055. Helmut Kohls Sohn Muslim?

055

Ἅγια Σοφία

Hágia Sophía

Konstantinopel, 28. Mai 1453

Istanbul, 28. Mai 2001

Der Kanzlersohn

ist längst Muslim?

Jacques Auvergne, 2008

Peter Kohl, der jüngste Sohn des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers und Türkeibeitrittsfreundes Helmut Kohl müsste eigentlich längst Muslim sein. Denn nach der von keinem Geringeren als von Allah persönlich gestifteten Rechtsordnung der Scharia kann eine muslimische junge Frau keinen Mann aus den Völkern der Dhimmis, der Schutzbefohlenen heiraten.

Mutter Hannelore konnte nicht bei der Hochzeit dabei sein, angeblich zwang sie ihre Lichtallergie, das pfälzische Haus nicht zu verlassen. Vater Helmut und der ältere Bruder Walter begleiteten Peter Kohl zu dessen Hochzeit mit der türkischen Industriellentochter Elif Sözen muslimischen Bekenntnisses. Am 28. Mai 2001 wurde im Beisein von 500 Gästen aus Politik und Wirtschaft im zur Kempinski-Gruppe gehörenden Hotel Ciragan gefeiert. Auf der europäischen Seite des Bosporus gelegen wurde das heutige Hotel Ciragan im Jahre 1874 als Palast von Sultan Abdülaziz errichtet. Ein theokratischer Sultanspalast als Unterkunft? Säkularisten oder orientalische Demokraten könnten daran Anstoß nehmen. Nicht so die pfälzische Dynastie Kohl.

Die Heirat fand auch als kirchliche Handlung statt, in Istanbul und am 28. Mai. An einem 28. Mai war bereits schon einmal eine gottesdienstliche Handlung in dieser Stadt begangen worden, doch das ist sehr lange her, mehr dazu am Ende des Textes. Das frisch verheiratete Paar also gedachte, die Flitterwochen in der Türkei zu verbringen.

War die Ehe heimlich türkischerseits arrangiert worden, nach dem Motto: Mädchen, fang den Sohn des Königs von Deutschland ein, Schachmatt? Und überhaupt: Ist Peter Kohl konvertiert oder weiß er als begüterter Bewohner transatlantischer goldener Käfige von den 1.400 Jahre alten Gesetzen Allahs immer noch gar nichts, auch wenn er schon wichtige Spielfigur der weltweiten Islamisierung ist? Findet Peter Kohl den Islam ganz toll? Gibt es Ärger im ehelichen Schlafzimmer, wenn Peter zu Elif über den Armeniervölkermord redet oder über die beschämenswerte Rolle der Frau – jeder Frau – im Islam?

Vielleicht ist dem Peter auch alles völlig egal – dann wäre er ganz Kind seiner Zeit, „Kind der Ära Kohl“. Recht witzig. Darüber hinaus ist man auf höchster politischer Ebene in der Bundesrepublik immer schon Meister im Schönlügen gewesen: Staatsverschuldung, Korruption (von Kohls schwarzen Kassen bis zum Antwerpes-Trienekens-Klüngel), Islamisierung Europas: Alles nicht so schlimm. Irgendwie normal. Just World, die Welt ist gerecht. Für Fehlentscheidungen braucht man ja auch keine persönliche Verantwortung zu übernehmen.

Peter Kohl und Elif Sözen hatten sich vor zwanzig Jahren beim gemeinsamen Studieren in den USA kennengelernt. Seit etlichen Jahren leben beide in London und arbeiten im Finanzgeschäft.

Doch 2007, 2008? Besteht die Ehe eigentlich noch? Ich hätte gar nichts dagegen, wenn Peter und Elif selbstbewusst die kulturell vormoderne Scharia ins Museum verweisen würden und sagten: „Klar, eine Muslima heiratet einen Christen und beide behalten ihre Religion und die Kinder werden sich ihre Religion oder Nichtreligion immer wieder selbst aussuchen!“ Dazu jedoch scheinen selbst die CDU-Politiker zu feige zu sein, die keine muslimische Verwandtschaft haben. Aus berechtigter Besorgnis. Denn Schariagegner oder Islamkritiker leben gefährlich.

Dem tollen Kanzler blieb nicht viel anderes übrig, als nach „malerischer“ patriarchaler Sitte und als sklavischer Dhimmi bei Elifs Familie um die Hand der Türkin anzuhalten, wenn wir das überhaupt glauben möchten. Ein Witz. Peter und Elif leben seit einem guten Jahrzehnt zusammen und nicht selten töten fromme türkische Familien eine Tochter, die unerlaubterweise mit einem Mann zusammen Zeit verbringt. Ein männlicher Christ, der eine Tochter Allahs ehelichen will: Das geht schon gar nicht, so habe es der Schöpfer der Welt angeordnet: Der Christenmann müsse erst einmal zum Islam konvertieren. Ich wiederhole mich: Ist Peter Kohl Muslim?

Der stumpfe Machtmensch Helmut hatte wahrlich keine ausgeprägten spirituellen Antennen. Auch zu religionspolitischen Fragen ist er stets ebenso desinteressiert wie unberufen gewesen. Er mag sich in seiner Allmachtsphantasie und seiner Verachtung für alles Schwache für unverwundbar gehalten haben. Nun, der König hat nicht aufgepasst.

Christenkanzler von Deutschland: Dein Sohn ist weg, Schachmatt. Ehen anbahnen ist der beliebteste orientalische Volkssport. Ohne Frage ein günstiges Omen für einen baldigen Türkeibeitritt zur Europäischen Union.

Die offensichtlich depressive Mutter Hannelore wählte wenige Wochen nach der Hochzeit ihres Sohnes Peter den Freitod. Die medizinischen Gründe für ihre Tat mögen unklar sein, die Lichtallergie halten manche für eine Fabel und eine Autopsie fand nicht statt (taz). Womöglich blickte Hannelore Kohl selbst politisch immer klarer als ihr Mann Helmut.

65.000 Dollar wird die Hochzeit im Palasthotel gekostet haben, so schätzen Kenner.

Um alle so richtig an der multikulturellen Nase herum zu führen wurde Tage gleich zweimal geheiratet, erst in der aus islamischer Sicht eher gotteslästerlichen katholischen Basilica Sant`Antonio und anschließend politreligiös rechtmäßig, das heißt: In der Moschee. Den Priester für die interreligiöse katholische Schaufensterveranstaltung hatten die Kohls aus Deutschland importiert, Monsignore Erich Ramstetter, der ehemalige Stadtdekan von Ludwigshafen, ein Freund der Familie. Der Imam der Moschee dann war fraglos der bessere Kenner der seit dem 29. Mai 1453 folkloristisch christenfeindlichen Stadt.

Christenverfolgung. Die bis heute seitens der Türkei aufwändig geleugnete Armenierausrottung der Jahre 1915 bis 1917 mit wahrscheinlich mehr als einer Million Ermordeten. Die bis heute andauernde permanente Diskriminierung der alteingesessenen Griechen orthodoxen Bekenntnisses, Grundstücks- und Kirchenenteignungen in gigantischem Umfang – die griechische Bevölkerungsgruppe scheint auch zahlenmäßig kurz vor dem Aussterben zu stehen. Das Lehrverbot der aramäischen Sprache.

In islamisierten Territorien gibt vorerst eine anscheinend für selbstverständlich gehaltene Alltagsgewalt gegen alle Nichtmuslime den Ton an, Spuren dieser Menschenverachtung erleben wir mittlerweile in Europa, Australien oder Kanada. Im Februar 2006 wurde im nordtürkischen Trabzon (dem vormaligen Trapezunt) der katholische italienische Priester Andrea Satoni von einem Sechzehnjährigen wie beiläufig hingerichtet, im April 2007 in Malatya der evangelische Missionar Tilman Geske.

Dschihad Priestermord: Bis auf Weiteres ein integrierter Bestandteil jeder islamischen Landnahme oder „islamischen Landespflege“ – auch das muss sich ändern, will der Islam von der weltweiten kulturellen Moderne als Gesprächspartner ernst genommen werden.

Ach, noch zur Hochzeit. Ein Wall von Sicherheitsleuten und Fahrzeugen hinderte die internationale Presse planmäßig am Fotografieren. Kohls ältester Sohn Walter machte engagiert mit und schlug einem Kameramann der Deutschen Welle ins Gesicht, um Fernsehaufnahmen im Außenbereich der katholischen Kirche zu verhindern. War wohl ein bisschen „mit den Nerven runter“, der Kanzlersohn?

Jetzt erwarten wir Islamkritiker aller Religionen vom bikulturell geschulten Londoner Finanzfachmann Peter Kohl eine Absage an die frauenfeindliche Scharia, an den Dhimma-Rassismus und an den weltweiten politischen Islam. Indes – wir hören nichts. Restfamilie Kohl schweigt.

Der 28. Mai also war Hochzeitstag. Europa ist ja ärgerlich symbolvergessen.

Das kann sich rächen. Am einem 28. Mai nämlich, 1979, wurde der Beitrittsvertrag der EU mit Griechenland unterzeichnet. Die Türkei möchte uns heute vielleicht zum Vertragsausfertigen ermuntern?

Am einem 28. Mai fand in dieser selben Stadt schon einmal ein christlicher Gottesdienst statt. Das kommt von Zeit zu Zeit durchaus vor, mögen Sie sagen.

Am 28. Mai 1453 war jener Gottesdienst. In der Hágia Sophía.

Es war der letzte.

Jacques Auvergne

Quellen:

Netzeitung

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/145450.html

http://www.netzeitung.de/entertainment/people/144876.html

Die taz zum Freitod der Hannelore Kohl

http://www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?ressort=ku&dig=2001%2F08%2F03%2Fa0111&cHash=6323f395ed

RP-online zum Priestermord von Trabzon

http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/175335

KN-online zum Missionarsmord von Malatya

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0629/blickpunkt/0001/index.html

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Eine Antwort to “055. Helmut Kohls Sohn Muslim?”

  1. Jacques Auvergne Says:

    Zweifel an Lichtallergie bekennt
    Andrew Gimson am 03.08.2001
    in der taz:

    Eine schrecklich normale Ehe
    http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2001/08/03/a0111

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