302. Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil I Erziehung und Menschenbild

Kindlich unversehrt statt beschnitten auf Elternwunsch

Auch im Namen der Familienfreundlichkeit oder kulturellen Vielfalt kann der säkulare Rechtsstaat die medizinisch unbegründete Beschneidung an einem Jungen nicht legalisieren. Ein Beitrag zum heutigen Kölner Protest Eltern gegen Kinderbeschneidung. Von Edward von Roy am 21. September 2012.

Zwei Zitate vorab, Graumann und Beck:

Wir haben in dieser Frage doch gar kein Verhandlungsmandat. In den fünf Büchern Mose steht nun einmal, dass jüdische Jungen, sofern sie gesund sind, am achten Tag beschnitten werden müssen. Nicht sieben Tage, nicht neun Tage, sondern acht Tage nach der Geburt. Wir selbst können da keine Zugeständnisse machen, da muss man schon mit dem lieben Gott verhandeln.

Dieter Graumann am 03. Juli 2012 zum Kölner Stadt-Anzeiger. „Die ganze jüdische Welt ist betroffen“[1]

Sie dürfen nicht übersehen, dass der Beschneidungsbefehl in der jüdischen Religion und im islamischen Glauben fundamental ist. Die Begründung des Bundes Gottes mit dem Volk Israel und Abraham in Genesis 17 beginnt mit dem Befehl an Abraham, die Kinder des Volkes Israel zu beschneiden, sobald sie acht Tage alt sind. – Da brauchen Sie nicht den Kopf zu schütteln, Frau Kollegin Rupprecht.

Es ist im Rahmen des Grundrechtsausgleichs mit zu erörtern, welchen Stellenwert der Beschneidungsbefehl für diese Religion hat. Und da kommen wir zu dem Ergebnis: Es handelt sich um den ersten Befehl Gottes, der für diese Religion gilt, und er ist das Fundament des Glaubens aller abrahamitischen Religionen. Damit hat er einen sehr hohen Stellenwert. Ein Verbot der Beschneidung jüdischer und muslimischer Kinder würde faktisch bedeuten: Jüdisches Leben und islamisches Leben sind in Deutschland auf Dauer legal so nicht möglich.

Volker Beck am 19. Juli 2912 vor dem Deutschen Bundestag, Plenarprotokoll 17/189[2]

Soweit die beiden für die deutsche Beschneidungsdebatte wichtig gewordenen Meinungen. Wer jetzt die Worte des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden im Zeitungstext sucht, liest, ein bisschen anders als in der Überschrift, nicht: „Die ganze jüdische Welt ist betroffen“, sondern: „Die ganze jüdische Welt fühlt sich im Moment betroffen“.

Betroffen, das heißt in der deutschen Sprache zweierlei, einmal und ganz einfach: etwas ist gemeint, etwas ist jetzt Gegenstand der Betrachtung oder Debatte, und zum anderen kann es heißen: jemand ist traurig, jemand ist schmerzlich gerührt.

Graumann sagt: „fühlt sich … betroffen“, der Religionsfunktionär meint also ausdrücklich auch die Ebene des Emotionalen.

Beides könnte man unterstützen, denn auch wir meinen tatsächlich – als Betrachtungsgegenstand – die beschneidungswilligen Erwachsenen und kritisieren genau sie und niemanden sonst, und auch wir wünschen uns – emotional und einfühlsam – Rührung und Traurigkeit bei den Zirkumzisionsfreunden, allerdings meinen wir nicht Empörung über die Einmischung und Kritik von außen, sondern Trauer über die unnötige Körperverletzung an Kindern, die manche Gottesfürchtige, einer Jahrhunderte oder vielmehr Jahrtausende alten Tradition folgend, auch im 21. Jahrhundert immer noch praktizieren möchten.

Anfang Juli habe Herr Graumann, der sich gerade in Israel aufhielt, „besorgte Anrufe und Mails aus den USA und vielen anderen Ländern der Welt“ erhalten:

Alle fragen mich: Sollen Juden in Deutschland nun nicht mehr leben können?

Natürlich sollen kleine jüdische Jungen überall auf der Welt und auch in Deutschland leben können, aber eben körperlich unversehrt – und das heißt unbeschnitten.

Der Zentralratsvorsitzende unterstellt Beschneidungsgegnern Kaltherzigkeit. Wir beurteilen kindliche Genitalien als unbedingt schützenswert und nicht zu versehren:

Hinter dieser Beurteilung verbirgt sich eine kalte Gefühl- und Respektlosigkeit gegenüber Religion.

Religion ist auch mal Steinigung, insofern respektieren wir Religion tatsächlich nicht pauschal. Ansonsten kann man doch wohl auch Herrn Graumann einen Mangel an Empathie attestieren, der sich auf einen angeblich vom Himmel herab gekommenen Befehl beruft und den die Schreie des beschnittenen Säuglings kalt lassen und gar nicht rühren.

Dieter Graumann, der gerne verschweigt, dass die Mehrheit der männlichen deutschen Juden gar nicht beschnitten ist und wahrscheinlich auch noch glücklich damit, erweist sich als gehorsamer Diener der literalistischen, der wortwörtlichen Lesart heiliger Texte:

Wir haben in dieser Frage doch gar kein Verhandlungsmandat. In den fünf Büchern Mose steht nun einmal, dass jüdische Jungen, sofern sie gesund sind, am achten Tag beschnitten werden müssen. … Wir selbst können da keine Zugeständnisse machen, da muss man schon mit dem lieben Gott verhandeln.

Das Heil der Seele stehe also aus dem Spiel, und Heilsverlust spüren die globalen Fundamentalisten, auch die Christen unter ihnen, als ewige Verdammnis und, mindestens im Islam, als ewigen Aufenthalt im schrecklichen Nār, d. h. im Feuer von al-Dschahannam, der Hölle.

Mit Billigung von Schulministerin Sylvia Löhrmann ist in Nordrhein-Westfalen ab 2012 die Angst vor dem, was satanisch (heilsgefährdend) oder nadschis (rituell unrein) ist, offensichtlich pädagogisch wertvoll, ins Schulleben zu integrieren und versetzungsrelevanter Lernstoff im Islamischen Religionsunterricht.

Im Judentum wie auch im Islam ist die Frau, die gerade ihre Tage hat, rituell verunreinigt und darf als Muslima beispielsweise den Koran nicht berühren. Der männliche jüdische Neugeborene ist durch seine Geburt und den Kontakt mit dem mütterlichen Blut oder bereits den Kontakt mit dem mütterlichen Körper weiblich verunreinigt – für die Dauer von genau sieben Tagen. Erst nach Ablauf dieser Frist, am achten Tag, macht ihn das Beschneidungsritual vor dem Schöpfergott rein und nimmt ihn in den Männerbund auf.

Seit Jahrtausenden wird das Heilige maskulin verwaltet – aus keinem anderen Grund dürfen bis heute bei allzu vielen katholischen Kirchengemeinden Mädchen nicht Messdiener werden. Auch der unbeschnittene jüdische oder muslimische Mann ist rituell nicht rein und setzt, wer weiß, die Reinheit der Ehefrau und das Seelenheil der Kinder aufs Spiel.

Die Beschneidung des Jungen hat also äußerst viel mit der bei Frauen angeblich stets besonders prekären rituellen Reinheit bzw. Tahara (arab. ṭahāra, Adjektiv ṭāhir, hebr. Tahara, Adjektiv tahor) zu tun. Unreinheit ist im Islam Nadschasa (naǧāsa, Adjektiv naǧis), hebräisch Tumah (Adjektiv tame).

Die Muslima ist permanent von naǧāsa bedroht, das liegt doktrinär vor allem bereits an ihrer Monatsregel. Die Menstruation der Frau wird im öffentlich zu kontrollierenden Islam, wie ihr Kopftuch oder vielmehr Schleier (ḥiǧāb, parda), ein Politikum allerersten Ranges. Der Frau wird damit ihre Weiblichkeit zum Vorwurf gemacht, ihr bloßes Frausein grenzt an das Ekelhafte und Teuflische und könnte den Ehemann und den heiligen Text beschmutzen. Das ist beides, echte monotheistische Religion und extremer Patriarchalismus und Sexismus. Und das ist ein Frauenbild und Männerbild (und auch ein Gottesbild), das in der kulturellen Moderne nichts zu suchen hat.

Denn auch den Mann bedrohe das rituell Unreine, meinen manche Gelehrte, und noch die feinsten Partikel von selbst dem molekularen Bereich zuzurechnenden Verunreinigungen (ǧanabāt) nach vollzogenem Geschlechtsverkehr oder aber Atome des eigenen Urins könnten unter der Vorhaut haften bleiben und von dort aus, weiß Gott, das Gebet des Muslim ungültig machen.[3] Sicherheitshalber ist daher im Islam die Vorhaut zu entfernen, prophetisches Vorbild ist die Beschneidung sowieso.

Andere geistliche Autoritäten befinden, dass das rituelle siebenmalige Umkreisen (Ṭawāf) der Kaaba in Mekka nur für den Beschnittenen Gültigkeit habe. Auch das spreche für die Notwendigkeit der Zirkumzision.[4]

Sauber ist nicht rein. Der Gottlose mag sauber sein, doch nur der seinen Glauben Praktizierende ist mit sorgsam eingehaltener großer ritueller Waschung, Ghusl (ġusl) oder kleiner ritueller Waschung, Wudu (wuḍūʾ, persisch ābdast) zusätzlich für eine gewisse Zeit rein.

Wer im 21. Jahrhundert immer noch seine Söhne ohne medizinischen Grund beschneidet, will, dass alle Kinder lernen, das Reine und Heilige angestrengt zu suchen sich vor dem Unreinen und Nichtreligiösen zu ekeln. Kinder sollen aus Sicht der Fundamentalisten lernen, dass man vor Gottes Strafe im Diesseits und im Jenseits große Angst haben muss.

Zwar ist die Hölle kein Thema im Tanach, in der Hebräischen Bibel (mit ihren Hauptteilen Tora / Weisung, Nevi’im / Propheten und Ketuvim / Schriften), doch versichert uns beispielsweise das (zwischen 130 und 68 v. Chr. entstandene) Buch Henoch die Existenz der Hölle.

Aufenthaltsort der Verstorbenen sind demnach vier tiefe Hohlräume, drei dunkel, einer hell; in den Dunkelkammern leiden die Sünder, die helle Abteilung ist den Gerechten vorbehalten. Engel führen die Ungerechten dem Richtplatz zu und der grausame Rest ist allen Katholiken oder Koranlesern inhaltlich bestens bekannt:[5]

Entsprechend der Taten der Bösen werden sie in lodernden Flammen brennen, schlimmer als Feuer (100.9).

niemand wird ihnen helfen (100.4).

Und sei dir bewusst, dass sie [die Engel] eure Seelen in den Sheol bringen werden und sie [die Seelen] werden Böses erleiden und eine schwere Prüfung durchzustehen haben, in Dunkelheit, Fesseln und brennenden Flammen (103.7).

Zwar verzichtete der angesehene mittelalterliche jüdische Denker Moses Maimonides auf das Höllenmotiv und gab unumwunden zu, das männliche Geschlechtsorgan ein bisschen zerstören und schwächen zu wollen, versteckte sich aber ebenfalls hinter dem – von Volker Beck in die Bundestagsdebatte eingebrachten – himmlischen Beschneidungsbefehl.

Es stimmt aus Sicht der Literalisten, der Freunde der Wortwörtlichkeit: Moses hat seine Gesetzestafeln vom Himmel erhalten und auch der Koran ist dem Propheten von Allah oder Dschibril diktiert oder jedenfalls eingeflüstert worden. Und es stimmt wirklich, auch wenn Herr Volker Beck es anscheinend manchmal vergisst: unsere demokratischen Gesetze und die ihnen zugrunde liegenden Vorstellungen vom Menschen, also auch vom Menschen im Kindesalter, sind nicht vom Himmel gefallen.

Die britisch-jüdische Ärztin und Psychotherapeutin Jenny Goodman warb schon vor sechzehn Jahren dafür, die Beschneidung aufzugeben:[6]

Ich bin zuversichtlich, dass mein Volk so viele lebensbejahende, lebensfreudige und erkenntnisbringende Traditionen hat, dass unsere Identität und kulturelle Selbstachtung ohne Probleme überleben wird, wenn wir über die Beschneidung hinauswachsen, die ein grausames Relikt ist, das ich immer als eine Abweichung vom Herzen meiner Religion empfunden habe.

Volker Beck fällt den jüdischen und muslimischen Säkularen in den Rücken und bekundet im Plenarsaal sein Interesse an himmlischen juristischen Vorgaben:

Es ist im Rahmen des Grundrechtsausgleichs mit zu erörtern, welchen Stellenwert der Beschneidungsbefehl für diese Religion hat. Und da kommen wir zu dem Ergebnis: Es handelt sich um den ersten Befehl Gottes, der für diese Religion gilt, und er ist das Fundament des Glaubens aller abrahamitischen Religionen.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen und menschenrechtspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion versteht es offensichtlich als seine Aufgabe, Koran und Hadith zu lesen beziehungsweise Genesis und Maimonides. In einem säkularen Staat jedoch hat ein Politiker theologische Dogmen gar nicht mit dem Grundgesetz abzugleichen, jedenfalls nicht auf Kosten des Grundgesetzes.

Auch besondere Gottesfurcht entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Das Urteil des Kölner Landgerichts hat endlich für Klarheit gesorgt und die Beschneidung als eine Körperverletzung definiert, in die auch die Eltern nicht einwilligen können.

Jetzt versuchen die Beschneidungslobbyisten diese gründliche – und mutige – Arbeit der Kölner Richter in Frage zu stellen und behaupten unbegründet, das Kölner Urteil würde Rechtssicherheit gerade verhindern.

Bereits im Juni sagte Volker Beck:[7]

Wir müssen uns darüber Gedanken machen, ob wir die Religionsfreiheit der jüdischen und muslimischen Glaubensgemeinschaft besser schützen müssen.

Da fragt man sich doch: Vor wem oder vor was soll die so genannte Religionsfreiheit geschützt werden – vor den Demokraten oder vor dem Grundgesetz?

Im selben Bericht (Der Spiegel) wurde glücklicherweise auch die Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes zitiert. Irmingard Schewe-Gerigk lobte das Gerichtsurteil aus Köln, das deutlich mache:

dass die körperliche Unversehrtheit von Kindern nicht mit religiösen Argumenten verletzt werden darf

Danke an Terre des Femmes für diese eindeutige Positionierung. Es ist sehr bezeichnend, dass eine Bewegung für die Rechte von Frauen und Mädchen 2012 die Arbeit leistet, an die sich Deutschlands Lehrer, Erzieher, Jugendverbände und vor allem Jungenarbeiter immer noch nicht herantrauen. Hochschulen für Soziale Arbeit, Städtische Jugendämter, Wohlfahrtsverbände wie Arbeiterwohlfahrt oder Der Paritätische, sie alle schweigen seit Jahren feige zum Tabuthema Nummer eins Jungenbeschneidung. Das muss sich ändern, in die Ausbildung von Erziehern, Lehrern und Sozialarbeitern muss eine ebenso höflich wie eindeutig beschneidungsablehnende Beratungsarbeit integriert werden, denn nur so kann die körperliche Gesundheit des männlichen Kindes integriert werden. Die gegenmodernen Traditionalisten und die religiösen Freunde der Wortwörtlichkeit werden selbstverständlich Widerstand leisten im Namen des gefährdeten friedlichen Zusammenlebens der Kulturen oder des Elternrechts auf religiöse Prägung des Kindes.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der heutigen zweistündigen Protestveranstaltung Eltern gegen Kinderbeschneidung haben nicht geschwiegen und lassen von kulturrelativistischen oder orthodox-religiösen Argumenten nicht beeindrucken, und dafür danke ich allen Anwesenden. Dutzende Kölner Passanten traten heran und ließen sich gerne informieren, nur drei oder vier Vertreter der Spezies entgrenzter Fremdenfreund schrien: ihr seid Nazis, oder: ihr seid Antisemiten und waren nicht bereit, die Aufklärungsbroschüren entgegenzunehmen. Diese Verteidiger offensichtlich irgendwie exotischer Initiationsrituale würden einem rheinischen Katholiken die Kinderbeschneidung verbieten und einem Menschen aus dem Nahen Osten erlauben – das ist Ungleichbehandlung.

Terre des Femmes kurz genannt TdF hat seit zwei Jahrzehnten in der deutschen Öffentlichkeit eine ganz bewundernswerte Aufklärungsarbeit zur grausamen weiblichen Genitalverstümmelung geleistet, zur so genannten FGM (female genital mutilation). In dieser Stunde werden weltweit 300 Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt, am heuten Tag sind das 8000 Mädchen.[8]

Kein Kind kann etwas dafür, dass es als Mädchen oder Junge geboren wird. Jedes Kind hat das Recht auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und, zwei oder drei oder vier Jahrzehnte später, auf eine uneingeschränkte Sexualität als Erwachsener.

Grundsätzlich können wir die Leistungen der weltweiten Arbeit gegen FGM also auch auf die rituelle Jungenbeschneidung übertragen; man denke nur an die erfolgreiche TdF-Kampagne „Kein Schnitt ins Leben“[9] – auch übertragen auf die 2012 von Dieter Graumann, Volker Beck, Guido Westerwelle oder Angela Merkel verteidigte Zirkumzision oder Jungenbeschneidung wäre das ein guter Kampagnentitel: „Kein Schnitt ins Leben.“

Islamische Beschneidung, Chitān (Chatna) oder türkisch Sünnet genannt, ist Pflicht oder jedenfalls Allahs nachzuahmende Sunna. Beschneidung ist damit Teil der Scharia.

Unsere Politiker in den Landtagen und im Bundestag trauen sich an das Thema Scharia nicht heran. Wenn sie es endlich einmal tun werden, müssen wir verhindern, dass das Islamische Recht mit Juristen wie Mathias Rohe oder Abdullahi an-Na’im erfolgreich und tatsachenwidrig als irgendwie menschenfreundlich und pauschal demokratieverträglich dargestellt wird.

Die Scharia ist totalitär und nicht reformierbar, weil sie – ihrer seit Imam al-Ghazali und wohl schon seit Mohammed verewigten Doktrin nach – erstens das menschliche Verstehen übersteigt und zweitens gar nicht von einem Menschen geschaffen worden ist. Allah selbst habe die Scharia geschaffen.

Die Chefideologen und Aktivisten der Islamischen Wiedergeburt, des Islamic Revival – die Parteigänger der Scharia, von Ali Schariati bis Naquib al-Attas – sagen zwar „westlich“ und „der Westen“, doch was sie meinen und angreifen, sind die Standards der allgemeinen Menschenrechte vom 10. Dezember 1948, denen die OIC seit 1990 bekanntlich ihr Menschenrechtskonzept entgegenstellt, die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam.[10]

Unsere Menschenrechte, auf denen das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland beruht, sind gar nicht „westlich“ oder „östlich, sondern sind, wie der Name schon sagt, allgemein oder universell. Boko Haram in Nigeria kämpft politisch bewusst und spirituell begeistert gegen die Gleichberechtigung der Nichtmuslime und Frauen – ab 1979 machte im Iran Ayatollah Chomeini nichts anderes. Was später auch die afghanischen Taliban auslebten, ist kein Kampf gegen den „Westen“, sondern der Dschihad für die Herrschaft Allahs – gegen die Meinungsfreiheit, gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau und nicht zuletzt gegen die Wissenschaft.

Wer gegen die rituelle Jungenbeschneidung ist, hat die Wissenschaft auf seiner Seite. Und auch Wissenschaft gibt es nur im Singular und ist unteilbar. Es gibt keine „westliche Wissenschaft“ oder „islamische Wissenschaft.“

Auch Menschheit oder Menschlichkeit gibt es nicht im Plural. Viele Traditionen oder Völker Afrikas oder Australiens haben die MGM (male genital mutilation) oder Jungenbeschneidung im Programm, und auch diesen nach Deutschland einwandernden Eltern aus den Ethnien der Xhosa oder Aboriginees hat der Rechtsstaat die Kinderbeschneidung zu untersagen – durchaus gar nicht kultursensibel, und gar nicht tolerant.

Auch im Rahmen der Beschneidungsdebatte wird – wir kennen das seit dem Kopftuchstreit oder Karikaturenstreit – immer wieder das friedliche Zusammenleben der Kulturen beschworen, gemeint ist die Erlaubnis des Kopftuchs und das Verbot der Islamkritik. Im säkularen Staat leben aber gar keine „Kulturen“ zusammen, sondern Staatsbürger bzw. Bürger. Den Einwanderer – oder den deutschen Juden oder deutschen Muslimen – juristisch folgenreich in eine angeblich fremde, angeblich ganz andersartige „Kultur“ einzusperren ist letzten Endes reinster Rassismus! Gerade wir als – global vernetzte – Beschneidungsgegner wollen und fördern die wirklich ernst gemeinte Integration.

Wer 2012 die rituelle Zirkumzision an Minderjährigen fordert, will ein Menschenbild verankern und politisch durchsetzen, das auf Reinigung und Verunreinigung beruht, auf der heilssichernden Ṭahāra und der ekelhaften und zur Hölle führenden Naǧāsa. Das ist ein Angriff auf das mühsam gegen die Macht der Religion errungene Menschenbild kultureller Moderne, gegen das Bild des Menschen, wie es von Renaissance, Aufklärungshumanismus und Psychoanalyse gefunden worden ist und die Wirkmacht der bösen Geister aus Stadtkultur und Gesetzgebung verdrängte.

Gegner der rituellen Jungenbeschneidung gibt es überall auf der Welt, unter Atheisten, Christen, Juden, Muslimen und Ex-Muslimen. Gegner der rituellen Jungenbeschneidung gibt es erfreulich oft unter Frauen und – man staune – sogar unter Männern (meistens lassen die Männer ihre Schwestern und Mütter die emotionale Arbeit erledigen oder die männlichen Missetaten in Ordnung bringen; allzu oft gilt daher der freche Satz: Das Patriarchat bauen die Frauen – die Männer sind auch dazu zu faul).

Leider sind viele Frauen auch auf der gegnerischen Seite aktiv – für die Legalisierung der Jungenbeschneidung. Eine davon ist offensichtlich Alice Schwarzer, die die Beschneidung für eine „sehr, sehr geringe“ Verletzung hält und „hygienische Gründe“ für die Routinebeschneidung an Jungen anführt. Beides ist wissenschaftlich ausreichend widerlegt.

Ich komme zum Schluss.

Es geht nicht um einen Kampf der Kulturen und schon gar nicht um einen Krieg Orient gegen Okzident, sondern es geht um den Widerspruch zwischen Kollektivismus und individueller Freiheit.

Es geht um den Kampf zwischen Gottesstaat und Aufklärungshumanismus, zwischen dem erneuerten Mittelalter und der kulturellen Moderne. Diese Grenze verläuft nicht zwischen den traditionsreichen Religionen, sondern mitten durch sie hindurch, sie trennt also nicht die Juden von allen Nichtjuden oder die Muslime von allen Nichtmuslimen, sondern sie trennt die monotheistischen Säkularen von den Anhängern der Wortwörtlichkeit.

Und sie trennt den säkularen Rechtsstaat von Halacha und Scharia.

Edward von Roy

Q u e l l e n

[1] Dieter Graumann am 03. Juli 2012 zum Kölner Stadt-Anzeiger. „Die ganze jüdische Welt ist betroffen“

http://www.ksta.de/politik/dieter-graumann–ganze-juedische-welt-ist-betroffen-,15187246,16539572.html

http://www.zentralratdjuden.de/de/article/3729.html

[2] Volker Beck am 19. Juli 2912 vor dem Deutschen Bundestag, Plenarprotokoll 17/189

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17189.pdf

[3] 24. If a drop of urine or pre-coital fluid comes out from the urinary passage, but remains within the foreskin, even then wudu will break. In order for wudu to break, it is not necessary for any liquid to come out from the foreskin.

25. If a man’s organ touches the private part of a woman and there is no cloth or any such barrier between them, wudu will break. Similarly, if the private parts of two women touch each other, wudu will break. But to indulge in such acts is a very serious sin. In both instances, whether any fluid comes out or not, wudu will break.

28. That substance whose discharge causes wudu to break is regarded as najis (impure) …

32. It is not permissible to touch the Quran without wudu. But if it is touched with a cloth which the person is not wearing, then it will be permissible.

ZEWAR BAHISHTI: HEAVENLY ORNAMENTS, BY MOULANA ASHRAF ALI THANWI

http://www.muslimkids.8m.net/TAHAARAH.htm

HAKIM-UL-UMMAT HAZRAT MOULANA ASHRAF ALI THANWI WAS THE RENOWNED PHILOSOPHER AND SCHOLAR OF ISLAMIC JURISPRUDENCE

http://www.muslimkids.8m.net/bahishti.html

[4] Article 121- Ihram of a person who has not been circumcised is correct but his Tawafs and prayers of Tawafs has problem and remains in the state of Ihram, except that he performs circumcision and then performs Tawaf and prayer of Tawaf.

Article 122- If an uncircumcised child is forced to perform Ihram or become Muhrim then his Ihram is correct; but all of his Tawafs has problem. Therefore, this person remains in the state of Ihram and exiting from the state of Ihram becomes hard for him; except that he circumcises and then performs Tawaf or others carry him for performing Tawaf.

The Rites of Umrah al-Mufradah. Rulings of Ihram

http://makarem.ir/websites/english/compilation/book.php?bcc=5003&itg=12&bi=21&s=ct

Ayatollah Makarem Shirazi

http://makarem.ir/websites/english/

[5] Hölle im Judentum, Buch Henoch

http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6lle#Judentum

[6] Lausanne (Schweiz) 1996. In ihrem Offenen Brief (Open Letter to Fourth International Symposium on Sexual Mutilations) kritisierte die britisch-jüdische Ärztin und Psychotherapeutin Jenny Goodman rituelle Vorhautbeschneidung kleiner Jungen so:

I am confident that my people have such an abundance of life-enhancing, life-affirming and mind-opening traditions, that our identity and sense of cultural self-heed will happily survive our outgrowing of circumcision, a cruel relic which has always felt to me like an aberration at the heart of my religion.

http://www.cirp.org/pages/cultural/goodman.html

[7] Der Zentralrat der Juden hatte das Urteil bereits am Dienstag als beispiellosen und dramatischen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften kritisiert. Zentralratspräsident Dieter Graumann sagte: „Diese Rechtsprechung ist ein unerhörter und unsensibler Akt.“ …

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) äußerte sich ähnlich. Man sehe in dem Urteil „einen eklatanten und unzulässigen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften und in das Elternrecht“, teilte der Verband mit. Religionsfreiheit sei ein sehr hohes Gut und dürfe nicht Spielball einer eindimensionalen Rechtsprechung sein, die bestehende Vorurteile und Klischees weiter verfestige, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. …

Muslime fühlen sich kriminalisiert

Der Spiegel 27.06.2012

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/islamische-religionsgemeinschaft-kritisiert-beschneidungsurteil-a-841234.html

[8] Terre des Femmes

http://frauenrechte.de/online/index.php/themen/weibliche-genitalverstuemmelung.html

[9] Kein Schnitt ins Leben

http://www.anjaroehl.de/kein-schnitt-ins-leben/

[10] Universal Human Rights and „Human Rights in Islam“, By David Littman

http://www.dhimmitude.org/archive/universal_islam.html

9 Antworten to “302. Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil I Erziehung und Menschenbild”

  1. Kalevala Says:

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    Berlin. Die Eckpunkte des Bundesjustizministeriums zur Regelung der Beschneidung von Jungen stoßen auf gemischte Reaktionen. Die kinderpolitischen Sprecherinnen ihrer Fraktionen, Marlene Rupprecht (SPD), Diana Golze (Die Linke) und Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen), nannten den Vorschlag für einen Gesetzentwurf nicht zustimmungsfähig. „Kinder sind Träger eigener Rechte. Ihre Rechte dürfen nicht – weder religiös motiviert noch aus anderen Erwägungen – zur Disposition gestellt werden“, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung der drei Bundestagsabgeordneten.

    Es sei erschreckend, dass das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit bei den Überlegungen der Bundesregierung offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle spiele. Der Vorschlag bleibe zudem nicht nur hinter den Vorschlägen des Deutschen Ethikrates, sondern selbst hinter der Maßgabe des Bundestagsbeschlusses zu dem Thema zurück, dass die Beschneidung ohne unnötige Schmerzen durchzuführen ist.

    Auch der Kinderschutzbund pochte auf eine stärkere Berücksichtigung des Kinderwillens. „Sie müssen vom Arzt nach fachlicher Aufklärung gefragt werden, ob sie mit der Beschneidung einverstanden sind“, forderte Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers in der „Passauer Neuen Presse”. „Ein Nein muss in jedem Falle gelten.” Gerade bei muslimischen Kindern, die häufig erst im Grundschulalter beschnitten würden, drohten „schwere Traumatisierungen“.

    aus: Religiöse Beschneidung: Kritik an Eckpunkten für Beschneidungsregeln wächst
    in: Hamburger Abendblatt 27.09.2012

    http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article109495537/Kritik-an-Eckpunkten-fuer-Beschneidungsregeln-waechst.html

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    Berlin – Nach der Vorlage von Eckpunkten des Justizministeriums zur Regelung von Beschneidungen bei nicht einwilligungsfähigen Jungen wird die Debatte wieder heftiger. Die kinderpolitischen Sprecher von SPD, Linken und Grünen wandten sich am Donnerstag gegen den Vorschlag, der nach ihren Worten darauf abzielt, die Beschneidung grundsätzlich zu erlauben. Marlene Rupprecht (SPD), Diana Golze (Linke) und Katja Dörner (Grüne) betonten in einer Erklärung: „Es ist erschreckend, dass das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit bei den Überlegungen der Bundesregierung nur eine untergeordnete Rolle spielt.“ Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will Beschneidungen straffrei stellen, wenn sie fachgerecht ausgeführt werden und zuvor umfassend aufgeklärt wurde.

    Die Linken-Politikerin Golze ging damit auch auf Distanz zu Fraktionschef Gregor Gysi, der die Pläne „okay“ genannt hatte. Gysi gibt zu, dass es in seiner Fraktion erhebliche Meinungsverschiedenheiten zum Thema gibt. Er selbst sagte an die Adresse von Kritikern in seiner Fraktion, die strikt gegen Beschneidungen sind: Wenn es 100 000 jüdische oder muslimische Männer gäbe, die die an ihnen vorgenommene Beschneidung als „Sauerei“ empfänden, würde die Linke „eine Art Bewegung vertreten“. Doch eine solche Bewegung kenne er nicht. Bei abgeordnetenwatch.de hatte Gysi im Juli geschrieben, die Unversehrtheit eines Kindes sei zwar wichtig. „Andererseits wissen wir natürlich auch, dass es schwerwiegend ist, mit einer tausendjährigen Tradition zu brechen.“ Zu bedenken sei auch, dass niemand etwas dagegen habe, dass viele Eltern kleinen Mädchen Löcher in die Ohren stechen lassen. „Mir scheint es aber auch eine Körperverletzung zu sein

    aus: Matthias Meisner: Kritik an Regeln zur Beschneidung: Kinderpolitiker empört
    in: Der Tagesspiegel 28.09.2012

    http://www.tagesspiegel.de/politik/kritik-an-regeln-zur-beschneidung-kinderpolitiker-empoert/7189548.html

    ::

  2. Chronist Says:

    Einer der elementarsten Funktionen einer Rabbinerorganisation für die jüdische Gemeinschaft ist es, ein Bet Din (Rabbinatsgericht) zu haben. Mit den folgenden Ausführungen soll dieser Begriff klare Definitionen und Formen erhalten und ein Verständnis vermittelt werden, was ein Bet Din ist, wofür es da ist, welche Funktionen es zu erfüllen hat und welche nicht…
    Allgemeines

    Das jüdische Rabbinatsgericht nimmt unter den weltlichen Gerichten einen besonderen Platz ein. Die weltlichen Gerichte folgen dem menschlichen Gesetz, wohingegen das Rabbinatsgericht auf dem Gesetzessystem g“ttlicher Herkunft basieren. Gerechtigkeit gehört zu den Eigenschaften G“ttes und es ist Sein Wille, daß wir nach Seinen Gesetzen richten. Dies erklärt, weswegen in der Torah ausgerechnet der Wochenabschnitt „Mischpatim“, ein detailliertes Rechtssystem beinhaltend, auf die Offenbarung G“ttes am Berg Sinai folgt.

    Ein Bet Din ist eine halachische (jüdisch rechtliche) Instanz, welche aus mindestens drei Rabbinatsrichtern besteht. Zu Zeiten da in Israel noch ausschließlich nach jüdischem Recht gerichtet wurde, konnte je nach Fall die Zusammensetzung auf bis zu 71 Richter anwachsen.

    In heutiger Zeit erfüllt ein Bet Din insbesondere folgende Aufgaben, in welchen er die jüdische Autorität darstellt:

    Gitin – Durchführung religiöser Scheidungen
    Gijurim – Durchführung von Übertritten zum Judentum
    Dinej Torah – Behandeln jüdischer Rechtsfälle
    Berur Jahadut – Klärung des jüdischen Status im Zweifelsfall

    Darüber hinaus ist der Bet Din Ansprechpartner und steht für Klärung halachischer Probleme zur Verfügung.

    Bet Din der ORD

    Seit 2004 existiert ein Bet Din in Zusammenarbeit der ORD mit dem Oberrabbinat in Israel. Dies gewährleistet automatisch, dass die Tätigkeiten und Beschlüsse des Bet Din vom Oberrabbinat in Israel anerkannt werden. In der Regel setzt sich dieses aus zwei Dajanim (Rabbinatsrichter), welche vom Oberrabbiner Israels gesandt werden, und einem dritten Dajan aus den Reihen der Rabbiner der ORD zusammen. Dieses Gremium hält ca. drei Mal jährlich 3-4 tägige Tagungen ab und behandelt alle anstehenden Fälle, welche an den Bet Din über die ORD herangetragen und beantragt werden.

    Tätigkeit des Bet Din

    In diesem Rahmen wurden in den vergangenen sechs Jahren ca. rund 200 Fälle behandelt. Der Bet Din hat dabei etwa 35 Gitin (religiöse Scheidungen) und 60 Gijurim (Übertritte zum Judentum) durchgeführt und bei vielen Anträgen und komplizierten Anfragen Entscheidungen herbeigeführt. Insbesondere im vergangenen Jahr kann die ORD auf aktive und fruchtbare Tätigkeit des Bet Din zurückblicken. Die Kombination von halachischer Kompetenz, menschliches Feingefühl und Effizienz lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken und darauf hoffen, dass der Bet Din auch weiterhin an der Bildung und Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland und der damit verbundenen g“ttlichen Inspiration seinen Anteil tragen möge.

    http://www.ordonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=77:der-beit-din&catid=110:ord&Itemid=58

    http://www.ordonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=77%3Ader-beit-din&catid=110%3Aord&Itemid=1

  3. ECKPUNKTE Says:

    :
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    :
    24. September 2012
    Beschneidung von Jungen – Eckpunkte einer Regelung

    I. Vorschlag Regelungstext:

    Beschneidung des männlichen Kindes

    http://www.westfalen-blatt.de/uploads/media/Eckpunkte.pdf
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  4. ECKPUNKTE Says:

    ::::

    Deutsche Kinderhilfe e.V. Stellungnahme 132/2012
    01. Oktober 2012
    Deutsche Kinderhilfe e.V.

    Stellungnahme zum Papier Beschneidung von Jungen – Eckpunkte einer Regelung

    Georg Ehrmann
    Rechtsanwalt
    Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe
    Mitglied im Bundesjugendkuratorium

    http://www.westfalen-blatt.de/uploads/media/Stellungnahme.pdf

    ::::

  5. ECKPUNKTE Says:

    ::::

    Berlin, zum 27.09.2012
    Gemeinsame Stellungnahme
    der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie,
    Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP),
    des Berufsverbands für Kinder- und Jugendpsychiatrie,
    Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e. V.
    (BKJPP) und
    der Bundesarbeitsgemeinschaft der Leitenden Klinikärzte für
    Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und
    Psychotherapie e. V. (BAG)

    zum Regelungsvorschlag des BMJ vom 25.09.2012 zur
    Knabenbeschneidung

    http://media.dgkjp.de/mediadb/media/dgkjp/stellungnahmen/stn-2012-09-27-knabenbeschneidung-dgkjp-bag-bkjpp.pdf

    ::::

  6. Bündische Jugend gegen Beschneidung Says:

    ::

    AAP – unseriös, kinderfeindlich, schariakonform und gewinnorientert vulgo geldgeil:

    ::

    Although health benefits are not great enough to recommend routine circumcision for all male newborns, the benefits of circumcision are sufficient to justify access to this procedure for families choosing it and to warrant third-party payment for circumcision of male newborns. It is important that clinicians routinely inform parents of the health benefits and risks of male newborn circumcision in an unbiased and accurate manner.

    Parents ultimately should decide whether circumcision is in the best interests of their male child. They will need to weigh medical information in the context of their own religious, ethical, and cultural beliefs and practices. The medical benefits alone may not outweigh these other considerations for individual families.

    Task Force on Circumcision

    Susan Blank, MD, MPH, Chairperson

    Michael Brady, MD, Representing the AAP Committee on Pediatrics AIDS

    Ellen Buerk, MD, Representing the AAP Board of Directors

    Waldemar Carlo, MD, Representing the AAP Committee on Fetus and Newborn

    Douglas Diekema, MD, MPH, Representing the AAP Committee on Bioethics

    Andrew Freedman, MD, Representing the AAP Section on Urology

    Lynne Maxwell, MD, Representing the AAP Section on Anesthesiology

    Steven Wegner, MD, JD, Representing the AAP Committee on Child Health Financing

    From the American Academy of Pediatrics

    Policy Statement
    Circumcision Policy Statement

    TASK FORCE ON CIRCUMCISION

    Published online August 27, 2012
    Pediatrics Vol. 130 No. 3 September 1, 2012
    pp. 585 -586

    http://pediatrics.aappublications.org/content/130/3/585.full

    ::
    ::

    Parents should weigh the health benefits and risks in light of their own religious, cultural, and personal preferences, as the medical benefits alone may not outweigh these other considerations for individual families.

    From the American Academy of Pediatrics

    Technical Report
    Male Circumcision

    TASK FORCE ON CIRCUMCISION

    Abstract

    Published online August 27, 2012
    Pediatrics Vol. 130 No. 3 September 1, 2012
    pp. e756 -e785

    http://pediatrics.aappublications.org/content/130/3/e756

    ::
    ::

    hier die einzig passende Antwort:

    The Policy Statement and Technical Report on Male Circumcision released today by the Task Force on Circumcision of the American Academy of Pediatrics (AAP) attempts to find justifications for recommending in favor of unnecessary surgery to remove healthy, functioning tissue from infant boys, but falls far short both in its ethical obligations to its members and their patients and in its presentation of the medical and scientific data.

    Even as the AAP purports to find that the benefits of non-medical neonatal male circumcision outweigh its risks, not even its own Task Force can unequivocally recommend this surgery, but instead states that the health benefits are not great enough to recommend routine circumcision for all male newborns. Instead, it focuses much of its argument on urging that health insurance plans and state Medicaid plans cover the costs of the surgery, which is currently not the case in many states.

    It appears that the AAP is acting more as a trade association for doctors who perform this unnecessary surgery more than 1 million times a year, instead of standing up for the human rights and bodily integrity of the only patient that counts—the baby boy.

    INTACT AMERICA’S RESPONSE TO THE AMERICAN ACADEMY OF PEDIATRICS
    2012 REPORT ON CIRCUMCISION

    Issued August 27, 2012

    http://www.intactamerica.org/aap2012_response

    ::
    ::

    TELL THE AMERICAN ACADEMY OF
    PEDIATRICS: SHAME ON YOU!

    The American Academy of Pediatrics (AAP) has just released a new Technical Report by its Task Force on Circumcision, claiming that the “benefits” of routine infant circumcision outweigh the risks. Hard to see how they might draw such a conclusion, because they acknowledge—over and over in the Report—that no good studies have been done on those risks! And the Report IGNORES the growing accounts in medical literature, in the mainstream press and on the internet, of botched circumcisions, sexual dysfunction, psychological impact, and—in at least 100 instances a year—death.

    Shame on the American Academy of Pediatrics! This group, which describes itself as “dedicated to the health and wellbeing of infants, children, adolescents and young adults,” has put its own interests before those of its members and their patients, and has turned a blind eye to global trends and hard evidence proving that infant circumcision is medically unnecessary, unethical, and causes serious harm. There’s more—the AAP is asking all insurers and government health care programs to step up and pay doctors for mutilating our sons! How is THAT for self-interest?

    We can’t afford to allow the AAP’s bias and self-interest to destroy the progress we’ve made by speaking up for baby boys’ rights. We must act quickly. Write to the AAP today to demand that it retract its new Circumcision Task Force Report. How dare the AAP put the health and wellbeing of America’s baby boys at such enormous risk!

    Intact America
    Published: August 29, 2012

    http://org2.democracyinaction.org/o/5922/p/dia/action/public/?action_KEY=11529

    ::

  7. Cees Says:

    ::

    De overgrote meerderheid van de kinderurologen in Nederland vindt dat een arts een besnijdenis bij jongens onder de 12 jaar niet moet doen als er geen medische reden voor is.

    Volgens de Utrechtse kinderuroloog Tom de Jong vinden de urologen dat een kind moet kunnen meebeslissen over veranderingen aan zijn eigen lichaam. Volgens de Nederlandse wetgeving geldt dan de grens van 12 jaar. …

    Volgens De Jong is jongensbesnijdenis ingrijpender voor het lichaam dan lichte vormen van meisjesbesnijdenis.

    http://www.novatv.nl/page/detail/uitzendingen/7400/Meerderheid+kinderurologen+tegen+jongensbesnijdenis

    ::
    ::

    Jongensbesnijdenis is een schending van kinderrechten. Wereldwijd vindt er een omslag in denken plaats en wordt de ingreep steeds minder als normaal gezien.

    … Veel mensen denken dat de chirurgische verwijdering van de voorhuid een risicoloze ingreep is. Dat is onjuist. Kort na de ingreep komen complicaties als bloedingen, infecties, plasbuisvernauwingen, een gat in de plasbuis, verlittekening en misvormingen regelmatig voor. Ook zijn amputaties en sterfgevallen gerapporteerd. Zonder verdoving leidt deze ingreep tot ernstige pijnreacties bij de baby. Op de lange termijn zijn psychologische en seksuele problemen beschreven.

    http://knmg.artsennet.nl/Nieuws/Nieuwsarchief/Nieuwsbericht-1/Ontmoediging-jongensbesnijdenis-doorzetten.htm

    ::

  8. Jacques Auvergne Says:

    ::

    Lieber Cees,

    hier eine Fatwa zur islamischen Rechtfertigung auch der weiblichen Genitalbeschneidung, wobei man zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung im ethischen Grundsatz eben nicht unterscheiden darf.

    Das doch zu tun, ebnet dem Menschenbild das Kalifats den Weg und nachfolgend dem Kalifat gleich mit und um nichts anderes geht es beim „religionsfreundlichen“ Handeln des Deutschen Bundestags. Der beschneidungsfreundliche sprich schariafreundliche Deutsche Bundestag führt die Bürger zwischen Juli und November 2012 mal wieder herzhaft hinter die Fichte, wie man so sagt; berüchtigt islamrhetorisch.

    Mit dem auf (himmlische Verdammnis abwehrende) künftige genitale Jungenbeschädigung zielenden Gesetzentwurf ist die FGM mindestens Typ 1a und 4 der UN-Klassifikation eigentlich auch „gleichbehandelnd mit integriert“ – und wer das Kindeswohl so richtig islamfromm denkt, für den ist auch 1b (Klitoridektomie) ‚familiär-elternsorgend‘ und ‚religionsfreiheitlich-glaubenspraktisch‘, diesbezüglich um Gehorsam werbende Scheiche gibt es weltweit.

    Interessant und wichtig: Sami A. Aldeeb Abu-Salieh berichtet, dass die Ehefrau eines Unbeschnitenen sich islamrechtlich begründet trennen darf.

    Noch später zu Sufischeich Taha und seiner Mithilfe bei der islamischen Pro-FGM-Revolte im Sudan des Jahres 1945: the Circumcision-Revolution. Taha ist hoch geehrt in der deutschen Islamverharmloserszene bzw. Proislamistenszene, ferner bekanntlich beim Rechtsprofessor Abdullahi an-Na’im in den USA (Emory).

    Hier vorab ein Zitat von Dr. Gérard Zwang zur Untrennbarkeit von MGM und FGM, ich übersetze:

    Weibliche Beschneidung wird nie aufhören, solange es die männliche Beschneidung gibt. Wie erwarten Sie, einen afrikanischen Vater überzeugen zu können, seine Tochter unbeschnitten zu lassen, solange Sie es ihn bei seinem Sohn machen lassen?

    Female circumcision will never stop as long as male circumcision is going on. How do you expect to convince an African father to leave his daughter uncircumcised as long as you let him do it to his son?

    Mit solidarischen Grüßen
    Jacques

    ::
    ::

    In Kürze vorab

    fatwa No. 45528
    Islam Q&A

    Für uns in der muslimischen Welt ist weibliche Genitalbeschneidung zuallererst eine Frage des Gehorsams dem Islam gegenüber, was bedeutet, im Einklang mit der Fitra zu handeln und die Sunna zu befolgen. Wir alle wissen um die [vielen] Bedeutungsebenen des Islam und dass alles in ihm in jeder Hinsicht gut sein muss, einschließlich der Gesundheitsfragen. Sollten uns auch heute die Vorteile noch nicht sichtbar sein, dann werden sie uns [eben] in Zukunft bekannt werden

    For us in the Muslim world female circumcision is, above all else, obedience to Islam, which means acting in accordance with the fitrah and following the Sunnah which encourages it. We all know the dimensions of Islam, and that everything in it must be good in all aspects, including health aspects. If the benefits are not apparent now, they will become known in the future

    Die weibliche Beschneidung ist [uns Muslimen] nicht ohne Grund vorgeschrieben, vielmehr liegt ihr eine Weisheit zugrunde und sie bringt viele Vorteile mit sich.

    Female circumcision has not been prescribed for no reason, rather there is wisdom behind it and it brings many benefits.

    Etwas ausführlicher

    fatwa No. 45528

    Could you explain me what is the medical benefit of girl’s circumcision?

    Circumcision is prescribed for both males and females. The correct view is that circumcision is obligatory for males and that it is one of the symbols of Islam, and that circumcision of women is mustahabb but not obligatory.

    There are reports in the Sunnah which indicate that circumcision for women is prescribed in Islam. In Madeenah there was a woman who circumcised women and the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said to her: “Do not go to the extreme in cutting; that is better for the woman and more liked by the husband.” Narrated by Abu Dawood (5271), classed as saheeh by Shaykh al-Albaani in Saheeh Abi Dawood.

    Female circumcision has not been prescribed for no reason, rather there is wisdom behind it and it brings many benefits.

    Mentioning some of these benefits, Dr. Haamid al-Ghawaabi says:

    The secretions of the labia minora accumulate in uncircumcised women and turn rancid, so they develop an unpleasant odour which may lead to infections of the vagina or urethra. I have seen many cases of sickness caused by the lack of circumcision.

    Circumcision reduces excessive sensitivity of the clitoris which may cause it to increase in size to 3 centimeters when aroused, which is very annoying to the husband, especially at the time of intercourse.

    Another benefit of circumcision is that it prevents stimulation of the clitoris which makes it grow large in such a manner that it causes pain.

    Circumcision prevents spasms of the clitoris which are a kind of inflammation.

    Circumcision reduces excessive sexual desire.

    Then Dr al-Ghawaabi refutes those who claim that female circumcision leads to frigidity by noting:

    Frigidity has many causes, and this claim is not based on any sound statistics comparing circumcised women with uncircumcised women, except in the case of Pharaonic circumcision which is where the clitoris is excised completely. This does in fact lead to frigidity but it is contrary to the kind of circumcision enjoined by the Prophet of mercy (peace and blessings of Allaah be upon him) when he said: “Do not destroy” i.e., do not uproot or excise. This alone is evidence that speaks for itself, because medicine at that time knew very little about this sensitive organ (the clitoris) and its nerves.

    From Liwa’ al-Islam magazine, issue 8 and 10; article entitled Khitaan al-Banaat (circumcision of girls).

    The female gynaecologist Sitt al-Banaat Khaalid says in an article entitled Khitaan al-Banaat Ru’yah Sihhiyyah (Female circumcision from a health point of view):

    For us in the Muslim world female circumcision is, above all else, obedience to Islam, which means acting in accordance with the fitrah and following the Sunnah which encourages it. We all know the dimensions of Islam, and that everything in it must be good in all aspects, including health aspects. If the benefits are not apparent now, they will become known in the future, as has happened with regard to male circumcision – the world now knows its benefits and it has become widespread among all nations despite the opposition of some groups.

    Then she mentioned some of the health benefits of female circumcision and said:

    It takes away excessive libido from women

    It prevents unpleasant odours which result from foul secretions beneath the prepuce.

    It reduces the incidence of urinary tract infections

    It reduces the incidence of infections of the reproductive system.

    In the book on Traditions that affect the health of women and children, which was published by the World Health Organization in 1979 it says:

    With regard to the type of female circumcision which involves removal of the prepuce of the clitoris, which is similar to male circumcision, no harmful health effects have been noted.

    And Allaah knows best.
    Islam Q&A

    http://islamqa.info/en/ref/45528

    ::
    ::

    130.
    Adawi, Abd-al-Rahman: Khitan al-banat. In: Abd-al-Raziq, Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y al-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Cairo: Dar al-i’tisam 1989:97-8

    131.
    Arnus, Mahmud: Khitan al-banat. In: Abd-al-Raziq, Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y al-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Cairo: Dar al-i’tisam 1989:93-4

    132.
    Salim, Muhammad Ibrahim: Khitan al-banat. In: Abd-al-Raziq, Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y al-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Cairo: Dar al-i’tisam 1989:81-2

    136.
    Al-Ghawabi, Hamid: Khitan al-banat bayn al-tib wal-islam. In: Abd-al-Raziq, Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y al-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Cairo: Dar al-i’tisam 1989:67-70

    142.
    (…) Taha, Mahmud Ahmad. Khitan al-inath bay al-tajrim wal-mashru’iyyah. Cairo: Dar-al-nahdah al-‚arabiyyah. 1995:70.

    143.
    Taha, Mahmud Ahmad. Khitan al-inath bay al-tajrim wal-mashru’iyyah. Cairo: Dar-al-nahdah al-‚arabiyyah. 1995:71.

    [ von Seite 168
    ab hier
    Seite 169 ]

    145.
    Shaltut, Mahmud …

    147.
    Hamrush, Ibrahim …

    150.
    Al-Labban, Muhammad Muhammad …

    159.
    Al-Banna, Muhammad …

    160.
    Khallaf …

    Male and Female Circumcision: Medical, Legal and Ethical Considerations in Legal Practice
    herausgegeben von George C. Denniston, Frederick Mansfield Hodges, Marilyn Fayre Milos

    http://books.google.de/books?id=ljZZ9ZvD_kQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    ::
    ::

    Al-Sukkari räumt der Frau sogar das Recht ein, eine Ehe mit einem Unbeschnittenen aufzulösen, denn die Vorhaut könnte Krankheiten begünstigen und Abscheu verursachen, was die Ziele der Ehe, Liebe und guten Einvernehmlichkeit des Ehepaars beeinträchtigen würde.

    Al-Sukkari grants the woman the right to dissolve a marriage if the husband is not circumcised, because the foreskin could be a vector of disease and cause disgust that would interfere with the goals of the marriage, love and good understanding between the couple.

    aus: Sami A. Aldeeb Abu-Salieh

    in: Rogaia Mustafa Abusharaf: Female Circumcision: Multicultural Perspectives (p 58)

    http://books.google.de/books?id=t2vMxOzujlQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

    ebendort, p 142-143, wird berichtet, dass der von Abdullahi an-Na’im usw. verehrte sudanesische SufischeichTaha 1945 für die so genannte Beschneidungsrevolution im Sudan mitverantwortlich war, nachdem eine Hebamme und Beschneiderin (aus Rufaa) zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe (in Hasaheisa) eingesperrt worden war. Die Circumcision Revolution habe patriotisch-antikolonialistische Orientierung gehabt … aber das hat, gegen die USA, den Pharao oder gegen Satan, die Islamische Revolution ja angeblich immer.

    The movement gradually developed into a popular uprising in that locality known as „the Circumcision Revolution.“

    ::
    ::

    It could be legitimate to perform either male or female circumcision, as any other surgery, for specific, extremely rare, medical reasons on specific individuals. But to arbitrarily mutilate children, boys or girls, under the pretext that it is for their own good, shows an influence of cynicism and fanaticism.

    That is why there is no valid justification of the distinction made between male and female circumcision. Doctor Zwang goes further: „Female circumcision will never stop as long as male circumcision is going on. How do you expect to convince an African father to leave his daughter uncircumcised as long as you let him do it to his son?“ There is no alternative but to condemn the attitude of international and non-governmental organizations which dissociate one type of circumcision from the other, giving legitimacy to male circumcision in the process.

    Medicine and Law, Volume 13, Number 7-8: Pages 575-622,
    July 1994.

    To Mutilate in the Name of Jehovah or Allah:
    Legitimization of Male and Female Circumcision
    by

    Sami A. ALDEEB ABU-SAHLIEH

    Anm.: auch hier im Literaturverzeichnis finden sich, ohne vorangestellts al-, die Namen Labban, Ghawabi, Sukkari usw.

    http://www.cirp.org/library/cultural/aldeeb1/

    ::

  9. Cees van der Duin Says:

    Ein gewaltsames Zurückziehen der Vorhaut eines Jungen kann Verletzung und Narbenbildung erzeugen und muss deshalb unterbleiben. Doch immer noch wabern gesundheitsgefährdende Mythen zum Thema Zurückziehbarkeit der Vorhaut auch durch Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Der dänische Kinderarzt Jakob Øster (1968) forschte grundlegend und sorgfältig, Hiroyuki Kayaba aus Japan bestätigte seine Daten:
    ::

    The normal development of the prepuce beyond age 5 was first documented by Jakob Øster, a Danish pediatrician, who published his work in 1968. … Øster, a school health officer, was responsible for the physical examinations of large numbers of boys of school age. Neonatal circumcision is not practiced in Denmark, so all of the boys were intact. Øster conducted examinations of boys aged 6 to 17 years old from school year 1957-58 through 1964-65.

    aus der wichtigen Untersuchung:

    Total percent non-retractable
    [Vorhaut noch gar nicht zurückziehbar, in Prozent – bei den Elfeinhalbjährigen also immer noch etwa jeder zweite Junge]

    Age 10-11 56%
    Age 12-13 40%

    Total percent retractable
    [zurückziehbare Vorhaut in Prozent, von den Fünfzehneinhalbjährigen immerhin 15 Prozent noch nicht]

    Age 8-9 34%
    Age 14-15 85%

    Hiroyuki Kayaba (1996)

    Kayaba, a Japanese doctor, recorded the findings on examination of 603 Japanese boys. … Kayaba’s work refutes the findings of Gairdner and confirms the work of Øster. Kayaba reported that about 40 percent of boys in the 8-10 age group are fully retractable, this leaving about 60 percent with some degree of non-retractability, He also reported that 62.9 percent of the boys in the 11 to 15 year old age group had completely retractable prepuces, thus leaving 37.1 percent with some degree of non-retractability. The prepuce is still developing in the 11-15-year-old group. Kayaba’s findings are similar to those of Øster.

    Kayaba made no reports beyond age 15.

    Kayaba’s report thus confirms the work of Øster; we see that full retractability is not reached by about 1/2 of boys until the teen-age years. This is normal, and treatment is usually not required.

    Quelle:
    Normal development of the prepuce: Birth through age 18
    CIRP

    http://www.cirp.org/library/normal/

    ::

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