289. Ex-Muslime fordern sofortige Auflösung der Islamkonferenz

Zentralrat der Ex-Muslime e. V. (ZdE)

Presseerklärung vom 19. April 2012

Zum aktuellen Treffen der Deutschen Islamkonferenz

Die islamischen Organisationen, die in der heutigen Sitzung der Islamkonferenz am runden Tisch saßen, sind die Vertreter von verschiedenen islamischen Regierungen und Verbänden und Teil einer islamischen Bewegung. Ihr Ziel ist mehr Macht und mehr politischer Einfluss.

Diese Islamkonferenz dient zur Anerkennung des politischen Islams in Deutschland und ist ein umgekehrter Rassismus gegenüber Millionen von Menschen aus so genannten islamischen Ländern.

Unter dem Vorwand, dass hierzulande Menschen aus dem Iran, Irak, Türkei usw. … leben, werden immer mehr – zum Teil mit staatlichen Mitteln – Imame importiert und geschult, Moscheen und islamische Einrichtungen gebaut. Religiöse Organisationen werden als politische Parteien anerkannt und sitzen als Vertreter der Menschen aus oben genannten Ländern mit der deutschen Regierung am runden Tisch. Das ist ein Rückschritt für die zivilisierte Welt.

Das deutsche Innenministerium versucht durch diese Konferenz angeblich gegen den Terrorismus zu kämpfen und das heutige Thema war Ehrenmord und häusliche Gewalt in den islamischen Familien.

Wenn die deutsche Politik den Menschen eine religiöse Identität gibt, gleichgültig ob sie es wollen oder nicht, wenn die deutsche Regierung mit den Organisationen verhandelt, deren Aufgabe die Verbreitung und die Propaganda für den Islam und die islamische Ideologie wie Zwangsverschleierung, Geschlechterapartheid und patriarchalische Kultur ist, und wenn sie ihnen Macht, Geld und Einfluss verschafft, dann ist das Gespräch über häusliche Gewalt eine Farce.

Noch ein anderer Punkt war heute der Salafismus in Deutschland.

In diesen Wochen kann man in vielen deutschen Innenstädten bärtige junge Männer sehen, die an Passanten den Koran verteilen. Der religiöse Radikalismus der Salafisten sorgt in vielen Ländern für eine menschenfeindliche, speziell frauenfeindliche Kultur und für eine Bewegung, die im Herzen von Deutschland für Steinigung und für das Abhacken von Händen und Füßen plädiert. Vor allem junge Menschen sind davon bedroht, in den Sog dieser Strömung zu geraten, den Kontakt zu Freunden und Familienangehörigen abzubrechen und sich zu radikalisieren. Sie lassen dann ihre Eltern verzweifelt zurück.

Statt einer säkularen und menschenfreundlichen Integrationspolitik strebt die deutsche Regierung eine reaktionäre Islampolitik an, die leider immer mehr Jugendliche in die Tiefe der radikal-reaktionären islamischen Bewegung zieht. Das ist das Ergebnis der seit 2007 gegründeten Islamkonferenz.

Die Salafisten, die dicht mit den finanziellen und politischen Interessen Saudi-Arabiens verknüpft sind, sind ein Teil des weltweit erstarkenden Islamismus, dem auch die im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Verbände Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), Islamrat, VIKZ und Ditib zuzurechnen sind. Die Deutsche Islamkonferenz hat diese an der Scharia orientierten Organisationen aufgewertet und als Dialogpartner und staatliche Kooperationspartner salonfähig gemacht. Durch die Einführung des flächendeckenden bekennenden Islamischen Religionsunterrichts gelingt es ihnen, Einfluss auf den Bildungssektor und die nachwachsenden Generationen zu nehmen. Einige Politiker wollen sogar islamische Schiedsgerichte legalisieren, die auf der Grundlage der Scharia urteilen.

Deshalb verurteilt der ZdE jede Verharmlosung oder Zusammenarbeit mit islamischen Organisationen und verlangt von der deutschen Regierung ebenso wie von der Öffentlichkeit, klar Position gegen frauenentwürdigende und menschenverachtende Aussagen und Praktiken der Salafisten oder anderer islamischer Gruppierungen und Einzelpersonen zu beziehen.

Wir fordern die sofortige Auflösung der Islamkonferenz sowie eine konsequente Trennung der Einflussbereiche von Staat und Religionsgemeinschaften. Islamkritik darf nicht als Islamophobie oder antimuslimischer Rassismus diskreditiert werden. Pressefreiheit, Informationsfreiheit und Meinungsfreiheit gehören zum Fundament der Menschenrechte, die dem chronischen religiösen Beleidigtsein nicht geopfert werden dürfen.

Zentralrat der Ex-Muslime

Kontakt:

E-Mail: exmuslime@googlemail.com

Homepage:

http://www.ex-muslime.de/

Bankverbindung

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Anmerkung: Bereits vor fünf Jahren forderte der Zentralrat der Ex-Muslime sinnvollerweise die Auflösung der proschariatischen und demzufolge nicht auf Eingliederung (Integration) sondern auf Abschottung (Segregation) hinwirkenden Deutschen Islamkonferenz. In der Presseerklärung vom 30. April 2007 wurde verdeutlicht, dass die unter Deutschlands Einwanderern durchaus zahlreichen „Personen, die dem repressiven Normierungsdruck der islamischen Vorschriftenreligion entrinnen wollten … durch die vertretungspolitisch erzwungene Muslimisierung entmündigt und ausgegrenzt (werden).“ Öffentlichkeit und Bildungsbereich der mühselig errungenen kulturellen Moderne sollen nicht vom „repressiven Normierungsdruck der islamischen Vorschriftenreligion“ bestimmt sein: „Wir wenden uns deshalb mit Nachdruck gegen die staatlich geförderte Schariatisierung des öffentlichen Raumes. … Die Islamkonferenz fördert nicht die Integration von Zuwanderern, sondern behindert sie.“

http://www.ex-muslime.de/de/archiv/presse20070428.htm

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2 Antworten to “289. Ex-Muslime fordern sofortige Auflösung der Islamkonferenz”

  1. Cees van der Duin Says:

    :::

    mdr – Der Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland hat die Islamkonferenz … heftig kritisiert …

    Seit 30 Jahren versuche eine aggressive politische Bewegung den Islam durchzusetzen – auch in Deutschland. „Ich denke, alle islamischen Organisationen hier in Deutschland sollten unter sehr scharfer Beobachtung bleiben und nicht als Ansprechpartner … anerkannt werden.“

    Zugleich verwies Ahadi auf die Drohgebärden bei Koran- und Islamkritik: „Wenn man den Koran kritisiert, dann ist das schon ein Tabuthema. Wenn man den Islam kritisiert, bekommt man Morddrohungen.“

    aus: Heftige Kritik an Islamkonferenz
    mdr 19. April 2012

    http://www.mdr.de/nachrichten/islamkonferenz100.html

    mdr – Ex-Muslime fordern Ende der Islamkonferenz. Macht man bei der Islamkonferenz zur häuslichen Gewalt und zu Zwangsheiraten den Bock zum Gärtner? Die Vorsitzende vom Verband der Ex-Muslime ist gegen das Gremium.

    http://www.mdr.de/mdr-info/audio229022.html

    :::

  2. Kalevala Says:

    Ex-Muslime fordern erneut sofortige Auflösung der Islamkonferenz – was der Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) in seiner Presseerklärung vom 19. April 2012 gesagt hat ist sehr gut. Aber leider wollen die Multikulturalisten im Juli 2012 etwas ganz anderes und wollen mehr Religion, mehr Islam. Volker Beck will den Islam gleichstellen, einfach so, die Worte Apostasieverbot, Kopftuchzwang und Scharia spricht der Spitzenpolitiker der GRÜNEN nicht aus:

    Mit der „Roadmap zur Gleichstellung und rechtlichen Integration des Islam in Deutschland“ zeigen wir als erste Fraktion einen Weg auf, diesen Auftrag und Anspruch unseres Grundgesetzes zu verwirklichen. Wir beschreiben, wie man zur Gründung und Anerkennung islamischer Religionsgemeinschaft(en) kommt.

    Die Deutsche Islamkonferenz wurde als ursprünglicher Ort für einen Dialog gegenseitiger Bedürfnisse durch Innenminister Friedrich an die Wand gefahren. Wir fordern deshalb einen Neustart der Islamkonferenz. Ausgerichtet an den tatsächlichen Bedürfnissen der Muslimas und Muslime und dem Staat.

    Die Muslimas und Muslime müssen selbst entscheiden, ob sie aufgrund von religiösen Unterschieden eine oder mehrere islamische Religionsgemeinschaften bilden wollen.

    http://www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=2470&Itemid=201

    Grüne: Islam gleichstellen

    “Den Islam in Deutschland … nur unter dem Aspekt der Gefahrenabwehr zu diskutieren, ist gesellschaftspolitisch kontraproduktiv und sät eine Kultur des Misstrauens. Für uns ist es selbstverständlich, dass alle Menschen – unabhängig ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung – ihre Grundrechte und Teilhabemöglichkeiten gleichberechtigt wahrnehmen können.”

    http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Gruene-fordern-Islam-gleichstellen-mit-Christentum-und-Judentum-id20895136.html

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