072. Islam und Frauenbeschneidung

072

جامعة الأزهر

dschami‘at al-azhar,

Die Al-Azhar-“Universität”

Die Al-Azhar und

das weibliche Genital

Ägypten praktiziert für nahezu alle seine Bevölkerungsgruppen und ‑schichten traditionell die Frauenbeschneidung, grundsätzlich in Form der Klitoridektomie. Laut einer Studie von UNICEF sind 96 % der verheirateten Frauen Ägyptens zwischen 15 und 49 Jahren „beschnitten“, wir sollten allerdings wohl besser sagen: Sind genitalverstümmelt.

Den Bürgern Europas gegenüber streiten muslimische Geistliche und streiten vor allem nichtmuslimische xenophile Islamfreunde gerne ab, dass FGM (female genital mutilation, Frauenbeschneidung) irgend etwas mit dem Islam zu tun habe. Lesen Sie die folgenden Auszüge aus einer Fernsehdebatte zum Thema der weiblichen Beschneidung in Ägypten.

Ausgestrahlt wurde das Interview über den kuwaitischen Fernsehsender Al-Rai TV am 28. März 2006. Quelle MEMRI-TV, deutsch von Jacques Auvergne, 9. Juni 2008.

Es unterhalten sich Dr. Muhammad Wahdan, Dozent an der Kairoer Al-Azhar-„Universität“ und die Dozentin für Islamisches Religiöses Recht Dr. Malika Zarrar. Zarrar ist grundsätzliche Gegnerin jeder Form von Frauenbeschneidung. Der Islam-Experte von der so genannten Universität Al-Azhar, die immerhin als die höchste Autorität des sunnitischen Islam gilt, hat eine „differenziertere“ Meinung: Wahdan will die FGM, Wahdan will die Teilamputation der Klitoris für alle Mädchen, die sie benötigen, nicht aber für die, die sie nicht benötigen. Wahdan beruft sich auf die alten arabischen Vorfahren und, was noch etwas mehr gilt, auf die rechtgeleiteten Kalifen. So argumentiert „islamische Medizin“ gegenüber den nichtmuslimischen Verstehern der Multikultur. So verkündet die Al-Azhar den islamisierten Frauen dieser Welt ihre Chance auf genitale Unversehrtheit.

Die sogenannte „Universität“ Al-Azhar ist nichtmuslimischen Studierenden nicht zugänglich. Darüber hinaus hält man Koedukation für unmenschlich, Studentinnen und Studenten studieren jedenfalls absolut geschlechtergetrennt. Unter Sunniten genießt die Al-Azhar und genießen deren Absolventen weltweit hohes Ansehen.

Dr. Muhammad Wahdan: Ibn Al-Qayyem berichtet uns, dass, als Hagar Abraham heiratete und schwanger wurde, Sara sehr eifersüchtig auf sie war. Von Eifersucht getrieben, schwor sie bei Allah, dass sie drei Teile von Hagars Leib abschneiden würde. Abraham, dem das zu Ohren kam, war nun besorgt, Sara könnte Hagars Nase oder Ohren abschneiden, weshalb er ihr die Anweisung gab, Saras Ohren zu durchstechen und Sarahs Geschlechtsteil zu beschneiden. So kam es zu der ersten Beschneidung in der Geschichte der Menschheit.

Dr. Malika Zarrar: Ich habe jetzt weder die Intellektuellen noch die Eliten im Blick. Ich spreche von der Alltagswirklichkeit, von den einfachen Leuten die in Elendsvierteln leben, von der Realität, in der ich aufgewachsen bin und gelebt habe. Ich rede auch von dem, was in Südägypten geschieht, bei den Nuba, bei den Landbewohnern und so weiter. Ich spreche über den Alltag wie ich ihn immer wieder erfahre: In der Begegnung mit jeder Frau, die dieser schmerzhaften und öffentlichen Verletzung ihrer Ehre unterworfen wurde.

Ich möchte dieses als Verbrechen bewertet wissen, sowohl nach religiösen als auch nach weltlichen Maßstäben. Ich verurteile jeden, der diese Praxis zu verteidigen versucht.

Dr. Muhammad Wahdan: Dr. Zarrar lehnt ganz grundsätzlich jede Form von khifadh, Frauenbeschneidung ab, ich jedoch betone, dass khifadh bereits in alten Zeiten unter den Arabern existierte und dass sogar die rechtgeleiteten Kalifen von ihr sprachen. Dafür gibt es viele Beweise.

Was also verursacht die Zwietracht? Sie ist nichts als das Resultat einiger falscher Handlungen …

Moderatorin: Was für falsche Handlungen?

Dr. Muhammad Wahdan: Zum Beispiel, wenn ich meine Tochter zu einer lokalen Beschneiderin bringen würde die keine professionelle Beschneiderin ist und diese dann dem Mädchen ihre Sache wegschneidet. Das sage ich gerade all jenen, die jetzt darauf warten, dass ich mich gegen die pharaonische Beschneidung ausspreche. Ich bin ganz und gar dagegen. Sie ist verboten.

Ich bin gegen die vollständige Entfernung der Klitoris. Ich bin völlig dagegen weil sie verboten ist und Allah nicht wohlgefällt.

Kalif Omar bin Al-Khattab sprach zu einem Beschneider: „Immer wenn du die Beschneidung der khifadh durchführst – so lasse ein Teil zurück.“ Das beweist ihr Vorkommen unter den Arabern der Zeit von Omar.

Khifadh-Beschneidung ist nicht für alle Mädchen das richtige sondern nur für einige.

Moderatorin: Welche Mädchen?

Dr. Muhammad Wahdan: Ich werde Ihnen sagen welche Mädchen das sind. Einst rief mich ein Mädchen an – eine Frau benachrichtigte mich – es ist nichts Beschämenswertes, Fragen zur Religion zu stellen … ein Mädchen also rief mich an und erzählte: Immer wenn ich mit der Straßenbahn fahre und dabei enge Jeans trage … die ägyptische Straßenbahn wackelt ja ganz schön herum … sie also sagte: „Es erregte mich wirklich sehr! Was soll ich tun?“

Dr. Malika Zarrar: Gott stehe ihr bei …

Dr. Muhammad Wahdan: Ich fragte den Doktor und werde Ihnen sagen was geschah … ich fragte den Doktor und der sagte mir, das die Klitoris dieses Mädchens sehr hoch sei und dass ein kleiner Teil von ihr abgeschnitten werden müsse.

Wir müssen alle Mädchen zu einem muslimischen Arzt bringen der auf diese Angelegenheit spezialisiert ist, und dieser wird beschließen, ob sie eine Khifadh-Beschneidung braucht oder nicht. Wenn nämlich ein Mädchen die Khifadh benötigt, sollten wir sie durchführen, und wenn ein Mädchen sie nicht benötigt, sollten wir es unterlassen.

Steht es mir denn zu, einen Ritus des Islam zu verneinen und die Gesetze von Allah?

Dr. Malika Zarrar: Der Prophet Muhammad hatte vier Töchter. Haben Sie jemals davon gehört, dass er eine von ihnen hätte beschneiden lassen?

Dr. Muhammad Wahdan: Das Islamische Forschungszentrum an der Al-Azhar University hielt am 14. November 1994 eine Tagung zu diesem Thema ab – die getroffene Entscheidung habe ich bei mir, wenn Sie eine Kopie davon haben möchten … diese lautet: Betreffend die weibliche Beschneidung – Nachdem CNN einen Bericht über ein ägyptisches Mädchen ausgestrahlt hat die brutal beschnitten wurde … Dies ist der Bericht, der die Weltöffentlichkeit für diesen Sachverhalt sensibilisierte, denn der Westen möchte uns seine Kultur und Philosophie auferlegen …

Dr. Malika Zarrar: Beschneidung ist immer brutal.

Dr. Muhammad Wahdan: Das Forschungszentrum, die höchste religiöse Autorität in der islamischen Welt, befand, dass „weibliche Beschneidung, khifadh-Beschneidung, im Islam rechtmäßig ist und keinesfalls als verboten oder als ein Vergehen angesehen werden darf.“

Moderatorin: Wie kommt es, dass es religiöse Scheichs gibt, die ihre Töchter nicht beschneiden lassen?

Dr. Muhammad Wahdan: Wer hat Ihnen das gesagt?

Moderatorin: Haben Sie Töchter?

Dr. Muhammad Wahdan: Ich habe keine Töchter. Ich wünschte ich hätte welche.

Dr. Malika Zarrar: Gut, dass Sie keine haben!

Dr. Muhammad Wahdan: Wenn ich eine Tochter hätte würde ich sie beschneiden lassen.

Moderatorin: Haben Sie Schwestern?

Dr. Muhammad Wahdan: Ja.

Moderatorin: Sind sie beschnitten worden?

Dr. Muhammad Wahdan: Lassen Sie mich erzählen was wir taten. Wir brachten meine jungen Schwestern zu einem spezialisierten Arzt, der sagte, dass eine von beiden die Beschneidung bräuchte und die andere nicht. Wir führten die Khifadh-Beschneidung bei derjenigen durch, die sie benötigte und wir führten sie bei derjenigen, die sie nicht benötigte, nicht durch.

Dr. Malika Zarrar: Wir müssen Saudi-Arabien den Krieg erklären. Wir müssen zum Schwert greifen und sie bekämpfen, denn diese praktizieren das nicht in Saudi-Arabien oder in den Golfstaaten.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass alle Prostituierten beschnitten worden sind.

Dr. Muhammad Wahdan: Im Jahre 2001 hat das Zentrum für Bevölkerungsforschung an der Al-Azhar-Universität eine Untersuchung durchgeführt, um die Keuschheit der ägyptischen Mädchen und den Zusammenhalt der ägyptischen Familie zu erforschen. Man untersuchte einen repräsentativen Querschnitt der ägyptischen Bevölkerung. Man entdeckte verschiedene Faktoren der Keuschheit der ägyptischen Mädchen.

Das erste ist die Khifadh-Beschneidung der Mädchen. Der zweite Faktor ist die Sittsamkeit, der dritte ist die von der Mutter ausgeübte Überwachung des töchterlichen Verhaltens und schließlich, viertens, die Einhaltung der Gebete.

Moderatorin: Wird das Mädchen gefragt, ob sie beschnitten warden will oder nicht?

Dr. Muhammad Wahdan: Nein. Wir fragen den Doktor, der dann die Entscheidung trifft.

Dr. Malika Zarrar: Gott helfe uns.

Moderatorin: Und was ist mit der Meinung des Mädchens?

Dr. Muhammad Wahdan: Was meinen Sie damit?

Moderatorin: Was ist, wenn sie sagt: Ich will nicht beschnitten werden. Was geschieht dann?

Dr. Muhammad Wahdan: Wenn ein Mädchen sagt, sie will das nicht, so steht ihr das zu. Gar kein Problem.

Moderatorin: Kommt das aber in der Realität vor?

Dr. Muhammad Wahdan: Ich habe keinen Bezug zur Realität. Ich spreche darüber wie die Dinge sein sollten.

Moderatorin: Sie sind ein religiöser Scheich, der Al-Azhar-Universität. Sie können doch nicht sagen, Sie hätten keinen Bezug zur Realität.

Dr. Muhammad Wahdan: Realität ist ein Fehler, wir müssen sie korrigieren.

In Ägypten haben wir viereinhalb Millionen alte Jungfern. Die Definition für alte Jungfer ist eine Frau, die dreißig Jahre alt geworden ist ohne jemals ein Heiratsangebot erhalten zu haben. Wir haben ein veritables Problem mit den alten Jungfern der arabischen Welt und das letzte, was wir für sie wollen, ist, sexuell erregt zu sein. Beschneidung für die Mädchen die es brauchen wird sie keusch, würdig und rein machen.

So weit das Fernsehinterview mit den beiden ägyptischen Sachkundigen, ausgestrahlt, vielleicht bezeichend, nicht in Ägypten sondern in Kuwait. Ins Deutsche von Jacques Auvergne

Im Juni 2007 wurde bekannt, Ägypten habe nach dem Tod des zwölfjährigen Mädchens Budour Ahmad Shaker ein generelles Verbot gegen die Klitoridektomie ausgesprochen. In derselben Quelle (1) wird bekannt gegeben, dass bereits ein Jahrzehnt früher, 1997, ein landesweites Verbot der FGM, nämlich der Klitoridektomie ausgesprochen worden sei, was betonen mag, dass die Amputation der gesamten Klitoris fortan zu bestrafen wäre. Leider bleibt die Aussage unklar. Wie viel Klitorisgewebe dem Mädchen nämlich amputiert wird liege vermutlich auch nach den Verboten von 1997 und 2007 ganz im Ermessen des „muslimischen Arztes“. Ägyptens First Lady, Suzanne Mubarak, äußerte sich 2007 beschneidungskritisch (5).

Das aber heißt, das Dr. Muhammed Wahdan nach wie vor als Maßstab für die „Wissenschaftlichkeit“ der ägyptischen Kinderheilkunde und Gynäkologie gelten darf.

Bereits 1996 gab das ägyptische Gesundheitsministerium bekannt (2), dass zumindest Angehörige staatlicher Kliniken sich nicht länger an Mädchenbeschneidungen beteiligen dürfen. Auf eine Definition, ob hierbei eine „ärztlich empfohlene“ (nach Wahdan) Teilamputation der Klitoris eingeschlossen sei wurde allerdings großzügig verzichtet.

Dr. Saed Thabat, Professor für Gynäkologie am Kairoer Kasr El Aini Ausbildungshospital, erwies sich 1996 jedoch als begeisterter Befürworter der FGM, so diese nur in staatlichen Kliniken und von geschultem Personal durchgeführt werde (2). Dr. Thabat teilt entsprechende schriftliche Handreichungen an seine Studenten aus, eingeschlossen eine Abhandlung mit einer Begründung, warum die FGM gesunder für jede Frau sei: „Sowohl der Islam als auch die Medizin stimmen hierin überein und loben die Vorzüge der Frauenbeschneidung.“

Saed weiter: „Unbeschnittene Mädchen wollen mehr Sex haben als für sie gesund ist. Und sie sind anfälliger für Infektionen und Krebserkrankungen.“ Dem, ironisch gesagt, beherzten Engagement der ägyptischen Gesundheitsbehörden, im Ernst: der schwammigen Absage an die FGM im Jahre 1996 ging der bekannt gewordene Tod eines elfjährigen Mädchens voraus.

In diesen Tagen, wir schreiben Juni 2008, scheint sich der angeblich genitalfreundliche Wortnebel zum wiederholten Male von den Ufern des Nils aus zu verbreiten: Wieder einmal (3) wird behauptet, Ägypten mache Ernst mit einem Verbot der Frauenbeschneidung.

Und damit ist die Kette der vielen kleinen und großen offiziellen Verbote der totalen Klitoridektomie oder auch der pharaonischen Beschneidung oder auch einer anderen Beschneidungsform, Ägypten legt sich da nicht so gerne fest, keineswegs ausreichend beleuchtet.

1995 etwa untersagte Gesundheitsminister Ismail Sallam die Durchführung von Frauenbeschneidungen in staatlichen Krankenhäusern. Gut, könnte man meinen: Die drohende Medikalisierung einer archaischen Praxis wird hier klar erkannt und beherzt verboten. Was aber war diesem heldenhaften Tun nur um ein Jahr vorausgegangen?

1994 wurde ein Dekret erlassen, das alle staatlichen Krankenhäuser anwies, einen Tag in der Woche zur Durchführung der FGM zu reservieren (2). In Ägypten ist man sehr flexibel.

Juni 2008. Ägypten verbietet die Frauenbeschneidung (3). Nun ja, bekannte Muster wiederzuerkennen gibt der menschlichen Psyche Gewissheit und Halt.

Das Leben besteht aus Wiederholungen. Egyptian health minister bans female circumcision. Alle Jahre wieder.

2008 allerdings murrte die vor genau 80 Jahren von Hassan al-Banna in Ägypten gegründete al-ichwān al-muslimūn, mithin die dschihadistische Muslimbruderschaft erstmalig vernehmlich laut gegen dieses soundsovielte Verbot und will den Rechtsweg einlegen, um ein derartig „unislamisches Verhalten“ wie es das der FGM-Gegnerschaft nun einmal sei, nachhaltig zu unterbinden (3). Man darf gespannt sein: Wird sich die Muslimbruderschaft als Befürworter der FGM outen? Kuscht die Al-Azhar? Protestiert die Bundesregierung, wenn ja, wofür?

Jeden Tag werden in Ägypten Mädchenbeschneidungen durchgeführt.

Wir wünschen Dr. Malika Zarrar Kraft und Erfolg bei ihrem an der menschlichen Vernunft und an den universellen Menschenrechten orientierten Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Minister wie Herr Sallam und Scheichs wie Herr Wahdan werden noch einige Zeit dabei erfolgreich sein, den Mädchen und Frauen Ägyptens das Recht auf körperliche namentlich genitale Unversehrtheit unzugänglich zu halten. In Dörfer und Regionen die FGM praktizieren, sollten wir sonnen- und erlebnishungrige Touristen ganz bewusst nicht reisen.

Bloggerin Lisa Wynn verbrachte dreieinhalb Jahre in Kairo und berichtet, dass mit einer einzigen Ausnahme niemand auch nur ein Wörtchen über das nicht besprechbare Thema Frauenbeschneidung verliert. „It was a non-issue“ nennt Lynn das im herrlich bündigen Englischen: „Das war ein Unthema.“ Studierende sahen sich nicht in der Lage, das Wort Frauenbeschneidung vor der koedukativ zusammengesetzten Gruppe auch nur laut auszusprechen. Diese Erfahrung macht deutlich, dass eine ganze Nation ein Ritual duldet und kultiviert, ohne dass auch nur die jungen Eliten dagegen aufzumucken wagen. Offensichtlich ist das symptomatisch für den Zustand aller islamischen Gesellschaften zwischen Marokko und Malaysia.

Fassen wir zusammen: Erstens bleibt Frauenbeschneidung etwas Unbesprechbares. Zweitens findet sie statt. Und drittens wird sie immer wieder offiziell verboten. Die Akteure der arbeitsteiligen islamischen Gesellschaften kultivieren eine vernetzte und flexible Rhetorik.

Vielleicht sollten wir Imperialisten und Eurozentriker die ägyptischen FGM-Verbote gar nicht wörtlich nehmen sondern als einen gequält geäußerten Wunsch erkennen.

Als den Wunsch nach dem Wechsel des Gesprächsthemas.

Jacques Auvergne

1. Zum nebulösen Verbot von 2007

http://www.guardian.co.uk/world/2007/jun/30/gender.humanrights

2. Zum legendären Verbot von 1996

http://www.bmj.com/cgi/content/full/313/7052/249

3. Zum fabelhaften Verbot von 2008

http://www.dradio.de/nachrichten/200806081500/4

4. Bloggerin Lisa Wynn

http://culturematters.wordpress.com/2007/07/04/new-ban-on-female-circumcision-in-egypt/

5. Suzanne Mubarak auch „so was von gegen FGM“. 2007

http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/6251426.stm

Oktober 2007. Gute Quelle, thanks to Lisa Wynn

http://afp.google.com/article/ALeqM5jUPmjsbBS7ci0dIjRL33BR3vvc8A

An vielen Stellen auf der Welt wird erfolgreich gegen die uralte und damit durchaus auch vorislamische FGM vorgegangen. Die gute Hoffnung im weltweiten Kampf aller zeitgemäß denkenden Menschen sind Organsationen wie terre des femmes, (i)ntact, Forward Germany und Wadi. Diese sind die Fachleute in Sachen FGM, teilweise Experten für einzelne Regionen so WADI e. V. für den kurdischen Nordirak, einem Gebiet, in dem FGM überhaupt erst durch WADI e. V. für die Weltöffentlichkeit und Wissenschaft entdeckt wurde. Die bekannte Frauenrechtsorganisation terre des femmes hat beispielsweise von Anfang an die NGO Bangr Nooma in Burkina-Faso unterstützt

terre des femmes

http://www.terre-des-femmes.de/

(i)ntact

http://www.intact-ev.de/

Forward-Germany

http://www.forward-germany.de/

„Stop FGM in Kurdistan!“ (Wadi e. V.)

http://www.stopfgmkurdistan.org/

WADI

http://www.wadinet.de/projekte/frauen/fgm/kampagne.htm

Maimouna – der Film. Ein Film von Fabiola Maldonado und Ulrike Sülzle. Filmemacherin Ulrike Sülzle verstarb nach langer Krankheit am 11. Mai 2008. Der Film beschreibt das Leben von Maimouna Ouédraogo, der großen Aktivistin gegen Genitalverstümmelung an Frauen in Burkina Faso. Terre des femmes unterstützt seit 1998 die dort tätige NGO Bangr Nooma

http://www.maimouna-derfilm.de/

Zur NGO Bangr Nooma

http://www.frauen-lubu.de/bangrnooma.html

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12 Antworten to “072. Islam und Frauenbeschneidung”

  1. Cees van der Duin Says:

    lesarion.de/forum/forum_antwort_ver3.php?block=5&id=243280

    Sedidja: „Na wie gut, dass ich diesen Thread eröffnet
    habe. Also, das ist so: Es gibt über 50 Länder, die
    überwiegend islamisch geprägt sind. Eines davon ist
    übrigens Indonesien. Das einzige Land auf der Erde, in
    dem sich noch mutterrechtliche Strukturen erhalten
    haben.“

    Liebe Sedidja, bitte informiere dich in diesem Blog unter
    Baustein „046.“ zur schafiitisch verpflichtenden FGM,
    wie sie die hoch angesehene religiöse Assalaam-
    Foundation in deinem angeblich matriarchalisch
    geprägten (du meinst das Volk der MinangKabau), in
    Wirklichkeit zunehmend leider
    radikalislamisch faschisierten Indonesien organisiert:

    https://eifelginster.wordpress.com/2008/01/20/046/

    Hoch lebe die politische und die religiöse = sexuelle
    Selbstbestimmung des hoffentlich autonomen,
    möglichst emanzipierten Individuums! Mit Scharia-Islam
    und mit fiqh-Islam kann es selbstbestimmtes Leben
    nicht geben, schon gar nicht für die Frau, was
    Islambeschönigerin Sedidja vielleicht bereits ahnt.

    Liebe Islamverharmloserin Sedidja, die Sache mit der
    angeblichen dreimaligen Möglichkeit der Trennung
    ist zwar verbreitet erzählter Schwachsinn aber
    ohne jede Rechtssicherheit für die Frau und auch
    islamrechtlich grundsätzlich erst einmal falsch.
    Islamrechtlich einwandfrei kann der Mann die
    gegen Brautpreis eingekaufte zoontjesfabriek
    mit einem „talaq, talaq, talaq“ verstoßen, …

    http://www.ihg-net.de/cms/front_content.php?idcat=374

    … insofern stimmt dein „dreimalig“ dann doch.

    http://nl.wikipedia.org/wiki/De_zoontjesfabriek

    Sedidja, verteidigst du den den wali mudschbir (walī
    muǧbir,ولي مجبر , türkisch mücbir veli) als angeblich
    frauenfreundlich – dann willst du auf Lesbenforum
    für Familienrecht namentlich Personenstandsrecht
    der islamischen Sexualpolitik der Scharia werben.
    Oder aber du kennst die nikah (Imam-Ehe) nicht sprich
    hast von Scharia und Islam schlichtweg keine Ahnung.

    Zwar schiitischer Islam, aber blühende islamische
    Friedlichkeit: Iran: 4.000 Schwule getötet, die Zahl
    der ermordeten Lesben ist nicht bekannt. Staatlich
    ist es geltendes Recht: „Bei lesbischer Liebe erfolgt die
    Todesstrafe erst bei der vierten Wiederholung.“ Für
    Schariafreundin Sedidja vom Lesbenforum also kein
    Problem?

    http://hpd.de/node/6260

    Noch zur durchaus islamischen FGM, der neben neben
    der vormodernen und sexualmagischen MGM
    gemeinsamen mit Patriarchats- und
    Fundamentalismusforschung seit zwanzig Jahren
    mein Interesse gilt: Rüdiger Nehberg scheint mir den
    falschen Weg gewählt zu haben, der Abenteurer
    kooperiert mit orthodoxen traditionellen FGM-Freunden
    sowie mit radikalen Islamisten wie Yusuf al-Qaradawi
    (auch pro FGM, das ist Nehberg allerdings egal) und
    wählt das beschämend mittelalterliche Werkzeug der
    „fatwa“, um (reichlich marktschreierisch) „die FGM zu
    verbieten“.

    https://eifelginster.wordpress.com/2009/04/19/112/

    Mit freundlichen Grüßen
    Cees van der Duin

  2. Eifelginster Says:

    Liebe Ümmühan Karagözlü,

    die Schafiiten (Indonesien, Malaysia, kurdischer Irak) halten
    die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) für islamische Pflicht,
    Hanbaliten nennen sie selten verpflichtend und oft ehrenhaft und
    Malikiten erachten die Mädchenbeschneidung für empfehlenswert.

    Wichtig und erschreckend, die Fotos aus Indonesien (Java) von
    Journalistin Sinclair über die Assalaam-Foundation. Wie viel intaktes
    genitales Gewebe den Mädchen für die Gottheit Allah und für den
    Weg ins Paradies denn wohl entfernt wird? Nur die so genannte
    Klitoris-Vorhaut (Typ I, nämlich I a) oder doch ein Teil der Klitoris
    (auch Typ I, eine Variante von der I b) oder die gesamte Klitoris
    (wiederum ‚erst‘ Typ I, leider auch I b der WHO-Klassifikation)?

    http://german.faithfreedom.org/forum/viewtopic.php?f=4&t=3977

    Abgesehen vom handwerklichen (Un-)Geschick der Verstümmlerin
    und der vielleicht ja vorhandenen Idee: „Je mehr entfernt, desto
    sauberer und ehrbarer ist das Mädchen!“ der Mutter scheint mir
    der WHO-Typ-I in Gefahr zu laufen, bagatellisiert zu werden.
    Typ I der FGM nämlich KANN sehr wohl das komplette
    Herausschneiden der Klitoris meinen (Alltag in Kairo).

    ://en.wikipedia.org/wiki/Female_genital_cutting#Type_I
    ://de.wikipedia.org/wiki/Beschneidung_weiblicher_Genitalien#Formen_des_Eingriffs

    Deutsches Wiki leider seit Monaten sehr irreführend,
    da in verschwommener Nähe zum Wort Klitoridektomie
    (Durchklick, eigenes Wiki). Klitoridektomie ist die
    (eben nicht teilweise (‚clitoral hood‘), sondern) vollständige
    Amputation der Klitoris, die englische Fassung vermengt
    immerhin „die teilweise oder vollständige chirurgische
    Entfernung der Klitoris“, beide Wikis sind hier noch
    ausbaufähig, aber zum Überblicken brauchbar.

    Die Wikis Klitoridektomie / clitoridectomy sind ok.

    Einzig die Null-Toleranz-Politik ist für Menschenrechtsaktivisten oder Sozialarbeiter akzeptabel, die Wortwahl der Journalistin Kirsten Prestin (IPS, Quelle bei stop-mutilation.org s.u.) vom 25.02.2005 ist es nicht: „Ein kleiner Schnitt mit äußerst umstrittener Wirkung: Sunna, die mildeste Form der Genitalbeschneidung. In Somalia wird sie bereits vielerorts praktiziert.“ „Bereits“ klingt irgendwie nach Sonnenaufgang. Prestin spricht von einem „Minimaleingriff“. Frau Prestin, die BRD hat Körperverletzung strafrechtlich zu verfolgen, egal ob minimal, maximal oder normal.

    Prestin ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO) in Bonn: „Bei der milden Sunna wird die Klitorisspitze nur berührt beziehungsweise eingeritzt. Im Vergleich zur pharaonischen Beschneidung oder Infibulation ist dieser Eingriff harmlos und wenig schmerzvoll.“ Ja und? Müssen wir deshalb in Somalia oder gleich weltweit das prekäre An- oder Einritzen der Klitoris mit Rasierklinge, Messer, Skalpell oder Glasscherbe kultivieren, um als „harmlos“ sprich islamfreundlich zu gelten und zugleich das tolle Gefühl zu haben, etwas gegen die in Afrika vorkommende Amputation der inneren Schamlippen (WHO TYP II) oder die vor allem auch somalische pharaonische Beschneidung (Typ III) getan zu haben?

    Sonst geht`s noch, Frau Pressereferentin Prestin? Sie dulden Skalpelle am (Jungen- und) Mädchengenital? Nein und nochmals nein, entweder wir kippen jede Ausformung der sexualmagischen Genitalchirurgie auf den Müllhaufen der Weltgeschichte, oder die noch mehr zerstörenden der geheiligten genitalen Verstümmelungen werden sich immer wieder einschleichen.

    Die Frauenministerin der autonomen Provinz Puntland, Asha Gelle Dirie fordert die sofortige Abschaffung jeder Form weiblicher Genitalverstümmelung (FGM). Gut gemacht, Frau Ministerin, nur so und nicht anders geht es:

    http://www.stop-mutilation.org/medien/0008.asp

    Cees van der Duin

  3. sedidja Says:

    @ Cees van der Duin:
    Mein Hinweis darauf, dass es sich um über 50 Länder handelt, von Marokko bis Tunesien, deren Bevölkerung überwiegend islamisch glaubt, bezog sich auf die Behauptung in dem Thread bei lesarion, dass alle diese Länder islamisches Recht hätten und keine Trennung von Staat und Kirche. Dies ist schlicht falsch. Meines Wissen sind es grade 4 von den über 50 Ländern wo das so ist.

    Dass meine Tante bereits den 3. Mann hat und auch meine Oma sich einmal geschieden hat, ohne wie meine deutsche Oma dafür vom gesamten Dorf geächtet zu werden, sondern hoch geachtet bis an ihr friedliches Lebensende in Ägypten lebte, weiß ich nun mal. Und das ist auch keine Ausnahme.

    Es geht mir nicht darum den Islam (von dem ich genau so wenig halte wie von der christliche Religion) zu verteidigen, sondern die in den islamischen Ländern lebenden Menschen zu verteidigen, weil ich nämlich bei all der Hetze und Dämonisierung dieser Länder die nicht ganz unberechtigte Angst habe, dass ihnen ein mal eine Bombe, made in Germany auf den Kopf fallen könnte. Im Namen des Feminismus!

    Die ägyptische Feministin Nawal el Sadaawi hat sich übrigens entschieden gegen die Instrumentalisierung des Feminismus zu neokolonialen und kapitalistischen Zwecken ausgesprochen. Allerdings wurde ihr Interview in Deutschland, nachdem sie sich der schweizerischen TAZ gegenüber dergestalt geäussert hatte, flugs wieder abgesagt…..

  4. Eifelginster Says:

    Sehr geehrte Sedidja,

    vielen Dank für Ihren den vielseitigen Kommentar. Ja, leider wurde das Leben für die ersten Frauen, die sich vor 2 bis 4 Jahrzehnten in Dörfern oder Kleinstädten Westeuropas von ihrem Ehemann getrennt haben, oftmals zur Qual. Das ist zum Glück mittlerweile ein wenig besser geworden.

    Der Schariavorbehalt ist das Problem, nicht das schariatische Strafrecht mit seinen „Grenz-“ (hadd) -Strafen. Das Menschenbild der Scharia ist das Problem, unser Bezugspunkt muss die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) sein. Islam ist wesentlich mehr als das, was nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland von der Religionsfreiheit gedeckt ist.

    Das Einschüchtern der jeweils jungen Generation mit angeblichen grässlichen Höllenstrafen ist ebenso orthodoxe islamische Doktrin wie ‚Schariapraxis‘. Dem ewigen und jenseitszentrierten Verständnis der Scharia nach kann dieser Kerker der Pflichten gar nicht abgeschafft werden, allenfalls von der Gottheit Allah selbst und zwar am künftigen absoluten, kosmischen Ausstieg aus dem Diesseits, dem koranisch verbürgten Weltende.

    Es ist schlimm und nicht hinzunehmen, wenn die trennungsbereite oder geschiedene Frau gemobbt oder anderweitig diskriminiert wird, egal, wo es geschieht. Segregiertes Recht oder auch eine jede starke Apartheid der Kultur ist Barbarei, kein an der AEMR orientierter Rechtsstaat, keine offene Gesellschaft.

    Wie kann organisierter Islam in Zukunft und dauerhaft nicht gegen die AEMR verstoßen, wie Teil der offenen Gesellschaft sprich der einen, gemeinsamen Weltzivilisation sein? Mit der vollumfänglichen Scharia wird es ebensowenig gelingen wie mit der bezeichnend hilflos halbierten oder geviertelten Scharia (expliziter Schariavorbehalt im Afghanistan oder im malaysischen Kelantan; European Council for Fatwa and Research = Yūsuf al-Qaraḍāwī; Islamische Erklärung der Menschenrechte von Kairo 1990). Islamisches Recht ist von der Gesellschaft der kulturellen Moderne zurückzuweisen, auch wenn es lediglich ausschnitthaft, etwa „nur im familienrechtlichen Sektor“ angewendet sein soll.

    Ist es nicht an der Zeit, sehr geehrte Sedidja, dass Sie sich von der kulturrassistischen, diskriminierenden und kohärenten Scharia distanzieren, je nach der ‚gottesfürchtigen‘ Gewaltbereitschaft des eigenen Umfeldes zunächst heimlich? Die hoch politischen, rechtswirksamen Sektoren (Familienrecht, Strafrecht, Kriegsrecht als je ein Sektor) der heilssichernden Scharia kann man ebenso wenig ausblenden wie es unmöglich ist, aus einem schwimmenden Fettauge oder Ölfilm mit einem Messer ein Dreieck oder Quadrat herauszuschneiden. Jeder Versuch der Modernisierung und Humanisierung (erhofftes Viereck) der Scharia (Ölfilm) wird immer bei der totalen Scharia (deckender Ölfilm) enden. Die Scharia muss weg, leider klebt sie, sickert und kriecht, und die Gutmenschen seufzen: Ach lasst die edlen Wilden doch ihren ’so ganz andersartigen‘ Glauben leben, und die Islamisten drohen: Ihr Rassisten enthaltet uns die Grundrechte vor?

    Götter und Jenseitsvorstellungen sind in der kulturellen Moderne im eigentlichen Sinne illegal und steuern keine Paragraphen an, Mathias Rohe oder Pierre Vogel mögen das ja vielleicht anders sehen. Allahgott und die islamische Hölle beziehungsweise die islamische ewige Gottesnähe bauen den säkularen Staat nicht auf, vielmehr den Islamstaat, das Kalifat. Hierzulande aber gilt die Religionsfreiheit (auf welche die Scharia keine Rücksicht nehmen möchte), nicht das Kalifat, auch nicht in Hinterhöfen oder Großmoscheen.

    Mit einem weltbürgerlichen, dabei achthundert Jahre alten Gedicht von Saʿdī

    freundlich grüßend
    Cees van der Duin

    —————————

    O ihr Gebornen eines Weibes-
    Seid ihr nicht Glieder eines Leibes?
    Kann auch ein Glied dem Weh verfallen,
    Dass es nicht wird gefuehlt von allen?
    Du, den nicht Menschenleiden ruehren,
    Kannst auch den Namen Mensch nicht fuehren.

    Saʿdī
    (Übersetzung Friedrich Rückert)

    http://www.naghed.net/Maghale_ha/saadi_shiraz.htm

    Die Menschenkinder sind ja alle Brüder
    aus einem Stoff wie eines Leibes Glieder
    hat Krankheit nur einzig Glied erfasst
    So bleibt anderen weder Ruh und Rast
    Wenn anderer Schmerz dich nicht im Herzen brennt
    verdienst du nicht, dass man noch Mensch dich nennt

    Saʿdī
    (Übersetzung Karl Heinrich Graf)

    http://www.afghan-aid.de/Gedichte/Saadi.htm

    Als sittlich reifer Mensch spürte und bekannte der persische Dichter Moscharraf od-Din Abdullah (Abū-Muḥammad Muṣliḥ bin Abdallāh Shīrāzī), bekannt als Saadi Scherazi oder Saʿdī, das unbedingte Mitgefühl, das wir jedem Menschen schuldig bleiben.

    —————————

    Ägypten in der gebotenen Solidarität und Sachlichkeit

    http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/ich-bin-zum-wissen-konvertiert/

    Hamed Abdel-Samad: „Mein Abschied vom Himmel“

    http://www.perlentaucher.de/buch/32708.html

  5. sedidja Says:

    Eifelginster schrieb:

    „Ist es nicht an der Zeit, sehr geehrte Sedidja, dass Sie sich von der kulturrassistischen, diskriminierenden und kohärenten Scharia distanzieren, je nach der ‘gottesfürchtigen’ Gewaltbereitschaft des eigenen Umfeldes zunächst heimlich?“

    Ihre Vorstellung von den Menschen in Ägypten ist derartig fern der Realität, dass ich kaum weiß, was ich dazu schreiben soll…..
    Abgesehen davon, dass ich mich nicht von etwas distanzieren kann, dem ich gar nicht nah steh.
    Ich habe kein gottesfüchtiges gewaltbereites Umfeld. Ihre Vorstellung entspringt einer Dämonisierung dieser Menschen, gegen die (Dämonisierung) sich mein Schreiben richtet.
    Menschen die so liebevoll sind, und diese Liebe auch in der Lage sind zu artikulieren, wie meine ägyptische Verwandschaft, habe ich hier in Deutschland noch nicht getroffen.
    Auf der Gegenseite vieler Misstände gibt es Bereiche, in denen es den Frauen dort wesentlich besser geht, als hier.
    So hält sich dort fast jede Frau für schön, intelligent und im Besitz eines guten Charakters. Im Gegensatz dazu sterben hier jährlich etliche Frauen an Magersucht, trauen sich nicht in höhere Positionen (Anteil der weiblichen Professoren in Ägypten liegt dort um 35-40%, hier lediglich bei 15%). Auch habe ich dort keine Frauen gesehen, die derartig doppelt belastet sind, mit Familie und Beruf, wie es hier üblich ist.
    Im Gegensatz zu hier, wird die Arbeit der Frauen, wie Kinder kriegen und groß ziehen, dort Wert geschätzt. Und auch die Frauen innerlich wesentlich mehr wert geschätzt als hier.
    Die weitaus meisten Orientalen würden die Frage, wer mehr Liebe im Herzen zu den Lebewesen trägt, Männer oder Frauen, klar mit: „Die Frauen“ , beantworten.
    Traditionell hat in den meisten dieser Länder der Islam eine wesentlich untergeordnetere Rolle gespielt als jetzt und es ist den guten Beziehungen des christlichen Abendlandes mit Saudi Arabien zu verdanken, dass der Islamismus nun dort diese Stellung hat, denn über Geld üben sie viel Einfluss über die Medien dort aus.
    Vor der Kolonialzeit haben in den meisten dieser Länder, Menschen aller möglichen Religionen sehr viel friedlicher nebeneinander gelebt, als es hier seit beginn des Christentums war. (so etwas wie die Inquisition oder Konzentrationslager, hat es dort nie gegeben.)

    Es ist lächerlich, wenn sich jetzt grade die christlichen Völker als Weltpolizei aufspielen. Auf keinen Kulturkreis gehen so viele Völkermorde zurück (die Indianer, die Aborigines, die Afrikanischen Ureinwohner). Kein Kulturkreis hat so viele und solch grausame Waffen erfunden und Kriege geführt.

    Nawal el Saadawi schreibt, dass es den Frauen in Ägypten durch 2 Faktoren schlechter geht: Den Kapitalismus, denn Armut baden zu einem großen Teil die Frauen aus, und den Islamismus, der von Saudi Arabien, mit westlichen Geldern voran getrieben wurde.

    Ich würde mir mehr Respekt gegenüber den Menschen wünschen und das Bewusstsein, dass sie ihre Probleme besser lösen können, wenn Europa und Amerika ihre Ausbeuter- und Bevormundungspolitik beenden, denn die ist Öl im Feuer der Islamisten!

    In welchem Zwiespalt befinden sich die Frauen dort, die von den gleichen Menschen, die ihre Länder seit Jahrzehnten mit einem Krieg nach dem anderen überziehen, nun angeblich vor Genitalverstümmelung beschützt werden sollen…. (oder anders geschrieben: welche Glaubwürdigkeit haben diese Menschen????)
    Zu welcher Seite sollen sie sich zählen? Zu ihren potentiellen Mördern und denen ihrer Verwandten (Krieg ist Mord), oder denen, die ihre Klitoris beschnitten haben?

  6. Eifelginster Says:

    Sehr geehrte Sedidja,

    hier gilt das Grundgesetz, in Westeuropa der Standard der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

    Die al-Azhar-Scheichs haben sich jahrzehntelang hinter die Amputation der Klitoris gestellt und hinter die schafiitische islamische FGM, und sie tun es weiterhin – und Sedidja schweigt zu diesen Gelehrten.

    Die tägliche Diskriminierung der Nichtmuslime in Ägypten ist Sedidja, die das ungleich behandelnde Islamische Recht (etwa im Familienrecht) verteidigt oder nicht kennt, völlig egal. Trickreich klagend verteidigt Sedidja alle Ägypter pauschal; dass es einige wenige, mutige, nicht korrupte Staatsanwälte in Ägypten gibt, haben wir jedoch gar nicht bezweifelt.

    http://gewerkschafterinnen.amnesty.at/amal/egypt.htm

    http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=1099&stayInsideTree=1

    Genau so macht es Nawāl as-Saʿdāwī, die letztlich anti-homosexuell agiert und pro-schariatisch, die angeblich ‚feministische‘ Psychologin laviert – ethisch korrupt – zwischen Scharia und Wissenschaftlichkeit und untergräbt aufklärungshumanistische und säkulare Standards; el-Saadawi gehört zur Truppe von Allahs Feministinnen wie hierzulande Rabeya Müller oder Emel Abidin-Algan. Wir sollten el-Saadawi als demokratiegefährdende Proislamistin erkennen (und Sedidja gleich mit, die sich freilich ändern kann, da Fehlgeleitetsein nicht angeboren ist – es gibt kein Scharia-Gen).

    http://womensphere.wordpress.com/2009/09/10/nawal-el-saadawi-returns-to-egypt/

    Warum sollen Männer sich nicht schön finden? Sollten wir Frauen andersartig ‚innerlich schätzen‘ als Männer?

    Und, sehr geehrte Sedidja, mit Ihrer Frage: „oder denen, die ihre Klitoris beschnitten haben?“ stellen Sie sich doch nicht etwa hinter die Klitoridektomie?

    Fragen über Fragen …

    Mit freundlichen Grüßen

    Cees van der Duin

  7. sedidja Says:

    Es mag sich doch besser jede eine eigenes Bild von Nawal es Saadawi und von mir machen. 🙂
    Ansonsten lohnt es wohl kaum die Mühe, an dieser Stelle noch viel weiter darüber zu schreiben….

  8. Eifelginster Says:

    Sehr geehrte Sedidja,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. In der Sache und als Mensch nehme ich Sie sehr ernst.

    Hier liest und schreibt eben jeder, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, und das ist auch gut so. Wir befinden uns in der Öffentlichkeit, jeder lässt sich von Sedidjas Beiträgen zur ägyptischen Scharia (šarīʿa), zur Frauenrolle in Koran und Sunna sowie zur FGM der Kairoer al-Azhar inspirieren.

    Im Īrān oder in Saudi-Arabien wäre so ein Dialog derzeit leider noch nicht möglich, was wir weder dem Zufall noch dem Walten eines Gottes zuschreiben sollten.

    In der Tat sollte Nawāl as-Saʿdāwī durch Islamkritiker auch des deutschen Sprachraumes als Marionette des Halbkalifats sprich der bleibenden Demokratieverhinderung eingeschätzt werden. Die in 1931 in Kafr Ṭaḥla Geborene ist, öffentlich ganz aufgeregt von Göttin Isis und heutigen Frauenrechten schwatzend, versehentlich jedenfalls beiläufig als Wegbereiterin der Refundamentalisierung und Islamisierung tätig gewesen, indes die internationale Schickeria sie abwechselnd als ‚Antiimperialistin‘, ‚Intellektuelle‘ oder ‚Feministin‘ zu feiern beliebte. Nawāl as-Saʿdāwī entspricht Frauen wie Shirin Ebadi – ein Dandy muss eben nicht stets männlich sein.

    Die seit jeher globalisiert agierende Kaste der äquidistanten Schnösel sichert sich ihre ökonomische Macht und kann daher auf ihre schariatreue Fraktion schlecht verzichten. Da erhält eine Ebadi (2003) auch den Friedensnobelpreis, wenn wir den Folterknechten in Tehrān nur weiterhin deutsche Elektroschlagstöcke und ‚westliche‘ abhör- und ortbare Mobiltelephone liefern können.

    Halbierte Menschenrechte zeitigen halbierte menschliche Leiber – bedarfsweise per Henkerschwert.

    Im Übrigen ist mir als Europäer hierzulande jeder Reisende oder Einwanderer willkommen und gebe ich keinesfalls die Warnung aus: ‚Vorsicht, freilaufender Ägypter von links!‘. Lediglich die šarīʿa … die muss weg. Auch im Personenstands- und Eherecht.

    Maßstab bleibt die AEMR. Und die stammt nicht von Allahgott.

    Die politische Religion spaltet die Menschheit in Gruppen verschiedenen sittlichen Wertes. Im Falle des Islam ist das Ungleichbehandeln (auch: der Frau) vom Feldherrn Muḥammad persönlich befohlen worden, politreligiös gesprochen ist der kulturelle Rassismus und geheiligte misogyne Sexismus der schariatischen Gesellschaftslehre der Befehl der Gottheit und führt die schuldhafte Islamverweigerung in die ewige Hölle. Derlei Ansinnen mag ja durch Hirne spuken oder auch nicht, sozialpolitisch ist es von Artikel 4 GG nicht gedeckt.

    Wenn wir (nationale / ethnische beziehungsweise religiöse) Kollektive nicht vorab pauschal beschuldigen, brauchen wir sie anschließend auch nicht pauschal zu entschuldigen, etwa ‚die‘ Muslime oder ‚die‘ Ägypter.

    Oder ‚die‘ Frauen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Cees van der Duin

  9. Machandelboom Says:

    ::

    In Islamic texts, FGM is referred to as khafḍ (Arabic: خفض‎) or khifaḍ (Arabic: خِفَض‎).

    http://en.wikipedia.org/wiki/Religious_views_on_female_genital_mutilation

    ::
    ::
    FGM ein bisschen schwere Körperverletzung – drücken sich auch 2013 Bundestag wie TdF um die Forderung nach einem expliziten Verbot auch von FGM-Typ 1a der WHO-Klassifikation? Hat der Bundespräsident das Gesetz immer noch nicht unterschrieben – wenn ja warum nicht?

    Drucksache 17/13707
    04.06.2013

    Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und FDP

    Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuchs – Strafbarkeit der Verstümmelung weiblicher Genitalien (… Strafrechtsänderungsgesetz – … StrÄndG)

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/137/1713707.pdf

    ::
    ::

    Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich vom 15. Mai 1871
    Besonderer Teil
    Siebzehnter Abschnitt. Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit
    Paragraf 226a. Verstümmelung weiblicher Genitalien
    [28. September 2013]
    1§ 226a. Verstümmelung weiblicher Genitalien.
    (1) Wer die äußeren Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
    (2) In minder schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.

    http://lexetius.com/StGB/226a

    ::
    ::

    Known as FGM (Female Genital Mutilation) for short, is more well known to be a social custom versus religious but in Muslim countries, it is found to be a regular practice and often justified by the Prophet Mohammed; which appears to be in favor of sunna circumcision involving minor cutting of the clitoris, versus the full removal of it or female circumcision. This has been controversial because of what the Qur’an states about it, but people figured God created the clitoris for the sole purpose of pleasure and there are no writings for it to be modified but Mohammad figured that a woman should only receive pleasure from having sex with her husband; therefore, she didn’t need a clitoris and there is no reason or need for masturbation. That’s basically what this whole passage implicates.

    http://nglasgow3.hubpages.com/hub/Female-Genital-Mutilation

    ::
    ::

    Der radikalislamische amerikanische Scheich Nuh Hah Mim Keller lügt das „westliche“ Publikum kalkuliert an und behauptet, baẓr sei die Klitorisvorhaut (prepuce) und „nicht die Klitoris selbst, wie manche fehlerhaft annehmen“ (not the clitoris itself, as some mistakenly assert).

    e4.3 Circumcision is obligatory (O: for both men and women. For men it consists of removing the prepuce from the penis, and for women, removing the prepuce (Ar. Bazr) of the clitoris (n: not the clitoris itself, as some mistakenly assert). (A: Hanbalis hold that circumcision of women is not obligatory but sunna, while Hanafis consider it a mere courtesy to the husband.)“

    In Wirklichkeit ist der himmlische Beschneidungsbefehl mit Klitorisbezug mindestens für den schafiitischen Fiqh eindeutig:

    The Arabic word bazr does not mean „prepuce of the clitoris“, it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

    http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

    ::
    ::

    baẓr (54 words). baẓr (A, pl. buẓūr) : in anatomy, the clitoris.

    http://www.paulyonline.brill.nl/entries/encyclopaedia-of-islam-2-Glossary-and-Index-of-Terms/bazr-SIM_gi_00549?s.num=10

    ::
    ::

    baẓr

    http://ar.wikipedia.org/wiki/%D8%A8%D8%B8%D8%B1

    http://en.wikipedia.org/wiki/Clitoris

    ::

  10. Cees van der Duin Says:

    Rituelle Beschneidung – ob an Jungen und Männern (MGM) oder Mädchen und Frauen (FGM), beschädigt Körper, Gesundheit und sexuelle Sensitivität, ist oft mit schweren und schwersten Komplikationen verbunden und sollte unbedingt verhindert werden.

    Wenn Minderjährige bedroht sind, diese nicht ins Ausland reisen lassen. Falls Beschneidung doch akut droht, das Kind keine Sekunde aus den Augen lassen. Als Frau den Reisepass nie aus der Hand geben und sich Fluchtmöglichkeiten offen halten.

    Anders als immer noch allzu oft vermutet, geht es beim Thema FGM nicht nur um Auswanderer nach Afrika bzw. Einwanderer afrikanischer Herkunft.

    Je nach Land und Madhhab (Rechtsschule) in sehr unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit, bedroht die islamisch begründete weibliche Genitalverstümmelung (FGM) etwa auch Konvertitinnen zum Islam bzw. deren Töchter.

    Wer nichtmuslimisch aufgewachsen ist und wessen Nachbarin, Kollegin, Schwester oder Tochter zum Islam konvertiert ist, sollte versuchen, das Mädchen oder die Frau über die islamische weibliche Beschneidung und die Schädigung jeder weiblichen Beschneidung zu informieren und vom Beschnittenwerden sprich Verstümmeltwerden zu bewahren.

    Insbesondere die beiden Rechtsschulen der Hanbaliten (arabische Halbinsel; teilweise Ägypten, über den sogenannten salafistischen / wahhabitischen Einfluss beinahe global) und Schafiiten (Südostasien, Somalia, Kurdistan, teilweise Ägypten) verpflichten zur weiblichen Beschneidung, die Ulama (Islamgelehrten) der Schafiiten tun das immer (Fatwa Regierungserklärung usw. genau lesen, zur FGM lügen die Islamgelehrten oder lassen lügen), die der Hanbaliten oft.

    Oft wird die Salafiyya (die äußerst streng religiösen Salafi sind die Frauen mit Tschador oder Gesichtsschleier und die Herren mit knöchelfreier Hose, Gebetskäppchen und langem Kinnbart) nicht zur Hanbaliyya gezählt, das kann man machen, ändert aber nichts daran, dass es einzelne „salafistische“ Scheiche gab und gibt, die die FGM empfehlen oder verlangen.

    Leider wird in Presse, Kirche, Partei, Wohlfahrtsverband und Jugendamt so getan, als habe die beispielsweise ägyptische, irakische oder indonesische Beschneidung der Mädchen oder Frauen nichts mit dem Islam zu tun oder als sei ein islamischer Geistlicher, etwa ein Imam einer Moschee, pauschal geeignet, die drohende FGM zu verhindern.

    Wer, gerne anonym, das Schweigen zum Thema Islamische FGM brechen will oder seine Sorgen und Befürchtungen beschreiben möchte, kann auf den Blogs SCHARIAGEGNER (Ümmühan Karagözlü) oder SÄGEFISCH (Jacques Auvergne) oder auch hier gerne tun.

    Blogs:

    SCHARIAGEGNER

    http://schariagegner.wordpress.com/

    SÄGEFISCH

    http://jacquesauvergne.wordpress.com/

    I n f o s

    Vorkommen im Islam

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Genitalverst%C3%BCmmelung#Vorkommen_im_Islam

    Formen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Genitalverst%C3%BCmmelung#Formen

    Gesundheitliche Folgen

    http://www.mama-afrika.org/de/genitalverstuemmelung/folgen-der-fgm

    „würde die Mama die Kleine auf jeden Fall beschneiden lassen auch wenn ihr Mann aus einer anderen Kultur stammt, wenn sie sogar selbst die Verstümmelung erlebt hat? In den Büchern kam es sehr oft vor das den Mama`s auch wenn sie es gar nicht wollten die Kinder im Urlaub z.b. genommen wurden und zur Beschneiderin verbracht wurden oder eben der Druck auf die Frau das machen zu lassen war so groß von seiten der Familie. Wenn wir die Religion der Mama erfragen schließen wir doch damit nicht die Frage der Beschneidung aus!? Oder doch, denn ich war immer der Meinung dies tun nur Moslems, mein Partner dagegen sagt es ist auch abhängig welchem Stamm sie angehört(e) nicht nur aus welchem Land sie kommt.“

    http://forum.1001geschichte.de/viewtopic.php?f=16&p=283954&sid=6ebcc17befdc4895b78fefa08378f3b0

    Genitalverstümmelung an Mädchen: Besonders hohes Risiko in den Sommerferien…

    http://www.taskforcefgm.de/2014/06/genitalverstuemmelung-an-maedchen-besonders-hohes-risiko-in-den-sommerferien/

    Irakisch Kurdistan; Oman

    https://rdl.de/beitrag/fgm-die-verst-mmelung-weiblicher-genitalien-weiter-verbreitet-als-angenommen

    STOP FGM IN KURDISTAN

    http://www.stopfgmkurdistan.org/html/deutsch/index_d.htm

    Pakistan: Dawoodi Bohra, Sheedi (Siddhi, Makrani); Belutschistan

    Female genital mutilation is practiced among some Pakistani communities.[164] Gibeau reports, for example, FGM is widespread in Bohra Muslims of Pakistan[13][220][221] The Sheedi Muslim community of Pakistan, considered to be of Arab-African origins, practice FGM.[222] The practice is also found in Muslim communities near Pakistan’s Iran-Balochistan border.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Prevalence_of_female_genital_mutilation_by_country#Pakistan

    Australien, Mädchenbeschneidung unter Dawoodi Bohra

    http://www.abc.net.au/news/2012-09-13/four-arrested-over-genital-mutilation-of-girls/4260112

    http://www.ndtv.com/article/world/charges-over-genital-mutilation-of-minor-girls-in-australia-267251

  11. Bragalou Says:

    In the matter of B and G (Children) (No 2)
    Case No: LJ13C00295

    «Taglia leggermente e non esagerare»

    Den Willen Allahs vernahm die muqaṭṭiʿatu l-buẓūr (tagliatrice di clitoridi, amputatrice di clitoridi) Umm ʿAṭiyya aus dem Mund des Verkünders der vollendeten menschlichen Gesellungsweise und Seinsweise.

    Mädchenbeschneidung ist Islam, der uns im Januar 2015 (In the matter of B and G (Children) (No 2), Fallnummer: LJ13C00295) warum auch immer einen Bären aufbindende Sir James Munby („55. … FGM … It is an abuse of human rights. It has no basis in any religion.„, „72. … FGM has no basis in any religion; male circumcision is often performed for religious reasons.“) hat das eigentlich zu wissen und sollte jede gewünschte Form von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) privat und beruflich trotzdem unzweideutig ablehnen oder wird wie zufällig dazu beitragen, die sogenannte milde Sunna zu legalisieren.

    .
    .
    Etwas Etymologie

    Der Trikonsonant für muqaṭṭiʿa (Beschneiderin) findet sich heute von Arafats Hauptquartier über einen einstigen besonderen omanischen Immobilienbesitz bis hin zur koranischen Sureneröffnung der meistens drei sogenannten Geheimnisvollen Buchstaben:

    Muqaṭṭaʿāt literally means abbreviated or shortened … They are also known as fawātiḥ (فواتح) or „openers“ as they form the opening verse of their respective suras.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Muqatta%27at

    Geheimnisvolle Buchstaben

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimnisvolle_Buchstaben

    „Als mukataa (muqata’a / ‏مقاطعه‎, „abgetrennt“; auch dirlik / ‏ديرلك‎) wurde im Osmanischen Reich eine Immobilie bezeichnet, die einem Staatsbediensteten anstelle eines Lohns als Arbeitsentgelt für eine bestimmte Aufgabe zur Verfügung gestellt wurde. Dabei blieb die Immobilie aber immer Eigentum des Staates beziehungsweise des Sultans.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mukataa

    Muqata’a [muqāṭaʿa]

    „One of the most important topics of the Ottoman financial history is the institution of muqata’a which functioned as an instrument in financing state expenses.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Muqata%27ah

    Mukataa [al-muqāṭaʿa]

    „Mukataa (Arabic: المقاطعة‎, „District“) is an Arabic word for headquarters or administrative center.“ …

    http://en.wikipedia.org/wiki/Mukataa

    Die Muqataa oder Mukata (arabisch ‏مقاطعة‎ Muqāṭaʿa ‚Bezirk“, auch „Hauptquartier‘) in Al-Bireh genau an der Grenze zu Ramallah (Westjordanland) ist der Sitz des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde und stellt einen militärischen Bereich dar.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Muqataa

    .
    .
    I Hadith sono i «racconti» attribuite al Profeta dei musulmani, Maometto, e che costituiscono la secondo fonte principale, dopo il Corano, della Legge islamica (Sharià).

    Uno dei «detti» (Hadith) più significativi riporta i consigli che Maometto darebbe ad una «tagliatrice di clitoridi»: «Taglia leggermente e non esagerare», ed ancora, «La circoncisione è [pratica] sunna (cioè “tradizionale”) per gli uomini e makruma (raccomandate) per le donne.

    Ibn Taimiyya, che giustifica le MGF come « unica soluzione perchè le donne non desiderino troppo il sesso e non ricerchino le companie degli altri uomini… », vedi Globe and Mail, 21 aprile del 2010 (p. A19).

    https://www.facebook.com/notes/paolo-carinci/mutilazioni-genitali-femminili-le-donne-prime-vittime-dellislamismo-radicale/10151738624797118

    .
    .
    Islamic FGM

    Reliance of the Traveller
    Das Vertrauen des Reisenden und Rüstzeug des Anbetenden

    L’Umdat al-salik

    Fra i principali test del diritto islamico che raccomanda le mutilazioni genitali, la referenza suprema classica, oltre Ibn Taimyya, è l’Umdat al-salik (« La dipendenza del viaggiatore »), opera del grande giurista islamista Ahmad ibn Naqib al-Misri (1302-1367) considerato dal « moderato » Tariq Ramadan come referenza positiva di un grande giurista importante dell’islam ». …

    L’Università Al-Azhar, Qardawi, e lo stasso Tariq Ramadan et l’IIIT [International Institute of Islamic Thought], ma anche tanti altri leaders e docenti islamici sunniti considerano l’Umdat al-salik un documento di referenza essenziale in diritto islamico.

    https://www.facebook.com/notes/paolo-carinci/mutilazioni-genitali-femminili-le-donne-prime-vittime-dellislamismo-radicale/10151738624797118

  12. Machandelboom Says:

    Was Islampraxis (Schariagehorsam) ist? FGM zum Beispiel, denn ob Mann oder Frau, das Geschlechtsteil ist halal zu machen sprich es ist genital zu verstümmeln. Die islamische weibliche Beschneidung (khitan al-inath) ist auch auf den Malediven auf dem Vormarsch.
    ::

    … A source from the Health Ministry’s Department of Gender and Family Protection told Minivan News that while female circumcision was widely known to have occurred in the Maldives, it stopped in the 80s and 90s but “now we are hearing media reports that it is happening again.”

    The Ministry was not aware where the practice was occurring, but said it intended to investigate.

    “There is no formal reporting happening in the islands,” she said. “We have been trying to get reports but health facilities are not aware of the situation.” …

    Interim President of that NGO, former Gender Minister Aneesa Ahmed, confirmed to Minivan News today that “some Islamic organisations are advocating this and people are having girls circumcised. I don’t know where and when, but I have heard people say on various programs including Raajje radio.

    “I heard two Islamic scholars speaking, and this woman called the radio station and asked two Islamic scholars on the program what Islam said about [female circumcision], and the scholar said yes, that the Prophet Mohamed advocated that girls be circumcised. My concern is that scholars are advocating this has to be done according to Islam, people will not question it and start circumcising girls.”

    Aneesa said a representative from the NGO had met with State Minister for Islamic Affairs, Sheikh Hussein Rasheed, who said there was “no question about it: that girls had to be circumcised.”

    When Minivan News spoke to Sheikh Rasheed today, he said he did not wish to comment on the matter as he had a meeting scheduled with the Health Ministry regarding the issue. …

    von: JJ Robinson (Reported increase in practice of female circumcision raises alarm), in: MINIVAN NEWS (Malediven; Founded by members of the Maldivian Democratic Party in 2005) 30.10.2011

    http://minivannews.com/politics/reported-increase-in-practice-of-female-circumcision-raises-alarm-27670#sthash.5l9ECqBq.dpbs

    ::
    ::

    MALEDIVEN
    (Wie befohlen wurde Allahs Gesetz irdisch durchgesetzt.)

    Der Islam ist die alleinige Staatsreligion. Religionsfreiheit wird ausdrücklich ausgeschlossen: Die öffentliche Religionsausübung jeder anderen Religion ist verboten und unterliegt strafrechtlicher Verfolgung. Das muslimische Glaubensbekenntnis ist Bedingung für die maledivische Staatsbürgerschaft, seit der Verfassungsrat im Dezember 2007 eine Verfassungsänderung verabschiedete (Artikel 9 Absatz D der neuen Verfassung). Auf dem aktuellen christlichen Weltverfolgungsindex der privaten Organisation Open Doors stehen die Malediven auf Platz 7 (Stand 2014 (Vergleich 2008: Platz 4, 2009: Platz 6, 2010: Platz 5).

    Nicht-Muslime werden diskriminiert und die gesellschaftliche Kontrolle ist enorm. Zum 1. Januar 2008 wurde allen Staatsbürgern, die Christen sind, die Staatsbürgerschaft entzogen. Mehr als 700 Christen wurden so zu Staatenlosen. Kirchen sind verboten; der Import christlicher Literatur ist untersagt; Staatspräsident Mohamed Nasheed bat deutsche Islam-Gelehrte darum, ihm bei der Durchsetzung der Scharia auf den Malediven zu helfen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Malediven#Religion

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