357. Braune Schatten über Burg Ludwigstein

ואנדרפוגל

Вандерфо́гель

Wandervogel

Quo vadis, Ludwigstein?

Zu den neurechten bzw. alten völkischen Umtrieben an Deutschlands berühmtester Jugendburg Ludwigstein, der das Land Hessen bis auf Weiteres sämtliche Subventionen gestrichen hat. Von Cees van der Duin.

Es ist kein Geheimnis, dass sich zwei Strömungen oder Bewegungen, romantische deutsche Jugendbewegung und rassistische deutsche völkische Bewegung, seit hundert Jahren in leider eher umfangreichen Teilen überlappen.

Eine 2013 vier oder fünf Generationen lang bestehende Solidarität zwischen einflussreichen Personen und Kreisen innerhalb der Jugendbewegten und der Völkischen färben das über dem Ludwigstein wehende Grün-Rot-Gold gewissermaßen ziemlich braun.

Was ohne Hilfe von außen offensichtlich einfach nicht funktionieren wollte, die Trennung von jugendbewegt und völkisch, könnte sich heute endlich ändern, denn hundert Jahre nach dem Ersten Freideutschen Jugendtag hat das hessische Ministerium dem völkisch bis neurechts angekränkelten Ludwigstein die Zuschüsse eingefroren. Vor nicht ganz drei Wochen, Ende Oktober 2013 hatte Sozialminister Stefan Grüttner festgestellt:

Solange die aufgeworfenen Fragen und Vorwürfe nicht eindeutig geklärt sind, werden keine Landesmittel mehr fließen. Das betrifft alle Zuwendungen, auch Entscheidungen über Investitionsförderungen, die derzeit anstehen. Das Hessische Sozialministerium wird sehr zeitnah das Gespräch mit den Vertretern der Jugendburg Ludwigstein suchen und die Vorwürfe prüfen.

Man könnte also nachdenken und die „Kluft“ tragenden sprich irgendwie romantisch uniformierten Deutschlandverherrlicher mit ihren nachweisbaren Verbindungen in Neue Rechte und Rechtsextremismus bewusst vom Burggelände verweisen, während man die ihre schmucke Bundestracht, etwa die pfadfinderische Gruppenkleidung oder diejenige von der Waldjugend, tragenden freiheitlich demokratischen Bünde auf dem Ludwigstein belässt.

Was aber macht die schlaue und veränderungsresistente Jugendburg? Geschickt ein zur Trennschärfe fähiges Denken vernebelnd fusioniert der Stiftungsvorstand am 2. November beiderlei Gemeinschaftstracht, kulturell moderne ebenso wie kulturell gegenmoderne bzw. schleichend rechtsrevolutionäre „Kluft“, zu einer einzigen, gefälligst einheitlichen Menge namens „Besucher in Kluft“ und verbannt gleich jeden Bundesbarett- oder Halstuchträger vom Burggelände:

Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen.

Das genau aber ist sowohl das jugendbewegt-bündische als auch das Ludwigsteiner Problem. Denn aus irgendwelchen, noch genauer zu erforschenden Gründen darf sich das verhängnisvolle deutsche Amalgam aus naiven Blaublumesuchern und völkischen Rassisten einfach nicht in die beiden Zutaten oder Bestandteile trennen, von denen der eine Teil die allgemeinen Menschenrechte im Namen eines schicksalshaften „Deutschen“ standhaft verweigert.

Dieses Verweigern erkennen wir spätestens seit den Tagen der antisemitischen Bekundungen des Redekteurs der Wandervogelführerzeitung Friedrich Wilhelm Fulda („übelangebrachte Gutherzigkeit, die noch immer in manchen sich deutsch nennenden Vereinigungen Hebräer duldet“) oder seit der Äre von Jugendbünden wie den völkischen Adlern und Falken oder den nationalsozialistischen Artamanen.

Die zuletzt genannten Personen oder Bünde mögen ja Geschichte sein, die Theoretiker der Neuen Rechten Götz Kubitschek oder Karlheinz Weißmann jedoch sind bündische Gegenwart und finden offensichtlich Verehrer in den Kreisen von Fahrenden Gesellen (FG), Freibund – Bund Heimattreuer Jugend, Deutschem Mädelwanderbund (DMWB) und Deutscher Gildenschaft (DG). Diese vier Bünde durften sich in den letzten Jahren auf Burg Ludwigstein zu Hause fühlen.

Hessens Sozialminister Grüttner ist darin zu unterstützen, Projekten keine Gelder der öffentlichen Hand an zu bewilligen, welche die universellen Menschenrechte ironisieren, elegant boykottieren oder offen angreifen.

Zu diesem Streit findet sich Lesenswertes im Kommentarbereich des vor allem von Pfadfindern betriebenen Blogs Schwarzzeltvolk.

Am 3. November 2013 sagte Soeren:

“Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen.”

Die drehen die Eskalationsschraube ein klitzekleines bisschen weiter. Gehört sozusagen zum Ritual. Die neurechts angekränkelten oder ewig vaterländischen Ludwigsteiner machen Pokerface: Burg Ludwigstein droht den “Besuchern in Kluft” ein bisschen, aus Angst vor einem echten, ernst gemeinten Boykott.

Der ‘Lu’ will sehen, ob die bündischen Kinderchen jetzt einknicken und sagen: O ja, lasst die vier bis fünf (mit DMWB) völkisch-nationalen Bünde weiterhin zu, wir bleiben auch nicht weg und finden das Konzept von der “Offenen Burg” gar nicht mehr so schlimm.

Nicht nachgeben. Auch das nüchtern denkende Ministerium wird sich weder durch süßlich lockende noch durch schamlos drohende Tricks erpressen lassen.

Wir brauchen kein Gesäusel oder Gejammer, sondern eine Jugendburg ohne Deutschlandverherrlicher, ohne Völkische und nicht zuletzt ohne Kontaktpersonen in den organisierten Rechtsextremismus.

Da wo die Deutsche Gildenschaft, der Freibund, der Sturmvogel, die Fahrenden Gesellen oder der Deutsche Mädelwanderbund (DMWB) anwesend sind kann man als Gruppenleiter mit den anvertrauten Kindern oder Jugendlichen schlicht nicht hin.

Also jetzt oder nie! Den Druck aushalten, Nein sagen zur “Offenen Burg” und hoffen, dass auch das Ministerium eisern bleibt und die Finanzströme abstoppt.

Die weitere Umgebung ist herrliches altbewährtes Wanderland, vom Meissner bis zum Reinhardswald, von überall aus kann man als nichtvölkischer Pfadfinder oder Jugendbewegter ein paar Jahre lang die Burg gelassen aus der Ferne angucken, so lange, bis sich die braunen SCHATTEN verzogen haben.

¡Venceremos!

Soeren

Von Iris (Deutsche Waldjugend und dort Landeshorte ehemals Goch) stammte der zweite Kommentar:

1. November 2013 um 08:56

Hallo,

irgendwie hatte ich da einige Aktionen (oder Schritte im Rahmen dieser Diskussion) unsererseits als anders motiviert in Erinnerung, aber naja. Auf jeden Fall finde ich es blöd, wenn hier ganz schnell geschossen wird ohne mal vorher darüber zu sprechen. Ich höre immer Demokratie und eigentlich ist die DWJ ja auch Basisdemokratisch aber diese Stellungnahme kommt zu schnell und ohne Absprache. Ich hätte mir gewünscht, dass wir eine Stellungnahme gemeinsam formulieren. Oder habe ich da einen Thing oder ähnliches verpasst?

Ich empfinde diese Stellungnahme als gemein der Lu gegenüber, als wenn die DWJ schon lange einfache Lösungen angeboten hätte und die Verantwortlichen auf der Burg diese nur nicht umgesetzt hätten. So ein Quatsch! Das hört sich in meinen Ohren alles so an, als wollten wir uns da nur in einem guten Licht präsentieren und nur mal eben sicher gehen, dass der schwarze Peter aber bitte bei jemandem anderen steckt. Also ich schäm mich grad.

Abgesehen davon, dass ich auch der Meinung bin, dass unsere Anwesenheit ganz wichtig ist, damit die Burg nicht gänzlich von Brezelliesen und Kappenträgern besetzt wird (was noch lange nicht der Fall ist!), bin ich mit dieser Stellungnahme nicht einverstanden und bitte darum in Zukunft nicht nur nach Demokratie zu rufen, sondern diese auch anzuwenden! …

Horrido

Iris

Das allerdings hätte eine nachweisbare Aussage gegen völkisch orientierte Bünde sein können, weshalb sich charakterlich amorphe und im Sinne des nachhaltigen eigenen Obenschwimmens an den Mächtigen orientierte nichtvölkische Bündische schon zwei Tage später gleich wieder korrigieren bzw. eine Art von Lern- und Verstehensprozess bekunden:

3. November 2013 um 20:27

Damit dieser Kommentar besser verstanden werden kann, ist es sicherlich hilfreich, die folgenden Links zu beachten:

Mitteilungen für unsere Burggäste/Einschnitt auf Burg Ludwigstein

http://www.burgludwigstein.de/Burg-aktuell.205.0.html

Antrag an die OMV der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein am 02.11.2013

http://www.burgludwigstein.de/fileadmin/LudMedia/0168_VJL/OMV_Antrag.doc

An die Bundesleitung:

Zunächst einmal vielen Dank für die schnelle Reaktion. Und für die Info, dass ihr auf Bundesebene zusammengearbeitet habt, das war mir sehr wichtig. Mir ging das alles einfach viel zu schnell. Direkt nach dem Artikel von Jesko Wrede sich selbst in ein gutes Licht zu rücken fand ich nicht fair. Aber wie Du oder ihr (mir ist ja leider nicht bekannt mit welcher Teilmenge der Bundesleitung ich hier kommuniziere) schon gesagt hast/habt, in den grundlegenden Dingen waren wir uns schon einig.

Auch wenn ich sehr skeptisch war, muss ich doch sagen, dass ich mich heute nicht mehr schäme.

Ich bin natürlich auch sehr traurig, dass die Burg die bündischen Aktivitäten eine Weile einfriert, aber ich bin über das Resultat und die Einigungen die getroffen worden sind sehr erleichtert. Aus einem „wir müssen mal miteinander sprechen“ ist nun ein „wir werden miteinander sprechen“ geworden. Das auf neutralem Boden mit professionellem Beistand und allen Beteiligten finde ich gut. Das habt ihr, der BdP und der Stiftungsvorstand der Jugendburg Ludwigstein meiner Meinung nach gut hinbekommen. Auch wenn jetzt alle erstmal schrecklich empört sein werden ist das ein guter Weg.

An den Rest und die Bundesleitung:

Dies kann ein guter Anfang sein. Vielleicht wird sogar überlegt, wer wir Bündischen überhaupt sind oder sein wollen und vor allem was wollen wir nicht! Das könnte man doch ganz prima in einer Formel zusammenfassen wie einer Meißnerformel die dann alle unterschreiben 😉 Spaß beiseite, wir müssen auf Dauer konkreter werden ich weiß es ist schwierig zu einem Konsens zu kommen, deshalb ist die professionelle Hilfe eines neutralen Moderatoren ja auch so wichtig. “Wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe nach fairen und demokratischen Grundsätzen” (siehe Antrag an die OMV) halte ich hierbei für einen ganz wichtigen Aspekt.

Ich persönlich denke es könnte fruchtbar sein vorher mal zu hören, was die Basis dazu sagt, im Falle der Waldjugend meine ich damit die einzelnen Horste und ihre Mitglieder, aber da habt ihr euch ja ganz bestimmt schon was ausgedacht. 😉

Und wenn wir dann irgendwann hoffentlich das Thema Rechts abhaken können, können wir uns vielleicht ja sogar wieder Themen widmen wie: „Wie kann ich die Natur erhalten in der ich mich so gerne aufhalte?“ oder wenn ihr es bündischer haben wollt: „Welche Ziele sollten die Bünde in der heutigen Zeit haben?“.

Die Tatsache, dass im (Meißner) Jahr 2013 (einer Zeit von schwindender biologischer Diversität und wachsenden klimatischen und ökologischen Veränderungen, von medialem Einfluss von angespülten Flüchtlingsleichen mal gar nicht zu sprechen) fast ausschließlich (und versteht mich nicht falsch, dass sind natürlich sehr wichtige Themen) über Rechts und Pädophilie diskutiert wird, nervt gewaltig.

Ich persönlich bin sehr gespannt wie es weitergeht!

4. November 2013, vorbildlich sorgfältig nahm Soeren die amorphen Sätze der Waldjugend-Multifunktionsträgerin auseinander:

Liebe Iris,

dein Kommentar oder vielmehr Nebelwurf vom 3. November um 20:27 verdient ein paar Zwischenrufe:

“Mir ging das alles einfach viel zu schnell”

Aha, überfordert spielen und mea culpa seufzen.

“Direkt nach dem Artikel von Jesko Wrede sich selbst in ein gutes Licht zu rücken fand ich nicht fair.”

In welches gute Licht? Erklärung und Appell sind Ablenkungsmanöver, legen eine falsche Fährte, mimen geschickt das betroffen Sensibelchen – aber arbeiten in Wirklichkeit den völkischen Bünden zu, wickeln die Leserschaft ein und lobpreisen letztlich die “Offene Burg”.

“in den grundlegenden Dingen waren wir uns schon einig”

Worin genau bitte? Völkische Bünde raus oder völkische Bünde nicht raus? Bitte lege dich fest.

“Auch wenn ich sehr skeptisch war, muss ich doch sagen, dass ich mich heute nicht mehr schäme.”

Endgültig peinlich. Hirn anschmeißen, nicht theatralisch im schamhaften Sühne-Sumpf versinken. Bitte Sachinformation bringen, keine virtuelle Emotion anknipsen.

“Ich bin natürlich auch sehr traurig, dass die Burg die bündischen Aktivitäten eine Weile einfriert”

Auf den Propagandatrick reingefallen. Oder so tun als ob. Das “ich bin … sehr traurig” will womöglich keiner wissen, oder möchtest du kalkuliert Schuldgefühle erwecken? The queen is not amused.

Iris “sehr traurig”, wir alle im bündischen Schlumpfhausen tragen Trauerflor … wann Iris endlich wieder sehr fröhlich …

Wo bitte geht’s hier von von Buhu nach Tralala, o Iris, zeig uns den Weg!

“Aus einem „wir müssen mal miteinander sprechen“ ist nun ein „wir werden miteinander sprechen“ geworden”

Genau, die Kinderchen lassen sich mit sozialpädagogischan Hohlparolen abspeisen.

“Das auf neutralem Boden mit professionellem Beistand und allen Beteiligten finde ich gut.”

Yes. Ein bisschen über Nazis quasseln.

“Das habt ihr, der BdP und der Stiftungsvorstand der Jugendburg Ludwigstein meiner Meinung nach gut hinbekommen”

Tja, Geld und Karriere sind schon ein verbindendes Motiv.

“Auch wenn jetzt alle erstmal schrecklich empört sein werden ist das ein guter Weg”

Die Sprache der Macht hast du, Iris, schon ziemlich gut drauf. Die unter unseren Politikern leider üblich gewordene Hohlformel mit dem “guten Weg” etwa macht jedes Sachargument überflüssig, denn das könnte ja in die Irre führen, ins Abseits.

Gegner der Lächerlichkeit preisgeben, sinngemäß: die bringen euch nichts, die sind nur “schrecklich empört”. Das ist rhetorisch – und menschlich – unredlich.

“wir müssen auf Dauer konkreter werden”

Allerdings, und warum fängst du denn nicht an und distanzierst dich unmissverständlich von: Deutsche Gildenschaft, Deutscher Mädelwanderbund / Die Fahrenden Gesellen, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend. Um nichts anderes geht es schließlich.

“deshalb ist die professionelle Hilfe eines neutralen Moderatoren ja auch so wichtig”

Genau, das gewünschte schmierige Ergebnis (Burg MIT Völkischen) soll pseudodemokratisch legitimiert und vergoldet werden, damit sich alle irgendwie gut fühlen dürfen.

Oh Moderator, erteile uns Absolution! Lass uns aufschluchzen: ich bin ok – du bist ok! Und ein abschließendes Küsschen dem schrecklich missverstandenen Deutschtums-Verherrlicher.

“Wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe nach fairen und demokratischen Grundsätzen”

Aha, unsere Iris mit den Wegbereitern von Germanienkult und Rechter Revolution ganz auf Augenhöhe.

“was die Basis dazu sagt, im Falle der Waldjugend meine ich damit die einzelnen Horste und ihre Mitglieder”

Geschickt aus der Verantwortung gestohlen: einfach die etwas desinformierten Siebzehnjährigen bzw. die altersgemäß unwissenden noch jüngeren Halbwüchsigen verantwortlich machen.

“Und wenn wir dann irgendwann hoffentlich das Thema Rechts abhaken können”

Schlussstrichdebatte wie nach 1945 … liebe Iris, du sollst nicht “abhaken”, sondern Stellung beziehen.

“medialem Einfluss von angespülten Flüchtlingsleichen”

Auf der Welt geschehen schlimme Sachen. Da sind unsere Ludwigsteiner Völkischen gar nicht so schlimm. Gucken wir einfach woandershin. Ich bin klein mein Herz ist rein, Tandaradei!

So erfahren Ertrunkene in Deutschland dann doch noch Nutzbarmachung. Ethisch widerlich.

“fast ausschließlich (und versteht mich nicht falsch, dass sind natürlich sehr wichtige Themen) über Rechts und Pädophilie diskutiert wird, nervt gewaltig”

Iris leidet nervlich (“nervt gewaltig”) aufgrund der endlich erfolgten journalistischen Aufdeckungen von Leuten wie Christian Füller bzw. Jesko Wrede zu bündischem Kindesmissbrauch und bündischem Rechtsextremismus. Dauer-einlullender Singsang wäre ja auch viel romantischer.

“Ich persönlich bin sehr gespannt wie es weitergeht”

Iris sinngemäß und implizit: ich bin “persönlich” lieb, aber mir widersprechen solltest du besser nicht.

Und alles ganz aufregend irgendwie.

Unfasslich. The Ludwigsteinshow must go on.

Beste Grüße,

Soeren

7. November, Kommentator Quetzalcoatl bedankt sich bei Soeren für die gepfefferten Zwischenrufe zu Iris und schreibt:

Zunächst mehr Sorgfalt im Denken und Sprechen bitte, ein irgendwie gefühlvoller ‘Weichzeichner’ macht völkisch motivierten Gegendemokraten und postmodern-überbündischen Karrieristen das Leben zu einfach.

“Als Waldjugend sehen wir unsere Wurzeln im Naturschutz und in der Tradition der bündischen Jugendbewegung.”

Eigentlich kann man nur entweder von Deutscher Jugendbewegung ODER von Bündischer Jugend reden, der zweite Begriff kennzeichnet, eng(er) ausgelegt, die Weimarer Epoche – gerade hierbei hätte sich die DWJ allerdings von Adlern und Falken, Geusen sowie Artamanen distanzieren müssen, denn die drei waren schließlich auch Bündische Jügend.

Wie ich gerade sehe, hat auch bzw. nur Julia Fehlisch (Sozialpädagogin …) das reichlich geschichtsblinde Wortungetüm geprägt: “Die bündische Jugendbewegung als Teil der außerschulischen Jugendbildung. Eine Einordnung anhand der kritisch-konstruktiven Pädagogik nach Wolfgang Klafki und am Beispiel der Jugendburg Ludwigstein”

Wer 2013 die schräge Mischung aus Neologismus und Tautologie verwendet, ‘bündische Jugendbewegung’ zusammenschraubt und sich dann aber nicht sofort von Adlern und Falken, Geusen sowie Artamanen distanziert, hat entweder von Bündische Jugend keine Ahnung oder es ist ihm alles nicht so wichtig oder er will die völkisch Bewegten ‘integrieren’.

Und weiter wird weichgezeichnet bei DWJ:

“Als demokratischer Bund”

… was soll das, die DDR war auch demokratisch! Es muss FREIHEITLICH DEMOKRATISCH heißen. Falls nun einer murrt: ‘jaja ist doch klar’ kann ich nur erwidern: nein ist es eben nicht!

Dino ganz schicksalsergeben:

“Die Burg wird sich vermutlich weiterhin sehr für die Rechten Bünde einsetzen.”

Einspruch: es geht nicht um rechts, sondern um RECHTSEXTREMISTISCH bzw. VÖLKISCH. Leider ist dieses maulige, empört tuende ‘rechts’ immer wieder zu hören, eine ganz ärgerliche sprachliche Schlampigkeit: bitte nie ‘rechts’ sagen, wenn rechtsradikal bzw. konservativ-revolutionär bzw. ethnopluralistisch-rassistisch gemeint ist, wir sind hier nicht unter 14-Jährigen von der Antifa.

Nichts gegen Schlagworte, aber zutreffen sollten sie.

Junge Freiheit / IfS / Sezession / Blaue Narzisse sind nicht ‘wertkonservativ’ (das ist die Junge Union ja hoffentlich), sondern gehören ins konservativ-revolutionäre bis rechtsradikale Spektrum, unterschiedliche Methoden anwendend und unterschiedliche Zielgruppen bedienend sowie durch Sympathie und allerlei Doppelmitgliedschaften verbunden.

Und genau dieses Spektrum ziehen die Fahrenden Gesellen ebenso wie der Freibund auf den Ludwigstein, ideell (Alain de Benoist, Julius Evola) wie personell (Götz Kubitschek).

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Kubitschek

“Arktos … Arktos hat sich als der englischsprachige Hauptverleger der europäischen Neuen Rechten etabliert (einschließlich der Übersetzungen von Alain de Benoist und Guillaume Faye). Erstmals wurde der russische Vordenker und ehemalige Berater Putins Alexander Dugin ins Englische übertragen. Weitere bekannte Autoren sind der italienische Traditionalist Julius Evola …”

“Identitäre Bewegung Deutschland … Die Identitäre Bewegung ist genau das, worauf viele junge Menschen in Deutschland gewartet haben: vorwärts in eine neue Zeit drängend, dabei aber die eigenen Wurzeln nie vergessend.”

“Deltastichting (Belgien) … eine konservative Zeitschrift, die vor 40 Jahren nach dem Vorbild der französischen, von Alain de Benoist verantworteten Elements gegründet wurde.”

http://zwischentag.de/zwischentag/die-aussteller/

DAS ist Theoriebildung und Freundeskreis des Kubitschek-Umfelds … oder kann man schon von international vernetzter straffer weltanschaulicher Führung reden? Und haben diese Kräfte demnächst den (seit 50 Jahren ohnehin arg zur äußersten politischen Rechten neigenden) blaublumeseligen Ludwigstein ganz im Griff?

Beispiel einer gefährlichen, auf Minderjährige zugeschnitten Schrift; man sollte dafür sorgen, das Original nicht an Minderjährige heranlassen: die Blaue Narzisse.

“Dabei nimmt sie nach eigener Aussage eine konservative Haltung ein, während sie von der Politikwissenschaft als zur Neuen Rechten gehörend betrachtet wird. Chefredakteur ist Felix Menzel, der auch für die Zeitschrift Sezession tätig ist und dem Umfeld des Instituts für Staatspolitik (IfS) und der Konservativ-Subversiven Aktion (KSA) um Götz Kubitschek zugeordnet wird.”

http://de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Narzisse

Vier Chemnitzer Gymnasien haben den Verkauf der Zeitschrift Blaue Narzisse verboten – die einzig richtige Entscheidung.

Auf Rechte Jugendbünde lesen wir, dass sich der Freibund auf einem der neurechten, sogenannten Zwischentage darstellte:

Dabei wurde erst im Oktober bekannt, dass der Freibund auf einer rechten Messe mit einem eigenen Stand vertreten war, die im rbb als “Gipfeltreffen der rechten Eliten” bezeichnet wurde. Neben dem Freibund selbst war auch das Internetportal “Blaue Narzisse” des Freibünders Felix Menzel maßgeblich an der Ausrichtung des Treffens beteiligt. Anlass des so genannten “Zwischentages” war das Erscheinen der fünfzigsten Ausgabe der Zeitschrift “Sezession”, herausgegeben vom Institut für Staatspolitik.

Derselbe Text konstatiert eingangs nüchtern:

“Die Burg Ludwigstein ist wohl der einzige Ort in Deutschland, an dem völkisch-nationalistische Jugendbünde wie der Freibund in dieser Form offen auftreten können.”

http://rechte-jugendbuende.de/?p=2062

Ohne unseren massiven Druck wird die germanisch-gemütliche Burg Ludwigstein auch weiterhin die ideelle wie personelle Fusion aus Jugendbewegung und schleichender rechter Revolution bzw. Völkischer Bewegung garantieren.

Das Thema darf jetzt nicht in ‘Diskussionsrunden’ ausfransen, auch nicht im ‘professionell moderierten Dialog’.

Alles Blaue Blume oder was … Müsli mampfen und mit der (alten Völkischen Bewegung bzw. der sogenannten) Neuen Rechten klampfen.

Dass alte angesehene Wandervögel wie Gerhard Neudorf (Wo bleiben Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit?) sich für die Teilnahme etwa des Freibunds auf dem Meissnerfest 2013 eingesetzt haben sollte endlich skandalisiert werden.

Wer zur Deutschen Jugendbewegung (und insbesondere, wer zu den geschichtsklitternden, volksverherrlichenden und die vielfachen eigenen Verknüpfungen mit dem Nationalsozialismus verschweigenden Seilschaften rund um Burg Ludwigstein!) fundiert mitreden möchte, lese Christian Niemeyer: Die dunklen Seiten der Jugendbewegung: Vom Wandervogel zur Hitlerjugend

http://www.amazon.de/Die-dunklen-Seiten-Jugendbewegung-Hitlerjugend/dp/3772084885

Auf das NICHT REFORMIERBARE Konzept von der Offenen Burg kann man eigentlich nur mit Christian Wallner antworten:

“Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.”

Quetzalcoatl

Nun aber betritt Pfadi-Funktionär Hansdieter Wittke genannt HDW die virtuelle Bühne und orakelt voller Kampfgeist:

Als Mitglied der Vereinigung erwarte ich von der Mitgliederversammlung, die Entschließungen des BdP und der Waldjugend zur Grundlage des weiteren Vorgehens in dieser besonderen Lage zu machen.

Das angebliche “Verbot” Kluft zu tragen und als Bündischer auf der Burg in Erscheinung zu treten, halte ich für abenteuerlich. Als bekennender Lebenspfadfinder ist für mich eher das Gegenteil richtig. Hier heißt es deutlich Farbe zu bekennen und die demokratischen Überzeugungen kämpferisch zu vertreten! Und Entwicklungen zu stoppen.

Nicht Gesinnungskontrolle gehört dazu sondern die offene und fundierte Auseinandersetzung mit den radikal oder unterschwellig agierenden Totengräbern der Demokratie.

Überzeugt unterstütze ich die Initiative von Waldjugend und Pfadfindern!

HDW

Wittkes staatsmännisch daherkommendes Ablassen heißer Luft lässt hermes ziemlich unbeeindruckt:

Lieber HDW,

die “Initiative” der Waldjugend ist eine Mogelpackung und das weißt du. Sie dient dazu, langfristig wie heute NICHTS gegen die Anwesenheit von Fahrenden Gesellen, Freibund und Gildenschaft tun zu müssen.

Auch du gehst zu den drei Bünden (ok, Mädelwanderbund solo gezählt macht es vier Bünde) in deinem Kommentar NICHT explizit auf Distanz und sprichst die drei (oder eben vier) Namen noch nicht einmal aus.

Das von dir – an der Sache vorbeiredend – “abenteuerlich” genannte Kluftverbot (OT Ludwigstein: Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen) ist ein Ablenkungsmanöver und soll die überbündischen Kinderchen ein bisschen schnattern lassen und unter Druck setzen sowie dem Ministerium gegenüber ‘ein Zeichen setzen’, dass man mit dem Konzept von der Offenen Burg so was von weitblickend und verantwortlich ‘auf Kurs’ sei.

Im Übrigen, HDW: wenn du mutig wärst, würdest du, immerhin Mitglied der Vereinigung, in diesen Tagen in schmucker Kluft hin an die Werra und Gesicht zeigen und dich fallweise vom Burggelände schmeißen lassen. Oder du würdest einfach aus der Vereinigung austreten (wirst du natürlich nie tun).

Die endlich öffentlich gewordene Verknüpfung zum rechten Rand und darüber hinaus nennst du beschwichtigend “in dieser besonderen Lage” – und hast damit schon wieder um die neurechte und alte völkische Sache herumgeredet.

Was wird mit so viel Geschmeidigkeit (Rückgratlosigkeit) geschehen? Ihr werdet die drei Bünde also, nach ein bisschen Durchdiskutieren und Dialog-Kultivieren, verzückt über die eigene Großzügigkeit, ‘durchwinken’ und in zwei, drei Jahren erstaunt tuend sagen können:

Na hoppla, Gildenschaft, Freibund & Fahrende Geselllen sind ja immer noch da – aber alles ganz basisdemokratisch gelaufen hier!

Das ist zu verhindern.

Die mächtigsten Ludwigsteiner Strippenzieher haben ihren Spaß an derartiger Unschlüssigkeit und Glitschigkeit und werden handeln nach dem Motto eines zeitgenössischen Songs:

und weil Entscheidung nicht deine Stärke ist muss ich mich statt deiner entscheiden

Noch ist es nicht zu spät! Im selben Song heißt es schließlich:

Es ist gut, wenn du weißt was du willst, wenn du nicht weißt was du willst ist das nicht so gut

Lieber HDW,

ich wäre dir dankbar, wenn du, gerne auch in Kluft, unzweideutig den Rausschmiss von Gildenschaft, Freibund und Fahrenden Gesellen fordern würdest.

Herzlich Gut Pfad

hermes

Pfadifunktionär HDW hält es bis heute, immerhin drei Tage lang, für verzichtbar, auf diese plausiblen und wichtigen Argumente einzugehen oder auch nur die sinngemäße Gretchenfrage Sag wie hältst du`s mit dem Freibund zu beantworten.

Das zweite ist durchaus unfair, denn auch die Fahrenden Gesellen werden sicherlich gern wissen wollen, ob der am Ludwigstein einflussreiche „Lebenspfadfinder“ Wittke wirklich auch genau sie zu den „Totengräbern der Demokratie“ rechnet.

Den bisher ausgelassenen ersten Kommentar jedoch, sozusagen punktgenau zum seit tusks (dj.1.11) Tagen in bündischen Kreisen so gern gefeierten ersten Elften, hatte ein echter alter Jungenschafter und richtig roter Altachtundsechziger verfasst, wie HDW ein Mitglied der Ludwigsteiner Vereinigung.

Mit viel Tamtam nämlich tat zuallererst der manch einem aus der als links geltenden Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck (ABW, die mit den legendären Liedermacher-Festivals) sowie dem Mindener Kreis bekannte Eckard Holler genannt zeko so als würde er etwas tun.

Hollers Befinden war irgendwie irritiert und schmerzvoll leidend, dieses hier fand er unverständlich, jenes dort unerträglich (was genau eigentlich?), jedenfalls beginnt er pathetisch grüßend:

Eckard Holler sagte:

1. November 2013 um 08:41

Ich begrüße die Initiative der Deutschen Waldjugend, die sich an die Verantwortlichen der Jugendburg Ludwigstein richtet und sie auffordert, die eingetretene Fehlentwicklung zu korrigieren. Es ist für mich als ein Mitglied der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein e.V. unverständlich und unerträglich, dass unter dem Deckmantel des Konzepts einer “Offenen Burg” auf Burg Ludwigstein neurechte und andere rechtslastige Vereinigungen gefördert werden. Es ist höchste Zeit, dass diese Förderung beendet wird.

Eckard Holler

Kommentator hermes behielt Bodenhaftung und antwortete noch am selben Tag:

Lieber zeko, oben hat jemand schon die Notwendigkeit betont, das Objekt der Empörung zu definieren, bitte sprich die Namen der bewussten Bünde aus: Deutsche Gildenschaft, Deutscher Mädelwanderbund, Die Fahrenden Gesellen, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend.

Noch besser, wenn du dann in ein paar Sätzen begründest, warum etwa der Freibund mit Jugendbewegung, so wie du sie verstehst, nichts zu tun hat und zudem die freiheitliche Demokratie gefährdet. Und deinen Namen darunter, damit man weiß, wofür du stehst. Zugegeben, das erfordert Mut.

Jahrelang völkische Bünde zu beherbergen ist auch keine “Fehlentwicklung”, sondern ein Skandal.

Verzeih meine Direktheit, aber man nimmt es dir nicht ab, dass das Thema für dich “unerträglich” sei. Wenn es dir wirklich wichtig wäre, würdest du jetzt einfach aus der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein e. V. austreten.

Du wirst es nicht tun … sondern so tun, als würdest du etwas tun … Engagiertes Augenrollen halt, revolutionäre Als-ob-Aktion.

Wenigstens ein Akteur hat gehandelt: das Hessische Sozialministerium friert Burg Ludwigstein sämtliche Fördermittel ein. Na Endlich. Geht doch.

hermes

Soweit der Blick auf den Blog Schwarzzeltvolk, die seltsam zwanghaft wandervogelbewundernde und nahezu ausschließlich aus evangelischen Pfadfindern (vier Personen aus dem VCP; zwei aus dem Christlichen Pfadfinderbund Saar, nur eine aus einem bedeutungslosen Mädchenwandervogelbund) zusammengewürfelte Redaktion selbst äußert sich bezeichnenderweise zum Thema mit keiner Silbe.

Der Deutsche will sich so gerne unschuldig fühlen und braucht dazu dringend jemanden, der ihm zu diesem Zwecke Absolution erteilt. Das von der Jugendbewegung beschworene Bauern-, Wanderer- und Naturidyll ist noch stets ein ausgezeichnetes Werkzeug gewesen, sich als niedlicher Germane, Indianer oder Hobbit zu fühlen und sich aus der kulturellen Moderne ein bisschen zu verabschieden („auf Fahrt gehen“).

Der leider auch zur Geistlosigkeit und gespielten Unschuld einladende hundertjährige Duft der Blauen Blume ermöglichte es, über nationalromantische und ethnopluralistische Vorstellungen zum Verherrlichen von Blut und Boden sowie zum Wunsch nach rassistischem „Saubermachen“ zu gelangen.

Die eingangs erwähnte, im Ersten Weltkrieg veröffentlichte Wandervogelführerzeitschrift unter ihrem Redakteur Fulda forderte aus der Wanderromantik die Konsequenz einer Reinheit der sogenannten Rasse. Hitler hat es dann barbarisch konsequent umgesetzt, deutsche Juden sollten keine Deutschen mehr sein.

Im Artikel „Die Juden in deutschen Bewegungen“ (in: Deutsch oder national! Beiträge des Wandervogels zur Rassenfrage, herausgegeben von Friedrich Wilhelm Fulda, Leipzig 1914) lässt er volksverhetzend schreiben:

Vorweg sei bemerkt, daß die Mehrzahl der „Wandervogel“-Ortsgruppen weislich auf Judenreinheit bedacht ist. … Er [lies: der Jude] bildet z. B. bei der Sonnwendfeier eine ebenso groteske Erscheinung wie ein Papua, der am Hausaltar eines Chinesen dessen Ahnen Opfer darbringt, denn die Vorgänge beim Sonnwendfest gewinnen ja Inhalt und Leben erst durch die Vorstellung, dass eben diese Feier unseren Vorfahren vor Jahrtausenden oder Jahrhunderten Kult war. Den Mangel dieser höchstpersönlichen Tradition kann dem Hebräer auch die raffinierteste Mimikry nicht ersetzen …

Den Geist der Ortsgruppen bestimmen tatsächlich die Führer. Zu ihrer Ehre muss gesagt werden, daß es unter ihnen keinen einzigen Judenfreund gibt, auch nicht unter denen, die Juden dulden. Die Zulassung der Hebräer hat ihre Ursache lediglich in einer irrtümlichen Auslegung der Satzungen und in einer gewissen Bequemlichkeit …

Der hinterhältige, nie harmlose, ewig lauernde Jude mit seiner angeborenen Ehr- und Schamlosigkeit wird bei der brüderlichen Gemeinschaft und vertrauensvollen Kameradschaft, auf die das Verhältnis der Wandervögel (…) zueinander gestellt ist, den naiven, offenen jungen Deutschen mit seinem hochgespannten Idealismus und dem arglosen deutschen Mädchen ganz besonders gefährlich, zumal diese noch nicht die Distanz zu dieser gemeingefährlichen Rasse gefunden haben …

An dem Maße der völkischen Einsicht erkennt man leicht, ob ein Wandervogel einer reinen oder verseuchten Ortsgruppe angehört.

http://www.digam.net/index.php?dok=9301&h%5B0%5D=wilhelm&PHPSESSID=586e54023bd3977d2fcc66256a24e49d

Was ist das für ein widerlicher Hass, moralischer jugendbewegter Tiefpunkt oder einfach nur alle Masken fallengelassen und einmal Klartext geredet?

Wie auch immer, heute, hundert Jahre später wünsche man Burg Ludwigstein die glaubhaft vollzogene Abkehr aus jeder Form einer „völkischen Einsicht“ (Leipzig 1914) und ein Bekenntnis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, Paris 1948).

Auch in Zukunft mit dem einstigen Mitglied der Deutschen Gildenschaft (DG) und prominenten Theoretiker der Neuen Rechten Götz Kubitschek und mit dem gildenschaftsnahen, bekennend an den Denkern der Konservativen Revolution der Weimarer Zeit Carl Schmitt und Arthur Moeller van den Bruck orientierten Karlheinz Weißmann sowie mit ihrem rechtsextremen oder auch bündischen Umfeld lassen sich die am 10. Dezember 1948 von Menschen aus allen Kontinenten und Ländern so mühselig errungenen, unbedingt schützenswerten und mit völkischem Denken nicht vereibaren Standards der AEMR nicht gewährleisten.

Ohne die endgültige Trennung von Deutscher Gildenschaft (DG), Fahrenden Gesellen, Deutschem Mädelwanderbund und Freibund – Bund Heimattreuer Jugend kann eine menschenrechtsuniversalistisch ausgerichtete Jugendburg Ludwigstein nicht funktionieren.

Nicht „Besucher in Kluft“ also hätte man vor acht Tagen und für die kommenden zwölf Monate vom Ludwigstein verbannen sollen, sondern, ob „in Kluft“ oder nicht, die Angehörigen der vier genannten Bünde.

Solange aber das nicht geschehen ist, sollte das Ministerium auch keine Steuermittel fließen lassen.

Cees van der Duin

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , ,

47 Antworten to “357. Braune Schatten über Burg Ludwigstein”

  1. Machandelboom Says:

    Minister: Geld für Ludwigstein ist wieder frei

    Burg Ludwigstein. Geld des Landes Hessen für die Jugendburg Ludwigstein ist nicht länger eingefroren.

    Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) erklärte am Freitag auf eine HNA-Anfrage, die Verantwortlichen der Burg hätten überzeugend darlegen können, dass eine „rechte Milieubildung“ weder befördert noch toleriert werde. Dazu seien auch externe Auskünfte über verschiedene Bünde eingeholt worden.

    Das Ministerium hatte im Oktober alle Zuwendungen für die Jugendbildungsstätte vorerst gestoppt und Entscheidungen über Investitionsförderungen ausgesetzt, nachdem ein freier Journalist Anfragen beim Ministerium gestellt und Rechtsextremismus-Vorwürfe unter anderem in einem Internet-Magazin veröffentlicht hatte.

    Mehr dazu lesen Sie in unserer gedruckten Samstag-Ausgabe

    http://www.hna.de/lokales/witzenhausen/minister-geld-ludwigstein-wieder-frei-3209518.html

    ::
    ::

    Minister: Geld für Ludwigstein ist wieder frei
    Witzenhausen, Fr. 08.11.13 14:06
    Nachrichten von HNA

    Burg Ludwigstein. Geld des Landes Hessen für die Jugendburg Ludwigstein ist nicht länger eingefroren.
    vollständige Nachricht @ HNA

    http://www.localxxl.com/witzenhausen/minister-geld-fuer-ludwigstein-ist-wieder-frei-1383915797-ftz/

  2. Die Blaue Blume der (National)Romantik Says:

    Aufregendes aus dem idealistischen teutonischen Schlumpfhausen äh Witzenhausen! Na da wollen wir dem „ergebnisoffenen“ Dialog im Sinne des gewünschten Ergebnisses (völkische Bünde bleiben auf dem Ludwigstein) doch mal gönnerhaft nachhelfen.

    So ein Dialog kostet schließlich etwas! Und alle sollen sich wohlfühlen, oder etwa nicht? Der erst einmal einzukaufende „neutrale“ Moderator soll sich besonders wohl fühlen. Für den Klärungsprozess stellt die Vereinigung Jugendburg den Bünden sogar Geld zur Verfügung.

    Wes Brot ich ess, des Lied ich sing, ein Schelm, wer jetzt von Bestechung reden würde. The Völkish-Bündishe Show must go on.
    ::

    Ludwigstein: Bünde bleiben für ein Jahr vor dem Burgtor
    Von Stefan Forbert

    … „Wir schließen die Bünde nicht aus, weil sie unter Verdacht stehen, sondern weil wir die Zeit und den Raum brauchen, den Begegnungsort neu zu definieren“, sagen der Stiftungsvorstand, der Vorsitzende des Kuratoriums und die Vereinigung Jugendburg Ludwigstein (VJL), der Geschäftsführer der Jugendbildungsstätte sowie der Burgbetriebsleiter einvernehmlich. …

    Ziel des Beschlusses ist, die seit einigen Jahren geführte Debatte über das Konzept der offenen Burg nach außen zu verlegen. Die auf dem Ludwigstein engagierten Bünde werden aufgerufen, ihren Konflikt um die Jugendburg zu kären und „einvernehmlich festzulegen, unter welchen Voraussetzungen die Burg Ludwigstein auch in Zukunft wieder die Begegnungsstätte der Jugendbewegung sein kann“, appellieren die Verantwortlichen. …

    Für den Klärungsprozess stellt die Vereinigung Jugendburg den Bünden sogar Geld zur Verfügung.

    hna 05.11.2013

    http://www.hna.de/lokales/witzenhausen/ludwigstein-buende-bleiben-jahr-burgtor-3203784.html

  3. Machandelboom Says:

    ::
    Es bleibt dabei, wie vor neun Tagen von Burg Ludwigstein bekanntgegeben: Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen.

    Gestern, am 10.11.2013 veröffentlicht die Jugendburg folgenden sogenannten Brief an die Bünde:

    Trennung für ein Jahr – Aufarbeitung!

    Liebe Bünde der Jugendbewegung,
    liebe Burgfreunde,

    die Ereignisse der letzten beiden Wochen haben uns hart getroffen. Das Krisenmanagement nach allen Seiten hat uns an unsere Grenzen geführt. Manches ist dabei sicher nicht optimal gelaufen, aber es gab dabei oft keine Handlungsalternative.

    Nach den von Jesko Wrede veröffentlichen Anschuldigungen im Blogartikel, erhielten wir auf der Burg, ebenso wie das Hessische Sozialministerium, zahlreiche Unterstützerschreiben. Es fanden aber auch sehr kritische Stimmen ihren Weg zu uns.

    Die Dynamik zwischen Befürwortern und Kritikern der offenen Burg war immens und hat den Burgbetrieb und den ehrenamtlichen Stiftungsvorstand sehr viel Kraft und Zeit gekostet. Wesentliche Teile der täglichen Arbeit blieben liegen. Die starke Polarisierung um die Definition, wer jugendbewegt ist und wer nicht, hat mit dem Ludwigstein einen Kristallisationspunkt erhalten, welcher der Burg massiven Schaden zugefügt hat. Die Burg will Ort der Begegnung sein, kein Schauplatz von Grabenkämpfen. Wenn beispielsweise von einem bunten Singewettstreit mit Konzert, Workshops, moldawischen Pfadfindern und 500 Bündischen am Ende nur die Diskussion um eine diffamierende Äußerung auf dem Parkplatz bleibt, ist ein Schlusspunkt erreicht.

    Uns allen wurde klar, dass der andauernde Konflikt um das Zugangsrecht der Bünde zur Burg einer einvernehmlichen Lösung bedarf. Die Burg alleine kann in diesem Klärungsprozess zurzeit keine zentrale Rolle übernehmen, da auch die Existenzsicherung des Burgbetriebes für den Erhalt der Arbeitsplätze zunächst Priorität haben muss. Aus diesem Grund möchten wir diese Fragestellung an die Bünde zurückgeben. Unser Beschluss vom ersten Novemberwochenende, Burg und Bünde für ein Jahr zu trennen, sichert allen Beteiligten die dafür notwendige Zeit. …

    Bis Ende nächsten Jahres wünschen wir uns, über ein tragfähiges Konzept zum Erhalt der Burg als jugendbewegte Begegnungsstätte zu verfügen, welche den Blick über den Tellerrand ermöglicht und frei vom Verdacht bleibt, politischen Extremismus zu tolerieren. Vor diesem Hintergrund ist die erfolgte Wiederfreigabe der Fördermittel des Hessischen Sozialministeriums von existenzieller Bedeutung für die Burg. „Angesichts der mit den Vertretern der Jugendbildungsstätte Ludwigstein gGmbH, der Stiftung und der Burgherberge Jugendburg Ludwigstein geführten Gespräche und den von Seiten der Burg vorgelegten detaillierten Gegendarstellungen und Einschätzungen teilte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner am Donnerstag mit, dass die Burg auch unter Einholung externer Auskünfte über verschiedene Bünde überzeugend darlegen konnte, dass eine „rechte Milieubildung“ weder befördert noch toleriert werde.“

    Was bedeutet nun aber die Trennung von Bünden und Burg für ein Jahr genau? Wenn jemand auf Durchreise in Kluft zu Besuch kommen will, muss er sich nicht am Burgberg umziehen. Es geht schlicht darum, dass es für ein Jahr keine Veranstaltungen von Pfadfinder-, Wandervogel-, Jungenschafts- und anderen jugendbewegten Gruppen gibt. Wir bitten Euch um die Respektierung dieses Beschlusses. Das Archiv der deutschen Jugendbewegung bleibt von der Regelung ausgenommen. Gruppen oder Einzelpersonen, die im Archiv forschen oder tagen wollen, können sich auch auf der Burg als Übernachtungsgäste einmieten. Ebenso wird die Arbeit des überbündischen Arbeitskreises „Schatten der Jugendbewegung“ weiterlaufen. Dessen Veranstaltungen werden während dieses einen Jahres allerdings nicht auf der Burg stattfinden. Veröffentlichungen, Informationen und Kontakte dazu werden aber weiterhin auf der Homepage der Jugendburg einsehbar sein.

    Darüber hinaus hat es in den vergangenen Tagen noch zwei Neuerungen im Stiftungsvorstand gegeben: Eva Eisenträger wird nicht wie geplant ausscheiden, sondern bleibt als Vorsitzende weiterhin dabei. Kani (Juliane Palm) aus dem Wandervogel Uelzen ist in dieser Situation als neues Vorstandsmitglied hinzugekommen. Mit ihr hat die Jugendbewegung eine weitere Stimme im Vorstand – das ist gerade jetzt besonders wichtig.

    Wir haben versprochen, die Burg für die Bünde offen zu halten und wir werden als Burgverantwortliche daran arbeiten, einen Weg zu finden, um unser Versprechen einzuhalten. Und wir bitten Euch, dieses Jahr zu nutzen, um Euren Weg zu finden.

    10. November 2013

    Eva, Roland, Jörg, Alex, Kani für die Stiftung
    Holger für das Kuratorium
    Selmar für den Burgbetrieb
    Stephan für die Jugendbildungsstätte

    http://www.burgludwigstein.de/Fuer-die-Buende.202.0.html

    ::
    ::
    Januar 2010. Werteschützerin Eva Eisenträger wurde feierlich, gab sich uns als eine Wissende um den den Geist der Burg Ludwigstein zu erkennen und machte ein Grußwort von Walter Rathenau nutzbar:

    Rede zur Grundsteinlegung Enno-Narten-Bau

    Liebe Gäste,
    heute ist ein besonderer Tag.

    Ein Traum geht in Erfüllung – so steht es in der Einladung. …

    Lampi – hatte den Traum …

    Frau Müller-Klepper: Das Land Hessen hat uns immer unter stützt Herr Bachmann und Herr Reichwein vom Hess. Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit verfolgen die Geschichte der Burg schon eine ganze Weile. Wir konnten mit ihrer Hilfe die ursprünglich zugesagten Fördermittel um 300.000 € erhöhen, wir erhalten jetzt 350.000 € vom Land, 150.000 € vom Bund und 200.000 € von der Stiftung Jugendmarke. …

    Wir bauen ein Haus, das die Jugendburg erhalten wird – so wie es unsere Aufgabe ist.

    Die Jugendburg Ludwigstein zu erhalten, als lebendiges Ehrenmal der gefallenen Wandervögel, als Treffpunkt der demokratischen Jugendbünde – so hat es Enno-Narten begonnen und so werden wir es fortsetzen.

    Vor 90 Jahren haben junge Menschen aus den Bünden eine Menschenkette gebildet und die Steine zum Aufbau der Burg den Burgberg hinauf gereicht. …

    In der Ausstellung des Archivs ist folgende Erzählung des zweiten Burgwartes, Emil Meyer genannt Itz, zu finden: Er berichtet aus dem Beginn der Aufbauphase in den Jahren 1920 bis 1922.

    „ Es wurde viel diskutiert – geklönt sagte man damals – aber ehrlich sagen musste man, wie man es meinte. Wer auf der Burg etwa Propaganda machen wollte, der war schnell draußen. Auch musste man den anderen so gelten lassen, wie er war. Das ging ja auch gar nicht anders, weil hier die verschiedensten Bünde und Richtungen, vom JungDeutschenOrden bis zur Kommunistischen Jugend unter einem Dach zusammenkamen.

    Und sie kamen nicht zusammen unter der Leitung von diskussionserfahrenen älteren Herren, sondern nur mit dem Wissen um den Geist der Burg.

    Es ist mir heute noch unfassbar, wie dieses immer wieder gelang. Von „innerer Wahrhaftigkeit“, vom „Vermächtnis der gefallenen Wandervögel“ von „Toleranz“ wurde kaum gesprochen, aber das war alles da!“ und er sagte weiter:

    „Wir liebten unsere Burg, weil es in diesen Mauern immer wieder gelang, dass Menschen aus den verschiedensten Richtungen zu einem ehrlichen Leben zusammenkamen.“

    Wir, die Verantwortlichen der Jugendburg Ludwigstei n wünschen uns diesen Geist der Burg auch für die Zukunft. Wir können ihn nicht schaffen, wir werden aber den Raum dafür offen halten und Euch immer wieder einladen am Burgleben teilzunehmen. …

    Walter Rathenau, preußischer Regierungspräsident, sagte anlässlich der feierlichen Übergabe der Burg im Jahre 1922:

    „Mut und Zähigkeit müssen die für den Ausbau des Ludwigsteins Verantwortlichen besitzen, Geduld und Vertrauen muss diesen von der gesamten Jugend entgegen gebracht werden.“

    Mut und Zähigkeit haben wir bewiesen – nicht nur bei der Realisierung des Enno-Narten-Baus – und diese beiden Eigenschaften werden wir auch nicht verlieren.

    Wir werden unseren Mut und unsere Kraft und Geduld weiterhin in den Erhalt und den Ausbau der Jugendburg Ludwigstein einsetzen, so wie es in der Satzung und in den Ludwigsteinern Leitsätzen verankert ist – als Treffpunkt aller demokratischen Bünde. Darauf könnt ihr Euch verlassen.

    Wir wünschen uns Euer Vertrauen und auch den Mut selbstbewusst einzustehen für die Jugendburg Ludwigstein und ihre Werte.

    Mit dem Wissen um den Geist der Burg kann auch heute das gelingen, was Hans Meyer er als unfassbar bezeichnet hat:

    Von „innerer Wahrhaftigkeit“, vom „ Vermächtnis der gefallenen Wandervögel“ von „Toleranz“ wurde kaum gesprochen, aber das war alles da!“

    „Wir liebten unsere Burg, weil es in diesen Mauern immer wieder gelang, dass Menschen aus den verschiedensten Richtungen zu einem ehrlichen Leben zusammenkamen.“ …

    Wir vom Vorstand versprechen, dass wir auch künftig mit Euch an der Erhaltung dieser Burg, an der Erfüllung ihrer Aufgaben und am Schutz ihrer Werte arbeiten werden.

    Wir erkennen die Leistungen der Vergangenheit an, wir haben daraus gelernt und werden uns weiterhin dafür einsetzen, die Zukunft dieser Burg zu sichern.

    Eva Eisenträger
    Für den Vorstand der
    Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deut
    schen Jugendbewegung,
    den 10. Januar 2010

    http://www.burgludwigstein.de/fileadmin/LudMedia/0660_Burgbauhuette/ENB-Grundsteinlegung%20Rede%20Eisentraeger.pdf

    ::
    ::

    … am 2.6.1922 wird die Burg vom preußischen Regierungspräsidenten im Beisein von 2000 Gästen feierlich der Vereinigung übergeben. Walther Rathenau sagt im gleichen Jahr:

    “ Zu diesem Werk gehört viel Mut und Zähheit, Geduld und Vertrauen. Mut und Zähigkeit müssen die für den Ausbau des Ludwigstein Verantwortlich besitzen, Geduld und Vertrauen muss diesen von der gesamten Jugend sein, auf die wir Alten unsere ganze Hoffnung für des Vaterlandes Zukunft setzten.“

    http://www.burgen-deutschlands.de.rs/chroniken/chronik-burg-ludwigstein

    ::
    ::
    Walter Rathenau

    „In den Jugendjahren eines jeden deutschen Juden gibt es einen schmerzlichen Augenblick, an den er sich zeitlebens erinnert: wenn ihm zum ersten Male voll bewußt wird, daß er als Bürger zweiter Klasse in die Welt getreten ist und keine Tüchtigkeit und kein Verdienst ihn aus dieser Lage befreien kann.“

    … Am Morgen des 24. Juni 1922, einem Samstag, wollte Rathenau ins Auswärtige Amt in der Wilhelmstraße, um einer Prüfung von Konsularsanwärtern beizuwohnen. … Kurz vor der Kreuzung Erdener-/Wallotstraße, als Rathenaus Chauffeur angesichts der folgenden S-Kurve abbremsen musste, überholte der verfolgende Wagen, ein offener Mercedes-Tourenwagen, an dessen Steuer der 20-jährige Maschinenbaustudent Ernst Werner Techow saß. Im Fond saßen der 23-jährige Student der Rechtswissenschaften Erwin Kern und der 26-jährige Maschinenbauingenieur Hermann Fischer. Während Kern mit einer Maschinenpistole MP18 auf Rathenau feuerte, warf Fischer eine Handgranate in den Wagen. Der von fünf Schüssen tödlich getroffene Rathenau starb binnen kürzester Zeit. Den Attentätern gelang die Flucht durch die Wallotstraße und anschließend die Herbertstraße.

    Die Polizei stellte schnell einen Zusammenhang mit vorangegangenen Attentaten auf Matthias Erzberger und Philipp Scheidemann her, und noch am Tag der Ermordung ordnete der Kasseler Oberstaatsanwalt die Festnahme von Funktionären der rechtsextremen Organisation Consul (O.C.), darunter Karl Tillessen, Hartmut Plaas und Friedrich Wilhelm Heinz, an. In der Tat waren auch die Attentäter allesamt Mitglieder der O.C., einer geheimen Nachfolgeorganisation der Marine-Brigade Ehrhardt. …

    http://de.wikipedia.org/wiki/Walther_Rathenau

    ::
    ::
    der Mörder des liberalen Politikers (DDP) und zuletzt deutschen Reichsaußenministers Walter Rathenau war:

    Ernst Werner Techow

    Bald nach Kriegsende geriet er in völkische und gegenrevolutionäre Kreise. Er schloss sich 1919 der 1. Marine-Brigade von Rohden an und 1919/20 der Sturmkompanie der Marine-Brigade Ehrhardt. Er nahm am Kapp-Putsch teil und gehörte dem Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund an.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Werner_Techow

    ::
    ::

    Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschv%C3%B6lkischer_Schutz-_und_Trutzbund

    ::

  4. Besucher in Kluft Says:

    Noch zur Erinnerung, die hundertste Wiederkehr des Ersten Freideutschen Jugendtages 2013 ist ja nun seit ein paar Wochen vorbei: in Hofgeismar waren bereits vor drei Jahren fünf politisch sehr weit rechts stehende Bünde von der Teilnahme ausgeschlossen worden.

    Gefunden im Laru (= Landesundbrief) beim Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Landesverband Niedersachsen e.V. (BdP), dort veröffentlicht von Habicht am 4. November 2010


    „Das sind doch alles Pfadfinder …“
    von Backe

    der Freibund, der anscheinend nicht bloß konservativ ist: Zusammen mit dem Sturmvogel, den Fahrenden Gesellen, dem Deutschen Mädelwanderbund und der Deutschen Gildenschaft wurde der Freibund vom Jubiläumslager 2013 auf dem Hohen Meißner mit großer Mehrheit der teilnehmenden 33 Bünde ausgeschlossen; 1990 spaltete er sich von der rechtsradikalen, mittlerweile verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) ab.

    http://laruonline.wordpress.com/2010/11/04/%E2%80%9Edas-sind-doch-alles-pfadfinder-%E2%80%9C/




    Vor wenigen Wochen fand im hessischen Hofgeismar ein Vorbereitungstreffen für ein großes Treffen jugendbewegter Bünde 2013 statt. Die teilnehmenden Vorstände und Bundesführungen der anwesenden Gruppen schlossen rechte Bünde mit großer Mehrheit von dieser Veranstaltung aus….

    Am 28. Februar fand nun die so genannte “Bundesführerversammlung” statt, die neben anderen Gremien der Vorbereitung des Meißnerfestes dient. Insgesamt waren 35 Jugendbünde vertreten. Jeder Bund war bei der Abstimmung mit einer Stimme ausgestattet.

    Zuvor wurde mit den anwesenden Vertetern von Fahrenden Gesellen, Deutschem Mädelwanderbund und der Deutschen Gildenschaft über die Kritik an ihren Gruppen diskutiert und ihnen die Möglichkeit gegeben, Stellung zu diesen Kritikpunkten zu nehmen.

    Im Ergebnis der Abstimmung, wurden mit großer Mehrheit der Freibund – Bund heimattreuer Jugend, die Fahrenden Gesellen – Bund für Deutsches Leben und Wandern, der dazu gehörige Deutsche Mädelwanderbund, der Sturmvogel – Deutscher Jugendbund und die Deutsche Gildenschaft von den weiteren Vorbereitungen und der Teilnahme am Meißnerlager ausgeschlossen.

    Die Gruppen der heutigen Jugendbewegung haben so die Möglichkeit geschaffen, sich nach ihrer mehr als 100jährigen Geschichte erstmals ohne ihren “völkischen Flügel” auf dem Hohen Meißner zu treffen und ihren heutigen gesellschaftlichen Standort zu bestimmen.

    http://rechte-jugendbuende.de/?p=923


  5. Ludwigsteinbesucher in Kluft, nicht willkommen Says:

    :
    Schlimm, the völkish-bündish movement vergällt mir noch das Singen.

    Über den noch halbwegs verspielt und jugendgemäß begonnenen Führerkult um Leute wie Karl Fischer (Kunstepoche und Lebensgefühl war der Jugendstil) oder Robert Oelbermann (Kunstepoche und Lebensgefühl Expressionismus) ist in späteren Jugendbünden und etwa um 1930 etwas mächtig aus dem Ruder gelaufen und zu so etwas wie einem teutonischen Schicksal geronnen, das alles Denken und jede Individualität auslöschte, einigermaßen widerspruchslos im betonharten Führerstaat versteinerte und von dort aus brutale Jagd auf jeden freiheitlich Denkenden oder anderen Querkopf machte.

    Gewisse Heutige docken am Ludwigstein und am Wandervogelmythos an und suchen die schnelle Karriere in der Partei- oder Jugendpolitik oder den Ehrenplatz in einer pfadfindernahen Stiftung.

    Allerhöchste Zeit zur Kurskorrektur – hin bzw. zurück zu wahren Wanderern wie Goethe oder Seume.

    Die Jugendbewegung hätte den Reichtum von Heimat und Volkskunst lediglich entdecken und jugendkulturell bewahren sollen, ohne ihn, wie teilweise geschehen, umzuwidmen zum Aufbau eines totalitären Denkens (nicht nebenbei: in Liederbüchern christlicher Pfadfinder des Jahres 2013 finde ich neben widerlichen Saufliedern, gewaltverherrlichendem Piratenkitsch und bararischer Frauenfeindlichkeit die Wanderlieder des völkischen Grafikers und glühenden Nationalsozialisten Georg Sluyterman von Langeweyde – das ist eine zumindest musikkulturell verantwortungslose Form von ‚Abenteuerpädagogik‘).

    Wie auch immer, nach 1918 und erst recht nach 1945 hat die Blaue Blume jede Unschuld verloren. Schluss mit dem naiv tuenden Vergöttern des Antiintellektualismus.

    Bis sich die braunen Schatten vom Ludwigstein verzogen haben, boykottiere man diesen Ort der Karrieregeilheit, Autoritätshörigkeit und Kontaktmagie und pflege ganz im Stillen das schöne alte Volkslied, warum nicht auch das deutsche.

    Überall auf der Welt haben die Menschen Lieder gehabt. Das ist viel älter als der geschmacklose (und ziemlich globalisierte, Rassisten aller Länder) Nationalismus und braucht zu solchen menschenfeindlichen Sachen wie Blut-und-Boden-Kult oder Xenophobie gar nicht zu führen.

    Die Kinder ebenso wie die Alten aller Welt verdienen es dass man ihnen zuhört. Auch müssen Märchen und Lied nicht gleichsam automatisch in ein erneuertes Mittelalter führen oder in einen Hass auf die allgemeinen Menschenrechte im Namen der erneuerten Stammeskultur (durchgesetzten Rechtsspaltung).

    Children need fairy tales, so wusste es Bruno Bettelheim, Kinder brauchen Märchen.

    Oder echtes altes Lied:

    1
    Fein sein, beinander bleibn. Fein sein, beinander bleibn
    Mogs regn oder Windn oder oba schneibn
    Fein sein, beinander bleibn. Fein sein, beinander bleibn.
    4
    Treu sein, net aussi grasn,
    Treu sein, net aussi grasn,
    Denn d´ Liab ist so zart wiara Soafnblasn

    http://www.schwaben-kultur.de/home/stat/larchiv/1241.html

    1
    Jetzt gang i ans Brünnele trink aber net, do such i mein herztausige Schatz, find´n aber net.

    http://www.singenundspielen.de/id219.htm

    :
    :

    Le Mouvement de Jeunesse allemand (deutsche Jugendbewegung) n’a rien à voir avec la Hitlerjugend. Il est né à la fin du 19e – un scoutisme avant l’heure mais spécifiquement allemand – et völkish. Puis plus tard bündish, bref. De nombreux mouvements de jeunesse se sont alors créé (ce qu’on appellera LE mouvement de jeunesse allemand). Le plus connu, et je crois le premier, a été le Wandervögel, qui fut interdit dès 1933 par Hitler.

    http://www.histoquiz-contemporain.com/forum/viewtopic.php?f=50&t=1712

    :
    :

    The Uses of Enchantment: The Meaning and Importance of Fairy Tales is a 1976 book by Austria-born American psychologist Bruno Bettelheim in which he analyzes fairy tales in terms of Freudian psychology.

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Uses_of_Enchantment

    :

    Psychanalyse des contes de fées, est un livre de Bruno Bettelheim paru en 1976. Selon l’auteur, il a « été écrit pour aider les adultes, et plus spécialement ceux qui ont charge d’enfants, à comprendre l’importance des contes de fée »

    http://fr.wikipedia.org/wiki/Psychanalyse_des_contes_de_f%C3%A9es

    ::

    Bettelheim plädiert deshalb dafür, die in den letzten-Jahren mühsam verdrängten Könige und Königinnen, Jäger und Holzhacker, Feen und Zwerge, Hexen, Zauberer, Riesen, Ungeheuer und Stiefmütter, die guten und die bösen Tiere sollten schleunigst wieder Einzug in die Vorstellungswelt der Kinder halten. Er weiß, wie provozierend das wirken mag; wie verstörend die Bejahung der in den Märchen aufgehobenen „Irrationalität“ auf manchen fortschrittlichen Pädagogen, auf die Verfechter alleinseligmachender Rationalität, auf die Vorkämpfer eines vornehmlich realitätsbezogenen Lernprozesses und die Verächter von Phantasien wirken muß. Unbeeindruckt davon legt er die in den Märchen dargestellten Grausamkeiten, den Sadismus, den Kannibalismus, die Sodomie und was sonst noch alles vorkommt, mit Hilfe psychoanalytischer Techniken bloß.

    Seine These: Die Vorstellung, das rationale Ich könne vom Säuglingsalter an die Oberherrschaft über die Persönlichkeit eines Kindes haben, sei töricht; der Versuch, alle finsteren Gewalten im Unbewußten des Kindes zu verdrängen oder als nicht existent zu erklären, deshalb eher gefährlich.

    aus: Hexen her!
    Der große alte Mann der Kinderpsychologie analysiert Volksmärchen
    von Elke Kummer
    in: ZEIT online 08.04.1977

    http://www.zeit.de/1977/15/hexen-her/komplettansicht

    :

  6. Ein alter Wandervogel Says:

    Endlich alle „Vorwürfe entkräftet“ oder so ähnlich:

    … Angesichts der mit den Vertretern der Jugendbildungsstätte Ludwigstein gGmbH, der Stiftung und der Burgherberge Jugendburg Ludwigstein geführten Gespräche und den von Seiten der Burg vorgelegten detaillierten Gegendarstellungen und Einschätzungen teilte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner am Donnerstag mit, dass die Burg auch unter Einholung externer Auskünfte über verschiedene Bünde überzeugend darlegen konnte, dass eine „rechte Milieubildung“ weder befördert noch toleriert werde. Darüber hinaus hätten die Gremien der Jugendburg Ludwigstein Schritte eingeleitet, um die eindeutige Abgrenzung zu rechten Tendenzen zu untermauern und für eine noch stärkere Sensibilisierung für das Thema zu sorgen, so Grüttner. Die aktuell beantragte Mitgliedschaft im „Beratungsnetzwerk Hessen und Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ oder die Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitskreises von Kritikern und Befürwortern der Burg seien Vertrauen schaffende Maßnahmen, so Grüttner weiter. …

    Burg Ludwigstein

    http://www.burgludwigstein.de/Vorwuerfe-entkraeftet-Landesmittel-wi.760.0.html

    :
    :
    Ein alter Wandervogel meint dazu:

    Ein „Zeichen setzen gegen Rechts“, neo-magisches Symbolhandeln. Wenn ich das schon höre: die beantragte Mitgliedschaft im „Beratungsnetzwerk Hessen und Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ …

    Die Ludwigsteiner schrecken jetzt offensichtlich vor gar nichts nichts zurück, nur um zu versuchen, sich die braunen Flecken aus der (nie so ganz weiß gewesenen) Weste herauszuwaschen.

    Von einem echten Einsichtsprozess kann ich beim Ludwigsteiner Kleeblatt (Eva Eis., Selmar Se., Holger Pfl.-Gro. und Stephan Somm.) nichts, aber auch gar nichts bemerken! Dafür ganz viel IMPRESSION-MANAGEMENT = die hohe Kunst des schönen Scheins (… des schönen GELDscheins) und noch viel mehr an Hohlparolen.

    Endgültig peinlich! Sollen die Ludwigsteiner doch zu ihrem zart enthemmten Patriotismus der letzten Jahre stehen – um sich später endlich dem Aufklärungshumanismus und Menschenrechtsuniversalismus zuzuwenden.

    Hoffentlich lehnt das „beratungsNetzwerk Hessen und Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ (behaust in der Wilhelm-Röpke-Str. in Marburg, um einen sogenannten Landeskoordinator namens Dr. Reiner Becker) die beantragte Mitgliedschaft (vorläufig …) ab.

    Mag aber sein, dass das „beratungsNetzwerk … gegen Rechtsextremismus“ nur eine weitere Gutmensch-Schaufensterveranstaltung ist, die, irgendwie nett gemeint, nicht auf Durchsetzung der schützenswerten allgemeinen Menschenrechte (AEMR, festgestellt am 10.12.1948) bedacht ist, sondern vor allem der eigenen Karriere dient bzw. der „nachhaltigen“ Subventions-Sicherung … und nur so tut als ob.

    Dann wäre die Ludwigstein dort unter ihresgleichen.

    Es ist zum Verzweifeln und ich darf sarkastisch werden:

    Warum nicht gleich Karlheinz Weißmann oder Götz Kubitschek als Burgbeauftragten im „Kampf gegen Rechts“ ernennen?

    Wieder ganz im Ernst: wir können doch wohl vom Ludwigstein eine explizite und glaubhafte Abkehr erwarten von allen Personen und Kreisen, die Kontakt zur Neuen Rechten (Junge Freiheit; IfS, Blaue Narzisse) herstellen. Zu eben diesen Kreisen jedoch scheinen Fahrende Gesellen, Mädelwanderbund, Freibund und Gildenschaft nun einmal zu gehören – und um nichts anderes als um diese vier am Ludwigstein wohlwollend geduldeten Bünde geht es. Genau hier aber wird von der Ludwigsteiner Führung wortreich und empört tuend ausgewichen. Das ist schwer erträglich.

    Ein alter Wandervogel

  7. Thekla Says:

    Lesetipp zum unverändert aktuellen Ludwigsteinproblem: Maik Baumgärtner, Jesko Wrede: „Wer trägt die schwarze Fahne dort… – Völkische und neurechte Gruppen im Fahrwasser der Bündischen Jugend heute“

  8. Loosenau Says:

    Hitlerjugend 1935
    ::

    Sepp Bestler … Orientgeschichten

    Wolf Glunterman von Langewende Scan-Fehler für Nazi
    Wolf Sluyterman von Langeweyde

    http://www.jugend1918-1945.de/thema.aspx?s=2202&m=371&um=592#!prettyPhotoF%5Bfotostrecke991%5D/0/

    ::

    „Sepp Bestler hat den Kranich dann nach dem Vorbild von Alo im Silberspring I, S.19, verändert gestaltet. Seine Bundesphilosophie von einem pazifistischen“

    ::

    Puhh, knapp am Kitsch vorbei oder auch nicht, Jungenverherrlichung Marke Sepp Bestler

    http://imgsrc.ru/main/pic_tape.php?ad=419131&way=forw&skp=12&pwd=

    ::

  9. petsamo Says:

    Hachja, diese Sehnsucht nach dem Singen am Lagerfeuer. Nicht über Theorie und Praxis der gegenmodernen deutschen Rechtsrevolutionäre ist man „erschrocken“, nein, man bejammert dieses schlimm gestörte Zwischenmenschliche:

    „Wir zeigen uns erschrocken über den Verlauf und die zwischenmenschliche Art und Weise der Diskussion um die Burg Ludwigstein in den letzten Monaten.“

    Davon hätte noch nicht einmal Eva Eisenbieger träumen können, die postmoderne bündische Amigo- und Bussi-Szene schafft vollendete Tatsachen. Es ist unfasslich. Karo (w, Pfadfinderschaft Süddeutschland im DPV), Bene (m, 26, VCP Bezirk Elm in Niedersachsen), Jan (m, 25, VCP Bezirk Homburg) und Hagen (m, 19, VCO Bezirk Homburg) wollen singen, nein wir haben uns nicht verhört: sie wollen singen!

    Und sprachen die entgrenzt gastfreundliche Einladung aus nach Gut Steimke nach Uslar.

    Treuherziger Dackelblick. Piep piep piep wir ha’m uns alle lieb.

    Man will sich einfach wohl fühlen dürfen! Mit einer derartigen kulturorientierten Versöhnungspraxis wird es im Laufe des Jahres 2014 kaum noch möglich sein das zu tun, worauf es ankäme, nämlich zwischen ‚uns‘ und ‚denen‘ – zwischen Völkischer Bewegung und AEMR-orientierter Jugendbewegung – zu unterscheiden. Damit sind ein paar (selbstgefällige) Tränchen vergossen worden und bleiben die der konservativen Revolution (Neue Rechte) zuzurechnenden vier Bünde in den braungetönten Blaue-Blume-Sumpf auf weitere Jahrzehnte einzementiert.

    petsamo

    :::::::

    „‚Was ist so schlimm an den kritisierten Bünden?‘ Immer wenn wir diese Frage stellen, wird von Kritikerseite nicht geantwortet oder alte Geschichten erzählt (Freibund auf dem Zwischentag). Die Leute merken anscheinend nicht, dass sich die Jugend doch noch bewegt und innerhalb mehrerer Jahre einiges passieren kann.

    Aber solange es keine stichhaltigen Fakten (nicht Anschuldigungen) gibt, die einen Ausschluss eines Bundes rechtfertigen, kann ich ihnen auch nicht sagen: “Ihr dürft nicht kommen, weil jemand euch nicht mag”. Unter dieser Argumentation kann ich ja auch alle CDU oder Grünen-Wähler ausladen.

    Wir dürfen über die ganze Streiterei nicht das aus den Augen verlieren, was unser (über-)bündisches Leben ausmacht, nämlich die Begegnung, der Austausch, das gemeinsame Singen und in unserem Fall auch der Wettstreit, wer der beste Sänger ist. …

    Wir möchten an dem Singewettstreit nicht diskutieren, sondern Freunde wiedertreffen, Spaß haben am Musizieren und das Bündische aufleben lassen.“

    (Schwarzzeltvolk 14.03.2014)

    http://www.schwarzzeltvolk.de/wir-bieten-einen-raum-fuer-eine-unbefangene-begegnung-ein-interview-mit-dem-vorbereitungskreis-des-exilberaeunertreffens/

    ::

    ExilBeräuner 2014
    Vorbereitungskreis (VK) des Exilberäuners

    „Der Termin dürfte den meisten Beräunerfreunden schon bekannt sein, am 22.03.2014 ist es wieder soweit!“

    http://www.exilberäuner.de/kontakt/

    ::

    „Auch wir sehen uns von der aktuellen Diskussion in der Szene über Teilnahme oder Nichtteilnahme bestimmter Bünde an überbündischen Veranstaltungen betroffen. Deswegen haben wir einen innovativen Weg gewählt und das Gespräch mit den betreffenden Bünden gesucht, statt nur über sie zu sprechen.“

    http://www.exilberäuner.de/kodex/

    ::

  10. Pelionwanderer Says:

    Κάβουρας

    Guck der Krebs kommt angelaufen
    hat gejubelt und geschrien
    Hol die Trommel und die Flöte
    und auch meinen Tamburin

    Ja der Krebs will heute tanzen
    durch den Sand und durch die Nacht.

    Kawuras ke Kawuraki, Kawurina, Kawuras

    http://folkstanz.in-berlin.de/taenze/sammlung/balkan.shtml#krebs

    http://www.songtextemania.com/der_krebs_songtext_fredrik_vahle.html

    ::
    ::

    Αλφόνς Χοχχάουζερ

    Alfons Hochhauser – Der Barfußprophet von Pilion

    https://www.facebook.com/pages/Alfons-Hochhauser-Der-Barfu%C3%9Fprophet-von-Pilion/354539244634116

    Kostas Akrivos, der Autor, stellte am 28. Sept. 2011 in Volos sein Buch „Pios thymate ton Alfons“ (Wer erinnert sich an Alfons?) vor. Der Roman handelt von dem Österreicher Alfons Hochhauser (1906 – 1981), der als Hirte, Fischer und Gastwirt viele Jahre im Piliongebirge gelebt hat und dort auch auf ungewöhnliche Weise, selbstbestimmt gestorben ist.

    Die lokale Frauengenossenschaft und der Freundeskreis Alfons Hochhauser passen gut zusammen. Beide Organisationen sind dem Erhalt der einmaligen Natur- und Kulturlandschaft des Pilion und einem schonenden Umgang mit der Natur verpflichtet.

    Durch einen Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Zagora-Mouresi vom 27.06.2013 kann nun der Freundeskreis Alfons Hochhauser aktiv werden. Der Bürgermeister, Herr Georgios Antonoglou-Kassavetis hat vom Gemeinderat die Generalvollmacht erhalten die Arbeiten entsprechend zu unterstützen.

    DGG November 2013

    http://dggbs.de/wordpress/wp-content/uploads//2012/01/Rundbrief-3-fertig.pdf

    Φίλοι του Alfons Hochhauser

    https://www.facebook.com/pages/%CE%A6%CE%AF%CE%BB%CE%BF%CE%B9-%CF%84%CE%BF%CF%85-Alfons-Hochhauser/184739905031916

    Im Größenwahn-Verlag ist die deutsche Ausgabe des Hochhauser-Romans von Kostas Akrivos
    “Ποιος θυμάται τον Αλφόνς”
    unter dem deutschen Titel
    „Alfons Hochhauser-Der Barfußprophet von Pilion“
    erschienen.

    http://www.alfons-hochhauser.de/aktuell.html

    ::
    ::

    Pelionwalks‘ Blog
    The Friends of the Kalderimi of South Pelion

    http://pelionwalks.wordpress.com/

  11. Buchenwaldlied Says:

    … wir wollen trotzdem ja zum Leben sagen,
    denn einmal kommt der Tag: dann sind wir frei!

    http://geschichte-deutschlands.eu/Gedenkstaetten/Buchenwald/Buchenwald%20-%20Buchenwaldlied.htm

    „… ich kann dich nicht vergessen“: Erinnerungen an Buchenwald

    von Władysław Kożdoń
    p 50

    http://books.google.de/books?id=OYonNODJfycC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Fritz Löhner-Beda (Bedřich Löwy)

    (hier auch der Text)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_L%C3%B6hner-Beda

    Hermann Leopoldi (Hersch Kohn)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Leopoldi

  12. Bragalou Says:

    Celui qui n’a pas confiance dans les autres n’obtient pas leur confiance.
    Lao Tseu (Lao Tse, Lao Zi)

    He who does not trust enough, Will not be trusted.
    Laozi (Lao Tzu)

    Wer nicht vertraut dem ist man nicht treu.
    Laozi (Laotse)

  13. Grüner Bund Says:

    In memoriam Alfons Hochhauser (Αλφόνς Χοχάουζερ)

    Αλφόνς

    http://www.taxydromos.gr/article.php?id=97143&cat=1#.Unq2EBF6xLZ.facebook

    Φίλοι του Alfons Hochhauser

    https://de-de.facebook.com/pages/%CE%A6%CE%AF%CE%BB%CE%BF%CE%B9-%CF%84%CE%BF%CF%85-Alfons-Hochhauser/184739905031916


    Pelionfreunde aufgemerkt, Theo48 sei Dank:

    01 Das zivile Land
    02 Vizitsa, bei Apostolis
    03 Vizitsa, die Karwoche
    04 Vizitsa, Ostersonntag
    05 Der Zug nach Milies
    06 Im grünen Bereich
    07a Unruhe und Pinakates
    07b Golf- und Erntezeit
    08 Der Pilion-Balkon
    09 Pandora Makrinitsa
    10 Platania 07.09.1999
    11 Platania, Nachtleben
    12a Das Ende der Wege …
    12b Zagora und Ostküste
    12c Helwig, Raubfischer in Hellas
    13 Pilion, Sand und Licht
    14 Vizitsa, chez Matoula
    15 Vizitsa, auf 750 qm

    16 Das Rastoni-Problem
    17a Urquhart Pilion 1839
    17b Urquhart Pilion 1839 (englischer Text)

    Neu 2013:

    18 Zwölf Äpfel aus Miliés
    19 Der Tod des Xenophon
    20 Damoúhari, panta rei

    http://theo48.wordpress.com/das-festland-aber-bisher-nur-die-erste-seite/pilion/


    Der Tod des Xenophon
    Von Theo48

    http://theo48.wordpress.com/das-festland-aber-bisher-nur-die-erste-seite/pilion/18-immer-noch-xenophon/

    „Kostas Akrivos hat Hochhausers Leben nun in seinem Buch “Alfons Hochhauser – Der Barfußprophet von Pilion” aus dessen Nachlaß und aus Interviews mit Zeitzeugen gezeichnet. (Der etwas pathetische Titel sollte einen nicht vom Lesen abschrecken! Das “

    „Alfons Hochhauser – der Barfußprophet von Pilion“, von Kostas Akrivos (aus Volos), Größenwahn Verlag, Frankfurt 2012 [griechischer Originaltitel “Pios thymate ton Alfons”, “Wer erinnert sich an Alfons?”]

    MERIAN „Thessalien“, Okt. 1969, S. 52-55 und 108-109: Beitrag „Xenos bei Xenophon“ von Hans Joachim Bonhage. Dort auch der Essay „Volos verdanke ich viel“ von Werner Helwig (ab S. 57).


    Zu lesen auf der Seite über Alfons Hochhauser:

    Palia Mitzela

    In Briefen an seinen Freund Ernst Kreuder entwickelt Alfons den Plan eines deutsch-griechischen Jugendaustausches. Im November 1929 fährt er nach Deutschland und stellt seine Pläne auf der Burg Waldeck Robert Oelbermann vom Nerother Wandervogel vor. … Zu den pubertären Jungen mit ihren Nerother-Ritualen findet er keinen Draht. A.H. 1931 an Kreuder: „Nun ist mir der ganze Nerother Quatsch viel zu seicht…Obwohl ich mich mit nur einem von den zwölf Trotteln verstand, … schreibt mir Robert in freundlichster Art. Nun sind fünf Mann mit Fuhrwerk unterwegs zu mir. Ob ich mich ihrer annehmen werde, weiß ich noch nicht. Ich veranlasse kein Nerotherrindviech mehr, mich in meinem Urlaub zu stören“. Die Annahme, dass Hochhauser „aus der Jugendbewegung stammt“ kann damit als widerlegt angesehen werden.

    Als Werner Helwig im Herbst 1935 A.H. zum ersten Mal besucht, streifen sie gemeinsam durch das Gebiet. Hochhauser erzählt von seinen Erlebnissen während der Hirtenzeit und führt Helwig zu den markanten Orten: Zur Steinhütte des Räubers Wasila, zum Wirtschaftshof von Apostol Samsarello, zur hohlen Platane, in der er monatelang gehaust hat. Sie steigen die Wreosschlucht hinauf, an der Katzenbuckelbrücke erzählt Alfons den Mythos von der eingemauerten Frau, sie baden im Felsenbad des Geisterflusses, übernachten in den Kapellen Ag. Georgios, Profitis Elias, Panaghia oder unten am Meer bei Ag. Nikolaos und natürlich durchstöbern sie die Ruinen von Palia Mitzela. Diese Eindrücke und Hochhausers Erzählungen verarbeitet Werner Helwig in den Romanen „Raubfischer in Hellas“ und „Im Dickicht des Pelion“.

    Nachdem Hochhauser ab 1970 in Kuluri wieder Gäste beherbergt, versucht er, Palia Mitzela in sein Projekt mit einzubeziehen. Er träumt von Ausflügen zu Pferde von Portaria aus, mit Lagerfeuer, Zicklein am Spieß und Übernachtung unter freiem Himmel. Auch für einen Campingplatz wirbt er zeitweise intensiv. Er setzt in die Wildbäche Forellen ein, die die Gäste irgendwann angeln sollten und er macht Versuche mit Nadelbäumen aus der Steiermark, mit denen er abgebrannte Flächen wieder aufforsten will. Alfons scheitert mit all diesen Plänen letztlich an den verworrenen Besitzverhältnissen der Samsarello-Erben. …

    http://www.alfons-hochhauser.de/palia-mitzela.html

    http://www.alfons-hochhauser.de/index.html


    die kentauren
    eindrücke einer pelionfahrt

    der alt-rover mannheim
    im april 2009

    http://home.arcor.de/rover_2/pelion2009.pdf

  14. Grüner Bund Says:

    In memoriam Alfons Hochhauser (Αλφόνς Χοχάουζερ)

    Die Verwandlung seiner Person im Werk des Dichters Werner Helwig nahm Alfons Hochhauser in Aspekten ablehnend und insgesamt missmutig bis zwiegespalten zur Kenntnis, beim späteren Filmprojekt kam es dann beinahe zur Feindschaft zwischen den beiden Freunden, Widersachern und Seelenverwandten. Erik Martin schreibt kenntnisreich zum Streit um Filmrechte. Ebenso interessant:

    „Im weiteren Briefwechselverlauf wollte Hochhauser Helwig für ein Umweltschutzprojekt gewinnen. Hochhauser sah eine große Bedrohung der Natur durch den stark anwachsenden Motorsport an den griechischen Küsten. Man müßte ‚klarstellen, daß die rohe Gewalt des Motors mit menschlicher Sportlichkeit überhaupt nichts zu tun hat.‘

    Er führte das am 18.2.1980 weiter aus: ‚…ich möchte sozusagen meine letzten Lebensjahre dazu verwenden, ein paar Kerle zu Wasser-Wanderer-Gesellen auszubilden. Gesellen im Sinne von ausgebildeten Lehrlingen… Ein nächster folgerichtiger Schritt wäre ein Jugend-Wasser-Wanderer-Herbergs- und Stützpunktnetz in einem geeigneten Meeresgebiet einzurichten. Dann die Ausbildung von Bootsbauern von Booten aus natürlichem Holz. Und zwar hier in Griechenland … unter Anleitung alterfahrener, griechischer Bootsbauer…‘

    Quelle: Werner Helwig und Alfons Hochhauser. Freundschaft und jahrzehntelanger Streit um die „Raubfischer in Hellas“

    http://www.muschelhaufen.de/index.html?http://www.muschelhaufen.de/helwig_hochhauser.html


    Meisterhaft geschrieben von Steffi Granitz, den beiden Außergewöhnlichen und dem urtümlichen Landstrich Pilio (Pelion) würdig:

    Der Erzähler, der Narr und seine Frau
    (in der NZZ vom 24.08.2002)

    … der frühe Aussteiger Alfons alias Xenophon … Er müsse immer weiterwandern, solange er an Land unterwegs sei, sagte er. Stoppen konnte ihn schliesslich nur das Meer. Sein Boot reinigte er, wenn er an der Ägäis anlangte, weil ihm die Wasser des Golfs zu sanft und zu unrein waren. Das beschreibt einerseits den Hochhauser und anderseits die Topographie der Halbinsel. Das Piliongebirge weist dem Land von der Form eines misslungenen Croissants eine raue und eine sanfte Seite zu. Es trennt die Olivenhaine der Küstenregionen am Golf von den zerklüfteten Steilhängen über dem offenen Meer, ist Wetterscheide und Wasserreservoir …

    Für Alfons zählte nur die ägäische Seite, nur sie war für ihn Herausforderung genug, hier streifte er zu allen Jahreszeiten kreuz und quer durchs Dickicht. … Etwas Zwanghaftes lag in diesem beständigen Kräftemessen mit Natur und Gesellschaft, und Einsamkeit war die Währung, in der er besonders am Ende seines Lebens dafür zahlte.

    Der Ort, an dem aus ihm der Xenophon wurde, ist die schmale Bucht Kuluri an den nördlichen Ausläufern des Piliongebirges. Hier und um Veneto, Zagora und Chorefto begann die Geschichte des Rotbarts vom Pilion, und hier sollte sie sich auch vollenden. …

    In den felsigen Eichenwäldern im Norden und zwischen den Kastanienriesen der Schluchten mit ihren Wasserfällen raunt und rauscht es. Schwindel erregt der Blick in die sehr fernen Baumkronen oder einige hundert Felsmeter nach unten in die Gischt. …

    Wenn der Winter Regie führt im Leben der Dörfer, scheint das Unmöglichste möglich. …

    Von der malerischen Doppelbucht Damouchari führt einer der Kalderimi (von den Türken zur militärischen Erschliessung des Geländes angelegte, mit Marmor gepflasterte Wege) in nicht enden wollendem Zickzack hinauf nach Tsangarada, wo Teppiche von Alpenveilchen die Wegränder bedecken und eine tausendjährige Platane den Dorfplatz beschirmt. Die rundgetretenen Steine, von unzähligen Maultieren, Söldnern und Händlern geformt, bohren sich trotz ihrer Glätte durch den Schuh. Der Kreislauf arbeitet auf Hochtouren, und die Gedanken gehen weit. …

    http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/article84QAL-1.418486

  15. Blütenlese Says:

    Ich bin die Nacht

    Ich bin die Nacht. Meine Schleier sind
    viel weicher als der weiße Tod.
    Ich nehme jedes heiße Weh
    mit in mein kühles, schwarzes Boot.

    Mein Geliebter ist der lange Weg.
    Wir sind vermählt auf immerdar.
    Ich liebe ihn, und ihn bedeckt
    mein seidenweiches, schwarzes Haar.

    Mein Kuß ist süß wie Fliederduft –
    der Wanderer weiß es genau…
    Wenn er in meine Arme sinkt,
    vergißt er jede heiße Frau.

    Meine Hände sind so schmal und weiß,
    daß sie ein jedes Fieber kühlen,
    und jede Stirn, die sie berührt,
    muß leise lächeln, wider Willen.

    Ich bin die Nacht. Meine Schleier sind
    viel weicher als der weiße Tod.
    Ich nehme jedes heiße Weh
    mit in mein kühles, schwarzes Boot.

    06.05.1941

    Selma Meerbaum-Eisinger (1924-1942)

    http://www.deutschelyrik.de/index.php/meerbaum-eisinger.html

    ::
    ::

    Ich möchte leben.
    Ich möchte lachen und Lasten heben
    und möchte kämpfen und lieben und hassen
    und möchte den Himmel mit Händen fassen
    und möchte frei sein und atmen und schrein.
    Ich will nicht sterben. Nein.
    Nein…

    (Selma Meerbaum-Eisinger )

    http://www.selma.tv/de/selma/

  16. Cees van der Duin Says:

    Der Wandervogel, wat zoveel betekent als ‚de trekvogel‘, was de eerste echte Duitse jeugdbeweging

    Uns Aufklärungshumanisten und Menschenrechtsuniversalisten nicht freiheitlich demokratisch, wissenschaftlich und weltbürgerlich genug, ab etwa 1928 vertrat Ebeling gar ethisch (wie jugendbewegt …) verwerflich antiliberale und antidemokratische Positionen. Immerhin fühlte und dachte man antinazi.

    Die wandervogeltypisch leider tendenziell antiintellektualistische freideutsche Linie war und bleibt ansonsten annähernd akzeptabel, doch der jungdeutschen oder jungnationalen Traditionslinie ordne man sich als heutiger Jugendbewewegter bzw. Bündischer nicht zu und setze sie schon gar nicht fort. Nationalrevolutionäre oder neurechte Positionen lehne man vernehmlich und unzweideutig ab.

    Das Gedicht bleibt ein schönes Zeitdokument illegaler Bündischer Jugend aus dem Kreis um plato.

    KAMERADSCHAFT
    SCHRIFTEN JUNGER DEUTSCHER

    Heft 92. August 1939

    SPRECHCHOR DER JUGEND

    Wir halten tief und stumm in uns verborgen
    die alte Sehnsucht und den jungen Groll –
    wir kämpfen immer für den einen Morgen,
    der uns die Freiheit wiederbringen soll.

    Wir sprechen nicht von Zeiten, die vergangen.
    Wir sind die Zukunft, rings um uns die Not –
    die wir mit starken Herzen doch bezwangen,
    ist schon von unseren Feuern überloht.

    Die flammend es der ganzen Welt bezeugen:
    Wir sind die Jugend, die die Fesseln bricht.
    Das Joch der Not mag alle Herzen beugen,
    doch unsre Herzen zwingt das Elend nicht.

    Von einer bündischen Gruppe im Reich


    HANS EBELING

    1919 kehrte Ebeling nach Krefeld zurück und nahm 1920 zunächst ein Studium der Architektur auf. Er gründete den „Krefelder Jugendbund“, den er 1920 als Landesverband Niederrhein in den Deutschnationalen Jugendbund (DNJ) eingliederte. …

    1921 gehörte Ebeling zu den führenden Mitgliedern des DNJ, die aus Protest gegen die traditionalistische Haltung des Verbandes eine Abspaltung, den Jungnationalen Bund (Junabu) begründeten. 1922 übernahm Ebeling die Bundesführung …

    Ebeling führte den von ihm geführten Gau Westmark als ca. 300 Mitglieder starken Jungnationalen Bund – Deutsche Jungenschaft …

    Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gelang Ebeling im Gegensatz zu Hespers am 29. November 1939 die Flucht nach England. Hier arbeitete er in London vorübergehend beim Sender Der Sturmadler – Sender der deutschen Jugend. Bis 1940 führte er die „Sonderinformationen Deutscher Jugend“ weiter. Er leitete die Londoner Gruppe der Kameradschaft und gab von 1941 bis 1944 die hektographierten Rundbriefe der Kameradschaft heraus, die für die interne Diskussion der bündischen Opposition bestimmt waren. Er nahm die britische Staatsangehörigkeit an und arbeitete als freiberuflicher Journalist, etwa als Sprecher der deutschen Emigration bei der BBC und gehörte zu den Unterzeichnern der Lidice-Erklärung der deutschen Emigration in England vom Juni 1942.

    1949 kehrte Ebeling nach Deutschland zurück. Seit 1950 leitete er in Düsseldorf das britische Informationszentrum Die Brücke. Er gründete eine „Mittelstelle für historische Forschung“ und gab seit 1956 gemeinsam mit Arno Klönne [der große Ausbremser und Beschwichtiger bewegt sich nur wenn er muss, ein Totengräber der Jugendbewegung bzw. Bündischen Jugend] die Zeitschrift Graue Blätter heraus, seit 1968 die Zeitschrift kernpunkte.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Ebeling_(Publizist)

  17. Altpfadfinder Says:

    Zum vermeidbaren und lebensgefährlichen Untergang der Falado und den verantwortungslosen Verantwortlichen lese man bitte in aller Länge auf Schwarzzeltvolk:

    Offenen Auges in den Untergang
    Ein Kommentar zum BSU-Untersuchungsbericht über den Untergang der Falado

    (…) Klarheit würde allenfalls der offizielle Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) bringen. Die BSU hat, als offizielle Behörde, die Aufgabe alle Seeunfälle mit Beteiligung deutscher Schiffe oder deutscher Staatsbürger zu untersuchen. Ziel der BSU ist es nicht Schuldige zu ermitteln, sondern Lehren aus den Unfällen zu ziehen und somit die Sicherheit auf Schiffen in Zukunft zu verbessern.

    Nachdem schon im Sommer ein vorläufiger Zwischenbericht erschienen ist, liegt das endgültige Ergebnis der Untersuchung nun vor und ist auf der Website der BSU für jedermann abrufbar.

    Auf 38 Seiten bestätigt der Bericht im Großen und Ganzen alle Vorwürfe, die dem Falado-Verein seit dem Untergang gemacht wurden. Die Liste der im Bericht aufgeführten Mängel, die zusammengenommen zum Untergang des Schiffes geführt haben, ist lang. Sie reicht von grundsätzlichen Unzulänglichkeiten bei der Konstruktion des Schiffes, bis hin zur unfachmännischen Wartung und Instandhaltung des Schiffes über Jahre hinweg. Das Fazit der BSU lässt keine Zweifel offen: Die Falado von Rhodos war nicht mehr seetüchtig und angesichts des schlechten Allgemeinzustands des Schiffes und der konstruktiven Mängel hätte das Schiff niemals abseits ruhiger Küstengewässer fahren dürfen.

    Viel wichtiger als die Feststellung, dass das Schiff nicht mehr seetüchtig war ist aber, dass der Untersuchungsbericht der BSU belegt, dass diese Tatsache dem Vorstand des Falado-Vereins und dem Schiffsführer bekannt war. Unter anderem ging im Frühjahr 2012 ein Schreiben der Bootswerft Stapelfeldt in Kappeln an den Vorstand des Falado-Vereins. Darin heißt es:

    „Die Konstruktion sowie deren Zustand ist, vor allem in Hinblick auf geplante Reisen, erschreckend. Das Schiff ist zurzeit absolut nicht seetauglich.“

    Diese Warnung wurde von den Verantwortlichen Vorstandsmitgliedern und den Schiffsführern der Falado vorsätzlich ignoriert.

    Angesichts dieser Tatsachen fällt es schwer den Untergang als Unglück zu bezeichnen. Vielmehr scheint es so, als habe man das Risiko eines Untergangs wissentlich in Kauf genommen und dabei nichts anderes getan als Menschenleben auf’s Spiel zu setzen.

    „Man muss mit aller Deutlichkeit sagen, dass es ausschließlich glücklichen Zufällen zu verdanken ist, dass es beim Untergang der FALADO VON RHODOS nicht zu einer Tragödie mit Todesopfern gekommen ist. Ebenso klar ist es, dass der Unfall hätte vermieden werden können […]”

    Nichts desto trotz liegt die Verantwortung im Falado-Verein fast unverändert bei den gleichen Personen, die auch schon vor dem Untergang der Falado am Ruder waren.

    Der BSU-Bericht hat eindrücklich belegt, dass diese Personen über Jahre hinweg der Verantwortung für die Sicherheit eines Schiffs und der Verantwortung für Leib und Leben der Besatzung nicht gerecht geworden sind.

    (…)

    Es geht aber nicht nur um die Frage, ob diejenigen, die die Verantwortung für den Untergang der Falado zu tragen haben, Konsequenzen ziehen. Auch die jungen Mitglieder im Verein und alle, die es wirklich nicht besser wussten, sind gefordert. Als einfache Mitglieder eines Vereins mögen sie keine direkte Verantwortung für die Sicherheit an Bord gehabt haben. Aber sie haben die Pflicht, nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden, wem man diese Verantwortung übertragen kann. Sie müssen sich die Frage stellen, ob es zu verantworten ist den gleichen Personen noch einmal ein Schiff und das Leben der Besatzung anzuvertrauen.

    so ausgezeichnet auf den Punkt gebracht von: WoHei

    („WoHei kam als Spätberufener zum Christlichen Pfadfinderbund Saar. Heute lebt er in Köln, von wo aus es ihn häufig nach Norden zieht. Dort ist er unter anderem als Crewmitglied auf dem bündischen Segelschiff Mytilus unterwegs. Er fotografiert, schreibt und denkt für schwarzzeltvolk.de“)

    kenntnisreich kommentierte Löffel gestern:

    Bleibt anzumerken, dass die “Unken” nicht erst NACH dem Unglück aus dem Keller gekommen sind, sondern dass es im Verein massive Auseinandersetzungen gegeben hat, den Törn abzusagen oder wenigstens auf den Island-Trip zu verzichten. Dazu gab es konstruktive Lösungsvorschläge, sogar eine außerordentliche Vollversammlung, die aufgrund formeller Fehler vom Vorstand nicht anerkannt wurde. Gesprochen und geschrieben wurde viel. Ignoriert auch.

    http://www.schwarzzeltvolk.de/offenen-auges-in-den-untergang-ein-kommentar-zum-bsu-untersuchungsbericht-ueber-den-untergang-der-falado/

  18. Erbelskrebbelcher mit Äppelmork Says:

    Der Untergang der FALADO VON RHODOS und der hoffentlich nur von wildromantisch-superbündischen Gurus verteidigte Faktor Glück:

    glücklichen Zufällen (s. Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung)
    Ein Glück, dass es alle geschafft haben (Thomas U.)
    Mit viel Glück (Aus den Jugendgruppen, s. u.)

    BSU: „Man muss in aller Deutlichkeit sagen, dass es ausschließlich glücklichen Zufällen zu verdanken ist, dass es beim Untergang der FALADO VON RHODOS nicht zu einer Tragödie mit Todesopfern gekommen ist. Ebenso klar ist es, dass der Unfall hätte vermieden werden können …“

    = = = =

    Thomas U. am 09.08.2013
    Demnach handelte es sich bei der Besatzung um eine Pfadfindergruppe aus Ulm.

    Zitat
    Original geschrieben von HEINO
    Evtl. der Stamm Gralsritter im CPS. Dessen Stammesführer ist gleichzeitig auch 1. Vorstand des Falado-Vereins.

    Thomas U.:
    und auf deren Stammeshomepage steht: 25.07.-11.08. Island – Segeln und Wandern.
    Insofern hast du vermutlich recht – Ein Glück, dass es alle geschafft haben

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=11649

    = = = =

    Falado, o Falado, wer seilt mit nach Falado?
    Jeder sucht es, keiner fand Falado das Wunderland.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast seilt nach Falado.

    Bei der Berge Edelstein schmeckt die See wie süßer Wein.
    Schöne Frauen stehn im Wald, wer die küsst wird niemals alt.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, das ist Falado.

    Hein Dreimast, der weiß Bescheid, Falado, das ist nicht weit.
    Einmal luv, einmal lee, mitten in der Mittensee.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, das ist Falado.

    Hein Dreimast seilt immerzu, Reise, reise ohne Ruh.
    Halst und wendet weit und breit, seilt bis in die Ewigkeit.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, wo bleibt Falado?

    Ewigkeit, o Seligkeit, zieht nun an das schönste Kleid,
    singt nun aus und Gloria, Falado, jetzt sind wir da.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast ist in Falado.

    Hans Leip
    _

    Falado, o Falado, Landluft langweilt sowieso.
    Mehr Erfahrung suchen wir, Sorgenträger bleiben hier.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast fährt nach Falado.

    Island, ja, das wär mal was: Sturm und Eisberg machen Spaß!
    Augen leuchten, Flaggen wehn – dies` Schiff wird nie untergehn! Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast spürt schon Falado.

    Tags dicht an den Eisberg ran, nachts die hohen Wogen dann.
    In den Kojen schlafen sie, Bötchen wackelt so wie nie.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast will nach Falado.

    Es macht knirsch, das Boot ist leck, gluck, gluck, gluck – der Kahn ist weg!
    Mit viel Glück kommt jedermann trotzdem noch in Deutschland an.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast. Schluss mit Falado.

    Aus den Jugendgruppen

  19. Cees van der Duin Says:

    Endlich! Wenn auch inhaltlich wenig bis gar nicht begründet: VCP verlässt den Dialog der Bünde:
    ::

    Leider konnten die Personen aus dem VCP, die bis jetzt am „Dialog der Bünde“ teilgenommen haben, nicht am BR teilnehmen und ihre Sicht schildern. Der BR beschloss nach kurzer Diskussion, dass der VCP nicht an einem kommenden Mediationsprozess im Rahmen des „Dialogs der Bünde“ teilnehmen wird. Auch wurden die Bundesvorsitzenden vom BR beauftragt, dafür zu sorgen, dass der VCP als Verband nicht mehr als Unterzeichner der Steimker Grundsätze erscheint

    aus: Tagung des Bundesrates 1-2015, von: Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Bundeszentrale

    http://www.vcp.de/uploads/media/BR_aktuell_01_2015.pdf

    ::
    aha, Pfadfinder jergen kann durchaus sinnvoll argumentieren und lehnt das Denken in Kulturkreisen ab. Sich wie pfadfinderisch geboten allerdings gleichzeitig zu den weltweit, d. h. bei Bedarf auch gegen das Islamische Recht (Scharia) durchzusetzenden allgemeinen Menschenrechten (AEMR) zu bekennen wäre allerdings schön gewesen:

    Es ging meines Wissens zunächst darum, dass die VCP-Vertreter im Dialog nicht ermächtigt waren, diese Erklärung (oder andere) zu unterzeichnen, und dass vor der Unterzeichnung auch keine Rücksprache mit dem Bundesvorstand erfolgt ist.

    Was der Verband als Ganzes inhaltlich kritisiert, weiß ich nicht, ich kann da nur für mich sprechen. Für mich werden die sogenannten Steimker Grundsätze von ethnopluralistischen Vorstellungen überprägt.

    Die Aussage zur Staatsangehörigkeit liegt rechts von der AfD – „nicht ausschließlich“ heißt ja, dass das nur im extremen Ausnahmefall gilt. Die Realität sieht anders aus: Wer in Deutschland geboren wird, bekommt einen deutschen Pass – und wird ihn zukünftig wohl auch dann behalten dürfen, wenn er eine zweite Staatsangehörigkeit besitzt.

    Durch die Grundsätze wabern Begriffe wie „Volk“ bzw. „Kultur eines Volkes“, die auch genau diese ethnopluralistische Klientel bedienen können. Interessanterweise ist das alles erst auf der Tagung reingekommen, im Entwurf der Mosaikler findet sich das nicht so.

    Und das, was zu Veränderungen in der diffus-undefinierten „Kultur eines Volkes“ drin steht, ist meilenweit vom aktuellen Forschungsstand im Bereich „Cultural studies“ entfernt: Kultur verändert sich nicht auch durch interkulturellen Austausch, wie die Steimker Grundsätze postulieren, sondern fast ausschließlich durch diesen Austausch.

    Meiner Meinung nach war das eine dringend notwendige Entscheidung und die einzige richtige – weg von diesem ethnopluralistisch überprägten Unfug.

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=12266&entries=0#post189966

    ::
    Die nächste Sitzung des Bundesrates findet vom 20.-23. März statt. Hoffentlich wird der VCP dann nicht, durch den offenbar schier unwiderstehlichen Duft der blaubraunen Blume der Romantik betört, einknicken und mit dem Ludwigstein Dialog zu den vier rechtskonservativen bis neurechten Bünden betreiben.

  20. VCP Ja bitte, "Steimker Grundsätze" Nein danke! Says:

    #Cees van der Duin. Die durch jergen dargestellte Position sagt auch mir – als einem ehemaligen ordentlichen VCP-Mitglied – sehr zu. Die explizite Nennung des völkisch angehauchten Problems (nicht durch den pädagogisch förderlich Besonnenheit sprich Datensparsamkeit benötigenden VCP, sondern durch uns) bleibt allerdings wichtig.

    Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sollte auf keinen Fall in einem Gremium wie dem Dialog der Bünde (DdB) mitarbeiten, der die hell- bis dunkelbraunen Poblembär-Bünde (Deutsche Gildenschaft (DG), Fahrende Gesellen, Deutscher Mädelwanderbund, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend) in so etwas wie eine gemeinsame „bündische“ Zukunft führen will.
    *

    „Ich komme ja selbst aus einem VCP-Gau, der intensiv überbündisch unterwegs ist, auf dem Meißnerlager mehr als ein Drittel der VCP-Teilnehmenden gestellt hat und mit einem Gaumitglied im Sprecherkreis des DdB vertreten ist/war – ich vermute, dass magges [d. i. Matthias Mack, Anm.] jetzt ausscheiden muss. Anmerken will ich aber auch, dass ich mit magges seit Längerem nicht mehr über den DdB gesprochen habe.

    Und ich habe nicht den Eindruck, dass der DdB bei unseren jungen Aktiven auf irgendein Interesse stößt. Interessant ist das für einen Teil, vielleicht ein Viertel, der paar „alten Säcke“ über 30 bei uns, die aber recht wenig mit der Gruppenarbeit und den tatsächlichen überbündischen Begegnungen zu tun haben. Vielleicht ist das in Teilen des VCP Hessen oder Niedersachsen anders, wo dann doch öfters Landesveranstaltungen auf der Lu [d. i. Burg Ludwigstein, Anm.] stattgefunden haben. Aber auch da vermute ich eher Interesse an der Lu als am DdB.

    Völlig unabhängig von der Unterschrift unter die „Steimker Grundsätze“ gibt es weitere Gründe, warum ich ein Ausscheiden des VCP aus dem DdB für sinnvoll halte. Ich versuche das mal thesenhaft zu fassen:

    Der eigentliche Arbeitsauftrag des DdB ist abgearbeitet. Woher kommt die Legitimation für das weitere Vorgehen? Von einem breiten innerverbandlichen Konsens oder auch nur einer Rücksprache mit dem Bundesvorstand zu der hinzugekommenen Fragestellung weiß ich nichts. Der Kurzbericht des 5. Treffens erklärt aber die Absicht „den Dialog der Bünde über den November 2014 hinaus fortzusetzen und ihn nach Klärung der Vorwürfe u. U. in ein dauerhaftes Gremium umzuwandeln.“

    – Das Ergebnis des DdB kann man mit „Der Berg kreißt und gebiert eine Maus“ zusammenfassen. Die „Steimker Grundsätze“ sind mE ein kleinster gemeinsamer Nenner. Und parallel dazu haben die Gremien der Lu viel weitergehende Beschlüsse gefasst. Aus dem Rückblick der heutigen Beschlusslage hätte man sich den ganzen DdB sparen können.

    Was jetzt ansteht, ist die eigentliche Schlammschlacht. Ich zitiere mal aus dem Bericht vom 5. Treffen: „In der Runde bestand Konsens, sich mit der Kritik an den einzelnen Bünden intensiv auseinandersetzen zu wollen.“ Da wird es (fast) nur Verlierer geben

    – auch mit der vorgesehenen, aber noch nicht finanzierten externen Moderation.“

    (so ganz ausgezeichnet von: jergen, am: 20.02.2015 – 10:27)

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=12266&entries=15

    *
    PS:

    Der VCP ist intelligent genug, in einem offiziellen Dokument die Namen der vier Vereine (Deutsche Gildenschaft (DG), Fahrende Gesellen, Deutscher Mädelwanderbund, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend) ganz bewusst nicht auszusprechen. Das hat er einfach gar nicht nötig und ist u. a. eine Frage vom Schutz der zumal minderjährigen Mitglieder, von sparsamem Ressourceneinsatz und von Datengeiz.

    Wenn einen zwielichtige Milieus zu einem „Dialog“ einladen (und den sogenannten Dialogpartner bei ärgerlich undurchschaubaren Fernzielen in auf Dauer geplantes Gremium zerren und sperren wollen), kann und sollte man diese Einladung sehr wohl so betrachten und behandeln wie die tägliche nervende unerwünschte Pizza-Reklame. Ab in die Tonne damit und gut ist.

    Zum uns lästig aufgedrängten „Dialog der Bünde“ ein ebenso entschiedenes wie möglichst leises Nein Danke! Also selbstverständlich ohne schriftlich Begründung (sprich möglichst ohne jeden irgendwie dokumentierbaren Kommentar gegenüber den DdB-Figuren).

    Das macht der VCP optimal. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

  21. Grüner Bund Says:

    Altwandervogel Ernst Buske
    1920

    „Wen es jahraus, jahrein, Sonntag für Sonntag und in den Ferien auch für mehrere Wochen aus Unnatur und Zwang, aus Hast und Gier des lebenstötenden Stadtgetriebes hinaus in die ewigjunge, spannungauslösende Natur getrieben hat, wer durch das geheimnisvolle Weben eines Sommermorgens im steilen Walddom geschritten ist, wer über blühende Heide bei totenstiller Mittagszeit durch flimmernde Sonnenstäubchen wanderte, wer auf ragender Bergeshöh oder am rauschenden Meer oder auf stiller Schneehalde die Sonne sinken sah, wer aus dumpfem Gemäuer verfallener Burgen zum sternenübersäten Nachthimmel aufschaute, wer, wenn das Sonnwendfeuer allmählich verglommen, über den Bergen das Frührot aufsteigen sah – wer so sich selbst als Teil der Natur und die Natur als Teil seines Selbst fühlt, der ist nicht mehr wurzellos wie der Städter, seine Wurzeln senken sich tief hinein in das Land, das er durchwandert, und er umfasst die Heimat mit seiner ganzen Liebe. – Aber nicht nur das Land, auch seine Bewohner und ihre Art werden dem Wanderer Leben und Erleben. Wer heut beim Bauer, morgen beim Dorfhandwerker, übermorgen beim Förster, Lehrer oder Pfarrer sein einfaches Nachtlager findet, wer heut hier am Herd sitzt und sich von der freundlichen Großmutter von alten Sagen und Gebräuchen und wunderbaren Menschenschicksalen erzählen lässt, wer morgen mit der Dorfjugend unter der weitausladenden Dorflinde die alten Volkslieder singt oder in lustigen Reigen sich schwingt, wer übermorgen mit dem Bauern aufs Feld geht und bei dringlicher Arbeit fleißig mit Hand anlegt – wer so mit freundlichem Blick und mit helfender Hand den Menschen begegnet, dem bleiben sie nicht fremd. Und aus dem Verstehen der Menschen, ihrer Art und Arbeit kommt Achtung und Liebe, kommt das tiefe Gefühl des Teilseins, das Bewusstsein eines übernatürlichen Zusammenhangs, in dem wir alle umfangen sind.“

    (aus: Ernst Buske: Jugend und Volk. Aus der Schrift: Ursprung und Aufgaben der freideutschen Jugend von Adolf Grabowsky und Walther Koch, Gotha 1920)

  22. Cees van der Duin Says:

    Reih dich ein in die Ludwigsteineinheitsfront. Mit Gildenschaftern, Freibündern, Gesellen und Mädelwanderbund.

    Thema deutscher Scoutismus und rechte bündische Szenen in ihrer potentiell demokratiegefährdenden Scharnierfunktion zum Bereich deutsche Neue Rechte bzw. deutsche Konservative Revolution, hier: Burg Ludwigstein und der sogenannte Dialog der Bünde (DdB).

    Leider ohne die Namen der vier rechtslastigen Bünde (Deutscher Mädelwanderbund, Deutsche Gildenschaft, Fahrende Gesellen – Bund für Deutsches Leben und Wandern, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend) auszusprechen, verlässt der größte deutsche nicht konfessionell gebundene Pfadfinderbund heute den DdB.

    Grundsätzlich eine sehr richtige (und längst überfällige) Entscheidung:

    Stellungnahme der BdP-Bundesleitung zum Dialog der Bünde

    „… sehen wir den von uns mit initiierten Dialogprozess nach den bisherigen Erfahrungen nicht als geeignet an, die Situation auf der Burg weiter positiv zu beeinflussen. Vielmehr bestehen mittlerweile durch den Dialog der Bünde regelmäßiger Kontakt zu den kritisierten Bünden und ein gemeinsamer öffentlicher Auftritt; beides wünschen wir so nicht und es schadet unserer Ansicht nach dem Ansehen des BdP.

    Demnach sehen wir keinen Grund mehr, am so genannten Dialog der Bünde teilzunehmen und erklären hiermit unseren Austritt. Außerdem legen wir Wert darauf, aus oben genannten Gründen nicht weiter mit den kritisierten Bünden genannt zu werden. Dazu gehört auch, dass der BdP nicht mehr auf der Homepage des Dialogs der Bünde genannt werden darf.

    http://www.pfadfinden.de/aktuelles/stellungnahme-zum-dialog-der-buende/

  23. r(h)einbündisch Says:

    [Thema:
    An die Autoren von Bidet und Verwesung und des Burgtoten]

    „Da drückt man auch mal ein Auge zu bei einem ausländerfeindlichen Artikel in der „Idee & Bewegung“ welcher -wie unerwartet- mit Quellenverweis auf Ex-Gildenschaftler und ich-bring-auf-der-Ludwigstein-nur-meine-Kinder-beim-Freibund -vorbei Görlitz Kubitschki … Viel Spaß wünsche ich euch und vor allem miteinander! …

    Dass sich ‚christliche‘ und andere Pfadfinderverbände auch nach Jahren weiterhin derart unbedarft für Vereine wie Gildenschaft und Freibund einsetzen bzw. unkritisch mit ihnen zusammen ihre Freizeit verbringen wollen, löst sicher nicht nur bei mir Entsetzen und Resignation aus. Wenn selbst die besten Argumente nichts mehr nutzen, ist Sarkasmus eine nachvollziehbare, wenn auch hilflose Reaktion.“

    (so erfreulich freiheitlich demokratisch von: zille, am 05.03.2014)

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=11922

  24. Altpfadfinder Says:

    … sich die Frage stellen, ob es zu verantworten ist den gleichen Personen noch einmal ein Schiff und das Leben der Besatzung anzuvertrauen.

    ( WoHei )

    Unter dem sehr gut gemachten Artikel von WoHei (Offenen Auges in den Untergang. Ein Kommentar zum BSU-Untersuchungsbericht über den Untergang der Falado) findet sich dieser lesenswerte Kommentar von:

    Eine Pfadfinderin und Mutter
    14.04.2015

    „Ganz ehrlich die Lust am Risiko mag ja was grandioses sein, aber dabei das Leben von Kindern aufs Spiel zu setzen grenzt schon an fahrlässigen Wahnsinn – und genau das ist bei der Falado geschehen. Mit Kindern in diesem Alter Nachts vor Island zu segeln finde ich eh schon krass, dann noch auf einem bekanntermaßen dafür ungeeigneten Schiff und dann hinterher dafür nicht mal ordentlich die Verantwortung übernehmen! Nein, bei der Falado oder wie alle Folgeschiffe heißen würde ich keiner Gruppe empfehlen zu segeln. Es gibt zum Glück genug andere schöne Segelschiffe auch einige mit jugendbewegten Bezügen auf denen man schöne Erlebnisse haben kann, ohne sein Leben aufs Spiel zu setzen.“

    http://www.schwarzzeltvolk.de/offenen-auges-in-den-untergang-ein-kommentar-zum-bsu-untersuchungsbericht-ueber-den-untergang-der-falado/#comment-749

  25. dj.bdh Says:

    Paderborner Soziologe Arno Klönne gestorben

    http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/paderborn/20478652_Paderborner-Soziologe-Arno-Kloenne-ist-mit-84-Jahren-gestorben.html
    _____

    Zum Tod von Prof. Dr. Arno Klönne (1931-2015)

    … Die Universität Paderborn trauert um Prof. Dr. Arno Klönne, geboren am 4. Mai 1931, verstorben am 4. Juni 2015. Er lehrte von 1978 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1996 Soziologie an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Nach dem Studium der Soziologie, Geschichte und Politik in Marburg und Köln kehrte Arno Klönne der Wissenschaft zunächst den Rücken, um als Landesjugendpfleger zu arbeiten. Fünf Jahre später kehrte er an die Universität zurück und nahm seine wissenschaftliche Arbeit erneut auf. Sein wissenschaftlicher Werdegang führte ihn zunächst an die Sozialforschungsstelle der Universität Münster in Dortmund, die Universitäten Göttingen und Bielefeld, bis er auf die Professur an der Universität Paderborn berufen wurde.

    Mit Arno Klönne verlieren die Soziologie, die Fakultät für Kulturwissenschaften und die Universität Paderborn einen immer streitbaren, manchmal recht unbequemen Kollegen und einen herausragenden Kenner des Faschismus und des Rechtsextremismus, der Geschichte der Arbeiterbewegung und der internationalen Politik. Seine 1982 veröffentlichte und mehrfach neu aufgelegte Studie zur Jugend im Dritten Reich gilt bis heute als Standardwerk zur Geschichte der Hitlerjugend und ihrer Gegner. In dieser Arbeit analysiert Arno Klönne anhand zahlreicher Dokumente und zeitgenössischer Berichte die faschistische Jugenderziehung und die Praktiken der Hitlerjugend, er arbeitet aber auch widerständige Jugendkulturen und jugendliche Widerstandsgruppen auf. Dieses Thema begleitete ihn Zeit seines Lebens. …

    (von: Frauke Döll Stabsstelle Presse und Kommunikation Universität Paderborn, 05.06.2015)

    https://idw-online.de/de/news632363

    _____

    Arno Klönne

    Arno Klönne (* 4. Mai 1931 in Bochum; † 4. Juni 2015) war ein deutscher Soziologe und Politikwissenschaftler.

    lönne, der aus einer Lehrerfamilie stammt, studierte ab 1951 in Marburg und Köln Geschichte, Soziologie und Politik. In Marburg schrieb er seine Doktorarbeit über die Hitlerjugend bei Wolfgang Abendroth. Nach dem Studium arbeitete er fünf Jahre als Landesjugendpfleger in Wiesbaden, bevor er wieder in den Hochschuldienst wechselte. Nach wissenschaftlichen Anstellungen bei der Sozialforschungsstelle an der Universität Münster in Dortmund, in Göttingen und Bielefeld wurde er 1978 auf eine Professur an der Universität Paderborn berufen.

    Seine jugendsoziologische Studie Jugend im Dritten Reich gilt als Standardwerk zur Geschichte der Hitlerjugend und ihrer Gegner. Darüber hinaus veröffentlichte Klönne unter anderem zu den Themenfeldern Faschismus und Rechtsextremismus, zur Geschichte der Arbeiterbewegung und zur internationalen Politik.

    1995 wurde Klönne emeritiert.

    Politik

    1961 gründete Klönne gemeinsam mit Gerd Semmer, Dieter Süverkrüp und Frank Werkmeister das Schallplattenlabel pläne. Bereits seit 1957 war er an der Herausgabe einer gleichnamigen Zeitschrift beteiligt. Mit dem Schallplattenlabel entstand auch ein Verlag gleichen Namens. In den 1960er Jahren war er einer der Sprecher der Ostermarschbewegung. Er war Mitarbeiter der Zeitschrift song und Mitherausgeber der Zeitschrift Ossietzky, Gesellschafter des Verlags Ossietzky und Mitglied des Vereins ikoplan – Institut für Kommunikation, Organisation und Planung.

    1960 verließ Klönne vorübergehend auf Grund der positiven Position Herbert Wehners zur NATO die SPD. In den 1970ern wurde er für zwei Jahre von allen Parteifunktionen ausgeschlossen. Anlass war seine Schrift Machte Wehner die SPD kaputt? aus dem Jahr 1975.

    Nach seinem endgültigen Austritt aus der SPD im Jahr 2004 gründete Klönne die Demokratische Initiative Paderborn, die im selben Jahr bei den Kommunalwahlen antrat.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Arno_Kl%C3%B6nne

    _____

    (2004 war der 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges)

    Prof. Arno Klönne referiert über Ursachen und Folgen des Ersten Weltkriegs

    2004, auf Einladung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten (VVN), Kreisvereinigung Minden

    http://www.mt.de/lokales/minden/20191191_Prof.-Arno-Kloenne-referiert-ueber-Ursachen-und-Folgen-des-Ersten-Weltkriegs.html

    _____

    Fahrt ohne Ende: Geschichte einer Jungenschaft. Alsatia, Colmar 1951

    h__p://www.amazon.fr/Arno-Kl%C3%B6nne-Fahrt-ohne-Ende/dp/B001803Y8Q

  26. bora, ehem. die Gefährten (dj.bdh) Says:

    Herbert Westenburger bündisch berry ist tot. Der jugendbewegt-bündische Zeitzeuge insbesondere zum Nerother Wandervogel der Zeit um die Machtergreifung sowie der jungenschaftlich geprägten (im Nationalsozialismus illegalen und verfolgten) Bündischen im Frankfrueter Raum starb am 08.08.2015.

    Homepage von Herbert -berry- Westenburger

    Autor des Buches Wir pfeifen auf den ganzen Schwindel, einem Lebensbericht von 1932 bis 1948 über Widerstand, Gestapo-Haft, Krieg, Gefangenschaft und Wiederaufbau der Demokratie.

    http://www.herbert-westenburger.de/

    aus der Frankfurter Rundschau vom 08.01.2014 zum 94. Geburtstag von berry Herbert Westenburger, von: Christina Lenz:

    Mut zum Widerstand

    […] Als 12-Jähriger trifft er 1932 zum ersten Mal auf Mitglieder des Nerother Wandervogels. Die vielfältigen Aktivitäten der Gruppe, Singen, kollektives Lesen, Wandern und gemeinsame Fahrten ziehen ihn an. Immer öfter entflieht er dem heimischen Matrosenanzug und den großbürgerlichen Abendgesellschaften in der Familie, bei denen er brav Diener macht und Handküsse verteilt. „Die Gruppe wurde meine Ersatzfamilie“, sagt berry.

    Prügeleien mit der Hitlerjungend

    Auch als das Nazi-Regime 1933 alle Jugendgruppen außer der Hitlerjugend verbietet, halten berry und seine Freunde an ihren Treffen fest, illegal. Sie schließen sich einer autonomen Jungenschaft an. „Wir wollten unbedingt durchhalten“, sagt berry. „Die Freiheit zu haben, das Lied zu singen, das ich möchte, da hin zu fahren, wo ich möchte, das war mein Antrieb“, erzählt er. Sie singen weiter für Freiheit und Selbstbestimmung – Kosaken-Lieder, Brecht-Songs und Lieder mit Zeilen wie: „Wir pfeifen auf den ganzen Schwindel – Beruf und Schule, Stellung, Geld. Und tobt auch das Parteigesindel, Hussa, der Bund bleibt unsre Welt.“ In der Illegalität treffen sie sich zuerst im Frankfurter Nordend, später in einer ausgebauten Hütte im Wald. Sie tragen groß-karierte bunte Hemden, nicht etwa die verhassten Braunhemden.

    Immer öfter kommt es zu Prügeleien mit der Hitlerjugend. Berry organisiert einen „bündischen Selbstschutz“, um sich vor den Übergriffen, auch durch die Polizei, zu schützen. 1938 wird er wie viele seiner Freunde im Frankfurter Gestapo-Gefängnis Klapperfeld inhaftiert. Sieben Monate später, als der Krieg beginnt, ist er den Nazis als Soldat nützlicher. Das einzige, was berry zuerst in Berlin, dann im Afrika-Korps in dieser Zeit tröstet, sind die in langen Nächten selbstgeschriebenen Liederbücher und unzählige Briefe von Freunden.

    Mutter stirbt im KZ Auschwitz

    Mit Zeilen wie: „Möge es Freundschaft geben (…), die fortbesteht über Kontinente, Meere und Kriege.“ Nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen und amerikanischer Kriegsgefangenschaft kehrt berry 1946 nach Frankfurt zurück. Während er an der Front kämpfte, wurde seine Mutter als Halbjüdin im KZ Auschwitz ermordet. Was ihm nach dem verheerenden Krieg bleibt, ist die alte Leidenschaft: Er baut eine neue bündische Jugend in Hessen auf und wird deren Sprecher. […]

    http://www.fr-online.de/stadtteil-portraets/frankfurt-bonames-mut-zum-widerstand,8430636,25823726.html

    HERBERT berry WESTENBURGER VERSTORBEN

    von: lari am 08.08.2015

    Heute ist Herbert berry Westenburger im Alter von 95 Jahren verstorben.

    Eine große Persönlichkeit der Bündischen Bewegung ist damit von uns gegangen. Unsere Gedanken sind bei seinen Freunden und seiner Familie.

    (scouting Redaktion)

    http://scouting.de/herbert-berry-westenburger-verstorben/

    ZUM TODE VON berry (HERBERT WESTENBURGER)
    von: almi am 09.08.2015

    […] Seine bündische „Karriere“ beginnt dort mit einem bundesunmittelbaren Fähnlein im Nerother Wandervogel, welches bis zur Auflösung 1932 beisammen bleibt und dessen harter Kern dann in zu einer illegalen Jungenschaft findet und trotz Endeckung und Gestapohaft den Kontakt zueinander nicht verliert. Nach dem Krieg wurde berry einer der Neubegründer der Jungenschaft in Hessen. […]

    http://scouting.de/zum-tode-von-berry-herbert-westenburger/

  27. Grüner Bund Says:

    „Als beispielhafte Auflistung gilt die beigefügte Aufzählung der Gruppe der „Löwenritter“ über Aktivitäten 1950 und der Fahrtenbericht über Skandinavien“

    (Quelle Laurenburg-Brief Nr. 8, November 1993, s. u.)

    ruhlos ist ein wandervogelleben, fred poscher, willi lange, nerother liederschatz, band 4 W212a (Seite 98)

    http://www.deutscheslied.com/de/search.cgi?cmd=search&srch_Titel=&srch_Melodie=fred+poscher&srch_Text=&srch_Tonsatz=&srch_Quelle=&Zeitalter=&MelodyYear=&TextYear=

    http://www.deutscheslied.com/de/search.cgi?cmd=search&srch_Titel=ruhlos+ist+ein+wandervogelleben&srch_Melodie=&srch_Text=&srch_Tonsatz=&srch_Quelle=&Zeitalter=&MelodyYear=&TextYear=

    <<<<<<<<<<<<

    [ Freunde der Laurenburg ]

    Laurenburg-Brief Nr. 26
    November 2011

    Der Grabstein fand im unteren Halsgraben seinen letzten
    Standort:

    Fredi‘s Grabstein kam auf die Laurenburg
    [rechtes Wappen das N mit der Krone: Nerother Wandervogel]

    [ Diese Aufnahme entstand 1987 und zeigt Alfred Poscher zusammen mit Horst Wienberg auf der Burgbaustelle ]

    Bis 1990 war Alfred Poscher (nur fredi genannt) der Leiter der Wandervögel Wied. Die Wandervögel Wied wurden im Laurenburg-Brief Nr. 8 (1993) ausführlich von unserem Vereinsmitglied Dietrich Gillmann und den damaligen Kapitelvorsitzenden Achim Klatte und Bernd Hasbach beschrieben.

    http://www.laurenburg.de/downloads/briefe/files/Laurenburg-Brief%20Nr.%2026.pdf

    Laurenburg-Brief Nr. 8,
    November 1993

    „Unsere Wandervögel“
    Seite 4
    (von Dietrich Gillmann)

    […] haben wir den „Wandervogel Wied“ am 12.12.31 [Jahreszahl Tippfehler? Was ist belegbar?] in Niederbreitbach gegründet […] Juristisch sind wir als nicht rechtsfähiger Verein Mitglied unseres Dachverbandes, der „Freien Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe“ [gibt es so nicht, wer ist gemeint? Was ist belegbar?], einer gemeinnützigen Jugendhilfeorganisation aus Hessen. […] Wir haben im Kreis Neuwied ca. 45 Mitglieder im Alter von ca. 10 bis 20 Jahren und ca. 15 ältere Mitglieder, die aufgrund von Beruf und Familie nicht mehr aktiv am Fahrtenbund teilnehmen können.

    http://www.laurenburg.de/downloads/briefe/files/Laurenburg-Brief%20Nr.%208.pdf

    >>>>>>>>>>>>

    Gillmann, Dietrich: „Unsere“ Wandervögel / Dietrich Gillmann ; Achim Stümper ; Bernd Hasbach. 1993

    http://www.rlb.de/cgi-bin/wwwalleg/nota.pl?db=rpb&index=1&zeilen=1&s1=SN72505

    http://www.rlb.de/cgi-bin/wwwalleg/regsrch.pl?db=rpb&recnums=648428

    >>>>>>>>>>>>

    Heimatverein Laurenburg im Lahntal
    Laurenburg Briefe

    http://www.laurenburg.de/downloads/briefe/

    <<<<<<<<<<<<<

    Nerother Wandervogel Heidenheim“ (1950’s, Orden der Löwenritter)

  28. Cees Says:

    Ginster aus der Eifel, Eifelginster halt.
    Von Zeit zu Zeit betrachtet und gemalt.

    .
    Ginsterblüte in der Eifel
    Fritz von Wille (1860 bis 1941)

    .

    .
    .
    Landschaft mit Ginster
    Rudi Inden (1880 bis 1951)

    .

    .
    .
    Eifelginster
    Gerhard Stolpa

    .
    .

  29. Cees van der Duin Says:

    Schlimm, Baden-Powell kann nicht dazwischenhauen.

    Und aus Sicht der Scouts ist der Totalitarismus der Scharia immer noch kein Problem für die universellen Menschenrechte! Und über den Islam wird also immer noch nicht gesprochen, jedenfalls nichts Schlechtes! Februar 2016, Deutschlands scoutistische selbstverliebte Postmodernisten und sonstige Karrieristen finden sich ein zur vierten …
    _ _ _

    Fachtagung Pfadfinden

    Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Wilfried Breyvogel und Prof. Dr. Helmut Bremer. Veranstalter und verantwortlich für die Durchführung: Pfadfinder Hilfsfond (PHF), das Organisationsteam leitet Martin Lochter.

    http://www.fachtagung-pfadfinden.de/

    Tagungsort und Termin

    4. Fachtagung Pfadfinden
    19. bis 21. Februar
    Jugendgästehaus, Oberwesel am Mittelrhein

    Rheintal-Jugendherberge Oberwesel. Oberhalb des malerischen Rheinstädtchens Oberwesel, direkt neben der Schönburg. Oberwesel liegt im Tal der Loreley, dem schönsten Teil des Rheins zwischen Bingen und Koblenz.

    http://www.fachtagung-pfadfinden.de/index.php?option=com_content&view=article&id=171&Itemid=697

    Schirmherrschaft

    Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Frau Malu Dreyer

    http://www.fachtagung-pfadfinden.de/index.php?option=com_content&view=article&id=175&Itemid=706

    .
    .

    Fachtagung Pfadfinden 2016. Noch freie Plätze.

    Vgl. auch bei Pfadfinder-Treffpunkt den Beitrag von phips

    Noch 29 freie Plätze für die Fachtagung Pfadfinden

    Der Pfadfinder Hilfsfond veranstaltet mit der Universität Duisburg-Essen, dem rdp, den PPÖ, dem DPV, BMPPD und dem VDAPG die 4. Fachtagung Pfadfinden.

    19.-21.02.2016, Oberwesel. Rheinland-Pfalz / Deutschland

    Themen dabei: Sexualisierte Gewalt / Nähe und Distanz / Prävention, Wer engagiert sich in der Pfadfinderei und Jugendverbänden (Diversity / Interkulturelle Öffnung), Spiel / Kreativität / Theater / Kunst.

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=12515

  30. Casa Rourell Says:

    „El Rourell és una masia situada en el terme municipal de Moià“

    https://ca.wikipedia.org/wiki/El_Rourell_(Moi%C3%A0)

    Casa Rourell, ein Bauernhof in der Nähe von Moià
    [ Casa Raurell als gelegentliche Schreibweise ]

    el Molí del Perer
    [ eine alte Mühle ganz in der Nähe von Casa Rourell ]
    .
    .
    .

    EL PERER

    Situat a l’aiguabarreig format pels torrents de Malrubí, riu Sec i Rodors.

    El molí del Perer a banda de moldre gra, va ser un dels últims reductes de vinya i una de les cases pioneres de l’apicultura que ha tingut el terme municipal de Moià. A les imatges veiem el molí, la casa del moliner, alguna edificació annexa i la bassa de dimensions considerables.

    En una finestra tapiada hi ha escolpit un escut amb un perer i l’any 1676.

    El Molí del Perer es va fer servir durant un temps com a residència temporal per un agrupament escolta alemany anomenat Pfadfinderschaft Luchs. Feien acampades i practicaven tècniques de supervivència a la muntanya.

    A finals dels anys 80, començaments dels 90, el Molí del Perer va tornar a ser llogat, aquest cop a un grup naturalista afeccionat al teatre i a les arts anomenat Taller-7, però hi va haver discrepàncies amb la gent del poble i no els van renovar el contracte.

    http://losfolloneros.blogspot.de/2009/08/30-dagost-de-2009-caminada-popular-de.html

    .

    CASA RAURELL – MOIA – Casa de campo de la Asociacion de Scouts Alemanes

    circulada, Landheim des Deutschen Pfadfinderbundes, 1977

    http://www.todocoleccion.net/postales-barcelona-provincia/casa-raurell-moia-casa-campo-asociacion-scouts-alemanes~x13655346

    .

    [ Horst Schweitzer ] […] … zweiundzwanzigjährige Verbundenheit mit Casa Raurell, einem alten Bauernhaus nordwestlich von … von der Stadt Zierenberg gepachtet. RAURELL / BARCELONA 1974 96: zweiundzwanzig Jahre … unserer zweiten Heimat in Spanien: Raurell sah in zweiundwanzig Luchs-Jahren …

    _ttp://docplayer.org/13805433-Rot-graue-blaetter-internetschrift-der-pfadfinderschaft-grauer-reiter.html

    .
    .

    Moià / Molí del Perer

    Abril 2009. Situat al costat de la riera d’en Gai, de l’edifici del molí no en queda cap vestigi; només es pot veure la bassa, ben construïda, que mesura uns 15 per 15 metres, el pou i la resclosa.

    … per un agrupament escolta alemany anomenat Pfadfinderschaft Luchs. … alemanys varen estar bastants anys a la casa propera que es diu El Raurell i quan no els … Desde 1974 hasta 1996 los scouts tenían un contracto por Casa Rourell.

    http://www.moianes.net/galeria/displayimage.php?album=3&pos=305

    .

    1974 erhielten die Luchse wieder eine feste Unterkunft, und zwar sowohl in Spanien, wo Casa Rourell, ein Bauernhof in der Nähe von Moià, gepachtet wurde, als auch in Deutschland, wo ihnen eine Hütte bei Zierenberg überlassen wurde. […]

    Im Jahr 1990 wurden die ersten Sippen in Münster und Wernigerode gegründet – vermutlich handelt es sich um eine der frühesten Gründungen in den neuen Bundesländern. Im selben Jahr wurde in Spanien eine alte Mühle, el Molí del Perer, ganz in der Nähe von Casa Rourell, dem Bauernhaus, zusätzlich gepachtet. Im Jahr 1993 kamen außerdem die Köhlerhütten bei Wernigerode hinzu.

    Zu dieser Arbeit wurde der Aufbau neuer Gruppen in Spanien spürbar schwieriger, so dass die deutsche Sippen an Bedeutung gewannen. Eine schwere Enttäuschung war 1996 der Verlust von Casa Rourell, dessen Pachtvertrag nicht verlängert wurde.

    Im Frühjahr 2010 wurden zeitgleich mit den Enthüllungen der sexuellen Übergriffe innerhalb der katholischen Kirche auch sexuelle Übergriffe Horst Schweitzers sowohl innerhalb der Pfadfinderschaft Luchs, als auch in seiner Funktion als Lehrer bekannt. Die Pfadfinderschaft Luchs distanzierte sich im März 2010 offiziell von Horst Schweitzer. Wenige Wochen später folgte eine entsprechende Erklärung des „Fördererkreises der Pfadfinderschaft Luchs e. V.“.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadfinderschaft_Luchs

    .

  31. Cees van der Duin Says:

    [Falado von Rhodos: Pfadfinder-Brigantine entging nur knapp einer Tragödie. Die seefahrende wenn auch gelegentlich nicht seefahrttaugliche Variante der Jugendburg im Lahntal, die schwimmfähige Version des Balduinstein. Das Schiff ging vor Island unter. Jahrelanges, jahrzehntelanges Fehlverhalten unter den Teppich kehren, bei Aufdeckung bagatellisieren, schamlos Nebel werfen, dreist angreifen. Dank sei dem NDR für die längst überfällige Aufdeckung.]

    Mangelnde Sicherheit bei Vereinsschiffen
    Panorama 3 – 15.03.2016 21:15 Uhr

    2013 sinkt vor der isländischen Küste das Pfadfinderschiff „Falado“. Später zeigt sich, dass das Schiff völlig marode war. Dennoch ging der Trägerverein auf große Fahrt.

    NDR
    14.04.2016

    Stellungnahme des NDR zum Offenen Brief des Vereins Falado

    Dem Offenen Brief des Vereins „Brigantine Falado Rhodos“ stellen wir Fakten entgegen: Im August 2013 sinkt ein Segelschiff, rund 25 Seemeilen vor der Küste Islands. An Bord sieben Jugendliche und fünf Erwachsene. Da das Schiff nahe genug an der Küste ist, sind isländische Seenotretter rechtzeitig vor Ort. Es kommt bei dem Unglück niemand ums Leben. […]

    Der Untersuchungsbericht verdeutlicht auch: Wären bei dem Untergang Menschen ums Leben gekommen, hätten sich der Schiffsführer und der Verein dafür juristisch verantworten müssen. Doch statt diese Verantwortung einzuräumen, unterstellt man Panorama 3 falsche Tatsachenbehauptungen. […]

    Die Besatzung sei nicht wie von uns behauptet „buchstäblich in letzter Sekunde“ gerettet worden, sondern drei beziehungsweise eine Stunde vor dem Untergang. Nach Angaben der Besatzungsmitglieder und Seenotretter wurde zwar rechtzeitig ein Notruf abgesetzt. Die Rettung bei Windstärke 8 bis 9 und hohem Wellengang gestaltete sich demnach aber als so schwierig, dass eine höchst brenzlige Situation entstand. Die Seenotretter sprechen sogar von einem der gefährlichsten Einsätze, den sie je hatten. […]

    Der Vorstand bezweifelt die fachliche Einschätzung der Stapelfeldt Werft. Die von Mitgliedern des Vereins unternommenen Reparaturen seien zudem unter Anleitung und Kontrolle ausgebildeter Schiffsbauer durchgeführt worden. Uns liegen Berichte und Filmaufnahmen vor, die Kinder und Jugendliche bei Schiffsarbeiten zeigen. In welchem Ausmaß dies unter fachlicher Anleitung geschah ist nicht belegt. Der unzweifelhaft durch die mangelnde Seetüchtigkeit der Falado herbeigeführte Untergang belegt jedoch die Einschätzung der Stapelfeldt-Werft und zeigt auch, dass das Schiff ganz offensichtlich NICHT nach den erforderlichen Standards instand gesetzt worden war. […]

    Der Vereinsvorstand räumt in seinem Schreiben ein, die „nicht immer neutrale Begutachtung der Falado“ in der Vergangenheit sei ein Fehler gewesen. Es stellen sich Fragen, die der Verein nicht beantwortet: Warum werden die erforderlichen Konsequenzen nicht gezogen? Warum lässt der Verein nach dem Untergang der Falado keine Sicherheitsuntersuchungen nach den Standards, die in Deutschland für gewerblich vercharterte Schiffe dieser Größe gelten, zu? Ein offizielles Siegel, dass das neue Schiff des Vereins allen geltenden Sicherheitsanforderungen genügt, hat der Verein bislang nicht vorgelegt. Der Verein bietet Hochseefahrten für Jugendlichen an. Mitfahrende Personen müssen darauf vertrauen können, dass sich das Schiff in einem sicheren Zustand befindet – umso mehr, wenn sich Kinder oder Jugendliche an Bord befinden. Der Vereinsvorstand muss sich die Frage gefallen lassen, ob er dieser Verantwortung immer gerecht geworden ist.

    Panorama 3 hat Kenntnis von noch weiteren Sachverhalten: So verfügte der Schiffsführer der Falado, Axel Hommel, zum Unfallzeitpunkt lediglich über den Sportküstenschifferschein zum Führen von Yachten bis 12 Seemeilen Abstand von der Küste. Die Falado sank jedoch rund 25 Seemeilen vor der Küste, so dass diese Qualifikation für die gewählte Route nicht ausreichend war. Bei einer Kontrolle der Falado im Jahr 2009 beschlagnahmte die Wasserschutzpolizei Flensburg an Bord ein gefälschtes Dokument, mit dem sich die Besatzung in ausländischen Häfen offenbar „offiziell“ als Jugendschulschiff auswies. Eine Fantasiebescheinigung, versehen mit Stempel des Berliner Polizeipräsidenten, offenbar genutzt, um strengeren Kontrollen in den Häfen zu entgehen. Angefertigt von einem Vereinsmitglied, das im Berliner Polizeipräsidium beschäftigt war. […]

    Die Redaktion von Panorama 3 findet das Ansinnen des Vereins, „dass ehrenamtlich getragene Vereine wie wir überleben können, so dass nicht nur einer zahlungskräftig privilegierten Gesellschaftsgruppe solche besonderen Erlebnisse möglich sind“ nachvollziehbar und ehrenwert. Nur darf es nicht so weit gehen, dass – aus welchen Motiven auch immer – Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden. Von dieser Einsicht aber ist in dem Offenen Brief des Vorstands nicht viel zu erkennen.

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Stellungnahme-des-NDR-zum-Offenen-Brief-des-Vereins-Falado,falado100.html

    .
    .

    […] Der Untergang dauerte lange. Nina Rudolf erinnert sich noch genau an die Nacht vom 8. auf 9. August 2013, die Nacht, in der die „Falado von Rhodos“ vor Island versank. Nina lag in ihrer Koje und kämpfte mit der Übelkeit. Gegen 23 Uhr alarmierte Skipper Axel Hommel, genannt Balo, die Crew: Wasser schwappte über den Boden. Alle mussten mit anpacken – auch die seekranke Nina: „Das ging dann“, sagt die damals 13-Jährige, die die Übelkeit vergaß: „Der Kopf hatte was zu tun.“

    Fünf Stunden lang schöpften die Blausteiner Pfadfinder vom Stamm „Gralsritter“ Wasser. Eine Motorpumpe war ausgefallen, die Crew pumpte von Hand. Aber das Segelschiff, ein 45 Jahre alter Zweimaster, war nicht zu retten. Gruselig war das nicht, sagt Nina: „Wir haben gar nicht drüber nachgedacht.“ Skipper Balo hatte längst die Seerettung alarmiert, ein Fischerboot war bald in der Nähe. Am Ende brachte die isländische Küstenwache Nina, sechs weitere Jugendliche und fünf erwachsene Betreuer an Land. […]

    Auch Lea versucht sich an dieser Station. Sie ist acht Jahre alt und dieses Jahr die jüngste Seglerin. Es ist ihre erste große Reise mit den Pfadfindern. Als die Pfadfinder nach einer guten Stunde Übungszeit in ihrem Treff im Kreis zusammensitzen, fragt Lea sicherheitshalber nach: „Wie ist die Falado untergegangen?“ Und Balo erklärt: Die Falado hatte ein Leck unter der Wasserlinie, das die Pfadfinder nicht finden konnten. Wahrscheinlich hatte die Dichtung zwischen Holzplanken nachgegeben. Die Jugendgruppen, die die „Falado“ nutzten, hatten den Zweimaster in Eigenarbeit gewartet und abgedichtet. Im Untersuchungsbericht zum Untergang wird das bemängelt. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung diagnostiziert, dass das Schiff in „einem nicht seetüchtigen Zustand“ gewesen sei und „es ausschließlich glücklichen Zufällen zu verdanken ist, dass es beim Untergang der Falado von Rhodos nicht zu einer Tragödie mit Todesopfern gekommen ist“. […]

    (SAMIRA EISELE | 28.10.2015. SÜDWEST PRESSE, Ulm / Neu-Ulm. Lokales Alb-Donau. Blausteiner Pfadfinder starten zu neuer Segelreise)

    http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Blausteiner-Pfadfinder-starten-zu-neuer-Segelreise;art1158552,3505282

  32. Edward von Roy Says:

    .

    „Am Ende des Tages kann jedes Schiff sinken“

    (Axel Hommel genant balo, den Untergang der Falado auch damit beschwichtigend, dass Seefahrt schließlich immer mit einem Risiko verbunden sei.)

    „Ich hatte zum Zeitpunkt des Unterganges einen SKS. War also überqualifiziert nach Gesetz.“

    ((Fakten gefällig? „So verfügte der Schiffsführer der Falado, Axel Hommel, zum Unfallzeitpunkt lediglich über den Sportküstenschifferschein zum Führen von Yachten bis 12 Seemeilen Abstand von der Küste. Die Falado sank jedoch rund 25 Seemeilen vor der Küste, so dass diese Qualifikation für die gewählte Route nicht ausreichend war.“) Axel Hommel bündisch balo wenige Stunden vor der NDR-Reportage: Mangelnde Sicherheit bei Vereinsschiffen. Panorama 3, auf: Pfadfinder Treffpunkt am 15.03.2016 21:15 Uhr.)

    „Die bündischen Faladisten machen sich die Welt wiedewiedewie sie ihnen gefällt“

    (Vorbildlich auf den Punkt gebracht durch fröschel am 15.04.2016 um 12:10 Uhr.)
    .
    .
    .

    Investigation Report 265/13

    http://www.bsu-bund.de/SharedDocs/pdf/EN/Investigation_Report/2015/Investigation_Report_94_2013.pdf?__blob=publicationFile

    Untersuchungsbericht 265/13

    http://www.bsu-bund.de/SharedDocs/pdf/DE/Unfallberichte/2014/UBericht_265_13_end.pdf?__blob=publicationFile

    .

    Laut Yacht-Informationen wurde die fünfköpfige Vereinsspitze bei einem Werftaufenthalt noch kurz zuvor darauf hingewiesen, dass das alte Segelschiff für den gewaltigen Törn „ungeeignet“ sei.

    Vorstandsmitglied Pumpe bestätigte das. „Der Allgemeinzustand des Schiffes bereitete einzelnen Mitgliedern Unbehagen“, sagte er auf Anfrage. Es habe Warnungen gegeben, andere wiederum hätten das Risiko für vertretbar gehalten. „Am Ende des Tages kann jedes Schiff sinken“, sagte Vorstandsmitglied Axel Hommel. Seefahrt sei immer mit einem Risiko verbunden. Die Falado von Rhodos sei „dreimal neu beplankt“ worden, man habe „stets auf Sicherheit geachtet“.

    (Aus: Hubertus Gärtner: Die „Falado von Rhodos“ gehörte einem Paderborner Verein, in: Neue Westfälische (NW), 20.11.2013.)

    http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/paderborn/9701481_Die-Falado-von-Rhodos-gehoerte-einem-Paderborner-Verein.html

    ::
    ::

    „Ich hatte zum Zeitpunkt des Unterganges einen SKS. War also überqualifiziert nach Gesetz.“

    (Axel Hommel genannt balo am 15.04.2016 – 16:55 Uhr.)

    http://www.pfadfinder-treffpunkt.de/include.php?path=forumsthread&threadid=11649&entries=150

    ::
    ::

    NDR 14.04.2016 13:45 Uhr

    Stellungnahme des NDR zum Offenen Brief des Vereins Falado

    Dem Offenen Brief des Vereins „Brigantine Falado Rhodos“ stellen wir Fakten entgegen: Im August 2013 sinkt ein Segelschiff, rund 25 Seemeilen vor der Küste Islands. An Bord sieben Jugendliche und fünf Erwachsene. Da das Schiffe nahe genug an der Küste ist, sind isländische Seenotretter rechtzeitig vor Ort. Es kommt bei dem Unglück niemand ums Leben.

    Das Segelschiff war zuvor in der Yacht- und Bootswerft Stapelfeldt aus Kappeln. Diese sprach eine Warnung aus: „Die Konstruktion sowie deren Zustand ist, vor allem im Hinblick auf geplante Reisen, erschreckend. Das Schiff ist zurzeit absolut nicht seetauglich. An diesem Zustand ändern auch von uns vorgeschlagene Maßnahmen, wie zum Beispiel das Verschrauben von Wegerung und Spanten nicht grundlegend etwas.“ (29.02.2012)

    Der Verein nutzte das Schiff dennoch weiter für Hochseefahrten. Es war sogar eine weitere Atlantiküberquerung geplant. Der Verein vertraute nach eigenen Angaben einer anderen Werft, die vor der Fahrt einzelne Planken austauschte. Der offizielle Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU), die den Untergang aufarbeitete, liefert unter anderem folgende Aussage: „Das Schiff war zum Unfallzeitpunkt nicht mehr seetüchtig und am Ende der Nutzungsdauer. Es ist anzunehmen, dass es in allen Bereichen des Schiffsrumpfes zu Wassereinbrüchen gekommen ist. (…) Der Unfall hätte vermieden werden können, wenn das warnende Schreiben der Werft Stapelfeldt und kritischer Stimmen von Fachleuten innerhalb des betreibenden Vereins beachtet worden wäre und das Gutachten des Sachverständigen konsequent in allen Punkten umgesetzt worden wäre.“ (15.12.2014)

    Der Untersuchungsbericht verdeutlicht auch: Wären bei dem Untergang Menschen ums Leben gekommen, hätten sich der Schiffsführer und der Verein dafür juristisch verantworten müssen. Doch statt diese Verantwortung einzuräumen, unterstellt man Panorama 3 falsche Tatsachenbehauptungen. […]

    Panorama 3 hat Kenntnis von noch weiteren Sachverhalten: So verfügte der Schiffsführer der Falado, Axel Hommel, zum Unfallzeitpunkt lediglich über den Sportküstenschifferschein zum Führen von Yachten bis 12 Seemeilen Abstand von der Küste. Die Falado sank jedoch rund 25 Seemeilen vor der Küste, so dass diese Qualifikation für die gewählte Route nicht ausreichend war. Bei einer Kontrolle der Falado im Jahr 2009 beschlagnahmte die Wasserschutzpolizei Flensburg an Bord ein gefälschtes Dokument, mit dem sich die Besatzung in ausländischen Häfen offenbar „offiziell“ als Jugendschulschiff auswies. Eine Fantasiebescheinigung, versehen mit Stempel des Berliner Polizeipräsidenten, offenbar genutzt, um strengeren Kontrollen in den Häfen zu entgehen. Angefertigt von einem Vereinsmitglied, das im Berliner Polizeipräsidium beschäftigt war. […]

    [Mythen gefällig? „Ich hatte zum Zeitpunkt des Unterganges einen SKS. War also überqualifiziert nach Gesetz.“]

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Stellungnahme-des-NDR-zum-Offenen-Brief-des-Vereins-Falado,falado100.html

    .

  33. Sommerwind Says:

    yehuda green havdala

    .

    Yehuda Green – Hashiveinu H“

    .

    Yehuda Green – MiMKomcha

    .

    New Single From Yehuda Green – Rebbe, Rebbe

    .

    Slichos with yehuda green – 2014 – „Hashivenu“

    Slichos with yehuda green – 2014 – „Hashivenu“

    .

    Yehuda Green, Selichos 2014 part 3

    .

    Yehuda Green, Selichos 2015

    Yehudah Green, selichos 2015 Berditchev

    .
    .
    .

    Shlomo Carlebach – Live Singing – Sim Shalom – Eliyahu HaNavi

    Shlomo Carlebach – Powerful Uplifting Sim Shalom – שים שלום

  34. Naftali Says:

    YOME, YOME !

    Yome, yome, shpil mir a lidele, … vos dos meydele vil?
    Dos meydele vil a por shikhelekh hobn, muz men geyn dem shuster zogn!
    – Neyn, mameshi, neyn, du kanst mir nisht farshteyn. Du veyst nisht, vos ikh meyn.

    __tps://www.youtube.com/watch?v=HcYHH7zugQ4

    __tps://www.youtube.com/watch?v=1zmgfo482oc&list=PLqMBXMuqTmDqHA3mxF0VGsjr9N9A0hbph

    .

    Yome, Yome · Milena Thepault, Nathalie Soussana

    Yomi, Yomi shpil mir a Lidele, wos dos Meydele vil?
    Dos Meydele vil a por Shikhelakh hoben, mis men geyn dem Shister zogen.
    Neyn, Mameshi, neyn, du kenst mikh nisht varshteyn, du wayst nisht wos ikh meyn.

    ::::

    “ A Zemer – אַ זמר “
    Reb Motenyu – רבי מאָטענו

    zogt der rebe, reb Motenyu:
    a gut-morgn dir g´tenyu
    nem arop fun undz dayn kas
    veln mir ton kedin ukhedas.
    oy, tsadikim, tsadikim geyen bom
    oy, reshoim, reshoim faln bom.

    zogt der rebe, reb Motenyu:
    a gut-helf dir g´tenyu.
    der tog iz heys, di milkhome iz shver.
    nor men lozt nit aroyz doz gever.
    oy, tsadikim, tsadikim geyen bom
    oy, reshoim, reshoim faln bom.

    zogt der rebe, reb Motenyu:
    a gut-ovnt dir g´tenyu
    der tog iz avek ikh hob alts gemakht.
    Gib zhe mir a gutinke nakht.
    oy, tsadikim, tsadikim geyen bom
    oy, reshoim, reshoim faln bom.

    [Inhalt, eigene Übertragung (Naftali)]

    Reb Motenyu grüßt Gott: „Guten Morgen, Gott. Nehmen Sie ihren Zorn hinweg und wir folgen den Gesetzen.“

    Oj, den hochgeehrten Gottesfürchtigen gelingt der Aufstieg,
    oj, die Gottlosen und Boshaften kommen zu Fall.

    Sagt Reb Motenyu: „Guten Tag, Gott. Der Tag ist heiß, der Krieg ist schwierig, aber wir legen unsere Waffen nicht nieder.“

    Sagt Reb Motenyu: „Guten Abend, Gott. Der Tag ist vergangen. So geben Sie uns eine gute Nachtruhe.“

    ::

    ::

    Rabbi Motenyu says: Good morning to You

    http://www.helene-engel.com/sites/default/files/documents/lyrics-voyage-english.pdf

    Zogt der rebe, reb motenyu: — A gut morgn dir, g*tenyu!

    Title: A Zemer — אַ זמר
    Also known as: Reb Motenyu
    Also known as: Zogt Der Rebe
    Author: Zeitlin, Aaron — צײַטלין, אַהרן
    Composer: Bugatch, (Shmuel) Samuel —

    First line: Zogt der rebe, reb motenyu: — A gut morgn dir, gotenyu!
    First line: זאָגט דער רבּי, רבּ מאָטעניו: — אַ גוט מאָרגען דיר, גאָטעניו!
    Language: Yiddish

    http://digital.library.upenn.edu/webbin/freedman/lookupwork?hr=&what=Zogt%20der%20rebe%2C%20reb%20motenyu%3A%20–%20A%20gut%20morgn%20dir%2C%20gotenyu!

    „The day is long, the war is difficult“ are a few words from a well known song „Reb Motenyu“ by Aharon Zeitlin.

    http://www.leyblsvelt.co.il/A_Yiddish_Shot_in_the_Arm.pdf

    Samuel Bugatch (1898 – 1984) was born in Rogachev (Rogatshov; near Gomel), Byelorussia
    heute in Weißrussland / Belarus
    weißrussisch Рагачоў Rahatschou
    russisch Рогачёв / Rogatschow

    http://www.milkenarchive.org/artists/view/samuel-bugatch/

    https://en.wikipedia.org/wiki/Rahachow

    ::::

    ׳אם השם לא יבנה בית
    Im haShem lo yivneh bayit
    Unless the Lord Builds the House

    Shira Choir Sings New Song „Im Hashem Lo Yivneh Bayis“
    Composed by Shlomo Yehuda Rechnitz At Bar Mitzvah of the son of Shira Choir

    Psalm 127,1
    Im HaShem Lo Yivneh Bayit / Shav Amlu Bonav Bo
    Unless the Lord builds the house, / The builders labor in vain.
    Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut.

    Im HaShem Lo Yishmor Ir / Shav Shakad Shomer
    Unless the Lord watches over the city, / the guards stand watch in vain.
    Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, wacht der Wächter umsonst.

    Hinei Hinei Lo Yanum / Lo Yanum v’Lo Yishan – Lo Yanum v’Lo Yishan / Shomer Yisrael
    Indeed, he who watches over Israel / will neither slumber nor sleep. Guardian of Israel
    Siehe, der Hüter Israels, er schlummert nicht und schläft nicht.

    http://www.zemirotdatabase.org/view_song.php?id=169

    __

    Im Hashem lo Yivneh Bayis by Shlomo Yehuda Rehnitz, The Moscow Male Jewish Cappella

    __

    Im Hashem Lo Yivneh Bayis (Unless the Lord Builds the House) – Laeli
    Im Hashem Lo Yivne Bayit (Psalm 127:1, 121:4)
    Melody by Shlomo Yehuda Rechnitz
    Arrangement by Laeli

  35. Cees van der Duin Says:

    Ulrike Pilarczyk

    Gemeinschaft in Bildern
    Jüdische Jugendbewegung und zionistische Erziehungspraxis in Deutschland und Palästina/Israel

    Unter Mitwirkung von Ulrike Mietzner, Juliane Jacobi und Ilka von Cossart

    Reihe: Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden (für die Stiftung Institut für die Geschichte der deutschen Juden hg. von Stefanie Schüler-Springorum und Andreas Brämer); Bd. 35

    http://www.wallstein-verlag.de/9783835304390-ulrike-pilarczyk-gemeinschaft-in-bildern.html

    Ulrike Pilarczyk:

    Gemeinschaft in Bildern. Jüdische Jugendbewegung und zionistische Erziehungspraxis in Deutschland und Palästina / Israel

    http://igdj-hh.de/files/IGDJ/pdf/hamburger-beitraege/ulrike-pilarczyk_gemeinschaft-in-bildern.pdf

    Hier der Beleg, dass das ganz offiziell und legal ist …

    http://igdj-hh.de/publikationen-digital.html

    … dort auch weitere ganz interessante Titel aus der Reihe, kostenfrei als pdf

    Institut für die Geschichte der deutschen Juden
    Hamburg

    http://igdj-hh.de/publikationen-digital.html

  36. Dwarslöper Says:

    Die Whydah ist ein im Jahr 2000 in England erbauter Gaffelschoner mit Stahlrumpf, Holzdeck und zwei Holzmasten.

    .

    .

    .

    „Eines von zig Pseudo-Traditionsschiffen zum Mitsegeln. Relevanz nicht ersichtlich. Löschen.“

    (jergen 17.02.2017)

    „Wir hatten ja in diesem Artikel schon mehrfach von Pfadfinderseite den Versuch, Fehlverhalten der (Pfadfinder-)Schiffsführung abzumildern.“

    (Hahnenkleer am 27.10.2016)

    .
    .

    […] Wikipediaeintrag wurde 23. Februar gelöscht. In der Diskussion hieß es: Fehlende enzyklopädische Relevanz, kein Traditionsschiff, keine besonderen Fahrten, nicht in der gängigen Literatur erwähnt, „eines von zig Pseudo-Traditionsschiffen zum Mitsegeln. Relevanz nicht ersichtlich.“ […]

    „Le Whydah of Bristol a été conçu et construit en 2000 au chantier naval Steel Boats de Bristol au Royaume-Uni. C’est une réplique de schooner américain du XIXe siècle. Il est utilisé comme voilier-charter, depuis 2003, sous pavillon allemand. Il a participé aux Tonnerres de Brest 2012.“ Also da müssen doch bloß die Aktivisten des Vereines ihr Französisch aufpolieren und da noch mehr Butter bei die Fische hinzufügen und schon geht da was! Aber pppst! Kein Wort an Jrgn!

    Whydah of Bristol: Fehlende enzyklopädische Relevanz | von almi scouting am 17.03.2017

    http://scouting.de/whydah-of-bristol-fehlende-enzyklopaedische-relevanz/

    Le Whydah of Bristol est une goélette aurique, à coque acier. C’est une réplique de bateau-pilote de New York des années 1850.

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Whydah_of_Bristol

    ::

    Whydah of Bristol (Schiff) (gelöscht)

    Ich tu mich noch ein bißchen schwer, die enzyklopädische Relevanz nachzuvollziehen. Kein Traditionsschiff, keine besonderen Fahrten, (noch) nicht in der gängigen Literatur erwähnt (Schäuffelen etc.). Sieht jemand etwas, was Relevanz begründet? –CeGe Diskussion 15:02, 16. Feb. 2017 (CET)

    Eines von zig Pseudo-Traditionsschiffen zum Mitsegeln. Relevanz nicht ersichtlich. Löschen.jergen ? 18:37, 17. Feb. 2017 (CET)

    „Nach dem Riss der America“ ist bestenfalls geschmeichelt, macht den Kohl aber nicht fett. Löschen. –Logo 19:01, 17. Feb. 2017 (CET)

    Den Schäuffelen würde ich hier jetzt mal aussen vor lassen, dessen aktuelle Ausgabe ist meines Wissens irgendwie 12 Jahre alt und wurde auch da nur behutsam nachgeführt. –PaterMcFly Diskussion Beiträge 10:16, 20. Feb. 2017 (CET)

    Tatsächlich hat der Artikel überhaupt keine enzyklopädisch verwertbare Quelle. –Logo 10:20, 20. Feb. 2017 (CET)

    Einziges Relevanzkriterium wäre Einzelschiff, das muß dann aber bequellt nachgewiesen sein. –CeGe Diskussion 14:02, 21. Feb. 2017 (CET)

    Gelöscht. Relevanz nicht vorhanden oder nicht dargestellt. Gruß –Mikered (Diskussion) 11:26, 23. Feb. 2017 (CET)

    Leider habe ich gerade erst erfahren, dass die Seite überhaupt angelegt wurde. Für die bündische Szene hat dieser Artikel vermutlich (ich kenne ihn nicht) durchaus Relevanz. Wenn dies aber die Kriterien sind, Artikel für unrelevant zu erklären, sind auch fast alle anderen Artikel über bündische Schiffe, Burgen, Bünde etc. enzyklopädisch unrelevant und müssten gelöscht werden. Wie zum Beispiel der Artikel über den Kochshof und den Zugvogel – deutscher Fahrtenbund, die Deutsche Freischar oder die Falado von Rhodos. Aber vermutlich habe ich als Gelegenheitswikipedialeser aus Ihrer Sicht sowieso keine Ahnung… —– (Diskussion) [ Prefekt | Benutzer Diskussion:Prefekt ] 11:55, 23. Feb. 2017 (CET)

    http://www.zirozebar.com/pedia-de/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/16._Februar_2017

    http://wiki.eanswers.com/de/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten%7C16._Februar_2017

    [ prefekt ist Pfadfinder, Segler, technisch versiert und begeisterter Wikipedia Leser ]

    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer:Prefekt&diff=146971545&oldid=146971531

    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer:Prefekt&action=history

    ::

    So ist es. Ein Benutzer Prefekt, der es in 6 Jahren auf immerhin 150 Edits gebracht hat, setzt sich alle Regeln missachtend, gegen drei Wikipedianer mit seiner Version durch. Interessant übrigens, dass er Pfadfinder ist. Wir hatten ja in diesem Artikel schon mehrfach von Pfadfinderseite den Versuch, Fehlverhalten der (Pfadfinder-)Schiffsführung abzumildern. Hahnenkleer (Diskussion) 08:21, 27. Okt. 2016 […]

    […] 6. Ergänzung der Motordaten – es handelt sich hier um die Angaben des alten Motors. Der neue wurde 2011 eingebaut. Und Ergänzung Anzahl Segel (nicht signierter Beitrag von Prefekt (Diskussion | Beiträge) 09:57, 20. Okt. 2014 (CEST))

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Falado_von_Rhodos#Sportboot_oder_keins.3F_SBF_See_ausreichend_oder_SKS_nicht.3F

    ::

    ::

    Falado, o Falado, wer seilt mit nach Falado?
    Jeder sucht es, keiner fand Falado das Wunderland.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast seilt nach Falado.

    Bei der Berge Edelstein schmeckt die See wie süßer Wein.
    Schöne Frauen stehn im Wald, wer die küsst wird niemals alt.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, das ist Falado.

    Hein Dreimast, der weiß Bescheid, Falado, das ist nicht weit.
    Einmal luv, einmal lee, mitten in der Mittensee.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, das ist Falado.

    Hein Dreimast seilt immerzu, Reise, reise ohne Ruh.
    Halst und wendet weit und breit, seilt bis in die Ewigkeit.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast, wo bleibt Falado?

    Ewigkeit, o Seligkeit, zieht nun an das schönste Kleid,
    singt nun aus und Gloria, Falado, jetzt sind wir da.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast ist in Falado.

    Hans Leip

    _

    _

    Falado, o Falado, Landluft langweilt sowieso.
    Mehr Erfahrung suchen wir, Sorgenträger bleiben hier.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast fährt nach Falado.

    Island, ja, das wär mal was: Sturm und Eisberg machen Spaß!
    Augen leuchten, Flaggen wehn – dies` Schiff wird nie untergehn! Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast spürt schon Falado.

    Tags dicht an den Eisberg ran, nachts die hohen Wogen dann.
    In den Kojen schlafen sie, Bötchen wackelt so wie nie.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast will nach Falado.

    Es macht knirsch, das Boot ist leck, gluck, gluck, gluck – der Kahn ist weg!
    Mit viel Glück kommt jedermann trotzdem noch in Deutschland an.
    Ein Mast ho, zwei Mast ho, Dreimast. Schluss mit Falado.

    Aus den Jugendgruppen

    ::

    ::

    ( NDR | Norddeutscher Rundfunk )

    Vor der Küste Islands kämpft sich der Zweimaster „Falado von Rhodos“ durch die Wellen. Plötzlich dringt Wasser ins Schiff – und es wird immer mehr. Buchstäblich in letzter Sekunde holen Isländische Seenotretter die Besatzung – fünf Erwachsene und sieben Kinder – von Bord. Dann sinkt die Falado.

    [ Mangelnde Sicherheit bei Vereinsschiffen. Panorama 3 – 15.03.2016 ]

    ___s://www.facebook.com/panorama.de/videos/766757316795274/

    Quelle: NDR
    Mangelnde Sicherheit bei Vereinsschiffen

    15.03.2016 | 8 Min. | Quelle: NDR

    2013 sinkt vor der isländischen Küste das Pfadfinderschiff „Falado“. Später zeigt sich, dass das Schiff völlig marode war. Dennoch ging der Trägerverein auf große Fahrt.

    http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama-3/Mangelnde-Sicherheit-bei-Vereinsschiffen/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=14049184&documentId=34125538

    14.04.2016 13:45 Uhr
    Stellungnahme des NDR zum Offenen Brief des Vereins Falado

    Dem Offenen Brief des Vereins „Brigantine Falado Rhodos“ stellen wir Fakten entgegen

    […] Bei den nachfolgenden Arbeiten waren wieder Vereinsmitglieder im erheblichen Maße beteiligt, wie eindeutig aus einem der Redaktion vorliegenden Schreiben des Vorstands hervorgeht. Aus diesem Schreiben geht ebenfalls hervor, dass es dem Vorstand vor allem darum ging, nicht auf den geplanten Karibik-Törn verzichten zu müssen.

    […] Die Seenotretter sprechen sogar von einem der gefährlichsten Einsätze, den sie je hatten.

    […] Der unzweifelhaft durch die mangelnde Seetüchtigkeit der Falado herbeigeführte Untergang belegt jedoch die Einschätzung der Stapelfeldt-Werft und zeigt auch, dass das Schiff ganz offensichtlich NICHT nach den erforderlichen Standards instand gesetzt worden war.

    ( NDR | Norddeutscher Rundfunk )

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Stellungnahme-des-NDR-zum-Offenen-Brief-des-Vereins-Falado,falado100.html

  37. פשיטיק Przytyk Says:

    .
    .

    retropress.pl/wp-content/uploads/przytyk.jpg

    .

    Przytyk natives in France next to the memorial monument for the martyrs of Przytyk in the Paris cemetery

    .

    Sefer Przytyk

    Tel Aviv 8.3.1964

    {Photo on title page: Monument from the cemetery of Przytyk – 1930.}

    To all Przytyk natives
    in the Land and in the Diaspora

    http://www.jewishgen.org/yizkor/Przytyk/prz000.html

    .
    .

  38. Greystone (Graustein) Says:

    (tatsächlich original) nit (statt: nisht, wie gelegentlich zu hören)

    זאָג ניט קיין מאָל, אַז דו גייסט דעם לעצטן וועג
    zog nit keyn mol, az du geyst dem letstn veg

    https://en.wikipedia.org/wiki/Zog_nit_keyn_mol

    Akkorde zu Zog nit keynmol

    Yiddish – ZOG NIT KEYNMOL – Anna Werlikova & Gunther Maria Nagel

    .

    .
    .

    vor 40 (vierzig!9 Jahren aufgenommen … taufrisch:

    Espe – Schojn schtil is in Gesl

    .

    .
    .

    Биробиджа́н
    ביראָבידזשאַן
    Birobidzhan

    song about Birobidzhan

    Espe – Birobidschan (espe 1977)

    .

    .
    .

    Birobidzhan: Yiddish music video with English captions

    Mappamundi and Cabaret Warsaw

    .

    .
    .

    [ der filozof ]

    Espe – Der Filosof

    .

    .
    .

    Yomi, Yomi … Akkorde und Text

    ___ps://books.google.de/books?id=NZLIDgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    Yomo, Yomi, shpil mir a lidele vos dos meydele vil

    .

    .

  39. mazl tov! Says:

    ::

    Voices of a People: The Story of Yiddish Folksong

    von Ruth Rubin

    https://books.google.de/books?id=gWJiUNy-jeUC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    ::

    BAYM OBSHEYD

    Ven endign vestu dayn lange nesiye
    un kemen besholem aheym,
    dertseyl dort fun ales, dertseyl nor fun mir nit,
    ikh bet dikh, mikh loz in geheym.

    […]

    Nor oyfhoybn vet zi tsvey oygn vi karshn
    a kuk ton a mildn, oyf dir
    un vet zikh farshemen […]

    Text: M. Kaplan
    Melodie: Michl Gelbart (1889–1962)

    http://media.smithsonianfolkways.org/liner_notes/folkways/FW08720.pdf

    min 2:20

    ::

    bei YIVO

    Michl Gelbart (1889–1962)
    Mikhel Gelbert

    http://www.yivoarchives.org/index.php?p=creators/creator&id=13132

    http://www.yivoarchives.org/index.php?p=collections/controlcard&id=32846

    geboren in Ozorków Ozorkow bei Łódż Lodz Lodsch
    Bruder von Israel Yehoszua Gelbert (1895 – 1942)

    http://www.zchor.org/fater/lexicon.htm

    WE REMEMBER THE HERITAGE!
    Jewish Heritage, Poland

    http://www.zchor.org/verbin/heritage.htm

    Michl Kaplan
    Mikhl Kaplan
    Mitchelll Kaplan

    Michl Kaplan | gezamlte shriftn | Yugnt Kultur Grupe, 1947

    Gezamlte shriften lider, dertseylungen, eseyen un a gresere opteylung fun mayn bikher kolektsye. Kaplan, Mikhl [Mitchell]. Published by Mihkl Kaplan-Yugnt-Kultur-Grupe, Newark, New Jersey (1947).

    https://www.abebooks.com/book-search/title/gezamlte-lider/

    ::

    BAYM OBSHEYD

    Ven endign vestu dayn lange nesiye

    gesungen von Ruth Rubin

    .

    ::

  40. Adriaan Broekhuizen Says:

    .

    Fritz von Wille
    Blühender Ginster in der Eifel bei Schleiden

    .

    .
    .

    Fritz von Wille
    Eifellandschaft mit blühendem Ginster

    .

    .
    .

    .

  41. di shvartse kats Says:

    Vos vet der sof zayn, Motl, zog-zhe mir? Bist erger nokh …
    װאָס װעט זײַן דער סוף זײַן, מאָטל, זאָג זשע מיר ? ביסט ערגער

    MOTELE
    Seite 121

    Mordechai Gebirtig: His Poetic and Musical Legacy

    von Gertrude Schneider (Herausgeber), Mordechai Gebirtig (Autor)

    https://books.google.de/books?id=Q1xAhrUOMf4C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    .
    .

    MOTELE by Miriam Kressyn

    .

    .
    .

    Meilech Mittelman – Motele Yiddish (M. Gebirtig)

    Born In (1925 Ad Meah Vaesrim Baezras Hashem) Michalovce Czechoslovakia
    sang in the choir of Cantor Zalmen Leib Vider at the above synagogue Lives today in Detroit Michigan
    Vos Vet der sof zein, Motl, enfer mir?

    .

    .
    .

    Markus Klugier sings „Motele“ (comp. Gebirtig)

    Father-son conversation: What will become of you, Motele?

    .

    .
    .

    Pesach Burstein
    Pesach „Peishachke“ Burstein

    פסח בורשטיין

    https://en.wikipedia.org/wiki/Pesach_Burstein

    Peisachke Burstein „Ich ken dos nit“ 1928

    Burstein (1896 – 1986) was an Israeli-American comedian, singer and director of Yiddish vaudeville and Yiddish theater.
    Pesachke Burstein was born in Warsaw. Raised in Berdiansk, Russia, he ran away from home at 15 to join a traveling Yiddish theatrical troupe, and wandered from country to country.

    .

    .
    .

    1931

    Mozzel Tov
    sung by Simche Fostel with (most likely) Jack Leon’s band
    Recorded ca. 1931 in London

    Simche Fostel was a Polish Jewish actor. He acted as Yidl’s father in the 1936 Yiddish movie „Yidl Mit’n Fiedel“, and died in 1943 assassinated by the Nazis

    .

    .
    .

    Miriam Kressyn. Yiddish folk Songs. Full Album. Música Idish

    1 – Machatenesta [ makheteneste machateyneste ]
    2 – Ven Menshen zolen bliben kinder
    3 – Bublitchki
    4 – Zol nokh zein shabbos [ Got fun Avraham ] *
    5 – Margaritkes [ margaritkelekh – in veldl bayn taykhl ]
    6 – Shpielt a chaseme oif
    7 – Oy vey is tzu mir
    8 – Shabbos licht
    9 – Tumbalalaika
    10 – My yiddishe mama
    11 – Teira malkele
    12 – Yosele klezmer

    .

    .

    ____

    * Zol Nokh Zayn Shabos | Got Fun Avrom (Golub)
    זאָל נאָך זײַן שבּת

    Shabos Should Not Be Over

    Text: Chaim Roisenblat
    הײם רױזענבלאַט

    Melodie: Solomon Golub
    סאָלאָמאָן גאָלוב

    Oy, Bobenyu, zog nokh nit „Got Fun Avrohom“,
    vos iz do mit dir haynt der ayl?
    In mayriv-zayt iz nokh di zun nit fargangen,
    oy Bobenyu, vart noch a vayl.

    […]

    Dokh blaybt vi farshteynert di bobe baym fenster,
    zi iz tsu mayn betn vi toyb.
    Oy „Got Fun Avrohom“ – un es kaykelt arob zikh,
    a trer oyf der tunkeler shoyb.

  42. Adriaan Broekhuizen Says:

    .

    Sonderfahndungsliste G.B.
    Sonderfahndungsliste Großbritannien

    De Sonderfahndungliste GB, ook wel het zwarte boek genoemd, was een speciale zwarte lijst, opgesteld door SS-Brigadeführer Walter Schellenberg in 1940, met daarop 2.820 namen van Britse personen en Europese bannelingen, die naar het Verenigd Koninkrijk waren gevlucht.

    Op de lijst stonden onder meer Churchill en de overige leden van het oorlogskabinet. Daarnaast stonden er vooral bekende politici, toonaangevende journalisten en redacteurs, Duitse emigranten en politici in ballingschap. De personen die op de lijst stonden, moesten direct na het slagen van Operatie Seelöwe worden gearresteerd.

    https://nl.wikipedia.org/wiki/Sonderfahndungliste_GB

    2820 Personen

    Im Falle einer erfolgreichen Invasion der britischen Inseln durch die deutsche Wehrmacht, die zu diesem Zeitpunkt von der deutschen Kriegsführung als operatives Szenario in Erwägung gezogen wurde (siehe Unternehmen Seelöwe), sollten diese Personen von Sondereinheiten der SS, die unmittelbar im Anschluss an die militärische Besetzung des Inselstaates in diesem landen sollten, systematisch aufgespürt und verhaftet werden.

    Eberhard Koebel genannt tusk (dj.1.11) Referat IVE4
    Baden-Powell chief scout BP („BiPi“) Referat IVB1

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderfahndungsliste_G.B.

  43. dj.1.11 Says:

    .

    Ettersberg bei Weimar? Da wächst nicht nur Linden-, Eichen- und Buchenwald, da ist „Buchenwald“ – KZ Buchenwald

    .

    Schützen Sie den Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar vor forstlicher Ausbeutung!

    als begeisterte Hobbyradlerin, war ich im Januar dieses Jahres tief erschrocken über die Geräusche des brechenden Holzes beim Einsatz des an einen Panzer erinnernden Harvesters im Naturschutz- & Naherholungsgebiet „Prinzenschneise“ auf dem Ettersberg. Uralte, dicke und wunderschöne Buchen, Eichen und Linden liegen seitdem gefällt und leblos am Wegesrand und warten darauf, abtransportiert zu werden. Die weitere Abholzung wollen wir jetzt mit unserer Petition verhindern!

    Jetzt unterschreiben!

    Wieso darf mit „unserem“ öffentlichen, unter Naturschutz stehenden Buchenwald, so umgegangen werden? Zählt heute wirklich nur noch vermeintliche „Wirtschaftlichkeit“ und kurzfristige „Gewinnmaximierung“? Was ist mit dem unschätzbaren nicht monetären Wert eines intakten Waldes? In Zeiten globaler Erderwärmung haben gerade auch unsere heimischen Wälder eine bedeutende Rolle in Sachen Klimaschutz. Warum also diese ausbeuten, wo ihr langfristiger Nutzen für die Region und Spätfolgen durch Plünderung noch gar nicht richtig erforscht sind?

    Für die kommende Bewirtschaftungsperiode wollen meine Mitstreiter/innen und ich die maßlose Abholzung verhindern! Die Thüringer Landesregierung soll eine Rechtsverordnung erlassen, die eine ökologische Bewirtschaftung nach dem „Lübecker Modell“ zum Ziel hat. Das heißt, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung stattfindet und natürliche Prozesse geschützt und unterstützt werden.

    Je mehr Menschen unterschreiben, desto wahrscheinlicher ist, dass wir unseren Wald behalten können. Bitte unterstützen Sie uns im Kampf für die Umwelt, Edward!

    Jetzt unterstützen!

    Vielen Dank
    ​Silvia Wagner und BI proEttersberg

    https://www.change.org/p/th%C3%BCringer-landtag-sch%C3%BCtzen-sie-den-buchenwald-auf-dem-ettersberg-bei-weimar-vor-forstlicher-ausbeutung

    ___
    ___

    Ettersberg, Obelisk Prinzenschneise

    Aufschrift: “ Mahnmal Buchenwald 3,5 km “

    .

    .
    .

    heute

    .

    Baracke

    .

    Modell Lager Buchenwald

    .

    Dieses Modell wurde von Richard Kucharczyk, einem ehemaligen Buchenwaldhäftling, in den 60er Jahren gebaut.

    .

    Tor zum Lager

    .
    .

    Konzentrationslager Buchenwald
    KZ Buchenwald

    Blutstraße

    Figurendenkmal Fritz Cremer

    .

    Figurendenkmal Gedenkstätte Buchenwald

    .

    Monument Buchenwald

    .

    Menschenverachtung purZynismus: „Jedem das Seine“ – Lagertor KZ Buchenwald

    .
    .

    Während der NS-Diktatur wurde in Rehmsdorf und Gleina (beide bei Zeitz) das Außenlager Wille eingerichtet, das dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt war. Von dort wurden allein in den vier Hydrieranlagen der Brabag von Ende Mai bis Oktober 1944 nahezu 10.000 KZ-Häftlinge eingesetzt, um die Zerstörungen der alliierten Bombenangriffe zu beseitigen und so die Produktion wieder anzufahren. Die meisten von ihnen waren ungarische Juden, unter ihnen Imre Kertész, der im Brabag-Werk in Tröglitz arbeiten musste. Zivile Ingenieure der Unternehmen, die so genannten „Werksbeauftragten“, koordinierten die Arbeit der Häftlinge am Ort. Eine Produktion konnte aber kaum noch durchgeführt werden, da diese kriegswichtige Produktion durch immer wieder neue Bombenangriffe der alliierten Bomberverbände unterbunden wurde. Der Literaturnobelpreisträger Imre Kertész selbst schildert seine damaligen Erfahrungen in seinem autobiographischen Werk „Roman eines Schicksallosen“.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitz

    .

  44. starý čundrák Says:

    .

    “Nimmer lassen wir das Fahrten“

    Bundesführer Carsten Stork (…) Die Gründung der Wiesbadener Kreuzfahrer erfolgte 1953 unter den Stammesführern Godwin Graf und Günther Weiß.

    Mit weißem Fahrtenhemd und Wimpel | Wiesbadener Christliche Jungenschaft „Kreuzfahrer“ feiern 60. Jubiläum | Evangelisches Dekanat Wiesbaden 02.06.2013

    http://www.kirchen-wiesbaden.de/dekwi/index.php?option=com_content&view=article&id=170:mit-weissem-fahrtenhemd-und-wimpel&catid=37:aktuelles

    ( Carsten Stork )

    http://www.matthaeus-wiesbaden.de/matthaeus/vorstand.htm

    _
    _

    Die Erfindung des Biodeutschen

    Von der Ernährung zur Eugenik: Eine Tagung schöpft aus den trüben Quellen von Feminismus und Veganertum

    von Bodo Mrozek

    http://zeitgeschichte-online.de/thema/die-erfindung-des-biodeutschen

    Bodo Mrozek

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Mrozek

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lexikon_der_bedrohten_W%C3%B6rter

    _
    _

    Hei, wie die Klampfen klingen
    In dem frischen Morgenwind,
    Wenn wir unsre Lieder singen
    Wenn der Tag beginnt
    Jungenschaft auf froher Wanderfahrt
    Lust und Freude, Jungenart
    Und die große Fahr begann.

    ( Godwin Graf )

    http://www.musicanet.org/robokopp/Lieder/heiwiedi.html

    ___
    ___

    1996

    ABW | Köpfchen 1/96 | März 1996

    die deutsche jungenschaft (neubund) mit aki, Henning (als einziger in Jungenschaftstracht!) und Christopher vertreten waren. Der bündischen Sache verbunden zeigten sich auch einige jetzige und ehemalige Odenwaldschüler und -lehrer, die Jürgen Kahle [ einer der Haupttäter der Odenwaldschule, s. u. ] zur Teilnahme motiviert hatte, u.a. asterix, zipp, tristan, sowie Anja, die die Salamanderhütte und den BDP Main-Taunus vertrat. Am Kontakt „von Burg zu Burg“ interessiert war Boris, der von der Burg Ludwigstein herübergekommen war. Von ABW-Seite waren molo, ali, dunja, zar, schacker, Annette, Gisela, Jürgen K. und kurzzeitig auch Suse anwesend.

    ( ABW Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck | Burg Waldeck als bündischer Platz? Ein Bericht über das Treffen am 3./4.2.1996 )

    http://www.gsbxmedia.de/modules/artikel/cache/uploaded/846478.pdf

    Der dritte Haupttäter, der „Physiklehrer“ Jürgen Kahle, kam als Marinefunker und Gelegenheitsjobber an die Odenwaldschule. Ohne jegliche Ausbildung zum Lehrberuf. Seine Qualifaktion bestand offenbar im wesentlichen aus der Nähe zu den damals durchaus noch in gewissen Päderastenkreisen einflussreichen sog. „Wandervögeln“.

    ( Rostock, den 28. Mai 2010 )

    http://glasbrechen.de/2015/05/vortrag-in-rostock-anlaesslich-der-tagung-gewalterfahrung-uebergriffigkeit-und-deren-bewaeltigungsstrategien-in-oeffentlichen-einrichtungen-und-auf-paedagogischen-feldern/

    .

    Jürgen Kahle (…) hatte keine abgeschlossene Hochschulausbildung und war gelernter Radio-und Fernsehtechniker. (…) Jürgen Kahle (…) in den Hunsrück zur Burg Waldeck (…), um in der «Wiesbadener Hütte», die der Odenwaldschule gehört, die Elektrik neu zu installieren.

    Wie laut soll ich denn noch schreien?: Die Odenwaldschule und der sexuelle Missbrauch | von Jürgen Dehmers, Andreas Huckele

    https://books.google.de/books?id=woVrAgAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    .

    der spätere Kunstpädagoge und Kulturhistoriker Diethart Kerbs, der die Veranstaltungen ideologisch prägte, Jürgen Kahle, der die Organisation leitete,

    https://de.wikipedia.org/wiki/Burg-Waldeck-Festivals

    .

    Burg-Waldeck-Festivals

    Die Burg-Waldeck-Festivals (1964–1969) im Hunsrück waren die ersten Open-Air-Festivals in Deutschland und bildeten einen entscheidenden Abschnitt in der deutschen Folkgeschichte. Sie waren beeinflusst vom französischen Chanson und der amerikanischen Folk- und Protestlieder-Szene.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Burg-Waldeck-Festivals

    .

    ABW | Köpfchen 1/96 | März 1996

    Die Entstehung der Waldeck-Festivals in den sechziger Jahren Ein Zeitzeugenbericht, vorgetragen von Diethart Kerbs auf dem Treffen des Mindener Kreises am 04.06.1994 in Minden/Westfalen

    http://www.gsbxmedia.de/modules/artikel/cache/uploaded/846478.pdf

    .

    In Göttingen arbeitete zum Beispiel (…) Diethart Kerbs, der Mitbegründer des Festivals auf der Burg Waldeck, die für die Odenwaldschule noch wichtig werden wird.

    ( Sündenfall: Wie die Reformschule ihre Ideale missbrauchte | von Christian Füller )

    https://books.google.de/books?id=qccmBQAAQBAJ&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    tagesspiegel 06.02.2013

    Die Projekte gingen ihm nie aus

    (Er war Fotohistoriker, Hochschullehrer, Kunstpädagoge, Denkmalschützer. Ende Januar ist Diethart Kerbs mit 76 Jahren gestorben.)

    Nachruf auf Diethart Kerbs von Bodo Mrozek

    http://www.tagesspiegel.de/kultur/nachruf-auf-diethart-kerbs-die-projekte-gingen-ihm-nie-aus/7745414.html

    _
    _

    dj.1.11
    Deutsche Jungenschaft vom 1. November 1929

    Während sich die 1990 gegründete deutsche jungenschaft (bis 1996 mit dem Namenszusatz Neubund) in ihrem Erscheinungsbild stark der Vorkriegs-dj.1.11 annähert und gedanklich mehr an die Ansätze der Nachkriegsjungenschaft von Michael Jovy und Walter Scherf anknüpft, betont die Ordensjungenschaft besonders eine modernisierte Fassung des von dj.1.11 propagierten Ordensgedankens. Die graue jungenschaft versucht eine Symbiose aus Jungenschaftsgedanken und Grauem Corps zu bilden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Jungenschaft_vom_1._November_1929

    .

    Oktoberlager 1994

    http://www.gsbxmedia.de/modules/artikel/cache/uploaded/846478.pdf

    1994 fand das Oktoberlager in Thüringen von 20 Bünden mit rund 700 Teilnehmern statt.

    http://www.arge-pfadfinder.org/die-deutsche-jugendbewegung.html

    Pfadfinderbund Antares
    1994

    Teilnahme am großen überbündischen „Oktoberlager“

    http://www.jugendbewegung.de/antares/html/infos/geschichte.html

    auf dem oktoberbündelager 1996

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Deutsche_Jungenschaft_vom_1._November_1929

    .

  45. grüne jungenschaft · gj.1.11 Says:

    .

    Friedrich Kellner (1914)

    .

    Friedrich Kellner (1923)

    .

    […] Friedrich Kellners an die 900 Seiten zählendes Tagebuch aus den Jahren 1939 bis 1945 gehört zu den großen historischen Dokumenten des 20.Jahrhunderts, von Stil und Anlage her allenfalls vergleichbar mit den Aufzeichnungen des Celler Ingenieurs Karl Dürkefälden. Erst jetzt wird es, nachdem es lange in Familienbesitz geblieben war, endlich veröffentlicht. Kein unmittelbar Verfolgter spricht hier, wie etwa Victor Klemperer in seinem berühmten Journal, sondern ein deutscher Normalbürger, ein stiller, aber kritischer Beobachter tief in der Provinz. Sein Tagebuch wirft erneut die Frage auf: Was konnte der Einzelne während der NS-Zeit wissen? Was las er in der Zeitung, hörte er im Radio (ohne heimlich den „Feindsendern“ zu lauschen)? Was war von den großen Verbrechen in Erfahrung zu bringen, wenn ihm jeder Zugang zu den internen Kreisen des Regimes fehlte?

    Im Unterschied zu Klemperer war Kellner auch kein Intellektueller aus großbürgerlichem Haus. Geboren wurde er 1885 in Vaihingen an der Enz, in der Nähe von Stuttgart. Sein Vater arbeitete als Bäcker, seine Mutter als Dienstmädchen. 1889 zogen die Kellners nach Mainz, wo Friedrich Volks- und Oberrealschule besuchte. 1903 begann er seine Ausbildung als Gerichtsschreiber in Mainz. Nach dem obligatorischen Vorbereitungsdienst von drei Jahren und der einjährigen Militärzeit fand er Anstellung am Mainzer Gericht. Hier arbeitete er bis 1932, zwischenzeitlich befördert zum Justizinspektor. Ob bereits sein Vater Sympathien für die Arbeiterbewegung gehegt hatte, ist nicht bekannt, Friedrich jedenfalls schloss sich bald nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, in dem er brav gedient hatte, der SPD an und engagierte sich aktiv für sie. […]

    Eine kurze Zeit lang war er der stellvertretende Bürgermeister von Laubach. 1970 starb Friedrich Kellner – ein ganz normaler Deutscher und unbestechlicher Chronist einer gnadenlosen Zeit.

    von Markus Roth | ZEIT online 22.06.2011

    http://www.zeit.de/2011/26/Nationalsozialismus-Tagebuecher

    Friedrich Kellner

    Das Tagebuch besteht aus zehn Bänden und insgesamt 861 Seiten. Es enthält 676 einzeln datierte Eintragungen in Sütterlinschrift und mehr als 500 Zeitungsausschnitte. […]

    Im August 2011 brachte der Göttinger Wallstein Verlag es unter dem Titel „Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne – Tagebücher 1939–1945“ heraus.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Kellner

    .

    Friedrich Kellner
    »Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne«
    Tagebücher 1939-1945

    http://www.wallstein-verlag.de/9783835306363-friedrich-kellner-vernebelt-verdunkelt-sind-alle-hirne.html

    .

  46. LevBehZiz Says:

    songs | yiddish
    Lieder | jiddisch
    .

    Adrienne Cooper. „Drey, dreydl“ and „Friling“

    .

    .
    .

    Adrienne Cooper – Gezang Far A Beserer Velt
    .

    .
    .

    Adrienne Cooper – Dos Bisele Borscht
    .

    .
    .

    Adrienne Cooper & Zalmen Mlotek — Volt ikh gehat koyekh

    Volt ikh gehat koyekh
    volt ikh gelofn in di gasn
    volt ikh gezingen sholem
    sholem sholem sholem

    If my voice was louder
    If my body stronger
    I would tear to the streets
    Shouting «peace, peace, peace»

    Будь мой голос громче,
    Будь и я сам сильнее,
    Я бы бегал по улицам,
    Я бы кричал: мир!
    Мир, мир, мир!

    .

    .
    .

    Dem Zeydns Nigndl performed by Susan Leviton

    .

    .
    .

    Di Fir Muskatirs performed by Susan Leviton

    .

    .
    .

    Vilne performed by Susan Leviton

    .

    .
    .

    Yidl Mitn Fidl performed by Susan Leviton

    .

    .

  47. LevBehZiz Says:

    Ponary (poln.)
    Paneriai (litau.)
    פּאָנאַר Ponar (jidd.)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Auk%C5%A1tieji_Paneriai

    Als Massaker von Ponary (litauisch Paneriai) bezeichnet man die Massenmorde an über 100.000 Menschen, meist Juden, aber auch Russen, Polen und Litauer, durch deutsche SD- und SS-Truppen während des Zweiten Weltkriegs im Reichskommissariat Ostland (RKO).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Ponary

    RKO

    https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskommissariat_Ostland

    .

    Ponar
    sieben Kilometer von Wilna entfernt

    http://www.juden-in-europa.de/baltikum/vilna/ponar.htm

    .

    Alexander Tamir (born 2 April 1931) / Alexander Tamir-Wolkovsky

    .

    .

    Alexander Tamir was born as Alexander Wolkovsky in Vilnius, Lithuania. In 1942, as an eleven-year-old boy, he composed a Yiddish song called „Shtiler, shtiler“

    .

    PONAR LID (Shtiler, shtiler)

    Text: Shmerke Kaczerginski – Musik: Alek Volkovisky

    Shtiler, shtiler, lomir shvaygn,
    kvorim vaksn do.
    s´hobn zey farflantst di sonim:
    grinen zey tsum blo.
    S´firn vegn tsu Ponar tsu,
    s´firt keyn veg tsurik.
    iz der tate vu farshvundn
    un mit im dos glik.

    Melodie: „Alek“ Alexander Volkovitski (today Tamir) when he was 11 years old

    .

    Ute Lemper – “Shtiler Shtiler“

    „Shtiler Shtiler“ Text by Sh. Kaczerginsky
    Music by Alek Volkovisky 1943 in the Vilna Ghetto. (The music was composed by an 11 year old boy.)

    .

    .

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: