225. Islamreformator an-Na’im

الإعلان العالمي لحقوق الإنسان

al-iʿlānu l-ʿālamīyu li-ḥuqūqi l-insān

Universal Declaration of Human Rights

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Staat säkularisieren, Politik religiös aufladen

Politik und Staat trennen, um Raum zu schaffen für die Scharia.

Zum Redebeitrag des Abdullahi Ahmed An-Na’im: Scharia und Säkularer Staat im Nahen Osten und Europa, den der aus dem Sudan stammende und in den USA lehrende Schariagelehrte und Jurist am 19.05.2009 anlässlich der von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten dritten Carl Heinrich Becker Lecture im Berliner Wissenschaftskollegium vortrug. Eine Islamkritik von Jacques Auvergne.

Jeder von uns hat halt so seine Vorstellungen von der Gleichberechtigung der Atheisten, Ex-Muslime, Christen und Frauen:

14. ob die Vorstellung der Europäer von „Aufklärung und Moderne“ auch im Nahen Osten und in anderen Teilen Afrikas und Asiens anwendbar ist.

Muslime sind ganz anders, ermahnt uns An-Na’im: Abendländer, euer Wissenschaftsbegriff ist westlich, die AEMR ist ein Produkt eurozentrischer Weltsicht. Zivilisatorische Moderne geht auch mit Koran und Sunna, Zweitfrau und Schleierpflicht.

Das ist zwar Unsinn, aber der Herr ist Jurist und berühmt. Irgendwie war nicht Mohammed, sondern ein französischer Imperator der Urheber jeder islamischen Staatsreligion. Letztlich bleibt Wissenschaft kalt und seelenlos und aufklärerisches Streben eine Erlösungsreligion:

14, 15. Dabei war es Napoleon, der 1798 das erste „klerikale Regime“ im Nahen Osten etablierte. Der „Diwan“ der Französischen Republik Ägypten … bestand aus Scheichs der Al-Azhar. Es ist nicht ohne Ironie, dass es der messianische Geist der Aufklärung war, der die traditionelle – wie Ira Lapidus formuliert – „Abgrenzung von Religion und Staat“ in der Geschichte des Islam verwischte.

Schariafreund Abdullahi An-Na’im leugnet, dass Napoleon gar keine Angst vor dem Höllenfeuer hatte, während Reichsgründer Mohammed die nur für ihn hörbaren Befehle Allahs täglich aktualisieren konnte und den Befehlsverweigerer köpfen ließ.

Die Ḥākimīyatu ʾllāh, anglisiert Hakimiyyah Allah (1), die Herrschaft Allahs zu errichten, sichert für den Muslim das Heil im Diesseits und Jenseits, wie der sich auf Muhammad ibn Abd al-Wahhab und Sayyid Qutb berufende, aus Syrien stammende, an Tschetschenien interessierte und in London lebende Scheich Abū Baṣīr aṭ-Ṭarṭūsī erklärt (2). Die westlich angekränkelten napoleonischen Gesetze beschränkten sich bewusst auf die geister- und götterfreie Sphäre von Militär, Personenstandsrecht und Steuerwesen.

An-Na’im will in den zur Spezies, zur Sorte Mensch erklärten Europäern, die er implizit als Nichtmuslime einordnet, Gefühle der Schuld erwecken, er selbst bietet im Mai 2009 von Berlin aus dem zerknirschten einstigen Kolonialherrn freundlicherweise die Entsühnung gleich mit an. Wenn der Weiße Mann doch nur endlich für seine eingereisten oder konvertierten Muslime ein gesondertes Ehe- und Familienrecht zulassen würde.

Den US-amerikanischen und europäischen Muslimen ist aufgeklärtes Denken nicht zuzumuten, wie der Jurist uns nahe legt, sie sind in den Käfig von Pressenzensur und Parawissenschaft zu sperren, damit sie ihren kulturellen Wurzeln“ nicht entfremdet werden und Zweitfrau und Hidschab auch noch in hundert Jahren „verstehen“. Der von Kindergarten, Schule und Jugendarbeit gefälligst zu duldende Weg der muslimischen „Andersartigen“ in die Unkreativität und Humorlosigkeit kann beschritten werden, der Rückweg aus dem Fundamentalismus heraus in Weltbürgerlichkeit und Religionskritik wird den erfolgreich Muslimisierten zunehmend schwer fallen.

An-Na’ims Herangehensweise, die rational basierte, Errungenschaften wie Rechtssicherheit und freiheitliche Demokratie erst ermöglichende, in steter Entwicklung befindliche und global gültige Wissenschaftlichkeit als messianisch zu bezeichnen, erinnert an die Deutung der Demokratie als Religion, wie wir sie von al-Maqdisi (Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī: Democracy … a Religion) kennen.(3)

Der Orient an sich sei durch und durch säkular gewesen. Erst der kleine Korse hat die zivilisatorische Sache vermasselt:

Doch was die französische Kolonialverwaltung einführte, war der geschichtlichen Erfahrung Ägyptens mit der Abgrenzung und Differenzierung von Religion und Staat in Wahrheit unterlegen.

Die sittlich „hoch“ überlegenen Fakten zum Islamischen Säkularismus und Islamischen Menschenrechtsbegriff kennt An-Na’im „in Wahrheit“ und zum Glück aller Muslimbürger und Nichtmuslimbürger. Irgendwann wird er sie uns vielleicht auch nennen. Bis dahin dürfen wir auf die in Atlanta (Georgia, USA) bald, vielleicht schon morgen, völlig neu produzierte, jedenfalls „neu gelesene“ Scharia gespannt sein. Endlich ein Islamisches Recht, das mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrecht kompatibel ist und zugleich das Menschenbild und Gesellschaftsmodell von Mohammed († 632) und al-Ghazali († 1111) treu umsetzt.

Noch ist es nicht da, aber bald.

Nicht bloß Differenzieren, nein, Flechten kann der vom Autohaus FORD bezahlte Professor auch:

Unter Kolonialismus verstehe ich ein Ensemble miteinander verflochtener Ideen und Praktiken, die auch nach dem Ende territorialer Eroberung und Besatzung weiter bestehen können – selbst dann, wenn sie niemals umfassend und dauerhaft verwirklicht wurden.

Sagt selbst, Berliner, ganz tief in euch lebt der Wunsch, uns Afrikaner zu versklaven.

Oder hat der Jurist den Kolonialstaat („Eroberung und Besatzung“) Mohammeds und der ersten vier Kalifen gemeint, das von Dhimma, Dschihad und Apostatenmord („Ideen und Praktiken“) geprägte Kalifat, welches durch Herz und Hirn des türkeistämmigen deutschen Gastarbeiters oder ethnisch deutschen salafistischen Konvertiten als kaum wahrnehmbarer Wunsch nach einem kraftvollen Revival von Kindbraut, Zweitfrau, Burka und Steinigung schleicht?

Indirekt macht der Islamversteher uns klar, dass ein global gemeintes Bestehen auf den Standards der AEMR einer brutalen Landnahme gleichkommt. Der muslimische Wunsch nach Legalisierung von Elementen der Scharia hingegen ist nichts als eine Frage der Entkolonialisierung und kulturellen Vielfalt.

Im Namen des friedlichen Zusammenlebens der Zivilisationen will An-Na’im dem Kulturrassismus und der Frauenfeindlichkeit der Scharia mit legalen Mitteln maximale Geltung verschaffen. Gegen Artikel Zwei der Ägyptischen Verfassung äußert sich der schariagelehrige Professor bewusst nicht: Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia), „Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).”

17, 18. Insbesondere schlage ich vor, dass der Staat gegenüber allen religiösen Lehren oder Ansichten so neutral wie nur irgend möglich sein sollte.

Wie neutral genau, sehr geehrter Herr An-Na’im, etwa so neutral wie in Griechenland? Am 11.06.2008 war in der Zeitung über elf- und zwölfjährige Ehefrauen zu lesen, die, teilweise schwanger, im Rheinland sichtbar werden und nach Islamischem Recht (Scharia) im Norden Griechenlands durch Muftis und Imame verheiratet worden sind.(4)

Damals schrieb Barbara Kirchner:

»Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mittwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte. …

An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. Die Zwangsehen sind zwar selten. Da sie aber Griechenland als EU-Mitglied absegnet, sind sie auch in Deutschland gültig.

„Ein Skandal“, nennt das voller Empörung Diana Goldermann-Wolf vom Kinderschutzbund. „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“

Vollzogen werden darf eine solche Ehe in Deutschland nicht. Das ist Missbrauch von Kindern. 2005 stieß das Jugendamt erstmalig auf eine solche Zwangsheirat. Das Ehepaar erschien sogar mit übersetzter Heiratsurkunde bei der Behörde und wollte eine neue Steuerklasse beantragen.

Nach etlichen Überprüfungen landete der ungewöhnliche Fall beim Jugendamt. Die Familie des Mädchens zeigte sich einsichtig. Die Ehe wurde geschieden, das Mädchen nach Griechenland zurückgeschickt. Dort will sie nun warten, bis sie über 14 Jahre alt ist.

Seitdem achtet das Jugendamt verstärkt auf solche Fälle. Leiter Johannes Horn: „Wir gehen sensibel vor, machen den Leuten klar, dass eine sexuelle Beziehung verboten ist. Achten darauf, dass kein gemeinsamer Haushalt geführt wird.“ Zwangsehen in Düsseldorf – das hört sich nach finsterem Mittelalter an. Tatsächlich aber betreut das Jugendamt zur Zeit drei Familien, in denen minderjährige Mädchen (unter 14) verheiratet wurden.«

Soweit Barbara Kirchner.

Barbara Kirchner hätte statt „ein altes Gesetz“ allerdings „das ewig junge Islamische Recht“ schreiben müssen und liegt aus islamischer Sicht mit ihrem „Das ist Missbrauch von Kindern.“ nun völlig daneben, denn Allahgott meint es schließlich gut mit den Menschen und betreibt keinen Missbrauch, sondern Gebrauch von Kindern. Ob sich die einmalig hörbar gewordene Skandalschreierin Diana Goldermann-Wolf und der sensibel vorgehende Johannes Horn nicht ein wenig von der Scharia distanzieren möchten? Kindbraut ist schließlich kein „Islamismus“, sondern echter Islam.

Wesentlich genauer hatte uns am 25.02.2005 Uta Keseling zu den Folgen der in Griechenland nicht verbotenen Regelungen der Scharia informiert:

»Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. Wenn jedoch ein Mädchen selbst die Heirat unbedingt wolle, nehme er es persönlich psychologisch und physisch in Augenschein und entscheide, ob es reif genug sei. Wenn ja, spräche das islamische Recht nicht gegen die Ehe.«(5)

Der islamische Geistliche heißt Cemali Meço (Τζεμαλί Μέτσο), er ist zuständig für Griechenlands Provinz Thrakien (türk. Trakya), damit auch für 123 hellenische Bergdörfer in den Rhodopen (Родопи, Ροδόπη, Rodop Dağları), die von einer muslimischen griechischen Minderheit bewohnt werden.

Wer mag, kann den geachteten islamischen Theologen aus Komotiní, der das göttliche Recht umsetzt, kleine Mädchen zu verheiraten, die gegebenenfalls bereits schwanger werden, im Bild sehen, und sollte bedenken, dass Tariq Ramadan, Mustafa Cerić oder Necmettin Erbakan († 27.02.2011) und seine Millî-Görüş-Bewegung keine andere Scharia im Angebot haben als Cemali Meço, denn zwei Scharias oder sagt man Scharien, gibt es so sehr wie zwei Allahs.(6)

Während An-Na’im und seine Helfershelfer wie der deutsche Mathias Rohe die Integration von Teilen der (gar nicht teilbaren) Scharia in das bestehende Recht wünschen, warnt die britische Menschenrechtsaktivistin Maryam Namazie vor der religiös begründeten Rechtsspaltung und dem frauenfeindlichen Islamischen Recht:(7)

„Frauen haben beispielsweise nicht das Recht auf eine Scheidung, Männer dagegen müssen nicht einmal vor Gericht gehen, um sich von ihrer Frau scheiden zu lassen. … Nach der Sharia dagegen kommt das Sorgerecht ab einem gewissen Alter der Kinder immer dem Vater zu, auch wenn es eine Vorgeschichte von Gewalt und Missbrauch gibt. Bei Erbschaften erhalten Frauen nur die Hälfte, ihre Zeugenaussage gilt nur halb so viel wie die eines Mannes. Vergewaltigung in der Ehe oder häusliche Gewalt werden wegdefiniert und nicht als Straftaten behandelt. Das oberste Ziel von religiösen Gerichten ist es stets, die Familie trotz allem zusammenzuhalten.“(8)

Islamrevolutionär Abdullahi Ahmad An-Na’im will Politik mit Stammesgesetz und Mysterium tränken und Staat auf das transparente Betreiben von ein paar Institutionen beschränken. In die zwischen Politik und Staat entstehende Lücke sollen menschenfeindliche Monster wie die von Sadismus und Willkür gekennzeichnete, mehrstufig entrechtende Scharia hinein kriechen können. Zukünftige Politik ist islamfreundlich oder im Namen einer bemerkenswerten Neutralität zu verbieten:

18. 19. Es gibt zwei wesentliche Aspekte dessen, was ich als religiöse Neutralität des Staates bezeichne: einerseits die Trennung von Religion und Staat und andererseits die Regulierung der unvermeidlichen Verflechtungen von Religion und Politik. Wie ich später noch ausführen möchte, gründet diese Auffassung in einer nicht unproblematischen, doch notwendigen Unterscheidung zwischen dem Staat als der institutionellen Verstetigung der Volkssouveränität und der Politik als Mittel zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechts. Zu betonen ist an dieser Stelle schlicht, dass die Anwendung desselben Modells nicht dieselben Ergebnisse gesetzgeberischen und politischen Handelns mit sich bringt.

Der Hütchenspieler hat sicherlich irgendwie Recht und jeder wird schon mal darüber sinniert haben, dass Gesetzesinitiativen in eine vereinbarte Richtung sprossen, während diesbezügliche Handlungen bald ganz woanders hin zerren. Also los, so scheint An-Na’im uns zu ermuntern, überlasst engagierten Bevölkerungsteilen die Gestaltung der Realität und beschränkt euch auf das Dokumentieren und Applaudieren. Mit ganz viel Sunna und Scharia gewinnt unsere entseelte und uneffektive Politik endlich wieder an Wärme und seelischer Fülle.

Bringen wir die Seelsorger an die Macht:

19. Religiöse Überzeugungen und Normen können rechtliche und politische Unterschiede begründen. … Unterschiedliches Wahlverhalten etwa (also etwa, welcher Kandidat oder welche Partei gewählt wird) spiegelt politische und ideologische Unterschiede wider – und diese können von religiösen Prinzipien herrühren.

Ist der Staatsbürger erst einmal durch den Religionsangehörigen ersetzt, bist du dir selbst kein Bürger mehr, sondern zunächst Heide, Muslim, Jude oder Christ, erwachsen tatsächlich aus den erneuten Stammesreligionen Stammeskandidaten und Stammesparteien. Dann votieren die Deutschchristen für den charismatischsten Kirchenpolitiker, den sie als Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken, die Deutschmuslime aber fühlen sich vom angesehensten Scheich nebst Kalifatspartei vertreten. Wäge weise, Erstwähler, das falsche Parteibuch gefährdet dein Seelenheil! Ja, wenn erst die Scharialobby zahlreiche Sitze im Bundestag gewonnen hat, wird „Unterschied“ spannend sichtbar und kommt mit Stoßgebet, Verfluchung und Gotteslästerungsvorwurf so richtig Leben in die Bude. Man stelle sich nur vor, fünfzig bis hundert Parlamentarierinnen in Burka, was für ein Betonen ewiger Werte und spiritueller Lebenskonzepte.

Auch an eine gewisse Dosis an Apartheid und Brutalität mögen wir uns gewöhnen:

19. Differenz und Konflikt gehören notwendig zum Menschsein

Quasi naturgesetzlich gebe es viel Andersartigkeit und viel Auseinandersetzung zwischen den Kulturen, die man zum Glück in den USA wie in Deutschland durch Legalisierung der Scharia auf ein für alle angenehmes und unterhaltsames Maß bringen kann. Der US-amerikanische und sudanesische Staatsangehörige möchte uns wohl sagen, dass ein Streben nach friedlichem Zusammenleben auf der Grundlage allgemeiner Menschenrechte utopisch und dekadent ist. Derlei Konfliktverherrlichung kennen wir durchaus: „Wer leben will, der kämpfe also; und wer nicht kämpfen will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht“ (Adolf Hitler). Wie viel „Differenz“ will An-Na’im denn bitte in unser Verständnis von Weltbürgertum integriert wissen, etwa so viel: „uns Europäern fremd, aus gänzlich andersartigen Rasseelementen geboren und verschieden von uns an Leib und vor allem an Seele“ (Rassist Fritz Hippler: Der ewige Jude). Eine Ebene an Botschaften An-Na’ims zielt auf die als „westlich“ zu verortenden Nichtmuslime.

Der Islamjurist kalkuliert das Publikum als gespalten, denn auch an die zu Lasten der Gleichheit vor dem Gesetz und der Rechtssicherheit Kontur gewinnende und juristisch zu ummauernde Muslimkaste richtet sich An-Na’ims gegenmoderner Rat, das Ungleiche („Differenz“) und Schmerzliche („Konflikt“) zu integrieren. An-Na’im ist damit zwar eigentlich ein Rassist, hat aber die (angeblich) vor jedem aktiv begangenen Rassismus bewahrende schwarze Hautfarbe und spielt darüber hinaus das religiös verfolgte Unschuldslamm, indem er auf seinen Sufimeister hinweist, den 1985 im Sudan durch mächtige Islamisten ermordeten weniger mächtigen Islamisten Taha (Maḥmūd Muḥammad Ṭaha). Tahas Buchtitel The Second Message of Islam (Ar-Risāla ṯ-Ṯānīya min al-Islām, ins Englische übersetzte es Abdullahi Ahmad An-Na’im), dürfen wir als Dschihad version 2.0 verstehen oder als Kalifat reloaded.

Sufismus ist Teil des Dschihad gewesen. Der Sufi ist der Kulturpädagoge des Kalifats, mal als Harlekin im Einsatz, mal als Henker.

Betrachten wir drei Worte des „mystischen“ Salafisten Taha, Mathias-Rohe-Schüler Michael Kiefer findet An-Na’im und Taha schließlich wegweisend für eine mit der AEMR ausgesöhnte europäische Scharia:

„Das grundlegende Prinzip (al-aṣl) im Islam ist, dass jeder Mensch frei ist […], denn die Freiheit ist ein natürliches Recht (haqq ṭabīʿi) dem die Pflicht zum verantwortlichen Umgang mit der Freiheit (ḥusn at-taṣarruf fi l-ḥurrīya) entspricht.“

Der Islamapostat hat schließlich unverantwortlich gelebt und auch der Kritiker des halben Erbes für die Frau agiert pflichtwidrig. Der Dhimmi beweist, dass er sich frei fühlt, preist seinen erniedrigten Status und ist dafür dankbar, nicht wie ein Harbi behandelt zu werden. Islam ist Diversität und Naturreligion, die Jungfrau wird zwangsverheiratet und der Weintrinker erhält 40 oder 80 Peitschenhiebe. Die Scharia ist hier besonders beweglich, die Lederschnur der Peitsche allerdings auch.(9)

„Das grundlegende Prinzip im Islam ist Gemeinschaftlichkeit des Besitzes (šuyūʿ al-māl) zwischen allen Menschen.“

Der Mann ist Vormund (walī) seiner Ehefrau oder Tochter und übernimmt deren Kontoführung. So lausche, Weib, irdisches Geld ist männliches Geld, und im Himmel brauchst du keines. Das Geld des Juden oder Christen wechsele zum sittlich erstklassigen Koranleser über, nur so haben alle Menschen davon den optimalen Nutzen inschallah.

„Das grundlegende Prinzip im Islam ist vollkommene Gleichberechtigung (al-musāwāt at-tamma) zwischen Männern und Frauen.“

Ja, im Paradiesgarten, die Zeit vorher ist schließlich nicht so wichtig. Bruder, so nimm die Einladung zum Paradies (EZP) an, besinne dich auf das Eigentliche und sage ja zum Hidschab und zur Burka nicht nein.

Taha hat gerade von der Gleichheit gesprochen. In Aserbaidschan wurde Gleichheit (müsavat, equality; musāwāt) zum Parteinamen Müsavat (Equality) Party (10), der ursprünglich (1911 bis 1923) Muslimische Demokratische Gleichheitspartei (Muslim Democratic Musavat Party) lautete. Die Partei war zuerst panturkistisch, panislamisch und prorussisch-zarentreu (1911-1918) ausgerichtet, später dachte sie nationalistisch, sozialistisch und säkular (1919-1923), heute lässt sie sich vielleicht als panislamisch-sozialreformerisch beschreiben, zur Präsidentschaftswahl 2003 gewann sie 14 % der Stimmen.

Auf der Seite Secular Pakistan weist man das berüchtigte Goldene Islamische Prinzip des al-Musāwāt aus gutem Grund und schlechter Erfahrung zurück.(11)

Nicht nur An-Na’im, auch Rohe und Kiefer erzählen uns von den bitteschön proschariatisch auszudeutenden Schrecknissen des Mordes an Sufi-Scheich Taha (Ṭaha) und raunen den Multikulturalisten ein wörtlich die vollendete Gleichheit bedeutendes türkisches müsâvât-ı tâmme oder arabisches al-musāwāt at-tāmma zu (vollkommen, perfect, zu: tamām, Vollendetheit, completeness). Die ungebremst fremdenfreundliche oder kirchentagsbewegte Menge seufzt beglückt: Mohammed war Feminist! Wer gegen diesen Zauber anzudenken wagt, ermordet gleichsam Sufischeichs und gefährdet das Leben des amerikanischen Professors und großen Islamreformators, darf also ausgezischt werden.

In Es gibt Muslime, die mich töten wollen (FAZ-net, 25. Mai 2009) fasst Proislamist Patrick Bahners just den demokratiefeindlichen Hokuspokus An-Na’ims korrekt zusammen, den wir hier betrachten. Bahners verzichtet allerdings darauf, den Leser vor dem Totalitarismus der Scharia zu warnen:

„Staat und Religion müssen getrennt sein, Politik und Religion lassen sich nicht trennen.“(12)

Der zahnlose Reststaat hat vor Allahs Gesetz zu kuschen, die Islamische Bewegung gestaltet Deutschlands Städte um. Jeder kontrolliert gottesfürchtige Muslim handelt dabei natürlich völlig freiwillig und arbeitet wie zufällig auf die vollumfängliche geerdete Herrschaft Allahs hin. Wenn das Kalifat dann da ist, wird An-Na’im über die USA oder Europa sagen: Hoppla, na so was, die Sache sieht ja aus wie nach einer Islamischen Revolution.

Eine ähnliche Trickserei wie Schariareformator An-Na’im betrieb offensichtlich auch Ali Jinnah, der uns vor einem Dreivierteljahrhundert ungefähr vorlog, dass der Muslim an sich ein islamrevolutionärer Sponti oder kalifatischer Individualist sei, der nur seine Beziehung zur Gottheit im Sinne habe: „Religion should not be allowed to come in to politics, Religion is merely a matter between man and a god.“(13)

Auch in der BRD wird der Mythos von der Spontanscharia verbalisiert. Muhammet Balaban von der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen (LAGA) in Nordrhein-Westfalen etwa will uns weismachen, dass es gar nicht möglich sei, dass Eltern ihrer Tochter das Kopftuch aufzwingen:

„Ab der Pubertät steht jeder eigenverantwortlich vor Gott. Die Mädchen entscheiden dann selbst, wie sie sich kleiden.“(14)

Dass sich manch ein zu muslimisierende Mädchen mit seiner Geschlechtsreife selbst bestimmt von ihrem Wali mudschbir zwangsverheiraten und ehelich vergewaltigen lässt, weiß Schariafreund Balaban, sagt es aber nicht. Der sittenpolitische Aktive der »Allianz der Essener Türken« hat zur gleichgeschlechtlichen Liebe eine bemerkenswert gottesfürchtige Ansicht, wie Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (PdS) in einer bemerkenswerten Kleinen Anfrage zum Treiben der Grauen Wölfe (nationalistisch-islamistische MHP und Freundeskreis) 1995 wusste:

»Diese Gesellschaft muß Homosexualität bereits im Vorfeld bekämpfen. Es ist wichtig, daß junge Männer von Homosexuellen ferngehalten werden, damit sie sich normal entwickeln können. Schließlich tragen wir eine Verantwortung, auch gegenüber Gott.«(15)

Der glaubensbewegte Homosexuellenhasser und Kopftuchpolitiker Balaban arbeitet gemeinsam mit Menschen wie Tayfun Keltek (ksta: „Diskutiert wurde auch die Frage, für muslimische Mädchen einen separaten Schwimmunterricht abzuhalten“(16) und Proislamistin Gülistan Yüksel, die in Hochschulgebäuden für ein Elternrecht auf arrangierte Ehe eintritt und 2010 mahnte, die bürgerlichen Salafismuskritiker ihrer Stadt würden „Öl ins Feuer gießen“(17), auch heute im Landesintegrationsrat NRW (Vorstand mit Beirat).(18)

Islamist Taha:

24. Welche Ironie, dass sowohl der so genannte „islamische Staat“ als auch die Idee, die Scharia als positives Recht im Namen der islamischen Selbstbestimmung durchzusetzen, Übersetzungen des europäischen Nationalstaats und europäischer Modelle positiven Rechts sind – und keine Wiedergeburt eines „authentischen“ oder kohärenten Produkts der historischen islamischen Tradition.

Ob sie ausschließlich wertvoll und erstrebenswert ist, die islamische Tradition, lässt der Professor offen. Netz und doppelten Boden hat der rhetorische Zirkusakrobat in Reserve, bekanntlich greifen Scharialobbyisten, sobald sie eine Menschenfeindlichkeit des Kalifats nicht mehr leugnen können, auf den Trick zurück, zu sagen, dass der Missstand nicht Religion, sondern Tradition ist. Der Rechtsfachmann lässt durchblicken, dass ein sich aus tiefstem Herzensgrund realisierendes „authentisches“ Kalifat eine gute Sache sei.

Ihr bösen Europäer habt den Islamismus erfunden, der uns Morgenländer heute so sehr belastet. Niemand widerspricht dem humorlosen Hütchenspieler, der Mann hat schließlich Jura studiert.

29. Wird versäumt, der Unterscheidung zwischen Politik und Staat Rechnung zu tragen, kann dies tendenziell den Frieden, die Stabilität und die gesunde Entwicklung der gesamten Gesellschaft untergraben.

Gesundheitsfachmann und Orakelpriester An-Na’im bedroht uns ein wenig: Der Staat habe sich aus der zunehmend glaubensbewegten Kultur der Parteien, Schulen und Wohlfahrtsverbände zurückzuziehen, sonst sind die Islamisten erfolgreich und stürzen die säkulare Republik militärisch und das ist doch irgendwie eher unerwünscht.

Zum Schutz vor dem Kalifat ist Deutschland daher sofort energisch zu verdoppeln in Deutschlandstaat und Deutschlandpolitik. Oder zu halbieren, wie man es sehen möchte. Eine Art von innerdeutschem Mauerbau ähnlich dem von 1961, (noch) nicht geographisch, sondern mental und zugleich organisatorisch, organisationsbezogen.

An-Na’im will zwei Deutschlands, ein unterkühltes, verwalterisches („Staat“) und ein nestwarm vibrierendes („Politik“).

Allahs sudanesisch-amerikanischer Revolutionär schreit nach viel Säkularität, ruft nach mehr Frieden flüstert nach noch mehr Scharia. Über eine solche Gottesfurcht gerät der in Erlangen tätige Jurist Mathias Rohe (Das islamische Recht, analysiert unter Sägefisch 138 (19)) ins Schwärmen:

[Der gebürtige Sudanese] Abdullahi al-Naʿim, der in den USA lehrt, lehnt die Durchsetzung der Scharia-Regeln durch Gesetzgebung schlechthin ab …

Genau, Allahs Befehl realisiert sich schließlich wie von selbst. Ferner ist die allmächtige Gottheit auf Paragraphenzeichen sowie auf Ausdruck und Lektüre von Gesetzesblättern nun wirklich nicht angewiesen. Rohe weiter, An-Na’im zitierend:

Unter Scharia verstehe ich das religiöse Normensystem des Islam. … weil … die Scharia nicht gesetzlich verordnet werden und zugleich ein religiöses Normensystem bleiben kann.

Richtig, der Mensch ist gar kein Gesetzgeber, Allāh erschuf einst und bewirkt sekündlich Weltall und Schariagesetz. Nur rechtmäßige Peitschenhiebe können gesetzlich verordnet werden, keine Schariapflichten.

Der Koran ist in vielen Vorgaben eindeutig, keine noch so sehr modernisierte „Lesart“ der Scharia kann die im Koran geforderte rechtliche Herabsetzung des Nichtmuslims und der Frau jemals aufheben. Die seit Jahren betriebene Suche Professor Abdullahi Ahmed An-Na’ims nach einer mit AEMR kompatiblen Scharia wird ergebnislos bleiben und könnte daher eigentlich sofort eingestellt werden. Doch der Professor reist und erzählt weiter, beschäftigt Sekretäre und Nachwuchsjuristen, hält in aller Welt Politiker und Journalisten auf Trab und duldet höflich die ihm zu Ehren inszenierten „wissenschaftlichen“ Bühnenveranstaltungen, am 19.05.2009 eben Thyssen-finanziert und in Berlin.

Eine angespannt islambegeisterte Katholische Kirche freut sich, dass An-Na’im am 02.02.2009 durch die Katholische Universität der vom belgischen Sprachenstreit besonders zerrissenen Region und Stadt Löwen (Leuven, Louvain) geehrt wurde, Marie-Claire Foblets hielt die Laudatio, in der sie, mit Erfolg, die Ehrendoktorwürde für einen als „Menschenrechtsexperten“ betitelten An-Na’im forderte.(20).

Zwischen 1993 und 1995 war An-Na’im Geschäftsführender Direktor von Africa Watch, der heutigen Afrikaabteilung der genüsslich mit der Scharia argumentierenden „Menschenrechtsbewegung“ Human Rights Watch (hrw).

Den vor der Hölle rettenden Kulturrassismus der Scharia ein bisschen zu reformieren ist nicht finanzierungswürdig, sondern die Demokratie gefährdend.

Ein wörtlich verstandener Koran kollidiert nicht nur mit der von Ali Schariati irreführend so genannten „westlichen“ Kultur, sondern mit der aus dem Standard der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hervorgegangenen Menschheitszivilisation.

Sobald wir die AEMR als dem „Westen“ entsprossen erklären, müssen wir den „Morgenländern“, den Muslimen, auch den eingewanderten oder konvertierten, auf Wunsch gestatten, nach den Normen von Koran und Sunna zu leben. Eigene, schariakonforme Gesetze auch in Deutschland müssten die Folge sein, die Zweit- bis Viertfrau wäre hierzulande dann ebenso legal wie die schwangere zwölfjährige oder elfjährige Ehefrau Griechenlands. Die Burka wird nicht mehr verboten werden können, nicht im Arbeitsleben und schon gar nicht im öffentlichen Raum.

Wer ein Recht ohne Diskriminierung der Frauen und Nichtmuslime will, muss Deutschland nicht in „Staat und Politik“ spalten, sondern die Scharia zurückweisen. Scharia und Fiqh sind weltweit zu überwinden.

Zivilisation gibt es nur im Singular.

Jacques Auvergne

Quellen

(1) Die Herrschaft Allahs, Ḥākimīyatu ʾllāh, anglisiert Haakimiyyah Allaah musst du als Salafist noch heute vor deiner Haustüre errichten helfen, und sei es im Kaukasus. Lesetipps für Radikale liefert der Amīr des Kaukasischen Emirats, Scheich Abu Basir Mustafa Halimah al-Tartosi gleich mit, neben bin Taimīya‎ (Taymiyyah, 1263-1328) und Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb (1703-1792) ist es der 1906 geborene, 1966 hingerichtete Saiyid Quṭb. „And from the contemporaries, the books of Sayyid Qutb, may Allaah, the Most High, be merciful to him.“

http://www.en.altartosi.com/haakimiyyah.htm

(2) Abū Baṣīr aṭ-Ṭarṭūsī (Abu Basir al-Tartousi), der syrischstämmige Scheich lebt im Exil in Großbritannien. Abu Basir al-Tartousi, the Syrian in exile in London

http://al-darb.blogspot.com/2009_01_10_archive.html

http://al-darb.blogspot.com/2009/01/salafi-responses-to-hamas-movement-in.html

Auch MEMRI (05.04.2011) kennt den Dschihad-salafistischen Theologen, der mit dem verweltlichten Syrien Höheres im Sinne hat.

On March 20, 2011, prominent Salafi-jihadist cleric Abu Basir Al-Tartusi launched a Facebook page titled „The Islamic Opposition to the Syrian Regime,“ on which he posts his messages and his responses to developments in Syria.

In the description, Al-Tartousi says that the page will serve as „the voice of the Islamic opposition in Syria to the oppressive sectarian Ba’th regime, which has ruled the land and the [Muslims in it] for over 40 years with heresy, iron and fire… Through [this page,] we will convey our appeals and directives to our proud Syrian people…“

The page features Al-Tartousi’s reactions to developments in Syria, links to recordings of his latest lectures and articles, announcements about upcoming events and protests, and reports about these events. There are also videos showing the regime’s brutal suppression of the recent demonstrations in Syria.

http://www.memritv.org/report/en/5173.htm

Kaukasuskalifat, Exil in London.

Markus Pede: „Dafür riskierte Dumarow auch den Bruch mit der tschetschenischen Exilregierung in London und rief im Herbst 2007 ein kaukasisches Emirat aus … den Exilpräsidenten Sakajew ließ er von einem Scharia-Gericht zum Tode verurteilen.“ Bei: Studienkreis Terrorismusforschung.

http://www.studienkreis-terrorismusforschung.de/publikationen/stutfo_kurz_info/2010/pdf/stutfo_kurz_info_20_machtwechsel_bei_den_tschetschnischen_rebellen.pdf

Studienkreis Terrorismusforschung, Blog

http://terrorismusforschung.wordpress.com/

Studienkreis Terrorismusforschung, Homepage

http://www.studienkreis-terrorismusforschung.de/

(Abu Basir al-Tartousi. Der italienische COPRRIERE beleuchtet die terroristiche Achse Syrien-Tschetschenien mit ihrem zweiten Wohnistz im Londoner Exil: “Questa seconda componente cerca di sfruttare i rapporti che Umarov ha stretto in Medio Oriente: contatti che portano fondi e la benedizione di ideologi militanti, come il giordano Al Maqdisi – già mentore di Al Zarkawi – e il siriano Al Tartousi, altra voce molto ascoltata dagli integralisti.”

http://www.corriere.it/esteri/11_gennaio_24/olimpio-guerriglia-cecena_e60d456a-27cb-11e0-9fb9-00144f02aabc.shtml

(3) Democracy … a Religion. Jacques Auvergne betrachtet den Text »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie« des Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/10/13/206/

(4) Barbara Kirchner: Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby. 11.06.2008, EXPRESS Düsseldorf.

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

(5) Uta Keseling: Das verheiratete Kind. WELT online, 25.02.2005.

Uta Keseling: „Das Haus von Nurays Familie steht am Ende der einzigen Straße des Dorfes. Da, wo ein angebundener Esel den Übergang vom griechischen Straßenanfang zu deren noch etwas armseligerem, muslimischen Ende symbolisiert. Wo ein paar Zwölfjährige in einem alten Opel Ascona spielen, den der Ober-Zwölfjährige gerade abgewürgt hat. Da, wo Nuray wohnt, ist noch eine Art Zwischenland – muslimische Häuser, die allerdings nicht hinter den typischen weißen Mauern verborgen sind. Der Übergang ist fließend. Man kennt sich. So haben auch im örtlichen Kafenion, der Dorfkneipe, die griechischen Männer schon von Nurays Rückkehr aus Deutschland gehört.“

http://www.welt.de/print-welt/article495796/Das_verheiratete_Kind.html

Michael Kreutz: In Europa, wo die Scharia noch gilt. 14.09.2005, Transatlantic Forum.

„Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. Es gibt sie darum auch überall dort, wo muslimische Minderheiten sind. Also auch in Europa. Aber allein Griechenland zwingt als einziges Land der EU seine autochthonen muslimischen Bürger dazu, die Scharia zu praktizieren – ob sie es wollen oder nicht. …

Die Freiheit, die muslimische Männer dank der Scharia bei der Einleitung von Scheidungen haben, hat dazu geführt, dass muslimische Ehen im Raum Rodópi und Xánthi neunmal so häufig geschieden werden, wie christliche. »Die griechischen Muslime können wählen, ob sie sich der Anwendung muslimischer Gesetze bei der Heirat unterwerfen wollen«, sagt der Mufti von Komotiní, Herr Meko Cemalı. Denn immerhin die Zivilehe steht den Muslimen offen, sofern der Ehemann sich für sie entscheidet. Allerdings: Fälle, in denen griechische Muslime die Zivilehe gegenüber der Scharia bevorzugten, sind minimal.“

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

(6) Cemali Meço ist Mufti in der Stadt Komotiní (Κομοτηνή, Gümülcine, bulg. Гюмюрджина / Gjumjurdschina). Meco Cemali schreibt es Uta Keseling.

Mufti und Koranrezitator (ḥāfiẓ, Χαφίζ) Cemali Meço (Τζεμαλί Μέτσο), Seine Hochwürden. Müftüsü Hafız Cemali Meço Efendi. Gümülcine ist die Universitätsstadt Komotiní.

http://www.youtube.com/watch?v=ZlyjMFGhk6w

http://www.youtube.com/watch?v=Me6SeHo5Fwc

http://www.youtube.com/watch?v=1DImhzYST2s

Rhodhópi-Fernsehen: Der Mufti von Komotiní, Ροδόπη TV – Ο Μουφτής Κομοτηνής.

http://www.youtube.com/watch?v=QjjG3Asyfhc

Bei Délta TV

http://www.youtube.com/watch?v=yBi39B3k_XQ

MUFTI KOMOTINI

http://www.muftikomotini.com/

http://www.youtube.com/watch?v=ScLmwLxlXOI

(7) Maryam Namazie, in: Jungle World, 17.02.2011.

http://jungle-world.com/artikel/2011/07/42649.html

(8) Maryam Namazie: Auch Schweigen kann rassistisch sein. Jungle World, 17.02.2011.

http://jungle-world.com/artikel/2011/07/42649.html

(9) Wein, Weib und Gesang? Weib mit Burka ja, Gesang nur zu Ehren der Korangottheit und für Wein ist die flexible Scharia zuständig. Islam Question & Answer, Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid:

With regard to the punishment of the drinker in this world, the punishment is flogging, according to the consensus of the fuqaha’, because of the report narrated by Muslim (3281) from Anas (may Allaah be pleased with him), who said that the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) flogged the one who had drunk wine with palm branches stripped of their leaves and with shoes.

But there is some difference of opinion as to the number of lashes. The majority of scholars are of the view that it is eighty lashes for a free man and forty for others. …

The Sahaabah agreed with ‘Umar (may Allaah be pleased with him) and did not differ. The Council of Senior Scholars is agreed that the punishment for one who drinks wine is the hadd punishment, which is eighty lashes.

Some of the scholars – such as Ibn Quddamah (may Allaah have mercy on him) and Shaykh al-Islam [Ibn Taymiyah] in al-Ikhtiyaaraat – think that giving more than forty lashes is left to the discretion of the Muslim leader. So if he thinks that there is a need to give more than forty lashes, as happened at the time of ‘Umar, then he may make it eighty. And Allaah knows best.”

http://www.islam-qa.com/en/ref/20037

(10) MÜSAVAT. Müsavat Partiyası. Eine irgendwie moderne Partei Aserbaidschans.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/2/22/M%C3%BCsavat.jpeg

Mondsichelzeichen, Islambekenntnis. Flag of Azerbaijani Musavat party.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Flag_of_Azerbaijani_Musavat_party.svg

Isa Qambar, Parteiführer İsa Qəmbər

http://www.isagambar.az/index-en.html

(11) SECULAR PAKISTAN

” Equal citizens of one state “. Isn’t that the golden Islamic principle of ” Musaawaat ” ? Only a secular state can guarantee this to its citizens. A theocracy can not.

http://secularpakistan.wordpress.com/2010/01/26/jinnahs-will-to-the-nation-he-founded/

(12) Patrick Bahners: Es gibt Muslime, die mich töten wollen (FAZ-net, 25. Mai 2009) „Abdullahi An-Na’im von der Emory University in Atlanta …, der sich in der internationalen islamwissenschaftlichen Diskussion mit der These exponiert hat, der Staat sei seinem Wesen nach säkular und ein islamischer Staat daher ein Widerspruch in sich. An-Na’im stammt aus dem Sudan, hat an der Universität von Khartum gelehrt und wirkte als Exekutivdirektor von Human Rights Watch für Afrika, bevor er seine Heimat verlassen musste.“

http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E46E901AA69224FE896A698949E21B356~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(13) In der Phase der Islamisierung gilt es, den Dhimmi so lange zu belügen, bis ihm die Sklavenketten angelegt werden. “Religion should not be allowed to come in to politics, Religion is merely a matter between man and a god” (M.A. Jinnah’s address to the Central Legislative Assembly, February 7, 1935)

http://secularpakistan.wordpress.com/2010/11/30/a-murder-by-a-theocratic-state/

(14) Balaban glaubt nicht, dass muslimische Eltern ihre Kinder zum Kopftuchtragen zwingen. „Ab der Pubertät steht jeder eigenverantwortlich vor Gott. Die Mädchen entscheiden dann selbst, wie sie sich kleiden.“

http://www.express.de/regional/duesseldorf/hier-sind-kopftuecher-unerwuenscht/-/2858/765606/-/index.html

(15) Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Gruppe der PDS
Rechtsextremistische und islamisch-fundamentalistische türkische Gruppen in der Bundesrepublik Deutschland

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/13/020/1302063.asc

(16) Tayfun Keltek und die schwimmende Muslima. Kölner Stadt-Anzeiger, 02.03.08: „Diskutiert wurde auch die Frage, für muslimische Mädchen einen separaten Schwimmunterricht abzuhalten.“

http://www.ksta.de/html/artikel/1203599341460.shtml

Herr Keltek (SPD) und islambezogene Texte in deutschen Schulbüchern. Großes sozialdemokratisches Schweigen zu Dhimma, Scharia, Hidschab, Kindbraut und Zweitfrau.

http://islam.de/11584.php

http://www.migazin.de/2009/02/25/islamfeindliche-texte-in-schulbuchern-stosen-auf-kritik/

(17) Nach der Versammlung sagt sie, die Bürgerinitiative würde „Öl ins Feuer gießen“. Dann geht sie heim, während die Einwohner von Eicken in kleinen Gruppen ratlos weiter diskutieren. Aus: DER SPIEGEL, 30.08.2010, Henryk M. Broder: Als käme der Leibhaftige in die Stadt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,714471-2,00.html

(18) Der Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen ist das demokratisch legitimierte Vertretungsorgan der Ausländerbeiräte in Nordrhein-Westfalen. Muhammet Balaban, Tayfun Keltek, Gülistan Yüksel.

http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index.html?pid=741

Gülistan Yüksel (Mönchengladbach) äußert Protest und Besorgnis: „Öl ins Feuer gießen“, was nicht die lokalen Steinigungsfreunde und Burkahändler tun, sondern die Bürger ihrer niederrheinischen Stadt, die gegen das salafistische Netzwerk Einladung zum Paradies / Islamschule (Pierre Vogel / Seyfuddin Ciftci) Sturm laufen.

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BClistan_Y%C3%BCksel

(19) Eine der AEMR verhaftete Analyse zu Mathias Rohe: Das islamische Recht (Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/09/06/138/

(20) Die Laudatio für Schariaverteidiger An-Na’im hält die belgische Rechtspluralistin Marie-Claire Foblets: Vandaag wordt Abdullahi Ahmed An-Na`im internationaal erkend als topexpert op het gebied van religie en recht en als mensenrechtenactivist.

http://www.kuleuven.be/patroonsfeest/2009/laudatio_annaim.html

Marie-Claire Foblets, Alison Dundes Renteln: Multicultural Jurisprudence: Comparative Perspectives on the Cultural Defense.

http://www.amazon.co.uk/Multicultural-Jurisprudence-Comparative-Perspectives-International/dp/1841138967

Conference »Islam & The Secular State«, In honour of professor Abdullahi Ahmed An-Na`im, Auditorium Zeger Van Hee, Faculty of Law, Tiensestraat 41, Leuven. Man sinniert über den der Muslimbruderschaft zuzurechnenden, von Scheich Yusuf al-Qaradawi geführten ECFR: Mahmoud A.S.A. Al-Saify, “The ECFR and Muslim Minorities in the West: The Search for a Space in a Secular Context”, Mohammed Benzakour, “The Third Way”. Auch Indien und der Iran sind ja vielleicht ein Vorbild für Europas Rechtssprechung der nahen Zukunft: Ziba Mir-Hosseini,“The ‘secularization’ of Shari’ah in Iran”, Shaheen S. Ali, “Resurrecting as-Siyar through Fatwas? (Re) Constructing Islamic International Law in a Post (Iraq) Invasion World”, Prakash Shah, “Islam and the Secular State: The Indian Perspective”

http://www.kuleuven.be/patroonsfeest/2009/conferentie.html

Ziba Mir-Hosseini ist Expertin für Irans schiitisches Familienrecht und für die marrokkanische Scharia, die Anthropologin aus London lehrt auch in New York. She is also the author of Feminism and the Islamic Republic: Dialogues with the Ulema (Princeton,1999) and Islam and Gender, the Religious Debate in Contemporary Islam.

http://ducis.jhfc.duke.edu/archives/civilizations/_hosseini.html

Shaheen S. Ali (Shaheen Sardar Ali) ist eine preisgekrönte Fachfrau für das Schariagesetz Pakistans. Shaheen Ali has an LLB (Peshawar), LLM (Hull), MA (Peshawar) and PhD (Hull) and has written extensively in the field of Islamic law, human rights, women and child rights. She was formerly Professor of Law University of Peshawar, Pakistan for twenty-five years and Director Women?s Study Centre at the same university. … Shaheen is joint editor (with Professors Javaid Rehman and Amir Majid) of the Journal of Islamic State Practices in International Law and member of the advisory board of the Journal of Gender Studies. … Awarded the British Muslims Annual Honours achievement plaque in the House of Lords in May 2002. Awarded the Star Woman Award of the Year (1996) in the field of Law, Pakistan by The Star Girls and Women Foundation, Karachi, Pakistan

http://www2.warwick.ac.uk/fac/soc/law/staff/academic/ali/

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