337. Weg mit dem § 1631d BGB

Worldwide Day of Genital Autonomy

Demonstration für genitale Selbstbestimmung in Köln

KÖLN. (hpd/gbs) Am 7. Mai jährt sich erstmalig das Urteil des Landgerichts Köln, das die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen als Körperverletzung und damit als strafbare Handlung wertete. Anlässlich dieses Jahrestags organisiert der Fachverband Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. mit Unterstützung neun weiterer Organisationen (u. a. der AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung) am 7. Mai 2013 eine Kundgebung am Landgericht Köln, auf der das Recht aller Kinder weltweit auf genitale Selbstbestimmung unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion gefordert wird.

Dass eine zentrale Kundgebung gegen die Körperverletzung und für die Selbstbestimmung von Kindern bitter nötig ist, zeigt das am 12. Dezember letzten Jahres im Bundestag verabschiedete Gesetz zur Legitimierung der Vorhautbeschneidung bei Jungen. In dem Paragraphen „Beschneidung des männlichen Kindes“ (§ 1631d BGB) wurde die Zirkumzision aus jeglichem Grund für legal erklärt und unterliegt seitdem der Personensorge, d. h. im Regelfall entscheiden die Eltern, ob das Kind beschnitten wird oder nicht. Im Gesetzestext unberücksichtigt blieben die alarmierenden Zahl an bekannt gewordenen Komplikationen bei „Beschneidungen“, die Ablehnung aller europäischer Kinderarztverbände von „Beschneidungen“ ohne strenge medizinische Indikation sowie der Protest zahlreicher Menschenrechtsgruppen. U.a. startete der „AK Kinderrechte“ der Giordano-Bruno-Stiftung im Vorfeld der neuen Gesetzgebung die Kampagne „Mein Körper gehört mir“ – Zwangsbeschneidung ist Unrecht, auch bei Jungen“ und stellte auf der Website http://www.pro-kinderrechte.de umfangreiche Informationen zum Thema zur Verfügung.

Mit der Demonstration möchten die Initiatoren all jenen eine Plattform bieten, die Körperverletzung als Teil der Erziehung strikt ablehnen und für den Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität eintreten.

In dem Forderungskatalog heißt es unter anderem, dass der Paragraph „Beschneidung des männlichen Kindes“ (§ 1631d BGB) sofort zurückgenommen werden muss.

Darüber hinaus soll ein zweijähriger Runder Tisch zum Thema „Beschneidungen“ an Jungen eingerichtet werden, welcher ausgewogen mit Medizinern, Juristen, Religionsvertretern, Menschen- und Kinderrechtsorganisationen, Vertretern von Opferverbänden und Psychologen besetzt ist, um alle Standpunkte gleichberechtigt abdecken zu können.

Die Demonstration startet um 11:00 Uhr mit einer zentralen Kundgebung am Landgericht Köln (Luxemburger Straße 101, 50939 Köln). Die Abschlusskundgebung findet um 13:00 am Roncalliplatz (Nähe Dom) statt.

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=285&h=bd8c75b892b2f72c05954b07bd3b0c275972dbcc&s=305b58d48b0a00212e6d551451177bf543166c39

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=286&h=b7e68684c1649f1e6ebafe4d13bece7c25a34521&s=305b58d48b0a00212e6d551451177bf543166c39

http://hpd.de/veranstaltungen?action=cal&id=655&tab=cal_single

MOGiS

http://www.genitale-selbstbestimmung.de/

WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

Demonstration – KÖLN – 7.5.13

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun geht es endlich richtig los mit der Planung für den ersten Jahrestag des “Kölner Urteils”!

In Köln wird zu dem Anlaß eine Demonstration stattfinden, für die Rechte aller Kinder weltweit auf genitale Selbstbestimmung egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder Religion.

Am 7. Mai um 11 Uhr wird es losgehen am Kölner Landgericht, dort, wo unser Einsatz für die Kinderrechte diesen großartigen Impuls erfuhr – und der auch für viele von uns persönlich eine entscheidende Hilfe war, endlich den Mut aufzubringen, zu sich selbst und den eigenen Verletzungen durch Zwangsbeschneidung zu stehen.

Im Anhang findet Ihr Aufruf und Flyer.

Den Aufruf unterstützen:

Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

DAKJ – Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland)

TERRE DES FEMMES

IBKA – Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten

AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung

TABU e.V.

pro familia Nordrhein-Westfalen

Zentralrat der Ex-Muslime

(I)NTACT e.V.

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=2215

7. MAI

WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

An diesem Tag jährt sich das „Kölner Urteil“ zum ersten Mal. Dieses hat Jungen erstmalig das Recht auf genitale Selbstbestimmung zugesprochen.

Aus diesem Anlass fordern wir:

• Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität!

• die sofortige Rücknahme des § 1631d (Legalisierung von „Beschneidungen“ an Jungen aus jeglichem Grund) und Einrichtung eines zweijährigen „Runden Tisches“, welcher ausgewogen mit Medizinern, Juristen, Psychologen, Religionsvertretern, Vertretern von Menschen- und Kinderrechtsorganisationen sowie Opferverbänden besetzt sein muss, um alle Standpunkte gleichberechtigt abdecken zu können

• währenddessen eine straffreie Übergangslösung unter verpflichtenden Auflagen (Anwesenheit eines Arztes, ausnahmslos ausreichende Anästhesie, Dokumentation aller Eingriffe und Evaluierung)

• Bereitstellung von Geldern für umfassende wissenschaftliche Studien zu Folgen von weiblicher und männlicher Genitalverstümmelung

Das Kölner Urteil

Am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte „Beschneidung“ an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen als eine Straftat.

Erstmals stellte somit ein deutsches Gericht klar: auch Jungen haben ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung, gegen das eine sogenannte „Beschneidung“ – also die Amputation der Vorhaut, die durchschnittlich 50 % der gesamten Penishaut ausmacht – klar verstößt.

Somit waren Kinder unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion vor jeglicher Form genitaler Verstümmelungen geschützt.

Ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit galt ausnahmslos.

Kindern steht gesetzlich in Deutschland das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung zu – warum sollte dieses Recht vor ihren Genitalien haltmachen?

Der Bundestag hat am 12. Dezember 2012 anders entschieden:

„Beschneidungen“ an Jungen wurden aus jeglichem Grunde für legal erklärt. Sie sind seitdem Teil der sogenannten Personensorge – Körperverletzung als Teil der Erziehung!?

Sind weibliche und männliche Genitalverstümmelung vergleichbar?

Mädchen sind in Deutschland gegen jegliche Form von Genitalverstümmelung geschützt: gegen die Arten, die Vorhautamputationen an Eingriffstiefe und Folgen deutlich übersteigen, sowie auch gegen die Formen, die nach medizinisch objektiven Kriterien bewertet vergleichbar wenn nicht gar weniger gravierend sind (d.h. mit ähnlich viel bzw. sogar keinem Gewebeverlust verbunden sind).

Weltweit sind Mädchen und Jungen von der Verletzung ihrer sexuellen Selbstbestimmung bedroht. Nie sind es die Kinder selbst, die um die operative „Korrektur“ ihrer Geschlechtsorgane bitten – immer sind es Erwachsene, die ihre Kinder diesen zum Teil unter qualvollen Bedingungen stattfindenden Eingriffen aussetzen.

Es geht nicht darum, Eltern zu kriminalisieren – niemand spricht ihnen ab, ihre Kinder zu lieben.

Es geht nicht darum, Religion und Tradition als solche zu bekämpfen – sondern darum, dass diese sich modernen medizinischen und ethischen Erkenntnissen nicht verschließen dürfen.

Es geht um Aufklärung über die Folgen von Genitalverstümmelungen und somit um das Ziel, die Kreisläufe von Gewalterfahrungen und deren Weitergabe zu unterbrechen.

Menschenrechte sind unteilbar und dürfen niemals relativiert werden!

Seit dem Beschluss des Bundestages von § 1631d am 12.12. 2012 ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit in Deutschland eine Frage des Geschlechtes:

Jungen sind im Gegensatz zu Mädchen nicht gegen operative Verstümmelungen ihrer Geschlechtsorgane geschützt.

Das Gesetz sieht weder eine zwingende Betäubung vor, noch ist in dem Gesetz von verschiedenen Eingriffs tiefen die Rede.

Bei Jungen unter sechs Monaten darf auch ein Nichtarzt den Eingriff vornehmen – bei älteren Jungen reicht dem Gesetzgeber die bloße Absicht der Eltern, die „Beschneidung“ nach den Regeln der ärztlichen Kunst vornehmen zu lassen.

Der Gesetzestext ist unklar formuliert. Dies dient offensichtlich dem Ziel, es den Betroffenen später schwer bis unmöglich zu machen, den Klageweg zu beschreiten.

Alle Rechte sind den Eltern zugesprochen. Die Folgen haben allein die betroffenen Jungen zu tragen – lebenslang

Aus dem Gesetzgebungsverfahren wurden negativ betroffene Männer konsequent ausgegrenzt. Es blieben im Gesetzestext unberücksichtigt:

• es droht eine Aufweichung des Verbotes weiblicher Genitalverstümmelung (Gleichbehandlungsgrundsatz der Geschlechter im Grundgesetz)

• die alarmierende Zahl an bekannt gewordenen Komplikationen

bei „Beschneidungen“

• die Ablehnung von „Beschneidungen“ ohne strenge medizinische Indikation durch alle europäischen Kinderarztverbände

• wissenschaftliche Studien, die der angeblichen Harmlosigkeit von „Beschneidungen“ klar widersprechen

• die zunehmende Zahl von Männern, die über ihre bisweilen traumatischen Erlebnisse im Zusammenhang mit ihrer „Beschneidung“ und deren Folgen für ihre Sexualität berichten

Hass und Fremdenfeindlichkeit: keine Chance!

Wir begrüßen jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland und empfinden dieses als Bereicherung unseres Zusammenlebens.

Wir verwahren uns dagegen, dass unser Einsatz für die Rechte aller Kinder auf genitale Selbstbestimmung von einigen wenigen genutzt wird, um ihren Hass auf religiöse Minderheiten auszuleben.

Wir fordern in diesem Zusammenhang auch alle heute Protestierenden auf, sich deutlich von Pauschalisierungen und Menschenhass zu distanzieren und immer wieder deutlich zu machen, dass es nur um das Wohl, die körperliche Unversehrtheit und das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung gehen kann.

Zu dieser Veranstaltung rufen auf:

Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.

IBKA – Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten

Zentralrat der Ex-Muslime

AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) – alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland

TERRE DES FEMMES e.V.

TABU e.V.

Beschneidungsforum.de

(I)NTACT e.V.

pro familia Nordrhein-Westfalen

http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=285&h=bd8c75b892b2f72c05954b07bd3b0c275972dbcc

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5 Antworten to “337. Weg mit dem § 1631d BGB”

  1. Edward von Roy Says:

    Texte zum Thema Jungenbeschneidung (2012)

    Petition gegen Kinderbeschneidung
    Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

    Presseerklärung
    16.07.2012

    Kindesmisshandlung unter religiösem Vorwand

    http://schariagegner.wordpress.com/2012/07/16/keine-religioes-begruendete-beschneidung-an-jungen/

    Petition gegen Kinderbeschneidung

    Pet 4-17-07-451-040847
    Von Edward von Roy am 20. Juli 2012

    § 1631d
    Verbot der rituellen Genitalmutilation

    Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

    http://schariagegner.wordpress.com/2012/07/21/petition-gegen-kinderbeschneidung/

    Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil I Erziehung und Menschenbild

    Kindlich unversehrt statt beschnitten auf Elternwunsch

    Auch im Namen der Familienfreundlichkeit oder kulturellen Vielfalt kann der säkulare Rechtsstaat die medizinisch unbegründete Beschneidung an einem Jungen nicht legalisieren. Ein Beitrag zum heutigen Kölner Protest Eltern gegen Kinderbeschneidung. Von Edward von Roy am 21. September 2012.

    http://schariagegner.wordpress.com/2012/09/21/eltern-gegen-kinderbeschneidung-teil-i-erziehung-und-menschenbild/

    Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil II Rechtliche Fragen

    Rechtliche Fragen der Beschneidung von Jungen

    Sozialpädagogin Gabi Schmidt schreibt am 28. September 2012 für eine unterstützenswerte Initiative: Eltern gegen Kinderbeschneidung.

    http://schariagegner.wordpress.com/2012/09/22/eltern-gegen-kinderbeschneidung-teil-ii-rechtliche-frage/

    Sich einüben in die Beschneidungsrhetorik

    Leider steht für Deutschlands Gesetzgeber nicht die wortwörtliche Lesart der Genesis oder des Hadith, sondern das intakte Kindergenital zur Disposition. Gedanken zu beschneidungsfreundlichen E-Mails deutscher Politiker von Edward von Roy.

    http://schariagegner.wordpress.com/2012/10/15/beschneidungsrhetoriker/

    Das neue Beschneidungsgesetz BGB § 1631d
    Von Edward von Roy und Gabi Schmidt

    http://schariagegner.wordpress.com/2012/12/14/beschneidung-auf-elternwunsch/

  2. Machandelboom Says:

    Am 7. Mai jährt sich erstmalig das Urteil des Landgerichts Köln, das die medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen als Körper­verletzung und damit als straf­bare Handlung wertete. Anlässlich dieses Jahres­tages organisiert der Fachverband Beschneidungs­betroffener im MOGiS e.V. mit Unterstützung neun weiterer Organisationen (u. a. der AK Kinder­rechte der Giordano-Bruno-Stiftung) am 7. Mai 2013 eine Kund­gebung am Land­gericht Köln, auf der das Recht aller Kinder weltweit auf genitale Selbst­bestimmung unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion gefordert wird.

    ehbb Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg

    http://gbs-berlin.org/worldwide-day-of-gentital-autonomy/

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Attachment&attachmentID=285&h=bd8c75b892b2f72c05954b07bd3b0c275972dbcc

    Die Demonstration startet um 11:00 Uhr mit einer zentralen Kund­gebung am Land­gericht Köln (Luxemburger Straße 101, 50939 Köln). Die Abschluss­kundgebung findet um 13:00 Uhr am Roncalliplatz (Nähe Dom) statt.

    http://pro-kinderrechte.de/

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/maennliche-beschneidung.html

  3. Bragalou Says:

    ::
    ::
    STOPPT endlich die PFFR

    Endlich überall PFFR stoppen (Premature, forcible, foreskin retraction).

    Trauriges amerikanisches und bei ansteigender Sexualmagie und Schariapflicht demnächst vielleicht auch ein europäisches Problem:

    die so oft selbst beschnittenen männlichen oder sonstigen beschneidungkulturell angekränkelten Ärzte oder Ärztinnen oder Krankenpfleger bzw. Krankenschwestern sind mit dem Anblick eines intakten Penisses nicht vertraut, werden aufgeregt bis verängstigt und wollen gerne die Vorhaut von der Eichel zurückreißen und tun das auch oft.

    Amerikanische medizinische Ausbildungshandbücher stellen bislang leider immer noch einen unbeschnittenen Penis gar nicht erst dar.

    Endlich überall PFFR stoppen (Premature, forcible, foreskin retraction). Man muss es leider immer wieder sagen: um Einrisse, Vernarbungungen zu vermeiden, dürfen Eltern oder wer-auch-immer die naturgemäß und problemlos bis weit in die Pubertät hinein bestehende physiologische Verklebung der Vorhaut nicht lösen, dürfen also dieses niemals tun: „forcibly retract their infant’s foreskin“.

    Fleiss and Hodges write:

    You are a lioness defending her cub…We would never pull out our fingernails to improve hand hygiene…Be on your guard. Never let a doctor or anyone attempt to retract your son’s foreskin. Optimal hygiene of the penis demands that the foreskin of infants and children be left alone. Premature retraction may tear the skin of the penis causing your child extreme pain. There is NO LEGITIMATE MEDICAL JUSTIFICATION FOR RETRACTION. If any doctor suggestions [forced retraction] for your son, firmly refuse, stating, „Just leave it alone.“

    Drs. Fleiss and Hodges also inform parents:

    Doctors have made up some strange reasons for wanting to retract a child’s foreskin during checkups. None of them are valid. They may sound convincing, but I assure you, they are ALL WRONG. If a doctor tries to retract your child’s foreskin, stop him. Tell him that this is inappropriate, unnecessary, and traumatic. Please, be on your guard. Many parents have made their feelings clear only to have doctors retract their son’s foreskin anyway, causing the child enormous pain and trauma. Regardless of your child’s age, and even if your child’s foreskin is already fully retractable, doctors have no business fiddling with your child’s penis and foreskin. Sometimes they say they are looking for a urinary tract infection (UTI). This is absolutely ridiculous, but many doctors have actually said this to parents. [Sterile urine samples can be easily obtained from girls AND boys from simply wiping the outside of the genitals first.] Doctors who [attempt retraction for UTI testing] are usually circumcised and upset at the sight of an intact penis. They are unfamiliar with it and anxious. You know more than they do about this body part. You MUST take charge. Protect your child from any attempt to retract or tamper with his foreskin.

    http://www.drmomma.org/2009/09/uti-testing-on-boys-do-not-retract.html

    zum Thema

    Doctors Opposing Circumcision
    Forced Retraction

    WARNING TO PARENTS:
    FORESKIN RETRACTION OF INTACT BOYS — AN EPIDEMIC

    (And ease of hygiene for your child)

    In my capacity as the Executive Director of this international physicians’ non-profit, I field around three anguished complaints each week from parents of intact (not circumcised) boys whose foreskins were forcibly retracted by ignorant medical practitioners. Premature, forcible, foreskin retraction (PFFR) is a much more painful, serious, and potentially permanent injury than most parents imagine. It is also epidemic in English-language medicine (though apparently not elsewhere). I speculate that only one in 1,000 cases in N. America comes to our attention. Indeed many parents have no idea their child was injured or why. That might mean as many as 150,000 cases in the USA each year, but no one knows for sure.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/info-forcedretraction.html

    ::
    ::

    006/052 – S1-Leitlinie Phimose und Paraphimose aktueller Stand: 08/2013

    publiziert bei:
    AWMF

    Register Nr.
    006/052
    Klasse:
    S1
    Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie
    Phimose und Paraphimose

    Einleitung
    Das Präputium ist ein physiologischer Bestandteil des männlichen äußeren Genitales.

    Grundsätzlich ist das Krankheitsbild Phimose von der entwicklungsbedingt nicht retrahierbaren Vorhaut des Knaben zu unterscheiden. Vom Vorliegen dieser „physiologischen Phimose“ kann bei 96% der unbehandelten neugeborenen Jungen ausgegangen werden. Reifungsvorgänge bedingen eine Auflösung der physiologischen Vorhautverklebung und -enge bei der übergroßen Mehrzahl der Knaben im Alter von 3 bis 5 Jahren. …

    Rituelle Beschneidungen werden durch kulturelle und religiöse Traditionen und soziale Normen motiviert. Sie sind gesetzlich geregelt und nicht unmittelbar Gegenstand dieser Leitlinie (Beschneidungsgesetz). …

    http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/006-052l_S1_Phimose_Paraphimose_2013-08.pdf

    ::
    ::
    Methode Plastibell, Kind lebensgefährlich infiziert, großflächige und tiefe Gewebsabtragung war nötig:

    Achtung, verstörende Bilder:

    zu finden bei
    PEACEFUL PARENTING
    d. i.
    drmomma.org

    CASE REPORT

    A 6 day old male was circumcised uneventfully using the Plastibell technique in the pediatrician’s office. (…)

    Wednesday, November 04, 2009
    Massive Infection Takes Over Body After Plastibell Circumcision

    http://www.drmomma.org/2009/11/massive-infection-takes-over-body-after.html

    ::
    ::
    die männerbündisch-kultische Penis-Umgestaltung hat lebenslange anatomische Folgen, und zwar nachteilige:

    Intact or Circumcised: A Significant Difference in the Adult Penis

    zu finden bei
    PEACEFUL PARENTING
    d. i.
    drmomma.org

    http://www.drmomma.org/2011/08/intact-or-circumcised-significant.html

    ::
    ::
    Amerikas Beschneidungspraxis begann nicht erst im Kalten Krieg, sondern wurzelt im offensichtlich transatlantisch zu betrachtenden Viktorianischen Zeitalter, das von Sexualfeindlichkeit und Aberglaube geprägt war.

    Kinderfeindliches Erziehungsziel war die Dressur in so etwas wie ein frommes, patriotisches und anständiges sexuelles Wohlverhalten. An den Genitalien herumzuspielen kann, wer weiß, die englische oder amerikanische Zivilisation zum Einsturz bringen und zieht sicherlich schlimme Krankheiten heran.

    Körperlichkeit musste sogar davon frei werden, dem Säugling die Brust zu geben (and actively discouraged breastfeeding), ja bereits die Geburt wurde pathologisiert und medikalisiert (part of the same movement that pathologized and medicalized birth).

    Zum Fortschritt gehörten das saubere technokratische US-amerikanische Mannsbild mit sauberem technokratischem US-amerikanische Penis sprich beschnittenem Penis:

    Ebenfalls bei
    PEACEFUL PARENTING

    The Case Against Circumcision
    By Paul M. Fleiss, M.D., M.P.H.

    … Circumcision started in America during the masturbation hysteria of the Victorian Era, when a few American doctors circumcised boys to punish them for masturbating. Victorian doctors knew very well that circumcision denudes, desensitizes, and disables the penis. Nevertheless, they were soon claiming that circumcision cured epilepsy, convulsions, paralysis, elephantiasis, tuberculosis, eczema, bed-wetting, hip-joint disease, fecal incontinence, rectal prolapse, wet dreams, hernia, headaches, nervousness, hysteria, poor eyesight, idiocy, mental retardation, and insanity.

    In fact, no procedure in the history of medicine has been claimed to cure and prevent more diseases than circumcision. As late as the 1970s, leading American medical textbooks still advocated routine circumcision as a way to prevent masturbation. The antisexual motivations behind an operation that entails cutting off part of the penis are obvious.

    The radical practice of routinely circumcising babies did not begin until the Cold War era. This institutionalization of what amounted to compulsory circumcision was part of the same movement that pathologized and medicalized birth and actively discouraged breastfeeding. …

    http://www.drmomma.org/2009/11/case-against-circumcision.html

    ::
    ::
    die dem Beschneidungstrauma nachfolgende, patriarchalisch-wunschgemäß gestörte Mutter-Kind-Bindung zeitigt, wenig verwunderlich, eine Störung des anthropologisch in jeder Hinsicht überlebenswichtigen Brustnuckelns.

    Störung beim Brust zu geben sollte man eigentlich zu den Beschneidungskomplikationen rechnen:

    Circumcision Increases Breastfeeding Complications

    Source: Journal of Human Lactation 19(1), 2003.
    Mothering News Bulletin 2005.

    http://www.drmomma.org/2009/11/circumcision-leads-to-breastfeeding.html

    The Effects of Circumcision on Breastfeeding

    http://www.drmomma.org/2009/12/effects-of-circumcision-on.html

    Breastfeeding & Circumcision

    http://www.drmomma.org/2009/11/breastfeeding-circumcision.html

    ::
    ::

  4. Bragalou Says:

    Bundesrat
    Drucksache 597/12
    11.10.2012

    Gesetzentwurf der Bundesregierung
    Entwurf eines Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes

    Die Vorschrift erfasst insbesondere nicht die Einwilligung der Eltern in eine medizinisch indizierte Beschneidung ihres Sohnes. Für die medizinisch indizierte Beschneidung besteht nach der Entscheidung des LG Köln – wie auch für andere medizinisch indizierte Heileingriffe beim Kind – kein Anlass, die geltende Rechtslage in Frage zu stellen.

    Zudem greift die Regelung nur, wenn es um die Beschneidung eines nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes geht, wenn also das Kind jedenfalls nicht selbst einwilligungsfähig ist; im Übrigen bleibt die geltende Rechtslage unberührt. Damit wird wiederum eine Fokussierung auf die Konstellation erreicht, die Gegenstand der Entscheidung des LG Köln war. Denn Beschneidungen männlicher Kinder, die nicht medizinisch indiziert sind, erfolgen regelmäßig in einem Alter, in dem eine Einwilligungsfähigkeit des Kindes jedenfalls nicht in Betracht kommt.

    In eine Genitalverstümmelung ihrer Tochter können Eltern weiterhin keinesfalls einwilligen. Die Genitalverstümmelung ist mit keinerlei medizinischen Vorteilen verbunden, es besteht aber die Gefahr schwerwiegender Gesundheitsrisiken und weitreichender Folgen. Es bleibt insoweit bei der bisherigen Rechtslage, wonach die Genitalverstümmelung als gefährliche oder sogar schwere Körperverletzung (§§ 224, 226 StGB) und ggf. Misshandlung von Schutzbefohlenen (§ 225 StGB) strafbar ist. Eine rechtfertigende Einwilligung von Sorgeberechtigten kommt in keinem Fall in Betracht.

    (…)

    Es gehört nicht zum Wächteramt des Staates, gegen den Willen der Eltern für eine aus seiner Sicht bestmögliche Entwicklung des Kindes zu sorgen. Vielmehr muss der Staat den Vorrang der elterlichen Erziehung achten (BVerfGE 107, 104, 118). Den Eltern wird damit – in den Grenzen des staatlichen Wächteramtes – bei der Ausübung des Sorgerechts ein Vertrauensvorschuss entgegengebracht.

    Bei einer aus kindeswohlgetragenen Gründen und fachgerecht durchgeführten Beschneidung ohne besondere Risiken für das männliche Kind ist der Staat regelmäßig nicht in seinem Wächteramt berufen. Der Gesetzgeber hat Anlass, dies klarzustellen, weil die in dem erwähnten Strafverfahren vor dem LG Köln relevant gewordene Gegenmeinung zu erheblicher Rechtsunsicherheit geführt hat.

    Eltern sind aber nicht berechtigt, in Ausübung ihrer elterlichen Sorge in die Beschneidung ihres Sohnes einzuwilligen, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks im Einzelfall das Kindeswohl gefährdet wird.

    Im Rahmen des geltenden § 1666 BGB versteht die Rechtsprechung unter einer Gefährdung des Kindeswohls „eine gegenwärtige, in einem solchen Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei der weiteren Entwicklung eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt“ (ständige Rechtsprechung des BGH seit NJW 1956, 1434 – zuletzt NJW 2012, 151). Ob eine solche Gefahr begründet ist, ist aufgrund der Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu beurteilen.

    http://www.bundesanzeiger-verlag.de/fileadmin/Betrifft-Recht/Dokumente/edrucksachen/pdf/0597_12.pdf

  5. Machandelboom Says:

    MOGiS. MOGiS schon wieder.

    ::
    Der zur Grundrechtswidrigkeit und Menschenrechtswidrigkeit des Islamischen Rechts (Scharia; Fiqh) schweigende Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS äußerte sich gestern zu Jungenbeschneidungsfreundin und überhaupt Schariafreundin Aydan Özoguz:

    Integration auf dem Rücken der Kinderrechte?

    Am Mittwoch, dem 29. Oktober 2014, legte die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz (SPD), dem Bundestag den 10. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor.

    Unter anderem nahm sie darin auch Stellung zum Ende 2012 in Kraft getretenen Beschneidungserlaubnisparagraphen 1631d BGB, der Vorhautamputationen ohne medizinische Indikation an minderjährigen Jungen aus jeglichem Grunde dem Erziehungsrecht der Eltern unterstellt hat.

    „Die Beauftragte begrüßt den Gesetzestext ausdrücklich. Sie sieht einen wesentlichen Mehrwert der gesetzlichen Regelung in der Beendigung der Verunsicherung durch die Herbeiführung der notwendigen Rechtssicherheit.

    Die Beauftragte bewertet das Gesetz darüber hinaus als deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zugehörigkeit von Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland sowie zu dem Recht auf freie Religionsausübung. Die positiven Reaktionen der Juden und Muslime auf die nun geschaffene Rechtssicherheit versteht sie insoweit als ein wichtiges Signal.“

    (…) Interessant ist hierbei, dass das Gesetz bei den dafür relevanten Kriterien keine Verbesserung, sondern gar Verschlechterungen mit sich bringt: so war die Einhaltung der Regeln der ärztlichen Kunst bei Operationen schon immer bindend, Ausnahmen davon gab es nicht.

    Diese wurden erst mit dem § 1631d BGB eingeführt, der nun auch explizit die Ausführung einer chirurgischen Amputation eines Körperteils durch Nichtmediziner erlaubt. Wie die im Gesetz geforderte vergleichbare Befähigung in diesem Falle auszusehen hat, bleibt im Dunkeln.

    (…) Es bleibt unverständlich, wie die Bundesbeauftragte das Gesetz begrüßen kann, wenn keine Maßnahmen erkennbar sind, die die von Fachärzten [warum fehlen Namen?] genannten Bedenken [bitte? nur Bedenken, kein klares Nein?] und das dokumentierte Leid von Jungen [falsch, das wächst sich nicht aus, das lebenlange Leid] ausräumen könnten. Es dürfte Frau Özoguz bekannt sein, dass der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte bereits mehrfach in Pressemitteilungen auf die unverändert hohen Komplikationsraten hinwies.

    [Leider verfehlt der auf Komplikationen hinweisende Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS das Thema männliche Genitalverstümmelung und sagt an dieser Stelle nicht, dass die Zirkumzision mit der Klitorisamputation FGM Typ Ib zu vergleichen ist und dem männlichen Menschen 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Meissner, Pacini, Vater-Pacini und Merkel amputiert, die Klitoris hat davon 8.000]

    (…) [MOGiS dünn zur lebenslangen Zerstörung sensitiver Empfindungsfähigkeit, die man lateinkundig fremdwortfein nicht Kaputtmachen oder Zerstörung, sondern „Limitierung“ zu nennen beliebt]

    Ein eklatantes [Wie bitte? Hundertprozentiges Kaputtmachen von Gefurchtem Band und meistens auch Frenularem Delta sowie Frenulum ist für MOGiS nur irgendwie sehr hoch, „eklatant“?] Risiko [Thema verfehlt] hingegen besteht für den betroffenen Jungen: auf Schmerzen, schwere Loyalitätskonflikte, Störungen in der psychosozialen Entwicklung, auf noch über die Amputation der Vorhaut hinaus gehende Schädigungen und Verletzungen, Traumata und lebenslange Limitierung sexuellen Erlebens.

    [Ndiyindoda, jetzt wird es genitalautonom, Deutschlands Jungen sollen ganz offensichtlich in ihr Verstümmeltwerden einwilligen dürfen und dem Aushandeln von Altersgrenzen steht aus Sicht von MOGiS offensichtlich immer noch nichts nichts im Weg, was mit Karl-Peter Ringel und Tatjana Hörnle freilich bedeuten muss, dass auch Deutschlands Mädchen allesamt sagen dürfen: ‚Ngaitana. Ich will beschnitten werden‘. Warum fordert MOGiS denn nicht für Mädchen und Jungen die Null-Toleranz-Grenze mit einem unzweideutigen ‚Keine Beschneidung unter achtzehn!‘?]

    (…) nicht hingegen die betroffenen Kinder. Laut Gesetzestext muss deren Wille nicht beachtet, sondern sich nur mit ihm auseinandergesetzt werden – und das auch nur, wenn das Kind bereits in der Lage ist, diesen überhaupt hinreichend zu äußern [Schwachsinn, ein Minderjähriger kann die lebenslangen negativen sexuellen Beschneidungsfolgen nicht überblicken und ist daher in seine FGM oder MGM nicht einwilligungsfähig]. In der Praxis bedeutet dies, dass auch ein klares Veto des Kindes der Operation nicht zwingend im Wege steht, solange die Eltern dieses zur Kenntnis nehmen und das Kind daraufhin „überstimmen“. All dies lässt den betroffenen Jungen völlig schutz- und rechtlos zurück.

    (…) Da es sich um einen irreversiblen Eingriff in die Intimspäre des Menschen mit lebenslangen erheblichen Auswirkungen auf seine Sexualität handelt, verletzt er den Kern der Menschenwürde und die UN-Kinderrechtskonvention.

    [Aha, die „Auswirkungen“ bleiben „lebenslang“ bestehen. Aber wie sind sie denn bitte? Mit positiven oder negativen „erheblichen Auswirkungen“? MOGiS weicht ausgechnet hier, kinderrechtlich unakzeptabel, einfach aus.]

    http://beschneidung.die-betroffenen.de/blog/Lagebericht-Integration/

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    Önder Özgeday meint es sicherlich jedenfalls hoffentlich gut und klagt:

    „Grundrechte, Menschenrechte beschließen, aber sie einfach für einige Kinder nicht gewähren!“

    [Schon recht Herr Özgeday, aber dann lassen wir mit Karl-Peter Ringel und Tatjana Hörnle doch einfach auch die Mädchen beschneiden, dann sind alle Kinder gleichbehandelt und ist keine Kindergruppe benachteiligt???]

    [Önder Özgeday stellt die richtige, wichtige Frage, lässt sie aber leider unbeantwortet: ]

    (…) Es heißt oft, Moslems und Juden sollten die Frage von männlicher Genitalverstümmelung unter sich klären. Ist meine körperliche Unversehrtheit in diesem Land also weniger wert, weil ich türkischer Herkunft bin?

    Dann sind meine Grundrechte also Privatsache des Kulturkreises, aus dem ich stamme, bestenfalls ein Zufallsprodukt – und ihre mögliche Verletzung ein Kollateralschaden „gelungener Integration?“

    [Auch Önder Özgeday fordert am gestrigen 30.10.2014 leider nicht: ‚Keine Beschneidung unter 18‘. Eine weitere Chance wurde verpasst.]

    http://beschneidung.die-betroffenen.de/blog/Lagebericht-Integration/

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    Vor zwei Jahren war Önder Özgeday durchaus eindeutiger, auch wenn man, um nicht erst über genitale Mündigkeit zu diskutieren, die explizite Nennung von achtzehn Jahren bestehen muss, zumal wenn man auf einer Homepage (Erol Özkara. Für Neukölln im Abgeordnetenhaus) kommentiert, deren Besitzer gerade das Jungenbeschneidungsalter von 14 Jahren gefordert hat:

    Jeder, der sich im Erwachsenenalter beschneiden lassen möchte, darf dies gerne tun.

    http://www.erol-oezkaraca.de/2012/10/beschneidung-teil-3/

    Ganz schlimm dort, enttäuschenderweise, ausgerechnet der gut informierte Stefan Schritt (Zirkumpendium), der ohne Not nach etwas Einzelfallbetrachtung und Beratungsgequatsche auch vierzehnjährige oder sechzehnjährige (männliche) Minderjährige in ihre Genitalverstümmelung einwilligen lassen wollte:

    „Ob das mit 14 schon der Fall sein kann, hängt stark vom Druck der Familie auf den Jugendlichen ab, ist aber in Anbetracht der Religions- und Strafmündigkeit mit ebenfalls 14 Jahren als Mindestalter vertretbar, auch wenn 16/18 analog zu Schönheitsoperationen etc. sicherlich besser wäre.“

    Stefan Schritt hätte, ein vergleichbares sensitives Zerstören am weiblichen Körper verteidigend, damals eigentlich auch für das vierzehnjährige oder sechzehnjährige Mädchen das Recht auf eine FGM Typ Ib (Klitorisamputation) fordern müssen. Gut dass er das nicht getan hat, aber jetzt muss die Null-Toleranz-Grenze klar werden: Keine Genitalbeschneidung (FGM oder MGM) unter achtzehn Jahren.

    Schlimm war Erol Özkara 2012, „Zustimmung des Betroffenen (eventuell ab 14 Jahren orientiert an der Religionsmündigkeit).“, bei dem Özgeday und Schritt kommentierten, allerdings blieb Özkara ja ganz im Rahmen des grundgesetzwidrigen Alternativentwurfs des Bundestags.

    http://www.erol-oezkaraca.de/2012/10/beschneidung-teil-3/

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