280. Arzu Özmen

جريمة الشرف

ǧarīmat aš-šaraf

honour killing

Ehrenmord

Arzu ist nicht das erste und leider auch nicht das letzte Opfer

Morgen werden sich viele Menschen an einem Trauermarsch zum Gedenken an Arzu Özmens beteiligen, die einem Ehrenmord zum Opfer fiel. Ihre Freunde und tausende Menschen haben eine Frage: Wieso?? Wie kann eine Familie ihre Tochter, ein Bruder seine eigene Schwester umbringen? Was können wir tun? Wie können wir Betroffenen helfen? Warum haben wir versagt?

Arzu ist nicht das erste Opfer. Pro Jahr sterben weltweit mehr als 5000 Frauen und Mädchen infolge von Ehrenmorden. Die meisten Ehrenmorde, die eine blutige Unsitte traditionalistisch-religiöser und vormodern-patriarchalischer Gesellschaften darstellen, werden in orthodox-islamisch geprägten Milieus vollstreckt. Arzu entstammt einer jesidischen Familie. Aber sie war in Deutschland und das ist entscheidend. Denn:

Auch Frauen und Mädchen aus traditionell-religiösen Zuwandererfamilien, die in Europa leben, haben das Recht auf ein freies und selbstbestimmtes Leben nach modernen Grundsätzen und menschenrechtlichen Normen. Und sie haben das Recht, vom Staat und der Gesellschaft des Aufnahmelandes besser geschützt zu werden.

Der Zentralrat der Ex-Muslime verurteilt diesen feigen und schändlichen Mord und erklärt sich solidarisch mit allen Menschen, die morgen am Trauermarsch teilnehmen. Aber wir sagen auch: Die Gesellschaft und ihre politischen Repräsentanten müssen sich noch intensiver und tabuloser mit diesem Problem beschäftigen. Reaktionäre und frauenfeindliche Kulturen und Traditionen müssen öffentlich eindeutig verurteilt werden. Es ist absolut falsch, aus Angst, einige rückständige Kräfte könnten sich beleidigt fühlen, Kritik zu unterlassen und die notwendige Auseinandersetzung zu scheuen.

Die meisten Opfer in Deutschland entstammen orthodox-islamischen Familien, die sowohl durch die konservativen Islamverbände Deutschland als auch durch die nachgiebige proislamische Politik in allen gesellschaftlichen Bereichen beständig ermuntert werden. Eine verhängnisvolle Rolle spielt hierbei nicht zuletzt das Unwort des Bundespräsidenten Wulff „Der Islam gehört zu Deutschland“, das mittlerweile wie ein Persilschein für die Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur in Deutschland genutzt wird: Zunächst die Etablierung der Islamkonferenz als ungerechte und kontraproduktive Bevorzugung einer bestimmten Zuwanderergruppe; dann Einführung von Islamunterricht als falsches Signal der Integrationspolitik; jetzt Einrichtung islamischer Theologiezentren; generell die Islamisierung des Bildungssystems von den Kindergärten bis zu den Hochschulen – all das bewirkt nicht zuletzt auch die Verfestigung einer frauenfeindlichen und grundrechtswidrigen Gegenkultur.

Tief betroffen von diesem Mord erheben wir deshalb folgende Forderungen:

Den Mädchen aus traditionalistisch-religiösen Zuwanderermilieus muss geholfen werden, nach modernen freiheitlichen Standards zu leben. Geschützt und durchgesetzt werden muss insbesondere das Recht auf freie Partnerwahl. Alle Mädchen haben ein Recht auf voreheliche Freundschaftsbeziehungen! Islamisch geprägte Jungfrauenkäfige dürfen nicht länger geduldet bzw. unter „Kulturschutz“ gestellt werden. Die Politik und die Medien in Deutschland müssen sich klar und deutlich auf die Seite der Frauen und Mädchen stellen. Frei-Sein und Lebensfreude sind weder exklusive Eigenschaften der deutschen oder europäischen Kultur, sondern gehören zum Grundinventar der universellen Menschenrechte, die nicht im Sinne eines falschen Multikulturalismus relativiert werden dürfen. In diesem Sinne verlangen wir auch eine härtere Bestrafung von „Ehrenmorden“ als besonders verwerfliche Verbrechen.

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

19.01.2012

Mina Ahadi

E-Mail: minaahadi@aol.com

Telefon: 0049 (0) 1775692413

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee Against Execution (ICAE)

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee Against Stoning (ICAS)

http://stopstonningnow.com/wpress/

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Eine Antwort to “280. Arzu Özmen”

  1. Querverweis Says:

    Ghira

    Violence in defence of a Muslim’s ghira is pure Islam. … Islam is very clear on a woman’s rights. Mohammed talked about this in his last sermon at Mecca. If a woman obeys her husband and never acts in a sexual manner towards another man (including being alone with another male), then she must be given food and shelter.

    http://www.politicalislam.com/pdf/WebSitePDF/Women.pdf

    Ghira

    Questioned by another man who claimed that his honor (ghira) would require him to immediately slay his wife’s lover in such a case, the Prophet reportedly declared that God’s honor was greater than any human’s.

    http://www.brandeis.edu/projects/fse/muslim/honor.html

    Ghira? Frage den Scheich!
    ASK THE SHEIKH
    (zwar schiitisch, aber Scharia)

    Is Ghira (the protective feeling a man feels towards his sister or wife) in Islam justified?

    Question:

    What is Islam’s point of view on “ghira”; the protective feeling a man feels towards his sister or wife when she is talking to a person of the opposite sex; what are men’s rights on this viewpoint; is ghira really beneficial like they say or does it prove a lack of trust in the couple/sibling?

    Answer:

    The Prophet (pbuh) says:

    “Ghira is part of faith” (Scale of Wisdom, n. 4919).

    In fact, the Prophet (pbuh) says that a man without ghira will be humiliated by God: “My father Abraham was very possessive and I am even more possessive than him. Allah abases the believer who has no sense of ghira…”(The Scale of Wisdom, n. 4920)

    Answered by: Dr Ali Alsamail
    Certified by: Sheikh Mansour Leghaei

    http://www.askthesheikh.com/is-ghira-the-protective-feeling-a-man-feels-towards-his-sister-or-wife-in-islam-justified/

    Schia-Islam, frage den Scheich:

    Is it haraam (forbidden) for a teenage girl to like a boy?

    Question:

    As a teenage girl, is it haraam (forbidden) to like a boy?

    Answer:

    Any relationship between a boy and girl outside marriage is forbidden in Islam. This includes any physical contact, as well as any conversation which may lead to haram acts.

    Answered by: Dr Ali Alsamail
    Certified by: Sheikh Mansour Leghaei

    http://www.askthesheikh.com/is-it-haraam-forbidden-for-a-teenage-girl-to-like-a-boy/

    Jurisprudential (Fiqh) Answers:

    Please note that only the opinions of the currently living, most famous Maraaje’ will be provided by the scholars at this point in time. That is, the opinions of:

    – Grand Ayatollah Sayyed Ali Khamenei (h.a.)
    – Grand Ayatollah Sayyed Ali Sistani (h.a.)
    – Grand Ayatollah Makaarem Shirazi (h.a.)

    However, please also note that we will only publish the opinions of Ayatollah Khamenei (h.a.) and Ayatollah Sistani (h.a.) on our website, because of technical limitations and the overwhelming numbers of Muslims who do Taqleed (religious emulation) to them. As for Ayatollah Makaarem Shirazi’s opinions, they will be provided to questioners privately, but the Q&As will not be published on our website.

    http://www.askthesheikh.com/about-us/

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