203. Pfarrer Denker

اﻟﻤﺴﻴﺤﻴـﺔ

al-masīḥiyya

Le christianisme

The christianity

Christentum

»Eine Zwischenfrage, Herr Pfarrer …«

Von Karsten Hilchenbach. Der Christ und Säkulare Hilchenbach ist Mitglied der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und richtet Zwischenfragen an Pfarrer Dietrich Denker aus Mönchengladbach. Denker hatte kurz zuvor Scheich Abu Anas (d. i. Muhamed Seyfudin ÇİFTÇİ) besucht, Schulleiter einer Online-basierten, vom Verfassungsschutz beobachteten Fernuniversität.

ISLAMSCHULE heißt eine Lehrstätte, die nach dem wahhabitischen bzw. salafistischen Curriculum der 1961 gegründeten Islamic University of Madinah (IU) arbeitet. Die Fachbereiche der medinensischen IU heißen beispielsweise Faculty Of Shari’a (Islamic Law) oder Faculty of Da’awah & Fundamentals of Islam, akademische Grade lauten Bachelor degree in Sharia Law (LLB) oder Universal Master Degree (M.A) in Islamic jurisprudence.

Die Absolventen der IU, vier Fünftel sind Nichtsaudis aus aller Welt, sind offensichtlich gegenüber einer expansiv bis revolutionären Islamauffassung nicht immun. Islamist Scheich Ahmad Kutty aus Toronto etwa studierte an der IU und will in Kanada glaubensbasierte Schiedsverfahren (faith-based arbitration) einführen. Der indonesische Politiker Hidayat Nur Wahid betreibt mit seiner an der Muslimbruderschaft orientierten und die terroristische palästinensische Ḥamās unterstützenden „Partei für Wohlstand und Gerechtigkeit“ (Prosperous Justice Party, Partai Keadilan Sejahtera (PKS)) Sozialwerke, kämpft gegen Korruption, Drogen und Pornographie und fordert die landesweite Einführung des islamischen Gottesgesetzes. Ein dritter IU-Absolvent stammt aus Deutschland (Braunschweig) und wird inzwischen Scheich Abū Anas genannt.

Die in Saudi-Arabien ausgebildeten Schariafachleute sind offenbar geneigt, nach erfolgreichem Studium zurückgewandert, auf säkulare Systeme von Familiengericht, Standesamt, Schiedsamt oder Anwaltskanzlei zu verzichten und ihren künftigen Klienten, den muslimischen Endverbrauchern, den Weg ins Paradies islam-juristisch arbeitend zu ebnen. Der einzelne „Muslimbürger“ darf allerdings nicht gegen die Scharia verstoßen und ist im Alltag auf „islamisch korrektes“ Verhalten zu überwachen. Die Revolutionäre der archaischen Justiz des Fiqh verstehen sich als Seelenretter. Wir sind jedoch Bürger, keine Religionsbürger.

Die Gefahr einer religiös begründeten Rechtsverschiedenheit rückt bei einer Vielzahl von nach Europa zurückkehrenden IU-Absolventen bzw. bei der erfolgreichen Multiplikatorentätigkeit auch ganz weniger Heimkehrer in die Nähe. Es ist daher dringend zu prüfen, ob unser Rechtsstaat durch eine gelehrte Scharia auf lange Sicht bedroht und die Islamschule mitsamt dem Verein Einladung zum Paradies (EZP) zu schließen ist, das gilt auch für das französische, der Muslimbruderschaft nahe stehende Institut Européen des Sciences Humaines (IESH). Im Sinne des Schutzes der AEMR und des One Law For All hat ein freiheitlicher Demokrat, also auch ein Christ, eine jede Rechtsspaltung selbstverständlich zu verhindern.

Das koranbasierte und schariakonforme Welt- und Menschenbild der bislang in Braunschweig und künftig wohl in Mönchengladbach tätigen Lehranstalt ist notwendigerweise kulturrassistisch, frauenfeindlich und antidemokratisch. Weil das totalitäre Gesetz der Scharia unserer EKD aber offensichtlich als „Religion“ gilt, fühlte sich der christliche Klerus der Stadt Mönchengladbach zum Dialog berufen und eilte flugs zum Gespräch mit den beiden Salafisten Muhamed Seyfudin ÇİFTÇİ und Sven LAU. Der mit Pierre Vogel im EZP tätige Scheich ist prinzipieller Steinigungsfreund und billigt das durch den Ehemann betriebene Frauenprügeln (Koran 4:34).

Im bosnischen Bürgerkriegsgebiet war Çiftçi genannt Abū Anas zwischen 1992 und 1994 als schariakonformer „Sozialarbeiter“ für die (nach Spendensammlungen für die Ḥamās inzwischen verbotene) Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH) tätig. Çiftçi ist Sohn eines Funktionärs der von Necmettin Erbakan gegründeten und einen türkischen Gottesstaat erstrebenden Millî-Görüş-Bewegung und möchte, dass jede fromme Frau sich mit einer Burka (gespensterhafter schwarzer Überwurf, Handschuhe, Gesichtsschleier) vollständig verhüllt. Seine engsten männlichen Mitstreiter sind in den letzten Wochen der Bevölkerung am linken Niederrhein durch altarabisch anmutende Gewänder und lange Bärte sowie durch einen illegalen Kindergarten, eine ungenehmigte Moscheebaustelle und mehrere nächtliche öffentliche Gebetsproteste aufgefallen.

Dietrich Denker signiert folgende offizielle Erklärung.

Verband Evangelischer Kirchengemeinden in Mönchengladbach

Stellungnahme des Vorsitzenden des Verbandes der ev. Kirchengemeinden in Mönchengladbach, Pfr. Dietrich Denker, zu den Aktivitäten des Vereins „Einladung zum Paradies“ im Stadtteil Eicken vom 15.9.2010

Hätte man nicht sagen müssen, dass der „Verein“ vom Verfassungschutz beobachtet wird und warum?

In seiner Sitzung am 15.9.2010 hat der Vorstand unseres Verbandes über eine Stellungnahme zu den Aktivitäten des Vereins „Einladung zum Paradies“ beraten. Das abschließende Ergebnis liegt hiermit vor.

Die konfliktvolle Entwicklung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil Eicken und dem Verein „Einladung zum Paradies“, in Verbindung mit der Ankündigung einer Ansiedlung einer Islamschule beschäftigt viele Mitglieder der evangelischen Gemeinden in der Stadt. Es werden Ängste der Bürgerinnen und Bürger vor islamistischen Tendenzen, einer aggressiven Mission und einer rigiden und traditionalistischen Ausübung des Islams deutlich.

Sind die angeblich irgendwie Verängstigten jetzt Angsthasen oder Phobiker? Haben die Demonstranten denn etwa keine Argumente, sondern nur Ängste? Werden die „Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Eicken“ in ihrer Mentalität beziehungsweise Aktion hier als ursächlich oder mitursächlich am Konflikt gemacht? Warum erfährt der Leser nicht ein einziges Wort über die Konflikte?

In einem Gespräch mit Vertretern des Verbandes der evangelischen Gemeinden machten Muhamed Ciftci (Vorsitzender des Vereins und Leiter der Islamschule) sowie Sven Lau (Vorstandsmitglied des Vereins) deutlich, dass es nicht ihrer Absicht entspräche einen Konflikt oder Ängste hervorzurufen. Vielmehr sei es ihr Ziel, einen Islam zu lehren, der zu seinen Wurzeln zurückkehre und sich allein auf den Koran und die Offenbarungen Mohammeds so wie seiner unmittelbaren Gefährten bezöge. Allein dieser reine Islam, sei von allen weiteren Überlieferungen und kulturellen Einflüssen der letzten Jahrhunderte gereinigt.

Die Kirchenvertreter sprechen also mit politreligiösen Radikalen, die auf einen kulturrassistischen Gottesstaat (Allahkratie) hinarbeiten und die Apostatenmord und Steinigung rechtfertigen. Nichtmuslime und Frauen sind in diesem islamischen Gemeinwesen zu Ehre Allahgottes auf charakteristische Weise juristisch herabzusetzen, was Pfarrer Denker nicht weiß oder verschweigt.

Herr Ciftci und Herr Lau grenzten sich aus religiösen Gründen ausdrücklich von jeder Gewaltanwendung und damit auch von Ehrenmord, Zwangsheirat und Unterdrückung der Frau ab. Sie verurteilten alle Strömungen im Islam, die solches förderten. Auch wurde zugesichert, dass Menschen, die zur Ausübung von Gewalt aufrufen würden oder von denen bekannt würde, dass sie Gewalt ausüben, nicht in der Moschee geduldet würden und bei den staatlichen Behörden angezeigt würden.

Leugnet die örtliche Evangelische Kirche die Herabsetzung der Frau in Koran und Scharia? Wenn sie die Deklassiereng der Frau im islamischen Recht erkennt und bekennt, wie hat sie dann die schariaverteidigenden Herren Ciftci und Lau einzuschätzen, sind Abu Anas und Abu Adam nun zwei Islamunkundige, zwei Lügner oder zwei Ex-Muslime? Oder kann es sein, dass die wissenschaftlich nachweisbare Diskriminierung der Frau im orthodoxen Islam salafistenseits als wahres weibliches Glück dargestellt wird, doch wenn das so ist, billigt die EKIR diesen Ausstieg aus den für alle geltenden wissenschaftlichen und rechtlichen Normen? Ist die Scharia durch Nichtmuslime künftig bitte gar nicht mehr zu bewerten?

Im Vergleich mit unserem christlichen Glauben gibt es jedoch unüberbrückbare Unterschiede, die das interreligiöse Gespräch erschweren.

Und was ist mit dem „Vergleich“ zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, sieht Pfarrer Denker keine große bzw. „unüberbrückbare“ Differenz? Haben die so genannten Christen schlicht das Glück oder Pech gehabt, dass ihre Doktrin (vielleicht) mit der AEMR übereinstimmt? Falls die Scharia gegen das Grundgesetz verstößt, wieso erklärt die Kirche dann den „Dialog mit dem Islam“ nicht zum Demokratierisiko?

Entsprechend der Glaubensüberzeugung von Muhamed Ciftci sind z.B. alle, die nicht den von seinen Glaubensbrüdern und -schwestern gepredigten Glaubensweg gehen, verflucht.

Ersetzt hier das geistlose Miterleben die nüchterne Außenansicht? Gibt es im wissenschaftlichen Sinne oder in der gelebten kulturellen Moderne „Fluch“, soll, darf es Verfluchungen aus evangelischer Sicht wirklich geben? Falls die EKD bzw. ihre Gottheit kein Verfluchen im Programm hat, billigt sie es, dass andere religiöse Gemeinschaften Verwünschungen, Schadenszauber oder Heilsverweigerung pädagogisch vermitteln dürfen, etwa Minderjährigen?

Damit sei nach seinem Verständnis des Islam ausgesagt, dass am Ende der Tage alle Menschen vor Allah erscheinen müssten. Die aber, die nicht den Glaubensweg des reinen Islam gewählt hätten, würden dann von Allah verflucht und vom Einzug ins Paradies ausgeschlossen, da sie ja den Weg zur Buße und zum rechten Glauben nicht gefunden hätten.

Die Kopftuchverweigerinnen und sonstigen Schariavermeider gelangen nicht lediglich niemals in die ewige Gottesnähe, sie müssen unendlich qualvoll und vielleicht auf ewig im Feuer der Verdammnis brennen. Warum sind die Worte Teufel und Hölle, zentrale Bestandteile der koranbasierten Doktrin, an dieser Stelle übergangen worden?

Einer Verfluchung aller Andersgläubigen, oder gar einem gewaltsamen Kampf gegen sie durch die Rechtgläubigen sei damit aber keineswegs das Wort geredet. Lediglich das Urteil Allahs über diese stünde fest. „Einladung zum Paradies“ wolle vielmehr Andersgläubige bzw. Ungläubige für den wahren Glauben nach der Weise des reinen Islam gewinnen.

Nichtmuslime sind also aus salafistischer bzw. streng islamischer Sicht als Menschen sittlich geringeren Wertes zu beschreiben. Darf den so genannten muslimischen Kindern empfohlen werden, auf die nicht gottesfürchtig lebenden Kinder mit Hass, Ekel oder Mitleid herabzusehen?

Auf der Basis dieser fundamentalistischen Glaubensüberzeugung ist ein Dialog, der über das Kennenlernen der jeweiligen religiösen Überzeugungen hinaus geht, weder von christlicher noch von islamischer Seite möglich.

Warum steht hier nicht: Wir empfehlen allen unseren Gemeinden, Gruppen und evangelischen Einzelpersonen, den Kontakt zu Islamschule / EZP zu vermeiden? Ist Jugendschutz nicht wichtig, wo sind die Bildungsseminare evangelischer Jugendarbeit, die vor dem ungleich behandelnden islamischen Recht warnen und die das Menschenbild der Salafisten begründet verwerfen?

Auch das gemeinsame Gespräch auf gesellschaftlicher bzw. kultureller Ebene stößt an seine Grenzen, da von Seiten der Glaubensbrüder und –schwestern des Vereins „Einladung zum Paradies“ schon aus religiösen Gründen um der Reinheit des wahren Islam Willen jegliche Form der kulturellen Integration abgelehnt werden muss.

Ein misslungenes Gespräch ist sicherlich unangenehm, aber geht es nicht um die universellen Menschenrechte bis zum Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit, sexuelle Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit? In was hinein soll eigentlich in Deutschland in Zukunft integriert werden, in ein für jeden Menschen zugängliches, ungeschmälertes Grundgesetz oder in die Scharia bzw. in die Schariatoleranz? Sollte man angesichts einer Strömung, die den Schleier und Gesichtsschleier fordert und die Zweitfrau sowie die Kindbraut billigt, nicht gerade auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau ausdrücklich erwähnen?

Schon die Anpassung an hiesige Bekleidungsarten oder so selbstverständliche Verhaltensweisen wie Begrüßungsgesten sind mit ihren religiösen Überzeugungen oft nicht vereinbar. So werden Frauen von Männern und Männer von Frauen aus religiösen Gründen niemals mit Handschlag begrüßt.

Die Burka ist recht neu in Mönchengladbach, das stimmt, sollen wir den Gesichtsschleier aber künftig einfach tolerieren? Was bitte wird denn noch so alles „aus religiösen Gründen“ getan, sehr geehrter Herr Pfarrer Denker, im Iran oder weltweit: Wird auch „aus religiösen Gründen“ gesteinigt? Geschieht das von asch-Schiha geforderte Frauenprügeln, das entsprechende islamische Buch (Frauen im Schutz des Islam) ist im Januar 2010 in Salafistenkreisen beschlagnahmt worden, denn etwa nicht „aus religiösen Gründen“? Und wenn Frauenprügeln unreligiös ist, hat asch-Schiha dann den Islam nicht verstanden oder ist er ein Islamapostat? Der nach eigenem Bekunden christlich empfindende Dietrich Denker weiß, dass salafistenseits im Namen der Religion Gewalt gegen Menschen ausgeübt werden soll, außerhalb des staatlichen Gewaltmonopols. Ist derlei Toleranz christlich oder wenigstens verfassungskonform?

Sollen wir als die „Hiesigen“ den „Bekleidungsarten“ ein wenig entgegenkommen, damit der Kontrast zwischen Burka und Nichtburka etwas weniger ins Gewicht fällt? Ist es jetzt evangelischerseits ganz offiziell, dass der verweigerte Handschlag dem Bereich des Religiösen und religiös zu Duldenden zugerechnet wird? Warum kein Wort zum Konformitätsdruck, zur innermuslimischen Bespitzelung auf „islamisch korrektes“ Wohlverhalten?

Im Sinne der Religionsfreiheit und der Toleranz ist allen Menschen das Recht einzuräumen, ihren Glauben nach ihren Überzeugungen zu leben.

Muhamed Seyfudin Ciftci sagt doch nichts anderes. Wo geht es denn hier zur Auspeitschung, wo zur Imam-Ehe für eine Viertfrau?

Die religiöse Vielfalt ist ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft.

Ex-Muslime werden von Pfarrer Denker leider nicht empfangen, säkular-muslimische Texte von Seyran Ateş und Necla Kelek nicht in Mönchengladbachs evangelischen Gemeindebriefen veröffentlicht, Kritik an Scharia und Fiqh wird von den betreffenden Schriftleitern seit Jahren ganz bewusst unterschlagen. Herr Denker, Sie sollten sich schämen.

Solange kein Rechtsbruch geschieht und kein Gesetz übertreten wird, muss unsere Gesellschaft es aushalten können, dass in ihr auch das nach unserer Überzeugung Falsche gesagt und geglaubt werden kann.

Geht das nicht deutlicher, kommen die evangelischen Funktionäre lediglich zur Erkenntnis, dass das Grundgesetz eine feine Sache ist?

Es bleibt die Aufgabe der staatlichen Behörden, jegliche Verletzung staatlichen Rechts, besonders der Grundrechte, zu unterbinden, bzw. zu ahnden.

Die sprichwörtliche Kurve ist gekratzt und der Pfarrer freut sich über die rechtsstaatlich legitimierte, nachvollziehbare und gründliche Arbeit von Polizei und Verfassungsschutz. Den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im evangelischen Verantwortungsbereich wird weiterhin nichts Kritisches über das islamische Recht beigebracht, der EKD ist die Scharia unantastbar.

Für ein angstfreieres Miteinander ist das gegenseitige Kennenlernen und miteinander Reden wünschenswert.

Man wünscht ein mutigeres Miteinander – Zivilcourage oder Waghalsigkeit? Ruft Denker mich jetzt zum Dialog mit Neonazis und Scientologen auf, damit ich meine „Ängste“ abbaue?

Dies erfordert die Bereitschaft aller Beteiligten einander mit Respekt zu begegnen, die Menschenwürde des Einzelnen zu achten und Sorgen und Ängste auf beiden Seiten ernst zu nehmen.

Welche Menschenwürde meint Dietrich Denker, diejenige der OIC-Charta (Kairo 1990) oder diejenige der AEMR (Paris 1948)? Täterarbeit zur Resozialisation muss geleistet werden, und sicherlich mag der Hells-Angels-Führer oder Salafistenscheich irgendwelche ungeklärten Lebensprobleme mit sich tragen („Ängste auf beiden Seiten“). Können wir aber ernsthaft damit rechnen, dass der Hemmungslosere und Machtverliebtere von zwei Gesprächspartnern auf seinen Vorteil verzichten wird?

Für unsere Gemeindeglieder gilt es, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Mitverantwortung für das Zusammenleben zwischen den Kulturen und Religionen zu übernehmen.

Soll die Stadt Mönchengladbach in ein Gefüge von zunehmend abgeschotteten Religionsvölkern zerfallen, deren Führer immer lauter und immer mehr nach „Harmonie“ und „Dialog“ schreien und einander zwischenzeitlich mit Friedens- und Toleranzpreisen bekränzen? Soll die mehrstufig privilegierende (diskriminierende) Scharia im Familienrecht implementiert werden, damit „Mitverantwortung“ zur aufregenden Herausforderung wird? Ist die Apartheid der Religionsvölker, wie sie in Malaysia, Indien, Ägypten oder im Libanon unnötig leidvoll und kulturell vormodern bzw. gegenmodern gelebt wird, für die Evangelische Kirche ein akzeptables „Zusammenleben“? Wünscht die EKD die zunächst im Familienrecht realisierte Scharia, will die Kirche („allen Menschen das Recht einzuräumen, ihren Glauben nach ihren Überzeugungen zu leben“) die im Namen der praktizierten Religion betriebene Rechtsspaltung?

Vorsitzender des Verbandes der ev. Kirchengemeinden in Mönchengladbach,

Dietrich Denker, Pfarrer

Karsten Hilchenbach, Gemeindemitglied

Advertisements

Schlagwörter:

9 Antworten to “203. Pfarrer Denker”

  1. Citizen Says:

    Dietrich Denker, der Vorsitzende des ‘Verbandes Evangelischer Kirchengemeinden in Mönchengladbach’, hat die brilliant gemachten Zwischenrufe des Karsten Hilchenbach (Wachtendonk) gelesen und antwortete am 27.09.2010 an die Adresse des von Ümmühan Karagözlü betriebenen Blogs Schariagegner. Herr Pfarrer Denker soll doch bitte die ‘Hilchenbach-Kommentierungen’ ungekürzt in seinen Gemeindebriefen veröffentlichen lassen und dauerhaft auf der EKIR- und EKD-Homepage unterbringen, denn der revolutionäre Scharia-Islam dürfte die Bevölkerung interessieren. Islamismus ist kein Thema für Hinterzimmergespräche. Wir brauchen eine Hidschab-Diskussion und Scharia-Debatte – mit oder ohne Klerus.
    ================================
    Hallo Herr Hilchenbach,
    danke für die Mühe, die Sie sich mit der Kritik an unserer Stellungnahme, gemacht haben, die ja keine theologische Erklärung sein sollte, sondern zunächst mal der Information unserer Gemeindeglieder dienen sollte, die über das hinausgeht, was man aus Presseartikeln oder Plakatüberschriften entnehmen konnte. Wenn man weiß, wie seine Gegner ticken, kann man mit ihren Gedanken und verhaltensweisen besser umgehen. Unbegründete Ängste werden abgebaut und man kann auf die wahren Gefahren zu sprechen kommen. Ein paar Kernthesen der Salafisten haben wir deshalb aus dem Gespräch in unserer Erklärung thematisiert. Natülich kann man da viel mehr zu sagen. (ZB. über die Stellung der Frau und die Forderungen nach der Scharia nach Londoner Vorbild…..) Nur dann liest es keiner mehr.

    Unsere Gemeinden werden sich jetzt über Vorträge von kompetenter Seite mit dieser radikalen Form des Isalm und den Stellungnahmen der Verfassungschützer, die ich übrigens auch gelesen habe, beschäftigen. Also: Die Stellungnahme ist ein Schritt auf dem Weg.

    Manche ihrer Forderungen, die Sie in unserer Stellungnahme vermisst haben würde ich sogar unterstützen. Ein Burkaverbot z.B. Und natürlich ist es angemessen eine Bildungsarbeit des Vereins oder gar eine Kindertagesstätte zu verhindern. Jedoch auch das Demonstrieren dagegen ist nicht ohne Probleme, will man sich nicht die in der Region doch recht gut vertretenen Neonazis mit auf den Wagen laden.

    Hier ist also behutsames Vorgehen in jeder Beziehung angeraten.

    Dies kann nur mit rechtsstaatlichen Mitteln erfolgen. Jede Form der Agitation oder der „Parolendemokratie“ halte ich in dieser Frage für verfehlt.
    In Mönchengladbach hatte unsere Stellungnahme das Ziel, Erstinformationen über das, was die Presse meldete hinaus weiterzugeben und zugleich etwas Druck aus dem Kessel zu nehmen.
    So aufgescheucht wie jetzt alle sind, wäre eine Rückkehr zur sachlichen Auseinandersetzung mit den radikal islamistischen Salafisten sicherlich auch dem Verfassungsschutz lieber. Jetzt werden die Vorsitzenden des Vereins sich erst recht vorsichtig äußern.
    Da ich im Unterschied zu Ihnen lieber über Email als über Foren diskutiere, fände ich es hilfreich, Sie könnten den Emailkontakt mit mir suchen.
    ================================

  2. astuga Says:

    Guter Text, Herr Hilchenbach!

  3. Eifelginster Says:

    Ich schließe mich dem Kommentar von astuga gerne an,

    denn unser Denken darf auch durch ‚göttliche‘ Grenzsetzungen nicht eingeschränkt werden und Geschmack, auch musikalischer, darf keinem Konformitätsdruck unterworfen sein.

    Bei der empfehlenswerten Bewegung terre des femmes finde ich einen wichtigen Hinweis auf barbarische Zeiten:

    „Swing tanzen verboten. Reichskulturkammer“

    Überleben wir, als phantasievolle Weltbürger, die nächsten Barbareien.

    Mit freundlichen Grüßen
    Cees van der Duin

    PS
    Liederliches:

    Zur Melodie von Eric Bogle; vgl. »The Green Fields of France«; ins Deutsche als: »Weit in der Champagne im Mittsommergrün«

    Muslimische Frauen sind nicht unterdrückt
    vielmehr von Allah und Scharia beglückt

    https://eifelginster.wordpress.com/2009/12/14/158/

    Zur Melodie: Bin auf meinem Weg schon so lang (Hannes Wader)

    Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)
    … wird Islam zum Staat – Kalifat.

    https://eifelginster.wordpress.com/2009/04/21/113/

  4. Cuerno Says:

    Religionsfreiheit deckt Rechtsverschiedenheit keineswegs
    Der Jurist und Theologe ruft die Bürgerinitiative Eicken gewissermaßen zum Schachspielen, auf dem Spielbrett sind die beiden Scheichs, Ciftci gut und Yasin böse, die ‚Könige‘. Der chamäleonfarbene Wilfried Schultz zaubert, versöhnt und lässt lernen, lässt erklären.

    Event-Manager Schultz betreibt die Umsteuerung des bürgerlichen Engagements unter Nutzbarmachung der lokalen islamischen Spielfiguren: ‚Weiß‘ Ahmed Yasin gegen ‚Schwarz‘ Abu Anas. Die als ‚Experten‘ gehandelten Religionsführer, demnächst werden großkirchliche ‚Islamreferenten‘ und verbandsislamische Imame in Eicken aufmarschieren, werden immer mächtiger, die zum Applaudieren angeordneten Bürger immer mehr entmündigt.

    Scheich gegen Scheich antreten zu lassen ist kein Erfolgsrezept gegen Scharia und fiqh. Ahmed Yasin und Muhamed Seyfudin Ciftci wollen die selbe Scharia. Und es gibt nur eine Scharia.

    Was geschah vorgestern im Theater im Gründungshaus?

    Der von den Eickenern frenetisch beklatschte Sufi bedauerte, dass Saudi-Arabien nicht ausreichend schariakonform ist (“die leben den Islam nicht, die haben keine Scheria, statt dessen sammeln sie die Reisepässe der Mekka-Piolger ein und behalten sie 40 Tage unter Verschluss“). Bereits al-Maudûdî kritisierte das saudische Königshaus, den ‚Hüter der heiligen Stätten‘, als unislamisch.

    Wilfried Schultz (Jurist und Theologe) ist noch am Mittwochabend und im TIG-Saal mitgeteilt worden, dass “Scheria“ (türk. Şerîat)) nichts anderes als Sharia Law bedeutet. Die BI sollte beim nächsten Treffen ihren Kurs korrigieren und den pro-Scharia-Kurs der Haqqani-Naqschbandi zum Thema machen.

    Sufismus ist eben keineswegs Islam minus Scharia, sondern Scharia plus Ekstase.

    Sufi zu sein ist eine Dressur der Trance und Meditation, die darauf abzielt, die Sklavenketten und Kerkerwände des islamischen Gesetzes so lange anzustarren, bis sie als beglückend und befreiend erscheinen. Sufismus ist die männerbündische Kultur des kadettenhaften, kasernenartigen Andrillens der Orthopraxie, des islamischen Wohlverhaltens. Derwischtanz, Atem- und Anrufetechniken sowie sensible religiöse Musik sollten einen nicht über den herrschaftlichen Anspruch täuschen, sofern einem an den universellen Menschenrechten gelegen ist namentlich an der Gleichberechtigung von Mann und Frau.

    Zur Zeit der ersten Islamexpansion waren, neben Berufssoldaten und Kriegsbegeisterten, die Sufi-Mystiker die dritte Kolonne im Dschihad und hatten mit dem spirituellen Kopfabhacken, dem mystischen Morden der Harbis oder Dhimmis, kein Problem – Sufismus macht halt frei von irdischen Bindungen.

    One law for all everywhere,
    no sharia anywhere!

    http://www.onelawforall.org.uk/

  5. Cuerno Says:

    Der Woche für Woche „in Gründung befindliche“ Verein BÜRGER FÜR MÖNCHENGLADBACH sollte erkennen: Religionsfreiheit deckt Rechtsverschiedenheit keineswegs.

    Der Vereinsvorsitzende, Jurist und Theologe, ruft die Bürgerinitiative Eicken gewissermaßen zum Schachspielen auf, das Spielbrett bietet den beiden Scheichs, Ciftci gut und Yasin böse, die Bühne, den ‚Königen‘. Der chamäleonfarbene Wilfried Schultz steht, betroffen augenrollend und einfühlsam gestikulierend, mittendrin, zaubert, versöhnt und lässt lernen, lässt den Islam erklären.

    Event-Manager Schultz betreibt die Umsteuerung des acht Wochen alten bürgerlichen Engagements unter Nutzbarmachung der lokalen islamischen Spielfiguren: ‚Weiß‘ Ahmed Yasin gegen ‚Schwarz‘ Abu Anas. Die als ‚Experten‘ gehandelten Religionsführer, demnächst werden großkirchliche ‚Islamreferenten‘ und verbandsislamische Imame in Eicken aufmarschieren, werden immer mächtiger, die zum Applaudieren angeordneten Bürger immer mehr entmündigt.

    Scheich gegen Scheich antreten zu lassen ist kein Erfolgsrezept gegen Scharia und fiqh. Ahmed Yasin und Muhamed Seyfudin Ciftci wollen die selbe Scharia. Und es gibt nur eine Scharia.

    Was geschah vorgestern im Theater im Gründungshaus?

    Der von den Eickenern frenetisch beklatschte Sufi bedauerte, dass Saudi-Arabien nicht ausreichend schariakonform ist (“die leben den Islam nicht, die haben keine Scheria, statt dessen sammeln sie die Reisepässe der Mekka-Pilger ein und behalten sie 40 Tage unter Verschluss“). Bereits al-Maudûdî kritisierte das saudische Königshaus, den ‚Hüter der heiligen Stätten‘, als unislamisch.

    Wilfried Schultz (Jurist und Theologe) ist noch am Mittwochabend und im TIG-Saal mitgeteilt worden, dass “Scheria“ (türk. Şerîat)) nichts anderes als Sharia Law bedeutet. Die BI sollte beim nächsten Treffen ihren Kurs korrigieren und den pro-Scharia-Kurs der Haqqani-Naqschbandi zum Thema machen.

    Sufismus ist eben keineswegs Islam minus Scharia, sondern Scharia plus Ekstase.

    Sufi zu sein ist eine Dressur der Trance und Meditation, die darauf abzielt, die Sklavenketten und Kerkerwände des islamischen Gesetzes so lange anzustarren, bis sie als beglückend und befreiend erscheinen. Sufismus ist die männerbündische Kultur des kadettenhaften, kasernenartigen Andrillens der Orthopraxie, des islamischen Wohlverhaltens. Derwischtanz, Atem- und Anrufetechniken sowie sensible religiöse Musik sollten einen nicht über den herrschaftlichen Anspruch täuschen, sofern einem an den universellen Menschenrechten gelegen ist namentlich an der Gleichberechtigung von Mann und Frau.

    Zur Zeit der ersten Islamexpansion waren, neben Berufssoldaten und Kriegsbegeisterten, die Sufi-Mystiker die dritte Kolonne im Dschihad und hatten mit dem spirituellen Kopfabhacken, dem mystischen Morden der Harbis oder Dhimmis, kein Problem – Sufismus macht halt frei von irdischen Bindungen.

    One law for all everywhere,
    no sharia anywhere!

    http://www.onelawforall.org.uk/

  6. Niers Says:

    Gegen Salafismus statt gegen Salafisten

    Mönchengladbach (igs). Um zu verdeutlichen, dass sie sich nicht gegen fehlgeleitete oder sinnsuchende Menschen, sondern gegen eine Ideologie richtet, wird sich die aus der Gruppe „Bürger für Mönchengladbach“ heraus entstandene „Interessengemeinschaft gegen Salafisten“ in Kürze umbenennen zur „Interessengemeinschaft gegen Salafismus“.

    Nur drei kleine Buchstaben – und eine Menge Gedanken.

    In Kürze wieder mit Homepage online.

  7. tuliKivi Says:

    Verein Medina – schlicht die Fortsetzung des in Auflösung befindlichen Einladung zum Paradies (EZP, Liquidatoren Efstathios Tsiounis und Sven Lau)? Ein Medina genannter Verein scheint die missionarische Arbeit des EZP fortzusetzen, spirituelle Autorität soll weiterhin der Braunschweiger Scheich Ciftci sein,

    WZ am 25. August 2011:

    „Eigentlich hat sich nicht viel geändert. Die Homepage ist weiterhin über die bisherige EZP-Adresse anzusteuern. Betreiber soll das Islamische Bildungs- und Kulturzentrum Braunschweig sein – dahinter soll Ex-EZP-Vorsitzender Muhamed Ciftci stehen.“

    http://www.wz-newsline.de/lokales/moenchengladbach/salafisten-verein-aufgeloest-1.747439

    WZ am 28. August 2011:

    „Mönchengladbach. Die … Salafisten haben ihren Verein Einladung zum Paradies zwar aufgelöst, machen aber nach Beobachtungen des Verfassungsschutzes … im Verein Medina eifrig weiter. … Angeblich bemüht sich Medina auch um … ‚Haus Jägersruh‘ mit zahlreichen Zimmern und mehreren Sälen …“

    http://www.wz-newsline.de/lokales/moenchengladbach/kaufen-salafisten-ausflugslokal-1.750294

  8. Pahlkestraße Says:

    ead – Pfarrer Dietrich Denker (Mönchengladbach) für den Kirchenkreis Gladbach/Neuss: „Mit der Anmeldung an einer Bekenntnisschule weiß man, worauf man sich einlässt; dass hier nämlich auf Vermittlung christlicher Werte und auf die Teilnahme am Religionsunterricht großer Wert gelegt wird.“ Die Abmeldung des Kindes vom Religionsunterricht sei daher unverständlich. Gesetzlich bestehe zwar immer die Möglichkeit einer Abmeldung vom Religionsunterricht. „Hätten die Eltern aber bereits beim Antrag auf Aufnahme in die Schule mitgeteilt, ihr Kind vom Religionsunterricht abmelden zu wollen, wäre es wohl gar nicht erst aufgenommen worden.“ Laut Denker ist der evangelische Religionsunterricht nicht auf Missionierung ausgerichtet. Insofern sei er auch für Muslime akzeptabel und förderlich: „Die Kinder leben ja in einem christlichen Land und sollten die Grundlagen dieser Kultur kennen lernen.“ Allerdings sei es von der Schule ungeschickt gewesen, den Konflikt mit einem Schulverweis lösen zu wollen. Denker: „Ob das rechtens war, wird das Gericht entscheiden.“

    http://www.ead.de/arbeitskreise/religionsfreiheit/nachrichten/einzelansicht/article/deutschlandmuslima-von-evangelischer-schule-verwiesen.html

    Staatsbürger Denker mag ja ein gottesfürchtiger Mann sein, lebt aber nicht in einem Christenland, sondern in einem Rechtsstaat. Hier gelten keine heiligen Schriften, sondern universelle Menschenrechte und deutsches Grundgesetz, selbst an der Evangelischen Grundschule Pahlkestraße.

    Die elterlich eingereichte Abmeldung des Mädchens vom Religionsunterricht soll Denker auch gar nicht „verstehen“ (Denker nach ead: Die Abmeldung des Kindes vom Religionsunterricht sei daher unverständlich), sondern zur Kenntnis nehmen.

    Und eine potentielle unerlaubte Handlung wie der Schulverweis ist nicht „ungeschickt“, sondern womöglich ein Verstoß gegen das Gewaltmonopol. Womöglich also: Nicht „ungeschickt“, sondern schlicht verboten.

    Islamfreundliche Pfarrer wollen die BRD über ihre Schullandschaft politreligiös erobern und haben offensichtlich gar nichts dagegen, wenn sich auch Mönchengladbachs Einwandererfamilien immer mehr nach Maßgabe des Islamischen Rechts (Scharia) ausrichten.

    Denn das wird die Kehrseite von Dietrich Denkers auf die so genannten muslimischen Schüler gemünzten „Die Kinder leben ja in einem christlichen Land“ sein: Der minderjährige Muslim-an-sich darf sich als Nichtchrist erkennen, als Schariabürger! Christen und Muslime rücken damit immer weiter auseinander, das nennt man „Koexistenz der abrahamischen Religionen“, früher sagte man Kalifat.

    Im freiheitlichen Staat ist Glaubenszweifel legal – und darf bekundet werden. Jederzeit muss man sich daher ohne negative persönliche Folgen aus Religion (und Religionsunterricht) verabschieden können. Etwa auch dann, das versteht vielleicht auch Gottesfreund Dietrich Denker leichter, wenn der Lehrer einfach miserabel unterrichtet! Oder sich als ein religiöser Hardliner bzw. Radikaler erweist. Kinder betreffend entscheiden die Eltern, und deren momentanes Wollen ist Basis. Wer weiß, wenn die Lehrkraft sehr gut unterrichtet, der Unterricht also attraktiv ist, wird vielleicht eine Rückkehr des Kindes in den RU angestrebt werden.

    Wir sollten Schule als Modell sozialen Lernens begreifen: Nur ein wenig selbstbewusster und dabei (unchristlich) repressiver Religionsunterricht macht per Höllenstrafe oder Schulverweis klar: „Du kommst hier nicht raus!“

    Zum Thema Islam hat sich Dietrich Denker 2010 offiziell äußern dürfen, als sich eine über Bilal Philips, Zakir Naik und angesehene saudi-arabische Gelehrte global vernetzte urgemeindliche (salafistische) deutsche Bewegung mit Bildungszentrum und Scheich-Wohnsitz (Ciftci, Braunschweig) in Mönchengladbach-Eicken ansiedeln wollte.

    Man lese dazu:

    »Eine Zwischenfrage, Herr Pfarrer …«
    Von Karsten Hilchenbach

    http://eickener.wordpress.com/2010/09/24/kirche-und-salafiyya/

  9. Eicken Says:

    Kaum zu fassen, der geschmeidige (aalglatte) Dietrich Denker ist jetzt Superintendent. Nervtötend berichtet die Rheinische Post über den Islamversteher:

    „Denker hat sich als Vertreter der Gladbacher Gemeinden mit ‚Aktionen gegen Rechts‘ positioniert. Er hat mehrfach die öffentliche Verantwortung der Kirchen und ihre Pflicht zum Einsatz gegen Extremismus betont.“

    Ich kommentierte:

    Jetzt wird sicherlich zeitnah eine unzweideutige Distanzierung von der rechtsextremistischen ADÜTDF (Graue Wölfe, hier am Ort als Türkischer Kulturverein Mönchengladbach) hörbar werden , der durch die Stadtverwaltung erst im April 2014 ein Konzert untersagt wurde …

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/graue-woelfe-stadt-sagt-veranstaltung-in-schule-ab-aid-1.4169317

    Es hört sich zunächst immer wieder durchaus brauchbar an, was Dietrich Denker äußert, vermutlich nur wenige merken, dass er gegen die totalitären Normen der Scharia, etwa gegen die Menschenrechtserklärung der OIC (Kairo 1990) zielsicher gar nichts sagt:

    Darauf kommt es an: Sorgen ernst nehmen, Probleme gemeinsam lösen. Vielfalt zulassen. Antidemokratischen Kräften geschlossen, bestimmt und wehrhaft entgegentreten.

    Rassismus ist unethisch und weltweit überwindenswert, ja. Wäre der neue Superintendent konsequent, müsste er insofern jetzt auch etwas gegen die türkischen Ultranationalisten sagen. Warum schweigt Dietrich Denker zu den Grauen Wölfen?

    http://www.kkgn.de/termin/dietrich-denker-redebeitrag-gegen-rechts.html

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s