293. Die Hizmet oder Gülenbewegung

فتح الله كولن

Фетхуллах Гюлен

Fethullah Gülen

Mehr Dialog und Scharia mit Fethullah Hodschaefendi

Das Buch Toward A Global Civilization Of Love And Tolerance (New Jersey 2004) des seit 1999 notgedrungen in den USA lebenden, unter sunnitischen Türken höchst einflussreichen islamischen Führers Fethullah Gülen zielt, er nennt es anders, auf revolutionär antisäkulare Indoktrinierung einer neuen Generation und, er verschweigt es, auf Legalisierung von immer noch mehr Himmelsgesetz (Scharia). Zitate aus Hin zu einer globalen Kultur der Liebe und Toleranz, deutsch von Wilhelm Willeke, islamkritisch kommentiert von Jacques Auvergne.

Scharia baut das Glück der islamisch Tugendhaften auf dem Schmerz der Gehorsamsverweigerer. Scharia baut das irdische und himmlische Glück des Mannes auf der zumindest irdischen Entwürdigung und Misshandlung der Frau. Das ist Scharia, eine andere Scharia kann es nicht geben, und das ist leider auch Islam, auch in Europa, solange nämlich, wie der organisierte Islam auf Scharia und Fiqh nicht verzichten möchte. Der interreligiöse Dialog könnte damit gescheitert sein und der Islam als nicht integrierbar gelten. Doch da, als Aussöhnung der postmodern (nachdemokratisch) gefälligst im Plural anzunehmenden Zivilisationen oder Kulturen, eine Mehrzahl, die nichts anderes bestrebt, als den Standard universeller Menschenrechte zu sprengen und die Rechtsspaltung durchzusetzen, dort, als unsere Rettung in der Not steigt uns das Imperium des Predigers auf, die Cemaat (Gemeinde) oder Hizmet (etwa: Dienst) des Fethullah Gülen.

Im tiefen türkischen Bodengrund der Treue zum Kalifat wurzelnd und inspiriert durch Said Nursi (1876-1960) konnte Ende der Sechziger Jahre unter Führung von Fethullah Gülen der raschwüchsige Baum einer neuen revivalistischen Bewegung gedeihen, die sich oft schlicht Cemaat oder Hizmet nennt. Hizmet kann Dienst für das Gemeinwohl bedeuten, wäre mit Bürgersinn, Karitas oder Service aber völlig unzureichend wiedergegeben, da es sich, solange Fethullah Gülen nicht die Schariapflichten verwirft, um jenes Islamische Wohl handelt, das im tätigen Herabstufen der Nichtmuslime und ihrer Verhaltensweisen besteht. Es geht also um die Schariatisierung des Territoriums und damit um die immer deutlichere Segregation der angeblich zu Muslimisierenden und es geht um die von Allah in Koran und Hadith eindeutig vorgegebene Ungleichbehandlung der Frau.

Beschränkte sich die angeblich mystische und pädagogische, in Wirklichkeit strengstens schariatreue und kalkuliert gegenmoderne Bewegung, ab 1966, zunächst auf İzmir und Umland, konnte sie sich in nur zwei Jahrzehnten über die gesamte Türkei ausdehnen, um heute in etwa fünfzig Staaten der Erde im Sinne der kulturellen Abschottung und durchzusetzenden Rechtsspaltung für den, völlig richtig verstandenen, echten alten Islam aktiv zu sein. Als Anhänger Gülens gibt man sich – und ist es gefälligst, zu Ehren Mohammeds und zur Rettung der eigenen Seele – karriereorientiert und wirtschaftlich erfolgreich. Gleichsam mit Nursi und Gülen müssen wir vorab ein wenig durch die Türkei des zwanzigsten Jahrhunderts reisen, um uns gleich Toward A Global Civilization Of Love And Tolerance zuzuwenden, Hin zu einer globalen Kultur der Liebe und Toleranz.

1922, also noch im islamisch einzig vollkommenen Staatssystem (Kalifat) wurde der kurdische, aus der Osttürkei stammende und als spiritueller Lehrmeister hoch angesehene Said Nursi nach Ankara eingeladen, um am Aufbau der neuen, unreligiösen Türkei mitzuarbeiten. Bald kam es zum unvermeidlichen Bruch mit dem Laizisten Mustafa Kemal ab 1934 genannt Atatürk. 1935 wurde Nursi wegen Förderung der Religion vor Gericht gestellt und für elf Monate inhaftiert. Seine Verbannung endete erst 1951, nachdem der Sufimeister sich fünf Jahre lang äußerlich prodemokratisch gezeigt hatte.

Das Mehrparteiensystem billigte Kurde Nursi allerdings wohl nur, um unter seiner Gefolgschaft für den (kurdenfeindlichen) Politiker Adnan Menderes zu werben, der den Islamstaat anstrebte. Menderes war für das Pogrom von Istanbul (1955) hoch verantwortlich, bei dem auch Juden und Armenier angegriffen wurden und das griechisch-christliche Leben Istanbuls vernichtet wurde. Ein angeblich spontan handelnder, selbstredend staatlich organisierter Mob zerstörte 72 Kirchen und mehr als 30 christliche Schulen Istanbuls, viele nichtmuslimische Grabstätten wurden vernichtet. Der wirtschaftsliberale Menderes, der nicht aus menschenrechtlich-universalistischen, sondern aus monetären Beweggründen die Nähe zu den USA suchte und im Kalten Krieg besonders leicht fand, erreichte 1952 den NATO-Beitritt und öffnete 1959 den Weg für die Assoziation der Türkei mit der Europäischen Wirtschaftgemeinschaft. Ein Jahr nach dem Militärputsch von 1960, dem Todesjahr Said Nursis, wurde Menderes auf der Gefängnisinsel İmralı hingerichtet. Imrali war bis 1913 von zwölfhundert Griechen bewohnt – und hieß überhaupt noch Kalólimnos. Der heutige einzige Häftling des Inselkerkers ist PKK-Führer Abdullah Öcalan.

Fethullah Gülen wurde 1941 in der Nähe von Erzurum geboren, im 600-Seelen-Dorf Korucuk. Er war das zweitälteste Kind, letztlich aber wuchs er mit fünf Brüdern und zwei Schwestern auf. Als Sohn des Dorfimams Ramiz Gülen schlicht genannt Ramiz Hoca soll Fethullah schon als Zehnjähriger fließend Arabisch gesprochen und mit 14 seine erste Predigt gehalten haben; wir haben daran gar keinen Zweifel. Noch als nicht einmal Zwanzigjähriger, 1959, erhielt er vom Staat eine Predigerlizenz als Imam im ostthrakischen Edirne, also im europäischen Teil des Landes, dicht an der bulgarischen Grenze. 1966 wurde der Missionar in die alte ägäische Hafenstadt Smírni, seit fünf Jahrzehnten nur noch İzmir genannt, versetzt und begann, begeisterte Zuhörer und Anhänger unter Ober- und Hochschülern zu finden. Eine islamistische und nationalistische Bewegung entstand, mit Gülen als unkritisierbarer Führerfigur.

Erst seit 1923, seit dem Vertrag von Lausanne, war İzmir türkisch. Bis zu den Massakern von 1919 und 1922 war Smírni griechisch-christlich geprägt und von Griechen, Juden, diversen Ausländern und von Armeniern bewohnt. Dann erfolgte die Türkisierung und Islamisierung, 200.000 Einwohner der Stadt wurden vertrieben, 25.000 umgebracht. Der Weltöffentlichkeit den Völkermord an den Armeniern zu leugnen, wagt die AKP-Regierung bis heute unverfroren – Fakten sollen das werdende neue Kalifat schließlich nicht aufhalten.

Am dritten März 1924 ging das alte Kalifat unter und die sich in diesen unseren Jahren allmählich aus der von ihm kaum betretenen kulturellen Moderne verabschiedende Republik Türkei trat an seine Stelle. Die weltweit tätige Befreiungspartei (Hizb ut-Tahrir) sieht das so: „Eine Schlüsselfigur bei der Zerstörung des Kalifats war Mustafa Kemal Pascha, der als Atatürk, der Vater der Türken bekannt wurde. Mustafa Kemal war weit davon entfernt, der Retter der Türken zu sein, wie es gern von seinen Gefolgsleuten behauptet wurde. Vielmehr war er ein enger Vertrauter der Engländer und ihr Handlanger bei der Zerstörung des Kalifats.“ Die selbe Internetseite http://www.kalifat.com ergänzt: „Heutzutage müssen wir aus der islamischen Geschichte und der Scharia erkennen, dass die Wiedererrichtung des Islamischen Staates unter der Führung des Kalifen die Schicksalsfrage der Muslime bedeutet und dass es aus Qurʾān und Sunna verpflichtend für die Muslime ist, dieses System zu etablieren. Wir wissen, dass der Islam die absolute Wahrheit und das einzig richtige Lebenssystem ist.“

Zwar rief Fethullah Gülen 2005 nicht nach dem Kalifat, sondern hielt anderes erst einmal für wichtiger („What matters is the meticulous practice of Islam. It would not be correct to emphasize historical subjects that are of secondary importance … Was zählt, ist die Praxis des Islam, die genau befolgt werden sollte. Es wäre falsch, historische Themen von zweitrangiger Bedeutung in den Vordergrund zu stellen … “), wirbt aber andererseits wohl doch dafür, eine durch und durch schariatisierte und damit – wie zufällig – kalifatstaugliche Jugend zu erziehen, die sich die angemessene politische Ordnung irgendwann und wie nebenbei auch geben wird.

Bis dahin wachse den Schariapflichtigen schleichend äußerer politischer Einfluss und innere Gottesfurcht (taqva) zu und rede man laut vom interreligiösen Dialog und noch lauter vom Weltfrieden. Der Weg ins globale Kalifat oder in religiös und rechtlich zersplitterte Kontinente wird über Dialogveranstaltungen und Friedenskonferenzen erfolgen, wenn Naturrecht und menschenrechtliche Universalität nicht bald wiederentdeckt und durchgesetzt werden.

1971 kam es zum hauptsächlich antikommunistisch und antisozialistisch, aber auch antikurdisch motivierten zweiten Putsch des türkischen Militärs, bei dem 10.000 Menschen, darunter 3.600 Lehrer verhaftet wurden. Knapp vierzig Zeitungen und Zeitschriften und mehr als 200 Bücher wurden verboten. Ein dreißigjähriger gewisser Fethullah Gülen hatte islamistische Sommerfreizeiten durchgeführt und wurde deshalb zu sieben Monaten Haft verurteilt, seltsamerweise ohne seine staatliche Lizenz als Imam zu verlieren.

1980 erfolgte der dritte und wohl letzte Militärputsch, in dessen Verlauf wohl mehr als 500.000 Menschen aus politischen Gründen verhaftet wurden, von denen über 500 zum Tode verurteilt und 50 hingerichtet worden sind. Viele wurden gefoltert. Inzwischen (2012), wo den Islamisten der Marsch durch alle Ministerien und durch den Polizeiapparat gelungen ist, kann es einen Militärputsch wohl nicht mehr geben und steht Kleinasien vor der Entscheidung zwischen der bislang leider stets verfehlten freiheitlichen Demokratie und dem himmlischen System des Nizam Islami, der Allahkratie nach menschenverachtendem iranischem Beispiel (1979-2012) oder erschreckender heutiger Dynamik Ägyptens.

1981, also im Jahr nach dem dritten Militärputsch, beendete Gülen seine Arbeit als Imam, um sich dem Aufbau seiner Bewegung zu widmen. Heute, nach einem Vierteljahrhundert kann der Islamaktivist Versicherungen, eine Bank, TV-Sender wie Samanyolu TV und dessen außertürkischen Ableger Ebru TV (von Offenbach aus, World Media Group), Radiostationen und Zeitungen (ZAMAN, deren Europaausgabe ebenfalls von Offenbach aus und über die World Media Group vertrieben wird) seinem Netzwerk ebenso zurechnen wie private Bildungseinrichtungen oder Lichthäuser genannte studentische Wohngemeinschaften.

An vielen Hochschulstandorten weltweit existieren inzwischen diese gülenschen Lichthäuser, das können größere Studienzentren sein oder auch nur ganz kleine Wohngemeinschaften von Gülen-Anhängern oder Studenten – Englisch, Französisch, Niederländisch … ışık homes oder houses of ışık [light, Licht], Maisons de la lumière, licht huizen, Türkisch ışık evleri. Allein in Berlin soll es mehr als zwanzig Lichthäuser geben.

Weit über hundert gülenbewegte Privatschul- und Nachhilfevereine werden vom Frankfurter Verein Academy verwaltet. Diese Nachhilfezentren gibt es etwa in Wetzlar (Optimum), Wiesbaden (Delphin), Darmstadt (LBC bzw. LBV, Luisen-Bildungs-Verein) oder Offenbach (OBA). Wie im Vorjahr organisiert Academy auch 2012 eine Deutsch-Türkische Kulturolympiade, Schirmherr ist Hessens Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP), ebenso wie den bundesweiten Pangea-Mathematik-Wettbewerb. Das Pangea-Bildungszentrum selbst teilt sich seine Adresse mit Avicenna (Avicenna-Institut für Bildungs- und Gesundheitswesen), Avicenna nennt als Satzungszweck „Förderung der Erziehung und Bildung“ sowie „Unterstützung von Schülern und Studenten im schulischen Bereich, insbesondere durch Kurse, sowie die Vermittlung und Vergabe von Stipendien“ und organisiert Sportturniere und Sommercamps. Was für ein beeindruckender Fleiß.

1999 jedoch musste Gülen nach allzu unvorsichtigen oder einfach nur ehrlichen Äußerungen die Türkei verlassen und wirkt nun in vom idyllischen Saylorsburg aus, das in den reich bewaldeten Pocono Mountains liegt, Pennsylvania. Folgendes hätte der Hocaefendi, der „geehrte Lehrmeister“ vor dreizehn Jahren wohl besser noch nicht ausgesprochen:

Fethullah Gülen:

„Das gegenwärtige [minderwertig unislamische] System hat noch alle Kraft … Unsere Freunde sollten seine Strukturen studieren, jederzeit wachsam sein … und es transformieren im Sinne des Islam, damit die Wiederauferstehung der Nation erreicht werden kann. Aber sie müssen warten, bis die Bedingungen angenehmer sind, anders gesagt: sie sollten sich nicht zu früh aus der Deckung wagen.“

(the existing system is still in power. Our friends who have positions in legislative and administrative bodies should learn its details and be vigilant all the time so that they can transform it and be more fruitful on behalf of Islam in order to carry out a nationwide restoration. However, they should wait until the conditions become more favorable. In other words, they should not come out too early).

Fethullah Gülen:

„Ihr müsst ganz in die Adern des Staatsapparats hinein, ohne dass jemand eure Anwesenheit bemerkt. Infiltriert alle Schaltstellen! Wartet so lange, bis ihr vollständig seid und die Zeit gekommen ist und wir stark genug sind, um die ganze Welt zu schultern und zu tragen … wir eröffnen irgendwo ein Haus, und mit der Geduld einer [auf menschliche Beute lauernden] Spinne liegen wir im Netz.“

(You must move in the arteries of the system without anyone noticing your existence until you reach all the power centers…You must wait for the time when you are complete and conditions are ripe, until we can shoulder the entire world and carry it…The philosophy of our service is that we open a house somewhere and, with the patience of a spider, we lay our web to wait for people to get caught in the web …).

Die Islamisierung der Türkei ist im vergangenen Jahrzehnt mit zugelassenen Kopftüchern an den Universitäten und einem glücklicherweise noch nicht ganz gelungenen Versuch der AKP-Regierung, Abtreibungen und Kaiserschnitt de facto zu verbieten, weiter vorangeschritten. Ob in diesen Jahren ein Staatspräsident Abdullah Gül oder ein Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan einem womöglich zurückkehrenden Hocaefendi für die eben genannte islamfromme Rhetorik das Leben schwer machen würde, darf daher bezweifelt werden.

Im August 2000 begannen Anklage und Prozess gegen den außer Landes weilenden Fethullah Gülen. Generalstaatsanwalt am Staatssicherheitsgericht Nuh Mete Yüksel warf dem Prediger vor, seit 1989 mit einer illegalen Organisation die Zerstörung der säkularen Staatsstruktur zu betreiben, um einen Islamstaat zu erschaffen: Yüksel claimed that Gülen had since 1989 been involved in activities to establish an illegal organization to create a state based on religion by changing the secular state structure. Quelle hierfür ist Today’s Zaman 05.02.2012, also aus Gülens Imperium, wo man den texanischen Juraprofessor James C. Harrington rollenbewusst proislamistisch klagen lässt: Diese schrecklich widerwärtige Medienkampagne gegen ihn, also Gülen: „this awful, awful media campaign against him.“ Die Ermittlungen zogen sich über ein gutes halbes Jahrzehnt. Im Mai 2006 wurde die Anklage vom Staatssicherheitshof zurückgenommen, Gülen wurde in allen Punkten freigesprochen.

In Westeuropa betreiben die Anhänger des Geehrten Lehrmeisters (Hocaefendi) Privatschulen, in der Schweiz ist es die Sera in Zürich, in der BRD sind es mindestens zwölf, darunter Sema in Mannheim, Tüdesb in Berlin und Dialog in Köln. Auch auf dem Balkan oder in Russland gibt es solche Lehreinrichtungen, und selbst in sieben Städten Pakistans konnten nach dem Doppelkonzept von Berufserfolg und Islamisierung Gülenschulen aufgebaut werden.[1]

Neben dem offen erklärten Bildungsdschihad darf der mehr oder weniger straff von Saylorsburg aus gesteuerten, global aktiven Hizmet die bekanntermaßen Dialog genannte Islambeschwichtigung nicht zu kurz kommen, wie sie für Deutschland und von Berlin aus das gülentreue Forum für Interkulturellen Dialog (FID) betreibt.[2] Im Beirat des FID sitzen Bundestagspräsidentin a. D. Dr. Rita Süssmuth, Rabbiner Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Homolka vom Abraham-Geiger-Kolleg an der Universität Potsdam sowie Prof. Dr. Christina von Braun vom Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin.[3]

Um den dialogischen Glanz nicht blass werden zu lassen, verleiht man sich von Zeit zu Zeit gegenseitig Preise: Gülenverteidiger und Schariafreund Hans Küng etwa ist Abraham-Geiger-Preisträger von 2009, während Walter Homolka Preisträger des Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreises 2011 ist, die Laudatio auf den Rabbiner hielt der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek.

Der türkische Journalist Ahmet Şık (Die Armee des Imam) rechnet damit, dass mittlerweile wesentliche Teile der türkischen Polizei von Fethullahci, Gülenanhängern unterwandert sind.[4]

Zum Text. Fethullah Gülen beginnt:

Love ist he most essential essence of every being … Die Liebe ist die treibende Kraft eines jeden Lebewesens. … Die Liebe wertet jede Seele, die sich ihr öffnet, auf und bereitet sie auf die Reise in die Ewigkeit vor.

Wer sich diesem lieblichen Angebot verschließt, bekommt ewigen Ärger.

Ob man, sozusagen als Stellvertreter der absoluten Liebesquelle Allahgott, den seelisch Verschlossenen auf Erden vorab nicht ein wenig abwerten darf?

Ein Mensch, dem es gelungen ist, mit Hilfe der Liebe Kontakt zur Ewigkeit aufzunehmen, wird sich bemühen, auch allen anderen Menschen das weiterzuvermitteln, was er von der Ewigkeit empfangen hat.

Weiß jeder Schamane. Es gibt also Menschen, die mehr Tuchfühlung („Kontakt“) mit dem Außerirdischen haben als andere, und die Kontaktschwachen mögen den Erstgenannten gefälligst lauschen.

Nicht ganz unbescheiden bietet sich Fethullah Hocaefendi der Menschheit als Weitervermittler sprich spiritueller Führer an. Sprudelt die Flut der Liebe nicht geradezu aus dem Körper und dem Text des Predigers zu uns hinüber?

It is impossible for souls without love to be elevated to the horizon of human perfection.

Ein liebloser Mensch kann sich nicht zum Horizont menschlicher Vollkommenheit emporschwingen.

Der Nichtmuslim ist letztlich Krüppel, also ein Mensch, dem Wesentliches fehlt.

Maududi, Qutb und Chomeini dürfen wir Leser ja vielleicht zu jenen lieblich durchtränkten Menschen zählen, denen es gelang, die äußerste Grenze (Gülen: „Horizont“) des Menschenmöglichen zu ergreifen – das sagt der Prediger natürlich nicht, das Gegenteil aber auch nicht.

Love is an elixir; a human lives with love, is made happy by love and makes those around him or her happy with love.

Die Liebe ist ein Elixier. Durch die Liebe lebt der Mensch. Sie macht ihn glücklich und mit ihrer Hilfe macht er auch seine Mitmenschen glücklich. … Gott, der Allmächtige, hat keine zweite Verbindung geschaffen, die so stark ist wie die Liebe. Sie ist eine Kette, die die Menschen aneinander schmiedet.

Noch im Teheraner Evin-Gefängnis werden die Menschen an genau diese liebliche islamische Kette geschmiedet. Das Liebesgebot, der Liebesbefehl des Hocaefendi bedeutet Selbstaufgabe, Abkehr von den allgemeinen Menschenrechten, Verweigerung der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Das ist die Fessel und Kette der Schariapflicht, womit Gülen den echten alten Islam völlig richtig verstanden hat.

Love is the sultan that reigns on the throne of our hearts, with no power struggle being involved.

Die Liebe ist ein Sultan, der auf dem Thron unseres Herzens regiert.

Nur Allahgott ist Souverän. Und was die gottgeleiteten Menschen kettengleich verbindet, sind die muʿamalāt als der Teil der Islamischen Pflichtenlehre, der das soziale Miteinander regelt – die andere Hälfte sind die ʿibadāt, die Pflichten Allah gegenüber.

Familienmitgliedern und Nachbarn schariakonform zu begegnen heißt in gülenscher Sprechweise, sie wahrhaftig zu lieben. Meine Frau, du trägst keinen Schleier, liebst du mich nicht mehr?

Die Zunge und die Lippen, die Augen und Ohren – sie alle haben nur so lange einen Wert, wie sie das Banner der Liebe tragen.

Mein Kind, aus deinem Mund erklinge nur Gotteslob und Dankbarkeit deinen Eltern gegenüber.

Der Anblick von Unislamischem wie beispielsweise der herrlich befreienden Karikatur von Bahadır Baruter[5] ist dem Gottesfürchtigen nicht zuzumuten, da das erblickte Schreckliche seine in jedem Augenblick himmlisch genährte Liebe zeitweise mindert. Und könnte dir dein noch so beiläufiges und noch so kurzes Hören des frechen Liedes Ay Naghi von Rapper Shahin Najafi[6] dereinst nicht jenen fatalen Ausschlag geben, der zwischen ewigem Verbleib in Himmelsgarten oder Höllengrube unterscheidet?

Jetzt wird ein wenig Weltekel spürbar, jedenfalls Angst vor Besudelung mit Dämonischem. Was Fethullah Gülen Liebe nennt, wird als Chiffre für den Amr, Allahs lenkende Befehlsgewalt und das Weltall erhaltende Wirkkraft, ebenso erkennbar wie für den Dīn, die mit Mohammed vervollkommnete Religion:

In this over-polluted world, where evil is everywhere, if there is something that has been left untouched and clean, that is love;

In dieser unreinen Welt, in der das Schlechte überall lauert, ist nur eines unberührt und rein geblieben – die Liebe.

Wenn Gülen Liebe sagt, ist heilssicherndes Wohlverhalten gemeint, Schariagehorsam im Sinne von Abu Hamid al-Ghazali († 1111) oder auch Abul Ala Maududi († 1979). Die Warnung des hanafitischen Predigers vor dem heilsgefährdenden Sündigen (polluted, unreine Welt; the evil, das Schlechte), sein Aufruf zum Streben nach dem Sauberen (clean, rein) wird von seiner türkischen Gefolgschaft richtig, nämlich schariatreu gelesen werden, als Aufruf zur ḥisba, zum Saubermachen des persönlichen Verantwortungsbereichs von allem Schariawidrigen – von allem Nichtislamischen.

In 4:59 befiehlt der Koran: Gehorcht Gott, dem Gesandten und den Verantwortlichen unter euch! (obey Allah and obey the Messenger and those in authority among you; nach Sahih International, http://quran.com ). Den spirituellen Führern schuldet jeder Muslim Gehorsam. Ganz selbstverständlich bekräftigt Gülen uns, selbst so ein Träger von Amr zu sein, Befehlsgewalt oder Verantwortung (authority). Als Türke dem Hochgeehrten Lehrer aus Pennsylvania zu widersprechen, könnte den Weg in die ewige Nähe zu Allahgott verspielen.

Sich gottergeben der Herrschaftsfolge Allah-Mohammed-Gülen nachordnend, kann (und muss) der korantreue Leser auf das urislamische Befehlsprinzip des amr, zurückgreifen, wie es etwa Sure 3:110 in jeder Hinsicht vorgeschrieben hat: Ihr gebietet, was recht ist, und verbietet, was verwerflich ist, al-amr bil-maʿrūf wan-nahy ʿani l-munkar. Als zusätzliches Gotteslob ist Hisba zu betreiben und zugleich als ein echter Exorzismus:

The only magic, the only spell that can destroy the tricks of Satan, is love.

Die Liebe ist der einzige Zauber, der den Tricks des Satans gewachsen ist. Die Gesandten und Propheten löschten die von den Pharaonen, den Nimrods und anderen Tyrannen entfachten Feuer mit nichts als Liebe.

Naja, ein paar Schwerthiebe gesellten sich beim islamischen Feuerlöschen wohl dazu. Liebe und Kopfabhacken sozusagen.

Untersagt alle Abweichlerei, so nehmt euch doch ein Vorbild, ist der Koran etwa eine Loseblattsammlung? Bändigt die rebellischen Seelen (rebellious souls)!

Dass mir keiner aus der Reihe tanzt:

The saints have tried to gather together the undisciplined and rebellious souls, spread all over like loose pages

Rechtschaffene Menschen bemühten sich stets, die undisziplinierten und aufsässigen Menschen, die sich wie lose Blätter in alle Himmelsrichtungen verteilt hatten, zu sammeln; sie bedienten sich der Liebe, um ihren Mitmenschen Menschlichkeit zu zeigen.

Der Individualist verdient kein Mitgefühl und ist ja eigentlich ein Menschenfeind, der die Jugend zu weiterer Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit (Pressefreiheit, Gleichberechtigung der Frau, AEMR) verführt. Darum zwingt ihn doch zur schariagemäßen Lebensweise, fesselt ihn mit ganz viel heißer türkischer Gülen-Liebe.

Schließlich versuchen uns die Satane allezeit zu verführen und gilt es für die Rechtschaffenen, den allzu leicht zerreißenden Gnadenbund mit Allah zu bewahren in der Doppelwelt, in beiderlei Welt, im Diesseits und im Jenseits:

Every believer should follow God’s Messenger, peace and blessings be upon him, in communicating the truth. They should never give up conveying to people the principles of happiness in both worlds.

Jeder Mensch sollte dem Gesandten Gottes folgen und die Wahrheit verkünden. Jeder sollte seinen Mitmenschen folgen und die Wahrheit verkünden. Jeder sollte seinen Mitmenschen die Prinzipien der Glückseligkeit in beiden Welten nahe bringen.

Sagt selbst, wer gegen das Islamische Gesetz anredet oder auch nur andenkt, kann doch wohl kein glücklicher Mensch sein und schon gar kein glücklicher Türke. „Glückseligkeit in beiden Welten“, so lockt und droht Gülen völlig islamisch, regelt schließlich nur die Scharia. Abu Ismael von der Hizb ut-Tahrir-nahen Seite Islamic Revival weiß:

„Die Islamische Scharia enthält Regeln für alle vergangenen Ereignisse, gegenwärtigen Problemlagen und alle Vorfälle, die sich in Zukunft ereignen mögen. … Die Islamische Scharia ist Maßstab für jedes menschliche Tun, vollumfänglich und vollkommen und unabhängig von Zeit und Raum.“[7]

Aber ach, bis zur Glückseligkeit ist es noch ein langer Weg, und nur die vom Schreiber getreulich kopierten oder vom Rezitator achtsam intonierten Schriftzüge und Sprachklänge von Koran und Hadith können uns Orientierung geben, und die kristallklaren Liebespredigten des Fethullah Gülen natürlich:

In these bleak and inauspicious days, when our hearts are overwhelmed with enmity, when our spirits are sickened, when hatred and antagonism are out of control, it is crystal clear that we need love and mercy as we need water or air.

In diesen trüben und düsteren Tagen, an denen unser Herz mit immer neuen Feindseligkeiten konfrontiert wird, an denen unser Geist müde ist, an denen Hass und Gegensätzlichkeit außer Kontrolle geraten, sind wir auf Liebe und Barmherzigkeit ebenso dringend angewiesen wie auf Wasser und Luft.

Wir Versager! Wir zeigen den Menschen kein Erbarmen und leben ihnen den wortwörtlich verstandenen Koran nicht vor! Wir beweisen ihnen unsere Liebe nicht und haben juristisch keine neuen Scharianormen durchgesetzt:

We have no mercy for each other, nor love for people.

Wir haben kein Erbarmen mehr mit unseren Mitmenschen und lieben sie auch nicht.

Und endlich wagt der Meister, uns den Urquell aller Liebe zu nennen. Die nichtmuslimischen Gutmenschen aus dem Dialogbetrieb haben an dieser Stelle allerdings entweder bereits mental abgeschaltet oder ohnehin seit Längerem Jahwe, Jesus und Allah verschmolzen:

However, we are distant from the source of love. The roads we are on do not lead to Him, not at all. On the contrary, they are leading us away from Him.

Noch trennen uns Welten von der Quelle der Liebe. Die Straßen, auf denen wir wandern, führen mit Sicherheit nicht zu Gott, sondern im Gegenteil geradewegs von ihm weg.

The love of God is the essence of everything and is the purest and cleanest source of all love. Compassion and love flow to our hearts from Him.

Die Liebe zu Gott ist die Essenz aller Dinge, die reinste und ungetrübteste Quelle aller anderen Formen der Liebe.

Den Ungeist neunjähriger Ehefrauen und abgehackter Hände Gott zu nennen, sollten eigentlich noch nicht einmal die so genannten Muslime.

Der Meister lässt die Katze aus dem Sack, jedenfalls beinahe, seine Liebe ist das diskriminierende Schariagesetz:

Love of God is our faith, our belief

Die Liebe zu Gott ist unser Glaube und unsere Religion

Sicherlich, auch die Steinigung ist im Islam vorgekommen. Aber steinigen darf man nicht so einfach, Gülen:

In fact, if the reason for stoning a person is our malice and hatred, if this is the reason why we have passed judgment on them, then it is not possible to pass this sentence on them.

Wenn sich hinter unserem Wunsch, jemand anderen steinigen zu wollen, offenbar nur unsere eigene Böswilligkeit und unser eigener Hass verbirgt, dann heißt das doch, dass wir diese Strafe niemals anwenden dürfen.

Den Steinigungsvers hat bekanntlich die Ziege gefressen, sodass er nicht im Koran steht. Sahih Muslim Buch 17 enthält mehrere Hadithen, die sich mit der Steinigung (raǧm, anglis. rajm) befassen, vor allem 17:4191-4209, 17:4194, 17:4914-4916.

Betrachten wir ṣaḥīḥ Muslim, Kapitel: 17, Nummer: 4194

Die Steinigung ist eine Pflicht, niedergelegt in Allahs Buch, für verheiratete Männer und Frauen, die Ehebruch begangen haben und über die der Beweis erbracht ist, oder wenn eine Schwangerschaft vorliegt, oder ein Geständnis.

Oder lesen wir sahih Muslim Kapitel: 17, Nummer: 4192

[Wenn] ein verheirateter Mann mit einer verheirateten Frau [Ehebruch begeht], oder ein unverheirateter Mann mit einer unverheirateten Frau, dann lautet [die Bestrafung] um Falle von verheirateten [Personen] hundert Peitschenhiebe und Steinigung [zum Tode]. Und im Falle von unverheirateten Personen besteht [die Bestrafung] aus hundert Peitschenhieben und Verbannung für ein Jahr.[8]

Vorsicht, der türkische Prediger beginnt zu drohen und es knistern höllische Flammen:

Malice and hatred are the seeds of Hell that have been scattered among humans by evil spirits. Unlike those who encourage malice and hatred and turn the Earth into a pit of Hell, we should take this forgiveness, and run to the rescue of our people who are confronted by countless troubles and who are being continually pushed toward the abyss.

Böswilligkeit und Hass hingegen sind die Saatkörner der Hölle, die von übel wollenden Leuten unter den Menschen ausgesät werden. Im Gegensatz zu den Menschen, die Böswilligkeit und Hass verbreiten und die Erde in einen Höllenschlund verwandeln, sollten wir Vergebung suchen und jenen zu Hilfe eilen, die von unzähligen Problemen geplagt und immer weiter in Richtung Abgrund gedrängt werden.

Saatkörner der Hölle (seeds of Hell, Fethullah Gülen) hat 2012 ja vielleicht auch jener 32-jährige Indonesier Alexander Aan aus Dharmasraya, westliches Sumatra, verbreitet, der ohne Religion leben möchte und in seinen Facebook-Einträgen über Mohammed nachdachte sowie „Gott existiert nicht“ schrieb. Der damit, so sah es das indonesische Gericht, die Religion beleidigt habe. Jeder Indonesier muss einer der sechs anerkannten Religionen angehören, die in seinem Pass vermerkt ist. Alex Aan, elterlich bedingt ein verstaatlichter Zwangsmuslim, ist mittlerweile zu einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe und zu einer Geldstrafe von $ 10.000 verurteilt worden. Wie Step Vaessen berichtet, war der zuständige Richter unter Druck gesetzt und weichgekocht worden, denn die lokalen Gruppen der islamischen Bewegung hatten damit gedroht, Herrn Aan eigenhändig den Kopf abzuhacken und weitere Gewalttaten zu begehen, wenn die Strafe nicht streng genug ausfalle – Radical groups had threatened to behead Aan and become violent if the verdict was not strong enough. Mithäftlinge, die seine Anklage kannten, haben ihn verprügelt.[9]

Rache ist im Islam gerecht. Rachegott Allah würde deinen unmenschlichen und scheußlichen Zeitgenossen sicherlich nicht vergeben, ist aber allmächtig und könnte eine vor der Hölle bewahrende, unser Verstehen übersteigende Ausnahme gestatten, der bescheidene Kalif Gülen geht diesbezüglich auf Nummer sicher und bleibt prinzipiell:

However, thinking of forgiving monstrous, evil people who enjoy making others suffer would be disrespectful to the idea of forgiveness. We have no right to forgive them; forgiving them would be disrespectful to humanity.

Aber: Auch nur daran zu denken, Unmenschen und Scheusalen zu vergeben, die ihre Mitmenschen leiden lassen, widerspräche der Idee der Vergebung in jeder Hinsicht. Wir haben nicht das Recht, ihnen zu vergeben, da wir damit ihren Opfern den Respekt verweigern würden. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand einen Akt, der gegen diese Lesart von Vergebung und Verzeihung verstößt, für akzeptabel halten könnte.

Eine Frage der Volkspädagogik und Liebe zur Jugend sowie, auf den Sünder bezogen, der Resozialisation ist es, dass der Genuss eines Glases Wein nach dem einzigen bei Allah akzeptierten Gesetz vierzig oder achtzig Peitschenhiebe zeitigt. Und noch dem todeswürdigen Verderbenstifter auf Erden oder Krieger gegen Gott gilt unsere islamische Liebe vor, während und nach der schariarechtlich einwandfreien Aburteilung:

Be as vast as the oceans and take every soul to your bosom … cherish a never-ending affection for humanity

Sei so weit wie ein Ozean, und schließe jede Seele in dein Herz! … Bewahre dir eine unendlich große Liebe zur Menschheit

Wer viel Islamisches Wissen hat, darf andere maßregeln. Nur ständige Überwachung in Großfamilie, Straßenzug und Klassenzimmer gewährleistet, der Nation der Tugendhaften im Diesseits und im Jenseits nicht verloren zu gehen. Entsage dem Teufel, lege dein aufsässiges Ego ab, unterwirf dich, gehöre der Dienstbereitschaft (Hizmet) und Gemeinschaft (Camaat) an:

Akzeptiere, was Gott mit dir vorhat! Behandle andere so, wie Er dich behandelt, damit du inmitten der Menschen die Wahrheit repräsentierst und dich nicht vor Einsamkeit in einer der beiden Welten fürchten musst!

Keine Angst Schatz, es ist nicht so, wie es aussieht, ich liebe dich persönlich gar nicht, sondern liebe dich nur für mein und vielleicht auch dein Seelenheil. Bei Bedarf ekelt es mich sogar vor dir aus Liebe zu Allah:

To preserve your credit, honor, and love, love for the sake of the Truth, hate for the sake of the Truth, and be open-hearted toward the Truth.

Wenn du Vertrauen, Ehre und Liebe gewinnen möchtest, liebe um der Wahrheit willen, verabscheue um der Wahrheit willen, und sei offen für die Wahrheit!

Der berüchtigte Haqq. Bekanntlich reißt die islamische Wahrheit (erlaubte Rechtlichkeit; Recht) des ḥaqq (Pl. ḥuqūq)[10] die Banden der furchtlosen Vernunft oder säkularen Rechtsstaatlichkeit, der Wissenschaftlichkeit oder menschenrechtlichen Universalität ebenso ungerührt wie selbstbewusst an einer Mehrzahl von Stellen ein. Was aus der ruinierten alten übersichtlichen Begrenzung und aufgebauten neuen blickversperrenden Mauer folgen wird, in Deutschland demnächst leider wohl auch per bekennendem Islamischem Religionsunterricht (IRU) und per hochschulischer Imamausbildung, sind Islamvernunft, Islamische Wissenschaft und schariakonforme Paragraphen.

Ob Historisch-kritische Methode oder Gleichheitsfeminismus, alle potentiell islamkritischen Texte werden, kocht dein Uni-Hörsaal erst vor zornigen Bärtigen und Burkaträgerinnen, irgendwann nicht mehr lehrbar und verkäuflich sein, nicht mehr finanzierbar sein. Die frommen jungen Freunde der Muftis und Scheiche wollen Schulbibliothek, Fakultät, Studentenvertretung und Lehrerzimmer dominieren, überall, ob in Großbritannien, Indonesien oder in der Türkei.

Es wird nicht einfach werden, das Ruder noch herumzureißen. Die Regierungen der USA oder Deutschlands rechnen offensichtlich mit einem globalen Scheitern der Weltbürger und Bildungsbürger, spielen noch ein wenig auf Zeit und werben für Toleranz (Rechtsspaltung) und friedliches Zusammenleben (Koexistenz, bridge-building).[11]

Dialogveranstaltungen und Islamkonferenzen haben der deutschen „Gesamtgesellschaft“ daher schleunigst die Integration sprich Legalisierung des gülenschen bzw. Islamischen Wahrheitsbegriffs, Wissenschaftsbegriffs und Friedensbegriffs zu begleiten, alles andere wäre schließlich „wenig hilfreich“ (Janbernd Oebbecke), „nicht hilfreich“ (Angela Merkel über Thilo Sarrazins Buch) oder „gar nicht hilfreich“ (Berlins Regierungssprecher Steffen Seibert über Sarrazin).[12]

Das Exil im fernen Amerika bedrückt das Herz, doch Großes steht dem Türkentum bevor. Der Imam wird patriotisch und spricht das osmanische Volk unmittelbar an, vom pennsylvanischen Saylorsburg aus:

As a nation we are experiencing an intense fervor of recovery and revival. If a wind of opposition does not hinder us, the coming years will be our “years of becoming.” However, there are differences in methods of recovery and revival.

Als türkisches Volk verbindet uns eine starke Sehnsucht nach einer Erneuerung und einem Wiederaufblühen. Wenn uns kein stürmischer Wind entgegen bläst, könnten die kommenden Jahre tatsächlich die Jahre unseres Wiederaufblühens werden.

Gegenwind sind für den Prediger bekanntlich Unmoral, Unglaube und Vielgötterei (Gülen: we should dislike such things as immorality, unbelief, and polytheism), wobei wir dem großen türkischen Islamisierer vielleicht kein Unrecht tun, wenn wir Schande mit Laizismus, Gottlosigkeit mit freier Presse und Götzendienst mit wissenschaftlicher Vorurteilslosigkeit gleichsetzen. Auch Unkenntnis (ignorance) und Chaos (anarchy) bedrohen die Menschlichkeit, folgt man dem Ehrwürdigen Lehrer, und lassen uns Erkenntnis und Weltfrieden verfehlen. Ohne Wegweiser ist der Türke an sich dabei völlig hilflos, weiß Fethullah Gülen Hocaefendi: „Wir brauchen die Führer so dringend … we are in need of ideal guides who will save humanity from … atheism, ignorance, error, and anarchy and who will lead them to faith, insight, the correct destination, and peace.“

Den Begriff vom Revival kennen wir bestens – aus den Kreisen der Muslimbruderschaft zwischen Nahda („Renaissance“) und Said-Ramadan-Sohn Tariq. Nation aber verdient hier einen genaueren Blick. Die Hizb ut-Tahrir würde Nation als Islamische Nation verstehen müssen und bevorzugt, da sie Nationalstaaten für Teufelszeug hält, ohnehin das Wort Umma (muslimische Weltgemeinde). Der sonst so wortgetreu arbeitende deutsche Übersetzer schreibt bemerkenswerterweise türkisches Volk, während der englische Text nicht turkish nation sagt, sondern nation, was immerhin auch Nation of Islam heißen könnte, Umma.

Ob Gülen den Islam an sich reinigen und kräftigen möchte oder sich auf die rassisch einwandfrei nachgezüchteten Urenkel von Gök-Türken und Seldschuken beschränkt? Hier lässt es der Meister wohl bewusst zweideutig schlillern, muss er schließlich auch noch antikurdische und alevitenfeindliche Ressentiments und Strömungen in seine neo-osmanische Bewegung integrieren. Eine Lösung wäre natürlich, das Türkentum als gottgewollten Herrschaftsträger der gesamten Weltgemeinde anzunehmen und, dann sowieso, das globale Kalifat (wieder) in Istanbul anzusiedeln. Schließlich wurde das Katholische Imperium auch nicht vom Jerusalem des wandernden Galiläers aus verwaltet, sondern von Italien und von Rom aus. Eine zweite Lösung oder besser noch Ergänzung der ersten ist ein pantürkischer Superstaat, eine Großtürkei, die Bulgarien kassiert und selbst Jakuten und Uiguren heim ins Reich Turan holen könnte und Turkmenen und Aseri sowieso.

Für Kurdistan und Kurdentum wäre da leider kein Platz mehr, diese Menschenverachtung und potentielle Völkermordplanung erkennen, teilweise offensichtlich leider PKK-nahe, Protestierer im März 2012 in der deutschen Hauptstadt und argumentieren gegen Gülens türkischen politischen Einfluss im Allgemeinen und im Besonderen gegen den Auftritt der US-Amerikanerin Helen Rose Ebaugh. Die texanische Religionssoziologin und notorische Gülenverherrlicherin durfte in der Berliner Universitätsbibliothek auftreten, eingeladen hatte das Gülen-treue FID, im Beirat Rita Süssmuth; Gäste hatten sich namentlich anzumelden.[13]

Gülen ruft also in erster Linie den stolzen Türken zu. Der Rest der Muslime soll die Ohren spitzen und möge sich, die Ägypter und Tunesier etwa, die schariatisch heiß und heißer fiebernde Türkei zum Vorbild nehmen:

Thus, while walking toward the future as a whole nation, tolerance is our safest refuge and our fortress

Wenn wir als ganzes Volk der Zukunft entgegengehen, ist die Toleranz unsere sicherste Zuflucht und unser Bollwerk

Billigste Taqiyya. Den Toleranzbereich hat Allahs Gesetz schließlich genau und scharf begrenzt, mit Peitschenhieben (selbst für die Zuschauer der religiösen Disziplinierung) erlebbar oder buchstäblich säbelklingenscharf. Politische Meinungsverschiedenheiten zur Führung des Staats haben nach dem Modell der Schura geregelt zu sein, der islamischen Konsultation. Lediglich innerhalb der Scharia ist Gülens Toleranz überhaupt möglich, und nur ein paar letzte naive Dialogisten oder deren multikulturalistisch begeisterte Zuhörer können noch ein Weilchen in die Irre geführt werden.

Großzügigkeit und Duldsamkeit als Fluchtburg und Festung zu beschreiben, ist allerdings Augenzwinkern genug und vielleicht ein Hinweis auf die gülensche Doppelstrategie, einerseits die Schaufensterveranstaltung namens Dialog zu pflegen und andererseits zur Vernichtung des Nichtislamischen (im Namen der Liebe versteht sich) aufzurüsten.

Politisches Wehgeschrei über Islamkritiker wird laut. Herr Gülen jammert kalkuliert herum, ohne zu sagen, ob er für oder gegen die saudischen Muftis und Teheraner Mullahs arbeitet:

Despite this, attempts continue to be made to label innocent people as “backward fanatics who support theocratic regimes.” … Moreover, Islam has been accused of not keeping up with the times.

Andererseits wird nach wie vor versucht, unschuldige Menschen als rückständige Fanatiker zu bezeichnen, die theokratische Regime unterstützen. … Dem Islam wirft man vor, er gehöre nicht mehr in unsere Zeit.

An ein paar Engel zu glauben oder nicht zu glauben oder an einen glücklichen Zustand nach dem Tod ist doch gar nicht Thema. Fethullah Gülen arbeitet geschickt an der Erweckung von Schuldgefühlen. Um das alle gleich behandelnde Gesetz geht es, also auch um ein Heirats- und Familiengesetz, in dem die Frau, die sich hat scheiden lassen, nicht ihre Kinder an den Ex verliert, wie das im Islamischen Recht (Scharia) vorgesehen ist. Jeder kann im Koran lesen oder auch nicht, wer aber den Ex-Muslim vom Erbe ausschließen will, ist von der freiheitlichen Demokratie als Gegner zu betrachten.

Im Gegensatz zu den global vernetzten Schariafreunden, die behaupten, der erfüllte Gehorsam gegenüber den Normen von Koran und Hadith sei Teil der fiṭra, also gleichsam angeboren, wissen wir, dass Kinder und Jugendliche energieaufwändig sprich mit Gewalt in den Schariagehorsam erst einmal hineindressiert werden müssen, bevor sie das repressive System der angeblichen Seelenrettung mit Zähnen und Klauen gegen die anderen verteidigen, gegen uns Säkulare, also auch gegen die Ex-Muslime oder säkularen Muslime unter uns. Wir kennen Muslime, die von ihrer Wallfahrt nach Mekka zurückkommen, ohne zu predigen, Volkssouveränität sei Gotteslästerung. Und wir kennen Fethullah Gülen, der eine Türkei wünscht, deren Einwohner nicht in der kulturellen Moderne, sondern in ständiger Angst vor dem Höllenfeuer leben und Zuflucht bei den heilssichernden Verhaltenspflichten der Scharia suchen.

Immerhin erfahren wir nun den Urheber der Toleranz, es ist die wohl vor allem aus dem außerirdischen Bereich heraus eingreifende, von Mohammed verbürgte Superkraft:

First of all, I would like to indicate that tolerance is not something that was invented by us. Tolerance was first introduced on this Earth by the prophets whose teacher was God. Even if it would not be correct to attribute tolerance to God, He has attributes that are rooted in tolerance, like forgiveness, the forgiveness of sins, compassion and mercy for all creatures, and the veiling of the shame and faults of others. The All-Forgiving, the All-Merciful, and the All-Veiling of Faults are among the most frequently mentioned names of God in the Qur’an.

Die Toleranz wurde nicht von uns Menschen erfunden. Sie wurde von den Propheten, deren Lehrer Gott war, zur Erde gesandt.

Das ist ins Deutsche ausnahmsweise nicht ganz glücklich übersetzt oder aus einer anderen Textfassung, denn die Propheten, Wunderwesen Mohammed wohl noch nicht einmal ausgenommen, überbrachten keine himmlische Fracht eines Wohlverhaltens namens Duldsamkeit, sondern erhielten Einblick in das Verborgene und in Allahs Plan. Sie sandten keine Weltanschauung ins Diesseits hinein oder herunter, sondern erklärten ihren Zeitgenossen das bis dahin vielleicht unerhörte Lernprogramm und predigten es ([they] introduced, sie führten [den Lehrstoff und Lernstoff] ein).

Eher wenig überzeugend bündelt Gülen einige Namen Allahs (das Der Schandebedecker oder Der Fehlerverhüller ist im Hinblick auf das Islambewerben oder islamische Impression Management wichtig, gleich mehr dazu als kleiner Exkurs, let him hide under Allah’s cover) und etikettiert sie mit dem Überbegriff der im Dialogbetrieb unvermeidlichen Toleranz neu. Koranisch ist das nicht, und etwas kleinlaut muss der Prediger einräumen, dass Der Tolerante kein Name Allahs ist und ihm Toleranz daher nicht attribuiert werden darf. Wir erkennen, dass der (eben gerade nicht tolerante!) Islam selbst ein erhebliches Problem mit der theologischen Rechtfertigung der legendären Toleranz hat. Den Gesichtern vieler Dialogimame sieht man durchaus an, dass sie uns gerade über einen sanften, frauenfreundlichen oder demokratietauglichen Islam das Blaue vom Himmel herablügen, nur Theologen wie Ruhollah Chomeinis sprachen so nicht, der Ayatollah blickte ehrlich islamisch und redete auch so, nämlich offen brutal.

Kleiner Exkurs. Den schandebedeckenden und fehlerverhüllenden Taqiyyagott kann es geben, man beruft sich auf Koranvers 4:148 „Gott liebt es nicht, daß man laut und öffentlich Böses über andere sagt, es sei denn, einem wurde Unrecht getan. Gott hört und weiß alles.“ Der Mann, der verbotenen Geschlechtsverkehr hatte etwa: „Lasst ihn sich unter Allahs Bedeckung verstecken“ – vorher allerdings wurde er auf die grundsätzlich nachahmenswerte prophetische Anordnung hundertfach ausgepeitscht: „und der Botschafter [Allahs, also Mohammed] befahl dass er [der Unzüchtige] ausgepeitscht werde (hundert mal)“, Rechtssicherheit ist anders. Ein anderer Triebtäter erfuhr die Möglichkeit des himmlischen Vertuschens aus dem Mund des zweiten rechtgeleiteten Kalifen, ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb sprach: „Allah hat dein Geheimnis bewahrt, warum hast du dein Geheimnis nicht bewahrt?“ Nichtmuslime sind selbstredend bloßzustellen, denn die verlogene Ehrenrettung gilt nur für die Schariatreuen: „Er, der einen Muslim bedeckt [mit Schweigen über dessen Fehler oder Schwächen).[14]

Lüge und List sind zur Ausbreitung des Islam ausgesprochen erlaubt (ḥalāl). Warum Dschihad, wenn`s auch mit Flunkern geht? Irgendwie human schließlich, wir Schariafreunde könnten ganz anders …

Nebenbei bemerkt sind die im Dialogbetrieb von kirchlicher (soweit proschariatischer also ex-christlicher) Seite verwendeten Namen für den biblischen Gott schlichte Übersetzungen aus den 99 Namen Allahs. Das Der Eine Gott (sicherlich, auch biblisch genannt in Daniel 6,27) ist allzu oft wohl nichts anderes als Allahname Al-Wāḥid – The One, The Unique und entstammt dem Koransuren 2:163, 5:73, 9:31, 18:110. Und das Der Lebendige Gott (jaja, auch in Matthäus 16,16) ist ganz genau Allahname Al-Ḥayy – The Living, Koran 2:255, 3:2, 25:58, 40:65.[15]

Der niederländische katholische Theologe Dr. Wilhelmus Valkenberg, Autor von Fethullah Gülen & de Vrijwilligersbeweging sowie Co-Autor von Gülen’s Approach to Dialogue and Peace, bringt die chimärische Dialogkonzeption vom chrislamisch garantierten Einen Gott (the One God), den Pim Valkenberg kühn mit Allah gleichsetzt, in den „abrahamischen“ Dialog ein.[16]

Abraham kann dafür nichts. Weiter im Text, jetzt trifft Rosenduft auf medinensische Urgemeinde:

The golden era when tolerance was represented at its apex was the Age of Happiness … [true examples from] that historical time, events that extend in a line from that “period of roses” until today.

Das Zeitalter der Glückseligkeit war das goldene Zeitalter, in dem die Toleranz ihren Gipfel erreichte

Welche Gipfelhöhe erreichten die erzieherisch wertvoll aufgetürmten Schädel der erschlagenen Nichtmuslime? Gülen:

[Begebenheiten] aus jener historischen Epoche … die eine Verbindungslinie von der ‚Epoche der Rosen‘ zur Gegenwart spannen.

Als besonders frommer Schariamuslim (Verhaltenskopist) sehnt sich Fethullah Gülen weniger nach dem vierten der rechtgeleiteten Kalifena asl nach dem Zeitalter (aṣr) der Glückseligkeit (saʿāda) der echten Augenzeugen (Ṣaḥāba) des Wirkens Mohammeds. Das – von der Türkei aus zu erneuernde – Kalifat ist nahe, Fethullah Hocaefendi schnuppert bereits den unsterblichen Rosenduft aus der Aṣr as-Saʿāda (Asr-ı Saâdet), der Epoche reinster Gefolgschaftstreue und ungetrübtester Rechtschaffenheit, die von Mohammeds Ableben bis zum Tode des letzten prophetischen Gefährten (Ṣaḥīb), Abū Ṭufaīl ʿĀmir bin Wāṯila al-Asqaʿ dauerte, also von 632 – 728 n. Chr.

Denn ob das pure irdische Heil 728 n. Chr. endete, Stichwort Glückseligkeit (türk. Saadet; Fethullah Gülens Camaat oder Hizmet), oder 855, rechtschaffene Ahnen (der Kult um die Salaf, „Salafisten“), der zur Nachahmung verpflichtende Stadtstaat von Medina verdient hier und heute Reinszenierung und globale Expansion sowieso:

Der Hadith sagt: Wahrlich, rechter Glaube kehrt um und kehrt heim nach Medina wie die Schlange [bei Gefahr] in ihr Loch im Erdboden! (Buchari Band 3 Buch 30 Nummer 100).[17]

Das himmlische Modell der medinensischen Dhimma sei, wie Fethullah Gülen dem Leser nahelegt, viel demokratischer und menschenfreundlicher und als die Verträge auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

Compared to the principles that our Prophet put forth, humanity today has not attained his level, neither with the declarations of human rights put forth in The Hague or Strasbourg nor that in Helsinki.

der Vertrag, den der Gesandte Gottes einst den Juden und Christen präsentierte. Verglichen mit den Grundsätzen, die der Prophet Muhammad damals vorlegte, ist die Menschheit von heute zurückgeblieben – sowohl mit den Menschenrechtsverträgen von Den Haag oder Strassburg als auch mit den Verträgen von Helsinki.

Mit Den Haag könnten die Abkommen der Haager Friedenskonferenzen (1899 und 1907) wie beispielsweise die Haager Landkriegsordnung gemeint sein. Oder sollte der Prediger den heutzutage dort in Holland ansässigen Internationalen Strafgerichtshof im Sinne haben? Und Straßburg? Da Gülens Text aus dem Jahr 2004 stammt, kann der Vertrag über Militäreinsätze des Eurokorps (gegr. 1992 in La Rochelle, vorgestellt in Straßburg 1993) über die NATO hinaus, der so genannte Straßburger Vertrag (Treaty of Strasbourg) nicht gemeint sein, aber die Stadt ist schließlich Sitz des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Da alle 47 Mitglieder des Europarats der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) beigetreten sind, welche Grundlage des Gerichtshofs ist, unterliegt auch die Türkei der Jurisdiktion des EGMR und ist wegen häufiger Menschenrechtsverletzungen, richtigerweise, vielfach verurteilt worden.[18]

Helsinki meint die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE, Schlussakte 1975), die sich über Folgekonferenzen zur heutigen Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entwickelt hat. Die Türkei gehört zu den 56 Teilnehmerstaaten der OSZE.

Korangemäße Staatsverträge mit Dschihad und Dhimmitüde sind Gülen offensichtlich lieber als die auf Abwehr des Teufels und Rettung der Seele völlig verzichtenden und daher angeblich sittlich minderwertigen (Gülen: zurückgebliebenen) Vertragswerke von EMRK und OSZE. Den grundlegendsten aller Verträge, den am 10. Dezember 1948 Vertragsgestalt annehmenden Teufelsspuk hat Gülen noch nicht einmal erwähnt, sondern schlau umschlichen, die AEMR.

Für uns Säkulare vielleicht überraschend unvermittelt, für Schariafreunde nicht, denn Allah vermittelt immer, schwenkt der Hocaefendi um und wird radikal interreligiös:

From this time on platforms for tolerance should be developed in our society.

Wir sollten uns jetzt und in Zukunft zur Aufgabe machen, Dialogplattformen in unseren Gesellschaften aufzubauen.

Die US-amerikanische, niederländische, türkische und deutsche Bevölkerung ist in religiöse Superstämme aufzuteilen und wird allmählich mental und sozial auseinander treiben – getrennt wie die heutigen Kontinente aus dem Urkontinent Pangäa (auch eine Chiffre der Gülenbewegung) hervorgetreten sind. Die erregten Eliten der Glaubensnationen, Bürgermeister, Lehrer, Kleriker, haben freiwillig in den Interfaith Dialogue einzutreten oder werden als Unberührbare gebrandmarkt und sind, sobald sie sich Gehör verschaffen wollen, als angebliche Fremdenfeinde oder als „islamophob“[19] zu beschimpfen und gewaltsam auszugrenzen. Das erneuerte osmanische Milletsystem ist, so dürfen wir den inzwischen in Ankara lebenden Katholischen Theologen, Ex-Priester und Islamischen Theologiedozenten Thomas Michel auf dem Rumi Forum verstehen, endlich „abrahamic“ zu erneuern, ganz und gar abrahamisch.[20]

Muslims have from time to time been misunderstood and as a result they have been subjected to pressure and insults. We have even witnessed Muslims being deprived of their most natural and basic rights, for example their right to work.

dass Muslime oft missverstanden wurden und sich als Resultat dessen großem Druck und Beleidigungen ausgesetzt sahen. Viele Muslime wurden ihrer fundamentalen Rechte beraubt, z. B. mit Berufsverboten belegt.

Gülen spielt auf die türkischen (und sonstigen) Kopftuchverbote für Lehrerinnen an und würde in der Arbeitswelt wahrscheinlich auch Niqab und Burka verteidigt wissen wollen.

Gelegentlich sagt der Prediger bekanntlich, er verlange den Schleier von der Frau nicht, doch weiß er dabei, dass der Hidschab im sunnitischen Islam Pflicht ist und gibt an, echt muslimisch im Leben kein anders Ziel zu haben, als „Gott zu gefallen“, „Sein [Allahs] Wohlgefallen an[zu]streben“; Fethullah Gülen: We have no other target than attaining the consent and pleasure of God.“[21]

Ende 2010 wird bekannt, dass die Katholische Universität im belgischen Leuven einen an Fethullah Gülen orientierten Lehrstuhl aufbauen wird. Der Dominikanerpater sowie Sozial- und Kulturanthropologe Johan Leman wird die Professur (The Fethullah Gulen Chair for Intercultural Studies, GCIS) innehaben, jahrelange Vorarbeit hatte die Intercultural Dialogue Platform (IDP) mit Sitz in Brüssel geleistet. Ehrenvorsitzender der IDP ist, wir ahnen es richtig, Fethullah Gülen.[22]

Indeed, when we look at the Qur’an we see that it is molded in love.

Wenn wir in den Koran schauen, werden wir feststellen, dass er quasi in Liebe gegossen ist.

Wenn wir den aus Gülens Sicht so lieblichen Realkoran aufschlagen, entdecken wir in Sure 4:74 „Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben Wir gewaltigen Lohn.“, in 9:111 „Siehe Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden. Eine Verheißung hierfür ist gewährleistet in der Tora, im Evangelium und im Koran; und wer hält Seine Verheißung getreuer als Allah? Freut euch daher des Geschäfts, das ihr abgeschlossen habt; und das ist eine große Glückseligkeit.“ und im Schwertvers schließlich, in Sure 9:5 lesen wir: „Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!“

Allahs unwiderstehliches, die Gegner tötendes Liebesangebot haben wir ja sicherlich völlig falsch aufgefasst. Schließlich, jedenfalls wenn wir der SS-Ahnenerbe-Stipendiatin Sigrid Hunke und ab 1986 ständigen Mitarbeiterin im rechtsextremistischen Thule-Seminar Glauben schenken, gilt: „Allah ist ganz anders“. Fethullah Gülen:

For this reason, a Muslim’s enmity toward unbelievers is a form of pity.

Die angebliche Feindseligkeit von Muslimen gegenüber Ungläubigen ist in Wirklichkeit eine Form von Mitgefühl.

Zugegeben, im von Hisba-Milizen durchtobten Schariastaat widersprecht diesem niemand mehr öffentlich.

Und uns Zweiflern steht schließlich das ‚Tor der Reue‘ (Gülen) bis zum Tag der Auferstehung offen (Gülen: God … has left the door of repentance open).

Wie die Elite des verstaatlichten Islamsystems beschaffen sein muss, weiß Gülen genau:

Such people have absolute confidence and trust in God … their perception that gives them unbelievable perspectives, and their knowledge and thoughts raise them … Ideal people try to remain removed from sin, for they have designed their lives according to the Divine Law in which they believe so sincerely.

Diese Menschen vertrauen ganz auf Gott, da sie an Seine allgegenwärtige und gewaltige Macht glauben und sich auf sie verlassen. Der reine Glaube, der in den Tiefen ihres Herzens ruht, ihre Wahrnehmung, die ihnen unglaubliche Perspektiven eröffnet, und ihr Wissen und Denkvermögen erheben sie … Diese vorbildlichen Menschen halten sich von Sünden fern, denn sie gestalten ihr Leben entsprechend dem Gesetz Gottes, an das sie unbeirrbar glauben.

Divine Law, Gesetz Gottes! Gülen will also die ungeschmälerte Scharia, wie sie vom mittelalterlichen Theologen Abu Hamid al-Ghazali endgültig durchdacht worden ist und wie sie von den Revivalisten wie Maududi, Qutb oder Erbakan gefordert worden ist. Der Hodscha aus den schönen grünen Pocono-Bergen kleidet die Islamische Revolution in die Begrifflichkeiten der Sufis:

Sufism is based on observing even the most “trivial” rules of the shari’a in order to penetrate their inner meaning. An initiate or traveler on the path (salik) never separates the outer observance of the Shari’a from its inner dimension, and therefore observes all of the requirements of both the outer and the inner dimensions of Islam.

Der Tasawwuf gründet auf der Befolgung der Regeln der Scharia und auf der Durchdringung ihrer (inneren) Bedeutungen. … Ein Eingeweihter oder Reisender auf dem Sufipfad (arab.: Salik), der erfolgreich ist, kann niemals die äußere Befolgung der Scharia von ihrer inneren Dimension trennen; er erfüllt beide, die inneren wie auch die äußeren Erfordernisse der Religion.

Richtig. Sufismus ist nicht Islam minus Scharia, sondern Scharia plus Ekstase.

Der besondere sufische Weg ist die imaginierte Abstreifung des zur Sünde verführenden Egoismus und Egos, dazu vielleicht, zusätzlich zu den Pflichtgebeten versteht sich, ein paar andächtige Rumi-Textlesungen, rituell tanzende Derwische oder Trance erzeugende Dhikr-Übungen pro Woche; das Ziel aber bleibt, wie für jeden Muslim, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen und damit die berechtigte Hoffnung auf einen Platz in der ewigen Gottesnähe:

Through such observance, this person travels toward the goal in utmost humility and submission.

Dadurch reist er in äußerster Demut und Ergebenheit seinem Ziel entgegen.

This life is very important, for it shapes our afterlife.

Das Leben auf Erden ist von größter Wichtigkeit, denn es beeinflusst unser Leben nach dem Tod ganz entscheidend.

Absolute Glückseligkeit in dieser Welt und der anderen.

Während Islamapologeten gern behaupten, Koran und Hadith würden das Diesseits nicht abwerten und der Islam sei gerade nicht manichäisch-körperfeindlich, hat uns Gülen gerade verdeutlicht, dass das Erdendasein ohne Jenseitszentrierung letztlich gar keine Bedeutung hat oder sogar den zur ewigen Verdammnis führenden, absolut falschen Sinn.

Islam is an inclusive religion. It is based on the belief in one God as the Creator, Lord, Sustainer, and Administrator of the universe. Islam is the religion of the whole universe. That is, the entire universe obeys the laws laid down by God; everything in the universe is “Muslim” and obeys God by submitting to His laws.

Der Islam ist die Religion des Universums; denn Islam bedeutet nichts anderes als Gehorsam und Unterwerfung gegenüber Gott, dem Herrn des Universums.

Führer, befiehl, wir folgen dir. Allahs Marionette sein oder vielmehr Gülens Zombie.

Das kennen wir doch? Interessanterweise wiederholt Gülen hier eigentlich nur die Gehorsamserklärung des Abul Ala Maududi, der in Towards understanding Islam (Sägefisch 288) gesagt hatte: „Islam ist ein arabisches Wort und heißt Unterwerfung, Hingabe und Gehorsam. Als Religion steht Islam für völlige Unterwerfung unter den Willen Gottes und absoluten Gehorsam Ihm gegenüber.“

Schluss mit schlampig, donnert der Charles Darwin hassende Kreationist und Sufi:

Im ganzen Universum lässt sich keine Unordnung feststellen. Alles im Universum ist ‚Muslim‘, weil alles Gott gehorcht, indem es sich Seinen Gesetzen unterwirft.

Our entire life, from the embryonic stage to the body’s dissolution into dust after death, every tissue of the muscles, and every limb of the body follows the course prescribed for each by God’s laws.

Denn das ganze Leben eines Menschen, vom Embryozustand bis zum Zerfall zu Staub nach dem Tode, all sein Zellgewebe und alle seine Gliedmaßen folgt dem Lauf, der von den Gesetzen Gottes diktiert wird.

Allah, der himmlische Diktierer oder vielmehr Diktator habe dabei bittesehr ein paar irdische Statthalter, die dich im Alltag überwachen. Sie geben sich als bescheidene Dienstleister und nennen sich die Mitarbeiter an der Hizmet, am Dienst.

Die Islamische Universalreligion findet sich nahezu wörtlich bei Maududi! In der eben genannten Quelle Weltanschauung und Leben im Islam lesen wir: „Dieses mächtige, allumfassende Gesetz, das alles lenkt, was das Universum einschließt, von den winzigsten Staubkörnchen bis zu den Milchstraßen im Weltraum, ist das Gesetz Gottes, des Schöpfers und Erhalters des Universums. Da also die gesamte Schöpfung dem Gesetz Gottes gehorcht, folgt das ganze Universum im wahrsten Sinne des Wortes der Religion des Islams, denn Islam bedeutet nichts anderes als Unterwerfung und Gehorsam Gott gegenüber. Die Sonne, der Mond, die Erde und alle anderen Himmelskörper sind daher ‘Muslime’. Ebenso Luft, Wasser, Wärme, Steine, Bäume und Tiere: alles im Universum ist ‘Muslim’, denn es gehorcht Gott durch Unterwerfung unter Seine Gesetze.“[23]

Statt pakistanischem Maududi-Revolutionsprogramm geht es eben auch mit dem türkischen Gülen-Sufismus. Mit einer nach Fethullah Gülen erzogenen Hizmet-Elite kann sich die „tolerante“ Islamdemokratie aufbauen, der deine korangemäße Rechtschaffenheit gewährleistende Überwachungsstaat. Das Islamsystem beginne zu wachsen, Familie für Familie und Haus für Haus. Um sich weiter auszubreiten.

Straßenzug für Straßenzug.

Jacques Auvergne

[1] The Turkish schools, which have expanded to seven cities in Pakistan since the first one opened a decade ago, cannot transform the country on their own. But they offer an alternative approach that could help reduce the influence of Islamic extremists.

They prescribe a strong Western curriculum, with courses, taught in English, from math and science to English literature and Shakespeare. They do not teach religion beyond the one class in Islamic studies that is required by the state. Unlike British-style private schools, however, they encourage Islam in their dormitories, where teachers set examples in lifestyle and prayer.

“Whatever the West has of science, let our kids have it,” said Erkam Aytav, a Turk who works in the new schools. “But let our kids have their religion as well.” …

The model is the brainchild of a Turkish Islamic scholar, Fethullah Gulen. A preacher with millions of followers in Turkey, Mr. Gulen, 69, comes from a tradition of Sufism, an introspective, mystical strain of Islam. He has lived in exile in the United States since 2000, after getting in trouble with secular Turkish officials.

Mr. Gulen’s idea, Mr. Aytav said, is that “without science, religion turns to radicalism, and without religion, science is blind and brings the world to danger.”

The schools are putting into practice a Turkish Sufi philosophy that took its most modern form during the last century, after Mustafa Kemal Ataturk, Turkey’s founder, crushed the Islamic caliphate in the 1920s. Islamic thinkers responded by trying to bring Western science into the faith they were trying to defend. In the 1950s, while Arab Islamic intellectuals like Sayyid Qutub were firmly rejecting the West, Turkish ones like Said Nursi were seeking ways to coexist with it.

aus: Sabrina Tavernise: Turkish Schools Offer Pakistan a Gentler Vision of Islam

in: The New York Times 04.05.2008

Gülen-Bewegung Kanada

http://gulenmovement.ca/

IID – The Institute of Interfaith Dialog , die US-amerikanische Gülenbewegung: Houston / Texas (HQ für Headquarter), Dallas / Texas, Oklahoma City, Jackson / Mississippi, El Paso / Texas

http://interfaithdialog.org/contact-us

Andernorts meiden Politiker repräsentative Einladungen des Gülen-Netzwerks. In einer Empfehlung des Interkulturellen Büros der Stadt Darmstadt heißt es: „Den Dezernentinnen und Dezernenten und den Führungskräften der Verwaltung wird empfohlen, eine distanzierte Haltung zu allen Vereinen, die diesem Netzwerk angehören, einzunehmen.“ Zur Begründung hebt das Papier auf die ordensähnlichen Strukturen des religiösen Netzwerks ab. „Durch Erziehung islamischer Eliten sollen gesellschaftliche und staatliche Institutionen unterwandert werden.

Es handle sich um eine Strömung im Islam, „in der das hierarchisch-zentralistische und konspirative Organisationsprinzip aus dem Verhältnis ‚Großer Bruder‘-Schüler abgeleitet wird“, lautet die Einschätzung. …

In speziellen Ethik-Kursen (Ahlak Dersi) am Wochenende werden Kindern und Jugendlichen auf der Suche nach Orientierung Antworten auf Fragen der Lebensführung gegeben.

aus: Volker Siefert: Feiern im Schatten des Predigers

in: HR-online 28.04.2012

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_44612055

»In welches Land ich auch reise, ich finde immer jemanden, der mir hilft«, sagt Dastan Jalilov, der vor zehn Jahren aus Kirgistan zum Studium nach Deutschland kam. Ein paar Habseligkeiten und eine Telefonnummer in Berlin brachte er mit. Er hatte sie von einem Bekannten aus Kirgistan erhalten. Dass auch er zum Gülen-Netzwerk gehört, verstand er erst später. Jalilov rief die Nummer an, lernte neue Freunde kennen und zog in eine Kreuzberger WG. Hier blieb der Politikstudent die nächsten Jahre. Und das nicht nur, weil die Miete nur hundert Euro betrug. Auch das gemeinschaftliche Leben mit den Mitbewohnern, alle wie er Muslime, gefiel dem jungen Mann.

Die Studenten-WGs gehören zum inneren Kern der Gülen-Bewegung. Hier rekrutiert sie ihre Führungsleute, hier findet die religiöse Unterweisung statt. Lichthäuser heißen sie, circa zwei Dutzend gibt es in Berlin, für Männer und Frauen getrennt. Bisher waren diese Wohngruppen eine verschlossene Welt. Jetzt hat Kristina Dohrn, eine Studentin an der Berliner Humboldt-Universität, für ihre Abschlussarbeit erstmals Zugang gefunden.

Für Verschwörungstheorien, die sich um diese WGs bisher rankten, bieten ihre Recherchen wenig Stoff. Stattdessen traf Dohrn auf eine gottesfürchtige, konservative Welt, in der man gemeinsam lebt, lernt und fünfmal am Tag betet. Alkohol ist tabu, Damen- beziehungsweise Herrenbesuch ebenso. Und um zwanzig Uhr sollte jeder zu Hause sein. Dann liest man den Koran, die Werke Gülens und diskutiert, was die Worte des Meisters für das eigene Tun bedeuten.

»Gülen hat mir gezeigt, wie ich als frommer Muslim in einer westlichen Gesellschaft leben kann«, sagt Jalilov. Mittlerweile hat der 29-Jährige seine WG verlassen, eine glaubensfeste Muslimin geheiratet und einen guten Job gefunden. Im Bezirk Wedding leitet er ein Bildungszentrum. Jeden Tag, auch sonnabends, kommen 130 Jugendliche für zwei bis vier Stunden in die hellen, mit Teppich oder Parkett ausgelegten Räume. Sie machen Hausaufgaben, lernen für Klausuren, bereiten sich auf das Abitur vor. »Wer sich durch besonderen Fleiß auszeichnet, erhält Einzelstunden als Belohnung«, sagt Dastan Jalilov. Der Name des Arbeitgebers hängt in großen Lettern im Flur: Tüdesb.

aus: Martin Spiewak: Die Streber Allahs

in: DIE ZEIT 18.02.2010

http://www.zeit.de/2010/08/Deutsch-Tuerkische-Privatschulen

http://www.guelen-bewegung.de/?p=54

1999 wurde in der Türkei eine Rede Gülens bekannt, in der er seinen Anhängern Anleitungen für den Marsch durch die Institutionen gab und sie aufforderte, sich konspirativ zu verhalten, bis die Zeit für die Machtübernahme gekommen sei. Die Rede wurde bekannt, Gülen setzte sich in die Vereinigten Staaten ab, um einer Verhaftung durch das Militär zuvorzukommen.

Der Ansatz der Bewegung scheint auf den ersten Blick durchaus modern. Es geht darum, dass die Muslime alle Errungenschaften der Wissenschaft in sich aufnehmen, damit sie mit dem Westen konkurrieren können. Daran ist nichts Falsches, und die Bewegung könnte als Vorzeigeobjekt eines Reformislams gelten, der sich ja sonst der Moderne verweigert. Betrachtet man aber die Schriften von Fethullah Gülen, zeigt sich eine zutiefst dogmatische und reaktionäre Denkweise. Er schreibt: „Koran und Hadith sind wahr und absolut. Wissenschaft und wissenschaftliche Fakten sind wahr, solange sie mit Koran und Hadith übereinstimmen. Sobald sie aber eine andere Position einnehmen und von der Wahrheit von Koran und Hadith wegführen, sind sie fehlerhaft. Selbst zweifelsfrei etablierte wissenschaftliche Fakten können nicht die Säulen sein, auf denen die Wahrheiten des imam (Glauben) ruhen. Nicht die Wissenschaft lässt die Wahrheit erkennen, sondern der Glaube an Allah, aus der Rechtleitung Gottes . . .“

Diese Art des Denkens führt zu der Erkenntnis, dass im Koran bereits alles steht, dass alles vorherbestimmt ist. So gebe der Koran zum Beispiel Hinweise auf das unsichtbare Wirken dessen, was heute Physik genannt wird: auf Anziehung und Abstoßung oder auch Rotationen und Umbrüche im Universum. …

Dass er mit derselben Verve die Existenz von Engeln und Dschinn beweist, ist dann nur folgerichtig. Es sind dieselben Argumente, die vom Scharia-Islam her kennen. Gülen macht nur eines anders als die fatalistisch an die Vorsehung Glaubenden: Er fordert seine Anhänger auf, sich die Welt der Ungläubigen aktiv anzueignen, um sie im Namen des Islams beherrschen zu können. Es geht ihm darum, die gottgewollte und natürliche Herrschaft des Islams über die Welt zu erlangen, weil „sich alles dem Menschen fügen wird, solange dieser sich Allah fügt“.

aus: Necla Kelek: Die Anhänger des Fethullah Gülen

in: Frankfurter Allgemeine 21.07.2008

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/tuerkischer-islamismus-die-anhaenger-des-fethullah-guelen-1664740.html

Der zentrale Gülen-terminologische Begriff Hizmet bedeutet ungefähr: Der Dienst deiner Arbeit für das Allgemeinwohl [nach Koran und Sunna] als deine Pflicht [als Muslim sowieso und dann noch mal als pflichtbewusster Türke]. Gülen-Bewegung und HIZMET sind dasselbe.

Seite der Gülen-Bewegung, deutsch, französisch, englisch …

http://de.fgulen.com/

http://fr.fgulen.com/

http://en.fgulen.com/

HIZMET (Gülenbewegung) Schweiz

http://www.dialog-institut.ch/fethullahguelen.html

http://www.dialog-institut.ch/themen/hizmet-bewegung.html

Turning back to the original question, even though the Renewer (Mujaddid) had been awaited as a single individual, at a time when the world has become more global and we are experiencing a “shrinking” of distances both in time and space (taqarrub al-zaman and taqarrub al-makan), and masses apparently living far apart have become members of the same household, service to humanity (hidma) should be undertaken, not by an individual par excellence (fard al-farid), but rather by the collective [spiritual] body (shakhs al-manawi).

aus: Hikmet ISIK: What should be the understanding of Mujaddin our time?

in: The Fountain (by: The Light Inc., New Jersey, USA)

http://fountainmagazine.net/article.php?ARTICLEID=751

Gülen bei The Fountain, 158 Artikel

http://fountainmagazine.net/author.php?SHOWAUTHOR&AUTHORID=2

Gülen does not advocate a new theology but refers to classical authorities of theology and takes up their line of argument. … His teachings differ in emphasis from those of other mainstream, moderate Islamic scholars in two respects, both based on his interpretations of particular verses of the Quran: (1) he teaches that the Muslim community has a duty of service (Turkish: hizmet) to the “common good” of the community and the nation and to Muslims and non-Muslims all over the world; and (2), the Muslim community is obliged to conduct interfaith dialogue with the „People of the Book“ (Jews and Christians).

http://en.wikipedia.org/wiki/Fethullah_G%C3%BClen#cite_note-17

Das gegenwärtige [minderwertig unislamische] System hat noch alle Kraft … Unsere Freunde sollten seine Strukturen studieren, jederzeit wachsam sein … und es transformieren im Sinne des Islam, damit die Wiederauferstehung der Nation erreicht werden kann. Aber sie müssen warten, bis die Bedingungen angenehmer sind, anders gesagt: sie sollten sich nicht zu früh aus der Deckung wagen.

In June 1999, after Gulen had left Turkey, video tapes were sent to some Turkish TV stations with recordings of Gulen saying, „the existing system is still in power. Our friends who have positions in legislative and administrative bodies should learn its details and be vigilant all the time so that they can transform it and be more fruitful on behalf of Islam in order to carry out a nationwide restoration. However, they should wait until the conditions become more favorable. In other words, they should not come out too early.“

Thomas Volk: A Radical Consequence of Modernity: The Fethullah Gülen Movement as a Political Power. Beyond the Turkish Nation State (p 3)

http://books.google.de/books?id=TZz-s0EpKYkC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Ihr müsst ganz in die Adern des Staatsapparats hinein, ohne dass jemand eure Anwesenheit bemerkt. Infiltriert alle Schaltstellen! Wartet so lange, bis ihr vollständig seid und die Zeit gekommen ist … mit der Geduld einer [auf menschliche Beute lauernden] Spinne liegen wir im Netz.

Furthermore he said, „You must move in the arteries of the system without anyone noticing your existence until you reach all the power centers…You must wait for the time when you are complete and conditions are ripe, until we can shoulder the entire world and carry it…The philosophy of our service is that we open a house somewhere and, with the patience of a spider, we lay our web to wait for people to get caught in the web…“

You must move within the arteries of the system, without anyone noticing your existence, until you reach all the power centres. You must wait until such time as you have got all the state power, until you have brought to your side all the power of the constitutional institution in Turkey.“ (Gülen 1999)

aus: Edward Stourton: What Is Islam’s Gulen movement?

in: BBC 25.05.2011

http://www.bbc.co.uk/news/world-13503361

Weltweit wird die Zahl der Gülen-Sympathisanten auf über zehn Millionen geschätzt. Zwischen zehn und 15 Prozent der türkischen Bevölkerung sollen der Bewegung inzwischen angehören, die sich selbst Hizmet (Dienst) nennt. Sie betreibt Medienhäuser, Bildungseinrichtungen, Versicherungen, und sogar eine Bank. Bis zu 30 Universitäten will Hizmet in den kommenden Jahren weltweit gründen.

http://www.welt.de/politik/ausland/article13384879/Islam-Bewegung-breitet-sich-in-Deutschland-aus.html

Wer zum Dialog-Gymnasium will, braucht erstens die Empfehlung der Grundschule und muss dann in der Aufnahmeprüfung unter die 52 Besten kommen.

Als die Schule 2007 loslegte, war sie die erste Ganztagsschule in Köln mit einem fundierten Förderangebot am Nachmittag. „Bei uns läuft das so: Wer schlecht ist, geht nachmittags zur Nachhilfe, wer gut ist, beteiligt sich an Projekten“, sagt Saraç. Nach diesem Prinzip arbeiten alle zwölf Gülen-Schulen in Deutschland. …

Spenden spielen in der Gülen-Bewegung eine wichtige Rolle. Nur weil dies so ist, kann das Dialog-Gymnasium seine anspruchsvollen Erweiterungspläne umsetzen. 17,5 Millionen Euro kostet der Neubau. Allein drei Millionen Euro davon bringt der Förderverein auf, der in Köln auf 600 feste Spender zurückgreifen kann. …

Geld erhält die Bewegung aber auch aus profitablen Geschäftsmodellen. Mit der „Zaman“ („Zeit“) gibt die Gülen-Bewegung etwa die auflagenstärkste türkische Tageszeitung heraus, die in Deutschland in über 30.000 der türkischen und türkischstämmigen Haushalte gelesen wird. Mehr Abonnenten zählt kein anderes türkischsprachiges Blatt in der Bundesrepublik. Daneben betreiben sie mit großem Erfolg eigene Fernsehsender. Vor etwa einem Jahr ging mit „Ebru TV“ das erste deutsch-englischsprachige Programm auf Sendung.

Es gehört zur World Media Group AG mit Sitz in Offenbach. Seit 2004 residiert das Unternehmen in einem ehemaligen „Polaroid“-Gebäude und bündelt dort die europäischen Medien-Aktivitäten der Bewegung. Unter dem Dach der AG arbeiten neben Ebru TV weitere drei Unternehmen, unter anderem der türkischsprachige Erfolgssender „Samanyolu“.

unverantwortlich die frauenfeindliche und totalitäre Scharia verharmlosend, von: Günther Lachmann: Islam-Bewegung breitet sich in Deutschland aus

in: WELT 21.05.2011

http://www.welt.de/politik/ausland/article13384879/Islam-Bewegung-breitet-sich-in-Deutschland-aus.html

GÜLEN INSPIRED SCHOOLS (USA)

http://gulenschools.org/

THE GÜLEN INSTITUTE (Houston, Texas, USA)

http://www.guleninstitute.org/

[2] Das Forum für Interkulturellen Dialog e.V. ist deutschlandweit der einzige Verein, dem Fethullah Gülen als Ehrenvorsitzender vorsteht. Daher sieht es der FID e.V. auch als seine besondere Aufgabe an, das Islam-Verständnis des Fethullah Gülen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Fethullah Gülen hat sich mit seinen Äußerungen über die Gleichstellung von Mann und Frau auch hierzulande große Sympathie und Wertschätzung erworben. Seine Auffassung von der Vereinbarkeit von Islam und Demokratie, sein Postulat der Toleranz gegenüber allen Weltreligionen, seine strikte Ablehnung von Gewaltanwendung gegenüber Menschen haben ihm Beliebtheit und Vertrauen verschafft.

http://www.dialog-berlin.de/Fethullah-G%C3%BClen/

Forum für interkulturellen Dialog (FIDEV), Ehrenvorsitzender: Fethullah Gülen

http://www.fidev.org/front_content.php?idcat=124

Interkultureller Dialog e.V. [IKULT] sieht eine besondere Aufgabe an, das Islam-Verständnis des Fethullah Gülen in die Öffentlichkeit zu tragen.

http://www.ikult.com/index.php/de/fethullah-guelen/

Das Kalifat herbeiplappern! Mehr Apartheid, aber ganz dialogisch bitte:

„Einer seiner bedeutendsten Seelenverwandten in der Moderne ist zweifelsohne der türkische Gelehrte Fethullah Gülen. Gülen ist ein perfekter Zeitgenosse für Rumis Ideen, der für ihn eine große Stimme des Friedens ist, eine Figur der Toleranz und des Dialoges. Mit sozialem Engagement und moralischen Werten ist die Bewegung um Fethullah Gülen in Hinsicht auf Huntingtons Theorie und dem Kampf der Kulturen eine der wenigen wertvollen sozialen und intellektuellen Initiativen der muslimischen Welt, die Berührungen zwischen dem Orient und Okzident suchen. Das sollte als Chance für eine friedliche Zukunft verstanden werden.

Fethullah Gülen war der erste Vertreter der muslimische Welt, der sich nach dem 11. September 2001 vehement gegen den Terror aussprach, die Anschläge scharf verurteilte und sie als schweren Schlag gegen den Weltfrieden bezeichnete. Seit jeher bemüht er sich um ein Klima für Einigung und Toleranz, um die Menschheit auf ein Jahrhundert vorzubereiten, in dem die Kulturen miteinander kooperieren. Er motiviert zum Dialog und befürwortet eine Kultur der universellen menschlichen Werte, denn die Menschen haben viel mehr Gemeinsamkeiten als sie denken.

Durch die Inspiration aus Gülens Werken und seinen Leitgedanken für Toleranz und Dialog leisten viele Menschen einen ehrenamtlichen Beitrag für eine friedlichere und humanere Welt. Menschen sollten sich zur friedlichen Koexistenz bemühen. Das kann nur gelingen, wenn die Unterschiede zwischen den Menschen als wertvoller Teil unserer Existenz akzeptiert werden und ein aufrichtiger Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft stattfindet.“

IDIZ e. V., Interkulturelles Dialogzentrum

„In seinen Vorträgen und Schriften spornt Gülen sein Publikum an, ein Gleichgewicht zwischen materiellen und spirituellen Werten herzustellen und auf diese Weise nach der Wahrheit zu suchen. Nur so können sich die Menschen Gelassenheit bewahren und wahre Glückseligkeit erlangen. Gülen war und ist stets darum bemüht, die positiven Wissenschaften mit der Religion zu versöhnen, die Differenzen zwischen diesen beiden Polen zu beseitigen und die Philosophien des Ostens und des Westens einander näher zu bringen.“

http://www.idizev.com/index.php?option=com_k2&view=item&id=77:wer-ist-fethullah-g%C3%BClen&Itemid=89

IDIZEM, Interkulturelles Dialogzentrum e. V.

http://www.idizem.de/index.php/philosophie

Die Nymphenburger Gespräche sind ein von IDIZEM initiiertes Gemeinschaftsprojekt mit Pax Christi München und Freising, der Stelle für interkulturelle Arbeit der LHSt. München, der Evangelischen Stadtakademie München, dem Lehrstuhl für Religionspädagogik der LMU und der Gesellschaft Freunde Abrahams e.V.

Ziel der Nymphenburger Gespräche ist es, als Impulsgeber für die Multiplikatoren des interkulturellen und interreligiösen Dialogs zu dienen. Dazu tragen Symposien, Seminare, Podiumsdiskussionen, Veröffentlichungen und Stellungnahmen bei. Die Schirmherrschaft über die Nymphenburger Gespräche hat dankenswerterweise S.K.H. Herzog Franz von Bayern übernommen. Herzog Franz steht über den politischen und religiösen Gruppen und fördert seit vielen Jahren Projekte, die dem Austausch und dem Dialog dienen.“

http://www.idizem.de/index.php/nymphenburg

Süddialog

http://www.sueddialog.com/

Ganz viel sowohl als auch! Sowohl weise als auch westlich, du unerleuchteter Westler! Schlussendlich Kalifat weltweit, aber bis dahin immer sanft dialogisch. Wer aufmuckt, provoziert Terorangriffe und wünscht nichts anderes als „Kämpfe gegeneinander“:

„Die Vereinsarbeit des Süddialog e.V. fußt sowohl auf den Ideen des in den USA ansässigen muslimischen Gelehrten und Intellektuellen Fethullah Gülen als auch auf den für westliche Gesellschaften verbindlichen Werten und Idealen. … Fethullah Gülen zählt mit seinem Einsatz für den interreligiösen und für den interkulturellen Dialog, für die Wissenschaften, für die Demokratie, gegen Gewalt und gegen den Missbrauch der Religionen für politische Ideologien zu den einflussreichsten zeitgenössischen türkisch-muslimischen Gelehrten. Er ist Prediger, Philosoph, Gelehrter, Autor, Dichter und Pädagoge in einer Person. Mit seinem Wirken fördert er die Zusammenarbeit der Völker für eine friedliche Welt und nicht deren Kämpfe gegeneinander.“

http://www.sueddialog.com/projekte/noah-fest.html

[3] FID-Beirat: Rita Süssmuth. Stadtplaner und FID-Vorstandsvorsitzender Ercan Karakoyun (* 1980 in Schwerte) schreibt für die auflagenstärkste türkische, dabei absolut Gülen-treue Zeitung Zaman.

http://www.dialog-berlin.de/Beirat/

2003 initiierte Rita Süssmuth mit Barbara John und Marieluise Beck den Aufruf wider eine Lex Kopftuch („Religiöse Vielfalt statt Zwangsemanzipation!“). Ihn unterschrieben Sylvia Löhrmann, Ursula Boos-Nünning und Birgit Rommelspacher.

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/konfliktstoff-kopftuch/63284/offener-brief-position

[4] İmamın Ordusu, The Army of the Imam, Die Armee des Imam.

In dem noch unveröffentlichten Buchmanuskript mit dem Titel „Die Armee des Imams“ geht es um den Einfluss der Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen auf die türkischen Sicherheitskräfte. … Am 31. März 2011 wurde eine Kopie des Entwurfs „Die Armee des Imam“ unter dem Titel ″Wer berührt, verbrennt″ (tr: dokunan yanar) ins Internet gestellt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmet_%C5%9E%C4%B1k

Ahmet Şık und Nedim Şener, Journalisten der Internetzeitung Oda TV, sowie weitere ihrer Kollegen wurden am 3. März vergangenen Jahres festgenommen. Im Rahmen der Ermittlungen wurde das Manuskript „Imamin Ordusu“ (dt. Die Armee des Imam) von Ahmet Sik beschlagnahmt. In diesem Buch wird behauptet, die türkische Polizei sei von der Gemeinde des islamischen Gelehrten Fethullah Gülen unterwandert worden. Viele Oppositionelle sind der Ansicht, die Journalisten seien allein aufgrund dieses Buches verhaftet worden.

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/03/442675/endlich-frei-tuerkische-journalisten-ahmet-sik-und-nedim-sener-aus-der-haft-entlassen/

Sik wurde am 3. März festgenommen, zeitgleich mit seinem Kollegen Nedim Sener. Beide arbeiten bei einer Zeitung aus dem Dogan Konzern, Sik bei der linksliberalen „Radikal“, Sener bei dem intellektuellen Traditionsblatt „Milliyet“. Berühmt geworden sind beide aber eher durch ihre Bücher.

Durch ihre Enthüllungen wurden sie zu Ikonen des investigativen Journalismus der Türkei, vielfach ausgezeichnet im In- und Ausland. Entsprechend groß war der Schock, als beide im Morgengrauen des 3. März in ihren Privatwohnungen verhaftet wurden. Die Polizei stellte die Räume auf den Kopf, beschlagnahmte Computer, CDs und die gesamten Archive. …

Ahmet Sik hatte bei seiner Verhaftung die Arbeit an einem neuen Buch, das im Mai publiziert werden sollte, fast abgeschlossen. Das Manuskript birgt Sprengkraft. Das Buch heißt „Imamin Ordusu“, zu Deutsch „Die Armee des Imam“. Es beschreibt sehr detailliert, wie Anhänger des islamischen Geistlichen Fethullah Gülen, die derzeit mit Abstand einflussreichste islamische Bruderschaft der Türkei, seit Mitte der achtziger Jahre systematisch die Polizei unterwandert haben. Die Gülen-Bewegung ist im Ausland, auch in Deutschland, vor allem durch ihre Schulen bekannt. Fethullah Gülen selbst lebt seit einem Prozess in den neunziger Jahren in den USA im Exil. In Interviews präsentiert er sich als altersweiser, toleranter Islamgelehrter.

„Ahmet Sik hat dagegen herausgefunden“, sagt Fikret Ilkiz, „dass bereits 80 Prozent des türkischen Polizeiapparates zur Gülen-Bewegung gehören.“ Ob der Wert wirklich so hoch ist, mag dahingestellt sein. Fakt ist, dass Kritiker der Bruderschaft derzeit gefährlich leben. Der letzte Enthüllungsautor, der ein Buch über die Gülen-Bewegung, schrieb, heißt Hanefi Avci. Er war früher ein hochrangiger Polizeioffizier und ist selbst einstiger Sympathisant von Gülen. Avci hatte im vergangenen Herbst ein spektakuläres Aussteigerbuch veröffentlicht, das sich bis heute fast eine Million Mal verkaufte. Doch Avci kann den Erfolg nicht genießen. Er sitzt bereits seit November im Gefängnis, angeblich als Unterstützer einer linksradikalen Terrororganisation.

Auch Nedim Sener scheint der Bruderschaft lästig geworden zu sein. Zumal seine Arbeiten Ähnlichkeit mit denen von Ahmet Sik haben. Seners letztes Buch beschäftigt sich mit den Lügen des Sicherheitsapparats zum Hintergrund des Mordes an dem prominenten armenischen Journalisten Hrant Dink vor vier Jahren. Neben Armeeleuten sind offenbar auch viele hohe Polizeioffiziere, die mit Gülen sympathisieren, darin verwickelt. …

Der Besitz des unveröffentlichten Manuskripts wurde unter Strafe gestellt. Hunderte Polizisten suchen seitdem nach Kopien.

Die Kanzlei von Fikret Ilkiz wurde durchwühlt, der Verlag von Ahmet Sik auf den Kopf gestellt, und die Redaktion von „Radikal“, Siks Zeitung, gefilzt. Trotzdem konnte die Staatsmacht nicht verhindern, dass die „Armee des Imam“ am vergangenen Donnerstag komplett im Netz auftauchte. Bereits am ersten Tag wurde das Manuskript über hunderttausend Mal heruntergeladen. Am folgenden Tag fand auf dem zentralen Istanbuler Taksim-Platz eine öffentliche Lesung des Buchs statt, Hunderte Freunde und Unterstützer der Journalisten waren gekommen.

aus: Jürgen Gottschlich: Die unheimliche Macht des Imam

in: Der Spiegel 05.04.2011

http://www.spiegel.de/politik/ausland/guelen-bewegung-in-der-tuerkei-die-unheimliche-macht-des-imam-a-754909.html

Der Polizeistaat Türkei hat freilich allen Grund, Publizität über die Gülen-Bewegung zu begrenzen. Es handelt sich hier um eine weltweit agierende Sekte islamistischer Chauvinisten, die im Geheimen Welteroberungspläne verbreiten. Diese Bewegung, schreibt Necla Kelek, betont die Überlegenheit des Islam gegenüber jeder anderen Religion, sie ist in Japan, in Russland, in ganz Westeuropa und in der Türkei aktiv; sie verfügt über Universitäten, Fernsehsender, eine Bank, Versicherungen, Zeitungen, einen Unternehmerverband und Gewerkschaften.

Fethullahci, wie sich Gülens Anhänger nennen, haben inzwischen Positionen bis in höchste türkische Regierungskreise… Die Sekte hat die Struktur eines Konzerns und ist absolut despotisch… Gülens Gefolgsleute sind die intellektuellen Vordenker der AKP.

aus: Detlef Kleinert: Türkei: Der Vormarsch der islamistischen Chauvinisten

in: Die Presse 30.04.2011

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/654304/Tuerkei_Der-Vormarsch-der-islamistischen-Chauvinisten

[5] In der Türkei ist Atheismus eine Volksbeleidigung und mit Gefängnis zu bestrafen – so sieht es offenbar die Istanbuler Staatsanwaltschaft. Sie reagierte auf Anzeigen einer Imam-Vereinigung und diverser Privatpersonen gegen den Karikaturisten Bahadır Baruter und erhob Anklage gegen ihn wegen einer Zeichnung, die – nach Auffassung der Staatsanwaltschaft – „die religiösen Gefühle eines Teiles des Volkes verletzt“. …

Baruter hatte in der Satire-Zeitschrift „Penguen“ eine Karikatur veröffentlicht, auf der ein Vorbeter in einer Moschee mit einigen Gläubigen zu sehen ist.

Einer der Männer telefoniert gerade mit dem lieben Gott, den er mit der überkonfessionellen Bezeichnung „Tanrı“ anredet, nicht „Allah“: „Kann ich den letzten Teil des Gebets weglassen, ich habe auch noch andere Dinge zu erledigen… Vielen Dank mein Gott! Schönen guten Tag noch…“

In den Arabesken, die die Wand der Moschee zieren, hat der Zeichner folgende Botschaft versteckt: „Allah yok, Din yalan“ – Es gibt keinen Gott, Religion ist Lüge.“ …

Das hatte wütende, aber offenbar nicht ganz unorganisierte Reaktionen „aus der Bevölkerung“ zur Folge, sowie heftige Diskussionen im Internet und in den Medien.

aus: Boris Kalnoky: Karikaturist nach blasphemischer Zeichnung angeklagt

in: WELT 30.09.2011

http://www.welt.de/politik/ausland/article13635126/Karikaturist-nach-blasphemischer-Zeichnung-angeklagt.html

Bahadır Baruter, Homepage des Karikaturisten

http://www.baruter.com/

[6] Link zu Shahin Najafis Lied. Shahin Najafi & Majid Kazemi – “Ay Naghi!” with English text

http://www.youtube.com/watch?v=4rDXhjIN030

Hier nach der englischen Übersetzung von Azadeh Azad:

„Naqi, ich schwöre dir … bei den Schariagesetzen im Operationssaal für Nasenkorrekturen … bei der Ehre der zwielichtigen Hintermänner … Wie war noch mal der Name der Führer der Grünen Revolution? … Hey Naqi, jetzt, wo der Verborgene Imam schläft, rufen wir dich an, hey Naqi … erstehe auf!“ Naqi, I swear to you … On Sharia law course in the nose operation room … On the honour of dubious shady men … So what was the name of the Green Movement’s leader? … Hey Naqi, now that Hidden Mahdi is asleep, we call for you, hey Naqi … Resurrect!

http://www.iranian.com/main/blog/azadeh-azad/shahin-najafis-naqi-translation-its-lyrics

Eine weitere Übersetzung bringt uns Lover of Iran (10.05.2012) mit nützlichen Erklärungen

Naghi, I swear on your sense of humor … On the teaching of jurisprudence in the room where nose jobs are given … Naghi, I swear on love and Viagra / On raised legs and chakras / On sangak bread and chicken and meat and fish / On silicon chests and striped virginity … O Naghi, now that the Hidden Imam is asleep, we call upon you, O Naghi / Appear!“

http://www.iranian.com/main/blog/lover-iran/shahin-najafis-naghi-translation-and-discussion

“Ai Naqī!”, Text auf Persisch

http://imamnaghi.wordpress.com/2012/05/09/%D8%B4%D8%A7%D9%87%DB%8C%D9%86-%D9%86%D8%AC%D9%81%DB%8C-%D8%A2%DB%8C-%D8%A7%D9%85%D8%A7%D9%85-%D9%86%D9%82%DB%8C/

ʿAlī al-Hādī, auch bekannt als ʿAlī an-Naqī (* 828 in Medina; † 868 in Samarra im heutigen Irak) war der zehnte der Zwölf Imame und somit Nachkomme des Propheten Mohammed.

http://en.wikipedia.org/wiki/Ali_al-Hadi

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE), Presseerklärung vom 10.05.2012 zur Fatwa gegen Musiker Shahin Najafi

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2012/05/12/292/

[7] The Islamic Shari’ah contains rules of all past events, current problems and all possible incidents that may happen. Nothing has happened in the past or is happening at present or will happen in the future except that each and every one of those things has a ruling from the Islamic Shari’ah. The Islamic Shari’ah encompasses all actions of man, completely and comprehensively, at every time and place.

aus: Abu Ismael: Who is al-Hakim (The Legislator)?

in: Islamic Revival 05.12.2005

http://islamicsystem.blogspot.de/2005/12/who-is-al-hakim-legislator.html

Shaker Assem von der österreichischen Vertretung der in Deutschland verbotenen, transnationalen Kalifatsbewegung Hizb ut-Tahrir (Ḥizb at-taḥrīr, wörtl. Partei der Befreiung)

Die heutigen Staaten sind säkulare Systeme, in denen man auf die Verfassungen schwören muss, um für das Parlament kandidieren zu können. Damit können wir uns nicht identifizieren, weil diese Verfassungen dem Islam widersprechen. Deshalb können wir an solchen Wahlen, bei denen nur Parteien antreten dürfen, die das säkulare Spiel mitspielen, nicht teilnehmen. Wir lehnen das ab.

Wir sagen offen, dass die westlichen Verfassungen nicht die unsrigen sind. Wobei wir aber in westlichen Ländern – so auch in Österreich – keine Veränderung anstreben: Österreich ist nicht Teil der islamischen Welt. Hier, in Europa, wollen wir den Muslimen ihre islamische Identität bewahren und sie davon überzeugen, sich für einen islamischen Staat in den islamischen Ländern – etwa in der Türkei – einzusetzen.

Antworten an Corinna Milborn von: Shaker Assem; in: news.at 24.01.2011

http://www.news.at/articles/1103/11/287001/gegen-demokratie-scharia-das-news-interview-islamisten

[8] Sahih Muslim, Kapitel: 17, Nummer: 4194

Stoning is a duty laid down in Allah’s Book for married men and women who commit adultery when proof is established, or it there is pregnancy, or a confession.

Kapitel: 17, Nummer: 4192

(When) a married man (commits adultery) with a married woman, and an unmarried male with an unmarried woman, then in case of married (persons) there is (a punishment) of one hundred lashes and then stoning (to death). And in case of unmarried persons, (the punishment) is one hundred lashes and exile for one year.

http://www.alhamdulillah.net/modules.php?op=modload&name=Hadith-Muslim&file=index&action=viewcat&cat=17&page=2

[9] On Thursday, the 32-year-old civil servant from Dharmasraya in West Sumatra was been sent to prison for two and half years and ordered to pay a fine of around $10,000. Judges found him guilty of inciting hatred towards religion with his postings on Facebook, which were mostly about Prophet Mohammad. …

In the 1960s an estimated one million members of a growing communist party were killed by the military and Muslim youth groups. One of the main reasons the youngsters turned into killers was because of a strong propaganda campaign that portrayed communists as non-believers, even as devils.

Until this day, atheism and communism are practically synonymous in Indonesia. …

Since the fall of the authoritarian regime of former president Suharto in 1998, thousands have been killed during religious conflicts. In recent years, attacks on churches and religious minorities have multiplied.

“Indonesians are still a very tolerant people,” Endy Bayuni, the chief editor of the Jakarta Post, told Aljazeera in response to Aan’s verdict.

“But we are also tolerating the intolerant.”

That is exactly what is happening. I am writing this blog from a town in West Java where the local government has decided to implement Sharia laws that contradict national laws.

When I asked the mayor why the laws where needed he said: “I was fed up with the protests of radical groups every week at my office.”

The judges in West Sumatra have felt similar pressures. Radical groups had threatened to behead Aan and become violent if the verdict was not strong enough.

aus: Step Vaessen: In Indonesia, jailed for non-believing

in: alJazeera

http://blogs.aljazeera.com/blog/asia/indonesia-jailed-non-believing

Celstraf voor ongelovige Indonesiër

JAKARTA (ANP) – In Indonesië is een 32-jarige man veroordeeld tot 2,5 jaar gevangenisstraf omdat hij op Facebook had gezegd dat hij atheïst is. Een rechtbank op het eiland Sumatra vond dat hij zich daarmee schuldig had gemaakt aan godslastering. Hij beledigde de profeet Mohammed, vond de rechter. Dat meldde de Indonesische krant Jakarta Post vrijdag.

De man heeft zich bij het vonnis van de rechter neergelegd en zijn excuses aangeboden. ,,Geloof is een persoonlijke zaak en ik heb excuses aangeboden aan alle betrokkenen, inclusief mijn familie“, zo wordt hij in de krant geciteerd.

Hij is volgens de krant vermoedelijk de eerste persoon in het Zuid-Aziatische land die de gevangenis in moet omdat hij geen religie heeft.

in: Elsevier (Niederlande) 15.06.2012

http://www.elsevier.nl/web/Artikel/341430/Celstraf-voor-ongelovige-Indonesieumlr.htm

Alex Aan … after posting „God doesn’t exist“ on Facebook, the soft-spoken civil servant, 30, faces up to 11 years in jail for what is considered blasphemy in Indonesia.

His case has stoked a debate in the world’s most populous Muslim nation, whose 240 million citizens are technically guaranteed freedom of religion but protected by law only if they believe in one of six credos: Islam, Catholicism, Protestantism, Buddhism, Confucianism and Hinduism. Those who question any of those face five years in prison for „insulting a major religion“, plus an additional six years if they use the internet to spread such „blasphemy“ to others.

Activists say Aan’s is the first case in which an atheist is being tried in relation to the first pillar of Indonesia’s state philosophy – pancasila, which requires belief in one god. Aan … has been beaten by angry mobs, rejected by his community and endured public calls for his beheading. …

Authorities moved Aan from his local prison in west Sumatra’s capital, Padang, after he was badly beaten by a group of inmates who knew his case. …

According to Andreas Harsono, a local human rights activist, Aan’s case is just one of a growing number of examples of religious intolerance across Indonesia, ranging from harassment to mob and arson attacks against groups such as the Baha’i, Shia and Ahmadiyah Muslims – sometimes ending in death.

Last year, the local Setara Institute for Democracy and Peace recorded 244 acts of violence against religious minorities – nearly double the 2007 figure.

Activists argue that the country is increasingly influenced politically and financially by conservative Wahhabi clerics from the Middle East, particularly Saudi Arabia, who help to incite intolerance in Indonesia. But the country’s discriminatory laws – ranging from vaguely worded decrees against proselytising to requirements to state one’s religion on one’s national identity card – as well as the increasing number of Muslim hardliners who have taken the law into their own hands, are also to blame, Harsono says.

„Victims keep getting longer prison terms and perpetrators less, while the human rights we set in place 10 years ago are becoming unravelled,“ he says. „We’re seeing a motion to ban mini-skirts in government buildings whereas [before] it was OK. Beauty queen contests were OK’d in the 1970s but have been banned in some provinces, while Valentine’s Day celebrations were given the green light 30 years ago but this year were banned in Aceh.

„The situation is getting crazy,“ Harsono continues. „We used to discuss these issues. Now there is no discussion. The discourse today is ‚This is un-Islamic and immoral‘.“

Indonesia’s Christians have suffered most, perhaps. The Indonesian Communion of Churches says about 80 churches have been closed each year since President Susilo Bambang Yudhoyono took power in 2004, and an additional 1,000 congregations have faced harassment.

For many of those who consider themselves defenders of Islamic culture, such as the Padang clan chief, Zainuddin Datuk Rajo Lenggang, religious minorities like Aan pose a serious threat to Indonesia’s national identity – and atheists are particularly risky.

„If you are not a religious person, you might be dangerous to others, behaving without control and doing anything you like,“ Lenggang says. „Religion brings order. You cannot be an individualist.“ …

„My son is not an atheist,“ says his mother, Nuraina, through tears. „Since his childhood, he has always been diligent, always praying in the mosque, five times a day.“

Aan, who has the support of the US-based Atheist Alliance International and Council of ex-Muslims of Britain, says he knew from an early age that he was an atheist … : „My family would ask me my thoughts but I knew my answers would cause problems, so I kept quiet.“

aus: Kate Hodal: Indonesia’s atheists face battle for religious freedom

in: guardian.co.uk 03.05.2012

http://www.guardian.co.uk/world/2012/may/03/indonesia-atheists-religious-freedom-aan

[10] Recht (haqq) ist im Islam praktischerweise identisch mit Wahrheit (auch haqq), andere Menschenrechte würden Allahs Recht schmälern und sind daher islamisch unwahr! Scharia-Finanzfachmann Saiful Azhar Rosly arbeitet am International Center for Education in Islamic Finance (INCEIF), Kuala Lumpur, Malaysia:

The concept of right in Islam lies in the definition of huquq, pl. of haqq. The word haqq meaning “something right, true, just, real”; haqq in its primary meaning is one of the names of Allah (s.w.t), and it occurs often in the Qur’an in this sense, as the opposite of batil (vain, false, unreal). A further meaning of haqq is “claim” or “right,” as a legal obligation. Islamic law distinguishes the haqq into two kinds: one is the rights relating to God, and the second is right relating to individuals. The rights relating to God are the rights that relate to public interest. They are linked to God due to the seriousness of the rights and the comprehensiveness of their benefit. The rights relating to individuals are those which are related to individual interest. Therefore, pardon and compromise is not permissible in the rights relating to Allah while in the rights relating to individual it is permissible (Sanusi and Rosly, 2008).

Under Islamic jurisprudence, haqq is defined as “the exclusive power over something, or a demand addressed to another party which the Shariah has validated in order to realise a certain benefit.”

aus: Saiful Azhar Rosly: Shariah parameters reconsidered

http://arafiki.edublogs.org/files/2011/12/Shariah-parameters-zoys0q.pdf

Haqq is the Arabic word for truth. In Islamic context, it is also interpreted as right and reality. Al-Haqq, the truth, is one of the names of God in the Qur’an. It is often used to refer to God as the Ultimate Reality in Sufism.

http://en.wikipedia.org/wiki/Haqq

Allahs Wahrheit und die seiner Diener, Gottesrecht und Knechtrecht. Huquq Allah and Huquq Al-Ibadah

http://www.islamicity.com/forum/printer_friendly_posts.asp?TID=12916

Haqiqa is a difficult concept to translate. The book Islamic Philosophical Theology defines it as „what is real, genuine, authentic, what is true in and of itself by dint of metaphysical or cosmic status“, which is a valid definition but one that does not explain haqiqa’s role in Sufism. Haqiqa may be best defined as the knowledge that comes from communion with God, knowledge gained only after the tariqa is undertaken. For instance, a shaykh that has advanced through tariqa has haqiqa and can see into the lives of his disciples in a spiritual sense.

http://en.wikipedia.org/wiki/Haqiqa

Roughly translated, el haqq means “the truth” or “the certain reality”. The El-Haqq Islamic Resource Center is an information service oriented organization dedicated to spreading a clear, accurate picture of Islam and Muslims. It is our sincere intention to dispel any all misrepresentations of Islam and to assist those who seek to become a part of the global community of Muslims. This site is also a means whereby Muslims and non-Muslims can, inshaAllah (Allah willing), gain more insight into different aspects of Islam through various articles, multimedia, and forums. … El-Haqq is dedicated to being a voice for the voiceless and oppressed. Most of all we seek Allah’s pleasure in this endeavor.

http://www.salaam.co.uk/links/show_links.php?sub_cat_id_link=287&main_cat_id_link=156

[11] Auf in die proislamistische, interreligiöse Räte-Republik USA:

a new period of bridge-building … Councils of churches and synagogues gradually include mosques and temples, becoming interfaith councils. … Pluralism is a process of creating a society by acknowledging, rather than hiding, our deepest differences. … pluralism in America is clearly based on the common ground rules of the First Amendment to the Constitution: “no establishment” of religion and the “free exercise” of religion.

aus: Diana Eck: From Diversity to Pluralism

http://pluralism.org/pages/pluralism/essays/from_diversity_to_pluralism

http://pluralism.org/publications/new_religious_america/

Diana Eck im Bild

http://pluralism.org/img/about/Diana_Eck.jpg

Kunde ist König

http://pluralism.org/directory/index/?sort=state%252Ccity%252Ctitle&tradition=Islam

Vom Staatsbürger oder Mitbürger zum Religionsangehörigen bzw. Schariapflichtigen:

„Eine differenzierte Sichtweise auf die Vielfalt muslimischen Lebens ist die grundlegende Voraussetzung, um die Distanz zwischen den Kulturen zu verringern sowie das gegenseitige Verständnis, die Begegnung auf Augenhöhe und ein aktives Miteinander weiter zu entwickeln.

Die Ausstellung will eine Plattform bieten, um Brücken zwischen den Kulturen und Religionen zu bauen.“

aus: Islam und muslimisches Leben. Eine Ausstellung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts „Neue Brücken bauen … zwischen Generationen, Kulturen, Institutionen“ der Baden-Württemberg-Stiftung

http://www.lpb-bw.de/islam_muslimisches_leben.html

Mennoniten Schweiz. Gar keine Aufklärung über das repressive und frauenfeindliche Gefängnis der Scharia, dafür ganz viel Brückenbau:

20. Mai 2012 – Heute sind wir vielerorts mit Menschen islamischen Glaubens konfrontiert. Im Workshop «Menschen anderer Religionen Hände reichen» wurde die Frage diskutiert, wie wir als Christen einen besseren Zugang schaffen und Brücken bauen können.

http://www.merk2012.ch/index.php?id=70&L=3

Irans Propagandamaschine IRIB rattert interkulturell (segregierend und rechtsspaltend), auch auf Französisch:

Conférence de l’OCI: construire des Ponts, dialogue interculturel, identités et migrations

http://french.irib.ir/radioislam/art-a-culture/item/76364-conf%C3%A9rence-de-l%E2%80%99oci-construire-des-ponts-dialogue-interculturel-identit%C3%A9s-et-migrations

Ganz viel symbolischen und entsprechend ekstatischen Brückenbau betreibt man auch in Frankreich. SaphirNews im Februar 2012:

« Depuis deux ou trois ans, l’islamophobie est en augmentation chez les chrétiens », constate le Père Roucou. Un réflexe d’intolérance, favorisé par le climat délétère face à la deuxième religion de France. Si le dialogue interreligieux à vocation à créer des ponts pour enrayer ce genre de comportement, il pourrait être bénéfique des deux côtés. « Il y a aussi un travail à faire du côté des musulmans qui ont souvent une représentation erronée et négative des chrétiens. Une situation qui n’est pas favorisée par l’existence d’une littérature islamique, fondée sur des traductions, souvent très négatives vis-à-vis des chrétiens. Des responsables musulmans se sont d’ailleurs alarmés de cette situation. »

http://www.saphirnews.com/Le-dialogue-islamo-chretien-pour-dejouer-la-montee-du-radicalisme-religieux_a13845.html

Mohammed Colin, cofondateur du site Saphirnews et directeur de Salam News

http://www.salamnews.fr/Mohammed-Colin-cofondateur-du-site-Saphirnews-et-directeur-de-Salam-News_a35.html

http://www.salamnews.fr/A-propos_r9.html

SaphirNews-Mitgründer Mohammed Colin führte 2011 die französische Delegation ins Jamboree (Weltpfadfindertreffen der WOSM) nach Südschweden.

Jamboree en Suède, jusqu’au 4 août 2011 (Scouts et guides du monde). … Le chef de la délégation française rappelle le caractère écologique de ce grand rassemblement mondial du scoutisme.

http://www.rfi.fr/emission/20110731-1-mohammed-colin-cofondateur-site-sphirnews-directeur-salam-news

Mohammed Colin has made himself a bridge between the French and Muslim worlds. Colin’s father is a Roman Catholic Frenchman. His mother is the French-born daughter of Algerian parents who were harkis, Muslims who fought for France during Algeria’s war of independence …

The Muslim Scouts of France, a movement accredited by both the European and French Scout organizations, was founded by a Sufi master [Anm. Jacques Auvergne: d. i. Alâwiyya-Sufischeich Khaled Bentounes mit seiner proschariatischen Pfadikarawane Flamme der Hoffnung, La Flamme de l’Espoir] in 1991, when tensions were running high between Muslims and French and Arabic immigrants due to the first Gulf War. … The Muslim Scouts do everything prescribed by Robert Baden-Powell, the British founder of the Scout movement. [Anm. Auvergne: Nach Hidschab und Schariapflicht hat Scouting-Gründer BP gar nicht verlangt.]

To the sound of La Marseillaise beneath the Arc de Triomphe in Paris, the Muslim Scouts of France ended a Tour of France carrying a Flame of Hope. The Scouts and another youth group of secular Muslims, Mosaic, then launched a white paper to promote political awareness among young people.

aus: Chuck Sudetic: „The Future Is Open“

veröffentlich bei den: Open Society Foundations (i. e. George Soros)

http://www.soros.org/sites/default/files/future-is-open-20120501.pdf

Bei Soros findet sich zum Stichwort Islam schlimmste Desinformation. Keine Leseempfehlung.

http://www.soros.org/search?key=Islam

[12] Prof. Oebbecke hält die Einführung „theologisch kompetenter Beiräte“ aus Islam-Vertretern, wie sie der Wissenschaftsrat vorgeschlagen hat, für eine Möglichkeit. Die rechtliche und politische Diskussion dieses Modells stehe am Anfang, sagte der Experte. Nach seiner Einschätzung seien die Beiräte aber mit dem Religionsrecht vereinbar. Prof. Oebbecke hatte in Kooperation mit anderen einen Entwurf zur Gründung solcher Gremien an Hochschulen erarbeitet. Dabei geht es darum, welche Personen und Organisationen einem Beirat angehören könnten und nach welchen Regularien das Gremium über Hochschullehrer und Studieninhalte entscheiden sollte. …

Das Religionsrecht folgt dem System der „positiven Neutralität“, wie der Jurist erläuterte. Danach besteht keine Staatskirche, der Staat kooperiert aber mit religiösen Gemeinschaften auf den unterschiedlichsten Feldern. Eine Schwäche des Systems besteht laut Prof. Oebbecke darin, dass es eine möglichst überörtliche Organisation der Religionsgemeinschaften voraussetzt, damit der Staat einen einheitlichen Ansprechpartner hat. Im Falle der christlichen Kirchen sei das gegeben, im Islam nicht. Eine Lösung sieht der Experte daher im Modell des Beirats, der die Vielfalt des Islam abbilde und als Ansprechpartner dienen könne.

Der Juraprofessor beklagte, seit Jahren betonten alle politischen Kräfte, wie wichtig die Einführung eines Religionsunterrichts für muslimische Schüler sei. „Dennoch gibt es ihn bis heute nirgendwo in Deutschland.“ Neben rechtlichen bestünden auch politische Hindernisse. Die Anerkennung der muslimischen Verbände als Ansprechpartner sei bisher ebenso gescheitert wie der Versuch, den Religionsunterricht an einzelnen Moscheegemeinden auszurichten und lokal zu differenzieren. Wenig hilfreich sei auch das westliche „Unbehagen am Islam“ seit den Terroranschlägen vom September 2001, das alte wie neue Religionsgegner auf den Plan gerufen habe, sagte der Staatsrechtler.

aus: Unbehagen wenig hilfreich; in: Islamische Zeitung 26.01.2011

http://www.islamische-zeitung.de/?id=14244

Angela Merkel: Sarrazins Buch sei „diffamierend“ und „nicht hilfreich“, gelesen hatte die Bundeskanzelrin das Buch nicht.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/integrationsdebatte-merkel-hat-sarrazins-buch-nicht-gelesen-a-718236.html

Seibert: „Die Worte Sarrazins sind gar nicht hilfreich, um bei der Integration voranzukommen“. (in: Sabah Avrupa, ohne Datum)

http://www.sabah.de/de/scharfe-kritik-von-ozdemir-an-sarrazin.html

http://almanca.hukuki.net/scharfe-kritik-von-ozdemir-an-sarrazin.htm

[13] Berlin, März 2012 — Mehrere Dutzend Mitglieder des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan YXK [Anm.: gilt als der verbotenen Untergrundorganisation PKK nahe stehend] und des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin haben am Montag Abend in Berlin gegen eine Veranstaltung der in der Türkei einflussreichen Fethullah-Gülen-Gemeinde in der Berliner Humboldt-Universität demonstriert. Das Berliner Forum für interkulturellen Dialog, dessen Ehrenvorsitzender Fethullah Gülen ist, hatte zu einer Buchpräsentation einer Veröffentlichung über die Gülen-Bewegung mit der texanischen Soziologin Helen Rose Ebaugh eingeladen. Erwünscht zu der „öffentlichen“ Veranstaltung in der Bibliothek waren nur Gäste, die sich zuvor schriftlich mit Namen angemeldet hatten.

Im Aufruf zur Protestkundgebung mit dem Titel „Fethullah Gülen – ein (grauer) Wolf im Schafspelz“ erklärten die veranstaltenden Gruppen, dass die Gülen-Bewegung keineswegs für Dialog und Toleranz steht: Reißen wir Fethullah Gülen und seiner Bewegung die Maske vom Gesicht – Sie stehen für Kriegstreiberei, Repression, Ausgrenzung und Aufruf zum Massenmord in den kurdischen Provinzen der Türkei.“ Die Veranstalter der Protestaktion machten gleich zu Beginn der Kundgebung deutlich, dass sich ihr Protest nicht gegen die religiöse Überzeugung der Gülen-Anhänger richte, sondern allein gegen die politischen Machenschaften der Bewegung, die führende Positionen im türkischen Staatsapparat besetzt und ein enges Bündnis mit der Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Erdogan eingegangen ist. …

Ein Sprecher des Kurdistan-Solidaritätskomitees kündigte an, nach dieser wohl ersten öffentlichen Protestveranstaltung gegen die Gülen-Bewegung in Deutschland zukünftig verstärkt über die totalitären Ambitionen der Gülen-Gemeinde aufklären zu wollen. Im Anschluss an die Protestkundgebung begab sich ein Großteil der Teilnehmenden in das Deutsch-Mesopotamische Bildungszentrum. Dort findet zur Zeit ein zweitätiger Solidaritätshungerstreik mit mehreren Hundert kurdischen politischen Gefangenen in der Türkei statt, die sich seit Mitte Februar in einem unbefristeten Hungerstreik für ihre Rechte befinden. Zu den zentralen Forderung der Hungerstreikenden zählt die Freilassung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan und die Einleitung eines Dialoges für eine politische Lösung der kurdischen Frage. Allein innerhalb der letzten drei Jahre wurden über 10.000 kurdische Politikerinnen und Politiker und zivilgesellschaftliche Aktivisten fest- und 6300 von ihnen in Untersuchungshaft genommen, darunter allein sechs Abgeordnete und 17 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Für die Verhaftungen zuständig sind Sonderstaatsanwaltschaften und Polizeieinheiten, die von den Kadern der Gülen-Bewegung kontrolliert werden. In ihren auflagenstarken Medien wie der Tageszeitung Zaman rechtfertigt die Gülen-Bewegung die Verhaftungen und begleitet diese mit regelrechten Rufmordkampagnen.

aus: Kurdistan (Kurdisches Solidaritätskomitee)

http://kurdistan.blogsport.de/2012/03/20/protest-gegen-guelen-bewegung-in-berlin/

Im Internet wurde zum Protest gegen eine Buchvorstellung der US-Soziologin Ebaugh aufgerufen. Die Gruppe, die nicht mehr als 20 Teilnehmer umfasste, sieht Gülen als „Wolf im Schafspelz“.

Helen Rose Ebaugh hat die Bewegung des türkischen Islam-Gelehrten Fethullah Gülen untersucht und stellte ihre Forschungsarbeit am 19. März in der Bibliothek der Humboldt-Universtität in Berlin bei einer Veranstaltung des Forums für Interkulturellen Dialog e.V. vor. Gülen ist Ehrenvorsitzender des Vereins.

Quelle: Deutsch-Türkische Nachrichten 19.03.2012

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/03/449181/berlin-kurdische-gruppen-protestieren-gegen-guelen/

Zahlreiche Anhänger der PKK sind darüber hinaus in sogenannten Massenorganisationen organisiert, die jeweils bestimmte Berufs- und Interessensgruppen repräsentieren. Hervorzuheben sind die Jugendorganisation „Komalen Ciwan“ (sinngemäß „Gemeinschaft der Jugendlichen“), die „Kurdische Frauenbewegung in Europa“ (AKKH) und die Studentenorganisation „Verband der Studierenden“ (YXK), die besonders aktiv sind. Ebenfalls zu nennen sind die „Union der Journalisten Kurdistans“ (YRK), „Union der kurdischen Lehrer“ (YMK), „Union der Juristen Kurdistans“ (YHK), „Union der Schriftsteller Kurdistans“ (YNK), „Union kurdischer Familien“(YEK-MAL) sowie die Religionsgemeinschaften „Islamische Gemeinde Kurdistans“ (CIK), „Föderation der demokratischen Aleviten“ (FEDA), „Union der Aleviten aus Kurdistan“ (KAB), „Föderation der Yeziden Kurdistans“ (FKE) und „Union der Yeziden aus Kurdistan“ (YEK).

aus: Verfassungsschutzbericht 2010

http://www.verfassungsschutz.de/download/SHOW/vsbericht_2010.pdf

[14] Täuschen und Tarnen für die gute Sache der weiteren Islamisierung, aber nur mit dem Mogelgott und nur für Gottesfürchtige. Der alles hörende und allwissende Allah liebt nicht, dass du Boshaftes öffenlich erwähnst, es sei denn, dir wäre Übles widerfahren:

Quran 4:148 Allah does not like the public mention of evil except by one who has been wronged. And ever is Allah Hearing and Knowing.

http://quran.com/4/148

Der Unzüchtige etwa: „let him hide under Allah’s cover“ – vorher allerdings wurde er auf die grundsätzlich nachahmenswerte prophetische Anordnung hundertfach ausgepeitscht (and the Messenger ordered that he be whipped with it (a hundred times), Rechtssicherheit ist anders. Ein anderer Triebtäter erfuhr die Möglichkeit des himmlischen Vertuschens aus dem Mund des zweiten rechtgeleiteten Kalifen, ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb sprach: Allah had kept your secret, why did not you keep your secret? Nichtmuslime sind selbstredend bloßzustellen, die verlogene Ehrenrettung gilt nur für die Schariatreuen: he who covers a Muslim (meaning his mistakes and shortcomings).

aus: Shawana A. Aziz: Keeping Sins a Secret

in: As-Sunnah Islamic Newsletter Issue no 16, hier bei: AHYA.ORG – Authentic Islamic Resources and Information

http://www.ahya.org/amm/modules.php?name=Sections&op=viewarticle&artid=141

Whosoever covers (the sins of) a Muslim, Allah covers (his sins) on the Day of Judgment. (Reported by Bukhari)

http://sachiidosti.com/forum/islam-hadith-quran/9612-allah-cover-sin.html

he who covers up (the faults and sins) of a Muslim, Allah will cover up (his faults and sins) in this world and in the Hereafter

nach Sahih Muslim Book on Remembrence of Allah no. 4867, al-Tirmidhi Book on righteousness and upholding ties of kinship no. 1853

hier zitiert von ‚Abdul-‚Aziz ibn ‚Abdullah bin Baz, Großmufti des Königreichs Saudi-Arabien

http://www.alifta.com/Fatawa/FatawaChapters.aspx?View=Page&PageID=1200&PageNo=1&BookID=14

Das fromme Vertuschen ist begrenzt, Gegner des Propheten oder des Islam sind ja bereits dschizyabedingt kleinzumachen (feel themselves subdued, ṣaġirūn, saghiroon) und, sobald ertappt, oder bereits sozusagen prophylaktisch, unbedingt bloßzustellen. Allahgott trägt schließlich selbst den Beinamen Der Schandegeber oder Der Entehrer, al-Muḏill The Giver of Dishonour.

http://en.wikipedia.org/wiki/Names_of_God_in_Islam#List_of_99_Names_of_God_as_found_in_the_Qur.27an

Dschizya an die Herrenmenschen zahlen. Koran 9:29 and feel themselves utterly subdued; [fight] until they give the jizyah willingly while they are humbled. ṣaġirūn

ṣaġura / yaṣġuru

ṣaġira / yaṣġaru: klein sein, gering sein/werden, sich vermindern, abnehmen, jung sein, niedrig, unterwürfig, demütig sein

ṣaġara / yaṣġuru: jünger sein (bi als)

II: klein(er), gering(er) machen, verkleinern, verringern, als klein u. unansehnlich hinstellen, verächtlich machen, erniedrigen, die Diminuativform bilden

IV: verächtlich machen, als gering o. verächtlich betrachten, geringschätzen,

VI: klein, demütig werden, sich gering fühlen, sich verächtlich zeigen, kriecherisch sein

X: klein, gering finden, geringachten, wenig halten

ṣiġar: Kleinheit, Geringheit, Geringfügigkeit, Jugendlichkeit

ṣaġār: Geringheit, Unterwürfigkeit, Gefühl der Niedrigkeit

ṣaġīr pl. ṣiġār, ṣuġarāʾ: klein, gering, unbedeutend, unerheblich, winzig, niedrig, früh (Lebensalter), jung, jugendlich, minderjährig, Minderjähriger.

ʾaṣġar, f. ṣuġrā, pl.m. ʾaṣāġir, pl.f. ṣuġrayāt El.: kleiner, jünger, geringer,

ṣāġir: niedrig, verachtet, gedemütigt, kleinlaut, unterwürfig, untertan (li jm.). pl. ṣāġirūn

http://arabischdeutsch.wordpress.com/%E1%B9%A3ad/

Das Wort ṣāġirūn / saghirun im Koran (9:29)

until they pay the Jizya with willing submission, and feel themselves subdued. (Abdullah Yusuf Ali, 1872 – 1953)

until they pay the tribute readily, being brought low. ((Mohammed) Marmaduke Pickthall, 1875 – 1936)

until they pay the tax in acknowledgment of superiority and they are in a state of subjection. (Muhammad Habib Shakir, 1866 – 1939)

http://nlp.cs.nyu.edu/meyers/controversial-wikipedia-corpus/english-html/main/main_0195.html#The_Arabic_word_saghiroon

Frauenschwimmen. Swimming for women

Fatwa von Seiner Eminenz Scheich `Abdul-`Aziz ibn `Abdullah Al Al-Shaykh

Q: Some Summer centers offer swimming courses for women, but the officials in these centers do not pay any attention to women’s swimwear, which reveals their `Awrah (parts of the body that must be covered in public) in front of each another. Is swimming lawful for women? Is it permissible for them to learn swimming while wearing immodest clothing?

A: Women violating the limits of the Shari`ah (Islamic law) bring about affliction and corruption for them and others. If a woman is to learn swimming at her home, no one can prevent her, but if she is to go out of her home to the centers that teach swimming in clothes that do not cover the `Awrah, this is considered a violation of the Shari`ah. The guardians should fear Allah with regard to their daughters and should take care of this trust which Allah will ask them about. The spread of these swimming pools indicates that there is too much spare time; many girls do not get married because when suitors ask for them in marriage, they face many obstacles in most cases. So girls suffer from too much leisure and try to kill time by any means, such as going to the swimming pools. It is obligatory for every Muslim to fear Allah, protect the `Awrah of female Muslims, and take speedy action to close these swimming pools to ward off the evils that may result from them. This is because women going out, intermixing with others, uncovering their `Awrah in front of other women, and looking at their `Awrah is Haram (prohibited). It was related by Imam Muslim that Abu Sa`id Al-Khudry reported on the authority of his father (may Allah be pleased with them both) that the Messenger of Allah (peace be upon him) said: A man should not look at another man’s `Awrah and a woman should not look at another woman’s `Awrah. [*] It was also reported that the Prophet (peace be upon him) said to `Aly (may Allah be pleased with him): Do not uncover your thigh, and do not look at the thigh of a living or dead person. [**]

[*] Related by Muslim, no. 512, Book on menstruation, Chapter on forbiddance to see the private parts of someone else; Ahmad, no. 11173, rest of the section on the Hadiths narrated by the Companions who narrated a large number of Hadiths; and Al-Tirmidhy, no. 2717, Book on manners, Chapter on the dislike of a man seeing the private parts of another man, and a woman seeing the private parts of another woman.‘)

[**] Related by Abu Dawud, no. 2732, Book on funerals, Chapter on covering the deceased while washing them; and Ibn Majah, no. 1449, Book on funerals, Chapter on washing the dead. ‚Do not uncover your thigh, and do not look at the thigh of a living or dead person.‘

Abu Dawud no. 2732; Ibn Majah no. 1449

Königreich Saudi-Arabien

http://www.alifta.com/Fatawa/FatawaChapters.aspx?View=Page&PageID=49&PageNo=1&BookID=15

[15] Dialogisch fürs Neo-Christentum dem Koran entnommen: Der Eine Gott, Der Lebendige Gott sind Allahnamen, Dan. 6,27 (Er ist der lebendige Gott; er lebt in Ewigkeit) oder Matth. 16,16 (Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes) sollte uns Schariagegner über die demokratiegefährdende Jahwe-Jesus-Allah-Fusion nicht täuschen.

Allahname Nummer 66, Al-Wāḥid The One, The Unique kirchlich-proislamistisch inzwischen gerne Der Eine Gott; Allahname Nummer 62 Al-Ḥayy The Living chrislamisch, eher selten, Der Lebendige Gott.

http://en.wikipedia.org/wiki/Names_of_God_in_Islam#List_of_99_Names_of_God_as_found_in_the_Qur.27an

Der Glaube an den einen Gott als interreligiöse und politische Herausforderung … Komplementarität der Religionen (Reinhard Kirste)

http://www.rpi-virtuell.net/workspace/24686AD5-936C-476D-9EA0-65E2968590C8/eigene_publikationen/dialog%20-%20der%20eine%20gott.pdf

In a sermon on Sabbath Dec. 11, 2010, Dr. (Pastor) Dwight Nelson of Pioneer Memorial SDA Church told the world on air, 3ABN and via the Internet that: „Allah is the name of the LIVING GOD; ALLAH IS THE GOD OF THE UNIVERSE.“

http://omega77.tripod.com/allahisgod.htm

(…) der allmächtige Allah. Er ist es, der alles erschaffen hat. Er ist der Hüter aller Dinge. Ihm als Einzigem gehören die Himmel und die Erde und alles, was zwischen ihnen liegt. Es gibt keinen anderen Gott außer Ihm. Die Verse offenbaren, dass Allah, unser Herr, groß und erhaben ist:

… So ist Allah, euer Herr. Segensreich ist Allah, der Herr der Welten! Er ist der Lebendige. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Darum ruft Ihn an in aufrichtigem Glauben. Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten! (Sure 40:64-65 – Ghafir)

Es ist eine lebenslange Pflicht der Gläubigen, die Botschaft zu verbreiten, das heißt, allen Menschen von der Existenz und der Einheit Allahs zu berichten, sie zur wahren Religion zu rufen, ihnen darzulegen, was rechtens ist und das Falsche zu verbieten. … Muslime müssen die Existenz Allahs und Seine Eigenschaften in der Art und Weise beschreiben, wie Er selbst es im Quran offenbart hat:

Allah! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der da Fürsprache bei Ihm einlegte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen liegt.“ Doch sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. (Sure 2:255 – al-Baqara)

Eine weitere Anforderung an den Muslim, wenn er von der Existenz und Einheit Allahs spricht, ist eine freudevolle, leidenschaftliche, aufrichtige und tiefe Liebe zu Ihm.

Harun Yahya

http://harunyahya.de/de/Makaleler/4445/DER_NAME_UNSERES_HERRN_IST_ALLAH

This is another irrefutable proof for the existence of the One God.

Fethullah Gülen

http://en.fgulen.com/questions-and-answers/1114-does-god-exist

[16] Gülen-Verherrlicher Pim Valkenberg trägt den auch koranischen Einen Gott (the One God) von christlicher Seite an die gülensche Hizmet heran:

Among contemporary Muslims, Fethullah Gülen may be one of the most interesting partners for Christians engaged in dialogue with Islam. … This is a text of enormous importance for Christian-Muslim dialogue since it clearly states that the faithful of both religions adore the same One God and Creator who will judge us all. …

Islam’s Universal Call for Dialogue

In the third section, Gülen refers to the Qur’ān and its call to the People of the Book to come to common terms concerning the One God (Q. 3: 64). …

For Christians in the West, this could mean that they stress common points in dialogue with Muslims and stress differences in dialogue with Jews. In this sense, Fethullah Gülen’s insistence on love, altruism, compassion, forgiveness and tolerance as the pillars of dialogue may be an excellent starting point for dialogue among Muslims and Christians in the broader context of Abrahamic religions.

aus: Pim Valkenberg: Fethullah Gülen’s Contribution to Muslim-Christian Dialogue in the Context of Abrahamic Cooperation

http://www.fethullahgulen.org/privacy-policy/2138.html#95

http://bennettlawfirm.typepad.com/abraham_dialogue_society/

Pim Valkenberg (Wilhelmus Valkenberg) lässt sich biographisch so darstellen:

His research concentrates on Christian-Muslim dialogue in the context of Abrahamic partnership, both in the present and in the past. His publications include a dissertation on St. Thomas Aquinas (Words of the Living God, Leuven 2000), on Abrahamic dialogue in the Middle Ages (The Three Rings, Leuven 2005) and on interreligious dialogue (The Polemical Dialogue, Saarbrücken 1997) and its future (in Studies in Interreligious Dialogue 2004).

http://www.fethullahgulenconference.org/houston/proceedings/PValkenberg.pdf

Gülen’s Approach to Dialogue and Peace: Its Theoretical Background and Some Practical Perspectives. By Gurkan Celik and Pim Valkenberg.

Published by The International Journal of Diversity in Organizations, Communities and Nations (IJD)

http://ijd.cgpublisher.com/product/pub.29/prod.443

Gurkan Celik (Gürkan Çelik)

Mr. Celik has also contributed numerous articles to journals, and is (co-)author of several publications, including `Fethullah Gülen en de dialoog´ [Fethullah Gülen and the Dialogue], 2006; Voorlopers in de Vrede [Forerunners for Peace], 2005; Hizmetkar Liderlik [Servant Leadership], 2003; Stapsgewijs naar een Nieuwe Cultuur en Leiderschapsstijl [Step by Step Towards a New Culture and Leadership Style], 2002.

http://ijd.cgpublisher.com/product/pub.29/prod.443

Valkenberg

(ed., with Gürkan Çelik), Fethullah Gülen & de Vrijwilligersbeweging

(member of the editorial board of) Peaceful Coexistence: Fethullah Gülen’s Initiatives in the Contemporary World

Sharing Lights on the Way to God: Muslim-Christian Dialogue and Theology in the Context of Abrahamic Partnership

http://trs.cua.edu/faculty2/valkenberg/publications.cfm

This article aims to examining servant leadership using an empirical example with a coherent theoretical basis. It centres on Fethullah Gülen, the initiator of a worldwide Islamic social movement. Gülen is of Turkish origin but has lived in the United States since 1999 because of the repressive political atmosphere of Turkey and due to some personal health problems. Ali Bulac defines him as a harmonizing leader and an intellectual-scholar (ulama) focussing on social reforms and mentality change.

aus: Gurkan Celik & Yusuf Alan: Fethullah Gülen as a servant leader

http://www.fethullahgulenconference.org/dallas/proceedings/GCelik%26YAlan.pdf

Gurkan Çelik is the director of the Dialog Academy, a Rotterdam-based organization that coordinates, mobilizes, and employs national and international research contacts and networks and investigates the ongoing realignment of public, private, and civil society groups.

zu: Gurkan Çelik: The Gülen Movement: Building Social Cohesion Through Dialogue and Education

http://books.google.de/books/about/The_G%C3%BClen_Movement.html?id=74NNy-ypzO0C&redir_esc=y

Anna Lindh Foundation, Rotterdam, Kontaktperson: Gurkan Celik

http://www.euromedalex.org/fr/node/3817

07.10.2010 — Internationale Konferenz:

Mapping the Gülen Movement – A Multidimensional Approach

Book Signings

* Prof Dr Helen Rose Ebaugh (The Gülen Movement. A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam)

* Dr Pim Valkenberg (Fethullah Gülen & de Vrijwilligersbeweging)

* Dr Gürkan Çelik (The Gülen Movement: Building Social Cohesion through Dialogue and Education)

http://www.gulenconference.nl/gc2010/

Konferenzprogramm, neben den drei uns inzwischen bekannten Namen Ebaugh, Valkenberg, Çelik darf auch der proislamistische Multifunktionsträger John Esposito nicht fehlen:

Islam and Peacebuilding. Gülen Movement Initiatives. Prof Dr John L. Esposito & Dr Ihsan Yilmaz, 2010, Blue Dome

The Gülen Movement. A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam. Prof Dr Helen Rose Ebaugh, 2010, Springer

Fethullah Gülen & de Vrijwilligersbeweging (Dutch). Dr Pim Valkenberg & Dr Gürkan Çelik, 2010, Damon

Fethullah Gülen and the Volunteers Movement. Dr Gürkan Çelik, 2010, Eburon

The Gülen Movement, also called the Volunteers Movement, is rooted in the teachings of Muslim scholar M. Fethullah Gülen. Aus den Redebeiträgen:

Introductory Speech: The Gülen Movement’s origin, position and potential; Prof Dr Doğu Ergil, Ankara University, Turkey

Afternoon Speech: Organization and discipline: putting hizmet to work. Prof Dr Martin van Bruinessen, Utrecht University, The Netherlands

4. Financial Dimension: What keeps the wheels turning, and what is the source of all the money behind the Gülen-inspired projects? Prof Dr Helen Rose Ebaugh, University of Houston, Texas

5. Structural Dimension: How is the movement organized, and how does the movement mobilize its participants? Dr Muhammed Çetin, Rumi Forum, Washington, D.C.

7. Gender Dimension: Where in the movement are the women, and how does the movement view females and their role in the society? Prof Dr Maria Curtis, University of Houston-Clear Lake, Texas

6. Political Dimension — What is the movement’s position on politics, and the
nature of its political activism? Dr Ihsan Yilmaz, Fatih University [Istanbul], Turkey

Closing Speech: Reflection on the Presentations Prof Dr Paul Weller, University of Derby, United Kingdom

http://www.gulenconference.nl/gc2010/files/Invitation.pdf

İHSAN YILMAZ

Forschungsinteresse:

Islamic Politico-Legal Philosophy

Islam-State-Society-Law Relations (Turkey, Britain, Pakistan)

Islam-Turkish Politics

Islamism in International and Global Perspective

Islamic Movements (HT, MB, GM)

Islam & Media & Politics (Turkey)

Forschungsprojekte, Auswahl:

• Muslims and Peaceful Co-Existence, Diaalog Academie, Rotterdam, The Netherlands, Dec 2006-Nov 2007, Ana Yönetici Amount: 150.000 USD

• Muslim World in Transition Project, LMEI, SOAS, University of London and Dialogue Society, Nov 2006-Oct 2007, Ana Yönetici Amount: 200.000 USD

Veröffentlichungen, Auswahl:

„Proactive Collective Ijtihad: Pakistan Federal Shariat Court on Justice Equality and Human Rights“, Work in Progress, Apr. 2013, pp. 1-32

„Good Governance in Action: Pakistani Muslim Law on Human Rights and Gender-Equality „, European Journal of Economic and Political Studies (EJEPS), Vol. 4, No. 2, Dec. 2011, pp. 157-170

„Socio-Economic, Political and Theological Deprivations’ Role in the Radicalization of the British Muslim Youth: The Case of Hizb ut-Tahrir“, European Journal of Economic and Political Sciences (EJEPS), Vol. 2, No. 1, Apr. 2009, pp. 89-101

„Dynamic Legal Pluralism in England: The Challenge of Postmodern Muslim Legality to Legal Modernity“, Journal of Ethnic and Migration Studies, Vol. 28, No. 2, May. 2002

„Instrumentalist Use of Secular Law in Turkey and the Emergence of Unofficial Turkish Muslim Law“, The Middle East Journal, Vol. 56, No. 1, Mar. 2002

„Law as Chameleon: The Question of Incorporation of Muslim Personal Law into the English Law“, Journal of Muslim Minority Affairs, Vol. 21, No. 2, May. 2001

„Legal Pluralism in Turkey: Persistence of Muslim Laws“, International Journal of Turkish Studies, Vol. 7, No. 1&2, Apr. 2001, pp. 110-124

„Muslim Law in Britain, Reflections in the Socio-Legal Sphere and Differential Legal Treatment“, Journal of Muslim Minority Affairs, Vol. 20, No. 2, May. 2000

http://public.fatih.edu.tr/?cv,9309&language=EN

Die Fatih University (Istanbul) publiziert das European Journal of Economic and Political Studies (EJEPS). Dort wird eine angebliche doppelte Diffamierungskampagne gegen Fethullah Gülen analysiert. Resurrection of New Ottoman Empire, and Universal Caliphate

The theme of a resurrection of the Ottoman Empire or establishing a new Ottoman Empire and universal caliphate is also covered by many defamatory English articles. However, Aland Mitzell and Paul Williams are the leading figures in this theme.

Dogan Koc: Strategic Defamation of Fethullah Gulen: English vs. Turkish

http://ejeps.fatih.edu.tr/docs/articles/122.pdf

FM Davutoğlu praises Gülen’s contribution to education

Turkey’s Foreign Minister Ahmet Davutoğlu has praised Turkish Islamic scholar Fethullah Gülen’s support for educational activities in foreign countries, along with his efforts to inspire intercultural and interreligious dialogue. …

He described the participants as people taking to the road to disseminate love, peace and equality around the globe. “God bless the people who organize, assist and contribute to these activities, in particular Gülen, for his inspiration,” Davutoğlu said.

The 10th International Turkish Olympiads, which brings together hundreds of foreign students each year from Turkish schools established throughout the world, is preparing to offer glorious performances from 1,500 foreign students representing 135 countries this year.

Another event held as part of the Olympiads was a three-day-long exhibition of stalls showcasing the dress and cultural symbols of different cultures.

auch bei: Today’s Zaman Tuesday, 05.06.2012

http://en.fgulen.com/press-room/news/4185-todays-zaman-fm-davutoglu-praises-gulens-contribution-to-education

Die katholische Akademie in Stuttgart hat sich in den letzten Jahren einen Ruf erworben als Ort des konstruktiven und offenen Gesprächs mit Muslimen. Mit den beiden Vereinen „Süddialog“ und „Begegnungen“ fand jetzt zum ersten Mal eine gemeinsame Veranstaltung mit Vertretern der Gülen-Bewegung statt. Die Bewegung des türkischen, in den USA lebenden Intellektuellen Fethullah Gülen, ist nicht unumstritten, hat sich aber vor allem die Themen Bildung und Dialog auf die Fahnen geschrieben. …

In der ersten Drei-Religionen-Schule Deutschlands sollen die muslimischen Lehrerinnen Kopftuch tragen dürfen und der jüdische Theologe, der Religion unterrichtet, die Kippa. „Die Schule strahlt auf das Miteinander der Religionen in Osnabrück aus“, ist sich Winfried Verburg vom Bistum Osnabrück jetzt schon sicher. Sie wird ein Beitrag für die interreligiöse Öffnung der Gesellschaft sein.

aus: Claudia Mende: Für eine interkulturelle Öffnung

in: qantara 10.05.2012

http://de.qantara.de/Fuer-eine-interkulturelle-Oeffnung/19056c20045i0p20/index.html

Claudia Mende interviewt Said-Ramadan-Sohn Tariq Ramadan: „Es gibt kein islamisches System, nur islamische Prinzipien“, bei qantara 27.05.2009

http://de.qantara.de/Es-gibt-kein-islamisches-System-nur-islamische-Prinzipien/3963c4057i1p411/

Drei-Religionen-Schule (Osnabrück)

„Einen religiösen Mischmasch wird es nicht geben“, sagt die designierte Schulleiterin Birgit Jöring. Die Kinder sollten sich zunächst ihrer eigenen Wurzeln vergewissern, um dann zu erfahren, wo die Berührungspunkte mit den anderen Religionen liegen. Johannes, der Namenspatron der Schule, spiele zum Beispiel in jeder der drei Religionen eine Rolle. …

Während die Drei-Religionen-Schule sich von Jahrgang zu Jahrgang aufbaut, wird die alte Johannisschule auslaufen. Doch keiner der alten Lehrer möchte bei der neuen Schule mitmachen. „Wir unterstützen das öffentliche Schulsystem und sind grundsätzlich gegen private Träger“, sagt die kommissarische Schulleiterin Bielefeld.

aus: Gernot Knödler: Streit um Drei-Religionen-Schule

in: taz 14.06.2012

http://www.taz.de/GLAUBEN-/!95383/

Osnabrück. Im Schuljahr 2012/2013 startet das Bistum Osnabrück die bundesweit erste Drei-Religionen-Schule: Christliche, muslimische und jüdische Grundschüler werden dort gemeinsam lernen. Dafür soll die Johannisschule als katholische Bekenntnisschule in städtischer Trägerschaft in den nächsten drei Jahren auslaufen. Alle 13 Lehrer der Johannisschule lehnen die Drei-Religionen-Schule ab.

Die Johannisschule soll in den nächsten drei Jahren auslaufen. In dieser Zeit wird es beide Schulen parallel geben. Einen Wechsel lehnen die Pädagogen jedoch ab. Lieber lassen sie sich vom Land versetzen.

„Das ist für uns nicht Integration, sondern Exklusion“, sagt die kommissarische Schulleiterin Silvia Bielefeld zum Konzept des Bistums.

aus: Streit um Osnabrücker Drei-Religionen-Schule

in: noz 14.06.2012

http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/niedersachsen/64727645/streit-um-osnabruecker-drei-religionen-schule

[17] Narrated Abu Huraira (May Allah be pleased with him): Allah’s Apostle (peace be upon him) said, „Verily, Faith returns and goes back to Medina as a snake returns and goes back to its hole (when in danger).“ (Bukhari Volume 3, Book 30, Number 100)

http://www.irfi.org/articles/articles_1001_1050/makkah_and_madinah.htm

From Ibn Umar (ra) that the Prophet (sas) said: „Verily Islam started out strange and will return to being strange just as it started and it will shrink back to between the two Mosques like a snake retreating into its hole.“

http://www.islamtomorrow.com/khutubs/Salim_Morgan/No_Shame_Do_Whatever.htm

Faith will crawl back to the Madina like a snake crawls back to its hole.

http://answering-islam.org/Mna/frag1.1.html

I then tended towards the Salafi view a little later, assuming that Mecca and Medina (especially Medina) would always remain under the dominion of the correct sect (as per the Hadith about „faith returns to al-Medina like a snake returns to it’s hole“

http://www.interfaith.org/forum/sunni-vs-shia-5375-2.html

Wer ist ein Sahabi?

[Kriterium d] Die Äußerung einer muslimischen Vertrauensperson, dass er selbst ein Sahabi ist. Damit jedoch solch eine Äußerung gilt, muss diese Person spätestens im Jahre 110 der Hidschra (728 n. Chr.) verstorben sein. Denn der im Jahre 11 der Hidschra (632 n. Chr.) verstorbene Prophet berichtete kurz vor seinem Tod: „In hundert Jahren wird keiner der heute Lebenden mehr am Leben sein.” (Muslim, „Fadail al-sahaba”, 53) und dies bedeutet, dass die Generation der Sahaba im Jahre 110 der Hidschra (728 n. Chr.) zu Ende ging. Aufgrund dessen wurden diejenigen, die sich nach dieser Zeit als Sahabi ausgaben, nicht als solche anerkannt und der Lüge bezichtigt.

Dr. Mehmet Efendioğlu

http://islamischerverein.wordpress.com/2011/12/page/9/

Die Gefährten waren die glücklichen Menschen, welche den Propheten Muhammad (sav), das größte Geschenk und der größte Segen für die Menschheit, bewusst erlebten. … Die Gefährten versuchten, sein Licht im Spiegel ihres Gedächtnisses zu reflektieren, ein Licht, welches aus der Liebe und der Barmherzigkeit des Propheten entspringt.

http://www.derletzteprophet.info/die-gefahrten

http://islam-auf-deutsch.de/islamische-geschichte/81-die-prophetengefaehrten-al-sahaba/898-die-gefaehrten

[18] Türkei beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Unmenschliche / erniedrigende Behandlung: 243 Verurteilungen

Freiheit und Sichrheit: 554 Verurteilungen

Faires Verfahren: 729 Verurteilungen

Meinungsfreiheit: 207 Verurteilungen

Schutz des Eigentums: 611 Verurteilungen

Verurteilungen gesamt: 2.747

http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Gerichtshof_f%C3%BCr_Menschenrechte#Verurteilungsstatistik

[19] Islamophobie ist auch bei der Gülenbewegung ein beliebter Vorwurf gegen unbestechlich säkulare Menschenrechtsuniversalisten oder sonstige Gegner der Schariagesetze. Islamkritischer Widerspruch ist unerwünscht:

Gulen movement challenges Islamophobia, contributes to peace

http://www.fethullah-gulen.net/news/gulenmovement-islamophobia-peace/

The attacks of September 11, 2001 embody not only a physical hijacking of planes with the intention to kill thousands of innocent people, a concept forbidden in the Qur’an, but also represent a hijacking of Islam itself. As Fethullah Gulen, a prominent Muslim scholar and activist, stated “ A real Muslim, who understood Islam in every aspect, cannot be a terrorist. It is hard for a man to stay as a Muslim if he becomes involved in terror.” Now is not the time to draw lines in the sand and to qualify and quantify people by how they look or what religion they practice. To quote Jalal ad-Din Muhammad Rumi, famous poet and 13th-century Islamic Sufi philosopher, “Don’t hate me because I am you.” Xenophobia, Islamophobia and hate based on an ignorant “us versus them” mentality are of the past, of death and destruction. Now is the time to unify and to celebrate our common humanity in the face of those extremists who would destroy it and us.

INTERCULTURAL DIALOGUE INSTITUTE (IDI), Toronto, Canada

http://www.interculturaldialog.com/recent-news/

ebendort, Suchbegriff Gülen

http://www.interculturaldialog.com/?s=G%C3%BClen&task=search

[20] To further its pursuits of interreligious dialogue, the Gulen movement has created the Intercultural Dialogue Platform as a project of the movement’s Istanbul-based Writers and Journalists Foundation. The IDP has been particularly active in sponsoring and organizing “Abrahamic” dialogues with high-ranking representatives of Judaism, Christianity, and Islam. The Gülen movement also organizes associations for the promotion of interreligious activities at the local and regional level, such as the Cosmicus Foundation in the Netherlands, the Australian Intercultural Society in Melbourne, the Friede-Institut für Dialogue in Vienna, the Interfaith Dialog Center of Patterson, New Jersey, Houston’s Institute of Interfaith Dialog, and the Niagara Foundation of Chicago, and, here in southern California, the Pacifica Institute, all of which take independent initiatives toward promoting interreligious understanding and cooperation.

http://www.rumiforum.org/academic-papers/the-contribution-of-interfaith-dialogue-to-peace-building.html

http://www.thomasmichel.us/interfaith-dialogue.html

Fr. Thomas Michel was born in St. Louis, U.S.A., in 1941. He was ordained a Catholic priest of the Archdiocese of St. Louis in 1967. In 1969, he entered the Society of Jesus (Jesuits) in Yogyakarta, Indonesia. After studying Arabic and Islamic studies in Egypt and Lebanon, he completed his studies and received a doctorate in Islamic theology at the University of Chicago in the U.S.A. His doctoral thesis was directed by Professor Fazlur Rahman and entitled “Ibn Taymiyya’s Al-Jawab al-Sahih: A Muslim Theologian’s Critique of Christianity.” In 1978, after a year teaching at Columbia University in New York, he returned to Indonesia where he taught Islamic studies at the Catholic Faculty of Theology in Sanata Dharma University and Christian theology at Islamic theological institutes.

In 1981, Fr. Michel began work in the Vatican’s Pontifical Council for Interreligious Dialogue, where he became Head of the Office for relations with Muslims. …

He continues to teach in Indonesia, Malaysia and the Philippines. He is now living in Ankara, Turkey and has published extensively on modern Muslim thnkers such as Said Nursi and Fethullah Gülen. In 2008, he received the International Tschelebi Peace Prize from the Zentralinstitut-Islam-Archiv-Deutschland in Soest, Germany … In 2010, he was awarded the degree of Doctor of Theology by the Catholic Theological Union of Chicago, Illinois.

http://www.thomasmichel.us/biography.html

Fazlur Rahman

http://en.wikipedia.org/wiki/Fazlur_Rahman_Malik

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Fazl_ur_Rahman_Dr..jpg

M Yahya Birt: The Message of Fazlur Rahman (1996)

http://www.freerepublic.com/focus/fr/531762/posts

The most important and comprehensive concept for describing Islam as a function is the concept of the Shari’a or ‚Shar‘ … The correlate of Shari’a is Din, which literally means ’submission‘, ‚following‘. Whereas Shari’a is the ordaining of the Way and its proper subject is God, Din is the following of that Way and its subject is man. … From the very beginning, a definite practical intent was part of the concept of the Shari’a: it is The Way, ordained by God, wherein man is to conduct his life in order to realize the Divine Will. It is a practical concept having to do with conduct as such. But it includes all behaviour-spiritual, mental and physical. Thus it comprehends both faith and practice: assent to or belief in one God is part of the Shari’a just as are the religious duties of prayer and fasting, etc. Further, all legal and social transactions as well as all personal behaviour, is subsumed under the Shari’a as the comprehensive principle of the total way of life. But the problem is: how is the Shari’a to be known? …

the main reason seems to be that this law was looked upon as flowing necessarily from the principles of the Qur’an and the Sunna and was further consecrated by Ijma‘. The Ijma‘, as we have said in Chapter IV, was considered final, the ‚gate of ijtihad‘ ( original thinking) was closed and, therefore, no thinker, however bold, dared to touch it. …

the fact that law was regarded as immutable. But this argument can be pushed too far and would not hold good for the early, creative phase of Islamic law.

aus: Fazlur Rahman: Islam (Preliminary-Development of the Concept of Shari“a – The Traditionalist Reform: Ibn Taymi’ya – The Shari“a and the Law; i. e. Chapter VI from the book Islam [Anchor Book, 1968], pp. 117-137)

http://www.findthatdoc.com/search-4629650-hDOC/download-documents-f_rahman_shariah.doc.htm

[21] mit dem Zweck, Gott zu gefallen

http://de.fgulen.com/content/view/127/4/

Da jedoch Ikhlas, also die Reinheit der Absicht, eines der wichtigsten Konzepte in der Gülen-Bewegung ist, geht es ihren Ehrenamtlichen nur um die Anerkennung Gottes. „Ein Diener Gottes darf ausschließlich Seine Anerkennung und Sein Wohlgefallen anstreben. Das Herz dieses Dieners darf sich ausschließlich mit Ihm beschäftigen“.

http://de.fgulen.com/content/view/354/24/

Allen Schwierigkeiten zum Trotz, betrachten sie ihren ganzen Besitz als einen Gunstbeweis Gottes und geben ihn dahin auf dem Wege Gottes – allein um Seines Wohlgefallens willen und mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass sie anschließend schnell wieder vergessen, was sie Gutes getan haben. Diese Eigenschaft bleibt all jenen vorbehalten, die Gott sehr nahe stehen. Ihnen bereitet es eine weitaus größere Freude zu geben als zu nehmen.

http://de.fgulen.com/content/view/310/30/

wenn jemand fastet, ohne dass er dabei versucht, Gottes Wohlgefallen zu finden, wird er für sein Fasten nicht belohnt.

We have no other target than attaining the consent and pleasure of God.

aus: Fethullah Gülen: ‚I have no other goal than to please God‘

http://en.fgulen.com/press-room/news/3733-michele-brignone-oasis-fethullah-gulen-i-have-no-other-goal-than-to-please-god

[22] Islamisierung Belgiens. Dezember 2010, eine Gülen-Professur an der Katholischen Uni zu Leuven wird aufgebaut:

Belgium’s Catholic University of Leuven established a Fethullah Gulen chair in consistence with Mr. Gulen’s work. The university officials refer to the new chair as a “source of pleasure.” The chair also shows the importance of Fethullah Gulen’s contributions to intercultural coexistence efforts around the world.

The Fethullah Gulen Chair for Intercultural Studies was established with the efforts of the Brussels-based Intercultural Dialogue Platform (IDP), whose honorary chairman is M. Fethullah Gulen. An inauguration ceremony was held on Monday at the university. As part of an agreement signed between the IDP and the university, the chair will carry out academic research and organize conferences for five years.

Social and Cultural Anthropology Professor Johan Leman, who will be the chair holder, and university Rector Mark Waer expressed pleasure to host the chair. In a statement he released on the occasion of the establishment of the chair, Leman said that as an intellectual and spiritual leader, Fethullah Gulen has encouraged his Muslim fellows to take initiatives to build bridges, particularly between Islam and modernity, science and spirituality, and reason and faith. … IDP Chairman Şerafettin Pektaş told Today’s Zaman that they see the establishment of the chair as the extension of their 10 years of work in Brussels.

http://www.fethullah-gulen.org/news/catholicuniversity-leuven-gulenchair.html

das wird natürlich sogleich abgedruckt … im Gülen-eigenen Istanbuler Hausblatt. TODAY’S ZAMAN 09.12.2010: Catholic University of Leuven establishes Fethullah Gülen Chair

http://www.todayszaman.com/news-229163-catholic-university-of-leuven-establishes-fethullah-gulen-chair.html

Fethullah Gülen Chair for Intercultural Studies (GCIS)

07.12.2010

http://www.kuleuven.be/mecenaat/leerstoelen/sw/FetullahGulenChair_071210/index.html

Johan Leman (Aalbeke, 18 november 1946) is een pater dominicaan, professor in de sociale en culturele antropologie en in België vooral bekend als voormalig directeur van het Centrum voor Gelijkheid van Kansen en voor Racismebestrijding het CGKR. … Sinds 2011 is hij ook chair holder leerstoel GCIS (Fethullah Gülen Chair for Intercultural Studies) aan de KU Leuven. Hij is heden voorzitter van het Regionaal Integratiecentrum vzw Foyer in Sint-Jans-Molenbeek, waarvan hij directeur was van 1981 tot 1989.

http://nl.wikipedia.org/wiki/Johan_Leman

Johan Leman, KU Leuven

http://www.kuleuven.be/wieiswie/en/person/00003612

[23] Islam ist ein arabisches Wort und heißt Unterwerfung, Hingabe und Gehorsam. Als Religion steht Islam für völlige Unterwerfung unter den Willen Gottes und absoluten Gehorsam Ihm gegenüber. Eine weitere wahrheitsgetreue Bedeutung des Wortes Islam ist Frieden. Das heißt, dass man wirklichen körperlichen und geistigen Frieden nur durch Unterwerfung und Gehorsam Gott gegenüber erlangen kann. Ein solches Leben des Gehorsams gibt dem Einzelnen innere Ruhe und legt damit den Grundstein für den wirklichen Frieden in der Gesellschaft im Großen.

Da also die gesamte Schöpfung dem Gesetz Gottes gehorcht, folgt das ganze Universum im wahrsten Sinne des Wortes der Religion des Islams, denn Islam bedeutet nichts anderes als Unterwerfung und Gehorsam Gott gegenüber. Die Sonne, der Mond, die Erde und alle anderen Himmelskörper sind daher ‘Muslime’. Ebenso Luft, Wasser, Wärme, Steine, Bäume und Tiere: alles im Universum ist ‘Muslim’, denn es gehorcht Gott durch Unterwerfung unter Seine Gesetze.

Maududi

aus: Towards Understanding Islam. Betrachtungen zu Abul Aʿlā Maudūdī: Weltanschauung und Leben im Islam. Von Jacques Auvergne (2012).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2012/03/23/288/

8 Antworten to “293. Die Hizmet oder Gülenbewegung”

  1. Chronist Says:

    :::

    vgl.: Ralph Ghadban: Die Pseudo-Modernisten: Said Nursi und Fethulla Gülen:

    Die Gülenbewegung wird gerne als modern und aufgeschlossen, als liberal und weltoffen dargestellt. … Modernität wird in diesem Fall nach ihrer äußerlichen Erscheinung beurteilt, die wichtige und entscheidende Frage nach dem Wertesystem, das ihr zugrunde liegt, wird oft nicht gestellt. …

    Die Renan-Afghani Debatte

    Die Kenntnis der Bildungsvorstellungen von Fethullah Gülen, dem Begründer der Bewegung, führt uns direkt zu seinem geistigen Meister Said Nursi. Bekim Agai, der eine umfassende Studie über Gülens Bildungsnetzwerk vorgelegt hat, schreibt: Grundlegend für das Verständnis des Bildungsdiskurses von Fethullah Gülen ist seine Übernahme des Wissensideals von Said Nursi. Dieses durchzieht manchmal explizit, oft auch implizit alle Diskursstränge des Bildungsdiskurses. Außerdem ist das Hauptwerk von Nursi, die Risale-i Nur, eine Pflichtlektüre in der Bewegung. Daher ist es notwendig, die Gedankenwelt von Nursi zu erkunden, um zu verstehen in welcher religiösen Tradition Gülen sich befindet. Said Nursi ist übrigens der Begründer der Nurculuk, die in Deutschland unter den türkischen Migranten stark vertreten und sehr aktiv sind. Auch auf Said Nursi ist die Ideologie von Harun Yahya zurückzuführen, der unermüdlich einen Kampf gegen die Evolutionstheorie in Deutschland und überall in der Welt führt. Alle drei Akteure vertreten dieselbe Ideologie und kooperieren eng zusammen. …

    Die Renan-Afghani Debatte

    Die Kenntnis der Bildungsvorstellungen von Fethullah Gülen, dem Begründer der Bewegung, führt uns direkt zu seinem geistigen Meister Said Nursi. Bekim Agai, der eine umfassende Studie über Gülens Bildungsnetzwerk vorgelegt hat, schreibt: Grundlegend für das Verständnis des Bildungsdiskurses von Fethullah Gülen ist seine Übernahme des Wissensideals von Said Nursi. Dieses durchzieht manchmal explizit, oft auch implizit alle Diskursstränge des Bildungsdiskurses. Außerdem ist das Hauptwerk von Nursi, die Risale-i Nur, eine Pflichtlektüre in der Bewegung. Daher ist es notwendig, die Gedankenwelt von Nursi zu erkunden, um zu verstehen in welcher religiösen Tradition Gülen sich befindet. Said Nursi ist übrigens der Begründer der Nurculuk, die in Deutschland unter den türkischen Migranten stark vertreten und sehr aktiv sind. Auch auf Said Nursi ist die Ideologie von Harun Yahya zurückzuführen, der unermüdlich einen Kampf gegen die Evolutionstheorie in Deutschland und überall in der Welt führt. Alle drei Akteure vertreten dieselbe Ideologie und kooperieren eng zusammen. …

    Die 20 Millionen Osmanen waren sogar nach der Bankrotterklärung des Reiches 1875 halb selbständig, die europäische Schuldendienstverwaltung bestimmte über die Finanzen mit.4 Die Reformen und Modernisierungsmaßnahmen, bekannt als Tanzimat, die das Reich seit 1839 ergriffen hat, konnten seinen Zerfall nicht verhindern: Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Bosnien, Albanien, Kreta wurden unabhängig.

    Bislang standen die osmanischen Eliten dem Westen im Großen und Ganzen eher positiv gegenüber. Er diente als Vorbild für die osmanischen Reformen, die ihren Höhepunkt mit der Verabschiedung einer Verfassung und der Wahl eines Parlaments 1876 erreichten. Das half jedoch wenig zur Erhaltung des Reiches. Im selben Jahr brach der Krieg mit Russland aus und 1877 standen die russischen Armeen vor der Türen der Hauptstadt Istanbul. Der Frieden von San Stefano ein Jahr später (1878) brachte riesige Gebietsverluste mit sich. Die Haltung gegenüber dem Westen kippte zum Negativen um und im Jahre 1882 als Frankreich Tunesien und Großbritannien, Ägypten eroberten wurde die aggressive Expansionspolitik Europas mehr als offensichtlich. …

    Der Vortrag ]des Ernest Renan} wurde im Journal des débats veröffentlich. Jamal al Din al-Afghani (1839-1897) der große Islamreformer des 19. Jh.s, der zu dieser Zeit in Paris weilte, antwortete in derselben Zeitung umgehend darauf. …

    Einer der vielen islamischen Agitatoren, Hafiz Derwisch Wahdeti, gründete die Organisation der islamischen Einheit (ittihadi Muhammedi cemiyyeti), um die Verfassung durch die Scharia zu ersetzen und den Staat mit dem Islam zu modernisieren. Er publizierte eine Zeitung Namens „Vulcano“. Die Agitation mündete in der Konterrevolution von 1909. Sie wurde von den Jungtürken geschlagen, der Sultan wurde abgesetzt, die Macht seines Nachfolgers ganz abgeschafft und die Organisation der islamischen Einheit aufgelöst, ihr Führer hingerichtet, die Zeitung geschlossen. Ihre Ideologie sollte trotzdem überleben. Shaw schreibt: „Obwohl die Partei aufhörte zu existieren, ihre Philosophie wirkte mit Said Nursi (1876-1960) fort, der eine Gruppe von religiösen Reaktionären namens ‘Anhänger des Lichtes’ (nurcu) anführte. Bis zu seinem Todestag tief in der republikanischen Ära befürwortete Nursi die Wiederherstellung der religiösen Autokratie.“18 Said schrieb übrigens in der Zeitung Vulcano. …

    Der Ausgangspunkt der Überlegungen Nursis bildet die Behauptung, dass der Koran das gesamte Wissen enthält. Jede denkbare Disziplin und jede mögliche Art des Wissens ist im Koran zu entdecken. Deshalb muss Nursi rückwirkend beweisen, in welcher Weise die modernen kulturellen Errungenschaften im Koran angekündigt werden. Für die Verwirklichung dieses Vorhabens verzichtet er auf die Anwendung der autonomen Vernunft, die wenn getrennt von der Offenbarung handelt, den Status eines Partners von Gott eines Götzen annimmt (shirk). …

    Ein Zeitgenosse Nursis, der Ägypter Tantawi Jawhari (1859-1940), der später eine Zeit lang das Zentralorgan der ägyptischen Muslimbrüder leitete, glaubte auch, die Existenz der Wissenschaften im Koran nachweisen zu können. Er leistete eine Pionierarbeit in diesem Feld und veröffentlichte 1922 eine zwanzigbändige Exegese des Korans. Er wollte, wie er im Vorwort zu seinem Werk schreibt, die Muslime dazu bewegen, sich den westlichen Wissenschaften zu öffnen und sie zu übernehmen, damit sie den Westen zivilisatorisch übertreffen. Er schreibt auch, dass das islamische Recht z.B. auf circa 150 eindeutigen Versen im Koran basiert. Dagegen wurden die 750 Verse, die vom Universum (al-kawniyyat) handeln, bislang ignoriert. …

    Bekim Agai schreibt:Die spezifische Interpretation Gülens von Said Nursis Vorstellungen zum Verhältnis von Wissenschaft und Offenbarung stellt den Ausgangspunkt des Gülen-Diskurses dar. (Gleichzeitig bilden diejenigen, die sich diesem Diskurs verbunden fühlen, auch den Kern seines Netzwerkes.) Gülen setzt die Arbeit von Nursi fort, verschiebt aber den Schwerpunkt auf die Bereiche Netzwerk und Bildung, da er kein Theologe, sondern eher ein Prediger ist. …

    Gülen dagegen profitierte von der einsetzenden Liberalisierung seit 1950, die das Eindringen der Religion in die Gesellschaft erlaubte (s.78 ff) und gründete ein offenes Netzwerk, das verschiedene Beziehungsarten zu seiner Umwelt ermöglichte. …

    Ausgehend von diesem Wissensverständnis definiert Gülen das Bildungsziel als Dienst, Hizmet. Der Mensch als Gottes Knecht hat Gott zu dienen. Das geschieht nicht nur in der Beachtung von religiösen Geboten und Verboten, d. h. Schariavorschriften, und der Erfüllung religiöser Pflichten, ‘ibadât, sondern auch durch den Dienst an den Menschen. Gülen sagt: Hizmet bedeutet „i’lâ-yi kalimatullallah“, d. h. Erhöhung von Gottes Wort, was bedeutet: Die Verbreitung des Islam. Gülen schreibt: „Es mag verschiedene hizmet-Systeme geben. Der eine eröffnet einen Korankurs, der andere hält in der Moschee sohbets, und wieder ein anderer gibt Unterricht im Sufismus. Weil ich hizmet, welches auf Bildung und Kultur abzielt, als sinnvoller ansehe, versuche ich mit allem, was ich kann, Menschen die himmet (Unterstützung der religiösen Sache) leisten, in diese Richtung zu leiten.“ …

    Wer hizmet leistet, leistet daawa-Arbeit. Daawa ist der Begriff für die islamische Mission. Die Daawa ist mehr als eine allgemeine Pflicht der muslimischen Gemeinschaft, lehrt Gülen, sie ist eine individuelle Pflicht und verlangt Opferbereitschaft. Er schreibt: Ferner muß der Mensch des hizmet alles Widrige aus seiner Hand stoßen können, das ihn von seiner daawa zurückhält. Im Wesentlichen hat der Mensch der daawa außer in einigen bestimmten Situationen kein persönliches Leben. Die Daawa oder hizmet erfolgt durch tebligh, irschâd und djihâd. Tebligh bedeutet die Verbreitung der islamischen Botschaft und irschâd die Rechtleitung. Beide Begriffe sind eng verbunden. Vor einem nicht religiösen Publikum allerdings spricht Gülen nicht von tebligh, sondern von temsil, d. h. das Vertreten islamischer Prinzipien durch eigenes Verhalten, anders gesagt, den Islam vorleben (s.235).

    Diese verborgene Art, den Islam zu vermitteln, verleiht dem Gülen-Netwerk eine große Flexibilität. So hat Gülen in den 70er Jahren als Erster mit der Einrichtung der Nachhilfezentren, dersanes, Bildungsstätte ohne Religion auf ihren Lehrplänen errichtet (s.150), später folgten säkulare Schulen ohne Religionsunterricht. Diese Einrichtungen schaffen ein günstiges Umfeld für die Rekrutierung von Anhängern und Mitgliedern für die Bewegung sowie eine gutgesinnte und unterstützungsbereite Öffentlichkeit. …

    Die Zielsetzung Gülens unterscheidet sich kaum von der der Islamisten. Sie ist z.B. auch bei der islamistischen Refah-Partei von Erbakan in der Türkei feststellbar. Günther Seufert schreibt in seiner Studie über den politischen Islam in der Türkei:Das Ziel des Refah-Staates, die Ordnung der Glücklichkeit (saadet nizam), ist der Name für die gesellschaftlichen Regeln, die während des goldenen Zeitalters (asr-i saadet) des Islams unter den vier rechtgeleiteten Kalifen herrschten, der Zeit, in der das göttliche Gesetz, die Sheriat, vollkommen Anwendung gefunden habe. Deshalb steht der Begriff Ordnung der Glückseligkeit für den islamischen Staat und deshalb sollen in ihm, auch wenn die Partei das nicht offiziell sagt, die Prinzipien, die die Politik begrenzen, aus der Sheriat abgeleitet werden. …

    Die Demokratie basiert auf Dialog und Transparenz und das ist bei der Bewegung nicht gewährleistet. Selbst bei den Menschen, die durchblicken bleibt die grundlegende Frage über das Bildungswerk Gülens bestehen: Ist es im Interesse unserer Demokratie ein Netzwerk zu unterstützen, das beabsichtigt eine Elite in Machtpositionen in unserer Gesellschaft zu unterbringen, um ein islamisches Wertesystem zu propagieren, das offensichtlich von der auf Menschenrechten basierenden Demokratie abweicht?

    aus: Ralph Ghadban: Die Pseudo-Modernisten: Said Nursi und Fethulla Gülen

    bei: Tagung des Arbeitkreises kommunale Integrationsbeauftragten in Aalen

    http://www.mesop.de/2011/06/05/die-pseudo-modernisten-said-nursi-und-fethulla-gulen-von-ralph-ghadban-tagung-des-arbeitkreises-kommunale-integrationsbeauftragten-in-aalen/

    vgl.: Ralph Ghadban:
    Islam und Islamkritik. Vorträge zur Integrationsfrage

    http://www.weltbild.de/3/16682593-1/buch/islam-und-islamkritik.html#produktbeschreibung

    :::

  2. Kalevala Says:

    :::

    Auf der anderen Seite ist nicht zu übersehen, dass das gesamte Schrifttum eine programmatische Orientierung an einem konservativ-islamischen Gesellschaftsbild durchzieht, das sich streng an Koran und Sunna ausrichtet und in wichtigen Aspekten der Menschen-, insbesondere der Frauenrechte, der Meinungs- und Religionsfreiheit sowie der Trennung von Religion und Staat dem Gesellschaftsbild der Mehrheitsgesellschaft entgegensteht. Wie dieses Modell aussieht, kann man sich anhand der Koranausgabe von Ali Ünal, der Zeitschrift „Die Fontäne“ oder Produkten aus dem Programm des Fontäne-Verlags vor Augen führen.

    Erschwerend kommt die mangelnde Transparenz hinsichtlich der Zugehörigkeit der zahllosen Gülen-Vereine zur Bewegung hinzu. Die dezentrale Struktur macht sie wenig (an)greifbar, da problematische Positionen ausweichend oder relativierend als Einzelmeinungen „anderer“ deklariert werden können. Mangelnde Transparenz wird auch im Hinblick auf die Planung und Durchführung von Reiseveranstaltungen von oder in Kooperation mit Vertretern der Gülen-Bewegung beklagt.

    Im Blick auf die Schulen erscheint es derzeit fraglich, ob sie die bisher entstandenen „ethnischen Nischen“ im Lauf der Zeit öffnen werden oder umgekehrt gemäß dem Motto „Islamisierung durch Bildung“ verstärkt zu Parallelstrukturen beitragen.

    Eine kritische Auseinandersetzung hat sich nicht auf die religiöse Motivation für das gesellschaftliche Handeln zu richten, sondern auf die mangelnde Reflexion in Bezug auf die religiös-weltanschaulich plurale Situation, in der dieses Handeln seinen Ort hat. Ein „Scharia-Vorbehalt“, in welcher Form auch immer – und sei es in modernem Dialogformat –, ist nicht hinnehmbar. Hier scheint es deutlich mehr Reformbedarf zu geben, als die Gülen-Vertreter bisher erkennen lassen, nicht zuletzt im Hinblick auf die verfassungsrechtlichen Implikationen und die sich daraus ergebenden praktischen Konsequenzen bis in die Literatur hinein.

    aus: Gülen-Bewegung. Das Bildungsnetzwerk um Fethullah Gülen
    in: Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Lexikon)

    http://www.ekd.de/ezw/Lexikon_2487.php

    :::

  3. Kalevala Says:

    :::

    ______Dialog der Kulturen oder Scharia-Islam?
    ______Friedmann Eißler, wissenschaftlicher
    ______Referent bei der Evangelischen Zentralstelle
    ______fürWeltanschauungsfragen, untersucht
    ______die Motivation der Anhänger des
    ______türkischen Predigers Fethullah Gülen,
    ______die auch in Deutschland immer mehr
    ______Verantwortung in Wirtschaft, Medien
    ______und Bildung übernehmen.

    :::

    Bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass unter zeitgemäßem Gewand nicht Reformen, sondern Positionen eines streng konservativen Islam vertreten werden, die nicht in staatlich anerkannte Bildungseinrichtungen gehören. … Jede Nummer der Gülen-Zeitschrift Die Fontäne führt das vor Augen. Die „Vierteljahreszeitschrift für Religion, Kultur undWissenschaft“ ist relativ aufwändig und ansprechend gemacht. Auf den ersten Blick springt der hohe Anteil an naturwissenschaftlichen Themen ins Auge. …

    Steht die einzigartige Weisheit des Koran und die von ihm durchdrungene Harmonie des Kosmos fest, so erscheint der Islam nachgerade als natürliches Bezugssystem des Menschen, das bei Gülen durch geistige Ausflüge in glorreiche Zeiten des Osmanentums und in den Sufismus reichlich ausstaffiert wird.

    Krisen und Übel in der Welt entstehen durch die Verabschiedung des individualisierten, autonomen Menschen aus diesem System. Damit sind die gesellschaftlichen Probleme im Blick. Atheismus und Materialismus führen zu Werte- und Orientierungslosigkeit und innerer Leere mit unabsehbaren Folgen für familiäre Strukturen wie für die gesamte Gesellschaft. Die Analyse des Amoklaufs eines Schülers zielt genau darauf ab. Auch von Sünde ist die Rede. Der Begriff besitze in Konsumgesellschaften keinerlei Stellenwert mehr.

    Freilich werden dem nicht etwa Sündenvergebung und die Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott gegenübergestellt, vielmehr wird betont, dass sich derMensch vor neuen Katastrophen nur durch Einhalten der Scharia schützen kann: „Der Mensch ist ein Geschöpf, dem ein Mittelweg in den Grenzen von ‚Erlaubtem und Verbotenem‘ aufgezeigt werden muss.“ Individuelle Freiheit hingegen ist ein westliches Produkt, auf die Befriedigung sinnlicher Begierden aus und letztlich eine tödliche Gefahr für die ohnehin moralisch degenerierte (westliche) Gesellschaft. Es ist konsequent, wenn unmissverständlich gesagt wird, dass das westliche und das islamische Freiheitsverständnis unvereinbar sind.

    Der Fall ist klar: Wir müssen zurück zur Einheit von Glaube und Naturwissenschaft, die im Koran grundgelegt ist, so wie man auch zurückkehren muss zur Einheit von Religion und Politik, von Moral und Gesellschaft. Der Islam ist die Lösung. Zumindest erscheinen die geistigen Werte der Scharia als notwendige Ergänzung zum geist- und gottlosenMaterialismus der westlichen Hemisphäre. Scharia und moderne Wissenschaft stehen demnach in keinem Widerspruch …

    Der Islam als allumfassendes System soll auf diese Weise in der Mitte der Gesellschaft und damit in der Gegenwart ankommen.

    Auf dieser Linie wird auch der Dschihad mehr oder weniger unverblümt als Verteidigung der Religion gepriesen, die von Muslimen zu verlangen sei. Wer im Dschihad stirbt, ist ein Märtyrer. Und nicht genug: Der moderne Katalog der Menschenrechte wird auf das friedfertige Bemühen um solche Bewahrung der Religion zurückgeführt. Dschihad ist plötzlich der Einsatz für Menschenrechte, genauer die Verantwortung, sich für „die unveräußerlichen Rechte der Geschöpfe“ einzusetzen und sie zu bewahren. Diese zumindest aus westlicher Sicht doch etwas verquere Einbindung derMenschenrechte in den Kontext der Scharia, die übergreifend und bestimmend bleibt, ist typisch für die Debatte, wie sie hier geführt wird. Der Islam erscheint nicht nur als in Einklang mit den universalen Menschenrechten, sondern geradezu als deren Ursprung und Garant.

    Dies alles ist zwar nicht neu, kommt aber im neuen Gewand des naturwissenschaftlich ausgerichteten Bildungsdiskurses daher. Für Gülen gehört Bildungsarbeit zu den Bemühungen, „die Muster, auf denen die moderne Welt aufgebaut ist, Stück für Stück auf ihre Vereinbarkeit mit dem Islam zu untersuchen“ – was er „Dschihad“ nennt …

    Die Mehrehe wird mehrere Seiten lang wortreich als das gegenüber der „modernen Zivilisation“ überlegene Konzept verteidigt und die Sklaverei von Frauen relativiert. Explizite Benachteiligungen werden als Privilegierung der Frau im Islam und als Schutz der Frau vor Tyrannei und Ausbeutung ausgegeben. Zudem finden sich nicht wenige diskriminierende Aussagen, etwa: „Eine Frau verliert das Anrecht auf Respekt, wenn sie sich unsittlich benimmt.“ Schließlich hat der Mann, wie es die Tradition vorsieht, das Erziehungs- und das Züchtigungsrecht über seine Frau, wenn es um „eine eindeutig uneinsichtige Frau geht, die sich nicht korrekt verhält“.

    aus: Friedmann Eißler: Für die Scharia. Die Gülen-Bewegung gibt sich modern – und ist antiwestlich eingestellt
    in: zeitzeichen 7/2010, Diakonie Rheinland Westfalen Lippe

    http://www.diakonie-rwl.de/cms/media//pdf/publikationen/newsletter/migration_und_flucht/5-Eissler-Fuer_die_Scharia.pdf

    :::

  4. Dwarslöper Says:

    Aktivitäten der Gülen-Bewegung in Nordrhein-Westfalen
    Kleine Anfrage 818
    Drucksache 15/2189 20.06.2011 2 S.

    Zahl der Mitglieder in NRW; öffentliche Einrichtungen; Aktivitäten; Ausrichtung; Einfluss auf Integrationsarbeit

    Antw MIK Drucksache 15/2439 21.07.2011 3 S.

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmaster/GB_II/II.2/Landtagsdokumentation/Suche/Suchergebnisse_Ladok15.jsp?view=detail&w=native%28%27id%3D%27%271501927%2F0100%27%27+%27%29

    ::
    ::

    Vorbemerkung der Kleinen Anfrage

    Fethullah Gülen ist ein islamischer Prediger aus der Türkei, der die nach ihm benannte Bewegung leitet und in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Anhänger um sich versammelt hat. …

    Außerhalb der Türkei ist Gülen und seine Bewegung ebenfalls aktiv. Es existieren hunderte Unterorganisationen und Kongresse in etwa 50 Ländern. Auch in Deutschland hat die Gülen-Bewegung etwa 150 Nachhilfe-Institute und 12 Schulen ins Leben gerufen.

    Das Selbstportrait der Bewegung bzw. die Befürworter Gülens, wie das „Forum für interkulturellen Dialog e.V.“ in Berlin, dessen Ehrenvorsitzender der islamische Gelehrte ist, betrachten ihn und seine Intentionen als durchweg positiv. Auf der Internetseite des Forums für interkulturellen Dialog e.V. wird er für die Gleichstellung von Mann und Frau, für „seine Auffassung der Vereinbarkeit von Islam und Demokratie“, für sein „Postulat der Toleranz gegen über allen Weltreligionen“ und für seine Ablehnung von Gewaltanwendung gelobt. …

    Weder die „Fethullahci“ noch Gülen als Person sind Beobachtungsobjekte des Verfassungsschutzes NRW. Aufgrund dessen sammelt der Verfassungsschutz auch keine Erkenntnisse über die Tätigkeit oder Aktivitäten ihrer Funktionäre. Eine Zuordnung von Vereinen und Einrichtungen zur Gülen-Bewegung ist daher ebenso wenig möglich wie umfassende Aussagen über ihre Mitgliederstärke oder ihre sonstigen Aktivitäten. In den letzten Jahren sind einige Schulen in privater Trägerschaft (Ersatzschulen) und andere Unterrichtseinrichtungen gegründet worden, die vor allem türkeistämmige Schülerinnen und Schüler und ihre Familien ansprechen. Dabei ist öffentlich diskutiert worden, ob deren Trägervereine zur Gülen-Bewegung gehören.

    Des Weiteren fehlen der Landesregierung umfassende Informationen darüber, welche Träger bzw. welche Einrichtungen der Gülen-Bewegung angehören. Daher kann der Einfluss der Gülen-Bewegung auf die Integrationsarbeit nicht bewertet werden.

    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-2439.pdf?von=1&bis=0

  5. Dwarslöper Says:

    Landtag von Baden-Württemberg
    Drucksache 14 /
    6914
    14. Wahlperiode 15. 09. 2010

    Antrag
    der Abg. Rainer Stickelberger u. a. SPD und Stellungnahme des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport

    Bewertung der Fethullah-Gülen-Bewegung

    Antrag
    Der Landtag wolle beschließen,
    die Landesregierung zu ersuchen zu berichten,

    1. welche konkreten Informationen ihr über die Aktivitäten und Einrichtungen der Fethullah-Gülen-Bewegung in Baden-Württemberg vorliegen (mit Angaben über Zahl der Mitglieder, organisatorische Stützpunkte);

    2. ob es zutrifft, dass Fethullah Gülen die These von der Überlegenheit des Islam gegenüber jeder anderen Religion vertritt;

    3. ob es zutrifft, dass Fethullah Gülen in diesem Kontext folgenden Standpunkt vertritt und wie sie diesen Standpunkt ggfs. bewertet: „Wissenschaft und wissenschaftliche Fakten sind wahr, solange sie mit Koran und Hadith übereinstimmen. Sobald sie aber eine andere Position einnehmen und von der Wahrheit von Koran und Hadith wegführen, sind sie fehlerhaft … Nicht die Wissenschaft lässt die Wahrheit erkennen, sondern der Glaube an Allah.“;

    9. wie sie den Vergleich der Gülen-Bewegung mit den evangelischen Pietisten durch den Chef der Stabsstelle bei der Staatsrätin für interkulturellen und interreligiösen Dialog, Prof. Regina Ammicht Quinn, bewertet;

    10. ob sie der Auffassung ist, dass der Chef der Stabsstelle der Staatsrätin als Beamter im Staatsministerium in seinen Äußerungen über die Gülen-Bewegung die gebotene Distanz wahrt.

    [ Antwort ]

    Nach Kenntnisstand der Landesregierung gibt es in Baden-Württemberg keine Einrichtung oder Gruppe, die öffentlich erklärt hat, Anhänger der Fethullah-Gülen-Bewegung zu sein. Im Land bestehen aber verschiedene Einrichtungen und Vereine, die der Fethullah-Gülen-Bewegung zugerechnet werden. Die Zahl dieser Einrichtungen wird in Baden-Württemberg auf rund 40 bis 60 geschätzt.

    Die Fethullah-Gülen-Bewegung basiert auf einer islamischen Weltanschauung. Die Bewegung ist kein Beobachtungsobjekt des LfV. Hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine extremistische Bestrebung sind derzeit nicht bekannt.

    Der Leiter der Stabsstelle der Staatsrätin für interkulturellen und interreligiösen Dialog sowie gesellschaftliche Werteentwicklung hat sich vor Übernahme dieser Funktion ausschließlich als Wissenschaftler entsprechend geäußert.

    http://www9.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/6000/14_6914_d.pdf

  6. Carcinòl Says:

    Ludwigsburg

    Dass die Schule kritisch beobachtet wird, mag auch daran liegen, dass sie – wie die Bil-Schule in Stuttgart und die Prima-Schule in Böblingen – mit der Gülen-Bewegung (siehe nebenstehender Text) in Verbindung gebracht wird. Nachfragen beantwortet Ünver ausweichend. „Unter den Türkischstämmigen hier ist es sehr bekannt, dass diese Schule zur Gülen-Bewegung gehört“, erklärt hingegen Hüseyin Cam, Urgestein im Ludwigsburger Integrationsbeirat und Träger der Ludwigsburg-Medaille. Klar beweisen lasse sich das allerdings nicht, räumt Cam ein, der als Alevit dieser Strömung kritisch gegenübersteht.

    http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Eltern-erheben-Vorwuerfe-gegen-Gauss-Schule-_arid,141674.html

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    Staatstrojaner in den Händen der Gülen-Sekte?
    Peter Mühlbauer 10.06.2013

    Die Amerikanerin, die vor allem über die Privatschulen der Sekte schreibt, schöpfte einen ersten Verdacht, als sie eine Email bekam, die angeblich einen Link auf eine neue Website zur Gülen-Bewegung enthielt. Allerdings fiel ihr rechtzeitig auf, dass der Absender nicht ein ihr bekannter (und ebenfalls Gülen-kritischer) Professor an der Harvard University war, sondern eine Person, die dessen Email-Adresse mit der Domainendung „hardward.edu“ zu fälschen versuchte.

    Darauf hin wandte sie sich an die Bostoner Computerforensikfirma Arsenal, die über Aufrufe in einer sicheren Analyseumgebung feststellte, dass der Link in der Mail auf eine in der Türkei gehostete Website führte, die Mängel in Adobe Flash ausnutzte, um mit einer Datei namens Anim.swf einen mehrstufigen Angriff zu starten, der mit der Ermittlung von Informationen über das Betriebssystem und den benutzten Browser des Zielrechners begann.

    Im Zuge des Angriffs sollten offenbar mehrere weitere Komponenten heruntergeladen werden: darunter ein eigener Downloader und ein Programm, das Screenshots anfertigen und an einen Server in der Türkei senden konnte. Für die Bestimmung eines weiteren Tools, das vor einer eingehenden Analyse durch Arsenal entfernt wurde, wandte sich das Unternehmen an Nicolas Brulez vom Antivirensoftwarehersteller Kaspersky.

    Der fand heraus, dass das GlobalSign-Zertifikat des Downloaders identisch mit einem Downloader ist, den das RCS-Spykit verwendete, das Kaspersky bei mehr als 50 Computerinfektionen in Italien, Mexiko, Kasachstan, Saudi-Arabien, Argentinien, Algerien, Mali, Iran, Indien, Äthiopien – und der Türkei entdeckt hatte. Dieses auch als „DaVinci“ bekannte Spykit kann unter anderem Unterhaltungen mit Skype, dem Yahoo Messenger und Google Talk mitschneiden, die Browser History auslesen und das Mikrofon und die Kamera des Computers unbemerkt anschalten. …

    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39286/1.html

  7. Machandelboom Says:

    Tja, dieses auch in und um die Gülenbewegung den Mädchen aufgedrängte Kopftuch … das muss man schnell von Sektiererei und Islamismus reden, damit der Islam sauber bleibt und in Nordamerika und Europa weiter installiert werden kann – mitsamt Kopftuch versteht sich:

    In einem internen Papier des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg heißt es, Gülens Gedankengut stehe in mancherlei Hinsicht im Widerspruch zur freiheitlich demokratischen Grundordnung. Die Bewegung verfolge einen türkischen Nationalismus in „seriösem Gewand“ mit „islamistischen Komponenten“. Das Landesamt kritisiert, Äußerungen Gülens seien mit dem Prinzip der Gewaltenteilung, der Religionsfreiheit, der Freiheit von Wissenschaft und Lehre sowie der Gleichberechtigung von Mann und Frau mitunter nicht in Einklang zu bringen. …

    Demnach werfen mehrere Zeugen und Aussteiger der Gülen-Bewegung vor, dass die Institutionen dazu genutzt werden, Kinder als neue Anhänger und Funktionäre der sektenähnlichen islamistischen Gemeinschaft zu rekrutieren. Zeugen berichten auch von Homophobie, Ablehnung der Evolutionstheorie sowie Ablehnung von muslimischen Minderheiten wie den Aleviten. Solche Einstellungen seien von den Verantwortlichen der Schulen propagiert oder zumindest toleriert worden, bestätigen mehrere ehemalige Lehrer und Schulleiter. …

    Eine Mutter berichtete, ihre Tochter sei an der Schule dazu gedrängt worden, ein Kopftuch zu tragen. Mehrere Zeugen sprachen zudem von systematischem Mobbing und Gewalt gegenüber Schülern, die nicht zur Gülen-Bewegung gehörten. …

    Der Förderkreis Rhein-Main darf künftig keine Integrationskurse mehr anbieten.

    aus: Zustände „wie in einer Sekte“
    auf: SWR

    Anmerkung: Von einer Sekte zu reden ist Unsinn, Fethullah Gülen will das Leben und Handeln nach der totalen Scharia sprich die auf Erden errichtete Herrschaft Allahs, das ist keine Sekte, das ist Medina 2.0, das ist reiner Islam

    http://www.swr.de/landesschau-aktuell/verfassungsschutz-warnt-guelen-gemeinden-report-mainz/-/id=396/did=12807004/nid=396/9urudh/

  8. Nä wat woar dat wier en Jedöns Says:

    ::
    Sarenmermal so:

    Die Fethulla-Gülen-Sekte und der politische Islam

    Mittwoch, 22. Oktober 19:30 – 22:00
    Karte anzeigen
    zakk
    Fichtenstraße, Düsseldorf

    Wölfe im Schafspelz – wie gefährlich ist die Gülen-Bewegung?

    Vortrag und Diskussion mit Murat Cacir, Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

    Die Gemeinschaft des in den USA lebenden türkischen Imam Fethullah Gülen mit ihrem Wirtschafts-, Bildungs- und Medienimperium stellt sich in der Öffentlichkeit als unpolitisch und tolerant da, ist aber pantürkisch und nationalistisch orientiert. Sie vertritt eine Assimilierungspolitik gegenüber Kurden und Aleviten.

    In der Türkei kontrollieren Gülen-Anhänger Schlüsselpositionen in der Regierungspartei AKP und dem Staatsapparat und machen dort ihre eigene Politik. Auch in Deutschland sind sie aktiv. Ihre Schulen, Nachhilfeinstitute und „Lichthäuser“ finden sich in vielen Städten und an den Universitäten wirbt die Bewegung um akademischen Nachwuchs.

    In unserer Veranstaltung wollen wir die Hintergründe der einflussreichsten islamischen Bewegung der Türkei und ihren Aktivitäten in Europa aufgreifen. Es geht uns darum unter ihre Maske von Dialog und Toleranz zu blicken und den Wolf im Schafspelz zu enttarnen.

    Eine Veranstaltung des Rosa Luxemburg Clubs Düsseldorf in Kooperation mit dem DA!

    https://de-de.facebook.com/events/1543610875872905/

    ::
    ::

    zakk
    22.10.14 Mittwoch
    19:30 Uhr
    Studio

    Information & Diskussion
    WÖLFE IM SCHAFSPELZ – WIE GEFÄHRLICH IST DIE GÜLEN-BEWEGUNG?

    Mit Murat Cacir (Kassel), Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

    In Deutschland hat die Bewegung mehrere zehntausend, wenn nicht hunderttausend Anhänger. Dazu tragen die ihr nahestehenden Medien bei – von der Zeitung „Zaman Avrupa“ mit einer verkauften Auflage 30.000 Exemplaren in Deutschland über die beiden Fernsehsender Ebru TV und Samanyolu Avrupa bis zu einem Buch- und Zeitschriftenverlag. Während die kemalistische „Hürriyet“ ihre Deutschland-Redaktion aus wirtschaftlichen Gründen schließen musste, eröffnete „Zaman“ im vergangenen Jahr eine neue Zentralredaktion in Berlin sowie ein Landesbüro in Düsseldorf.

    In Deutschland zählen etwa 300 Nachhilfe-Institute und zwei Dutzend Privatschulen zur Gülen-Bewegung. Die Beteuerungen, in den Gülen-Schulen finde kein islamischer Religionsunterricht statt, sind zwar formal richtig, aber nicht aufrichtig. Sie sollen den Verdacht zerstreuen, der aus säkularen türkischen Kreisen immer wieder geäußert wird: dass es Gülens Ziel sei, langfristig einen islamischen Staat zu errichten, und dass er die Jugend dazu benutze.

    In der Veranstaltung soll darüber diskutiert werden, ob die Gülen-Bewegung eine Gefahr für die Integration und die Demokratie in Deutschland darstellt und welche Rolle sie in der Türkei spielt.

    Eintritt frei.

    Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Club Düsseldorf & zakk. In Kooperation mit dem Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!)

    http://www.zakk.de/programm?detail=2968

    ::

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