit diesen Tast-Körperchen ist, ist hochempfindlich und erogen. Egal ob es Labie oder Vorhaut heißt. Die Empfindlichkeit beider übertrifft die von Lippen oder Fingerkuppen um ein Vielfaches und [diese] bilden damit mit die wichtigsten erogenen Zonen von Mann und Frau. Es ist also keinesfalls zynisch oder unsachlich, wenn die Gegner der Beschneidung darauf hinweisen, sondern Stand der modernen Medizin, den jeder Medizinstudent in der Vorklinik lernt. (…)

Tanja Hindemith

http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/07/20/beschneidungsdebatte-fehlinformationen-ohne-ende/

Auf der Seite Beschneidung von Jungen:

Verluste durch die Beschneidung

Das Gefurchte Band

Die wichtigste erogene (sexuell empfindliche) Zone des männlichen Körpers. Der Verlust dieses feinen Bändchens aus dicht mit Nerven besetztem, sexuell empfindlichen Gewebe verringert die Intensität und Fülle des sexuellen Empfindens

[Taylor, J. R. et al., „The Prepuce: Specialized Mucosa of the Penis and Its Loss to Circumcision,“ British Journal of Urology 77 (1996): 291-295.]

P. M. Fleiss, MD, MPH, „The Case Against Circumcision,“ Mothering: The Magazine of Natural Family Living (Winter 1997): 36-45.]

Das Frenulum [Anm.: Frenulum und Frenulares Delta, hier nämlich das Delta]

Die hochgradig erogene V-förmige, netzartige Verbindungsstruktur an der Unterseite der Eichel, die oft zusammen mit der Vorhaut amputiert oder durchtrennt wird. In beiden Fällen wird die Funktion des Frenulums und damit sein Potential für sexuelles Vergnügen zerstört.

[1. Cold, C, Taylor, J, „The Prepuce,“ BJU International 83, Suppl. 1, (1999): 34-44. 2. Kaplan, G.W., „Complications of Circumcision,“ Urologic Clinics of North America 10, 1983.]

http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/argumente-gegen-beschneidung/verluste-durch-die-beschneidung.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Frenular_delta

McGrath K. The frenular delta: a new preputial structure. In: Denniston GC, Hodges FM, Milos MF, editors. Understanding Circumcision: A Multi-Disciplinary Approach to a Multi-Dimensional Problem. New York: Kluwer/Plenum; 2001. p. 199-206.

http://www.cirp.org/library/anatomy/mcgrath1/

Cutting the frenulum or the frenular artery has the potential to reduce the blood flow to the meatus (ischemia) and may result in meatal stenosis (development of scar tissue reducing the size of the meatus) which can have an impact in the ability to urinate, may cause infections and may require surgery in order to repair.

Sorrells et al, 2007, referred to the damage to the frenulum in these words: „In conclusion, circumcision removes the most sensitive parts of the penis and decreases the fine-touch pressure sensitivity of glans penis. The most sensitive regions in the uncircumcised penis are those parts ablated by circumcision. When compared to the most sensitive area of the circumcised penis, several locations on the uncircumcised penis (the rim of the preputial orifice, dorsal and ventral, the frenulum near the ridged band, and the frenulum at the muco-cutaneous junction) that are missing from the circumcised penis were significantly more sensitive.“

http://damagefromcircumcision.blogspot.de/p/blog-page.html

Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

Morris L. Sorrells,

James L. Snyder,

Mark D. Reiss,

Christopher Eden,

Marilyn F. Milos,

Norma Wilcox,

Robert S. Van Howe

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-410X.2006.06685.x/full

Universal Declaration on Circumcision, Excision, and Incision

WHEREAS, the General Assembly of the United Nations on December 10, 1948 adopted and

proclaimed the UNIVERSAL DECLARATION OF HUMAN RIGHTS; and

WHEREAS, said Declaration affirms to „strive by teaching and education to promote respect for these rights and freedoms and by progressive measures, national and international, to secure their universal and effective recognition and observance…;“

WHEREAS, Article 2 of said Declaration affirms that „Everyone is entitled to all the rights and freedoms set forth in this Declaration without distinction of any kind, such as race, colour, sex, language, religion, political or other opinion, national or social origin, property, birth or other status;“ and

WHEREAS, Article 5 of said Declaration affirmst that: „NO ONE SHALL BE SUBJECTED TO TORTURE OR TO CRUEL, INHUMAN OR DEGRADING TREATMENT OR PUNISHMENT;“ and

WHEREAS, the practice of medically unnecessary surgical circumcisions, excisions and incisions on male and female genitalia that are conducted:

a. without anesthesia, inflicts incalculable pain and human suffering, constitutes and act of TORTURE within the terms of Article 5 of the Universal Declaration of Human Rights; and

b. with anesthesia, constitutes and „act of cruel, inhuman and degrading treatment“ within the terms of Article 5 of the Universal Declaration of Human Rights; and

WHEREAS, other forms of male and female genital mutilation that are conducted as a matter of social and religious custom, e.g. as in „ritual rites of passage,“ constitute acts of „TORTURE (AND) CRUEL, INHUMAN OR DEGRADING TREATMENT OR PUNISHMENT“ within the language of Article 5 of the United Nations Universal Declaration of Human Rights; and

WHEREAS, the above violations of Articles 2 and 5 of the Universal Declaration of Human Rights frequently involves helpless newborns and adolescents—religious and social customs notwithstanding;

http://montagunocircpetition.org/univ_declaration.pg

Allgemeine Erklärung zu Beschneidung (Zirkumzision), Ausschneidung (Exzision) und Einschneidung (Inzision)

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 die ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE angenommen und verabschiedet hat; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die genannte Erklärung bekräftigt, dass „durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung zu gewährleisten“ sind;

IN ANBETRACHT DESSEN, dass Artikel 2 der genannten Erklärung bekräftigt, dass „jeder […] Anspruch [hat] auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand“; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass Artikel 5 der genannten Erklärung bekräftigt dass: „NIEMAND […] DER FOLTER ODER GRAUSAMER, UNMENSCHLICHER ODER ERNIEDRIGENDER BEHANDLUNG ODER STRAFE UNTERWORFEN WERDEN [DARF]“; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die Durchführung von medizinisch unnötigen Beschneidungen (Zirkumzisionen), Ausschneidungen (Exzisionen) und Einschneidungen (Inzisionen) an männlichen und weiblichen Genitalien, die vorgenommen werden:

a. ohne Betäubung, unermeßliche Schmerzen und menschliches Leiden verursacht und somit einen Akt der FOLTER im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darstellt; und

b. mit Betäubung, einen Akt der „grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung“ im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darstellt; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass andere Formen der männlichen und weiblichen Genitalverstümmelung, die als Bestandteil von soziokulturellen und religiösen Bräuchen vorgenommen werden, z.B. in Form von „Initiationsriten“, Akte von „FOLTER [UND] GRAUSAMER, UNMENSCHLICHER ODER ERNIEDRIGENDER BEHANDLUNG ODER STRAFE“ im Sinne von Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen darstellen; und

IN ANBETRACHT DESSEN, dass die oben genannten Verletzungen von Artikel 2 und 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte häufig hilflose Neugeborene und Heranwachsende betreffen—ungeachtet religiöser und sozialer Bräuche;

http://montagunocircpetition.org/univ_declaration.pg?lang=de

In intact European males, the glans ranges in color from pink to dark purple, while in dark skinned men it ranges from pink to dark brown. Infant circumcision, carried out when the glans is adherent to the foreskin, results in scarring, pitting, and discoloration of the surface of the glans and, over the years, increasing keratinization is likely to lead to further loss of natural color (Fleiss, 1997).

http://www.circinfo.org/Warren.html

The glans ranges from pink to red to dark purple among intact men of Northern European ancestry, and from pinkish to mahagony to dark brown among intact men of Color. If circumcision is performed on an infant or young boy, the connective tissue which protectively fuses the foreskin and glans together is ripped apart. This leaves the glans raw and subject to infection, scarring, pitting, shrinkage, and eventual discoloration. Over a period of years the glans becomes keratinized, adding additional layers of tissue in order to adequately protect itself, which further contributes to discoloration. (Fleiss, 1997)

http://www.norm.org/lost.html

Pflege erhebliche Lautstärke in der Jungenbeschneidungsdebatte, schweig fein still zu gefurchtem Band oder frenularem Delta:

„das physiologische Äquivalent zur Jungenbeschneidung, nämlich die Entfernung der Klitorisvorhaut“

Dr. Meike Beier & Mario Lichtenheldt am 05.07.2012

http://manndat.de/geschlechterpolitik/stellungnahme-zum-kolner-beschneidungsurteil.html

Der Arbeitskreis Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung besteht aus Personen wie:

Mario Lichtenheldt, RA Walter Otte, Prof. Dr. Holm Putzke, Dr. Michael Schmidt-Salomon, Dr. Meike Beier

http://pro-kinderrechte.de/impressum/

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39 Antworten to “374. Beschneidungsverharmloser Mario Lichtenheldt”

  1. Panos Says:

    (…) Dass es bei Beschneidungen doch weitaus mehr unangenehme Folgen und Komplikationen gibt, die zu Konsultationen in den Praxen der Kinder- und Jugendärzte führen, belegt eine Befragung der DAKJ aus dem letzten Monat. Bei einer internetbasierten Befragung haben etwa 10 % aller Kinder- und Jugendarztpraxen in Deutschland anhand ihrer Aufzeichnungen seit dem 01.01.2010 zahlreiche Komplikationen als Folge der Beschneidung gemeldet. 458 Kinderärzte haben in den letzten 3 Jahren 298 Neugeborene, 351 Säuglinge und 1209 Kinder jenseits des Säuglingsalters mit Komplikationen nach einer Beschneidung gesehen. Gründe der Vorstellung waren in 1204 Fällen lokale Infektionen, in 628 Fällen mussten Antibiotika verabreicht werden und in 470 Fällen waren Nachblutungen der Vorstellungsgrund. Weitere Informationen zu den Umfrageergebnissen können Sie der Homepage der DAKJ entnehmen (www.dakj.de).

    Berlin, den 19.11.2012
    Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.

    http://dakj.de/media/mitteilungen/Pressemitteilung_Beschneidung_Gesetzentwurf_191112.pdf

  2. Machandelboom Says:

    Das beschneidungsrhetorische Duo Mario Lichtenheldt und Meike Beier – die entweder komplett vorhautunkundige oder zielsicher die anatomischen Fakten leugnende Dr. rer. nat. war inhaltlich mitverantwortlich für die Beschneidungsfibel un-heil – bringt die grundfalsche Gleichsetzung von Klitorisvorhaut und männlicher Vorhaut bzw. damit von Klitorisvorhautbeschneidung und Zirkumzision auch in ihren 10 Thesen und Antithesen:
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    „… Weiterhin wird bei dieser Argumentation der ƒübliche Fehler begangen, dass die „klassische“ Jungenbeschneidung mit der schwerwiegendsten Form von weiblicher Genitalverstƒümmelung, der Exzision pharaonischen Beschneidung, verglichen wird. Es gibt jedoch auch wesentlich mildere Formen der weiblichen Genitalverstƒümmelung, bei der beispielsweise „nur“ die weibliche Vorhaut oder Klitorishaube entfernt wird. Dieser Eingriff, den manche „westliche“ Frauen sogar freiwillig und selbstbestimmt durchfƒühren lassen, weil sie sich davon eine Erhö€hung der sexuellen Sensitivität erhoffen, ist physiologisch das exakte ćquivalent zur männlichen Beschneidung. …“

    Religionen sind zu schonen – um jeden Preis? 10 Thesen und Antithesen von Dr. Meike Beier und Mario Lichtenheldt.

    http://www.atheisten-info.at/downloads/Thesen_und_Antithesen.pdf
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    The ridged band, frenulum, and inner and outer foreskin are all destroyed by infant circumcision. The foreskin has 20,000 nerve endings(1) and countless Meissner’s Corpuscles – fine touch receptors – similar to those found in the lips, fingertips, female labia, etc. The male glans penis (head) has 4000 nerve endings, and in comparison, the equivalent smaller female clitoris has 8000 such nerve endings. The male foreskin is unquestionably a more highly receptive sensory organ than either the penile head or the female clitoris (or both combined!). Without the full complement of nerve endings and fine touch receptors of the foreskin, some men(2) have said that sex with a circumcised penis is like listening to a symphony without the string section or experiencing sight without colour.

    Global Survey of Circumcision Harm

    http://www.circumcisionharm.org/gallery%20intact.htm
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    Der wegweisend vor der HGM warnende Dan Bollinger (hier im Sommer 2013) hat völlig Recht:

    For the sixteen years I’ve been involved in this issue I’ve forecasted that, eventually, these issues will meld into the Human Genital Mutilation (HGM) issue. They must, because as long as one gender is mutilated the other remains at risk.

    http://intactamerica.wordpress.com/2013/08/15/cultural-blindness-and-circumcision/
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    Leider ein bislang zumeist nicht gelöstes HGM-Problem bleibt: Wer allzu ungerührt FGM Typ I1 und FGM Typ Ib nicht unterscheidet, ähnelt wie zufällig Wert und Beschädigungswert von Präputium und clitoral hood einander an.

    http://www.icgi.org/information/hgm-classification/

    Type I — Partial or total removal of the clitoris and/or the prepuce (clitoridectomy).
    a. When it is important to distinguish between the major variations of Type I mutilation, the following subdivisions are proposed: Type Ia, removal of the clitoral hood or prepuce only; Type Ib, removal of the clitoris with the prepuce.

    http://www.monaeltahawy.com/blog/?p=224
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    Anatomie ungenügend, sehr gut in Grundwasser: Geologin Meike Beier, hier ihre Dissertation zum Dr. rer. nat.

    „Die quantitative und qualitative Beeinflussung des Grundwassers durch Städte ist weltweit ein Problem.“

    http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/963/1/Beier_1_Kapitel_1-5.pdf

    Sicherlich, das sollen sie:

    Landwirte sollen Grundwasser schützen

    http://www.morgenweb.de/region/sudhessen-morgen/burstadt/landwirte-sollen-grundwasser-schutzen-1.521225
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    One of the founders of Kahal is Ronit Tamir, 46, a software engineer from Tel Aviv who is the mother of three children: two daughters aged 16 and 10, and an uncircumcised son, aged 12. Tamir says that Kahal was originally founded as a support group for families with uncircumcised children. “But after a year we found that those who were most interested were the still-undecided parents, not the veteran parents. In fact, we learned that uncircumcised boys have no problems at all, certainly not social ones, so their parents are not in need of support.” …

    In fact, Dr. Avshalom Zoossmann-Diskin, one of the most vociferous objectors in Israel to circumcision and the founder of Ben Shalem – an organization which fights circumcision – says that in his many years of anti-circumcision activism he has encountered only one harsh response. That was in 1999, in connection with a petition he submitted to the High Court of Justice against circumcision on the grounds that it violates the Basic Law on Human Dignity and Freedom, the Children’s Charter of Rights and criminal law. After the petition was rejected, the interior minister at the time, Eliahu Suissa ‏(Shas‏) stated that “the petitioner should be thrown out the window.” …

    “It took months for me to get over the fear that I was making my child an anomaly,” Eran Sadeh says. “I asked myself what will happen to him in kindergarten, in school, in the army and with girls. I went to a few meetings of parents who have uncircumcised children and that reassured me. I met many parents who told their story and I saw that they were normative people, not eccentrics. I realized that it wasn’t all that bad and that it would be all right.

    “After a few meetings I felt I had no more qualms about the decision. For the first time in my life I had to forgo my anonymity and take an active position about something and fight for it.” That need prompted Eran to create a website, “Gonen al hayeled” ‏(Protecting the Child; in Hebrew‏), an online information center about circumcision. …

    Netta Ahituv
    Even in Israel, more and more parents choose not to circumcise their sons
    14.07.2012

    http://www.haaretz.com/weekend/magazine/even-in-israel-more-and-more-parents-choose-not-to-circumcise-their-sons-1.436421

  3. Preputology Says:

    In den USA wie in allen Staaten der EU ist es so, dass nahezu alle Religionsführer und Parlamentarier das Volk für doof verkaufen, um die Mädchen (noch) nicht und die Jungen weiterhin legal am Genital verstümmeln zu dürfen. Das Vernebeln der Bedeutung des Präputiums ist Staatsdoktrin.

    Die Menschheit braucht politisch ungefiltertes, religiös unzensiertes Wissen über die männliche Vorhaut. Schockiere Bischof, Bürgermeister und Verwandtschaft, erwerbe Vorhautwissen, werde kundig in Präputologie.
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    „Die erzwungene männliche Beschneidung ist wie die weibliche Genitalverstümmelung ein Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Als Menschenrecht muss dieses für Jungen und Mädchen auf der ganzen Welt uneingeschränkt gelten. Weder religiöse, soziale, noch kulturelle Überzeugungen dürfen die Amputation der männlichen Vorhaut oder der weiblichen Klitoris und der Schamlippen rechtfertigen. Mit der gesetzlichen Erlaubnis der medizinisch nicht indizierten Beschneidung kleiner Jungen in Deutschland wurde ein Einfallstor für die Genitalverstümmelung von Mädchen geschaffen.“ Müller befürchtet, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis eine Familie nach dem Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter die Erlaubnis für die Beschneidung ihrer Tochter in Deutschland vor Gericht erstreitet.

    Christa Müller
    (I)NTACT e.V. – Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen

    http://www.frauenrechte.de/online/images/downloads/presse/PM_Beschneidung-12-12-2013.pdf
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    Die Vorhaut ist der sensibelste Teil des Penis. Wird sie entfernt, verhornt die Eichel. Sexueller Sensibilitätsverlust und somit Einschränkung der Orgasmusfähigkeit können die Folge sein. Die negativen Folgen der Buben-Beschneidung werden gesellschaftlich tabuisiert und von den Betroffenen totgeschwiegen. „Die Betroffenen, die uns kontaktieren, sind massivem Leidensdruck infolge ihrer Beschneidung ausgesetzt“, sagt Edwin Reichhart, der als Betreiber einer Internet-Seite zur Beschneidung auch Betroffene betreut. „Viele fühlen sich vergewaltigt. Die Beschneidung wurde gegen ihren Willen durchgeführt“, so Reichhart. Ebenso wie bei anderen Traumatisierungen brauchen Opfer oft 20 und mehr Jahre, bis sie in der Lage sind, ihre Probleme zu benennen. Vor allem werde verringerte sexuelle Sensibilität, genannt. Viele Männer leiden unter Orgasmusproblemen. Da wird „länger können“ bald zu „länger müssen“ und dann zu „gar nicht mehr (kommen)“ können“, sagt Reichhart. …

    MGM=FGM Wieso männliche und weibliche Beschneidung ähnlich traumatisierend sind


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    Christa Müller: Bubenbeschneidung ist Einfallstor für Legalisierung von Mädchenbeschneidung


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  4. Bragalou Says:

    „Im Rückblick ist es erstaunlich, dass die komplexe Struktur der Vorhaut (oder die Tatsache, dass es sich dabei nicht um eine einfache Hautfalte handelt) nicht schon vor 1991 beschrieben wurde. Dr. John Taylor fragte sich: „Was wird eigentlich bei der Beschneidung genau entfernt?“ Die totale Abwesenheit einer Antwort in der medizinischen Literatur auf diese Frage war die Motivation für seine Untersuchungen. Der Grund, warum diese Frage niemals gestellt wurde, im Laufe eines Jahrhunderts, in dem die männlichen Genitalien umfassend erforscht wurden, und in dem die Beschneidung immer häufiger durchgeführt wurde, bleibt ein Rätsel.“

    Ken McGrath (australischer Pathologe; Übersetzung Harald Stücker)

    Der Blog Evidenz-basierte Ansichten berichtet zur Wiederentdeckung von Klitoris und männlicher Vorhaut:

    „Kaum zu glauben, aber es ist wahr, erst im Jahre 1998 hat die australische Urologin Helen O’Connell genauer hingeschaut und die tieferliegende klitorale Struktur entdeckt, genauer gesagt: wiederentdeckt.“

    Cliteracy ist eine fantastische Wortschöpfung, ein Slogan in einem Wort, für eine Kampagne zur Alphabetisierung in sexueller Anatomie. Diese Kampagne sollte aber nicht auf die weibliche Anatomie beschränkt bleiben.

    Denn erstaunlicherweise sieht die Geschichte der wissenschaftlichen Erforschung der männlichen Vorhaut ganz ähnlich aus. Auch die komplexe Struktur der Vorhaut wurde erst spät entdeckt, bzw. wiederentdeckt. Erst 1991 hat der kanadische Pathologe John R. Taylor die Struktur und die sexuellen Funktionen des gefurchten Bandes erforscht und detailliert beschrieben. Frühere Beschreibungen waren in der Zwischenzeit ebenfalls wieder aus den Lehrbüchern verschwunden.“

    Bitte im ganzen, wichtige Quellen versammelnden Artikel bei Evidenz-basierte Ansichten lesen:

    „Cliteracy“ gegen Beschneidung
    15.10.2013

    http://evidentist.wordpress.com/2013/10/15/cliteracy-gegen-beschneidung/

  5. Stefan Schritt Says:

    Ich kann die Detailkritik durchaus nachvollziehen, an den erwähnten Stellen hätte man spezifischer sein können.

    Dennoch halte ich un-heil für kein schlechtes Buch, denn auch so stellt es sich sowohl den Schönfärbereien der religiösen Funktionäre und der beschneidungsaffinen Kinderchirurgen, die in den Medien von Vorteilen und Folgenlosigkeit fabulieren, durchaus entgegen. Und auch die Denkverbote aus der Emma-Liga, man könne und dürfe MGM in keinster Weise mit FGM vergleichen, werden grade gerückt.

    Im Fazit finde ich Ihre Detailanalyse zwar stimmig, eine Wertung als „Beschneidungsverharmloser“ ist jedoch meines Erachtens nach völlig unangemessen, zumal ich Herrn Lichtenheldt als sehr engagierten Intactivisten habe kennenlernen dürfen.

    Ich möchte an dieser Stelle noch ein anderes Werk zu diesem Thema erwähnen, das sich vergleichsweise kompakt, aber dennoch sehr eingehend mit der Thematik befasst: „Das große Zirkumpendium“. Vielleicht trifft es ja eher ihren Geschmack.

    http://www.zirkumpendium.de

  6. Cees van der Duin Says:

    Lieber Stefan Schritt,

    danke für Ihren Hinweis auf Das große Zirkumpendium und für Ihr mehrjähriges Engagement in der Sache.

    Die Wissenssammlung rund um das Thema männliche Beschneidung beschreibt die Vorhaut richtig:

    „Zudem ist das innere Blatt mit circa 20.000 Nervenendungen und Meissnerschen Tastkörperchen durchzogen, den selben Rezeptoren also, wie sie auch in den Fingerkuppen vorkommen. Die enorm hohe Dichte der Nerven und Tastkörperchen macht es zum empfindlichsten Teil des Körpers, in etwa zehnmal so empfindlich wie die Fingerkuppen. Dies unterscheidet den menschlichen Penis auch von denen anderer Säugetiere, bei denen die Hauptkonzentration der Nerven nicht in der Vorhaut, sondern in der Eichel zu finden ist.“

    Unter körperliche Spätfolgen heißt es erfreulich konsequent unter anderem:

    „Eine unvermeidliche Spätfolge jeder Beschneidung ist der dauerhafte Verlust von sexuellem Empfindungsvermögen. Dies ist zum einen auf das Entfernen sensorischen Gewebes zurückzuführen. Die Vorhaut enthält ca. 20.000 Nervenenden und Tastkörperchen, die für den Großteil der sexuellen Empfindung des Mannes verantwortlich sind. Wird die Vorhaut entfernt, stehen sie nicht mehr zur Erzeugung sexueller Stimulation zur Verfügung.

    Wenn Mario Lichtenheldt in eine eventuelle Neuauflage von un-heil diese Erkenntnisse doch einfach einarbeiten würde, wäre ich völlig zufrieden.

    Sehr wichtig und zweckmäßig in Das große Zirkumpendium ist auch der Hinweis auf den dänischen Kinderarzt ØSTER (1989) und die sehr allmähliche Auflösung der physiologischen Phomise. KAYABA (1996) und IMAMURA (1997) sowie in Kuba CONCEPCIÓN-MORALES (2002) und dann wieder in Japan ISHIKAWA und KAWAKITA (2004) bestätigten ØSTER.

    Wenn man sich im Jahre 2014, auch in und um NOCIRC, Intact America, hpd, gbs und MOGiS, endlich von dem von Kinderbeschneidungsterminverschieberin Anne Lindboe verfochtenen Prinzip der kindlichen Wunschbeschneidung distanzieren würde, die den irgendwie schariapflichtigen fünfzehn- oder zehnjährigen Jungen demnächst in der norwegischen Arztpraxis zwischen Gottgehorsam und Vorhautamputation entscheiden lassen soll (der zur Schere greifende Chirurg nonverbal oder sinngemäß formuliert: Willst du Koran und Sunna gehorchen oder den Vorhautschützern?, der Minderjährige wird gequält oder wie der auf KiKA dargestellte fehlgeleitete Tahsin (11) begeistert fühlen und ggf. erklären müssen: Ja, ich will beschnitten werden), wäre der weltweite Kampf gegen HGM (human genital mutilation, das ist FGM oder MGM) ein schönes Stück weiter.

    Cees van der Duin

    Zirkumpendium

    http://die-betroffenen.de/static/media/uploads/zirkumpendium.pdf

    Die normale Entwicklung der Vorhaut:
    Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fuer-eltern/entwicklung-der-vorhaut.html

    Köln am 6. Mai 2014, wissenschaftliches Symposium der amputationsbereiten Kinderbeschneidungswunscherfüller und schariakompatiblen Kinderbeschneidungsterminverschieber:

    Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis

    http://mogis-verein.de/sitemap/symposium-koeln/

  7. Evelyn Says:

    Ich bin doch schon groß, ich wünsch mir die khitân, die sünnet! Kinder an die Macht: „Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised.“ Mit seinem Beschneidungsfest begeht Tahsin seinen ganz persönlichen Day of Genital Autonomy:

    Bald ist es so weit! Aufgeregt und voller Vorfreude blickt der elfjährige Tahsin auf das kommende Ereignis, das ihn und seinen kleinen Bruder Emir endlich zu Männern machen soll: Die Beschneidung.

    „Wenn ich beschnitten bin, dann bin ich ein echter Mann“, – freut sich Tahsin. Jeder muslimische Junge muss beschnitten werden, so verlangt es die religiöse Tradition.

    http://www.kika.de/fernsehen/a_z/s/schauinmeinewelt/140119.shtml

  8. Machandelboom Says:

    Februar/März 2014, das zur Jungenbeschneidungspflicht (und schafiitischen FGM-Pficht) der Scharia bemerkenswert schweigsam bleibende Intact America und beinahe alle Kinderrechtler von Dänemark frohlocken: bald darf sich der große Junge (nicht der little boy) legal genital verstümmeln lassen:

    Little boys should not be subjugated to genital mutilation … Therefore we recomment strongly that boys are given the opportunity to decide for themselves – and not before the age of 15.

    Circumcision can cause complications

    a person unable to give his consent

    Sünnetci und Mohel wetzen das Amputationsmesser, den consent kriegen wir schon hin.

    Am 11.02.2014 signiert von:

    Mimi Jakobsen (Save the Children) (s. u.)

    Per Larsen (National Council for Children) (s. u., Stichwort Lindboe)

    Rasmus Kjeldahl (Children’s Rights) (siehe ganz unten)

    Den Hinweis dazu erhielten wir auch über das hierzu ganz verzückte Intact America, März 2014 (MARCH NEWS: Is FGM really worse than MGM?); wenn Intact America nur Säuglinge schützen will und die ältere Jungen per Meinungsbildungsprozess den Ritualbeschneidern willig ausliefert, soll man das der Öffentlichkeit doch unmissverständlich sagen.


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    Mimi Jakobsen und ihre Kollegen von Save the Children kämpfen für Kinderrechte und auch ein bisschen gegen Kinderbeschneidung, solange jedenfalls, wie das Kind (child) weiblich (female) ist und nicht männlich (male), gegen schlimme Praktiken, „practices that are“:

    „harmful for children (e.g. female circumcision or early marriage)“

    Jungen sind weniger wert, Jakobsen & Co. umgingen gezielt:

    harmful for children (e.g. male circumcision or early marriage)

    p 85

    http://www.developmenteducation.ie/media/documents/Advocacy%20Matters%20Participants%20Manual.pdf
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    Per Larsen (National Council for Children) aus Dänemark hatte den gesamteuropäischen verhängnisvollen Kurs vorgegeben und war mit Anne Lindboe (die als norwegische Kinderrechtsbeauftragte unwidersprochen zitiert wird, alle Teenager wunschbeschneiden lassen zu wollen, also nur den Zwölfjährigen oder Jüngeren ernsthaft zu schützen, non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed) an der OSLO RESOLUTION beteiligt:

    Let the boys decide on circumcision

    … circumcision without medical indication may only be carried out if a boy, who has reached the age and maturity required in order to understand the necessary medical information, chooses to consent to the procedure. … We request our governments to take necessary measures to ensure that boys are given the opportunity to decide for themselves whether or not they want to be circumcised.

    Oslo am 30.09.2013 – die skandinavischen Jungen werden dem schädlichen, lebenslang gesundheitlich, psychisch und sexuell benachteiligenden Vorhautamputieren einfach ausgeliefert.

    http://www.crin.org/docs/English-statement-.pdf
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    Auch Rasmus Kjeldahl will dem irgendwie einsichtsfähigen und informierten Jungen rituell das Zentrum der Lust amputieren lassen, obschon der Direktor des dänischen Børne Vilkår (Children’s Rights) die anatomische Bedeutung der männlichen Vorhaut entweder nicht kennt oder jedenfalls karrierefreundlich nicht nennt:

    Børne Vilkår mener endvidere, at indgrebet er i strid med juridiske og etiske principper, idet indgrebet er irreversibelt og da der intet er til hinder for at indgrebet foretages, når drenge har nået en alder, hvor de kan tage stilling og samtykke til indgrebet på egne vegne.

    „da die Operation irreversibel ist … und nichts dagegen spricht, den Eingriff in einem Alter vornehmen zu lassen, in welchem Jungen der Operation eigenmächtig zustimmen können.“

    Børns Vilkår mener, at hensynet til barnets bedste i dette tilfælde bør tillægges så meget vægt, at forældres ret til at handle på deres barns vegne indtil barnet har den fornødne alder og modenhed også i religiøse anliggender, må vige for barnets ret til selvbestemmelse og kropslig integritet.

    „… bis das Kind das dazu notwendige Alter und die Reife erreicht hat, auch religiöse Angelegenheiten betreffend, … das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung und körperliche Integrität.

    Rasmus Kjeldahl 18.01.2014

    http://www.bornsvilkar.dk/BV/~/media/BV/pdf/H%C3%B8ring%20over%20revideret%20vejledning%20om%20omsk%C3%A6ring%20af%20drenge.ashx
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    Die Politik zieht sich zurück aus dem Bereich der anwachsenden Herrschaft Allahs, die Kinderrechtsbeauftragten verabschieden sich in aller Form und sind bereit, falls sich, unwahrscheinlich genug, Jahre oder Jahrzehnte später jemand beschwert, die beschnittenen Männer selbstbewusst zu beschuldigen: Was wollen Sie heute, Sie selbst wollten sich doch damals beschneiden lassen.

    Die kulturelle Moderne kapituliert und die Beschneider beschneiden.

    03.03.2014, 25 Jahre nach Anaheim California

  9. Bragalou Says:

    Und die ersehnte juristische Lösung der transatlantischen sogenannten Kinderrechtler des Jahres 2014?

    Statt Zwangsbeschneidungserlaubnisgesetz fordern sie allen Ernstes ein Wunschbeschneidungserlaubnisgesetz.

    So kann beschnitten werden wie eh und je und die verständnisvoll tuenden Intaktivisten haben ihr Gesicht nicht verloren.

  10. Bragalou Says:

    Auch Juraprofessor Dr. Tonio Walter hatte von Gefurchtem Band und Frenularem Delta keine Ahnung und durfte 2013 seine anatomische Uninformiertheit unbesorgt in die Bevölkerung tragen.

    Das Präputium sei kein Teil des „Erregungssystems“, sinnierte der sich auf bezeichnenderweise ungenannt gebliebene „Biologen“ berufende Strafrechtler (Lehrbefähigung für Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafrechtsvergleichung) allen Ernstes.

    Die eigentliche Zirkumzision sei sexuell völlig unproblematisch: „Erregbarkeit und Lustempfinden bleiben schließlich erhalten“.
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    „Damit verstößt der neue Paragraf 226a StGB gegen einen zentralen Satz des Grundgesetzes: dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Denn eine Teilentfernung der weiblichen Vorhaut, erst recht ein bloßer Einschnitt in sie, ist nicht gravierender als die Beschneidung eines Jungen. Im Gegenteil, das radikale, vollständige Wegschneiden der Vorhaut eines Jungen geht weiter. Denn die Vorhaut hat bei beiden Geschlechtern die gleiche Funktion: Sie schützt ein kleines Körperteil, das sexuelle Erregung auslöst, ohne selbst Teil dieses – wie Biologen sagen – Erregungssystems zu sein.

    Auch die Motive, mit denen die Vorhaut beschnitten wird, gleichen sich bei Mann und Frau. Erwachsene lassen sich aus kosmetischen Gründen beschneiden oder weil sie ihre Erregbarkeit steigern wollen. Bei Kindern geht es um einen Initiationsritus oder um eine religiöse Norm. Beides richtet sich bei einer Beschneidung allein der Vorhaut nicht automatisch gegen die Sexualität des Kindes, auch nicht bei Mädchen – Erregbarkeit und Lustempfinden bleiben schließlich erhalten. Besonders klar ist das, wenn es nur zu einem rituellen Einschnitt oder Anstechen der Vorhaut kommt.

    Dass sich die Beschneidung gegen die Sexualität richten kann, gilt auch für Jungen. Objektiv werden sie durch den Eingriff desensibilisiert, weil die Eichel jetzt ständig ungeschützt an der Kleidung reibt. Und subjektiv hat die Beschneidung von Jungen seit dem 19. Jahrhundert millionenfach den Zweck gehabt, ihnen die Selbstbefriedigung zu erschweren. Das wird heute gern verdrängt, ist aber der Grund, warum die Jungenbeschneidung in den puritanischen USA so verbreitet war – und heute stark rückläufig ist.“

    Das ist falsch, die männliche Beschneidung KANN die Sexualität nicht beschädigen, sie MUSS es, denn nur die Vorhaut, nicht die Eichel enthält die bis zu 20.000 für Lustempfindung zuständige Nervenenden und die Meissnerschen und anderen Tastkörperchen.

    Die Eichel hingegen drohe desensibilisiert zu werden, so Tonio Walter, der die Vorhaut also, ganz wie es im Vorjahr (2012) Mario Lichtenheldt (un-heil) behauptete, als eine sensorisch eigentlich wertlose Eichelschutzkappe missverstand.

    http://www.toniowalter.de/politik/zeit-04-07-13.pdf

    http://www.zeit.de/2013/28/genitalverstuemmelung-gesetz-frauen/komplettansicht

  11. Bragalou Says:

    Es prantlt. Auch bei Mario Lichtenheldt (un-heil) also hat es geprantlt, für die anatomisch unkundigen Vorhautentwerter ist das Präputium nichts als: ein Stück Haut.

    Tatsache aber ist: Nach der Operation fehlt dem Jungen ein Stück Haut. Die Kritiker halten das für ein Verbrechen am wehrlosen Kind.

    Heribert Prantl (Vom richtigen Umgang mit Recht)
    Süddeutsche 16.07.2012

    http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-um-beschneidung-vom-richtigen-umgang-mit-recht-1.1413208

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    Das Kind ist nicht der Besitz der Eltern! Das übersieht offensichtlich Heribert Prantl, der das Wohl des Kindes wieder der Familie bzw. dem Familienoberhaupt unterordnen will, ganz entgegen der Rechtsfortentwicklung der zurückliegenden wenigen Jahrzehnte. Das Kind ist nicht mehr “Objekt” sondern aus rechtlicher Sicht “Subjekt” und mithin Träger “eigener” Rechte!

    Eckhard Schulze
    Hier irrt Heribert Prantl (SZ)
    An und für sich 10.10.2012

    http://anundfuersich.wordpress.com/2012/10/10/hier-irrt-heribert-prantl-sz/

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    Herr Prantl scheint ja – warum an dieser Stelle auch immer – lieber seinen Reflexen zu folgen. Wer von “ein Stück Haut” spricht, wie es Herr Prantl gestern tat, dem geht es um alles mögliche, nur ganz sicher nicht um eine sachliche Auseinandersetzung.

    aus dem Kommentar von Detlev Beutner
    Wissen rockt, 17.06.2012

    http://www.wissenrockt.de/2012/07/17/beschneidungen-kampagne-will-kinderrechte-starken-28042/

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    Es ginge lediglich um ein Stück Haut, sagt der Heribert Prantl, einen Unterschied zum Ohrlochstechen bei kleinen Mädchen gebe es nicht, sagen andere, es sei ja auch ärgerlich und gefährlich, wenn Eltern ganz kleinen Kindern das Skifahren angewöhnten, meint ein Jungle World-Schreiber.

    Wie wichtig die Vorhaut für das männliche Lustempfinden ist, mag offen bleiben, dass sie kein von der Natur vergessenes Rudiment ist, das auf Vorformen des Menschen verweist, dürfte evident sein. Die Vorhaut ist jedenfalls Bestandteil des männlichen Genitals, und sie steht unbestritten im Zusammenhang mit dessen Lustempfinden. Sie ist eine äußerst erogene Zone, rein physiologisch festzumachen an der erheblichen Ausstattung mit Nerven und dem ungewöhnlich hohen Ausmaß von Durchblutung. Sie nicht zu haben, bedeutet weniger Sensibilität des Genitals – ein Mangel, der nicht mit einem Mangel von Lustempfinden des entsprechenden Mannes zu verwechseln ist. Dass allerdings die Vorhautentfernung von Alters her gerade mit einer Minimierung oder besser noch der Zielführung des Lustempfindens auf den Akt der genitalen Penetration im Mannesalter begründet wurde, darf nicht unterschlagen werden.

    Justus Wertmüller
    Jüdische Identität dringend gesucht. Sieben Thesen zur deutschen „Beschneidungsdebatte“
    Bahamas 65-2012/13

    http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web65-2.html

  12. Edward von Roy Says:

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    Die Beschneidung gesetzlich gestatten?
    ZIS 10/2012

    Von Prof. Dr. Rolf Dietrich Herzberg, Bochum

    Der Bundestagsbeschluss v. 19.7.2012 fordert von der Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes. Es soll sicherstellen, „dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig ist“. Und es soll dabei grundgesetzlich geschützte Rechtsgüter, u.a. das „der körperlichen Unversehrtheit“, berücksichtigen. Wie das? Was erlaubt werden soll, die Abtrennung der Vorhaut, lässt sich nur unter Zurücksetzung, d.h. Nichtbeachtung des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit durchführen. Es zu „berücksichtigen“ heißt doch wohl, an dem Verbot festzuhalten, das aus dem Gesetz folgt. Hier scheint aber gemeint, dass man es nicht ganz außer Acht lassen und der gesetzlichen Ausnahmeerlaubnis, Kindern die Vorhaut abzutrennen, wenigstens Grenzen ziehen soll.

    Vorgelegt hat die Bundesregierung Anfang Oktober 2012 einen „Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz“, überschrieben mit „Entwurf eines Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes“. Vorgeschlagen und zur Diskussion gestellt wird ein Regelungstext, der als § 1631d ins Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen werden soll …

    Der Regierungsentwurf sieht es anders. Er regt die Schaffung eines Rechtfertigungsgrundes an, den der Strafrichter verneinen muss, wenn er „durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet“ sieht. Rein theoretisch könnte der Richter über diesen Vorbehalt jede medizinisch unnötige Jungenbeschneidung der Rechtfertigung entziehen. Er müsste nur die Tat dahin gehend bewerten, dass sie als irreversible, riskante und mit erheblichen Schmerzen verbundene Körperverletzung das Kind es wohl gefährde (und tatsächlich beeinträchtige), und zwar in allen Fällen, auch im praktisch wichtigsten Fall der rituellen Beschneidung. Die Entstehungsgeschichte des neuen § 1631d BGB würde uns aber belehren, dass der Richter es so nicht sehen soll. Die Rechtfertigungsnorm durch ein strenges Kindeswohlverständnis, so einleuchtend es auch sei, gegenstandslos machen darf er nicht. Er soll ihr eine Art unwiderlegliche Vermutung des Inhaltes entnehmen, dass jedenfalls eine nach der lex artis durchgeführte rituelle, dem jüdisch-religiösen oder muslimisch-religiösen Zweck dienende Beschneidung das Kindeswohl nicht gefährde. Andererseits: Auf das religiöse Motiv beschränkt sein soll die Rechtfertigung auch wieder nicht. …

    Aber angedeutete Empfehlungen zur Zweckbewertung in den Materialien sind keine gesetzlichen Festlegungen. Außerhalb des (religiösen) Kernbereichs ist die in Abs. 1 S. 2 geforderte Wertung im Grunde dem Belieben des Richters überlassen. Er muss keineswegs, aber er kann z.B. die Zwecke der Onanieverhinderung, der Penisverschönerung, der Erleichterung des Waschens oder der Geschwisterangleichung (s.o. I.) missbilligen und die so motivierte Tat bestrafen. Denn bei solcher Zwecksetzung, könnte er sagen, werde die Beeinträchtigung des Kindeswohls durch Raub des sensibelsten Penisteiles von keiner guten Absicht aufgewogen.

    Diese Bewertungsfreiheit bedeutet eine große Rechtsunsicherheit. Sie wird vermieden, wenn man dem Motiv überhaupt keine Relevanz gibt. Genau so könnte man, wie unter I. schon gesagt, den Bundestagsbeschluss v. 19.7.2012 verstehen, und seine Sicht der Dinge scheint sich zu verbreiten: Weg von der so überaus heiklen Berufung auf die Religionsfreiheit, …

    Die vorgesehene Beschneidungserlaubnis fügt sich ein in einen Komplex von Vorschriften, die im Einzelnen bestimmen, welche Rechte und Pflichten die Eltern haben – im Rahmen ihrer stets „zum Wohl des Kindes“ auszuübenden „Personensorge“. Mit dem Wohl des Kindes ist aber die schwere Verletzung, die ihm der Beschneider antut, gar nicht vereinbar. Die Argumente pro Kindeswohlförderung erweisen sich, wie dargelegt, bei genauerer Betrachtung als nicht stichhaltig. Wenn es in der Familie um jemandes Wohl geht, dann um das der Eltern, die mit der Beschneidung eine religiöse Pflicht zu erfüllen, eine Tradition zu pflegen und vielleicht auch einem Gruppendruck zu gehorchen bestrebt sind. Intuitiv erfassen das auch die Apologeten des Elternrechts auf Kinderbeschneidung, denn den Akzent legen sie immer auf das elterliche Recht, ihre Religion auszuüben, und nicht etwa auf die elterliche Pflicht, ihr Kind zu „pflegen“. Es ist ja schon auf den ersten Blick eine geradezu aberwitzige Annahme, man könne ein Kind dadurch pflegen und seinem Wohl dienen, dass man ihm den sensibelsten Teil seines Geschlechtsorgans, der für das Empfinden sexueller Lust besonders wichtig ist, abschneidet. Die vorgeschlagene Rechtfertigungsnorm fingiert sozusagen die Vereinbarkeit mit dem Kindeswohl für einen Eingriff, ohne sich dazu zu bekennen, dass er eine schwerwiegende Körperverletzung und dem Kindeswohl in Wahrheit abträglich ist. In den langen Ausführungen der Autoren findet sich nirgendwo eine Begründung, weshalb im Normalfall der Beschneidung, den Abs. 1 S. 1 erfasst, die Abtrennung eines wichtigen, schützenden, hochsensitiven gesunden Körperteils von einem gesunden Körper das Kindeswohl nicht sofort beeinträchtige und für die Zukunft gefährde. Es wird dies nur behauptet, indem der Regelungstext die Kindeswohlgefährdung in Abs. 1 S. 2 als Ausnahme hinstellt.

    Damit verschleiert der Gesetzentwurf, worum es eigentlich geht: Um eine tatbestandsmäßige Körperverletzung, die in Wahrheit nicht zum Wohl des Kindes erlaubt wird (wie z.B. eine Blinddarmoperation oder wohl auch noch das psychisch indizierte Anlegen der Ohren), sondern – unter Inkaufnahme seiner Minderung – zur Befriedigung der Interessen anderer Personen. Das Kind ist Opfer einer Körperverletzung, die deshalb erlaubt sein soll, weil wichtige Interessen außerhalb seiner Person sie gebieten. In den allermeisten Fällen ist es das Interesse der Eltern an der Erfüllung einer religiösen Pflicht. Das macht die Situation der Eltern mit einer Notstandslage vergleichbar. …

    Gar nicht beachtet haben die Autoren des Entwurfs einen zweiten Widerspruch. Ich meine den Wertungswiderspruch zwischen dem geplanten § 1631d BGB und dem schon geltenden § 1631b BGB. Das Einwilligungsrecht, das den Eltern eingeräumt werden soll, bedeutet für sie die Erlaubnis, auf die Begehung einer Körperverletzung (§ 223 StGB) zum Schaden des Kindes hinzuwirken, und für den Beschneider die Rechtfertigung bei der Erfüllung des Tatbestandes. Den Referenten war natürlich eines klar: Sie durften diese Gestattungen nicht an die Voraussetzung binden, dass die Beschneidung, obwohl ohne Heilungssinn, das Wohl des Kindes positiv fördert. …

    Dieser Wertungswiderspruch bekräftigt unseren Befund. Anders als bei der gesetzlichen Erlaubnis der Unterbringung geht es bei der für die Beschneidung geplanten nicht um das Interesse des Kindes, um den Schutz und die Förderung seines Wohls. Vielmehr handelt es sich um einen Konflikt von Interessen, den der Gesetzgeber zulasten des Kindes und zugunsten der Eltern entscheiden soll. Die Rechtfertigungsnorm, die diese Entscheidung trifft, sollte sich nicht tarnen als eine Bestimmung, die eine besondere Maßnahme der „Personensorge“ zur „Pflege“ und zum „Wohl des Kindes“ erlaubt.

    Darum mussten sich die Referenten mit einer Annahme begnügen, die zwar auch falsch, aber nicht so offensichtlich falsch ist: Die medizinisch unnötige Beschneidung sei im Normalfall kindeswohlneutral, nur ausnahmsweise gefährde sie das Kindeswohl.

    Der Arzt Prof. Dr. Feurle berichtet in der FAZ vom 6.7.2012 von eigenen Erfahrungen, die er in einem Krankenhaus in New Jersey, USA, gemacht hat: „Nach örtlicher Desinfektion musste zunächst die Vorhaut mit der gezähnten Pinzette gefasst und von der Glans gelöst werden. Schon dabei schrien die Kinder erbärmlich. Als die Vorhaut dann mit der gebogenen Schere in mehreren Etappen rings abgeschnitten wurde, schrien die Kinder dermaßen, dass ihnen manchmal der Atem stockte und sie blau im Gesicht wurden. Mit aller Kraft versuchten sie, sich von ihren Fesseln zu lösen“. Später wirkt es sich aus, dass die Beschneidung dem Opfer irreversibel fast 70 % des sensorischen Penisgewebes raubt mit der unweigerlichen Folge eines erheblichen Sensibilitätsverlustes. Es ist abwegig, Misshandlung, Qual und Kindeswohlverletzung mit der Begründung zu bestreiten, die Eltern wollten die Operation zum Besten des Kindes, sie handelten aus Liebe und religiöser Fürsorge. …

    Lässt aber der Politiker sich nicht trösten und tritt er an die Öffentlichkeit mit dem Vorwurf, er sei nun infolge der Eigenmacht des Arztes lebenslang genitalverstümmelt, so droht ihm die nächste Belehrung; und zwar die bielefeldtsche Rüge, das sei aber eine „diskreditierende Bezeichnung“, die ja den unschädlichen Akt empörender Weise mit der Genitalverstümmelung von Mädchen gleichsetze „und unter Juden und Muslimen daher tiefe Verbitterung“ auslösen müsse. Aber Betroffenen und Kritikern das Wort „Verstümmelung“ zu verbieten, weil die Beschneidungsbefürworter lieber den gärtnerischen Euphemismus hören und gebrauchen, ist natürlich Unfug. Wer einem Menschen, ob Kind oder Erwachsener, den sensibelsten Teil seines Geschlechtsorgans raubt, der verstümmelt ihn an diesem Organ, wie er durch die Amputation des kleinen Fingers die Hand verstümmeln würde. Dass der Penis für den Geschlechtsverkehr mehr oder weniger tauglich bleibt, wie die Hand zum Greifen, tut nichts zur Sache. Der Geist, in welchem der Akt vollzogen wird, mag ihn in den Augen der Gläubigen zu einer heiligen, einer von Gott gewollten, einer den Bund mit Gott stiftenden Verstümmelung machen, aber er bleibt, was er ist: eine Verstümmelung.

    http://www.zis-online.com/dat/ausgabe/2012_10_ger.pdf

    ::

  13. Bragalou Says:

    Der einstige Anwalt der Schulgebetsräume und rechtsstaatsgefährdend einflussreiche Schariafreund Mathias Rohe wird angemessen widerlegt:
    ::

    weil auch das praeputium eine Vielzahl von Nerven besitzt, die eben auf physische Reize reagieren. Wird es vollständig oder nahezu vollständig entfernt, geht damit auch die entsprechende Empfindungsfähigkeit verloren.

    Die Befürworter der Beschneidung halten den Verlust der Vorhaut für unbedeutend, weil dem praeputium keine Funktion zukomme. Das trifft nicht zu. … Ihre sensorischen und mechanischen Funktionen tragen wesentlich zum sexuellen Empfinden bei. Bestätigt wird dieser medizinische Befund durch die dokumentierten Äußerungen von Männern, die erst im Erwachsenenalter beschnitten worden sind. Diese Männer können ja über das Vorher und Nachher berichten. Übereinstimmend wird von einem erheblichen Verlust der sexuellen Empfindungsfähigkeit gesprochen. Es sei etwa so, wie das Sehen ohne Farben. Die Beschneidung der Knaben scheint sich daher von der Beschneidung der Mädchen (Entfernung der Klitoris) nicht so sehr zu unterscheiden.

    Rohe (JZ 2007, 801) kommt zur Straffreiheit der Beschneidung von Knaben nur deswegen, weil er davon ausgeht, daß die Auswirkungen der Beschneidung geringfügig seien und der Bereich des Sozialadäquaten nicht überschritten werde. Es wurde dargelegt, daß dieses nicht zutrifft. Das sei beispielsweise bei der Beschneidung von Mädchen nicht der Fall. Wie oben ausgeführt, ist das unrichtig. Somit muß er sich vorhalten lassen, auf einer unrichtigen Tatsachenbasis zu argumentieren. Aus medizinischer Sicht, wie oben ausgeführt, kann nicht ernsthaft bestritten werden, daß die Entfernung des praeputium erhebliche Folgen hat. Deswegen kann es auch keine Rolle spielen, ob die Beschneidung in der betreffenden Religionsgemeinschaft jedenfalls überwiegend als sozialadäquat angesehen wird.

    Rechtsanwalt Rainer Thesen, Nürnberg
    (Muß die religiöse Beschneidung strafbar sein? – zum „Kölner Beschneidungsurteil“)

    http://www.deutschlandjournal.de/Deutschland_Journal_-_Jahresau/Deutschland_Journal_-_Jahresau/18Kultur_Muss_die_religioese_Beschneidung_strafbar_sein_SWG_DJ2012-7.pdf

    ::

  14. Edward von Roy Says:

    Zum Thema;

    WRINT hat meinen Kommentar freigeschaltet …

    19. Mai 2014 um 17:47

    http://www.wrint.de/2014/03/19/wr271-zum-thema-beschneidung/

    … bei The STIR (CafeMom’s) zu lesen:

    1-10 of 12 comments [Seite eins]
    Kommenter Nummer 11 (der erste auf Seite 2)

    http://thestir.cafemom.com/baby/172608/10_celebrities_who_are_anticircumcision/0/more_slideshows

  15. Machandelboom Says:

    Den Phimosemythos einmal witzig erzählt – eine Vorhautgeschichte mit gutem Ausgang

    Die Vorhautverengung
    von Michls 31.03.2014

    http://michls.blog.de/2014/03/31/vorhautverengung-18109370/

  16. Elżbieta Wawrzyńska Says:

    Nur so kommt der Intaktivismus weiter, eine ausgezeichnete Rezension zum beschneidungsverharmlosenden Buch un-heil. Weder in Bezug auf die Nervenausstattung noch hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Sexualität ist die Vorhaut weiblich auch nur annähernd das „Äquivalent“ zur Vorhaut männlich, das sollten die beiden Verfasser der Erklärung zum Kölner Beschneidungsurteil (Religionen sind zu schonen – um jeden Preis? 10 Thesen und Antithesen) zeitnah richtigstellen:

    „eine der milden Varianten (z. B. das physiologische Äquivalent zur Jungenbeschneidung, nämlich die Entfernung der Klitorisvorhaut)“

    (Aussage 2, Kommentar von Dr. Meike Beier & Mario Lichtenheldt)

    „Es gibt jedoch auch wesentlich mildere Formen der weiblichen Genitalverstümmelung, bei der beispielsweise „nur“ die weibliche Vorhaut oder Klitorishaube entfernt wird. Dieser Eingriff, den manche „westliche“ Frauen sogar freiwillig und selbstbestimmt durchführen lassen, weil sie sich davon eine Erhöhung der sexuellen Sensitivität erhoffen, ist physiologisch das exakte Äquivalent zur männlichen Beschneidung.“

    (Aussage 9, Kommentar von Dr. Meike Beier & Mario Lichtenheldt)

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/erklaerung-zum-koelner-beschneidungsurteil.html

  17. Cees van der Duin Says:

    Auf Beschneidungsforum äußert sich der ertappte Beschneidungsverharmloser:

    „Fazit:

    Im Jahre 2014 würde ich vielleicht sinngemäß schreiben, dass die Vorhaut erheblich sensibler für sexuelle Reize ist als die Eichel.

    2016 wissen wir vielleicht noch etwas mehr, was man Jungen unbedingt sagen sollte. Warten wir mal noch ein Weilchen und sehen, wie eine Neuauflage aussehen kann.“

    Wie bitte: würde? Vielleicht? Sinngemäß? Da ist man sprachlos, echte Einsicht sieht doch wohl anders aus.

    Nun, vielleicht wird Mario Lichtenheldt das am heutigen Tage so verwässert Angekündigte ja eines Tages wirklich zu Papier bringen, nämlich dass die Vorhaut von Natur aus weitaus mehr sexuelle Sensitivität aufweist als die Eichel und, der Klitoris vergleichbar, als maskulines Lustorgan Nummer Eins ohne absolute medizinische Indikation auf keinen Fall amputiert werden darf.

    Hoffen wir also auf eine dann wissenschaftlich korrekte sowie (damit) pädagogisch verantwortbare Überarbeitung von un-heil, die sich endlich unzweideutig gegen jede Genitalverstümmelung an Mädchen ODER Jungen unter achtzehn Jahren ausspricht und warnen wir einstweilen weiterhin vor der Erstauflage des Jahres 2012.

    PS: Welche urogenital-medizinische oder sexualwissenschaftliche Fachkompetenz hatte die Lektorin und wissenschaftliche Beraterin von un-heil Dr. rer. nat. Meike Beier aufzuweisen, eventuell eine kompetente Geologin mit Fachgebiet menschliche Einwirkung auf das Grundwasser?

    http://beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=4540

  18. Machandelboom Says:

    Gut Pfad Cees, deine Vermutung bestätigt sich, die angeblich irgendwie zum Thema Jungenbeschneidung kompetente Dr. rer. nat. ist die südwestdeutsche Geologin, Zitat Bronski auf frblog am 23. April 2014:

    Mit dabei ist Dr. Meike Beier, die damals auch diverse Leserinbriefe zur Debatte beigesteuert hat. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins intaktiv e.V., der für genitale Selbstbestimmung eintritt. Meike Beier ist Geowissenschaftlerin und beschäftigt sich seit 2003 mit dem Thema Jungenbeschneidung. Sie lektorierte das Buch “un-heil” von Mario Lichtenheldt. “Anfangs war es sehr mühsam, bei diesem Tabuthema überhaupt etwas Nennenswertes zu erreichen – ein Leserbrief in der Frankfurter Rundschau war schon ein Höhepunkt”, schrieb sie mir. Inzwischen aber ist das Thema aus der Tabuzone heraus. (Zitatende)

    http://www.frblog.de/intaktiv/

    Mario Lichtenheldt wollte das Kind in seine Genitalverstümmelung einwilligen lassen, Zitat Deutsche Welle vom 18.07.2012, Karin Jäger:

    Lichtenheldt bezieht sich auf fundierte juristische Positionen bei der religiösen Beschneidung, die in Fachmagazinen erschienen sind, wie der Zeitschrift für internationale Strafrechtsdogmatik. Wolle man dem deutschen Recht Genüge tun und gleichzeitig die Gefühle und Traditionen der islamischen und jüdischen Mitbürger nicht verletzen, müsste es bei dem Gesetz auf einen Kompromiss hinauslaufen. Das Kind müsste entscheiden, was es verstandesgemäß erst ab einer gewissen Reife könne, argumentiert Lichtenheldt: (Zitatende)

    Bei der weiblichen Beschneidung FGM haben wir die ethisch gebotene Null-Toleranz-Grenze erreicht, was also soll das Gerede von einem Kompromiss in Sachen MGM?

    Ein weiteres kinderrechtliches Ärgernis, Zitat Karin Jäger:

    Das Buch [un-heil] befasst sich auch mit religiösen Aspekten der Beschneidung. Autor Lichtenheldt sieht durch die aktuelle Rechtslage einen Konflikt.

    „Denn in Deutschland seien Jungen mit einem beschnittenen Geschlechtsteil in der Minderheit. „Das nackte Kind fällt auf“ sagt Mario Lichtenheldt. (Zitatende)

    Da kann man sarkastisch werden: Na dann beschneiden wir doch endlich die Mehrheit, dann fällt das beschnittene Kind unter seinen gleichaltrigen Kameraden endlich nicht so schrecklich auf. Nein, ganz im Ernst: Schluss mit dem Beschneiden, einerlei ob das Kind oder ob der Jugendliche nun Mädchen oder Junge ist.

    http://www.dw.de/ein-einschneidendes-erlebnis/a-16102825

    Nochmal der Autor von un-heil (2012), der am 17. Januar 2014 11-jährige (in Worten: ELFJÄHRIGE) Jungen wie den auf KiKA dargestellten Tahsin in Deutschlands Kliniken oder Arztpraxen beschneiden lassen will, sofern man sie nur kräftig über die Beschneidungsfolgen informiert hat:

    Mit 11 ist ein Junge zumindest insoweit einsichtsfähig, dass er jedenfalls die körperlichen Auswirkungen verstehen kann – die möglichen Komplikationen ebenso wie die möglichen mittel- und langfristigen Folgen. Der Junge wäre demnach – auch nach in Deutschland derzeit geltender Rechtslage – persönlich, umfassend und altersgerecht aufzuklären [man ergänze: und dann im Krankenhaus unbekümmert genital zu verstümmeln]. Erfolgt keine Aufklärung im genannten Sinne, ist die Zustimmung der Sorgeberechtigten von vorneherein unwirksam – und dann hilft dem Onkel Doktor auch § 1631 d BGB nichts mehr … Mein eigenes Buch „un-heil“ wendet sich an Jungen etwa ab 11 sowie deren Eltern.“

    http://www.freiewelt.net/nachricht/doku-ueber-beschneidung-10021551/

    Nein Herr Lichtenheldt, ein Elfjähriger hat keinen Erwachsenenkörper, kennt erwachsene Sexualität nicht aus eigenem Erleben und kann die körperlichen Folgen NICHT verstehen. Ein Mädchen oder Junge von 11 Jahren ist NICHT einsichtsfähig und daher auch nicht einwilligungsfähig. Die ziemlich genaue Hälfte der Zehnjährigen und die knappe Hälfte der Elfjährigen hat (vgl. Thorvaldsen 10.4 years also 10,4 Jahre) gerade die volle Retraktionsfähigkeit der Vorhaut erlangt – bei den anderen 50 % der Jungen hat die (gesamte) Eichel das Licht der Sonne in diesem Alter noch gar nicht erblickt, und die wollen sie als Autor von un-heil wunschbeschneiden lassen:

    Infants and pre-school. Kayaba et al. (1996) reported that before six months of age, no boy had a retractable prepuce; 16.5 percent of boys aged 3-4 had a fully retractable prepuce. Imamura (1997) examined 4521 infants and young boys. He reported that the foreskin is retractile in 3 percent of infants aged one to three months, 19.9 percent of those aged ten to twelve months, and 38.4 percent of three-year-old boys. Ishikawa & Kawakita (2004) reported no retractability at age one, (but increasing to 77 percent at age 11-15). Non-retractile foreskin is the more common condition in this age group. Compare these data with Gairdner’s data! …

    Kayaba et al. reported that about only 42 percent of boys aged 8-10 have fully retractile foreskin, but the percentage increases to 62.9 percent in boys aged 11-15. Imamura (1997) reported that 77 percent of boys aged 11-15 had retractile foreskin. Thorvaldsen & Meyhoff (2005) conducted a survey of 4000 young men in Denmark. They report that the mean age of first foreskin retraction is 10.4 years in Denmark. Non-retractile foreskin is the more common condition until about 10-11 years of age.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/retraction.html

  19. Machandelboom Says:

    Es werde Licht, Herr erlöse uns vom Präputium. Die Vorhaut ist des Teufels und der muss bekämpft werden, ob als afropazifischer Stamm oder US-amerikanischer, von AIDS-Prophylaxe predigender Arzt. Die wollen in den Himmel kommen! Ein Blick auf das ansonsten leider die Beschneidung etwa im Sinne des Mario Lichtenheldt verharmlosende jedenfalls als mit der Klitorisamputation unvergleichbar missverstehende Beschneidungsforum:

    Auf meine Frage, ob er denn auch medizinisch nicht notwendige Beschneidungen durchführe, schaute er mich ganz verdutzt an und meinte: „Ja, selbstverständlich! Wenn es verlangt wird, mach ich das. Diese Leute glauben ja schließlich, dass sie sonst nicht in den Himmel kommen!

    Weguer am Dienstag, 4. Dezember 2012, 14:13

    http://beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=1526&s=e6040884e941be21a8f91d5cc9f0becc5a59847b

  20. Beschneidungsrhetorik braucht Standardsicherung Says:

    Leider zeigt sich Mario Lichtenheldt auch im Juni 2014 als eher lernresistent. Anlässlich einer Besprechung der einen beschneidungspolitischen Schlingerkurs fahrenden Zeitschrift BRAVO redet der Autor von un-heil mühsam von „verlorene Nerven“.

    Und dann wieder diese berüchtigte sinngemäße Schutzkappe, „die wiedererlangte Schutzfunktion für die Eichel kann dort u. U. zu einer teilweisen Resensibilisierung führen“, ohne sofort zu beschreiben, dass zehn- bis zwanzigtausend Tastkörperchen / Nervenendigungen, die nur in der maskulinen Vorhaut angelegt sind und in der Eichel von Natur aus nie vorhanden waren, unwiderbringlich weggeschnitten worden sind.

    [Zitat BRAVO]
    „Sexualität wird aber nach einer gut verlaufenen Beschneidung weiter als schön empfunden.“

    [Mario Lichtenheldt allen Ernstes]

    „Jein! Auch nach einer „technisch“ gut verlaufenen Beschneidung kommt es zur Keratinisierung der Eichel, begleitet von Sensibilitätsverlusten. Und dieser Verlust KANN negativ erlebt werden. Eine komplikationslos oder handwerklich gut verlaufene Beschneidung ist kein Garant dafür, dass es danach nicht zu negativ wahrgenommenen sexuell-funktionellen Einschränkungen kommt, zumal die meisten Jungen zum Zeitpunkt ihrer Beschneidung noch gar nicht sexuell aktiv sind und die fortschreitende Keratinisierung auch noch viele Jahre nach der OP zum Problem werden KANN.

    Ebenso kann eine handwerklich korrekte Beschneidung durchaus zu psychischen Belastungen des Jungen führen, wie die Wortmeldungen der letzten beiden Jahre ja überdeutlich gezeigt haben. …

    Auch auf längst praktizierte Methoden der Vorhautwiederherstellung wird nicht eingegangen. Zwar lassen sich verlorene Nerven damit nicht restaurieren, aber optisch können gute Ergebnisse erzielt werden und die wiedererlangte Schutzfunktion für die Eichel kann dort u. U. zu einer teilweisen Resensibilisierung führen.

    Das war knapp, so gerade noch bei der Wahrheit geblieben? Nein, die anatomischen Fakten blieben ausgespart. Das Gerede von Resensibilisierung ist sogar irreführend, denn es lobt schon wieder die naturgemäß sensorisch kaum ausgestattete Eichel. Immerhin ist anerkennenswert, dass der Autor von un-heil grundsätzlich gegen jede vermeidbare Beschneidung argumentiert und sogar zwischen Verengung und Verklebung unterscheidet:

    „Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass eine angeborene Verengung vorliegt. Das ist aber keine Krankheit, sondern ein natürlicher, nützlicher Zustand, welcher – nebst Vorhautverklebung – bis zur Pubertät völlig in Ordnung ist. Erst ab dann nämlich braucht der Junge eine bewegliche Vorhaut – aus sexuellen Gründen. Kommt es vorher zu Krankheitssymptomen (Entzündungen, Schmerzen, Harnverhalt) wird therapiert – und nicht amputiert!

    Man vergesse bitte endlich alle diese unsäglichen und unsäglich dummen Altersgrenzen! Kinder – auch Jungs sind Kinder – lassen sich nun mal nicht normen.“

    Mario Lichtenheldt ist anscheinend einfach nicht bereit, die durch Cees van der Duin treffend kritisierte anatomische Fehleinschätzung aus un-heil richtigzustellen. Unser Intaktivismus kann aber politisch erst gelingen, wenn das männliche Präputium anatomisch korrekt – nämlich mit seinen 10000 bis 20000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Merkel, Vater-Pacini, Ruffini, Meissner – als sensorisches Äquivalent der Klitoris dargestellt wird und die MGM mit Typ Ib der FGM Klitoridektomie (in Aspekten sogar mit Typ II FGM) verglichen wird.

    Vorbildlich geht Gary Harryman ans Thema heran.

    Intaktivisten aller Länder, gebt Vorhautentwertern keine Chance.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=4475

    *
    *

    Basic Human Genital Anatomy
    Gary Harryman

    Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

    Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut off these super-sensitive cells and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or amputation of the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces, does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

    Mechanically, the natural vaginal and penile lubricants are kept inside the vagina during male/female intercourse by the organic seal effect of the mobile penile foreskin. The mechanoreceptors in the buried legs of the intact clitoris straddle the entroitus of the vagina and are stimulated by the identical mechanoreceptors in the thick bunching accordion folds of the mobile penile foreskin. The clitoris and the penile foreskin are also intensely vascular – thickening when stimulated. Millions of years of trial and error evolutionary forces have synchronously engineered the human sex organs to function synergistically. We can be sure Nature has evolved (if you prefer, God has created) these differences and duplications for a reason. The brilliantly engineered unaltered female body is the perfect match for the equally brilliantly engineered design of the natural penis; they evolved together to compliment each other and they function collaboratively to achieve two common goals – mutual pleasure and insemination.

    A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile and most sensitive part of his penis. But, both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact – all of them. And so are their sexual partners.

    https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

  21. Machandelboom Says:

    flexikon.doccheck informiert:

    PRÄPUTIUM (Vorhaut)

    2.1 Innervation

    Die Vorhaut ist reich an spezialisierten Nervenendigungen und spezialisiertem erogenem Gewebe. Diese spezialisierten Nervenendigungen umfassen (Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen), die bereits leichteste Berührungs- und Temperaturreize detektieren können.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt die Glans penis fast ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (sogenannte Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperaturreize detektieren können, die vom Gehirn als Schmerzen wahrgenommenen werden.

    Cold und Taylor, welche die Innervation des Präputiums des Penis ausführlich untersuchten, erklärten:

    „Die Glans penis ist vorwiegend durch freie Nervenendigungen innerviert und besitzt hauptsächlich nur protopathische Sensibilität. Protopathische Sensibiltät bezieht sich auf gröberen, schlecht lokalisierten Empfindungen (einschließlich Schmerz, einige Temperaturempfindungen und bestimmte Wahrnehmungen von mechanischem Kontakt). In der Glans penis sind nur wenig [spezialisierte Nervenendigungen] vorhanden, und diese finden sich hauptsächlich entlang der Eichelkranzes und des Frenulums. Im Gegensatz dazu hat das gefurchte Band der männlichen Vorhaut an der mukokutanen Grenze eine hohe Konzentration an [spezialisierten Nervenendigungen].“

    http://flexikon.doccheck.com/de/Pr%C3%A4putium

  22. Machandelboom Says:

    Am 12.09.2012 sagte Eran Sadeh, der Gründer von Protect the Child (Israel), anlässlich einer Pressekonferenz:
    ::

    … 36 Jahre später wurde mein Sohn geboren. Zwei Tage vor seiner geplanten Beschneidung, während der Suche nach Empfehlungen für die Wahl eines Mohel-Arztes, stieß ich auf folgenden Absatz aus dem „The Guide for the Perplexed“ von Maimonides, dem großen jüdischen Philosophen:

    „Was die Beschneidung angeht, so bin ich der Meinung, dass eines ihrer Ziele die Einschränkung des Geschlechtsverkehrs und die, soweit wie möglich, Schwächung des Fortpflanzungsorgans ist, um die Mäßigung des Mannes zu erwirken. Manche Menschen glauben, mit der Beschneidung wird ein Defekt im männlichen Körperbau behoben, aber darauf kann man einfach erwidern: Wie können Werke der Natur so fehlerhaft sein, dass sie einer externen Ergänzung bedürfen, zumal der Nutzen der Vorhaut für dieses Organ so eindeutig ist. Der körperliche Schaden, der diesem Organ zugefügt wird, ist genau der gewünschte. Dies ist, so glaube ich, der beste Grund für das Gebot der Beschneidung.“

    Ich war schockiert. Ich begriff, dass die jüdische Motivation für die Beschneidung die Verringerung des sexuellen Vergnügens war, dieselbe Motivation, die hinter der weiblichen genitalen Beschneidung steht.

    Ich war so verblüfft über den Text, dass ich jede auffindbare Information über den Teil, der von meinem Penis abgeschnitten wurde, gelesen habe. Je mehr ich las und die Anatomie sowie Funktion der Vorhaut verstand, desto schwieriger wurde es, sich der schmerzhaften und bestürzenden Einsicht zu entziehen, dass mein Penis beschädigt und in seiner Fähigkeit Lust zu empfinden geschwächt wurde und dass ich nie in der Lage sein würde, Sex so genießen zu können, wie die Natur es vorgesehen hat.

    Durch die Amputation der Vorhaut wird höchst erogenes Gewebe, bei einem erwachsenen Mann entsprechend der Größe einer Scheckkarte entfernt. Ein Mann, dem das schützende Gewebe des Penisschafts fehlt, spürt weniger Vergnügen, weil ihm die tausende von Nervenenden fehlen, die mit dem amputierten Gewebe entfernt wurden. …

    Frau Bundeskanzlerin Merkel, die Bewegung zur Zwangsbeschneidung von Minderjährigen ist eine globale Bewegung. Überall auf der Welt richten Männer, die wie ich durch die Amputation ihrer Vorhaut verletzt sind, Mütter und Väter, die gegen ihren Willen aufgrund von Religion, Tradition und gesellschaftlichem Druck ihre Kinder verletzen müssen, Eltern, die tapfer genug sind, sich nicht anzupassen, Wissenschaftler aus allen Disziplinen und gewöhnliche Bürger ihre Augen auf Sie und auf Deutschland, damit es eine Vorreiterrolle beim Schutz der Menschenrechte von Kindern übernimmt. …

    Eran Sadeh

    http://pro-kinderrechte.de/?s=Petition&x=0&y=0

  23. Eifelginster Says:

    “I think male circumcision is worse than an incision of the girl.” -Ayaan Hirsi Ali
    The Libertarian Republic 09.02.2015

    Das zitierte Folgende klingt ja irgendwie jungenfreundlich-mitfühlend. Doch Ayaan Hirsi Ali will jetzt hoffentlich die FGM vom Typ milde Sunna (khitan al-inath, sunat perempuan, eine FGM Typ Ia oder Ib oder IV) nicht straffrei stellen, nach dem grundsätzlich richtigen Motto Gerechtigkeit durch Gleichberechtigung?

    Erfreulich, dass Hirsi Ali von Zerstörung der männlichen genitalen Sensitivität schreibt und die MGM immerhin indirekt mit der Klitorisamputation vergleicht:

    Another problem with the health benefits argument is that if the genders were reversed, there still would not be anyone advocating for it. If performing a clitorectomy were found to reduce instances of HIV, people would still be against it, no matter the health benefits. Why? Because people believe that women have a right to sexual pleasure derived from the clitoris. Does having an intact foreskin increase the amount of pleasure felt by boys? Yes, it does. Does removing it remove some of their sexual pleasure? Yes, it does.

    „Circumcision shouldn’t be outlawed“, aber Nein, MGM und FGM sind zu verbieten.

    „a period in life when one may decide for themselves whether or not to mutilate themselves“, nicht doch, die Jugendlichen können sich dem Gruppenzwang nicht entziehen, das müssen wir Erwachsenen für sie tun.

    Keine Beschneidungen (MGM oder FGM) unter achtzehn Jahren!

    http://www.thelibertarianrepublic.com/think-male-circumcision-worse-incision-girl-aayan-hirsi-ali/

  24. Cees van der Duin Says:

    Anatomisch maximal ahnungslos zur Vorhaut ist auch Georg Pfau aus dem österreichischen Linz:

    „Primär ist die Vorhaut konstruiert worden zum Schutz der Eichel“ [wieder dieses Lichtenheldtsche falsche Denken der nur indirekt wertvollen Eichelschutzkappe]. „Sie zu entfernen, führt … zu Verhornungen der weichen Eichelschleimhaut, wodurch es zu sexuellen Störungen kommen kann“ [Nein, wo haben Sie studiert und warum bilden Sie sich nicht weiter: die freien Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Ruffini, Vater-Pacini, Meissner, Merkel … 10000 bis 20000 davon … sind oder vielmehr waren in der Vorhaut, nicht in der Eichel]

    „Die stereotype Behauptung mancher Fachleute, eine Beschneidung könne die Sexualität der Männer nicht beeinträchtigen ist falsch. Sie ist lediglich ein Beweis dafür, dass psychosomatische Aspekte nicht berücksichtigt wurden.“

    Hier müsste ein konsequenter Georg Pfau eigentlich auch schreiben, dass dem Mädchen unbesorgt die Klitoris rituell herausgeschnitten werden kann, Lustverlust nach FGM Typ Ib sei schließlich lediglich eine Frage von Traumaverarbeitung und Stressbewältigung („psychosomatische Aspekte“). Das sollte er freilich nicht (und sich selbstverständlich auch gegen FGM Typ Ia oder IV einsetzen), sondern endlich die sensitiv analoge Bedeutung von Kitzler und Penisvorhaut erkennen.

    http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/die-gesunde-vorhaut/

    Sogar Jungen werden durch Georg Pfau zur Vorhaut falsch informiert:

    „Dabei hat sie eine wichtige Funktion, schützt sie doch das hochempfindliche männliche Lustorgan, die Eichel, vor allzu schneller Abnützung.“

    Zwischen Verklebung und Verengung ist zu unterscheiden. 10,4 (zehn Komma vier) Jahre ist das Durchschnittsalter für eine ganz zurückziehbare Vorhaut, was Georg Pfau nicht weiß jedenfalls nicht schreibt:

    „Nicht jede Phimose muss gleich operiert werden“

    Øster, Kayaba et al, Morales Concepción et al, Agarwal et al, and Ko et al all have demonstrated that the development of preputial retraction is a very gradual and variable event that occurs between birth and the completion of puberty. Moreover, Thorvaldsen and Meyhoff carried out a survey in Denmark and reported that the mean age of first foreskin retraction is 10.4 years.

    http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/boy-s-health/penis/

    10,4 Jahre
    10.4 years

    Can Fam Physician. 2010 Oct; 56(10): 986–987.
    PMCID: PMC2954072
    Gairdner was wrong
    George C. Denniston
    MD MPH President and Chief Executive Officer,
    George Hill
    Vice President for Bioethics and Medical Science, Doctors Opposing Circumcision, Seattle, WA

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2954072/

    Das Desinformieren geht einfach weiter, Georg Pfau:

    „wie schon beschrieben ist die Eichel das empfindliche Lustorgan des Mannes.“

    Unsinn, die Vorhaut, nicht die Eichel entspricht der weiblichen Klitoris sprich dem Lustorgan Nummer Eins.

    Pfau irreführend oder kenntnislos über die Glans penis, die Eichel:

    „In ihr befinden sich all die sensiblen Nervenendigungen, die ein Lustorgan braucht.“

    Nein, vom schmalen Bereich um Sulcus und Corona abgesehen: in der Glans befindet sich von Natur aus gar nichts als Rezeptoren für Unwohlsein bzw. Schmerz. Lustorgan ist – oder vielmehr war – das Praeputium.

    http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/beschneidung-beschneidet-die-sexuelle-lust/

    Im Fallbeispiel versäumt es Georg Pfau leider, darauf hinzuweisen, dass die Vorhaut eines Vierjährigen gar nicht retraktierbar sein muss – und auch die eines Grundschülers oder Unterstufenschülers nicht:

    „Herr Doktor, ich komme eben aus dem Krankenhaus. Ich habe meinen Sohn Tim (4 Jahre) mitgebracht, denn eigentlich geht es ja um ihn. Wir waren bestellt um seine Vorhautverklebungen zu lösen“

    Um gleich wieder die Bedeutung der Vorhaut zu verkennen:

    „Der schmerzlich traumatische Eingriff an gesunden jungen Männern im libidinös und narzistisch hochbesetzten Genitalbereich muss zu Langzeitfolgen auf das männliche Selbstwertgefühl und das Rollenverhalten führen.“

    Nein, nicht beschnittener Selbstwert oder beschnittenes Rollenbewusstsein, die irreversible Amputation des empfindlichsten Teils des männlichen Geschlechtsorgans ist das Problem.

    http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/

    Ein von anatomischen Fakten unangetastetes Selbstwertgefühl beweist uns der österreichische Co-Autor (Männer: Die ganze Wahrheit), Buchautor (Mann Frau – Sex: Frauen sehnen sich nach Liebe – Männer wollen Sex), Sexualmediziner, Vorhautentwerter und Eichelverherrlicher:

    „Zu wenig ‚Gefühl‘ auf der Eichel? Die Anfragen zu Sensibilitätsstörungen der Eichel (v. a. nach Beschneidung) häufen sich. Ich habe dieses Problem, das in Fachkreisen überraschenderweise nahezu negiert wird, unter der Thematik „Beschneidung“ abgehandelt.“

    Das ist ja das Schlimme.

    http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/topthemen/zu-wenig-gefuehl-auf-der-eichel/

    Leider typisch Beschneidungsforum – Nichtwahrhabenwollen.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=1710

    Nicht das Organ sei durch die Zirkumzision grundlegend zerstört, allenfalls das sexuelle Erleben des beschnittenen Mannes sei gestört. Vorhautmissversteher Pfau im Oktober (!) 2012, Begleittext zu einem Kurzfilm:

    „Immer noch werden Millionen von gesunden Männern ihrer Vorhaut beraubt. Dieser Eingriff an gesunden jungen Männern im libidinös und narzistisch hoch besetzten Genitalbereich hat Langzeitfolgen für das männliche Selbstwertgefühl und für das männliche Rollenverhalten. Störungen sind eher psychosozial als medizinisch, obwohl Studien belegen, dass das sexuelle Erleben von Männern nach einer Beschneidung gestört sein kann.“

  25. Machandelboom Says:

    Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) schon wieder, Urologenportal.

    Alter des Jungen und durchschnittliche volle Retraktierbarkeit der Vorhaut: 10,4 Jahre (zehn Komma vier), denn was soll ein Grundschüler auch mit einer zurückziehbaren Vorhaut. Die DGU jedoch führt Eltern und Kind in die Irre sprich in den Operationsraum:

    „Bis nach Abschluss des ersten Lebensjahres kann die Vorhaut in etwa der Hälfte der Fälle zurückgeschoben werden. Nach dem 3. Lebensjahr steigt diese Rate bis auf 90 %“

    Die Ballonierung („Bildung eines „Ballons“ an der Vorhaut beim Wasserlassen“) ist grundsätzlich gerade keine auch nur relative medizinische Indikation für eine Zirkumzision, sondern sehr oft eine völlig normale und kurzzeitige Entwicklungsphase einsetzender Vorhautablösung bei bestehender kindgemäßer Vorhautenge.

    Das Genitalverstümmeln soll einfach so weitergehen, komplette Beschneidung bewirbt und komplette Desinformation verbreitet Urologenportal (DGU).

    Dass, sensitiv gesehen, jedes Wegschneiden der Penisvorhaut sehr genau einer Amputation der Klitoris entspricht, was als zwangsläufige Folge unter Komplikationen (Ist die Beschneidung mit Gefahren verbunden?) in der Tat nicht gehört, wird den Bürgern und den insbesondere Eltern eines Sohnes durch die deutsche Urologengesellschaft verschwiegen.

    DGU:

    „Selten beschreiben Männer nach einer Beschneidung leichte Gefühlsstörungen im Bereich der Eichel.“ – dass mit der Eichel ist naturgemäß nicht viel anderes als Unwohlsein bzw. Schmerz zu spüren, sagt die DGU nicht

    „Diese Veränderungen sind in der Regel vorübergehend.“ – genau, irgendwann spürt der Mann dort nicht selten gar nichts mehr

    „Mittel- und Langfristig sollten keine Veränderungen der Empfindsamkeit der Eichel resultieren.“ – eben deshalb, die Eichel hatte eine nennenswerte, Lust erzeugende Empfindsamkeit noch nie besessen und nur das Präputium die 10000 bis 20000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Merkel, Vater-Pacini, Meissner, Ruffini enthalten.

    „Das anfänglich ungewohnte Gefühl der freiliegenden Eichel lässt nach einigen Tagen nach.“ – man gewöhnt sich an alles, auch insofern lässt das welches Gefühl auch immer nach.

    Im die Routine-Folgen betreffenden Abschnitt (Hat die Beschneidung Auswirkungen auf das Liebesleben?) wird das Verschweigen medizinisch endgültig unredlich und, da die MGM einer FGM Typ Ib (Klitoridektomie) entspricht, menschenrechtsverletzend, für heute ohne weitere Worte unsererseits:

    „Manche Männer berichten über verstärkte Höhepunkte beim Geschlechtsverkehr (Orgasmen). Auch vermehrte Ausdauer beim Geschlechtsverkehr wird angegeben.“

    http://www.dgu.de/beschneidung.html

    Wie leider zu erwarten wagt Beschneidungsforum zur Stunde nicht, die sensitiv allein korrekte Gleichung Penisvorhaut = Klitoris auszusprechen, was unter Nennung von Forschern wie Sorrells oder Morten Frisch unschwer geschehen kann.

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=5754


    Sommer 2012, wie gewohnt will man jeden Jungen juristisch einwandfrei („rechtssicher“) beschneiden sprich genital verstümmeln dürfen. BDU-Stellungnahme zum „Beschneidungsurteil“ des Landgerichts Köln vom 07.05.2012, BDU-Präsident Axel Schroeder droht mit schlimmen Beschneidungsfolgen nach Abdrängen in die Hinterhöfe, stimmt schon, MGM ist Xhosa-Gruppenzwang sowie himmlische Halacha- und Schariapflicht:

    „Bei der Diskussion darüber, ob zukünftig rituelle Beschneidungen durch Ärzte rechtssicher durchgeführt werden können, sollte auch der Aspekt berücksichtigt werden, dass man rituelle Beschneidungen durch Gerichtsurteile in Deutschland nicht einfach abschaffen kann. Damit besteht die konkrete Gefahr, dass rituelle Beschneidungen vermehrt von medizinischen Laien durchgeführt werden. … Das Präsidium des BDU wird in Zusammenarbeit mit dem Hauptausschuss in den nächsten Wochen die notwendigen Maßnahmen dazu beschließen und durchführen, um entweder den Gesetzgeber zum Handeln zu veranlassen oder eine höchstrichterliche Entscheidung herbeizuführen.“

    DGU = Erfüllungsgehilfe des afrikanischen Stammesrituals bzw. des monotheistischen Gesetzes. DGU = De-facto-Ritualbeschneider.

    http://www.dgu.de/fileadmin/MDB/PDF/BDU-Stellungnahme.pdf

  26. Machandelboom Says:

    ::

    Um Eltern eines zwei, drei oder vier Jahre alten Jungen gegenüber die Schrecken fortgesetzten Nichtbeschneidens gar grässlich auszumalen und die Möglichkeit der baldmöglichen Beschneidung zu vergolden, säen die etwa auch das Urologenportal betreibenden Medizinmänner von BDU und DGU (Berufsverband der Deutschen Urologen und Deutsche Gesellschaft für Urologie) zielsicher Zweifel und liefern allerlei Faktenferne.

    Vorab daher Faktennähe:

    • Im Hinblick auf die sensitive Zerstörung ist die männliche „Beschneidung“ sprich Genitalverstümmelung mit einem Klitorisherausschneiden (FGM Typ Ib) vergleichbar

    • Für einen Jungen im Grundschulalter ist ein Zurückziehen der Vorhaut nicht notwendig, vielmehr grundsätzlich zu vermeiden weil gesundheitsschädlich (Gefahr von Verletzungen). Ein Retraktieren durch Erwachsene ist also grundsätzlich zu vermeiden, der einzige, der den Penis anfasst, ist der Junge selbst

    • Durchschnittsalter der vollständigen Retraktierbarkeit ist 10,4 Jahre (zehn Komma vier). Wer wie Iris Rübben suggestiv von Grundschülern oder gar von Kindergartenkindern redet, die angeblich eine weitgehend oder gar gänzlich zurückziehbare Vorhaut haben müssten, will zielsicher desinformieren oder ist anatomisch absolut unkundig

    Faktenferne erhalten Deutschlands Eltern auch durch diese Herrschaften:

    Prof. Dr. Anne-Karoline Ebert, Prof. Dr. Raimund Stein:

    Phimose beim Jungen. Informationen für Eltern

    (Ausgabe 1/2015)

    Verantwortlicher Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU, Düsseldorf)

    http://www.urologenportal.de/fileadmin/MDB/PDF/19.6.15_Flyer_Phimose.pdf

    ::
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    Mythos abgelenkter Harnstrahl und Mythos Ballonierung

    Ein Ballonieren des Präputiums bei der Miktion, also ein Aufblähen der kindlichen Vorhaut beim Wasserlassen ist nicht selten eine gesunde, normale Entwicklungsphase noch bestehender (angeborener, gesunder) VorhautENGE bei bereits einsetzender Auflösung der (angeborenen, gesunden) VorhautVERKLEBUNG und gerade keine Indikation für eine Zirkumzision (Genitalverstümmelung).

    Ganz im Stil der Iris Rübben energisch das nicht korrekte, viel zu junge Alter der (teilweisen oder vollständigen, das wird bei der DGU gerne verwischt) Retraktierbarkeit nennend, murmelt Urologenportal (DGU) verantwortungslos nebulös. Ein irgendwie nachvollziehbares „und“ sowie zwei der Konjunktion vorangestellte „z. B.“ schaffen Grauzonen, Bereiche des Zwielichtigen und den Beschneidern (Genitalverstümmlern) sehr große Einsatzmöglichkeiten:

    Die zu enge Vorhaut „balloniert“ sich während des Wasserlassen auf.Operation der Vorhautverengung bei Kindern: Sollten die genannten Maßnahmen keinen Erfolg gehabt haben, besteht oft nur noch die Möglichkeit einer operativen Behandlung. Gründe hierfür können z. B. starke Beeinträchtigungen des Harnstrahls (z. B. Ballonieren der Vorhaut während des Wasserlassens) und hierdurch bedingte wiederkehrende Harnwegsinfekte sein.

    aus: Urologenportal (BDU und DGU) 09.07.2014, Autorin: Karin Janke, aktualisiert und ergänzt durch Dr. Claudia Krallmann und Dr. Arne Tiemann im Juli 2014

    http://www.urologenportal.de/phimose.html

    ::

    DOCTORS OPPOSING CIRCUMCISION

    Ballooning of the Foreskin

    If, at any time during childhood, the opening remains small, while the urine stream is considerable, the foreskin may balloon, with urine under back pressure. This is normal, so long as urination is not markedly prolonged. Circumcision is contraindicated.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/physiciansguide.html

    ::

    PROTECT Your Uncircumcised Son. EXPERT MEDICAL ADVICE FOR PARENTS
    by: Paul M. Fleiss

    Your son sprays when he urinates. Circumcision will correct this.

    In almost every intact boy, the urine stream flows out of the urinary opening in the glans and through the foreskin in a neat stream. During the process of penile growth and development, some boys go through a period where the urine stream is diffused. Undoubtedly, many of these boys take great delight in this phase, while mothers, understandably find it less amusing. If your boy has entered a spraying phase, simply instruct him to retract his foreskin enough to expose the meatus when he urinates. He will soon outgrow this phase.

    Your son’s foreskin balloons when he urinates. He needs to be circumcised or else he will suffer kidney damage.

    Ballooning of the foreskin during urination is a normal and temporary condition in some boys. It results in no discomfort and is usually a source of great delight for little boys. Ballooning comes as a surprise only to those adults who have no experience with this phase of penile development. It certainly does not cause kidney damage; it has nothing to do with the kidneys. Ballooning disappears as the foreskin and glans separate and the opening of the foreskin increases in diameter. It requires no treatment.

    http://www.nocirc.org/articles/fleiss2.php

    ::

  27. Edward von Roy Says:

    What we know about human genital anatomy:

    „What we call „male circumcision“ amputates the mobile portion of the penis and thousands of the most specialized pressure-sensitive cells in the human body; Meissner’s corpuscles for light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, skin tension, stretch, and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and vibration are found only in the tongue, lips, palms, nipples, fingertips, the clitoris, and the Ridged Band of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and it’s like trying to read Braille with your elbow. Information from tactile sensitivity gives humans environmental awareness and control. With lack of awareness comes lack of control. Luckily, for those who have them, Nature has mandated that these four types of mechanoreceptors do not age-degrade like the rest of the body’s cells. To say that amputation of the clitoris or the mobile roller-bearing portion of the natural penis and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces does not permanently sub-normalize one’s natural capabilities and partially devitalize one’s innate capacity for tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.“

    (Gary Harryman)

  28. Cees van der Duin Says:

    Die Mädchenbeschneidung auch von FGM Typ IV oder Ia muss verboten bleiben einerseits, eine Zirkumzision (MGM) macht so viel kaputt wie eine FGM Typ Ib Klitoris(teil)amputation andererseits. Jungen sind nicht schlechter zu stellen als Mädchen.

    Genitalverstümmelung gut, Anatomie ungenügend: Jungensprechstunde.

    Diese spezialisierten Nervenendigungen umfassen Meissner-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen, Ruffini-Körperchen und Merkel-Zellen

    … genau das wird in Jungensprechstunde verschwiegen.

    Desinformierende Inhalte zusammengestellt von:

    Deutsche Gesellschaft für Urologie
    Berufsverband der Deutschen Urologen

    Eichel
    … ist der sehr empfindliche vordere Teil des Penis.

    Vorhaut
    … bedeckt und schützt die berührungsempfindliche Eichel. Sie ist normalerweise so elastisch, dass du sie leicht über die Eichel bis zum Penisschaft zurückschieben kannst. Beschnittene Jungen haben keine Vorhaut. Sie wurde aus religiösen oder medizinischen Gründen durch eine Operation entfernt.

    http://www.jungensprechstunde.de/alles_hat_einen_namen.html

    Sinnvollerweise kritisiert flyguy:

    Wieso erwähnen die dass die Eichel empfindlich ist, aber sagen nichts über die Empfindlichkeit der Vorhaut? Auch sonst nicht gerade differenziert. Sie könnten ja noch was zur inneren Vorhaut/dem gefurchtem Band schreiben.

    Also bei mir sind die Reste der Vorhaut viel empfindlicher als die Eichel. Ich denke das wird sich auch nicht ändern, wenn die überflüssigen Keratinschichten mal weg sind.

    Kenntnisreich bemängelt Selbstbestimmung:

    Nicht dass die Vorhaut aus zwei separaten Schichten besteht, das innere Vorhautblatt als Schleimhaut ausgebildet ist, beide Blätter zusammen rund die Hälfte der sensiblen Oberfläche des Penis ausmachen.

    Stattdessen wird die Vorhaut als problemlos entbehrlich dargestellt

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=6045

    Sexuell-sensitiv entspricht die glücklich vorhandene oder eben rituell amputierte Gesamtheit aus Gefurchtem Band, Frenularem Delta und Frenulum nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris.

    Mein Vorwurf an Jungensprechstunde entspricht demjenigen an das anatomisch nach wie vor korrekturbedürftige un-heil des Mario Lichtenheldt.

  29. Edward von Roy und Gabi Schmidt Says:

    „So läuft das ab!“

    Beschneidungsrhetoriker Bühmann

    Männliche Genitalverstümmelungen begünstigende Desinformation ausgerechnet gegenüber Minderjährigen als der Zielgruppe der BRAVO verantwortet das Mietmaul pardon der Pressesprecher des BDU und Betreiber einer urologischen Privatpraxis auf Sylt Dr. Bühmann.

    Seit viereinhalb Jahren unkorrigiert im Netz – kein Wort von den bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Kein Hinweis auf die damals (2011) bereits vier Jahre alten Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007).

    Sicherlich, die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen auf die Partnerschaft) waren erst acht Wochen später zugänglich, doch hätte man sie seit Mai 2011 im Online-Text ohne weiteres nachtragen können und müssen – und muss das immer noch sehr geehrter Herr Bühmann. Auch eine neuer Text ließe sich schreiben, warum nicht in der BRAVO.

    Nicht einmal den Hinweis auf vorhauterhaltende Techniken wie die Triple-Inzision werden den Jugendlichen seit 2011 angeboten, im Gegenteil wird von jeder anderen OP als der vollständigen Zirkumzision ausdrücklich abgeraten.

    Zitat: BRAVO vom 08.03.2011 | Beschneidung: So läuft das ab!

    Beschneidung: So läuft das ab!

    Geht auch eine Teilbeschneidung?

    Bei einer Teilbeschneidung wird nur ein Teil der Vorhaut abgetrennt, so dass die verbleibende Haut noch über der Eichel liegt. Allerdings hat diese Art der Beschneidung gegenüber einer vollständigen Beschneidung keine Vorteile. Im Gegenteil: Bei einer Teilbeschneidung ist in etwa 30 Prozent der Fälle eine Nachoperation nötig, weil es durch Narbenbildung zur erneuten Enge kommen kann.

    Wie ist der Sex hinterher?

    Direkt nach der Operation ist die Eichel noch sehr empfindlich. Klar, sie ist es nicht gewohnt, frei zu liegen. Deshalb kann das neue Gefühl anfangs gewöhnungsbedürftig sein. Ein beschnittener Junge kann aber genauso tollen Sex erleben, wie ein Unbeschnittener. Jungen, die den Vergleich „Sex mit und ohne Vorhaut“ kennen, berichten trotzdem von einem Unterschied.

    Auch Selbstbefriedigung ist beschnitten möglich. Der Rest der Vorhaut bleibt schließlich beweglich und kann für schöne Gefühle sorgen. Wer gern eine Lotion oder ein Öl dazu nehmen möchte, kann das tun. Es geht aber auch ohne Hilfsmittel.

    Ein Märchen ist allerdings, dass beschnittene Jungen beim Sex länger durchhalten, weil angeblich ihre Eichel unempfindlicher geworden ist. Dafür gibt es keinen Beweis. Wie schnell ein Junge erregbar ist, hat nicht allein mit seiner Eichel zu tun, sondern auch mit den Hormonen, der Aufregung oder dem Stress, den sich der Junge selber macht – also viel mit dem Kopf.

    Für diesen Artikel wurde das Dr.-Sommer-Team beraten von:
    Herrn Dr. Wolfgang Bühmann
    Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU)
    Text: Marthe Kniep

    http://www.bravo.de/dr-sommer/beschneidung-so-laeuft-das-ab-240345.html

    Auch 2015 erweist sich Wolfgang Bühmann als eher lernresistent. Der Arzt aus Westerland leugnet die hohe sexuelle, nämlich sensitive und partnerschaftliche Bedeutung der Penisvorhaut. Einen eigenen Wert im männlichen sexuellen Erregungssystem habe sie nicht, so implizit der Sylter, dem das Präputium zur Eichelschutzkappe verkommt („[s]o schützt die Vorhaut die Eichel“) und der wie zufällig verschweigt, dass die Mehrheit sprich über 50 % aller Jungen im Grundschulalter, diese sind jünger als 10 (zehn!) Jahre und eben nicht nach der Geburt lediglich „einige Jahre“ alt, von Natur aus noch keine gänzlich retraktierbare Vorhaut besitzt:

    Bei 96% aller Neugeborenen sind Präputium penis und Glans verklebt – und sie bleiben es einige Jahre lang. „So schützt die Vorhaut die Eichel vor Urin und Verschmutzungen“, betont Bühmann.

    Sicherlich gibt es die Keratinisierung (Verhornung), die Männer spüren dann wenig bis gar nichts mehr und möchten erklärlicherweise Kondome ablehnen, was die Gefahr der HIV-Übertragung erhöht und die afrikanischen Kampagnen als unsinnig erkennen lässt. Wir haben aber über den Schaden jeder Zirkumzision zu sprechen. Nein, die Vorhaut SCHÜTZT nicht, sie IST das maskuline Lustorgan Nummer Eins oder sie WAR es.

    Zum Glück darf Dr. Kolja Eckert im selben Artikel der Petra Plaum (Beschneidungen von Jungs? Nur bei medizinischer Indikation! – Mit welchen Argumenten Ärzte Zirkumzisionen ablehnen, Medscape, 04.08.2015) die anatomischen Fakten darstellen, warum liest man das nicht auf dem Internetauftritt des Essener Elisabeth-Krankenhauses:

    Inzwischen erklärt Eckert den Eltern, dass das Präputium 70 bis 80 % der Nervenendigungen enthält, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind – „es ist damit ein funktionell wichtiges Organ, sage ich dann, das nicht ohne guten Grund entfernt werden sollte. Die Eichel kann von ihrer nervalen Ausstattung her nur einen Bruchteil der Empfindungen aufnehmen und weiterleiten.“

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926

    Auf Seite 2 darf Prof. Dr. Matthias Franz, warum bleibt Morten Frisch ungenannt und wird die Studie nicht verlinkt, dünn über die längst erforschten nachteiligen Auswirkungen auf Ehe bzw. Partnerschaft reden:

    Eine große dänische Analyse zeige, dass beschnittene Männer seltener ein erfülltes Sexualleben haben als andere.

    Das beschneidungsrhetorische Dreigestirn Eckert – Bühmann – Franz gibt sich einsichtig und erheischt unser Vertrauen:

    Alle 3 Mediziner fordern unisono umfassendere Elternberatungen als bisher üblich

    http://praxis.medscapemedizin.de/artikelansicht/4903926_2

    Faktenbasierte Aufklärungsgespräche (Elternberatungen) zur männlichen Beschneidung (MGM) fordern wir Sozialpädagogen auch, sind aber dahingehend besorgt, dass der in der Vergangenheit eher faktenfern (unwissenschaftlich) und beschneidungsfreundlich (kinderfeindlich) arbeitende BDU dazu auch im Jahre 2015 weder bereit noch in der Lage ist.

    Alles soll irgendwie besser werden. Man empört sich über dieses und beteuert jenes, aber man legt sich gerade nicht fest:

    umfassendere Elternberatungen als bisher üblich

    Schluss mit der BDU-Doppelstrategie aus Schaufensterveranstaltung (Elisabeth-Krankenhaus, Essen 2015) und Hinterzimmer (mystisches Elterngespräch zum Kinderpenis, danach die MGM).

    Den für die Öffentlichkeit dann endlich überprüfbaren phimose- und zirkumzisionsbezogenen Inhalt von BDU-Aufklärungsgespräch und BDU-Elternberatung jetzt auf den Tisch.

    Zusätzlich fordern wir einen Aufruf des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU) an seine 2685 Mitglieder (Stand 1. November 2011), sich jeder Bestrebung nach Straffreistellung der Sunna-Mädchenbeschneidung (schafiitische Religionspflicht) in den Weg zu stellen.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)
    Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

  30. Edward von Roy Says:

    (Desinformation pur)

    Penis beschneiden? 12 Fragen und Antworten
    von Dr. med. Roland Mühlbauer, 31.08.2015

    http://www.apotheken-umschau.de/Sexualitaet/Penis-beschneiden-12-Fragen-und-Antworten-491193.html

    (Meine Antwort)
    03. Sep 2015 23:18 und
    03. Sep 2015 23:20

    ::
    ::

    Nein zur medizinisch nicht unbedingt erforderlichen Beschneidung

    Ob Apotheken-Umschau bereit ist, dazuzulernen, bleibt zu hoffen.

    Wie wohltuend, dass wenigstens hier im Kommentarbereich auf die sensorisch-sexuelle Bedeutung der Vorhaut eingegangen worden ist: „dass das Präputium 70 bis 80% der Nervenendigungen enthält, die für das männliche sexuelle Lustempfinden zuständig sind“.

    Kein Wort hingegen verliert Autor Dr. med. Roland Mühlbauer über die bei jeder Zirkumzision amputierten 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Merkel, Meissner, Vater-Pacini, Ruffini. Keinen Hinweis gibt er auf die Forschungsergebnisse von Morris L. Sorrels et al. (fine-touch; sensorische Schädigung des Penis; von 2007). Auch auf die Erkenntnisse von Morten Frisch et al. (negative Auswirkungen der Beschneidung auf die Partnerschaft) ist von einem Mediziner hinzuweisen.

    Im Gegensatz zur Vorhaut besitzt der größte Teil der Glans penis (Eichel) beinahe ausschließlich nicht-spezialisierte, freie Nervenendigungen (Nozizeptoren), die nur grobe Reize wie etwa starken Druck oder hohe Temperaturreize detektieren können, die vom Gehirn als Unlust oder Schmerz wahrgenommenen werden.

    Penisvorhaut maskulines Lustorgan Nummer Eins

    Bis auf jene schmale Zone zwischen Corona glandis (Eichelrand) und Sulcus coronarius (Penisfurche) ist die Glans zur Wahrnehmung von sexueller Lust von Natur aus nicht fähig. Das maskuline Lustorgan Nummer Eins ist die Vorhaut – oder sie war es.

    Auch Herr Dr. med. Roland Mühlbauer kann damit beginnen, sich zum Thema Zirkumzision zu informieren.

    Richtigerweise ist in vielen Staaten weltweit auch die geringste Form der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) verboten, beispielsweise Formen von Ritzen oder Einstechen (FGM Typ IV) oder die Amputation der Klitorisvorhaut (Typ Ia).

    Die Vorhaut eines Jungen oder Mannes ist genau so sehr zu schützen wie ihr sensorisch-sexuelles Äquivalent, die Klitoris eines Mädchens oder einer Frau. Die zerstörerische Wirkung der (etwa kulturell oder rituell begründeten) Amputation der Penisvorhaut entspricht einer FGM Typ Ib, einer Klitoris(teil)amputation.

  31. Machandelboom Says:

    Und noch jemand, der zur immensen körperlichen Schädigung jeder Zirkumzision nichts weiß jedenfalls nichts schreibt.

    Von menschlicher Anatomie hat Franziska Antonia Steffen keine Ahnung und offensichtlich auch gar kein Interesse, sich ins Thema MGM (Sorrells; Morten Frisch) einzuarbeiten. So aber verkennt ihr nachlässig gemachter Text auch die kinderrechtlichen, menschenrechtlichen und freiheitlich demokratischen Folgen der rituellen Jungenbeschneidung (Genitalverstümmelung) zwingend. Was sie dann noch zum deutschen Recht zu Papier bringt, ist zwangsläufig Unfug.

    Die Jungenbeschneidung fälschlich für grundgesetzkonform haltend, würde sich Steffen weniger invasiven Formen der Mädchenbeschneidung sicherlich nicht erfolgreich in den Weg stellen können. Indem sie zwar dürr über den 70. djt schreibt, aber die dortige Rolle von Tatjana Hörnle an den Kampagnen der Legalisierung der milden Sunna komplett ausblendet, leistet Franziska Antonia Steffen ihren Beitrag zur deutschen Straffreistellung der FGM.

    Vom ausgangs erwähnten Islamischen Recht von Scharia und Fiqh hat sie dann gar keine Ahnung und spielt Briefträgerin für den (kundigen, aber zielsicher am Thema Rechtsspaltung vorbeiredenden) Mathias Rohe.

    Wer es sich antun will oder muss lese also:

    Strafrecht in einer multikulturellen Gesellschaft – Eine Erörterung anhand von Fallgestaltungen

    Der Flickenteppich wurde im Oktober 2014 bei der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als Dissertation angenommen und die mündliche Prüfung bewältigte man am 23.02.2015.

    ::::::::::

    Steffen
    Strafrecht in einer multikulturellen Gesellschaft
    Eine Erörterung anhand von Fallgestaltungen
    Von Dr. Franziska Antonia Steffen
    2015, 449 S.

    http://www.nomos-shop.de/Steffen-Strafrecht-multikulturellen-Gesellschaft/productview.aspx?product=24742

    ::::::::::

    Sermin Güven bei den Als-ob-Frauenrechtlerinnen von Terre des Femmes:

    Steffen analysiert die diffizilen Sachverhalte differenziert und gleichzeitig nachvollziehbar. Sie verzichtet dabei aber nicht darauf, sie gegeneinander abzuwägen und zu einem eignen Standpunkt zu gelangen. Sie macht unmissverständlich deutlich, dass es Mindeststandards für friedliches Zusammenleben geben muss, und dass eine Berücksichtigung religiöser und kultureller Anschauungen die Ausnahme bleiben sollte. Das macht dieses Buch zu einem besonderen Wegweiser für die Arbeit im Bereich der Menschenrechte.

    Steffens Dissertation ist gerade im Hinblick auf die Themen Zwangsheirat, „Ehren-“Mord und Genitalverstümmelung ein unerlässliches Fachbuch im Engagement für Frauenrechte.

    Man denke sich einfach ungefähr das Gegenteil von dem, was Sermin Güven zu Steffens Machwerk orakelt, dann liegt man bereits ziemlich dicht am Text.

    http://www.frauenrechte.de/online/index.php/dokumentationsstelle/literaturtipps/1712-neuanschaffungen-2015

  32. Dwarslöper Says:

    Dieser Mann klagt vor allem rücksichtslose und gewinnorientierte Ärzte an.

    #ichbinnichtdankbar

    Als Kind beschnitten wegen kindlicher Phimose, als Erwachsener klagt er deshalb über sexuelle und psychische Probleme.

    #beschneidungverletzt

    Ein weiterer Mann, der auf Anraten seines Arztes seine Vorhaut verlor. Und damit auch sein sexuelles Empfindungsvermögen und seine Orgasmusfähigkeit.

    #beschneidungschadet

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=6059


    https://twitter.com/hashtag/beschneidungverletzt


    https://twitter.com/search?q=%23ichbinnichtdankbar

  33. Cees van der Duin Says:

    [ Der Einleitungstext strotzt nur so vor Fehlern, Radio München plappert munter drauflos:

    „Religiös motivierte Beschneidungen von Säuglingen sind erlaubt“ – Nein, am 12.12.2012 ging es im Bundestag weder (nur) um Säuglinge noch um religiöse (!) Beschneidung. Und um Beschneidung auf Kinderwunsch – Kind ist Junge oder Mädchen unter 18 Jahre – kann es ernsthaften Intaktivisten nicht gehen.

    „Männliche Beschneidungen unter gewissen Auflagen sind also wieder legal“ – Unsinn, die Zirkumzision war und ist grundgesetzwidrig.

    „Hat also nicht jedes Kind ein Recht auf genitale Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition“ – das passt nun einmal nicht zusammen: „genitale Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit“. Denn die berüchtigte genital autonomy beinhaltet ja gerade – auch, ggf. – die Beschneidung auf Kinderwunsch. Wir Volljährigen müssen jeden Minderjährigen (Mensch unter 18 Jahre) vor der Macht der Tradition und den Forderungen der Religion schützen und noch dem weiblichen oder männlichen 17-Jährigen genitale Intakheit („körperliche Unversehrtheit“) gewährleisten und gerade keine genitale Autonomie („genitale Selbstbestimmung“). Ganz analog zu Kinderheirat und Päderastie (Heiratsalter im Islam für Mädchen neun Jahre, neun Mondjahre, also achteinhalb).

    Wie es zu befürchten war – Christoph Kupferschmid (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte) bringt anatomische Desinformiertheit jedenfalls Desinformation, er setzt Klitorisvorhaut und Penisvorhaut weitgehend gleich. Wo aber die genitale Schädigung nicht eingeräumt wird, kann nichts folgen als ein Vorbeireden am wissenschaftlichen sowie am kinderrechtlichen und überhaupt allgemein menschenrechtlichen Thema HGM (d. i. FGM oder MGM). Durchaus wichtige Fakten und Gedanken nennt Renate Bernhard, leider (s. u.), ohne sich zum age of consent von gebotenen achtzehn Jahren zu bekennen. ]

    Sendetermin Radio München: Podiumsdiskussion „Genitale Selbstbestimmung“ 19.5. 19:00 Uhr

    Neu
    PROGRAMM-TIPP: Hat jedes Kind ein Recht auf genitale Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition? Beschneidung jeglicher Art: Religiös-kulturelles Ritual, medizinische Notwendigkeit oder Körperverletzung? Anlässlich des Worldwide Day of Genital Autonomy– des Weltweiten Tages der genitalen Selbstbestimmung“ am 07.Mai, veranstaltete „MOGIS e.V. – eine Stimme für die Betroffenen“ und „pro familia NRW“ am 05. Mai im Kulturzentrum „Giesinger Bahnhof“ einen Filmabend mit Podiumsdiskussion zum Thema „Genitalverstümmelung, Beschneidung und genitaler Selbstbestimmung“. Wie lassen sich religiös-kulturelle Tradition, medizinische Thesen, deutsche Rechtsauffassung und Ethik mit einander vereinbaren? Gesprächsteilnehmer waren die Filmemacher Renate Bernhard (Hibos Lied – Weibliche Genitalverstümmelung und die Macht der Tradition), Ari Libsker aus Israel (Circumcision), Gregor Zootzky (Hermes und Aphrodite) und Dr. Christoph Kupferschmid (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte). Die Moderation hatte die Fachjournalistin Helga Vollmer. Die Diskussion fand auf Englisch und Deutsch statt. Radio München sendet am Donnerstag (19.05.) von 19:00 bis 20:00 in „Abends unterwegs“ die Podiumsdiskussion in Ausschnitten. Am Samstag läuft die Wiederholung, gleicher Sender, gleiche Zeit.

    [ Beitrag ca. 25 Minuten lang – als mp3 hier anhörbar ]

    https://www.dropbox.com/s/ekfjf57xfs4gnwv/beschneidung_radioMuenchen20160519.mp3?dl=0

    Auch auf Beschneidungsforum plappert man ein bisschen mit

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6806-Sendetermin-Radio-M%C3%BCnchen-Podiumsdiskussion-Genitale-Selbstbestimmung-19-5-19-00/?postID=49091#post49091

    Renate Bernhard

    http://www.renate-bernhard.de/journalistin.html

    Gemeinsamkeiten zwischen Zwangsheirat, Ehre, Ehrenmord und weiblicher Genitalverstümmelung

    http://www.renate-bernhard.de/gemeinsamkeiten.html

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    Genitale Selbstbestimmung
    Filmabend & Podiumsdiskussion

    Anlässlich des Worldwide Day of Genital Autonomy am 7. Mai 2016 – Aktionstag für den Schutz der Rechte des Kindes auf körperliche unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition – veranstalten MOGiS e.V.-Eine Stimme für Betroffene und pro familia NRW im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof einen Filmabend mit Podiumsdiskussion.

    Circumcision Dokumentation von Ari Libsker, Israel 2004, 19 Min.
    Zu den berühmtesten Werken des israelischen Journalisten und Filmemachers Ari Libsker gehört die Dokumentation Circumcision. Sie befasst sich mit dem Einfluss der männlichen Beschneidung auf das Sexualleben. Channel 2 (Israel) wollte das Werk zunächst zensieren, strahlte es später dann aber doch im Nachtprogramm aus.

    Hibos Lied – Weibliche Genitalverstümmelung und die Macht der Tradition
    von Renate Bernhard und Sigrid Dethlof, Deutschland 2007, 55 Min.
    Die Geschichten dieser Frauen, eine Reise an die Wurzeln dieser grausamen Tradition und Bilder nigerianischer Künstler, die dagegen anmalen – all dies besungen von der berühmten somalischen Sängerin Hibo.

    Hermes und Aphrodite Zeichentrickkurzfilm von Gregor Zootsky, Deutschland 2013, 10 Min.
    Hermes und Aphrodite erzählt die Geschichte des Kindes Sascha, von dem alle bis zur Pubertät denken, es wäre ein Mädchen. Sascha vertraut sich seiner Mutter an. Gemeinsam sucht die Familie einen Arzt auf, welcher das Kind untersucht und ein Zwischengeschlecht „diagnostiziert“. Der Arzt plädiert für eine medizinische Maßnahme, welche Sascha physisch zu einer Frau machen würde.

    Podiumsdiskussion mit Renate Bernhard, Ari Libsker, Gregor Zootsky und Dr. Christoph Kupferschmid (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte).
    Moderation: Helga Vollmer

    Spielplan: Donnerstag, 5. Mai 2016; 19.30 Uhr

    Raum: Gepäckhalle (behindertengerecht, barrierefrei)

    Preis: 6,– Euro

    Reservierung: filmabend [ @ ] mogis.info

    http://www.giesinger-bahnhof.de/programm/gepaeckhalle/05-mai/may-05.php

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    Renate Bernhard, Vorstand von pro familia NRW: „Genitale Beschneidungen haben irreparable Folgen für das sexuelle Empfinden und bei manchen Betroffenen auch traumatisierende Auswirkungen. Als Verein, der sich für die sexuellen und reproduktiven Rechte einsetzt, fordern wir eine gesetzlich vorgeschriebene Aufklärung über die Folgen der männlichen Beschneidung nach neuesten medizinischen Erkenntnissen. Die Entscheidung über eine Beschneidung sollte ausschließlich von der Person getroffen werden können, an der diese vorgenommen wird und erst dann, wenn sie hierzu entscheidungsfähig ist.“ [ Der junge Mensch, männlich oder weiblich, soll in sein genitales Verstümmeltwerden einwilligen dürfen … warum sagt Renate Bernhard nicht Nein zu jeder FGM oder MGM unter 18? ]

    http://www.kikoko.info/aktuelles-1144.html

  34. זיז ... ziz Says:

    Kulturradio von Pia Ehrlinspiel – Die Genitalbeschneidung von Jungen

    27.09.2016 – 13:00 Uhr auf RadioX

    mit Victor Schiering (MOGiS e.V.), Renate Bernhard (Journalistin und Filmemacherin), Dr. Kolja Eckert (Kinderchirurg) und einem jungen Betroffenen aus muslimischem Kulturkreis

    RadioX, Kurfürstenstr.18, Frankfurt

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/7082-Kulturradio-von-Pia-Ehrlinspiel-Die-Genitalbeschneidung-von-Jungen/?postID=51145#post51145

    Hier ist der Mitschnitt der Sendung:

    rz-etelsen.net/radiox27092016final.mp3

  35. Edward von Roy Says:

    Schlimm AEMR-vergessen:

    _____

    Rosa-Luxemburg-Stiftung
    Berlin

    im Vorstand sind u. a.
    Dr. Dagmar Enkelmann (Vorsitzende)
    Dr. Florian Weis (geschäftsführendes Vorstandsmitglied)

    _ttp://www.rosalux.de/stiftung/gremien/vorstand.html

    antifra*

    _ttp://antifra.blog.rosalux.de/impressum/
    _____

    antifra* ein Projekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung

    Debatte, Bildung, Vernetzung zu Migration und gegen Rassismus und Neonazismus

    (Von Heinz-Jürgen Voß und Matthias Zaft am 01.05.2013.)

    Der (medizinethische) deutsche Diskurs über die Vorhautbeschneidung

    _ttp://antifra.blog.rosalux.de/der-medizinethische-deutsche-diskurs-uber-die-vorhautbeschneidung/

    Mein heutiger Kommentar zu Heinz-Jürgen Voß und Matthias Zaft (Der (medizinethische) deutsche Diskurs über die Vorhautbeschneidung)

    _____

    Schluss mit der Kinderbeschneidung – auch in islamisch geprägten Ländern

    Von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), Mai 2015.

    „In meiner Erinnerung ist ein Bild, es ist mehr als 50 Jahre her. Ein kleiner Mann kommt zu uns, schmutzig und selbstbewusst. In der Hand eine Tüte mit einer Rasierklinge. Einige Erwachsene laufen hin und her, die Stimmung ist sehr feierlich. Von dem Zimmer, in dem mein Bruder jetzt ist, werden wir anderen Kinder ferngehalten, plötzlich schreit er auf und dann ist wieder Stille. […]

    So war unser Leben in dem kleinen Dorf irgendwo in Norden des Iran […]

    und daran wird sich weltweit nichts ändern, wenn wir weiter schweigen und nichts tun. […]

    Seit dem 70. Deutschen Juristentag Hannover 2014 droht auch in Europa eine Straffreistellung der sogenannten milden Sunna (FGM Typ Ia, Ib, Typ IV). In ihrem Rechtsgutachten empfahl Professorin Dr. Tatjana Hörnle (Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung) den deutschen Juristen und dem Gesetzgeber, die weibliche Genitalverstümmelung Typ eins und Typ vier straffrei zu stellen und den § 226a StGB geschlechtsneutral zu formulieren (12).

    Karl-Peter Ringel und Kathrin Meyer wollen ebenfalls die islamische FGM legalisieren, gehen aber einen anderen Weg. Sie fordern, den § 1631d BGB so umzuformulieren, dass er künftig für Jungen wie für Mädchen Gültigkeit hat (13). Die milde Sunna ist jedoch ein medizinisch nicht erforderlicher und deshalb zu verbietender Eingriff.“

    http://exmuslime.com/schluss-mit-der-kinderbeschneidung/

    „Referent/innen und Teilnehmer/innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Finnland, der Türkei, USA, Kanada und dem Iran tauschten sich am 08. und 09. Mai im Haus der Jugend in Frankfurt am Main intensiv zum Thema „Genital Autonomy: Myths and Multiple Standards“ aus. Dabei wurde das grundsätzliche Verständnis deutlich, dass Ethik universell ist […]

    Unumstrittener Höhepunkt der Konferenz war jedoch der Vortrag von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), die für ihr engagiertes Auftreten für die genitale Unversehrtheit von Mädchen und Jungen im muslimisch geprägten Kulturkreis und ihre mutige Arbeit im Allgemeinen mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.“

    _ttp://intaktiv.de/pm-genital-autonomy-2015/

    _ttp://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21609&css=print

    _ttp://hpd.de/artikel/11702

    _____

    Zum (vermiedenen) Thema antifra* / Rosa-Luxemburg-Stiftung heute bei Beschneidungsforum

    Guy
    „Was möchte Herr Voss [ Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Sexualwissenschaftler an der Hochschule Merseburg ] damit bezwecken oder gar unterstellen, dass unsere Seiten 2012 online gegangen sein sollen? […] Ist das eine subtile Andeutung, dass wir Antisemiten sind, die nur auf eine Gelegenheit gewartet haben?“

    […]

    Guy
    „Mein Kommentar dort […] Muss man Jude oder Muslime sein, um einer solchen Tätigkeit nachzugehen? Reicht es nicht aus atheistisch und agnostisch zu sein? […]
    Sie hätten mich zu meinen Motiven befragen können, anstatt sie zu Ihrem Weltbild passend zu machen.“

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/7165-Zwischen-Tradition-und-Kindeswohl/

    _____

    Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“

    Verlag: edition assemblage
    Taschenbuch – 30. November 2012

    von Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß, Salih Alexander Wolter

    _ttps://www.amazon.de/Interventionen-gegen-die-deutsche-Beschneidungsdebatte/dp/3942885425

  36. Elżbieta B. Wawrzyńska Says:

    Stichworte
    Heinz-Jürgen Voß
    Beschneidungsforum

    Beschneidungsforum am heutigen 23.10.2016 registriert, dass Edward von Roy auf antifra* / Rosa-Luxemburg-Stiftung kommentiert hat.

    http://antifra.blog.rosalux.de/der-medizinethische-deutsche-diskurs-uber-die-vorhautbeschneidung/

    Aus Kommentar Nummer 26, Kommentator Selbstbestimmung:

    Inzwischen ist da in dem Blog […] ein Kommentar von […] Edward von Roy eingegangen, der auf Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime eingeht. Und die juristischen Bemühungen, angeblich ‚leichtere‘ Formen der Mädchenverstümmelung […].

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/7165-Zwischen-Tradition-und-Kindeswohl-Prof-Dr-Heinz-J%C3%BCrgen-Vo%C3%9F-Hochschule-Merseburg/

    Internationale Konferenz in Frankfurt. Genital Autonomy 2015 Myths and Multiple Standards

    Unumstrittener Höhepunkt der Konferenz war jedoch der Vortrag von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), die für ihr engagiertes Auftreten für die genitale Unversehrtheit von Mädchen und Jungen im muslimisch geprägten Kulturkreis und ihre mutige Arbeit im Allgemeinen mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

    https://intaktiv.de/pm-genital-autonomy-2015/

    Schluss mit der Kinderbeschneidung – auch in islamisch geprägten Ländern

    http://exmuslime.com/schluss-mit-der-kinderbeschneidung/

    [ Beschneidungsforum kuscht vor Mullah und Mufti ]

    AEMR, Beschneidungsforum und Schariapflicht zur Beschneidung

    Die Beschneidung sprich rituelle Teilzerstörung der Geschlechtsorgane der Jungen und Mädchen ist islamische Theologie, ist Hadith und Fatwa und beispielsweise nach dem Fiqh der Schafiiten religionsrechtlich verpflichtend (wadschib). Aus Karrierebewusstsein oder Angst aber schweigt man zur Unvereinbarkeit der Schariapflichten mit den allgemeinen Menschenrechten (AEMR). 2015 kehrt sich die ohnehin allenfalls zaghaft intaktivistische Seite Beschneidungsforum von der aus den allgemeinen Menschenrechten abzuleitenden genitalen Unversehrtheit jedes männlichen oder weiblichen Minderjährigen endgültig ab und leugnet die leider gegebene religiöse, hier islamische Beschneidungspflicht.

    Im Forum enttarnt der Verfasser der Petition vom 20. Juli 2012 gegen Kinderbeschneidung (Pet 4-17-07-451-040847) und 2014 Referent zum Thema MGM (Europa 25 Jahre nach dem First International Symposium on Circumcision. Genital Intactness statt Beschneidung auf Kinderwunsch), Diplom-Sozialpädagoge (FH) Edward von Roy, die Taqiyya des die nach Koran und Sunna gebotene genitaloperative Sünnet (ḫitān) keineswegs aufgebenden Imams Sidigullah Fadai, fordert die Unverhandelbarkeit der genitalen Intaktheit aller Menschen unter achtzehn Jahren gegenüber dem Berücksichtigen des elterlichen herkunftsbezogenen oder religiösen Hintergrundes und kann sich gegen den dialogischen, sprich potentiell kinderfeindlich menschenrechtliche Kompromisslösungen aushandelnden Kurs des Forums nicht durchsetzen.

    Die Forenleitung betont, dass sich jeder einzelne sogenannte Muslim von Kritik an seiner Religion persönlich angegriffen fühlen darf und daher vor Islamkritik zu bewahren ist. Damit spaltet Beschneidungsforum, rechtlich folgenreich sprich bürgerrechtlich unakzeptabel, die Bevölkerung in Muslime und Nichtmuslime. Einerseits also soll sich jeder muslimisch sozialisierte deutsche Beschneidungsfreund hinter seiner Religion verstecken dürfen, andererseits darf die leider gegebene theologische Pflicht zur MGM und FGM auf Beschneidungsforum noch nicht einmal zur Sprache kommen. Einträge vom 07.12. bzw. 08.01.2015 aus den zwei Diskussionen zum Münchner Imam bzw. zur aktuellen Lage der Beschneidungsdebatte in der Türkei.

    https://schariagegner.wordpress.com/2015/01/08/aemr-als-radikales-feindbild/

  37. AEMR Says:

    Kinderkrankheiten-Lexikon
    Phimose

    Ärzte warnen vor voreiliger Behandlung von Vorhautverengung
    25.11.2016, 15:30 Uhr | Simone Blaß, t-online.de

    AEMR
    Am 17.12.2016 um 21:14:50 Uhr

    Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis. Das Präputium ist so empfindlich wie die Fingerspitzen oder die Lippen des Mundes. Die Vorhaut enthält eine reichhaltigere Vielfalt und größere Konzentration von spezialisierten Nervenrezeptoren als jeder andere Teil des Penis. Präputium ebenso wie das Frenulum (Bändchen) haben höhere Nervendichte als die Glans (Eichel).

    Laut ØSTER haben 23% der 6 bis 7-jährigen Jungen eine vollständig zurückziehbare Vorhaut. Bis zum Alter von 10-11 Lebensjahren steigt dieser Wert auf 44% . KAYABA stellte fest, dass 16,7% der 3 bis 4-Jährigen eine vollständig zurückziehbare Vorhaut hatten. Bei den 11 bis 15-jährigen Jungen beträgt dieser Wert 62.9% . Laut THORVALDSEN u. MEYHOFF ist das durchschnittliche Alter, ab dem Jungen das erste Mal ihre Vorhaut (ganz) zurückziehen können 10,4 Jahre – Durchschnittswert bedeutet: im Alter von 10,4 Jahren kann jeder zweite Junge seine Vorhaut noch nicht zurückstreifen.

    http://www.t-online.de/eltern/gesundheit/id_47922176/vorhautverengung-symptome-und-behandlung-von-phimose.html

    Beschneidungsforum

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/7310-Dr-B%C3%BChmann-bei-t-online/?postID=52293#post52293

  38. Cees van der Duin Says:

    Neuauflage des Buches un-heil

    Wie schön zu hören, seit Dezember 2016 gibt es eine – mir inhaltlich noch nicht bekannte – überarbeitete Fassung bzw. Neuauflage des im März 2014 von mir (Vorhautbuch ohne Vorhaut) kritisierten Buches. Ob die v. a. anatomiebezogenen Mängel der Erstauflage ausreichend behoben sind? Wir hoffen es und werden sehen.

    un-heil
    Vorhaut, Phimose & Beschneidung Zeitgemäße Antworten für Jungen, Eltern und Multiplikatoren
    von Mario Lichtenheldt. Seitenanzahl: 224 ISBN: 978-3-7345-8004-8 Größe: 12,0 cm x 19,0 cm Erscheinungsdatum: 20.12.2016.

    https://tredition.de/autoren/mario-lichtenheldt-4837/un-heil-paperback-87636/

    _ _ _ _ _

    PS
    Hier noch ein Hinweis auf eine Homepage in Tschechischer Sprache

    Stránky pro kluky

    Text © MUDr. Jiří Staněk, 2013 – 2017
    Illustrations © Lukáš Ryholec, 2013 – 2017

    Více zde: http://www.strankyprokluky.cz/

  39. Edward von Roy Says:

    .

    Male circumcision can be compared to type I or II female circumcision. Although the glans is not harmed at the time of circumcision, the loss of protective structures causes it to dry out and lose sensitivity over time. It is also important to note that most of the nerves and pleasure receptors present in the clitoris are, in the male, present in the foreskin and its associated structure, the frenulum. Removal of these nerves constitutes a loss that can be most adequately compared to a partial clitoridectomy.

    Ryan McAllister, Ph.D. | zitiert aus: Frequently Asked Questions About Circumcision | NotJustSkin

    http://www.notjustskin.org/node/7

    .

    Child Circumcision: An Elephant in the Hospital

    Ryan McAllister, Ph.D.

    .

    .

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