265. Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland

Mit al-Ghazali auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung voranschreiten?

Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus

Eine Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte ( GAM )

Osnabrück vermarktet sich nicht nur als „Friedensstadt“. Osnabrück ist auch bekannt als eine Stadt, die gute Beziehungen zur iranischen Gottesdiktatur pflegt, deren Tageszeitung und Universität Hochburgen islamophiler Ideologiebildung darstellen und die immer wieder durch Kollaboration mit zwielichtigen islamischen Funktionsträgern auf sich aufmerksam macht.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ahmadineschads_willige_geiger/

http://www.glasnost.de/autoren/krauss/integrationspol.html

http://nicsbloghaus.org/2010/06/19/die-gbs-zur-absage-von-osnabrueck/

Aus der Friedensstadt Osnabrück stammt auch jener umstrittene parteichristliche Bundespräsident Christian Wulf, der uns den Islam – ohne tabufreie und chancengleiche öffentliche Debatte – als organischen Teil Deutschlands aufnötigen möchte und dafür trotz weitgehend gleichgeschalteter Medien wohl kaum eine Mehrheit hinter sich brächte.

Diesmal ist es wieder so weit. An der Universität Osnabrück, einer der vier Standorte für islamische Theologie in Deutschland, soll vom 28. bis 30. Oktober eine Konferenz zum Thema „900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften. Perspektiven für eine islamische Theologie in Deutschland“ stattfinden.

Zur institutionellen Einbettung dieser Veranstaltung ist zunächst prinzipiell Folgendes anzumerken: Zum einen ist es höchst abwegig, Theologie und offenbarungsreligiösen (hier: islamischen) Glauben als „Wissenschaft“ zu bezeichnen und zu behandeln. Zum anderen verstößt die Einrichtung einer staatlichen Imam-Ausbildung grundsätzlich gegen das verfassungsrechtliche Neutralitätsgebot in Religionsangelegenheiten. Es kann nicht sein, dass dem ungefragten deutschen Steuerzahler, darunter ein Drittel Konfessionsloser, nun auch noch die Finanzierung des geistlichen Personals einer höchst kritikwürdigen Fremdreligion aufgebürdet werden soll. Drittens ist zu kritisieren, dass den Studierenden des Erweiterungsfachs „Islamische Religionspädagogik“ als Voraussetzung für ihre Lehrerlaubnis die Zugehörigkeit oder die Konversion zum Islam abverlangt wird.

Begründet wird diese verfassungswidrige und demokratisch illegitime Institutionalisierung mit dem angeblichen Vorhaben, den Islam „von außen“ im Sinne der Prinzipien der europäischen Moderne zu domestizieren und gegenüber radikalen (islamistischen) Ausformungen zu immunisieren. Für die Einsicht, dass diese dogmentheoretische Einmischung von Seiten des „Staates der Ungläubigen“ bei dem orthodoxen Mainstream-Islam und seinen berufsmuslimischen Vertretern auf wenig Verständnis und Hinnahmebereitschaft stoßen dürfte (es sei denn, diese erhalten hinter verschlossenen Türen doch noch die inhaltliche Lufthoheit), muss man kein Hellseher sein.

Um die ausschlaggebenden Kräfte der islamischen Orthodoxie gnädig zu stimmen, haben sich die universitären Profiteure der Theologie- und Imamausbildung mit Abū Ḥāmid al-Ġazālī (1058-1111) eine geeignete Galionsfigur auserkoren. Unter dem Eindruck gravierender geistiger Gegensätze und Orientierungswidersprüche innerhalb der zeitgenössischen Umma zwischen Sufismus (islamische Mystik), aristotelischer Philosophie, traditioneller Orthodoxie und ismaelitisch-schiitischer Einflüsse verkörpert al-Ġazālī die orthodox-islamische Verdammungsideologie gegenüber den Einwirkungen der aristotelischen Philosophie auf die islamische Weltanschauung. Mit Bezug auf al-Farabi und Ibn Sina wird von ihm das Recht der philosophisch argumentierenden Vernunft bestritten, den Offenbarungsglauben zu hinterfragen und überhaupt rationales Denken auf religiöse Prinzipien anwenden zu dürfen. Verurteilt wird auch die Leugnung von Wundern durch die Philosophen sowie das Kausalitätsdenken, weil es die göttliche Allmacht, ein Grunddogma des islamischen Eingottglaubens, in Frage stellt und dadurch die Krisen erzeugende Verunsicherung der Menschen hervorrufe. Um die rationale Philosophie als Nebenbuhlerin des Ringens um Wahrheit auszuschalten und den Absolutheitsanspruch des theokratischen Denkens zu befestigen, belässt es al-Ġazālī nicht nur bei der Kritik der angeblichen philosophischen Irrtümer, sondern verdammt die Philosophen als Ungläubige, was im orthodoxen Islam einem Todesurteil gleichkommt. Im Einzelnen gelten ihm drei Auffassungen als Indikatoren für todeswürdigen Unglauben (Glaubensabfall) für einen Muslim: 1) dass die Welt ungeschaffen und ewig sei, 2) dass Gott nur das Allgemeine, nicht aber das Besondere und Einzelne wisse und 3) dass es keine leibliche Auferstehung gebe.

Mit diesem islamisch-theologischen Verdammungsurteil fungiert al-Ġazālī als herausragende Figur der Austreibung philosophisch-rationaler Diskurskeime aus dem islamischen Weltanschauungssystem, das auch heute in seiner orthodoxen Grundgestalt mit der säkularen Moderne auch bei größtem Aufwand spitzfindigster Hermeneutik nicht in Einklang zu bringen ist.

Dass nun die Osnabrücker Universität ausgerechnet al-Ġazālī, nicht aber die muslimischen Vertreter der aristotelischen Philosophie würdigen, lässt tief blicken in die wahren Abgründe und Perspektiven der mehr als fragwürdigen und deplatzierten Imamausbildung an deutschen Hochschulen.

Ergänzend und vertiefend hierzu der folgende Text:

Osnabrück und das erneuerte Mittelalter: Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit

http://schariagegner.wordpress.com/2011/10/18/al-ghazali-am-ziis/

Zur Kritik der Imamausbildung:

Universitäre Imamausbildung und Einführung von Islamunterricht: Mit Siebenmeilenstiefeln in die falsche Richtung: Stellungnahme zur forcierten Etablierung islamischer Herrschaftskultur in Deutschland

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-universitaere-imamausbildung-und-einfuehrung-von-islamunterricht.html

Wer den Osnabrücker Veranstaltern seine Meinung mitteilen möchte, kann das hier tun:

info-irp@uni-osnabrueck.de

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=30

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4 Antworten to “265. Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland”

  1. Ossenbrügge Says:

    „Dies ist die einfache Geschichte des Films: Eine gläubige Muslimin fleht Gott an, er möge helfen, die Gewalt und die Erniedrigungen zu beenden, die sie zu erleiden hat. …

    Aber Muslime waren erzürnt, weil man Korantexte auf einen Frauenkörper geschrieben hatte. …

    Wer in der arabisch-islamischen Welt den Koran als literarischen Text untersuchen möchte, darf sich eines frühen Todes gewiß sein.

    Da heißt es, auf einen islamischen Dan Brown warten, der ein ‚Da Vinci Code‘ über Mohammed schreiben kann, ohne gleich enthauptet zu werden. Darum geht es doch, oder?“

    Leon de Winter

    http://www.welt.de/print-welt/article354109/Islam_heisst_auf_deutsch_Unterwerfung.html

  2. Edward von Roy Says:



    1.11.2011
    An die Universität Osnabrück

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    am letzten Wochenende tagte man an der Universität zu 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland. Im Folgenden einige Zitate des fundamentalistischen Großmeisters, übersetzt zumeist aus dem Mīzān al-‘Amal (Criterion of Action / Critère de l’action). Wer am Sinn des restriktiven Islamischen Gesetzes, der Scharia, zweifelt, dem mangele es an Verstand, stellt Imam al-Ghazali klar:

    „Die wirkliche Vernunft gestattet es, den Pfad der Glückseligkeit (the path of felicity) vom Pfad der Verdammnis zu unterscheiden.“

    Ein gelingendes Leben ohne öffentlich nachweisbaren Schariagehorsam kann es in einem an al-Ghazali orientierten Islam nicht geben, denn ein Handeln, das die Banden des Islamischen Rechts übersteigt, ist vom Gläubigen als dreckig (wie Schmutz) und Ekel erregend zu empfinden:

    „Moralisch gute Gesinnung zielt darauf, jede schlechte Angewohnheit zu entfernen, wie das islamische Gesetz der Scharia gründlich aufzeigt. … Gute Gesinnung lässt einen die schlechte Gewohnheit so verabscheuen wie Schmutz.“

    Ein dem Theologen al-Ghazali verpflichteter Religionsunterricht wird die Kinder und Jugendlichen in den Kerker des Fundamentalismus einsperren und sie der freiheitlich demokratischen Grundordnung mehr und mehr entfremden:

    „Solange die Ausübung der islamischen Pflichten mit Kummer oder Widerwillen verknüpft bleibt, zeigt sich ein Charaktermangel, der den Weg zum Glück verhindert.“

    Das Erdendasein hat keine andere Aufgabe, als die Seele vor der ewigen Verdammnis zu retten:

    „Die Menschen schlafen, und erst wenn sie sterben, erwachen sie (people are asleep, and when they die they wake up). … Die Liebe zum Diesseits ist die Ursache aller Sünde, das Diesseits ein Ackerfeld für das Leben danach.“

    Denken braucht der muslimische Endverbraucher nicht so viel, das erledigen die Ulama (Gelehrten) für ihn, heutzutage beispielsweise Yusuf al-Qaradawi oder Mustafa Cerić aus Sarajevo; al-Ghazali vor 900 Jahren:

    „Voller Treue und Eifer soll der einfache Muslim die Gelehrten nachahmen, die Erben der Propheten. Die Gelehrten sollen die Gottesfreunde, Propheten und Engel bis zur Auslöschung aller menschlichen Eigenschaften imitieren, damit sie im Paradies zu menschengestaltigen Engeln verwandelt werden.“

    Nur dem schariatisch korrekt Handelnden gelinge es in seinem Leben, die das Seelenheil gefährdenden Extreme zu vermeiden. Wer nicht islamisch korrekt lebt, zeige Glaubensmangel (und ist ein Extremist). Glauben heißt gehorchen! Das ist die Botschaft eines ernsthaft an al-Ghazali ausgerichteten Islamischen Religionsunterrichts (IRU).

    Um die Frauenfrage war der vor 900 Jahren verstorbene Gelehrte besonders bemüht, wie man im Al-Ḥyā ‘Ulūm ad-Dīn (Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften) erfährt:

    „(The woman should stay in her house) Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen (Elle ne doit pas sortir trop souvent), muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen (She should not go out of her house except by his permission).“

    So also denkt der bedeutendste islamische Theologe und will eine Religion, in der die Frau dem Ehemann gehorchen muss, wenn er ihr verbietet, auf die Straße zu gehen. Unattraktiv muss die Tugendhafte wirken, und anonym wie ein Zombie durch Nebengassen huschen:

    „Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen (Elle devra revêtir de vieux vêtements) und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte.“

    Religionslehre an öffentlichen Schulen darf nicht dazu beitragen, Rechtsstaat und bürgerliche Ordnung zu ironisieren und zu erodieren. Bevor die heutigen Islamverbände staatlicher Ansprechpartner für einen bekennenden Religionsunterricht sein können, ist der Verzicht auf die Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith zu erklären. Der Aufbau von Fiqh-Justiz (Fatwa-basierten Schiedsstellen, Schariagerichtshöfen) darf nicht betrieben werden.

    Wer die Parteigänger eines al-Ghazali heute, auch in Osnabrück, nicht als reaktionär bezeichnet, wird dazu beitragen, die aus Sicht der deutschen Islamverbände angeblich „zu muslimisierenden“ Kinder und Jugendlichen in einen zunehmenden Wertekonflikt mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu bringen.

    Wir müssen feststellen, dass Bülent Ucar den 2011 unkritisch gelobten hochmittelalterlichen Theologen bislang sehr einseitig dargestellt hat. Die Universität Osnabrück muss sich von Abu Hamid al-Ghazali distanzieren, dessen wörtlich verstandene Islamische Lehre in der freiheitlichen Deomokratie kein Unterrichts- oder Ausbildungsfach sein kann.

    Edward von Roy
    Diplom-Sozialpädagoge (FH)

    Gabi Schmidt
    Sozialpädagogin

    Q u e l l e n

    Al-Ghazali`s Ihya‘ Ulum al-Din, REVITALISATION OF THE SCIENCES OF RELIGION

    The woman should stay in her house … She should not go out of her house except by his permission. (p 235)

    Criterion of Action (Mizan al-‘Amal), bei: S. Dunya, Kairo 1964

    http://www.ghazali.org/works/mizan-en.htm

    Revivification des sciences de la religion, cité par Ghassan Ascha, Du statut inférieur de la femme en Islam, l’Harmattan, Paris 1987, p. 41.

    http://www.denistouret.fr/textes/al_Ghazali_Algazel.html

    http://fr.narkive.com/2004/12/28/1753783-le-statut-inferieur-de-la-femme-en-islam.html

    Zu al-Ghazali und die Frauen vgl. auch Describing Women and Their Good and Bad Points

    Imam Ghazali: Counsel for Kings [Nasihat al-Muluk], London, Oxford University Press, 1964, pp. 158-173

    http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/ghazali/women_good_bad.html


  3. Kalevala Says:


    Aus dem Kommentarbereich:

    Kirchturmpolitik oder schleichende Rechtsspaltung?

    Islam ist beides, 100 % Heilssicherung (Religion) und 100 % Wohlverhalten (politisches System und Justizsystem).

    Wird hier lediglich etwas nervige Lobbyarbeit für Minderheiten gemacht, leider von der Allgemeinheit finanziert, oder droht das Islamische Sonderrecht beispielsweise über das Familienrecht einzuziehen?

    Was wird Lebensgefühl und Lehrstoff der Osnabrücker Lehrstätte für Islamische Theologie sein, Integration aller Menschen in die kulturelle Moderne oder die allmähliche Zerlegung der Gemeinschaft in eine Art Apartheid?

    Die elitären Damen und Herren, die da in erhobener Gestimmtheit weißliche und himmelblaue Luftballons erhöhen (Allahs himmlische Herrschaft erden?), haben sie sich jemals von der ungleichbehandelnden (diskriminierenden) Scharia distanziert?

    Den Ausgang des Dreißigjährigen Krieges sollte man nicht strapazieren, wenn man die allgemeinen Menschenrechte und die deutsche Rechtseinheitlichkeit erhalten will. Der „Frieden“ von 1648 gründete auf der (beibehaltenen, mag sein) Zertrümmerung des deutschen Sprachraums in religionsrechtlich differenzierte Zonen: Cuius regio, eius religio: wem das Land gehört, der herrsche auch religionspolitisch.

    Alles erinnert ein wenig an die Lage kurz vor dem Zerreißen des südasiatischen Subkontinents in Pakistan bzw. Bangladesch und Rest-Indien.

    Wir sollten den Begriff des Bürgers (citoyen, citoyenne) höher halten als die heiligen Schriften.

    Edward von Roy

    http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/niedersachsen/67517419/bundesweit-groetes-institut-fuer-islamische-theologie-in-osnabrueck-eroeffnet

    —–
    —–

    Interessantes berichtet Hermann Horstkotte. Den Islamaufhübschung betreibenden Postmodernen um Annette Schavan war ein Herr der Millî Görüş unangenehm, vielleicht wäre der Ministerin ein muslimbrudernaher ECFR-Scheich oder ein ein waschechter Teheraner Ayatollah lieber gewesen, oder hätten auch die den Islam irgendwie falsch verstanden:

    —–

    Es gibt Streit am gerade eröffneten Institut für Islamische Theologie der Universität Münster: Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan hat einen muslimischen Kandidaten für den Islam-Beirat abgelehnt. Angeblich bestehen Zweifel an dessen Verfassungstreue.

    (…) Eröffnung des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster. Dabei sahen Schavan und alle Festredner einen Punkt hinweg: Denn mit dem „Konfessionellen Beirat für Islamische Theologie“ ist etwas schief gegangen, dem Gremium also, das als Glaubenswächter eine Rolle wie die Kirchen bei den traditionellen Theologischen Fakultäten spielen soll. Notbremse Die Uni-Satzung schreibt acht Mitglieder vor, aber der achte Platz ist bis heute verwaist. Ministerin Schavan hat einen Kandidaten auf der Vorschlagsliste der Hochschule abgelehnt. …

    Tatsächlich aber hat Schavan offenbar nur die Notbremse bei einem Kandidaten gezogen, an dessen Grundgesetztreue Zweifel bestehen. Unirektorin Ursula Nelles hätte ihn trotzdem ernennen können, aber dann kein Geld aus Berlin bekommen.

    Keine Akzeptanz

    Die Ablehnung stützt sich darauf, dass der Aspirant der islamischen Gemeinschaft Milli Görüs zugerechnet wird. Der bescheinigen Verfassungsschützer erhebliche Demokratiedefizite. Schon seit Jahren, auch bei anderen Gelegenheiten wie der „Deutschen Islamkonferenz“, will die Bundesregierung Milli Görüs nicht als Verhandlungspartner akzeptieren.

    Dass trotzdem jemand aus diesem Kreis auf die Berufungsliste für den Beirat gelangte, hängt mit der münsterschen Beirats-Ordnung zusammen. Danach überlässt die Uni vier der acht Sitze dem „Koordinationsrat der Muslime in Deutschland“ (KRM), ihrem obersten Dachverband. Anscheinend versuchte der KRM, über den Beirat einen Vertreter von Milli Görüs an den mit Millionen Euro Bundesmitteln gedeckten Tisch zu setzen.

    Schwerwiegender Konstruktionsfehler

    In der Personalaffäre zeigt sich offenbar ein schwerwiegender Konstruktionsfehler der Beiratsordnung. Darüber wurde im Vorjahr im Senat der Uni, ihrem obersten Leitungsgremium, lange gestritten (…)

    Hermann Horstkotte 06.11.2012

    http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Islam-Beiratskandidat-soll-Demokratiedefizite-haben;art993,1815342


  4. Parpalhòl Says:

    … von Markfield (GB) nach Gießen (D):
    ::

    Donnerstag, 29. November 2012
    Dr. Johan H. Meuleman, Inholland University of Applied Sciences (Niederlande): „Die Entwicklung des islamischen Religionsunterrichts in den Niederlanden“

    Donnerstag, 24. Januar 2013
    Prof. Dr. Abdullah Sahin, Markfield Institute of Higher Education (England): „The Contribution of Religious Education to Social and Community Cohesion: Examining The Case of Islamic Education in Secular Multicultural European Societies“

    Donnerstag, 7. Februar 2013
    Dr. Mizrap Polat, Osnabrück/Osmangazi Universität Eskisehir: „Menschenbild im Islam und seine Bedeutung für islamischen Religionsunterricht“

    Alle Vorträge beginnen um 16 Uhr im Haus E, Raum 209, im Philosophikum I, Otto-Behaghel-Straße 10, 35390 Gießen.

    Termin:

    Donnerstag, 1. November 2012, 16 Uhr
    Dr. Dr. Ilhan Ilkilic, Universität Mainz/Deutscher Ethikrat: „Bioethische Fragen und Muslime: Neue Herausforderungen für die islamische Religionspädagogik“
    Ort: Raum E 209, Philosophikum I, Otto-Behaghel Straße 10, 35390 Gießen

    http://www.uni-giessen.de/cms/ueber-uns/pressestelle/pm/pm210-12

    ::
    ::

    hier beworben bei der Deutschen Islamkonferenz (DIK)

    The Contribution of Religious Education to Social and Community Cohesion: Examining The Case of Islamic Education in Secular Multicultural European Societies
    Veranstalter Universität Gießen
    Veranstaltungsort Gießen
    Bundesland Hessen
    Beginn 24.01.2013 16:00 Uhr

    Die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts ist weiterhin ein Hauptthema der öffentlichen Diskussion im Kontext der Integration von muslimischen Migrantinnen und Migranten in Deutschland beziehungsweise Europa. Die Professur für islamische Theologie und ihrer Didaktik der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) im Wintersemester 2012/13 vier Vorträge zu aktuellen Fragen der islamischen Theologie und Religionspädagogik.

    Referent: Prof. Dr. Abdullah Sahin, Markfield Institute of Higher Education (England)

    (Raum E 209, Philosophikum I, Otto-Behaghel Straße 10, 35390 Gießen)

    http://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Veranstaltungen/DIK/DE/2012/20121112-contribution-religious-education-social.html

    ::
    ::

    mihe
    The Markfield Institute of Higher Education
    Markfield,
    Leicestershire,
    UK

    http://www.mihe.org.uk/

    MEd in Islamic Education: New Perspectives

    BA (Hons) in Islamic Studies
    MA in Islamic Studies

    MA in Islamic Banking, Finance and Management

    Courses

    http://www.mihe.org.uk/courses-list

    Tuition Fees

    http://www.mihe.org.uk/tuition-fees

    Dr. M. Manazir Ahsan
    Dr. Abdullah Sahin
    Dr. Abul Hassan
    Dr. Ataullah Siddiqui
    Dr. Shahrul Hussain

    http://www.mihe.org.uk/staff

    Dr. Abdullah Sahin

    Dr Sahin has recently been appointed as a Visiting professor (2009/10 Academic Year) at the Institut d’Etudes de l’Islam et des Sociétés du Monde Musulman at the Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Paris.

    Dr Sahin is currently completing a book entitled „Pedagogy and identity formation: New Directions In Islamic Education“ which will be published by Kube Publishing Ltd in 2012.

    http://www.mihe.org.uk/abdullah-sahin

    Dr. Ataullah Siddiqui

    Dr Ataullah Siddiqui is a Reader in Religious Pluralism and Inter-Faith Relations at the Markfield Institute of Higher Education where he was also the Director of the Institute from 2001 to 2008. He is a Visiting Professor at the University of Gloucestershire and a Visiting Fellow at York St. John’s University. He is a member of the Advisory Board of the HRH Prince Alwaleed Bin Talal Centre for the Study of Islam in the Contemporary World at the University of Edinburgh. He was founder President and Vice Chair of the ‘Christian Muslim Forum’in England, and a founder member of the Leicester Council of Faiths.

    http://www.mihe.org.uk/ataullah-siddiqui

    Dr. Shahrul Hussain

    Dr. Shahrul Hussain completed his PhD at the University of Aberdeen, Scotland. He embarked on his Islamic education at a specialist Islamic seminary, Darul Uloom Al-Islamiyah Al-Arabiyah School & College, Birmingham. After graduating from Darul Uloom he won a scholarship to study at the University of Al-Azhar, Cairo, Egypt, and graduated from the Faculty of Islamic Jurisprudence and Law in 2001

    http://www.mihe.org.uk/shahrul-hussain

    ::

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