195. Eickener Erklärung

Eickener Erklärung

Wir, die Mönchengladbacher Bürgerinnen und Bürger sind gegen die Einrichtung der so genannten Islamschule des Vereins „Einladung zum Paradies“. Mit dieser Erklärung beziehen die Menschen in Mönchengladbach und insbesondere im Stadtteil Eicken deutlich Stellung und wehren sich gegen demokratiefeindliche, grundrechtsverletzende und frauenfeindliche Bestrebungen. Wir lassen uns dabei von keiner politischen Strömung vereinnahmen und erklären:

Wir sind gegen Ganzkörperschleier und Gesichtsschleier, denn wir wollen offenen Blickkontakt mit allen unseren Nachbarn. Gemeinsam mit allen Menschen in unserer Stadt wollen wir eine auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948) und dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (1949) beruhende Stadtkultur leben, in der Menschen autonome Individuen und säkulare Staatsbürger sind und keine Angehörigen von religiös definierten Stammeskulturen oder mittelalterlichen Religionsvölkern.

Wir sind erschrocken, wenn Salafisten in unserer Nachbarschaft eine Islamschule betreiben wollen, an der gelehrt wird, die Demokratie sei eine „falsche Religion“, Islamapostaten müssten getötet werden, der Ehemann solle seine Frau unterdrücken und Nichtmuslime seien Menschen sittlich geringeren Wertes.

Wir sind alarmiert, dass Demokratiegegner in unserer Stadt die Glaubens- und Bekenntnisfreiheit dazu missbrauchen, den säkularen Rechtsstaat auf Dauer durch einen Gottesstaat zu ersetzen.

Wir lassen nicht zu, dass die erst nach Jahrzehnten mühsam errungene Gleichberechtigung von Mann und Frau nun im Namen der Religion außer Kraft gesetzt wird.

Wir wollen diese Islamschule nicht!

Wir laden Sie ein, jeden Montag um 19:00 Uhr gemeinsam mit uns auf dem Eickener Markt für diese Ziele friedlich zu demonstrieren.

02.09.2010, V.i.S.d.P. Gabi Schmidt, i.so.l.de@gmx.de

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3 Antworten to “195. Eickener Erklärung”

  1. citizen Says:

    Auf der Suche nach den Ursprüngen der Eickener Erklärung. 27 – 1 = 26 … die uranfängliche, unkorrigierte Fassung der Eickener Erklärung stammt also vom 26.08.2010, das ist ein Tag vor der Bürgerversammlung in der Eickener Mehrzweckhalle, sie wurde am 27. massenhaft in Papierversion ausgeteilt, ihr Urheber ist nicht ersichtlich, sie entspricht einer Art Kurzfassung der mit dem kryptischen „Bürgerbewegung Eicken“ signierten und unter dem Titel ‘Willkommen in Mönchengladbach!’ bei Die Achse des Guten am 24.08.2010 21:10 ohne Kontaktadresse bzw. Chance für Verbesserungsvorschläge eingestellten Text.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/willkommen_in_moenchengladbach/

    Der ausbaufähige, am 02.09. 16:09 Uhr von Redaktion BZMG Giesenkirchen bei bz-mg eingestellte Prototyp bzw. älteste Text einer Eickener Erklärung ist am 27.08. in der Mehrzweckhalle keinesfalls verabschiedet worden, er enthält missverständliche Sätze, die Außenstehende als fremdenfeindlich deuten könnten (v.a. das mehrfache: „Wir wollen keine Nachbarn“). Die Urfassung vergisst die AEMR, sagt nicht ausdrücklich „Gesichtsschleier“, obwohl Burka (Ganzkörperschleier) und Nikab (Gesichtsschleier) doch gemeint sind, und unterlässt, noch, die Benennung aller Mönchengladbacher. Das wäre Munition für jeden Gegner der Bürgerinitiative Eicken gewesen, Abhilfe ist da unserer Meinung nach nötig gewesen.

    Beide Fassungen sind am 03.09.2010 beim gelungenen Demonstrationszug zum Abteiberg problemlos mit- und nebeneinander verteilt worden, was dem interessierten Leser ja einen willkommenen Vergleich schließlich erst ermöglicht.

    Die am 02.09.2010 mit V.i.S.d.P. und Kontakt-E-mail versehene Textfassung der Eickener Erklärung wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern als gut gelungene Weiterentwicklung der Fassung vom 26.08. angesehen und könnte bei demokratischer Abstimmung durchaus mehrheitsfähig sein, Verbesserungsvorschläge sind Gabi Schmidt willkommen und werden nachvollziehbar dokumentiert.

    BZ-MG hat sich angeboten, eine künftige, demokratisch verabschiedete Fassung der Eickener Erklärung zu veröffentlichen, möchte den gegenwärtigen Diskussionsprozess allerdings abwarten um eine ‘Erklärungs-Inflation’ zu vermeiden und stellt bislang die älteste Fassung ein (s.u.).

    Ein legendenumwitterter Text und seine profane Geschichte … ein wenig wie beim Buch Koran, das manch einer für druckfertig vom Himmel gefallen einschätzt. Man sieht: Transparenz und Gelassenheit lohnen sich. Auf ein gutes Gelingen – es lebe das demokratische Projekt Eickener Erklärung.

    Die BürgerZeitung für Mönchengladbach (BZMG) stellte die in der Mehrzweckhalle am 27. August ausgeteilte und nicht autorisierte Fassung unter dem Titel ‘Eickener Initiative gegen die geplante Islamschule gibt die “Eickener Erklärung” ab’ ein und kommentierte dazu mehrdeutig: „Wem bisher nicht klar war, welchen Weg die neugegründete Bewegung in Eicken gehen wird, dem haben Mitglieder dieser Initiative nun ihre Ziele klar und deutlich in einem Dokument, die “Eickener Erklärung”, dargelegt.“

    Am Mittwoch, den 01.09.2010 stellten mehrere Bürgerinnen und Bürger auf dem Eickener Markt im Beisein von Herrn Schultz fest, dass die Erstfassung aus der Mehrzweckhalle nicht abgestimmt worden ist, einige Anwesende meldeten Änderungswünsche an. Auf die Frage hin, ob man Änderungen ausarbeiten könne, meinte Wilfried Schultz damals: „Machen Sie das doch, wir stimmen das ab“.

    Daraufhin haben sich zehn Bürger zu Wort gemeldet, deren Änderungswünsche in die neue Fassung eingegangen sind. Diese neue Fassung mit Tagesdatum 02.09., V.i.S.d.P. Gabi Schmidt und Kontaktmail ist nur deshalb veröffentlich worden, weil die BZMG die alte, unautorisierte Fassung veröffentlicht hat.

    Damit die erwähnten missverständlichen Formulierungen der ursprünglichen Fassung nicht zu unseren Lasten ausgelegt werden, war es unvermeidbar, die inzwischen erarbeiteten Änderungsschritte öffentlich zu machen.

    —————————————–
    News von Radio 90,1 :: http://www.radio901.de ::

    „Eickener Erklärung“ in Stadtteilgesprächen verfasst

    27.08.2010

    Eine so genannte Eickener Erklärung ist das Ergebnis der dritten Eickener Stadtteilgespräche am gestrigen Abend.

    In der Erklärung wehren sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger gegen den Bau einer Islamschule.

    Heute Abend findet eine Bürgerversammlung statt, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Wichtig sei dabei vor allem, dass die Bürger ausreichend mit Informationen versorgt werden, sagte Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers im Radio 90,1 Interview.

    Durch verschiedene Proteste in den vergangenen Tagen, sei die Angst und die Unsicherheit der Bürger deutlich zum Ausdruck gekommen, so Schiffers weiter.

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:4lB1Kmvgr_EJ:www.radio901.de/_pool/func/news/news/misc/news_print.php%3Fprint%3D20100827080412+ine+so+genannte+Eickener+Erkl%C3%A4rung+ist+das+Ergebnis+der+dritten+Eickener+Stadtteilgespr%C3%A4che+am+gestrigen+Abend.+…+www.radio901.de/_pool/func/news/…/news_print.php%3F..&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de


    Quelle:
    bz-mg.de
    Eickener Erklärung, anonym, vom 26.08.2010

    http://www.bz-mg.de/stadtbezirk-nord/eicken/eickener-initiative-gegen-die-geplante-islamschule-gibt-die-eickener-erklarung-ab.html

  2. Eifelginster Says:

    TÜRKISCH
    DEUTSCHER
    INTEGRATIONS
    VERBUND

    Türk Alman Uyum Birliği, Mönchengladbach

    TDIV = TÜRKISCH DEUTSCHER INTEGRATIONS VERBUND

    http://site.mynet.com/sezginzdin/Ozdin/id6.htm

    Bei den Fethullah-Gülen-Freunden der Zeitung ZAMAN berichtet man zur TDIV:

    TDIV
    Türk Alman Uyum Birliği

    16 aday gösteren TDİV’ı oluşturan dernekler ise şöyle: DİTİB Merkez Camii, İGMG Bilal Camii, İKM Camii, Türk Kültür Derneği, Nimet Vakfı ve Türk Veliler Derneği.

    http://euro.zaman.com.tr/euro/newsDetail_getNewsById.action;jsessionid=C68B5D3510A439B248E8CE35E0B22ABA.node1?sectionId=4&newsId=52164

    Integrationsrat Mönchengladbach

    Freizeit-, Sport- und Bäderausschuss. Mitglied: Herr Ekrem Isik, stellvertretendes Mitglied: Frau Canan Özge Yüksel.

    Kulturausschuss. Mitglied: Frau Canan Özge Yüksel, stellvertretendes Mitglied: Herr Ekrem Isik

    http://www.integrationsrat-mg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=90&Itemid=64

    Gewählte Migrantenvertreter des
    Integrationsrates der Stadt Mönchengladbach
    Wahltag 07. Februar 2010

    Interkulturell Yüksel (40,46 %)

    1. Yüksel, Gülistan
    2. Yüksel, Hüseyin
    3. Isik, Ekrem
    4. Yüksel, Fehmi Mushin
    5. Steier, Peter-Johann
    6. Yüksel, Canan Özge

    Türkisch-Deutscher-Interations-Verbund (TDIV) (35,75 %)

    1. Berk, Yusuf
    2. Sahin, Sezai
    3. Yigit, Yunus
    4. Yildrim, Maksut
    5. Danaci, Turgut
    6. Gümüs, Ozan Mehmet

    http://www.integrationsrat-mg.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=43&Itemid=65

    Diyanet İşleri Türk İslam Birliği (DİTİB), Türk Kültür Ocağı, İslam Toplumu Milli Görüş (IGMG) Derneği, Mönchengladbach Eğitim ve Uyum Derneği, Nimet Vakfı ve Türk Veliler Derneği’nden oluşan sivil toplum örgütleri, seçimlerde Ozan Mehmet Gümüş, Ergün Tıroğlu, Serdar Özdin, Hasan Şahin, Turgut Danacı, Sezai Şahin, Ahmet Peker, Abidin Karakurt, Yusuf Berk, Maksut Yıldırım’ın oluşturduğu Türk-Alman Uyum Birliği adlı listeyi destekleme kararı aldı.

    http://ha-ber.net/index.php?option=com_content&task=view&id=6495&Itemid=75

    „Frau Yüksel, Herr Yüksel, Tochter Yüksel und Sohn Yüksel und zwei enge Familienfreunde. Kommunalpolitik wie in Sizilien.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:G%C3%BClistan_Y%C3%BCksel

    Amtsblatt

    Yüksel, Gülistan

    http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2010-01.pdf

    Gülistan Yüksel befürwortet den interreligiösen Dialog und die arrangierte Ehe und kritisiert die im August 2010 entstandene Bürgerinitiative im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken, die sich gegen die Ansiedlung der von Muhamed Seyfudin Ciftci betriebenen Islamschule wehrt. Die protestierenden Bürger würden „Öl ins Feuer gießen“, so Yüksel.

    siehe bei:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,714471-2,00.html

  3. Juanita Figueras Says:

    Rheinische Post (RP)
    24. November 2016 | 00.00 Uhr

    Parteien kämpfen gemeinsam gegen Rassismus

    Mönchengladbach. Der Rat will ein Bündnis gegen Rassismus auf den Weg bringen. Auf dem Hauptfriedhof wird ein Mahnmal errichtet. Von Ralf Jüngermann

    Die Debatte über zunehmenden Populismus und Fremdenfeindlichkeit hat die Mönchengladbacher Politik erreicht. Im Rat wurde gestern ungewöhnlich einmütig diskutiert, wie ein Bündnis gegen Rassismus auf den Weg gebracht werden kann. Die Grünen hatten das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Sie schlugen vor, die Verwaltung solle ein lokales Handlungskonzept aufstellen und viele Initiativen wie das Bündnis „Aufstehen“ in ein lokales Handlungskonzept einbinden. Die Notwendigkeit sehen CDU und SPD genauso. „Wir müssen uns ernsthaft Sorgen machen“, sagte Dieter Breymann (CDU) angesichts der jüngsten Wahlergebnisse in Deutschland und in Teilen Europas. „Wir erleben immer mehr vermeintlich besorgte Bürger, die Rattenfängern auf den Leim gehen“, so Breymann. Gefordert seien daher alle gemeinsam. Es reiche nicht aus, das Thema mit einem Beschluss an die Verwaltung zu delegieren. „Es ist unser aller Aufgabe, eine Antwort auf die Entwicklung zu finden“, so der kulturpolitische Sprecher der CDU. Die Parteien verabredeten sich gestern in der Ratssitzung, außerhalb des Rates gemeinsam eine Linie zu erarbeiten. Ob denn nun wirksame Mittel gegen den Rechtsextremismus gefunden werden sollen (wie Grüne und Linke es sehen) oder gegen jedweden Extremismus und Rassismus, wollen die Parteien noch miteinander aushandeln. Dass dieses gelingen wird, steht für Reinhold Schiffers (SPD) außer Frage. „Das wird kein Einheitsbrei werden, sondern Ecken und Kanten haben. Die Gemeinsamkeiten in unserer Sicht auf dieses Thema sind aber sehr tragfähig“, sagte der frühere Bezirksvorsteher.

    […]

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/parteien-kaempfen-gemeinsam-gegen-rassismus-aid-1.6417022

    ___
    ___

    Juanita
    24.11.2016, 07:14 Uhr

    […] Nun zum Plan für das soundsovielte obrigkeitliche antirassistische „Bündnis“.

    Wenn das mal nicht eine Mogelpackung für postmoderne Selbstgefälligkeit wird, dieses elitär im Hinterzimmer ausgebrütete ‚Bündnis gegen Rassismus‘ !

    Eine Selbstvergewisserung nach dem Motto „Piep piep piep – was bin ich lieb“ ?

    Denn was genau sind denn für Reinhold Schiffers die „Gemeinsamkeiten in unserer Sicht“, allgemeine Menschenrechte (AEMR, Paris 10.12.1948) Ja oder Nein? Er sollte das der Stadtöffentlichkeit doch einfach unzweideutig mitteilen.

    Gleichberechtigung von Mann und Frau weltweit Ja oder Nein, kompromisslos?! Bei Bedarf also auch gegen das islamische Recht (Scharia) durchgesetzt und zwar global, gehört das oder gehört das nicht zu Schiffers „Ecken und Kanten“?

    Tja. Stille. Ganz großes Schweigen.

    Lesenswerter Rückblick auf das Jahr 2010.

    „Er ist eine Art Problemlösebär“ „tief im Herzen versteht Schiffers alles und jeden“ „Tachchen.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73892367.html

    ___
    ___

    D.Breymann
    24.11.2016, 12:00 Uhr

    Hallo Juanita,

    genau darum geht es nicht, ein obrigkeitliches Bündnis gegen was auch immer. Nein, es geht um die originäre Aufgabe der politischen Parteien, sich dem Thema zu stellen und sich Gedanken über etwaige Konsequenzen zu machen. Wir (die Parteien) neigen nämlich immer wieder zu den gleichen Reaktionsmustern. Bei diesem Thema geht es aber um die Verfasstheit unserer Gesellschaft an sich. Da sind wir jenseits irgendwelcher Riten gefragt. Eine Sitzung, wo nachher ein Betroffenheitsblabla veröffentlicht wird, verfehlte das beabsichtigte Ziel.

    VG

    DB

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    Juanita
    24.11.2016, 18:48 Uhr

    Sehr geehrter Herr Breymann, vielen Dank für Ihre Zeilen,

    Sie schreiben: „Bei diesem Thema geht es aber um die Verfasstheit unserer Gesellschaft an sich“ – das sagen Sie, ein Rechtsanwalt … nun, der entsprechende Text stammt vom 23. Mai 1949 – unser unbedingt erhaltenswertes GG, daran anschließend die nachgeordneten Gesetze.

    Eine andere (nicht beliebig diskutierbare!) Werthaltung und dazugehörige (einklagbare!) Rechtssicherheit („Verfasstheit“) will das ‚Bündnis gegen Rassismus‘ hoffentlich nicht – die Bürgerinnen und Bürger werden das erst im Entstehen begriffene Bündnis allerdings sehr kritisch beobachten.

    GG, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland – da lesen wir in Artikel 3 (2) die fünf entscheidenden Worte der besonderen Initiative der Parlamentarierin Elisabeth Selbert: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.

    Männer und Frauen sind gleichberechtigt – eben kein halbes Erbe der Tochter im Verhältnis zu ihrem Bruder (Koran), keine halbe Aussagekraft der Frau vor Gericht (auch Koran), kein Zwang für jede Frau zum Tragen des Hidschab (Hadith; d. i. die Sunna). Talaq, Zweitfrau, Kinderehen, bei Trennung gehören die Kinder stets dem Mann – die frauenfeindlichen Folgen der Scharia nehmen schier kein Ende.

    Männer und Frauen sind gleichberechtigt – das ist mit der CDHRI als der OIC-Charta von 1990 (Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam) nicht vereinbar, was auch nicht am Salafismus, Wahhabismus, Islamismus oder was auch immer liegt, sondern an der wortwörtlich umgesetzten Religion von „Koran und Sunna“ (KRM), am … genau, am Islam.

    Das das ‚Bündnis gegen Rassismus‘ und Reinhold Schiffers bleiben aufgefordert, sich von der rechtlich herabgestuften, von der entwürdigten Rolle der Frau im islamischen Recht (von Allah gegeben als die Scharia; im Diesseits menschlich anzuwenden als der Fiqh) zu distanzieren. 2010 hat Schiffers (Ciftci, ‚Islamschule‘) hier m. E. ziemlich kläglich versagt.

    „Das wird kein Einheitsbrei werden, sondern Ecken und Kanten haben. Die Gemeinsamkeiten in unserer Sicht auf dieses Thema sind aber sehr tragfähig“ – aber ja, und wir warten jetzt auf die zugesagten Ecken und Kanten: 100 % UDHR (AEMR) einerseits – 0 % Sharia Law andererseits. Zuviel Ecke, zuviel Kante, hm?

    Anders gesagt und ich komme zum Schluss:

    Wenn es sich von der OIC-Charta oder CDHRI (Cairo Declaration on Human Rights in Islam) distanziert mit Berufung auf AEMR (10.12.1948) und GG (23.05.1949) – dann, nur dann verdient das ‚Bündnis gegen Rassismus‘ die Unterstützung der Bürger Mönchengladbachs und nur dann hat es auch auch meine Unterstützung.

    Andernfalls nicht. Entscheidet euch.

    ________

    Nachtrag zum Einstieg ins Thema

    Vergleich mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

    Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte weicht von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in vieler Hinsicht ab, vor allem dadurch, dass sie eindeutig nur diejenigen Rechte anerkennt, welche im Einklang mit der Schari’a stehen. Artikel 24 legt fest: „Alle in dieser Erklärung festgelegten Rechte und Freiheiten sind der islamischen Schari’a nachgeordnet.“ Artikel 19 besagt: „Es gibt keine Verbrechen und Strafen außer den in der Schari’a festgelegten“. Die Rolle des islamischen Rechts als alleinige Quelle der Rechtsfindung wird durch Artikel 25 bestätigt, dieser legt fest: „Die islamische Schari’a ist die alleinige Referenz für die Erklärung oder Erläuterung aller Artikel dieser Erklärung“. Die Kairoer Erklärung unterstreicht ihren Ursprung im Islam als der „wahren Religion“ und der Lebensart der islamischen Gesellschaft (Umma), die als beste aller menschlichen Gesellschaften beschrieben und der eine zivilisierende und historische Rolle zugeschrieben wird.

    Bei fast jedem Verweis auf die Menschenrechte macht die Kairoer Erklärung die Einschränkung, dass diese Rechte im Einklang mit der Schari’a ausgeübt werden müssten. Artikel 22 zum Beispiel beschränkt die Redefreiheit auf diejenigen Meinungsäußerungen, die dem islamischen Recht nicht widersprechen. Auch das Recht zur Ausübung öffentlicher Ämter könne nur in Übereinstimmung mit der Schari’a wahrgenommen werden.

    Die Kairoer Erklärung steht im Widerspruch zum internationalen Verständnis der Menschenrechte, weil sie die Unumstößlichkeit der Religionsfreiheit nicht anerkennt. Artikel 5 verbietet jede Einschränkung des Heiratsrechts, was „Rasse“, „Hautfarbe“ oder „Nationalität“ betrifft, führt allerdings die Religion nicht auf, so dass Männer und Frauen auf Grundlage ihre Religionszugehörigkeit Heiratsbeschränkungen unterworfen werden können.

    Die Erklärung unterstützt die Gleichstellung von Mann und Frau nicht, sie stellt vielmehr die Überlegenheit des Mannes fest. Der Artikel 6 garantiert Frauen gleiche Würde, aber nicht Gleichstellung in anderen Belangen. Weiterhin legt der Artikel dem Mann die Verantwortung für den Unterhalt der Familie auf, der Frau wird keine entsprechende Rolle zugewiesen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam#Vergleich_mit_der_Allgemeinen_Erkl.C3.A4rung_der_Menschenrechte

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