Archiv für Oktober 2011

267. Allahs Religionsunterricht

30. Oktober 2011

مدرسة

madrasa

Allahs Schule

Scharia versetzungsrelevant

Politik und Kirchen überschlagen sich schier vor Begeisterung, einen auf dem Islamischen Recht beruhenden Islamischen Religionsunterricht (IRU) flächendeckend einzuführen. Die schariatreuen deutschen Islamverbände lächeln Zustimmung. Damit darf das antirationale, brutale, kulturrassistische und frauenfeindliche Menschenbild von Koran und Sunna ins deutsche Klassenzimmer Einzug halten, für alle zu muslimisierenden Kinder werde grausige Höllenfurcht und erlösende Gottesfurcht zum Bildungsziel. Dass der Frauenschleier die Schülerseele rettet und die Scharia mit dem Grundgesetz ausgesöhnt werden kann, bewerben zwei standhaft faktenferne Bücher: Das 2004 im Lit-Verlag publizierte und zuerst (A) betrachtete Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven von Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.) sowie (B) Auf dem Weg zum Islamischen Religionsunterricht: Sachstand und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen von Michael Kiefer, Eckhart Gottwald und Bülent Ucar (Hg.) aus dem Jahr 2008, ebenfalls bei Lit. Eine pädagogische Islamkritik von Jacques Auvergne.

Zia-ul-Haq schwor die Bevölkerung Pakistans auf die Verwirklichung des niẓām islāmī ein, auf die den Teufel abwehrende islamische Staatsgestaltung und Lebensführung.(1) Vergleichbare Leidenschaft legt Asiye Köhler an den Tag, die keinen anderen Koran und keine andere Scharia bewirbt als der 1977, zwei Jahre vor Chomeinis Revolution, einen Staatsstreich organisierende pakistanische General, Köhler:

A 45. Dabei sollen die Schüler die Vorgaben des Korans (Lebensweise des Propheten Muhammad) als Hilfe und nicht als Maßregelung begreifen lernen.

Das Kind, das die Repression von Koran und Hadith nicht als hilfreich und human „begreift“, hat das Klassenziel verfehlt. Schüler, jauchze über deine Sklavenketten!

Die Allahkratin weiß die deutsche Zuhörerschaft gespalten, in die Uninformierten oder Gutmütigen einerseits, die meinen, Zwang und Gewalt der Befehle Allahs seien durch Diskussion und Spiritualität irgendwie aufgehoben, und in die, hierzulande um Muslimbrüder und Millî Görüş angeordneten, Scharialobbyisten, die dreist genug sind, die totalitären Konsequenzen eines wortgetreu verstandenen Koran als harmoniefördernd und pädagogisch maximal wertvoll auszugeben.

Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven (Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.). Dem Buch, das wir in der Hand halten, geht es um staatlichen Religionsunterricht – und darum, dass die islamischen Normen (Köhler: „Lebensweise des Propheten Muhammad“) die islamisch tugendhafte Frau dämonisieren, obszönisieren und herabstufen und ein schuldhaftes Verweigern der Schariavorgaben als misslingendes Leben verstehen, was, wie jeder Schüler lernen muss, den einzigen Daseinssinn, die ewige Nähe zu Allah, schrecklich unwahrscheinlich macht.

Allahgott weiß, ob uns der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) auch dazu ermutigen würde, Verheiratung neunjähriger Mädchen, Ehefrauenverstoßung,(2) Burka sowie Steinigung „als Hilfe und nicht als Maßregelung“ (Köhler) zu begreifen. Fast wortgleich findet sich der Satz bereits neun Jahre eher (1999) und beim ZMD.(3)

Die Allahkratin verwirft die Scharia nicht, sondern fordert pauschal, den koranischen Befehlen zu gehorchen, was die bürgerliche Ordnung beseitigen müsste. Der Gegner der islamischen Ordnung bzw. der Islamapostat hat kein Recht auf Leben, die Frau erbt idealerweise nur die Hälfte, ihre Aussage vor Gericht, gibt es erst Schariagerichte, gilt nur halb so viel wie die eines Mannes, das alles muss der kindliche oder jugendliche Teilnehmer am IRU (Islamischen Religionsunterricht) nicht „Maßregelung“, sondern beglückende Lebenshilfe nennen.

Der Korankritiker hat das Lernziel verfehlt, dem hörbaren Schariagegner könnte der optional versetzungsrelevante IRU die schulische und berufliche Karriere versauen. Schleierträgerin Köhler, die sich auch Zilelioğlu-Köhler nennt und sorgt sich, dass Deutschlands Schulkinder vom rechten Pfad der Scharia abgebracht werden: „Wir haben eine andere Befürchtung – dass durch die Ganztagsschule bewusst oder unbewusst Werte und kulturellen Eigenheiten eingeebnet werden.“(4)

Köhler ist die Ehefrau des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Ayyub Axel Köhler. Der orthodoxe sprich separatistische ZMD will, was auch sonst, das Islamische Recht leben. Zu diesem Zwecke nimmt Asiye Köhler daran Anstoß, wenn eine regierungsnahe Stelle faktennah über die schließlich auch islamisch begründeten deutschen Ehrenmorde schreibt und eine Berliner Schulleiterin aus der schariatischen, an zunehmender Abschottung zu den Nichtmuslimen interessierten Gegenkultur informieren lässt. Schulleiterin Astrid Busse berichtet: „Ein anständiges Mädchen trägt Kopftuch, ordnet sich dem jüngeren Bruder unter, bleibt zu Hause, fährt nicht auf Klassenfahrt und darf natürlich von ihren Brüdern gehauen werden“.(5)

Ungehindert soll sich das kulturrassistische und frauenfeindliche Menschenbild von Koran und Sunna in der Bundesrepublik Deutschland ausbreiten dürfen, und die Islamfunktionärin möchte verhindert wissen, dass über die demokratiezerstörenden Folgen derlei Glaubenspraxis auch nur gesprochen wird.

Zwangsläufig geraten IRU und Grundgesetz in einen Wertekonflikt, den unsere naiv tuenden Bundes- und Landesparlamentarier sehr wohl in ersten Umrissen erkennen und kalkuliert nicht besprechen und dem Frau Asiye Köhler eine „Lösung“ (al-ḥall) entgegensetzt, die dem Motto der Iḫwān al-Muslimūn, der Muslimbrüder, wie zufällig gerecht wird: al-Islām huwa al-ḥall, Sunnagehorsam und Schariajustiz sind die Lösung:

A 45. Die Schüler sollen den Koran als das endgültige Wort Allahs verstehen lernen, welches Antworten auf grundlegende Fragen menschlicher Existenz gibt, gleichzeitig aber dazu auffordert bei der Umsetzung in die Praxis den Verstand als Allahs Gabe zu nutzen.

Auch dieser Satz fand sich bereits vor zwölf Jahren. Verfassungen, Wissenschaft und Philosophie haben keine Basis, es sei denn eine koranische. Im dämonischen Chaos der unreinen und unverständlichen Welt schaffen nur Koranvers und Hadithspruch den ins Paradies führenden Überblick und den Staat. Zum Aufbau des Kalifats („bei der Umsetzung in die Praxis“) darf der Schüler des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) durchaus seinen Verstand einsetzen. Der Schüler, so dürfen wir Köhler in den Mund legen, darf Schariadoktrin und Fiqhjustiz niemals verwerfen.

A 46. Für alle Schülerinnen und Schüler gilt, dass das Miteinander – innerhalb der muslimischen Gemeinschaft wie auch im Kontakt und im Alltag mit Andersgläubigen und Andersdenkenden – friedlicher und konstruktiver gelingt, je stabiler und selbstbewusster die eigenen religiösen und kulturellen Wurzeln in der Auseinandersetzung mit der individuellen und aktuellen Lebenssituation erarbeitet werden.

Ein Hauch von Erpressung: Je mehr Scharia, desto weniger Pessimismus und Kriminalität. Wie nebenbei ist die Schülerschaft verdoppelt worden. Kontakt zwischen Muslimschülern und Nichtmuslimschülern hat keine Berechtigung, wenn er nicht Allahs Gesetz, den „Vorgaben des Korans“ (Köhler S. 45) folgt.

Ohne eine hohe Dosis an Gottesfurcht und Sunnagehorsam gerate die kindliche oder jugendliche Psyche ins Wanken; mysteriöse feinste „Wurzeln“ verzweigen sich tief im Erdreich von Burka und Zweitfrau. Um keine orientierungslosen Wesen zu erzeugen, muss der deutsche Steuerzahler dem zu muslimisierenden jungen Menschen den reflektierten Alltagsbezug von Dhimma und Dschihad finanzieren.

Ein Hauch von Erpressung durchweht Kultusministerkonferenz, Lehrerzimmer und Pausenhof: Ohne schariatreuen Bekenntnisunterricht wird es keinen schulischen oder gesellschaftlichen Frieden („Miteinander“) geben, sondern Verwirrung, Disharmonie oder vermeidbare Gewalt.

A 46. Bei den Inhalten der islamischen Religionslehre möchte ich hier nur die unverzichtbaren erwähnen: das Arabische, die Koranwissenschaft, die Hadithwissenschaft, die islamische Rechtswissenschaft und die Rezitation.

Dreimal lässt die Islamaktivistin ein Wort auf Wissenschaft enden, was Kultusministerien und Bildungsforschern gegenüber den Eindruck erwecken soll, es ginge hingebungsvoll ausgeübter Schariadidaktik um die Anwendung der historisch-kritischen Methode oder auch nur um ungezügelten Verstand. Allahs oder vielmehr Köhlers „Wissenschaft“ ist eher das, was Amir Zaidan unter Islamologie versteht, und die verhält sich zur Islamwissenschaft bekanntlich wie Astrologie zu Astronomie. Mit ihrem „das endgültige Wort Allahs“ hat die Germanistin und Lehrerin am Kölner Herder-Gymnasium deutlich gemacht, was die Kinder und Jugendlichen als Lernziel zu verinnerlichen haben und ab wann man dem IRU-Lehrer besser nicht mehr widerspricht.

„Islamische Rechtswissenschaft“ schließlich fordert ungekürzte Scharia, dem Jenseits entsprossene Rechtsgutachten und fromme Gerichtsurteile, welche die Höllenstrafe zu vermeiden streben, was vermuten lässt, dass Asiye Köhler keine andere Islampädagogik in den Hochschul- und Schulbetrieb integrieren möchte, als Taqi Usmani oder Yusuf al-Qaradawi es an ihrer Stelle tun würden. Nichts weist darauf hin, dass Deutschlands Islamische Studien Koran und Sunna anders lehren lassen wollen als die hanafitisch-pakistanisch geprägte Darul Uloom in Bury bei Manchester bzw. in ihrem 1866 gegründeten Stammsitz im nordindischen Deoband oder, was beim Zentralrat (ZDM) viel näher liegt, als die Schariafachleute der Muslimbrüder vom IESH unweit des burgundischen Château-Chinon.

Dass Allah den Schleier fordert und die in Griechenland legale neunjährige Ehefrau billigt, übergeht Asiye Köhler elegant. Dass weibliches Haupthaar Schamhaar ist, spürt die Tugendhafte und trägt den Hidschab.(6)

Asiye Köhler, die jedes Kind auf die antidemokratische Scharia verpflichtet („Jeder Mensch wird als Muslim geboren, weil er einen göttlichen Kern in sich trägt“),(7) war 2004 Leiterin des Pädagogischen Fachausschusses im Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), ihr Ehemann Ayyub Axel Köhler war zwischen 2006 und 2010 der Vorsitzende des ZMD. Heute ist neben Nadeem Elyas (Eschweiler, sucht seine Doktorarbeit (8)), Murad Wilfried Hofmann (Bonn (9)), Fatima Grimm (Hamburg) und Muhammad Aman Hobohm (Bad Honnef bei Bonn) auch Ayyub Axel Köhler aus Köln ein Ehrenmitglied im ZMD.(10)

Die Eheleute Köhler wirkten 2007 an der Gründung des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland (KRM) mit. Über das KRM-Mitglied Islamrat lässt man die dort dominierende Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) mittelbar auf den KRM Einfluss nehmen. International ist die theologisch bis heute am radikalislamischen Theoretiker Necmettin Erbakan ausgerichtete Milli-Görüş-Bewegung gelinde gesagt umstritten, eine so fundamentalistische Auffassung von Frömmigkeit, Frauenrolle, Sexualität und Gesellschaft, dass Minderjährige dem säkularen Staat gezielt entfremdet werden, kann jeder moderne Pädagoge vermuten.

Obwohl sich alle deutschen Islamverbände, also auch alle derzeitigen KRM-Verbände und -Organisationen, dem Islamischen Recht verpflichtet sehen, unterschrieb NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann am 22.02.2011 jene „Gemeinsame Erklärung“, die mit einem Schulrechtsänderungsgesetz, das der Düsseldorfer Landtag verhindern möge, ein dubiosen Beirat ersehnt. Dieser stellt, womöglich gesetzeswidrig, aus Löhrmanns (fehlerhafter) Sicht offensichtlich bereits jenen Ansprechpartner für den Staat dar, der die zu lehrenden Inhalte entsprechend Art. 7 Abs. 3 GG (in Verbindung mit Art. 140 GG) authentisch festzulegen befugt ist. Und wer das darf, ist aus Sicht des KRM nun einmal der KRM: „die Einberufung eines Beirats, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land“. Die Schulministerin aus Düsseldorf hat dem gegenmodernen KRM damit zugebilligt, zu definieren, wer und was „die Muslime“ sind. Dass der (verhindernswerte) künftige Unterrichtsinhalt nur als extrem reaktionär bezeichnet werden kann, weiß Frau Löhrmann so gut wie wir alle. Gleichwohl signierte die Pädagogin, dass die Landesregierung „in absehbarer Zeit … 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler“ zur staatlich finanzierten Seelsorge an islamische Fundamentalisten und Schariafreunde ausliefern möchte.(11)

Der betrachtete Text wurde 2004 durch das Centrum für religiöse Studien (CRS) veröffentlich, im selben Jahr, als der die Rolle einer staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft anstrebende KRM die Ablösung von Professor Muhammad Sven Kalisch (Münster) forderte und den Beirat des der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angeschlossenen CRS unter Protest verließ.(12)

Im ARD ließ Asiye Köhler 2006 wissen: „Ich möchte nicht oben ohne rumlaufen. Für mich ist ohne Kopftuch wie oben ohne … Deutschland muss sich verändern, neu ordnen. Die Deutschen müssen umdenken. Diese Werte, die der Islam bringt, braucht diese Gesellschaft.“(13)

Jede Schülerin, die ihr nacktes Haar zeigt, ist genau so unbekleidet und verachtenswert, als ob sie mit nackten Brüsten im Klassenzimmer sitzen würde, meint Asiye Köhler. Das ist ein Frauenbild und, allgemeiner, ein Menschenbild übelster Sexualisierung und mit genau solchen Leuten handelt unsere Bundesregierung die Pädagogik der sehr nahen Zukunft aus. Fünf Jahre später berichtet ein Bonner Realschulleiter von Mädchen, die nahezu wortgleich argumentieren wie die ZMD: „Ohne Kopftuch fühle ich mich wie oben ohne.“

Von Asiye Köhler zu Rabeya Müller.

A 50. Lehrende können nur auf situationsbezogene Problematiken eingehen, wenn sie ein qur’anisch-humanistisch-demokratisch geprägtes Menschenbild verinnerlicht haben. Für Lehrkräfte ist das extrem wichtig, denn sonst werden sie, meist schon von den Kindern, entlarvt.

Was an vorbehaltlosem Bekenntnis zu AEMR oder GG fehlt, wird von der Kölner Konvertitin durch die Irreführung ersetzt, Koranisches und Humanistisches bzw. Koranisches und Demokratisches seien kompatibel. Gekonnt erweckt die Ansprechpartnerin von Schulbuchverlag, Kirchentag und Bundesregierung schlechtes Gewissen bei Politikern und Pädagogen, die ja, nicht anders als die gottesfürchtigen Islamisierer, in der Tat unfähig sind, Kindern oder Jugendlichen eine grundgesetzkompatible Lesart von Koransure oder Fatwa anzubieten. Dass der Islam von Scharia und Fiqh mit Bekenntnischarakter, also ohne Außenansicht, gar nicht gelehrt werden kann, ohne dass die Maßgaben des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt wird, weiß die 1957 im Osteifeler Städtchen Mayen geborene Schariafreundin, die sich auch Rabeya Müller-Haque schreibt, und verschweigt es.

Es ist schön, wenn Kinder neugierig sind und von ihnen etwas Geheimnisvolles durchschaut und aufgedeckt (Müller: „entlarvt“) wird. Geschickt gelingt es der fundamentalistischen Kölnerin, mit Erwähnung unverbildet-aufrichtiger kindlicher Psychen den Eindruck zu erwecken, dem kindlichen Forschungsdrang Rechnung zu tragen sowie selbst durch und durch grundehrlich zu sein. Diese etwas aufdringliche Selbstetikettierung als ehrlicher Muslim legt auch Bajrambejamin Idriz, Künstlername Benjamin Idriz an den Tag: „Das Projekt ZIEM ist ein aufrichtiges Angebot von Muslimen in München, die sich dem Gemeinwohl unserer Gesellschaft in Deutschland verpflichtet sehen“, wer jetzt noch widerspricht, unterstellt dem Penzberger Schariafreund und Vorzeigeimam Unredlichkeit und darf als Rassist und Rufmörder ausgezischt werden.(14)

ZIE-M hat dabei vielleicht auch noch ein wenig geflunkert und mit „Gemeinwohl“ eine AEMR-Verhaftung oder Wissenschaftlichkeit gar nicht gemeint, sondern auf die maṣlaḥa angespielt, jenes koranbasierte „Gemeinwohl“, das mit Schleierpflicht, Dhimma und Gottesherrschaf einhergeht. Während Deutschlands Gutmenschen allzu sehr angestrengt behaupten können, ZIE-M hätte soeben von Sozialstaatlichkeit und selbstbestimmter Lebensführung gesprochen, geht es dem IESH-Schariastudenten Idriz bei „Gemeinwohl unserer Gesellschaft in Deutschland“ um Implementierung der Scharia und religiös begründete Rechtsverschiedenheit.

Maṣlaḥa gehört zu ṣulḥ, islamkonforme Vereinbarung oder heilssichernde Vertragsgestaltung, und weist auf das erst durch künstliches Zerreißen des Weltganzen entstehende und klerikale Schwellenwächter ermöglichende Jenseits, das in der Justiz kultureller Moderne keinen Platz hat. Aus islamischer Sicht kann nur Allah die Gültigkeit (validity) von Verträgen garantieren. Al-maṣāliḥ al-mursala (Considerations of Public Interest) ist die Berücksichtigung des allgemeinen Interesses im Sinne von Koran und Sunna.(15) Istiṣlāḥ (to deem it proper, seeking what is correct)(16) ist die schariatische, kulturrassistische und die Frau erniedrigende, „Gemeinwohl“ herstellende Urteilsbegründung in all den Fällen, zu denen der Koran keine eindeutige Regelung trifft und nach der Heilssicherung und Heilsgefährdung schariagelehrig abzugleichen sind (mutual understanding). Schließlich haben Verträge die Seelen der Muslime vor der Höllengrube zu bewahren oder sind ungültig. Wo seit al-Ghazali selbst jeder kaufmännische Vertrag, sofern nicht korangemäß, zur Hölle führt und nach bestem Vermögen umgangen werden muss, werden Staatsverträge mit einem Islamverband umso mehr „außerweltlich“ zentriert sein müssen und das absolute Unheil abzuwehren haben.

Wieder und noch genauer zu Rabeya Müller, der Leiterin des Instituts für interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD) und stellvertretenden Vorsitzenden des Zentrums für Islamische Frauenforschung und -förderung (ZiF).(17),(18)

A 50. Lehrende können nur auf situationsbezogene Problematiken eingehen, wenn sie ein qur’anisch-humanistisch-demokratisch geprägtes Menschenbild verinnerlicht haben.

Menschenbild der Zweitfrau und Kindbraut. Demokratischer Apostatenmord. Humanität des halbierten Erbes für die Frau und ihre halbe Aussagekraft vor Gericht. Müller weiter:

A 51. Interreligiosität … bedeutet ein Miteinander, basierend auf der Grundlage der Geschöpflichkeit.

Schöpfergottlose Religionen wie der Taoismus werden aus der Solidargemeinschaft („Miteinander“) ausgegrenzt, pantheistische Lesarten des Monotheismus eher verhindert. Mit „basierend“ und „Grundlage“ meint Müller die fiṭra, das islamische natürliche Ausgerichtetsein auf Allāh hin. Die Konvertitin erkennt Interreligiosität wie Menschentum als Allahkratie, als Islamstaat, jedenfalls als Islamische Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm). Die Verbindung zu den letzten tausend Jahren Scharia und Dhimma wollen IPD und ZiF auch von Köln aus nicht verlieren.

A 51. Das bedeutet zu vermitteln, dass alle Kinder vom Schöpfer gewollt sind, seien sie christlichen, hinduistischen oder gar „atheistischen“ Bekenntnisses.

Selbstverständlich bejaht der Schöpfer den Dhimmi, Harbi oder Mohareb,(19) sonst wäre Allah ja nicht allmächtig. Die „gerechte“ islamische Behandlung spätestens im Jenseits steht fest, und gegen den Mord am Islamapostaten oder Krieger gegen Gott (muhārib) hat sich Müller auch gar nicht ausgesprochen, nur gesagt, dass Allahgott Heidenkind wie Heideneltern auf Erden vorläufig leben lässt.

In diesem authentisch islamischen bzw. Müllerschen Sinne ist der im Iran als Angreifer gegen Gott oder Verderbenstifter auf Erden getötete Mensch selbstverständlich „vom Schöpfer gewollt“ (Müller).(20)

Rabeya Müller fleht den Rechtsstaat an, die emotionale und juristische Erniedrigung der Frau und des Dhimmi doch endlich flächendeckend in einem Religionsunterricht mit nicht nur informierendem, sondern bekennendem Charakter lehren zu lassen. Die Bundesrepublik soll dulden, dass im öffentlichen Schulgebäude ein grundrechtswidriges Gesellschaftsbild und Menschenbild auf dem Lehrplan steht, jene ausgerufene und koranisch verbürgte Islamische Höchstgeltung (Islamic supremacy),(21) die, in erklärlicher Abhängigkeit zum muslimischem Anteil der Schülerschaft, einen Schulfrieden nur in den Grenzen der vielgerühmten islamischen Friedensherstellung ermöglicht, der Pax Islamica. Damit die von der öffentlichen Hand finanzierte Verkündung der Schariapflicht nicht wie ein Putsch im Klassenzimmer aussieht, gilt es, die den pädagogischen Sektor bevölkernden deutschen Muslime korrekt zu instruieren, Müller:

A 52. Wesentlich für Musliminnen und Muslime ist natürlich, dass jeder Lehrhinhalt mit dem Qur`an vereinbar ist, aber noch wesentlicher scheint es momentan, wenn wir die Realität auf dem bundesdeutschen „Muslimmarkt“ betrachten, dass die Lehrkräfte selbst erfassen, verstehen und verinnerlichen, dass Qur`an und Grundgesetz durchaus vereinbar sind; dabei sollte es nicht bei bloßen Lippenbekenntnissen bleiben – Papier ist ja bekanntlich geduldig – auf die Umsetzung kommt es an.

Das ist („durchaus“) Unsinn. Koran und GG kollidieren, ernst genommen, derart massiv, dass eines von beiden Schaden leiden muss. Eine grundgesetzkonforme Verbindlichkeit an Rechtsbegriff und Rechtsordnung geht bei didaktischer Zweitfrau, gottesfürchtigem Hass auf den Atheisten oder Homosexuellen und beim Rufen nach der spirituellen Apostatentötung kaputt, und man muss 2011 fürchten, dass auf diesem staatlich und kirchlich geplanten künftigen Schlachtfeld der Wertesysteme die Islamische Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm) ist, die unversehrt bleibt.

Will die freiheitliche Demokratie ihr Überleben sichern, gibt es nur eine Möglichkeit, nämlich dass der IRU-Lehrplan den Koran und die Sunna eben überall da verwirft, wo Ungleichbehandlung der Frauen oder Nichtmuslime vorkommen, also nahezu überall, oder dass das Projekt Islamischer Religionsunterricht bis auf Weiteres überall abgebrochen wird, wo es mehr beinhalten soll als eine informierende Außenansicht.

Allein die mit einem ernst genommenen Koran unvermeidbar einhergehende, in jedem schariapflichtigen Kind zu erweckende Angst, im Falle schuldhaften Verstoßens gegen die „islamische Normativität“ (Reinhard Schulze nach Baber Johansen) auf ewig im Höllenfeuer zu brennen, gehört in der so genannten offenen Gesellschaft (La société ouverte des Henri Bergson, weiter entwickelt und 1945 als The Open Society and Its Enemies durch Karl Popper verbreitet)(22) nicht in ein Klassenzimmer. Das gilt auch in Bezug auf die Sexualisierung und Obszönisierung aller im Klassenzimmer befindlichen Mädchen (und Jungen!), die mit dem vor der Hölle rettenden Kopftuch einhergeht, auf die Dauer muss europaweit die kopftuchfreie Schule her.

Während die Bundesregierung ihrer Verantwortung ausweicht, die deutsche Bevölkerung über die Grundrechtswidrigkeit der Scharia zu informieren, soll in diesen Jahren die revolutionäre Ideologie der korantreuen Gegenmoderne zum Zwecke der Imamausbildung in Hochschulpolitik und Wissenschaftspolitik einziehen dürfen. Von einer wissenschaftlichen Herangehensweise auch in den Fächern Soziologie oder Pädagogik wird wohl nicht viel übrig bleiben, wenn die einen archaic fascism, einen archaischen Faschismus (Maxime Rodinson 1979)(23) pflegenden, global bestens vernetzten Urgemeindler (Salafisten) und Schariafreunde erst in jedem deutschen Hörsaal und Hochschulsenat sitzen:

A 52. Die Muslime und Musliminnen vermögen vielleicht zu realisieren, dass sie mittels eines solchen Unterrichts auch die islamische Gesellschaft dynamisch halten bzw. wieder dynamisch gestalten könnten, was sie zweifelsohne in ihrer Frühzeit auch gewesen ist. Die Dynamik hat sich vielerorts in Starrheit gewandelt.

Frau Müller, so sehr undynamisch und starr waren Sayyid Qutb und Ayatollah Chomeini doch gar nicht, aber vielleicht haben Sie die diese beiden Herren als Best-Practice-Beispiele ja durchaus im Sinn. Oder möchten Sie noch intensiver urgemeindlich (salafistisch) leben als Qutb?

Es gibt zwei kontrastierende, silhouettierende Lebensformen oder Gesellschaften, Weltbürgertum und Staatsbürgertum werden durch die in Mayen (Eifel) geborene Konvertitin in Muslimvolk (umma) und Nichtmuslime zerspalten:

A 52. Auf der anderen Seite findet auch die hiesige Gesellschaft darin eine Chance selbst beweglich zu bleiben, denn sie wird letztendlich an ihrem Verhalten gegenüber den Musliminnen und Muslimen gemessen werden.

Und letztendlich rechnet Allahgott ab, wie der Dhimmi mit den sittlich höherwertigen Muslimen umgegangen ist. Daneben droht Müller uns Nichtmuslimen oder säkularen Muslimen ja vielleicht ein wenig mit einer künftigen Gewalt, die nicht mehr vom (ungespaltenen) Volke ausgehen wird, aber die schariatisierte „Gesellschaft“ rettet:

A 53. IRU ist eine Gelegenheit für diese unsere Gesellschaft, Spiritualität nicht verloren gehen zu lassen, und das wird vielleicht noch einmal wichtig für unser aller „Überleben“ sein.

Nicht Erkenntnisse der Wissenschaft bewahren die Menschheit vor ökologischen Katastrophen, Finanzkrisen oder Krieg, sondern der Gehorsam gegenüber den göttlichen Befehlen aus dem verborgenen Seinsbereich, die dem Propheten Mohammed offenbart wurden und denen nur durch Schariagehorsam gerecht zu werden ist. Für ein spirituell erfüllt bleibendes und vor dem Bürgerkrieg oder der territorialen Spaltung nach indisch-pakistanischem Beispiel verschontes Europa ist die religiös begründete Rechtsspaltung endlich durchzusetzen, wie sie der ECFR-Scheich aus Sarajevo fordert:

La possibilité de la reconnaissance de la loi islamique dans le cadre des questions relatives au statut des personnes comme par exemple les questions d’ordre familial. Opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.

Halit Ünal glaubt an Hölle und Paradies und will Kindern wissenschaftlich begründet beibringen, wie verhältnismäßig wertlos das Dasein auf der Erde ist. Der muslimische Nachwuchs soll das Zittern lernen, damit er der Scharia nicht von der Fahne weicht:

A 104. Die Kinder sollen verstehen lernen, dass das Diesseits keinen Bestand hat. Deshalb sollen sie in zunehmendem Maße über ihren Zustand im Jenseits nachdenken und die Zwiesprache mit Allah suchen.

Den angeordneten Monolog Zwiesprache zu nennen ist glatt gelogen, da sich seit den Tagen Mohammeds die Gottheit von Zweitfrau, Burka und Handabhacken in Schweigen hüllt. Ünal will in Wahrheit, dass die Kinder ihr Handeln an den islamrechtlichen Vorgaben abgleichen. Skandalöserweise war Ünal 2004 nicht nur Gastprofessor an der Uni Erlangen-Nürnberg, sondern dort ausgerechnet für die Ausbildung der angehenden Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht zuständig.

Aus freiheitlich demokratischer, beispielsweise sozialpädagogischer Sicht sollten Ünals besagte Kinder auch viel eher über ihren Zustand im Diesseits nachdenken, beispielsweise, ob sie mit AEMR, Pressefreiheit, Rockmusik oder wahlweise mit körperbetonter Kleidung nicht besser leben als unter der teufelsabwehrenden und seelenrettenden Herrschaft der afghanischen Taliban, somalischen Schabab-Miliz oder iranischen Mullahs.

Halit Ünal wirkte im türkischen Kaiseri und erwarb eine Promotion beim schiitischen Kölner Professor Abdoldjavad Falaturi (1926–1996).(24) Falaturi erlangte als Schariagelehrter den Rang eines Befugten für den Idschtihad. Im postmodernen (proislamischen) Zeitalter der Preisverleihungen gibt es folgerichtig einen Falaturi-Preis, 2002 etwa empfing Murad Wilfried Hofmann diesen „Friedenspreis für Dialog und Toleranz“, die Laudatio hielt GMSG-Vorstandsmitglied Ibrahim el-Zayat.(25)

Ünal lehrt an der türkisch geprägten, Allah und Said Nursî verpflichteten Islamic University of Europa zu Rotterdam.(26) Wer sich dem Islamischen Recht in den Weg stellt, begeht eine Ungerechtigkeit, denn Talaq und Kindbraut haben einen „hohen Stellenwert“, weiß der Professor:

A 104. Es ist wichtig, dass die Kinder schon früh mit der Bedeutung von Gerechtigkeit und dem damit verbundenen hohen Stellenwert des Rechts vertraut gemacht werden. Muslimische Heranwachsende müssen verstehen lernen, dass das zwischenmenschliche Zusammenleben auf wechselseitigen Rechten und Pflichten basiert.

Und da haben inschallah die Schariapflichten Vorrang vor den Rechten der AEMR. Ein letzter Ünal:

A 104. Der Unterricht soll den Islam von seinen wahren Quellen aus betrachtet vermitteln, um keinen Nährboden für falsche Auslegungen des Korans zu bieten. Ein verzerrtes Verständnis von Religion kann nämlich leicht zu Extremismus und Fanatismus führen.

Sehr geehrter Herr Ünal, haben Maududi, Qutb oder Chomeini den Islam jetzt falsch verstanden und „verzerrt“ wiedergegeben? Oder sind es die säkularen Muslime, die dem Bereich des „Extremismus und Fanatismus“ (Ünal) zuzurechnen sind?

Soviel zu Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven von Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.).

***

B: In Auf dem Weg zum Islamischen Religionsunterricht: Sachstand und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen gestatten die Herausgeber Michael Kiefer, Eckhart Gottwald und Bülent Ucar dem Vorsitzenden der AG 2 (Religionsfragen im Deutschen Verfassungsverständnis) der Deutschen Islamkonferenz, Herrn Dr. Klaus Spenlen den Hinweis auf religiöse Stolpersteine des Verfassungsbruchs, islamische Saatkörner des Staatsstreichs:

B 27, 28. Allerdings können auf Koran und Tradition basierende Unterrichtsinhalte, die mit dem Wertesystem des Grundgesetzes unvereinbar sind (z.B. Aufruf zum Töten von Apostaten, das islamische Strafensystem, die positive Darstellung körperlicher Züchtigung, die eingeschränkte Rechtsstellung der Frau, die Tiraden gegen „den Westen“, u.a.m.) nicht Lehrplaninhalt sein. Dabei wird es Aufgabe der Lehrplankommission sein, den Lehrplan mit dem Wertesystem des GG zu vereinbaren.

Dem Volke entrückt (unzugänglich) tagende Lehrplankommissare also sollen den gegebenen menschenrechtswidrigen Islam entkernen und auf diese Weise Schultauglichkeit herstellen. Meine Damen und Herren, so etwas sieht Allah gar nicht gern, und Sie wollen doch nicht etwa das artgerecht in Höllenfurcht aufwachsende deutsche Muslimkind seinen kulturellen Wurzeln entfremden?

Wie Spenlen den ausnahmslos reaktionären (schariatreuen) Islamverbänden einen Islamunterricht ohne Islam schmackhaft machen will, sagt uns der der Ministerialrat im Ruhestand leider nicht. Und so wird wohl, die hochschulische Imamausbildung (verfassungswidrige Beiräte) betreffend noch in diesem Jahr und hinter verschlossenen Türen über das schultaugliche Quantum an islamischer Teufelsabwehr und Seelenrettung verhandeln, über die kindgerechte Dosis an Scharia und Fiqh, Schleierpflicht und Dhimma.

B 28. Derzeit gibt es in keinem Land IRU nach Art. 7 (3) GG.

Das ist richtig muss so lange so fortgeführt werden, bis das frauenfeindliche und kulturrassistische Dogma der Schariapflicht und das Streben nach der islamischen Sakraljustiz (Fiqh) abgelegt worden sind.

Wie Michael Bertrams nüchtern feststellte, verstoßen Allahs Gesetze gegen Deutschlands Verfassung: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann.“ Der NRW-Verfassungsrichter liegt völlig richtig. Nicht der legendäre „Islamismus“, sondern der echte, alte Islam kollidiert mit dem höchsten Wert des GG, dem Begriff der menschlichen Würde, Bertrams: „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“.(27)

Der Bremer Richterin Dr. Myrian Dietrich dämmert ebenfalls, dass die „uneingeschränkte Verbreitung“ der islamischen Dogmen den Rechtsstaat zertrümmert oder für eine Teilbevölkerung außer Kraft setzt. Was aber, wenn die für den IRU inhaltlich Verantwortlichen die Lust an der Demokratie verlieren?

40. Tatsächlich ist der staatliche Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung des Religionsunterrichts im Vergleich zu einer Islamkunde beschränkt, zumal der kooperierenden Religionsgemeinschaft in weiten Kreisen auch zugebilligt wird, die Dialektik und Methodik des Unterrichts (zumindest mitzu-) bestimmen. Mitnichten ist damit jedoch eine uneingeschränkte Verbreitung religiöser Lehren im Klassenzimmer verbunden.

Wie Schule der Verbreitung von Allahs Moral Schranken setzen will, sagt die Juristin nicht.

Ein Wissenschaftsrat (WR), der sich am 13.07.2010 darüber erfreut zeigte, Ägyptens Schariaminister Maḥmūd Ḥamdī Zaqzūq zum Aufbau der hochschulischen Ausbildung von Imamen und Religionslehrern gewonnen zu haben (Peter Strohmeier: So hat Professor Mahmoud Zakzouk, Minister für Religiöse Angelegenheiten in Ägypten, angekündigt, bei der „Verwirklichung dieser Pläne (gemeint ist die Einrichtung von Islamischen Studien) mit Rat und Tat mitzuhelfen“), lässt uns vermuten, dass man gegen „Dialektik und Methodik“ (Dietrich) der Azhar bzw. der Muslimbrüder nichts Grundsätzliches einzuwenden hat. Der WR bedauerte das Fernbleiben des iranischen Gastredners Seyed Mohammad Chatami, von dem man sich durchaus zur Rettung des Weltfriedens beauftragt fühlt, schließlich sei die Tagung zum Thema Islamische Studien: „sehr wichtig im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der islamischen Welt und dem Westen“.(28)

Ach ja, Chatamis Amtsnachfolger heißt Ahmadinedschad. Der deutsche Bürger darf vermuten, dass sich seine Regierung einer Islamdidaktik nach dem Modell Teherans nicht in den Weg stellen würde.

Strohmeier weiß, wie man das schariadidaktische Know-How nach Berlin, Frankfurt, Köln und Osnabrück importieren kann: „Umso mehr freue ich mich, Professor Amin Abdullah als Vertreter des Ministeriums für Religiöse Angelegenheiten Indonesien und Herrn Professor Ali Dere als Leiter der Auslandsabteilung des Amtes für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei (DIYANET) begrüßen zu dürfen.“

Einen brisanten Gast, der ebenfalls nicht nach Köln kommen wollte oder sollte, hat Strohmeier durch Nennung einer Provinz umschrieben, deren Hauptstadt Sarajevo heißt: „Aus unterschiedlichen Gründen – primär tages- und außenpolitischen Gründen, in jedem Fall nicht aus wissenschaftspolitischen Gründen – müssen wir das Gespräch mit dem Iran, mit Ägypten und mit Bosnien-Herzegowina zu einem anderen Zeitpunkt führen.“

Wen Herr Strohmeier etwas schüchtern hinter „das Gespräch mit Bosnien-Herzegowina“ versteckt, ist der amtierende Reisu-l-ulema (Führer der Gelehrten) Mustafa Cerić. Bosniens Großmufti ist Yusuf al-Qaradawi theologisch treu ergeben, für den er einen Sitz als Scheich im European Council for Fatwa and Research (ECFR) inne hat. Wir dürfen ECFR und Scheich al-Qaradawi der Muslimbruderschaft zurechnen, mit deren erweitertem Freundeskreis Bundesregierung und Wissenschaftsrat am 13. und 14. Juli 2010 dann ebenso „konstruktiv“ (Chatami) zu Islamische Studien in Deutschland tagten wie mit den Funktionären der ECFR-loyalen und türkisch-radikalislamischen Millî Görüş. Islamisch („konstruktiv“) gesehen muss man Chatami zustimmen und ist der Schariagegner „destruktiv“.

Unsere Politiker scheinen die Rechtsspaltung in Kauf zu nehmen. Islamkenner und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (Religion im säkularen Staat: „Ich lade hier zu viel juristischer Fantasie ein“) beispielsweise rief Deutschlands Juristen am 07.12.2010 dazu auf, im Sinne einer einzigartigen Sonderlösung („sui generis“) die ungleich behandelnde, sprich grundrechtswidrige Scharia in das deutsche Recht zu implementieren.(29)

Auch Christian Wulff kennt Kulturrassismus und Frauenentrechtung der juristisch anzuwendenden Scharia genau. Ungerührt wirbt der Bundespräsident am 02.06.2011 auf dem Evangelischen Kirchentag für die zeitgenössische Variante von Dhimma und Kalifat, wie sie Indien, Indonesien oder die Türkei zu Lasten aller Nichtmuslime und Frauen pflegen. Dabei differenziert der Optimist und Feingeist und empfindet den Staatsaufbau des Ayatollah Chomeini als irgendwie unangenehm: „Wenn man dann Länder wie den Iran sieht, der Grundfreiheiten vorenthält, dann gibt es Sorgen.“(30)

Sehr geehrter Herr Wulf, weder Sie noch Ayatollah Chomeini haben den Islam falsch verstanden, doch die Menschen in Teheran haben gar kein Iranproblem, sondern ein Islamproblem, dass ihnen „Sorgen“ bereitet!

Sinkender Tatsachenbezug, steigende Erregung, Nebelwurf zum diskriminierenden Islamischen Recht, nur so lässt sich schließlich die Imamausbildung in die Hochschulpolitik integrieren.

Mit Wulff war auch der Yusuf al-Qaradawi treu ergebene bosnische Großmufti Gast auf dem Massentreffen evangelischer Karrieristen, Narzissten und Orientierungslosen in Dresden. Korantreu überträgt Mustafa Cerić („Spirituelle Revolution“) die politischen Visionen von Maududi, Qutb oder Schariati ins Globale, die eigene Nähe zur international operierenden Muslimbruderschaft verschweigend: „Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles Jahrhundert sein – oder es wird überhaupt nicht sein.“(31)

Damit erklärt der Reisu-l-ulema aus Sarajevo jeden Gegner des Islamischen Rechts als mitverantwortlich an vielleicht noch vermeidbaren ungeheuren Schrecknissen, die einzige Lösung (al-ḥall) sind das in Europa einzuführende islamische Familienrecht („opening the way“) und die Verwaltung aller Schariapflichtigen unter einer rechtsparallelen islamischen Europaverwaltung, der von Cerić Imamat genannten Islam-Administration (a single Muslim authority in Europe).(32)

Myrian Dietrich wundert sich darüber, dass jeder Lehrer, der Koran oder Hadith wörtlich versteht, kulturrassistisch argumentiert, die Schüler zu einem entsprechend diskriminierenden Verhalten ermutigt und daher an einer staatlichen Schule nichts verloren hat:

B 41. Die beispielsweise von der Islamischen Föderation Berlin vermittelte Botschaft, es gebe zwei Arten von Menschen, von denen die einen die Geschwister im Glauben seien und man mit den anderen nur durch das Mensch-Sein verbunden sei, [fällt] unter der Herrschaft des Art. 7 Abs. 3 GG daher unter die Kategorie „nicht lehrbar“, denn wie die Situation in Berlin zeigt, führt die Umsetzung der an sich durchaus tolerablen Glaubensauffassung zu Überlegenheitsansprüchen gegenüber ihren andersgläubigen Mitschülern. Die staatlicherseits äußerst wichtige Erziehung zu gegenseitigem Respekt wird damit unmöglich.

Dietrich hätte auffallen müssen, dass sich das von Politikern und Klerus, keinen Widerspruch duldend, am lautesten gelobte deutsche Schulbuch für den Islamischen Religionsunterricht von dem von ihr zu recht beanstandeten Berliner Curriculum ja vielleicht gar nicht unterscheidet. In Saphir 5/6 heißt es auf Seite 166: „Wenn der Glaube verbindet, dürfen dann Muslime mit Menschen anderen Glaubens … Freundschaften schließen? (…) Bildet Gruppen und beantwortet diese Fragen.“(33)

Aus dem staatlich genehmigten „Wenn der Glaube verbindet“ wird jeder Schariafreund das von Burhan Kesici nur mit Ausflüchten zurückgenommene Berliner „Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen sind unsere Geschwister im Glauben, mit den anderen sind wir durch das Mensch-Sein verbunden“ heraushören.(34)

Myrian Dietrich:

B 41, 42. Die Vermittlung von Dschihad und Scharia ist trotz ihrer Vorbelastetheit und der durchgängig negativen Bewertung in der deutschen Bevölkerung nicht völlig ausgeschlossen. … Gegen die Bezugnahme auf die Scharia z.B. hinsichtlich der Gebetsvorschriften, des Fastens und des Verbots bestimmter Speisen und Getränke [ist] grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings ist die Frage nach dem Verhältnis von Staat und Religion eng mit der Scharia verbunden

Die Scharia ist kohärent, ein bisschen Scharia geht so wenig wie ein bisschen Allah. Islamisches Fasten oder schariatische Speisegesetze sind daher alles andere als problemlos, Gruppengebet oder Herstellung und Vertrieb rituell reiner Nahrung sind Brennpunkte der totalen Überwachung, Kristallisationskerne des Kalifats, und wer als muslimischer Mann seiner Frau den Hidschab nicht erfolgreich andressiert oder dem Freitagsgebet fern bleibt, ist ein Apostat, verdient nach orthodoxer islamischer Auffassung keine Unterstützung, darf nichts erben und hat eigentlich sein Recht verwirkt, für seine Kinder zu sorgen. Die Freitagsmoschee muss erstrebt werden, die Umformung des politischen Raumes geht von jeder Moschee aus, nicht nur der Gebetsruf. Verbotene Nahrung zu vermeiden, heißt, den Halal-Zertifizierer und seinen Scheich nicht anzuerkennen, der nicht nur das islampolitisch korrekte geschächtete Fleisch, sondern ein komplettes Gesellschaftsmodell im Angebot hat.

Angesichts eines derartigen, religiös begründeten kulturellen Komplettangebots (Totalitarimus) ist es nicht erklärlich, dass Myrian Dietrich von uns gerade eine Art pauschale Schariafreundschaft verlangt hat:

B 41, 42. ein genereller Vorbehalt … [gegenüber Dschihad und Scharia ist] rechtlich nicht vertretbar. … Die Vermittlung von Dschihad und Scharia ist trotz ihrer Vorbelastetheit (…)

Korrekt ist, dass der säkulare Staat teufelsabwehrende oder seelenrettende Ansprüche aus dem Innenleben einer Religion juristisch nicht bewertet, solange sie die freiheitlich demokratische Grundordnung nicht tatkräftig abschaffen wollen oder solange der Religionslehrer, hier der islamische, die ihm „anvertrauten“ (ausgelieferten) Kinder dem Verfassungsstaat nicht gezielt entfremdet.

Das Letztgesagte ist allerdings im nicht säkularisierten Islam nicht gegeben und jeder heutige Moschee-Imam oder IRU-Lehrer wird den Koran als die gerechteste irdische Verfassung einzuschätzen und zu vermitteln haben, was das Kind, das irgendwann erkennt, dass es sich zwischen Muslimsolidarität und AEMR zu entscheiden hat, in einen Wertekonflikt bringt, den Schule kultureller Moderne einem Schüler nicht zumuten darf. So lange sich die deutschen Islamverbände, die den IRU schließlich inhaltlich vorgeben wollen, nicht deutlich und glaubhaft von der Scharia distanziert haben, ist Islam an staatlichen Schulen nicht verkündend lehrbar.

Das irgendwie unschuldige Islamische Recht, so legte Dietrich uns gerade nahe, erhöhe die Bürde alter Missetaten oder neuer Vorurteile („Vorbelastetheit“), die europäischen Nichtmuslime würden bis in akademisch ausgebildete Milieus hinein dazu neigen, Fremdenfeindlichkeit zu praktizieren („ein genereller Vorbehalt“).

Ist die eigentliche Scharia etwas Unantastbares und Makelloses? Oder gibt es kleine Faulstellen in der echten, ewigen Scharia, die man jedoch mit einer kräftigen Prise IRU-Waschmittel herausspülen kann?

… und der durchgängig negativen Bewertung in der deutschen Bevölkerung …

Was will uns die Juristin mitteilen, sind die Deutschen blind vor Hass oder ein Volk von Schwarzsehern? Eine schlimme Bevölkerung, die doch endlich die Vorzüge von Scharia und Dschihad erkennen soll? Da wird Leid zugefügt, suggeriert Dr. Dietrich, die bis zum 31.07.2004 an der Uni Erlangen arbeitete, was wiederum heißt, wir haben es wohl geahnt, bei Dr. Mathias Rohe.(35)

Möchte Myrian Dietrich appellieren, dass die Menschen („die deutsche Bevölkerung“) ganz laut ganz viel Gutes über die Scharia sagen sollen? Wenn ja, was ist denn so gut an der Scharia im Vergleich zum säkularen Recht? Das Thema Islam scheint der Beschönigung zu bedürfen, Nebelschwaden des Mysteriösen fallen – und werden durch mächtige deutsche Stiftungen mit hohen Preisen bedacht: Am 18.02.2007 wurde Myrian Dietrich mit dem Alfred-und-Ida-Marie-Siemens-Preis 2005 geehrt, den sie für ihre Dissertation über „Rechtliche Perspektiven eines islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen“ erhielt.(36)

Die Islamische Föderation Berlin kennt und schätzt den Wohlverhaltenskult Islamischen Rechts. Der Generalsekretär des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland und stellvertretende Vorsitzende der Islamischen Föderation Berlin, Burhan Kesici, macht dem Berliner Teil der weltweiten Glaubensnation klar, was es mit der Apartheid „des Verbots bestimmter Speisen und Getränke“ (Dietrich) auf sich hat.(37)

Von Dietrich zu Ucar.

Bülent Ucar distanziert sich weder von der vor einem Imam oder Mufti vorgenommenen Verheiratung elfjähriger oder zehnjähriger Mädchen aus der türkischen Minderheit Griechenlands noch von der schariatischen Schleierpflicht, sondern orakelt Juristisches zur seit jeher herrschaftlich monopolisierten Ausdeutung des Begriffs der Natur. Jedes beschworene naturnahe Innere bedingt eine Hülle mangelnder Nestwärme, ein erstaunlich mythischer, bedeutungstragender „Kernbestand“ erklärt den Rest für eher entbehrlich:

B 75. Die Allgemeinheit – dargestellt im säkularen Staat – muss sich davor hüten, für eine bestimmte religiöse Überzeugung zu sprechen, jedoch darauf achten, dass Mindeststandards wie der Kernbestand der Menschenrechte als vor- oder übergesetzliche, natürliche Normen auch durchgehend beachtet werden.

Welche Menschenrechte denn künftig zum Bestand bildenden „Kern“ gehören und welche verzichtbar sein sollen, lässt der gefeierte Korangelehrte offen, der uns auch seine weiteren „Mindeststandards“ verschweigt.

Den Menschenrechtsbegriff hat Ucar gar nicht erst definiert, könnte damit also denjenigen der OIC (Kairo 1990) gemeint haben, nach dem alle „Menschenrechte“ der Scharia nachzuordnen sind. Oder halten Sie, sehr geehrter Herr Ucar, die OIC-Charta für eine widernatürliche Norm und das Institut Européen des Sciences Humaines (IESH) für einen Tummelplatz von islamisch Unkundigen?

B 79. Faktum ist, dass es bislang [Stand Juli 2008] nirgendwo gelungen ist, einen ordentlichen Religionsunterricht nach Art. 7 III GG einzuführen. Eine wirklich tragfähige Lösung kann im Interesse der Kinder nur auf der Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gefunden werden.

Und das ist auch gut so, denn solange sich die in der KRM zusammengeschlossenen Islamverbände, die Ucar ebenso verteidigt wie die KRM selbst, die abgestuft menschenfeindliche Scharia nicht verwerfen, ist Islam nicht schulreif, nicht lehrbar, sondern würde das Gewaltmonopol des Staates beenden und die Rechtsspaltung legalisieren.

Kein Imam ist bereit, zu sagen, dass die koranische Vorschrift, der Schwester nur halb so viel Erbe zuzuteilen wie dem Bruder, nicht ernst genommen werden darf, da sie gegen AEMR und GG verstößt. Kein Islamverband hat sich jemals vom Kopftuchzwang ausgesprochen, wie ihn Theologe Yusuf al-Qaradawi als unabdingbar erklärt:

„Benehmen der muslimischen Frau. … Ihre Kleidung muss den Grundsätzen der islamischen scharia entsprechen … Die Kleidung muss den gesamten Körper bedecken, mit Ausnahme dessen, ‘was sichtbar sein muss’, was nach der am meisten vorzuziehenden Auslegung Gesicht und Hände sind. Die Kleidung darf nicht durchscheinend sein, so dass sichtbar würde, was darunter ist. … Die Kleidung darf nicht zu eng anliegend sein, damit nicht die Konturen des Körpers und besonders die Rundungen sichtbar sind, selbst wenn sie nicht durchscheinen. Sie darf keine Kleidung tragen, die speziell Männerkleidung ist, wie heutzutage Hosen. Bei der Wahl der Kleidung soll sie nicht die Nichtmuslime nachahmen.“

Traurige Kinderaugen sind etwas Schlimmes, spürt Bülent Ucar, und Kinderglück steht auf dem Spiel:

B 79. Eine wirklich tragfähige Lösung kann im Interesse der Kinder nur auf der Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gefunden werden.

Allahs Pädagoge, der Deutschland „im Interesse der Kinder“ auf staatlich legalisierten und finanzierten schariakonformem IRU drängt, kennt die theologische Position eines al-Qaradawi und weiß zugleich, was eine wissenschaftsbasierte, nachhaltig freiheitlich demokratische Pädagogik sagen müsste: Die von den Scheichen und Imamen gelobte Frau ist sexuell kontrolliert, sozial obszönisiert und spirituell dämonisiert, was kein „Islamismus“ ist, sondern echter alter Islam, und der kann an einer modernen Schule kein bekennendes Lehrfach sein. Dass sich die Frau äußerlich von den Ungläubigen zu unterscheidet hat, kann man in pädagogischer Sprache nur als Ruf nach dem System der Apartheid bezeichnen; zugleich geht es um echte Religion, nämlich die (wenig wissenschaftliche) Rettung der Seele. Die nichtislamisch Gekleidete ist Brennstoff fürs Höllenfeuer, das ist die religiöse Bedeutung des Schleiers.

Die diskriminierenden Schariagesetze bewahrheitenden, vom Himmel herab gekommene Schriften und das natürliche Ausgerichtetsein auf den islamischen Gottgehorsam sollen jeden Menschen eine beglückende Unio Mystica erleben lassen können, so schlussfolgern Bülent Ucar und Yasar Sarikaya geschmeidig bis glitschig. Verhandlungsgegenstand „im Kontext kultureller Differenzen“, gemeint ist trotz der aus Allahs Sicht heilsgefährdenden kulturellen Moderne, kann da nur noch das Ausmaß ungefilterter Schariabrutalität sein, die Gottheit hatte schließlich das richtige Buchkonzept:

„Die Konzipierung des Koran folgt den überzeitlichen Normen der Moral entsprechend. … Die Offenbarung und die natürliche Veranlagung des Menschen sind beide gottgegeben und deshalb grundsätzlich miteinander vereinbar. … Über die Intensität und Konsequenz in der Umsetzung wird man immer wieder zu streiten haben.“(38) Die Steinigung der Ehebrecherin und der Apostatenmord sind, inschallah, in diese Vereinbarkeit auch gleich integriert.

Etwas mühsam bekennt sich Ucar schlussendlich dann doch noch dazu, dass Islamischer Religionsunterricht die Kinder und Jugendlichen „zu mündigen, die Grundrechte anderer achtenden, wertebewussten Menschen“ (S. 82) erziehen soll, wobei er schon wieder nichts zu den grundrechtswidrigen Vorgaben des Islamischen Rechts sagt, nachdem die Frau beim Vererben herabzustufen ist und einen verniedlichend Kopftuch genannten Schleier tragen muss.

Der Koran zerreißt das Weltganze in physische Erdenbühne und von Geistwesen durchflatterten Seinsbereich. Ob es nun der aus Ucars Sicht jedem von uns angeborene Drang nach islamischer Gotterkenntnis ist, der den Systemen der Wissenschaft Leben spendet wie die Quelle dem Wüstensand, oder der skeptische Geist, der sich schicksalsgemäß in die Welt der Verborgenheit hineinquälen möchte, wer befugt ist, den nach Frommheit und Glaubenserlebnis dürstenden deutschen Schülern den Islam zu erklären, weiß der Islamisierer ganz genau: „authentische Vertreter als Lehrkräfte“ (Seite 82) müssen endlich her. Die Spezies Schariapädagoge kann in Serienproduktion gehen.

Wahrscheinlich so „authentisch“ wie Deutschlands Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor, die den Pflichtvergessenen klar macht, in welcher Weise künftig Glaubensgehorsam und Wissenschaftlichkeit hierarchisch anzuordnen sind, Kaddor: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“(39)

Ucars und Kaddors Religion ist, im fortgesetzten Säkularstaat, an einer öffentlichen Schule nicht lehrbar.

Jacques Auvergne

(1) Nizam islami. Verfassungsschutz Baden-Württemberg:

Qutb propagiert die Schaffung einer politisch-religiösen Bewegung (Haraka islamiyya), welche die Durchsetzung einer von ihm, unter dem Einfluss des Pakistaners al-Maududi, entworfenen islamischen Ordnungsvorstellung vorantreiben soll, die seiner Meinung nach dem Vorbild der frühislamischen Zeit entspricht. In diesem Kontext betont er, dass der Islam durch seine umfassende Einheit ein ethisches, gesellschaftliches und zugleich politisches System (Nizam islami) darstellt, das die Gültigkeit aller anderen sozio-politischen Systeme wie Demokratie auf nationaler und auch internationaler Ebene außer Kraft setzt.

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1041:reihe-fuehrungs-und-identifikationsfiguren-extremistischer-organisationenq-sayyid-qutb-als-wegbereiter-des-modernen-jihadismus&catid=201:meldung&Itemid=327

(2) Peter Scholz (2002): Islamisches Recht im Wandel: am Beispiel des Eherechts islamischer Staaten

Die religiöse Rechtsordnung des Islam, die Scharia, gehört nach traditionellem islamischem Verständnis zu den konstitutiven Elementen der islamischen Gemeinschaft. Als göttliches Recht wird sie grundsätzlich für unveränderlich und einer weltlichen Gesetzgebung nicht zugänglich gehalten. … Das islamische Recht nimmt für sich in Anspruch, das gesamte Leben des Muslim zu regeln. … Allerdings widerspricht das islamische Recht auch in seiner reformierten Form – und in stärkerem Maße noch die Rechtspraxis – dem abendländischen Wertesystem, in dessen rechtlicher Ausprägung insbesondere den Menschenrechten. Dies gilt hinsichtlich des Familien- und Erbrechts vor allem für die nicht gewährleistete Gleichberechtigung von Mann und Frau insbesondere bei der Ehevormundschaft, der Mehrehe, den Ehewirkungen, der Verstoßung und den Erbquoten, aber auch für die nicht verwirklichte Religionsfreiheit aufgrund entsprechender Eheverbote und Erbhindernisse.“

http://www.gair.de/wp-content/uploads/2011/08/Scholz-P.-Islam.-Recht-im-Wandel.pdf

(3) Der Islamische Religionsunterricht soll die Kinder und Jugendlichen zur Übernahme der Pflichten der Scharia erziehen, dafür kämpft der ZMD seit 1999.

„Dabei sollen sie die Vorgaben des Korans und der Sunna als Hilfe und nicht als Maßregelung begreifen lernen. Sie sollen erkennen, dass die teilweise sehr konkrete Ausgestaltung der islamischen Regeln der Schwäche des Menschen entgegenkommt und Rechtleitung, Orientierung und Halt geben will. Die Schüler sollen den Koran als das endgültige Wort Allahs verstehen lernen, welches Antworten auf die grundlegenden Fragen menschlicher Existenz gibt, gleichzeitig aber auffordert, bei der Umsetzung in die Praxis den Verstand als Allahs Gabe zu nutzen. …

Lernbereich „Islamische Ethik“. Das sittliche Wollen und Handeln des Muslims basiert auf den von Allah im Koran gesetzten Normen, wie wir sie im Leben des Propheten Muhammad beispielhaft umgesetzt sehen. Hier geht es um die Gestaltung des alltäglichen Lebens des Muslims, wobei sich viele Anknüpfungspunkte zur Lebenspraxis der Schüler ergeben.“ (ZMD 1999)

http://www.ganztagsschulen.org/_downloads/ZDMIRU.pdf

(4).Asiye Köhler (Asiye ZİLELİOĞLU-KÖHLER) (20.12.2005) will die beibehaltene oder zunehmende Fremdheit anerziehen, dem in der kulturellen Moderne angekommennen, das heißt kopftuchkritischen Mädchen oder schariakritischen Jungen würden „Werte und kulturellen Eigenheiten eingeebnet“.

Der Clan werde zur Festung: „Wir sind der Ansicht, dass die Erziehung der Kinder in erster Linie in der Verantwortung der Familien bleiben und das Elternrecht gestärkt werden sollte.“

http://www.ganztagsschulen.org/4800.php

(5) „Ein anständiges Mädchen trägt Kopftuch, ordnet sich dem jüngeren Bruder unter, bleibt zu Hause, fährt nicht auf Klassenfahrt und darf natürlich von ihren Brüdern gehauen werden“. (16.09.2005)

„Abstimmung mit dem Möbelwagen“, nennt Schulleiterin Astrid Busse dieses Phänomen, das sich darin äußert, dass immer mehr einheimische oder gut integrierte ausländische Familien die Brennpunktbezirke von Berlin verlassen.

http://www.ganztagsschulen.org/4179.php

(6) Asiye Köhler trägt den Hidschab.

http://i2.ytimg.com/vi/e2LQe1HTOoQ/0.jpg

http://www.fdp-koeln.de/images/3k08-03m.jpg

(7) ZDF 19.05.2008. Die Vertreterin des Islam, Asiye Köhler, Islamwissenschaftlerin und Pädagogin aus Köln, vertritt die Auffassung, jeder Mensch werde als Muslim geboren, weil er einen göttlichen Kern in sich trage.

http://www.presseportal.de/pm/7840/1193848/zdf

(8) Nadeem Elyas. Zum Text des Nadeem Elyas »Das weiche Wasser wird besiegen den harten Stein«, den der Islamische Informationsdienst (IID) 1997 in Aachen anlässlich der zwei Jahre eher erfolgten Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an die islamverliebte Orientalistin Annemarie Schimmel herausgab.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/07/11/180/

(9) Murad Wilfried Hofmann. Zum Buch »Der Islam als Alternative« (1992) des zum Islam konvertierten ehemaligen Botschafters Murad Wilfried Hofmann.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/05/144/

(10) Ayyub Axel Köhler als Ehrenmitglied im ZMD

http://zentralrat.de/2593.php

(11) Sylvia Löhrmann will den Islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen und signiert dazu am 22.02.2011 einen skandalösen Vertrag mit dem schariatreuen KRM. Wahrscheinlich hätte sie das Kommunikee nicht unterschreiben dürfen:

Gemeinsame Erklärung:

Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Koordinationsrat der Muslime (KRM) haben seit dem 9. November 2010 in drei Gesprächen die Möglichkeiten für einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht im Sinne von § 31 SchulG in Nordrhein-Westfalen ausgelotet. Das Land hat Interesse an einer Institutionalisierung der Ansprechpartner für den Religionsunterricht, damit die Glaubensüberzeugungen der Muslime in die Vorarbeiten für den ReJigionsunterricht eingebracht werden können.

Die Mitglieder des KRM verstehen sich bereits als Religionsgemeinschaften. Das Land begrüßt die Bemühungen und die Entwicklung auf Seiten des KRM, die in den Rechtsstatus der Religionsgemeinschaft münden sollen. Die Unterzeichnenden verabreden die Einberufung eines Beirats, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land. Alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens.

Der KRM nimmt es – unter Aufrechterhaltung seiner anderslautenden verfassungsrechtlichen Position – zur Kenntniss, dass der nordrhein-westfälische Landtag erwägt, fraktionsübergreifend ein Schulrechtsänderungsgesetz zu beschließen, das den islamischen Religionsunterricht rechtlich ermöglicht und auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.

Um den Bedenken der Mitglieder des KRM zu begegnen, die Beiratslösung könne auf Dauer angelegt sein, wird ausdrücklich bekräftigt, dass es sich um eine zu befristende Übergangslösung handeln soll.

Außerdem streben die Unterzeichnenden die Einrichtung einer Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierungl des Landtages und der organisierten Muslime an, in der religionsverfassungsrechtliche Fragen, also auch Statusfragen, besprochen werden.

Die Unterzeichnenden begrüßen die Einigung, weil mit dem Beirat ein institutionalisierter Ansprechpartner auf Seiten der Muslime eingerichtet werden kann. Die Vertreterinnen und Vertreter der Muslime und die Schulministerin bezeichnen es als Erfolg, dass nun in absehbarer Zeit für 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler Religionsunterricht vorbereitet werden kann. Damit kann die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit auch für die muslimischen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden.

Unterschrift der Schulministerin Sylvia Löhrmann

Unterschrift der Vertreter von Islamrat, Ditib, VIKZ, ZMD

http://koordinationsrat.de/18154.php

(12) Frankfurter Rundschau, 12.09.2008. Canan Topçu:

Auch Lamya Kaddor, Kalischs ehemalige Assistentin, zweifelt inzwischen daran, „dass Professor Kalisch die angemessene Besetzung für diesen Lehrstuhl ist“. Nach theologischen Auseinandersetzungen sei sie zu der Überzeugung gelangt, „dass er den Aufgaben des Lehrstuhls mittlerweile nicht mehr gerecht wird“, so Kaddor, die an einer Hauptschule in NRW Islamkunde lehrt.

http://www.fr-online.de/wissenschaft/kalisch-passt-dem-rat-der-muslime-nicht/-/1472788/3279104/-/index.html

(13) Frau, deine nackten Haare öffentlich zu zeigen ist so, als würdest du uns deine nackte Oberweite zur Schau stellen! So ähnlich wettert die tugendhafte Asiye Köhler, wie Manfred Spies am 10.7.2006 berichtet:

Frau Asiye Köhler, Lehrerin in Köln und Mitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland, erklärt in derselben ARD-Sendung: „Für mich ist ohne Kopftuch wie oben ohne.

http://www.manfred-spies.de/aktuell/news8.html

General-Anzeiger 30.03.2011, ohne Kopftuch sei wie oben ohne. Fast wortgleich mit Asiye Köhler argumentieren die Schülerinnen der von Martin Finke geleiteten Freiherr-vom-Stein-Realschule im Bonner Stadtteil Tannenbusch:

GA: Welche speziellen Probleme haben Migrantenkinder?

Finke: Sie haben zunächst einmal einige Vorteile, weil sie noch aus relativ stabilen Familien kommen. … Auch Bildung ist im Islam sehr wichtig. Das Schwierige ist, dass es ein Zuviel an Regeln geben kann. Dann muss man sich fragen, was mit den Kindern passiert, die in einer permanenten Angst leben.

GA: Die Angst also beispielsweise vor dem strafenden Gott?

Finke: Zum Beispiel.

GA: Dürfen ihre Schülerinnen im Unterricht ein Kopftuch tragen?

Finke: Ja. Wir respektieren es, wenn Mädchen das Kopftuch tragen wollen. Ich verstehe allerdings nicht, wenn sie es bereits an den Grundschulen tragen.

GA: Wie ist es im Sportunterricht?

Finke: Da machen wir Kompromisse, weil es Mädchen gibt, die sagen: Ohne Kopftuch fühle ich mich wie oben ohne. Sie sind bedeckt, aber sie nehmen am Sportunterricht teil.

GA: Auch am Schwimmunterricht?

Finke: Alleine schon organisatorisch wäre es schwierig, das Schwimmen getrenntgeschlechtlich anzubieten. Wenn es Schwierigkeiten gibt, reden wir mit den Eltern. Und wir haben bisher fast immer eine Lösung gefunden. Zumal die Schülerinnen einen Burkini tragen können, der Arme, Beine und Kopf bedeckt.

GA: Thematisiert der Islamkundelehrer an Ihrer Schule, dass von Erwachsenenseite auch subtiler Druck ausgeübt wird, damit muslimische Mädchen ein Kopftuch tragen?

Finke: Das ist auch Thema. Er stellt dar, dass zur Religion auch der Verstand und nicht nur die Angst gehört. Nach dem Motto: Ich kann auch religiös leben, wenn ich innere Stärke beweise.

GA: Wie ist die Situation bei Klassenfahrten? Erlauben muslimische Eltern ihren Töchtern mitzufahren?

Finke: In aller Regel fahren sie mit. Aber ich will das genauso wenig wie die anderen Themen schönreden. Es gibt immer wieder Eltern, die lehnen das ab, weil sie um die Keuschheit ihrer Töchter fürchten.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10028&detailid=869130

(14) Das Projekt ZIEM ist ein aufrichtiges Angebot von Muslimen in München, die sich dem Gemeinwohl unserer Gesellschaft in Deutschland verpflichtet sehen.

http://www.zie-m.de/index.php?option=com_content&view=article&id=390&Itemid=752&lang=de

(15) Maṣāliḥ Murasala, Gemeinwesenarbeit und Gemeinwohlorientierung im Sinne von Koran und Sunna

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Masalih_Mursala

Istiṣlāḥ

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Istislah

Maṣlaḥa Mursala, p 165-173.

aus: Maslaha and the Purpose of the Law: Islamic Discourse on Legal Change from the 4th/10th to 8th/14th Century, von: Felicitas Meta Maria Opwis (Leiden 2010)

http://books.google.de/books?id=MfK3uIcR9tYC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

http://www.amazon.co.uk/Maslaha-Purpose-Law-Islamic-Discourse/dp/9004184163

(16) Maslaha, to deem it proper, etwas für geboten halten, für geeignet ansehen. Bei dict.cc, dem zuverlässigen Deutsch-Englisch-Wörterbuch von Paul Hemetsberger aus Wien.

http://www.dict.cc/?s=to+deem+it+proper

Istihsan and Maslaha

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/SH_Usul/istihsan_and_maslaha.htm

Witness-Pioneer folgt Yusuf al-Qaradawi, Sayyid Abu l-A’la Maududi, Sayyid Qutb, Muhammad Iqbal, Tariq Ramadan und Syed Naquib al-Attas.

http://www.witness-pioneer.org/index.htm

Allahs Pädagogik. Syed Muhammad Naquib al-Attas (Hg.), Muhammad Qutb, Muhammad Faisal al-Saud et al.: »Aims and Objectives of Islamic Education« (1977), kommentiert von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/12/12/214/

Welcome to Maslaha! We are a dynamic organisation which connects technology with the community to create inventive and effective resources to tackle issues around health and education. We also use a range of media to break down barriers and increase understanding of Islam and its contribution to society in a broader context.

http://www.maslaha.org/

(17) Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD). Die Komplementarität der Religionen: Kölns erster Lehrstuhl für heilige Segregation. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/18/098/

(18) Zentrum für Islamische Frauenforschung und -förderung (ZIF)

http://www.zif-koeln.de/4466.html

(19) Muharaba (muḥāraba), Kriegsführung gegen Gott und seinen Propheten. In Ergänzung zur jenseitigen Qual ist der Mohareb vorab religiös zu ermorden, Allah präzisiert: etwa zu kreuzigen, oder es sind ihm ein Hand und ein Fuß abzuhacken, von verschiedenen Körperseiten, oder er ist des Landes zu verbannen. Koran 5:33

YUSUF ALI: The punishment of those who wage war against Allah and His Messenger, and strive with might and main for mischief through the land is: execution, or crucifixion, or the cutting off of hands and feet from opposite sides, or exile from the land: that is their disgrace in this world, and a heavy punishment is theirs in the Hereafter;

PICKTHAL: The only reward of those who make war upon Allah and His messenger and strive after corruption in the land will be that they will be killed or crucified, or have their hands and feet on alternate sides cut off, or will be expelled out of the land. Such will be their degradation in the world, and in the Hereafter theirs will be an awful doom;

SHAKIR: The punishment of those who wage war against Allah and His messenger and strive to make mischief in the land is only this, that they should be murdered or crucified or their hands and their feet should be cut off on opposite sides or they should be imprisoned; this shall be as a disgrace for them in this world, and in the hereafter they shall have a grievous chastisement,

http://www.cmje.org/religious-texts/quran/verses/005-qmt.php#005.033

(20) Efsad-e fel-arz, Verderbenstiften auf Erden. Moharebeh, Angriffs gegen Allah und seinen Propheten. Zwei Quellen:

fidh: IRAN/death penalty, April 2009

Moharebeh is the action of a mohareb (a warrior); efsad-e fel-arz (corruption on earth) is the action of a mofsed-e fel-arz (‘corrupt on earth’). By implication, a mohareb is a ‘mohareb baa Khoda or a theomachist, a ‘warrior against God’. A large number of members of the opposition groups were in various years, in particular in 1981 and 1988, executed for ‘waging war against God’.

http://www.fidh.org/IMG/pdf/Rapport_Iran_final.pdf

amnesty international, 28.02.2008

Women in Iran face widespread discrimination under the law. They do not have equal rights with men in marriage, divorce, child custody and inheritance, for example. Iranian women’s rights defenders have courageously launched a campaign demanding an end to legal discrimination against women.

http://www.amnesty.org/en/library/asset/MDE13/027/2011/en/27ec2c50-346d-4943-a057-3f7c56ab3187/mde130272011en.html

(21) Islamische Vorrangstellung oder Islamische Höchstgeltung. Islamic supremacy.

Robert Spencer

http://www.jihadwatch.org/2007/02/spencer-islamic-supremacy-at-the-dnc.html

http://archive.frontpagemag.com/readArticle.aspx?ARTID=278

Citizen Against Sharia

http://citizensagainstsharia.wordpress.com/tag/islamic-supremacy/

zTruth

http://ztruth.typepad.com/ztruth/Islamism/

(22) Österreichische Karl-Popper-Forschungsgemeinschaft / Austrian Karl R. Popper Research Association

http://www.karlpopper.info/

Volker Gadenne: Fortschritt zu tieferen Problemen. Hommage an Sir Karl Popper

https://ssl.humanities-online.de/download/popper.html

Karl Popper: The Myth of the Framework: In Defence of Science and Rationality

Bacon was the prophet of the secularized religion of science. He replaced the name ‘God’ by the name ‘Nature’, but he left almost everything else unchanged. Theology, the science of God, was replaced by the science of Nature. The laws of God were replaced by the laws of Nature, God’s power was replaced by the forces of Nature. And at a later date, God’s design and God’s judgment were replaced by natural selection. … Bacon was the prophet, the great inspirer of the new religion of science, but he was not a scientist. (p 82-83)

Bacon is the spiritual father of modern science. Not because of his philosophy of science and his theory of induction, but because he became the founder and prophet of a rationalist church – a kind of anti-church. (p 195)

Though based upon the mistaken doctrine of manifest truth, this second road led, nevertheless, to the valid and invaluable demand for freedom of thought, and to the demand for a universal and secular primary education – on the ground that those who are freed from the darkness of illiteracy and religious tutelage cannot fail to see the manifest truth. (205)

http://books.google.com/books?id=Ye2tAhDX7agC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

http://www.wheatandtares.org/2011/01/27/francis-bacon-vs-karl-popper-the-fallacy-of-observationalism/

(23) Vor dem gelebten Islam als einer Art von „archaischem Faschismus“ warnt Maxime Rodinson (1979). Ralf Balke in der Jüdischen Zeitung, Januar 2008.

http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.896.html

un type de fascisme archaïque

In a 1979 debate with Michel Foucault in the pages of Le Monde over the character of the Iranian Revolution of 1979, the French Marxist historian Maxime Rodinson wrote that the Khomeini regime and organizations such as the Muslim Brotherhood represented a type of „archaic fascism“ („un type de fascisme archaïque“).

http://www.eurotrib.com/comments/2008/8/9/102157/8633/21

Maxime Rodinson, Historiker, Soziologe und Marxist.

http://socialistwebzine.blogspot.com/2011/01/celebrating-maxime-rodinson-born.html

Rodinson sprach Arabisch, Hebräisch, Türkisch und Altäthiopisch (Ge’ez, Aksumitisch).

Il devint l’un des plus grands orientalistes contemporains, ayant dédié sa vie à l’étude de l’islam et aux civilisations arabes. Historien des religions, il parlait l’arabe, l’hébreu, le turc et le guèze.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Maxime_Rodinson

(24) Die Ausbildung Islamischer Religionslehrerinnen und Religionslehrer in einem grundständigen Lehramtsstudium: Das Modell der Universität Erlangen-Nürnberg.

„Eine Besonderheit stellt die Zusammenarbeit mit der Islamischen Religionsgemeinschaft Erlangen dar. … Ali Türkmenoglu M.A. (Abschluss an der Al Azhar Universität Kairo sowie deutscher Magister)“

Interdisziplinäres Zentrum für Islamische Religionslehre (IZIR), Johannes Lähnemann und Harry Harun Behr, Erlangen-Nürnberg.

http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/1349034.pdf

(25) Gesellschaft Muslimischer Sozial-und GeisteswissenschaftlerInnen (GMSG), Prof. Abdoldjavad Falaturi Friedenspreis für Dialog und Toleranz. Die GMSG möchte Frauen, Männer oder Gruppen würdigen und vorstellen, die dazu beigetragen haben, der Verständigung der Völker, Religionen und der Menschen untereinander zu dienen sowie Feindbilder ab- und Vertrauen aufzubauen.

http://www.gmsg.de/FALATURI/falaturi.html

GMSG 2003. Der diesjährige „Falaturi Friedenspreis für Dialog und Toleranz“ ging an Prof. Dr. Udo Steinbach, vom Deutschen Orient Institut in Hamburg. Die Laudatio hielt Ibrahim El-Zayat. Nach der Preisverleihung wurde unter der Leitung von Dr. Sabiha El-Zayat das Panel „Religion im Kontext von Globalisierung“ eröffnet. Der erste Referent war Prof. Dr. Udo Steinbach. … Zweiter Referent des Panels war Prof. Dr. Christian Troll.

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/UNITY/unity.html

GMSG Jahrestagung “Das westliche und islamische Minderheitenkonzept” vom 26.-27. Januar 02 – Universität Kassel

Amir Zaidan: “Integrative Aspekte des islamischen Religionsunterrichtes” : Für die muslimischen Kinder in Deutschland ist die religiöse Identitätsfindung bisher nur unter erschwerten Bedingungen bzw. überhaupt nicht möglich. Hier kann und soll der IRU als Regelfach gemäß des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule eine wichtige Hilfe bieten.

Bülent Ucar: “Das Milletsystem im Osmanischen Reich”: Das Milletsystem im Osmanischen Reich hat letzlich den inneren Frieden zwischen den verschiedenen Religionen und Ethnien in einem Staat, der über 600 Jahre lang über drei Kontinente hin existiert hat, aufrechterhalten können.

Dr. Ahmad Khalifa, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), zur psychosozialen Situation der Muslime in Deutschland. (…) „Wir müssen mehr islamische Beratungsstellen gründen“, forderte al-Khalifa.

Dr. Mehmet S. Erbakan

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/BERICHT2002/bericht2002.html

(26) Islamic University of Europe (Rotterdam; Said-Nursî-Bewegung)

Halit Ünal, geboren op 1 juni 1952, heeft in 1975 zijn bachelor diploma behaald aan de Faculteit der Godgeleerdheid van de Universiteit van Ankara. Tussen 1975-1982 heeft hij zijn doctoraattitel behaald aan de Faculteit der Islamologie van de Universiteit van Köln op het gebied van Islamitisch Recht. … Tussen 1992-2002 heeft hij aan de Faculteit der Godgeleerdheid van de Universiteit van Erciyes gewerkt als onderwijslid Islamitisch Recht. In 2002-2003 heeft Unal gewerkt als onderwijslid bij het project ´Islamitische Godsdienstleerkracht´ van de Universiteit van Erlangen. Sinds 2007 geeft hij colleges aan de Faculteit der Islamitische Wetenschappen van de Islamitische Universiteit van Europa op het gebied van Islamitische Rechtsgeschiedenis en Bronnen van de Islam.

http://www.iueurope.com/nl/index.php?option=com_qpersonel&task=detay&id=32&katid=2&Itemid=&Itemid=62

Islamic University of Europe

Prof. Dr. Nedim Bahcekapili, Rector

http://www.iueurope.com/nl/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=57

Hauptniederlassung, Rotterdam. Hoofdlocatie in Rotterdam.

Statenweg 200 3033 JA Rotterdam-Hollanda

Fakultät für Islamische Wissenschaften, Brüssel. Faculteit der Islamitische Wetenschappen Brussel.

Rue de la limite, 100, 1210 Bruxelles / Belgique

http://www.iueurope.com/nl/index.php?option=com_content&view=article&id=69&Itemid=71

In derselben Brüsseler Adresse residiert die Faculté des Sciences Islamiques de Bruxelles (FSIB) unter Dekan Dr. Mustafa DÖNMEZ. Sprecher Ibrahim DÖNMEZ.

Rektor: Dr. Nedim Bahçekapılı

http://www.faculte-islamique.be/fr/mot%20du%20recteur.html

Rat der FSIB. Nedim Bahçekapılı, Marzouk Ewlad Abdellah, Ahmet Ağırakça, Mustafa Dönmez, Johan Hendrik Meuleman.

http://www.faculte-islamique.be/fr/conseil.html

The Islamic University of Rotterdam (Islamitische Universiteit Rotterdam) also known by its acronym IUR is a vocational university founded in 1997. …

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_University_of_Rotterdam

Qantara 09.06.2010. Jan Felix Engelhardt: The founder of this Islamic community was the Turkish scholar Said Nursi who declared science, which he understood as the study of God’s creation, to be the only way to preserve Islam in the modern world. Over the years the mainly Turkish followers of the Nurcu movement have established hundreds of educational institutions all over the world.

http://en.qantara.de/Muslims-are-the-Best-Teachers-of-Islam/8339c8408i1p471/

(27) Islam ist verfassungswidrig und deshalb als Schulfach mit Verkündungscharakter ungeeignet. Die Schariagesetze, so Bertrams: „weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann.“

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[id]=2381&news[image]=1&news[action]=detail

(28) Der Wissenschaftsrat lud 2010 die weltweit verfügbaren höchstrangigen Islamisten zur Tagung Islamische Studien in Deutschland in den Kölner MediaPark, um für Wissenschaftspolitik und Hochschulpolitik der kommenden Jahrzehnte oder Jahrhunderte die Weichen auf Postsäkularität und Allahkratie umzustellen, draußen demonstrierten zwei Dutzend Bürgerrechtler gegen die Lobbyisten der globalen Islamischen Revolution, unter ihnen vorwiegend aus dem Iran stammende Ex-Muslime.

„sehr wichtig im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der islamischen Welt und dem Westen“ (Chatami)

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Strohschneider_Begruessung.pdf

Seyed Mohammad Khatami, has assessed our plan and conference as „very important in the direction of constructive cooperation between the Islamic World and the West„.

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Strohschneider_WelcomingSpeech.pdf

(29) Anlässlich der Göttinger Vorträge zu Religion und Recht des Kirchenrechtlichen Instituts der EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) verzichtete Bundesinnenminister Thomas de Maizière am 07.12.2010 bei seiner Rede (Religion im säkularen Staat) darauf, das Deutsche Volk auf Kulturrassismus und Frauenfeindlichkeit von Koran und Sunna aufmerksam zu machen. Plant Schariafreund de Maizière einen Staatsstreich im Namen des Pluralismus der Religionen, einen gottgefälliger Putsch „sui generis“? Göttinger Tageblatt, 08.12.2010.

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Wissen/Regionale-Wissenschaft/Bundesinnenminister-de-Maiziere-spricht-ueber-Religion

Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern: Ich kann mir vorstellen, dass wir die Zwischenzeit mit dem Rechtstypus eines Vertrages „sui generis“ überbrücken, statt einer ungeklärten Anerkennung einer Religionsgemeinschaft könnten wir z. B. einen „Vertrag über die Einführung eines Religionsunterrichts“ machen, mit Mitwirkungsrechten organisierter islamischer Organisationen. Ich lade zu juristischer Phantasie ein.

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Reden/DE/2010/12/goettingen1.html?nn=2205730

(30) Sinkender Tatsachenbezug, steigende Erregung, Nebelwurf zum diskriminierenden Islam. Charismatiker Wulff: „Denn es gibt viele Demokratien auf der Welt mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, wenn ich an Indien, Indonesien und andere wie die Türkei denke, wo man auf dem Weg zu einer umfassenden Demokratie ist“, aus: Märkische Oderzeitung, 02.06.2011.

http://www.moz.de/nachrichten/welt/artikel-ansicht/dg/0/1/309903/

(31) Himmel hilf! Ohne Schariagesetz droht der Menschheit der Untergang: „Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles Jahrhundert sein – oder es wird überhaupt nicht sein.“

http://www.kirchentag.de/en/jetzt-2011/religion-glaube/02-donnerstag/li-grossmufti.html

(32) Mustafa Cerić und das in ganz Europa allmählich wachsende Kalifat (Imamat). Glaubensbekenntnis, Gottesgesetz, Imamische Führung: Schahāda, Scharī’a, Imāma. The Challenge of a single Muslim authority in Europe. Cerić:

The divine origin of the Qur’an is the reason why the divine call for the covenant with humans is perpetual, not negotiable and not terminable; humans need to learn how to keep their promise to God at all times and in all places.

The personal confession of faith (the shahādah) and the collective moral commitment (the sharī’ah) must find expression in the practical function of leadership (the imāmah) as the human way of discipline and loyalty to the common good of civil society.

http://www.springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

(33) Jacques Auvergne zu Saphir 5/6

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/09/18/086/

(34) WELT-online, 15.07.2004. Vorwurf: Islamische Föderation setzt Eltern unter Druck.

„Wie Lehrkräfte und Schulleitungen mehrfach berichtet hätten, seien Eltern durch Religionslehrer oder Vertreter der Föderation angeblich verschiedene Male unter Druck gesetzt worden, ihre Kinder in die islamische Unterweisung zu schicken, antwortete Schulsenator Klaus Böger (SPD) auf eine Anfrage der PDS-Fraktion im Abgeordnetenhaus. … Marion Berking, Schulleiterin der Rixdorfer Grundschule in Neukölln, bestätigte, dass Druck auf Eltern ausgeübt wird. Diese hätten allerdings Angst, das öffentlich zuzugeben.“ …

Böger kritisierte außerdem den Spruch, der auf den Zeugnissen stand, die die Teilnehmer am islamischen Unterricht erhielten: „Es gibt zwei Arten von Menschen: Die einen sind unsere Geschwister im Glauben, mit den anderen sind wir durch das Mensch-Sein verbunden.“ „Dieser Satz ist gründlich missverstanden worden“, sagte Kesici. Man habe ihn nicht mehr auf die Zeugnisse geschrieben.

http://www.welt.de/print-welt/article327798/Vorwurf_Islamische_Foederation_setzt_Eltern_unter_Druck.html

Burhan Kesici im Bild

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/contentblob/264212/timg485x273blob/291048

http://forumamfreitag.zdf.de/ZDFde/s_img/19/0,6992,5993491-render-Y2-,00.jpg

Der „Forum am Freitag“-Gast Burhan Kesici über das islamische Recht Scharia. Ist sie göttliches Recht oder Menschenrecht? Und in welchem Verhältnis steht sie zum geltenden Recht in Deutschland? Kurzfilm, Dauer 8 Minuten.

http://stream-tv.de/sendung/11052/forum-am-freitag-goettliches-recht-die-scharia

(35) Dr. Myrian Dietrich, Fachbereich Rechtswissenschaft Institut für Deutsches und Internationales Privatrecht und Zivilverfahrensrecht Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung Prof. Dr. Mathias Rohe, M.A., Direktor des EZIRE

http://www.zr2.jura.uni-erlangen.de/mitarbeiter/ehemalige.shtml

Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE)

„Zum 1. Januar 2009 wurde aus Mitteln des Innovationsfonds des Bayerischen Wissenschaftsministeriums das Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa EZIRE als eine zentrale Einrichtung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg errichtet. Kommissarischer Direktor ist Prof. Dr. Mathias Rohe, M.A., Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung sowie Islamwissenschaftler, auf dessen Initiative und Antrag hin dieses neue geistes- und sozialwissenschaftliche Zentrum entstanden ist. Zum Geschäftsführer wurde Dr. Jörn Thielmann bestellt, Islamwissenschaftler und bislang geschäftsführender Leiter des 2008 geschlossenen Kompetenzzentrums Orient-Okzident Mainz KOOM an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

http://www.ezire.uni-erlangen.de/index.shtml

“Ängste vor einer Islamisierung Deutschlands sind unbegründet”, Mathias Rohe im Interview. Deutsch Türkische Nachrichten, Felix Kubach, 14.04.11

Rohe in Aktion. Schnapp dir das Leckerchen, lieber Klerus:

„Ich glaube, dass die Kirchen sehr wohl verstanden haben, dass der Umgang mit dem Islam in Deutschland auch für ihre eigene Zukunft nicht unbedeutend ist.“

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/04/62494/

Scharialobbyist Mathias Rohe watscht die Säkularen ab, in: Das ist Rechtskulturrelativismus, FAZ.net 22.02.2011.

Der Jurist übergeht gezielt, dass die Scharia die Seele vor dem Höllenfeuer rettet und daher in vormodernen Familien mit unmenschlichem Gruppenzwang verkittet ist.

Vor Wut wird der ertappte Proislamist unsachlich: „Wenn Frau Kelek … meint, mich dabei als „rechtspolitischen Mentor von ZMD und Milli Görüs“ bezeichnen zu müssen, dann wäre ihre eigene passende Einordnung wohl die einer Hofnärrin am Hofe der Islamhasser.“

http://www.faz.net/artikel/C31315/islam-debatte-das-ist-rechtskulturrelativismus-30328453.html

Europas Scharialobby arbeitet auch von Belgien aus. Institute for Migration Law & Legal Anthropology, Law Faculty, K.U. Leuven:

Secular Models in Europe – Innovative Approaches to Law and Policy

http://www.religareproject.eu/

Hinter hehren Autoritäten …

http://www.religareproject.eu/advisory-board-list

… nisten die Fachfrau für schariatisches Familienrecht Marie-Claire Foblets (Projektkoordinatorin; Institute for Migration Law and Legal Anthropology at the Law Faculty in Leuven: “particular interest in the application of Islamic family laws in Europe, and more recently in the accommodation of cultural and religious diversity under State law”), Jørgen S. Nielsen (Centre for European Islamic Thought (CEIT), Kopenhagen, Dänemark), Louis-Léon Christians (professor and head of the «Chair for Law and Religion » at the Université catholique de Louvain (UCL), and since 2008, president of the interdisciplinary master in Religious Studies, Leuven, Belgien), sowie Mathias Rohe und Jörn Thielmann aus Erlangen.

http://www.religareproject.eu/team-researchers

(36) Myrian Dietrich im Bild (18.02.2007), wie sie gerade erhöht wird durch Mathias Rohe, der die Festrede hält anlässlich der „Verleihung des Alfred-und-Ida-Marie-Siemens-Preises [2005] an seine Doktorandin Dr. Myrian Dietrich für ihre Dissertation zu dem Thema „Rechtliche Perspektiven eines islamischen Religionsunterrichts an deutschen Schulen“.

http://www.jura.uni-erlangen.de/fachbereich/fotoalbum/2006-2/fotos/DSC_6395%20copy.jpg

(37) Burhan Kesici, Generalsekretär des Islamrates, spricht mit Abdul-Ahmad Rashid über das Verbot von Schweinefleisch und Alkohol sowie über zahlreiche Speisevorschriften, die fromme Muslime befolgen.

http://stream-tv.de/sendung/225496/forum-am-freitag-halal-was-muslime-essen-duerfen

(38) in: Bülent Ucar, Yavuzcan Ismail: Die islamischen Wissenschaften aus Sicht muslimischer Theologen: Quellen, ihre Erfassung und neue Zugänge im Kontext kultureller Differenzen (Frankfurt 2010), Reihe für Osnabrücker Islamstuden Band 1, Seite 60-61.

http://books.google.de/books?id=St54oHIvMW8C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(39) Lamya Kaddor: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

Annedore Beelte: Der Oldenburger Religionspädagoge Jürgen Heumann bezweifelt das. Die Schule steht in der Tradition der Aufklärung, argumentiert er. Zum evangelischen und katholischen Religionsunterricht gehöre, sich kritisch mit der Entstehung der Religion auseinanderzusetzen. Auf muslimischer Seite sieht Heumann aber wenig Bereitschaft, Allah selbst zur Diskussion zu stellen. Geschweige denn, „die Entstehung des Koran als ein von Menschen in einer geschichtlichen Situation verfasstes religiöses Dokument zu würdigen – und damit zwischen Legende und historischer Entstehung zu unterscheiden“. Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“.

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

266. Hoher Meißner und Islam

25. Oktober 2011

ואנדרפוגל

Вандерфо́гель

Wandervogel

Freideutscher Jugendtag 1913

Auf dem nordhessischen Berg Meißner gab sich, unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in dem sie viele ihrer Angehörigen verlor, eine kreative und selbstverliebte junge Generation idealistisches Stelldichein und eigenen Ausdruck (Meißnerformel 1913). Zum hundertsten Mal jährt sich 2013 die Wiederkehr dieses „Freideutschen“ Jugendtages, jenes symbolischen Epizentrums kaiserreichlicher Jugendbewegung. Die Junge Bünde genannten Nachfolgeorganisationen in der Bundesrepublik, einige sind im internationalen Pfadfindertum verwurzelt, feierten dieses Datum 1963 und 1988 und so soll es auch 2013 wieder sein.

Nach einem Jahrhundert muss man sich endlich dazu aufraffen, die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Universalität der Menschenrechte als Grundlage der Jugendarbeit zu bekennen, fordert Cees van der Duin. Mein lieber Niederländer, es wird Schweigen sein im nordhessischen Walde und man wird auch im Folgejahrhundert eine Mohrrübe kauen (Neue Schar: herzhaftes Fröhlichsein, Glut ist Geist!) und nach der Revolution der Seele (Muck-Lamberty) streben. Mit der auf Ungleichbehandlung beruhenden, nicht seelischen, sondern höchst realen Islamischen Revolution vermag sich das nach dem Mauerfall erneuerte deutsche Biedermeier offensichtlich gelassen auszusöhnen. Dass die echten Meißnerfahrer von 1913 wie der linke Alfred Kurella oder Pazifist Hans Paasche, sehr im Gegensatz zu den heutigen deutschen Islamverbandsvertretern und Imamen, eine Furcht vor dem jenseitigen Strafgericht weder lehrten noch hatten, droht durch postmodernen Multikulturalismus oder erneuerten Fundamentalismus vernebelt zu werden. Das in zwei Jahren sozusagen unvermeidliche Meißnerlager braucht die Schariadiskussion und das Bekenntnis zu Rechtseinheitlichkeit und säkularem Staat.

Dem Vorbereitungskreis des Meißnerlagers 2013 und dem Schriftleiter von Idee und Bewegung (Kulturinitiative ‚lebendig leben’, Meißner 1988) müsste bekannt sein, dass der nicht säkularisierte Islam auf der die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Ungleichbehandlung der Frauen und Nichtmuslime gründet. Statt nur auf Reziprozität von „Freiheiten“ für die „Christen“ im Orient zu bestehen, wie es Alexej Stachowitsch für 2013 vornimmt,[1] durfte zwei Jahre eher, Stachowitsch war zugegen, Heidrun Roßdeutscher Scharia und Anthroposophie verschmelzen und auf dem Zweiten Bildungskongress „über Sprachqualitäten und mit Hilfe von Suren aus dem Koran entsprechend einiger Wege der Waldorfpädagogik“ dozieren.[2] Möchten die Erben der Jugendbewegung Allahs Befehl von Prügelvers (Koransure 4:34)[3] und Tötungsgebot (9:5)[4] mit Eurhythmie und Rohkost verzieren? Wo ist das Bekenntnis gegen die demokratieverhindernden Schariagesetze Ägyptens, Indonesiens, Saudi-Arabiens oder des Iran? Wo bleibt die Kritik an der Europa längst prägenden, religiös begründeten Frauendiskriminierung der Kairoer Azhar, pakistanischen Darul Uloom oder globalen Muslimbruderschaft?

2008 brachte Iranist Dr. Thomas Ogger den Bündischen fromme Kunde über Spirituelle Aspekte des Wanderns: „Jakobus war Jünger Jesu … wohingegen Khidr als spiritueller Wegweiser schon im Koran erwähnt wird“. Der Musik- und Islamwissenschaftler, Übersetzer von frühislamischen Dhimma-Verträgen und Referent bei der Auslandsvertretung der iranischen Gottesdiktatur, ist sich, Ludwigsteiner Blätter Heft 241, sicher: „Vom (dogmatischen). Gesetz (scharî’a) führt der Weg (tarîqa) über das Erkennen Gottes (ma’rifa) zu Gott selbst (allâh), mit dem er sich vermählt. (christl. unio mystica) oder in dem er aufgeht bzw. verlischt (islam. al-fanâ’).“[5] Mit Wandervogelscharia hinauf zu Allahgott auf den Ludwigstein?

Düsseldorf am 24 und 25. Oktober 2011. Ein noch nicht abgedruckter Leserbrief von Cees van der Duin.

24. Oktober 2011

Betreff: Meißner 2013 und die allgemeinen Menschenrechte

Lieber Gerhard,

wir kennen uns nicht persönlich, doch weiß ich vom (auch unter Pfadfindern üblichen, ich bin einer) jugendbewegten „Du“. Gestern bekam ich einen kleinen Stapel durchweg liebevoll gemachter Exemplare von ‘Idee und Bewegung’ in die Hand, der in meinem Bekanntenkreis geachtet und wie eine Kostbarkeit herumgereicht wird.

Meißner 2013 betreffend, die hundertste Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages, ist meines Wissens noch kein „Motto“, kein übergreifendes Thema gefunden worden.

Das von der Kulturinitiative ‘lebendig leben’ ins Spiel gebrachte (Titel, Heft 95) „Demokratie von unten + Menschenbilder“ beGEISTert mich diesbezüglich, v. a. das Wort MENSCHENBILDER. Wobei der Plural humanistisch-wesensgemäß und nahezu spürbar schrumpft, die Achsen des Wollens und Suchens auf einen Pol hin konvergieren, der Plural um einen Singular kreist, die Mehrzahl („die Bilder“) sich der Einzahl („das Bild“) annähert.

Das Gesagte lässt mich zu Meißner 2013 eben die SUCHE NACH DEM MENSCHENBILD vorschlagen, ein Streben, was Jugendbewegung, Pädagogik und Pfadfinderei gewiss miteinander teilen und was in der (erst nach dem barbarischen Dritten Reich, 1948 von der UNO festgelegten) Universalität der Menschenrechte gipfelt.

Ich sehe die Freideutschen von 1913 (und sicherlich auch das Christentum) als Vorreiter der Norm von der ‘Universalität’, der Unbedingtheit und Unveräußerlichkeit der Menschenrechte, nach der kein Mensch (ganz und gar unabhängig von Hautfarbe, Weltanschauung oder Geschlecht) ein Wesen zweiter Klasse ist. Um dieses Kristallzentrum rankt sich, sagen wir es nicht ohne Stolz: Zivilisation.

Ob das 2013 Motto sein soll oder nicht, im Bereich des ‘Inhaltlichen’ darf die Betonung der AEMR (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) auf keinen Fall fehlen, so wichtig uns Jugendbewegt-Bündischen die sinnlich-musische, naturkundlich-ökologische und gemeinschaftsfähig-freundschaftsbezogene Dimension des ‘Bündischen’ ist.

Die wegweisende Erklärung der Kulturinitiative (vereinbart am 2. Juni 2002 in Immenhausen stellt fest: „Wir treten ein für die Würde und die Achtung eines jeden Menschen“). Hier müsste man, ganz im Geist der freiheitlichen Demokratie, in Abkehr von Vetternwirtschaft oder ‘Kollektivismus’, betonen, dass die Kategorie der Gruppenrechte („die Gestaltungsfreiheit von Gemeinschaften … verschiedener (…) Bevölkerungsgruppen, andere(r) Weltanschauungen“) im Zweifelswall „dem“ Menschen, d.h. dem Einzelnen, JEDEM MENSCHEN nachrangig ist: Ein Kollektiv kann also im modernen Rechtsstaat nicht sagen, wir ‘kultivieren’ ab morgen Folter, Steinigung, Kannibalismus oder Hexenverbrennung. Kurz gesagt: Einzelrecht vor Gruppenrecht, oder: Der Mensch im Mittelpunkt (das verbindet ja bereits Renaissance und Romantik, zwei Wurzelgründe des Jugendbewegten und Scoutistischen).

Ob wirklich gesagt werden kann, dass einer der Ursprünge und Urkräfte der Ausformung von der Idee der am 10. Dezember 1948 hörbar und lesbar gewordenen ‘Findung’ AEMR jene wandernden und singenden Freideutschen gewesen sind, das müsste man freilich erst auszusprechen wagen.

Wagen wir`s.

Mit freundlichen Grüßen

Cees

(Düsseldorf)

25. Oktober 2011

Betreff: Meißner 2013 und die allgemeinen Menschenrechte

Lieber Gerhard,

vielen Dank für deine wertschätzende Nachricht,

ja gerne kannst du meine Nachricht in ‘Aussprache’ des Weihnachtsheftes veröffentlichen, das wäre mir eine besonders große Freude und entspricht der Tugend demokratischen Diskutierens. Zu mir selber (gerne von dir so publizierbar und gerne auch mit beliebigen Sätzen aus dieser Mail verziert): „Cees van der Duin, 32 Jahre alt, Sozialarbeiter, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Cees erlebte seine Jugendjahre in den Pfadfindergruppen der niederländischen Provinz Limburg.“

Es geht um Globalisierung … für Nostalgiker ein Schreckgespenst, für Unterdrückte ein Hoffnungsschimmer, denn die Frage ist ja, was sich globalisieren soll, Pressefreiheit oder Pressezensur, ökonomische Ausbeutung oder Gewerkschaftsgedanke, Gleichschritt oder Freigeist.

Mein Credo als säkularer Christ, Altpfadfinder und Gewerkschaftler ist klar: 100 % AEMR, und gemeint ist stets das Individuum, nicht das ethnoreligiöse Kollektiv. Die Volks- oder Religionsangehörigkeit der Großeltern oder Eltern darf ‘das Schicksal’, den Lebensweg eines Kindes oder Jugendlichen nicht bestimmen, schon gar nicht seine Chancen einschränken. Meinungswechsel oder Glaubenswechsel ohne Sorge vor Diskriminierung braucht Bürger-Sein (vgl. bei Bassam Tibi das frz. citoyen, citoyenne), benötigt universelle Menschenrechte (AEMR = Allgemeine Erklärung der Menschenrechte).

Vielleicht ist die AEMR allseits bekannt und bereits jetzt bei den Lesern von Idee und Bewegung bzw. in den Jungen Bünden mehrheitsfähig, das wäre mir besonders recht.

Der Hohe Meißner ist für mich Symbol des hellenischen ‘erkenne dich selbst – werde der du bist – sei!’, Wiederhall des von da Vinci aufgezeichneten Renaissance-Bildes des „vitruvianischen“, ebenso in menschlicher Würde wie in rationaler Nüchternheit betrachteten Menschen in den (weltheimische All-Einheit und lernfreundliche Weltvernunft darstellenden?) geometrischen Figuren Kreis und Quadrat. Meißner ist Endphase der Strömungen des sensiblen Weltempfindens und sozialen Mitleidens der deutschen (und wohl auch: der europäischen) Romantik.[6]

Der Hohe Meißner ist mir das Sinnzeichen dessen, was Goethe unter Menschentum und Hermann Hesse unter Eigensinn verstand. Und der Freideutsche Weg führt, so empfinde ich das, geradewegs zum 10.12.1948, zum Bekunden der Universalität der Rechte des Menschen, die auch vom herrschenden Brauchtum oder religiösen Dogma nicht angetastet werden darf.

Meine Hoffnung ist, dass die uneingeschränkte Gültigkeit Allgemeiner Menschenrechte (AEMR) auf dem HOHEN MEISSNER des Jahres 2013 in der zu erwartenden Erklärung / Resolution wenigstens genannt werden wird – angesichts des erneuerten Fundamentalismus (US-amerikanische ‘Christliche Rechte’, politischer Islam) versteht sich das mittlerweile offensichtlich nicht mehr von selbst.

Ich habe das Gefühl, so deutlich werden zu müssen, weil der Menschenrechtsbegriff seit 1979 (Chomeini) oder 1990 (Cairo Declaration on Human Rights in Islam (CDHRI)) löchrig zu werden und auszufransen droht, besonders seit der genannten Kairoer Erklärung der ‘Menschenrechte im Islam’ und, 2010 / 2011, durch die OIC-Staaten, die (ausgerechnet!) den UN-Menschenrechtsausschuss dominieren. Die Cairo Declaration ordnet alle Menschenrechte dem Islamischen Recht (Scharia) nach. Das Bestreben, Individualrechte durch religiöse bzw. religiös daherkommende Gruppenrechte zu überdecken, findet sich etwa hier:

„Die Resolution wurde mit 24 zu 14 Stimmen bei neun Enthaltungen angenommen. Neben europäischen Staaten stimmten auch Kanada, Japan und Südkorea dagegen. Diese kritisierten insbesondere die einseitige Ausrichtung der Entschließung auf den Islam und dass die Resolution nicht auf die Problematik der Meinungsfreiheit eingehe. … Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erklärte, die Resolution könne die Grundrechte Einzelner gefährden.“[7]

Vielleicht bin ich nicht der einzige, der den Freideutschen Jugendtag 1913 als eine der Hauptquellen der universellen Menschenrechte erblickt. Die 35 Jahre (und zwei Weltkriege) später, am 10. Dezember 1948 feierlich bekundete AEMR (die Nazi-Barbarei war gerade überwunden, der nicht weniger grausame Stalinsche Totalitarismus noch nicht) wäre dann sozusagen eine ‘Fortsetzung der Meißnerformel mit anderen Mitteln’.

Wird es Gegendruck geben, ist die Gestimmtheit etwa schon so, dass ‘die Ruhe stört’, wer zur Selbstverpflichtung auf die AEMR drängt? Dann darf man ganz jugendbewegt ein wenig ‘Ruhestörer’ sein.

Die Milieus eingefleischter Männerbündler mögen sich mit dem ‘gleichheitsfeministischen’ Anspruch der (ernst genommenen) AEMR schwer tun, doch in den Reformbewegungen der Zeit um 1900 bis 1913 gab es ein gelebtes Miteinander von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern. Wenn auch ’1913′ noch nicht erklärt feministisch daherkam (oder doch? man sollte Alice Schwarzer fragen), braucht sich die jugendbewegt-bündische Praxis auch angesichts der antipatriarchalen bzw. traditionskritischen, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhobenen Forderungen nach dem ‘neuen Mann’ oder nach ‘reflektierter Jungenarbeit’ nicht zu verstecken.

100 % AEMR, da gibt es nichts zu verhandeln. Bei den weltweit verbreiteten Scouts müsste diese Überwindung von Nationalismus, Rassenwahn und Religionsdünkel aus der Idee der ‘weltweiten Bruderschaft’ resultieren, meine ich jedenfalls. Auch das sahen andere anders und verteidigten 2011 CDHRI nebst Scharia im Namen des Multikulturellen und der Kultursensibilität. Nein, hier sollte man, gerade als Pädagoge oder Jugendgruppenleiter, bekennen, ‘unsensibel’ zu sein.

Wir können der britischen Menschenrechtsaktivisten Maryam Namazie danken, die der weltweit vorhandenen bzw. drohenden Rechtsverschiedenheit eine Absage erteilt und mit One Law For All die unteilbaren Menschen- und Bürgerrechte fordert, die für jeden gleich gelten, auch für den Gottlosen oder für die Frau.[8]

Die Traditionen und Religionen gehören zum Erbe der unteilbaren Menschheit. Doch nur eine diskriminierungslose und säkulare Gesellschaft kann eine freiheitliche Gesellschaft sein. Ob internationale Scouts oder deutsche Jugendbewegte, um das Bekennen zur AEMR kommen wir nicht herum. Gollwitzer, Meißnerfahrer von 1963, mahnt uns sicherlich, die Apartheid der Stämme und Glaubensnationen zu überwinden und, die kulturelle Moderne betretend, dem Menschen an sich Würde zu verleihen:

„Die Meißner-Formel ließen wir Bündische oft als individualistisch verleumden, statt zu erkennen, dass man sie als die Kernformel eines demokratischen Bewusstseins verstehen kann.“[9]

Mit freundlichen Grüßen

Cees

(Cees van der Duin)

[1] Nicht Ex-Muslime oder muslimische Säkulare leben in Deutschland, sondern Schariapflichtige? Stachowitsch: „Die in Deutschland lebenden Muslime sollten mithelfen, dass in ihren Heimatländern den Christen diejenigen Freiheiten zugestanden werden, die Muslime bei uns haben.“

aus: Alexej Stachowitsch: Gedanken zur Lage der Bünde vor dem Hohen Meißner 2013.

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Artikel_2013/Axis_Gedanken.pdf

[2] Januar 2007, der Ludwigstein tritt ein in die „Begegnung mit dem Islam“. Heidrun Roßdeutscher darf Rudolf Steiner seelsorgerlich mit Feldherrn Mohammed aussöhnen, vermittels „Sprachqualitäten und mit Hilfe von Suren aus dem Koran entsprechend einiger Wege der Waldorfpädagogik.“

aus: Einladung zum 2. Bildungskongress der Kulturinitiative ‚lebendig leben’ vom 26.-28. Januar 2007, Veranstalter: VDH e.V. – Kulturinitiative ‚lebendig leben’ Gerhard Neudorf

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Faltblatt-Einladung+Programm2007.pdf

Bildungskongress „Durch Bildung das Leben meistern“ auf der Jugendburg Ludwigstein am 26.-28.1.2007

„Auszugsweise erwähnt seien hier einige fachbezogene Angebote:

- für Klassenlehrer und Biologen: Praktische Wildnispädagogik und Wandern und Zelten

- für Klassen-, Deutsch- und Musiklehrer: Kommunikationstraining für Grundschüler mit Gongs und Klangschalen, ferner: Integration von Kindern und Jugendlichen im Deutschunterricht, vor allem der Klassen 7 – 11

- nicht nur für das Fach Musik: mitreißende internationale „Lieder“ und „Die Stimme im Lehrberuf“,

- für Religions- und Ethiklehrer: eine AG zum Verhältnis der beiden Fächer und eine weitere AG zur „Begegnung mit dem Islam“

Den besonderen Charme des Kongresses vermitteln die Morgenrunden und die kreativen Abende, die aus dem Kulturschatz der Wandervögel, Pfadfinder und ähnlicher Gruppen schöpfen, besonders aus den vielen Liedern, Tänzen und dem Theaterspielen – Anregungen für die Auflockerung und Verlebendigung des normalen Schulalltags.

Der Abschluss am Sonntag dient auch Planungen für die Zukunft, vor allem der Schaffung eines neuen reformpädagogisch-orientierten Lehrer(fort-)bildungswerks.

Informationen und schriftliche Anmeldung: Büro des VDH e.V.- Kulturinitiative, Gerhard Neudorf

http://www.kulturinitiative-lebendig-leben.de/KI_WEB/Presseinformation%20zum%20Bildungskongress.pdf

Heidrun Roßdeutscher, ehemalige Lehrerin an der Frauenschule auf dem Sattelberg (…)

Dr. Detlef Görrig: Christlich-Islamischer Dialog

Schöpfung, Gottes- und Menschenbild in Christentum und Islam

Scharia, Menschenrechte und Zehn Gebote – was ist für wen gerecht?

Quelle: NMZ (Nordelbisches Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst)

http://www.nmz-mission.de/fix/files/doc/nmz_halbjahresprogramm_2010.pdf

[3] Koran 4:34, sogenannter Prügelvers: and beat them!

bei Dawood:

Men have authority over women because God has made the one superior to the other, and because they spend their wealth to maintain them. Good women are obedient. They guard their unseen parts because God has guarded them. As for those from whom you fear disobedience, admonish them and send them to beds apart and beat them. Then if they obey you, take no further action against them. Surely God is high, supreme.

bei Shakir:

Men are the maintainers of women because Allah has made some of them to excel others and because they spend out of their property; the good women are therefore obedient, guarding the unseen as Allah has guarded; and (as to) those on whose part you fear desertion, admonish them, and leave them alone in their sleeping places and beat them; then if they obey you, do not seek a way against them; surely Allah is High, Great.

bei Arberry:

Men are the managers of the affairs of women for that God has preferred in bounty one of them over another, and for that they have expended of their property. Righteous women are therefore obedient, guarding the secret for God’s guarding. And those you fear may be rebellious admonish; banish them to their couches, and beat them. If they then obey you, look not for any way against them; God is All high, All great.

http://www.bible.ca/islam/islam-wife-beating-koran-4-34.htm

[4] Koran 9:5, sogenannter Schwertvers:

bei Paret:

Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwertvers

bei Abdullah Yusuf Ali:

But when the forbidden months are past, then fight and slay the Pagans wherever ye find them, an seize them, beleaguer them, and lie in wait for them in every stratagem (of war);“

http://en.wikipedia.org/wiki/At-Tawba_5

vgl. die religiös argumentierende Hamas, der satzungsgemäß die Tötung von Juden zur Voraussetzung für die Herankunft Jüngsten Gerichts ist:

Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!

http://de.wikipedia.org/wiki/Hamas

The Day of Judgement will not come about until Muslims fight the Jews (killing the Jews), when the Jew will hide behind stones and trees. The stones and trees will say O Muslims, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him.

http://www.mideastweb.org/hamas.htm

[5] Mit Wandervogelscharia hinauf zu Allah auf den Ludwigstein? Dr. Thomas Ogger: Spirituelle Aspekte des Wanderns, in: Ludwigsteiner Blätter Heft 241 (Dezember 2008), p 12-18.

http://www.burgludwigstein.de/fileadmin/LudMedia/0168_VJL/LB/LB241.pdf

Thomas Ogger übersetzt uralte Texte zum Seelen rettenden Kulturrassismus der Dhimma, wissen die revolutionären Gottesfreunde von ESLAM. Das Abkommen zwischen Imam ‘Ali (a.) und den Christen

„Aufgrund dieser Übereinkunft wird allen Christen, die innerhalb des islamischen Reiches leben, Sicherheit gewährleistet. Dieser Vertrag ist ausreichend und für die Ewigkeit gedacht, damit sie der Vereinbarung, die ich mit ihnen getroffen habe, Loyalität erweisen. … Für das Verfassen dieses Schriftstückes habe ich hoch gestellte muslimische Persönlichkeiten und meine besten Gefährten versammelt und für die Christen Bedingungen gesetzt, die auch für die späteren Generationen gelten werden. …

Wer sich von meinen Anhängern gegen mich stellt, bricht den Vertrag Gottes und wendet sich von dem Befehl Gottes des Erhabenen ab, sodass Gott seinen Schaden und Nachteil rechtfertigen wird. …

Man muss die Christen unter die Fittiche der Barmherzigkeit und Zuneigung nehmen und die Übel von ihnen und von überall da, wo sie sind, vertreiben.

http://www.eslam.de/manuskripte/vertraege/abkommen_imam_alis_mit_christen.htm

Museum in aller Munde – Jesus und Mohammed – Poesie und Mystik (Lesung/Vortrag)

17.12.2005, 18.00 Uhr, Museum Neukölln, Berlin

Was geschieht, wenn Mohammed und Jesus sich begegnen? Streit oder Frieden? Ein Stück Poesie aus Bibel und Koran, verwoben mit Worten der christlichen und islamischen Mystik. Der Erzengel Gabriel führt durch das Programm, begleitet von Musik und Gesang. Zwei Schauspielerinnen sprechen Jesus und Mohammed. Ein ungewöhnliches Bühnenprojekt über die Begegnung zweier Weltreligionen. Nach dem Theaterstück „Jesus und Buddha – eine Begegnung“ ist dies die zweite Produktion der Theatergruppe spirit dialox. Das Ensemble von spirit dialox hat es sich zur Aufgabe gemacht, religiöse und spirituelle Texte als Bühnenprojekte zu realisieren.

Eine Produktion des Ensembles spirit dialox.

Darsteller: Nina Herting, Mia Kaspari, Mathias Eysen

Buch/Regie: Harald-Alexander Korp

Musik und Gesang: Hanan El-Shemouty

Islamwissenschaftliche Beratung: Dr. Thomas Ogger.

http://www.zwischen-krieg-und-frieden.de/suche.html?Region=0&Detail=0&Stadt=Berlin&Vhaus=0&Vart=0&Kinder=&DatumAb=&DatumAm=&Begriff=&Aktion=Suchen&Seite=10

Dr. Thomas Ogger (Iranist, Islam- und Musikwissenschaftler)

Thema: Die verborgene Sprache der Musik – Musikauffassung und -ausübung in Orient und Okzident –

Veranstaltungsort: Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran, Drakestr. 3, 12205 Berlin – Lichterfelde.

http://fa.berlin.icro.ir/index.aspx?siteid=191&pageid=11681&newsview=555572

bei: ICRO – Organisation für Islamische Kultur und Beziehungen (Kulturabteilung der Botschaft der Islamischen Republik Iran, Berlin); im Blick: Bank Melli sowie IRNA – Iranische Presseagentur

http://fa.berlin.icro.ir/index.aspx?siteid=191&pageid=5706

Erstes Hafis-Symposium in Berlin

03. Dezember 2010

Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin und der Oberste Rat der im Ausland lebenden Iraner veranstalteten am 03. Dezember 2010 das Erste Hafis-Symposium in Berlin. An dieser Veranstaltung nahmen ca. 200 Hafis-Freunde, Akedemiker und Studenten aus verschiedenen Bundesländern teil. …

Professor Dr. Hartmut Bobzin (Universität Erlangen) hielt einen Vortrag über Rückert und Hafis. Danach stellte Herr Professor Dr. Manfred Lorenz (Humboldt-Universität Berlin) in seinem Vortrag wichtige Aspekte der Begegnung zwischen Ost und West- Hafis und Goethe dar. Nach der Pause sprach Professor Dr. Ali Radjaie (Universität Arak) über Hafis und die Macht des Wortes. Danach hielt Frau Dr. Katja Föllmer (Universität Göttingen) ihren Vortrag über Aspekte mystischer Dichtung – Hafis im Vergleich. Anschließend referierte Dr. Thomas Ogger, Orientalist und Musikwissenschaftler, über Hafis und Musik. Der letzte Redner war Herr Esfandiar Rahim Mashaie, Präsidialamtsminister und Präsident des Obersten Rates der im Ausland lebenden Iraner über Die Philosophie des Seins am Beispiel der Hafisischen Dichtung.

Am 02. Dezember 2010 hatte die Hafis-Gesellschaft in Hamburg ein Seminar unter dem Titel Hafis und Goethe – Dichterische Geistesverwandtschaft als Symbol für Völkerverständigung und Toleranz, veranstaltet. Auf dieser Veranstaltung haben u.a. Herr Botschafter Sheikh Attar, Herr Präsidialamtsminister Esfandiar Rahim Mashaie, Professor Dr. Manfred Lorenz und Professor Dr. Mehr Ali Newid vor mehr als 80 geladene deutsche und iranische Akademiker und Hafis-Freunde gesprochen.

http://www.iranembassy.de/ger/text/%D9%8DErstes%20Hafis.htm

Der Grüne Heilige, al-Chidr? Eine Sagengestalt, an vielen Orten gar ein Heiliger im Islam. Ein grüner Prophet, der die Erneuerung der Vegetation verkörpert oder die lebenspendende Kraft der Gewässer. „Der Grüne“ (al-Ḫiḍr bzw. al-Ḫaḍir / Ḫaḍr; anglisiert al-Khidr / Khizr oder al-Khadr / Khazr) ist seit islamischer Zeit mythischer Stadtgründer von Damaskus, Edirne, Herat, Samarkand und Tunis. Dieser Ölbaum in der jordanischen Stadt Kerak etwa genoss als Chidr-Heiligtum hohes Ansehen. Das Bild wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Alois Musil aufgenommen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8a/Khidr-sanctuary_al-Karak.jpg

Nordindische Miniatur zum Ḫiḍr. V&A – “The legendary Muslim saint, Khwaja Khizr, standing on a large fish swimming on the surface of water. The saint holds out his hands in prayer with a rosary looped over his left hand. He is facing left and is dressed in robes in his traditional colour of green.”

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/95/Khizr.JPG

The Legend of El Khidr, the green saint or Prophet.

http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/03068374608731218?journalCode=raaf19

Bei Samandag (Türkei) fährt im Juni 2011 ein Auto dreimal rituell um das Khidr-Heiligtum.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Khidr-Heiligum_Samandag.jpg

Dem Chidr ist der Sakralbezirk von Kataragama geweiht, eine Krankenstation der Sufis.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e0/Khidr_Takiyya_in_Kataragama.jpg

Chidrheiligtum (Khidr sanctuary) auf einer Indusinsel in der pakistanischen Provinz Sindh. Fotografiert von Henry Cousens im Jahre 1911

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3f/Khidr_sanctuary_Bhakkar.jpg

An der Chidr-Moschee zu Kataragama (Sri Lanka) ehrt man den Grünen Heiligen: „Unser Herr, al-Chidr Abū l-’Abbās, Balyā, Sohn des Malkān, Gott spende ihm und unserem Propheten das beste Heil“

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ae/Khidr_Abu_l-Abbas.jpg

Alois Musil (* 30.06.1868 in Rychtařov / Richtersdorf, Mähren; † 12.04.1944 in Otryby bei Český Šternberk / Böhmisch Sternberg, Mittelböhmen)

Alois Musil, fotografiert 1891

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/b9/Alois_Musil_-_Jugendbildnis.jpg

Alois Musil, fotografiert 1898

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/1/17/Alois_Musil_-_in_arabischer_Tracht.jpg

Alois Musil, fotografiert 1914

http://e-velbloud.cz/e-velbloud_2009_001/e-velbloud_2009_001_019_001.jpg

Hoher Meißner, von Osterode aus und nach Süden gesehen

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Der_Meissner.jpg

75. Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages. Hoher Meißner 1988

http://hartwig.bplaced.net/sonstiges/jba/022e.jpg

Gedenktafel auf dem Meißner: Freideutscher Jugendtag 1913

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/97/GedenktafelFreideutscherJugendtag.JPG

Frau-Holle-Teich mit Holzfigur der Frau Holle

http://www.premium-wandern.de/images_premium/PICTURE_1244121003PG.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/eb/Frau-Holle-Teich_001.jpg

Das ist doch der Gipfel – des Meißners: Kalbe 720 m (nun, Kasseler Kuppe, 754 m, und Kasseler Stein, 748 m, sind noch etwas höher). Sehr viel Schnee, Frau Holle hat ganze Arbeit geleistet. Dezember 2009.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/Hoher_Meissner_Kalbe.jpg

Blick von der Kalbe, Juni 2007

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Meissner_aussicht_kalbe_d_schmidt_06_2007.jpg

Burg Ludwigstein

http://lh5.ggpht.com/-smxiIbNklP0/RysasH297jI/AAAAAAAAA4E/cLuyhcEGtec/100_0258.jpg

Angereiste Jungengruppe, 1948

http://img.fotocommunity.com/photos/15963697.jpg

Alte Ansichtskarte von der Jugendburg

http://www.ansichtskarten-kiste.de/images/5210_3431LudwigsteinJugendburgLudwigstein.jpg

Ludwigstein

http://michael-neidel.de/reisen/werra/bilder/506_burg_ludwigstein.jpg

http://www.h-friedrich.de/assets/images/werra9.jpg

http://img.fotocommunity.com/photos/8705468.jpg

Volkstanz. Europäische Jugendwoche Burg Ludwigstein

http://www.hna.de/bilder/2010/08/01/861858/949197454-europaeische-jugendwoche-burg-ludwigstein.9.jpg

Enno Narten: Wandervogel, Bauingenieursstudent 1908, Hilfslehrer im Landesziehungsheim Haubinda 1914, Mitarbeiter bei der Gründung des Jugendrotkreuz nach 1945, Jugendpflegedezernent, Naturschutzaktivist, Protestierer gegen Wiederbewaffnung (dafür flog er wie bereits 1933 aus der SPD) und Vietnamkrieg. Enno Narten ist der Urheber des jugendbewegten Ludwigsteins.

http://burgludwigstein.de/Wer-war-Enno-Narten.411.0.html?&L=sjoqqalohrr

[6] Der vitruvianische Mensch ist eine berühmte, Zeichnung von Leonardo da Vinci aus dem Jahr 1492.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/22/Da_Vinci_Vitruve_Luc_Viatour.jpg

[7] „Auf Antrag der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hat der UN-Menschenrechtsrat in Genf eine Resolution für ein weltweites Verbot der öffentlichen Diffamierung von Religionen verabschiedet. … In der Erklärung vom Freitag wird neben dem Islam keine andere Religion erwähnt.“

http://www.net-tribune.de/article/300307-194.php

[8] New Report by One Law for All

“Sharia Law in Britain: A Threat to One Law for All and Equal Rights”

http://www.onelawforall.org.uk/new-report-sharia-law-in-britain-a-threat-to-one-law-for-all-and-equal-rights/

[9] Hoher Meißner 1963: Rede von Professor Dr. Helmut Gollwitzer (Pfarrer; als Wehrmachtssoldat in russischer Kriegsgefangenschaft)

„Nichts einte diese “Bewegung” als der neue Lebensstil, der die äußere wie die innere Haltung prägte. Er aber genügte, damit wir uns wieder erkannten als verwandten Geistes über die Zäune der Anschauungen hinweg, die wir von den Älteren übernommen hatten. Seinetwegen fühlte ein Junge aus den rechts stehenden Gruppen der Bündischen Jugend sich den jugend-bewegten Sozialisten näher als den Angehörigen der Bismarckjugend und der Hitlerjugend.“

http://www.rundschau-hd.de/archives/2450/

265. Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland

21. Oktober 2011

Mit al-Ghazali auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung voranschreiten?

Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus

Eine Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte ( GAM )

Osnabrück vermarktet sich nicht nur als „Friedensstadt“. Osnabrück ist auch bekannt als eine Stadt, die gute Beziehungen zur iranischen Gottesdiktatur pflegt, deren Tageszeitung und Universität Hochburgen islamophiler Ideologiebildung darstellen und die immer wieder durch Kollaboration mit zwielichtigen islamischen Funktionsträgern auf sich aufmerksam macht.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ahmadineschads_willige_geiger/

http://www.glasnost.de/autoren/krauss/integrationspol.html

http://nicsbloghaus.org/2010/06/19/die-gbs-zur-absage-von-osnabrueck/

Aus der Friedensstadt Osnabrück stammt auch jener umstrittene parteichristliche Bundespräsident Christian Wulf, der uns den Islam – ohne tabufreie und chancengleiche öffentliche Debatte – als organischen Teil Deutschlands aufnötigen möchte und dafür trotz weitgehend gleichgeschalteter Medien wohl kaum eine Mehrheit hinter sich brächte.

Diesmal ist es wieder so weit. An der Universität Osnabrück, einer der vier Standorte für islamische Theologie in Deutschland, soll vom 28. bis 30. Oktober eine Konferenz zum Thema „900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften. Perspektiven für eine islamische Theologie in Deutschland“ stattfinden.

Zur institutionellen Einbettung dieser Veranstaltung ist zunächst prinzipiell Folgendes anzumerken: Zum einen ist es höchst abwegig, Theologie und offenbarungsreligiösen (hier: islamischen) Glauben als „Wissenschaft“ zu bezeichnen und zu behandeln. Zum anderen verstößt die Einrichtung einer staatlichen Imam-Ausbildung grundsätzlich gegen das verfassungsrechtliche Neutralitätsgebot in Religionsangelegenheiten. Es kann nicht sein, dass dem ungefragten deutschen Steuerzahler, darunter ein Drittel Konfessionsloser, nun auch noch die Finanzierung des geistlichen Personals einer höchst kritikwürdigen Fremdreligion aufgebürdet werden soll. Drittens ist zu kritisieren, dass den Studierenden des Erweiterungsfachs „Islamische Religionspädagogik“ als Voraussetzung für ihre Lehrerlaubnis die Zugehörigkeit oder die Konversion zum Islam abverlangt wird.

Begründet wird diese verfassungswidrige und demokratisch illegitime Institutionalisierung mit dem angeblichen Vorhaben, den Islam „von außen“ im Sinne der Prinzipien der europäischen Moderne zu domestizieren und gegenüber radikalen (islamistischen) Ausformungen zu immunisieren. Für die Einsicht, dass diese dogmentheoretische Einmischung von Seiten des „Staates der Ungläubigen“ bei dem orthodoxen Mainstream-Islam und seinen berufsmuslimischen Vertretern auf wenig Verständnis und Hinnahmebereitschaft stoßen dürfte (es sei denn, diese erhalten hinter verschlossenen Türen doch noch die inhaltliche Lufthoheit), muss man kein Hellseher sein.

Um die ausschlaggebenden Kräfte der islamischen Orthodoxie gnädig zu stimmen, haben sich die universitären Profiteure der Theologie- und Imamausbildung mit Abū Ḥāmid al-Ġazālī (1058-1111) eine geeignete Galionsfigur auserkoren. Unter dem Eindruck gravierender geistiger Gegensätze und Orientierungswidersprüche innerhalb der zeitgenössischen Umma zwischen Sufismus (islamische Mystik), aristotelischer Philosophie, traditioneller Orthodoxie und ismaelitisch-schiitischer Einflüsse verkörpert al-Ġazālī die orthodox-islamische Verdammungsideologie gegenüber den Einwirkungen der aristotelischen Philosophie auf die islamische Weltanschauung. Mit Bezug auf al-Farabi und Ibn Sina wird von ihm das Recht der philosophisch argumentierenden Vernunft bestritten, den Offenbarungsglauben zu hinterfragen und überhaupt rationales Denken auf religiöse Prinzipien anwenden zu dürfen. Verurteilt wird auch die Leugnung von Wundern durch die Philosophen sowie das Kausalitätsdenken, weil es die göttliche Allmacht, ein Grunddogma des islamischen Eingottglaubens, in Frage stellt und dadurch die Krisen erzeugende Verunsicherung der Menschen hervorrufe. Um die rationale Philosophie als Nebenbuhlerin des Ringens um Wahrheit auszuschalten und den Absolutheitsanspruch des theokratischen Denkens zu befestigen, belässt es al-Ġazālī nicht nur bei der Kritik der angeblichen philosophischen Irrtümer, sondern verdammt die Philosophen als Ungläubige, was im orthodoxen Islam einem Todesurteil gleichkommt. Im Einzelnen gelten ihm drei Auffassungen als Indikatoren für todeswürdigen Unglauben (Glaubensabfall) für einen Muslim: 1) dass die Welt ungeschaffen und ewig sei, 2) dass Gott nur das Allgemeine, nicht aber das Besondere und Einzelne wisse und 3) dass es keine leibliche Auferstehung gebe.

Mit diesem islamisch-theologischen Verdammungsurteil fungiert al-Ġazālī als herausragende Figur der Austreibung philosophisch-rationaler Diskurskeime aus dem islamischen Weltanschauungssystem, das auch heute in seiner orthodoxen Grundgestalt mit der säkularen Moderne auch bei größtem Aufwand spitzfindigster Hermeneutik nicht in Einklang zu bringen ist.

Dass nun die Osnabrücker Universität ausgerechnet al-Ġazālī, nicht aber die muslimischen Vertreter der aristotelischen Philosophie würdigen, lässt tief blicken in die wahren Abgründe und Perspektiven der mehr als fragwürdigen und deplatzierten Imamausbildung an deutschen Hochschulen.

Ergänzend und vertiefend hierzu der folgende Text:

Osnabrück und das erneuerte Mittelalter: Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit

http://schariagegner.wordpress.com/2011/10/18/al-ghazali-am-ziis/

Zur Kritik der Imamausbildung:

Universitäre Imamausbildung und Einführung von Islamunterricht: Mit Siebenmeilenstiefeln in die falsche Richtung: Stellungnahme zur forcierten Etablierung islamischer Herrschaftskultur in Deutschland

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-islam-universitaere-imamausbildung-und-einfuehrung-von-islamunterricht.html

Wer den Osnabrücker Veranstaltern seine Meinung mitteilen möchte, kann das hier tun:

info-irp@uni-osnabrueck.de

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/?page_id=30

264. Universität Osnabrück und al-Ghazali

17. Oktober 2011

أسنابروك

Osnabrück

Osnabrück und das erneuerte Mittelalter

Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit. Offener Brief zur Osnabrücker Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland. Von Edward von Roy am 17.10.2011

Blindes Vertrauen ist ein romantisches Ideal meist kurzlebiger Jugendgemeinschaften, das in privaten Freundschaften oder ehelicher Paarbeziehung seine Berechtigung haben mag, nicht aber im Berufsleben oder im wissenschaftlichen Diskurs. Daher gilt es, sobald Menschen konkurrierender Lobbygruppen einander begegnen, niemals zu vermuten, „alle Zweifel beseitigt“ oder vollumfängliche Harmonie hergestellt zu haben, was den Verzicht auf die eigene Kritikfähigkeit integrieren müsste. Die aus feudalen, sprichwörtlichen Herrschaftszeiten stammende Ortsbezeichnung Platz des himmlischen Friedens (Tiān’ānmén) zeigt mit getöteten Demonstranten, was verstaatlichte Beschwörung absoluter Eintracht meint.

Kein geringeres Versprechen aber als das einer die jenseitige Glückseligkeit vorwegnehmenden, unüberbietbaren Gerechtigkeit im Zusammenleben zwischen Männern und Frauen, Muslimen und Nichtmuslimen bietet uns der Vollender der koranbasierten Weltdeutung und Justiz an, der im Jahre 1111 verstorbene Abū Ḥāmid al-Ġazālī. Allahs Rede an Mohammed ist für Schriftgläubige keine Stichwortsammlung zum Ausdiskutieren, keine halbe Sache, sondern auf Dauer (bis zum Tage der Auferstehung) gültiger Befehl: „Was im Koran steht, ist das wortwörtliche Wort Gottes“, fasst der aufgeklärte Bassam Tibi das nicht zuletzt durch al-Ghazali verewigte Dogma zusammen.

Physikalische Kausalität rückt der mittelalterliche Theologe in die Nähe der Blasphemie, denn nicht die Naturgesetze seien es letztlich, die Wirkung haben, nur die Gottheit sei Ursache. Wer ausschließlich philosophisch denkt, gelte im Vergleich zu einem islambewussten Menschen im Diesseits und Jenseits als sittlich minderwertig – mit in jeder Hinsicht höllischen Folgen.

Wer am Sinn der Scharia zweifelt, dem mangele es an Verstand, wie Imam al-Ghazali dem Gottsucher nahe legt:[1]

„Die wirkliche Vernunft gestattet es, den Pfad der Glückseligkeit (the path of felicity) vom Pfad der Verdammnis zu unterscheiden.“

„Moralisch gute Gesinnung zielt darauf, jede schlechte Angewohnheit zu entfernen, wie das islamische Gesetz der Scharia gründlich aufzeigt. … Gute Gesinnung lässt einen die schlechte Gewohnheit so verabscheuen wie Schmutz.“

Gelingendes Leben ohne erfüllten Schariagehorsam wird in einem an al-Ghazali orientierten Islam unmöglich sein, den ein Handeln, was die Banden des Islamischen Rechts übersteigt, ist pflichtgemäß als dreckig und Ekel erregend zu empfinden. Ein an al-Ghazali orientierter Religionsunterricht dürfte die Kinder und Jugendlichen von der freiheitlich demokratischen Grundordnung mehr und mehr entfremden:

„Solange die Ausübung der islamischen Pflichten mit Kummer oder Widerwillen verknüpft bleibt, zeigt sich ein Charaktermangel, der den Weg zum Glück verhindert.“

Zu den Folgen für Kreativität und Geistesleben meint Soziologin Necla Kelek:

„Al-Ghazali war es also letztlich, der den Islam mit seiner „Widerlegung der Philosophen“ gegenüber jedwedem Zweifel versiegelte und die Religion damit in jenes Gehäuse verbannte, das ihr bis heute jede Möglichkeit zu Innovation, Weiterentwicklung und Modernisierung raubte. … Mit der Leugnung der Philosophie hat sich die islamische Welt letztlich vor fast eintausend Jahren aus dem kulturellen Diskurs in Europa verabschiedet. Der Islam hat sich in den letzten fast eintausend Jahren nicht nur der Philosophie, sondern auch den Naturwissenschaften verschlossen. Die Freiheit des Denkens verschwand unter dem Gebetsteppich.“[2]

Alle heutigen einflussreichen islamischen Strömungen haben keine andere Scharia im Programm als der vor neun Jahrhunderten verstorbene persische Staatsideologe und Religionspolitiker. Keine neuzeitliche auf dem Koran gründende Bewegung, von Necmettin Erbakans Millî Görüş bis zu den 1928 entstandenen Muslimbrüdern, von der an Maududi orientierten pakistanischen Jamaat-e-Islami bis zum saudischen Wahhabismus, will, etwa Frauenrechte und Meinungsfreiheit betreffend, eine grundsätzlich andere Islamische Ordnung (Nizam Islami, Hakimiyyat Allah) als jener al-Ghazali, der im Oktober 2011 in der Universität zu Osnabrück festliche Ehrung erfährt.

Die international aktive, Islam und Türkentum verherrlichende Millî Görüş bemüht sich gegenwärtig und nicht ohne Erfolg, ihre Unterwanderung der türkischen Regierung zu beenden, weshalb sich Ministerpräsident Erdoğan, der seit 40 Jahren Erbakans religiöser Bewegung angehört, selbstsicher als ein Anhänger der Scharia bezeichnete.[3]

Der einstige Außenminister Abdullah Gül ist heute Staatspräsident und wird von der BBC als „ex-Islamist“ bezeichnet. Früher stellte er klar:

„Der Islam regelt die weltliche Ordnung. Ich als Moslem glaube daran. In der Türkei gibt es Gesetze, die den Islam unterdrücken, und diese Unterdrückung muss aufgehoben werden.“

Dass die alle 80.000 türkischen Moscheen überwachende DIYANET, als deren deutscher Arm die DITIB fungiert, die schariagemäße (herabgesetzte, obszönisierte und dämonisierte) Frauenrolle propagiert, berichtete die Presse 2008:

„Es handelt sich um einen Leitfaden für das gute und vorbildliche Leben der muslimischen Frau. Flirten, so heißt es da, sei nicht mehr und nicht weniger als Ehebruch. Der Kontakt mit fremden Männern müsse generell vermieden werden. Der Gebrauch von Parfüm außerhalb des eigenen Hauses sei Sünde. „Frauen müssen vorsichtiger sein, sie senden besondere Reize aus“, so der Text weiter.“[4]

Der Islam von Scharia und Fiqh missbilligt jedes Familienleben oder jede Lebensführung, jede Religionskunde oder Islamforschung, die alle irdischen Belange nicht den repressiven Vorgaben des „außerweltlich-gottgeschaffenen“, dem Verstehen letztlich enthobenen Gottesgesetz nachordnet. Es stimmt, dass der abwechselnd als Mystiker oder Philosoph gehandelte Abu Hamid al-Ghazali dem Gottesfürchtigen den Weg in den Himmel nicht verbauen will. Jener allerdings hat sich, sozusagen als Gegenleistung, „weltlich-irdisch“ (sozial, politisch) durch absoluten Verhaltensgehorsam auszuzeichnen, einem Kodex gegenüber, der unbegreiflich bleiben muss und allein deswegen keiner Kritik bedarf.

Die nicht kodifizierbare Scharia wird durch Hisba (Orthopraxiedurchsetzung) und Da’wa (Mission) jedem Tugendverweigerer ausgesprochen (schmerzhaft) spürbar, ihrer systemeigenen Ganzheitlichkeit und Dynamik nach gleicht sie keiner Speisekarte, sondern versteht sich als Komplettangebot. Den Islam nicht falsch „interpretierend“, zurren Hisba und Da’wa als die Werkzeuge der unaufgeklärt-islamischen Disziplinierung zwischen Islamabad und Gaza-Stadt, Jakarta und Kairo in diesen Jahren dem freiheitsliebenden Individuum die Fesseln immer enger und stehen dem Aufbau von Bürgerrechten und Rechtsstaat schlicht im Weg. Ägyptens Verfassung stellt klar: „Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia).“[5]

Wer unkritisch einen Theokraten wie al-Ghazali ehrt, den Großmeister der Schariapolitik, billigt den totalitären Islamischen Staat oder den religiös begründeten Rechtspluralismus, will also entweder das Kalifat oder den Ausstieg aus dem für alle geltenden einheitlichen und (jeden Menschen gleich behandelnden) Recht – oder hat vom Islam nichts verstanden.

Toleranz leben, Vertrauen wagen, aufeinander zugehen, das sind angemessene Wahlsprüche für mehrtägige Jugendfreizeiten, solange die universellen Menschenrechte auf der Seite der Veranstalter bekannt und gewollt sind oder, und von allen, wenigstens wie zufällig gelebt werden. An Lobbyisten einer auf Ungleichbehandlung (der Frau, des Andersgläubigen) beruhenden Doktrin wie derjenigen des Islamischen Rechts sollten Säkulare nicht tolerant, sondern ausgesprochen misstrauisch herangehen.

Redner und Teilnehmer der Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland sollten sich (oder wenigstens uns) die Frage erlauben, ob das zu einer offenen Begegnung unabdingbare Grundvertrauen angesichts der orthodox-islamischen Frauenfeindlichkeit und geheiligten Diskriminierung der Nichtmuslime angezeigt ist. Ein anderer Islam als derjenige von Scharia und Fiqh ist derzeit zwar mit sympathischen Einzelpersönlichkeiten anzutreffen, jedoch leider noch nicht organisierbar.

Wunderbare Dinge sollen nun von den in der BRD neu geschaffenen universitären Islamischen Studien ausgehen, eine neue Islamische Theologie gar, die nicht länger mit den Standards der Allgemeinen Menschenrechte (AEMR) kollidiert. Welche Gelehrten (‘Ulama, Sg. ‘Alim) den korangemäß (islamgemäß) auf die Scharia zu verpflichtenden Muslimen künftig die Rechtsgutachten (Fatwen) ausstellen sollen, ist unbeantwortet geblieben: Doch hoffentlich nicht diejenigen des, Scheich Yusuf al-Qaradawi nahe stehenden, European Council for Fatwa and Research (ECFR)?[6] Oder will man in Osnabrück dazu aufrufen, im Sinne eines selbst bestimmten Lebens jeden Fatwa-Konsum einzustellen? Haben sich Bülent Ucar („für eine authentische Entwicklung des Islams in Deutschland und Europa“) oder Mouhanad Khorchide („Dafür ist eine Zusammenarbeit mit den islamischen Religionsgemeinschaften geboten“)[7] jemals vom ECFR distanziert, werden sie eine Theologie erschaffen (was doktrinär nur Allah kann) und vermarkten können, die verlässlich gegen die mehr als unterschwellige Misogynie und Gewaltbereitschaft der Funktionäre von Muslimbruderschaft oder (muslimbrudernahem) ECFR anredet und erzieht?

Zugegeben etwas ungläubig haben wir vernommen, dass die Scharia jetzt den Banden der Grundrechte eingepasst werden soll. Das Streben mag die Öffentlichkeit an die beiden Konzepte von Euro-Islam erinnern, die Bassam Tibi säkular und nachhaltig rechtsstaatlich und Tariq Ramadan allahzentrisch und ein wenig revolutionär entworfen haben.

Tibi forderte vom europäischen Muslim den Verzicht auf installierte Islamische Justiz (Fiqh) und die Abkehr vom Islamischen Recht, damit die universellen Menschenrechte keinen Schaden nehmen:

„Im Euro-Islam gibt es keine Scharia und kein Dschihad. Viele Muslime sagen, ohne Scharia und ohne Dschihad gibt es kein Islam. Wenn sie ehrlich sind und informiert sind, was Scharia und Dschihad bedeuten, dann können sie leicht zum Ergebnis kommen: Scharia und Dschihad sind nicht verfassungskonform. Das heißt: Wenn ich an den Islam glauben will und will an Scharia und Dschihad festhalten, dann kann ich nicht auf dem Boden des Grundgesetz stehen.“[8]

Ramadan will den beibehaltenen islamischen Pflichtenkanon, das Strafrecht eingeschlossen, einer elitär betriebenen Debattenkultur unterziehen, das Ergebnis sei dann demokratiefähig:

„Meine Position ist, dass wir anfangen müssen, darüber zu diskutieren. Ich glaube nicht, dass die Umstände, diese Strafen wieder einzuführen, zurückkommen werden. Aber ich will mit den islamischen Gelehrten in eine kritische Diskussion treten, … indem ich die Idee vorantreibe, die Strafen zu suspendieren und den Dialog darüber zu eröffnen, was wir wollen. Ich weiß nur eines: Es ist unmöglich, sie anzuwenden, deshalb müssen wir es beenden im Namen des Islams.“

Die Religion des Islam scheint der selbsternannte Genfer Islamsprecher dabei als parallele Staatlichkeit zu begreifen, die sich zwischen Regierung und „Islambürger“ schiebt und alles Nichtislamische auf die jeweiligen Ergebnisse der Beratschlagung („Diskussion“) warten lassen darf. Zu einem unzweifelhaften Vorrang der AEMR gegenüber den Religionsgesetzen schweigt Ramadan. Auch zum Verzicht auf den Hidschab (Schleier, islamisches Kopftuch) oder für die Möglichkeit der Islamapostasie macht sich der Sohn von Muslimbruder Said Ramadan und Enkel von Hasan al-Banna, dem Gründer der Muslim Brotherhood, nicht gerade stark.

Das angeblich unbedingt und sofort in den Hochschulbetrieb zu integrierende „islamische Wissen“ ist aus Sicht der ‘Ulama das, was die Seele vor der ewigen Verdammnis rettet. Reinhard Schulze gibt sich optimistischer und redet von Islamischer Theologie:

„Islamisches Wissen soll durch einen akademischen Diskurs nicht nur verwaltet, sondern bearbeitet und weiterentwickelt werden. … Die Aufgabe, vor der wir heute stehen, ist die Integration der islamischen Selbstauslegung in das akademische Feld deutscher Universitäten.“[9]

Wer sieht Anlass zur Hoffnung, dass die an den deutschen Fakultäten für Islamische Theologe im Aufbau befindliche Imamausbildung und Ausbildung der Lehrer für einen Islamischen Religionsunterricht näher am Konzept des Göttinger Politikwissenschaftlers steht und weiter entfernt vom gleichnamigen Entwurf des Genfer Islamisten? Was Bülent Ucar (ebenfalls bei dradio) zu den Möglichkeiten der Theologiefortschreibung sagt, mag Spannung verbreiten, ist aber kein vorbehaltloses Bekenntnis zur Universalität der Menschenrechte:

„Es kann aber auch sein aufgrund der pluralistischen Gesellschaft hier im Westen, dass sich so etwas wie ein liberaler Islam entwickelt.“

Wer am 28.-30. Oktober 2011 im Osnabrücker Schloss Abu Hamid al-Ghazali als Beispiel träumerischer Mystik ausgeben will, lese beim illusionslosen Murad Wilfried Hofmann:

„Andernfalls müssten sie wissen, dass Islam selbst von Mystikern nie nur als eine Sache des Herzens verstanden werden darf, sondern notwendig die Unterwerfung unter das Gesetz, die Schari’a, impliziert.“[10]

Hofmann argumentiert völlig im Einklang mit al-Ġazālī, der den Trance-Techniken verzückter Gotteserfahrung gewisser Sufi-Gemeinschaften jeden Selbstzweck abspricht. Nicht Entrückung sichert das Heil, sondern soziopolitischer Gehorsam:

„Die Menschen schlafen, und erst wenn sie sterben, erwachen sie (people are asleep, and when they die they wake up). … Die Liebe zum Diesseits ist die Ursache aller Sünde, das Diesseits ein Ackerfeld für das Leben danach.“

„Voller Treue und Eifer soll der einfache Muslim die Gelehrten nachahmen, die Erben der Propheten. Die Gelehrten sollen die Gottesfreunde, Propheten und Engel bis zur Auslöschung aller menschlichen Eigenschaften imitieren, damit sie im Paradies zu menschengestaltigen Engeln verwandelt werden.“

Nur dem schariatisch korrekt Handelnden gelinge es in seinem Leben, die (das Seelenheil gefährdenden) Extreme zu vermeiden. Glauben heißt gehorchen! Das ist die Botschaft eines ernsthaft an al-Ghazali ausgerichteten Islamischen Religionsunterrichts (IRU).

Zur Ausbreitung der islamischen Seinsweise darf gelogen werden, stellt al-Ghazali fest.[11]

Wer die Islamische Ordnung aufbaut und seine Familienangehörigen und Nachbarn mit der Grundlage jeder Hisba-Tätigkeit, mit dem „Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten (Koran 3:110) zum „religiös richtigen Tun“ zwingt, sei gerade nicht gleichsam zu heiß oder zu kalt, sondern human und gemäßigt, habe sozusagen Körperwärme, wie Tugendtyrann al-Ghazali, die griechischen Philosophen zweckentfremdend, anordnet:

„Vollkommene Tugend ergibt sich dem Gottesfürchtigen ganz von selbst, die Wahrheit ist für ihn jederzeit und mühelos ersichtlich.“

„Ziel ist die Wohlausgewogenheit, das mittlere Maß, denn Übermaß wie Mangel sind meidenswert. Wir Menschen wünschen wohltemperiertes Wasser, nicht zu heiß und nicht zu kalt.“

Um die Frauenfrage war der vor 900 Jahren verstorbene Imam besonders bemüht, wie man im Al-Ḥyā ‘Ulūm ad-Dīn (Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften) erfährt:[12]

„Sie muss im Hof bleiben und sich um die Wäsche kümmern. Sie darf nicht allzu oft ausgehen, muss einfältig und gutmütig sein, darf keinen allzu geselligen Umgang mit den Nachbarn haben und sie nicht öfter besuchen, als es absolut unverzichtbar ist. Sie muss sich sehr um ihren Ehemann kümmern und ihn respektvoll behandeln. Ohne seine Einwilligung darf sie das Haus nicht verlassen.“

Die Tagungsteilnehmer im Osnabrücker Schloss sollten sich umsehen, ob Exemplare der Spezies Frau unter ihnen anwesend sind, die gegen al-Ghazalis Vorgabe verstoßen und ohne Erlaubnis des Ehegatten gekommen sind. Wer das jetzt nur lustig findet, weiß nicht, was Islamisches Recht und Deutschlands Ehrenmorde miteinander zu tun haben. Unattraktiv muss die Tugendhafte wirken, anonym wie ein Zombie durch Nebengassen huschen:

„Dabei hat sie [beim Ausgehen, beim Verlassen des Hauses] abgetragene Kleidung anzulegen und sich nur auf unbelebten Straßen zu bewegen. Die öffentlichen Märkte muss sie meiden und sicherstellen, dass niemand sie an ihrer Stimme erkennt. Sie darf sich nicht an einen Freund ihres Ehemannes wenden, selbst wenn sie seine Hilfe gerade nötig hätte.“

Was al-Ghazali zur Frau im Islam predigt, ist kein „Islamismus“, sondern echter alter Islam.

Vor einer Zersplitterung des deutschen Islams warnend, lobt der 1984 in Lützelbach im Haus des Islam (Wolfgang Borgfeldt) weilende Hofmann den Islamfunktionär Ahmad von Denffer, der gerade seine sechs Jahre an der Maududi-orientierten britischen Islamic Foundation beendet hatte:

„Wenn alle diese Gruppen und Grüppchen und ihre fernen Mäzene sich dem Islam so verschrieben hätten wie Ahmad von Denffers Muslim-Gemeinschaft, dann würden sie an einem Strick ziehen. Wenn.“

Der radikale, aus Leicester heimgekehrte Konvertit bekannte sich später religiös zu palästinensischen Selbstmordattentaten („eine der höchst lobenswerten Formen des Gottesdienstes“), ganz nach dem Vorbild des Apostaten und Homosexuelle als tötenswert erklärenden Scheichs al-Qaradawi,[13] und ermuntert jeden deutschen Muslim, den säkularen Staat zu überwinden und: „diese Gesellschaft in eine islamgemäße umzuwandeln.“[14]

Gareth Jenkins (2010) unterschätzt den türkischen Ministerpräsidenten womöglich, der, die Unrechtssysteme Iran und Sudan betreffend, keineswegs betriebsblind ist, sondern politisch geschickt:

„Dass man die Länder des einstigen osmanischen Reiches an sich binden, zu deren ‚Gravitationszentrum’ werden will, das hat ja auch Außenminister Davutoglu immer ganz konsequent gesagt. Das ist Strategie. Aber ich glaube auch, dass es eine gewisse Blindheit, eine Naivität gibt bei Erdogan und der AKP. Sie sehen diese Regime nicht so wie sie sind. Es ist ein Ausdruck der mangelnden intellektuellen Tiefe Erdogans, er kann nicht erkennen, was böse ist im Sudan, weil er es durch einen muslimischen Filter wahrnimmt. Diese Leute können nicht schlecht sein, sie sind Muslime. … Das eigentliche Problem ist aber eine kulturelle Blindheit der AKP gegenüber muslimischen Extremisten. Man erkennt oft gar nicht, dass jemand ein potenzieller Terrorist ist, weil derjenige als frommer Muslim dasteht, und somit grundsätzlich akzeptabel erscheint.“[15]

Die größere „Blindheit“ oder Einfalt könnte viel eher auf Seiten des Islamische Studien empfehlenden deutschen Wissenschaftsrats (WR) liegen und bei den fünf Universitäten, die, durch den Staat mit jeweils bis zu 4 Millionen Euro gefördert,[16] um die rasche Ansiedlung von schariafreundlichen Studiengängen rangelten.

Falls sich Deutschlands Islamische Theologenausbildung als das Hofmannsche „an einem Strick ziehen“ erweisen sollte, als ein die Integration behinderndes und die Abschottung förderndes Hand-in-Hand-Arbeiten mit FIOE (Federation of Islamic Organisations in Europe) bzw. ECFR, wird es hilfreich sein, rechtsstaatliche Wege offen gehalten zu haben, um das waghalsige Experiment einer universitären IRU-Lehrer- und Imamausbildung zu beenden.

Religionslehre an öffentlichen Schulen darf nicht dazu beitragen, Rechtsstaat und bürgerliche Ordnung zu ironisieren und zu erodieren. Bevor die heutigen Islamverbände staatlicher Ansprechpartner für einen bekennenden Religionsunterricht sein können, ist der Verzicht auf die Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith zu erklären. Der Aufbau von Fiqh-Justiz (Fatwa-basierten Schiedsstellen, Schariagerichtshöfen) darf nicht betrieben werden.

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

[1] Aus dem Mīzān al-‘Amal (Waage-Skala des Handelns) stammen, wo nicht anders angegeben, auch die anderen Zitate. Eigene Übersetzung nach al-Ghazalis Criterion of Action bzw. Critère de l’action verschiedener Quellen, u. a.

Criterion of Action (Mizan al-‘Amal), bei: S. Dunya, Kairo 1964

http://www.ghazali.org/works/mizan-en.htm

Das etwas weltverachtende „alle Menschen schlafen“ (when they die they wake up) entstammt dem Hadith. Soll der an al-Ghazali geschulte Teilnehmer des künftigen IRU sich für einen Schlafwandler (sleepwalker) halten? “There is a hadith of the Prophet Muhammad, which is attributed also to Ali. He says that human beings are asleep. And when they die they wake up. So, there is this notion that human beings go through life as sleepwalkers, as people who are really not waking up to their own potential – to this power that resides within us.”

http://xeniagreekmuslimah.wordpress.com/2010/10/05/human-beings-are-asleep-when-they-die-they-wake-up-why-some-are-unable-to-understand-te-quran/

[2] Necla Kelek: Aus Muslimen müssen freie Bürger werden

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/freiheitspreis-an-necla-kelek-aus-muslimen-muessen-freie-buerger-werden-15935.html

[3] WELT 20.07.2007, Boris Kalnoky: Das System von Recep Tayip Erdogan

Zitat: „Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia“, sagte Erdogan 1994 der Zeitung ‚Milliyet’. Der Satz daraus „unser Ziel ist der islamische Staat“, hat die Türkei erschüttert

http://www.welt.de/politik/article1042341/Das_System_von_Recep_Tayip_Erdogan.html

[4] DER SPIEGEL am 01.06.2008, Daniel Steinvorth: Wenn Frauen besondere Reize aussenden.

„Für andere Frauen, säkulare Türkinnen, kommt der Sittenkatalog einem Rückschritt in die Steinzeit gleich.“

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,556473,00.html

[5] Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

[6] ufuq, bei bpb – „Qaradawi selbst gilt als Vordenker der islamistischen Muslimbruderschaft. Zwar präsentiert er sich als Verfechter der „wasatiyya“, einer „Mittelposition“, die nach einer gemäßigten Position zwischen den Extremen suche. Doch bekennt er sich zur maßgeblichen Rolle der Scharia im gesellschaftlichen Alltag. … Qaradawi ist auch Präsident des 1997 in Dublin gegründeten Europäischen Fatwa- und Forschungsrates (ECFR).“

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=2R8K3B

[7] IGMG 01.01.2011 Islamuntericht: Moschee und Schule ergänzen sich

Khorchide will, hier publiziert es die Millî Görüş: „dass sich der islamische Religionsunterricht an den Schulen und der Religionsunterricht an den Moscheen künftig gegenseitig ergänzen sollen.“

http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/islamuntericht-moschee-und-schule-ergaenzen-sich.html?type=98

[8] Der europäische Islam (Michael Hollenbach, dradio 25.07.2009)

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1004570/

[9] „Was ist Islamische Theologie?“ Reinhard Schulze (Köln 13.07.2010)

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Schulze.pdf

Während Schulze vor dem Wissenschaftsrat dozierte, protestierten Bürgerrechtler vor dem Tagungszentrum MediaPark

http://vafpage.de/aktionen.html#Juni

[10] Murad Wilfried Hofmann 1981, aus: Tagebuch. Dort liest man, was der gottesfürchtige Diplomat drei Jahrzehnte eher unter Wissenschaft zu verstand: „Oh ja, diese Soziologie argumentiert vom gewünschten Ergebnis her. Atheismus ist ihr nicht nur Arbeitshypothese, sondern Axiom. Wenn dies die herrschende Weltanschauung der gesamten westlichen Welt wird, dann gute Nacht auch für Europa.“

http://www.way-to-allah.com/dokument/tagebuchwilfriedhoffmann.pdf

[11] Frommes Lügen ist für die Ausbreitung des Schariagesetzes gestattet, sagt al-Ghazali:

“Know that a lie is not wrong by itself … We must lie when truth leads to unpleasant results.”

http://books.google.de/books?id=alSXCzWQmKcC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

[12] Eigene Übersetzung nach: « Elle doit rester au foyer et filer la laine. Elle ne doit pas sortir trop souvent. Elle doit être ignorante, ne doit pas être sociable avec ses voisins et ne doit leur rendre visite que si c’est absolument nécessaire. Elle doit prendre soin de son mari et doit lui témoigner du respect, en sa présence comme en son absence. Elle doit essayer de le satisfaire en toutes choses. Elle ne doit pas essayer de le tromper, ni de lui extorquer de l’argent. Elle ne doit pas quitter sa maison sans la permission de son mari … Elle devra revêtir de vieux vêtements et emprunter des rues désertes. Elle devra éviter les marchés publics et s’assurer que nul ne puisse identifier sa voix et la reconnaître. Elle ne doit pas adresser la parole à un ami de son mari, même si elle a besoin de son assistance.»

Aus : Revivification des sciences de la religion, cité par Ghassan Ascha, Du statut inférieur de la femme en Islam, l’Harmattan, Paris 1987, p. 41.

http://www.denistouret.fr/textes/al_Ghazali_Algazel.html

http://fr.narkive.com/2004/12/28/1753783-le-statut-inferieur-de-la-femme-en-islam.html

Zu al-Ghazali und die Frauen vgl. auch Describing Women and Their Good and Bad Points

Imam Ghazali: Counsel for Kings [Nasihat al-Muluk], London, Oxford University Press, 1964, pp. 158-173

http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/ghazali/women_good_bad.html

[13] Qaradawi declared Hezbollah’s war a legitimate Jihad in accordance with Islamic law on his Web site, where he also stated, „It is the duty of every Muslim to support this resistance against the Israeli enemy.“ …

Qaradawi has also justified killing apostates and homosexuals. In an interview with the Egyptian newspaper Al-Ahram Al-Arabi in 2004, Qaradawi condemned apostasy and ordered the death penalty for those who stray from Islam. In 2003 Qaradawi stated on IslamOnline that the punishment of homosexuality is the death penalty.

http://www.adl.org/NR/exeres/788C5421-70E3-4E4D-BFF4-9BE14E4A2E58,DB7611A2-02CD-43AF-8147-649E26813571,frameless.htm

[14] bpb – Rainer Brunner zitiert Ahmad von Denffer:

„Hier hat der Wolf aber gehörig Kreide gefressen! (…) Niemand wird ernsthaft glauben, was der Zentralrat hier vorträgt. An der Forderung des Korans, danach zu streben, dass nach Allahs Wort zu entscheiden ist (Koran 5:44-50 u.a.), kann kein Zweifel bestehen. Mit seinem ‚Begrüßen’ des Systems der Bundesrepublik Deutschland wo ‚Staat und Religion harmonisch aufeinander bezogen sind’ rückt der Zentralrat aber eindeutig von dieser koranischen Maßgabe ab“

http://www.bpb.de/veranstaltungen/NTGHNT,0,0,Die_Islamische_Charta_des_Zentralrats_der_Muslime_in_Deutschland.html

[15] Boris Kalnoky für WELT-online am 25.01.2010, „Erdogan kehrt zurück zu muslimischen Instinkten“

http://www.welt.de/politik/ausland/article5970785/Erdogan-kehrt-zurueck-zu-muslimischen-Instinkten.html

[16] James Angelos am 03.08.2011, in: Germany Tries to Forge European Brand of Islam

Germany’s government is granting five of its public universities up to €4 million ($5.7 million) each to develop Islamic theology programs. The Osnabrück experiment, the first German university course of its kind, has gained a great deal of attention.

http://online.wsj.com/article/SB10001424053111903635604576476230269701982.html

263. Chomeini, al-Ghazali, Osnabrück

14. Oktober 2011

ولايت فقيه

Wilāyatu l-Faqīh

Velāyat-e Faghīh

Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten

Der islamische Staat

Zwischen dem 21. Januar und dem 8. Februar des Jahres 1970 lauschten schiitische Islamstudenten an der traditionsreichen Lehrstätte zu Nadschaf (Irak) neunzehn Vorlesungen, deren Inhalte später als Hokumat-e Eslāmī (Der Islamische Staat) zusammengefasst wurden (im Englischen erlangte die bereits betrachtete Übertragung eines Berkeley-Professors[1] Bekanntheit: Hokumat-e Eslāmī: Velāyat-e Faqīh (Islamic Government: Governance of the Jurist; vgl. Sägefisch 175).

Dass der 1964 aus seiner iranischen Heimat in die Türkei verbannte und im Folgejahr an den Euphrat nach Nadschaf geflüchtete Dozent und Hodschatoleslam kein Jahrzehnt später Irans Staatsoberhaupt sein würde, ahnten damals sicherlich nur die wenigsten.

Die folgenden acht Jahre kaum diskutiert, geriet die Schrift im Vorjahr der Islamischen Revolution in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, als spürbar wurde, dass Ayatollah Chomeini die religiöse islamische Sache wirklich ernst genommen hatte. Auszüge aus Chomeinis, 1983 in der DDR für den Verlag Klaus Schwarz gedruckten Text Der Islamische Staat, (übersetzt von Nader Hassan und Ilse Itscherenska) werden gegenwartsbezogen kommentiert von Jacques Auvergne.

Vormals bei Bedarf der Mächtigsten Göttin ein edles Tier opfernd (bei Hišām bin al-Kalbī: „So habe ich der al-ʿUzzā ein weißes Schaf geopfert, als ich noch Anhänger der Religion meines Volkes war.“),[2] verließ das vollkommene Wesen den Polytheismus und übernahm (klaute) die Reihe der Propheten von den hebräisch lesenden Nachbarn. Mohammed („Er hackte Hände ab, peitschte aus, steinigte“, Ayatollah Chomeini) stellte sich der Menschheit als Monopolinhaber des tauḥīd vor, jenes unbedingt öffentlich zu bekundenden Glaubens an das vierfache Einssein. Denn auf ewig Eins, denn unteilbar ist sowohl Gott (Allāh), als auch das Weltall als Schöpfung des Schöpfers (der Ḫalq des im Koran mehr als zweihundert mal genannten Ḫāliq),[3] das einzig sittlich zu nennende Gesetz (šarīʿa) sowie die Gemeinde (umma) der tugendhaft Handelnden. Zwischen islamisch denken und islamisch leben kann es keinen Unterschied geben, wer nicht gehorcht, glaubt nicht.

Der den Koran zum unübertrefflichen Gesetz erhebende Tauhid,[4] der ernsthaft gelebte Islam, ist damit nicht lediglich spekulative, allen Dingen gemeinsame Sinnquelle des Nachdenklichen, der etwa das Vorbild eines Aristoteles oder Alexander von Humboldt, Goethe oder Hesse für ein vollkommen gelungenes menschliches Leben hält, nicht einfach nur dem Individuum Zuversicht bereitendes Weltgefühl in der Tradition von Lao Tse, Henry David Thoreau oder Sir Ahmed Salman Rushdie (Todesfatwa durch Chomeini am 14.02.1989), sondern das die Unteilbarkeit von Allah, Schöpfung, Scharia und Umma bekundende, von jedem Rechtgläubigen flexibel (rücksichtslos) und konsequent (gnadenlos) in Familie, Schule und Straßenzug durchzusetzende Wohlverhalten. Glauben heißt gehorchen!

Deshalb, zur Minderung des Lasters und zur Rettung der Seele, trägt die heute für das der Millî Görüş zuzurechnende (Az.: LG Berlin 27.0.134/02) Islam-Kolleg e. V. als Lehrerin arbeitende Diplomatentochter Fereshta Ludin ihr Kopftuch und Konvertit Raimund Prochaska, ihr Ehemann, einen die bösen Dschinnen vertreibenden Bart. Die prominente afghanischstämmige Kopftuchklägerin und ihr Ehemann saßen ab 1995 im Vorstand der im Vorjahr im Haus des Islam (HdI) gegründeten Muslimischen Jugend Deutschlands (MJD), deren erster Vorsitzender HdI-Gründer Muhammad Siddiq (Wolfgang Borgfeldt) hieß, ein Mitglied im Europäischen Rat für Fatwa und Forschung (ECFR), dessen Chef wiederum der höchstangesehene Theologe der Muslimbrüder ist, Scheich Yusuf al-Qaradawi.

Aus Sicht der Schariafreunde gibt es Zivilisation nur durch das wörtliche Befolgen von Koran und prophetischer Überlieferung. Der Widersacher an sich ist den frommen irdischen Siedlern und Kolonialisten auch sogleich geläufig, der Jude. Antisemit Chomeini stellt fest:

15. Zuerst war die islamische Bewegung mit dem Judentum konfrontiert. Die Juden waren es, die als erste mit der antiislamischen Propaganda und mit geistigen Verschwörungen begannen. Und das dauert, wie Sie sehen, bis in die Gegenwart an.

Der Teufel selbst schuf den Kapitalismus und den Staat Israel, so fasst der Ayatollah dem zu zivilisierenden (zu muslimisierenden, d. h. der Scharia zu unterwerfenden) Leser die Menschheitsgeschichte zusammen.

Chomeini hat die zum religiösen Mord anstachelnde Gottheit von Sunna und Scharia keineswegs falsch verstanden. Allah prophezeit die vom Hadithleser mit freudiger Erregung zu begrüßenden antisemitischen Kollateralschäden auf dem Weg ins Paradies genau so, wie es die am 18.08.1988 verkündete Charta (Mīṯāq Ḥarakat Ḥamās) der seelsorgerlich, terroristisch, politisch und wohltätig aktiven Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas) in Artikel 7 wiedergibt. Geheiligtes und heilssicherndes Ermorden von Juden wird für die Hamas als den palästinensischen Zweig der global agierenden Muslimbrüder (Artikel 2) zur Voraussetzung für das Herankommen des Weltgerichts:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“[5]

Achtzehn Jahre zurück und in den Irak des Jahres 1970. Der Theologieprofessor spürt Landstriche der Frommheit („islamische Länder“), in denen die Scharia Naturgesetz ist und die widernatürliche, jedenfalls „westliche“ allgemeine Menschenrechtserklärung (AEMR) gar nicht gelten kann. Der Höllenfürst selbst jedoch beruft Verworfene, die ohne Unterlass die Makellosigkeit der Religion mit Schmutz bewerfen:

15. Nach den Juden traten andere Volksstämme auf, die in gewisser Hinsicht noch teuflischer sind. Sie drangen als Kolonialisten vor dreihundert Jahren oder früher in die islamischen Länder ein … So begannen sie, auf verschiedene Art und Weise gegen den Islam Propaganda zu machen … begannen, die Wahrheit des Islams zu entstellen.

Die hinterhältig entstellte „Wahrheit des Islams“ bei Chomeini ist das, was uns in Deutschland und zweiunddreißig Jahre nach der Islamischen Revolution, 2011, als angeblich bejammernswert verzerrtes „Islambild“ begegnet, so im Januar in der taz (Gudrun Krämer: „Die Deutschen haben ein einseitiges Islambild“),[6] im Mai bei der NZZ (Kai Hafez: „Das negative Islambild verfestigt sich.“)[7] und im Oktober bei der Deutschen Welle („Ist das Islambild in den Medien zu negativ?“).[8]

Leider verlangen Krämer oder Hafez, Annette Schavan oder Patrick Bahners von Deutschlands Imamen nicht, die koranische Höllendrohung künftig nur als ein Sinnbild zu erklären. Und so gewinnen, nach ihrem Ableben, Schariati und Chomeini doch noch die Deutungshoheit zu Westen und Morgenland, kapitalistischem Okzident und spirituellem Orient: Nicht der Islam an sich ist negativ, nein, dein oder mein „Bild“ vom Islam ist es! Sofern er kein Rassist ist, leide der islamkritische Deutsche, jedenfalls der nichtmuslimische Deutsche, allzu leicht an einer Wahrnehmungsstörung und benötige dann eine Sehhilfe zur Korrektur seiner religiösen Optik.

Schließlich ist, jedenfalls meinen das die Kalifatsfreunde, das Islamische Recht (Scharia) reinster Humanismus, Garantie für gelingenden Sozialstaat, Hilfe zur Selbsthilfe. Der Sklave Spartacus, der vogelfreie Robin Hood und der historisch verbürgte Aufständische Andreas Hofer waren gleichsam Zwerge:

16. Der Islam ist die Religion der Kämpfer, die für Recht und Gerechtigkeit eintreten, die Religion derer, die nach Freiheit und Unabhängigkeit streben, die Schule der Kämpfer gegen den Kolonialismus.

Dass der echte alte Islam dabei seit Mohammeds Tagen einen grausamen Kolonialismus und Imperialismus darstellt und einen auf Deklassierung der Frauen und Versklavung der Nichtmuslime beruhenden Führerstaat verlangt, übergeht der spirituelle Staatstheoretiker einstweilen.

Erst die religiöse Revolution („eine Regierung an die Macht zu bringen“) sei so etwas wie die Verwirklichung des Sozialstaatsgebots. Atemlos steigt der Geistliche zum Begriff des Lebens in der Menschenwürde hinauf, nun ja, die halbierte Würde für die Frau muss dabei reichen und der Ex-Muslim hat inschallah gar keine Würde:

16. Die falsche Vorstellung vom Islam in der öffentlichen Meinung und die verzerrte Form seiner Darstellung in islamischen Seminaren laufen darauf hinaus, dem Islam seinen revolutionären und vitalen Charakter zu nehmen und die Muslime daran zu hindern, Anstrengungen zu machen, sich zu bewegen, die Freiheit zu lieben, sich um die Verwirklichung der islamischen Grundsätze zu bemühen, eine Regierung an die Macht zu bringen, die für ihr Wohlergehen sorgt ein Leben zu führen, das menschenwürdig ist.

Neugier auf das Fremde ist kindlichem Lernen dienlich und selbst für Erwachsene eine Tugend. Das weiß sogar Ruhollah Musavi Chomeini, doch sogleich lockt der Demagoge die Studenten seines Hörsaals zu Nadschaf hin zu jener geheimnisvollen, nahezu völlig unbekannten Verhaltenslehre und Staatlichkeit namens Islam:

17. Die Menschen kennen die Fremden nicht, genau so wenig kennen sie den Islam. Er lebt wie ein Fremder unter den Völkern der Welt.

Wenn jemand den Islam so darstellt, wie er tatsächlich ist, will man ihm nicht glauben.

So einen Fremdling darf man doch nicht im Regen stehen lassen. Solches vernimmt man auch vier Jahrzehnte später: Deutschland müsse das System von Koran und Sunna integrieren, das unteilbare, die Seele rettende islamische Tugendgefängnis. „Wir müssen den Islam einbürgern!“, donnerte Renate Künast im September 2010. Ayatollah Chomeini hat den Islam nicht ganz richtig verstanden und sollte bei den deutschen GRÜNEN zur Koranschule gehen, so dürfen wir die Fraktionsvorsitzende offensichtlich interpretieren: „Junge Muslime sollten den Koran kennen und verstehen, statt Aussagen in ihn hineinzuinterpretieren, die gar nichts mit dem Koran zu tun haben.“[9]

Die Formel vom Islam einbürgern stammte allerdings bereits aus dem Jahre 2005 und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Marieluise Beck.[10] Frau Beck zählt zu den Initiatoren der Christlich-Muslimischen Friedensinitiative (CMFI, cm-fi).[11] Im April 2004 gab die Parlamentarische Staatssekretärin eine knapp fünfseitige und etwas grantige Stellungnahme für das Recht der Lehrerin auf das Tragen des islamischen Kopftuches ab.[12]

Das Durchsetzen des angeblich irgendwie auch die Nichtmuslime erhebenden Islamischen Rechts braucht keine Opposition (CDU wie SPD wollen den Islamischen Religionsunterricht) und ist den Untertanen erfahrungsgemäß leicht mit ein paar Dialogveranstaltungen „zu erklären“. Weil die bösen Geister nur durch verstärkte Bedeckung des weiblichen Körpers in Schach gehalten werden können und inzwischen selbst Kirchenferne oder Atheisten dazu bereit sind, die Koran und Hadith wörtlich nehmenden Religiösen möglichst weit „zu verstehen“, rufen Europas Muslimbrüder und Multikulturelle nach der totalen Legalisierung des Kopftuchs.

Von einem, Feingefühl und Erinnerung kalkuliert mindernden, medialen Feuerwerk grell ausgeleuchteter Plattheiten und Skandälchen überblendet, tasten sich Nordamerika und Europa, Friedenskonferenz um Friedenskonferenz, hinauf in wundertätige Klerusherrschaft, gewalttätige Scharia-Justiz und undurchschaubare Stammeskultur.

Die Versöhnungsindustrie braucht die segmentierte Gesellschaft.

Ohne Apartheid kein Dialog. Chomeini:

18. Für alle Angelegenheiten hat der Islam Gesetze und Vorschriften. Er [Allah] hat für den Menschen Gesetze verkündet, die sein ganzes Leben, vom Embryonalstadium bis zum Begräbnis, umfassen.

Wer Allahs Befehl (Scharia) nicht Folge leistet, verfehlt das Ziel seines Lebens, die ewige Gottesnähe, und ist vermutlich zu unübersteigerbaren Schrecknissen verdammt.

Wenn 2011 Sylvia Löhrmann mit dem KRM-Mitglied ZMD als dem weiteren Wirkungskreis der Islamischen Autoritäten Muhammad Siddiq Borgfeldt (ECFR)[13] und Dr. Mohammad Hawari (ECFR)[14] über die Einführung bekennenden Islamunterrichts verhandelt, ist kein anderes religiöses Reglement gemeint, an das der Gehorsamspflichtige lebenslang anzuketten ist, als das auch vom schiitischen Ayatollah beschworene Gesetz von Koran und Sunna. Was die Muslim Brotherhood irdisch an Hakimiyyat Allah (God’s rule) aufbauen will, wird sich allenfalls aus dem Blickwinkel eines Schariarichters, nicht aber aus Sicht eines Verteidigers allgemeiner Menschenrechte von der Iranischen Gottesherrschaft unterscheiden. Ungerührt übergeht die Ministerin für Schule und Weiterbildung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, dass der den Muslimbrüdern nahe stehende Zentralrat als Beauftragte für Pädagogik und Religionsunterricht die Aachener Pädagogin, Ehebruchhasserin und Steinigungsfreundin Eva-Maria El-Shabassy aufführt.[15]

19. Für die gesellschaftlichen und staatlichen Angelegenheiten gibt es genau so wie für die gottesdienstlichen Handlungen Gesetze und Vorschriften.

Selbst das in Deutschland beliebte Märchen von des „Flexibilität“ der verlässlich chaotischen, diskriminierenden und sadistischen Schariajustiz (flexibility of Shariah)[16] nimmt der umsichtige Chomeini vorweg:

19. Das islamische Rechtswerk ist progressiv, entwicklungsfähig und umfassend.

Den Theologen versteht, wer progressiv als militant, entwicklungsfähig als hinterlistig und umfassend als totalitär liest. Schon im folgenden Satz wird der Gelehrte barbarisch. Vom Himmel herabgekommen sei das aus islamischer Sicht perfekte Strafrecht. Bei Vergehen nach Maßgabe des ḥadd (Pl. ḥudūd) wie Unzucht, Weinkonsum oder Diebstahl, also bei äußerster Verletzung der Grenze islamischer Zivilisiertheit, habe man Körperstrafen anzuwenden.

Islam ist ein Komplettangebot, weswegen der Religionskundige Justizverwaltung, zinsloses Bankwesen, aber auch Vergeltungsrecht (qiṣāṣ) und Kriegsführung einplant. Ein bisschen Scharia kann es so wenig geben wie eine halbierte Hadithsammlung:

19. Seit langem sind über die verschiedenen Aspekte des islamischen Rechtswesens, nämlich Gerichtsbarkeit, geschäftliche Angelegenheiten, Hodud, Gesās, Beziehungen zwischen den Völkern, Bestimmungen über Krieg und Frieden und Völkerrecht, dicke Bücher geschrieben worden. Sie gehören zum Schatz des islamischen Rechtswesens. Es gibt keine wichtige Frage, für die der Islam keine gesetzliche Regelung hat.

Nur Allah darf Gesetze erlassen, alle von Menschen gemachten Paragraphen sind zu tilgen! Der zwischen 1978 und 1984 an der Islamic Foundation (Leicester) vom revolutionären religiösen Gedankengut des Pakistaners Maududi bzw. der Partei und Bewegung Jamaat-e-Islami geprägte Ahmad von Denffer verlangt von jedem Muslim: „Lass darum keinen Menschen, keinen Gelehrten, keinen Vorgesetzten, überhaupt kein Geschöpf Gottes für Dich bestimmen, was erlaubt und was verboten ist.“ Kein Mensch, nur Allah ist Souverän, so der Konvertit weiter: „Nimm keine anderen Herren neben Gott an.“[17]

Die Existenz des persischen Schah lästert Gottheit und Schöpfung:

20, 21. Diejenigen Artikel der Verfassung und ihrer Ergänzung, die sich auf die Monarchie und die erbliche Nachfolge beziehen, haben mit dem Islam nichts zu tun. Sie sind alle antiislamisch; sie stehen im Widerspruch zu den islamischen Methoden des Regierens und zu den Gesetzen des Islam. … Im Islam gibt es keinen König und keinen Kronprinzen. Wenn das ein Mangel ist, so ist der Islam mangelhaft.

Die Demokratie, insbesondere die demokratische Schaffung von Gesetzen, ist nicht ḥalāl. Um Wohlergehen und Lebenslust zu verbreiten, müssen unsere Juristen alle unislamischen Gesetze ausmerzen:

21, 22. Dadurch, dass unserer islamischen Gesellschaft fremde Gesetze aufgezwungen wurden, entstanden viele Probleme und Schwierigkeiten. … Die heutigen Gesetze existieren nur, um den Menschen Schwierigkeiten zu bereiten

In der geradezu heidnischen, unterdrückerischen Gegenwart ist selbst in den Hörsälen der Islamischen Hochschulen jeder islamische Mahner zur Heimlichkeit (taqīya, pers. taġiye) gezwungen:

24. Es ist eine Situation entstanden, in der jemand, der über den islamischen Staat sprechen will, zur Taġiye verurteilt ist

Was wird die 2010 nach universitärer Imamausbildung verlangende, seit 2005 amtierende Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan sagen, was Stiftung Mercator oder Wissenschaftsrat, wenn morgen ein glaubensbewegter Student auf dem Universitätsgelände, wie einst Chomeini, „über den Islamischen Staat sprechen will“? Der in und um IGD, Zentralrat (ZMD) und Koordinationsrat (KRM) höchst einflussreiche Muhammad Siddiq Borgfeldt deutet an, wo ein ungebändigter deutscher Islam hinsteuern wird, das ECFR-Mitglied schätzt keine religiösen Lauheiten: „Wir wollen keinen Larifari-Islam, sondern sind bewusste Muslime.“[18]

Konsequenterweise müsste Schavan den Niqab der Frauen der saudischen Wahhabiten oder deutschen Salafisten loben und auch über die auf den Straßen Teherans ab März 1979 oder im Lützelbacher HdI (Haus des Islam) seit 1983 praktizierte Geschlechterapartheid ihre Anerkennung bekunden, über diese, so die Bildungsministerin: „selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben.“[19]

Warum aber lobt Frau Schavan nicht die Ex-Muslime für ihre „selbstbewusste Weise“, die eigene Freiheit zu leben?

Soviel zu Chomeinis Vorwort.

***

Vertrauen ist gut, Religionspolizei ist besser! Außerdem braucht Allah ein paar Ministerien.

Und Islam wird Staat:

31. Eine Sammlung von Gesetzen genügt nicht, um die Gesellschaft zu verbessern. Man braucht eine Exekutive, um die Gesetze zum Wohle der Menschen in die Tat umzusetzen. Daher hat Gott, der Allmächtige, nicht nur Gesetze, d. h. das islamische Gesetzeswerk, offenbart, sondern auch einen Staat, eine Exekutive und ein Verwaltungssystem erschaffen.

Mohammed war Empfänger der Botschaften aus dem Jenseits und auf Erden Chef der Verwaltung.

31, 32. Der hochedle Prophet stand an der Spitze der exekutiven und administrativen Institutionen der muslimischen Gesellschaft. Er fühlte sich verpflichtet, … um einen Staat zu begründen, … die islamischen Gesetze zu verwirklichen. … Er hackte Hände ab, peitschte aus, steinigte.

Nach dem hochedlen Propheten hat der Kalif die gleichen Pflichten und die gleiche Verantwortung. … Denn die Muslime brauchten nach dem Ableben des hochedlen Propheten jemanden, der die Durchführung der Gesetze und die Etablierung der islamischen Ordnung übernehmen und so das Wohl der Menschen im Diesseits und Jenseits sichern konnte.

Chomeini spricht aus, was Jurist Mathias Rohe so gerne unterschlägt, nämlich den Charakter des Islamischen Rechts (Scharia) als mühsam exorzistisch und vielleicht die Seele vor der absoluten Verdammnis rettend, als prekär bleibende und zugleich einzig mögliche Heilssicherung auf Erden wie in der verborgenen, ewigen Welt.

Der totale Staat baut sich über von Allah gestifteten Adjektiven auf: über geboten (wajeb / fardh, obligatory) und verboten (haram, forbidden / prohibited), genauer gesagt, nämlich mit den Zwischenstufen wünschenswert (mandoob / mustahabb, recommended), neutral (mubah, permissible) und unerwünscht (makrouh, discouraged), über der Fünfheit von Bewertungsstufen Islamischen Rechts (The Five Ruling Values), Adjektiven, die über irdisches Glück und Unheil sowie über ewige Gottesnähe und Verbleib im Höllenfeuer entscheiden. Das sind absolute Urteile, die in Diesseits und Jenseits Geltung haben (in this world or in the hereafter), eine anders denkende Justiz darf es letztlich nicht geben.[20]

Islamwissenschaftler Tilman Nagel kritisiert daher den schariaverharmlosenden Erlangener Juristen: „Der in den «fünf Bewertungen» verborgene Bezug sowohl auf das Diesseits als auch auf das Jenseits schlägt sich in den seit dem 8. Jahrhundert entstehenden Rechtshandbüchern nieder … Nach wie vor wird am Doppelcharakter dieses Rechtssystems festgehalten: Es regelt die diesseitigen Lebensverhältnisse im Hinblick auf das, was dem Menschen im Jenseits bevorsteht.“[21]

Überall, wo Schriftgläubige Muslime leben, zerspaltet, sofern er nicht vom (hoffentlich nicht) diktatorischen oder (hoffentlich) wehrhaft demokratischen, sprich bleibend säkularen Staat gehindert wird, der geheiligt antisoziale Zug des Islam, der sich aus Allahs Vorschrift ergibt, Stadtbevölkerung oder Staatsvolk. Möglichst große und möglichst stark gereinigte Zonen schariatischen Rechts haben realisiert zu werden. Nach authentisch islamischem (und nicht nach „islamistischem“) Glauben stellt der weise Schöpfer selbst die Tugendhaften auf die Probe, indem er die Nichtmuslime ans geradezu teuflische Arbeiten bringt, Sure 3:118: „O ihr, die ihr glaubt, schließt keine Freundschaft, außer mit euresgleichen. Sie werden nicht zaudern, euch zu verderben, und wünschen euren Untergang.“

Auch in Sure 60:1 wiederholt Allah seinen Aufruf zur Meidung (barāʾa) der menschlichen Gegenspieler: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht Meine und eure Feinde zu Freunden, indem ihr ihnen (eure) Zuneigung zu erkennen gebt“, was den gebürtigen Briten, hanafitischen Gelehrten (Tafsir, Hadith, Fiqh) und Steinigungsfreund Scheich Muhammad ibn Adam al-Kawthari[22] erklären lässt, wie das Thema Integration aus gottesfürchtiger Sicht zu behandeln ist: „Diese Verse zeigen auf, dass es verboten ist, enge Freundschaften und Vertrautheit (Muwalat) mit Nichtmuslimen zu haben, selbst wenn man mit ihnen verwandt ist.“[23] Der Mufti an der Darul Iftaa (Leicester) zitiert mit offenkundiger Genugtuung aus den an er Central Mosque[24] geschätzten hanafitischen Fatawa al-Hindiyya al-’Alamgiriyya (Delhi 1674), die anordnen: „Wenn ein Nichtmuslim stirbt, so kann man dem Vater oder anderen Verwandten des Verstorbenen sagen: ‘Möge Gott dich mit jemand noch Besserem belohnen und dich mit dem Islam ehren und dir ein muslimisches Kind bescheren.’“

Im Gegensatz zur Schariaverharmlosung der aus dem Iran stammenden Nadjma Yassari („mehr Spielraum als gedacht: Koran und die Überlieferungen sind vielschichtig … und erlauben eine Vielzahl von Auslegungen“)[25] bzw. konträr zur gleichsam hypnotisierenden Vorgehensweise eines Abdullahi an-Na’im (vgl. Staat säkularisieren, Politik religiös aufladen: Politik und Staat trennen, um Raum zu schaffen für die Scharia, Sägefisch 225) oder Mathias Rohe (vgl. Trojanisches Pferd: Zum neuen Buch des schariakonformen Regierungsberaters Mathias Rohe: »Das islamische Recht – Geschichte und Gegenwart«, Sägefisch 138), die allesamt vom „flexiblen“, orts- und gegenwartsbezogen anpassbaren, grundsätzlich menschenfreundlichen und heute demokratieverträglichen Islamischen Recht reden, stellt einer, der den Islam wirklich studiert hat, nüchtern fest:

33, 34. Die Behauptung, dass man die Gesetze des Islams außer Kraft setzen kann oder dass sie an Zeit und Raum gebunden sind, widerspricht dem islamischen Geist. Daher ist die Anwendung der Gesetze nach dem hochedlen Propheten eine ewige Pflicht; folglich stellt die Schaffung eines Staates, einer Exekutive und eines Verwaltungssystems eine Notwendigkeit dar.

Freiwillig ein säkulares Gesetz zu befolgen hindert den Muslim an der Erlangung irdischen Heils und ewiger Glückseligkeit, ließe sich mit dem um islamische Ganzheitlichkeit (islamischen Totalitarismus) bemühten Gelehrten ergänzen:

36, 37. Die religiösen Gesetze enthalten eine Reihe verschiedener Vorschriften, die ein umfassendes gesellschaftliches System bilden. … Der heilige Koran und die Sunna enthalten alle Weisungen und Gesetze, die der Mensch zum Glück und zur Vollkommenheit braucht.

Die Internetseite Muslim§Recht argumentiert im Grundsatz nicht anders und sprachlich sehr ähnlich wie die internationale, in Deutschland seit 2003 verbotene Kalifatsbewegung Hizb ut-Tahrir („Partei der Befreiung“). Sie warnt davor, dass die Deutsche Islam-Konferenz eine Religion konstruiert, welche die Muslime von der Pflicht zur Durchsetzung der Schariagesetze abhalten wird: „Wir sehen in der Islamkonferenz den Versuch, die Grundwerte der Muslime zu zerstören und die Muslime zu säkularisieren.“[26] Der aufzubauende Islamische Staat hingegen verlange von jedem Rechtgläubigen vollen Einsatz: „Schutzlos und von allen Seiten attackiert, erfährt die islamische Gemeinschaft, die Umma, eine Katastrophe nach der anderen und dies obwohl sie weiß, dass die einzige Lösung die erneute politische Einheit aller Muslime in einem einzigen Staat ist (…) Die Lösung für unsere Probleme ist sicher nicht eine vom Innenministerium initiierte Islamkonferenz oder gar die Integration der Muslime in die hiesige Gesellschaft unter Aufgabe unserer islamischen Werte (…) Die Lösung liegt einzig und allein in der islamischen Welt.“[27]

Als religiös begründete Sklavenhaltergesellschaft verfügt die Islamische Ordnung über verschiedene Einkommensquellen, darunter die Fünftelabgabe (Chums, ḫums)[28] und den Charadsch (ḫarāǧ),[29] aus landwirtschaftlichem Gewinn und die Zakah, beide nur von Muslimen zu entrichten, sowie die Dschizya (Ǧizya, Ǧezye),[30] die den (in der dortigen Welt im Hollenfeuer schmorenden) Dhimmis vorab (irdisch) abzupressen ist. Ahl-e Zemme – ahl aḏ-ḏimma ist das in Allahs Auftrag brutal herabzusetzende „Volk“ (ahl) der Juden und Christen. Selbst die Zwangssteuer der Dschizya ruft geradezu nach dem Islamstaat, weiß der Theologe:

37. Das islamische Steuer- und Haushaltssystem ist nicht nur darauf ausgerichtet, die Notleidenden und die armen Seyyeds zu ernähren. Es geht in erster Linie um die Schaffung eines Staates und die Finanzierung der Ausgaben eines großen Staatsapparates.

39. Weiter bilden die Ǧezye, d. h. die Steuer, die von den Ahl-e Zemme erhoben wird, sowie Charāǧ, die Steuer für große [staatliche] landwirtschaftliche Anbauflächen, außerordentlich große Einnahmequellen. So ein komplexes Steuersystem setzt die Existenz eines Staates und eines Gewalthabers voraus.

Auch die im heutigen Iran jährlich in Tabellenform veröffentliche Berechnung des Blutgelds (diyya – diye, blood money, eine Frau ist weniger teuer als ein Mann, ein Nichtmuslim weniger wert als ein Muslim), verlangt das erneuerte Kalifat mit Haddstrafen und Vergeltungsrecht (qiṣāṣ – ġesās).[31]

41. Ohne staatliche Organisation kann man viele strafrechtliche Festlegungen, u. a. die Aushändigung von Diye an die Betroffenen oder Hadd und Ġesās, die unter Aufsicht des islamischen Gewalthabers ausgeführt werden müssen, nicht verwirklichen. Nur ein Staat ist imstande, diese Gesetze in die Tat umzusetzen.

Illegitime Herrschaft drängte die Islamische Ordnung zurück, klagt der hohe Schiit, allen voran die ab 661 n. Chr. vom syrischen Damaskus aus und später dann im andalusischen Córdoba herrschenden Glaubensverräter der Umawiyyūn, die 750 durch die nicht weniger gottlosen ʿAbbāsīyūn abgelöst wurden. Ob der Mohammeds Meinung nach dem Islamgott treu ergebene Moses durch den satanischen Pharao geknechtet wurde oder ob der in achämenidischer Tradition als König der Könige (Shahinshah, King of Kings) zu huldigende Mohammad Reza die Iraner vom Ausüben der Religion abhält, bleibe sich im Grundsatz gleich und sei staatstragender kultischer Dienst am schrecklichen Ṭāġūt, am Götzen.

42. Die Staatsordnung, die Arbeitsweise und die Politik der Omayyaden und Abbasiden waren antiislamisch. Die Staatsform wurde auf den Kopf gestellt; sie wurde in eine Monarchie verwandelt wie im Fall des Regimes der Schahanschas von Iran, der Imperatoren von Rom und der Pharaonen von Ägypten.

Nur neun Jahre nach diesem Vortrag und nur zehn Tage, nachdem Chomeini am ersten Februar seinen Fuß auf iranischen Boden gesetzt hatte, wurde Schah Mohammed Reza gestürzt. Aus gutem Grund, weiß das Revolutionsprogramm:

42. Eine unislamische politische Ordnung errichten bedeutet nämlich nichts anderes als die politische Ordnung des Islams ignorieren. Dazu kommt noch, dass jede unislamische politische Ordnung eine polytheistische Ordnung ist, da ihr Herrscher der Ṭāġūt ist; und wir sind verpflichtet, die Spuren des Polytheismus in der Gesellschaft und im Leben der Muslime zu beseitigen und zu vernichten. …

Die gesellschaftlichen Bedingungen unter der Herrschaft des Ṭāġūt und der polytheistischen Ordnung sind der Boden für die Verderbnis, wie Sie sehen. Das ist die „Verderbtheit auf der Erde“, die ausgerottet werden muss und deren Stifter bestraft werden müssen. Das ist die gleiche Verderbtheit, wie sie der Pharao durch seine Politik in Ägypten stiftete. Und „er war ein Stifter der Verderbtheit.

Der islamisch-friedfertige Professor Shahul Hameed (Kalkutta) stellt klar: Töten geht im Islam gar nicht, jedenfalls fast. Nur der sorgfältig errichtete (properly established) Islamische Staat darf den Schrecklichen umbringen, der Verderben auf Erden verbreitet (spreading corruption on earth).[32]

Chomeini konnte seine religiösen Visionen erfolgreich erden. Heute zieht im himmlischen Terrorstaat Iran der vom Koran vorgegebene Anklagepunkt Fasād fi’l-Arḍ (spreading corruption on earth, der Täter ist im Iran ein Mofsed fel-Arz, arab. Pl.: mufsidūn), ähnlich wie nur noch der Tatvorwurf, „Krieg gegen Gott“ (muḥārabah – moharebeh) zu führen, sehr oft die Todesstrafe nach sich.[33]

Das mit dem Untergang des Osmanischen Reichs am 03.03.1924 per Gesetz zerschlagene Kalifat soll wiederauferstehen und alle Muslime der Welt, Sunniten wie Schiiten, vereinen. Bereits zwei Jahre später (Kairo 1926) versammelten sich Kalifatsanhänger zu einem Weltkongress zur Restaurierung des Kalifats, der vielleicht folgenlos blieben wäre, wenn nicht die 1928 gegründete Muslimbruderschaft jahrzehntelang und mit Denkern wie Yusuf al-Qaradawi die Sehnsucht nach dem Imperium Allahs bis heute wach halten würde, wie Nibras Kazimi (2005) darstellt.[34]

Zu den Kalifatsbewegungen der folgenden Jahrzehnte gehörte die von Köln aus betriebene Hilafet Devleti (Kalifatstaat), zählen Osama bin Laden und Aiman al-Zawahiri (sein Großvater, ein Scheich, nahm 1926 in Kairo am General Caliphate Congress teil) und deren terroristisches Umfeld und gehört die 1953 im jordanisch besetzten Ostteil Jerusalems (1967 durch Israel im Sechstagekrieg der Rechtsstaatlichkeit zugeführt, zivilisiert) von Taqī ad-Dīn an-Nabhānī unter Muslimbrüdern gegründete, bis heute palästinensisch dominierte, weltweit aktive und äußerst radikale HuT (Ḥizbu t-taḥrīr, „Party of Liberation“).[35] Ayatollah Chomeinis geistige und politische Erben melden sich 2011 ebenfalls zu Wort und deuten die Jasminrevolution in ihrem militant-gegenmodernen Sinne als einen Kampf für das Weltkalifat. Bereits 1931 kam es in Jerusalem zur General Islamic Conference, wiederum war es Ziel, das Kalifat neu zu erschaffen.[36]

Ob man von Emirat, Imamat, Kalifat oder, wie General Zia-ul-Haq oder Scheich Taqi ad-Din an-Nabhani es vorzogen, von Islamische Ordnung (Niẓāmu l-Islām, Nizam-e-Mustafa; Islamic Order – Islamic System) spricht, Sayyid Qutb differenzierte Islamic Shari’ah and the Islamic system (nizam), oder ob man mit Qutb die Herrschaft Allahs (Hakimiyyat Allah) fordert, mag variieren, die Weltgemeinde (umma – ommat) muss in jedem Fall zum Staat werden und der Koran zur Grundlage der Verfassung. Das mag Blutvergießen bedeuten, ist aber schlichte Notwehr und befreiende Wohltat, wie Chomeini den angehenden Islamischen Theologen nahelegt:

43, 44. Die Muslime in allen islamischen Ländern sind verpflichtet, politische islamische Revolutionen zum Siege zu führen. … Um die Einheit und Freiheit der islamischen Nationen wiederherzustellen, müssen wir die oppressiven und hörigen Regierungen stürzen.

Die soziale Harmonie ist zum Greifen nahe. Gerechtigkeit für alle:

51. Der islamische Staat ist weder despotisch noch absolutistisch, er ist konstitutionell … in dem Sinne, dass die Regierenden … an eine Reihe von Bedingungen geknüpft sind, die im heiligen Koran und in der Sunna … festgelegt worden sind. Daher ist die islamische Regierung die Regierung des göttlichen Gesetzes über das Volk.

Die Volkssouveränität (as-Siyāda aš-Šaʿbīya, popular sovereignty, sovereignty of the people) bei Rousseau 1762 als La souveraineté populaire bzw. souveraineté du peuple eingefordert, lockt die bösen Dschinnen und Satane heran.[37]

Zwischen Naturgesetz und Sittengesetz, zwischen Physik und Scharia kann es letztlich keinen Unterschied geben, denn wo der Teufel nicht verwirrend dazwischenredet, strömen die Vorschriften, denen alles Sein unterworfen ist, ungehindert aus der jenseitigen und absoluten Quelle heraus, aus der Gottheit.

Wer sich als Geschöpf begreift und nicht als Schöpfer und den Koran wörtlich nimmt, wird mit Chomeini bekennen müssen, dass in der einzig humanen Gesellschaftsordnung (hakimiyya, siyada, rabbaniyya – Sovereignty of God) alle Gesetze von Allah stammen:

52. Niemand hat das Recht, Gesetze zu erlassen, und kein Gesetz außer dem göttlichen ist anwendbar. … Der islamische Staat ist ein Staat des Gesetzes. In dieser Staatsform gehört die Souveränität allein Gott. Das Gesetz ist nichts anderes als der Befehl Gottes.

104. Das ist ein politischer Befehl. … Das Hauptziel besteht darin, die Könige und die in ihrem Dienst stehenden Richter daran zu hindern, das Volk an sich zu ziehen, indem sie sich ihm als zur Regelung seiner Angelegenheiten geeignet präsentieren.

Nur wer „islamisches Wissen“ hat, darf führen:

105. Was soll das islamische Volk tun? An wen soll es sich im Fall von Vorkommnissen und Streitigkeiten wenden? Der Imam sagt: „Ihr müsst sehen, wer von euch unsere Ahādis überliefert, studiert hat, was uns erlaubt und verboten ist, und wer dieses Gebiet beherrscht und unsere Gesetze kennt.“

Die Olamā sind berufen zu herrschen

Geschickt warnte Azhar-Absolvent und Muslimbruder-Cheftheologe Yusuf al-Qaradawi, weltweit bekannt für den Begriff vom zeitgenössischen Heilsereignis des Islamischen Erwachens (Islamic Awakening), bereits 1984 davor, dass eine nicht von den Ulama (ʿulamā, die „Gelehrten“ d. h. Schariagelehrten, Sg, ʿālim) rechtgeleitete Islamische Bewegung in den Extremismus abrutsche: „Nur die Ulama können den Weg zur umfassenden Führung aufzeigen, weil sie die Schriften kennen und die Islamischen Wissenschaften studiert haben.“[38]

Vermag im Deutschland des Jahre 2011 jemand zu erkennen, dass Wissenschaftsrat und Stiftung Mercator, Bülent Ucar, Rauf Ceylan und Mouhanad Khorchide den schariagelehrigen Ulama einen grundsätzlich anderen theologischen Rang einräumen möchten als Yusuf al-Qaradawi es fordert?[39] Ist eine „schleichende Scharia“, eine allmähliche Aushöhlung des Rechtsstaats und ein „islampädagogisches“ Entfremden der jungen Muslime über die Moscheen und den Islamischen Religionsunterricht jedoch sicher und dauerhaft abgewehrt oder auch nur unerwünscht, wenn ein Professor wie Ucar erklärtermaßen über die „Entwicklung der Scharia im historischen und modernen Kontext“ forscht und mit Dr. Silvia Horsch die Betreiberin der Webseite al-sakina.de und Mitbetreiberin der Seite nafisa.de zum Ghazali-Kongress (28.-30. Oktober 2011) an die Uni Osnabrück lädt, jene tief Verschleierte, die zu Amir Zaidan (Islamologisches Institut, Wien) und zur Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (GMSG) verlinkt?

Bei der GMSG durften 2002 (Ort: Uni Kassel) neben dem genannten Amir Zaidan auch Heiner Bielefeldt, Bülent Ucar sowie Mehmet Sabri Erbakan von der Millî Görüş (Verfassungsschutz: „Langfristiges Ziel ist die fundamentale Umgestaltung der Türkei, die Wiederherstellung einer „Großtürkei“ und schließlich eine islamische Weltordnung“) jeweils einen Vortrag halten, nicht zu vergessen Ahmad Khalifa von der IGD, die uns als der deutsche Zweig der extremistischen Muslimbrüder gelten kann. Im Folgejahr hielt der hochrangige Muslimbruder Ibrahim El-Zayat die GMSG-Laudatio für Udo Steinbach.[40]

Die fragwürdige Osnabrücker Festlichkeit des Jahres 2011, deren Macher künftig, ausgerechnet, für die Ausbildung von staatlich angestellten schulischen Religionslehrern zuständig sein sollen, trägt den die Säkularität, Wissenschaftlichkeit und Demokratie schlicht verhöhnenden Tagungstitel 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland.

Offensichtlich soll das Weltbild und Menschenbild eines der erfolgreichsten Zerstörer logischen und humanen Denkens, der radikal jenseitszentrierte Abū Ḥāmid al-Ġazālī ungehindert Einfluss auf Deutschlands Hörsäle und Klassenzimmer haben dürfen. Das Einladungsschreiben lockt: „Er hinterließ grundlegende Werke, deren Bedeutung die heute lebenden Muslime in ihrem Denken und Handeln nicht unbeeinträchtigt lässt. … Bezogen auf die Lebenswirklichkeit der Muslime in Deutschland kommen namhafte Vertreter der Wissenschaft miteinander ins Gespräch und präsentieren die Ergebnisse ihrer Forschung.“

Der zwingend an die emotionale und juristische Herabwürdigung des Diesseits und der Sinneswahrnehmung, des Verstandes und nicht zuletzt der Frau gebundene himmlische Totalitarismus des im Jahre 1111 verstorbenen islamischen Gelehrten bringt Bülent Ucar, Rauf Ceylan und Mouhanad Khorchide nun nicht etwa dazu, die deutsche Bevölkerung namentlich Wissenschaftslandschaft auf das auf Ungleichbehandlung beruhende Vorschriftengebäude von Scharia und Sunna aufmerksam zu machen.

Nein, ein einschläferndes Ungefähr stellt Bezug („Verbindung“) her zur politischen Situation des Heute („zum Hier und Jetzt“), was wohl austesten soll, ob der Islam an unseren Hochschulen und Schulen so menschenfeindlich (authentisch koranbasiert) verkündet werden darf wie zur Zeit der Vollendung von Schariawissenschaft und Fiqh vor neun Jahrhunderten. Die Perspektive der Muslimbrüder, Erbakan-Bewunderer und sonstigen islamverbandlichen Sinnsucher auf die Schariagesetze seien den Nichtmuslimen und demnächst, in jedem Klassenzimmer, den zu muslimisierenden Schülerinnen und Schülern zu Gehör zu bringen, so könnte man die Osnabrücker jedenfalls verstehen: „Wichtig ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zum Hier und Jetzt einer muslimischen Gesellschaft, die in der Bundesrepublik eigentlich erst am Anfang ihres geistigen Findungsprozesses steht, einer Gemeinschaft, die Religion gerade erst als spirituellen Aspekt ihres Vorhandenseins in der deutschen Gesellschaft entdeckt, den sie im Austausch mit den anderen religiösen Mitbewerbern im gesellschaftlichen Kontext grundsätzlich auch bereit sein muss, zu teilen.“[41]

Solche erste zaghafte Begeisterung erinnert fast ein wenig an den vorrevolutionären Chomeini:

143. Der Pessimismus muss überwunden werden!

Anders als beim Ayatollah geht es den glaubensbewegten Wortführern der auch bei DAAD und Uni Erfurt bestens bekannten, gefälligst ungleich zu behandelnden eingewanderten Menschensorte der „Muslims in the West“[42] noch nicht um das Kalifat, sondern wohl eher um die Implementierung von (korangemäß immer weiter auszudehnenden) Teilen der Scharia in das nationale oder europäische Ehe- und Familienrecht oder das Erbrecht, vielleicht sogar in Staatsbürgerstatus bzw. Ausländerrecht.[43] Mustafa Cerić kennt Europa und den Islam und fordert: „Opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.“[44]

Die AEMR bzw. das GG richtet sich zuallererst an das Individuum, die himmlische Scharia hingegen vor allem an das Kollektiv namens Umma, Dhimmi oder Frau. Allah will die verstaatlichten Stämme und Menschenklassen. Werden aufklärungshumanistische Individualrechte an jenseitszentrierten Gruppenrechten (Group Rights) zerbrechen?[45]

Bis dahin haben Muslimbrüder und Millî-Görüş-Bewegte für ihre rechtsspaltende Sache Werbung zu betreiben, Chomeini sagt Propaganda:

145. Wir sind verpflichtet, uns für die Schaffung eines islamischen Staates einzusetzen. Propaganda für dieses Ziel ist unsere erste Aufgabe. Durch Propaganda kommen wir voran.

Auch die letzten beiden betrachten Worte von Ayatollah Chomeini mögen uns an die 2011 wohl kaum noch zu verhindernden, aber bleibend verhindernswerten Islamischen Studien an Deutschlands Hochschulen gemahnen:

148. Die [islamischen] Seminare in Ġom, Mašhad und andere Seminare haben die Pflicht, dem Volk den Islam zu präsentieren. Die Menschen kennen den Islam nicht. … Ihr könnt sicher sein, wenn ihr den Mitarbeitern der Universitäten und den Studenten das islamische Denken und den islamischen Staat richtig darstellt, werden sie den Islam willkommen heißen.

Die „Säuberung der islamischen Seminare“ wird vielleicht in Osnabrücks Hörsälen beginnen, warum nicht unter Berufung auf den im Oktober 2011 geehrten Theologen Abū Ḥāmid al-Ġazālī? Ayatollah Chomeini, von dem Bülent Ucar nicht sagt, dass er den Islam falsch verstanden hätte, ruft den Hochschulbetrieb zur Pflege der gereinigten Religion:

157. Um den Menschen den Islam nahezubringen, ist es zunächst erforderlich, dass die islamischen Seminare gesäubert werden. Ihr Lehrprogramm und ihre Propaganda- und Unterrichtsmethode müssen vervollkommnet werden. … Die Pseudofrommen innerhalb der islamischen Seminare lenken die Menschen vom Islam und von gesellschaftlichen Umwälzungen ab.

Irgendwelche Probleme zwischen Scharianorm und Wissenschaftlichkeit scheint selbst der über Höllenfeuer und Rechtsstaat grübelnde Mitbürger erkannt zu haben, der in wenigen Tagen im Schloss Osnabrück sprechen wird. Jameleddine Ben Abdeljelil ruft nicht den aus seiner Sicht offenkundig makellosen Islam, sondern die Umwelt zum Kurswechsel auf, denn: „Der Boden für einen islamischen Aufklärungsdiskurs in unserem österreichischen Kontext ist meines Erachtens potenziell vorhanden, benötigt aber für seine Entfaltung fördernde strukturelle Voraussetzungen.“[46] IRU-Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor könnte dem Herrn ihr berüchtigtes „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“ entgegnen.[47]

Es bleibt zu hoffen, dass am 28.-30. Oktober 2011 trotz festlicher Ekstase und anwesender Islam(aktiv)isten von einigen Rednern der Mut gefunden wird, jede unkritische universitäre Lesart der Texte des Ghazali Aufruf zu religiösem Totalitarismus zu nennen. Bülent Ucar, Mouhanad Khorchide und Rauf Ceylan müssen Scharia und Fiqh unmissverständlich als menschenverachtend und demokratiegefährdend erklären.

Die Verantwortlichen für das neue Fach Islamische Studien sollten dem Verdacht bzw. unserem vielleicht ja völlig falschen „Islambild“ entgegentreten, den beiden der Muslimbruderschaft nahestehenden, auf Segregation zielenden Organisationen ECFR (European Council for Fatwa and Research, um Yusuf al-Qaradawi und Mustafa Cerić) und FIOE (Federation of Islamic Organizations in Europe) Unterstützungsarbeit zu leisten.

Jacques Auvergne

[1] Kalifornien im April 1998. Ein angesehener Professor und Islamkonvertit (Schia), der 45 Jahre lang (1965-2010) im sonnigen Berkeley lehrte, beschimpft auf dem Unicampus studentische Aktivisten einer Gedenkveranstaltung zum Völkermord an den Armeniern des Osmanischen Reichs: „Es war kein Völkermord, aber ich wünschte, es wäre einer, ihr lügenden Schweine!“, und: „Ihr verdreht die historische Wahrheit. Ihr blöden Armenier verdient, massakriert zu werden!“ Aber Herr Professor, die Herzensruhe eines Sufi-Mystikers sieht doch wohl anders aus?

Shaké Hovsepian: A group of students were commemorating the Armenian Genocide when Hamid Algar approached them and began making racist statements. His remarks included slurs such as „It was not a Genocide, but I wish it was, you lying pigs!“ He was also quoted as saying, „You are distorting the truth about history. You stupid Armenians, you deserve to be massacred!“

One student confronted Algar and asked that he reveal his identity. Although Algar didn’t answer this question, his parting words were, „I’ve been here for 30 years you bastard!“

http://www.campus-watch.org/article/id/596

Um die schleichende Islamische Revolution global zu integrieren und den Muslimen die Zumutungen wissenschaftlichen Denkens und universeller Menschenrechte zu ersparen, nutzt der 1940 in England geborene Konvertit Hamid Algar das nach dem Verebben von Protestkultur und Studentenrevolte nostalgisch verkitschte und entgrenzt fremdenfreundliche Berkeley (Berkeley, both the campus and the city are different from much of the rest of the country, thank God.). Der Koranleser argumentiert radikal kulturrelativistisch: Säkularität sei für den Okzident (the West) gangbar, für andere Weltgegenden aber nicht, denn diese würden ihre [Anm.: gerne schariapflichtige] Zivilisation auf einem Fundament völlig andersartiger Glaubenssätze aufbauen, they have different sets of beliefs.

Algar, who was born in England in 1940 … declines to discuss his conversion to Islam, which he considers a private matter.

http://www.campus-watch.org/article/id/718

Islamkritik ist bekanntlich nicht sehr hilfreich, not very helpful. Antietatist und Chomeini-Bewunderer Hamid Algar findet die Zivilisten ermordende Hamas nicht so schlimm, eher schon die Kritik an ihr, der Mensch im Westen müsse endlich den andersartigen Blickwinkel der muslimischen Bombenbastler würdigen:

Regarding the Arab-Israeli conflict, Algar refuses to condemn Palestinian suicide bombings targeted against Israeli civilians. He views Israel as an oppressive state that subjects Palestinians to constant brutality, discrimination, and humiliation. Says Algar, “That term [suicide bombings], an invention of the West, does not represent the perspective of those who engage in such action and is not very helpful. It seems to me that such actions are closer to the case of a soldier who, in battle against overwhelming odds and in the certain knowledge that he will not emerge alive from the encounter, rushes upon the enemy. … In other words, there is definitely a cause-and-effect relationship here, and to criticize or condemn an effect while overlooking the cause is not very helpful.”

nach: DiscoverTheNetworks

http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=2161

Hamid Algar is a Professor Emeritus of Persian studies at the Faculty of Near Eastern Studies, University of California, Berkeley. He began his studies of Arabic, Persian and Islamic Civilization at Cambridge in 1959. After graduating, he spent a lengthy and fruitful period of travel in Iran, Turkey and Afghanistan before returning to Cambridge in 1963 and completing his doctorate there two years later. He has been teaching in the Department of Near Eastern Studies since 1965 …

His research interests center on Shi’ism in Iran and Sufism in the Persian and Persian-influenced world, with particular emphasis on the Naqshbandi order. His copious writings have been published in an array of languages. He was recently awarded an honorary doctorate by the University of Tehran.

http://www.ldcintellectuals.org/EN/content.asp?PID=%7B5E4B1124-C8CD-4478-A883-4C2982880D2A%7D

im Bild: Hamid Algar (Foto von Robert Holmgren)

http://www.flickr.com/photos/holmgren/558107767/in/photostream/

Hamid Algar, Foto, bei: Islamische Stiftung Astana Quds Rezavi (Āstān-e Qods-e Reẓāwī), Schrein des 8. Imam Reza, Mashhar (Iran)

http://www.aqlibrary.org/mediashare/wa/tyrvowcrd5u4ykqz432kc65e91cfuu-org.gif

Hamid Algar, Foto bei bashgah.net

http://bashgah.net/assets//Image/peoples/Hamed%20Elgar/HamedElgar3.jpg

Professor Hamid Algar of Berkley, University of California, delivers a lecture on the 30th anniversary of the founding of the Islamic Republic of Iran on the impact that it had in the West.

http://www.youtube.com/watch?v=qdjs3WmEbiE

Algar kritisiert Obamas Iranpolitik

http://www.youtube.com/watch?v=S6tuNf1aq4s

Dr. Algar Critiques „Iranian Exiled Women Memoirs“

http://www.youtube.com/watch?v=SrrdDHzAQJE&feature=related

[2] Hišām bin Muḥammad bin as-Sāʾib al-Kalbī (737-819) überliefert im Kitāb al-Aṣnām das von Arabiens Göttervielfalt erzählende Prophetenwort: I have offered a white sheep to al-’Uzza, while I was a follower of the religion of my people.

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/uzza.htm

aus: THE BOOK OF IDOLS: BEING A TRANSLATION FROM THE ARABIC OF THE KITAB AL-ASNAM, by: HISHAM IBN-AL-KALBI, translated with introduction and notes by: NABIH AMIN FARIS (1952)

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/

Das „Götzenbuch“ von Ibn al-Kalbi

http://de.wikipedia.org/wiki/Altarabische_Gottheiten#Das_.E2.80.9EG.C3.B6tzenbuch.E2.80.9C_von_Ibn_al-Kalbi

Kitāb al-Aṣnām (Book of Idols), Beispielblatt, 12. Jahrhundert

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/3/36/Asnam-2.JPG

„Gebräuche des heidnischen Arabiens, die viele alte, charakteristische Formen dieser Religionsstufe überliefern“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_al-Kalb%C4%AB#Werke

Löwentempel zu Petra, der ʿUzzā geweiht

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Temple_of_Winged_Lions%2C_Petra.jpg

[3] „Weil Er der Chaaliq von allem außer Ihm ist, ist alles Übrige Chalq“,

echt monotheistisch, das verdient Kontext:

„Allaah ta‟ala allein ist der Chaaliq (Schöpfer), Er ist der Baari’ (Erschaffer) und der Musawwir (Gestalter). Weil Er der Chaaliq von allem außer Ihm ist, ist alles Übrige Chalq (Schöpfung), das durch Seinen Befehl Kun! (sei!) entstanden ist.“

aus: Abu Muhammad: Islamische Begriffe für deutschsprachige Muslime

http://www.salaf.de/sprache/PDF/spr0001_Islamische%20Begriffe%20fuer%20deutschsprachige%20Muslime.pdf

bei: SALAF.de – authentisch & informativ

http://www.salaf.de/

Schariapflicht im Digitalzeitalter. (Technologisch) moderne Kalligraphien des islamischen Gottesnamens al-Chaaliq (al-Ḫāliq), „der Schöpfer“

http://1.bp.blogspot.com/-oSPDaZhrPoc/TckNylyDMqI/AAAAAAAAADQ/siqn-1hq6ZU/s1600/%D8%A7%D9%84%D8%AE%D8%A7%D9%84%D9%82.jpg

http://data0.zic.fr/loqmane/mod_article1458931_1.jpg?6397

bei: Eslam: Der Schöpfer.

http://www.eslam.de/begriffe/s/schoepfer.htm

[4] Er hat die Menschheit mit Tauhid erschaffen (Al-Kulayni, al-Kafi (Akhundi), II, 12, hadith Nr.2.). Vom Revolutionsführer wird der Tauhid ebenso vernunftfern wie islamisch mit dem angeborenen Ausgerichtetsein auf Allah hin verschmolzen, dem Begriff der Fitra:

Chomeini: „Es ist eine der Eigenschaften der Natur, mit der Gott den Menschen geschaffen hat, dass er Unvollkommenheit mit Abneigung begegnet. Was er als Mangel oder Fehler erkennt, dem steht er von Natur aus ablehnend gegenüber. Deshalb sollte das, was die menschliche Natur anzieht, eins und einzig sein, denn alles, was zur Pluralität fähig ist, und alles, was aus Teilen besteht, ist unvollkommen und mangelhaft. Pluralität geht immer mit Begrenztheit (was ein Mangel ist) einher, und alles Mangelhafte wird von der menschlichen Natur abgelehnt. Diese beiden Aspekte in der menschlichen Natur, nämlich die Ablehnung des Mangelhaften und das Begehren des Vollkommenen bestätigt nicht nur das Prinzip von Tauhid, der Einheit Gottes, sondern auch, dass die Göttliche Existenz jede Vollkommenheit umfasst und von jedem Mangel frei ist. Dies kommt in der gesegneten Sura at-Tauhid zum Ausdruck, die sich auf die Wesenheit des Erhabenen, des Allerhöchsten bezieht. Die Sure spricht am Anfang von huwa (Er) und nennt in den nächsten Versen sechs seiner Eigenschaften. Da sein Heiliges Wesen eine absolute Wesenseinheit (huwiya) ist, umfasst das Göttliche Sein alle Vollkommenheiten. Gott ist einzig (ahad), und seine Einzigkeit (ahadiya) bedingt sein Einsein (wahidiya). Und da absolute Wesenheit alle Vollkommenheiten einschließt und frei ist von allen Mängeln, die aus endlicher Wesenheit entspringen, ist er ewig (samad), das Ende, das Ziel und die Zufluchtstätte von allem. Weil Er absolute Wesenheit ist, wird nichts von Ihm getrennt, noch ist Er selbst von etwas getrennt. Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt (lam yalid wa lam yulad), vielmehr ist er der Ursprung und das Ende, zu Dem alles Lebendige zurückkehrt, ohne von Ihm getrennt worden zu sein, denn Trennung bedingt Mangel. Diese absolute Wesenheit hat kein Gleiches (wa lam yaku-llahu kufuwan ahad), da absolute Vollkommenheit Wiederkehr ausschließt.“

http://www.al-shia.de/ueberlieferungen/fitra.htm

He originated mankind upon tawhid

Khomeini: “It should be known to you that one of the characteristics of the nature upon which God has fashioned mankind is a loathing for imperfection. Man is by nature averse to everything he perceives as defective and faulty. Since His sacred Essence has an absolute ipseity (huwiyyah) (an absolute ipseity must be absolutely perfect; otherwise it is a finite ipseity), the Divine Being encompasses all perfections. `Allah’, (which follows the pronoun huwa in the surah), shows that in spite of encompassing all perfections, It is simple (basit); otherwise It would not have an absolute ipseity . Thus, He is ahad (unique) and His ahadiyyah (uniqueness) necessitates His wahidiyyah (oneness). And since absolute ipseity includes all perfections and is free from all defects-which originate in finite ipseity He is Samad (Eternal, the End, Goal and Refuge of every thing) and is not vacuous. On account of His being absolute ipseity, nothing is begotten or separated from Him, nor is He Himself separated from anything. He is lam yalid wa lam yulad, i.e. He begetteth not, nor was begotten; rather, He is the Source of everything and the End to which all existents return without having separated from Him, for separation necessitates defectiveness. Absolute Ipseity has no equal either, since absolute perfection precludes recurrence.”

http://www.erfan.ir/article/article.php?id=5569

[5] Charta der Hamas:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’“

http://www.botschaftisrael.de/2011/05/20/hamas-keine-gesprache-mit-israel/

Hamas als Zweig der Muslimbruderschaft. Das Islamprogramm.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hamas_Charter#Specific_articles

dazu bei: Information Division, Israel Foreign Ministry – Jerusalem. THE COVENANT OF THE HAMAS – MAIN POINTS

http://www.fas.org/irp/world/para/docs/880818a.htm

Hamas Charter

„The Day of Judgement will not come about until Muslims fight the Jews (killing the Jews), when the Jew will hide behind stones and trees. The stones and trees will say O Muslims, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him. Only the Gharkad tree, would not do that because it is one of the trees of the Jews.“ (related by al-Bukhari and Muslim).

http://www.mideastweb.org/hamas.htm

http://www.adl.org/main_israel/hamas_charter.htm

Vereinsziele sind laut Satzung Hilfeleistungen für die in der Bundesrepublik lebenden Palästinenser, die Durchführung von humanitären Projekten für bedürftige Palästinenser sowie die Unterstützung und Förderung von Bildungsstätten in den palästinensischen Autonomiegebieten. Die gesammelten Spendengelder überweist Al-Aqsa e.V. an soziale und humanitäre Einrichtungen in den teilautonomen palästinensischen Gebieten, die in die Organisationsstruktur der HAMAS oder ihr Umfeld eingebunden sind. … Darüber hinaus besteht eine enge Verflechtung der HAMAS mit den Al-Aqsa -Zentren in verschiedenen Staaten. Ein Großteil der Spendengelder, über welche die HAMAS verfügt, fließt in den Unterhalt eines weit verzweigten Netzwerkes von Moscheen, Schulen, Waisenhäusern und Krankenstationen, über das die Organisation in Gaza und der Westbank verfügt. Durch ihre religiösen und sozialen Aktivitäten, die hauptsächlich auf die Islamisierung der palästinensischen Gesellschaft abzielen, ist es der HAMAS gelungen, unter der Bevölkerung eine Anhängerschaft von z.Zt. ca. 15 % zu mobilisieren. … Auch der Aachener Verein Al-Aqsa e.V. nennt in seinen Spendenaufrufen als Verwendungszweck und Empfänger finanzieller Leistungen – neben der Errichtung z.B. von Krankenhäusern, Feuerwehrstationen und Bildungsstätten, sowie der Versorgung der palästinensischen Bevölkerung mit Lebensmitteln – seit längerem die Unterstützung von „Märtyrerfamilien“ in Palästina.

http://www.initiative-tageszeitung.de/lexika/leitfaden-artikel.html?LeitfadenID=242

Bekanntmachung des Bundesinnenministeriums über die Verfügung eines Vereinsverbotes (AL-AQSA e.V., Aachen). 31.07.2002

http://www.documentarchiv.de/brd/2002/verbot_al-aqsa.html

„Judenfeindliche Ressentiments spielen seit Niederschrift des Koran im 7. Jahrhundert und dem Massaker gegen die Juden von Medina im Jahre 628 durch Mohamed im Islam eine fundamentale Rolle. Bis heute kann dieser fundamentale Judenhass reaktiviert und instrumentalisiert werden. Ein Beispiel dafür liefert die im Gaza-Streifen herrschende Organisation Hamas in ihrer Charta (…) Der Vortrag beschäftigt sich mit neuen Formen von Judenhass und Feindschaft gegenüber Israel, mit den Zusammenhängen zwischen beiden und ihren Auswirkungen auf die Stimmung in Europa.“

Muhammet Balaban, Sprecher der „Kommission Islam und Moscheen in Essen“, fühlte sich durch diesen Text „persönlich beleidigt“. Er sah darin „Angriffe auf den Propheten, den Koran und auf alle Muslime“. In einem Brief an den Oberbürgermeister protestierte Balaban, ein wohlhabender türkischer Geschäftsmann und einflussreicher Bürger der Stadt Essen, gegen die geplante Veranstaltung. Dabei erwies er sich als versiert im Vokabular der Stigmatisierung: „Es ist inakzeptabel, dass diese Einrichtung (die Alte Synagoge – Ch.N.) Misstrauen, Hass, Anfeindung und Unfrieden in unserer Gesellschaft sät“. …

Am Ende seines Briefes stellt er Forderungen. Etwa die, der Oberbürgermeister der Stadt Essen solle „dafür Sorge tragen, dass die Leitung der Alten Synagoge ihre Haltung zu der Gesamtverantwortung in unserer Stadt und Gesellschaft ändert“. Wirklich zeigte der Essener Oberbürgermeister den bekannten Reflex und stimmte Balaban zu, auch er in einem Offenen Brief: „Daher erwarte ich, dass die neue Leitung der Alten Synagoge sich den Integrationsgedanken deutlich mehr zu eigen macht, als dies bisher der Fall war.“

aus: Chaim Noll: Die Annulierung der Aufklärung

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/annulierung_der_aufklaerung/

La Charte du Hamas

La relation du Mouvement Islamique de Résistance avec le groupe de la Fraternité Musulmane.

Article 2 : Le Mouvement Islamique de Résistance est une des branches de la Fraternité Musulmane en Palestine. Le Mouvement de la Fraternité Musulman est une organisation universelle qui constitue le mouvement Islamique le plus important des temps modernes. Il se caractérise par sa profonde compréhension, son parfait entendement et son adhésion totale aux concepts islamiques dans tous les aspects de la vie, de la culture, de la foi, de la politique, de l’économie, de l’éducation, de la société, de la justice et du jugement, de la diffusion de l’Islam, de l’éducation islamique, de l’art, de l’information, de la science de l’occulte et de la conversion à l’Islam.

L’universalité du Mouvement Islamique de Résistance

Article 7 : Comme ces Musulmans qui adhérent aux pratiques du Mouvement de Résistance Islamique se répandent partout dans le monde, se rallient à son soutien et à ses positions, s’efforcent de rehausser ses luttes, le Mouvement est universel. Il est parfaitement adapté pour cela en raison de la clarté de son idéologie, de la noblesse de ses causes et de la hauteur de ses objectifs. A partir de là, le Mouvement devra être considéré et estimé, et son rôle devra être reconnu. Celui qui dénie ses droits, évite de le soutenir et reste aveugle devant les faits, que ce soit intentionnellement ou non, devra se réveiller pour se rendre compte que les évènements l’ont rattrapé et qu’il n’y a pas de logique qui puisse expliquer son attitude. Celui-là devra certainement apprendre des exemples passés. L’injustice du parent proche est plus difficile à supporter que le coup d’un sabre indien.

Le Mouvement de Résistance Islamique est un des liens de la chaîne dans la lutte contre les envahisseurs sionistes. Ceci depuis 1939, date de l’émergence du martyre Izz al-Din al Kissam et de ses frères, membres de la Fraternité Musulmane. Il poursuit sa lutte et s’associe au combat des Palestiniens et de la Fraternité Musulmane dans la guerre de 1948 et aux interventions Jihad de la Fraternité Musulmane en 1968 et après. De plus, si les liens ont été distants les uns des autres et si des obstacles ont été mis en place par ceux qui servent le sionisme pour que les combattants ne puissent poursuivre la lutte, le Mouvement de Résistance Islamique aspire à la réalisation de la promesse d’Allah, quelle que soit la durée nécessaire. Le Prophète, qu’Allah le bénisse et lui accorde le salut, a dit :

„Le jour du Jugement ne viendra pas tant que les Musulmans combattent les Juifs (tuent les Juifs) et tant que le Juif se cache derrière des pierres et des arbres. Les pierres et les arbres diront : „Oh ! Musulmans, Oh ! Abdulla, il y a un Juif derrière moi. Viens et tue-le.“ Seul, l’arbre Gharkad ne le dira pas parce que c’est l’un des arbres de Juifs. (narré par al-Bukhari et un Musulman).

Le slogan du Mouvement Islamique de Résistance

Article 8 : Allah est son point d’ancrage, le Prophète est son modèle, et le Coran, sa constitution : la Jihad est son chemin et la mort pour la cause d’Allah est le plus grand de ses voeux.

http://aval31.free.fr/charte_hamas/charte_hamas.htm

Hier die Charta (Mīṯāq, Covenant, Charter) der Ḥarakat al-muqāwama al-islāmīya auf Arabisch

http://ar.wikisource.org/wiki/%D9%85%D9%8A%D8%AB%D8%A7%D9%82_%D8%AD%D8%B1%D9%83%D8%A9_%D8%AD%D9%85%D8%A7%D8%B3

Mīṯāq Ḥarakat Ḥamās, das Original

http://www.scribd.com/doc/21572458/%D9%85%D9%8A%D8%AB%D8%A7%D9%82-%D8%AD%D8%B1%D9%83%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%82%D8%A7%D9%88%D9%85%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D8%A5%D8%B3%D9%84%D8%A7%D9%85%D9%8A%D8%A9-%D8%AD%D9%85%D8%A7%D8%B3

Hadith, Sahih Muslim, Book 041, Number 6985:

Abu Huraira reported Allah’s Messenger (may peace be upon him) as saying: The last hour would not come unless the Muslims will fight against the Jews and the Muslims would kill them until the Jews would hide themselves behind a stone or a tree and a stone or a tree would say: Muslim, or the servant of Allah, there is a Jew behind me; come and kill him; but the tree Gharqad would not say, for it is the tree of the Jews.

http://www.muslimaccess.com/sunnah/hadeeth/muslim/041.html

[6] taz 23.01.2011. Gudrun Krämer: „Die Deutschen haben ein einseitiges Islambild

http://www.taz.de/!64704/

[7] Deutschen Welle 02.10.2011: „Ist das Islambild in den Medien zu negativ?“

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15429038,00.html

[8] NZZ 09.05.2011. Kai Hafez: „Das negative Islambild verfestigt sich.“

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/das_negative_islambild_im_westen_verfestigt_sich_1.10518831.html

[9] ZEIT 03.09.2010, Renate Künast: „Wir müssen den Islam einbürgern!“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-09/kuenast-sarrazin-integration

[10] Islam einbürgern – Auf dem Weg zur Anerkennung muslimischer Vertretungen in Deutschland

Dokumentation der Fachtagung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. 25. April 2005

darin immerhin Dr. Christoph Dahling-Sander: „Von einer neuen islamischen Struktur muss erwartet werden, dass sie nicht im Widerspruch zur freiheitlich demokratischen Grundordnung steht. Explizite und implizite scharia-rechtliche Vorbehalte gegenüber dem Grundgesetz sind nicht hinnehmbar. Hier bedarf es der weiteren Klärung hinsichtlich der Aussagen der Islamischen Charta, aber auch der Thesen der SCHURA Hamburg. Eine neue Organisation muss sich außerdem von der Milli Görüs-Ideologie und ihr nahe stehenden publizistischen Organen aktiv distanzieren und deren Verbreitung verhindern. … Die Verbindlichkeit und Autorität des in der neuen Struktur geplanten Imam- bzw. Fatwa-Rates muss geklärt und transparent werden. Wie verhält sich solch ein nationales Gremium zum säkularen Recht und zur säkularen Rechtsprechung? Wie wird das Verhältnis zu internationalen islamischen Organisationen und Institutionen strukturiert, zum Beispiel von Milli-Görüs-Gemeinden zum „European Council for Fatwa and Research“? Der europäische Fatwa-Rat möchte als das offizielle Sprachrohr der sunnitischen Muslime in Europa gelten und wird geleitet durch den ägyptischen Muslim-Bruder Yusuf al-Quaradawi. Quaradawi legitimiert die Unterdrückung von Frauen.“

http://www.migration-boell.de/downloads/integration/islam-einbuergern.pdf

[11] Marieluise Beck: Initiatoren des Vereins sind Ruprecht Polenz (MdB), der den Vorsitz führt, Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Rafet Öztürk, Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), Melanie Miehl und Murat Aslanoglu, Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs (KCID), und Dr. Thomas Lemmen, Christlich-Islamische Gesellschaft. Mit diesen Partnern will die Christlich-Muslimische Friedensinitiative ein möglichst breites gesellschaftliches Spektrum einbinden und repräsentieren.

http://www.marieluisebeck.de/newsletter/news-archiv/artikel/article/111/christlich-m-1.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2007&tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&cHash=85265e295aade0ab5b679f72853f4789

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben in Deutschland stehen bereits jetzt mit ihrem Namen für die Ziele der Christlich-Muslimischen Friedensinitiative.

Zu ihnen zählen u.a.:

Bekir Alboga, Dialogbeauftragter der DITIB; Norbert Bude, OB der Stadt Mönchengladbach; Alois Glück, bayerischer Landtagspräsident a.D.; Dr. Werner Hoyer, MdB (FDP); Dr. Navid Kermani, Publizist; Ayten Kiliçarslan, Vorsitzende des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen Christian Ude, OB, Landeshauptstadt München, Vizepräsident des Deutschen Städtetages

http://www.cm-fi.de/prominente-unterstuetzer.html

Ruprecht Polenz MdB, Vorsitzender der cm-fi und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages

Rafet Öztürk, Abteilungsleiter Interreligiöser Dialog der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), 2. Vorsitzender

Dr. Stephan Articus, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städtetages

http://www.cm-fi.de/vorstand.html

[12] Marieluise Beck will am 27.04.2004 den segregierenden Hidschab im staatlichen Klassenzimmer integriert wissen, gerne auch auf dem Leib der Lehrerin, denn:

„Ein generelles Kopftuchverbot für Lehrerinnen oder gar für Beamtinnen überhaupt wie es der Gesetzesentwurf in Hessen vorsieht – ob ohne Ausnahmemöglichkeit oder mit lediglich unklarem Ausnahmevorbehalt wie ihn der Vorschlag in dem Gutachten von Prof. Dr. Dr. h.c. Battis und Dr. Bultmann vorsieht – bedeutet einen Rückschlag für die Emanzipations- und damit auch für die Integrationsbemühungen von Frauen, die sich aus freiem Willen für das Kopftuch entschieden haben. Aber selbst den Frauen und Mädchen, die unter das Kopftuch gezwungen werden, würde ein Verbot kaum helfen. Diejenigen, die Zwang für ein geeignetes Mittel im Umgang mit Töchtern und Ehefrauen halten, werden sich nur in den seltensten Fällen durch ein Kopftuchverbot für bestimmte Berufsgruppen davon abbringen lassen. Dagegen könnten Schülerinnen, die selbst ein Kopftuch tragen, sei es aus freien Stücken, sei es gezwungener Maßen, durch eine Lehrerin mit Kopftuch ermuntert werden, selbst einen anspruchsvollen Bildungsweg einzuschlagen und damit die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben schaffen.

5. Ein generelles gesetzliches Kopftuchverbot droht islamistischen Kräften in die Hände zu spielen. Islamistischen Milieus diente ein solches Kopftuchverbot als Beleg für ihre Propaganda, dass Muslime in der deutschen Gesellschaft nie auf Gleichberechtigung hoffen dürfen und dass Muslime daher nur in der ethnisch-religiösen Eigengruppe eine echte Gemeinschaft finden können.“

aus: Stellungnahme zur Anfrage des Bildungsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags betreffend „Konsequenzen der Landesregierung aus dem „Kopftuch-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichts, Antrag der Fraktion der CDU, Drucksache 15/3008“

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl15/umdrucke/4400/umdruck-15-4470.pdf

[13] So gesehen. Hier Muhammed Siddique, da Wolfgang Borgfeldt.

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

Neuer ZMD-Vorstand 02.11.1997, Kassenführer: Muhammad Siddiq (Wolfgang) Borgfeldt, deutscher Islamwissenschaftler, Vorsitzender vom HDI (Haus des Islam)

http://zentralrat.de/14562.php

Neuwahl des ZMD-Vortands 15.02.2004, Kassenführer: Muhammad Siddiq (Wolfgang) Borgfeldt, deutscher Islamwissenschaftler, Vorsitzender vom HDI (Haus des Islam), Mitglied des Europäischen Fiqh-Rates

http://zentralrat.de/2657.php

[14] ECFR-Scheich Hawari

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

ZMD 2011, Hilal (Mondsichtung) und Zertifizierung: Herr Prof. Dr. Mohammad Hawari

http://zentralrat.de/16656.php

[15] ZMD 2011, Pädagogik und Religionsunterricht: Frau Eva-Maria El-Shabassy

http://zentralrat.de/16656.php

Die mit einem Ägypter verheiratete Aachener Grundschullehrerin Eva El-Shabassy, die seit 30 Jahren im Unterricht Kopftuch trägt, hatte in der Zeit vom 11. Dezember 2003 gewohnt unbefangen über ihr islamistisches Weltbild geplaudert. Der Ehebruch, sagte die Mutter einer Tochter, sollte auch in Deutschland „wieder als schädlich erkannt“ werden, denn: „Ehebruch ist ein Verbrechen wie Mord.“ Eins, das mit Steinigung geahndet werden müsste?, fragte die Zeit. Antwort der schriftgläubigen El-Shabassy: „Diese Strafe steht in der Scharia.“ Außerdem, so schlimm ist das doch gar nicht, oder? „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“ (O-Ton El-Shabassy).

Zu finden bei: EMMA März/April 2004

http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/in-nrw-unterrichten-schriftglaeubige/

Hat offensichtlich gar nichts gegen anwachsendes Schariagesetz: BIG, Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit.

Frau Eva-Maria El Shabassy, pensionierte Lehrerin, ergänzte: „Wir werden auch für die andere Seite eintreten. LehrerInnen sind überfordert mit Kindern, die nicht Deutsch sprechen. Sie müssen dafür ausgebildet werden. Und das ist eine Aufgabe des Landes NRW.“

http://dnanews24.de/seite28.html

SPIEGEL-online 16.09.2011, Erdogans Berliner Lobby-Truppe

Maximilian Popp und Markus Sehl:

Premier Erdogan versucht seit Jahren, die Auslandstürken für seine politischen Ziele einzuspannen. 2005 eröffnete er in Köln die Zentrale der Europäisch-Türkischen Demokraten (UETD), einen AKP-Lobby-Verein. Die UETD wirbt unter Deutsch-Türken um Stimmen für Erdogan, zuletzt vor der türkischen Parlamentswahl im Juni. Sie hat seine umstrittene Rede in Köln 2008 vorbereitet und seinen Wahlkampfauftritt in Düsseldorf im Februar dieses Jahres. Nun jedoch geht sie noch einen Schritt weiter: Aktive und ehemalige UETD-Spitzenfunktionäre waren maßgeblich an der Gründung der BIG-Partei beteiligt. „Es ist Zeit, unsere Kräfte zu bündeln“, sagt der Vorsitzende der Union, Hasan Özdogan. …

Misirlioglu arbeitete acht Jahre lang bei einer islamischen Hilfsorganisation. Zuletzt baute er das Berliner Büro des Spendenvereins WEFA auf, dem vorgeworfen wird, indirekt die palästinensische Hamas zu finanzieren. Der Verein unterhält Beziehungen zur türkischen Regierung. Das BIG, sagt Misirlioglu, soll schon bald die Politik prägen: „In zehn Jahren sind wir in der Regierung.“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,786207,00.html

DIE VERBINDUNGEN DER BIG-PARTEI

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-786207-267619.html

Wiki zu BIG: In türkischen Medien in Deutschland wird über die Unterstützung der BIG durch die türkisch-islamische Fethullah Gülen-Bewegung und die AKP berichtet. Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), die als „europäischer Arm“ der AKP gilt, rief alle türkeistämmigen Wahlberechtigten dazu auf, die BIG zu wählen. Die Neugründung der BIG wurde auch von der Islamischen Gemeinschaft Deutschland begrüßt, im Namen ihres langjährigen Vorsitzenden Ibrahim El-Zayat, der auch Treuhänder von Islamic Relief ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_f%C3%BCr_Innovation_und_Gerechtigkeit

[16] Elegant plappernd gelte es, so die Islamapologeten, zwischen Geist und Buchstabe (between the letter and the spirit of Shariah) des totalitären Islamischen Rechts zu „differenzieren“. Schließlich würde, geschmeidig auf die unterschiedlichen Zeiten und Orte (different times and places) bezogen, Allahs einfühlsames Behandeln der beschlagnahmten Wertsachen oder unterworfenen Personen im Sinne der islamischen Leitlinien und Fernziele (maqāṣid aš-šarīʿa goals and objectives; higher intentions) und innerhalb der unvermeidlichen koranbasierten Faschisierung eine atemberaubende „Flexibilität der Scharia“ gestatten, ja garantieren. Sadd aḏ-ḏarāʾiʿ ist der von Mathias Rohe geschätzte Zaun gegen Schliche, das erlaubte Verhindern einer besonders schlimmen Tat durch eine etwas weniger verbotene. Demokratie ist eigentlich nicht halal …

Islamwissenschaftliche (und jede andere wissenschaftliche) Forschung ist nachvollziehbar, akribisch, unromantisch und unbestechlich. Hoffentlich auch bei der Gerda Henkel Stiftung.

My interests are the political parties’ concepts of Shariah and their means for adopting Islamic law to modern challenges in society and politics. The key focus being the varying approaches of interpreting religious sources (ijtihad) in order to make the “unchangeable divine law” – as they perceive it – applicable in different times and places. … Here, the relationship between the spirit and the letter of the law plays a key role. This includes different concepts regarding the theory of maqasid al-sharia (“goals and objectives of Sharia” or “higher intentions of Islamic law”) which was developed by al-Ghazzali (d. 505/1111) and al-Shatibi (d. 703/1388). … Contemporary Muslim commentators and reformists in numerous publications discuss the idea of maqasid al-sharia as the most important tool for flexibility of Shariah. However, other concepts also affect the relationship between the letter and the spirit of Shariah, like its “dynamic principles” (mabadi al-Sharia), distinctions between the “changeable and the unchangeable” (al-mutaghayyir wa-l-thabit) or “wordly matters” (umur dunyawiyya) versus “divine matters” (umur ilahiyya) left to human reasoning, and applications of legal concepts like al-maslaha al-mursala or sadd al-dhara’i’.

aus: Dr. Sabine Damir-Geilsdorf: Forschungsprojekt “Between Letter and Spirit of Shariah: concepts of political and societal order in Islamic reform agendas”, finanziert von der Gerda Henkel Stiftung

http://www.ioa.uni-bonn.de/abteilungen/islamwissenschaft/personen/damir-geilsdorf-sabine

[17] Ahmad von Denffer (209) bringt ab 1984 britisch-pakistanische Konzepte und Kontakte zu den Münchner Muslimbrüdern und veröffentlichte 1982 (219) seine „Briefe“, aus denen das Zitat stammt, das von jedem Muslim die nach besten Käften zu betreibende Aufrichtung der Herrschaft Allahs verlangt.

http://books.google.de/books?id=irahwFZWpRUC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

aus: Stefan Meining 2011: Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen. Beck Verlag 2011

http://www.amazon.de/gp/search?index=books&linkCode=qs&keywords=3406614116

Brisante Buchliste: Qutb, Maududi, von Denffer, al-Qaradawi. Bemerkenswert und wichtig ist der den Revivalismus treffende Begriff Islamic Awakening, um den die Schriften von al-Qaradawi immer wieder kreisen: „Islamisches Erwachen“. Khurram Murad (Islamic Foundation, UK), von Denffers langjähriger Mitstreiter in Leicester, fehlt ebenso wenig wie der nordamerikanische Islamfunktionär Jamal Badawi, der die Muslimbrüder und ihren Gründer al-Banna seine „Quelle der Inspiration“ nennt. Der in Pakistan verehrte indische Muslim Iqbal und der Bosnier Izetbegović wird ebenso genannt wie Europas Taqiyya-Großmeister Tariq Ramadan.

http://www.witness-pioneer.org/org/old_book_list.htm

Islamisches Erwachen – als Begriff sogar in Teheran beliebt, wo man 2011 für arabische Staaten eine Islamische Revolution herbeiwünscht: „Die Proteste in Ägypten und anderen arabischen Ländern sind eine Welle des islamischen Erwachens.“

http://www.n24.de/news/newsitem_6634142.html

Islamisches Erwachen verspürt der Rahbar (Führer) und Chomeini-Nachfolger Ayatollah Seyyed Ali Chamene’i. The waves of Islamic Awakening are moving forward

Islamic Awakening Conference 2011. Irans Staatsterroristen laden ein.

http://www.youtube.com/watch?v=VdYTQBDWgHA

Islamic Awakening Conference 2011. Ajlaas BIDAARI ESLAAMI. Ajlaas ist Konvent oder Beratung, vgl. die jährliche „Jalsa“ der Ahmadis (Jalsa Salana)

http://www.youtube.com/watch?v=QasEn0F8mQs

BIDARI-ESLAMI (Islamic Awakening; vgl. Urdu: baydari). Bidari bedeutet auf Farsi Wachheit, Wachsamkeit, Aufmerksamkeit, Bewusstheit oder auch Bist du wach?

http://www.youtube.com/watch?v=zywkSSs77gc

http://jafariatube.com/watch_video.php?v=KU3OBO9K9KNN

http://www.youtube.com/watch?v=r-JNflL1E0g

The Witness-Pioneer International (WPI). Persönlichkeiten.

http://www.witness-pioneer.org/vil/Presentations/personality.htm

WPI empfiehlt IslamOnline, Ask the Imam (Mufti Ebrahim Desai, Südafrika), Harun Yahya (Adnan Oktar), Yusuf Islam (Cat Stevens), die OIC …

http://www.witness-pioneer.org/UsefulLinks/islam.htm

Jamal Badawi. He cites Hassan al-Banna and Muslim Brotherhood as his source for inspiration.

http://en.wikipedia.org/wiki/Jamal_Badawi

Jamal Badawi, vorgestellt bei Peace TV

http://peacetv.in/sp-jamal_badawi.php

Peace TV ist Zakir Naik. Salafist Naik und sein „Friedensfernsehen“ umgeben dabei „unsere Redner“ (Our speakers) Jamal Badawi, Pierre-Vogel-Gast (Koblenz 2011) Abdur-Raheem Green, Pierre-Vogel-Gast (Frankfurt 2011) und Hassprediger Abu Ameenah Bilal Philips, Yusuf Estes sowie, last but not least, Ahmed von Denffer.

http://www.peacetv.in/speakers.php

[18] Mohammed Siddiqs strenge Auffassung vom Islam ist unter Muslimen in Deutschland umstritten. Doch von hier gehen wichtige Impulse für die Diskussion aus. „Wir wollen keinen Larifari-Islam, sondern sind bewusste Muslime. Wir fasten, beten und geben unser Geld nicht auf Banken, wo wir Zinsen bekommen, denn Zinsen sind uns verboten“, sagt Siddiq. Die Vorstellung eines „Kulturislam“, die besonders von arabischen Intellektuellen vertreten wird, lehnt er ab. Das Bekenntnis zum Islam sei mehr als das Zugehörigkeitsgefühl zur orientalischen Kultur, kombiniert mit einer persönlichen Gläubigkeit „Alle Bereiche des Lebens werden vom Islam geregelt.“ Im Haus des Islam geht es zunächst um die Vermittlung von Wissen, beispielsweise über das islamische Recht oder Prinzipien des Glaubens. … Das Haus des Islam ist so eingerichtet, dass sich Männer und Frauen nicht begegnen. Wenn sich doch einmal die Wege kreuzen, schlagen sie die Blicke nieder. Bei Seminaren wird eine Spanische Wand in der Mitte des Tagungsraumes aufgestellt, um Blickkontakt zu verhindern. Männer und Frauen geben sich auch nicht die Hand. … Seit seiner Studienzeit steht Mohammed Siddig der Muslimbruderschaft nahe. Diese – in Ägypten verbotene – Organisation unterhält mehrere Zentren in Deutschland. Im Verfassungsschutzbericht wird sie zwar genannt, jedoch als nicht militant eingestuft.

bei: Christlich-Islamische Gesellschaft

http://www.chrislages.de/hdi1999.htm

[19] Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat vorgeschlagen, islamische Geistliche zum Religionsunterricht an Schulen zuzulassen. Sie könnten ähnlich wie christliche Pfarrer mit einer halben Stelle eine „Anstellung in der Schule finden“, sagte Schavan der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie setzt allerdings voraus, dass die Imame zuvor an einer deutschen Universität akademisch ausgebildet wurden. … Schavan sagte der Zeitung, sie fasziniere am Islam „die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben“.

SPIEGEL 13.04.2011

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,756812,00.html

Im April 2011 hört die zu Kopftuchzwang, Hölle, Jenseits oder Scharia schweigende Annette Schavan sehr genau, wie nach Bülent Uçar jede Islamische Hochschulprofessorin ebenso Kopftuch oder Hidschab tragen dürfen soll wie die Studentin des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) oder die Lehrerin im staatlichen Schuldienst, zumal wenn letztere gerade IRU erteilt: „Wir brauchen Lehrerinnen ohne und mit Kopftuch in den Schulen, gerade im islamischen Religionsunterricht.“

Leider lauten Frage und Antwort nicht: „Was fasziniert Sie an den Ex-Muslimen?“ „Die selbstbewusste Weise, das eigene Leben zu gestalten!“ Sondern:

ZEIT: Frau Schavan, was fasziniert Sie am Islam?

Annette Schavan: Die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben.

ZEIT 14.04.2011

http://www.zeit.de/2011/16/C-Interview-Islamstudien/komplettansicht

[20] ISLAMIC DIVINE LAW (SHARI’AH) – Structuring the Life of Man by Divine Law – The Five Ruling Values (The Five Ahkam)

Mashhad Al-Allaf: By doing what is haram or prohibited a person is subjecting himself to punishment; in this world or in the hereafter. Specific punishments are prescribed penalties and are applied according to Islamic Divine law, and can only be performed by an Islamic court with qualified judges.

http://www.muslimphilosophy.com/ma/works/ahkam.pdf

Islamic Jurisprudence (Usul Al Fiqh):

Value of Shariah Rules (Hukm Sharii)

By Shah Abdul Hannan, Former Secretary, Govt. of Bangladesh and Adviser, Bangladesh Institute of Islamic Thought

http://www.muslimtents.com/aminahsworld/Islamic_jurisprudence_value.html

[21] Tilman Nagel: Diese sogenannten «fünf Bewertungen» meinen Lohn oder Strafe sowohl im Diesseits als auch im Jenseits.

Im Koran werden diesseitige und jenseitige Bestrafungen eines Fehlverhaltens noch als ein einziger Sachverhalt verstanden; Mohammed urteilt und vollstreckt unter unmittelbarer Anleitung durch Allah. Der in den «fünf Bewertungen» verborgene Bezug sowohl auf das Diesseits als auch auf das Jenseits schlägt sich in den seit dem 8. Jahrhundert entstehenden Rechtshandbüchern nieder …

Für den unbefangenen Leser des Buches bleibt daher rätselhaft, weshalb in islamischen Ländern die Verfassungen oft den Islam als eine oder als die Quelle des Rechts nennen; weshalb die Frage der Einführung des islamischen Rechts die religiösen Leidenschaften hochpeitscht; weshalb schariatische Bestimmungen durch einen Rückbezug auf mehr als tausend Jahre alte autoritative Quellen (Koran, Hadith) gerechtfertigt werden müssen; weshalb die Vertreter der islamischen Verbände in säkularen Staaten den religiös neutralen öffentlichen Raum nach Möglichkeit islamischen Normen unterwerfen wollen, soweit der Auftritt von Muslimen in diesem öffentlichen Raum betroffen ist. Nach wie vor wird am Doppelcharakter dieses Rechtssystems festgehalten: Es regelt die diesseitigen Lebensverhältnisse im Hinblick auf das, was dem Menschen im Jenseits bevorsteht.

aus: Tilman Nagel: Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits, in: NZZ 07.11.2009

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

[22] Muhammad ibn Adam al-Kawthari, geboren in Leicester, studierte an der als Darul Uloom Bury bekannten britischen Madrasa (eigtl.: Darul Uloom Al-Arabiyyah Al-Islamiyyah).

http://en.wikipedia.org/wiki/Mufti_Muhammad_ibn_Adam_al-Kawthari

Muhammad ibn Adam al-Kawthari ist Mitglied im Führungskreis des Al-Qalam Shariah Scholar Panel (Summerfield Road, Bolton, UK), das Imame und Muslime in Rechts- und Finanzangelegenheiten berät.

http://www.alqalam.org.uk/Panel+Members/42/

Bury, UK: Darul Uloom, Gründer: Scheich Motala

http://en.wikipedia.org/wiki/Yusuf_Motala

Darul Uloom Bury

1973 von Scheich Motala gegründet. Derzeitiger Kanzler ist Hazrat Sheikh Zakariyya. 45 akademische islamische Lehrkräfte, 800 Studenten arbeiten an der Madrasa (Scharialehrstätte). Deutschlands nichtsäkularen hanafitischen Türkeistämmigen wird es, ohne Scharia und Fiqh ganz zu verwerfen, nicht gelingen, sich theologisch gegen die Darul Uloom zu positionieren, es sei denn, in Richtung der radikalen Urgemeindlichkeit des Salafismus.

Wer wissen will, was für einen Islam Sylvia Löhrmann (NRW) oder die Deutsche Islam-Konferenz wie versehentlich in unsere Hochschulen und Klassenzimmer integrieren möchten, lese das Curriculum der Darul Uloom oder, mit Blick auf IGD / ZMD, dasjenige der muslimbrudernahen (salafistischen) IESH zu St Léger de Fougeret (unweit von Château-Chinon, Burgund, Frankreich).

http://www.inter-islam.org/

IESH (Centre de Bouteloin 58120 St Léger de Fougeret)

Der Geist des Programms: eine authentische Vision die im Einklang mit der Moderne steht

- I. E.S.H. Hat sich die Ausbildung muslimischer Führungskräfte zur Aufgabe gemacht (Imame, LehrerInnen, ForscherInnen, etc.), die ein profundes, religiöses Wissen und ein tiefes Verständnis des europäischen Kontextes haben.

- I. E.S.H. kommt damit dem Bedürfnis der Muslime in Europa im Bereich der Orientierung und des Religionsunterrichts entgegen, entsprechend einer verträglichen Authentizität in der Moderne.

- I. E.S.H. bietet eine Ausbildung in den islamischen Wissensgebieten an, das einem Programm entspricht, das vom wissenschaftlichen Rat des IESH erstellt wurde. Unten finden Sie die Liste angegeben. Zum einen Teil stammt das Programm von Weltspitzen in den islamischen Wissenschaften, zum anderen Teil von den ausgesuchtesten Spezialisten Europas. Aus dieser Komposition entnehmen wir unsere Vision des Lehrens eines authentischen, an seinen Kontext angepassten, Islam.

Yusuf Al Quaradawi, Zuhair Mahmood (Direktor des IESH), Ahmed Jaballah (Direktor des IESH Paris) …

http://www.iesh.fr/

European College for Islamic Studies.

Wie will der Wissenschaftsrat (WR) gewährleisten, dass sich die derzeit eingerichteten universitären Islamischen Studien vom Islamunterricht des IESH unterscheiden und die ungeschmälerten universellen Menschenrechte lehren?

http://www.iesh.org/images/stories/Dosinscript_Fr_En.pdf

Barcelona 05.10.2010. Die Gemeinschaft Sant’Egidio freut sich über einen Theologen aus dem schariagelehrigen und islamrevolutionären Qaradawi-Netzwerk: „Abdul Majeed Al-Najjar: Stellvertretender Generalsekretär des European Council for Fatwa and Research, Tunesien.“

http://www.santegidio.org/index.php?pageID=1777&res=1&idLng=1067&idOratore=528

Gemeinschaft Sant’Egidio, München 13.09.2011. Panel 30 – The Arab Spring: Tunisia: Abdul Majeed Al-Najjar: General Assistant Secretary of The European Council for Fatwa and Research, France

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=2386&idLng=1064&idEvento=171

Zehn Jahre nach 9/11 geht`s zum FRIEDENSTREFFEN, denn die Gemeinschaft Sant’Egidio spürt dieses Spirituelle der Muslimbruderschaft.

He is a member of the influential International Association of Muslim Scholars and General Vice Secretary of the European Council for Fatwa and Research in Paris.

The European Council for Fatwa and Research (ECFR) is an organization of Islamic scholars, established in London in 1997, whose founder and chairman is Yusuf al-Qaradawi. The organization is aiming at bringing together Muslim scholars in Europe and at unifying the Islamic jurisprudence.

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=2386&idLng=1064&idOratore=528

Siti Musdah Mulia, Syarief Hidayatullah Islamic University, Indonesien. Chairperson of the Indonesian Conference for Religions and Peace. Living together in diversity is the way to future. The world of tomorrow has to be a world of coexistence or it will not be at all.

http://www.santegidio.de/index.php?int=testi&id=10

Siti Musdah Mulia, Syarief Hidayatullah Islamic University, Indonesien

Sie ist Präsidentin der Indonesischen Konferenz für Gerechtigkeit und Frieden, eine Organisation, die sich aus religiösen Vereinigungen zusammensetzt, die für Dialog, Gerechtigkeit und Frieden arbeiten. Siti Musdah Mulia arbeitet als Dozentin für Jura an der Universität Islam Syarif Hidayahullah in Jakarta, Indonesien.

Sie hat eine wichtige Kampagne zur Erneuerung der Sicht der Frau im Islam ins Leben gerufen und ist die Repräsentantin der islamischen Bewegung Nadlatul Ulama, mit 45 Millionen Anhängern die größte muslimische Bewegung Indonesiens.

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=111&idLng=1067&idOratore=160

Mouhanad Khorchide studierte im Libanon Islamwissenschaft und war ab 2007 Lehrbeauftragter für den privaten Studiengang für das Lehramt für Islamische Religion an Pflichtschulen. Khorchide dissertierte über Der Islamische Religionsunterricht zwischen Integration und Parallelgesellschaft.

http://de.inforapid.org/index.php5?search=Islamische%20Glaubensgemeinschaft%20in%20%C3%96sterreich

Mouhanad Khorchide: „Ditib und Islamrat zum Beispiel sind sich über viele theologische Details nicht einig, aber das spiegelt die Vielfalt innerhalb der islamischen Theologie. … Die Lehre muss mit den Grundsätzen kompatibel sein: mit dem Glauben an Gott, an den Propheten und an den Koran.

aus: taz 24.03.2010

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2010%2F03%2F24%2Fa0093&cHash=d4ba4ca5e2

Mouhanad Khorchide: „Ich werde eine humanistische Theologie vertreten. Meiner Auffassung nach ist die Religion für den Menschen da – und nicht umgekehrt der Mensch für die Religion. Darum liegt mir an einer Theologie, die nach den spirituellen ebenso wie den Alltagsbedürfnissen des Menschen fragt. Es geht nicht um die Vermittlung von Gesetzen und Dogmen. Ich will ein Islambild vermitteln, das nichts mit einer Gesetzesreligion zu tun hat. …

Meines Erachtens sollte der Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen den in den Moscheen gelehrten nicht ersetzen. Ebenso wenig sollte er dazu dienen, die Kinder aus den Moscheen rauszuholen. Außerdem zeugt die Praxis, dass dies nicht funktioniert. Das setzt allerdings voraus, dass eine konstruktive Kooperation mit den Moscheegemeinden stattfindet. Wir müssen einen Konsens anstreben. Ansonsten bekommen die Schüler in den Moscheen womöglich zu hören, der ein oder andere Unterricht sei nicht authentisch oder islamisch genug. Die Religion könnte dadurch ihre Glaubwürdigkeit bei den Schülern verlieren. Das müssen wir verhindern.“

Quelle: Qantara 12.05.2010

http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_c=4111

Darul Iftaa: Institute of Islamic Jurisprudence. The importance of traditional and contemporary Islamic Jurisprudence (fiqh) is well known. Fiqh deals with all aspects relating to a believer’s life. … Imam Abu Hanifa (Allah be pleased with him) said, „Fiqh is to know what is for and against oneself.“

http://www.daruliftaa.com/

[23] Über den Umgang mit Nichtmuslimen. Von Scheich Muhammad ibn Adam al-Kawthari, übersetzt vom Betreiber der Seite Ahlu-Sunnah (Hakan Citlak)

http://www.ahlu-sunnah.de/attachments/366_Umgang_mit_Nichtmuslimen.pdf

[24] Die Londoner Zentralmoschee publiziert Muhammad ibn Adam (Darul Iftaa, Leicester), der genüsslich aus den sogenannten Indischen Fatwas zitiert.

The Fiqh of Muslim Non-Muslim Interaction, A Detailed Explanation

“If a non-Muslim dies, one may say to the deceased’s father or some other relative of his: “May God recompense you with someone better and honour you with Islam, and that He bestow you with a Muslim child…” (al-Fatawa al-Hindiyya, 5/348)

http://www.central-mosque.com/fiqh/fnmuslim1.htm

[25] Die 1971 in Teheran geborene Dr. Nadjma Yassari promovierte zum Thema: „The Concept of Freedom of Contract in Islamic and Western Legal Cultures“, seit 2000 ist sie Referentin für das Recht islamischer Länder am Max-Planck-Institut.

Nadjma Yassari: „Mohammads Predigten sind revolutionär … Das Recht, das er spricht, besteht nicht aus feststehenden Regeln, sondern leitet sich aus den Offenbarungen und der Praxis der islamischen Gemeinde ab. … Das Verhältnis zwischen der Religion und der Rechtsordnung eines Landes hängt insbesondere davon ab, wie die Staatsform ist. So ist etwa der Iran seit 1979 als theokratischer Gottesstaat konzipiert, während die Republik Türkei seit ihrer Entstehung laizistisch ist. … Während in säkularen Systemen Veränderungen in der Gesellschaft, Veränderungen im Recht verlangen, ist es Aufgabe des religiösen Rechts die Gesellschaft zu verändern, sie zu erziehen, und ihre Verhaltensweisen derart zu lenken, dass sie diesem unterstellten Willen Gottes entsprechen. Das Recht und die Rechtsordnung sind daher nicht unbedingt Instrumente im Dienste der Gesellschaft, sondern im Dienste Gottes. … Im übertragenen Sinne bezeichnet Scharia den Weg, den der Mensch gehen muß, damit er wieder zur Quelle (Gott) kommt. … Das islamische Recht ist durch die Notwendigkeit der Interpretation und Ableitung vielseitig ausgestaltet und regional sehr verschieden. Es ist daher besser von den islamischen Rechten zu sprechen, je nachdem welche konkrete Rechtsschule oder welche Epoche der Geschichte angesprochen ist. Das islamische Recht ist das Recht der Muslime einer bestimmten Zeit und einer bestimmten Gesellschaftsordnung. Es spiegelt deren Lebensarten und Bedürfnisse wieder. Es ist ein von Menschen mitgestaltetes Recht, welches durchaus fehlbar ist und einem menschlichen Eingriff nicht entzogen werden darf.“ Aus: Islam und Recht, bei: bpb 04.10.2004

http://www.bpb.de/themen/EF3ZV0,0,Islam_und_Recht.html

[26] Muslim§Recht: „Wir sehen in der Islamkonferenz den Versuch, die Grundwerte der Muslime zu zerstören und die Muslime zu säkularisieren.“, bei: Landesamt für Verfassungsschutz, Baden-Württemberg

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=360:07-082007-muslimsrechtq-wir-muslime-sagen-nein-zum-deutschen-islamq&catid=143:nutzung-qneuer-medienq&Itemid=44

[27] Muslim§Recht: „Eurer Leben und eure Ehre ist seit der Zerstörung des islamischen Kalifats 1924 n. Chr. den Angriffen des Westens schutzlos ausgesetzt.“ Bei: Landesamt für Verfassungsschutz, Baden-Württemberg

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=362:042007-protestaktion-der-internetplattform-muslimsrechtq&catid=143:nutzung-qneuer-medienq&Itemid=244

[28] Fünftelabgabe (Chums, anglisiert khoms). Bei Eslam weiß man, dass laut Imam Chomeini sieben Einnahmequellen chumspflichtig sind, darunter abgebaute Bodenschätze, Kriegsbeute und der Gewinn aus dem einem Dhimmi abgekauften Grundstück

http://www.eslam.de/begriffe/f/fuenftelabgabe.htm

[29] Charadsch (ḫarāǧ, angl. kharaadj)

http://www.eslam.de/begriffe/g/grundbesitzersatzabgabe.htm

[30] Dschizya / Schutzsteuer (jizya / protection tax). Der um Globalisierung bemühte himmlische Totalitarismus erklärt die Schutzsteuer so: „Um den Islam zu diffamieren, wird dieser unter anderem den Christen respektvoll Sonderrechte zubilligende Begriff sehr oft von Orientalisten in der Bedeutung verfälscht.“

http://www.eslam.de/begriffe/s/schutzsteuer.htm

[31] The Law of Qisas. Der Ius talionis (Vergeltung) und anderes aus der „im Kern friedlichen Religion“ (Hans-Gert Pöttering, Horst Köhler) namens Islam. Allahs Begriff der körperlichen Unversehrtheit integriert öffentliches Auspeitschen, Amputieren von Gliedmaßen, Tod durch Steinigung:

“In 1980 Ayatollah Mohammad Beheshti was appointed by Khomeini as the first chief justice. Beheshti established judicial committees that were charged with drafting new civil and criminal codes derived from Shia Islamic laws. One of the most significant new codes was the Law of Qisas, which was submitted to and passed by the Majlis in 1982, one year after Beheshti’s death in a bomb explosion. The Law of Qisas provided that in cases of victims of violent crime, families could demand retribution, up to and including death. Other laws established penalties for various moral offenses, such as consumption of alcohol, failure to observe hejab, adultery, prostitution, and illicit sexual relations. Punishments prescribed in these laws included public floggings, amputations, and execution by stoning for adulterers. The entire judicial system of the country has been desecularized.”

aus: Omar Sial: A Guide to the Legal System of the Islamic Republic of Iran

http://www.nyulawglobal.org/Globalex/Iran.htm

http://www.nyulawglobal.org/globalex/iran1.htm

im Bild: Ayatollah Mohammad Beheshti, der zwischen 1960 und 1965, das heißt in der Bauzeit und Aufbauzeit, das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) leitete.

http://izhamburg.com/media/gross/image/imame/Imam-Beheshti.jpg

http://www.portalestoria.net/IMAGES%2060/Mohammad_Beheshti%5B1%5D.jpg

IZ Hamburg (schiitisch)

Many leading Iranian theologians and politicians (including Ayatollah Beheshti, Ayatollah Mohammad Mojtahed Shabestari or Mohammad Khatami) have spent time (often years) here, have encountered and studied Western sciences and philosophy and contributed to the Western understanding of Shia Islam.

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_Centre_Hamburg

bei: IZ Hamburg (IZH; Iranisch, Zwölferschia). Amtierender und frühere Leiter des IZH.

http://izhamburg.com/Ueber-das-Islamische-Zentrum-Hamburg/Leitung

Auch deshalb zivilisierte der Sechstagekrieg des gewonnene Territorium: Jordanien will den Islam mitsamt Kindbraut (child bride), Zweitfrau und Blutgeld, blood money (Diya). We, Talal the First, King of the Hashemite Kingdom of Jordan (Jordanische Verfassung, 01.01.1952)

Article 1

Islam is the religion of the State

Article 105

The Sharia Courts shall in accordance with their own laws have exclusive jurisdiction in respect of the following matters:

(i) Matters of personal status of Moslems.

(ii) Cases concerning blood money (Diya) where the two parties are Moslems or where one of the parties is not a Moslem and the two parties consent to the jurisdiction of the Sharia Courts.

(iii) Matters pertaining to Islamic Waqfs.

Article 106

The Sharia Courts shall in the exercise of their jurisdiction apply the provisions of the Sharia law.

http://www.kinghussein.gov.jo/constitution_jo.html

When one of Fawzeya’s daughters became engaged at 16, her mother took her to a family medical clinic and asked the doctor to examine her vagina and declare her hymen intact.

Virginity tests are becoming more frequent, Dr. Momen Hadeedi, head of the National Centre of Forensic Medicine in Amman, said in a July interview with Alghad newspaper; about 1, 200 women undergo them each year in Jordan. …

A child bride.

Fawzeya was only 13 when she got married to her husband Yousef, who was then working in Kuwait.

The moment a girl menstruates she is considered a pregnancy risk in many Arab societies and, as such, a magnet for trouble. Many families try to marry their daughters off as soon as possible.

aus: Iqbal Tamimi: Child Bride in Jordan Puts Daughters on Same Path

bei: Women’s eNews 22.08.2011

http://www.stop-stoning.org/node/2062

Vereinte Nationen, Kindbraut (child spouses). Griechenland, die Türkei und Deutschland sind leider nicht genannt, aber verheiratete kleine Mädchen werden beispielsweise aus Jordanien berichtet, wo sie nicht selten Opfer häuslicher Gewalt werden, aus Bangladesch, wo die sexuelle Reinheit der Mädchen bewahrt werden soll und 5 Prozent der Bräute Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren sind, sowie aus Albanien, wo es vielleicht v. a. postkommunistisch (neoschariatisch?) um Vermeidung von Armut und Statusverlust geht und darum, zu verhindern, dass die Mädchen auf dem Schulweg entführt werden. Auch die Roma, vielleicht darf man sagen Zigeuner, verheiraten ihre Kinder leider immer wieder und immer noch sehr früh.

(p 12) A study in Jordan, published in 2000 found that 26 per cent of reported cases of domestic violence were committed against wives under 18

(p 4) Bangladesh, where the Demographic and Health Survey (DHS) of 1996-97 reported that 5 per cent of 10-14 year-olds were married. … In Kebbi State, Northern Nigeria, the average age of marriage for girls is just over 11 years, against a national average of 17.

(p 2) Bangladesh: Many Bangladeshi girls are married soon after puberty, partly to free their parents from an economic burden and partly to protect the girls’ sexual purity. Where a girl’s family is very poor or she has lost her parents, she may be married as a third or fourth wife to a much older man, to fulfil the role of sexual and domestic servant. Albania: Families in rural areas, reduced to abject poverty by the post-Communist transition, encourage their daughters to marry early in order to catch potential husbands before they migrate to the cities in search of work, and to avoid the threat of kidnapping on the way to school.

(p 5) notably among the Roma people

aus: unicef: EARLY MARRIAGES: CHILD SPOUSES (2001)

http://www.unicef-irc.org/publications/pdf/digest7e.pdf

Darf man Zigeuner sagen oder muss es Roma bzw. Sinti (manouches) und Roma heißen?

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, die Rom und Cinti Union (Hamburg) oder die Roma-Union (Frankfurt a. M.) lehnen die Fremdbezeichnung als rassistisch ab und verweisen dabei auf deren Geschichte. … Die Sinti Allianz Deutschland (Köln), einer der weniger bedeutenden Zusammenschlüsse und beschränkt auf einige Familien aus den Teilgruppen der Sinti und der Lovara, akzeptiert die Bezeichnung, wiewohl sie sie in ihrem Eigennamen vermeidet. Sie bemisst ihre Verwendbarkeit nach der privaten Sprecherabsicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner#Zur_heutigen_Position_von_.E2.80.9EZigeuner.E2.80.9C

Der frankophone Musiker (Gitarrist) und Manusch Jean „Django“ Reinhardt (1910-1953), einer der Gründer des Jazz in Europa.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/Django_Reinhardt_%28Gottlieb_07301%29.jpg

http://www.youtube.com/watch?v=fzz6fAdFFis&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=0TmiDC_a6ss&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=eBjQjAP31iE&feature=related

[32] Gerechter Krieg nach Maßgabe der Religion. Justice in War as Visualized by Islam

bei: International committee for the support of the final prophet (ICSFP) / Le Comité International de Soutien au Dernier des Prophètes (CISDP), Vermont Avenue, Washington (US) und Riad (Saudi-Arabien)

http://www.whymuhammad.com/fr/contents.aspx?aid=5251

Shahul Hameed

Dr. Shahul Hameed is a consultant to the Discover Islam Section of IslamOnline.net. He was previously the Head of the Department of English, Farook College, Calicut University, India. He also held the position of the President of the Kerala Islamic Mission, in Calicut, India. Dr. Shahul Hameed is the author of three books on Islam published in the Malayalam language. His books are on comparative religion, the status of women, and science and human values. He has also published poems and articles in various magazines.

http://www.islamopediaonline.org/profile/shahul-hameed

Kerala Islamic Mission (KIM) und Umfeld. Islam im indischen Kerala.

Islam Malayalam

http://islammalayalam.net/

DishaIslamOnline

http://dishaislamonline.net/

Jamaat-e-Islami Hind, Kerala

http://www.jihkerala.org/index.php

[33] Mofsed fel-Arz (spreading corruption on earth)

Mai 2009. Inhaftierte iranische Bahai drohen durch eine Islamische Justiz, die Mohammeds Beispiel im Umgang mit den medinensischen Juden (Jews of Medina) folgt, umgebracht zu werden.

http://www.iranpresswatch.org/post/2737

Turning to other issues, Al-Muhrij said Islam prohibits the killing of innocent people through martyring. He cited a Quranic verse that states that whoever kills a soul but for murder or for spreading corruption it is as if he had killed all mankind.

http://www.a1saudiarabia.com/33071-delaying-wage-un-islamic-says-scholar/

Tafsir al-Jalalayn 5, 32: Wegen Kains Tat haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wer immer eine Seele nicht in Vergeltung für eine andere Seele erschlägt (Blutrache) oder wegen Verderben stiften auf Erden, Unglaube, Ehebruch, Strassenraub oder ähnlicher Vergehen, für den gelten soll, als ob er die ganze Menschheit umgebracht hätte. Jeder hingegen, der eines anderen Menschen Leben rettet, indem er davon absieht, diesen umzubringen, für den soll gelten, als ob er die ganze Menschheit gerettet hätte.

nach: Der Prophet. Herzlichen Dank an die bewährte Seite Der Prophet für diese wichtige Quelle.

http://www.derprophet.info/inhalt/toetungsverbot.htm

Mischief Making and Corruption (Fasad fi’l-Ard)

“Do not spread corruption in the earth after it has been so well ordered;” for “behold what happened in the end to the mufsidun, who spread corruption and ruin.”(Q 7:85) … They are described as mufsidin fi’l ard, agents of mischief, degradation and ruin …

aus: Mohammad Hashim Kamali: The Environment In Islam (Environmental Care in Islam: A Qur’anic Perspective)

bei: The Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought

http://www.aalalbayt.org/EnvConference/002.pdf

The law for punishing blasphemy against the Prophet (sws) that is invoked in Pakistan

“Some scholars have proffered Q. 5: 33-34 as a possible basis. In their opinion, God, in these verses of Sūrah Mā’idah, has prescribed the punishment for muḥārabah (rebellion) and fasād fi al-arḍ (disorder), and they believe that blasphemy against the Prophet (sws) is also a form of this offence of muḥārabah:” … yuḥāribūn (they fight/rebel against)

aus: Javed Ahmed Ghamidi: Punishment for Blasphemy against the Prophet

bei: Al-Mawrid. A Foundation for Islamic Research and Education

http://www.al-mawrid.org/pages/research.php

Al-Mawrid (Lahore, Pakistan)

http://en.wikipedia.org/wiki/Al-Mawrid

Islamische Revolution im Schneckentempo oder auf Katzenpfoten: Javed Ahmad Ghamidi

http://en.wikipedia.org/wiki/Javed_Ahmad_Ghamidi#Jihad

Pakistan 1979 Hudood Ordinances

Pakistanische Frauenrechtsaktivisten wollen keine sanften Hadd-Strafen, sondern gar keine: General Zia ul-Haq introduced the laws when he was the President to bring Pakistan more in line with Islam. … Women’s rights activists want the Government to repeal the ordinance, not just change it.

http://www.hindu.com/2006/07/03/stories/2006070304171400.htm

[34] Today’s jihadists are probably mindful of the role indecisive Islamic scholars played the last time they sought solutions to the problems entailed in reestablishing the caliphate, and their own boldness and willingness to act decisively is usefully understood in the context of the General Caliphate Congress, held in Cairo in 1926. At this congress, the problem of vague and conflicting precedents was compounded by scholars who were promoting claims to the title by competing Arab sovereigns. (Ayman al-Zawahiri’s grandfather, Shaykh Mohammed al-Ahmadi al-Zawahiri [d. 1944], was King Fuad of Egypt’s man. )

Before the congress, the pioneering Salafist thinker Rashid Ridha (d. 1935) asserted his credentials for speaking out on the caliphate. Writing in his influential monthly magazine al-Manar, he explained that he had written a book about the caliphate, had published deliberations on the nature of the caliphate in his magazine, and had participated in the planning committees for the congress.

aus: Nibras Kazimi: The Caliphate Attempted. Zarqawi’s Ideological Heirs, their Choice for a Caliph, and the Collapse of their Self-Styled „Islamic State of Iraq“

bei: Center on Islam, Democracy and the Future of the Muslim World 10.07.2008

http://www.currenttrends.org/docLib/20080701_KazimiCaliphateAttempted.pdf

http://www.currenttrends.org/research/detail/the-caliphate-attempted

[35] Taqiyyu d-Din an-Nabhani: DIE LEBENSORDNUNG DES ISLAM (Niẓāmu l-Islām)

http://www.islam-projekte.com/kalifat/kalifat/webseite/ru_artikel/buecher_deutsch/lebensordnung_des_islam.pdf

Über die frauenrechtlichen Folgen der staatlich betriebenen Islamisierung in Pakistan berichtet Anita M. Weiss (Berkeley 1985)

Women in Pakistan: Implications of the Current Program of Islamization

“In February 1979, General Zia announced a series of reforms called „nizam-i-islam“ aimed at bringing all laws into conformity with Islamic tenets and values.”

The government’s program of „nizam-i-islam

http://gencen.isp.msu.edu/documents/Working_Papers/WP78.pdf

[36] In 1928 the Muslim Brotherhood was founded in Egypt with same goal for restoration of the Caliphate but could not succeed. Another attempt for the re-establishment of Caliphate was made in the General Islamic Conference held in Jerusalem in December 1931 but it too failed to bring the desired result.

aus: R. Upadhyay: SAUDI MONARCHY – Against the revival of Caliphate?

bei: South Asia Analysis Group (SAAG), Paper no. 3935, 19.07.2010

http://www.southasiaanalysis.org/%5Cpapers40%5Cpaper3935.html

[37] Allah ist König und der Muslim hat den Kennern der himmlischen Gesetze zu gehorchen, „denjenigen, die die Macht haben, zu Binden und zu Lösen“.

The preachers are unanimous: the sole solution is to normatively regulate sin-prone humans through divine regimentation, that is, by applying to the letter the Shari`a, the Sacred Law of Islam. „Sovereignty to the Qur’an, not to parliament,“ (as-siyada li’l-Qur’an la li’l-barlaman) runs their common adage. Muslims may not run their affairs as they please. They must obey the Shari`a as interpreted by Ahl al-Hall wa-l-`Aqd (those who untie and fasten, that is, forbid and enjoin; eminent authorities in matters of jurisprudence).

Emmanuel Sivan (1995)

http://www.meforum.org/237/eavesdropping-on-radical-islam

[38] It is, however, a central tenet of al-Qaradawi`s that the “ulama” must be in charge of the awakening. … According to al-Qaradawi, the Islamic awakening, bereft of “ulama” leadership, would lead to extremism …

It is only the “ulama” who can provide mature leadership because of their knowledge of scripture and the Islamic disciplines.

aus: Birgit Schäbler, Leif Stenberg: Globalization and the Muslim world: culture, religion, and modernity (p 155)

http://books.google.de/books?id=630_ZuVcsfEC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

[39] Bülent Ucar ist Islamwissenschaftler und Religionspädagoge an der Universität Osnabrück sowie Direktor des Zentrums für Interkulturelle Islam-Studien. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen die Islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik im modernen Kontext, die gegenwartsbezogene Islamforschung mit Schwerpunkt Deutschland und Türkei, die Islamische Theologie in Geschichte und Gegenwart und die Entwicklung der Scharia im historischen und modernen Kontext.

bei: HIKMA – Zeitschrift für Islamische Theologie und Religionspädagogik

Herausgeber: Prof. Dr. Bülent Ucar

Mitherausgeber: Prof. Dr. Rauf Ceylan, Prof. Dr. Ismet Busatlic, Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Ass.-Prof. Dr. Özcan Hidir, Ass.-Prof. Dr. Mohammed Ghaly, Ass.-Prof. Dr. Xhabir Hamiti, Ass.-Prof. Dr. Muhittin Okumuslar

http://www.hikma-online.com/cms/de/herausgeber

„Zwei Themen stehen zukünftig im Mittelpunkt des Journals und werden sein Profil prägen: die Einbindung des Islams in das europäische, insbesondere deutschsprachige Schulwesen und der Diskurs um die islamische Religion und Kultur im europäischen Kontext. Transformations- und Integrationsprozesse einer muslimischen Minderheit in christlich und säkular geprägten Gesellschaften und deren Rückwirkung bilden dabei einen Publikationsschwerpunkt.“

Nicht drängeln bitte, immer der Reihe nach, soll zuerst die Scharia ins Grundgesetz integriert werden oder vorher die Republik ins Kalifat transformiert? Im Ernst: Keine Silbe von AEMR, keine Distanzierung von Muslimbrüdern und Millî Görüş.

http://www.hikma-online.com/cms/de

Prof. Bülent Ucar ist Herausgeber und im Beirat sitzen „Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu, Bremen, Prof. Dr. Enes Karic, Sarajevo, Prof. Dr. Tariq Ramadan, Oxford“

Werfen wir einen Blick auf die „Mitherausgeber“ von HIKMA

http://hikma-online.com/cms/sites/default/files/plakat_deutsch_hikma.pdf

und beginnen wir mit Rauf Ceylan.

„Rauf Ceylan, Osnabrück“ lobte auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung öffentlich Imam Bajrambejamin Idriz Künstlername Benjamin Idriz, als modern und seine Gemeinde Penzberg (Bayern) als organisatorisch unabhängig. In Wirklichkeit stand oder steht Penzberg der Millî Görüş personell sehr nahe und ist Idriz ein Schariastudent (Fernstudium) an der theologischen Akademie IESH der europäischen Muslimbrüder zu Saint-Léger-de Fougeret (bei Château-Chinon, Burgund, Frankreich).

„Ismet Busatlic, Sarajevo“ (angefragt) sprach („mit freundlicher Genehmigung der Georges Anawati Stiftung“ d. i. Dietger Freiherr von Fürstenberg: Förderung des interreligiösen Dialogs und der friedlichen Begegnung von Christen und Muslimen in Deutschland, verlinkt zu Prof. Dr. Christian Troll S.J.) ebenso wie Mathias Rohe im November 2007 an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Tagungszentrum Hohenheim) zum Thema Bosnischer Islam für Europa (wörtlich: „Bosnischer Islam“ für Europa).

http://www.sbg.ac.at/tkr/texte/Faltblatt%20-%20Tagung%20Bosnischer%20Islam.pdf

zum einladenden Umfeld gehörend: „Ferid Kugic von der Islamischen Gemeinschaft Stuttgart hob hervor, dass die Geschichte der Aufklärung in der islamischen Welt sich von jener in Europa unterscheide. Es handele sich um zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Wirklichkeit. ‚Gleichwohl ist der Islam eine Religion, die auf Vernunft gründet’, sagte Kugic.“

Dass der Großmufti aus Sarajevo im ECFR des al-Qaradawi sitzt, ist für Bischof Fürst nicht so schlimm:

„Als wegweisendes Beispiel für interdisziplinären und interreligiösen Austausch auf Augenhöhe und als Ort für die Vereinbarkeit von Islam und Europa nannte Bischof Fürst die Fakultät für Islamische Studien in Sarajevo. Der Bischof hatte diese Einrichtung im Mai auf Einladung von Großmufti Mustafa Ceric besucht.“

http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=4578

„Mouhanad Khorchide, Wien“

Kann schweigen, sagt gar nichts für die Scharia und genau so viel gegen die Scharia.

„Özcan Hidir, Rotterdam“

Bei: WORLD INTERFAITH HARMONIC WEEK: Özcan Hıdır, Dean of the Faculty of Islamic Sciences and Scholar of Qur’an and Hadith Sciences in comparative perspective with Bible, Islamic University of Rotterdam

http://worldinterfaithharmonyweek.com/1065/letters-of-support/156-ozcan-hidir/

AEMR war gestern, jetzt kommt interreligiöse Harmonie:

“The World Interfaith Harmony Week is based on UNGA Resolution A/65/PV.34 for a worldwide week of interfaith harmony. It was proposed in 2010 by HM King Abdullah II and HRH Prince Ghazi bin Muhammad of Jordan. The World Interfaith Harmony Week will fall on the first week of February of every year and aims to promote harmony between all people regardless of their faith.”

http://worldinterfaithharmonyweek.com/about-us/

Islamic University of Rotterdam (IUR) – Islamitische Universiteit Rotterdam

Schariaverharmlosung Marke Neo-Osmanisch verbreitet Prof. Dr. Ahmet Akgündüz in: Islam as religion of Peace and Harmony; the Example of Ottoman State and Pax of Ottomana

http://www.islamicuniversity.nl/en/current/publications/277-islam-is-not-an-obstacle-for-peace.html

„Mohammed Ghaly, Leiden“

He studied Islamic Studies in English at al-Azhar University in Egypt and got his bachelor with Cum laude in 1999. In 2002, he got his Master degree in Islamic studies also with cum laude from Leiden University.

http://hum.leiden.edu/religion/organisation/institute-staff/ghaly.html

„Xhabir Hamiti, Pristina“ – kein Konflikt zwischen Koran und Menschenrechten in Sicht, alles ganz verspielt auf dem Balkan?

“Here people are Muslims, but they think like Europeans,” says Xhabir Hamiti, a professor in the Islamic studies department at the University of Pristina in Kosovo’s capital. “Muslims here identify themselves as Muslim Lite,” an American police officer tells me. As Afrim Kostrati, a young bartender, puts it: “We are Muslims, but not really.” And Luan Berisha, an entrepreneur, agrees: “We were never practicing Muslims like they are in the Middle East. . . . First of all, we are Albanians. Religion comes second.” Religion in Kosovo is a private matter, not a public one. “We never talk about it,” Berisha says.

(Michael J. Totten)

http://www.balkanium.com/forum/showthread.php/5735-The-%28Really%29-Moderate-Muslims-of-Kosovo

Xhabir Hamiti liebt den Plauderton. Was für eine tolle Koranübersetzung ins Albanische. Und selbstlos, der/die anonyme(n) Übersetzer.

The book contains an annex (931-953), which was written by Sheikh Abdullah bin Muhammad bin Humaid – the chief justice of Saudi Arabia. It is said that this translation was made by a group of students from Albania, who were studying in Medina.

http://breziiri.com/2010/07/13/albanian-studies-on-the-holy-quran-1900-2000/

Den Anhang zum von Xhabir Hamiti gelobten albanischen Koranprojekts verfasste Scheich bin Humaid (1908-1981), einer der höchsten Theologen und Schariarichter Saudi-Arabiens, wo man, völlig koranbasiert, Hände und Köpfe abhackt. Xhabir Hamiti lobt einen militärisch denkenden Theologen, der Geschütze (artillery) und Raketen (missiles) unter Dschihad (Holy War, holy fighting) versteht.

Abdullah Ibn Humaid, also known as Sheikh Abdullah bin Muhammad bin Humaid was the former Chief Justice of Saudi Arabia and Imam of the Grand Mosque of Mecca. His son Salih, is the current Imam of the Grand Mosque of Mecca as well as the head of the Saudi Consultative Council.

http://en.wikipedia.org/wiki/Ibn_Humaid

JIHAD IN THE QUR’AN AND SUNNA

by: Sheikh ‘Abdullah bin Muhammad bin Humaid, ex-Chief Justice of Saudi Arabia

Praise be to Allah swt Who has ordained Al-Jihad (the holy fighting in Allah’s Cause)

And it is they, (Mujahidin) who fight against the enemies of Allah in order that the worship should be all for Allah (Alone and not for any other deity) and that the Word of Allah (swt) (i.e. none has the right to be worshipped but Allah (swt) and His religion Islam) should be superior. Allah has made them (Mujahidin) partners in reward along with all those who guard Islam with their weapons, along with their good deeds which they performed even if they sleep in their homes.

And the Legislator (Allah) put the one who brings about a thing to happen equal in rank to its doer, both in reward (for the good deed) and in punishment (for a crime). So the inviter to a good deed and the inviter to an evil deed both will have a reward (good or bad) equal to the reward of the one who has done that deed. …

The Muslims were ordered to take all precautions against the enemies of Allah Jag and to get ready against them with all they can of power-because that is the first step for Jihad (fighting) and the supreme way for the defence. To get ready (for Jihad includes various kinds of preparations and weapons [missiles, artillery, aeroplanes (air force), naval ships (navy and the training of the soldiers in these weapons] are included under (the meaning) of the word „force (i.e land, navy and airforce).“ And to look after (take care of permanent forces as well as the stationed forces similar to looking after the mobile forces. And to take care of the army in peacetime as well as during wartime.

http://islamworld.net/docs/jihad.html

„Muhittin Okumuslar, Konya“

Selçuk Üniversitesi İlahiyat Fakültesi Dekan Yardımcısı Doç. Dr. Muhittin Okumuşlar

http://files.konyadahaber.com/images_703380763_big.jpg

http://www.dogruses.com/images/haber/yahudilec59f1.jpg

Muhittin Okumuşlar und die „islamischen Calvinisten“ von der Mittelstandsorganisation MÜSIAD

http://www.renklihaber.net/haber/11003/kuranin-turkce-mealini-de-okuyun.html

Aufnahme fand die neue Unternehmerklasse denn auch nicht im noblen und einflussreichen Wirtschaftsverband Tüsiad, der seine potenten Mitglieder vorab im Einzugsgebiet Istanbuls rekrutiert. Vielmehr wurde 1990 mit der Organisation Müsiad – die Konnotation zum türkischen Müslüman (Muslim) war kaum unbeabsichtigt – ein neues Sammelbecken gegründet für die Klein- und Mittelbetriebe, die nach einem Wirtschaften strebten, das nicht allein erfolgreich, sondern auch im Einklang mit ihrer religiösen Überzeugung stand. Ziel des Verbandes ist es weiterhin, den Mitgliedfirmen die Vereinbarkeit des Islam mit dem Wettbewerb in einem globalisierten Umfeld aufzuzeigen. Zu den Publikationen von Müsiad gehört etwa ein Heft mit dem Titel «Homo Islamicus». Darin wird nicht nur das Leben des Propheten Mohammed als das eines fleissigen Händlers beschrieben. Unter Bezugnahme auf die Gebote des Islam und des alten Marktes von Medina werden auch Argumente aufgelistet, die gegen eine Einflussnahme des Staates auf das Marktgeschehen sprechen. … Müsiad ist in der Türkei mit 30 Büros vertreten. Die rund 12 000 in der Organisation vertretenen Firmen erwirtschaften laut Auskunft eines Verbandsvertreters 12% des türkischen Bruttoinlandprodukts. Im Leitbild von Müsiad bleiben die islamischen Ideale klar erkennbar: So wird namentlich festgehalten, dass «das Zinssystem keine langfristige Arbeitsweise der Ökonomie» sei.

Von: Thomas Fuster, in: Islam und Kapitalismus – eine türkische Symbiose. NZZ 09. Mai 2009

In der Türkei gewinnt ein neuer religiöser Mittelstand zusehends an Gewicht. Er bezieht sich in seinem Wirtschaften explizit auf den Islam; gleichzeitig plädiert er für den freien Markt und gegen staatliche Einflussnahme. Fleiss und Askese erscheinen als religiöse Pflichterfüllung – nicht selten ist denn auch von «islamischen Calvinisten» die Rede.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/islam_und_kapitalismus__eine_tuerkische_symbiose_1.2523274.html

At this time, some preventive measures were taken to reduce the number of graduates of İmam-Hatip schools working in the public sector. Obligatory state education was extended from five to eight years. … The Higher Education Council imposed a new dress code, banning the wearing of head covers and of beards on university campuses. … In May 1998, the president of the Islamic business association ‘MÜSİAD’ was tried by the Ankara State Security Court because of a speech he made in October 1997, in which he too had allegedly ‘sowed seeds of hatred among the people’. In 1999, he was sentenced to sixteen months imprisonment, but the sentence was suspended on the condition of non-recidivism.

aus: Jan Michiel Otto: Sharia incorporated: A Comparative Overview of the Legal Systems of Twelve Muslim Countries in Past and Present (p 251)

http://books.google.de/books?id=8ep7cX3ma0sC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

The “Independent Association of Industrialists and Businessmen” (MÜSİAD – Müstakil Sanayiciler ve İşadamları Derneği) was created by five pro-Islamic businessmen – among whom Erol Yarar, Ali Bayramoğlu, Natık Akyol and Abdurrahman Esmerer – on May 5, 1990 in Istanbul.

aus: Marie-Elisabeth Maigre: Turkey: the emergence of a Muslim ethics in the business world – Around the evolution of the MÜSIAD and the Turkish religious communities

http://islaminbusiness.blogspot.com/2006/02/turkey-emergence-of-muslim-ethics-in.html

französischer Originaltext : Marie-Elisabeth Maigre: Turquie: l’émergence d’une éthique musulmane dans le monde des affaires – Autour de l’évolution du MÜSIAD et des communautés religieuses

http://religion.info/french/articles/article_170.shtml

Soviel zu Mitherausgeber und Beirat von HIKMA

http://hikma-online.com/cms/sites/default/files/plakat_deutsch_hikma.pdf

[40] GMSG 2002: Zaidan, Ucar, Khalifa, Erbakan

Amir Zaidan: “Integrative Aspekte des islamischen Religionsunterrichtes”

„Für die muslimischen Kinder in Deutschland ist die religiöse Identitätsfindung bisher nur unter erschwerten Bedingungen bzw. überhaupt nicht möglich. Hier kann und soll der IRU als Regelfach gemäß des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule eine wichtige Hilfe bieten.“

Bülent Ucar: Das Milletsystem im Osmanischen Reich

„Das Milletsystem im Osmanischen Reich hat letzlich den inneren Frieden zwischen den verschiedenen Religionen und Ethnien in einem Staat, der über 600 Jahre lang über drei Kontinente hin existiert hat, aufrechterhalten können. Allein die Tatsache, daß nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches der Nahe Osten sich zu einem Pulverfaß entwickelt hat, zeigt die aktuelle Brisanz des Themas.“

Dr. Ahmad Khalifa, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), zur psychosozialen Situation der Muslime in Deutschland.

„Dr. Ahmad erläuterter die Beratungsaktivitäten des Islamischen Zentrums München im Bereich innerfamiliäre Konflikte. wie er mit seinem ehrenamtlich tätigen Team Musliminnen hilft, ihre Männer von patriarchalischen und diskriminierenden Denkweisen abzubringen. Oft müsse er dabei auch gegen islamistische Imame kämpfen. ‚Wir müssen mehr islamische Beratungsstellen gründen’, forderte al-Khalifa. Wie stark der Bedarf sei, zeigt allein die Situation in München.“

Dr. Mehmet S. Erbakan: Neurotische Wahrnehmungen des Islams und der Muslime in Deutschland

„Der letzte Referent der Tagung war Dr. Mehmet Erbakan, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG). In seinem Beitrag ging er insbesondere auf die falsche und zu Teil neurotische Wahrnehmung von Muslimen und islamischen Aktivitäten in Deutschland am Beispiel der Einwanderungskampange seines Verbandes ein.“

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/BERICHT2002/bericht2002.html

GMSG, Köln 2003. Der diesjährige „Falaturi Friedenspreis für Dialog und Toleranz“ ging an Prof. Dr. Udo Steinbach, vom Deutschen Orient Institut in Hamburg. Die Laudatio hielt Ibrahim El-Zayat. Nach der Preisverleihung wurde unter der Leitung von Dr. Sabiha El-Zayat das Panel „Religion im Kontext von Globalisierung“ eröffnet. Der erste Referent war Prof. Dr. Udo Steinbach. … Zweiter Referent des Panels war Prof. Dr. Christian Troll. … Mostafa El-Hady referierte zum „Freiheitsbegriff im Werk des islamischen Schriftstellers Gamal El-Benna [Gamal al-Banna]“. Gamal El-Banna ist der jüngere Bruder von Hasan El-Bann [Hasan al-Banna], dem Begründer der Muslimbruderschaft in Ägypten, und ist für seine reformorientierten Ideen bekannt.

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/UNITY/unity.html

Bundesamt für Verfassungsschutz über die Islamische Gemeinschaft Millî Görüs (IGMG)

Die größte islamistische Organisation in Deutschland verfügt über ca. 27.500 Mitglieder und unterhält mehr als 300 Einrichtungen. Die IGMG ist Teil der „Millî-Görüs“-Bewegung. Die „Millî-Görüs“-Bewegung strebt eine „gerechte Ordnung“ an, die sich ausschließlich an islamistischen Grundsätzen orientieren soll. Langfristiges Ziel ist die fundamentale Umgestaltung der Türkei, die Wiederherstellung einer „Großtürkei“ und schließlich eine islamische Weltordnung.

http://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af_islamismus/zahlen_und_fakten_islamismus/zafais_2_islamistische_organisationen.html

[41] Verherrlichung erfahre der totalitäre und frauenfeindliche Kulturrassist und Ur-Islamist Abu Hamid al-Ghazali im niedersächsischen Osnabrück: „Abū Ḥāmid al-Ġazālī ist als der einflussreichste Denker des islamischen Mittelalters bekannt. Er hinterließ grundlegende Werke, deren Bedeutung die heute lebenden Muslime in ihrem Denken und Handeln nicht unbeeinträchtigt lässt. … Wichtig ist vor allem die Herstellung einer Verbindung zum Hier und Jetzt.“

http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ghazali2011/

Flyer. 900 Jahre al-Gazãli im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland

Ansprechpartner: Prof. Dr. Bülent Ucar, Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Islamische Religionspädagogik, Neuer Graben 29 / Schloss, 49074 Osnabrück

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/files/Flyer_900_Jahre_al-Gazali_20-07-2011%282%29.pdf

Tagungsprogramm

Timothy Winter alias Abdal-Hakim Murad (* 1960) ist ein britischer Islamwissenschaftler an der Faculty of Divinity at the University of Cambridge und einer der führenden britischen islamischen Religionsgelehrten beispielsweise am Sunna Project (Thesaurus Islamicus Foundation: IHSAN Network, http://www.ihsanetwork.org/about_en.aspx), wo man es vorzieht, ins Arabische abzutauchen.

Schariaverharmloser Timothy Winter raunt regelmäßig über die Orthodoxe Antwort auf den islamischen Extremismus (orthodox Muslim response to extremism) und darf im Oktober 2011 bei Bülent Ucar in Osnabrück über die islamische Suche nach dem „Ethischen und seelischen Gleichgewicht“ sowie über die Relevanz des totalitären Religionspolitiker al-Ghazali für das heutige „Globale Dorf“ vortragen:

Imam al‐Ġazālī, the Global Village, and the Quest for Moral and Spiritual Balance

Universitär gebilligt und ganz im „Hier und Jetzt“ darf die zu der Erbakan-toleranten und muslimbrudernahen GMSG verlinkende Silvia Horsch (Berlin) im Oktober 2011 ein bisschen „teilen“, ihr Vortragsthema:

al‐Ġazālī als Mittler zwischen den Wissenschaften

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/files/Programm-ghazzali__2_-08-08-2011.pdf

Noch zu Timothy Winter genannt Scheich Murad. Die auf Rettung der Seele zielende Azhar eine Universität zu nennen, verspottet jede Wissenschaftlichkeit: „ Abdal Hakim Murad graduated from Cambridge University with a double-first in Arabic in 1983. He then lived in Cairo for three years, studying Islam under traditional teachers at Al-Azhar, one of the oldest universities in the world. He went on to reside for three years in Jeddah, where he administered a commercial translation office and maintained close contact with Habib Ahmad Mashhur al-Haddad and other ulama from Hadramaut, Yemen. … Shaikh Abdal Hakim is the translator of a number of works, including two volumes from Imam al-Ghazali’s Ihya Ulum al-Din.“

http://masud.co.uk/ISLAM/ahm/index.htm

ULFA AID, gegründet 2004 von Scheich Babikir Ahmed in London, lädt ein:

“Abdal Hakim Murad / Timothy J. Winter will be our guest speaker at COME DINE WITH ME 26th february 2010, Hilton Kensington. Buy a ticket get one FREE!! ticket has to be for (non-muslim) to allow for richness and diversity.”

http://ulfaaid.tumblr.com/post/3221503073/abdal-hakim-murad-timothy-j-winter-will-be-our

An introduction to Habib Umar by Shaykh Abdal Hakim Murad

http://www.youtube.com/watch?v=laMQ0JEK6Q0&feature=related

Scheich Murad = Herr Winter, bei der Arbeit

http://www.youtube.com/watch?v=UgLQp4dcbBo

Denken ist nicht alles, weiß Azhar-Absolvent, Ghazali-Übersetzer und Schariafreund Timothy Winter: Abdul Hakim Murad speaking about the limits of rational thought

http://www.youtube.com/watch?v=2Gjp3hCCTwc&feature=related

Shaykh Abdal Hakim Murad – Contentment (Riḍā’) – part 1 of 5

http://www.youtube.com/watch?v=qN0_WD-fpEQ&feature=related

[42] Die geheimnisvolle Sache mit den Muslims in the West

Universität Erfurt. In the aftermath of terrorist attacks of 9/11 the Chair of Islamic Studies participated in “Dialogue with Islam” an academic activity initiated by the German Academic Exchange Service (DAAD). Ever since debates on “Islam and the West” has become part of the tradition of Chair of Islamic Studies. … With the initiation of the international Summer School “Muslims in the West” the Chair of Islamic Studies intents to contribute to this dialogue. Muslims from different countries and cultures (India, Pakistan, Turkey, Saudi Arabia, Iran, Yemen, South Africa, Sudan, Malaysia) have been participating for the last five years. Thus, the promotion of a direct dialogue between students and Alumni led to a better mutual acceptance, tolerance and understanding.

http://www.uni-erfurt.de/religionswissenschaft/islamwissenschaft/summer-school/

The International Summer School “Muslims in the West”

The International Summer School “Muslims in the West” is organized by the Chair of Islamic Studies. So far more than 100 students, Muslims from different countries and cultures (f.e. India, Pakistan, Turkey, Saudi Arabia, Iran, Yemen, South Africa, Sudan, Malaysia) as well as German students have been participating for the last five years. The promotion of a direct dialogue between students and alumni leads to a better mutual acceptance, tolerance and understanding of „Islam“ and the „West“.

http://www.uni-erfurt.de/international/sommerkurse/summer-school-muslims-in-the-west/

Eine Zeit lang die vertraute Umgebung hinter sich lassen, in einem fremden Land leben und eine neue Kultur kennen lernen – ein Studium oder ein Praktikum im Ausland sind ein wichtiger Bonuspunkt im Lebenslauf und immer auch ein Stück Abenteuer und persönliche Herausforderung.

http://www.uni-erfurt.de/international/outgoing/

Eingewandert wie Waschbär, Tigermücke und Halsbandsittich: Muslims in the West

Bridge-building (Brückenbauen) will Multikulturalist Prof. Tariq Modood (Bristol) am 30.09.2001, also nur wenige Tage nach 9/11. So schlecht war die Sklaverei der andalusischen Dhimmitude schließlich doch gar nicht: „The Jews remember Muslim Spain as a ‘Golden Age’.“

http://www.guardian.co.uk/world/2001/sep/30/september11.terrorism3

Akbar S. Ahmed fordert keine universellen Menschenrechte, sondern ermuntert die globale Unterrasse der Muslimbürger zum Östlichbleiben, zum Nichtintegrieren: In the course of the 21st century a quarter of the human race will probably be Muslim. … There are some interesting differences between the USA and Europe which help us to better understand the phenomenon of Muslims living in the West

http://salaam.co.uk/themeofthemonth/april02_index.php

„The Muslim in the West“

Von: Jacob Thomas in Zusammenarbeit mit June Engdahl

http://www.answering-islam.org/authors/thomas/muslims_in_the_west.html

Tariq Ramadan kämpft für den in die Seele jedes Euro-Muslims zu integrierenden Sunnagehorsam (To be a European Muslim) und arbeitet ja vielleicht, wie Bosniens Großmufti, für die europaweite Legalisierung der personenstandsrechtlichen bzw. familienrechtlichen (engl. personal status) Scharia oder auch einer staatsbürgerlichen bzw. ausländerrechtlichen (engl ebenfalls personal status) Scharia.

http://www.tariqramadan.com/To-be-a-European-Muslim.html

[43] vgl. Seite 261-262 sowie 278 (v. a. zu: Der Begriff „Personalstatut“, von der englischen Bezeichnung, schillernde französische Ausdruck, état et capacité, EGBGB, IPR-Gesetz Österreichs, „Domizil“, „Wohnsitz“, „Gruppentrennungskraft“), in: Jan Kropholler: Internationales Privatrecht, Sechste Auflage (2006). Darin leider (210) die seit Mustafa Cerić und eigentlich bereits seit Said Ramadan (Das islamische Recht, vgl. Sägefisch 109: Said Ramadan: Islamic Law. Ramadans Buch von 1961) überholte Deutung „Eine allgemeine Renaissance der religiösen Rechte ist wenig wahrscheinlich, vielmehr neigt die Mehrzahl der neueren religiösen Bewegungen eher zu einer Entrechtlichung der Religion.“ 278 und 292 nennen Rohe

http://books.google.de/books?id=_UtgV_LGQSAC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

Mathias Rohe: „Auch islamisches Recht ist Recht“

http://www.chbeck.de/downloads/leseprobe_das%20islamische%20recht_9783406579554.pdf

dazu Tilman Nagel: Lohn und Strafe im Diesseits und im Jenseits (NZZ 07.11.2009)

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/lohn_und_strafe_im_diesseits_und_im_jenseits_1.3981865.html

ebenso Jacques Auvergne: Trojanisches Pferd (Sägefisch 138 06.09.2009)

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/09/06/138/

[44] Mustafa Cerić: f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law

http://blog.zeit.de/joerglau/2006/12/01/erklarung-der-europaischen-muslime_62

[45] Allah legalisiert Stämme und Menschenklassen.

William Barbieri: Group Rights and the Muslim Diaspora

http://muse.jhu.edu/login?uri=/journals/human_rights_quarterly/v021/21.4barbieri.html

USA. Auf Verbindungen zwischen North American Islamic Trust (NAIT) und Holy Land Foundation (der HAMAS nicht fern) auch nur hinzuweisen, könnte „Islamische Gruppenrechte“ verletzen.

Gerstein, Josh. (October 20, 2010). Judge: Feds violated U.S. Islamic group’s rights

http://www.politico.com/blogs/joshgerstein/1010/Judge_Feds_violated_Islamic_groups_rights.html?showall

Die US-amerikanische Scharialobby ist das CAIR.

Robert Spencer: U.S. District Judge Vicki Miles-LaGrange on Monday granted a temporary restraining order blocking Oklahoma’s brand-new anti-Sharia law. Seventy percent of Oklahomans voted for the measure, but who cares? The Hamas-linked Council on American-Islamic Relations (CAIR) argued that the measure was “anti-Islam. … Islamic supremacists and their Leftist allies.” (10.11.2010)

http://frontpagemag.com/2010/11/10/court-blocks-oklahoma-sharia-ban/

[46] Der als Redner nach Osnabrück geladene „Islamphilosoph“ Dr. Jameleddin ben Abdeljelil (vormals Wien, inzwischen Münster) stellt die richtige Frage, murmelt etwas von Universalität, schwafelt über innermuslimische Heterogenität und gesamtgesellschaftliche Diskursräume, macht der Spezies Nichtmuslim ein schlechtes Gewissen und schweigt ausgiebig zum diskriminierenden Islamischen Recht. Ach ja, die Antwort bleibt der „Islamphilosoph“ uns schuldig:

„Ist der Islam mit den Werten der Aufklärung wie Demokratie und Menschenrechten vereinbar, und was bedeutet das für den Religionsunterricht an den österreichischen Schulen?“

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/451758/Islam-in-Oesterreich_Ein-exotisiertes-Objekt

Schloss Osnabrück. Sitz der Uni-Hauptverwaltung und 2011 der vorgesehene Ort der Verherrlichung des im Jahre 1111 verstorbenen Ur-Islamisten al-Ghazali

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/Neuer_Graben-Schloss_Osnabrueck.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/Schloss_Osnabrueck.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/4/45/OSSchlossOsnabr%C3%BCckvomGarten2008.JPG

[47] „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, weiß die Schariafreundin und Islamische Religionspädagogin Lamya Kaddor aus Dinslaken-Lohberg:

CIBEDO – Doch so lange der Islam keine in Deutschland anerkannte Religionsgemeinschaft ist, kann es keine Vereinbarung über einen Religionsunterricht im engeren Sinne geben. Aber ist das nach den wissenschaftlichen Standards, denen Schulunterricht zu genügen hat, überhaupt möglich? Der Oldenburger Religionspädagoge Jürgen Heumann bezweifelt das. Die Schule steht in der Tradition der Aufklärung, argumentiert er. Zum evangelischen und katholischen Religionsunterricht gehöre, sich kritisch mit der Entstehung der Religion auseinanderzusetzen. Auf muslimischer Seite sieht Heumann aber wenig Bereitschaft, Allah selbst zur Diskussion zu stellen. Geschweige denn, „die Entstehung des Koran als ein von Menschen in einer geschichtlichen Situation verfasstes religiöses Dokument zu würdigen – und damit zwischen Legende und historischer Entstehung zu unterscheiden“. Lamya Kaddor, die islamische Religion unterrichtet und bis vor kurzem die vakante Professur an der Universität Münster vertrat, empört eine solche Position. „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar“, sagt sie. Das Ergebnis sei das Gleiche: eine zeitgemäße Religionspraxis und ein friedvolles Miteinander mit anderen Gruppen. Als Muslima zweifele sie aber „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“.

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.