336. Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

الإعلان العالمي لحقوق الإنسان

al-Iʿlānu l-ʿĀlamīyu li-Ḥuqūqi l-Insān

Universal Declaration of Human Rights

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Von Edward von Roy.

Nein, der Islam ist „im Kern“ eben keine friedliche Religion. Doch engagiert und rechtsstaatsgefährdend versucht unsere hochschulische, parteipolitische und kirchliche Elite, das Islambild des Souveräns sprich des Deutschen Volkes so zu verzerren und verzerrt zu halten, dass die Lehre von wortwörtlich gelesenem Koran und Hadith unzweideutig formschön und unbedingt demokratieverträglich dastehen muss. Wie zufällig und mit eilfertiger Hilfe des größeren Teils der Presse kann so immer mehr Schariagehorsam unter den so genannten Muslimen und immer mehr Einfluss der Muslimbrüder auf Schule, Bildungspolitik und Sozialarbeit sichergestellt werden. Die Kluft zwischen den grundgesetzlich gar nicht vorgesehenen Menschensorten der Nichtmuslime und Muslime wird sich daher einstweilen leider vertiefen und ist, rechtsstaatsbezogen angeblich völlig problemlos, mit immer mehr „Dialog“ zu überbrücken.

Unabdingbar haben die Schariafreunde und Postmodernisten dabei das Schreckgespenst eines so genannten Dschihadismus, Salafismus oder Islamismus zu kultivieren, das, so wird es uns Monat für Monat „alternativlos“ sprich hochaggressiv nahegelegt, mit der eigentlichen islamischen Religion nichts zu tun habe, sondern die menschenfreundliche und gefälligst hinzunehmende Lebensgestaltung von Kopftuch und Koranunterricht geradezu unislamisch fehldeute und missbrauche. Nein, mit schariabasierter Praxis oder legalisiertem Fiqh mag zwar „Transkultur“ (Wolfgang Welsch) hergestellt werden, doch kann es eine unversehrte sprich ernst genommene Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) nicht geben. Eine Mahnung an die Deutsche Islamkonferenz (DIK) sowie an die in wenigen Tagen in Berlin durchgeführte 2. Kritische Islamkonferenz (KIK 2013).

Was ist denn in den letzten drei Jahren nicht für ein Gerede um die Frage gemacht worden, ob der Islam nun zu Deutschland gehöre oder nicht. Bundespräsident Christian Wulff bejahte dies am 3. Oktober 2010 zwar vorsichtig aber pauschal.[1]

Zwar relativierte sein Amtsnachfolger keine zwei Jahre später ein bisschen,[2] doch freute sich Joachim Gauck darüber, dass Deutschlands Universitäten endlich Imame und Religionslehrer ausbilden dürfen. Die organisatorische und personelle Nähe der in die Ministerien, Hochschulen und Schulen hinein gebetenen deutschen Islamverbände zur Muslimbruderschaft oder ihre Treue zum unverhandelbaren und diskriminierenden Schariagesetz problematisierten beide deutsche Präsidenten nicht.

Viele haben sich seitdem zu Wort gemeldet und mehr oder weniger überzeugend begründet, dass der Islam zu Deutschland gehört oder eben nicht. Über den Islam selbst durfte im Allgemeinen leider gar nicht gesprochen werden, der einzige hoffnungsvolle Vorstoß, im Rahmen ihres sogenannten Zukunftsdialogs, wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. Juli 2012 feierlich abgewürgt mit einem an den Petenten gerichteten, kalten: „Ich teile Ihre These nicht.“[3]

Der Islam gehört zu Deutschland, der Islam gehört nicht zu Deutschland, er gehört, er gehört nicht, das ist ein wenig wie beim alten Kinderspiel vom Gänseblümchen, einem simplen Orakel, bei dem das kleine Mädchen die Blütenblätter auszupft und ganz gespannt mitzählt: „Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich …“

Kinder sind hier leider gar nicht am Werk, eher schon die globalen Muslimbrüder und ihre Helfer, die beispielsweise Tariq Ramadan[4] heißen und die genau wissen, wie man die nordafrikanischen, US-amerikanischen oder europäischen Massen manipuliert. Die von nichtmuslimischen Spitzenpolitikern anzustimmende Dauerbeschallung über den zum Staat dazugehörenden oder nicht dazugehörenden Islam soll und wird die Nerven der Bevölkerung mürbe machen und auf Paragraphen vorbereiten, die mit Koran und Hadith im Einklang sind, auf das durchgesetzte islamische Sonderrecht zunächst im Personenstands- und Familienrecht und später im Erbrecht (andere Rechtsgebiete werden folgen), und nur darum geht es der langfristig planenden Islamischen Bewegung.

Tariq Ramadan ist Enkel von Hasan al-Banna, der 1928 die Muslimbruderschaft gründete und Sohn von Muslimbruder Said Ramadan, dessen Abhandlung Das Islamische Recht 1961 erschien (im Jahr des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei) und der als eine Art Pionier bereits kurz vor der westeuropäischen, muslimisch geprägten Einwandererwelle von Genf aus den Kontinent einem Netz von Islamischen Zentren (IZ) zu überziehen plante. Im Folgejahr war Tariqs Vater in Saudi-Arabien Mitgründer der Rabita oder Islamischen Weltliga (Muslim World Leage MWL, ar-Rābiṭat al-‚Ālam al-Islāmī).[5]

Niemand erregte sich, so ist es in jener Zeit treffend festgestellt worden, über die Frage, ob der Buddhismus zu Deutschland gehöre oder nicht, oder der Atheismus, doch mit dem Islam ist es anders. Das spürten damals viele, wie die Frage beim Zukunftsdialog bewies, bei der online fast 150.000 Menschen die offene Islamdiskussion forderten.

Tatsächlich hätte man als Politiker damals die Frage stellen müssen: Gehört das Islamische Gesetz zu Deutschland? Man hätte als deutsche Bürgerrechtsbewegung oder Menschenrechtslobby, etwa als amnesty international, ausrufen müssen: Wann kommen die Paragraphen der Scharia und wie können wir sie abwehren? Hätte als Jurist die Öffentlichkeit aufrütteln müssen: Droht Europa und Deutschland die Rechtsspaltung mit legaler Imamehe (keine Heirat ohne Wali), mit Kindbraut,[6] Zweit- bis Viertfrau sowie Verstoßung?[7]

Doch in Bezug auf die Unvereinbarkeit von Scharia und Grundgesetz blieb alles ruhig in den letzten drei Jahren, von wenigen mutigen Stimmen wie denjenigen der Ex-Muslime einmal abgesehen. Man hat in Deutschland nicht nach den antidemokratischen und islamrevolutionären Folgen von Scharia und Fiqh gefragt, und wer es riskiert hat, wurde mundtot gemacht und wird es immer noch.

Unterdessen begann die Machtergreifung der Muslimbrüder in Kairo und Tunis, und wieder wurde in Europas Presse das Märchen vom toleranten Islam erzählt und von der „im Kern friedlichen Religion“ (erst Hans-Gert Pöttering 2008, dann Horst Köhler 2010).

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung redete im April 2012, ob aus Unkenntnis oder aus Feigheit, zwar nicht gegen das diskriminierende Islamische Recht der Scharia an, aber scheint eine Bundesrepublik zu spüren, die den Islam längst integriert hat. Wer gar in Zukunft noch gegen den in Deutschland angekommenen Islam argumentiert, ist für Maria Böhmer schlicht weltfremd:

Wir leben in einem Land mit rund vier Millionen Muslimen. Wenn wir noch in 20 Jahren darüber reden, ob der Islam zu Deutschland gehört, dann hat das doch mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun.[8]

Dass es endlich einen Islam ohne Scharia geben muss, hat die Integrationsbeauftragte leider nicht gefordert.

Zurzeit ist, weltweit, ein Islam ohne Scharia als eine Religionsgemeinschaft gar nicht organisierbar und noch nicht einmal als Moscheegemeinde, denn kein Imam wagt es zu sagen, dass Paradiesgarten und Höllenfeuer nur symbolisch gemeint seien und dass jeder Muslim auf Schariagehorsam verzichten darf.

Kein deutscher Imam, auch bei der (ziemlich faktenfern) als demokratieverträglich geltenden DITIB nicht, der freitags predigt, dass es für jede deutsche Muslima ein von Allah wohlwollend betrachtetes Leben, ein im islamischen Sinne gelingendes Leben als eine unverheiratete Frau oder als Lesbe gibt oder bei vorehelichem oder außerehelichem Geschlechtsverkehr oder einfach ein glückendes Leben mit unauffälliger Kleidung, aber mit offenem Haar.

Nein, nach der Scharia verspielt offenes Frauenhaar das Glück im Diesseits und Jenseits, der Körper der Frau ist um Himmels Willen in dicken Stoff einzuhüllen, in Tücher: „die nur das freilassen, was unbedingt gesehen werden muss“. Das Tuch des islamischen Schleiers, arabisch Hidschab,[9] urdu und persisch Parda,[10] muss alles bedecken bis auf Hände und Gesicht und wird nach Allahs Willen auch in Deutschland in Arbeitswelt und Bildungsbetrieb durchgesetzt werden, gerade auch dazu dient ja die Deutsche Islamkonferenz.

Wir wollen die kopftuchfreie Schule sofort und das Verbot des Gesichtsschleiers im öffentlichen Raum langfristig und erkennen den längst globalisierten Kampf für den Schleier als einen weltweiten Krieg gegen die Frau und fordern schon daher und mit Blick auf die heutige, islamisch verursachte Rechtlosigkeit der Frauen in Bangladesch oder Pakistan, im Iran oder im Sudan: Die Deutsche Islamkonferenz muss beendet werden.

Wenn wir hier „ein bisschen Scharia“ dulden oder eine schleichende Scharia dulden, werden wir nicht erfolgreich für die Gleichberechtigung der Frau in Ägypten kämpfen können. Die Muslimbrüder wissen das, deshalb überziehen sie ja die USA und Europa mit ihren Dialogveranstaltungen und Islamkonferenzen, um im Maghreb und im Orient ungestört ihre Kalifate aufzubauen. „Ein bisschen Scharia“ ist übrigens auf Dauer für jeden schriftgläubigen Muslim so wenig möglich wie ein bisschen Koran oder ein bisschen Allah.

Die kulturelle Moderne ist nicht durch „Islamismus“, „Salafismus“[11] oder „Dschihadismus“ gefährdet, sondern durch die Scharia und durch den Fiqh, die Islamische Jurisprudenz. Deshalb kann man es nicht laut genug sagen: Die Staaten, in denen die Standards der universellen Menschenrechte auch künftig noch gelten sollen (also alle Staaten), brauchen keine Islamismusdebatte, sondern eine Islamdebatte.[12]

Am 19. April 2012 witterte der deutsche Innenminister den Missbrauch des Islam durch die „ideologischen Machtansprüche“ der Islamradikalen, es ging um die Aktionen der saudi-arabischen Da’wa-Gruppe oder Islamischen Missionsbewegung Die wahre Religion. Ihr Führer ist der Kölner Ibrahim Abou-Nagie, die in jenen Monaten in vielen deutschen Innenstädten Korane an Passanten verschenkte. Dass die Regierung Saudi-Arabiens, welche die Bücher in allen Sprachen druckt und ausliefert, den Islam falsch verstanden habe sagte Hans-Peter Friedrich natürlich nicht. Es wäre theologisch auch einfach falsch gewesen, denn die wieder und wieder ebenso verzweifelt wie erfolglos aus dem Bereich des Islamischen herausgeschobenen „Wahhabiten“ sind Muslime wie alle anderen und ihre Scheiche und Muftis sind ganz besonders fromme Muslime:

Auf der Konferenz in Berlin soll auch die umstrittene Verteilung des Korans durch radikalislamische Salafisten zur Sprache kommen. Das kündigte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich als Veranstalter des Gesprächsforums an. „Religion darf nicht für ideologische Machtansprüche missbraucht werden. Diese Botschaft muss auch von der Deutschen Islamkonferenz ausgehen“, sagte er.[13]

Die frommen Urgemeindler werden durch die Mehrheit unserer Politiker und Journalisten angestrengt von einem „eigentlich toleranten“ sowie „im Kern friedlichen“ Islam abgegrenzt und nur deshalb „Salafisten“ genannt; beiläufig oder nur versehentlich hat der Focus diese Schriftgläubigen gerade radikalislamisch genannt und nicht „islamistisch“. Radikal islamisch ist richtig gesagt.

Ob Islamgründer Mohammed seine „Religion für politische Machtansprüche missbraucht hat“, müsste man den Innenminister einmal fragen. Ist es denn unpolitisch, wenn die Tochter nur einen Teil erbt und der Sohn zwei Teile? Ist es denn nicht sehr „ideologisch“ und eine radikale Frage von „Machtanspruch“, wenn jeder, der den Islam verlässt, eigentlich umgebracht werden muss?

Stellen wir es uns nur einmal vor, dass der im Jahre 632 gestorbene Mohammed heute nach Berlin reisen würde, um das Regierungsviertel zu betreten und seine politischen Vorstellungen geltend zu machen: Ob der strenge Hüter der Verfassung Hans-Peter Friedrich einen uneinsichtig auf Apostasieverbot und halbiertem Erbe für die Frau bestehenden Propheten aus der Deutschen Islamkonferenz hinauswerfen würde?

Der Islam ist beides hundertprozentig, hundertprozentige Rettung des Heils der Seele und hundertprozentige politische Herrschaft. „Auf Augenhöhe“ kann eine säkulare Regierung mit schriftgläubigen Muslimen wahrscheinlich auf Dauer gar nicht sprechen, denn der auf das Jenseits zentrierte Islam trennt Seelenrettung und Staatsführung nicht, wie wir gesehen haben, und duldet andererseits kein Beherrschtwerden, wird also, sobald er es kann, die Volkssouveränität abschaffen und als König den unsichtbaren Erschaffer und Ernährer von Diesseits und Jenseits einsetzen, Allah.

Was machen denn die Muslimbrüder, sobald sie an die Macht gekommen sind, in Ägypten oder Tunesien? Ist jedes Plenum der Deutschen Islamkonferenz nicht eigentlich bereits der Raum einer Spaltung, die, wenn sie nicht zwei künftige deutsche Regierungen vorwegnimmt, eine Restdemokratie und eine Islamische Verwaltung und Islamische Führung, dann doch die Arena, auf der Islamisches Recht und Nichtislamisches Recht aufeinandertreffen? Der Kampfplatz, auf dem, Paragraph für Paragraph, die von Menschen nicht veränderliche weil von Himmel herabgekommene Scharia für Deutschland legalisiert wird, ganz im Sinne von Mustafa Cerić? In seiner Deklaration Europäischer Muslime vom 24. Februar 2006 forderte der der bosnische Reisu-l-ulema[14] oder Führer der Schariagelehrten und (vom kroatischen Zagreb aus) ganz offen die baldmögliche europäische Rechtsspaltung:

f. Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z.B. Familienrecht, anerkannt werden kann.[15]

Weiß es der Innenminister nicht oder sagt er es nicht: Islam ist Recht, Islam ist Gesetz?![16] Wir haben aber seit 1949 schon ein Grundgesetz, und seit 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder AEMR. Die 1990 bekannt gegebene Kairoer Erklärung der Menschenrechte ist ein Angriff auf die nach der AEMR verbürgte Gleichbehandlung von Gläubigen und Atheisten sowie von jedem Mann und jeder Frau. Der Islam, jedenfalls solange er die Scharia nicht außer Kraft setzt und den Fiqh untersagt, wird die Frau immer schlechter behandeln müssen als den Mann und das ist kein „Islamismus“, sondern Koran und Hadith, also Islam.

Meine letzte Bemerkung bezieht sich auf die deutsche Kritik an FEMEN, wie sie etwa durch Schariaverharmloserin Kübra Gümüşay hörbar wird.[17] Aufklärungshumanisten und Freunde des säkularen Rechtsstaates verstehen Menschenrechte selbstverständlich universell, was die Parteigänger von Scharia und Kalifat sehr genau spüren.

Ihr Trick ist daher, nach der Menschheitszivilisation nun auch den Feminismus gespalten anzunehmen in Westfeminismus (AEMR-kompatibel) und Islamfeminismus (schariakompatibel). Das dürfen und werden wir nicht zulassen: universelle Menschenrechte beinhalten universelle Frauenrechte, deutlicher gesagt: Allahs Feminismus ist kein Gleichheitsfeminismus, sondern ein Unterlegenheitsfeminismus.

Hoffentlich erkennt und bekennt das auch die KIK 2013, die in einer Woche in Berlin beginnen wird und sich zur Zeit weder eindeutig zur AEMR bekennt noch sich von der Scharia distanziert, sondern orakelt:

Im Unterschied dazu setzt die Kritische Islamkonferenz auf das Leitbild der transkulturellen Gesellschaft … Themenblock 5: Transkulturelles Lernen in der Schule … Themenblock 6: Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft

Denn zum einen ist der hippe Transkulturalismus nur die in das eigene Innere, ins Innerpsychische verlagerte alte kulturrassistische jedenfalls kultur-autistische Theorie von den geographisch gewachsenen und einander wesensfremden äußeren Kulturkreisen bzw. vom Herderschen Kugelmodell der Kulturen.[18] Die allgemeinen Menschenrechte bilden dann eben einen verinnerlichten Planeten oder Erdteil im Fühlen oder Denken des Anhängers der Transkultur, der durchaus das Kalifat aufbauen darf, und auch der gesamte islamische Globus oder Kontinent darf vom entgrenzt toleranten, ins Kosmische aufgeblähten Ego des nichtmuslimischen Transkulturellen geschluckt werden. Mit einem Bewusstsein von Transkultur wird alles sehr bequem, brauchen die AEMR nicht mehr verteidigt zu werden und braucht der Islam endlich nicht mehr kritisiert zu werden. Wer noch Lust hat, darf ein bisschen über die Scharia quatschen, sofern ihn da irgendetwas irritiert oder befremdet. Für Pädagogik oder Sozialpädagogik sind die Folgen wahrscheinlich katastrophal, denn es muss, Arata Takeda oder Wolfgang Welsch zu Ende gedacht, der Lehrer oder Sozialarbeiter erst einmal viele kleine Schariavorschriften, viele kleine Kalifate in sich spüren, um das Kopftuchmädchen oder den muslimischen Jungen überhaupt erfolgreich erziehen zu können.

Spätestens hier wird uns die Vision von der transkulturellen Gesellschaft als rührungslose Begleiterscheinung oder heiß engagierte Binnenstruktur gegenmoderner Revolution erkennbar und als bestens einsetzbares Vehikel sowohl der Schariabewegung als auch der Neuen Rechten. Nein, das Fremde irgendwie in sich selbst zu wissen, schafft gerade keine Rechtssicherheit, sondern erzeugt das Yin und Yang von Vernunft und Scharia und zerstört die kulturelle Moderne. Mit einer Transkultur lassen sich Burka oder Lehrerinnenkopftuch gerade nicht abwehren.

Ebenso gegengesellschaftlich konsequent, wie zur AEMR (10.12.1948) die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (05.08.1990) geschaffen wurde, entstand in kalifaterzeugender Strukturverdopplung zur UNESCO die ISESCO, Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization, die vom marokkanischen Rabat aus gesteuert wird. Wenn sich in vier Wochen die ISESCO in Aserbaidschans Hauptstadt Baku zum 2. Weltforum für Interkulturellen Dialog (2nd World Forum on Intercultural Dialogue) treffen wird, könnte Generaldirektor Abdulaziz ibn Othman al-Tuwaijri (ʿAbdu l-ʿAzīz bin ʿUṯmān at-Tuwaiǧirī) eigentlich auch zu „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013) aufrufen, nachdem er und seine Organisation doch bereits 2004 die Islamische Erklärung für kulturelle Vielfalt verabschiedet haben, the Islamic Declaration on Cultural Diversity.

Die ISESCO bekennt sich zum kulturrassistischen Menschenbild der den Islam keineswegs falsch verstehenden Kairoer Erklärung – und die über „Transkulturelles Lernen in der Schule“ diskutierende Kritische Islamkonferenz 2013 wird uns zeigen müssen, dass sie das explizit nicht tut und selbst die demokratiegefährdende Nähe zum einst vom deutschen Auswärtigen Amt entworfenen Europäisch-Islamischen Kulturdialog, seit 2002 wird er vom Pädagogischen Austauschdienst PAD der Kultusministerkonferenz durchgeführt, bewusst meidet, wenn sie es schon riskiert, in einem Atemzug von Islam und Kultur zu sprechen.

Es reicht nicht, wenn Eva-Maria El-Shabassy nun hybrid oder transkulturell wird, sensibel Fragmente der Ethik allgemeiner Menschenrechte im eigenen Herzen spürt und Elemente des deutschen Grundgesetzes im eigenen Hirn reflektiert, aber gleichzeitig für eine eventuelle Steinigung alle hundert Jahre plädiert sowie einen Islamischen Religionsunterricht plant, der auf dem literalistisch verstandenen Koran beruht und damit auf der Angst vor dem Höllenfeuer. Wir brauchen keine transkulturelle Allianz im Hörsaal oder Klassenzimmer, die zur mehrstufig ungleichbehandelnden Scharia schweigt, wir brauchen die durchgesetzte AEMR und die beibehaltene deutsche Rechtseinheitlichkeit. Noch ist es nicht zu spät, noch herrscht hierzulande nicht die Transkulturalität, sondern das Grundgesetz.

Und zum anderen ist es unerheblich, ob wir von der Deutschen Islamkonferenz reden oder von der Kritischen Islamkonferenz, wenn beide zur Scharia nicht Nein sagen und zur AEMR nicht Ja. Denn:

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem![19]

Edward von Roy, Köln am 3. Mai 2013

F u ß n o t e n

[1] Wulff: „Ein Verständnis von Deutschland, das Zugehörigkeit nicht auf einen Pass, eine Familiengeschichte oder einen Glauben verengt, sondern breiter angelegt ist. Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wulff-rede-im-wortlaut-der-islam-gehoert-zu-deutschland-seite-all/3553232-all.html

[2] Gauck sagte leider nur:

„Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland.

Gauck sagte leider nicht:

„Ich hätte einfach gesagt, die Ex-Muslime, die hier leben, gehören auch zu Deutschland.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-05/bundespraesident-gauck-interview

[3] Man war einigermaßen froh, dass am Ende wenigstens die Islamkritiker noch von Platz 1 verdrängt wurden. … Manchem ihrer Gäste bescheinigt sie auch schlichtweg: „Ich teile Ihre These nicht.“ Beispielsweise dem Islamkritiker aus dem Rheinland, der sich und seine Gesinnungsfreunde diffamiert sieht. … „Ich werde das nicht unterstützen“, sagt sie zu dem freundlichen Badener, der die Leugnung des Völkermords an den Armeniern und Aramäern unter Strafe stellen will.

Florian Gathmann: Merkels Bürger-Dialog im Kanzleramt: „Insgesamt sind wir ja sehr tolerant durchgekommen“, DER SPIEGEL 03.07.2012

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wie-merkel-mit-den-buergern-diskutiert-a-842305.html

Offene Diskussion über den Islam (Votes: 148.031)

https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2012-06-29_BK%27in_trifft_TN_Onlinedialog.html

[4] Professor Tariq Ramadan is also President of the European think tank, European Muslim Network (EMN) in Brussels.

http://www.radicalmiddleway.co.uk/speaker/professor-tariq-ramadan

Ohne legendären „Okzident“ kein antiwestliches System, kein erneuertes Kalifat, das weiß auch Tariq Ramadan:

Il est engagé depuis plusieurs années dans le débat concernant l’islam en Occident et dans le monde.

http://www.tariqramadan.com/spip.php?article14&lang=fr

European Muslim Network (EMN)

http://www.euro-muslims.eu/

[5] About Us

The International Islamic Relief Organization, Saudi Arabia (IIROSA) is a charity organization emanating from the Muslim World League (MWL)

Mission

Pioneering the humanitarian and institutional work in a way that serves man and achieves reconstruction and development.

http://www.egatha.org/eportal/

Ibrahim El Zayat, Chair of Board of Trustees

Ibrahim F El-Zayat is a German citizen. … Mr El-Zayat holds positions in several Muslim organisations in Germany and Europe and regularly lectures on issues of integration and Muslim identity in European countries, as well as Islamic finance and economics.

http://www.islamic-relief.com/whoweare/ManagementTeam.aspx?depID=2

Neben einem Text von Scheich Yusuf al-Qaradawi wird Tariq Ramadan im September 2009 durch Islamic Relief zum Thema schariakonforme Sozialabgaben zur Lektüre und Heilssicherung empfohlen:

Rianne C. ten Veen: Charitable giving in Islam

Ramadan T., (2004) Social Organisation: The Principle of Justice

http://www.islamic-relief.com/indepth/downloads/Charitable%20Giving%20in%20Islam%20Sep%2009.pdf

Konvertitin ten Veen bei den Freunden des Wirtschaftens der Glückseligkeit, the Econimics of Happiness

http://www.theeconomicsofhappiness.org/greencreation/

Rianne C. ten Veen

Rianne, born in the Netherlands and raised in US, UK, Argentina and the Netherlands …

Rianne has hosted a regular radio show on community radio, is a voluntary member of the management team of the Islamic Foundation for Ecology and Environmental Sciences (IFEES) and is on the steering group of the Faith and Climate Change project in Birmingham.

In July last year she was invited to speak on Islam & Environment in London (London Central Mosque & Radical Middle Way), and to speak at the MOSAIC Summer School (HRH Prince Charles charity for future Muslim leaders).

http://neweranetwork.info/generationnext/rianne-ten-veen/

[6] Saudi Arabia’s grand mufti.

If a girl exceeds 10 or 12 then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice,’’ Sheikh Abdul Aziz told an audience in Riyadh University last year.

Many argue that Islamic law in fact permits such marriages, citing the Prophet Mohammed’s marriage to Aysha when she was nine.

http://www.middle-east-online.com/english/?id=41860

In January, the grand mufti, Abdul Aziz al-Sheikh, said girls as young as 10 may be married according to Islam and stressed that Islamic law is not by any means oppressive to women as he lashed out at critics.

„If a girl exceeds ten or twelve then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice,“ he said.

http://www.alarabiya.net/articles/2009/02/21/66952.html

The mufti said a good upbringing will make a girl capable of carrying out her duties as a wife and that those who say women should not marry before the age of 25 are following a ‚bad path‘.

Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,‘ said Al Sheikh, according to the Al-Hayat newspaper.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

„We hear a lot in the media about the marriage of underage girls,“ he said, according to the newspaper. „We should know that Shariah law has not brought injustice to women.“

http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/01/17/saudi.child.marriage/index.html

[7] Talaq und Wali, aṭ-ṭalāq, al-walï

http://muslimheirat.wordpress.com/2008/06/17/der-talaq-%E2%80%93-die-eheauflosung/

Als Wali bezeichnet man den rechtmäßigen Vormund oder den rechtmäßigen Verwalter über eine bestimmte Person bzw. über eine bestimmte Angelegenheit. … kein Nikah ohne Wali und zwei vertrauenswürdige Trauzeugen (Hadith)

http://muslimheirat.wordpress.com/category/wali/

Islam ist Zwangsverheiratung, Wali Mudschbir (der sogenannte nötigende Heiratsvormund). Familienministerium von Malaysia:

»1. Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

6. Who is a Wali Mujbir?

Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.«

http://www.kpwkm.gov.my/faq

[8] Jetzt alle nachsagen: Guter Islam, böser Salafismus!

http://www.focus.de/politik/deutschland/volker-kauder-sorgt-fuer-scharfe-kritik-salafisten-debatte-dominiert-islamkonferenz_aid_740109.html

http://www.stern.de/politik/deutschland/islamkonferenz-in-berlin-salafisten-beherrschen-die-debatte-1815936.html

So sehr uns gründliche Argumente muslimischer Säkularer überzeugen, überall, wo die inhumanen Werkzeuge von Scharia und Fiqh nicht abgelegt sind, gilt: Salafismus ist der heiße Mokka aus Mekka, alles andere ist Nichtislam oder kalter Kaffee. Edward von Roy

http://schariagegner.wordpress.com/2011/05/09/salafismus-und-verbandsislam/

[9] Mit Hidschab – ohne Hidschab: Die lästigen Fliegen sollen doch nicht an die Süßigkeit kommen?!

https://eifelginster.files.wordpress.com/2013/04/d3b0a-withandwithouthijaab.jpg

gefunden bei Blogger Atoms aus Pakistan, einem IT-Spezialisten (Software Engineer)

http://islamforwomen.blogspot.de/2010/12/hijaab-importance.html

http://www.blogger.com/profile/01341840060140388703

der Informatiker muss es der Umma mitteilen: Der Teufel lauert überall und Vanille ist haram!

http://eislamtherightpath.blogspot.de/2012/10/vanilla-extract-halal-or-haram.html

[10] Parda in Islam in Urdu

http://www.urdumania.com/urdu-topics/islam/parda-in-islam-in-urdu.php

Parda – In the light of Quran and Hadith

http://islamforwomen.blogspot.de/2011/05/parda-in-light-of-quran-and-hadith.html

The importance of Hijaab, an important bayaan by Maulana Abdul Sattar Sahab in Karachi. This bayaan elaborates the reasons why Islam has demanded every women to observe Hijaab and Paradha according to the rules of Shariah.

Please do take out some time out of the busy life schedule to listen to this very important Bayaan. Even if we are not following this important ruling, we must listen it, as it will help us to understand in detail. After listening to that, our heart might say we are doing wrong …… and that could be the source of Maghfirat from Allah

http://islamforwomen.blogspot.de/2009/12/importance-of-hijaab-maulana-abdul.html

Maududi: Parda und die Stellung der Frau im Islam

Maududi: Purdah and the Status of Woman in Islam

http://www.amazon.com/Purdah-Status-Woman-Islam-Maududi/dp/1567442005

zu haben auch bei Bücher für’s Kalifat, Khilafah Books … Teil von Khilafah Concepts. Man vertreibt Imam al-Ghazali oder an-Nawawi ebenso wie Abul A’la Maududi oder Qutb. Gar kein „Islamismus“, sondern erneuertes Medina, islamisches Revival. Hinwendung zum echten, reinen Islam aber ist, allein weil es keinen unechten oder unreinen Islam geben kann, Hinwendung zum Islam.

http://www.khilafahbooks.com/purdah-and-the-status-of-woman-in-islam-by-syed-abul-a-la-maududi/

We have books from classical scholars of Islam like Ibn Taymiyyah, Ibn Kathir and Imam Ghazali to the contemporary Islamic scholars. Our collection comprises of Islamic ebooks on a variety of topics from scholarly, academic to contemporary and political including books related to the Islamic system and Khilafah. … Khilafah Concepts is an international collaborative venture involving several committed Muslims from various parts of the world to create and promote general awareness globally and especially in the Muslim Ummah regarding the correct concepts of the Islamic system and the path to Islamic revival.

http://www.khilafahbooks.com/about-us/

[11] Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

http://schariagegner.wordpress.com/2011/05/09/salafismus-und-verbandsislam/

[12] Die Übergänge zwischen den drei Positionen des stillschweigenden Billigens, des islamischen Uminterpretierens und des Verwerfens des Säkularismus sind fließend, sodass die heute übliche Unterscheidung zwischen “islamisch” und “islamistisch” keine Definitionskraft und erst recht keine Handlungsmaxime in sich birgt.

aus: Tilman Nagel: Kann es einen säkularisierten Islam geben?

in: Reinhard C. Meier-Walser, Rainer Glagow (Hg.): Die islamische Herausforderung – eine kritische Bestandsaufnahme von Konfliktpotenzialen p 9-20 (hg. von: Hanns-Seidel-Stiftung 2001)

http://www.hss.de/downloads/aktuelle_analysen_26.pdf

[13] Friedrich: „Religion darf nicht für Machtansprüche missbraucht werden“

Focus 19.04.2012

http://www.focus.de/politik/deutschland/islamkonferenz-beginnt-friedrich-religion-darf-nicht-fuer-machtansprueche-missbraucht-werden_aid_739659.html

[14] Reisu-l-ulema

http://bs.wikipedia.org/wiki/Reisu-l-ulema

Großmufti

http://en.wikipedia.org/wiki/Grand_Mufti

[15] Mustafa Cerić: Declaration of European Muslims

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law

http://www.rijaset.ba/english/index.php/offices/9-documents/134-declaration-of-european-muslims

[16] 5:44 Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat – das sind die Ungläubigen.

auf der Seite des schiitischen Gelehrten Scheich Muhammad al-Yaqoobi von der Hauza zu Nadschaf, dem bedeutendsten Islamischen Seminar des Irak (Naǧaf Ḥauza ‚Ilmïya, anglis. Najaf hawza ilmiyya).

Hauza ist das schiitische Äquivalent des Systems der sunnitischen Darul ‚Uloom (Deoband, Indien; nach der Kairoer al-Azhar die weltweit zweitgrößte Islamische Lehrstätte der Sunniten).

http://www.yaqoobi.de/quran/Al-Maida_41-80.htm

Mohammad al-Yaqoobi (born September 1960) is a prominent Iraqi Twelver Shi’a Marja‘ with the title of Grand Ayatollah. After Grand Ayatollah Ali al-Sistani, he has the largest following in Iraq.

http://en.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Yaqoobi

Brief zum Kopftuchverbot in Frankreich

Am 11.12.2003 erließ ein staatlicher französischer Sonderausschuss ein Gesetz, welches das Tragen aller religiösen Symbole einschließlich des islamischen Kopftuchs, die jüdische Kippa sowie das Kreuz verbietet. Wir bedauern dies und hoffen, dass der Präsident diesen Erlass nicht unterzeichnet. Wir betrachten solches Gesetz als für folgende Gründe als ungerecht:

• Solche Gesetze verstoßen gegen die Menschenrechte. Der Mensch hat das Recht auf Religionsfreiheit sowie auf die Praktizierung seiner eigenen, religiösen Rituale, solange diese die Interessen seines Landes nicht beeinträchtigen.

• Überdies ist das islamische Kopftuch nicht ausschließlich ein religiöses Symbol, sondern ein für das gesamte Leben der muslimischen Frau charakteristisches Zeichen. Ein Kopftuch zu tragen, bedeutet genau genommen, dass eine Frau den geraden, frevellosen Weg gehen soll.

• Da die muslimische Frau das Kopftuch als einen festen Bestandteil ihres Daseins ansieht, und auf dies folglich nicht verzichten kann, hat das zur Folge, dass sie die Schule verlassen wird. Das ist aber wieder ein Verstoß gegen die Menschenrechte, denn eines der Rechte des Menschen ist das auf Bildung.

• Die Heilige Maria beispielsweise war eine fromme, saubere Frau, die Allah unaufhörlich anbetete. Sie war verschleiert, und wollte sich nicht jedem zeigen. Sie würde die Erste sein, die solch ein Gesetz ablehnt, denn sie will, dass die Frauen sie zum Vorbild nehmen.

• Dem laizistische Staatssystem, welches im Westen praktiziert wird, liegt zu Grunde, dass es Staat und Religion trennt. Diese Trennung heißt aber nicht, dass man der Religion gegenüber feindlich wird. Das widerspricht den Werten des Laizismus.

• Die Leute im Westen sind endlich zur Einsicht gekommen, dass der einzige Weg zur Behandlung des Menschen, von Krankheiten wie z. B. AIDS sowie der sozialen Syndrome wie z. B. Selbstmordfälle und Verbrechen in der Unterstützung geistlicher Werte des Individuums liegt. Das Kopftuch ist einer dieser Werte.

Ayatollah Scheich al-Yaqoobi

http://www.yaqoobi.de/ansprachen/zum_Kopftuchverbot%20in%20Frankreich.html

http://www.yaqoobi.com/

Biographie Seiner Eminenz Ayatollah Scheich Mohammad Musa al-Yaqoobi

http://www.yaqoobi.de/biographie.htm

http://www.yaqoobi.de/Biographie_1.htm

[17] Kübra Gümüşay: Gut gemeint

taz 09.04.2013

http://www.taz.de/!114255/

ein fremdwoerterbuch. WebLog von Kübra Gümüşay

http://ein-fremdwoerterbuch.com/

Ali Aslan Gümüşay, Kübras Ehemann, Vorsitzender von Zahnräder Netzwerk sowie Mitglied im Think Tank 30 des Club of Rome.

http://www.zahnraeder-netzwerk.de/team/

http://www.tt30.de/mitglieder/mitglieder-des-tt30-deutschland/

Zahnräder Netzwerk

Immer mehr Muslime engagieren sich in der Politik, der Kultur oder der Wirtschaft. Sie schreiben für verschiedene Medien, produzieren Filme, machen Musik, sind im sozialen Sektor aktiv, gründen Unternehmen, entwicklen innovative Ideen und sind akademisch erfolgreich. Sie stehen für Innovation und kulturellen Reichtum in Deutschland.

Genau diesen aktiven und talentierten Muslimen soll das Zahnräder Netzwerk eine Plattform bieten, auf der sie einander kennenlernen, Ideen und Visionen austauschen oder Projekte entwickeln können. Gemeinsam sollen sie als “Changemakers” auftreten und sich und die Gesellschaft motivieren, verändern und gestalten.

http://www.zahnraeder-netzwerk.de/

Konzept

http://www.zahnraeder-netzwerk.de/konzept/

[18] Kugelmodell der Kulturen

Der Begriff geht auf J. G. von Herder (1744-1803) zurück. Kennzeichnend für seinen Kulturbegriff ist ein ›Kugelmodell‹ der Kulturen: „Jede Nation hat ihren Mittelpunkt der Glückseligkeit wie jede Kugel ihren Schwerpunkt“. Kultur erscheint hier im Sinne der Totalität einer Lebensweise, in sich geschlossen und nach außen durch eindeutige Differenz zu anderen Kollektiven gekennzeichnet (vgl. Reckwitz 2001: 185). Im Prinzip gehen alle Ansätze, die Kultur als geschlossenes System betrachten, auf das Herdersche Kugelmodell zurück

aus: Michael Schönhuth: Das Kulturglossar

http://www.kulturglossar.de/html/k-begriffe.html#kulturrelativismus

[19] dazu schon am 14.07.2010 mein Schlusswort zur Kölner WR-Tagung, das Wochen später der Zensur der ZEIT-Redaktion zum Opfer fiel:

„Solange Scharia und Fiqh nicht überwunden sind das heißt abgelegt sind, so lange ist der Islam nicht schulreif und gehört nicht auf das Universitätsgelände, jedenfalls nicht als beworbenes pädagogisches oder sozialarbeiterisches Werkzeug.“

[entfernt. Bitte seien Sie vorsichtig mit Äußerungen, die von einer ganzen Religionsgemeinschaft als beleidigend empfunden werden können. Danke. Die Redaktion/ew]

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2010-07/islam-hochschulen?commentstart=1#cid-780764

http://community.zeit.de/user/edward-von-roy

W e i t e r e Q u e l l e n

Am 16. Januar 2012 durfte ECFR-Scheich Mustafa Cerić mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan, damals noch Dr., die Fakultät für Islamische Studien an der Uni Tübingen feierlich einweihen. ECFR bedeutet Europäischer Rat für Fatwa und Forschung – European Council for Fatwa and Research, Führer ist der Cheftheologe der Muslimbrüder Yusuf al-Qaradawi, was für Deutschlands Politiker kein Problem ist, da man zwischen Islamismus und Islam unterscheiden könne.

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsticker-zentrum-fuer-islamische-theologie.html

Wissenschaftsrat (WR), Köln am 13. und 14. Juni 2010, Begrüßung zur Tagung „Islamische Studien in Deutschland“. Man umschreibt den muslimbrudernahen Scheich im ECFR Cerić („mit Bosnien-Herzegowina“) und lobt Ahmadinedschad-Amtsvorgänger Chatami (Muḥammad Ḫātamī) sowie den ägyptischen Schariaminister Zaqzuq (Maḥmūd Ḥamdī Zaqzūq) und bedauert, dass alle drei nicht kommen konnten. Letzterer habe zugesagt, beim Aufbau der universitären Islamischen Studien mit Rat und Tat zu unterstützen, wie sich Mittelalterforscher und WR-Vorsitzender Peter Strohschneider freut, inzwischen Präsident der DFG:

“Als Vorsitzender des deutschen Wissenschaftsrates möchte ich Sie herzlich zu unserer Tagung „Islamische Studien in Deutschland“ begrüßen. Ich freue mich sehr, dass Frau Ministerin Annette Schavan gleich zu Beginn ihre Grußworte an uns richten wird. Sie signalisiert damit nicht allein ihr Interesse, ich darf sagen: ihr persönliches Interesse, an unserem Vorhaben, sondern auch die Absicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die Einrichtung von Islamischen Studien in Deutschland zu unterstützen. Ich begrüße auch sehr herzlich unsere Gäste aus dem In- und Ausland. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, Sie alle namentlich vorzustellen. Aber lassen Sie mich meiner Freude darüber Ausdruck geben, dass unser Vorhaben von Indonesien über die Türkei bis nach Marokko auf großes Interesse gestoßen ist. Auch die Gäste, die sehr kurzfristig – Ende Juni bzw. Anfang Juli – ihre Zusage haben zurückziehen müssen, haben ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Einrichtung von Islamischen Studien in Deutschland signalisiert. So hat Professor Mahmoud Zakzouk, Minister für Religiöse Angelegenheiten in Ägypten, angekündigt, bei der „Verwirklichung dieser Pläne (gemeint ist die Einrichtung von Islamischen Studien) mit Rat und Tat mitzuhelfen“.

Auch der ehemalige Staatsminister des Iran, Seyed Mohammad Khatami, bewertet unser Vorhaben und unsere Tagung als „sehr wichtig im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der islamischen Welt und dem Westen“. Aus unterschiedlichen Gründen – primär tages- und außenpolitischen Gründen, in jedem Fall nicht aus wissenschaftspolitischen Gründen – müssen wir das Gespräch mit dem Iran, mit Ägypten und mit Bosnien-Herzegowina zu einem anderen Zeitpunkt führen.

Umso mehr freue ich mich, Professor Amin Abdullah als Vertreter des Ministeriums für Religiöse Angelegenheiten Indonesien und Herrn Professor Ali Dere als Leiter der Auslandsabteilung des Amtes für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei (DIYANET) begrüßen zu dürfen.

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Strohschneider_Begruessung.pdf

Den Partikel Partei für Entwicklung trägt auch die islamistische marokkanische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD, ḥizb al-‚adāla wa t-tanmīya, Justice and Development Party) im Namen, die in Europa gerne und wie um ein herankommendes Unheil magisch abzuwehren als „gemäßigt islamistisch“ beschrieben wird.

http://en.wikipedia.org/wiki/Justice_and_Development_Party_%28Morocco%29

Der orthodoxe Islam will die Herabsetzung der Frau, eine andere Scharia gibt es nicht. Thomas Schmid schrieb vor zehn Jahren, 2003 zur Lage in Marokko, was an Brisanz und Relevanz für Nordafrika und Europa nicht verloren hat:

»Mohammed VI. machte sich daran, überkommene Traditionen zu beseitigen, und er versprach, auch mit der „Moudawwana“, der alten Familiengesetzgebung, aufzuräumen. Sie verbietet der Frau, ohne Einwilligung eines männlichen Beschützers, in der Regel des Vaters oder eines Bruders, zu heiraten. Und sie erlaubt dem Mann, ganz nach seinem Gusto, die Ehefrau mit nur drei ausgesprochenen Sätzen rechtsgültig zu verstoßen und den Ehevertrag aufzulösen. Zudem gestattet sie die Polygamie – selbstredend nur den Männern.

Bald nach der Thronbesteigung, im Jahr 2000 schon, hatte Familienminister Said Saâdi ein Gesetz zur Reform der Moudawwana ausgearbeitet. Sämtliche große Parteien stimmten dem Projekt zu – bis auf die islamistische „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ (PJD). Diese mobilisierte zusammen mit der klandestinen, aber tolerierten Organisation „al-adl wa-l-ihsan“ (Gerechtigkeit und Spiritualität) des alten Scheichs Jassine die Straße. Eine Million Marokkaner marschierten – in nach Geschlechtern streng getrennten Blöcken – gegen eine Reform, die den Frauen Gleichberechtigung versprach. Nach dieser Machtdemonstration ließen sämtliche Parteien – und auch der König – das Vorhaben eingeschüchtert fallen. Der Gesetzesvorschlag wurde zwar nicht offiziell zurückgezogen, sondern, wie in solchen Fällen üblich, an eine Kommission verwiesen. Doch niemand sprach mehr darüber. Nur Familienminister Saâdi knickte nicht ein. „Die politische Klasse des Landes hat den Konflikt nicht gewagt“, sagte er, „aber letzlich wird sie nicht umhinkommen, ihn durchzufechten.“

Die Wende kam mit den Bomben. Am 16. Mai dieses Jahres sprengten sich in Casablanca an fünf verschiedenen Stellen zeitgleich zwölf Selbstmordattentäter in die Luft und rissen 33 Unschuldige mit in den Tod. Die Marokkaner waren schockiert. Alle Terroristen gehörten der radikal-islamistischen Gruppe „Assirat al-Mustakim“ (Der rechte Weg) an. Die Medien und das Parlament bezichtigten die PJD der moralischen Mitverantwortung. Nie hatte sich diese Partei eindeutig und glaubwürdig von der Gewalt distanziert.«

ZEIT-online 16.10.2003

http://www.zeit.de/2003/43/Marokko

Zur auch europäischen Machtergreifung der an Medina-Modell und Schariagesetz treu festhaltenden Ikhwaan Muslimiin, der Muslimbrüder, sind die Salafisten genannten, Irritation und Erschrecken verbreitenden Bärtigen ausgesprochen nützlich.

Das brutale Einschüchtern, die Erzeugung von Schrecken ist sehr islamisch, in Sure 33:26 sagt, wie wir hörten, der Islamgott selbst:

„and cast terror into their hearts … Und er … jagte ihnen Schrecken ein, so dass ihr sie zum Teil töten, zum Teil gefangen nehmen konntet“

Auch in Sure 59:2

Da aber kam Allah zu ihnen, von wannen sie es nicht vermuteten, und warf Schrecken in ihre Herzen

im Tafsir, bei ENFAL:

http://www.enfal.de/Tafsirde/Teil%2028.htm

Sure 8:12 [engl. Muhsin Khan]

I will cast terror into the hearts of those who have disbelieved, so strike them over the necks, and smite over all their fingers and toes. – Ich werde in die Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt oberhalb der Nacken und schlagt von ihnen jeden Finger!

http://quran.com/8/12

Sure 33:26 [engl. Muhsin Khan]

And those of the people of the Scripture who backed them (the disbelievers) Allah brought them down from their forts and cast terror into their hearts, (so that) a group (of them) you killed, and a group (of them) you made captives. Und Er ließ diejenigen von den Leuten der Schrift, die ihnen beigestanden hatten, aus ihren Burgen heruntersteigen. Und Er jagte in ihre Herzen Schrecken; eine Gruppe (von ihnen) habt ihr getötet und eine Gruppe gefangengenommen.

http://quran.com/33/26

The Council of Europe declaration on cultural diversity

http://www.diversite-culturelle.qc.ca/index.php?id=110&tx_bulletinsirre_pi1%5Byear%5D=2000&tx_bulletinsirre_pi1%5Bidbulletin%5D=907&L=2

http://www.alsatica.eu/alsatica/domain/label,identifier.html?alsaticaParam%5Bdomain%5D=bnus&alsaticaParam%5Bidentifier%5D=1%2F130149&alsaticaParam%5Blabel%5D=D%C3%A9claration+du+Conseil+de+l%27Europe+sur+la+diversit%C3%A9+culturelle%3B+Conseil+de+l%27Europe

ISESCO calls on international community to enhance respect for cultural diversity

Rabat 21/05/2012

The Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization (ISESCO) called on the international community to protect cultural diversity and enhance respect for the civilizational and cultural specificities of nations and peoples.

In a communiqué released on the occasion of the World Day for Cultural Diversity, ISESCO stressed on the necessity to protect diversity of cultural expressions as a path towards achieving comprehensive sustainable development and spreading the culture of justice, peace and mutual respect.

ISESCO also underscored the importance of cooperation and partnership between ISESCO, the United Nations Alliance of Civilizations and UNESCO, pointing out that the three parties are working jointly and with other international stakeholders to fulfill common objectives aimed at establishing a new world order based on ethical values and universal principles and guided by the international law.

In addition, ISESCO pointed that its active participation in the international efforts towards promoting dialogue of cultures and alliance of civilizations reflects the vision of the Muslim world with regard to cultural diversity as a universal law and a natural disposition in human beings.

By the same token, ISESCO stated that the appointment of ISESCO’s Ambassadors of Dialogue of Cultures and Civilizations is part of the action it is performing to promote the culture of dialogue, disseminate the values of coexistence, protect cultural diversity, and enhance the efforts for dialogue, development, tolerance and the universal protection of human rights.

http://www.isesco.org.ma/index.php?option=com_k2&view=item&id=7127:isesco-calls-on-international-community-to-enhance-respect-for-cultural-diversity&lang=en

ISESCO to hold cultural diversity symposium

The Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization (ISESCO) is to convene in the Mauritanian capital of Nouakchott, in cooperation with the Ministry of Culture, Youth and Sports of that country, the “International Symposium on Cultural Diversity and Inter-Cultural Dialogue.” The symposium will be held from September 23 – 25, and will discuss the Draft Islamic Charter on Cultural Diversity, which ISESCO has prepared and which highlights Islam’s perspective of human rights and its outlook on the culture of justice, peace, and the principle of culture for all, given that what the world is ;witnessing today makes these issues more pressing.

The international symposium will be chaired by Dr. Abdul Aziz Othman Al-Tuweijry, ISESCO Director-General, and among those expected to attend is Mauritania’s of Culture, Youth and Sports, Muhammad Abdullah Ould Baban.
Rabat, Sha’aban 4/Sep 18/IINA

http://www.iacad.gov.ae/venglish/detailnewspage.jsp?articleID=4298&pageFlag=0&newsType=4

The 1st World Forum on Intercultural Dialogue was opened by H.E Mr Ilham Aliyev, President of the Republic of Azerbaijan, Mr Mevlut Chavushoglu, President of the Parliamentary Assembly of the Council of Europe, Mr Abdulaziz Othman Altwaijri, Director General of ISESCO, Mr Hans D’Orville , Assistant Director General for Strategic Planning of UNESCO, Mr Marc Scheuer, Executive Director of United Nations Alliance of Civilizations Secretariat, Mr Jean-Paul CARTERON, President and Founder of Crans Montana Forum.

10.04.2011

http://www.bakuforum-icd.az/service/lang/en/page/44/nid/42/

beim Crans Montana Forum kulturdialogisch vereint: UNESCO und ISESCO sowie UN und OIC

http://cmf.ch/about/crossroads-world

Crans Montana Forum

26.-29 Juni 2013 in Baku, Aserbaidschan

http://cmf.ch/events/2013-06-29-2013-post-crisis-world

NEW LEADERS FOR TOMORROW

http://cmf.ch/events/2013-06-28-2013-%E2%80%93-new-leaders-tomorrow-june

2nd World Forum on Intercultural Dialogue 29 May-01 June 2013, Baku, Azerbaijan Living together peacefully in a diverse world

Azerbaijan is one of the unique places where different cultures and civilizations meet at the crossroad between the East and the West, the North and the South. At the same time, being a member of both Islamic and European organizations Azerbaijan absorbs the values of both civilizations, thus enabling it to assume a role of genuine bridge

The World Forum on Intercultural Dialogue has taken responsibility for delivering the global agenda on the Dialogue among Civilisations adopted by the United Nations General Assembly (November 2001), the UNESCO Convention on Protection and Promotion of the Diversity of Cultural Expressions (2005), the Islamic Declaration on Cultural Diversity, which was adopted by ISESCO in 2004, Declaration and Action Plan of the Third Summit of the Heads of State and Government of the Council of Europe member states, the Council of Europe White Paper on Intercultural Dialogue (May 2008), as well as the Baku Declaration for the Promotion of Intercultural Dialogue Azerbaijan hosted the 1st World Forum on Intercultural Dialogue on 7-9 April, 2011 in Baku under patronage of H.E. Mr. Ilham Aliyev, the President of the Republic of Azerbaijan that had been declared by the President at the 65th Session of the United Nations General Assembly (23 September 2010, New-York).

The Baku Forum addressed challenges of intercultural dialogue in its various aspects regarding conceptual frameworks, governance, policy and practice. It has tackled the barriers to dialogue and faced concretely how dialogue can best be pursued in diverse contexts.

http://www.bakuforum-icd.az/service/lang/en/page/6/

Baku Forum 2013 Programme

http://www.bakuforum-icd.az/service/lang/en/page/19/

Abdulaziz Othman Altwaijri (‚Abd al-‚Azīz bin ‚Uṯmān at-Tuwaiǧirī; * 3. April 1950 in Riad, Saudi-Arabien) ist Generaldirektor der Islamischen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization; Abk. ISESCO). Er lebt in Marokko.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abdulaziz_Othman_Altwaijri

Dr. Abdulaziz Othman Altwaijri is a Saudi Arabian author and lecturer … He has served as a trustee of the Islamic University in Niger, the Islamic University in Uganda, the Islamic University in Pakistan, the Islamic University in Bangladesh, the Islamic Conference Youth Forum for Dialogue and Cooperation, the Open University of Islamic Civilization in Beirut, and the Center for Muslim Contribution to Civilization in Doha.

http://thewcmp.org/dr-abdulaziz-othman-al-twaijri

Europäisch-Islamischer Kulturdialog. Bildungsexpertinnen aus islamisch geprägten Staaten zu Besuch in Deutschland. Fragen der schulischen und außerschulischen Integration von Kindern islamischer Minderheiten in Deutschland stehen im Mittelpunkt eines Seminars, an dem bis zum 07. September 20 Bildungsexpertinnen aus neun islamisch geprägten Staaten teilnehmen. … Außerdem finden Gespräche mit Vertreterinnen von Projekten im außerschulischen Bereich zur Integration islamisch geprägter Minderheiten statt. Die Veranstaltung im Rahmen des Europäisch-Islamischen Kulturdialogs wird seit 2002 vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz durchgeführt und aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. Die Teilnehmerinnen in diesem Jahr kommen aus Ägypten, Indien, Indonesien, Iran, Jordanien, Libanon, Malaysia, Pakistan und der Türkei. In ihren Heimatländern sind sie in Führungspositionen der Schulaufsicht und Schulverwaltung tätig.

http://www.kmk.org/index.php?id=735&type=123

KMK – Kultusministerkonferenz

http://www.kmk.org/

Europäisch-Islamischer Kulturdialog

Durch den Politikansatz „Dialog mit der islamischen Welt“ haben die kulturellen Beziehungen an Bedeutung gewonnen. Seit bereits mehr als fünf Jahren bildet der Politikschwerpunkt „Dialog mit der islamischen Welt“ einen festen Bestandteil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

Der Dialog mit der islamischen Welt ist hierbei als eine Form des bereits in den 1970er Jahren initiierten Kulturdialogs zu verstehen. Ziel ist es, über das Mittel des Dialogs mehr über Traditionen, Werte und Religion des „Anderen“ zu lernen, um somit eine Vertrauensbasis und beidseitiges Verständnis aufzubauen. Vorherrschende Stereotype und Feindbilder im Verhältnis von westlich und islamisch geprägten Gesellschaften sollen im Gegenzug entkräftet werden.

http://www.sanaa.diplo.de/Vertretung/sanaa/de/06/Islamdialog/Islamdialog___C3_9Cbersichtsseite.html

Europäisch-Islamischer Kulturdialog

Januar 2009: „Zerrbilder der Wirklichkeit-Die Wahrnehmung des Anderen in den Beziehungen zwischen westlicher und islamischer Welt“

Dezember 2009: „Rechtsvergleich des marokkanischen mit dem jemenitischen Familienrecht“

http://www.sanaa.diplo.de/Vertretung/sanaa/de/06/Islamdialog/Europ__isl__Kulturd__Kleinstprojekte__Seite.html

Das Dialogprojekt „Zerrbilder der Wirklichkeit – Die Wahrnehmung des Anderen in den Beziehungen zwischen westlicher und islamischer Welt“ fand am 13. Januar 2009 im Rahmen einer Konferenz statt, während derer deutsche und jemenitsche Studenten und Wissenschaftlern die Möglichkeit geboten wurde, über die Missverständnisse in den gegenseitigen Perzeptionen zu diskutieren und Ansätze zur Dekonstruktion gängiger Stereotypen zu erarbeiten.

http://www.sanaa.diplo.de/Vertretung/sanaa/de/06/Islamdialog/40_20Jahre__Dialogprojekt__Seite.html

Im Rahmen des Seminars untersuchten die Teilnehmer das marokkanische und jemenitische Familienrecht und prüften, in welcher Weise das jemenitische Familienrecht im Einklang mit der Scharia reformiert werden müsste, um Frauen mehr Rechte zuzugestehen.

http://www.sanaa.diplo.de/Vertretung/sanaa/de/06/Islamdialog/Rechtsvergleich__Seite.html

Ob mittelalterlicher Medinastaat oder heutige Bundesrepublik Deutschland: Die militante Provokation, Allahs scharfer Seitenwind, ist, im Sinne der Islamisierung eines Landstrichs, ein nützliches Erschrecken. Geplant unberechenbare „Salafisten“ und geschmeidig salonfähige Islamlobbyisten betreiben eine Art Arbeitsteilung und wollen letztlich dieselbe gesellschaftliche Veränderung.

Die besonders radikal schariabewegte und mit Tatsachen gelegentlich großzügig umgehende Islamische Zeitung (der vom spanischen Granada aus um den gebürtigen Schotten Ian Dallas aufgebauten, kalifatischen Murabitunbewegung nahestehend) beleuchtet das Finanzierungsgeflecht:

„Derzeit wird jeder Standort mit bis zu vier Millionen Euro jährlich durch Bundesmittel gefördert. Hinzu kommen Stiftungen, die auf diesem Gebiet aktiv sind. Beim Osnabrücker IIT beispielsweise bereiten sich einige Doktoranden auf ihre Promotion mit Hilfe der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) vor. In diese Kategorie fällt auch die Maturidi-Studienförderung für Islamisches Denken, die der türkischen DITIB nahesteht. Das bekannteste Beispiel, die Mercator-Stiftung, ihrerseits ist seit der Einführung der „Islamischen Theologie“ mit einem standortübergreifenden Programm im Rahmen ihres Graduiertenkollegs vertreten. Ihre Stipendiaten arbeiten und forschen an den jeweiligen Standorten. Außerdem gibt es eine Kooperation bei der Organisation von Tagungen, Veranstaltungen und Studienreisen. Koordiniert wird dieses Programm von Münster aus.“

http://www.islamische-zeitung.de/?id=16591

Dem Beispiel des im Jahre 1111 gestorbenen Imam al-Ghazali folgen also alle, allesamt mehr oder weniger muslimbrudernahen Ideologen und Organisatoren einer globalen, kriechenden Scharia und beginnenden Rechtsspaltung: das unislamisches Denken gefährdet den Erfolg (machtpolitisch) und das Seelenheil (koranbasiert theologisch) und darf und muss, al-Islam huwa al-Hall – der Islam ist die Lösung, durch ein islamisches Alternativmodell ersetzt werden.

Statt Philosophie demnächst eben ein den angeblichen kulturellen Besonderheiten des Orients gerecht werdendes Islamisches Denken (Islamic Philosophy), statt Pädagogik kultureller Moderne künftig eben parallel dazu eine Islampädagogik, statt universelle Menschenrechte eben auch in Kairo, Tunis, London oder Berlin “ein bisschen Scharia” (was auf Dauer so wenig geht wie ein bisschen schwanger).

Die emotionale und juristische Apartheid der in Muslime und Nichtmuslime aufgespaltenen, dialogischen Gesamtgesellschaft friedlichen Zusammenlebens kann kommen.

Die mittelfristige Rechtsspaltung nach Koran und Sunna und inschallah langfristige Etablierung eines politischen Islamischen Systems ist auf eine Denkfigur und mantraartig permanent zu wiederholende Formel angewiesen: auf das Zerreißen der unteilbaren, einen Welt in die islamische und westliche Welt, hier von Göttingen aus vorgedacht:

Herr Schulze hat zahlreiche Publikationen zu diesem Themenbereich veröffentlicht und ist seit dem 1. Juni 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-geförderten Projekt „Neomodernistischer und Liberaler Islam in Indonesien und seine intellektuellen Netzwerkbildungen in die islamische und westliche Welt“ im Seminar für Arabistik/Islamwissenschaft (Prof. Dr. Irene Schneider) tätig.

http://www.uni-goettingen.de/de/364888.html

Conference Islamic Gender Discourse and Legal Thought

This is the first joint conference of the Department of Arabic and Islamic Studies of Georg-August-University Goettingen (Prof. Irene Schneider), Prof. Fritz Schulze and the Faculty of Sharia and Law of the Islamic State University of Yogyakarta/Indonesia (Dean Dr. Noorhaidi Hasan). The cooperation is supported by the German Academic Exchange Service (DAAD) in the context of the program „Academic Dialogue with the Islamic World“. The conference will be followed by a workshop for PhD and Master students who will present their ongoing research on 24 May 2013.

Everyone who is interested is welcome. Contact: Prof. Fritz Schulze

hier veröffentlicht bei: GAIR, Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht

http://www.gair.de/conference-islamic-gender-discourse-and-legal-thought/

Das machen wir nicht mit, es gibt keine zwei Sorten Mensch (nichtmuslimisch versus muslimisch). Sobald wir die eine, unteilbare Menschheit in Ost und West gespalten denken, wird – auch in Europa! – die Rechtsspaltung nachrücken, das frauenfeindliche Schariasystem, bei dem die Ostfrau nicht richtig gesehen werden darf und die Westfrau nicht mehr richtig hinsehen möchte, wie es diese Collage treffend veranschaulicht:

http://www.4vientos.net/?p=6854&doing_wp_cron=1364044340.3373689651489257812500

Mustafa Cerić: „We live the Koran in an open society, Europe should dialogue with us“

Interview by MARIA LAURA CONTE and MlCHELE BRIGNONE

http://www.rijaset.ba/english/index.php/template/latest-news/105-europe-should-dialogue-with-us

THE MEMBERS OF THE CONSTITUTIONAL COURT

The Islamic Community’s Constitutional Court has five members: five judges and Secretary of the Court. The Judges of the Constitutional Court are:

1. Osman Kozlić MA, President of the Constitutional Court, lecturer of Fikh and Hadith at Behram-Bey’s Madrasah in Tuzla.

2. Mujo Sušić, Vice-President of the Constitutional Court, lecturer in Fikh at the Gazi Husrev-Bey’s Madrasah in Sarajevo.

3. Professor Enes Ljevaković Ph.D, lecturer of Sharia Law at the Faculty of Islamic Studies in Sarajevo.

4. Jusuf Šeta, attorney from Zenica

5. Adnan Omanović, attorney from Zagreb

The Secretary of the Constitutional Court of the Islamic Community is Nurif Herić, an attorney from Sarajevo.

The current members of the Constitutional Court took up duty on 24 December 2008. Their appointments each last six years, with the possibility of reelection.

http://www.rijaset.ba/english/index.php/2011-06-30-23-44-03/information/24-constitutional-court

http://www.rijaset.ba/english/index.php/2011-06-30-23-44-03/members

Islamische Studien …

The Faculty of Islamic Studies

Sarajevo, Bosnien

http://www.rijaset.ba/english/index.php/faculties

Article VII [ 7 ]

The aim of the Islamic Community is that all of its members should live in conformity with Islamic ethical norms.

The aim of the Islamic Community is being achieved by promoting good and preventing evil.

Article XLV [ 45 ]

The Mufti [ spricht die Fatwa, das orthopraktisch obligatorische weil heilssichernde jeweilige islamischen Rechtsgutachten ] is appointed, transferred an dismissed by the Council of the Islamic Community upon the proposel of the Raisu-l-ulama.

The person appointed as the Mufti must be an Alim (a Senior Muslim Scholar) (…)

Article XLIX [ 49 ]

The Riyasat [ Islamische Führung ] of the Islamic Community is the highest Islamic religious and administrative organ of the Islamic Community.

The head of the Riyasat is the Raisu-l-ulama [ Führer der Schariagelehrten ].

Including the Raisu-l-ulama, the Riyasat is consisted of 15 members. (…)

Article LV [ 55 ]

The Raisu-l-ulama is the Supreme Authority and the Grand Mufti of the Islamic Community in Bosnia-Hercegovina.

The Raisu-l-ulama is a symbol of the unity of the Din (Islamic religion) and the Ummat of the Islamic Community in Bosnia-Hercegovina. (…)

Article LIX [ 51 ]

(…)The Raisu-l-ulama may suspend any decision of any organ of the Islamic Community whenever he sees it contrary to the Shari’ah law, by a decision requiring its revocation or by an amendment that will bring it into conformity with the Islamic norms. (…)

Article LXIII [ 63 ]

Ein Fünftel sind Auslandsbosnier, drei davon deutsch, einer aus Chicago

The Council of the Islamic Community is consisted of 88 members

Sarajevo 13 members

Tuzla 10 members

(…)

Novi Pazar [ Serbien ] 5 members

Zagreb [ Kroatien ] 5 members

Ljubljana [ Laibach, Slovenien ] 3 members

Cologne [ Köln, Deutschland ] 3 members

Chicago [ USA ] 1 member

Sydney [ Australien ] 1 member

http://www.rijaset.ba/english/images/stories/Constitution.pdf

Cerić sprach am 12.10.2008 in Cambridge zur zielsicher rechtsspaltenden Dialog-Kampagne A Common Word; hier beim der Muslimbruderschaft zuzurechnenden Radical Middle Way (RMW)

http://www.radicalmiddleway.co.uk/event/do-we-need-a-common-word

http://www.radicalmiddleway.co.uk/speaker/mufti-mustafa-ceric

Die Netzwerke der globalen Muslimbrüder durchleuchtet Global Muslim Brotherhood Daily Report, vielen Dank:

A U.K Muslim Brotherhood organization has invited Bosnian Grand Mufti Mustafa Ceric as a special guest for its event entitled “Why Europe Needs Islam.” According to the Radical Middle Way website, the event will be held on separate days in London and in Birmingham. Dr. Ceric is tied to the Muslim Brotherhood through his membership in the European Council for Fatwa and Research, the theological body led by global Brotherhood leader Youssef Qaradawi … The RMW has a wide range of associated scholars representing the global Muslim Brotherhood including Tariq Ramadan, German Islamist Murad Hoffman, Canadian muslim Brotherhood leader Jamal Badawi, and Dr. Helbawi and his son Abdur Rahman Helbawi. Other interesting figures associated with the RMW include Egyptian Grand Mufti Shaykh Ali Gomaa and Egyptian tele-evangelist Amr Khaled. Dr. Ceric recently joined the RMW as an associated scholar.

GlobalMB @ January 14, 2008

http://globalmbreport.com/?p=501

Why Europe needs Islam

http://www.radicalmiddleway.co.uk/media/why-europe-needs-islam

Why Europe needs Islam

15 January 2008, London

Dr Mustafa Ceric, Grand Mufti of Bosnia-Herzegovina and author of the groundbreaking Declaration of European Muslims, Dr Kamal Helbawy (Chairman, Centre for The Study of Terrorism) and Dr Usama Hasan (Director, The City Circle)

This program is presented by The Radical Middle Way initiative in partnership with Green Light Youth Forum, The Sultan Bahu Trust with support from The City Circle. Special thanks to the London Muslim Centre and The Cordoba Foundation.

http://www.radicalmiddleway.co.uk/event/why-europe-needs-islam

Advertisements

Schlagwörter: ,

16 Antworten to “336. Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem”

  1. Bragalou Says:

    :::::::
    Die Transkulturalität beschwörend sich aus den universellen Menschenrechten herausschleichen:

    Wir brauchen endlich die transkulturelle Gesellschaft!
    Von Kamuran Sezer
    Migazin 26.07.2006

    Wir müssen uns wieder auf die “Mitte der Gesellschaft” besinnen! Und vor allem sollten wir uns dabei bewusst machen, dass in der Mitte der Gesellschaft nicht einzig der “weiße Mann” Platz eingenommen hat. Sie ist schon lange multiethnisch und -religiös aufgestellt. Multikulti ist daher nicht tot! Die multiethnische und -religiöse Gesellschaft ist der einzige Lösungsweg, wenn man gesellschaftlichen Frieden und ökonomischen Wohlstand nachhaltig gewährleisten will! …

    Deswegen ist eine transkulturelle Identität die unabdingbare Voraussetzung. Wir benötigen einen konsensualen Wertekonstrukt …

    Das Konzept der transkulturellen Gesellschaft bildet damit einen referentiellen Mittelpunkt, die an alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen adressiert ist. Eine solche Gesellschaft stellt damit nicht nur an die Aufnahmegesellschaft Forderungen. Auch die Einwanderer sind aufgefordert, in diese Gesellschaft zu investieren. Traditionen, Gebräuche und Sitten müssen kritisch reflektiert und auf den Prüfstand gestellt werden.

    Der effektivste Weg dorthin verläuft über gesellschaftspolitische Verhandlungsarenen. Im weitesten Sinne stellen die Islamkonferenz und der Integrationsgipfel solche oder ähnliche Verhandlungsarenen dar. Es muss jedoch kritisch angemerkt werden, dass diese in den vergangenen Jahren gemessen an deren originären Ideen politisch pervertiert aber zumindest deformiert wurden. …

    Die Verhandlungsarenen sind aber für die Bildung und Verstetigung der transkulturellen Gesellschaft wichtig. …

    Die multiethnische und -religiöse Gesellschaft muss zum Normalfall der gesellschaftlichen Realität werden! Hiervon sind wir in Deutschland noch ein ganzes Stück entfernt!

    Gehört der Islam zu Deutschland oder nicht? Sind wir ein Einwanderungsland oder doch nicht? Benötigen wir eine aktive Einwanderungspolitik? Und wenn ja, wie soll die Integration der Einwanderer aussehen? Und nach welchen Kriterien beurteilen wir erfolgreiche Integration?

    Diese Grundsatzdebatten sind aber Scheindebatten, die vom Wesentlichen ablenken: Es geht um die Zugänge und um die Verteilung von Macht und Wohlstand in der Gesellschaft. Die transkulturelle Gesellschaft wird funktionieren, wenn knappe und verknappte Ressourcen wie Arbeit, Bildung, Macht, Partizipation und Anerkennung allen Gesellschaftsmitgliedern gleichermaßen zugänglich gemacht werden. …

    Mit einer Verzögerung wird diese soziodemografische Realität auch die Unternehmen erreichen. Denn diese werden in weniger als zehn Jahren ihr Humankapital aus einem multikulturellen Arbeitskräfteangebot schöpfen. Die Gesamtgesellschaft und ihre Institutionen müssen mit einem klaren Bildungsauftrag auf diese – eigentlich bereits existente – gesellschaftliche Realität konsequent vorbereitet werden.

    Wir brauchen endlich die transkulturelle Gesellschaft …

    http://www.migazin.de/2011/07/26/wir-brauchen-endlich-die-transkulturelle-gesellschaft/

    :::::::
    eine vorsichtig kopftuchkritische Handreichung für Berufseinsteiger wird, völlig schariakompatibel, heftig auseinandergenommen, auch von Kamuran Sezer:

    „Es ist ein Armutszeugnis, jungen, selbstbewussten und gut ausgebildeten Frauen zu erklären, dass sie ihr Kopftuch ablegen sollen, damit sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Stattdessen sollten mit demselben Engagement Arbeitgeber davon überzeugt werden, dass ein Kopftuch nichts über die Kompetenzen und Qualifikation einer Frau aussagt, und schon gar nicht eine Bedrohung ist.“

    Kamuran Sezer

    http://islam.de/21382

    :::::::

    als Kolumnist bei dtj – Deutsch Türkisches Journal

    http://dtj-online.de/category/list/83/kamuran_sezer/

    :::::::
    DTJ hat sehr viel Verständnis für Prediger Fethullah Gülen – kein Wunder, der Chef des gülenbewegten FID ist DTJ-Kolumnist

    Von DTJ-ONLINE | 15.04.2013 17:09

    Die Hizmet-Bewegung möchte durch die Einrichtung einer Stiftung von sich aus einen wichtigen Schritt in Richtung Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit setzen. Diese soll nicht nur den Medien oder der Politik gegenüber eine nachvollziehbare Struktur bieten, sondern auch als Ansprechpartnerin für die Dialogvereine und Bildungsinitiativen darstellen, die sich Hizmet verbunden fühlen.

    Ercan Karakoyun, geschäftsführender Vorsitzende des „Forum für interkulturellen Dialog e.V.“ (FID) in Berlin und DTJ-Kolumnist, koordiniert derzeit eine Arbeitsgruppe, um die Gründung der geplanten Stiftung von Hizmet in Deutschland vorzubereiten. … „Die Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft sind Menschen, die sich für Hizmet engagieren und von Fethullah Gülen inspiriert sind. Alle verbinden die Werte und Ideen von Hizmet. Die meisten der rund zwei Dutzend Mitglieder sind Vorstandsmitglieder der Dialogvereine oder von Vereinen aus dem Bildungs- und Schulbereich, es arbeiten aber auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien mit.“

    http://dtj-online.de/news/detail/2079/gulen_bewegung_durch_transparenz_akzeptanz_erhohen.html

    FID = Fethullah Gülen

    Gülen ist Ehrenvorsitzender des in Berlin angesiedelten Forums für Interkulturellen Dialog (FID)

    http://www.dialog-berlin.de/Fethullah-G%C3%BClen/

    Im FID-Beirat:

    Prof. Dr. Rita Süssmuth
    Bundestagspräsidentin a.D.

    Prof. Dr. Christina von Braun
    Humboldt-Universität zu Berlin – Institut für Kulturwissenschaft

    http://www.dialog-berlin.de/Beirat/

    :::::::
    DTJ lässt von einer Studentin die Frauenrechtsaktivistinnen von FEMEN scharf kritisieren und das Frauenrecht auf den Hidschab verteidigen:

    Sogenannte „Islamkritiker“ und Feministinnen meinen, im Kopftuch eine religiöse Symbolik erblicken zu können, welche zur Unterdrückung der Frau diene oder ihre Entwürdigung repräsentiere, da der Islam so die Frau auf ihre Sexualität reduziere – so heißt es – und nehmen damit einen erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung einer ohnehin bereits vorurteilsbeladenen Gesellschaft. …

    aus: Aliye Yılmaz: „Mein Kopf – meine Entscheidung!“
    in: dtj 10.04.2013

    http://dtj-online.de/news/detail/2050/mein_kopf_%E2%80%93_meine_entscheidung!.html

  2. Cees van der Duin Says:

    Ja was denn nun: postmoderne „Vielheitsbereitschaft“ mit legalisierter Zweitfrau, „vernetztes Denken“ mit ein bisschen Schleierzwang, Abkehr von der AEMR im Namen der „transversalen Vernunft“?

    Hans-Peter Raddatz spricht über das jede Individualität ausgelöscht haltende Schariabewusstsein des kritiklosen Nachahmens (taqlid; salafiyya) jener echtislamischen Textgläubigkeit und Allahzentrik, welche das Geflecht des totalitären Nizam oder Islamic System aufbaut, als vom „Rhizom“.

    Die kriechenden Wurzelausläufer oder sich unterirdisch ausbreitenden Stängel des Islamischen Nizam bilden ein autonomes Bewusstsein verhinderndes Geflecht oder Netz. Der schariatreue islamische Mystiker Rumi (vgl. unten) wirbt für die Überlebensstrategie (taqiyya) bzw. Revolutionsstrategie (thawriyya, pers. enghelāb) mit dem Gleichnis der vernetzten Graswurzeln auf dem krautbewachsenen Dach eines alten Hauses.

    In: Transkulturalität – Die veränderte Verfassung heutiger Kulturen. Ein Gespräch mit Johann Gottfried Herder sagt Wolfgang Welsch es etwas anders es die rhizomlogischen Gleichgeschalteten der Scharia fühlen und denken, sein Denken aber kriecht nicht minder in dichtverflochtenen Endlosschleifen oder Netzen.

    In FN 45 beispielsweise zitiert Welsch den unter Postmodernen wie Islamradikalen beliebten Richard Rorty: dass „das Ich ein mittelpunktloses Netz ist“, es sei: „alles menschliche Leben als das immer unvollständige (…) Neuweben eines solchen Netzes zu denken.“ Rechtsstaatliches Bewusstsein kriecht im Netz dieses Ich hinweg, Faustrecht heran? Rorty verherrlichte die Kontingenz, die Zufälligkeit, der Islam geht ein Stück weit den selben Weg wie Rorty und hebt kontingente, nämlich unwichtige oder satanische Naturgesetzlichkeit im allwirkenden und allerhaltenden Schöpfergesetz auf.

    Mystiker Welsch: „Dies bedeutet auch, dass die Welt im ganzen statt eines separatistischen eher ein Netzwerk-Design annimmt. Unterschiede verschwinden dadurch zwar nicht, aber die Verständigungsmöglichkeiten nehmen zu.“

    Will Wolfgang Welsch die allgemeine Menschenrechte und ihre Gleichberechtigung von Mann und Frau sowohl im so genannten Orient als auch im (islamverbandlichen) Untergrundnetzwerk eines schariatisierenden transatlantischen „Okzidents“ denn wirklich nicht durchgesetzt wissen? Die 2. Kritische Islamkonferenz (Mai 2013) sollte ihn dazu befragen.

    Lediglich hocherfreut eine endlich überalll spürbare „Vernetzung der Kulturen (Welsch ebd.) zu beschwören, wird Allahs Normativität von Kopftuchzwang und Zweitfrau nicht abstoppen, weder im Orient noch im legendären so genannten Westen.

    http://via-regia-kulturstrasse.org/bibliothek/pdf/heft20/welsch_transkulti.pdf

    :::::::

    Rumi: Wenn du Saat bist, werden die Vögel dich aufpicken und wenn du Knospe bist, werden die Kinder dich abreißen. Darum verstecke die Saat und breite dich aus wie ein Netz. Halte die Knospe verborgen und nimm die Gestalt an, die das dichtverwobene Gras auf dem Hausdach hat.

    Rumi: if you are a seed, the birds will peck at you and if you are a bud, children will tear you apart. So hide the seed and spread out like a net. Conceal the bud and adopt the form of slimy grass on the roof.

    http://www.allamaiqbal.com/publications/journals/review/oct90/1.htm

    In fact the Kingdom of God is never precisely defined in the Bible. Jesus explained its nature by a variety of images, metaphors, and parables. The kingdom is like a mustard seed that grows into a tree, like a pearl buried in a field, like a net that gathers fish, like a landowner who rents his vineyard to evil men, like a king who forgives his servant’s debt, and so on.

    http://www.onislam.net/english/ask-about-islam/society-and-family/interfaith-issues/168854-kingdom-of-god.html

  3. Carcinòl Says:

    Endlich spricht es jemand aus: das ethische Gewand des amtierenden „evolutionären Humanismus“ ist ungefähr so farbenprächtig und blickdicht wie dasjenige der durch ein Kind auf Normalmaß gebrachten Hauptfigur im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. Broder blickt … durch:

    „In diese Abteilung gehört auch eine Frage, die an den Philosophen und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon, Leiter der Giordano-Bruno-Stiftung „zur Förderung des evolutionären Humanismus“, im Zusammenhang mit der Islamkonferenz neulich gestellt wurde. … Für Schmidt-Salomon und seine Freunde ist die Freiheit von der Religion wichtiger als die Religionsfreiheit. Das ist legitim, aber auch nicht besser als die Überzeugung, dass man an irgendetwas glauben sollte: Die globale Klimakatastrophe, die Einheit Europas, dass es einen Gott gibt oder dass es keinen Gott gibt. Mag sein, dass diese Austauschbarkeit der Kern des „evolutionären Humanismus“ ist. Ich kann darin keinen Fortschritt erkennen. Beim besten Willen nicht.“

    aus: Henryk M. Broder: Wir brauchen einen Zentralrat der Atheisten!

    in: WELT 11.05.2013

    http://www.welt.de/kultur/article116068163/Wir-brauchen-einen-Zentralrat-der-Atheisten.html

    : : :

    Medaillen, nach dem Andersen-Märchen „Des Kaisers neue Kleider“

    Kejserens nye klæder. Arno Malinowski 1975.

    Kejserens nye klæder. Gunvor Svensson Lundkvist 1989.

    Visit Odense – City of Hans Christian Andersen

    http://www.visithcandersen.dk/tourist.htm

    : : :

    The Emperor’s New Clothes

    A vain Emperor who cares for nothing except wearing and displaying clothes hires two swindlers who promise him the finest, best suit of clothes from a fabric invisible to anyone who is unfit for his position or „hopelessly stupid“. The Emperor’s ministers cannot see the clothing themselves, but pretend that they can for fear of appearing unfit for their positions and the Emperor does the same. Finally the swindlers report that the suit is finished, they mime dressing him and the Emperor marches in procession before his subjects. The townsfolk play along with the pretense not wanting to appear unfit for their positions or stupid. Then a child in the crowd, too young to understand the desirability of keeping up the pretense, blurts out that the Emperor is wearing nothing at all and the cry is taken up by others. The Emperor cringes, suspecting the assertion is true, but continues the procession.

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Emperor%27s_New_Clothes

    : : :

    The Emperor’s New Suit
    (1837)

    by Hans Christian Andersen
    (1805-1875)

    … „I can’t see anything,“ he thought. „If I see nothing, that means I’m stupid! Or, worse, incompetent!“ …

    „We have worked night and day but, at last, the most beautiful fabric in the world is ready for you. Look at the colors and feel how fine it is.“ Of course the Emperor did not see any colors and could not feel any cloth between his fingers. He panicked and felt like fainting. But luckily the throne was right behind him and he sat down. But when he realized that no one could know that he did not see the fabric, he felt better. Nobody could find out he was stupid and incompetent. And the Emperor didn’t know that everybody else around him thought and did the very same thing. …

    All the people had gathered in the main square, pushing and shoving to get a better look. An applause welcomed the regal procession. Everyone wanted to know how stupid or incompetent his or her neighbor was but, as the Emperor passed, a strange murmur rose from the crowd.

    Everyone said, loud enough for the others to hear: „Look at the Emperor’s new clothes. They’re beautiful!“

    „What a marvellous train!“

    „And the colors! The colors of that beautiful fabric! I have never seen anything like it in my life!“ They all tried to conceal their disappointment at not being able to see the clothes, and since nobody was willing to admit his own stupidity and incompetence, they all behaved as the two scoundrels had predicted.

    A child, however, who had no important job and could only see things as his eyes showed them to him, went up to the carriage.

    „The Emperor is naked,“ he said.

    The Emperor realized that the people were right but could not admit to that. He though it better to continue the procession under the illusion that anyone who couldn’t see his clothes was either stupid or incompetent. And he stood stiffly on his carriage, while behind him a page held his imaginary mantle.

    http://deoxy.org/emperors.htm

    : : :

    Les Habits neufs de l’empereur

    … Les deux charlatans se mirent alors au travail. Quelques jours plus tard, l’empereur, curieux, vint voir où en était le tissage de ce fameux tissu. Il ne vit rien car il n’y avait rien. Troublé, il décida de n’en parler à personne, car personne ne voulait d’un empereur sot.

    Il envoya plusieurs ministres inspecter l’avancement des travaux. Ils ne virent pas plus que le souverain, mais n’osèrent pas non plus l’avouer.

    Tout le royaume parlait de cette étoffe extraordinaire. … Seul un petit garçon osa dire la vérité : « Mais il n’a pas d’habit du tout ! ». [ou dans une traduction plus habituelle : « le roi est nu ! »]. Et tout le monde lui donna raison. L’empereur comprit que son peuple avait raison, mais continua sa marche sans dire un mot.

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Les_Habits_neufs_de_l%27empereur

  4. Bragalou Says:

    „The Islamic culture, as history attests, is a culture of progress, creativity, knowledge and action that has always respected and dealt with diversity. The diversity of cultures and civilizations and their coexistence within the large Islamic world, despite its different languages, cultures and civilizations, is the best historical evidence of the culture of dialogue and tolerance that Islam has always called for, regardless of the changing junctures.“

    ISLAMIC DECLARATION ON CULTURAL DIVERSITY
    (2004)

  5. Bragalou Says:

    Sie fragen: »Meinen Sie uns, Herr Giordano?« Ich antworte: Solange Sie wahrheitswidrig so tun, als sei Ihre gelungene Einordnung in die Gesellschaft exemplarisch für den Status quo der muslimischen Minderheit in Deutschland, und dabei wirklichkeitsferne Sätze fallen wie »die Frage nach Integration stelle sich gar nicht« – so lange meine ich Sie.

    Sollten Sie aber ebenso erschüttert sein wie ich über das, was türkische Kritikerinnen berichtet haben aus dem Alltag von Unterdrückung, Abschottung, Ausbeutung, Zwangsehe und Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen als Norm – dann meine ich Sie nicht. …

    Sollte … von Ihrer Seite eine klare, unmissverständliche Abkehr von der Scharia kommen, dem islamischen »Rechtssystem«, das mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus unvereinbar ist – dann meine ich Sie nicht.

    Solange Sie bestreiten, dass es in den Parallelgesellschaften türkische Gewaltkultur gibt, überbordenden Nationalismus, offenen Fundamentalismus, ausgeprägten Antisemitismus und öffentliches Siegergebaren mit demographischer Drohung – so lange meine ich Sie. …

    Vor allem aber meine ich: Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!

    aus: Giordano: „Der Islam ist das Problem“
    in: ksta 20.08.2007

    http://www.ksta.de/koeln-uebersicht/giordano—der-islam-ist-das-problem-,16341264,13379668.html

    ::
    ::

    Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben sich Jugendliche aus dem Umfeld der türkisch-islamischen Union, Ditib, gegen den „Fanatismus und die Diffamierung von Ralph Giordano“ gewehrt. Sie trafen sich auf dem Gelände der Ditib in Ehrenfeld und entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Meinen Sie uns, Herr Giordano?“

    Giordano hatte den Islam grundsätzlich kritisiert und bezweifelt, ob jemand „dem der Koran, diese Stiftungsurkunde einer archaischen Hirtenkultur, heilig ist, auf dem Boden des Grundgesetzes stehen kann“. „Wie kann er mir so etwas sagen?“, fragt Unternehmer Tekbas. Der Islam sei eine friedliche Religion. „Christentum, Judentum und Islam haben gleiche Wurzeln.“

    aus: „Meinen Sie uns, Herr Giordano?“
    in: ksta 17.08.2007

    http://www.ksta.de/koeln-uebersicht/-meinen-sie-uns–herr-giordano–,16341264,13380914.html

  6. Machandelboom Says:

    2013

    Nachdem Abdel-Samad am 4. Juni 2013 bei einem Vortrag in Kairo „der Muslimbruderschaft islamischen Faschismus vorgeworfen“ und gesagt hatte, „dass dieser Faschismus in der Entstehungsgeschichte des Islams zu begründen ist“, gab es am nächsten Tag im Internet Mordaufrufe gegen ihn, und am 7. Juni rief Assem Abdel-Maged, ein Führer der Gamaa Islamija und Verbündeter von Staatspräsident Mohammed Mursi, im ägyptischen Fernsehen zum Mord an Abdel-Samad auf, weil dessen Äußerungen eine Beleidigung des Propheten gewesen seien.[4] Übliche Aufenthaltsorte von Abdel-Samad in Kairo wurden im Internet veröffentlicht. Abdel-Samad forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle öffentlich auf, den Mordaufruf schärfstens zu kritisieren, und den ägyptischen Präsidenten Mursi aufzufordern, diesen ebenfalls zu verurteilen.[5] Mahmoud Shaaban, Professor an der al-Azhar-Universität in Kairo, wiederholte den Mordaufruf

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hamed_Abdel-Samad

    Die Gruppe entstand in den 1970er Jahren in Abspaltung von der Muslimbruderschaft in einem studentischen Umfeld vor allem in Oberägypten.

    al-Dschamā’a al-islāmiyya
    al-Gama’a al-Islamiyya

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gamaa_Islamija

  7. Machandelboom Says:

    Er sprach von „religiösem Faschismus“ – und das wurde ihm zum Verhängnis. Als Hamid Abdel-Samad vergangene Woche für einen Vortrag nach Kairo reist, ahnt er vermutlich nicht, welche Reaktionen seine Thesen diesmal hervorrufen werden. Nicht nur im Internet sind tagelang öffentliche Morddrohungen zu lesen. Auch im Fernsehen rufen Scheich Assem Abdel-Maged, Führer der islamistischen Bewegung „Dschamaa Islamiya“, und Salafist Mahmud Schaaban, offen zu Abdel-Samads Ermordung auf.

    Abdel-Samad ist deutsch-ägyptischer Autor und gilt als Experte für den Islam. Auslöser für die heftigen Reaktionen aus seiner Heimat war offenbar seine These zur Entstehung des „religiösen Faschismus“ im Islam. Dieser sei nicht erst mit der Machtergreifung der Muslimbrüder entstanden, sondern habe seine Wurzeln viel tiefer: in den Ursprüngen des Islam, als Prophet Mohammed diesen als „Monokultur“ bezeichnet haben soll.

    Focus 11.06.2013

    http://www.focus.de/politik/deutschland/morddrohung-gegen-islamkritiker-muslimbrueder-drohen-hamid-abdel-samad-mit-mord_aid_1011081.html

    ::
    ::

    Ich habe versucht, deutlich zu machen, dass man moderne Begriffe wie Faschismus nicht auf die Urgeschichte des Islam übertragen kann. Aber als Gegenleistung sollten auch alte Begriffe wie Scharia nicht auf das 21. Jahrhundert übertragen werden. Deswegen habe ich diese Behauptung gemacht. Wenn orthodoxe Muslime darauf bestehen, diese Konzepte des 7. Jahrhunderts auf das 21. Jahrhundert zu übertragen und unser Leben heute durch solche Konzepte und Begriffe zu definieren, dann können wir auch mit modernen Begriffen wie Faschismus die Entstehungsgeschichte des Islam beschreiben. Die Lösung wäre für mich: Wir beurteilen den Propheten und den Koran mit den Maßstäben unserer Zeit. Aber als Gegenleistung sollten auch der Koran und der Prophet unser Leben heute nicht bestimmen.

    ZDF: Sie haben den Muslimbrüdern religiösen Faschismus vorgeworfen. War das möglicherweise zuviel?

    Abdel-Samad: Das ist nicht zuviel. Wenn man die Entstehungsgeschichte der Muslimbruderschaft mit der Entstehungsgeschichte der faschistischen Bewegung in Europa vergleicht, dann erkennt man viele Parallelen. Sie sind alle in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden. Alle sprechen von Weltherrschaft, von moralischer Überlegenheit gegenüber der Welt. Alle verlangen von ihren Anhängern unbedingten Gehorsam. Alle gehen mit Medien und mit der Opposition sehr faschistisch um. Alle glauben an die Einmaldemokratie – einmal wählen gehen und danach wie ein trojanisches Pferd die Demokratie von innen zerstören.

    ZDF: Aus welchen Kreisen kommt der Mordaufruf jetzt und was glauben Sie, welches politische Motiv könnte dahinterstecken?

    Abdel-Samad: Der Mordaufruf kommt zum einen aus dem Kreis der Gamaa-Islamija, das ist eine bekannte terroristische Bewegung, die für die Ermordung des früheren ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat verantwortlich ist. Zum anderen kommt sie auch aus salafistischen Kreisen der Al-Azhar Universität. Es geht nicht nur um meine Aussagen, sondern es geht auch darum, dass Präsident Mursi gerade durch die Opposition unter Druck gerät. Es gibt eine sehr erfolgreiche Unterschriftenaktion, die dafür plädiert, ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten. Diejenigen, die diesen Mordaufruf gemacht haben, sind Verbündete von Präsident Mursi. Sie versuchen meine Aussagen auf die gesamte Opposition zu übertragen, um sie als Islamhasser zu diffamieren. Und somit spalten sie die ägyptische Gesellschaft in zwei Völker – in Gläubige und Ungläubige. …

    ZDF: Ist es bisher ein Aufruf oder auch eine Fatwa?

    Abdel-Samad: Es ist ein Aufruf und eine Fatwa. Den Aufruf hat der Terrorist Assem Abdel-Maged gemacht und die religiöse Untermauerung hat Professor Mahmood Shaaban von der Al-Azhar-Universität gemacht. Es ist keine offizielle Fatwa der Al-Azhar-Universität. Aber heutzutage erleben wir eine Privatisierung der Fatwa, denn jeder Sheikh, jeder Gelehrte fühlt sich ermächtigt, solche Fatwas auszusprechen. …

    ZDF 20.06.2013

    http://m.zdf.de/ZDF/zdfportal/xml/object/28477774

  8. Jacques Auvergne Says:

    *
    Verwaltungsgericht Münster

    13 K 3135/13
    13 K 3135/13.O

    13.05.2014

    „Die Disziplinarverfügung der Bezirksregierung Arnsberg vom 9. Oktober 2013 wird aufgehoben.“

    Die iKfR (im Kern friedliche Religion) von Auspeitschung, Jungenbeschneidungszwang, Apostasieverbot, Zwang zum Schleier (Hidschab), Zweitfrau bis Viertfrau, halbem Erbe für die Frau und halber weiblicher Aussagekraft vor Gericht, begründungsfreier jederzeitiger Frauenverstoßung, Wali mudschbir, Kindbraut und De-facto-Versklavung der Juden und Christen muss jetzt einfach integriert werden.

    Das friedliche Zusammenleben (das sich erneut herausbildende Millet-System; langfristig die errichtete Dhimma) steht auf dem Spiel und da seien Tariq Ramadan und die Deutsche Islamkonferenz vor. Fehlt bloß noch Allahs Liebling Mohammed als „Islamisten“ fehlzuetikettieren der seine Religion falsch verstanden habe.

    Leider versäumt das Gericht festzustellen, dass die allgemeinen Menschenrechte auch im Namen von Religion oder Tradition nicht außer Kraft zu setzen sind. Mindestens durch das „und“ wird die demokratiegefährdend schariaverharmlosende Aussage zur fahrlässigen oder gezielten Irreführung:

    „Sie setzen dabei den Islam mit Islamismus gleich und sehen in Muslimen der Sache nach Feinde der Freiheit.“

    Was soll diese, zur Darstellung einer noch gebremst rechtsrevolutionären Partei dienende, vorwurfsvoll gehaltene annähernde Gleichsetzung von Islam und Muslimen bedeuten? Wenn der Islam auch noch so menschenfeindlich wäre, muss der einzelne sogenannte Muslim sich doch noch lange nicht menschenfeindlich verhalten! Die diskriminierende Scharia ist nicht modernisierbar, der einzelne Bürger (citoyen, citoyenne) hingegen bleibt für sein Verhalten verantwortlich, ob Muslim oder Nicht-mehr-Muslim oder Noch-nie-Muslim ist einerlei.

    Wird bald ein deutsches Gerichtsurteil nach dem anderen die irgendwie demokratietaugliche Scharia für sakrosankt erklären, um in immer düsteren Schattierungen einen grausigen „Islamismus“ zu zeichnen, der gefälligst unislamisch um nicht zu sagen muslimfeindlich zu sein hat? Und ist jeder noch so tatsachenbezogen argumentierende Gegner von Scharia und Fiqh demnächst und bedarfsweise gerichtlich als ein Muslimfeind zu definieren und damit als ein gruppenbezogener Menschenfeind, der die freiheitliche Demokratie bekämpft oder nicht verstanden hat?

    „Für einen unvoreingenommenen Betrachter ist nämlich offenkundig, dass der Kläger nicht den Islam verurteilt oder angreift, sondern nur den Islamismus, der unbestreitbar verfassungsfeindliche Bestrebungen aufweist.“

    Aha, der Islamismus ist aktiv verfassungsfeindlich. Damit ist man dem Thema Scharia (Islam) ausgewichen. Also gibt es entweder gar keinen „Islamismus“ und der Islam ist menschenfeindlich und insbesondere frauenfeindlich und jeder Islamismuskritiker fällt jedem Islamkritiker in den Rücken und allen säkularen Muslimen gleich mit … oder es haben Abul A’la Maududi, Sayyid Qutb und Ayatollah Chomeini die problemlos in den säkularen Rechtsstaat integrierbare Religion von Koran und Sunna listenreich verdorben und missbraucht. Das zuletzt Gesagte trifft einfach nicht zu, Maududi, Qutb und Chomeini hatten keinen anderen theologischen Din (Koran plus schariakonformes Wohlverhalten plus Islamstaat) im Gepäck als Imam al-Ghazali oder Prophet Mohammed.

    http://openjur.de/u/455395.html
    *
    *
    Islamischer Terrorismus? Wäre hässlich, kann also gar nicht sein. Ein modernisierter türkischer Islam, ein endlich moderat gewordener Islam? Vergessen Sie das bitte, der Islam war schon immer ausgewogen. Islamismus? Gibt es nicht. Der Vorsitzende der muslimbrudernahen AKP und Ministerpräsident der Türkei kennt seine Religion, Islam ist Islam und damit hat es sich:

    „Such a definition saddens not only the Muslims, but also those who believe in other religions. No religion permits terrorism. Therefore, it is very ugly to put the word Islam before terrorism. You may say religious terrorist but you can’t say Islamic terrorist.“

    Turkey is not a country where moderate Islam prevails. This expression is wrong. The word Islam is uninflected, it is only Islam. If you say moderate Islam, then an alternative is created, and that is immoderate Islam. As a Muslim, I can’t accept such a concept. Islam rejects extreme concepts. I am not an extreme Muslim. We are Muslims who have found a middle road.“

    These descriptions are very ugly, it is offensive and an insult to our religion. There is no moderate or immoderate Islam. Islam is Islam and that’s it.

    Recep Tayyip Erdoğan
    *
    *
    „Doch heutzutage sind diese Errungenschaften wieder in höchster Gefahr: Der Islamismus bedroht linke und liberale Werte, so wie es einst der Nationalsozialismus tat.“

    Nicht ungeschickt („einst“ – „heutzutage“) wird das Dritte Reich dem koranbasierten Terror chronologisch vorangestellt, was suggeriert, dass ein böses faschistisches Mitteleuropa den kindlich reinen Islam gefährdet und beinahe verdorben habe. Die Lösung aus dem deutsch angekränkelten jedenfalls zutiefst unislamischen Elend des heutigen Islamismus bietet demzufolge, genau, der Islam … die Rückkehr aus dem Islamismus in den Islam. Al-Islam huwa al-hall, Islam is the Solution, das war schon das Motto der kalifatsbewegten und schleichend islamrevolutionären Muslim Brotherhood.

    Das in der Rezension zu Daniel Krause bei Amazon Gesagte ist grundfalsch, der echte alte Islam ist wieder da und bedroht. Vor 1400 Jahren lokal und jetzt eben global.

    Um das Heil der Muslime zu sichern nehme Allah staatslenkend Seinen Thron ein. Es werde Licht.

    Es werde Medina.

    http://www.amazon.de/Als-Linker-gegen-Islamismus-HJB-Fakten/dp/3937355839
    *

  9. Bragalou Says:

    Causa Daniel Krause

    Der die rechtsextreme, verfassungsfeindliche deutsche Wählergruppe Bürgerbewegung Pro Köln so vielfach verharmlosende Daniel Krause betreibt die Strategie der Querfront und veröffentlichte sein Buch Als Linker gegen Islamismus – Ein schwuler Lehrer zeigt Courage im Verlag HJB. Dort wiederum verehrt Verlagsinhaber Hansjoachim Bernt als Herausgeber (!) mit einem eigenen Buch Adolf Joseph Lanz genannt Jörg Lanz von Liebenfels, der ab 1905 die rassistische, „ariosophiosche“ Zeitschrift Ostara herausgab.

    Unter dem Einfluss Schriften des Okkultisten Guido von List und der Polemiken des Alldeutschenführers Georg von Schönerer hatte sich Hochstapler (Doktortitel ausgedacht sprich erschwindelt) und „Ariosoph“ Lanz bis zur Jahrhundertwende zum radikalen Deutschnationalen und Eugeniker entwickelt. Wiki informiert:

    „Lanz’ radikale Interpretation der Bibel basierte auf den jüdisch-christlichen Vorstellungen einer linearen Geschichte, die auf eine Apokalypse mit nachfolgender Erlösung ausgerichtet ist. Er beschrieb die Geschichte der Menschheit bzw. der Religion als einen Kampf von Menschenrassen, von denen er die „Arier“ als die von der grundsätzlich schädlichen „Rassenmischung“ am wenigsten betroffene Rasse ansah. Als Kennzeichen des hochstehenden Menschen identifizierte er die Endogamie, während er „minderwertigen“ Rassen unterstellte, mit ihrer Promiskuität die Arier tyrannisieren und in ihrer Entwicklung herunterziehen zu wollen.

    Die moderne Welt betrachtete er hochgradig kulturpessimistisch als eine „Hölle auf Erden“, geprägt von Rassenvermischung, dem Niedergang der traditionellen Eliten, dem Aufstieg der „Minderwertigen“ und der Herrschaft des Geldes. Dabei sah er im Adel die reinste Nachkommenschaft der Theozoa, während er die unteren Klassen der Gesellschaft als Nachkommen der niederen Rassen einordnete. Letztere seien dafür verantwortlich, dass Deutschland nicht mehr die ihm zukommende Bedeutung in der Welt habe. Die christliche Tradition des Mitleids verurteilte er daher scharf, und er forderte ein scharfes Vorgehen gegen die Minderwertigen bis hin zu ihrer Auslöschung. Dies wendete sich insbesondere gegen die Bewegungen der Demokratie, des Sozialismus und des Feminismus, die alle eine aus Lanz’ Sicht schädliche Emanzipation unterprivilegierter Bevölkerungsteile anstrebten. Die Frauen waren für Lanz deshalb ein großes Problem, weil sie seiner Ansicht nach viel stärker dem Sexualtrieb hingegeben sind und deshalb eine ernste Bedrohung der Rassenreinheit darstellen. Deshalb müssten arische Frauen streng der Aufsicht ihrer arischen Ehemänner unterstellt werden. Das „Problem“ der niederen Rassen und Klassen wollte Lanz dadurch regeln, dass sie durch Zwangs-Sterilisation und -Kastration an der Fortpflanzung gehindert werden sollten. Bei anderer Gelegenheit erwog er jedoch auch etwa ihre Deportation nach Madagaskar oder ihre Verbrennung als Gottesopfer.

    Lanz war davon überzeugt, dass nun die Zeit gekommen sei, den Aufstieg der niederen Rassen umzukehren und die ursprüngliche Göttlichkeit der Arier wiederherzustellen. Deutschland werde durch Eroberung ein Weltreich errichten, in dem die Aristokratie herrschen werde und die rassisch Minderwertigen ausgelöscht werden würden.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Lanz_von_Liebenfels#Geschichtsmodell

    ::
    ::

    Lanz von Liebenfels – Die Neutempler und die assyrischen Menschentiere – Theozoologie und Ariosophie
    26. November 2010
    von Hansjoachim Bernt (Herausgeber)

    http://www.amazon.de/Lanz-von-Liebenfels-Menschentiere-Theozoologie/dp/3905937417

    ::
    ::

    Von einem der auszog, Geert Wilders zu verlegen
    14. Juni 2013
    von Hansjoachim Bernt (Autor)

    http://www.amazon.de/einem-auszog-Geert-Wilders-verlegen/dp/3937355847/ref=la_B004TBNPW6_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1411821993&sr=1-2

    ::
    ::

    Adolf Hitler – Der totale Frieden Gebundene Ausgabe
    28. Januar 2013
    von Hansjoachim Bernt (Herausgeber), Eric Zonfeld (Autor)

    http://www.amazon.de/Adolf-Hitler-Der-totale-Frieden/dp/3937355812

  10. Jacques Auvergne Says:

    Ein weiterer Islamschönredner und Schariaverharmloser ist Samir Amin. Für den (nicht durch mich) gefeierten Globalisierungskritiker ist der Pakistaner Maududi der Erfinder der irgendwie missbrauchten Religion namens „politischer Islam“.

    Falsch. Gründer der islamischen Politreligion sprich Religionspraxis sprich Religion war Feldherr, Staatsgründer und Prophet Mohammed persönlich.

    Letztlicher Gründer des „Islamismus“ sprich des Islam ist damit, na wer denn sonst, doch nicht Iblis, nein, sondern the One and Only, Allah.


    Eurocentrism (Januar 2010)
    von Samir Amin (Autor)

    hxxp://www.amazon.de/Eurocentrism-Samir-Amin/dp/1583672079

    Political Islam in the Service of Imperialism

    [als ob auf Erden Mohammed für seinen Gott denn kein Imperium aufgerichtet hätte]

    by Samir Amin

    „Israelkritik, die zarteste Versuchung seit es Antisemitismus gibt“

    … Palestine

    The Palestinian people have, since the Balfour Declaration during the First World War, been the victim of a colonization project by a foreign population, who reserve for them the fate of the “redskins”, …

    http://monthlyreview.org/2007/12/01/political-islam-in-the-service-of-imperialism/

    L’islam politique par Samir Amin
    1 mars 2010 –

    … L’islam politique moderne a été inventé par les orientalistes au service du colonialisme britannique en Inde et a été repris tel quel par Al-Mawdûdî au Pakistan …

    Selon l’Islam politique, la loi religieuse (la sharia) a déjà donné une réponse à toutes les questions, … et nous permet tout au plus d’interpréter les nuances de la loi divine.

    Genau so sieht das aus, der Islam ist die Lösung, der Wille des Himmels ist zu ermitteln und durchzusetzen, spätestens seit Imam al-Ghazali ist das so und eigentlich seit ibn Hanbal und letztlich bereits seit dem Tod von Allahs Liebling und Sprachrohr, dem vollkommenen Geschöpf Mohammed.

    Quelle: LE FORUM SOCIAL MONDIAL DE DAKAR UN AUTRE MONDE EST POSSIBLE, Document produit par AMIVEC – Daniel BALIZET mars 2011 (p 43-48)

    http://www.amivec.org/ladocumentation/fsm-un-autre-monde-est-possible.pdf

  11. Edward von Roy Says:

    (…) Indem sich der Mensch bewusst macht, dass er einzig den einen in ununterbrochenem Schöpfungshandeln begriffenen Allah zu verehren hat, kommt Mohammed ins Spiel. Denn ihm allein, dem durch Allah auserwählten Gesandten, verdankt der Muslim das Wissen davon, wie er dies gemäß Allahs Willen zu tun hat. Da er zudem weiß, dass sein Dasein vollkommen durch Allah bestimmt wird wie auch die Welt, in der es nach Allahs Willen abläuft, gibt es für ihn nicht – wie beispielsweise für den Christen – eine Grenze zwischen einem profanen Daseinsvollzug und Handlungen, deren Durchführung eine Weihe voraussetzt. Die islamische „Religion“ – wenn man diesen durch die christliche Tradition geprägten Begriff hier überhaupt verwenden will – ist daher eine alle Regungen des Menschen erfassende Daseinsordnung. Deren Einzelheiten sind aus dem Koran, der unmittelbaren Rede Allahs, und aus dem Hadith, den Überlieferungen vom göttlich inspirierten Reden und Handeln Mohammeds, abzulesen und abzuleiten. Das Resultat dieser Tätigkeit ist die Scharia, der nach islamischer Vorstellung die Herrschaft und das Gemeinwesen, die Gesellschaft und das Denken, Reden und Handeln des Einzelnen immer und ausnahmslos zu unterwerfen sind, wie auch das ganze Diesseits dem fortwährenden Bestimmen und Schaffen Allahs unterliegt. Der Gegenstandsbereich der Scharia wird dementsprechend als unbegrenzt aufgefasst. Es gibt Schriften, die dem Muslim erläutern, wie er auch die banalsten Verrichtungen schariagerecht auszuführen und wie er sie als den Ausdruck einer ununterbrochenen Verehrung und Anbetung Allahs zu gestalten habe. …

    Die „beste Gemeinschaft“ verdankt ihre Herausbildung und ihren Fortbestand den Schariagelehrten (Ulama). Sie vermitteln den Muslimen die auf dem Koran und dem Hadith aufbauende Weltdeutung und Daseinsordnung. Die Einzelheiten leiten sich, so der Anspruch, mittels Verstandesschlüssen aus Aussagen des Korans und des Hadith her. Die Autorität dieser beiden Quellen gilt ebenfalls als durch einen Verstandesschluss gesichert: Da ihr Inhalt auf Allah zurückgeht, muss er wahr sein, auch wenn der Verstand des Menschen in seiner Schwäche manche ihrer Aussagen nicht begreift. …

    aus: Tilman Nagel (Islam in Deutschland?), bei: Deutscher Arbeitgeber Verband 01.04.2015

    http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/klartextfabrik/2015_04_01_dav_klartextfabrik_islam.html

  12. Edward von Roy Says:

    [ Januar 2015, Querfront-Aktivist Daniel Krause schon wieder vom Schuldienst suspendiert ]
    ::

    … K. fährt mit seinen persönlichen Erfahrungen fort: „Trotzdem muss ich sagen, dass mich als Kind Auschwitz wenig berührt hat, emotional.“ Das mag sein, aber diese Feststellung lässt nicht den weiteren Schluss zu: „Und heute nervt mich das wirklich, auch wie stark es (der Holocaust) im Lehrplan steht und wie heute übermäßig auch Schüler damit am Gymnasium genervt werden.“ Eine erstaunliche Sicht für einen Lehrer, der einen klaren Bildungsauftrag hat und die Aufgabe, Geschichte wahrhaftig darzustellen und die Massenvernichtung der Juden im 3. Reich zu vermitteln. Krause unterrichtet die Fächer Deutsch, Pädagogik und Politik.

    Richtig krude wird es, als Krause feststellte, dass uns „Auschwitz darin hindert, wachsam zu sein“. Die deutsche Wachsamkeit möchte er lieber auf IS-Terrorismus und die Islamisierung gerichtet sehen. Und er resümiert weiter, dass das Thema nicht thematisiert wird, weil „wir Deutschen immer einen Stock im Arsch haben und immer denken – wenn Gefahr ist – zu allererstes denken, dass die von Rechts kommt. Und natürlich ist auch Gefahr von Rechts da, selbstverständlich.“ Bedroht sieht K. allerdings “heute unsere Werte durch den Islamismus“. Pegida lässt grüßen. …

    Was Herrn K. persönlich interessiert oder nicht interessiert, berührt oder nicht berührt, könnte vielleicht noch egal sein. Um in einer Pegida-Demonstration nicht aufzufallen, wäre diese Haltung sogar hilfreich. Allerdings ist K. als Politiklehrer, der die Massenvernichtung der Juden in Europa „uninteressant“ findet, für den Schuldienst ungeeignet. Das war er auch schon, als er bei einer PRO NRW-Demonstration auftrat und gegen Muslime wetterte (Ruhrbarone berichteten). Die Bezirksregierung in Arnsberg hat nun den richtigen Schluss gezogen und ihn entlassen.

    aus: Ulrike Maerkel (Lehrer findet Holocaust uninteressant – und wurde aus dem Schuldienst entlassen), auf: RUHRBARONE 30.01.2015

    http://www.ruhrbarone.de/lehrer-findet-holocaust-uninteressant-er-wurde-aus-dem-schuldienst-in-dortmund-entlassen/99683

    ::
    ::
    Die Bezirksregierung Arnsberg hat am Donnerstag (29.01.2015) einen Politiklehrer vom Dienst suspendiert. Er hatte in einer WDR-Radiosendung gesagt, die Massentierhaltung berühre ihn mehr als die Judenvernichtung in Auschwitz.

    WDR

    Lehrer vom Dienst suspendiert

    Von Franz Altrogge und Sonja Wißmann

    Regierungspräsident Gerd Bollermann distanzierte sich von der Äußerung des Lehrers: „Ich bin entsetzt über die geschmacklosen und menschenverletzenden Äußerungen.“ Seine Behörde dulde es nicht, dass ein Lehrer das Andenken von Juden relativiert und verunglimpft. Der Lehrer arbeitet am Weiterbildungskolleg in Unna.

    Am Dienstagmorgen hatte Daniel Krause in der WDR 5-Sendung Tagesgespräch angerufen. Es war Holocaust-Gedenktag und es ging um den Schul-Lehrstoff zum Thema Holocaust. Krause stellte sich als Gymnasiallehrer aus Unna vor, und sagte live: „Mich persönlich interessiert Auschwitz privat überhaupt nicht. Ich beschäftige mich lieber mit dem IS-Terrorismus, mit dem Islamismus. Mir geht sogar die Massentierhaltung emotional näher, als Auschwitz. Alle 20 Minuten sterben sechs Millionen Tiere, das geht mir emotional viel näher!“ Moderatorin Elif Şenel war hörbar entsetzt.

    Daniel Krause ist kein Unbekannter. Der Lehrer für Politik, Deutsch und Pädagogik war vor zweieinhalb Jahren auf einer Kundgebung von Pro NRW in Köln ans Megafon getreten und hatte gegen Moslems gewettert und deren homophobe Haltung angeprangert. Islamisten machten ihm mehr Angst als Nazis. Das war nicht seine erste Entgleisung. Kurze Zeit später suspendierte ihn die Bezirksregierung Arnsberg vom Dienst. Dagegen setzte er sich zur Wehr und bekam schließlich im Mai 2014 vor dem Verwaltungsgericht in Münster Recht. Dort sah man seine Äußerungen als privat an und nahm die Disziplinarmaßnahmen gegen ihn zurück. Er durfte wieder unterrichten. Auch seine Bezüge für die 16-monatige Suspendierung wurden nachgezahlt. …

    Ob die Äußerungen des Pädagogen diesmal Konsequenzen haben werden, ist noch unklar. Mehrere Gerichtsprozesse hat er schon gewonnen. Aber bei der Bezirksregierung in Arnsberg liegt ein Versetzungsantrag. Darin bittet er um eine neue Stelle in Köln – aus privaten Gründen. „Die Akten reisen mit“, sagt Susanne Blasberg-Bense.

    http://www1.wdr.de/studio/dortmund/themadestages/lehrerauschwitz100.html

    ::

  13. Carcinòl Says:

    [Was ist das? Noch jemand, der zwischen angeblich gutem Islam und bösem Islamismus unterscheidet? Warum das nichts wird.]

    Lena Sara Evang
    hat ein Foto in Grüne Jugend Kölns Chronik geteilt.
    8. Oktober ·
    Veranstaltungsort
    Stattfinden soll die „Messe“ im Kölner Gewerbegebiet Pesch, Hausnummer 12a. Dort ist ein Veranstaltungssaal unter dem Namen „Intersaal“, der sich augenscheinlich zumeinst an türkische Hochzeitsgesellschaften vermietet. Geführt wird das Unternehmen von Ilhami Kizil und Aydin Kizilarslan.

    Wir halten es für extrem wichtig, den Islamistinnen und Salafistinnen, die die „Halal-Messe“ organisieren, einen Strich durch die Rechnung zu machen. Es ist deutlich geworden, dass mit der „Messe“ andere Zwecke verfolgt werden, als Muslime über Nahrungsmittel zu informieren, die „halal“ sind. Hier wollen sattelfeste Islamistinnen, die in ein großes Netzwerk des Salafismus eingespannt sind, ihre Ideologie an Muslime weitergeben und diese politisch radikalisieren. Darum rufen wir dazu auf, die Veranstaltung zu sabotieren. Ruft die Verantwortlichen von „Intersaal“ an, schreibt oder faxt ihnen und fordert sie dazu auf, den Vertrag mit „A&E-Events“ zu kündigen.

    [Zitatende. Kein Wort gegen die Scharia. So wird das nichts.]

    ___ps://www.facebook.com/gjkoeln/posts/1167319159961399

    [Zu feige, etwas gegen Koran und Sunna zu sagen?]

    Bei ihrer neuen Strategie nutzen die SalafistInnen geschickt eine Scharnierfunktion des Begriffs „halal“ aus: einerseits lässt er sich als Summe der islamischen Ernährungsvorschriften verstehen, andererseits gilt unter SalafistInnen nur das zur Gänze im Dienste Gottes gelebte Leben als „halal“ – freilich nach wortgetreuer, wahhabitischer Auslegung der zentralen Schriften des sunnitischen Islam. Die Markierung von Lebensmitteln und Restaurants als „halal“ ist in den letzten Jahren üblich geworden. Im Text sollen zentrale Akteurinnen der „Messe“ und das Netzwerk an Kontakten und Zusammenhängen erhellt werden, das sich um die Veranstaltung herum gruppiert. Damit versucht diese Veröffentlichung zu zeigen, dass es sich bei der „Halal-Messe“ um einen erneuten, gefährlichen Versuch der Einflussnahme demokratiefeindlicher, islamistischer Kräfte unter scheinbar harmlosem Deckmantel handelt, wie dies bereits in Sachen Geflüchtetenhilfe und in Sachen internationaler „muslimischer Hilfsorganisationen“ zu beobachten ist.

    [Und so weiter. Salafismus gibt es nicht und auch keinen Wahhabismus, das ist Urgemeindlichkeit pur sprich im Wesentlichen hanbalitischer Fiqh. Die Schariapflichten sind das allgemein menschenrechtliche Problem; auch die schiitischen Schariapflichten: Ayatollah Chomeini hat den Islam nicht falsch verstanden. Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem.]



    Salafiya Watch Köln/Bonn
    8. Oktober · Bearbeitet ·

    Neue SalafistInnen-Strategie in Köln&Bonn: „Halal-Messe“ in Köln soll Anfang November Muslime locken

    Die SalafistInnen-Szene im Raum Köln/Bonn stellt sich momentan auf eine neue Strategie ein, um mehr Menschen für ihre antidemokratische Auslegung des Islam und für das salafistische Milieu zu gewinnen. […]

    [Na was denn nun: seid ihr für oder gegen Maududi, Sayid Qutb, die Muslim Brotherhood / Muslimbruderschaft / FIOE / IGD, Erbakan / IGMG und Darul ‚Uloom / Deobandi? Die Literalität (Wortwörtlichkeit) von Koran und Sunna selbst ist frauenfeindlich und ein Angriff auf die freiheitliche Demokratie. AEMR oder nicht?

    Die Salafisten die es gar nicht gibt nehmen Sure und Hadith hundertprozentig ernst. Das ist das Problem.]

    [Gut recherchierte Querverbindungen, immerhin. Aber erst einmal ist das Bekenntnis zu den am 10.12.1948 festgestellten AEMR erforderlich, dann dasjenige zur Grundrechtswidrigkeit der Islamischen Menschenrechte der OIC Kairo 1990, der islamischen Jungenbeschneidung und islamischen verpflichtenden schafiitischen Mädchenbeschneidung (FGM) sowie der islamischen Schleierpflicht vgl. DITIB bei BVerfG 2015. Sonst … wird das nichts.]

    Bei ihrer neuen Strategie nutzen die SalafistInnen geschickt eine Scharnierfunktion des Begriffs „halal“ aus: einerseits lässt er sich als Summe der islamischen Ernährungsvorschriften verstehen, andererseits gilt unter SalafistInnen nur das zur Gänze im Dienste Gottes gelebte Leben als „halal“ – freilich nach wortgetreuer, wahhabitischer Auslegung der zentralen Schriften des sunnitischen Islam. Die Markierung von Lebensmitteln und Restaurants als „halal“ ist in den letzten Jahren üblich geworden. Im Text sollen zentrale Akteurinnen der „Messe“ und das Netzwerk an Kontakten und Zusammenhängen erhellt werden, das sich um die Veranstaltung herum gruppiert. Damit versucht diese Veröffentlichung zu zeigen, dass es sich bei der „Halal-Messe“ um einen erneuten, gefährlichen Versuch der Einflussnahme demokratiefeindlicher, islamistischer Kräfte unter scheinbar harmlosem Deckmantel handelt, wie dies bereits in Sachen Geflüchtetenhilfe und in Sachen internationaler „muslimischer Hilfsorganisationen“ zu beobachten ist.

    Flyerdesign aus einschlägigen Kreisen
    Die grafische Gestaltung für die Werbung der „Messe“ stammt von „WOW-Grafikdesign“. Hinter dem Label verbirgt sich eine Kölner Islamistin, die sich, wie dies unter Salafistinnen verbreitet ist, nach ihrer Rolle als Mutter „Umm Mahmoud“ („Mutter von Mahmoud“) nennt. Anfang September rief sie zu einer Spendensammelaktion „für Syrien“ in der At-Tauhid-Moschee in Köln-Kalk auf, die von der Gruppe „Weg der Salaf“ in einer Liste stolz als „Salafi Moschee (sic!)“ geführt wird. „Weg der Salaf“ veranstalteten am 25. September ein „Grillfest“ für Geflüchtete in Kalk und bezeichneten sich im Spendenaufruf hierzu als „Brüder“ der besagten At-Tauhid-Moschee als auch der benachbarten Taqiyyu d-Din Al-Hilali-Moschee, ebenfalls Kalk, in der die Spenden abgegeben werden konnten. Man brüstete sich damit, uA Vollverschleierungen für Frauen und Korane an Geflüchtete zu verteilen. „Umm Mahmoud“ richtete ihren Account bei Facebook zunächst unter dem Namen „Mujahida Jumana“ ein, was sich als „Gotteskriegerin Jumana“ übersetzen lässt, ehe sie sich dann „Jumana Umm Mahmoud“ nannte. Das Wort „Mujahideen“ steht dabei seit der Ausrufung des Krieges gegen die sowjetische Besatzung Afghanistans für die Kämpfer (seltener: Kämpferinnen) im Heiligen Krieg. Mit ihrem Label „WOW-Grafikdesign“ hat sie sich bislang ausschließlich durch die Gestaltung von Flyern und Postern anderer regionaler islamistischer Gruppierungen hervorgetan: zum Beispiel für die „Schwesterngruppe“ „Akhauat fi Deen“ („Schwestern im Glauben“) oder eine Henna-Nagellack-Produzentin, die ebenfalls auf der Halal-Messe unter dem Namen „At Tabiaa“ ihre Dienste anbieten wird. Bei Facebook trat die Henna-Malerin bis vor kurzem unter dem Pseudonym „Safiya Lulu“ auf und beteiligte sich an einem Salafistinnen-Shitstorm in der Kommentarspalte unserer letzten Veröffentlichung über islamistische Umtriebe in der Geflüchtetenhilfe. Laut Eigenangabe betreut die vollverschleierte Frau außerdem eine geflüchtete afghanische Familie im rechtsrheinischen Niederkassel. Auf dem Account, der mittlerweile deaktiviert worden ist, postete sie uA einen Screenshot aus dem Admin-Bereich der Facebook-Veranstaltung für die „Halal-Messe“. Es ist also anzunehmen, dass „Safiya Lulu“ zu den zentralen Organisatorinnen zählt. Auf dem Bild war zu sehen, wie die Kölner Facebook-Userin Hiba Kalil nacheinander alle Beiträge und Bilder der „Halal-Messe“ geliked hat, versehen wurde das Bild mit einem Gruß an die „Schwester“ Kalil. Eine weitere Person, die ebenfalls das Logo von „At Tabiaa“ im Profil hat und für die Hennabemalung wirbt, verteilte in Köln-Chorweiler mit besagter Hiba Kalil vor Kurzem Güter an Geflüchtete. Die vollverschleierte Kalil vertrieb unter dem Namen „Pearls of Jannah-Shop“ („Perlen des Paradieses“) via Facebook uA Vollverschleierungen, gegenwärtig läuft ihr Shop unter dem Namen „Sunnah Souq“ über eine Webshop-Webseite und wird auch auf der „Halal-Messe“ verteten sein. Auf ihrem Account machte sie außerdem Stimmung gegen eine liberale Kölner Moscheegemeinde oder warb für eine Petition gegen Sexualkundeunterricht und „Genderindoktrination“ an Schulen. Im Oktober 2014 postete sie eine aufwändig gestaltete Werbebotschaft für das 1. Schwesterntreffen der „Akhauat fi Deen“-Sektion „Köln/Bonn“. Als „Admina“ der darauf ebenfalls beworbenen ersten Facebook-Group wird „Jumana Umm Mahmoud“ genannt, die man darum wohl als eine der Köpfe der „Akhauat fi Deen“ in der Region Köln/Bonn als auch eine der Organisatorinnen der „Halal-Messe“ bezeichnen kann. Dass der enge Kontakt der genannten Frauen untereinander, der sich im Internet mit herzlichen Kommentaren nachverfolgen lässt, auch einen politischen Hintergrund hat, drängt sich auf. Zur Gruppe „Akhauat fi Deen“ gibt es unten einen eigenen Abschnitt.

    Die „Dienerinnen Allahs“ – Private Dienstleistungen zu Rekrutierungszwecken

    Neben Namen wie „At Tabiaa“, „Pearls of Jannah“ oder „Sunnah Souq“ findet sich in den salafistischen Netzwerken auf Facebook eine Vielzahl von kleinen Labels, unter denen IslamistInnen, zumeinst Frauen, bestimmte Dienstleistungen erbringen. Die meisten von ihnen haben außerhalb von Facebook weder eine Webpräsenz noch eine Anmeldung als selbstständiges Gewerbe, KundInnen werden ausschließlich über die salafistischen Facebook-Netzwerke und durch Präsenz auf salafistischen „Benefiz-“ und anderen Veranstaltungen gewonnen. So bietet die in unserem Text zu islamistischen Umtrieben in der Geflüchtetenhilfe bereits genannte Najwa, die sonst als Kosmetikerin tätig ist, via Facebook IPL-Laserbehandlungen zur Haarentfernung im privaten Rahmen unter dem Namen „Mein IPL“ in Bonn an. Auf diese Weise versuchen insbesondere salafistische Frauen im privaten Rahmen von kleineren Dienstleistungen Kontakte zu knüpfen und Menschen an salafistische Milieus zu binden – und natürlich ein bisschen Geld zu verdienen. Ebenfalls von „WOW-Grafikdesign“ lässt sich auch Ameni Mensing mit ihrer Schröpf-Behandlung bewerben, die sie als streng islamische Form der Therapie gegen fast Alles unter dem Label „Hijama Deutschland“ anpreist. Offiziell tritt als Veranstalter der „Halal-Messe“ die eigens gegründete „A&E-Events“ auf, in deren Impressum auf der Web-Seite besagte Ameni Mensing mit Wohnort in Köln verzeichnet ist. Es ist also davon auszugehen, dass geplant ist, mit dieser „Eventagentur“ weitere Großveranstaltungen zu organisieren. Der Ehemann von Mensing, Tariq, bietet die selbe Schröpf-Therapie „für Brüder“ an – selbst die Anmeldung ist bei den beiden strikt geschlechtergetrennt, damit Männer nicht mit Frauen bzw. umgekehrt telefonieren müssen. Bei der Schröpf-Therapie werden Unterdrucktassen auf der Haut der PatientInnen verteilt. Neben tatsächlicher Wirksamkeit in einigen Bereichen wie der Durchblutung gilt sie unter VerfechterInnen der islamischen „Heilverfahren“ wie der „Roqya“ als genuin islamische Therapie – getreu dem Salafismus-Motto der Rückkehr zur Lebensweise der Muslime um den Propheten Mohammed, der dieses „Heilmittel“ in einer seiner Aussprüche empfohlen haben soll. Ameni Mensing wirbt z.B. auf einem Flyer damit, ihre Behandlung würde uA auch gegen Ängste, Sorgen oder Verstopfung oder „ausgleichend auf das Nervensystem wirken“ und sei auch „Roqya ähnlich“ einsetzbar gegen „Ayn Sihir Jinn und Mess (sic!)“, also gegen den „bösen Blick“, gegen Verzauberungen und Besessenheit (Al-Mass) von Jinns. Anfang März warb die oben genannte Hiba Kalil auf ihrer Facebook-Seite für einen „Hijama-Sunnah-Tag“ mit Mensing in Köln-Sürth, Interessentinnen sollten ihr Privatnachrichten schreiben.

    Alles ganz harmlos: Kuchen und Bücher

    Auf dem Flyer der „Halal-Messe“ jedoch finden sich keine Vermerke über derlei tiefgehende salafistische Ambitionen, es wird zunächst sehr niedrigschwellig geworben. So heißt es etwa: „Gönn dir deinen Beauty- Wellness und Shoppingtag und nutze die zahlreichen Angebote(sic!)“. An den Ständen warten auf die Besucherinnen „Henna-Bemalung, Islamische Bücher, Tortenstände, Friseur, Frauenfitness, Ernährungsbratung, Kinderbetreuung mit Hüpfburg (3,00€), Islamische Kleidung, Hijama, Shakes u.v.m.“. Über 50 Stände will man schon vermietet haben, 700-1000 Besucherinnen erwartet man. Den Zugang für Männer, so die Ankündigung auf Facebook in Großbuchstaben, werde man verweigern: „AUCH WENN MÄNNER DARAN „TEILNEHMEN“ ÜBER FACEBOOK WERDE SIE NICHT REIN KOMMEN!!!(sic!)“. Auf dem Flyer prangen neben diversen anderen Vereinigungen, die erst nach eingehender Recherche ins Zwielicht geraten, weiterhin die Logos von „Halal Coupon“ und der „Judi Buchhandlung“ aus Essen. Die Buchhandlung samt eigenem Verlag übersetzt wahhabitische Texte aus Saudi-Arabien fleißig ins Deutsche, für die Follower der Seite von „Akhauat fi Deen“ gab es Ende 2014 einen Rabatt von ganzen 15% auf die nächste Bestellung islamischer Bücher. ÜbersetzerInnen wie auch Dr. Ghembaza Moulay Mohamed („Frauen im Schutz des Islam“, verboten 2009 wegen Gewaltaufrufen an Ehefrauen), dessen Übersetzungarbeit über „Natürliche Blutungen der Frauen“ (Kategorie: „Frau / Ehe / Familie“) sich auch bei der „Judi Buchhandlung“ bestellen lässt, sind einer der Gründe warum der hiesige Salafismus in der letzten Dekade so erfolgreich werden konnte: der Transfer der Ideologie in die deutsche Sprache.

    ___ps://www.facebook.com/salafiyawatchkoelnbonn/photos/a.514241058727008.1073741828.514141052070342/521901544627626/?type=3&fref=nf

  14. Machandelboom Says:

    Samstag, 14. Novemberum 09:30 (UTC+01)
    4 days from now
    Bolzengasse Ecke Martinstraße (Nahe Heumarkt), Köln
    +++ Aufruf zur Kundgebung gegen das Islamistinnentreffen in Köln am 14.11. +++

    Für den 14.11. planen Islamistinnen aus Köln ein als „Halal-Messe“ verharmlostes Treffen von Muslimas und Islamistinnen. Geplant wird mit 700 – 1000 Besucherinnen, 50 Ausstellerinnen zeigen ihre Waren und Angebote. Zunächst sollte die „Messe“ am 08.11. stattfinden, doch nach Veröffentlichungen über die Köpfe hinter der Messe und steigendem Druck auf die Hallenvermietung sah sich letztere gezwungen, vom Vertrag zurückzutreten. Auch der Verfassungsschutz bestätigt, dass es sich bei der Hauptorganisatorin der Messe, Ameni Mensing, um eine Person aus dem „salafistisch-extremistischen Spektrum“ handelt. Weiterhin führend in der Organisation der Messe: Nadia Takhripha und Nana Saadeih, Anführerinnen der „Akhauat fi Deen“(„Schwestern im Glauben“)-Regionalgruppen Duisburg und Köln/Bonn. Das einschlägige Islamistinnennetzwerk hat in der Vergangenheit hauptsächlich „Spendengalas“ mit salafistischen „Predigern“ organisiert und Vollverschleierungsmaterial und Güter für „Koranschulen“ für die Überfahrt nach Syrien gesammelt. Laut Verfassungsschutz kam es bei solchen Veranstaltungen außerdem zu Rekrutierungen für jihadistische Gruppen in Syrien und dem Irak. Im Messe-Angebot werden islamistische Bücher, Ganzkörperschleier, Wellness- und Pflegeprodukte, Stände von auch vom Verfassungsschutz beobachteten salafistischen „Hilfsorganisationen“ usw. sein, während sich die Veranstaltung selbst als „Wellness- und Shoppingtag unter Frauen“ darstellt. Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Facebook-Seite von Salafiya Watch Köln/Bonn. (___ps://www.facebook.com/salafiyawatchkoelnbonn/photos/a.514241058727008.1073741828.514141052070342/521901544627626/?type=3)

    Bei ihrer „Messe“ nutzen die Islamistinnen eine Scharnierfunktion des „Halal“-Begriffs aus: Er kann einerseits als muslimische Ernährungsvorschrift verstanden werden, andererseits als das gänzlich Allah unterworfene Leben. Die Masche zieht: bislang haben sich auch etliche Muslimas ohne dezidiert islamistischem Hintergrund interessiert gezeigt und angekündigt. Als die Messe zunächst abgesagt wurde, brachen Streitereien unter den Beteiligten aus, in deren Verlauf eine Bonner Islamistin wohl das Betriebsgeheimnis der „Messe“ in Hoffnung auf einen neuen Termin ausgeplaudert hat: „Möge Allah euch für eure Arbeit belohnen, und möge dieser Tag ein Tag werden, an dem die Schwester ohne Hijab aufgrund der auswahl an Khumur uvm. Beschließen wird, den Hijab Shar3i zu tragen. Möge dieser Tag ein Tag werden, an dem die schwache Dienerin Allahs zurück zu ihrem Herrn findet durch seine Hilfe und dem was sie dort inshaAllah angeboten bekommt an Büchern und dem Umgang mit Schwestern“.

    Die Islamistinnen wollen den Ort ihrer „Messe“ erst einen Tag vorher bekannt geben. Unter dem Motto „Kein Islamistinnentreff in Köln – Für ein Leben vor dem Tod!“ werden wir ab 09:30 vor dem Veranstaltungsort gegen kollektivistische Zwangsideologien und religiösen Wahn und für das Paradies auf Erden, für eine freie Assoziation der Individuen, demonstrieren. Dementsprechend werden wir reagieren, sollten Rassist_innen, Neonazis und Rechtspopulist_innen versuchen, unsere Kundgebung für ihre Menschenfeindlichkeit zu missbrauchen. Sie seien an ihren letzten, kläglichen Versuch drei Wochen zuvor erinnert, in Köln mit Pest gegen Cholera vorzugehen. Und auch den Teilnehmerinnen der „Messe“ werden wir einen lautstarken, kreativen Empfang bereiten.

    +++ 14.11.2015 / Köln / Bolzengasse Ecke Martinstraße (Nahe Heumarkt) / 09:30 +++

    Es rufen auf (alphabetisch):
    Autonome Antifaschist_innen, Köln&Bonn
    Emanzipatorische Antifa Bonn
    Zentralrat der Ex-Muslime, Köln
    TBA

    Es unterstützen:
    Salafiya Watch Köln/Bonn
    TBA

    Um den Aufruf zu unterzeichnen und hier aufgeführt zu werden, bitte eine E-Mail an keinehalalmesse@gmail.com

    https://www.facebook.com/events/413406535529621/

  15. Cees van der Duin Says:

    Islam needs reformers, not moderates

    Ali A. Rizvi

    Warum der Islam doch etwas mit Terrorismus zu tun hat

    Huffington Post, 17.11.2015


    […] Was sollen Nicht-Muslime denken, wenn selbst moderate Muslime wie Ihr genau die Worte und das Buch verteidigen, das diese Fundamentalisten genauso mühelos zitieren, um eine Rechtfertigung für Ihre Morde zu präsentieren – perfekt und unfehlbar? […]

    Wir stehen hier vor einem offensichtlichen Dilemma. Die Überzeugung, dass der Koran das Wort Gottes ist, das nicht infrage gestellt werden darf, ist ein Grundsatz des islamischen Glaubens.

    Muslime weltweit, fundamentalistisch oder fortschrittlich, halten sich daran. Viele von Euch sind der Meinung, dass es einem Abschwören des Glaubens gleichkommt, diesen Grundsatz zu lockern. […]

    Ich höre diese Diskussionen über eine Reform des Islam schon mein ganzes Leben lang. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der erste Schritt aller grundlegenden Reformen ein Überdenken des Konzepts der schriftlichen Irrtumslosigkeit ist. […]

    In den meisten muslimischen Haushalten wird der Koran auf dem höchstmöglichen Platz platziert. Bei uns war es auf dem obersten Bord eines Bücherregals. Er kann nicht berührt werden, es sei denn, es wird zunächst eine Reinigungszeremonie durchgeführt. Er darf nicht von Frauen gelesen oder rezitiert werden, die grade ihre Menstruation haben. […]

    Es gab viele Dinge im Koran, von denen wir nicht wussten, dass sie so dort standen. Genau wie Aslan dachten auch wir fälschlicherweise, dass harte Strafen in Saudi-Arabien wie Köpfen oder das Amputieren von Gliedmaßen etwas Kulturelles und nichts Religiöses seien.

    Später lernten wir, dass der Koran tatsächlich das Köpfen als Strafe vorsieht, und in Sure 5, Vers 38 ist deutlich zu lesen, dass Dieben, ganz gleich ob Mann oder Frau, die Hand amputiert werden solle.

    Es gibt aber auch eine ganze Reihe anderer Dinge, von denen angenommen wird, dass sie im Koran zu finden sind. Dem ist jedoch nicht so. Ein berühmtes Beispiel ist der Hijab oder die Burka. Weder das eine noch das andere wird im Koran erwähnt. Auch ist an keiner Stelle von der Steinigung als Strafe zu lesen. Dieses wird im Hadith (der Sunna, der Überlieferungen der Handlungen und Aussprüche des Propheten) und sogar im Alten Testament erwähnt, aber nicht im Koran.

    Weder männliche noch weibliche Beschneidung finden im Koran Erwähnung. Wieder jedoch kann beides im Hadith nachgelesen werden. Als Aslan das Thema weibliche Beschneidung diskutierte, vermied er es zu erwähnen, dass von den vier sunnitischen Rechtsschulen die Schafi’i Schule die weibliche Beschneidung vorschreibt und die anderen drei Schulen es empfehlen.

    Aus diesem Grund beträgt die Häufigkeit von weiblicher Beschneidung in Indonesien, dem Land mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit und dem Land, die meisten davon Schafi’i, und das Land, in dem laut Aslan Frauen den Männern zu 100% gleichgestellt sind, mindestens 86%. Mehr als 90% der Familien unterstützen diese Praxis.

    In dem Land mit der größten arabischen muslimischen Bevölkerung, Ägypten, beträgt die Rate der weiblichen Beschneidungen über 90%. Also ja, sowohl männliche als auch weibliche Beschneidung ist älter als der Islam, aber es ist falsch zu sagen, dass keine Verbindung zu der Religion besteht. […]

    Wenn ihr denkt es sei rassistisch, den Islam zu kritisieren, dann sagt ihr im gleichen Atemzug, dass der gesamte Islam eine einzige Rasse sei. […]

    Der Islam braucht in der Tat Reformer, keine moderaten Muslime. Und Wörter wie „Reform“ passen einfach nicht so gut zu Wörtern wie „Unfehlbarkeit“. Der Zweck der Reformen ist es, Dinge zu verändern, das System zu reparieren und ihm eine neue Richtung zu geben. Und um etwas zu reparieren, muss man sich eingestehen, dass es kaputt ist, und nicht einfach nur kaputt scheint. […]

    Sie waren radikal. Rebellen. Reformer. So wird der Wandel vorangetrieben. Alle Revolutionen waren einmal Rebellionen. Der Islam selbst ist so entstanden. Offen problematische Ideen aufzugreifen ist nicht bigott. Es ist keine Blasphemie. […]

    http://www.huffingtonpost.de/ali-a-rizvi/warum-islam-doch-etwas-mit-terrorismus-zu-tun_b_8579988.html


    An Open Letter to Moderate Muslims

    In most Muslim households, the Quran is physically placed at the highest place possible. In our house, it was at the top of a tall bookshelf. It cannot be physically touched unless an act of ablution/purification (wudhu) is first performed. It cannot be recited or touched by menstruating women. […]

    Neither male nor female circumcision (M/FGM) are found in the Quran. Again, however, both are mentioned in the hadith. When Aslan discussed FGM, he neglected to mention that of the four Sunni schools of jurisprudence, the Shafi’i school makes FGM mandatory based on these hadith, and the other three schools recommend it. This is why Indonesia, the largest Muslim country in the world, mostly Shafi’i, where Aslan said women were „absolutely 100% equal“ to men, has an FGM prevalence of at least 86%, with over 90% of families supporting the practice. And the world’s largest Arab Muslim country, Egypt, has an FGM prevalence of over 90%. So yes, both male and female genital cutting pre-date Islam. But it is inaccurate to say that they have no connection whatever to the religion.

    http://www.huffingtonpost.com/ali-a-rizvi/an-open-letter-to-moderat_b_5930764.html


    Ali A. Rizvi

    http://www.huffingtonpost.de/ali-a-rizvi/


    Auch auf Twitter

    Pakistani-Canadian Writer. Musician. Physician. Working on my first book, The Atheist Muslim (2016).

    Ali A. Rizvi

    https://twitter.com/aliamjadrizvi

  16. Edward von Roy Says:

    .

    „Der Islam ist keine Religion des Friedens“

    (Die Muslime müssen ihn erst dazu machen, sagt der Politikwissenschaftler und Buchautor Hamed Abdel-Samad. Demokraten sollten ihnen durch eine offene Debatte helfen, statt den islamischen Fundamentalismus zu verharmlosen. ZEIT online am 07.12.2015. Ein Interview von Evelyn Finger.)

    Abdel-Samad: […] Stattdessen sollen nun ausgerechnet die Moscheevereine zu Anlaufstellen für Flüchtlinge werden. Und die Familienministerin Schwesig, jubelt, ja!

    ZEIT ONLINE: Warum meinen Sie, die Moscheevereine seien ungeeignet?

    Abdel-Samad: […] Sie predigen die gleiche Theologie und die gleichen Gesellschaftsbilder, die für das Elend in der arabischen Welt verantwortlich sind.

    ZEIT ONLINE: Können Sie das genauer beschreiben?

    Abdel-Samad: Es ist die gleiche ausschließende Geisteshaltung gegenüber Ungläubigen, die Diskriminierung von Frauen, der Hass auf Juden. Die Syrer fliehen ja vor solchen Auswüchsen des Islams massenhaft zu uns. Und wir wollen jetzt aus dem Stoff, aus dem Bürgerkriege in Nahost gemacht wurden, ein Kleid für die Integration nähen? Das geht nicht. Es ist ein fataler Fehler, die ankommenden Syrer den Moscheevereinen auszuliefern. […] Moscheen sind keine Orte der Integration! In staatlichen Schulen könnten wir ehrliche Debatten über den Islam führen. Aber was schreiben mir viele Lehrer: Ich traue mir nicht mehr zu, muslimische Schüler über Islamismus und Terror aufzuklären! Selbst an Universitäten werden kontroverse Veranstaltungen mit Islamkritikern abgesagt, damit der innere Frieden gewahrt bleibt. […]

    ZEIT ONLINE: Es gibt sicherlich auch eine berechtigte Angst, rechte Ressentiments gegenüber allen Muslimen zu schüren.

    Abdel-Samad: Aber durch die absurde Behauptung, der Islam habe mit dem Islamismus nichts zu tun, bekommt der rechte Rand erst Aufwind. Wenn man Probleme nicht beim Namen nennt, schützt man auch die Muslime nicht. Im Gegenteil. Man schützt sie, indem man ihre Probleme ehrlich anspricht und diese Debatten in die Mitte der Gesellschaft holt. Mir hat dieser Muslim in Paris gar nicht gefallen, der auf der Trauerveranstaltung auf dem Place de la République seine Augen verband und ein Plakat hochhielt: Ich bin Muslim, aber kein Terrorist! Ich vertraue Ihnen, vertrauen Sie auch mir. [Vgl. Blind Trust Project, Konzept der Islamophobie“-Bekämpferin AsoOmii Jay, Toronto, Kanada (s. u.).]

    ZEIT ONLINE: Das war doch eine Friedensgeste. Wieso fanden Sie das schlecht?

    Abdel-Samad: Es war eine Veranstaltung für die Opfer des Terrors. Aber dieser Mann musste sagen: Nein, eigentlich bin ich das Opfer, eigentlich ist der Islam friedlich. Wenn das stimmen würde, müsste der „Islamische Staat“ ein Staat der Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sein, wo Frauen gleichberechtigt sind, wo Homosexuelle nicht um ihr Leben fürchten. Aber das ist nicht der „Islamische Staat“, das ist nicht Saudi-Arabien, der Iran, Sudan, Marokko, Pakistan oder jedes Land, wo die Gesetze des Islams in der Politik angewandt werden.

    ZEIT ONLINE: Trotzdem sollten wir nicht die Muslime mit dem „Islamischen Staat“ verwechseln.

    Abdel-Samad: Korrekt. Man muss zwischen Muslimen und Islam unterscheiden, aber nicht den Islam reinwaschen wollen. Der Islam als Religion des Friedens? Das ist eine Lüge, die nichts bringt. Aber wenn die Presse sie wiederholt, muss sie sich nicht wundern, wenn sie als Lügenpresse wahrgenommen wird. Interessant ist, dass in der arabischen Welt mittlerweile eine viel offenere Islam-Debatte stattfindet – in Ägypten, im Libanon und in Tunesien. Aber in Europa haben die Apologeten die Oberhand. […]

    ZEIT ONLINE: Was würden Sie zuerst am Islam ändern, wenn Sie könnten?

    Abdel-Samad: Ich will nichts an den Schriften ändern. Ich will nur, dass wir uns eingestehen: Der Islam ist nicht gekommen, um Teil dieser Welt zu werden, sondern um über die Welt zu herrschen. […] Heutige Salafisten und Islamisten verstehen Allahs Auftrag genauso, wie er auch damals gemeint war. Sie missbrauchen den Islam nicht, sie gebrauchen ihn nur. In keiner anderen Religion heute wird der Begriff Ungläubige so abwertend benutzt wie im Islam. In keiner anderen Religion ist allein die Tatsache, dass man ungläubig ist, ein Todesurteil. Wir müssen uns also von der Geltung der Texte im Koran verabschieden, so wie die meisten Christen sich von Sätzen des Alten Testaments distanziert haben. […]

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/hamed-abdel-sama-islam-kritik-muslime-fundamentalismus/komplettansicht

    .
    .

    Als globale Schariabewegung für immer jede Kritik am Islam tabuisieren einerseits, als ein durch die Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris irgendwie überdurchschnittlich schlimm betroffener muslimischer Französe eine sicherlich vorzugsweise nichtmuslimische Liebkosung einheimsen andererseits.

    Statt als säkularer Muslim die weltweite Gültigkeit und Durchsetzung der universellen Menschenrechte zu fordern, darf der Entsühnung suchende werdende Dhimmi dem Schariafreund ganz doll „vertrauen“ und ihn rituell knuddeln.

    „Je suis musulman et on dit de moi que je suis terroriste. Je vous fais confiance, et vous ? Alors faites-moi un câlin.“

    „I am a Muslim, but I am told that I was a terrorist. I trust you – you trust me. If so: give me a hug.“

    Ob der Passant und durch sein gerührtes Herzen und Umarmen dialogisch Initiierte anschließend noch das Verbot von Polygamie und Kindbraut oder das kopftuchfreie Klassenzimmer fordert, bleibt zu hoffen.

    Islam ist ein komplettes Rechtssystem, das die eigene Herrschaft sucht sprich das Beherrschtwerden alles Nichtislamischen. Ob man muslimisch fühlt bzw. geprägt ist oder nicht, man empfehle der Politik und dem interreligiösem Dialog: Denken statt Kuscheln.

    «I want to tell you that a Muslim is not necessarily a terrorist. Our religion prohibits to kill,» he said.

    http://en.news-4-u.ru/a-muslim-came-to-the-area-and-invited-the-parisians-to-embrace-him-if-they-trust-him.html

    Installé sur la place de la République dimanche, les yeux bandés, Abdel Tadmaya a tout simplement demandé aux Parisiens venus se recueillir de lui faire… des câlins. Un test de confiance touchant que cet inconnu a mis en place à l’aide de deux écriteaux. Sur le premier, on peut lire: „Je suis un musulman, mais on me dit que je suis un terroriste“. Et sur le second: „J’ai confiance en vous, avez-vous confiance en moi? Si oui, prenez-moi dans vos bras“.

    Ce genre d’initiative contre l’islamophobie n’est pas une nouveauté. Cette méthode que les anglo-saxons appellent „Blind Trust“, avait déjà fait ses preuves en janvier dernier à Toronto, au Canada.

    La réaction des Parisiens ne s’est pas fait pas attendre. Dans la vidéo ci-dessus, publiée le 17 novembre sur YouTube, ils viennent tour à tour enlacer le jeune homme sur la place publique. Et certains n’ont pas réussi à retenir leurs larmes face à cet appel de confiance.

    „Un terroriste est un terroriste, une personne prête à tuer un autre être humain sans raison. Un musulman ne ferait jamais ça. Notre religion l’interdit„, a conclu l’homme en retirant son bandeau. La vidéo visionnée plus de 460.000 fois a également ému les internautes qui ont chaleureusement salué cette initiative.

    http://www.huffingtonpost.fr/2015/11/19/attentats-un-musulman-fait-un-test-de-confiance-sur-les-parisiens_n_8597810.html

    .
    .

    „Ein Terrorist kann kein Muslim sein“

    (Von Andrea Backhaus auf ZEIT online am 15.11.2015)

    […] „Wir verurteilen diesen abscheulichen Terrorakt aufs Schärfste“, sagte der saudische König Salman, der gerade in der Türkei auf dem G-20-Gipfel zu Gast ist. Jordaniens König Abdullah drückte sein „tiefes Bedauern“ und seine Solidarität mit Frankreich aus.

    „Diese Akte, die die Stabilität und Sicherheit Frankreichs zerstören wollen, gehen gegen alle menschlichen und moralischen Werte„, sagte Katars Außenminister Khalid al-Attiyah. Kuweits Emir Sabah al-Sabah betonte, diese kriminellen Akte würden sich gegen „alle Lehren des heiligen Glaubens“ wenden.

    Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Sheikh Khalifa bin Zayed al-Nahyan, verurteilte die Anschläge als „abscheuliches Verbrechen“. Sein Land werde alles tun, um den „Terrorismus in all seinen Formen“ zu bekämpfen. Und der iranische Außenamtssprecher Hussein Dschaberi sagte in Teheran: „Diese Terroristen sind keine Muslime und haben nichts gemeinsam mit den Kriterien und Werten des Islam.“

    Viele hohe islamische Gelehrte verwiesen mit Nachdruck darauf, dass die Motive für Terror und Gewalt nicht im Islam zu suchen seien. „Der Islam billigt keine Terroristen. Diese Akte sind das Gegenteil der Barmherzigkeit, die die Religion in die Welt gebracht hat“, heißt es etwa in einer offiziellen Erklärung vom Rat der Höchsten Religionsgelehrten, der wichtigsten religiösen Körperschaft in Saudi-Arabien. Die Auslöschung des Terrorismus sollte aus einer „vereinten moralischen Haltung“ heraus erfolgen, heißt es weiter.

    Ähnlich kämpferisch klingt es aus Ägypten. So zitierte das ägyptische Staatsfernsehen den Großscheich Ahmad al-Tayyeb, Rektor der Kairoer Al-Azhar-Universität, der höchsten religiösen Instanz im sunnitischen Islam, mit den Worten: „Die Zeit ist gekommen, dass sich die Welt vereint [unter islamischer Führung], um dieses Monster des Terrorismus zu bekämpfen.“

    Auch unter Europas Muslimen herrscht tiefe Bestürzung. Der Rat der Muslime in Frankreich, CFCM, lehnte die „niederträchtigen und schändlichen Angriffe mit größtem Nachdruck“ ab. Der Vorsitzende des Münchner Forums für Islam, MFI, Benjamin Idriz, verweist darauf, dass die Muslime nun in besonderer Weise herausgefordert seien. „Wenn Menschen bei solchem Tun sich tatsächlich auf Gott berufen, dann rufen wir Muslime ihnen laut und deutlich entgegen: Nie kann Gott, der Allerbarmer und Allbarmherzige, sein Prophet oder unser Glaube, der Islam, für eure Verbrechen eingespannt werden!“ Der Islam, schreibt der Imam weiter, lehne jede Art von Terror ab. Er appelliert an theologische Autoritäten und Gläubige gleichermaßen, sich diesem Missbrauch noch stärker entgegenzustellen.

    Das betont auch der deutsch-syrische Politologe und Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek in seiner offiziellen Erklärung. So könne man das Ziel der Terroristen, Panik, Hass und Zwietracht zwischen den gesellschaftlichen Gruppen und Religionen zu säen, nur dann verhindern, wenn alle gemeinsam [proislamisch, proschariatisch] handelten: „Wir appellieren insbesondere an Medien und Politik, den Terroristen nun nicht auf dem Leim zu gehen, indem ihre pseudo-religiösen Begründbarkeiten einfach unkritisch übernommen werden und damit der Vereinnahmung des Islam weiter Vorschub geleistet wird.“ [Ihr Journalisten: Über den Islam nur Gutes!] […]

    Muslime in der ganzen Welt distanzieren sich nicht nur von den Anschlägen in Paris, sondern von sämtlichen Gewalttaten, die der „Islamische Staat“ (IS) im Namen ihrer Religion verübt. […] Als mediales Sprachrohr nutzen sie dabei eine Kampagne, die junge britische Muslime schon im Herbst 2014 starteten: Not in my name. […]

    Die jungen Muslime der Londoner Organisation Active Change Foundation, die sich gegen Gewalt und Terrorismus einsetzt, wollten es nicht akzeptieren, dass der IS im Namen ihrer Religion unschuldige Menschen tötet. Deshalb machten sie Fotos, auf denen sie Schilder mit dem Slogan „Not in my name“ hochhielten. In Videoclips erklären sie, warum der IS weder den Islam noch die Muslime vertrete. „Weil ihr unschuldige Menschen tötet“, heißt es da und „weil das, was ihr macht, unmenschlich ist“. Oder: „Weil ihr Herzen und Seelen missbraucht.“ Zehntausende Muslime folgten der Aktion und posteten ähnliche Statements.

    Jetzt werden diese Bilder und Videos wieder auf Twitter und Facebook geteilt, oft ergänzt von Fotos und Tweets aus der Zeit nach den Terroranschlägen auf das Satiremagazin Charlie Hebdo vor einigen Monaten und aktuellen Meldungen. Unter den Hashtags #NotInMyName und #MuslimsAreNotTerrorists kursieren Tausende Beiträge, in denen sich Muslime gegen Gewalt [nicht gegen die Scharia] aussprechen. Auf einem Foto sind vier Kinder zu sehen. Sie alle halten einen Zettel hoch, darauf steht: „Gaza in Solidarität mit Paris.“ [Niemand in Gaza protestiert gegen die Kairoer Menschenrechtserklärung von 1990.] Etliche Twitter-Nutzer zitieren eine Sure aus dem Koran: „Wer einen unschuldigen Menschen tötet, tötet die gesamte Menschheit.“ [Und was ist mit den nach der Sakraljurisprudenz von Koran und Sunna schuldigen Menschen, in Teheran oder Riad heute, im Islam seit 1400 Jahren?]

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-11/paris-anschlaege-muslime-reaktionen/komplettansicht

    .
    .

    [CBC (Kanada), 11.03.2015]

    Are New Yorkers as tolerant as some Torontonians? That’s the question a New York actor attempted to answer as he re-created a Canadian social experiment aimed at breaking down barriers and raising awareness about Islamophobia.

    New Yorker Karim Metwaly brought the Blind Muslim Trust social experiment to the Big Apple to test the city’s tolerance. He was inspired by a Canadian video shot a few weeks earlier.

    The premise: A young Muslim man stands in a public square, blindfolded. Beside him a sign that reads „I’m Muslim and I Trust You. Do You Trust me Enough for a Hug?“

    It’s based on a video shot in January in Toronto’s Yonge-Dundas Square. Called the Blind Trust Project, it was created by activist AsoOmii Jay in response to recent hate crimes and bullying against Muslims. In her video, the subject stood between two signs. One read: „I am a Muslim I am Labelled as a Terrorist“, the other read „I trust you do you trust me? Give me a hug.“ […]

    So would New Yorkers be as open? Actor Karim Metwaly stood in public in Manhattan on a chilly afternoon. Watch and see what happens next […]

    Jay [AsoOmii Jay] said she is in favour of any project that helps encourage people to spread love and learn about co-existing together.

    „It is a first step in helping educate people that not all Muslims are ‚bad people‘ and a reminder for radical Muslims as well that if we want to defend Islam, we should do so in a way Islam teaches, not with acts of violence forbidden in Islam.“

    http://www.cbc.ca/news/world/new-yorker-re-creates-canadian-hug-a-muslim-experiment-1.2990717

    .
    .

    AsoOmii Jay is a Canadian born Muslim blogger, model, activist and the creater of the Blind Trust Project. She is currently pursuing her degree in Psychology and Religion at Carleton University in Canada. She is a public figure, speaker and hosts charity fundraising events globally.

    http://asoomiijay.blogspot.de/

    https://plus.google.com/106041222435513545899

    .

    „Ungerechtigkeit“ zwischen Jordan und Mittelmeer, doch HAMAS und Kassam-Raketen hat Schariafreundin AsoOmii Jay gar nicht gemeint.

    Canadians on the Injustice in Palestine

    .

    AsOmii Jay: „One year ago today, Israel attacked innocent civilians in Palestine & murdered children playing on the beach. The war lasted 51 days, destroying homes & taking lives. We walked the streets of Toronto with Shahd Nebal & Time Vision to see Canadians‘ reactions.“

    .
    .

    Blind Trust Project [Islamophilie-Aktivistin AsoOmii Jay, Kanada]

    „Islam means Peace.“
    In response to recent hate crime and bullying against Muslims due to islamophobia, we walked the streets of downtown Toronto to see the reactions of Canadians on how Muslims are made to feel because of false media.
    The response was touching and inspiring.
    We wish to break down barriers and spread awareness about Islamophobia, encourage Muslims to behave as the prophet Muhammad (peace be upon him) taught us in kindness and good manners, to teach both extremist muslims and non muslims that violence and terrorism is NOT islam, and we urge non-Muslims to learn about the true Islam. Pick up a Quran and learn for yourselves the truth.

    .
    .

    „Blind Muslim Trust“ – Social Experiment That Will Change Your Mind

    .
    .

    Jeder darf sich gut fühlen und zur Frauenfeindlichkeit von Sure und Hadith und überhaupt zum islamischen Totalitarismus lachen oder weinen oder beides. Das Doppelritual von Islambeschwichtigen und Knuddeln kann weitergehen. Die Postmodernisten und Spaßkulturalisten von STHML Panda, Betreiberkollektiv eines YouTube-Kanals („social experiment video“), inszenieren das Blind Muslim Trust Experiment in Schwedens Hauptstadt.

    Jag är muslim. Inte samma sak som terrorist. Litar du på mig? Jag litar på dig!

    Stockholm, 22.03.2015.

    .

    .

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s