089. Satire: Das weiche Wasser bricht den Stein

089

Lied: Das weiche Wasser bricht den Stein.

Marx, Mao, Mohammed:

Woodstock goes Caliphate

Vom Islam lernen heißt siegen lernen. Antiimperialisten huldigen der Religion des Friedens

Gorleben, Startbahn West, Mutlangen, Hasselbach, Wackersdorf. Was für Namen würdevoll geschlagener Schlachten von uns rot/grünen Friedenstäubchen gegen Kapitalismus und Kalten Krieg. Wir in die Jahre gekommenen einstigen alternativkulturellen Gegner der US-amerikanischen Atomwaffen sind allerdings bemerkenswert tolerant, wenn es nur ein Herr Ahmadinedschad ist, der sich in diesen Monaten mit nuklearen Gefechtsköpfen ausrüsten will. Schließlich ist Genosse Ahmadinedschad ein Freund der sozialrevolutionären Scharia, ein Vertreter einer antiimperialistischen Gesinnung mithin, die unsere internationale Solidarität verdient. Soweit die Satire.

Deutschlands antideutsche Gutmenschen und kapitalismuskritische Drittweltfreunde erleben dieser Jahre ein letztes Revival, wie uns das Buch „Kopftuch und Kreuz. Muslimische Frauen aus evangelischer Sicht“ von Pfarrerin Dr. Beate Sträter zeigt. Jene Pfarrerin und Islambeauftragte, die ihre wissenschaftliche Doktorwürde dadurch erlangte, dass sie den Antisemiten, Theokraten und Ahnherrn etlicher terroristischer ’sozialreformerischer’ Bewegungen Sayyid Qutb mit dem brasilianischen Befreiungstheologen Leonardo Boff verglich

„Das weiche Wasser bricht den Stein!“

Europa hatte zweimal Krieg,

der Dschihād wird der letzte sein.

Ihr Friedenstäubchen seid nicht schlecht,

singt: „weiches Wasser bricht den Stein“.

„Das Kapital, imperial,

den Orient wohl unterdrückt!

Scharia antikolonial!“

Der Islam hat euch sehr beglückt.

„Es reißt die schwersten Mauern ein,

und sind wir schwach und sind wir klein:

Wir wollen wie das Wasser sein!

Das weiche Wasser bricht den Stein!“

Mein Nachbar lebt schon polygam,

beruflich treibt er Schutzgeld ein …

wo ich doch aus der ’Linken’ kam,

doch weiches Wasser bricht den Stein.

Nur Demut macht die Frauen froh.

Im Kalifat wird Friede sein,

und viel Taqiyya sowieso.

Denn weiches Wasser brach den Stein.

Scharia blüht in ganzer Pracht

beim heil`gen Sex zur Hochzeitsnacht.

Denn Brüssel hatte investiert:

Das Jungfernhäutchen repariert.

„Es reißt die schwersten Mauern ein,

und sind wir schwach und sind wir klein:

Wir wollen wie das Wasser sein!

Das weiche Wasser bricht den Stein!“

Der Sozialist von heute spürt:

Der Islam wird die Lösung sein!

Moscheebesuch zur Freiheit führt

und weiches Wasser bricht den Stein.

Doch was ist das? Der edle Mann

vom Nil grüßt euch mit „Christenschwein!“,

beschneidet seine Tochter dann,

das weiche Wasser bricht den Stein?!

Dem Kāfir Schmerz! Denn leider kann

kein Dhimmi gleichberechtigt sein,

den Apostaten tötet man,

schau: Weiches Wasser bricht den Stein.

„Es reißt die schwersten Mauern ein,

und sind wir schwach und sind wir klein:

Wir wollen wie das Wasser sein!

Das weiche Wasser bricht den Stein!“

Satire auf das Lied “Europa hatte zweimal Krieg“, wie es die Gruppe ’bots’ um unseren niederländischen Berufskollegen, den Sozialpädagogen und Jugendarbeiter Hans Sanders vor einem runden Vierteljahrhundert in der deutschen Friedens- und Alternativbewegung bekannt gemacht hatte. Ein antiimperialistischer westdeutscher Konzertmanager, der 1971 bis 1978 als IM Dieter mit der Stasi (MfS) dergestalt ’kooperiert’ hat, dass er den wohl bekanntesten aus der DDR ausgebürgerten Liedermacher bespitzelte, soll den ursprünglichen Text geschrieben haben und wäre dann Autor des Refrains „Es reißt die schwersten Mauern ein“

Vorschlag zum Singen: Rechtsbündig gedruckt die Melodie zwei, die höhere (Original etwa: “Raketen stehn vor unsrer Tür“). Linksbündig gedruckt der Grundtyp als Melodie eins wie sie auch im Kehrreim erklingt. Satire von gruppe pik zum ’Taqiyya-Tag der offenen Moschee’ d. h. zum 3.10.2008

Die Herkunft der Melodie ist uns leider nicht bekannt, möglicherweise ist sie ebenso alt und bretonisch wie diejenige des von den bots dankenswerterweise bekannt gemachten ’Was sollen wir trinken, sieben Tage lang’

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Eine Antwort to “089. Satire: Das weiche Wasser bricht den Stein”

  1. Bragalou Says:

    Die Absetzung war ein kurioser Fall von vorauseilendem Gehorsam: Es hatte bis dato überhaupt noch keine Proteste gegen die Aufführung gegeben, man hatte sie projektiv vermutet. Glich der „Idomeneo“-Streit somit eher einer Provinzposse, weitete sich der Streit um die die von der dänischen Zeitung „Jyllands Posten“ 2005 gezeigten Mohammed-Karikaturen zu einer regelrechten weltpolitische Krise aus. …

    Die Kampagne wurde zum Lehrstück dafür, wie der Vorwand vermeintlich verletzter religiöser Gefühle von islamischen Diktaturen und islamistischen Organisationen benutzt wird, um den Westen politisch zu erpressen. …

    2010 wurde auf Kurt Westergaard, den Zeichner der bekanntesten Mohammed-Karikatur in „Jllyands Posten“, ein Mordanschlag verübt. All diese, wie zahlreiche ähnliche Ereignisse, haben im Westen für ein Klima der Angst gesorgt, die es vielen Künstlern und Satirikern ratsam erscheinen lässt, das „heiße Eisen“ Islam erst gar nicht anzufassen.

    Damit, dass Dieter Nuhr diese Schere im Kopf nicht akzeptiert und sich nicht, wie das Gros der deutschen Kabarettisten, mit risikolosem Eindreschen auf bewährte Feindbilder wie Politiker und Kapitalisten zufriedengibt, macht er sich um die Aufklärung verdient. Es hat harter Kämpfe bedurft, damit wir uns heute straflos und in weit gesteckten Grenzen, über das Christentum und kirchliche Autorität lustig machen dürfen. …

    aus: Richard Herzinger (Einschüchterungversuche erzeugen Klima der Angst), DIE WELT 27.10.2014

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article133658379/Einschuechterungversuche-erzeugen-Klima-der-Angst.html

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    Migrationsforscher Klaus J. Bade attestierte Nuhr nun mangelndes Verständnis für die Religion: „Da verwechselt einer den Islam mit dem Islamischen Staat“, sagte der Migrationsforscher Klaus J. Bade der „Welt“. „Das hat in etwa so viel miteinander zu tun wie eine Kuh mit dem Klavierspiel.“

    Nuhrs Äußerungen seien ebenso falsch wie dumm, kritisierte Bade. „Pauschale Diffamierungen anstelle von Differenzierungen schaffen nur neue Schreckensbilder, die dem mehrheitlich liberalen europäischen Islam das Wasser abzugraben versuchen.“

    Nuhr hat mit seinen Auftritten wiederholt Proteste von Muslimen ausgelöst. Schon seit Jahren ist er ein scharfer Kritiker des Islam – und nicht nur auf der Bühne. „Dem Islam ist Toleranz fremd“, schrieb er 2011 in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, „beziehungsweise: Toleranz gibt es im Islam ausschließlich dort, wo er keine Macht hat.“ Der Islam sei rückschrittlich und wolle diese Rückschrittlichkeit mit der Waffe ausbreiten. In diesem Zusammenhang verwies er auf die neunte Sure, in der es heißt: „Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet.“

    Die Angst vor radikalen Vertretern beschränke die freie Meinungsäußerung auch in der westlichen Welt, lautet der Tenor seines Programm „Wer’s glaubt, wird selig“. Darin vergleicht er das autoritäre System mit den Zuständen im Nationalsozialismus. „Es ist das erste Mal seit 1945 so“, sagt er, „dass man befürchten muss, dass man umgebracht wird, weil man was Falsches sagt. Weil das irgend so ein Geistlicher in Pakistan meint … Das war im Dritten Reich auch nicht anders. Wenn man nicht widersprochen hat, hatte man auch keinen Ärger. Außer man war Jude oder schwul, aber das sollte man heute, glaube ich, in Pakistan auch nicht sein.“

    aus: Claudia Becker, Freia Peters („Nuhr verwechselt Islam mit dem Islamischen Staat“), DIE WELT 24.10.2014

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article133641173/Nuhr-verwechselt-Islam-mit-dem-Islamischen-Staat.html

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