199. Demokratie und Salafismus

السلفية

as-salafīya

Leben wie die rechtschaffenen Vorfahren

Salafismus

Genau den verwehenden Fußspuren des Propheten Muḥammad und der rechtschaffenen Altvorderen (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) nachfolgend

Salafismus als organisierte Verweigerung der universellen Menschenrechte. Dieser Text führt den historischen Schwerpunkt von WAS IST SALAFISMUS (Teil 1, von Gabi Schmidt, Text in Kürze an dieser Stelle) weiter.

Von Edward von Roy, Mönchengladbach, 17.11.2010

Inhalt

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al-Barāʾa

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: Ḥisba

3. Frommheit oder Frevel? Tauhid oder Schirk?

4. Der Taghut, der Götze

5. Das salafistische Doppelprogramm: »Reinigen und Erziehen« (at-Taṣfīya wat-Tarbīya)

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

7. Die postmodernen Erklärer des Weges: Mit Abdullhi Ahmed an-Na’im, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

1. Verstoße alles Nichtislamische und halte dich den Ungläubigen fern! Das geheiligte und heilssichernde Verhalten der Meidung, al Barāʾa

Was wörtlich »Solidarität und Abkehr« oder »Loyalität und Lossagung« heißt, »al-walāʾ wal-barāʾa«,(1) meint die engagierte Muslimsolidarität in Verbindung mit der spürbar umzusetzenden Auffassung, alles Nichtislamische als beliebig beziehungsweise als unsittlich zu bewerten, als unbedeutend, unmoralisch oder sogar als teuflisch.

Im Gespräch mit Vertretern des orthodoxen Islam bzw. des politischen Islam ist genannte Einschätzung, das alles, was nicht „islamisch“ ist, letztlich unbedeutend, schlicht nicht wichtig ist, für einen Nichtmuslim oder einen säkularen Muslim immer wieder zu spüren. Aussteiger aus dem orthodoxen oder radikalen Islam, beispielsweise Ex-Muslime,(2) sind dieser Haltung, die manch ein weltbürgerlich oder wissenschaftlich denkender Mensch als arrogant beziehungsweise als kulturrassistisch bezeichnen möchte, mit derselben Verblüffung oder Verärgerung ausgesetzt wie sogenannte Nichtmuslime.

Bereits an dieser Stelle wird spürbar, dass es beim Thema Islam um wesentlich mehr geht als um den Religionsbegriff von Artikel 4 des deutschen Grundgesetzes. Die von den multikulturalistisch orientierten Verfechtern des „Dialogs der Religionen“ und vor allem des „Dialogs mit dem Islam“ nicht anders als von den Parteigängern der Scharia (aš-Šarīʿa, totalitäres koranbasiertes Gesetz) fahrlässig in Kauf genommene oder bewusst angesteuerte Aufteilung der Staatsbevölkerung und Stadtbevölkerung in ethnoreligiöse Kollektive dürfen wir nicht hinnehmen: In Europa, Deutschland oder Mönchengladbach leben Bürger, keine Christenbürger und Moslembürger, unsere Gesetze und Verordnungen regeln das friedliche Zusammenleben, nicht die Zuweisung in Hölle und Paradies.

Unsere Zukunft möchten wir freiheitsliebenden Bürger, unter uns sind selbstverständlich auch bekennende Muslime, weder im Europakalifat noch in einer regionalen Dhimmitude verbringen, Polygamie (Polygynie, Vielweiberei) und Kindbraut müssen illegal bleiben oder werden. In der griechischen Region Komotiní werden, leider völlig legal, dreizehn- oder elfjährige Mädchen nach Maßgabe der Scharia verheiratet und tauchen als elfjährige schwangere Braut mit ihrem 22-jährigen Ehemann in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt auf.(3)

Michael Kreutz erklärte diese islamisch begründete Rechtsspaltung im griechischen Familienrecht:(4)

Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. …

Als die zwölfjährige Samiha aus dem thrakischen Komotiní vergangenen März mit einem Glaubensgenossen verheiratet wurde, der in Deutschland lebt, zeigte sich wieder einmal die Unvereinbarkeit des Alltags griechischer Muslime mit der europäischen Gesetzgebung, die die Heirat Minderjähriger verbietet. … Der deutsche Grenzbeamte, der ihre Papiere kontrollierte, wollte nicht glauben, dass ein zwölfjähriges Mädchen verheiratet sein könnte.

Großmufti Al asch-Schaich ist der höchstrangige Rechtsgelehrte Saudi-Arabiens und bestätigt die Gültigkeit der islamischen Kinderverheiratung.(5) Wir erinnern uns, dass Abu Hamza (Pierre Vogel) und Abu Anas (Muhamed Seyfudin Ciftci) in Saudi-Arabien die Scharia studiert haben.

Zum Recht des muslimischen Mädchens auf eine Ehe stellt Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich fest:

Oft hören wir in den Medien die Frage nach der Verheiratung Minderjähriger. Dazu ist zu sagen, dass die Scharia der Frau kein Unrecht zufügt. Zu sagen, eine Frau unter 15 Jahren könne nicht heiraten, ist schlicht falsch. Sobald ein Mädchen zehn oder zwölf Jahre alt geworden ist, kann sie zur Verheiratung ausgewählt werden, und wer auch immer jetzt denkt, sie sei zu jung, liegt falsch und fügt dem Mädchen eine Ungerechtigkeit zu.

Ob Hans-Gert Pöttering und Horst Köhler (der Islam als eine „im Kern friedliche Religion“) oder ob Christian Wulff („Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“, 03.10.2010) der Ansicht sind, Großmufti asch-Schaich habe den Islam falsch verstanden?

Der Islam von Scharia und Fiqh (Sakraljurisprudenz), und einen anderen Islam gibt es leider erst in dürftigen und bedrohten Anfängen, der Islam als nicht in Frage zu stellende Welterklärung, repressive Wohlverhaltensdoktrin und als ein vollständiges Konzept der juristischen Theorie und Praxis ist in die kulturelle Moderne nicht integrierbar, weil er unbedingt frauenfeindlich, phantasiefeindlich, unwissenschaftlich und totalitär ist. Der Islam selbst versteht sich als jenseitszentriert, letztliche Bedeutung hat nicht das Diesseits (ad-dunyā), sondern das Jenseits (al-āḫira), haben Hölle und Paradies.

Die der Umma, der muslimischen Weltgemeinde zugeschriebenen Kinder und Jugendlichen sind nach wie vor „zu muslimisieren“ (der Scharia zu unterwerfen), das islamisch korrekte Benehmen und Denken ist ihnen anzudressieren, ein erkennbar „nichtislamisches“ Verhalten oder Empfinden ist ihnen abzutrainieren. Ein typisch muslimischer, kalkuliert einschüchternder Spruch richtet sich an das Mädchen, das ihr Kopftuch verweigert oder nachlässig trägt: „Jedes Haar, was man sieht, verwandelt sich in der Hölle in eine Schlange.“ Katharina Rutschky (1977) bezeichnete repressive Erziehungsmethoden als Schwarze Pädagogik.(6)

Zentrales Dressurinstrument der beim Schambesetzten und Sexuellen ansetzenden innermuslimischen Durchsetzung der Scharia („Schariatisierung“) ist das Bedecken (Hidschab, ḥiǧāb) des weiblichen Körpers, das je nach Radikalität der Verweigerung von Kreativität, Emanzipation und Wissenschaftlichkeit als Kopftuch oder Burka mit Niqab in Erscheinung tritt. Die „islamische Kleidung“ jedenfalls wird zum optischen, sexualisierenden und politischen Abgrenzungsmerkmal der beiden „Sorten Mensch“, der „Muslime“ und der als sittlich minderwertig geltenden „Nichtmuslime“.

Ein politischer Kult, der seiner angeblich die Seele rettenden Doktrin nach allen seinen Angehörigen die universellen Menschenrechte und den ungeschmälerten Zugang zum deutschen Grundgesetz vorenthält, ist in einem freiheitlich bleibenden Staat nicht realisierbar, weshalb die Scharia vernehmlich und glaubhaft außer Kraft gesetzt werden muss, bevor eine Regierung Islamkonferenzen einberuft oder Islamischen Religionsunterricht bzw. universitäre Imamausbildung einrichtet. Diesen Zusammenhang auszusprechen ist überfällig und allein deshalb kein „antimuslimischer Rassismus“, weil Muslime keine Rasse sind. Pierre Vogel und Sven Lau haben die Weltanschauung gewechselt, nicht die „Rasse“.

Vielmehr könnte sich ein fortgesetztes Verschweigen der unüberwindbaren Grundrechtswidrigkeit der Scharia als geeignet erweisen, die Staats- und Stadtbevölkerung ganz im Sinne des muslimischen Separatismus (Muslim separatism)(7) in zwei Glaubensnationen zu zerlegen, was wir im Sinne der universellen Menschenrechte verhindern dürfen.

Wir verteidigen bei unserer Kritik am Islam also weder das „christliche Abendland“ noch den „transatlantischen Westen“, weil die am 10. Dezember 1948 in Paris erklärten Menschenrechte eben gerade nicht „christlich“ oder „atheistisch“ und weder „westlich“ noch „östlich“ sind. Jedes Zurückfallen vor den 10.12.1948 hingegen wäre ein Ausstieg aus dem für alle geltenden Recht und eine Wiedereinführung vormoderner Machtstrukturen, bei dem die Religion der Eltern und Großeltern dem Individuum den Lebenslauf in einer Intensität und Totalität schreibt, die wir nicht wollen.

Die Jugendlichen und die Kinder unter den heute unter uns lebenden so genannten Muslimen müssen dasselbe Recht auf eine autonom gestaltete Biographie haben wie die jungen „Nichtmuslime“. Es ist ein Skandal, wenn die Vorsitzende des örtlichen Integrationsrates in aller Öffentlichkeit das „Recht“ der türkisch-muslimischen Eltern einfordert, ihre Kinder arrangiert zu verheiraten. Statt die Scharia und den organisierten Islam pauschal zu verharmlosen, täten Gülistan Yüksel und Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Brouns besser daran, langfristig auch mit den organisierten Ex-Muslimen zusammen zu arbeiten.

Den aufgrund der Fundamentalisierung zu Recht besorgten Mönchengladbacher Bürgern fiel besagte Integrationsratsvorsitzende am 27.08.2010 in der Eickener Mehrzweckhalle durch die Aussage auf, die Anwesenden würden „Öl ins Feuer gießen“.(8) Wohlgemerkt: Wir, die Mönchengladbacher Bürger würden das sprichwörtliche Öl „gießen“, nicht die Freunde von Burka, Scharia und Steinigung.

Gülistan Yüksel will den „Dialog der Religionen“ und möchte „die Ängste der Menschen ernst nehmen“. Was beim „Dialog“ zwischen säkularen Demokraten und Schariafreunden herauskommen soll, verrät uns die Bundesverdienstkreuzträgerin nicht.

Die Speerspitze oder jedenfalls einen der harten Kerne der islamisch begründeten mittelalterlichen Revolte gegen die kulturelle Moderne nennen wir Salafīya (as-salaf, die Vorgänger, Vorfahren, Ahnen). Dieser sich nach den ersten drei muslimischen Generationen nennende „Salafismus“ nutzt die hoch politische Apartheid der Kleidung sowie die (auch durch den textilen Kerker der Burka garantierte) Apartheid des sozialen Kontakts. Islamische Fundamentalisten wollen ihre Mitglieder aus der offenen Gesellschaft aussperren.

Einen ersten Hinweis konnte uns der in der Eickener Straße 164 illegal betriebene Kindergarten der damaligen Masjid As-Sunnah liefern,(9) bei dem die unter Islamisten erwünschte emotionale Fremdheit eingeübt worden ist und bereits die Kleinsten vorübergehend nicht die Chance hatten, mit zwei- bis vierjährigen „Ungläubigen“ beiderlei Geschlechts skeptisch bis neugierig zu streiten, zu reden und vor allem: zu spielen. Am 11.10.2007 warb die Seite Way to Allah für die „Gruppe Salam“:(10)

Erzieherin: Assya Reiners 4 jährige Ausbildung als Erzieherin und Kinderpflegerin mit Berufserfahrung. Helferin: Zara Qouri

Räumlichkeiten: Bastelecke, Ruheraum und Rollenspielecke, Essensabschnitt und Spielecke, Badezimmer, Flur, Küche und ca. 50 qm Frauengebetsraum für größere Aktivitäten.

Die Kinderbetreuung ist keine städtische Einrichtung, jedoch eine Vereininterne Aktivität, an der man durch eine Mitgliedschaft teilnehmen kann.

Für eine spielerische Herangehensweise an das Lernen und an die Welt ist der orthodoxe Islam allerdings grundsätzlich nicht zu haben, denn die Teufel lauern überall und gefährden dein irdisches Wohlergehen und, vor allem wenn du eine Frau bist, deinen sexuellen Anstand. Von einem Weltgefühl und Lebensgefühl der Angst bedrückt, kann man sicherlich nicht gut lernen, weshalb wir von den Moscheegemeinden und Islamverbänden verlangen dürfen, Iblis und Dschahannam (Iblīs wa Ǧahannam, Teufel und Hölle) schleunigst aus dem Lehrprogramm zu werfen, damit der Isam schultauglich wird, „schulreif“.

Das muslimische Meidungsverhalten der geheiligten „Lossagung“ (al-barāa) wird mit der angeblich perfektesten Gebrauchsanweisung für ein gelingendes Leben, mit dem Koran (5:51) begründet:

Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden! Sie sind untereinander Freunde (aber nicht mit euch). Wenn einer von euch sich ihnen anschließt, gehört er zu ihnen (und nicht mehr zu der Gemeinschaft der Gläubigen). Gott leitet das Volk der Frevler nicht recht.

Besonders konsequent ausgelegt wird das Verhalten der Meidung weltweit von den so genannten Salafisten, die sich auf unter Sunniten weltweit hoch angesehene Gelehrte wie den saudischen Großmufti Bin Bāz und (ʿAbd al-ʿAzīz ibn Bāz, 1910-1999)(11) oder Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān (* 1933)(12) berufen können.

Scheich Bin Bāz fordert alle Muslime dazu auf, jede etwa vorhandene freundschaftliche Beziehung zu einem Nichtmuslim abzubrechen, die nicht dem Konversionsgeschehen (natürlich zum Islam hin, nicht umgekehrt) dient. Scheich Ṣāliḥ al-Fauzān präzisiert dahingehend, dass jeder Muslim dazu verpflichtet sei, alle Nichtmuslime zu hassen!(13) Mit Scheichs wie al-Fauzān und vermutlich auch Bin Bāz lässt sich das islamische Prinzip »al-walāʾ wal-barāʾa« also durchaus übersetzen als „Lieben für Allah, Hassen für Allah!“ Islamisch begründetes Desintegrieren steht unserem Bemühen um Integration leider entgegen.

Zusammenfassend gesagt: Die islamrechtliche Vorgabe und muslimische Verhaltensnorm »al-walāʾ wal-barāʾa« sichert den Umgang des aus orthodoxer Sicht als sittlich höherwertig geltenden Muslims mit einem Nichtmuslim. Dabei ist eine vorschriftsmäßige muslimische Solidarität mit einem kalten Desinteresse an den Nichtmuslimen und ihren als verachtenswert einzustufenden typischen Verhaltensweisen zu verknüpfen, um das Wohlergehen der Umma, der muslimischen Weltgemeinde, und das persönliche jenseitige Heil zu gewährleisten. Alles, was nicht als „islamisch“ angesehen werden kann, ist, sofern es den Islam nicht bekämpft, unwichtig und zu meiden. Was Islam und Islamexpansion aber im Wege steht, ist zu beseitigen, falls nötig mit Gewalt. Das Recht der Muslime, überall auf der Welt „zum Islam einzuladen“, sprich: für den Islam zu missionieren (daʿwa, Islammission), darf kein Nichtmuslim behindern.

2. Das islamisch korrekte Verhalten durchsetzen, bei Bedarf mit Gewalt: Ḥisba

Islam ist keine Theorie oder nur auf den persönlich-innerseelischen Bereich der Spiritualität beschränkt, sondern öffentlich nachvollziehbare Glaubenspraxis, korrektes Verhalten (Orthopraxie). Die wahre Religion will gelebt werden. Ḥisba bedeutet dabei Schariadurchsetzung und entspricht dem Amt eines Religionspolizisten. Zum Ausüben der Ḥisba ist jeder Muslim verpflichtet, ob als Profi oder Amateur. Jeder Gläubige wird damit zum Sittenwächter. Die Teilnahme am Freitagsgebet ist einem männlichen Muslim vorgeschrieben (sobald eine Freitagsmoschee existiert), und wer den Islam im gottlosen Europa aktivieren will, ist berechtigt, Druck auf den Pflichtvergessenen auszuüben, sobald in Erfahrung gebracht wird, dass der Schludrige Sohn eines muslimischen Vaters ist. Diesen „Bruder“ darf man mit frommer Sorge darauf aufmerksam machen („Bruder, du bist ein schlechter Bruder“), dass seine Tochter mit offenen Haaren durch Brüssel oder Frankfurt spaziert oder das Kopftuch nicht züchtig genug bindet. Was İstanbul im Sommer 2010 erlebte, nämlich dass ein glaubensbewegtes Rollkommando von Bärtigen unter „Allahu akbar!“-Rufen mit Knüppeln auf Gartentische, darauf befindliche alkoholische Getränke und Galeriebesucher einschlug,(14) ist konsequente Ḥisba, koranisch begründet mit: „Das Gute gebieten, das Schlechte verbieten (Enjoin what is good and forbid what is wrong)!“

Grundlage jeder Ḥisba-Tätigkeit ist der Befehl der Gottheit, wie er den einerseits von Natur aus (fiṭra) als Muslim geschaffenen, andererseits ohne göttliche Rechtleitung orientierungslos bleibenden Menschen im Koran (3:110) dokumentiert worden ist:

Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen entstand. Ihr gebietet das, was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrecht, und ihr glaubt an Allah. Und wenn die Leute der Schrift geglaubt hätten, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler.

Es war Allah, der zu den Propheten Adam, Noah, Abraham, Moses und Jesus sprach, erst die Rabbiner und Priester haben das fehlerhaft ausgelegt und erdreisten sich, Mohammeds prophetische Sendung nicht anzuerkennen, die „Einladung (daʿwa) zum Islam“ nicht anzunehmen. Juden gelten im Islam grundsätzlich als Verfälscher der Schrift, Christen als die Überlieferer der verfälschten Schrift.

Du musst als Muslim beweisen, dass du die Maßgaben von Koran und Sunna durchzusetzen bereit bist, denn wer keine Ḥisba praktiziert, gehört der Umma, der muslimischen Weltgemeinschaft, nicht an. Saudi-Arabien betreibt zu diesem Zwecke ein eigenes Ministerium, das „Komitee für die Ausbreitung der Tugend und Verringerung des Lasters“ (Committee for the Propagation of Virtue and the Prevention of Vice).(15)

Wer unter Beweis stellen möchte, dass er die Last des ehrenamtlich oder professionell tätigen islamischen Moralpolizisten im Sinne der Ḥisba auf sich genommen zu hat, zeigt dies durch Anlegen der so genannten islamischen Kleidung. Männer, die sich in frühmittelalterlich wirkende Gewänder tragen, sind damit alles andere als eine folkloristische oder karnevalistische Gruppe, sondern dürfen als Wächter der bis zum Ende der Welt, bis zum „Tag der Auferstehung“ (yaumu l-qiyāma) gültigen Praxis von Sunna und Scharia den Gehorsam jedes Muslim verlangen. Wer durch altarabischen Kittel, gehäkelte Kappe bzw. das saudische, rot-weiß karierte Kūfiya-Tuch (für uns Mönchengladbacher ist das auch „Šimāġ“ genannte Tuch bei »ZAMZAM. Islamic Shop« erhältlich für nur 9,00 €)(16) oder langen Bart öffentlich verkörpert, „den Islam“ zu praktizieren, zumal in der Nähe eines salafistischen Scheichs, der hat offensichtlich viel „islamisches Wissen“, und dieses Wissen nicht zu beherzigen könnte deine Seele, inschallah, mit einiger Wahrscheinlichkeit für immer in das Feuer der Hölle hinab stoßen.

Zum Kernbereich der Durchsetzung des islamisch korrekten Lebens gehört dabei die Rolle der Frau, deren Körper anders zu bedecken ist als der männliche. Die Frau verführt den Mann zur Sünde und kann vielleicht bereits mit ihrem offenen Haar die Männer zur Unmoral verführen und den Staat zum Einsturz bringen. Die unverschleierte Frau ist sie selber schuld, wenn sie vergewaltigt wird, befindet der australische Scheich Taj al-Din Hamid al-Hilali, für den die Frau ohne Hidschab gewissermaßen Katzenfutter ist „Wenn ihr rohes Fleisch auspackt und offen auslegt, und die Katzen kommen und fressen es – wessen Fehler ist das? Das unbedeckte Fleisch ist das Problem.“(17) Für den Geistlichen sind Frauen Werkzeuge des Satans, um die Männer zu verführen. Nur die Frau, die in ihrem Zimmer bleibt oder sich verschleiert, darf sich nach al-Hilali sicher fühlen. Islamisch betrachtet ist die unverschleierte oder die unbewacht umhergehende Frau eine bleibende Gefahr für die innere Sicherheit.

3. Frommheit oder Frevel, Tauhid oder Schirk?

Als schlimmste Sünde gilt im Islam der Angriff auf den von Mohammed verkündeten Eingottglauben (at-Tauḥīd)(18) und die in diesem Begriff enthaltene, (allahzentrische, schariatreue) Geschlossenheit der irdischen Umma. Tauḥīd ist beides, unteilbarer Gott und unteilbare sittliche Norm (Scharia). Da der bisherige Islam sich weigert, Religion und Staat zu trennen, kann islamische Frömmigkeit niemals deine Privatangelegenheit bleiben, sondern nur durch dein Einschwenken in die Gemeinschaft der praktizierenden Muslime verwirklicht werden. Wer unislamisch lebt, zeigt, dass er Allahs Allmacht angreifen möchte, und selbst ein schariakritischer Gedanke lästert Gott. Völlig folgerichtig kann in Teheran oder Dschidda eine umfassende Kritik an der Regierung als Gotteslästerung bestraft werden.

Der Angriff auf den Eingottglauben wird Schirk (aš-Širk) genannt,(19) das bedeutet „Beigesellung“.(20) Wer den Schirk betreibt, stellt jemanden neben den Schöpfer der Welt und sekündlichen Bewahrer des Universums, neben Allah, und ist demzufolge ein Polytheist (mušrik, Pl. mušrikūn), ein verachtenswerter Mensch.

Andere Schariagelehrten meinen, dass ein niemals von der wahren Prophetie Abrahams erleuchteter Mensch, ein Hindu beispielsweise, noch nicht einmal des Begehens von Širk fähig sei. Dieser Auffassung, dass nur ein Muslim oder ein anderer Monotheist Schirk betreiben kann, steht allerdings der klassisch islamische Ansatz der fiṭra (dem Erschaffensein auf Allah hin) entgegen, jener Lehre, nach der sowieso jeder Mensch von Geburt an Muslim sei und erst seine Eltern ihn zum Christen, Juden oder Zoroastrier erziehen.

Weil derlei Fragen aber von einem muslimischen Endverbraucher nicht zu klären sind, hat die Elite der Islamdeutung, haben Scheich und Mufti stets ausreichend zu tun und werden nicht arbeitslos. Das in ständiger Angst vor seinen ins Höllenfeuer führenden irdischen Fehltritten befindliche Individuum bleibt damit von seinen Klerikern abhängig, die gleichsam zu Wachen an den Pforten des Paradieses mutieren, zu Himmelswächtern. Den Nichtmuslimen erzählt man unterdessen, im Islam gebe es gar keinen Klerus.

Dass die Christen mit Jesus ihrem Gott einen zweiten Gott zur Seite stellen, wird unter orthodox argumentierenden Muslimen seit nahezu 1.400 Jahren ganz selbstverständlich angenommen, ein Ansatz, auf den sich der salafistische Star-Prediger Pierre Vogel (Abū Hamza) gerne beruft, der künftige Muslime ja nicht zuletzt mit dieser angeblich einzig stimmigen Betrachtung der Figur des Jesus von Nazareth für den Islam gewinnt.

Wenn der Stifter des Christentums und seine Getreuen schon keine Muslime waren, Angehörige des reinen Urislam (der milla oder Glaubensnation Abrahams zugehörig, der Millat Ibrāhīm), so doch zumindest islamkonforme Monotheisten, Hanifen (Ḥunafā, Sg. Ḥanīf). Als der vorletzte Prophet der Menschheitsgeschichte gilt Jesus (ʿĪsā) sowieso. Judentum und Christentum gelten im Islam als überholt (weil von Gott aufgehoben), als einst gottgewollten Prototypen der wahren Religion, die Gott (Allah) den Menschen allerdings erst mit Mohammed in ihrer ganzen Fülle kundtat (mit Lizenz zum Dschihad, Jesus durfte noch nicht töten).

Den an der Gottheit Frevel übenden Schirk, die „Beigesellung“, betreibt aus Sicht besonders radikaler Salafisten eigentlich bereits der Demokrat, der von seinem Wahlrecht Gebrauch macht, denn zum einen steht der gewählte Bürgermeister, Minister oder Präsident dreist neben der Gottheit wie ein Zweitgott, zum anderen beansprucht der Wahlsieger, was eigentlich noch schlimmer ist, durch sein Mitwirken an der Entstehung von Gesetzen einen Teil der Herrlichkeit Gottes.

Im orthodoxen (politischen) Islam ist das Volk eben nicht der Souverän. Nur Allah ist berechtigt, Gesetze zu schaffen.

Jeder Teilnehmer an einer nicht dem Schariavorbehalt unterliegenden Wahl wird damit zum Ketzer (mušrik). Die radikale salafistische Seite »At-Tawhid wal-Ikhlas« bittet ihre muslimischen Leser mit der Abhandlung „Der Schirk der Wahlen“ am Wahltag zu Hause zu bleiben, jedenfalls den Sündenpfuhl namens Wahlbüro und Wahlkabine zu meiden, in einem anderen Text ruft sie zum Boykott der nichtislamischen Gerichtsbarkeit auf: „Der Schirk des Urteilsgesuchs bei einem Kufr-Gericht“.(21)

Dass jeder, der bewusst Schirk begeht, dem Unglauben (kufr) dient und eigentlich bereits ein Ungläubiger (kāfir) ist, ein Islamapostat, versteht sich so gesehen von selbst. Der Abtrünnige (murtadd, zu: Apostasie, ridda) hat drei Tage Zeit, seine Meinung zu ändern, bevor er aus dem harmonischen Miteinander auf Dauer zu entfernen ist (getötet werden muss).

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz benennt derlei frommes Bemühen, eine derartige Islamkonsequenz, wenig plausibel als „extrem vereinfachend“,(22) während der Freund des Lehrerinnenkopftuchs und Minister Guntram Schneider, befragt zum Thema Mönchengladbach-Eicken und EZP / Islamschule, den sinnfreien Satz riskierte, die Salafisten hätten mit dem Islam so wenig zu tun wie die Mun-Sekte mit dem Christentum.(23)

Zu Guntram Schneider ist für uns Gegner des Gesellschaftsmodells und Menschenbildes von Sunna und Scharia anzumerken, was er zum mühselig errungenen Verbot des Lehrerinnenkopftuchs meinte(24)

Wenn ein Kopftuch nicht aus politischen Gründen getragen wird, habe ich nichts dagegen.

Dass jedes Kopftuch hoch politisch ist und der Islam gar keine Trennung von Lehre und Gesellschaft duldet, weiß oder sagt der nordrhein-westfälische Minister für Arbeit, Integration und Soziales nicht.

So lange die Islamverbände, von DİTİB über Millî Görüş (IGMG) bis zum VIKZ, die Scharia nicht überwunden haben, sprich: abgelegt haben, so lange ist das gottesfürchtig-traditionsbewusste Selbstverständnis und jugendbewegt-revolutionäre Lebensgefühl einer aktualisierten Ḥanbalīya, der in aller Genauigkeit erneuerten hanbalitischen Rechtsschule des sunnitischen Islam, in der Tat der authentische Islam.

(Die Hanbaliten sind die zahlenmäßig kleine, auf der arabischen Halbinsel vertretene Rechtsschule (maḏhab, Pl.: ‎maḏāhib), die nach dem im Jahre 855 verstorbenen Aḥmad ibn Ḥanbal benannt wird. 855 ist für Salafisten auch das Datum, nach dem keine schariarechtlichen Änderungen mehr akzeptiert werden. Diesen Gedanken fortsetzend ist es berechtigt, wenn Islamismus-Altvater Ibn Taimīya (1263–1328) und das etwas fadenscheinige Alibi auf saudische Königsherrschaft namens al-Wahhāb (1703-1792, vgl. „Wahhabismus“, al-Wahhābīya) als „vormoderne Salafisten“ bewertet werden.)

Um nichts anderes als um die re-aktualisierte Ḥanbalīya handelt es sich also bei dem, was in aller Welt ganz verlegen „Salafismus“ genannt wird. Ja, der Salafismus IST der eigentliche Islam und muslimischer Nichtsalafist vielleicht nur ein anderes Wort für denjenigen, der seine Scharia vernachlässigt, das Gegenteil jedenfalls müssten Muslimbrüder und Erbakan-Anhänger, ZMD und Islamrat uns erst noch beweisen, jene Islam-Lobbyisten, welche die sich nähernde schariakonforme (frauenfeindliche, kulturrassistische) Rechtsspaltung im Familienrecht billigend in Kauf nehmen.

4. Der Taghut, der Götze

Was in vorislamischer Zeit schlicht Gottheit bedeutete und im ältesten Islam nichtfigürlicher Götze, Taghut (Ṭāġūt, Pl. Ṭawāġīt), verwandelte sich ebenso bei Ayatollah Chomeini zu einem institutionellen, vornehmlich administrativen Dämon wie beim türkeistämmigen Gründer der Bewegung Kalifatstaat (Hilafet Devleti), Cemaleddin Kaplan.(25) Ob Gerichtsbarkeit oder Stadtverwaltung, Bildungsministerium oder Erziehungsberatung, für Chomeini und Kaplan war das alles „Götze“ und war jeder Nutzer dieser Angebote ein Götzendiener. Die 1994 gegründete mit 4.000 Anhängern gegründete Organisation, deren Mitgliederzahl im Laufe der Jahre auf 1.100 sank, wurde im Dezember 2001 verboten.

Der 1995 verstorbene, gelegentlich als Chomeini von Köln beschriebene Bewunderer der Islamischen Revolution (Iran 1979) Kaplan ordnete eine schwarze Vollverschleierung aller Frauen an, Männer trugen als „islamische Kleidung“ feierliche Gewänder und Hemden mit Stehkragen und lehnten Krawatten als „westlich“ ab. Diese die erwünschte Rechtsverschiedenheit(26) verkörpernde, gegenkulturell-provokante Sonderkleidung der Kaplan-Anhänger erinnert mag manchen Mönchengladbacher an Burka und Niqab der Salafisten um den Verein Einladung zum Paradies erinnern.

Zum Prozess um den Sohn des „Kölner Kalifen“, Metin Kaplan (2000), schrieb DER SPIEGEL(27):

„Wenn eine Gesetzesbestimmung analog der Scharia ist, wird sie befolgt. Wenn nicht, wird sie nicht befolgt.“ Brinkmann: „Sie befolgen dann das deutsche Recht nicht, auch wenn Sie in Deutschland leben?“ Zeuge: „Selbstverständlich nicht! Der Koran ist das Maß aller Dinge. Denn er beinhaltet Gottes Gesetz. Alle anderen Gesetze sind nur von Menschen gemacht.“

Brinkmann: „Also weil die deutschen Gesetze von Menschen gemacht sind, braucht man sie nicht zu befolgen?“ Zeuge: „Ein Muslim kann sich nicht an Gesetze halten, die nicht von Gott sind.“

Kölns Mehrheit dient den Mächten der Finsternis, dem Taghut. Eine mutige, zum Licht des Glaubens strebende Elite kämpft dagegen an: Erst die Sonderkleidung, dann das gesonderte Recht, erst die Burka, dann das Kalifat.

Die anonym betriebene, dezidiert wahhabitische Seite »Aṣlud-Dīn al-Islāmī« kann sich auf das Buch der Bücher berufen und den Koran heranziehen, wenn er im Kapitel »Der Taghut« die in Deutschland wohnhaften Muslime zum engagierten Kampf gegen den Götzen aufruft(28)

„Die da glauben, kämpfen für Allāhs Sache, und die nicht glauben, kämpfen für die Sache des Tāghūt; darum kämpft gegen die Anhänger des Satans! Wahrlich, die List des Satans ist schwach.“ (4:76)

Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (, der da predigte): „Dient Allāh und meidet den Tāghūt.“ Dann waren unter ihnen einige, die Allāh leitete, und es waren unter ihnen einige, die das Schicksal des Irrtums erlitten. (16:36)

Und diejenigen, die den Tāghūt anzubeten scheuen und sich zu Allāh wenden – für sie ist die frohe Botschaft (bestimmt). (39:17)

Dieselben Gottesfürchtigen lassen uns wissen, dass es der Stifter des Wahhabismus selber war, Muḥammad ibn ʿAbd al-Wahhāb (1703-1792), der den beschworenen Glauben (al-imān) an Allāh als den zweiten Schritt definiert, dem der erste Schritt deines Abschwörens (al-kufr, Unglauben (!)) an den Ṭāġūt vorausgehen muss.(29) Du musst ungläubig sein („den Götzen verwerfen“, gewissermaßen: dem Teufel abschwören), um gläubig zu werden.

Ein unter manchen heutigen „Wahhabiten“ (sie selbst lehnen diese Bezeichnung scharf ab) gerne gelesener, gewisser Abu Hamzah al-Afghani erschafft in seiner Abhandlung »Die Religion aller Propheten. Die Lossagung vom Taghut« (für den Suchbegriff Taghut auf 104 Seiten gibt es 328 Treffer) eine regelrechte Wissenschaft vom Abschwören auf den Götzen.(30) Wer oder was in der heutigen Zeit unter Götze zu verstehen ist, weiß der salafistische Ideologe genau:

Die Führer der fehlgeleiteten Religionen, wie zum Beispiel die Rabbiner und die Priester des Juden- und Christentums.

Begriffe wie Menschenrechte, das Volk, Vaterland, Nationalismus usw. wenn sie neben Allah zu Angebeteten genommen werden, wie wir es oft sehen.

Derjenige, der Gesetze an Stelle Allahs beschließt. D. h. er verändert die Gesetze Allahs, indem er die Menschen dazu verpflichtet, seinen eigenen Gesetzen zu folgen, die ihm der Satan eingegeben hat.

Derjenige, der mit einem anderen Gesetz als mit dem Gesetz Allahs regiert, also einem anderen als der Schariʿa Muhammads, auch dann, wenn er selbst diese Gesetze nicht erfunden hat.

Derjenige, den sich die Menschen an Stelle Allahs zum Richter nehmen.

Die Demokratie, quasi die Götze unserer Zeit, sowie ihre Teile und Einrichtungen. So z. B. die Verfassung, das Mehrheitsrecht, das Parlament usw. Bei all diesen Dingen wird das Recht der Gesetzgebung dem Volk übertragen, wobei es das alleinige Recht des Schöpfers ist.

Die UNO, der Internationale Gerichtshof und was es sonst noch an Dingen gibt, die dem Islam in seinen Grundzügen widersprechen.

Zu den häufig angebeteten Tawaghit gehört auch der menschliche Verstand, wenn er zum Angebeteten neben Allah genommen wird. Indem man allem folgt, zu dem er aufruft, selbst dann, wenn dies dem Willen Allahs widerspricht. … In Wirklichkeit liegt das Problem in ihrem niederen und fehlerhaften Verstand. Der richtige Weg hingegen ist der, den die Salaf einschlugen als sie sagten: WIR HÖREN UND GEHORCHEN. Der Weg der Salaf ist, den qurʿanischen Text so zu akzeptieren, wie er ist – ohne ihn zu verdrehen.

Soweit zu Abu Hamzah al-Afghani (risalatun.com), der allerdings selbst unter Salafisten umstritten ist und bei »Q&S« (Quran & Sunna, ahlu-sunnah.com) als „Übertreiber“ und Takfiri (jemand, der andere voreilig zu Ungläubigen erklärt) gehandelt wird.(31)

Die genannte wahhabitische Seite »Islamwissen« verlinkt aber den betrachteten Text des al-Afghani mit offensichtlichem Wohlwollen.

5. Das salafistische Doppelprogramm: »Reinigen und Erziehen« (at Taṣfīya wat-Tarbīya)

Im ersten Schritt gilt es, gleichsam eine Säuberung vorzunehmen, alles Unislamische auszumerzen (taṣfīya), dann aber sind die Muslime im Sinne der Scharia zu Sitte und Anstand, zu rufen, zu Zucht und Ordnung (tarbīya).(32)

Der salafistische Vordenker Muhammad Nasiruddin al-Albani (1914-1999) wählte dieses programmatische „Reinigen und Erziehen“ (at-Tasfiyya wat-Tarbiyya, purification and education) als Titel einer seiner Schriften. Zwei propalästinensische Studenten aus Südostasien beispielsweise motivieren sich mit den Schriften des US-amerikanischen Konvertiten und Missionars Yusuf Estes (http://yusufestes.com/), geben sich die typisch salafistischen (mit Abu beginnenden) Kampfnamen Abu Nashiruddin (Abū Nāṣiru d-Dīn) und Abu Abdul Rahman nennen ihren Internet-Blog »Tasfiyyah wa Tarbiyyah (purify-educate)«.(33)

Wenn aber ein amerikanischer Salafist und Fernsehprediger jeweils einen malaysischen Studenten der Agrarbiologie und der Mathematik („Konfession: manhaj Salaf Al-Ummah“ (Die theologische Position der Ahnen der Umma))(34) beeinflusst, lässt sich augenzwinkernd feststellen: Allah und der Salafismus arbeiteten global. Und selbst Deutschland bleibt nicht außen vor:

Am 01.08.2008 traf der reisefreudige Yusuf Estes im norddeutschen Hannover auf den salafistischen Prediger Pierre Vogel,(35) zwei Tage später traten beide in Berlin auf,(36) während vor der Türe eine Abordnung der zumeist als islamische Sekte gehandelten, vor allem im Libanon bedeutsamen Habashi („Abessinier“)(37) gegen Estes und Vogel demonstrierte.(38)

Einige von jenen „mystischen“ Sunniten, die dem letztlich auch in Kall-Sötenich (Osmanische Herberge, um Hassan Dyck) und Mönchengladbach-Wickrath (Scheich Yasin, * 06.06.1962 in Bursa / Türkei) vertretenen Sufi-Orden der Naqshbandi-Haqqani nahe stehen,(39) in den USA unterstehen sie der Führung des aus dem Libanon stammenden Muhammad Hisham Kabbani,(40) warnen ihrerseits vor den Habashi.(41) Bemerkenswert ist, dass die türkischen Spitzenpolitiker und Freunde der Re-Islamisierung Turgut Özal, Necmettin Erbakan und Recep Tayyip Erdoğan auch Angehörige des Naqschbendi-Ordens sind.

Der politische Islam, an Menschen wie Abūl Aʿlā al-Maudūdī (1903-1979) oder Dr. Ali Schariati (1933-1977) lässt sich das gut erkennen, reagiert auf die Standards der universellen Menschenrechte und auf die Kultur des Weltbürgerlichen. Nach außen beschwört der politische Islam seine angebliche „Andersartigkeit“, nach innen das Feindbild des „Westens“ (USA, Europa, Israel). In öffentlichen Werbeveranstaltungen für die Scharia („Dialog“) fordert man unser unbegrenztes Verständnis („Toleranz“) für das Lehrerinnenkopftuch, für die Burka im öffentlichen Raum oder für ein gesondertes Personenstands- und Familienrecht.

Das große Saubermachen betrifft deine nähere Umgebung ebenso wie dein Denken und deine Wünsche, der Konsum von amerikanischen (oder indischen) Kinofilmen ist von dir ebenso einzustellen wie das Trinken von Coca-Cola. Deine Nahrung in Restaurant oder Kantine kann gar nicht genug „ḥalāl“ sein, ob es sinnvoll ist, Kindergarten und Schule mit einem gesonderten, „reinen“ Kühlschrank für die rechtgläubigen Kinder auszustatten?

Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci (Islamisches Bildungs- und Kulturzentrum Braunschweig (IBKB e. V.), Einladung zum Paradies e. V. (EZP), ISLAMSCHULE) beantwortet auf seiner Seite »ISLAM-FETWA. Islamische Rechtsgutachten« (http://islam-fetwa.de/) Fragen wie „Ist es erlaubt, das Fleisch der Nichtmuslime zu essen?“ (Fatwā Nr. 0042. Wenn das Tier von einem Atheisten geschlachtet worden ist oder wenn das Tier nicht geschächtet wurde, darfst du das Fleisch nicht essen) oder „Ist Red Bull ḥalāl?“ (Fatwā Nr. 0067. In kleinen Mengen genossen, steht das besagte Erfrischungsgetränk deinem Einzug ins Paradies nicht entgegen). Fatwā 0016 betrifft die Ehe, der Braunschweiger stellt im Hier und Jetzt die Meinung Gottes fest:

Frage:

Ab wann ist man islamisch verheiratet?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah, dem Erhabenen

Im Islam gilt man als verheiratet, sobald der Vater des Mädchens zugestimmt hat, der Bräutigam es vor den Zeugen akzeptiert und die Brautgabe zahlt: Damit ist die Ehe in Kraft gesetzt und bei Allah gültig – auch ohne Standesamt!

Aber da einige Muslime heute ihr Wort schnell brechen und vergessen, empfehle ich der Braut, unbedingt standesamtlich zu heiraten, damit sie ihre Rechte erhält.

Und Allah weiß es am besten

Alles Handeln muss im Einklang stehen mit dem mehr als dreizehn Jahrhunderte vergangenen Alltag im Stadtstaat Medina, der einzig gesunden und einzig sinnvollen Gesellschaftsform und Lebensweise.

Die menschenrechtlichen Folgen einer ernst genommenen salafistischen Lebensweise werden verschwiegen, den so genannten Muslimen, vor allem den weiblichen, wird ein selbst bestimmtes Leben nicht zugestanden, Zweitfrau, Verstoßung der Ehefrau und weibliche Kindbraut hingegen sind möglich. Vor zweieinhalb Jahren warnte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann vor den Salafisten:

Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 berichtete der Innenminister, es werde auch in Niedersachsen zunehmend islamistisches Gedankengut in Moscheen und per Internet verbreitet. So sei im Raum Braunschweig/Wolfsburg und in Hannover ein Salafistisches Netzwerk aktiv – eine radikale Gruppierung, die die muslimische Gesellschaft von „unislamischen Elementen“ reinigen wolle. Hierzu gehörten Menschenrechte, Frauenrechte und die Demokratie. Der Prediger Pierre Vogel – Vertreter dieser islamistischen Strömung – habe zum Beispiel in einer arabischen Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. „Der Vortrag ist nur als abartig zu bezeichnen“, sagte der Innenminister.(42)

Der Koran und die koranisch begründete Scharia, sagen Islamisten, würden auf alle Probleme der Gegenwart die optimale Antwort bereit halten, und so wurde das al-Islām huwa l-ḥall(43) („der Islam ist die Lösung“) den global agierenden Muslimbrüdern politisch zum Kampfruf gegen die Gleichberechtigung der Frau und seelisch zum Mantra der verweigerten kulturellen Moderne. Am koranisch begründbaren Antijudaismus ansetzend, wird die Religion immer wieder ein willkommenes Alibi für Antisemitismus und Israelhass. Mit den Worten eines aus Nordafrika stammenden deutschen Studenten und Salafisten(44)

Die Juden haben euch mit Kapitalismus du Pornographie kaputt gemacht, jetzt wollen sie uns Araber genauso kaputt machen.

Taṣfīya (anglisiert tasfiyyah) und tarbīya (tarbiyyah) gelten den schariakonformen islamischen Mystikern des Sufismus als zweithöchste und höchste Stufe der Vollkommenheit eines religiösen Führers.(45) Die oft als Gegner der Sufis eingeschätzte „Salafis“ nutzen also ein gesamtislamisch bekanntes Vokabular, das allein sie „authentisch islamisch“ zu interpretieren beanspruchen. Zu den islamischen Erziehungsbemühungen der Moscheevereine treten die salafistischen Netzwerke in eine theologische und legitimatorische Konkurrenz, was in Deutschland bekanntlich zur Folge hat, das EZP-Predigern zu den Moscheen der drei türkisch geprägten Verbände kein Zugang eingeräumt wird.

Dass die Salafisten den Islam falsch verstanden hätten, lässt sich allerdings nun wirklich nicht sagen, ihre Gelehrten haben in Saudi-Arabien die Scharia studiert (der 1973 in Braunschweig als Sohn eines Millî-Görüş-Funktionärs geborene Gründer der ISLAMSCHULE Muhamed Seyfudin Ciftci studierte an der Islamic University of al-Madinah) und alle Angehörigen bemühen sich beeindruckend, die Vorgaben des Koran und der Gelehrten der Zeit vor dem Jahre 855, dem Todesjahr Ibn Hanbals, genau einzuhalten. Für freiheitliche Demokraten ist wichtig, zu erkennen, dass der von den Salafisten „politisch verstandene“, sprich: ernst genommene Koran der Frau eine erniedrigte Rolle zuweist.

Das ist vielleicht die wichtigste Aufgabe, die wir säkularen Staatsbürger im Umgang mit „den“ Muslimen haben: Auf das Märchen von der gerechten Behandlung der Frau im Islam nicht herein zu fallen.

Denn einerlei, ob wir eine Gesellschaft nach den Vorstellungen von Ayatollah Chomeini, Necmettin Erbakan oder Scheich Bin Bāz bauen, ob die Muslimbruderschaft an der Politik beteiligt werden soll, die in Deutschland (nicht in Dänemark) verbotene Hizb ut-Tahrir („Befreiungspartei“)(46) oder Pierre Vogel: Die Frau im Islam ist ein emotional herabgewürdigter und juristisch diskriminierter Mensch, die Frau im politischen Islam ist ein Mensch zweiter Klasse. Solange die Scharia nicht abgelegt ist, können wir zwar die Muslime integrieren, aber nicht den Islam.

6. Rebellische Inseln kultureller Gegenmoderne. Salafismus als Verweigerung der universellen Menschenrechte

Globalisierung ist ja erst einmal nichts Schlechtes, es ist aber die Frage, was sich globalisiert, der ungebändigte Kapitalismus oder der Gewerkschaftsgedanke, der Sexismus oder der gleiche Arbeitslohn auch für Frauen, der auf „ewigen“ Vorschriften beruhende Gottesstaat oder die allgemeinen Menschenrechte, die zeitlose Angst vor Teufel und Hölle oder die forschungsbedingt vorläufige, in ihren Erkenntnissen weltweit gültige Wissenschaft.

Waren es vor drei bis vier Jahrzehnten noch überwiegend neohinduistisch geprägte Strömungen wie Hare Krishna und Bhagwan bzw. war es der in Korea verwurzelte Kult der Mun-Sekte, die im Namen der Alternativkultur beim Seelenfang erfolgreich waren, ist die Globalisierung inzwischen weiter vorangeschritten und wird die Realität der weltweit 1,5 Milliarden Menschen muslimischer Prägung auch in Europa und Deutschland spürbar.

Ein kraftvoller Fundamentalismus tritt uns in Gestalt des orthodoxen beziehungsweise revolutionären Islam entgegen, der die vollkommene Lebensführung im Angebot zu haben vorgibt und seinen Anhängern ein komplettes Modell der Lebensführung und Rechtssprechung anbietet, das dem Individuum wenig bescheiden suggeriert, keine weitere Welterklärung mehr zu benötigen. Gegenüber den Weisungen des heiligen Buches, des Koran, der auf jede denkbare Frage die absolut korrekte Antwort bereits beinhalte, sei jedes nichtislamische Urteil, ob demokratisch, wissenschaftlich oder juristisch hergestellt, schlicht unwesentlich.

So bietet auch der Sohn eines Millî-Görüş-Funktionärs, der in Braunschweig geborene salafistische Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci genannt Abu Anas seinen Jüngern an, die als sittlich minderwertig erklärte kulturelle Moderne der universellen Menschenrechte zu verlassen und die angeblich authentische islamische Lebensführungsdiktatur des Salafismus zu betreten. Ohne Geschlechtertrennung, ohne Gewand und Bart (männlich) bzw. ohne Ganzkörperschleier oder zusätzlichen Gesichtsschleier (weiblich) sei das absolute diesseitige und jenseitige Glück allerdings nicht zugänglich. Ex-Profiboxer und Islamprediger Pierre Vogel genannt Abu Hamza arbeitet im Rahmen des Vereins Einladung zum Paradies dem Scheich zu und ist als innenstädtischer Missionar in ganz Deutschland durchaus erfolgreich damit befasst, die formell frühmittelalterliche Seinsweise der Salafiyya als jedem anderen Islam für überlegen zu erklären und einer säkularen Umsetzung des Islam, wie sie von Bassam Tibi und Necla Kelek plausibel begründet wird, sowieso.

Für alle Schichten der ökonomisch leider zunehmend zerklüfteten Gesellschaft bietet der klassisch-hochmittelalterliche, schariabasierte Islam des Fiqh (Sakraljurisprudenz) bzw. der separatistische Islam der Muslimbrüder und Salafisten die angeblich unumgänglichen, Lebenssinn herstellenden und vor dem Höllenfeuer bewahrenden Bildungs- und Praxisprogramme, die für das Prekariat (Bushido, Ammar114), für den jungen Durchschnittsrheinländer (Ex-Feuerwehrmann Sven Lau genannt Abu Adam) ebenso wie für unsere Eliten (Murad Wilfried Hofmann, Ayyub Axel Köhler) offensichtlich attraktiv sind.

Wer bei dem „Hüter der beiden heiligen Stätten“ (Saudi-Arabien) studiert hat, dem wird eine besondere Autorität zugestanden, und so kann sich kein DITIB- oder VIKZ-Imam umfassend von den Salafisten distanzieren, sondern allenfalls einräumen, das Kopftuch, die Geschlechtertrennung im Schulsport und das Leben nach dem Koran ebenfalls energisch verbreiten zu wollen, also im Sinne der islamischen Orthodoxie gehorsam zu sein. Der Mönchengladbacher VIKZ-Imam Adnan Özden hat derlei Schariagehorsam bereits öffentlich getätigt (Wir distanzieren uns von Islamisten, RP, 16.08.2010)(47) und sich, auf Kosten von Ciftci und Vogel, als Retter des städtischen friedlichen Zusammenlebens angeboten, nicht ohne die Spaltung der Stadtbevölkerung in Nichtmuslime und Muslime weiter voran zu treiben, ausgerechnet im Namen der Toleranz und des Dialogs.

Die derzeitige, von Kirchen und Bürgermeistern wie versehentlich mitgetragene Islamverteidigung lautet sinngemäß: „Wenn du gegen das Kopftuch und die Scharia argumentierst, stellst du Toleranz und Koexistenz in Frage und schürst künftige, ethnoreligiös begründete Gewalt.“ Dabei wird übersehen, dass in der säkularen Republik gar keine Religionsvölker leben, sondern Individuen, die dem Schutz des gleich behandelnden Grundgesetzes unterstehen und eben nicht dem „Schutz“ der ungleich behandelnden (diskriminierenden) Scharia, auch nicht im Personenstands- und Familienrecht. Und um nichts anderes als um die durchgesetzte Rechtsverschiedenheit geht es dem politischen Islam, der in seinem gespaltenen „Kern“ dabei die Deklassierung der Frau erstrebt, emotional wie juristisch. Leider bezeichnen unsere Politiker wie Hans-Gert Pöttering und Horst Köhler den orthodoxen bzw. revolutionären Islam öffentlich als eine „im Kern friedliche Religion“, Fakten möchten und können sie uns dabei nicht nennen. Islamverharmlosung bedarf der Faktenferne, weshalb Norbert Bude und Reinhold Schiffers im Sinne ihres nachhaltigen beruflichen Erfolgs klug genug sind, das Wort Hidschab oder Scharia gar nicht erst auszusprechen.

Den Charakter einer Rechtsreligion zu verstehen, fällt Europäern, die von bis zu vier oder fünf Jahrhunderten der Säkularisierung profitieren (Renaissance, Aufklärung, universelle Wissenschaftlichkeit, Psychoanalyse, Totalitarismuskritik), offensichtlich schwer. Man frage einen Mönchengladbacher zu den Begriffen Standesbeamter, Rechtssachverständiger und Familienrichter und wird eine einigermaßen vernünftige Antwort bekommen, notfalls nach einem Blick in das Internetlexikon Wikipedia, jedenfalls wird wohl kaum ein Befragter einen Zusammenhang zum Spirituellen oder zur „Religion“ herstellen. Dass aber ein Scheich wie Muhamed Seyfudin Ciftci an der islamischen Universität zu Medina eine Ausbildung eben zum Rechtssachverständigen, Standesbeamten und Familienrichter durchlaufen haben könnte und für seine Getreuen hier in Deutschland eine parallele Rechtsordnung durchzusetzen wünscht, überfordert unsere zum „Dialog mit dem Islam“ aufrufenden Kleriker und Politiker möglicherweise immer noch. In Kanada und Großbritannien wird der rechtsspaltende Charakter des hoch politischen Islam richtigerweise im Namen des „One Law For All“ zurückgewiesen.

Sehr geehrter Herr Ciftci: In Deutschland besteht bereits eine Rechtsordnung, an der Einführung einer zweiten ist kein Bedarf! Mit Ihrer »Islamschule« wollen Sie Menschen gegenüber den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte immunisieren und rufen Sie zu einem totalitär zu kontrollierenden, „zu Allah ins Paradies führenden“ Wohlverhalten auf, welches wissenschaftliche Erkenntnisse überflüssig macht und verhöhnt. Damit betreiben Sie Abschottung, Segregation und bedrohen die Integration des Individuums, also auch des „muslimischen“ oder des weiblichen, in den Bereich des gleich behandelnden Grundgesetzes.

Der organisierte Salafismus ruft dazu auf, sich aus der kulturellen Moderne zurückzuziehen und sich ins Mittelalter zu integrieren, und erstrebt die Zerspaltung der Bevölkerung in Nichtmuslime und Muslime, was der Dhimmitude (Apartheid) des Kalifats zwar bestens entspricht, was wir als säkulare Staatsbürger jeder Religion, Ex-Religion oder Nichtreligion jedoch im Sinne der zu bewahrenden Rechtseinheitlichkeit verhindern dürfen.

Muslime sind keine „Spezies“, keine Sorte Mensch, hier in Deutschland und hier in Mönchengladbach leben keine Christenbürger und Muslimbürger, sondern Staatsbürger und Stadtbürger.

7. Die Erklärer des Weges. Mit Abdullahi Ahmed an-Naʿim, Mathias Rohe und Mustafa Cerić in die religiös begründete Rechtsverschiedenheit einziehen

Die Scharia als ein privilegierendes (diskriminierendes) Mehrstufenrecht ist im Sinne universell gedachter Menschenrechte nicht reformierbar. Gleichwohl gibt es eine starke Lobby, die bestrebt ist, die Scharia in unser Recht zu implementieren.

Dabei wird von den einflussreichen Islamisten (Salafisten?) ganz bewusst vom schariatischen Strafrecht abgesehen, jedenfalls von den Körperstrafen wie Steinigung und Auspeitschungen, sondern von einer angeblichen Menschenrechtskompatibilität und Grundrechtsverträglichkeit des familienrechtlichen Teils Scharia gesprochen.

Unterschlagen wird dabei, dass die Scharia ihrem Verständnis nach gar nicht teilbar ist, sondern ein kohärentes Gefüge bildet. Einzelne Teilgebiete des Islamischen Rechts außer Kraft zu setzen hieße, Allah den Mund zu verbieten. Wer also die ungeschmälerte islamische Eheschließung (an-nikāḥ) fordert, hat die Pflicht zum weiblichen Schleier (al-ḥiǧāb) ebenso im Sinn wie die Legalisierung des islamischen Erbrechts, das nach Allahs Weisheit der Tochter genau halb so viel Erbe zubilligt wie dem Sohn.

Nicht unerwähnt sollte man lassen, dass auch Personen, die wir üblicherweise (leider noch immer) nicht dem Salafismus zurechnen, die Steinigung gefordert haben. Die der Muslimbruderschaft nahe stehende Eva el-Shabassy aus Aachen-Richterich etwa,(48) eine deutsche Grundschullehrerin, warnt vor dem Ehebruch. Die Pädagogin sagt:

„Ehebruch ist ein Verbrechen wie Mord.“

Ob die klassisch islamische Konsequenz der Steinigung hier angebracht wäre, bejaht Islamkennerin el-Shabassy:

„Diese Strafe steht in der Scharia.“

Und schiebt beschwörend nach:

„Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“

Einer der deutschen Vorreiter der Werbung für das Islamische Recht ist der Erlangener Jurist Dr. Mathias Rohe, der im Jahre 2009 als Gutachter im ersten Prozess um den Berliner Gebetsraum (Diesterweg-Gymnasium) tätig sein durfte. Rohe ist Verfasser von »Das islamische Recht: Geschichte und Gegenwart«, das die Redaktion von BuchTest angemessen rezensierte.(49)

Der Islamwissenschaftler Tilman Nagel äußerte sich am 07.11.2009 in der Neuen Zürcher Zeitung (»Lohn und Strafe im Diesseits und Jenseits«) zu der von Mathias Rohe verschwiegenen Kopplung des irdischen Schariarechts mit dem vermeintlichen Verbleib in Hölle oder Paradies.(50) Tilman Nagel:

Für den unbefangenen Leser des Buches bleibt daher rätselhaft, … weshalb die Vertreter der islamischen Verbände in säkularen Staaten den religiös neutralen öffentlichen Raum nach Möglichkeit islamischen Normen unterwerfen wollen, soweit der Auftritt von Muslimen in diesem öffentlichen Raum betroffen ist.

Nach wie vor wird am Doppelcharakter dieses Rechtssystems festgehalten: Es regelt die diesseitigen Lebensverhältnisse im Hinblick auf das, was dem Menschen im Jenseits bevorsteht.

Der Transzendenzbezug des islamischen Rechts wird von modernen muslimischen Sachkennern sogar ausdrücklich hervorgehoben; er sei ein unschätzbarer Vorzug vor den »trockenen« Rechtssystemen der als materialistisch abgestempelten westlichen Rechtssysteme und daher geeignet, deren angebliche und tatsächliche Mängel zu beheben. – Was mag Mathias Rohe auf seinen Irrweg gedrängt haben?

Der staatsgründende Anspruch des Islamischen Rechts wird auch bei der Schariadiskussion unterschlagen, die uns der durch das US-amerikanische Autohaus Ford finanzierte Juraprofessor Abdullahi Ahmed an-Naʿim empfiehlt,(51) der, medial wirksam inszeniert, eine teilweise Verträglichkeit der kulturrassistischen und frauenfeindlichen Scharia mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte entdeckt haben will. Die renommierte Emory School of Law, Atlanta, Georgia, scheint sich den aufregenden und vor allem lukrativen Forschungsgegenstand nicht entgehen lassen zu wollen, von dem zu befürchten ist, dass er sich in Bälde glücklich aufplustern wird, leider auf Kosten der offenen Gesellschaft, die sich in abgeschottete Religionsvölker zerlegen wird, deren Individuen am Alltag der „Andersgläubigen“ kaum noch oder gar nicht mehr teilhaben werden.

Das Islamische Recht duldet nicht, dass jemand die Umma verlässt. Einen anderen Islam gibt es noch nicht. Die Scharia verbietet es einer Muslima, einen Nichtmuslim zu heiraten – eine andere Scharia gibt es noch nicht. Abdullahi Ahmed an-Naʿim war geschäftsführender Direktor des Afrikabüros der angeblichen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

Human Rights Watch (HRW) ermahnt den Irak dazu, die Scharia einzuhalten, damit Homosexuelle nicht mehr so oft misshandelt oder ermordet werden.(52) Zur Frage, ob die Scharia an der zwischen Tigris und Euphrat gelebten Schwulenfeindlichkeit denn kein großes Interesse hat, schweigt die Organisation:

Doch der Human Rights Watch-Bericht zeigt auch, dass die Morde – ausgeführt auf der Grundlage von Willkür und Vorurteilen, ohne Beweise oder rechtmäßige Prozesse – die Rechtsstandards der Scharia missachten. Diese beinhalten die Forderung nach einem rechtmäßigen Verfahren, dem Nachweis der Schuld sowie dem Schutz der Privatsphäre.

Die Homosexuellen sollen also bitte legal nach Islamischem Recht verurteilt und anschließend am öffentlich errichteten Galgen aufgehängt werden, verstehen wir HRW da falsch? Ob die öffentliche Hinrichtung die „Privatsphäre“ des Opfers gewährleistet?

Human Rights Watch freut sich über korrekt angewendetes Schariarecht und ehrt einen korantreu arbeitenden „Schariawissenschaftler“ aus Saudi-Arabien.(53) HRW fordert nicht weniger, sondern mehr Islamisches Recht, denn nicht die Normen von Sunna und Scharia seien „despotisch“, sondern das saudi-arabische Recht:

Abd al-Rahman al-Lahimʿs Gerechtigkeitssinn wird durch seinen Einsatz für jene in Saudi-Arabien deutlich, die willkürlich aufgrund dubioser Interpretationen der Scharia (Islamisches Recht) verfolgt werden. Sein beständiges Streben nach mehr Gerechtigkeit und seine gründlichen Kenntnisse der islamischen Lehre sind wertvolle Katalysatoren auf dem Weg zu einem Wandel innerhalb des despotischen saudi-arabischen Rechts.

Faktenfern wird uns nahe gelegt, dass die auf Ungleichbehandlung der Dhimmis und Frauen beruhende Scharia „flexibel“ oder „wandelbar“ sei und von untreuen Richtern lediglich missbraucht werde („auf Grund rigider Interpretationen des Islamischen Rechts“). Wenn sie sich erst ein wenig gewandelt habe, scheint man bei HRW zu hoffen, sei die mehrstufig diskriminierende Scharia mit den Standards der AEMR schon in beste Übereinstimmung zu bringen. Mittendrin im globalisierten Schariaverharmlosen: Professor an-Naʿim.

Die Lobbyisten des Islam fordern überall auf der Welt mehr Islam, mehr Hidschab und weniger Gleichberechtigung der Frau. So weiß auch der bosnische Großmufti, dass der Ansatzpunkt der ersehnten Rechtsspaltung das Schambesetzte, Sexuelle und Familiäre ist, zugleich die islamische Deklassierung der Frau(54)

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;

Mustafa Cerić(55) war am 27.10.2007 Ehrengast der von den Laiendominikanern Thomas Lemmen und Ehefrau Melanie geprägten Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG)(56) und erhielt am 22.11.2008 im Beisein von Wolfgang Schäuble einen Preis der christlich-theokratischen Eugen-Biser-Stiftung.(57)

Der bosnische Großmufti (Reis-ul-ulema, Führer der islamischen Gelehrten) ist Mitglied im »European Center for Fatwa and Research« (ECFR), einem Netzwerk, das der Muslimbruderschaft nahe steht und von Yūsuf al-Qaraḍāwī geführt wird.

Die beiden Ideologen der Muslimbrüder, Sayyid Quṭb (1906-1966; Milestones(58)) und Yūsuf al-Qaraḍāwī (The Lawful and Prohibited in Islam)(59) als dem Stadtstaat von Medina und den „rechtschaffenen Vorfahren“ (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) verpflichtet und damit als Angehörige der Salafīya zu beschreiben, wäre eine eigene, lohnende Aufgabe. Oder, anders gefragt: Welche Rolle spielt die Muslimbruderschaft für das Betreiben nach einer Legalisierung des Islamischen Rechts und für das weltweite Anwachsen des Salafismus?

Wir müssen dafür sorgen, dass die Scharia illegal bleibt. Wenn uns das nicht gelingen sollte, droht auch Europa ein Zerfallen der schützenswerten offenen Gesellschaft analog zur südasiatischen Two Nation-Theory.(60) Wer das diskriminierende Islamische Recht verhindern will, wem die allgemeinen Menschenrechte am Herzen liegen, der wird sich einer Übertragung der Zwei-Nationen-Theorie(61) auf Nordamerika und Europa in den Weg stellen.

Einstweilen dürfen wir nicht zulassen, dass die Einheitlichkeit des gleich behandelnden Rechts außer Kraft gesetzt wird, auch nicht mit einer Begründung von Religion oder Tradition.

Mit den Worten der mutigen Kämpferin für die unteilbaren Menschenrechte, Maryam Namazie gesprochen:

„Ein Recht für alle – ONE LAW FOR ALL!“(61)

Edward von Roy

1 „Das Thema dieser Arbeit ist aus zwei Gründen von höchster Wichtigkeit: Erstens handelt es sich hier um einer der wichtigsten Fundamente des Islams, nämlich die Eigenschaften von al-Wala`wa`l-Bara`, die die zwei Hauptvoraussetzungen für den wahren Glauben sind: al-Wala` ist das Zeichen für wahre Liebe zu Allah, Seinen Propheten und Seinen Gläubigen; al-Bara` auf der anderen Seite ist der Ausdruck für Feindschaft und Hass gegenüber der Unwahrheit und seinen Anhängern. Beides sind Beweise für Iman.“ Buchbeschreibung, zu: Scheich Muḥammad ibn Saʿīd al-Qaḥṭānī: »Loyalität und Lossagung im Islam. Nach der ʿAqīda der Salaf«

http://salafihd.com/salafimedia.de/website/index.php?option=com_content&view=article&id=374:al-wala-wal-bara-nach-der-aqidah-der-salaf&catid=13:ebooks&Itemid=19

http://www.scribd.com/doc/36924590/Said-al-Qahtani-Al-Wala-wal-Bara-Loyalitat-und-Lossagung-im-Islam-nach-der-Aqida-der-Salaf

Noch zu al-Qaḥṭānī. The famous and classical an-Nooniyyah of Imaam Abu Muhammad al-Qahtaanee Al-Andalusi – Rahimahullah – which is known as Nooniyyatul Qahtani in this he arranges the Islamic aqeedah, affairs of the sunnah, and fiqh and many other affairs into poetry form.

http://www.youtube.com/watch?v=Dn-V-0luqZo

2 Ex-Muslime Deutschland

http://www.ex-muslime.de/

Ex-Muslime Österreich

http://www.exmuslime.at/

Ex-Muslime Schweiz

http://www.ex-muslime.ch/

3 Der Düsseldorfer EXPRESS (Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby) wusste am 11.06.2008: »Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. … An der griechischen Grenze zur Türkei werden Minderjährige (ein altes Gesetz erlaubt dies) mit Zustimmung der Eltern verheiratet. … „Ein Skandal“, nennt das voller Empörung Diana Goldermann-Wolf vom Kinderschutzbund. „Staatlich geförderter Kindesmissbrauch – so etwas darf es in Europa nicht geben und verstößt auch gegen die UN-Kinderrechts-Konvention.“ Vollzogen werden darf eine solche Ehe in Deutschland nicht. Das ist Missbrauch von Kindern.«

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

4 In Europa, wo die Scharia noch gilt. Michael Kreutz, 14.09.2005, in: TRANSATLANTIC FORUM

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

5 Abdul-Azeez Aal ash-Shaikh: „We hear often in the media about the marriage of minors. We must know that Shariah law is not unjust for women. … If it is said that a woman below 15 cannot be married, that is wrong. If a girl exceeds 10 or 12 then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice.“ Aus: »Saudi Gazette«, ohne Datum, kein Autorenname: »Aal Al-Sheikh says marriage of pre-teen girls allowed«

http://www.saudigazette.com.sa/index.cfm?method=home.regcon&contentID=2009011526744

Von dort aus wurde die hoch politische Kindbrautfatwa bis nach Pakistan, Indien und Südostasien verbreitet. Aus Lahore informiert »Daily Times« am 15.01.2009 die Menschen in Pakistan: »OK for 10-year-old girls to marry, says Saudi grand mufti«

http://www.dailytimes.com.pk/default.asp?page=20091\15\story_15-1-2009_pg1_7

http://islamicterrorism.wordpress.com/2009/01/15/saudi-cleric-girls-over-10-or-12-years-are-eligible-for-marriage/

6 Schwarze Pädagogik (Rutschky)

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_P%C3%A4dagogik

7 Muslim separatism

http://en.wikipedia.org/wiki/Maulana_Mohammad_Ali

http://voi.org/books/muslimsep/

Debadutta Chakravarty: Muslim separatism and the partition of India (New Delhi 2003)

http://books.google.de/books?id=lKZMsbNeGmIC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

8 DER SPIEGEL titelt am 30.08.2010 »Als käme der Leibhaftige in die Stadt« und Henryk M. Broder gibt die kommunale Integrationsratsvorsitzende Gülistan Yüksel mit den Worten wieder, die islamismuskritischen Bürger würden „Öl ins Feuer gießen“.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,714471-2,00.html

9 Masjid As-Sunnah Mönchengladbach – Erster muslimischer Kindergarten!

http://www.youtube.com/watch?v=hUIJobnAROs

10 WAY TO ALLAH (Adel Zaghdoud, Bergheim/ Ahe)

http://www.way-to-allah.com/anliegen/sonstiges/1.html

Murad Wilfried Hofmann: „Die Muslime hören immer wieder gerne, was das Vatikanische Konzil in Nostra aetate über sie gesagt hat. Doch das liegt fast ein halbes Jahrhundert zurück, und die Muslime warten immer noch darauf, dass die katholische Kirche auch Muhammad (s.) als einen Propheten und den Qur´an als eine göttliche Offenbarung anerkennt. Solange dies ausbleibt, kann echter Dialog nicht stattfinden.“

http://www.way-to-allah.com/dialog/Stellungnahme.html

11 »Scheich Bin Baz „gilt als der Innovator der Islamisierung der saudischen Gesellschaft – er erwirkte zusammen mit Muhammad Ibn Uthaymin zahlreiche neue auf der Scharia basierende Gesetze. Das Amt des Großmuftis übernahm nach seinem Tod Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich.“«

http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Aziz_ibn_Baz

12 Saleh al-Fawzan (Ṣāliḥ al-Fauzān)

http://en.wikipedia.org/wiki/Saleh_Al-Fawzan

13 „Dem salafistischen Gelehrten Salih al-Fauzan (Sheikh Saleh Al-Fawzan, born 1933) zufolge sei es unmöglich, mit Andersgläubigen freundschaftliche Beziehungen zu führen, da man als Muslim verpflichtet sei, Andersgläubige zu hassen. Es wäre rechtlich zulässig, von ihnen Geschenke anzunehmen, nicht jedoch, sie zu einem festlichen Anlass zu beglückwünschen.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-wal%C4%81%27_wa-l-bar%C4%81%27a

14 SPIEGEL-online, 22.09.2010 titelt: Wütende Anwohner gehen auf Galeriebesucher los. »„Sie tranken Alkohol in der Öffentlichkeit: In Istanbul wurden Besucher einer Kunstveranstaltung angegriffen und verletzt. … „Sie haben uns angegriffen, weil wir auf der Straße etwas getrunken haben. Sie haben Allahu Akbar (Gott ist groß) gerufen“, sagte ein Zeuge dem privaten Fernsehsender NTV. „Wenn die Galerien nicht sofort die Rolläden heruntergelassen hätten, wäre es eine Art Lynchen geworden“, sagte der Künstler Antonio Cosentino … Anwohner reagierten empört. „Das waren die Religiösen von der Bruderschaft. Sie leben hier im Viertel“, sagte ein Verkäufer in einem Geschäft nahe der Galerie. Eine Kundin in einem Lebensmittelgeschäft sagte: „Das waren die Bärtigen. Ich lebe hier seit 60 Jahren. Das Viertel hat sich sehr verändert.“«

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,719026,00.html

15 „Hisba ist die Pflicht jedes Muslims, zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist. Dies geschieht in Anlehnung an die im Koran mehrfach geforderte Norm, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten (siehe Suren 3,110; 7,157; 9,71; 9,112; 22,41). … In der islamischen Rechtstheorie hat der Rechtsgelehrte al-Mawardi (972-1058) in seinem Buch al-Aḥkām al-sulṭānīya diese moralische Verpflichtung des Muslims gegenüber seinem Mitmenschen und mit Hinweis auf die oben genannte koranische Norm erstmalig beschrieben. Ihm folgten dann al-Ghazālī und Ibn Taimiya mit jeweils kurzen Beiträgen moralischen Charakters.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

16

http://www.zamzam-shop.de/product_info.php?info=p149_schmah—tuch-fuer-den-kopf–saudi-.html

Zamzam ist eine Quelle, die von Allah eigens dafür geschaffen worden sei, um Abrahams Zweitfrau Hāǧar und den gemeinsamen Sohn Ismāʿīl vor dem Verdursten zu retten. Die Quelle mit dem als heilsam geltenden Wasser liegt in Mekka, etwas östlich der Kaʿba.

http://www.eyeoftraveler.net/up/makkah/zamzam.gif

Das Wasser der Quelle Zamzam ist Pilgern ein beliebtes Mitbringsel.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Zamzambottle.jpg

17 During the sermon al Hilali said: „If you take out uncovered meat and place it outside on the street, or in the garden, or in the park, or in the backyard without cover, and the cats come to eat it … whose fault is it, the catsʿ or the uncovered meat? The uncovered meat is the problem. If she was in her room, in her home, in her hijab, no problem would have occurred.“ The Australian also reported that he said that women were „weapons“ used by „Satan“ to control men.

http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/article614114.ece

18

http://de.wikipedia.org/wiki/Tauh%C4%ABd

19 Zum Schirk weiß die den Teheraner Mullahs treu ergebene Seite »al-Shia«: „Die erstgrößte Sünde von den großen Sünden ist Shirk (Vielgötterei/Polytheismus), also die Beigesellung von Göttern neben Allah.“

http://www.al-shia.de/artikel/shirk.htm

„Islamische Persönlichkeiten: Imam Khomeini, Imam Khamenei … Sayyid Hassan Nasrallah … Dr. Ali Schariati“

http://www.al-shia.de/persoenlichkeiten/index.htm

20

http://en.wikipedia.org/wiki/Shirk_%28Islam%29

21 »At-Tawhid wal-Ikhlas« zu: „Der Shirk der Wahlen“

http://tawhidikhlas.info/index.php/2010/03/28/der-shirk-der-wahlen

„Der Shirk des Urteilsgesuchs bei einem Kufr-Gericht“.

http://tawhidikhlas.info/index.php/2010/04/11/der-shirk-des-urteilgesuchs-bei-einem-kufr-gericht

Der Kufr der Loyalitätserklärung

http://tawhidikhlas.info/index.php/2010/04/02/der-kufr-der-loyalitaetserklaerung

Al-iḫlāṣ bedeutet Ergebenheit, Treue, Aufrichtigkeit, Loyalität und erfordert aus islamischer Sicht, Universum und Dasein als allahzentrisch zu begreifen sowie sein persönliches Leben tätig auf Allah zu fokussieren. Die Sure 112 trägt den Titel al-Iḫlāṣ.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sure_112

22 Verfassungsschutz NRW, Zwischenbericht 2010, Zu: Salafismus, Seite 42: „Schließlich kann sich aus dieser extrem vereinfachenden Ideologie schleichend eine weitere Radikalisierung entwickeln, die in Terrorismus münden kann. Denn letztlich rechtfertigt der Salafismus Gewalt gegen „Ungläubige“ und auch gegen nicht-salafistische Muslime.“

http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/zwischenbericht_2010.pdf

23 Am 14.08.2010 schrieb die Rheinische Post (»Schneider: Radikale Minderheiten verdienen keine Toleranz«) zur Lage in Mönchengladbach: „NRW-Integrationsminister Guntram Schneider lehnt die Pläne der islamistischen Salafisten ab, in Mönchengladbach eine Islamschule einzurichten.“ Schneider: „Die Salafisten haben aber mit dem Islam so viel zu tun wie die Moonsekte mit dem Christentum. Wir müssen lernen, zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden.“ Bei derlei Faktenferne wird immerhin deutlich: Im Sinne des Erhalts der AEMR müssen wir lernen, zwischen Islam und Islamismus NICHT zu unterscheiden. Die Steinigung ist von Artikel 4 GG nicht gedeckt.

http://www.rp-online.de/landtagswahl/nachrichten/Schneider-Radikale-Minderheiten-verdienen-keine-Toleranz_aid_893861.html

24 Rheinische Post, 22.07.2010. Nordrhein-Westfalens neuer Minister für Arbeit, Integration und Soziales, Kopftuchfreund Guntram Schneider, antwortet auf die Frage: „Wollen sie das Kopftuchverbot für Lehrerinnen wieder abschaffen?“

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Mindestlohn-von-850-Euro_aid_884757.html

25 Innenministerium NRW. Cemaleddin Kaplan. »Die Anhänger Kaplans fielen in der Öffentlichkeit oft durch ihre exotische Kleidung auf. Die Männer trugen Turban, weite Mäntel und Pluderhosen, die Frauen und Mädchen meist einen schwarzen Ganzkörperschleier. Die Presse verlieh Kaplan aufgrund seiner Sympathie gegenüber der iranischen Revolution die Beinamen „Kalif von Köln“ und „Khomeini von Köln“.«

http://www.im.nrw.de/sch/589.htm

26 Für Islamisten ist ein unislamisches Gesetz Schirk und weltliche Gerichtsbarkeit Taghut. »Auf die deutsche Verfassung geben die Kalifatsstaatler nichts; sie haben eine eigene mit 15 Artikeln. Regel sieben etwa sagt, dass „es keine Einigung mit dem Ungläubigen und seinem Regime gibt. Man macht keine Zugeständnisse“.« Nach: DER SPIEGEL 24/2004, 7.06.2004, Titel: »Im Labyrinth des Kalifen«

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31105827.html

27 Gisela Friedrichsen, für: DER SPIEGEL, 05.06.2000. »Der Schatten Gottes auf der Erde«.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16597444.html

28

http://islamwissen.de.tl/Der-Taghut.htm

29 Muhammad ibn Abd al-Wahhab: „Und wisse, dass der Mensch niemals den Glauben (ìmān) an Allāh verwirklicht hat, bis er den Unglauben (kufr) gegen den Taghut vornimmt.“ Der Beiname des erwähnten legendären Widersacher der frühen Muslime „Abu Dschahl“ (Abū Ǧahl) verweist auf die ǧāhilīya (anglisiert Jahiliyyah), die Unwissenheit, die beim Ideengeber der Muslimbruderschaft, Saiyid Quṭb (MILESTONES) konzeptionell so wichtig werden sollte.

http://www.al-muwahidun.com/aqida/mana-attaghut_ibnabdulwahab.pdf

Jahiliyyah (al-ǧāhilīya). Sayyid Qutb popularized the term in his influential work Maʿalim fi-l-Tariq (Milestones), with the shocking assertion that „the Muslim community has been extinct for a few centuries.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Jahiliyyah

Qutbism

http://en.wikipedia.org/wiki/Qutbism

30 Abu Hamzah al-Afghani, 28.01.2010, bei RISALATUN: Die Religion aller Propheten: Die Lossagung vom Taghut.

http://risalatun.com/buch/Taghut%20Online-Ausgabe.pdf

31 „Abu Hamza al-Afghani gehört zu den Übertreibern im Takfir. Auf den ersten Blick erkennt man nichts falsches auf seiner Seite und das seiner Anhänger man findet Schriften über Tawhid und andere Bücher die alle dem Manhaj der Salaf entsprechen. Doch wer diese Leute näher kennenlernt und mit ihnen über verschiedene Themen spricht erkennt ihre Abweichungen vom Manhaj der Salaf.“ Gefunden auf: »Q&S. ISLAM NACH QURAN & SUNNAH UND DEM VERSTÄNDNIS DER SALAF AS-SALIH«, Kommentator: Abu Jihad, am 31.01.2010.

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/26770-Abu-Hamza-al-Afghani

YouTube. At-Tauhid: Die Grundlage des Islam, von: Abu Hamza al-Afghani.

http://www.youtube.com/watch?v=FkzPCqsOCWY

32 It`s american! Living Like The Salaf! Postmodernes Saubermachen und Drillen direkt aus Kalifornien: at-Tasfiyah wat-Tarbiyah Magazine (Set 2008), $20.00. at-Tasfiyah wat-Tarbiyah Publications, 9852 W. Katella Ave. #276, Anaheim, CA 92804, USA. Man schätzt al-Albani.

http://store.twtpubs.com/index.php?main_page=product_info&cPath=66&products_id=198

33 »Purify-Educate« (Reinigen und Erziehen) ist die URL, die Abu Nashiruddin und Abu Abdul Rahman ihrem Blog geben: Tasfiyyah wa Tarbiyyah.

34

http://www.blogger.com/profile/04980502288152667886

Salafisten in Nordamerika. Lehrzentren, Moscheen, Verlage.

http://www.islammexico.net/SalafiDir.htm

Mexikanische Salafisten: Mezquita „Muhammad Ibn Abdul Wahab“ Centro Salafi de México. Islam, Sunnah y Salafiyyah en español. PRIMER ORGANIZACION SALAFI DE AMERICA LATINA.

http://www.islammexico.net/

35 Salafissimo sozusagen: Yusuf Estes trifft 2008 mit Pierre Vogel zusammen.

http://www.youtube.com/watch?v=15Heib5ShWk

36

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/18175-SHEIKH-YUSUF-ESTES-UND-PIERRE-VOGEL-IN-BERLIN-AM-3.8.08-INSH

37 Website der Habashi (Ahbash)

http://www.allislam.de/

38 Draußen protestierten die Habashi (Ahbash), erklärte Gegner von Salafismus und Wahhabismus

http://www.ufuq.de/newsblog/182-yusuf-estes-p-vogel-und-habashi-anher-in-der-al-nur-moschee

39 O Muslims! Beware of a man who calls himself Abdullah Habashi and of his followers. They are a group of extremists who are busy accusing all Muslims who donʿt follow their teachings and beliefs, of being kaafir and mushrik.

http://www.sunnah.org/fiqh/muslims_beware.htm

As-Sunnah Foundation of America (ASFA)

http://www.sunnah.org/

40 Muhammad Hisham Kabbani (born 28 January 1945 in Lebanon) is a prominent American Sunni Muslim (Sufi). Shaykh Kabbani has been an outspoken critic of extremism as well as the Wahabi doctrine. Shaykh Kabbani is a spiritual teacher in the line of the Naqshbandi-Haqqani Sufi Order.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hisham_Kabbani

Naqschbandi-Scheich Nazim al-Haqqani (Muhammed Nazım El-Hakkani) residiert auf Zypern (Kýpros, Kıbrıs)

http://en.wikipedia.org/wiki/Mawlana_Sheikh_Nazim_Al-Haqqani

41 Habashi stammt vom Wort Habashiyyin, „die Abessinier“. Die Gruppe geht auf den 1920 in Harare (Äthiopien) geborenen Mufti Abdullah al-Habashi (eigentlich Abdallah ibn Muhammad ibn Yusuf al-Hirari al-Shibi al-Abdari) zurück, der, 1947 von Kaiser Haile Selassie nach Saudi-Arabien ausgewiesen, später in Damaskus und Beirut studierte. Die Habashi bzw. Ahbash sind Sunniten mit Elementen von Schia und Sufi-Spiritualität und gelten als ausgesprochen friedfertig. Ihre Körperschaft ist die „Association of Islamic Charitable Projects“ (Jamʿiyyat al- Mashariʿ al-Khayriyya al-Islamiyya).

http://www.allislam.de/

42 Verfassungsschutz entdeckt islamistisches Netzwerk. DIE WELT, 24.04.2008

http://www.welt.de/welt_print/article1933023/Verfassungsschutz_entdeckt_islamistisches_Netzwerk.html

43 Zum Islam als Universalheilmittel vgl. Seite 220, zu Kapitel 6 FN 4, („al-hall“) in: Emmanuel Sivan, Menachem Friedman: »Religious Radicalims & Politics In The Middle East«

http://books.google.de/books?id=VukXiI6cvN4C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

44 In Deutschland, persönliches Erlebnis, NRW 2004. Ein hagerer Maschinenbaustudent, zivilisationskritisch, moralisch, asketisch; allzeit mit grauem Kittel und, auf dem Kopf, der kunstvoll gewirkten weißen Kappe.

45 Above that is murshid of tasfiyya, the spiritual guide of elimination and filtration. That level there will be a elimination and filtration they see who can go forward, and the filter and sift all kinds of bad manners out and throw it out. Then the highest level is the murshid at-tarbiyya, which is the spiritual guide of education or enlightenment, and giving the guidance, the real guidance

http://abuumar.multiply.com/journal/item/16/The_Spiritual_Guide_Part_2

46 „Partei der Befreiung“ nenn sich eine in Deutschland verbotene, in Dänemark erlaubte Kalifatsbewegung: Hizb ut-Tahrir (Ḥizba t-Taḥrīr‎)

http://www.hizb-ut-tahrir.org/

DAS KALIFAT: „Hizb-ut-Tahrir ist eine politische Partei, deren Ideologie der Islam und deren Ziel die Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise ist. Dies soll durch die Errichtung des Islamischen Staates geschehen, der die Ordnungen und Systeme des Islam umsetzt und die islamische Botschaft in die gesamte Welt hineinträgt.“

http://www.islam-projekte.com/kalifat/kalifat/_rubric/index.php?rubric=20

47 Adnan Özden: „Von einem Kopftuch-Verbot halte ich persönlich nichts. Außerdem bin ich wegen der Geschlechtertrennung tatsächlich dagegen, dass Jungs und Mädchen zusammen Sport machen.“

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Wir-distanzieren-uns-von-Islamisten_aid_894173.html

48 EMMA In NRW unterrichten Schriftgläubige.

http://www.emma.de/hefte/emma-ausgaben-2004/maerzapril-2004/in-nrw-unterrichten-schriftglaeubige/

49 Scharia angeblich reformfähig – Buchvorstellung mit Mathias Rohe.

http://www.buchtest.de/blog/scharia-angeblich-reformfaehig-buchvorstellung-mit-mathias-rohe/

50 »Lohn und Strafe im Diesseits und Jenseits«

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

51 Prof. Abdullahi Ahmed An-Na’im, originally from Sudan, is Charles Howard Candler Professor of Law at Emory Law School. An internationally recognized scholar of Islam and human rights, and human rights in cross-cultural perspectives, Professor An-Naʿim teaches courses in human rights, religion and human rights, Islamic law, and criminal law.

http://www.flw.ugent.be/cie/CIE2/an-naimcv.htm

http://els449.law.emory.edu/aannaim/

http://www.youtube.com/watch?v=Yg3hLdJLrOY

http://www.youtube.com/watch?v=N9U0fwOzPXA

52

http://www.hrw.org/de/news/2009/08/17/irak-morde-homosexuellen-stoppen

53

http://www.hrw.org/de/news/2008/09/14/f-nf-aktivisten-erhalten-human-rights-watch-awards

54 Speech by His Eminence Dr. Mustafa Ceric, Grand Mufti of Bosnia-Herzegovina. A DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS* BY MUSTAFA CERI_ GRAND MUFTI OF BOSNIA INTRODUCTION

http://www.idfr.gov.my/en/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=144

55 Mustafa Ceric: THE CHALLENGE OF A SINGLE MUSLIM AUTHORITY IN EUROPE

http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

56

http://www.chrislages.de/pdf/cig_mi_2007_1.pdf

57

http://www.eugen-biser-stiftung.de/veranstaltungen_preis0.html

58

http://www.backtoislam.com/ebook-milestones-by-sayyid-qutb/

59

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_LP/

60 Muhammad Ali Jinnah: „It is extremely difficult to appreciate why our Hindu friends fail to understand the real nature of Islam and Hinduism. They are not religions in the strict sense of the word, but are, in fact, different and distinct social orders, and it is a dream that the Hindus and Muslims can ever evolve a common nationality, and this misconception of one Indian nation has troubles and will lead India to destruction if we fail to revise our notions in time. The Hindus and Muslims belong to two different religious philosophies, social customs, litterateurs. They neither intermarry nor interdine together and, indeed, they belong to two different civilizations which are based mainly on conflicting ideas and conceptions. Their aspect on life and of life are different. It is quite clear that Hindus and Mussalmans derive their inspiration from different sources of history. They have different epics, different heroes, and different episodes. Very often the hero of one is a foe of the other and, likewise, their victories and defeats overlap. To yoke together two such nations under a single state, one as a numerical minority and the other as a majority, must lead to growing discontent and final destruction of any fabric that may be so built for the government of such a state.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Two-Nation_Theory

Muhammad Ali Jinnah

http://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Ali_Jinnah

61 „Hindus und Moslems haben verschiedene religiöse Hintergründe, haben ein anderes Alltagsleben und eine andere Literatur. Sie heiraten nicht untereinander und essen auch nicht miteinander, da sie zu zwei verschiedenen Kulturen gehören, die auf widersprüchlichen Ideen und Konzepten beruhen.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Nationen-Theorie

Muslimliga (All-India Muslim League)

http://de.wikipedia.org/wiki/All-India_Muslim_League

62

http://www.onelawforall.org.uk/new-report-sharia-law-in-britain-a-threat-to-one-law-for-all-and-equal-rights/

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2 Antworten to “199. Demokratie und Salafismus”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Archaisches Totem, erkämpfte Universalität und segregierende Gegenmoderne

    Vor der Kulisse von Enttraditionalisierung bzw. Globalisierung und islamischer Re-Fundamentalisierung gibt es auch im außerislamischen Bereich zwei große Bewegungen: Hin zu mehr Segregation (‘Apartheid’) der Stadtteile oder Straßenzüge und hin zu weniger Trennung der Religionen, Hautfarben oder Geschlechter.

    Menschliche Zukunft (qadar, kismet) fällt nicht vom Himmel, sondern liegt in unserer Verantwortung. In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Pauschal anti-religiös zu argumentieren bringt nicht viel weiter, denn dass verordneter Atheismus wieder zu schecklichem Mord führen kann, zeigen Stalin und Mao.

    Kulturelle Moderne und ‘offene Gesellschaft’ entsprechen wohl sehr dem Miteinander, durchaus im Sinne des amerikanischen Modells vom melting pot. ‘Islamische Renaissance’ (Schariatisierung) oder alle möglichen Nationalismen (auch antiislamische) werden demgegenüber die Tendenz befördern, „sich voneinander abzugrenzen“.

    Das Bild von der unteilbaren Menschenwürde im Sinne der AEMR scheint angesichts des (patriarchalischen) Beharrens von Stamm und Clan, vom hinduistischen Kastensystem oder vom Islamischen Recht zu verbleichen, die Rückkehr der Götter in die Parlamente und Universitäten könnte die Gleichberechtigung der Frau als kurzlebige Absonderlichkeit ins Geschichtsbuch verbannen (das Kalifat braucht keine Erinnerung, vgl. den Genozid an den Armeniern; ein Buch reicht ja zur Welterklärung, der Koran).

    Religiöse Hardliner aller Religionen rufen dazu auf, die Verhaltensweisen der ‘Ungläubigen’ zu meiden.

    Bei Personaleinstellung, Wohnungsvergabe oder Sitzplatzvergabe in öffentlichen Verkehrsmitteln sollte es überall auf der Welt recht bald keine Rolle spielen, welche Religion oder Hautfarbe oder welches Geschlecht oder welchen Familienstand jemand hat.

    Dieses Bewusstsein vom Menschen als gleichberechtigtem Staatsbürger (cotoyen, citoyenne) ist mit dem orthodoxen Islam schlicht nicht zu machen, da allein die gelebte Ungleichbehandlung (der Frauen, der Nichtmuslime) vor der Hölle bewahre.

    Überall auf der Welt sollten Menschen nicht sagen: „Vermietet nicht an Serben, Kroaten, Schwarze, Chinesen oder Atheisten“, sondern sich bemühen, den Menschen auf seine Bereitschaft hin zu bewerten, die (hoffentlich) für alle gleich geltenden Gesetze einzuhalten.

    In den USA oder in Europa etwa konvertieren Menschen zum Islam, aber nur die Radikalsten wollen bewusst aus dem Gesetz aussteigen und nach der Scharia (Zweitfrau, Burka) leben, die ‘säkulare’ Mehrheit sollte ihnen rechtzeitig klar machen, dass auch mit einer religiösen Begründung die Frau nicht halb so viel erbt oder einfach so verstoßen werden kann (Kinder gehören im Islam dem Vater bzw. dessen Sippe).

    Die islamische Geschlechtertrennung rettet das Seelenheil und ist Gesetz (Scharia). Hinhören sollte man, wenn jemand die Trennung der Frauen und Männer im öffentlichen Raum durchsetzen will; es ist der Rede wert, ob Frauen wie zufällig an Olympiateams nicht teilnehmen bzw. ob Unterwasserburka (‘Burkini’) durchgesetzt werden soll, sittsame Badekleidung (die weibliche Nacktere ist damit eine unkeusche Schlampe).

    Wir alle kennen den Streit um Lehrerinnenkopftücher, doch viele Menschen waren erstaunt zu hören, dass es in Israel in einem kleinen, sektenähnlichen Kreis eine jüdische Burka (jewish burka; Rabbanit Bruria Keren) gibt. Die den Frauenleib dämonisierende Frumka ist, wie Tschador und Niqab, kein Problem der Nähmaschine, sondern eines des (religiös begründeten) Frauenbildes, man kann diese Textilien beispielsweise nicht einfach ablegen. Bleibt zu hoffen, dass die Frumka möglichst wenig attraktiv wird.

    Maryam Namazie betont, dass ein säkulares Personenstands- und Familienrecht immer Vorrang haben muss gegenüber den religiösen (muslimischen, christlichen, jüdischen) Gesetzen. Das Individuum – vor allem das weibliche – darf nicht durch Religionsgesetze daran gehindert werden, von seinen bürgerlichen Rechten Gebrauch zu machen, Maryam Namazie responds: The One Law for All Campaign is opposed to all religious councils and tribunals including the Beth Din.

    Allahs Scheidungsrecht … bewahrt vor der Hölle und diskriminiert die Frau. Islamic Sharia Council, 34 Francis Road, Leyton, London.

    Der mit Bekleidungsgeboten, Meidungsverhalten, geheiligter Gender-Apartheid und ethnoreligiös segregierten Straßenzügen hantierende, hoch politische Rückgriff auf Gottesgesetz und kulturelle Verschiedenheit (Diversität; Identität) bedroht die Standards der Universalität von Menschenwürde und Menschenrecht (AEMR 1948, GG 1949).

    Wenn also die öffentliche Hand wissenschaftlich fundierte Sektenberatung und Aussteigerprojekte aus politischem Extremismus finanziert, sollte auch ein entsprechendes Angebot an Salafisten (Die wahre Religion DWR; Einladung zum Paradies EZP usw.) bereitgestellt werden.

    Vielleicht sollte die BRD wieder die, einer jeden religiösen Ehe vorausgehende, verpflichtende standesamtliche Trauung einführen, um den Gruppendruck der religiösen Normen, vor allem natürlich der Scharia (Imam-Ehe), abzumildern.

    Jacques Auvergne

  2. Machandelboom Says:

    ::
    ::

    Genau den verwehenden Fußspuren des Propheten Muḥammad und der rechtschaffenen Altvorderen (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) nachfolgend: Salafismus als organisierte Verweigerung der universellen Menschenrechte ist im folgenden Halbjahr gründlich überarbeitet worden und damit nur noch der Prototyp für den lesenswerten Text Purify and Educate: Bärte, Burkas, Betproteste.

    Edward von Roy bittet uns darum, auf diesen gründlich überarbeiteten Text (bei Eifelginster archiviert als Nummer 235.) hinzuweisen und den älteren (199., lediglich das Skript für seinen vor der ehemaligen Interessengemeinschaft gegen Salafismus (IgS) gehaltenen Vortrag) nur noch beispielsweise zur Dokumentierung der Vorgänge im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken zu verwenden.

    https://eifelginster.wordpress.com/2011/05/09/235/

    Purify and Educate: Bärte, Burkas, Betproteste, gedruckte Erstveröffentlichung in HINTERGRUND II – 2011 Seite 43-60 (24. Jahrgang, ISSN 0935 – 5545), auch online auf der Homepage der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM).

    http://www.gam-online.de/text-Purify%20and%20Educate.html

    ::
    ::

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