186. Islamschule Mönchengladbach?

مونشنغلادباخ

Мьонхенгладбах

מנשנגלדבך

Mönchengladbach

Gabi Schmidt, Edward von Roy

Mönchengladbach

An den Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Norbert Bude, an die Ratsmitglieder der Stadt Mönchengladbach

Mönchengladbach, 04. August 2010

Offener Brief. Keine salafistische Lehrstätte in Mönchengladbach

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

im Januar 2010 wurde bei einer bundesweiten Razzia der Polizei in Privatwohnungen und in wahhabitischen bzw. salafistischen Moscheen gegendemokratisch und frauenfeindlich orientierte Literatur sowie Filme und CDs beschlagnahmt. Darunter war nach Angaben der WELT auch die in Saudi-Arabien publizierte Schrift „Frauen im Schutz des Islam“,(1) in der an die verheirateten männlichen Rechtgläubigen appelliert wird, ihre widerspenstigen Ehefrauen erst zu ermahnen, dann im Ehebett zu meiden und zuletzt im Namen der Religion zu „schlagen, ohne zu verletzen, Knochen zu brechen, blaue oder schwarze Flecken auf dem Körper zu hinterlassen, und unter allen Umständen vermeiden, ins Gesicht zu treffen.“(2)

Derlei barbarische Gewalt ist von Artikel 4 GG Religionsfreiheit nicht gedeckt. Wer derartige Bücher verteilt, braucht die bundesdeutsche Verfassung offensichtlich nicht mehr, sondern will einen anderen Staat. Die drei wichtigsten Figuren im deutschen Teil der der Bewegung der saudisch bzw. wahhabitisch beeinflussten Salafiyya sind im Zusammenhang mit den beschlagnahmten Büchern vom Januar 2010 in der Presse genannt worden, es sind die Prediger Mohammed Ciftci (Braunschweig), Pierre Vogel (Köln) und Sven Lau (Mönchengladbach). Ihr regelmäßig verwendeter Kampagnen- oder Vereinsname lautet „Einladung zum Paradies“ (as-Sunnah-Moschee, Masjid as-Sunnah, Eickener Straße), die Seelenrettung ist also Programm, was bedeuten könnte, dass alle Nichtmuslime auf dem Way to Hell befindlich sind.

Ciftci arbeitet von Braunschweig aus, 200 Studenten nehmen am Fernstudium der „Islamschule“ teil. Dieses Zentrum könnte nun nach Mönchengladbach verlegt werden, was wir für nicht wünschenswert halten. Der niedersächsische Verfassungsschutz berichtet über diese Pläne des bekannten Salafisten Mohammed Ciftci aus Braunschweig zu einem Umzug nach Mönchengladbach: „In diesem „Dawa“ (Missions-) Zentrum soll dann sowohl eine Moschee als auch die derzeit noch in Braunschweig angesiedelte Islamschule untergebracht werden.“(3)

Die Hannoversche Allgemeine beruft sich auf Landes- und Bundesverfassungsschützer, die wissen, dass das Ziel des an Ciftcis Braunschweiger Islamschule gelehrten Salafismus die Abkehr von der Demokratie und die Hinwendung zum „Gottesstaat“ ist. Demokratie gelte, so die HAZ weiter, für Salafisten als „falsche Religion“.(4)

Die WELT schreibt zu den Zielen der Salafisten: „Sie schwören zwar der Gewalt ab, verfolgen aber unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit und Gesetzestreue antidemokratische Ziele. Mit propagandistischen Mitteln wird versucht, Vorstellungen und Werte in der hiesigen Gesellschaft zu verankern, die nicht nur laufende Dialog- und Integrationsbemühungen untergraben, sondern auch die Gültigkeit geltender Rechtsnormen aushebeln.“ Diese Islamisten wollen also nicht die wichtige Integration, sondern die Abschottung, die Segregation, ihre Rede von religiöser Toleranz bedeutet geheiligte Frauenentrechtung, und wenn sie Koexistenz sagen, sollten wir Apartheid verstehen. Salafisten verlangen von ihren Frauen eine extreme Weise der Verschleierung.

Anders als es die jenseitszentrierten Herren Ciftci, Vogel und Lau sehen, ist für uns Säkulare, also auch für die Muslime unter uns, Demokratie keine „falsche Religion“, sondern dient überhaupt nicht der Rettung des Seelenheils. Die freiheitliche Lebensweise, die mit der Scharia bzw. mit dem islamischen Recht nicht möglich ist, schafft die für jeden, auch für jede Frau, zugänglichen Grundrechte und Bürgerrechte.

Die gestrige Rheinische Post erkennt das politreligiöse Anliegen der Islamisten: „Sicherheitsbehörden warnen, dass die Salafisten die freiheitlich demokratische Grundordnung grundsätzlich ablehnen.“(5)

Wir fordern den Mönchengladbacher Bürgermeister Norbert Bude und Mönchengladbachs Ratsmitglieder dazu auf, sich von den gegendemokratischen Bestrebungen der Braunschweiger Islamschule zu distanzieren und klar zu sagen, dass ein an der gegenmodernen Scharia orientiertes Studienzentrum in Mönchengladbach nicht erwünscht ist. Sich hinter den Vorschriften des Baurechts zu verstecken („Nach Eingang entsprechender Anträge wird zu prüfen sein, ob eine Genehmigung erteilt werden kann“), wird dabei nicht genügen, das zu erreichen, worum es geht, nämlich die wahhabitisch-salafistische „Islamschule“ zu verhindern.(6)

Mönchengladbach braucht keine Lehrstätte des fundamentalistischen und frauenfeindlichen Gesellschafts- und Menschenbildes des islamischen Mittelalters. Verhindern Sie die Ansiedlung der salafistischen „Islamschule“.

Gabi Schmidt, Edward von Roy

Quellen

(1) Verfassungsschutz Baden-Württemberg zum Buch Frauen im Schutz des Islam (Abd ar-Rahman asch-Schiha) – Indiziertes Buch liegt an Informationsständen und bei Vorträgen in Baden-Württemberg aus

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

(2) WELT-online vom 20. Januar 2010 – Polizei stellt frauenfeindliche Islam-Bücher sicher

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5921859/Polizei-stellt-frauenfeindliche-Islam-Buecher-sicher.html

(3) Verfassungsschutz Niedersachsen am 27. Juli 2010 – Islamschule vor Umzug nach Nordrhein-Westfalen

http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/live/live.php?&article_id=88627&navigation_id=12260&_psmand=30

(4) Hannoversche Allgemeine vom 03. August 2010 – Umstrittene Islamschule in Braunschweig plant Umzug nach NRW

http://www.haz.de/layout/set/gallery/layout/set/gallery/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Umstrittene-Islamschule-in-Braunschweig-plant-Umzug-nach-NRW

(5) Rheinische Post vom 03. August 2010 – Warnung vor Islamschule in Eicken

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Warnung-vor-Islamschule-in-Eicken_aid_889431.html

(6) BürgerZeitung Mönchengladbach – Stadtverwaltung hat ungenehmigten Ausbau von Räumen des Vereins „Einladung zum Paradies e.V.“ gestoppt

http://www.bz-mg.de/stadtbezirk-nord/eicken/stadtverwaltung-hat-ungenehmigten-ausbau-von-raumen-des-vereins-%E2%80%9Eeinladung-zum-paradies-e-v-gestoppt.html

Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude reagierte am 05. August 2010 auf den Offenen Brief: »Keine salafistische Lehrstätte in Münchengladbach« (vom 04. August), die Angesprochenen antworteten ihm.

Von: Norbert Bude

An: Edward von Roy – Betreff: Islamschule, Datum: Thu, 05. Aug 2010

Sehr geehrte Frau Schmidt,

sehr geehrter Herr von Roy,

ich bedanke mich für Ihr Schreiben vom 5. August 2010, mit dem Sie sich zur Ansiedlung des Vereins „Einladung zum Paradies“ in unserer Stadt an mich gewandt haben.

Ich habe großes Verständnis für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die sich besorgt über die Aktivitäten des salafistischen Vereins in Mönchengladbach zu Wort gemeldet haben. Den meisten mir bekannten Beiträgen ist Eines gemein: Wir tolerieren unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens – richten uns jedoch gegen jegliche Art von Extremismus, Fundamentalismus und Intoleranz.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es keine Alternative zur Integration der Menschen mit Migrationshintergrund gibt. Der Weg dorthin führt sicherlich über einen konstruktiven Dialog. Dabei müssen wir extremistischen Tendenzen – egal welcher Ausrichtung – eine klare Absage erteilen und ganz deutlich machen, welchen Stellenwert für uns die Demokratie und die freiheitliche Grundordnung haben.

Ich werde mit allen mir zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten dafür eintreten, dass die Aktivitäten des Vereins „Einladung zum Paradies“ verfolgt werden und rechtswidriges Handeln geahndet wird. Dabei stehe ich in engem Kontakt zu den Strafverfolgungsbehörden in unserer Stadt. Es darf allerdings nicht verkannt werden, dass die Möglichkeiten, die mir als Chef der Kommunalverwaltung zur Verfügung stehen, begrenzt sind.

Der Verein wurde bisher seit Jahren von den Verfassungsschutzbehörden in Niedersachsen beobachtet. Der für ein Verbot zuständige Innenminister sah bislang keine rechtliche Handhabe, dem Verein seine Legitimation zu entziehen.

Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen hat zwischenzeitlich mitgeteilt, dass der Verfassungsschutz unseres Landes nunmehr die weitere Beobachtung übernehmen wird.

Solange der Verein legal existiert, werde ich als Behördenleiter den Verein wie jeden anderen vergleichbaren Akteur in dieser Stadt betrachten müssen. So bin ich als untere Bauaufsichtsbehörde gegen nicht genehmigte Baumaßnahmen auf der Eickener Straße vorgegangen.

Ausdrücklich möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich dabei nicht um ein „Verstecken hinter Vorschriften des Baurechts“ handelt. Es ist vielmehr das Handeln, dass der Verwaltung derzeit konkret möglich ist.

Ich hoffe, dass durch die ausgelöste breite öffentliche Diskussion insbesondere die vom Verein umworbenen jungen Menschen in unserer Stadt sensibilisiert wurden. Wichtig ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik, die dazu führen muss, fundamentalistischen Aktivitäten den Boden zu entziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Bude

Oberbürgermeister der

Stadt Mönchengladbach

Rathaus Abtei

41050 Mönchengladbach

Von: Edward von Roy

An: Norbert Bude, Betreff: Re: Islamschule, Datum: Thu, 05. Aug 2010

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bedanken uns für Ihre heutige Antwort auf unseren Offenen Brief. Sicherlich soll es das Ziel der Politik sein, Bürgerinnen und Bürger zu integrieren, jedoch bitte in das Grundgesetz, nicht in die religiös begründete Segregation und die Geschlechterapartheid des islamischen Fundamentalismus.

Unsere Grundrechte, abgeleitet von den universellen Menschenrechten (Paris 1948), sind ewig, allumfassend und unteilbar. Da gibt es nichts zu diskutieren, und da wird auch kein Dialog mit „Andersdenkenden“ gepflegt, auch nicht im Namen der „Toleranz“. Sehr geehrter Herr Bude, Sie müssen jetzt öffentlich vor dem Salafismus warnen.

Bei den beiden Vereinen, Einladung zum Paradies und Masjid as-Sunnah, sie sind längst personell und ideell identisch, handelt es sich um islamistische Strömungen, die zwar auch Migranten der dritten Generation ansprechen, aber vor allem für Konvertiten (nicht zuletzt weibliche) interessant sind. Pierre Vogel und Sven Lau haben zwar einen langen Bart, aber keinen Migrationshintergrund.

Im Interesse der jungen Menschen unserer Stadt sollten Sie vor diesem Verein öffentlich und gut begründet warnen, die Hintergrundinformationen sind allgemein zugängig.

Einem derartigen Verein eine Sondergenehmigung für ihre Da’wa (islamische Missionsarbeit) zu geben ist inakzeptabel und skandalös. Wer Frauen im Namen der Religion schlägt, und dabei sogar empfiehlt, so zu schlagen, dass keine Spuren hinterlassen werden, wer neun- bis zwölfjährige schwangere Kindbräute für praktizierte Frömmigkeit hält und wer Demokratie für Kufr und Wahlen für Schirk hält, der hat in keiner freiheitlich demokratischen Stadt einen Informationstisch aufzubauen, auch nicht mit einer Sondergenehmigung.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin,

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

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8 Antworten to “186. Islamschule Mönchengladbach?”

  1. Thilo Says:

    Niederrheinische Kleriker beschwichtigen und zaubern („Sorgen ernst nehmen, Sorgen zerstreuen“), der örtliche Bürgermeister murmelt etwas von Rechtsstaat und lässt die Islamisten weiterhin Informationsstände aufbauen und Seelen fangen.

    Bei EZP übt man sich in aṣ-ṣabr, gottesfürchtig-zuversichtlicher Geduld, und spottet:

    „Mönchengladbach steht Kopf! Der … Verfassungsschutz hat am Montag öffentlich bekannt gegeben das sich die Islamschule von Sheikh Abu Anas in Mönchengladbach ansiedeln möchte. Die Behörden sind so verzweifelt, das sie es erneut mit der alten Masche versuchen und innerhalb der Bevölkerung mit Lügen und Halbwahrheiten Angst schüren. Der örtliche Radiosender 90.1. berichtet täglich und zeigt ein grosses Interesse an der Entwicklung des Dawazentrums.

    Juristisch gesehen ist dem EZP e.V. nichts nachzuweisen, und aus diesem Grund wird man den Bau des neuen Dawazentrums auch nicht stoppen können. Wir haben rechtlich vorgebaut und mit Sicherheit ein reines Gewissen! Wir rufen zum Frieden und zur Botschaft ALLAH`s, die durch Muhammed Frieden und Segen auf Ihm offenbart wurde. Nichts wird uns mit der Hilfe des Allmächtigen stoppen können auch nicht der … Verfassungsschutz mit seinen hässlichen und lächerlichen Methoden die Bevölkerung zu verunsichern und Angst zu schüren!

    Der Sieg ist nahe und Allah wird sein Licht vollenden!

    Auf eins starke Gemeinschaft, Brüder und Schwestern fisabililah. Lasst euch nicht einschüchtern, denn der Islam braucht Kämpfer!“

    ezp-news Aktualisiert (Mittwoch, den 04. August 2010 um 21:21 Uhr)

  2. Eifelginster Says:

    Rheinische Post, 06. August 2010. Über die deutschen Parteigänger von Schariarecht und Gottesherrschaft um Mohammed Ciftci (Braunschweig), Pierre Vogel (Köln), Sven Lau (Mönchengladbach) und ihren Verein Einladung zum Paradies:

    „WIR SIND KEINE TERRORISTEN“. Von Gabi Peters

    Sie stehen im Visier des Verfassungsschutzes. Der Umbau ihrer Moschee wurde erst einmal gestoppt. Und gegen die Pläne, in Eicken eine umstrittene Islamschule einziehen zu lassen, regt sich heftiger Widerstand. Dennoch wollen die Mitglieder des Vereins „Einladung zum Paradies“ nicht aufgeben. „Selbst wenn unsere Moschee dicht gemacht wird, machen wir weiter. Dann gehen wir eben jeden Freitag auf die Straße und beten“, sagte Sven Lau, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, gestern. … Auch sonst ist der Verein rege, was die Werbung angeht. Selbst Kinder werden angesprochen und mit Spiel- und Boxkursus-Angeboten gelockt. Das berichtete auf jeden Fall eine Mönchengladbacher Ärztin, die dies in ihrer Praxis beobachtete. Die Medizinerin kassierte die Visitenkarte, die der Mann an einen Zwölfjährigen übergab, erst einmal ein. So einen Vorfall soll es kein zweites Mal geben.“ Seite C1

    http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Wir-sind-keine-Terroristen_aid_890663.html

    ISLAMISTEN WERBEN JUGENDLICHE AN. Von Gabi Peters und Tina Stockhausen

    „Erlebe Promis, Gewinnspiele und vieles mehr. EZP e.V. Mönchengladbach“ – so steht es auf der Visitenkarte, die eine Mönchengladbacher Ärztin einem kleinen Jungen in ihrer Praxis abgenommen hat. … Sie berichtet, dass bereits im Mai ein Mann in traditioneller muslimischer Kleidung in ihrem Wartezimmer einen zwölfjährigen Jungen angesprochen hatte. „Der Junge war allein da, und meine Mitarbeiterin hörte, wie der Mann ihn einlud, vorbeizukommen“, erzählt sie. „Es gebe dort tolle Sachen. So könne er zum Beispiel Boxen lernen.“ Die Visitenkarte, die der Mann dem Zwölfjährigen zusteckte, nahm sie an sich. „Ich wollte sehen, was für ein Verein dahintersteckt“, sagt sie. Am Abend fand sie im Internet heraus, was für radikale Ansichten die Mitglieder vertreten. Bereits seit Jahren beobachtet der Verfassungsschutz den EZP-Verein, der die salafistische Ideologie propagiert, die den Nährboden für radikalen und gewaltbereiten Islamismus bieten soll. Seite A3

    http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Islamisten-werben-Jugendliche-an_aid_890623.html

  3. Thilo Says:

    NRW Verfassungsschutz:

    Allen islamistischen Bestrebungen gemeinsam ist, dass sie ihre Vorstellung von „islamischer Herrschaft“ als einen besseren, sogar perfekten Gegenentwurf zur westlichen, freiheitlichen demokratischen Ordnung betrachten. Das politische Leben müsse vom „wahren“ Islam geprägt und durchdrungen werden, eine Trennung von Religion und Staat, wie in der westlichen Ordnung, kommt deshalb nicht in Betracht. Darüber hinaus muss die „perfekte“ Rechts- und Lebensordnung des Islam aus islamistischer Sicht auch auf alle übrigen Lebensbereiche ausgedehnt werden. Für individuelle Freiheiten bliebe da kein Raum. Deshalb ist der Islamismus in der Konsequenz nicht nur anti-westlich und anti-demokratisch, sondern auch totalitär. Hinzu kommt, dass bestimmte Gruppen von Menschen, namentlich Nicht-Muslime und Frauen, unter einer islamistischen Herrschaft, die sich an den althergebrachten Vorstellungen des islamischen Rechts, der Scharia, orientiert, gesellschaftlich benachteiligt und als Individuen in ihren in unserer Demokratie verbrieften Grundrechten eingeschränkt wären.

    Legalistische Organisationen, die den Terror verurteilen und selbst keine Gewalt einsetzen. Ihre Strategie besteht in der allmählichen Durchdringung der Gesellschaft mit ihren ideologischen Vorstellungen, ohne diese als solche, nämlich ideologisch, aufscheinen zu lassen.

    http://www.im.nrw.de/sch/560.htm#

    Scharia

    Im Bereich der Rechtslehre, die das Verhalten von Menschen untereinander bzw. zur Schöpfung regelt, steht die islamistische Auslegung der Scharia, aber auch die traditionell-konservative Lesart in etlichen Punkten im Widerspruch zur deutschen Verfassungsordnung. Wenn die Auslegung der Scharia als politisches Ordnungsmodell betrachtet und angestrebt wird, handelt es sich um politischen Extremismus islamischer Prägung, der als Islamismus bezeichnet wird.

    Durch die vier genannten Rechtsquellen kann ein Islam-Gelehrter (Mufti/Ayatollah) Islam-konforme Regelungen ableiten. Seine entsprechenden Gutachten nennt man „Fatwas“.

    … Auch ein Scharia gemäßes Familienrecht birgt zahlreiche Probleme, da es Männer und Frauen nicht gleichberechtigt behandelt. Die in westlichen Demokratien selbstverständliche Religionsfreiheit gilt auf der Grundlage der Scharia nur sehr eingeschränkt. So ist beispielsweise der Austritt aus der muslimischen Glaubensgemeinschaft nicht gestattet.

    … Nur eine Minderheit der Gelehrten sieht derzeit die Möglichkeit einer vollständigen Aussöhnung von Schariaverständnis und Menschenrechten.

    http://www.im.nrw.de/sch/595.htm#

  4. gleichberechtigungjetzt Says:

    Vorwärts, Genossen … auf ins geistige Mittelalter:

    „Weltklasse Vortrag vom Bruder Abu Adam in Mönchengladbach. Wir sollten endlich aufwachen und den Islam so leben wie es der Prophet Muhammad (sas) vorgelebt hat. Wir sollten den Menschen zeigen was für eine wunderbar friedliche Religion der Islam ist.“

    http://www.24-fair.com/de/moenchengladbach-video-ABUADAMMASJIDASSUNNAHMOENCHENGLADBACHWANNWACHENWIRENDLICHAUF3GP-11020-detail.htm

    So „friedlich“ ist al-Islam, dass sich alle Frauen am ganzen Körper „bedecken“ (verschleiern), dass Vielweiberei akzeptiert ist und dass Meinungs- und Pressefreiheit nicht mehr so wichtig ist. So „friedlich“, dass diskriminierende Scharia völlig „freiwillig“ vor ‘Beleidigung’ geschützt wird, und das auch gleich von den so genannten Nichtmuslimen.

    Der orthodoxe Islam ist ein politischer Kult der Ungleichbehandlung. So etwas hat es im Mittelalter gegeben, ja, im Apartheidsstaat von Dhimma und Kalifat, das darf aber heute kein Lehrstoff sein – auch nicht in Ankara, Kairo, Teheran oder Mönchengladbach.

    Wer die Scharia verweigert, etwa als Frau dem Ehemann gegenüber ungehorsam ist, kommt nicht in den Himmel, lehren die politreligiösen Aktivisten von der weltweiten radikalen islamischen BEWEGUNG.

    Wir müssen den Polit-Islam als Totalitarismus und archaischen Faschismus erkennen:

    „Rodinson admitted that trends in Islamic movements such as the Muslim Brotherhood were „hard to ascertain….But the dominant trend is a certain type of archaic fascism (type de fascisme archaïque). By this I mean a wish to establish an authoritarian and totalitarian state whose political police would brutally enforce the moral and social order.“ (Ibn Warraq)

    http://www.newenglishreview.org/custpage.cfm/frm/30778/sec_id/30778

  5. Thilo Says:

    Das verlässliche Polizeipräsidium Mönchengladbach weiß zu sagen:

    „NPD-Kundgebung gegen geplante Islamschule in Mönchengladbach

    …formierte sich verbaler Widerstand gegen Redebeiträge…
    Mönchengladbach – 15.08.2010 – 11:03 – Am Samstag, 14.08.2010, hatte die Mönchengladbacher Polizei im Ortsteil Eicken einen Einsatz anläßlich einer Kundgebung der NPD abzuwickeln.

    Gestern, von etwa 12.00 Uhr – 14.05 Uhr führte die NPD auf dem Eickener Markt eine Kundgebung gegen die geplante Islamschule in Mönchengladbach durch. Etwa zwanzig Personen nahmen an dieser Kundgebung teil.

    Die Teilnehmer verteilten Flugblätter.
    Außerdem wurden themenbezogene Plakate aufgestellt und es gab mehrere Redebeiträge.

    Aus der Anwohnerschaft/Passanten – etwa 45 Personen des bürgerlichen Spektrums – formierte sich verbaler Widerstand gegen Redebeiträge bzw. die Veranstaltung, der sich in lautstark vorgetragenen Rufen: „Nazis raus – wir wollen keine Nazis in Eicken!“ artikulierte.
    Von verbalen Unmutsäußerungen abgesehen verlief die Veranstaltung störungsfrei.“

    http://www.polizei-nrw.de/presseportal/behoerden/moenchengladbach/article/meldung-100815-105859-39-710.html

  6. Tayyip Y. Says:

    Herr Ciftci, Braunschweig = ‚Abu Anas‘ Muhammed Çiftçi (Ebu Enes, Seyfettin Çiftçi)

    aus: Zeitung ‚radikal‘, zum Thema deutsche Salafisten / Wahhabiten in der Schweiz, Kanton Graubünden:

    İsviçre polisi Alman vatandaşı Türk asıllı ‚Abu Anas‘ takma adlı imam Muhammed Çiftçi için alarma geçti.

    http://www.radikal.com.tr/Radikal.aspx?aType=RadikalDetay&ArticleID=988420&Date=16.08.2010&CategoryID=81

    http://www.attabot.com/haber/kafa-kesmek-caiz-diyen-imam-isvicreyi-alarma-gecirdi-2405406/

    video:

    Ebu Enes – Yalan söyleyeceginize gelin Münazara edelim

    selbst auf der albanischen Seite SHQIPERIA.COM – PORTALI SHQIPTAR verbreitet sich die filmtechnische ‚EZP‘ (Einladung zum Paradies)

    Çiftçi. ‚Ebu Enes – Die 7 Bedingungen zur Bedeckung der Frau‘

    http://www.shqiperia.com/videoshqip/shfaqeyoutubevideo/videoID/9OqqpfXO-0M/titulli/Ebu-Enes—Die-7-Bedingungen-zur-Bedeckung-der-Frau

  7. Eicken Says:

    Alarmierendes hört man aus dem westlichen Nordrhein-Westfalen. Mönchengladbach plant im Hinterzimmer die „Eickener Erklärung.“

    http://www.wz-newsline.de/index.php?redid=919340

    Die Bürger sollen sehr vorsichtig sein, damit sie nicht versehentlich einen neuen ‘Vertrag von Hudaibiya’ (Treaty of Hudaibiya) unterzeichnen. Ich phantasiere:

    „Eickener Erklärung: Burka und Niqab sind nach Auffassung der örtlichen DITIB- und VIKZ-Imame doch sehr übertrieben, aber wer künftig noch gegen das Kopftuch argumentiert, ist ein Eickener Rassist.“

    „Eickener Erklärung: Kalifat muss aus religiösen Gründen schließlich nicht unbedingt sein, aber Scharia im Familienrecht ist von der Religionsfreiheit nach Artikel 4 Grundgesetz gedeckt.“

    Gelten Verfassung und BGB in Mönchengladbach denn nicht mehr, soll die ‘Erklärung’ das ‘friedliche Zusammenleben der Religionsvölker’ eines Kalifats legitimieren?

    Es gilt das Grundgesetz. Auch in Mönchengladbach.

  8. Niers Says:

    Islamschule: Erklärung des Türkisch-Deutschen Integrationsverbund (TDIV)

    Zur Islamschule und der darauf folgenden Entwicklungen gibt der Türkisch-Deutsche-Integrations-Verbund (TDIV) folgende Erklärung ab:

    “Eine lebenswerte, liebenswerte Stadt am schönen Niederrhein, die Heimatstadt von Deutschen , Migranten und Muslimen. Die ersten muslimischen Gemeinden entstanden hier vor über 40 Jahren als eine Begleiterscheinung von zuwandernden Arbeitskräften aus unterschiedlichen muslimischen Ländern.

    Seither haben sich die Gemeinden weiterentwickelt und vertreten über 10 Tausend muslimische Bürger in dieser schönen Stadt.

    Aus Erfahrung mit diesen Menschen wissen wir, dass sie gerne hier leben, dass sie gar diese Stadt lieben. Diese Menschen haben die gleichen Sorgen und Befürchtungen, wie jeder Bürger dieser Stadt. „ Werde ich Morgen noch eine Arbeit haben?“, „ Werden meine Kinder eine gute Ausbildung genießen?“, „Wird es meiner Familie auch in Zukunft gut gehen?“ oder „Wird die Borussia dieses Jahr endlich wieder einmal Meister?“

    Diese oder ähnliche Fragen bestimmen auch den Alltag dieser Menschen. Wir glauben an einen anderen Gott!

    Vielleicht ist es auch der Selbe und wir nehmen ihn nur anders wahr. All dies hat uns aber in den letzten 40-Jahren nicht davon abgehalten in Frieden und Harmonie hier zusammenzuleben.

    Leider ist seit kurzem dieser Frieden in unserer schönen Stadt bedroht. Immer mehr extremistische Gruppierungen finden hier eine Spielwiese, wo sie ihre gefährlichen Ideologien verbreiten können. Konform zum bundesweiten Trend, siehe Sarrazin, werden immer mehr giftige Keime in die Gesellschaft gestreut, die das Zusammenleben der Bürger in unserer Stadt gefährden.

    Wenn wir, die besonnenen Bürger dieser Stadt, Deutsche, Migranten, Katholiken, Evangelisten, Juden und Muslime jetzt nicht gemeinsam dagegen aufbegehren, überlassen wir das Feld solchen Extremisten, und legen unsere Zukunft, die Zukunft unserer Kinder in deren Hände.

    Wir fordern daher alle Verantwortlichen für die jetzige Situation auf, ihre Handlungen zu überdenken und dazu beizutragen, dass Mönchengladbach auch in Zukunft eine lebenswerte und liebenswerte Stadt am Niederrhein bleibt.”

    Ein Mitbürger antwortete dem TDIV am 5. September 2010:

    Integration ist den Menschen in Mönchengladbach ebenso Überzeugung wie Herzenssache. Wichtig ist dabei eine städtische Kultur, die auf der Vollständigkeit und Zugänglichkeit des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG, 1949) beruht und auf der sie tragenden Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 1948). Denn wir integrieren schließlich in das Grundgesetz hinein und nicht in das Schariagesetz.

    Beim kritischen Blick auf die Gesellschaft ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau (nicht erst im Paradies) doch offensichtlich zentraler als die Frage, ob Menschen an denselben Gott glauben oder an verschiedene Götter.

    Wahrscheinlich kann nur ein sehr säkularer Staat ein freiheitlich demokratischer Staat sein, und hier wird die so genannte negative Religionsfreiheit, frei übersetzbar als „Lass mich mit deiner Religion in Ruhe“, zum Thema, mit dem die umstrittene Islamschule nach wie vor einige Probleme zu haben scheint.

    Warum nur möchte sich der Türkisch-Deutsche Integrationsverbund (TDIV) in seiner Erklärung zur Islamschule vom mittelalterlich gebliebenen und heutzutage schlicht reaktionären Gesellschafts- und Frauenbild der Salafiyya nicht ein wenig distanzieren?

    Im Sinne von AEMR und GG möge unsere Heimatstadt in der Tat „eine lebenswerte und liebenswerte Stadt am Niederrhein“ (TDIV) bleiben.

    [Quelle: BZMG, Kommentar noch nicht freigeschaltet]

    http://www.bz-mg.de/brauchtum-gesellschaft-menschen/integration-nachbarschaft/islamschule-erklarung-des-turkisch-deutschen-integrationsverbund-tdiv.html

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