Archiv für März 2011

223. Gau Nassau-Oranien

30. März 2011

الكشافة

al-Kaššāfa

Scouts and Guides

Pfadfinder

Secularity, Scouting and Sharia

60 Jahre Pfadfinderarbeit im GNO,

62 Jahre deutsches Grundgesetz

Vier Pfadfinderlieder zu den Themen Selbstbestimmung und universelle Menschenrechte. Auf dem Jugendzeltplatz Bopparder Kreuzberg feiert der Gau Nassau-Oranien (GNO) im Juni 2011 sein sechzigjähriges Bestehen. Gedanken zur Trennung von Staat und Religion von Edward von Roy, der in den Achtziger Jahren im Stamm Herigar (Meckenheim bei Bonn) aktiv war. Der VCP Meckenheim war damals Teil der evangelischen Pfadfinderarbeit des GNO.

(Melodie nach) Titel:

(Sonnig begann es zu tagen) Hatun, die wollte es wagen

(Bunt sind schon die Wälder) Ach, die Salafisten, wissen Sie

(Bin auf meinem Weg, schon so lang) Auch dir, Demokrat (Kalifat)

(Weit in der Champagne im Mittsommerwind) Muslimische Frauen sind

»Hatun«, oder: Der Pfahl der Scharia.

Text 2007 von der Gruppe pik. Für Hatun Sürücü, die 2005 in Berlin im „ehrenhaften“ Familienauftrag erschossen wurde. Dieses Lied wird zur Melodie L`estaca des Katalanen Lluís Llach gesungen, die von den Pfälzern Hein und Oss Kröher als Sonnig begann es zu tagen bekannt gemacht wurde

Hatun, die wollte es wagen

nach Freiheit stand ihr der Sinn

wollte kein Kopftuch mehr tragen

Lebenslust war ihr Gewinn.

Siehst du Pfahl der Scharia,

mit unsern Fesseln umschnürt?!

brechen wir jede Taqiyya:

ran an ihn – dass er sich rührt!

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Wir spüren Leid bei ihm und ihr.

Nur für ein selbst bestimmtes Leben

lohnt sich der Kampf. Das wissen wir.

Der Ruf nach Freiheit nie verhallt,

er bringt zusammen Jung und Alt.

Zukunft sich selber aufzubauen,

nicht irgendwann, vielmehr schon bald.

Hatun war sechzehn. Die Eltern

fanden für sie einen Mann,

zwangen sie auch zu der Heirat

weit weg, in Nord-Kurdistan.

Und von dem Mann ward sie schwanger,

sah ihre Träume entflieh`n.

Sie floh die kurdischen Berge,

sie floh zurück nach Berlin.

Sie löste mutig ihr Kopftuch,

nahm Zuflucht im Frauenhaus,

suchte sich selber die Freunde,

da blieb die Drohung nicht aus.

Sie ging im Handwerk zur Lehre

stolz war sie aufs eigne Geld.

Da sprach der Rat der Familie:

Nun sind Pistolen bestellt.

Refr. (leise)

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Februar war es, der siebte,

drei Mal der Schuss wiederhallt:

erst dreiundzwanzig, das war sie,

ihr Kind erst fünf Jahre alt.

Wer hielt die tödliche Waffe?

Wen soll bestrafen der Staat?

Drei ihrer Brüder verhaftet,

Einer gestand jene Tat.

Hatuns Tod, der muss dir sagen:

Geh keinen Meter zurück!

Nicht erst die Männerwelt fragen!

Zögern bricht dir das Genick.

Mögen sie zetern von “Schande!“,

kreischen “Ayip!“ schrill und laut.

Brich starrer Tradition Bande:

frei ist nur, wer sich vertraut.

Refr. (laut) Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Das Schweigen von WOSM und WAGGGS zur Scharia

Die authentische Pfadfinderidee ist den universellen Menschenrechten verpflichtet und kann das auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhende Islamische Gesetz nicht billigen

Kulturelle Moderne ist durch die Trennung von Seelenrettung und Justiz gekennzeichnet. Es ist kein Islamismus, sondern Islam (hier: Koran), wenn die Schwester nur halb so viel erbt wie ihr Bruder und die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel gilt wie die eines Mannes. Das nicht von Menschen, sondern von Allah geschaffene Islamische Gesetz, die vor der Hölle bewahrende Scharia, müssen Weltbürger – und Pfadfinder – als frauenfeindlich und als Diskriminierung der Nichtmuslime benennen. Eine nicht abgelegte, sondern beibehaltene Scharia ist ein revolutionärer Angriff auf die kulturelle Moderne, eine konservative Revolution, gegen Wissenschaft, Pressefreiheit und allgemeine Menschenrechte. Die drei christlichen deutschen Pfadfinderverbände DPSG, PSG und VCP brauchen eine offene, an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 10.12.1948) orientierte Diskussion zur Scharia, statt das mehrstufig privilegierende (damit umgekehrt: Das mehrstufig diskriminierende) Islamische Recht im Namen des interreligiösen Dialogs zu verteidigen oder mit dem Hinweis auf die hanbalitisch-wahhabitisch organisierte und saudi-arabisch finanzierte Pfadfinderarbeit Ostafrikas und des Nahen Ostens unter Multikultur oder innerscoutistischer Toleranz abzulegen.

Es ist beispielsweise nicht zu tolerieren, dass in unseren Kindergärten, Schulen oder Pfadfindergruppen so genannte muslimische Kinder durch korantreu denkende Eltern oder durch örtliche Imame dahingehend eingeschüchtert werden dürfen, dass ein schuldhaft ausgelassenes Pflichtgebet oder eine sichtbar werdende weibliche Haarsträhne sie dem Höllenfeuer näher bringt und dem Paradies auf ewig fern rückt.

Stadtkultur, Arbeitswelt, Sportverein und Pfadfinderleben betreffend können wir daher selbstbewusst sagen: Muslim rein, Scharia raus! Bemerkenswert ist im medialen Diskurs die ständige Vertauschung der Ebenen Islam und Muslime, ein Hütchenspiel, dass die von Mustafa Ceric und Tariq Ramadan angestrebte europäische Rechtsspaltung vernebeln und jeden Islamkritiker pauschal als antimuslimischen Rassisten (ebenso kalkuliert wie faktenfern) diskreditieren soll.

Muslime sind keine Spezies, keine “Sorte Mensch“, für alle Staatsbürger oder Stadtbürger haben die gleichen Gesetze und Verordnungen zu gelten, auch für Atheisten und sogar für Frauen. Eine moralische Herabwürdigung und juristische Diskriminierung der Atheisten oder Frauen haben wir nicht hinzunehmen, auch nicht im Namen des ‘Dialogs mit dem Islam’. Dass ein Mensch atheistisch argumentiert, ist, sicherlich zum demokratischen Glück, längst kein Skandal mehr, warum aber bekennt sich mein Bürgermeister oder Jugendverbandsleiter nicht zur Zusammenarbeit mit orientalischstämmigen Atheisten? Warum wird zwar der ZMD-Funktionär oder VIKZ-Imam, aber kein Vertreter der Ex-Muslime eingeladen?

Ja zur Integration und zur offenen Gesellschaft. Nein zum erneuerten osmanischen Millet-System, in welchem die elterliche Religion den Lebensweg des Einzelnen im Wesentlichen vorzeichnet. AEMR (1948) und GG (1949) richten sich an das Individuum, nicht an ein Gefüge von Glaubensnationen oder Religionsvölkern, und es gilt auch für den Geist des 104 Jahre alten Scouting (Brownsea Island 1907), dass die Herrschaft Allahs (Kalifat) zurückzuweisen ist und dass ein alle Frauen und Ex-Muslime gleich behandelndes Recht zu bejahen ist.

Islam ist Religion. Der so genannte Salafismus (Ibrahim Abou-Nagie (DWR), Pierre Vogel (EZP)) ist keine Sekte. Die neunjährige ‘Braut’ zu verheiraten ist auch Religion, nachzulesen beim schiitischen Staatsgründer Ayatollah Chomeini oder beim saudi-arabischen Scheich Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich, aber hierzulande ist so eine Religion auszuüben schlicht verboten, und dass muss so bleiben.

Hidschab (islamischer weiblicher Schleier) ist Religion, aber nordrhein-westfälischen Lehrerinnen während der Dienstzeit verboten und in Frankreich sogar den Schülerinnen. Burka und Niqab sind Religion, jedenfalls nach Scheich Bin Baz und vielen anderen. Manche Pfadfinderinnen und Pfadfinder wünschen das Verbot von Niqab (Gesichtsschleier) und Burka im öffentlichen Raum. Als einem der letzten Bundesländer fehlt Rheinland-Pfalz allerdings immer noch ein Gesetz zum Verbot des Lehrerinnenkopftuchs im staatlichen Schuldienst; dieses Bundesland sollte sich, die Trennung von Staat und Religion betreffend, etwas mehr am Nachbarland Frankreich orientieren. Tariq Ramadan hält den Schleier für verpflichtend und arbeitet damit auf eine textil bekundete kulturelle Apartheid und auf eine permanente Überwachung auf sexuelles weibliches Wohlverhalten hin: “Im Zuge der Kopftuch-Debatte bezeichnete er die traditionelle Kleidung der Muslimin als ‘Zeichen ihrer Identität’ und als ‘islamische Pflicht“’.

Steinigung der Ehebrecherin ist Scharia, also ist Steinigung islamische Religion. Apostatenmord sichert das Heil im Diesseits und Jenseits koranbasiert und islamrechtlich einwandfrei, ist aber in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet – und das ist auch gut so.

Für alle haben dieselben Gesetze zu gelten, auch für Atheisten und Frauen … die muslimischen Radikalen jedoch wollen das Sonderrecht, vor allem die Polygamie und die Verheiratung dreizehnjähriger oder auch neunjähriger Mädchen.

Die vom Mittelrhein stammende Soziologin Dr. Naika Foroutan („Dabei bin ich ein Kind aus Boppard am Rhein“) möchte sich weder gegen das frauenfeindliche (und männerfeindliche!) Dressurinstrument des Hidschab aussprechen noch die kulturrassistische Doktrin der Scharia anprangern. Immerhin sagt die Tochter eines Iraners nicht, dass Ayatollah Chomeini den Islam falsch verstanden hätte.(1), (2)

Naika Foroutan („sozusagen ein Bopparder Mädchen“) arbeitet 2011 etwa im Rahmen der Mercator-finanzierten Junge Islam Konferenz („Signale senden – Die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz von Islam und MuslimInnen in Deutschland fördern“). Gesamtgesellschaftlich bedeutet schariakonform gespalten, sozial zerlegt.(3)

Das Pfadfindertum muss ‘Nein!’ sagen zur religiös begründeten Rechtsverschiedenheit. Für keine religiös (oder sonstwie) definierte Gruppe, auch nicht für Muslime oder Juden, hat ein besonderer Paragraph zu gelten, auch nicht im Eherecht. Scharia ist beides: 100 % Religion und 100 % Politik.

Wir brauchen nicht hinzunehmen, unsere Kleriker tun das ganz gerne, dass jemand die Staats- oder Stadtbevölkerung in ‘Christen und Muslime’ aufteilt. Hier leben Staatsangehörige, keine Angehörige einer Glaubensnation oder eines Religionsvolks (milla, türk. millet). Wenn es darum geht, die Universalität der Menschenrechte gegen die Scharia zu verteidigen, darf ein Pfadfinder nicht ‘multikulturell’ sein.

Die Scharia ist diskriminierend und frauenfeindlich, pfadfinderische Jugendarbeit muss sich zeitnah, klar und gut begründet vom Islamischen Recht (Scharia) distanzieren.

Herrschaftszeiten,

der Scheich kommt

Melodie: »Bunt sind schon die Wälder«

Gitarre:

D D A D

h h G D.

e D EA +A

D D G G

e e A A

D A D D

Ach, die Salafisten, wissen Sie, wir müssten

toleranter sein.

Diese jungen Frommen wollen zu uns kommen,

beten, keusch und rein.

Viele Frauen im Schleier sind euch nicht geheuer?

Man gewöhnt sich daran!

Burkas machen glücklich, ehrbar und sind schicklich,

Mädchen, zieh eine an!

O welch frohe Kunde, die Scheich Ciftci zur Stunde

ausgerufen hat:

Gott gibt Menschenrechte! Allahs frohe Knechte

strömen in die Stadt.

Lauschet den geehrten Führern und Gelehrten:

Gott bringt Information.

Fatma und Maria brauchen die Scharia,

für ihre Integration.

Menschenrecht im Plural, Abdurrahim Vural

spürt die neue Zeit.

Polygames Leben ist sehr zu erstreben.

Allahkratie macht sich breit.

Den Islam zu stören, Grundgesetze beschwören,

das ist nicht gemeint.

Burka tolerieren, Ehen arrangieren:

sei kein Fremdenfeind!

Im Konfliktfall muss gelten: AEMR statt religiöse Pflicht

Wer pauschal sagt: ‘Ich habe nichts gegen den Islam’, sagt auch: ‘Ich habe nichts gegen die Scharia’, nichts gegen den Hidschab und nichts gegen die Polygamie’. Das Kopftuch ist hoch politisch, weil der orthodoxe Islam der Frau einen erniedrigten Rang bestimmt (Ralph Giordano: “Wenn das Haar der Frauen die Männer in Erregung bringt, wäre es dann nicht besser, den Männern Handschellen anzulegen, als die Frauen unter Kopftücher zu zwingen?”). Der Mann kann die Ehefrau ohne Angaben von Gründen verstoßen, die Kinder sind sein Eigentum bzw. das seines Stammes. Laut Koran bekommt die Frau nur das halbe Erbe und hat nur eine halbe Stimme vor Gericht – das ist kein „Islamismus“, das ist Religion, das ist Islam. Will das weltweite Pfadfindertum Zweitfrau, Schleierpflicht und halbiertes Erbe für die Tochter? Warum treten WOSM und WAGGGS nicht im Namen der AEMR (1948) gegen das auf Ungleichbehandlung beruhende Islamische Recht (Scharia) an?

Billigt nordamerikanische oder europäische evangelische Jugendarbeit, dass so genannten muslimischen Kindern – religiös begründet – Angst vor der ewigen Höllenqual gemacht werden darf? Allein das korrekt geführte Leben nach Sunna und Scharia rettet vor der ewigen Verdammnis – so versteht sich der Islam selbst. Einen Islam ohne Scharia, ohne Hidschab (Schleier) und ohne Geschlechterapartheid haben weder DITIB noch VIKZ im Angebot, von der Milli Görüs gar nicht zu reden. Die Burka ist ein textiles Gefängnis, das ebenso ins Museum gehört wie Sklavenkette und Richtschwert. Hidschab (Das Prinzip Kopftuch) bedeutet, dass die Frau anders nackt ist als der Mann, nackter als der Mann, und dass ihr unverhüllter Leib die schariakompatible Zivilisation zum Einsturz bringt. Das Kopftuch ist ein Burkasubstitut, ein Burkavorläufer.

Islamisch betrachtet ist die hartnäckige Kopftuchverweigerin ein Mensch sittlich geringeren Wertes, eine Schlampe, die ihr Seelenheil und dasjenige ihrer Familie aufs Spiel setzt. Nicht nur von der Burka, sondern auch vom Hidschab (Schleier) muss sich der Scoutismus deshalb distanzieren („Halstuch statt Kopftuch!“) und sich für das Verbot des Lehrerinnenkopftuchs an staatlichen Schulen in Rheinland-Pfalz aussprechen.

Salafiyya (organisatorisch: Muslimbrüder) und Wahhabiyya (finanziell: Saudis) bilden längst ein Amalgam und haben die Deutungsmacht zu dem, was die so genannten Muslime in Europa bzw. Deutschland unter Islam zu verstehen haben, längst inne, jedenfalls drohen sie, die wenigen muslimischen säkularen Wortführer wie Bassam Tibi oder Necla Kelek wirkungslos zu machen.

Ja zur AEMR. Nein zu den Modellen der diversen Kulturkreistheoretiker.

Anders als es der Katholik und Schariafreund Werner Höbsch (Georges-Anawati-Stiftung) und die anderen deutschen Sympathisanten des Islamtheoretikers Ali Schariati (1933-1977) meinen, ist die AEMR (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) nicht westlich und nicht östlich. Die Naturgesetze, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung, die Pressefreiheit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, all das ist nicht “abendländisch“ (und auch nicht “morgenländisch“).

Sobald wir beginnen, AEMR und GG als ‘westlich’ zu benennen, räumen wir den so genannten Muslimen das Recht ein, IHRE GESETZE, das ‘morgenländische, orientalische Recht’ zu praktizieren – Polygamie, Kindbraut, Scharia-Gerichtshöfe werden die Folge sein.

Wir verteidigen also nicht das ‘Abendland’, sondern das für alle geltende, auf Gleichbehandlung beruhende (nicht jenseitszentrierte) Recht. Wir verteidigen nicht das ‘christliche Europa’ oder den ‘Okzident’, sondern die kulturelle Moderne und die Gleichberechtigung der Atheisten und der Frauen.

Die Scharia muss nicht deshalb weg, weil sie ‘morgenländisch’ (orientalisch) ist, orientalisch sind die Kopten oder iranischen Atheisten auch, sondern weil sie auf Ungleichbehandlung (und vermeintlicher Seelenrettung) beruht. Unsere Gesetze (auch unser Scout Law, Pfadfindergesetze) regeln das Zusammenleben, nicht den künftigen Aufenthalt in Höllenfeuer oder Paradies.

Hier gibt es Religionsfreiheit, in Saudi-Arabien oder im Iran nicht, dort gibt es die Scharia, sogar für alle diejenigen, die sie gar nicht wollen.

Sagen wir “Nein!“ zur religiös begründeten Rechtsverschiedenheit. So etwas wie das ISLAMIC SHARIA COUNCIL (London) ist weltweit zu verhindern bzw. abzuschaffen.(4)

Wer, auch im Namen des „friedlichen Zusammenlebens der Religionen“, die Scharia verharmlost, fällt den an einer ernst gemeinten Integration interessierten, mutigen muslimischen Säkularen in den Rücken.

Anders als im Kalifat leben in Deutschland auch gar keine Religionen zusammen, sondern Staatsbürger.

Das Lied vom Kalifat

Ein Lied zum Erhalt der freiheitlichen Demokratie, die einen Ratio und Phantasie ermöglichenden Wurzelgrund der Säkularität (kulturelle Moderne) benötigt, den es im Scharia Islam (hadīth, al Gazālī) nicht geben kann. Ein Lied über die gestern in Genf angelaufene, radikalislamisch unterwanderte UN-Konferenz gegen Rassismus genannt “Durban II“. Gerne zu singen zur wohl aus den fünfziger Jahren stammenden Melodie des schottischen Straßenmusikers Alex Campbell, wie sie Hannes Wader (“Heute hier, morgen dort“) 1972 mit dem Text unterlegte “Bin auf meinem Weg – schon so lang!“ Text von Gruppe pik, Duisburg 2009

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat! Kalifat!

Islamkritisch ist … (Kalifat!)

… doch nur der Rassist! Kalifat.

Schau, Kunst und Kultur, die stören doch nur.

Erzbischof und Imam die rufen zur Tat. Kalifat.

Wer schenkt uns den Sieg? „Kalifat!“

Der heilige Krieg! (Kalifat!)

Es poltert in Genf AhmadīNedschād,

es leitet uns recht der Fatwā Rat. Kalifat!

Wer weiß guten Rat … (Kalifat!)

… für Kirche und Staat? „Kalifat!“

Herr Hāmid Karzai macht euch Frauen frei.

Die Sexpflicht der Ehe, den Feldern die Saat. Kalifat.

Es treffe der Fluch … (Kalifat!)

… das Weib ohne Tuch. Kalifat!

Manch ein Journalist ein Frevler ist.

So sei Wissenschaft nun abgeschafft! Kalifat!

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat! Kalifat!

pik. Duisburg 2009

Akkorde

GD GD

GD GD

DA GD

DA GD, GD

Statt wie Wader “schon so lang“ singe man eben “Kalifat!“

Der nonkonformistische Wader überging in seinem Kulturschaffen leider Maos und Stalins Schreckensherrschaft. Wader war Kommunist (DKP) zwischen 1977 und 1991 und noch 2003 Sänger auf dem kommunistischen ZU-Pressefest.

Ob der revolutionäre Herr Wader jemals die inhumane Herrschaftskultur der Sunna und Scharia kritisiert hat? Ob Waders DKP, ob Deutschlands alternativkulturelle Liedermacherszene die Staatsordnung der Koranverse und Hadithen für Kommunismus oder Humanismus hält?

Auf in die Rechtsspaltung?

Mustafa Ceric, amtierender bosnischer Großmufti, ist seit Jahren geschätzter Dialogpartner von Thomas Lemmen (CIG) und Wolfgang Schäuble und fordert das islamische Personenstandsrecht und Familienrecht:

„f) den Weg frei machen für die Anerkennung des Islamischen Rechts im Personenstandsrecht und Familienrecht, … f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;(5)

Die Scharia kann nicht aufgeteilt werden, sie einzuschränken hieße nach Ansicht der orthodoxen Muslime, Allahs Macht einzuschränken und damit letztlich Allah anzugreifen. Man kann die auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhende Scharia also weder „teilweise“ einführen noch sie wirklich jemals demokratisieren.

Am 07.12.2010 dann gab Thomas de Maizière einen Vorgeschmack auf die mögliche Islamisierung Deutschlands per Staatsvertrag. Wieder fiel keine Silbe zur kulturrassistischen und frauenfeindlichen Scharia, auch der Standard der AEMR (10.12.1948) fehlt. Stattdessen raunt der irgendwie weise Minister:

‘Ich bin optimistisch, dass wir mit dem bewährten deutschen Staatskirchenrecht auch die Integration des Islam in unsere Rechtsordnung gewährleisten können. Auch die Deutsche Islamkonferenz unterstützt das Ziel einer Kooperation auf der Grundlage des geltenden Religionsverfassungsrechts.

Aber wie kann das gehen? Bis zu einer Lösung arbeiten wir mit Übergangslösungen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die Zwischenzeit mit dem Rechtstypus eines Vertrages „sui generis“ [sui generis = ohnegleichen, einzigartig] überbrücken: Wir könnten beispielsweise einen „Vertrag über die Einführung eines Religionsunterrichts“ machen, mit Mitwirkungsrechten organisierter islamischer Organisationen.’(6)

Gerade weil wir keine Rassisten bzw. Kulturrassisten sind, müssen Pfadfinder sofort dazwischenreden, wenn jemand die Staats- oder Stadtbevölkerung in ‘Christen und Muslime’ aufzuteilen beginnt. Hier leben Staatsangehörige, keine Angehörigen einer Glaubensnation oder eines Religionsvolks (milla, türk. millet). Wenn es darum geht, die Universalität der Menschenrechte gegen die Scharia zu verteidigen, darf ein Pfadfinder nicht ‘multikulturell’ sein.

Der derzeitige organisierte Islam will Polygamie, Kindbraut und Schleierpflicht und ist nicht integrierbar. Eine Integration des Islam zu versuchen, würde Europa die religiös begründete Rechtsspaltung bringen und damit den Ausstieg aus dem staatlichen Gewaltmonopol und aus der säkularen (freiheitlichen) Demokratie. Die Scharia des Salafismus (Salafiyya) ist keine andere Scharia als die von DITIB, ZMD oder VIKZ. Die 1928 gegründete Muslimbruderschaft (Muslim Brotherhood) ist eine Bewegung des Salafismus:

“Mit der Gründung der Muslimbruderschaft (Ägypten, 1928) wurde eine neue Plattform zur Präsentation und Umsetzung der Reformgedanken der Salafiya-Bewegung geschaffen. Aufbauend auf die Salafiya, versuchte die Muslimbruderschaft den Islam als staatliches Ordnungsmodell einzuführen. Das „wahre Wesen“ des Islam sollte wieder zum Leben erweckt werden. Die Zeit der Urgemeinde von Medina sollte dabei richtungweisend für die modernen Muslime sein“(7)

Salafist Mustafa Ceric ist über den Europäischen Fatwa-Rat (European Council for Fatwa and Research, ECFR, Sitz Dublin)(8) der sunnitischen Autorität Yusuf al Qaradawi gehorsamspflichtig. Ceric ist Großmufti in Sarajevo und gilt den beiden deutschen Großkirchen leider als Dialogpartner. So war Ceric gern gesehener Gast auf Dialogveranstaltungen nicht zuletzt bei der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) um Melanie Miehl und ihren Ehemann Thomas Lemmen. Der Bosnier fordert die Rechtsverschiedenheit im Bereich von Personenstands- und Eherecht:

Opening the way for the Muslim law. Mufti Ceric weiß richtig: Ohne Polygamie und Kindbraut gibt es keine islamisch verstandene Religionsfreiheit.

Was wollen wir – die religiös begründete Rechtsspaltung oder den Grundsatz “ONE LAW FOR ALL, Ein Recht für alle“?

Uns Pfadfinder sollte freuen, wenn jemand bewusst atheistisch oder bewusst religiös eingestellt ist und engagiert und intelligent argumentiert. ‘Religion’ kann ein säkularer (freiheitlicher) Demokrat allerdings nicht pauschal verteidigen, sonst müsste er auch die Menschenopfer für die Gottheit Huitzilopochtli oder müsste er den Voodoo-Hexenkult verteidigen. Religion kann also nur im Rahmen des Grundgesetzes (1949) verteidigt werden, das auf der AEMR (1948) gründet. Da, wo Religion mit der AEMR kollidiert, hat die Abwehr der bösen Geister bzw. hat die (vermeintliche) Rettung der Seele vor den Höllenflammen dem „diesseitigen“ Gesetz zu weichen. Auch christliche Pfadfinder müssen das offen sagen, gerade in Bezug auf die Scharia.

Blicken durch: Die britischen Ex-Muslime

Sharia law is discriminatory. Sharia Councils and Muslim Arbitration Tribunals are discriminatory, particularly against women and children, and in violation of universal human rights. Sharia law is unfair and unjust in civil matters.

Proponents argue that the implementation of Sharia is justified when limited to civil matters, such as child custody, divorce and inheritance [Aufenthaltsbestimmungsrecht, Scheidungsrecht, Erbrecht]. In fact, it is civil matters that are one of the main cornerstones of the subjugation of and discrimination against women and children. Under Sharia law a woman’s testimony is worth half that of a man’s [unter der Scharia gilt die Aussage einer Frau nur halb so viel wie eine männliche]; a woman’s marriage contract is between her male guardian and her husband [ihren Heiratsvertrag schließt ihr männlicher ihr Heiratsvormund, ihr “Wali” mit ihrem Ehemann ab, ohne Wali kann sie gar nicht heiraten]. A man can have four wives and divorce his wife by simple repudiation [der Mann kann vier Ehefrauen haben und jede einfach so verstoßen], whereas a woman must give reasons, some of which are extremely difficult to prove [während die Frau ihre Gründe nach einem komplexen System nachweisen muss]. Child custody [Aufenthaltsbestimmung] reverts to the father [obliegt im Islam dem Vater] at a preset age, even if the father is abusive; women who remarry lose custody of their children [eine wiederverheiratete Frau verliert ihre Kinder]; and sons are entitled to inherit twice the share of daughters [laut Koran erbt der Sohn doppelt so viel wie seine Schwester].(9)

Auf der Straße der Scharia, meint Maryam Namazie sarkastisch, reisen Sie schnell und kostengünstig in die Ungerechtigkeit. Namazie fordert ein Verbot der Arbeit der Schariagerichtshöfe und der anderen religiös basierten Schiedsgerichte: „Even in civil matters, Sharia law is discriminatory, unfair and unjust, particularly against women and children. Moreover, its voluntary nature is a sham; many women will be pressured into going to these courts and abiding by their decisions. These courts are a quick and cheap route to injustice and do nothing to promote minority rights and social cohesion. Public interest, particularly with regard to women and children, requires an end to Sharia and all other faith based courts and tribunals.“ (10)

Religionsrecht entsorgt die Demokratie

Persiflage auf die Multikultur

E c# A f#. H7 H7 E A,E

E c# A f#. H7 H7 E,H7 E

E c# f# f#. f# H7 E H7

E c# f# f#. H7 H7 E,H7 E

H7 H7 A E. H7 H7 A E

A A H7 H7. E A H7 E

Gesungen zur Melodie des Liedermachers Eric Bogle: »The Green Fields of France«. Text: Gruppe pik.

1

Muslimische Frauen sind nicht unterdrückt

vielmehr von Allah und Scharia beglückt,

zwar kommen sie ohne Mann nirgendwo hin,

ein Kind zu gebären gibt ihnen den Sinn.

Koran und Hadithen sind Information,

vergolden Scheitern der Integration;

muslimische Kinder, die mögen nun mal

ein Leben in Angst vor der höllischen Qual.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken,

denn ihr sichtbarer Leib zieht den Teufel heran

und ihr offenes Haar bedroht eben

ihrer Sippe das ewige Leben.

2

Den Hidschab verbieten, das ist sehr gemein,

die Islamversteher sie laden uns ein,

das Thema des Abends: Die Frau im Koran,

Scharia sei nützlich, modern und human.

Im Saal ein Politiker aus der Türkei,

Vertraute des Sultans von Schardscha dabei,

Herr Laschet gibt Mustafa Cerić die Hand,

mit Bart und Gewand ist Pierre Vogel bekannt.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

3

In England gehören die Tücher zur Norm,

man duldet sie zur Polizeiuniform,

die belgische Schülerschaft lebt ganz für Gott:

„Kein Kopftuch, kein Unterricht, auf zum Boykott!“

Zur künftigen Trennung von Kulten und Staat

hat Frankreich die besten Konzepte parat

Als „Burkaverbot“ diskutiert man den Plan

mit dem radikalen Tariq Ramadan.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

4

Das griechisch-islamische Recht lässt uns kalt,

dort ist die Braut schwanger und elf Jahre alt.

Das Ehepaar suchte im Rheinland sein Glück,

wir schickten sie gleich in die Heimat zurück.

Es ist Religion, was aus Kelantan kam

nennt sich Wali Mudschbir und nennt sich Islam.

Frau Dr. Boos-Nünning hat mich informiert:

die Ehen sind glücklich und sind arrangiert.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

Bogle schrieb das rasch weltbekannte Friedenslied aus dem Eindruck heraus, den ein Besuch auf drei oder vier Soldatenfriedhöfen in Belgien und im nordöstlichen Frankreich im Jahre 1976 auf ihn und seine Frau gemacht hatte. Der zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit der Scharia schweigende Hannes Wader, Älteren bekannt durch seine Auftritte bei den Burg-Waldeck-Festivals in der Zeit zwischen 1964 und 1969, hat das Lied als »Es ist an der Zeit« („Weit in der Champagne … Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen“) im deutschen Sprachraum bekannt gemacht.

Weitere beliebte Gitarrenakkorde

G e C a. D7 D7 G C,G

G e C a. D7 D7 G,D7 G

G e a a. a D7 G D7

G e a a. D7 D7 G,D7 G

D7 D7 C G. D7 D7 C G

C C D7 D7. G C D7 G

Wird die Segregation chic?

Hochrangige europäische Juristen oder Religionsführer meinen offensichtlich, dass die Last der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte den pauschal so genannten Muslimen nicht zuzumuten ist.

“Der Oberste Richter für England und Wales, Lord Phillips, will Prinzipien der Scharia zur Lösung von Streitigkeiten zulassen. … Er sehe … keinen Grund, warum Grundsätze der Scharia nicht bei Schlichtungsfällen herangezogen werden sollten.“(11)

“Vor dem Gesetz sind alle gleich. Ein Freiburger Professor stellt diesen Grundsatz jetzt in Frage. Er verlangt Sonderrechte und eigene Gerichte für Ausländer. Muslime unterstützen diesen ‘Rechtspluralismus“’(12)

Ein Jahr eher als Christian Giordano hatte das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Erzbischof Rowan Williams, für die Einführung von “Teilen“ der Scharia geworben. Wir dürfen vermuten, dass Thomas Lemmen und Werner Höbsch dem Ansinnen von Lord Phillips und Erzbischof Rowan Williams sehr nahe stehen.

‘There is a place for finding what would be a constructive accommodation with some aspects of Muslim law as we already do with aspects of other kinds of religious law.’(13)

‘Die’ Muslime hätten, so der Geistliche, schließlich “andere Loyalitäten“, und dürften nicht von ihren kulturellen Wurzeln entfremdet werden.(14)

Eine religiös begründete Rechtsverschiedenheit gilt es zu verhindern, wollen wir auch künftig in der kulturellen Moderne leben und nicht in einem Gefüge von Glaubensnationen und Religionsvölkern, in segmentierten Städten, Kasten-Systemen und getrenntreligiösen Straßenzügen.

Keine Toleranz der Intoleranz. “Ja!“ zur ernst gemeinten Integration.

Nicht nur das angewandte grausame Strafrecht der Scharia, sondern auch das praktizierte Familienrecht der Scharia ist nach dem Grundgesetz schlicht verboten. Man kann zwar glauben, dass die Verheiratung neunjähriger Mädchen oder die Steinigung der Ehebrecher gottgewollt ist, man darf diesen Glauben auch bekennen, man darf ihn aber nicht ausüben, auch nicht im Namen der „Religionsfreiheit“.

In Europa, wo die Scharia noch gilt. Michael Kreutz:

“Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. Es gibt sie darum auch überall dort, wo muslimische Minderheiten sind. Also auch in Europa.“(15)

Artikel 4 (2), die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet, gilt selbstverständlich nur so weit, wie gegen andere Grundgesetzartikel nicht verstoßen wird. Der fromme Salafist kann also nicht sagen, die (islamrechtlich völlig korrekte) Ermordung des Islamapostaten oder der Ehebrecherin ist jetzt praktizierte Religion nach Art. 4 GG.

Auch religiös begründetes Frauenprügeln nach Scheich Abd ar-Rahman Asch-Schiha (“Frauen im Schutz des Islam“) ist grundgesetzlich keineswegs geschützt oder auch nur (multikulturell, tolerant) gesellschaftlich tolerierbar.

Dazu schrieb der Verfassungsschutz Baden-Württemberg:

“Das Buch „Frauen im Schutz des Islam“ wurde von einem Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien am 15. Januar 2009 in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen. … Es lag sowohl an den Informationsständen über den Islam in Pforzheim am 14. Februar und 4. April 2009 als auch bei Vorträgen von Pierre VOGEL am 25. November 2007 in Tübingen und am 11. Juni 2009 in Stuttgart-Wangen zur Mitnahme aus. Es wurde ebenfalls in einem im Mai 2008 gesicherten Videofilm von Pierre VOGEL empfohlen.“(16)

Die Standards der universellen Menschenrechte, insbesondere die mit Koran und Scharia nicht erreichbare Gleichberechtigung von Mann und Frau, dürfen nicht außer Kraft gesetzt werden, auch nicht religiös begründet. Ein Pfadfinderverband, auch ein christlicher wie der VCP, muss das gelassen bekunden.

Ob der Koranfreund seinen Glauben nun eher demokratisch oder eher gegendemokratisch lebt: Selbst einen äußerst merkwürdigen Fanatiker haben wir in seiner Religiosität ernst zu nehmen, der gläubige Muslim ist religiös und sein Islam ist Religion. Die Salafisten, die den Islam ebenso gut kennen wie Ayatollah Chomeini seinen (schiitischen) Islam kannte, sollten wir nicht als sektiererische Spinner bezeichnen. Dass wir jeden einzelnen deutschen Salafisten zum Bejahen der freiheitlichen Demokratie überzeugen müssen, bleibt Herausforderung. Dass Scharia und Sunna totalitär zu nennen sind, muss weltbürgerliche Jugendarbeit öffentlich ebenso dokumentieren (bekennen) wie dass sie den Menschen daran hindern, sein Leben selbst zu gestalten. Die Angst des Verweigerers islamisch korrekten Verhaltens vor sozialer Ausgrenzung (auf Erden) und die Angst vor Allahs ewiger Höllenstrafe (im vermeintlichen Jenseits) sind mit moderner, auf Emanzipation, Kreativität und Angstfreiheit beruhender Pädagogik nicht zu vereinbaren.

Muslime sind keine Sorte Mensch, keine exotische oder nach Europa eingewanderte Spezies wie Waschbär, Tigermücke oder Halsbandsittich. Es mag ja sein, dass es in hundert oder zweihundert Jahren einen demokratiefähigen organisierten Islam gibt. Bis dahin jedoch leben in Deutschland, auch in Boppard, keine „Muslime und Nichtmuslime“, sondern Staatsbürger. Wir Säkularen sollten alarmiert sein, sobald jemand, auch im heute genau sechzig Jahre alten GNO, von “die Christen“ und “die Muslime“ zu reden beginnt, und nüchtern feststellen: Hier gelten nicht Koran und Bibel, weder Scharia noch Ordo Dei (christlich-mittelalterliche „Ordnung Gottes“), sondern Bauordnung und Straßenverkehrsordnung, Grundgesetz und AEMR. Die auf Seelenrettung bzw. Seelenverdammnis verzichtende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR, Paris 1948) ist gefährdet, wenn wir sie nicht engagiert verteidigen. Ohne durchgesetzte AEMR, bei Bedarf eben gegen das Religionsrecht, kann es kein ernst gemeintes Grundgesetz (GG, 1949) geben.

Edward von Roy

Quellen

1 Naika Foroutan forscht zurzeit an der Humboldt-Universität in einem Projekt, das die Vielschichtigkeit muslimischer Identität in der Einwanderungsgesellschaft untersucht.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1291064/

2 Die in Boppard aufgewachsene, aber in Teheran geborene und irgendwie wurzelkulturelle Naika Foroutan vermeidet das Wort Scharia: „Während die Realität uns Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund also durchaus bescheinigt, dass wir uns aktiv einfügen wollen, ohne unsere kulturellen Wurzeln zu vergessen …“

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1214/feuilleton/0002/index.html

3 Der Foroutan-Effekt. Zehn Empfehlungen für die Deutsche Islam Konferenz. Teilnehmer der Jungen Islam Konferenz – Berlin 2011 überreichen ihre Vorschläge dem Bundesinnenminister und stellen diese in der Plenarsitzung der DIK vor

http://www.stiftung-mercator.de/fileadmin/user_upload/INHALTE_UPLOAD/News-Downloads_2010_03/Nr.30_Februar_11_Pressemitteilung_JIK_Berlin_2011_UEbergabe_final.pdf

4 Islamic Sharia Council, London. Eherechtliche Frauenherabsetzung als Methode der Seelenrettung.

http://www.islamic-sharia.org/

5 Mustafa Cerić: f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; (g) the protection of European Muslims from Islamophobia …, aus der »Declaration Of European Muslims« (»Deklaracija Evropskih Muslimana«) vom 24.02.2006. Bei der schariapolitischen Zentrale »Rijaset«, Bosnien und Herzegowina.

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

6 Thomas de Maizière. Staat und Islam. Sui generis. Die Worte Scharia und AEMR fehlen.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/quer-zum-zeitgeist/3636582.html

7 Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen, zu: Salafismus. Muslimbruderschaft als Teil der Salafiyya.

http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/Salafismus.pdf

8 European Council for Fatwa and Research (ECFR), Chef und Gründer ist der spirituelle Führer der Muslimbrüder und ihres Umfeldes, Yusuf al-Qaradawi (Yūsuf al-Qaraḍāwī), einer der ECFR-Scheiche ist Bosniens Großmufti, Salafist und Islamist Mustafa Cerić, Kooperationspartner von Wolfgang Schäuble, der Eugen-Biser-Stiftung, Thomas Lemmen und der Christlich-Islamischen Gesellschaft

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

Mitglied im ECFR: Rachid al-Ghannouchi (Rāšid al-Ġannūšī), Bewunderer der palästinensischen terroristischen Hamas: „Ghannouchis Aussage zur Rolle der durch die Scharia vorgegebenen Grenzen in seiner Theorie einer „islamischen Demokratie“ ist unmissverständlich: Nach seiner Ansicht könne kein politisches Konzept als islamisch betrachtet werden kann, das es sich außerhalb der Scharia bewegt. Aus islamischer Sicht sei ein solches Konzept illegitim“

http://de.wikipedia.org/wiki/Rachid_al-Ghannouchi

an-Nahda (an-Nahḍa), islamische „Wiedergeburt“

http://de.wikipedia.org/wiki/Nahda

Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE)

http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deration_Islamischer_Organisationen_in_Europa

Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO), der internationalen Bewegung der Muslimbruderschaft zuzurechnen. Ibrahim el-Zayat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_of_European_Muslim_Youth_and_Student_Organizations

Muslimische Jugend in Deutschland (MJD). Muhammad Siddiq Borgfeldt. Verlag Green Palace. Sayyid Abul Ala Maududi (Abul A’lā al-Maudūdī).

http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimische_Jugend_in_Deutschland

Mit der MJD kooperiert seit Dezember 2008 Georg Bienemann und die Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW (LAG Kath. OKJA NRW) über das boykottierenswerte Projekt DIALOGBEREIT.

http://www.dialogbereit.de/wirsind.html

9 One law for all. Campaign against Sharia Law in Britain.

http://www.ex-muslim.org.uk/eng/action/oneLawAction.htm

Ex-Muslime. Die Ex-Muslime verdienen unsere Unterstützung.

http://www.ex-muslime.de/index.html

10 Maryam Namazie: ‘Sharia law is discriminatory, unfair and unjust, … Public interest, … requires an end to Sharia and all other faith-based courts and tribunals.‘

http://maryamnamazie.blogspot.com/2008/12/launch-of-one-law-for-all-campaign.html

11 Lord Phillips, will Prinzipien der Scharia zur Lösung von Streitigkeiten zulassen

http://www.sueddeutsche.de/politik/grossbritannien-oberster-richter-will-scharia-prinzipien-1.191482

12 Der Schweizer Anthropologieprofessor Christian Giordano will den Rechtspluralismus

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html

13 Rowan Williams. Der Anglikanische Chef will Elemente der diskriminierenden Scharia integrieren.

http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1577927/Rowan-Williams-says-Sharia-law-unavoidable.html

14 Die britischen Muslime, so meint der Erzbischof von Canterbury Rowan Williams, wären keine gefühlten säkularen Staatsbürger, sondern hätten andere Loyalitäten.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/7232661.stm

15 Griechenland lässt die türkisch-muslimische Minderheit in einer familienrechtlichen Apartheid leben, kleine Mädchen werden islamisch verheiratet und tauchen schwanger in Düsseldorf auf. Michael Kreutz: In Europa. Wo die Scharia noch gilt.

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

Kein “Islamismus”, sondern Islam pur: Prinzip Kindbraut.

„Zwangsehen in Düsseldorf – das hört sich nach finsterem Mittelalter an. Tatsächlich aber betreut das Jugendamt zur Zeit drei Familien, in denen minderjährige Mädchen (unter 14) verheiratet wurden. Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mitwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte.“

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

Prinzip Kindbraut. Ohne Scharia kein Islam. Das islamische Heiratsalter für die Ehefrau beträgt nach Mohammeds Vorbild (seiner Ehe mit Aischa) neun Jahre.

Kindbraut Brescia. Brautpreis 17.000 Euro, “sie” 11, “er” 21 Jahre alt. CORRIERE DELLA SERA (Brescia, 11enne serba venduta al marito), 03.07.2008

http://www.corriere.it/cronache/08_luglio_03/bambina_serba_venduta_brescia_449c2624-48e4-11dd-a3c9-00144f02aabc.shtml

Ten-year-old girls are ready for marriage, according to Saudi Arabia’s most senior cleric. Sheikh Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, told Al Hayat newspaper that those saying ten or 12-year-old girls are too young to marry are being ‘unfair’ to them.

http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

„It is wrong to say it’s not permitted to marry off girls who are 15 and younger,“ Sheik Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, was quoted as saying. „A female who is 10 or 12 is marriageable and those who think she’s too young are wrong and are being unfair to her.“

„Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,“ said Al Sheikh.

http://www.nydailynews.com/news/national/2009/01/14/2009-01-14_senior_saudi_cleric_says_girls_can_marry.html

Scheich Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich bekleidet in Saudi-Arabien das Amt des obersten Muftis (Großmufti) und des stellvertretenden Justizministers, er trat 1995 die Nachfolge von Abd al-Aziz ibn Baz an und ist ein Nachfahre von Muhammad ibn Abd al-Wahhab. Er ist Vorsitzender des Ständigen Komitees für Rechtsfragen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Aziz_bin_Abdullah_Al_asch-Schaich

[Muhamed Seyfudin Ciftci, EZP / ISLAMSCHULE; Pierre Vogel]. wiki „Pierre Vogel“: Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann erklärte bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007, Vogel habe in einer Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. Uwe Schünemann bezeichnete diese Einstellung als „abartig“. Im Bericht selbst wird Vogel nicht namentlich erwähnt.

DIE WELT (Verfassungsschutz entdeckt islamistisches Netzwerk), 24.04.2008. Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 berichtete der Innenminister, es werde auch in Niedersachsen zunehmend islamistisches Gedankengut in Moscheen und per Internet verbreitet. So sei im Raum Braunschweig/Wolfsburg und in Hannover ein Salafistisches Netzwerk aktiv – eine radikale Gruppierung, die die muslimische Gesellschaft von „unislamischen Elementen“ reinigen wolle. Hierzu gehörten Menschenrechte, Frauenrechte und die Demokratie. Der Prediger Pierre Vogel – Vertreter dieser islamistischen Strömung – habe zum Beispiel in einer arabischen Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. „Der Vortrag ist nur als abartig zu bezeichnen“, sagte der Innenminister.

http://www.welt.de/welt_print/article1933023/Verfassungsschutz_entdeckt_islamistisches_Netzwerk.html

16 Scheich Abd ar-Rahman Asch-Schiha: Frauen im Schutz des Islam. Das zum islamischen Prügeln der Ehefrau einladende Buch steht zweckmäßigerweise auf dem Index für jugendgefährdende Schriften und wurde zwischen 2007 und 2009 beim Missionar Abu Hamza (Pierre Vogel) vorgefunden.

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

NRW-Verfassungsrichter Michael Bertrams durchschaut den gesetzgeberischen Anspruch Allahs und will das säkulare One Law For All.

Christliches Medienmagazin pro (Richter: Scharia nicht gesetzeskonform), 04.09.2009. Teile des islamischen Gesetzes sind nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar. Dies erklärte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, am Mittwoch bei einem Vortrag in Münster. … Der Islam und das islamische Recht, die Scharia, seien dagegen in manchen Teilen nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar, so Bertrams weiter: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann. “Dies widerspreche sowohl dem Gleichheitsgebot als auch der Menschenwürde, dem höchsten Wert des Grundgesetzes. „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“, so der Verfassungsrichter laut einer Mitteilung der Evangelischen Kirche Westfalen. Wenn eine muslimische Frau darauf beharre, ein Kopftuch zu tragen, schließe dies ihre Eignung für den Beruf der Lehrerin an einer staatlichen Schule aus.

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&newsid=2381&newsimage=1&newsaction=detail

Die Scharia globalisieren: International Union for Muslim Scouts (IUMS), Dschidda, Allahkratie Saudi-Arabien. Die IUMS hat beraterischen Status beim World Scout Committee (WSC).

http://www.tarekfayed.com/news.php?news_id=14

3d International IUMS Peace Jamboree

http://scout.org/en/around_the_world/asia_pacific/information_events/news/2008/malaysia_hosts_the_3rd_iums_international_peace_jamboree

Keine pfadfinderische Bruderschaft mit Ex-Muslimen? To motivate and promote Islamic Scouting on global basis. … To introduce Islamic Scouting in such states where Muslims are residing. To develop and promote the spirit of brotherhood and understanding among Muslim Scouts.

http://en.wikipedia.org/wiki/International_Union_of_Muslim_Scouts

Religiöse Pflichten, religious duties.

http://en.wikipedia.org/wiki/Religion_in_Scouting

WOSM 1992. Der indonesische oder marokkanische Pfadfinder ist der islamischen Individualpflicht zur Hisba (ḥisba) offensichtlich nicht enthoben, sondern schariapflichtig: „adherence to spiritual principles, loyalty to the religion that expresses them and acceptance of the duties resulting therefrom“

http://scoutdocs.ca/Documents/Fundamental_Principles.php

222. Niqab, Dschilbab, Khimar

18. März 2011

برقع

burquʿ

Burka

Prinzip Burka

Von Gabi Schmidt

Vollverschleierung erhöht das Unfallrisiko

In Mönchengladbach gibt es keinen Sandsturm, vor dem man sich schützen muss. Die vergitterten Sehfenster oder engen Augenschlitze begrenzen das Gesichtsfeld und verhindern eine ausreichende Übersicht. Bodenunebenheiten werden zur Stolperfalle, das selbstständige Überqueren von Straßen ist lebensgefährlich.

Burka macht krank

Gesundheitsrisiken durch Lichtmangel: Vitamin D wird hauptsächlich über das Sonnenlicht gebildet und kann nicht ausreichend durch ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln wie Fisch, Milch und Getreide ausgeglichen werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind kein vollwertiger Ersatz(1).

Ein geringer Vitamin-D-Spiegel führt zu ernsthaften Krankheiten und vielerlei vermeidbaren Beschwerden wie schlechter Immunabwehr, psychischer Instabilität bis zu Depressionen(2). Die Patientinnen leiden unter schmerzhafter Knochenerweichung (Osteomalazie(3)) und Brüchigkeit der Knochen (Osteoporose(4)), besonders an Schenkelhalsfrakturen in sehr frühem Alter. Forscher kennen seit langem die Bedeutung von Vitamin D für den Kalziumstoffwechsel(5), Studien belegen die Bedeutung des ‘Sonnenscheinhormons’ in der Krebsprophylaxe.

Das extrem eingeschränkte Sehfeld dieser religiös begründeten Frauengewänder bewirkt eine künstliche Sinnesbehinderung, welche die Augen überanstrengt und daher nicht ohne Folgen für Körperhaltung, Muskeltonus und Psyche der Trägerinnen bleibt. Burkaträgerinnen und Niqabis klagen häufig über Kopfschmerzen.

Burka gefährdet die Gesundheit der Kinder vollverschleierter Mütter

Stillen komplett verschleierte Mütter ihre Babys, weist ihre Muttermilch in Europa einen signifikanten Vitamin-D-Mangel auf, der bei den Säuglingen Rachitis Vorschub leistet(6). Da vollverschleierte Frauen das Haus nur aus wichtigem Anlass verlassen (dürfen), kommen deren Kleinkinder kaum an die frische Luft und Sonne. Babys in Kinderwagen sowie Mädchen und Jungen, die zwar älter, aber entwicklungsgemäß noch sehr auf die Anleitung ihrer Mütter angewiesen sind und sich ihrer Führung anvertrauen, sind einem hohen Sicherheitsrisiko ausgesetzt, wenn sie gemeinsam Straßen überqueren, weil das Blickfeld der vollverschleierten Muslima durch die Burka eingeschränkt ist.

Die Burka dient dazu, die Bevölkerung unserer Stadt in gegensätzliche Gesellschaftsschichten verschiedener Wertigkeit zu spalten

Unterschieden wird nach orthodoxer Lehrmeinung zwischen Geschlecht, Religionszugehörigkeit und korrektem Lebenswandel (aus islamischer Sicht). Ein fairer, respektvoller Umgang der Gruppen miteinander ist nach Scharia bzw. Koran und Sunna nicht erlaubt, vielmehr müssen Mitbürger entsprechend der mehrstufig abwertenden, religiös begründeten Wertehierarchie (Dhimma(7), Harbi(8)) diskriminiert und ausgegrenzt werden (Hisba(9), al-wala’-wa-l-barā’a(10)).

Die Salafisten maßen sich an, als einzige im Besitz der unverfälschten islamischen Wahrheit zu sein. Jeden, der ihrem Weg nicht folgen und sich von ihren orthodoxen Predigern nicht ins Paradies einladen lassen will, erklären sie für ungläubig. Glaubensgeschwister, die sich nicht wie sie selbst vom Vorbild der ehrenwerten Vorfahren (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) rechtleiten lassen, seien wie Atheisten und Gotteslästerer des Teufels, überheblich, dämonisch und verachtenswert. Wer als Muslim die Sitten und Bräuche solcher Sünder, der Christen oder Juden nachahmt oder einen dieser Feinde Allahs gar zum Freund habe, werde Gottes Strafe nicht entgehen und auf ewig in der Hölle braten(11). Niemals können Andersgläubige oder Atheisten dem Höllenfeuer entgehen.

Solche Verhaltensregeln verstoßen klar gegen die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frau und Mann und missachten den ebenfalls in der Verfassung garantierten Schutz vor Benachteiligung und Diskriminierung (Art. 3 GG). Die Burka ist das Bekenntnis zur Scharia und islamischen Staatsordnung (Kalifat), beides ist mit der säkularen, kulturell modernen Gesellschaft, freiheitlicher Demokratie und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nicht vereinbar. Auch deshalb sollte man die Burka verbieten.

Frauen- und Männerbild der Burka

Nach islamischem Moralverständnis reicht der intime Körperbereich, der durch Kleidung unbedingt bedeckt werden soll, beim Mann einschließlich vom Nabel bis zum Knie, während die Frau die Waffe der Verleitung (iġrā) besitzt und ihr ganzer Körper Schamzone ist(12). Frauen sind nach salafistisch-koranischer Sicht prinzipiell die Ursache für Unglauben, Zwietracht, Intrige und Zerwürfnis in Familie und Umma (islamische Weltgemeinschaft). Ihnen fehle es an Religion, Vernunft und Anstand(13). Sie gelten als moralisch und religiös verunsichert und leicht beeinflussbar, sichere Beute für den Teufel, der sie dazu anstiftet, Männern den Kopf zu verdrehen, sie zu verführen und vom rechten Weg abzubringen.

Der aus dem Libanon stammende promovierte Philosoph, Islamwissenschaftler und Publizist Dr. Ralph Ghadban schreibt in einem Aufsatz, der auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung eingestellt ist, zum Frauenbild, das den Verschleierungsgeboten in Koran und Sunna als Motivation zu Grunde liegt, wie folgt: „Die Frau ist eine ‘aurah(14), wenn sie ausgeht, dann kommt ihr der Teufel entgegen. Sie ist am nähsten zu Gott, wenn sie in ihrem Haus tief steckt.“ Der Prophet soll gesagt haben: „Die Frau hat zehn ‘aurah. Wenn sie heiratet, schützt ihr Mann eine von ihnen und wenn sie stirbt, schützt das Grab alle zehn ‘aurah.“

Jeder rechtschaffene Muslim muss deshalb, solange er nicht in einem besonderen Verhältnis der Verwandtschaft oder Schwägerschaft steht, den Kontakt mit den Glaubensschwestern auf das Nötigste beschränken. Dieses Gebot betrifft natürlich vor allem die Nähe zu unverschleierten Musliminnen, die als verlottert und lasterhaft gelten. Noch einige Stufen tiefer stehen weibliche Ungläubige, die grundsätzlich als liederliche Schlampen verachtet und als sexuelles Freiwild betrachtet werden dürfen(15), (16).

Die Burka erklärt jede Frau, die verschleierte und die nicht verschleierte, zum freilaufenden moralischen und sexuellen Sicherheitsrisiko. Jeder noch so unbedarfte Blickkontakt, das Händeschütteln bei der Begrüßung eines Freundes oder Smalltalk mit dem Nachbarn ist ihr verboten. Männer hingegen können nach dieser patriarchalisch islamischen Weltsicht niemals unanständig, liederlich oder sündhaft handeln, sondern sind im Zweifelsfall hilflos triebfixierte, willensschwache Opfer weiblicher Bezauberung und Verführungskunst. Nach dieser Logik ist der Mann unschuldig, die Frau hingegen muss für seine lüsternen Blicke bestraft werden. Ihr ganzer Körper ist mit Stoff zu bedecken, damit männliche Muslime nicht die Kontrolle über sich verlieren und vergewaltigend über sie und andere nicht korrekt verschleierte Mädchen und Frauen herfallen. Hält sich eine Frau nicht an die Kleidungsregeln, ist sie selber schuld, wenn sie sexuell missbraucht wird(17).

Nach kulturell moderner (aufklärungshumanistischer(18) und wissenschaftlicher) Auffassung wird die Frau damit nicht nur sexualisiert und diabolisiert, sie wird gleich zum zweiten Mal Opfer eines patriarchalischen Welt- und Menschenbildes, indem nicht der Mann für sein triebhaft-übergriffiges, frauenfeindliches Verhalten bestraft wird, sondern die Frau.

Fazit: Die Burka entwürdigt die Frau und reduziert sie auf ihre biologisch-sexuelle Funktion.

Die Bedeutung des Gesichts in der sozialen Interaktion

Der Mensch ist ein soziales Wesen und als solches auf zwischenmenschliche Beziehungen hin angelegt. Ohne miteinander zu reden, ohne kollegiale und freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, würden Männer wie Frauen allmählich seelisch und geistig verkümmern, manche würden krank. Vier der fünf Grundbedürfnisse nach Abraham Maslow (* 1908), nämlich Sicherheit, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Liebe, das Streben nach Wertschätzung und Geltung sowie das Bemühen um Selbstverwirklichung sind ohne Zutun oder Mitwirkung anderer nicht möglich. Wäre man nur in der Lage, Hunger, Durst, Schlaf und ähnliche lebensnotwendige Körperfunktionen zu erhalten, wäre das Leben ein Dahinvegetieren, das Dasein hätte keine Lebensqualität.

Der Schlüssel, um Zugang zu Mitmenschen zu bekommen, ist Begegnung und Gespräch, das sich zu 7 % aus verbalen Informationen (was wird mit welchen Worten gesagt), zu 38 % aus vokalen Impressionen (wie klingt die Stimme, Lautstärke, Betonung, Stimmlage) und zu 55 % aus nonverbalen Botschaften (Gestik, Mimik, Körperhaltung) zusammensetzt (Albert Mehrabian(19)).

Die Burka verdrängt Musliminnen aus dem öffentlichen Raum

Sobald Menschen einander begegnen, treten sie miteinander in Verbindung, bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt. Selbst wenn wir schweigend aneinander vorbei gehen, tauschen wir Botschaften aus, die miteinander korrespondieren. Der Körper und vor allem das Gesicht sind uns dabei wesentliche Brücken. Unser Gesicht, wie auch das unserer Gesprächspartner, ist wie ein aufgeschlagenes Buch, in dem über persönliche Befindlichkeiten gelesen werden kann. Aus den so gewonnenen Eindrücken lässt sich erschließen, was die Person gerade denkt und fühlt. Da nonverbales Verhalten zumindest bezüglich der Grundemotionen (Robert Plutchik, * 1927) zum großen Teil angeboren ist, fällt es Menschen mit gesundem Sehvermögen leicht, den Sinn dieser wortlosen Botschaften zu deuten. Schon Babys beherrschen diese ‘Sprache’, bevor sie reden können. Malt man auf ein Blatt Papier einen Kreis mit weit aufgerissenen ‘Augen’ und ‘gefletschten Zähnen’, werden sie Angst bekommen und anfangen zu weinen.

Das Gesicht eines Menschen ist ein sehr wichtiger Anhaltspunkt, um eine Person wiederzuerkennen. Burka und Niqab behindern den Kontakt, auch innerhalb der Gruppe der vermeintlich Rechtgläubigen, weil Niqabis, die ihren Glaubensschwestern ungeplant auf der Straße begegnen, einander allenfalls am Klang der Stimme identifizieren können. Selbst die eigenen Kinder und der Ehemann, die der traditionell / salafistisch gekleideten Muslima spontan in der Stadt begegnen würden, könnten in der ganzkörperverschleierten Figur nicht die Mutter und die Partnerin erkennen und würden unbeteiligt vorbeigehen, wie an einer Fremden, wenn die Niqabi sie nicht anspricht und dann an der Stimme erkannt wird.

Der Stoff vor dem Mund dämpft die Stimme, strengt beim Sprechen an, die Aussprache der Worte ist nicht mehr klar und deutlich vernehmbar und erschwert die Verständigung. Unverschleierte oder Kopftuch tragende Gesprächspartnerinnen von vollverschleierten Frauen, mit Männern, die nicht Mahram(20) sind, dürfen die gottesfürchtigen Fundamentalistinnen erst gar nicht reden, werden sich des Eindrucks nicht erwehren können, mit einem übergestülpten Stoffsack mit Augenschlitzen oder Gitterfenster zu sprechen. Bei Burkas wäre durch das Sichtgitter nicht einmal mehr die Augenfarbe erkennbar.

Burkamusliminnen wirken sehr auf sich selbst bezogen, abweisend und unnahbar, sie signalisieren schon von weitem: “Sprich mich bloß nicht an, ich will keinen Kontakt”. Das gilt bewusst oder unbewusst auch für Burkaträgerinnen untereinander. Kein Wunder also, wenn das aufgeschlossene, der Welt und den Menschen zugewandte kopftuchtragende oder unverschleierte Umfeld sich zurückzieht. Mit der islamischen Gesichtsbedeckung bekleidete Frauen werden so systematisch daran gehindert, spontan Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen. Die Gesichtsmimik, eine wichtige zwischenmenschliche Brücke, ohne die es uns schwerfällt das Gegenüber anzusprechen, ist nicht mehr sichtbar.

Diese Mädchen und Frauen sind daher wie gesichtslos, haben keine Einzigartigkeit, keine Ausstrahlung, können kein Profil zeigen und daher auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie haben ihr Gesicht verloren, dieses sprachliche Gleichnis ist eine weltweit verstandene Chiffre für ‘seine Würde verlieren’. Die Frauen können auch kein ‘Gesicht zeigen gegen Rechts’, für ein weltoffenes Europa. Diese Totalverschleierten erinnern an die dämonische und gruselige Hauptfigur in der TV-Serie Belfegor, die in den sechziger Jahren ausgestrahlt wurde. Kleinen Kindern scheint es ähnlich zu gehen, sie fürchten sich vor diesen dunklen, gespenstischen Frauen. Deshalb dürfen in einer Mönchengladbach-Eickener Grundschule Niqabis und Burkaträgerinnen ihre Kinder nicht im Ganzkörperschleier zur Schule bringen.

Der ‘sittsame’ Ganzkörperschleier soll offensichtlich Musliminnen außerhalb des Hauses den Mund verbieten, potentiellen Gesprächspartnern soll die Lust vergehen, diese Frauen anzusprechen oder gar ein vertrauliches Gespräch mit ihnen zu führen. Frauen- und Menschenrechtler sehen in der nonverbalen Botschaft des Gesichtsschleiers eine Ablehnung ihrer Werte, ihrer Lebensweise, manche fühlen sich beleidigt, provoziert oder angegriffen.

Fazit: Die Burkaträgerin muss sich fühlen wie eine Gefangene in Isolationshaft, in einer aus Stoff genähten Einzelzelle zum Mitnehmen. Während Männer sinnbildlich ihre Nase in jede Angelegenheit stecken können, haben vollverschleierte Frauen oder Niqabis diese Möglichkeit nicht. Frauen werden aus dem öffentlichen Raum verdrängt und ins Haus verbannt, an den Herd und zu den Kindern. Der öffentliche Raum im orthodoxen Islam ist männlich, der weibliche Hoheits- und Einflussbereich ist das für den Ehemann und seine Sippe gepflegte, gemütliche Heim und die Erziehung möglichst vieler gottgefälliger Kinder, Jungen sind besonders willkommen.

Die Frau ist Besitz des Mannes, sie hat ihm zu gehorchen, wie sie Allah gehorchen soll. Die erste mit einer Burka bekleidete Frau, die mir an einer Bushaltestelle begegnete, ist mir als mit wehenden Tüchern vor sich her stolperndes schwarzes Gespenst in Erinnerung geblieben, das sich noch nicht an die Kleidung gewöhnt hatte, mit dem fußlangen Saum ihres Gewandes kämpfend, angestrengt auf den Boden schauend, ihrem Ehemann hinterher zu eilen versuchte und in klarem Deutsch laut rief: „Nicht so schnell, nicht so schnell. Warte, ich komm nicht mit.“ Der bärtige, mit Kaftan und Pluderhose sowie Gebetskappe bekleidete Göttergatte indes setzte seinen Weg ungerührt fort, ohne sich umzusehen, anzuhalten oder seine souverän weit ausholenden Schritte zu verlangsamen.

Burkamobbing

Die Burkamuslima verbirgt ihre Figur von Kopf bis Fuß unter langen weiten Stoffbahnen, um nicht als anstößig angesehen zu werden und über jeden Verdacht erhaben zu sein, sie wolle Muslime auf sündige Gedanken bringen oder gar zum Ehebruch verführen. So hoffen die korrekt verschleierten Musliminnen den für Frauen aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit als Mangelwesen(21) schwer zu erreichenden Platz im Paradies(22) doch noch zugewiesen zu bekommen.

Eine Muslimin, die in der Umma (islamische Weltgemeinschaft) im Prinzip kein hohes Ansehen genießt, sondern eher als treuhänderisches Gut des Ehemannes gilt(23), (Allah hat dem Ehemann wahrhaftig das Recht zuerkannt, von der heiligen Wertsache namens Eheweib Behaglichkeit, Erholung, Friedlichkeit und Nutzen zu beziehen), wird als vollverschleierte, gottesfürchtige Frömmlerin ein wenig aufgewertet. Sie ist Avantgardistin, Trendsetterin, kann sich als die Erhabene und moralisch Überlegene fühlen, die auf unverschleierte oder weniger streng verhüllte Glaubensschwestern und Ungläubige verächtlich herabsehen sehen darf, die Konkurrentinnen korangetreu belehren, mobben und verachten darf und dafür obendrein auch noch mit Hasanat, himmlischen Pluspunkten belohnt wird.

Burka und Tugendterror

Mit jeder weiteren Burka im Straßenzug wächst der Einfluss der salafistischen Burkalobby. In der Nachbarschaft solcher Fundamentalisten sehen sich säkulare und nicht praktizierende muslimische Familien einem starken Druck ausgesetzt, wenigstens wenn sie das Haus verlassen, ihre Garderobe und das Verhalten in der Öffentlichkeit immer stärker an Koran und Sunna zu orientieren.

In Stadtteilen mit hohem muslimischem Bevölkerungsanteil könnte man den Eindruck gewinnen, dass ein pseudoreligiöses Wettrüsten um die gottesfürchtigste Verschleierung ausgebrochen ist. Besonders Mütter und, wenn auch in etwas geringerem Maße, die übrigen weiblichen Verwandten, die traditionell fast ausschließlich für die Erziehung und Pflege von Sitten und Brauchtum Verantwortung tragen, sehen sich dazu gezwungen, ihre Töchter sehr früh an das „Schamtuch“ zu gewöhnen, um sie vor Verachtung, Ausgrenzung und der Hölle zu schützen sowie um selbst sowohl Allahs Strafgericht als auch der irdischen sozialen Ausgrenzung zu entgehen. Viele Musliminnen kennen die Pflicht aller Gläubigen, von Jedem das Gute einzufordern und Verbotenes möglichst nicht zuzulassen. Um diesem Auftrag sozialer Kontrolle nachzukommen, ist ein fast lückenloses Netz der Überwachung aufgebaut worden, das verhindern soll, dass die angeblich zur Lasterhaftigkeit neigenden Frauen durch verwerfliches oder gar sündiges Verhalten die Familienehre beschmutzen.

Dem islamischen Frauenbild und Rollenverständnis entsprechend, gilt es als Schande und Strafe Gottes, wenn es dem Clan nicht gelingt, vor allem die weiblichen Familienmitglieder möglichst jung zu verheiraten, damit die fetischisierte Jungfräulichkeit möglichst sichergestellt ist. Die Mädchen haben aber nur dann auf dem Heiratsmarkt eine Chance, wenn sie aus einer angesehenen Familie stammen, ein keusches und frommes Leben führen und sich züchtig kleiden. Nur dann bringen sie ihrer Familie einen hohen Brautpreis ein. Die Vorstellungen und Wünsche der angehenden Bräute sind dabei nicht von Interesse. Die Burka gehört zum Milieu der Zwangsverheiratungen und arrangierten Ehen, sie ist häufig der Stoff für den Alptraum einer Ehehölle(24).

Die Burka ist kein Freiheitsrecht!

Die Frau hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Verlässt sie ihr Haus, dann nur für wichtige Erledigungen, selbstverständlich hat sie schnellstmöglich zurückzukehren. Geht sie doch aus, muss sie sich unter der Burka verstecken. Sie ist für die Außenwelt nicht existent. Sicherlich behält sie ihre Identität, da sie aber nicht wiedererkannt werden kann, verliert sie an Persönlichkeit, an Ausstrahlung, an Individualität. Wer sich tatsächlich hinter dem Ganzkörperschleier verbirgt, weiß keiner. Wahrscheinlich steckt in dem ‘Gefängnis to go’ eine Frau, sicher sein kann man sich aber nicht. Die Fundamentalistin hat nach islamisch-salafistischer Glaubenslehre vor allem außerhalb des Hauses kein Recht, eine Persönlichkeit mit charakteristischen Gesichtszügen zu sein. Der Vater, Bruder oder Ehemann bestimmt daher, ob und wie lange die volljährige Tochter bzw. Schwester oder Ehefrau das Haus verlässt. Der männliche Beschützer und Kontrolleur begleitet sie zum Arzt. Möchte sie zum Fitnesscenter, muss ein eigener Trainingsbereich für Frauen angeboten werden, der Gatte entscheidet, ob sie außerhalb des Hauses einer Berufstätigkeit nachgehen darf(25), (26), (27).

Rechtsgelehrte mit hoher Autorität verfassen Lehrbücher, organisieren oft gut besuchte Vorträge um zu missionieren, besonders gerne nutzen die mittlerweile technisch versierten Prediger und Produzenten moderne Medien wie das Internet, Videoclips oder Diskussionsforen, um ‘ins Paradies’, zur ‘Wahren Religion’ oder ins ‘Boot der Rettung’ einzuladen. In Seminaren und Veröffentlichungen wird nicht nur das Schlagen von Frauen als letztes Mittel gebilligt, sondern körperliche Züchtigung als eine Art Heilkur verharmlost. „Die Medizin oder Behandlung einer jeden Unpässlichkeit kann manchmal sehr bitter sein. Aber eine kranke Person wird das Medikament freudig einnehmen und die Bitterkeit der Medizin ertragen, um von seiner Krankheit geheilt zu werden.“ (Frauen im Schutz des Islam, 96). Referenten und Autoren wie Abd ar-Rahman asch-Schiha, behaupten sogar, einige Frauen würden diese Misshandlung gutheißen. „Das Schlagen der Ehefrau sei nach der islamischen Lehre „nur auf die Form einer (medizinischen) Behandlung eingeschränkt und begrenzt.“ (ebd., 97). Der Autor hält Körperverletzung „zu Erziehungszwecken“ (ebd., 98)(28) für gerechtfertigt. Falls sich die Muslimas doch irgendwann wider Erwarten dazu entschließen sollten, Anzeige wegen Körperverletzung zu erstatten, geben Lektüren und sonstiges Informationsmaterial frei Haus Tipps, wie zu vermeiden ist, dass die Schläge Spuren hinterlassen, gleich dazu(29). Hier sind große Zweifel angebracht, daran, dass Frauen sich selbst freiwillig so demütigen (lassen).

Selbst wenn Musliminnen noch so sehr darauf bestehen, aus freien Stücken zu handeln, kann man diese Art der Freiwilligkeit doch kaum mit dem Recht auf die Freiheit der persönlichen Entfaltung gleichsetzen. Es handelt sich bei der fundamentalistischen Bekleidungsvorschrift zur Gesichts- bzw. Ganzkörperverhüllung um ein kollektives, religiös verbrämtes, patriarchalisches Gebot, dem jede Muslima ‘freiwillig’ zu folgen hat. Fühlt sie sich gegängelt, outet sie sich als glaubensschwach. Entzieht sie sich gar dem hohen Konformitätsdruck, gilt sie in ihrem sozialen Umfeld, das wir uns als erzkonservativ-islamisch praktizierend vorzustellen haben, als widerspenstiges, unmoralisches und verführerisches Teufelsweib und muss als verachtenswerte Unreine, die ewig qualvoll in der Hölle brennen wird, stigmatisiert und gemieden werden. Jeder, der den Kontakt zu dieser ‘Sünderin’ aufrechterhält, verliert den Schutz des Stammes, gefährdet das eigene Seelenheil und das seiner Familienmitglieder gleich mit. Eine Frau, die sich nicht an Allahs Wort hält, entehrt die männlichen Clanmitglieder (Frauen haben keine eigene Ehre, sie sind die Ehre der Männer). Die ebenfalls von diesem hohen Assimilationsdruck getriebenen maskulinen Verwandten sind gehalten, unbotmäßige weibliche Angehörige zu diskriminieren, seelisch und körperlich zu misshandeln und, wenn die Ehre nicht anders reinzuwaschen ist, auch zu ermorden, um nicht zum Gespött der Community zu werden(30). Bedenkt man das Bedrohungsszenario von körperlicher Gewalt und vormodernen Ehrbegriffen, sollte man von einer Art Stockholmsyndrom sprechen: Musliminnen und Nichtmusliminnen und in etwas abgemilderter Form auch Nichtmuslime sind Geiseln eines Unterdrückungssystems namens Scharia.

Taslima Nasreen(31) beschrieb am 22. Januar 2007 in einem Online-Magazin einen Artikel mit der Überschrift Let’s Think Again About The Burqa sehr treffend das „purdah system“ und die Stellung der Frau(32). Lesenswert ist auch der Artikel in der TIME von Yasmin Alibhai-Brown, einer geachteten Journalistin aus Uganda, zum ‘Recht’ die Burka, den Niqab zu ‘wählen’, ‘Nothing to Hide’(33).

Art. 2 GG garantiert zwar das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, das jedoch wichtige Einschränkungen vor allem zum Schutz der freiheitlichen Demokratie und der Rechte anderer und des Einzelnen vorsieht. Auch wenn Drogen- und Alkoholabhängige behaupten, freiwillig zu trinken und Suchmittel einzunehmen, hindern wir sie letztendlich durch eine Therapie oder eine Zwangseinweisung daran, sich selbst zu zerstören und ihr soziales Umfeld zu gefährden. Wenn jemand sich umbringen möchte, weil er keinen Sinn mehr im Weiterleben sieht, halten wir ihn davon ab, sich zu töten. Die im Grundgesetz garantierte Gleichberechtigung ist in den Ideen von Humanismus und Aufklärung verwurzelt und Wesenskern der Menschenwürde, die unantastbar ist. Der Staat ist verpflichtet, sie (bedarfsweise gewaltsam) zu schützen (Artikel 3 GG), er „fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“, er hat die Burkaträgerin vor der Diskriminierung und Herabwürdigung zu schützen, die mit dem System Purdah (Parda, persisch für Burka) verbunden ist. Ein Burkaverbot im öffentlichen Raum (und damit auch in staatlichen Einrichtungen und im ÖPNV) ist keinesfalls verfassungswidrig, der Staat ist vielmehr gehalten, mit einem entsprechenden Gesetz Grundrechtsträgerinnen zu schützen.

Die im Grundgesetz propagierte demokratische Persönlichkeit sieht den Menschen durchaus als mit Naturrechten ausgestattetes, selbstbestimmtes und freies Individuum. Genauso wichtig ist jedoch seine Bereitschaft zur sozialen Einbindung wie auch zur wertschätzenden, gleichberechtigt- zwischenmenschlichen Interaktion mit allen Mitgliedern der Solidargemeinschaft, die ihn als Teilhabenden willkommen heißt, ihn achtet und schützt und mit ihm kooperiert, während er die Allgemeinheit unterstützt, ohne sofort von dieser Mithilfe profitieren zu wollen. Diese Annahme wird durch die bereits erwähnte Bedürfnispyramide nach Maslow bestätigt. Wenn in Europa „Die aktive Einbeziehung von Einwanderern in das gesellschaftliche und vor allem das Vereinsleben … ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu ihrer Integration(34)“ ist und auch in der Bundesrepublik die zur ‘Chefsache(35)’ erklärte Integration die beständigen Voraussetzungen schaffen will, dass chancengleiche Teilhabe aller Bewohner zur Realität wird, muss man den Zuwanderern durchaus zumuten, unsere Sprache zu lernen, das Grundgesetz und die daraus abgeleiteten Werte als Fundament unserer gemeinsamen Gesellschaftsordnung zu akzeptieren sowie diese als Orientierungsrichtlinie und Handlungsrahmen für die Lebensgestaltung zu übernehmen. Das Letztgenannte gilt auch für ursprungsdeutsche Konvertiten zum Islam.

Die Soziologen Evelyn Ersanilli und Ruud Koopmans vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung sehen einen klaren Zusammenhang zwischen Erfolgen in der Integrationspolitik und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Partizipationsrechten und Integrationspflichten(36). Diese Erkenntnis stützen die Forscher auf eine Studie, für die insgesamt 1000 türkischstämmige Einwohner, die in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich geboren oder vor 1976 eingewandert sind, befragt wurden(37). Wissenschaftler wie Ralph Ghadban, Hartmut Krauss und Bassam Tibi und Autorinnen wie Güner Balci und Alice Schwarzer werden bestätigen, dass diese Untersuchungsergebnisse auf andere muslimische Zuwanderergruppen übertragbar sind. Wir brauchen eine Abkehr vom kostspieligen und gescheiterten Multikulti-Kuschelkurs hin zu einer Neuorientierung zum Prinzip Fördern und Fordern. Dieser Ansicht ist auch der Berliner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky(38).

Teure Projekte wie Stadtteilmütter, Integrationslotsen und Sprachkurse mit Kinderbetreuung verfehlen ihr Ziel, wenn sich ultraorthodoxe Muslime weiterhin im muslimisch dominierten Kiez einigeln, sich in die undurchdringlichen Wagenburgen der Parallelgemeinschaften zurückziehen und ihr ‘Freiheitsrecht’ einfordern, sich durch die Vollverschleierung vor unislamischen Einflüssen abzuschotten und sich damit bewusst selbst auszuschließen. Die freiwillige Bereitschaft, sich beispielsweise aus dem Programmheft der Familienbildungsstätten eine interessante, preisgünstige Veranstaltung herauszusuchen, sich dafür anzumelden und daran teilzunehmen, ist im extrem fundamentalistischen Milieu der Burka- und Niqabträgerinnen nicht anzutreffen. Gleiches gilt auch für das Engagement in koedukativen Sportvereinen, Selbsthilfeinitiativen, bei Nachbarschaftstreffen, Kreativkursen, Musikveranstaltungen und Filmvorführungen. Da aus der dogmatischen Sicht von Salafisten Allahs Gebote sowie die Empfehlungen und Verhaltensweisen des Propheten und seiner Gefährten wortgetreu im Alltag umgesetzt werden müssen, wird die berufliche Integration von korrekt komplettverhüllten Muslimas boykottiert sowie die gemeinsame Freizeitgestaltung mit ‘Ungläubigen’ gezielt sabotiert. Das überschreitet den Handlungsrahmen der vom Grundgesetz geschützten Religionsfreiheit und Freiheit der persönlichen Entfaltung.

Der Platz der Frau ist nach den Rollenvorstellungen des Zeitalters der Glückseligkeit (Age of Happyness(39)), das die ebenso elitären wie repressiven Wahhabiten und Salafisten nicht nur durch ihre Kleidung wieder erwecken, im Haus am Herd, ihr Lebenslauf sieht die kinderlose Single-Karrierefrau nicht vor. Niemand aus dieser Gruppe wagt es aus der Reihe zu tanzen(40). Aus sozialpädagogischer Erfahrung wissen wir, dass auch den minderjährigen Töchtern und jungen erwachsenen Frauen in diesen radikal orthodoxen Familien der Zugang zu sozialen Kontakten wie Klassenfahrten, Rockkonzerten oder Geburtstagspartys als haram verwehrt bleibt, statt dessen reglementiert die Überwachung durch ältere Brüder und sonstige meist männliche Verwandte das Leben(41). Keine Salafistin oder Wahhabitin wird sich dem Vorwurf aussetzen wollen, der eigenen Tochter den ‘geraden Weg’ (Istiqama(42)) ins Paradies vorzuenthalten und damit nicht nur das eigene, sondern auch das Seelenheil des Mädchens zu gefährden. Deshalb wird man das Kind rechtzeitig durch das Kopftuch an das Verschleierungsgebot gewöhnen: „From an early age, daughters should be taught that hijab is an ordinance from Allah to protect their chastity. When a girl reaches puberty she is obliged to do all the obligatory duties and to avoid all haram things. One of the obligatory duties is wearing hijab“, wie man um Yusuf al-Qaradawi allen muslimischen Eltern zur Frage “Can Muslim Parents Force Hijab on Daughters(43)?” klarstellt. Das Erreichen der Pubertät kann bei Südländerinnen, zumal wenn sie übergewichtig sind, schon mal mit neun oder zehn Jahren sein. Das Kopftuchgebot diskreditiert daher nach fundamentalistischer Denkweise bereits kleine Mädchen als Verführerinnen, wertet sie ab zum bloßen Sexualobjekt.

Einem nicht linientreuen bzw. unislamisch freisinnigen Erziehungsstil folgen durch die Verpflichtung des muslimischen Umfelds zur Hisba(44) verlässlich Sanktionen im Diesseits. Weil den Gläubigen alles verboten ist, was zu einer Sünde verleiten könnte und die Gefahr zu sündigen für Muslimas wesensgemäß besonders groß ist (Mangel an Religion, Moral und Verstand), bemüht man sich um strenges Wohlverhalten (Orthopraxie), zumal die erniedrigenden Strafen von der dreifach abgestuften, koranisch legitimierten Sanktionierung durch den Ehemann (Prügelvers, 4:34), sein ihn bevorzugendes Scheidungsrecht(45), Mobbing, die Verstoßung aus dem Familienverband, die Definition als Unreine und Sünderin, die im Höllenfeuer ewig brennen muss, und, damit verbunden, der Ausschluss aus der Gemeinde schwer zu ertragen sind. Das ‘System Purdah(46)’ fördert daher die Segregation und verwehrt vor allem Mädchen und Frauen das Recht auf Selbstbestimmung und soziale Anerkennung außerhalb des Clans und seiner frühmittelalterlichen Regeln.

Die Hidschabpflicht(47) ist somit keinesfalls Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung und Emanzipation von der Bevormundung der gesellschaftlichen Leitkultur oder äußerlich sichtbares Kennzeichen eines individuellen Weges der religiösen Selbstverwirklichung und daher kein „Freiheitsrecht“(48). Zur Freiheit die Burka anzulegen würde immer auch die Freiheit gehören, ohne Furcht darauf verzichten zu können.

In Zusammenarbeit mit den Bürgern (Wächteramt) muss der Staat dem elterlichen religiösen Erziehungsrecht Grenzen setzen, damit auch die nächste Generation das Grundgesetz bejaht und mitträgt und damit die säkulare Demokratie sich nicht selbst abschafft. Die Aussage von Carlo Schmid gilt auch in Bezug auf religiös begründete Geschlechtertrennung und Frauenentwürdigung:

„Demokratie ist nur dort mehr als ein Produkt einer bloßen Zweckmäßigkeitsentscheidung, wo man den Mut hat, an sie als etwas für die Würde des Menschen Notwendiges zu glauben. Wenn man aber diesen Mut hat, dann muß man auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.“

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

(1) Gesundheit, Ernährung.

http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/Nahrungsergaenzungsmittel-Natuerlich-ist-oft-besser-1602850-2602850/

(2) Winterdepression

http://www.portalgesund.de/winterdepression.php

(3) Osteomalazie

http://de.wikipedia.org/wiki/Osteomalazie

(4) Osteoporose Vitamin-D-Mangel

http://www.iofbonehealth.org/download/osteofound/filemanager/health_professionals/pdf/Vitamin-D-reports/Vitamin_D-MEast_Africa.pdf

(5) Vitamin D und Kalziumstoffwechsel

http://www7.nationalacademies.org/germanbeyonddiscovery/VitaminD_7.html

(6) „Irlands Klima hat ein nicht so intensives Sonnenlicht, wie das jener Länder, aus denen die Burka- Trägerinnen kommen“, so Dr. Miriam Casey von der Osteoporose- Abteilung des St.- James- Krankenhauses in der „Sunday Times“. Vor allem im Winter reicht dann – vorallem in Städten – das Ausmaß der UV- B-Strahlung nicht mehr, um eine ausreichende Vitamin-D-Produktion sicherzustellen.

Die Folgen: Viele Burka- Trägerinnen, die aus sonnenverwöhnteren Ländern in mittel- oder nordeuropäische Regionen eingewandert sind, entwickeln einen Vitamin- D-Mangel, der sich häufig in einer sogenannten Mineralisationsstörung des Knochens manifestiert. Diese führt in manchen Fällen sogar dazu, dass Beckenknochen während des Geburtsvorganges brechen.

Für die Babys dieser Frauen besteht zudem ein erhöhtes Risiko in den ersten Lebenswochen Krämpfe zu bekommen. Außerdem treten bei diesen Kindern häufig Probleme wie Wachstumsverzögerungen und Muskelschwäche auf.

http://www.krone.at/Nachrichten/Burka_erhoeht_das_Risiko_von_Knochenbruechen-Zu_wenig_Sonne-Story-127358

http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,901061016-1543877,00.html

Ich habe in Aegypten auch schon Kinder gesehen, die mir sehr rachitisch aussahen – klar, bin keiner Aerztin und kann das nicht diagnostizieren, aber ein seltsam verbogener Brustkorb und krumme Beine. Die Mutter trug Niqab und ging so gut wie nie raus, und wenn dann am Abend, wenn der Mann dabei war. Die Wohnung war sehr dunkel und hatte keinen Balkon, d.h. die Kinder kamen so gut wie nie ans Sonnenlicht.

http://www.muslima-aktiv.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=7991

(7) Dhimma (ḏimma)

http://de.wikipedia.org/wiki/Dhimma

(8) Harbi (Ḥarbī)

http://de.wikipedia.org/wiki/%E1%B8%A4arb%C4%AB

(9) Hisba (ḥisba)

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

(10) al-wala wa`l-bara`a (al-walāʾ wal-barāʾa)

http://de.wikipedia.org/wiki/Al-wal%C4%81%27_wa-l-bar%C4%81%27a

Der saudische Großmufti Abd al-Aziz ibn Baz vertrat dazu eine andere Meinung. Per se sei freundschaftlicher Umgang mit Nicht-Muslimen verboten. Er werde nur dadurch zulässig, wenn er entweder den Zweck verfolge, die entsprechenden Personen zum Islam zu bekehren, dem Gastrecht zu entsprechen oder wenn der Umgang mit ihnen dem muslimischen Gemeinwesen diene. Freundschaftlicher Umgang ohne einen solchen speziellen Grund sei für Muslime mit Andersgläubigen unzulässig. Dem salafistischen Gelehrten Salih al-Fauzan zufolge sei es unmöglich, mit Andersgläubigen freundschaftliche Beziehungen zu führen, da man als Muslim verpflichtet sei, Andersgläubige zu hassen. Es wäre rechtlich zulässig, von ihnen Geschenke anzunehmen, nicht jedoch, sie zu einem festlichen Anlass zu beglückwünschen.

Islam-qa.com Rechtsgutachten Nr. 59879 über die Unzulässigkeit des Umgangs von Muslimen mit Nichtmuslimen. Scheich Muhammad Salih al-Munajjid:

http://www.islam-qa.com/en/ref/59879

(11) Mehr Frauen in der Hölle als Männer. It was narrated from the Prophet that women will form the majority of the people of Hell. It was narrated from ‘Imraan ibn Husayn that the Prophet said: „I looked into Paradise and I saw that the majority of its people were the poor. And I looked into Hell and I saw that the majority of its people are women.“ (Narrated by al-Bukhaari, 3241; Muslim, 2737)

http://www.islamicboard.com/miscellaneous/134269949-why-there-more-women-hell-than-men.html

(12) Ghadban zum Begriff der ‘Aura (ʿawra) im Islam: „Es kann Mangel an Sehfähigkeit (daher a’war, Einäugige) oder Schwachpunkt in der Verteidigungslinie im Krieg oder Mangel an Schutz des eigenen Hauses oder der Privatsphäre heißen. Das Wort bedeutet auch die Schamgegend am Körper, die aus den Geschlechtsteilen besteht.“

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=IYRYVB

Das englische Wikipedia definiert den Begriff wie folgt: »Etymologically, the term Awrah derives from the root ‘a-w-r which means „defectiveness“, „imperfection“, „blemish“ or „weakness“ – however the most common English translation is „nakedness“.«

http://en.wikipedia.org/wiki/Awrah

(13) Nach Buchârî soll der Prophet gesagt haben, den Frauen fehle es an Vernunft und an Religion. Die Frauen fragten nach dem Grund. Er antwortete: „Ist die Zeugenaussage der Frau nicht halb so viel Wert wie die des Mannes? Das kommt von ihrem Mangel an Vernunft. Muss sie nicht während der Menstruation aufhören zu fasten und zu beten? Das kommt von ihrem Mangel an Religion.“

http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,6,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html

JEDDAH DAWA CENTER. Then they asked: “What is our lack of mind and religion, O, Messenger of God?” He said: “Is not the testimony of woman half that of a man?” They said: “Yes.” He said: “That is the lack in her mind.” He added: “Does not she abstain from praying and fasting when she has her period?” They said: “yes.” He concluded: “That is their lack of religion.” It is obvious from the Answer of the prophet that the lack of woman’s mind is in the matter of testimony, which needs control and affirmation. Man is more affirmative and controlling in this respect than woman.

http://worldreminder.net/QAABOUTISLAM/Thefirstgroup/PARTTWO/Chapter7FamilyandWomenAffairs.aspx

Die Aufgabe der Frau ist es, zu heiraten und Kinder zu gebären. … Frauen haben einen Mangel an geistigen Fähigkeiten: „The specific task of women in this society is to marry and bear children. They will be discouraged from entering legislative, judicial, or whatever careers which may require decision-making, as women lack the intellectual ability and discerning judgment required for these careers.“

Die Frau ist ihrer Menstruation unterworfen, weshalb die Kapazität ihres Verstandes gemindert ist: A Yemeni cleric recently explained in a television broadcast what it is that makes women inferior and unable, say, to serve as good witnesses: „Women are subject to menstruation, when their endurance and mental capacity for concentration are diminished. When a woman witnesses a killing or an accident, she becomes frightened, moves away, and sometimes even faints, and she cannot even watch the incident.“

http://www.thereligionofpeace.com/Quran/010-women-worth-less.htm

(14) Das Kopftuch in Koran und Sunna (Ghadban)

http://www.bpb.de/themen/IYRYVB,0,Das_Kopftuch_in_Koran_und_Sunna.html

(15) Scheich Tadsch ad-Din al-Hilali (Tāǧ ad-Dīn al-Hilālī)

http://de.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilaly

(16) This polarity, in which the unveiled are regarded as licentious loose women, has continued in Muslim traditions, leading to harassment and violence against unveiled women, in both traditional Muslim and Western cultures.

http://www.dhushara.com/book/sakina/fatwah/purdah.htm

Unverschleierte Frauen ermuntern zur Vergewaltigung, unveiled women invite rape. Debate between Egyptian author, Muna Hilmi, and lawyer Nabih Al-Wahsh. Dream2 TV, Egypt aired this debate on February 2, 2005.

http://wn.com/women%27s_rights_in_islam_unveiled_women_invite_rape

Nabih Al-Wahsh: Die Frage nach der Jungfräulichkeit sollten wir sehr ernst nehmen. … Haben Sie jemals davon gehört, dass eine sittsame und gottesfürchtige Frau vergewaltigt worden wäre? Die Frauen, die vergewaltigt werden, sind diejenigen, die sich aufgedonnert, sich in Schale geschmissen haben. In my opinion, taking the issue of virginity lightly will open the door to moral corruption. If we aren’t strict on the issue of virginity we won’t be able to keep tabs on what happens. The incidence of rape cases has reached a frightening level. Have you ever read about a modest and devout woman who was raped? Those who get raped are those who adorn themselves.

http://www.liveleak.com/view?i=f1a_1178025162

The lawyer, Nabih El-Wahsh, claimed that El-Saadawi insulted Islam and questioned one of its main pillars in an interview with an independent weekly, Al-Midan, in early March. She was quoted as saying that pilgrimage to Mecca and kissing the black stone were „vestige of pagan practices“, and repeated her opposition to Islamic inheritance laws which give men double that left to women.

El-Saadawi insists she was misquoted by the newspaper, and that her words were taken out of context. However, the lawyer made use of the second article of the Egyptian Constitution which states that Islamic law, or Shari’a, is the main source of legislation in Egypt, and filed what is known as a hisba case against El-Saadawi. Hisba signifies a case filed by an individual on behalf of society when the plaintiff feels that great harm has been done to religion.

A number of Islamist lawyers made a specialisation of filing hisba cases against Egyptian intellectuals and writers in the early 1990s

http://weekly.ahram.org.eg/2001/539/eg7.htm

(17) Scheich Taj al-Din Hamid al-Hilali, der höchste muslimische Geistliche in Australien, bezeichnete am 25.10.2006 unverschleierte Frauen als nacktes Fleisch: „Wenn ihr rohes Fleisch auspackt und offen auslegt, und die Katzen kommen und fressen es – wessen Fehler ist das?“, fragte der Prediger seine Zuhörer – und antwortete sich gleich selbst: „Das unbedeckte Fleisch ist das Problem.“ Solange Frauen in ihrem Zimmer bleiben und den Schleier tragen, argumentierte al-Hilali weiter, seien sie keinen Gefahren ausgesetzt. Wer sich aber schminke und verführerisch mit den Hüften schwinge, fordere den Appetit geradezu heraus.

Addressing 500 worshippers on the topic of adultery, Sheik al-Hilali added: „If you take out uncovered meat and place it outside on the street, or in the garden or in the park, or in the backyard without a cover, and the cats come and eat it..whose fault is it – the cats or the uncovered meat?

„The uncovered meat is the problem.“

He went on: „If she was in her room, in her home, in her hijab (veil), no problem would have occurred.“

http://www.dailymail.co.uk/news/article-412697/Outrage-Muslim-cleric-likens-women-uncovered-meat.html

http://www.islamreview.com/articles/WOMEN_ARE_RESPONSIBLE.shtml

(18) Humanismus

http://de.wikipedia.org/wiki/Humanismus

(19) Albert Mehrabian ist Professor für Psychologie an der University of California )Los Angeles) und forscht zur Bedeutung non-verbaler Elemente in der menschlichen Kommunikation.

http://www.soft-skills.com/sozialkompetenz/nonverbalesensibilitaet/mehrabian/55387regel.php

(20) Mahram-Karte im System der Verwandtschaft. Mahrams-Chart.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/2/2f/Mahrams_Chart.png

(21) Ralph Ghadban (Das Kopftuch in Koran und Sunna) zitiert Bukhari:

…Diese andere Beschaffenheit der Frau stellt einen Mangel in ihrer Natur dar, der von einem hadîth erläutert wird. Nach Buchârî soll der Prophet gesagt haben, den Frauen fehle es an Vernunft und an Religion. Die Frauen fragten nach dem Grund. Er antwortete: „Ist die Zeugenaussage der Frau nicht halb so viel Wert wie die des Mannes? Das kommt von ihrem Mangel an Vernunft. Muss sie nicht während der Menstruation aufhören zu fasten und zu beten? Das kommt von ihrem Mangel an Religion.“

(22) al-Buchari: Warum werden in der Hölle mehr Frauen als Männer sein? Bei al-Buchari als Hadith Nummer 1052

http://arrayyana.wordpress.com/2010/11/16/warum-werden-in-der-holle-mehr-frauen-als-manner-sein/

al-Bukhāri, Hadith 1052 u. v. a. m. Ein heutiger Hadithleser und Schariafreund findet: “Mann und Frau sind eben nicht gleich. I’ve read this Hadeeth when I started researching Islam a year ago, and I found it to be the strongest evidence that men and women are not equal.”

http://www.answering-islam.org/Women/in-hell.html

(23) Amana, dem Schariastaat nutzbar zu machendes, treuhänderisches Gut, dem Mann etwa die Ehefrau

Normally, the rule of Amaanat is that the Ameen (Trustee) is under compulsory obligation to maintain and guard the Amaanat. He is not permitted to derive any personal benefit or use from or with the Amaanat. However, Allah Ta’ala in His infinite mercy has bestowed to the husband the right to derive comfort, rest, peace and benefit from the Sacred Trust we call The Wife.

http://darulislam.info/index.php?name=News&file=article&sid=150&theme=Printer

Both husband and wife are the makhlooq (creation) of Allah Ta’ala. In His infinite wisdom, Allah Ta’ala has assigned different rights, duties and obligations to the variety of specimens of His makhlooq. Allah Ta’ala has assigned the wife to the care of the husband. She is His makhlooq whom He has placed in the custody of the husband. Allah Ta’ala has awarded custody of the wife to the husband by way of Amaanat (Sacred Trust), not by way of mielkiyyat (ownership). As such, the wife in the custody of her husband and under his jurisdiction is a Sacred Trust. She is the sole property of Allah Ta’ala—and of no one else.

http://darulislam.info/Article150.htm

“Husband and wife are viewed together, as a team, instead of as two separate individuals.” weiß man im: Blissfull Marriage: A Practical Islamic Guide, das Dr. Ekram Beshir und Mohamed R. Beshir schrieben.

http://www.amana-publications.com/amana_old/latest_releases.shtml

(24) Tanzt nicht aus der Reihe! In England greift die Ehrengewalt um sich. Junge Muslimas werden verkauft und zwangsverheiratet, junge Männer als Arbeitssklaven missbraucht. Von den Behörden kommt kaum Hilfe: Dort arbeiten viele gleichgesinnte Einwanderer.

Der neunzehnjährigen Latifa gelang die Flucht. Aber den Preis dafür zahlt nun ihre kleine Schwester: „Ich sollte den Sohn meiner Tante heiraten. Aber weil ich weggerannt bin, gaben sie ihm stattdessen meine Schwester. Jetzt ist sie in Pakistan. Sie ist 16 und sie ist schwanger.“ …

Der Bericht des „Center for Social Cohesion“ ist auch ein erschütterndes Buch über eine westliche Gesellschaft, die darauf verzichtet, ihre Werte und Freiheiten gegenüber sehr fremden Einwanderern durchzusetzen. Britische Musliminnen und Zwangsbräute aus der islamischen Welt zahlen dafür den Preis. Brandon und Hafez berichten von einem landesweiten „informellen Netzwerk, das Frauen aufspürt und bestraft“. Geflüchtete Frauen können nicht mehr Taxi fahren, denn das Taxigewerbe ist in England fest in pakistanischer Hand.

Weil in Behörden längst viele Einwanderer arbeiten, werden geflohene Opfer über Versicherungs- oder Mobiltelefonnummern ausfindig gemacht und an ihre Familien verraten. Übersetzer in Sozialämtern oder auf Polizeiwachen lügen und spielen Gewalttaten herunter. Sozialarbeiter haben Angst, mit ihren Schützlingen zur Polizei zu gehen: „Wir müssen vorsichtig sein mit den Polizisten, besonders den asiatischen, weil manche von ihnen Täter sind.“

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E493BDC9D2FFB4DC98202538949AFA1D1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

James Brandon and Salam Hafez, Centre for Social Cohesion:

CRIMES OF THE COMMUNITY: Honour-based violence in the UK.

http://www.civitas.org.uk/pdf/CrimesOfTheCommunity.pdf

(25) Fatwa über die Frage, ob Muslimas eigenständig die eheliche Wohnung verlassen dürfen.

Der Ehemann muss dazu die Erlaubnis erteilen. Der Ehemann darf beschließen, dass seine Ehefrau zu Hause bleibt. Er muss sie jedoch finanzieren und gut behandeln. Allah hat den Muslimas befohlen, zu Hause zu bleiben (Sure 33,33). Die Frau darf ihre Wohnung nur mit Erlaubnis ihres Ehemannes verlassen. Falls sie sich ohne notwendigen Grund dem widersetzt, gilt sie als „widerspenstig“ [ein Fachterminus des islamischen Eherechts, der besagt, dass die Frau ihre Pflicht zum Gehorsam nicht erfüllt und damit ihr Recht auf Unterhalt prinzipiell verloren hat] … . Die (muslimischen) Rechtsgelehrten sind sich einig, dass eine Frau ihre Wohnung verlassen darf, wenn ihr Ehemann ihr dies gestattet. Wenn sie dies jedoch ohne Genehmigung tut, gilt sie als „widerspenstig“.“

http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5a15acee5f7.0.html

(26) Geschlechterrollen Afghanistan

http://www.whywar.at/geschlechterrollen_afghanistan

(27) Mahram-Verwandte

http://www.eslam.de/begriffe/m/mahram-verwandte.htm

Ohne Mahram darf die Frau das Haus nur ein paar Schritte verlassen und auch nur mit einem Hidschab bedeckt:

Fatwa Question or Essay Title: Can a woman leave her house without being accompanied by a guardian from her family? Fatwa Response or Body of Essay: She can go to nearby places without a mahram (guardian, see glossary) while observing hijab and provided there is no fear of fitnah (evil/mischief). But for a journey, she should be accompanied by mahram.

http://www.islamopediaonline.org/fatwa/can-woman-leave-her-house-without-being-accompanied-guardian-her-family

Der Ehefrau ist das außerhäusliche Arbeiten oder das Verlassen des Hauses verboten, wenn ihr Ehemann das so sagt:

It is not permissible for a wife to go out to work except with the permission of her husband as Allaah put the right of the husband on his wife not to go out of his home except with his permission and if she goes out without his permission and consent, then she is rebellious and disobedient as stated by the jurists

http://www.islamweb.net/emainpage/index.php?page=showfatwa&Option=FatwaId&Id=130373

Islamweb is a site designed to enrich the viewers’ knowledge and appreciation of Islam. Its aim is to provide the viewing community substantial knowledge about Islam, particularly the non-Muslim who may need clarification of common distortions of the media and misrepresentations of ill-informed followers.

The purpose of this site is to increase the awareness of Muslims and non-Muslims alike about the mission of Islam to warn mankind of God’s punishment and to give the good news of their salvation in Islam. Islam is a revealed religion and a way of life that addresses all aspects of the human condition.

http://www.islamweb.net/emainpage/index.php?page=aboutus

(28) Indiziertes Buch liegt an Informationsständen und bei Vorträgen in Baden-Württemberg aus

Verfassungsschutz Baden-Württemberg: „Das Buch „Frauen im Schutz des Islam“ von Abd ar-Rahman Asch-Schiha. … Als Resümee des Kapitels über das Schlagen der Frauen zitiert der Autor Anni Besant, die 1932 (!) zwischen islamischen Gesetzen und westlichen Gesetzen einen Vergleich angestellt hat und in ihrem Buch schrieb, dass die islamischen Gesetze die fairste und gerechteste Gesetzgebung seien. Das islamische Recht übertreffe die westlichen Gesetzeswerke in Bezug auf Besitz, Erbe und Scheidungsrecht der Frau. Es lässt tief blicken, dass Asch-Schiha auf einen subjektiven Vergleich aus dem Jahr 1932 zurückgreift und davor zurückschreckt, die Rechte der Frauen im Islam mit den derzeit existierenden Gesetzen im Westen zu vergleichen. Insgesamt gesehen wird deutlich, dass er versucht, Vorgaben des Korans mit Hilfe von Zitaten von Menschen aus dem Westen zu rechtfertigen und die islamische Lehre als den westlichen Gesetzen überlegen darzustellen.“

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

(29) Polizei stellt frauenfeindliche Bücher sicher.

Das Schlagen von Frauen sei als „Züchtigung“ gerechtfertigt, sofern keine Knochen gebrochen oder blaue Flecke auf dem Körper hinterlassen werden. Bei dem Buch handelt es sich um die deutsche Übersetzung eines in Saudi-Arabien erschienenen Werkes mit dem Titel „Frauen im Schutz des Islam“. Beschreibungen im Kapitel „Schlagen der Frau“ werden von der Bundesprüfstelle als Diskriminierung sowie als Anreiz zur Gewalttätigkeit eingestuft, sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart. Das Buch, das auch auf diversen islamischen Internetseiten zu finden ist, wurde bereits am 15. Januar 2009 als jugendgefährdend indiziert. … Wenn dies ebenfalls nichts bewirke, käme „die nächste Stufe der Züchtigung“: „Schlagen, ohne zu verletzen, Knochen zu brechen, blaue oder schwarze Flecken auf dem Körper zu hinterlassen, und unter allen Umständen vermeiden, ins Gesicht zu treffen.“ Diese Behandlung habe sich für „kontrollierende oder führende Frauen“ als ebenso wirksam erwiesen wie bei unterwürfigen Frauen: „Diese Frauen genießen es, geschlagen zu werden.“

http://www.welt.de/politik/deutschland/article5921859/Polizei-stellt-frauenfeindliche-Islam-Buecher-sicher.html

(30) Namus (nāmūs)

http://de.wikipedia.org/wiki/Namus

(31) Taslima Nasreen (bengalisch Tasalimā Nāsarin, Farsi: Taslīma Nasrīn)

http://taslimanasrin.com/

(32) Let’s Think Again About The Burqa. Das „purdah system“.

http://www.outlookindia.com/article.aspx?233670

(33) Yasmin Alibhai-Brown, Journalistin aus Uganda, zum ‘Recht’ die Burka, den Niqab zu ‘wählen’. ‘Nothing to Hide’.

Erst wenige Briten haben den Prozess durchschaut: Erst das Kopftuch, dann der Schleier, dann der Gesichtsschleier: „Few Britons have realized that the hijab – now more widespread than ever – is, for Islamicist puritans, the first step on a path leading to the burqa, where even the eyes are gauzed over. I have interviewed young women who say they feel so wanton wearing only a headscarf that they will adopt the niqab. Now even 6-year-olds are put into hijabs.“

http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,1543877,00.html

(34) EU-Gesetzgebung. Vorschläge für wirksame Maßnahmen zur Eingliederung von Drittstaatsangehörigen.

http://europa.eu/legislation_summaries/other/c10611_de.htm

(35) Integration ist Chefsache. Maria Böhmer. „Der Grüne Cem Özdemir schrieb in einem Beitrag für SPIEGEL ONLINE, es habe noch keine Integrationsbeauftragte gegeben, die so wenig Zugang zu türkischstämmigen Migranten habe. Böhmer erinnere ihn an die strenge Haushälterin Rottenmeier, die in den Romanen von Johanna Spyri die „Heidi“ piesackte. Die SPD-Politikerin Lale Akgün sagt zu SPIEGEL ONLINE, sie spüre bei Böhmer kein emotionales Bekenntnis zum Thema Integration.“, aus: Anna Reimann: Ruhig, kompetent, nichtssagend, in: DER SPIEGEL, 29.02.2008

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,535931,00.html

(36) Comparing integration. Host culture adoption and ethnic retention among Turkish immigrants and their descendents in France, Germany and the Netherlands

http://www.fsw.vu.nl/en/Images/4abstract_english_tcm31-140234.pdf

(37) Evelyn Ersanilli und Ruud Koopmans, März 2009:

Ethnic Retention and Host Culture Adoption among Turkish Immigrants in Germany, France and the Netherlands: A Controlled Comparison

http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2009/iv09-701.pdf

(38) “Multikulti ist gescheitert”, sagt der Bürgermeister von Berlin- Neukölln Heinz Buschkowsky am 05.03.2006 im Interview mit der taz:

“Das Kernproblem ist die soziale und ethnische Segregation. … Das Abstimmen mit dem Möbelwagen muss aufhören. In 10 bis 15 Jahren wird die migrantische Bevölkerung in Neukölln über eine Dreiviertelmehrheit verfügen. Wenn wir heute nicht umsteuern, werden bestimmte Gebiete Elendsquartiere sein, schlimmstenfalls sogar „No-go-Areas“. Das können wir doch nicht hinnehmen. Auch im multiethnischen Neukölln müssen die Menschen nach dem gleichen Wertekanon miteinander leben. … Ich halte es mit der Devise: Je mehr Werte ein junger Mensch von dieser Gesellschaft in sich aufnimmt – egal wo die Wiege der Großeltern stand -, desto weniger wird er anfällig sein für falsche Werte von Parallelgesellschaften, sei es der religiöse Fanatismus, die organisierte Kriminalität oder überkommene Riten und Bräuche.”

http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/03/06/a0261

http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Buschkowsky

(39) Vor dem Unheil bewahrt nichts als die Politik nach dem Medina-Modell (622-855 n. Chr.). Zum diesem Zeitalter der Glückseligkeit (ʿAsr as-Saʿāda) denkt die Organisation Ba’Alawi, Kuala Lumpur:

A society based on the Prophet’s example gains peace and tranquility with breezes blowing through it from the Age of Happiness (asr al-sa’adah). They taste the authentic joy of closeness to Allah in their worship.

http://www.baalawi-kl.com/v1/images/the%20prophet%20of%20mercy%20-%20final%20chapter.pdf

(40) Tanzt nicht aus der Reihe! In England greift die Ehrengewalt um sich. Junge Muslimas werden verkauft und zwangsverheiratet (siehe Fußnote 24)

http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E493BDC9D2FFB4DC98202538949AFA1D1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Murders in the name of so-called honour, known to many as “honour killings”

Was zu einem so genannten Ehrenmord führen kann. Examples of behaviour that could lead to murder:

In Kleidung, Verhalten oder Werthaltung „westlich“ werden. Becoming “western” (clothes, behaviour, attitude)

Sich der elterlichen Autorität widersetzen. Defying parental authority

Einen Freund / eine Freundin haben. The existence of a boyfriend/girlfriend

Die aufgezwungene Ehe verweigern. Rejecting a forced marriage

Das Religionskollektiv überschreitende Beziehungen pflegen. Inter-faith relationships

Als Frau vorehelichen Sex haben / voreheliche Intimität pflegen. Women having sex/relationships before marriage

Den Ehegatten verlassen wollen. Wanting to leave a spouse

Den Ehegatten verlassen. Leaving a spouse

Die Scheidung einreichen oder sich trennen wollen. Seeking a divorce

Zärtlichkeiten im öffentlichen Raum. Intimacy in a public place

(Vermeintliche) üble Nachrede; „Geschwätz“. Gossip

http://www.westsussex.gov.uk/living/being_safe_and_secure/personal_safety/domestic_violence/honour_based_violence.aspx

(41) In »Muslimisch, weiblich, deutsch! Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam« (C. H. Beck, München 2010) berichtet Lamya Kaddor kommentarlos zum System der Duisburger Mädchenüberwachung: „Tatsächlich ist es so, dass sich fast alle Jungen im Stadtteil verpflichtet haben, „auf die Lohberger Mädchen aufzupassen“. Dass geht so weit, dass Mädchen mit ihrem jeweiligen Freund in bis zu sechzig Kilometer entfernten Städten von den „Lohberger Jungs“ gesichtet worden sind. Doch es bleibt nicht immer beim bloßen Sichten. Der Freund des Mädchens wird häufig mit körperlicher Gewalt daran „erinnert“, sich von dem Mädchen fernzuhalten. Das Mädchen selbst bekommt es mit dem älteren Bruder oder seinem Vater zu tun. … Sie [die Mädchen] erzählen mir, dass es mittlerweile eine Art Bande gibt, zu der alle „Lohberger Jungs“ gehören, um sie mit ihren Freunden zu erwischen, egal wo. Einige erzählen, wie sie von Ali gesehen worden seien und anschließend großen Ärger bekommen hätten. Selbst die Väter der Mädchen rufen das Bandenoberhaupt an, damit es auf ihre Töchter aufpasst.“

http://www.amazon.de/Muslimisch-weiblich-deutsch-einem-zeitgem%C3%A4%C3%9Fen/dp/3406591604

(42) Istiqama (istiqāma), Straightforwardness. Fethullah Gülen zur von Allah gewirkten Geradheit des Lebensweges. Verfehlen der Standards der Scharia ist natürlich „krumme Tour“.

http://www.fgulen.cc/gulens-works/156-key-concepts-in-the-practice-of-sufism-1/877-istiqama-straightforwardness.html

Istiqama, gottgegebene “Geradheit” irdischen Verhaltens. In der Spur bleiben, spuren. Fethullah Gülen sagt „Wohlverhalten“:

http://islamaufdeutsch.de/deutsch_islam/Achlaq/Sufismus_tasawwuf_mystik/Istiqama_Wohlverhalten_gulen.htm

Istiqama (istiqāma).

http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?34110-Istiqama&daysprune=-1

»Die istiqama bedeutet, das man sich an den Weg des Islam hält. Umar ibn al-Khattab (radiyallahu ´anhu) sagte: „Istiqama“ bedeutet, daß du korrekt die Gebote und Verbote des Islam einzuhalten versuchst und nicht versuchst, den Geboten und Verboten wie ein Fuchs aus dem Weg zu gehen.“«

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Ahadith_%C3%BCber_ALLAH

(43) My question is: Do Muslim parents have the right to force their daughter to wear hijab if she refuses to wear it?

Answer, 12.01.2004, Group of Muftis, Islam-online:

Muslim parents should bring up their children according to the teachings of Islam. Parents have to make their children get used to doing the obligatory duties and avoiding haram (unlawful) things before puberty, so that it will not be too hard for them to adhere to Islamic rules after they reach puberty. The Prophet (peace and blessings be upon him) said: “Train your children to pray when they are seven years old, and smack them if they do not do so when they are ten, and separate them in their beds” (Reported by Abu Dawud).

From an early age, daughters should be taught that hijab is an ordinance from Allah to protect their chastity. When a girl reaches puberty she is obliged to do all the obligatory duties and to avoid all haram things. One of the obligatory duties is wearing hijab.

http://www.infad.usim.edu.my/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=8813

Here, you are not allowed to obey your mother in taking off the Hijab, but you are also religiously required to remain kind and dutiful to her as Paradise lies under her feet. … Responding to the question, Dr. Muzammil Siddiqi, former president of the Islamic Soceity of North America, states the following:

As a Muslimah, you should remind your mother politely that you are following the command of Allah by sticking to wearing the Hijab. You should tell her that you would like to obey her in all matters, but not in the matters that are against the rules of Allah.

Do not use your Hijab to rebel against your mother and to create more problems between you and her. You should rather be more loving, obedient and kind towards your mother, without taking off your Hijab in public.

http://58.26.99.53/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=9511

Can Parents Force their Daughters to Wear Hijaab?

Frage: Meine Freundin wird von ihren Eltern zum Tragen des Schleiers gezwungen, verhalten sich die Eltern richtig?

Her parents tell her she is a bad person and well, there is no choice for her. She has to wear it and they demand that of her. She is very depressed and I really want to know if her parents are correct in insisting her to wear hijab. I read the questions on the site, but this is about forced hijab.

Antwort: Ermutige sie, die Belohnung im Jenseits wiegt schwerer als die Beschwerlichkeit des Kopftuchtragens auf Erden.

I would suggest that you should very sincerely advise your friend to comply with her parents’ desires, even if in doing so, she feels some discomfort. Don’t forget to give her the assurance that if she tries her best to comply with her parents’ desires, she would be infinitely rewarded for her excellent behavior during the life of this world as well as during the hereafter. The reward would indeed be much more than a mere recompense of the discomfort she feels.

http://www.understanding-islam.com/q-and-a/social-issues/can-parents-force-their-daughters-to-wear-hijaab-5560

(44) Hisba (ḥisba)

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

(45) Der Islâm hat die erwachsene, muslimische Frau zum Tragen des Kopftuches verpflichtet. Diese Sache ist umso wichtiger, sobald sie der Ehemann ebenfalls dazu aufruft.

http://www.islamweb.net/grn/index.php?page=showfatwa&FatwaId=122626

(46) Parda (anglisiert purdah)

http://muslim-canada.org/purdah.pdf

(47) Hidschab (ḥiǧāb) ist Pflicht

http://de.wikipedia.org/wiki/Hidschab

(48) Hidschabfreunde irren, die Burka ist kein „Freiheitsrecht“. ENFAL hingegen schwärmt von der textil bekundeten kulturellen Apartheid: Die Kleidung der muslimischen Frau.

„Unter der ʿAura der Frau versteht man den Teil ihres Körpers, den sie vor einem genau definierten Personenkreis zu bedecken hat. … Die Beweise zur Verpflichtung des Tragens von Dschilbab und Chimar in der Öffentlichkeit sind eindeutig. Es gibt keine Entschuldigung dafür, diese Kleidung nicht zu tragen. Selbst wenn die Frau ihre ʿAura durch das Tragen einer Hose oder eines wadenlangen Rocks und undurchsichtiger Socken bedeckt, ist sie sündhaft, wenn sie ohne libās šarʿī (libaas shar’ee), d.h. ohne Ǧilbāb (jilbaab) und Ḫimār (khimaar), ihr Haus verläßt.“

http://www.enfal.de/libas.htm

Libās šarʿī: Ǧilbāb, Ḫimār.

Islamic dress (libas shar’i or ziyy Islami) revived during the mid-1960s in the Islamic world … Jilbab is mentioned in Sura 33:59 … With regard to women, the Qur’an mentions two clothing items: khimar and jilbab.

http://angelasancartier.net/djellaba

Dschilbab (ǧilbāb)

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Dschilbab

Chimar (ḫimār)

http://www.islam-pedia.de/index.php5?title=Chimar

ESSENCE OF BLACK. Yemeni khimar.

http://www.essenceofblack.com/yemeni_khimar.htm

Islamic Wedding Jilbab

http://2.bp.blogspot.com/_Oc0XvpuwWzo/TF5MUzg2fjI/AAAAAAAAB4M/6OJ6cEYZmE8/s1600/islamic-wedding+jilbab.jpg

Islamic Movements in Lebanon. Fathi Yakan (Jabhat al-’Amal al-Islami, The Islamic Action Front), am 09.09.2008. Seite119:

“We basically rely on institutions away from ostentatious appearances such as letting one’s beard grow, or wearing the jilbab (gown). We also do not content ourselves with sermonizing alone. Our conception of Islam covers all areas of life that is why we have sports, education, and social institutions. For Islam is not just a ritual or worship in the mosque. We must carry its principles into the society and translate our religion and creed on the ground.”

http://library.fes.de/pdf-files/bueros/beirut/06882.pdf

Die Frau darf nichts an „männlicher“ Kleidung tragen. Unisex als Kleidungsstil ist islamisch streng verboten:

Difference from Men’s Clothing‎

The clothing of a Muslim woman must not resemble the clothing of men. The following two hadith explain ‎this.

Seit den Tagen der rechtgeleiteten Vorfahren diene Islamische Kleidung dazu, sich optisch, emotional und kulturell bzw. kulturpolitisch von den Ungläubigen abzugrenzen, was ein grundsätzlicher Wesenszug der Scharia sei:

Difference from the Clothing of Unbelievers ‎

Her clothing must not resemble the clothing of the unbelievers. This is a general ruling of the ‘Sharia’h which ‎encompasses not only dress but also such things as manners, customs, religious practices and festivities, transactions, ‎etc. Indeed, dissimilarity with unbelievers is a precedent that was established by the first generation of Islam (Islamic Society of Central Virginia (ISCV), Charlottesville).

http://www.charlottesvillemasjid.org/News/View.aspx?Articleid=8

The three-floor building is the project of Islamic Society of Central Virginia (ISCV) and will feature a prayer area, multi-purpose room and classrooms for Islamic education. As construction inside continues, concern brews outside the bricks.

“We are so focused on kinetic activity of violence that we lost focus that the enemy’s self-stated focus of main effort is a pre-violent information warfare,” said Michael Del Rosso, a Senior Fellow at the Center for Security Policy.

Del Rosso’s concern stems from the deed of the properties; both the new building on Pine Street and the current headquarters are in the name of NAIT, the North American Islamic Trust. According to Wikipedia, NAIT is a Saudi-backed organization based in Plainfield, Indiana, that owns Islamic properties and promotes Islamic endowments in North America. NAIT and the Islamic Society of North America (ISNA), a Muslim umbrella group also in Plainfield, are both affiliates of the local Islamic society.

“They’re both unindicted co-conspirators in the largest terrorism financing case in United States history,” Del Rosso explained.

In 2007, both NAIT and ISNA we named co-conspirators in the Holy Land Foundation terrorist trial. Federal prosecutors allege the groups conspired to help fund Hamas and other Islamic terror organizations. Prosecutors also argued NAIT is or was a member of the United States Muslim Brotherhood.

http://www.newsplex.com/home/headlines/Controversy_Surrounds_Local_Muslim_Cultural_Center_117765674.html

We can say that according to the majority opinion of the scholars, the garment called „jilbab“ is any garment that meets the following criteria:

• this garment is an outergarment; an extra layer; something worn over the normal clothing

• if the khimar is not worn, this garment must cover from the top of the head on down, but if the khimar is worn, this garment only needs to cover from the shoulders on down

• similarly, if socks are not worn, this garment must cover down to the ground, but if socks are worn so that the feet are completely covered, this garment only needs to cover down to the ankles

• this garment must be made of fabric that is thick and opaque so that it does not show what is beneath it, and it must be loose so that it does not reveal the contours of what is beneath it

These scholars are agreed that the jilbab is to be worn outdoors and in open public places like the market, the masjid, etc. It does not need to be worn indoors, such as in the house or a building where access is controlled. This is because the jilbab serves the purposes of asserting the Islamic identity of a sister, and of protecting her from harassment, which are concerns only outdoors and in public.

http://www.muslim-marriage-guide.com/jilbab.html

221. Islamdemokratie

12. März 2011

الـفـكـر إسـلامـي

al-fikr al-Islāmī

The Islamic Thought

Islamisches Denken

Der Islamdemokrat

Ṭāriq al-Bišrī gilt als berufener Verfassungsrechtler. Zum Religionsbegriff eines ägyptischen Juristen, zur Glaubenserhöhung in Kairo und Berlin und zum geologischen Begriff der Plattentektonik. Von Jacques Auvergne.

Artikel 2 der Verfassung Ägyptens stellt fest: „Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia) (1).“ Unsichtbarer Souverän ist damit letztlich bereits heute die Gottheit, die ägyptische Regierung ist ihr treuer Stellvertreter (Kalif).

Folgerichtig ist der Schariaverweigerer oder Ex-Muslim vielleicht gar kein Mitbürger, Volksangehöriger oder Staatsbürger mehr, der Artikel 2 nachgeordnete, sprich schariatisierte Artikel 3 orakelt denn auch: „Souveränität gehört allein dem Volk, das diese Herrschaft und Sicherheit nationaler Einheit nach Maßgabe der Verfassung lebt und schützt.“ Kein Wort also von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die alltäglich praktizierte Erniedrigung der Kopten und Frauen ist womöglich Staatsprogramm, islamisches Recht ist sie ohnehin.

Und doch könnte alles noch viel schlimmer kommen. Die zur Stunde in Ausarbeitung befindliche künftige Verfassung Ägyptens könnte Allahs ungleich behandelnden (diskriminierenden) Befehl noch wesentlich islamkonsequenter (brutaler) durchsetzen. Irgendwie nämlich sind bislang auch Aufklärungshumanisten zum Zug gekommen, doch bleibt der mühsam daherkommende Artikel 40 aus Allahs Sicht glatter Verfassungsbruch: „Alle Staatsbürger sind vor dem Gesetz gleich. Sie haben gleiche staatsbürgerliche Rechte und Pflichten und sind keiner Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts, ihrer ethnischen Herkunft, Sprache, Religion oder Weltanschauung ausgesetzt (2).“

Gleichheit vor dem Gesetz ist für einen Koran und Sunna wörtlich verstehenden Muslim empörend ungerecht. Eine privatisierte, ins Private von Schlaf- und Kinderzimmer verbannte Scharia gefährdet das seelische Heil. Die Koranfreunde im Land am Nil wollen in den Himmel kommen und wünschen sich eine umfassende Verstaatlichung des Islam, ungebändigtes Schariagesetz, mehr, sagen sie, „Religion“, und haben dabei den Islam keineswegs falsch verstanden. Vor allem die 1928 in Ägypten entstandenen Muslimbrüder gehören zu dieser Islamlobby, wo sie eine Million Aktivisten haben und sich seit langem die Zulassung als wählbare Partei erhoffen.

Ägyptens bedrängte Säkulare, darunter etliche Kopten, wünschen sich den Wegfall von Artikel 2. Ahmed al-Tayeb (aṭ-Ṭaiyib, Foto (3)), als Nachfolger des 2010 verstorbenen Tantawi (Muḥammad Saiyid Ṭanṭāwī (4)) Großimam der Azhar, will das allerdings gar nicht und forderte im Februar 2011 im staatlichen Fernsehen, dass der Islam Staatsreligion Ägyptens bleibt. Ahmed al-Tayeb bedroht jeden Kritiker an der legalisierten Scharia, für künftige religiöse gewalttätige Unruhen mitverantwortlich zu sein.

Sofern menschlich zu erreichen, ist die einzige der Gottheit wohlgefällige Lebensweise die der koranbasierten Staatlichkeit und Justiz. Schariakonforme Rechtsfindung könne angeblich als rundum (wovon, von der AEMR?) vom Ballast des Traditionalismus befreite menschliche Denkleistung möglich sein. Welche Elite allerdings die Lizenz zur diesem so genannten Idschtihad (iğtihād) habe, wird auch seitens der Nichtmuslime mit Schweigen bedeckt, die Frommen aus Château-Chinon (IESH), bei denen der Penzberger Imam „Benjamin“ Idriz die Scharia studierte, möchten als rechtsfindende autonome (Idschtihad tätigende) Zauberer sicherlich nicht außen vor bleiben.

Im Jahr des deutschen Mauerfalls berichtet der Niederländer Roel Meijer in »History, authenticity and politics: Tariq al-Bishri’s interpretation of modern Egyptian history«, dass auch Tariq al-Bishri den Idschtihad erringen will. Wie viele andere sunnitische Denker träumt der 1935 geborene Jurist von einer von gotteslästerlicher Verunreinigung befreiten Religionspraxis, die zugleich ganz demokratisch und ganz schariakonform sein könne (5).

Einen mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) ausgesöhnten Idschtihad jedoch wird es bei einer beibehaltenen Scharia nicht geben können, denn ein realisiertes Aufbrechen des Zustandes der islamdogmatisch heute bestehenden Unerreichbarkeit einer ebenso autonom wie schariatreu gesteuerten Jurisprudenz, eine Beendigung der „Schließung der Tore des Idschtihad“ (insidād bāb al-iǧtihād, closing the gates of ijtihad), würde jeden Menschen auf gleiche Augenhöhe mit den vier rechtgeleiteten Kalifen erheben, sogar die Frau.

Mustašār heißt Ratgeber und gehört zu šūrā (Schura (6)), Ratsversammlung (koranbasierte Ratsversammlung). Ein solcher Rechtsberater (Schariaberater) zu sein, spiegelt höchstes Ansehen wieder. So war das schlichte Mustašār der Ehrentitel von Charles Belgrave (1894-1969), der drei Jahrzehnte lang unter den Scheichs von Bahrain wirkte (7).

Angeblich, so meint man in Europa, sei der 77 Jahre alte Tariq al-Bishri ein säkularer Linker gewesen, ein durch den Rechtsfachmann gekonnt entworfenes Trugbild, das ungeprüft weitergegeben wird. Der in den Sechziger und Siebziger Jahren in der Tat marxistisches Vokabular verwendende Nationalist und heutige „gemäßigte Islamist“ (8) war in den Achtziger Jahren mustašār mit Sitz im ägyptischen Conseil d’État.

Zentraler gesellschaftstheoretischer Begriff ist dem Juristen die Erbschaft (turāṯ, angl. turâth), ein kostbares „Erbe“ (engl. heritage), das den ägyptischen Ehrenmann dazu berechtige, die Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Namen der Pflege von Identität und Spiritualität zurückzuweisen.

Die Universität Teheran lässt zum Begriff turath wissen:

„Turath bedeutet nicht lediglich, dass die Historizität einer Überlieferung auf die Gegenwart fortwirkt, sondern trägt zugleich eine Beauftragung zum aktiven Bestärken der politischen Gegenwart in sich, deren neu zu interpretierende Konturen anhand einer spezifischen Gestalt der Vergangenheit an Prägnanz gewinnen müssen (9).“

Das vom engagierten Kollektiv, vom Volk gewollte treuhänderische Verwalten des Nichtwestlichen und Nichtsäkularen, die jenseitszentrierte Erbschaft an Religionskultur und Gestaltungswille hat al-Bishri ein Leben lang fasziniert. Anfangs bevorzugte der Kenner und religiös begründete Ablehner Europas eine an den Denkern Karl Marx und Max Weber orientierte Wortwahl: Das genuin revolutionäre Volk stemme sich, von einer durch die Azhar bestärkten Reaktion behindert, gegen die absolutistischen Machthaber. Nach und nach begann sich die sozialistische Terminologie aufzulösen, um spätestens ab 1984 Allahs genuin revolutionärer Sittlichkeit Platz zu machen, dem Schariagesetz. Die Bewunderung für die vom Volk ergriffene islamrevolutionäre Erbschaft (turāṯ, turâth) ist unverändert im Kern von al-Bishris Gesellschaftstheorie bestehen geblieben.

Unter Erbe, daran lässt al-Bishri keinen Zweifel, ist in erster Linie der Islam der frommen Vorfahren zu verstehen, die über dem Rahmenplan (framework) der ewigen Scharia an Zeit und Ort wie spontan auskristallisierende Lebensweise und Staatlichkeit.

Heute, 2011, will der angesehene Jurist die dem Kalifat verpflichteten Muslimbrüder in die Regierung integrieren und arbeitet dazu offiziell Ägyptens künftige Verfassung aus, die der kulturellen (vor allem islamischen) Erbschaft, at-turāṯ, und Identität verpflichtet ist.

Weil im Kalifat für dich Kreativität und Wissenschaftlichkeit schlicht dysfunktional sind und schließlich selbst ein Papagei ein phänomenales Gedächtnis hat, wird turāṯ, Erbe, etwa als Fülle der Islamischen Erfahrung (the entirety of the. Islamic experience (10)) wiedergegeben. Hasan Hanafi, der die Pluralität (Rechtsspaltung) der Zivilisationen fordernde ägyptische Geschichtsphilosoph, umschreibt den Turathbegriff als sozial engagiertes Verbundensein mit den eigenen kulturellen Wurzeln (the connection of the own cultural roots with striving for a new, better modern trend conception (11)).

Der Islam könne oder müsse politisch links stehen, meinte Hasan Hanafi (siehe Sägefisch 176) allen Ernstes, und dozierte über »Die Aktualität eines ‘linken Islam’«. Schariarichter Hanafi aus Kairo erlangte 1966 an der Pariser Sorbonne einen Doktorgrad, arbeitete als Gastprofessor 1969 in Toulouse und 1970 in Louvain, hatte zwischen 1971 und 1975 eine amerikanische Gastprofessur in Philadelphia inne. Dann wirkte er zwei Jahre lang in Sudans Hauptstadt (University of Khartoum, 1976-1977), woraufhin er die Zeit der iranischen Revolution an der University of Kuwait (1979) verbrachte, um drei Jahre später nach Marokko zu übersiedeln (University of Fes, 1982-1984). Vier Jahre lehrte der Ägypter in Japan (University of Tokyo, 1984-1985, als wissenschaftlicher Berater an der United Nations University in Tokyo 1985-1987). Im Jahre 1988 kehrte Hanafi an die Kairoer Universität zurück (12)).

Zu den Unterzeichnern von »Ein gemeinsames Wort zwischen uns und euch« gehört auch Hasan Hanafi (13), der 2008 an der Uni Frankfurt (Möglichkeiten und Grenzen eines europäischen Islam) sprechen durfte (14). Auf dem Welthistorikertreffen in der spanischen Hauptstadt attestierte Hanafi Europa eine schwere Krise und Orientierungslosigkeit, als Lösung schlug er mehr Islam vor. Bassam Tibi widersprach (15).

Der zweite Kernbegriff in al-Bishris Denken ist an-Nahḍa, Wiederauferstehung (anglisiert nahda, awakening, renaissance).

Aus Tunesien etwa kennen wir die gleichnamige, den Muslimbrüdern entsprungene Bewegung Ennahda, die vom bisweilen arbeiterbewegt oder demokratisch tuenden Rachid al-Ghannouchi (Rāšid al-Ġannūšī) geführt wurde.

Ghannouchi stand der international tätigen, aus Pakistan stammenden Tablighi Jamaat (TJ) nahe, bewunderte die HAMAS, wird von dieser als Theoretiker sehr geschätzt, saß in den Achtzigern im Gefängnis und wurde Tode verurteilt. In die USA darf der Islamist nicht einreisen. Die Welle der Jasminrevolution (Revolution in Tunesien 2010/2011) ausnutzend, lebt „Scheich Ghannouchi“ erst seit dem 30.01.2011 wieder in seiner Heimat. Seit dem Jahr des Mauerfalls 1989 hatte der Sohn eines Imam, Philosophiestudent in Europa, Kämpfer gegen die Verwestlichung Tunesiens und „islamistische Demokrat, a Democrat within Islamism“ (so Azzam Tamimi, Direktor des britischen Institute of Islamic Political Thought (16)) sein Leben im Exil in London verbringen müssen.

Die Parteigänger der Nahḍa, was wörtlich Hinaufbringen oder Aufstehen heißt und mit Islamischer Wiedergeburt oder Islamischer Renaissance wiedergegeben wird, die „Nahdisten“ stehen in der Tradition der so genannten Islamreformer (Islamrevolutionäre) al-Afġānī (1838-1897) und ʿAbduh (1849-1905). Keineswegs haben die globalen Muslimbrüder die Nahḍa-Konzeption missverstanden, nach der sie ihren dschihadistischen tunesischen Zweig benennen ließen.

Zum Hütchenspiel von Allahs Revolutionären gehört es, auf christliche Nahdisten hinzuweisen oder sich von den hanbalitischen bzw. „wahhabitischen“ und damit irgendwie störenden Ideologen der „Salafisten“, etwa Rašīd Riḍā (1865-1935, ab 1898 Herausgeber der einflussreichen radikalislamischen Zeitschrift und Fatwa-Quelle al-Manār) zu distanzieren und die eigene geistige Nähe zu den „guten Islamisten“ wie ʿAlī ʿAbd ar-Rāziq (1888-1966) zu betonen.

Das Denken des Letztgenannten fordert angeblich die Trennung von Staat und Islam, eher jedoch die schariabasierte Demokratie und ganz genau die schariatreue Gesellschaft auch ohne einen Kalifen. Proislamisten aus Presse (Patrick Bahners: „Warum soll es ein Elternrecht darauf geben, dass eine muslimische Lehrerin nicht als Muslimin erkennbar ist?“) und Kirche (Werner Höbsch: „60 Prozent der Scharia sind grundrechtsverträglich“) werden sich bemühen, Tariq al-Bishri mitsamt den ägyptischen Muslimbrüdern in der Nachfolge dieses „guten“ Nahdismus zu sehen, einer koranbasierten Wiedergeburt, die natürlich keine andere Scharia wollen kann als Rašīd Riḍā.

Islamoptimist Bahners meint zu den Protesten in Ägypten und zum frommen Verfassungsmacher:

„Daraus können zivile Verhältnisse mit Rechtsschutz für Andersgläubige entstehen. Wenn sich die Menschen dort auf die Scharia berufen, kann es ja auch heißen, dass sie sich einen Staat wünschen, der in Übereinstimmung mit Gottes Geboten die Gesetze macht. Aber natürlich müssen diese Gesetze auf dem Wege politischer Willensbildung entstehen. Der Rechtsphilosoph Tarik al-Bischri, der zum Vorsitzenden der Kommission für die Überarbeitung der ägyptischen Verfassung berufen worden ist, wirbt für die Religionsfreiheit als islamische Tradition, die es wiederzuentdecken gelte. Eine islamische Demokratie muss kein Ding der Unmöglichkeit sein (17).“

Werner Höbsch gefährdet mit seiner Forderung: „Die Leute, die Tür an Tür leben, sollen sich im gemeinsamen Handeln kennenlernen und sich gegenseitig als Christen und Muslime wahrnehmen (18)“ die freiheitliche Demokratie, denn nicht Staatsbürger sollen sich künftig wahrnehmen, so will es der Kölner Theologe, sondern Angehörige einer milla (türk. millet), eines Religionsvolks.

Jeder Aufspaltung der Stadtbevölkerung und Staatsbevölkerung in „Christen und Muslime“ (Höbsch) haben wir entgegen zu treten, weil wir wissen, wie die ethnoreligiöse Zerlegung des indischen Subkontinents begonnen hat und weil wir kein westeuropäisches Land der Reinen (so die Wortbedeutung von Pākistān) brauchen. Bevölkerungsspalter Werner Höbsch („Ich als Westler“) jedoch brüllt zuckersüß nach mehr „Dialog“ zwischen Euro-Nation of Islam und klerusgeführter abendländischer Christenheit. Im persönlichen Gespräch nimmt der Leiter des Referats Dialog und Verkündigung im Erzbistum Köln zur Kenntnis, dass die Muslim Brotherhood innerhalb des Salafismus entstanden ist, besteht aber darauf, dass es heute demokratiefähige, fortschrittliche Muslimbrüder gibt.

Über den beiden Netzwerken Jugendbewegung („Jugend“) des 6. April, Šabāb 6 Aprīl, Gründer war der Streikorganisator vom April 2008, Aḥmed Māher, und We are all Khaled Saeed, benannt nach Ḫālid Saʿīd (19), dem jungen Internet-Nutzer, der am 06.06.2010 in Alexandria von der ägyptischen Geheimpolizei totgeschlagen und totgetreten worden war, trug zu Beginn des Jahres 2011 ein breites ägyptisches Bündnis die Revolte gegen die Regierung von Hosni Mubarak.

Von der seit Wochen Akademiker und Arbeiter, Studenten und Arbeitslose, Muslime und Christen, Säkulare und Religiöse. Männer und Frauen vereinenden, also erfreulich heterogenen Protestbewegung mit ihren vielleicht zahlreichen Sympathisanten von Mohammed el-Baradeis „Nationaler Bewegung für Veränderung“, Muḥammad Muṣṭafa al-Barādaʿī ist der leicht proiranisch denkende Fachmann für globale Atomsicherheit (Friedensnobelpreis 2008), war der 25. Januar zum Tag des Zorns (Day of rage, yaumu ʾl-ġaḍab, Yawm el-Ghadab) ausgerufen worden.

Die bekümmerte Muslimbruderschaft begann an die Zukunft (des Kalifats) zu denken und erklärte sich unverzüglich zum Teil der Protestwelle (20).

Liberale Weltbürger wünschen dem Land am Nil ein säkulares System, das die diskriminierenden Gesetze Allahs endlich aus dem ägyptischen Familienrecht verbannt und Artikel 2 abschafft. Das ist mit gnädigen Verfassungzusätzen (amendments (21)) nicht zu erreichen, sondern bedarf einer neuen Verfassung für Ägypten.

Der langjährige Chef der Internationalen Atomenergiebehörde nämlich steht der Scharia nicht so fern, wie man in Nordamerika und Europa vielfach so gerne glauben möchte. El-Baradei hält das koranbasierte Schura-Modell für vorbildlich („Der Herrscher muss durch Konsultation regieren“) und will die angeblich inzwischen friedfertigen Muslimbrüder fest in die Regierung integrieren („man muss sie viel mehr einbeziehen“ (22)).

Deutschland verlieh am 03.03.2010 dem bekennenden MB-Integrierer und Parteigänger der Islamischen Beratungstechnik das Bundesverdienstkreuz (23). Vielleicht ein unbeabsichtigt gewähltes Tagesdatum.

Der dritte März ist ein bemerkenswerter Tag, an ihm stellte der 101. Kalif und das 37. Herrscher der osmanischen Dynastie, Abdülmecit II., seine irdische Arbeit ein. Damit endete im Jahre 1924 die aus islamischer Sicht einzig sittlich zu nennende Weise der Staatsführung, und vielleicht möchte Ordensverleiher Horst Köhler, für den der Islam eine „im Kern friedliche Religion“ ist, Ägypten und der Türkei ermöglichen, die vor der Hölle rettende Regierungsform, das Kalifat, wiederaufleben zu lassen. Abdülmecit II. verstarb 1944 in Paris (16. Arrondissement) und wurde in der „aufleuchtenden“ (al-munawwara, the radiant city) Stadt Medina bestattet.

Nach achtzehn Tagen des Aufruhrs trat der 82jährige Staatspräsident Ḥusnī Mubārak am 11.02.2011 zurück (24). Ein Gremium der Streitkräfte, das Military Council (25), übernahm kommissarisch die Führung des 71 Millionen Einwohner umfassenden Staates (26).

Dass dieser Umsturz in den nächsten Monaten keine derartig schrecklichen Folgen hat wie der iranische des Jahres 1979, die Errichtung eines islamischen Gottesstaates, mag man sich selbst und allen Ägyptern wünschen. Hoffentlich ist der Mehrheit der Ägypter plausibel, die Lobbyisten der entfesselten Scharia vom Regieren fern zu halten und einen säkularen Parlamentarismus aufzubauen.

Dass die 1928 gegründete Muslimbruderschaft, im Gazastreifen firmiert sie als Hamas, auch in ihrem Stammland am Nil die Souveränität Allahs anstrebt, das Kalifat, wird von Europas Politikern kraftvoll verdrängt.

Dabei hat der fleißige Muslimbruder Abu al-Ula Madi (Abul `Ula Madi, Abu Elela Mady (27)) im Jahre 1996 eigens die Partei WASAṬ („Mitte, Zentrum“, http://www.alshaab.com/) gegründet. Die Partei will Scharia und Bürgerrechte aussöhnen. Vom Bürgerbegriff wird allerdings nicht viel übrig bleiben, denn die Verfassung soll islamzentriert neu geschrieben werden (Rewriting the Constitution to highlight the centrality of Islam as a reference point), was Tariq al-Bishri ja vielleicht gerade ausführt. Die Wasaṭ hat zudem, was nichts Gutes für Kopten und Frauen verheißt und auf schulische Islampropaganda und religionspolizeilich durchgesetzte „Entwestlichung“ hinauslaufen mag, die „erneuerte Stabilisierung der sozialen und moralischen Eigenschaften der Arabisch-Islamischen Zivilisation (28)“ in ihr Programm geschrieben.

In der ebenfalls WASAṬ-programmatisch erhobenen Forderung nach „Unterstützung zur Lösung der palästinensischen Frage“ und „Liberating the occupied lands of Palestine, Iraq, and Afghanistan“ gibt es ein Israel nicht einmal dem Wort nach: Das ist Kitman, die Kunst des Übergehens, der rhetorischen Auslassung: Der Kundige mag zwischen den Zeilen lesen, das Israel nicht lediglich aus der Welt der Sprache verschwinden soll.

Nach Yaaqov Lappin vom 02.01.2011 wünsche sich der hochrangige Muslimbruder Muhammad Ghannem die Vorbereitung eines Krieges gegen Israel (29). Kenner der Muslimbruderschaft identifizieren den Herrn mit Mohammad Ghanem, der von London aus arbeitet (30). Außerhalb Ägyptens fordern radikalislamische Gruppen das ägyptische Kalifat (31).

Den Namen Tariq al-Bishri hören viele Europäer in diesen Tagen zum ersten Mal.

Wer in Ägypten als Jurist und Richter tätig war und überdies, wie Ṭāriq ʿAbd al-Fatāḥ Salīm al-Bišrī, Sohn eines Vaters ist, ʿAbd al-Fatāḥ al-Bišrī, welcher der Vorsitzende des Appellationsgerichtshofes bzw. Kassationshofes (Court of Appeal, Court of Cassation) war, und eines Großvaters, Salīm al-Bišrī, der elf Jahre lang als Scheich an der Jahrhunderte alten Scharialehrstätte al-Azhar arbeitete (32), kennt den Islam und weiß, worauf dessen Recht beruht, auf der unbedingt gewaltbereiten Herabsetzung der Nichtmuslime und Frauen, und was das Ziel korantreuer Lebensweise ist, die Rettung der Seele der sich islamisch korrekt (schariatreu) verhaltenden Erdenbewohner.

Tariq al-Bishri ist einer der ranghöchsten Ideengeber der fünfzehn Jahre alten Wasaṭ-Partei, die wir als Werkzeug einer ebenso einheitlichen wie radikal gebliebenen globalen Muslimbruderschaft (MB) ansehen sollten. Deutsche Islamversteher allerdings bitten die Weltöffentlichkeit flehentlich, der irgendwie menschenfreundlich gewordenen MB doch endlich eine Chance auf ägyptische Mitgestaltung zu geben. Jürgen Stryjak beispielsweisweise drängte uns bereits vor sieben Jahren:

„Die Furcht davor, dass über Parteien wie Al-Wasat undemokratisches islamistisches Gedankengut eine politische Bühne erhält, mag die Entscheidung negativ beeinflussen, aber ob diese Furcht tatsächlich gerechtfertigt ist, wird man erst erfahren können, wenn sich Al-Wasat im politischen Alltag, öffentlich und transparent, bewähren kann (33).“

Bewährungshelfer Stryjak sozusagen.

Durch den am 11.02.2011, am Tage des Rücktritts Hosni Mubaraks, begründeten und aus 18 Offizieren bestehenden Militärrat (Supreme Council of the Armed Forces, kurz Military Council) berufen, schreibt Parteiführer Tariq al-Bishri, den Thomas Bauer auf der Seite SAWTUNA (Uni Münster) am 16.02.2011 begeistert als einen Islamdemokraten betitelt (34), seit dem 15. Februar 2011 an der künftigen Verfassung des Staates Ägypten.

Jurist al-Bishri will Schariagesetz und Demokratie versöhnen – sagt er.

Man mag sich daran erinnern (35), dass der späte Maududi das Kalifat einmal als die einzig wahre Demokratie benannte und dass der Parteiname, anglisiert bzw. eingedeutscht Wasat, eine Chiffre ist, die auf ein Geschenk des Himmels, auf das wohlaustarierte We made of you an Ummah justly balanced (Koran 3:110, Thus have We made of you a community justly balanced) hinweist bzw. auf die berüchtigte Wasatiyya.

Wasaṭīya, „Mittigkeit“ (36) meint die Ferne zu jeglichem Extremismus, wie uns die glaubensbewegten Radikalen versichern.

Scharialobbyismus (Islampolitik) als „mittig, ausgewogen“ darzustellen, bedeutet dabei seit den Tagen Mohammeds nichts anderes, als den Säkularen als Exzentriker oder Extremisten zu erkennen und ihn entsprechend brutal (islamisch sozial) zur Ordnung (an-niẓām) zu rufen. Die Muslimbrüder zwischen Hasan al-Banna, Sayyid Qutb und Yusuf al-Qaradawi hatten den Islam dabei zu keiner Zeit falsch verstanden, auch wenn die von der in Deutschland verbotenen, weltweit tätigen Islamstaatbewegung Hizb-ut-Tahrir gestaltete Seite »DAS KALIFAT: Die Erlösung für alle Muslime« betonen möchte, Wasatiyya sei ein neuartiger und unislamischer Begriff schlampig gewordener Muslimbrüder und anderer Salafisten, der zur Kompromissbereitschaft mit den Gottlosen ermuntere (37).

Noch am 12.02.2011 rief die Hizb-ut-Tahrir den Kairoer Militärrat dazu auf, in Ägypten nach Allahs Gesetz Recht zu sprechen und (damit) das Kalifat zu errichten (38). Keck schlüpft die HuT damit in die Rolle des 1966 durch den ägyptischen Staat hingerichteten Saiyid Quṭb, des Chefideologen der Muslim Brotherhood, für dessen Vorstellung von Staat, Frau und Dhimmi (noch) nicht so offen geworben werden kann, weder in Berlin (HuT) noch in Kairo (al-Bishri).

Unter der Führung des palästinensischen HuT-Führers Salih Sirriya drangen im April 1974 knapp hundert Milizionäre dieser 1953 von Taqī ad-Dīn an-Nabhānī in Ost-Jerusalem gegründeten Partei „der Befreiung“ (at-taḥrīr) in die Technische Militärakademie Heliopolis ein (39), um Waffen zu klauen und Präsident Sadat zu stürzen. 11 Milizionäre wurden dabei getötet, die HuT ist seither in Ägypten verboten. Sirriya wurde 1976 hingerichtet. Es gibt Verbindungen zwischen HuT und der terrornahen North London Mosque Finsbury Park, die al-Qaida-Planer Abu Musab az-Zarqawi und Chalid Scheich Mohammed sollen zeitweise bei der HuT gewesen sein (40).

Mehr als 25 Bücher verfasste Schariafreund und Jurist Tariq al-Bishri zu den Themen Islam, Koptentum, Nasserismus, Demokratie, Justiz und Säkularität (41), kein einziges davon ist bislang ins Englische (42) oder gar ins Deutsche übersetzt worden. Dieses Dunkelfeld hielt den amtierenden Islamverherrlicher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Patrick Bahners (in: DER SPIEGEL 08/2011) im Gespräch mit der überzeugend argumentierenden Soziologin Necla Kelek nicht davon ab, Tariq al-Bishri als Hoffnungsträger für einen demokratiefähigen Islam zu erklären (43).

Bislang scheint das Denken des Tariq al-Bishri nur von Anthony Gorman (Historians, state and politics in the twentieth century of Egypt. Contesting the nation, Abingdon 2003) und Roel Meijer (44) (History, authenticity and politics: Tariq al-Bishri’s interpretation of modern Egyptian history, Amsterdam 1989) erkundet worden zu sein.

Wer ist der Mann, der jetzt die Staatsverfassung umschreibt, ein Islamdemokrat, wie es heißt, was Deutsche an das Wort Christdemokrat erinnern muss? Hätten wir mit einem vom Geschichtstheoretiker und losen Sympathisanten der Muslimbrüder Tariq al-Bishri geprägten ägyptischen Staat mehr Kalifat oder weniger Kalifat zu erwarten, wachsende bürgerliche Freiheiten oder ansteigende Islamische Revolution?

Nach Tariq al-Bishri hatten Machthaber und Intellektuelle des Orients des Neunzehnten Jahrhunderts ihr Augenmerk einseitig auf das Erringen der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit von den herandringenden Kolonialmächten gelegt und dabei versäumt, auf ihr kulturelles Anderssein zu achten. Echte Unabhängigkeit jedoch sei ohne geistige Abnabelung vom Westen nicht zu erreichen, und für den Orient habe jede Autonomie eine Islamische Autonomie zu sein.

Die Auseinandersetzung zwischen Heil und Unheil, Licht und Finsternis, den auch Ägypten siegreich zu bewältigen habe, sei der Kampf zwischen Außen und Innen, al-Bishri nennt es: Zwischen al-wāfid und al-mawrūṯ, zwischen dem Eingedrungenen und dem Ererbten. Wenn vielleicht der Westen auch keine Art spiritueller Kriegsführung betreibe, so laufe doch ein in kultureller Hörigkeit befangener Orient der Identität des Okzidents hinterher.

Wāfid ist all das, was den Muslim von seinen Wurzeln entfremde und auf Dauer fernhalte. Wer ein authentischer Muslim sein möchte, wird kulturell nach innen orientiert leben und den wāfid erfolgreich zurückdrängen müssen.

Erst sehr spät, wie Tariq al-Bishri bedauert, hat er die Außerkraftsetzung der Scharia, das zerstörerische „entfremdende Herankommen“ (al-wāfid) des säkularen Rechts als Hauptbedrohung für das ägyptische „Erbe“ (al-mawrūṯ) sehen können.

Wie Anthony Gorman (2003) berichtet, gesteht Allahs Jurist:

„Erst jetzt beginne ich zu erkennen, was ich in den Sechziger Jahren, als ich gerade dieses Buch erstellt habe, nicht zu verstehen in der Lage gewesen war, und zwar, dass es grundlegende und bedeutsame Grenzziehungen in der sozialen und politischen Landkarte des Ägyptens des vergangenen Jahrhunderts gibt. Dazu gehört, dass Ägypten in Geschichtsverlauf und gesellschaftlicher Veränderung, zu welcher Zeit auch immer, nicht lediglich durch den Kampf zwischen Patrioten und Imperialisten gekennzeichnet war oder lediglich durch die Kämpfe zwischen sozialen Klassen verschiedener Interessenlage, sondern ebenso bestimmt war durch den geistigen Kampf zwischen al-wāfid und al-mawrūṯ (45).“

Weil dein Wohlergehen in der āḫira, im Jenseits, sich vorbereitend bereits in der dunyā, im irdischen Bereich der charakterlichen und sozialen Bewährung vollzieht und abzeichnet und weil die gelingende Annäherung (at-taqarrub, zu: qārib, nahe) an die Gottheit der unübertreffliche Sinn des Daseins eines sittlichen Menschen (muslim) ist, ist eine persönliche Entscheidung im Kraftfeld des Dualismus von »al-wāfid wa ʾl-mawrūṯ« so sehr freiwillig, so frei, wie die Entscheidung zwischen Prügelempfang und Privileg, Bespucktwerden und Herrschen, Höllenflamme und Paradiesgarten.

Tariq al-Bishris zutiefst xenophobe Lehre vom bedrohlichen Fremdartigen und heilsamen Ureigenen (al-wāfid wa ʾl-mawrūṯ, that wich comes from the outside versus the Islamic heritage or the indigenious) ist nichts als die identitätspolitische Variante von abscheulich und aufzusuchend (barā wa ʾl-walāʾa), hassenswert und liebenswert. Sie entspricht ferner dem geopolitisch „differenzierenden“ Feindesland und Scharialand (Dāru &#;702l-Islām wa Dāru ʾl-Ḥarb), beziehungsweise, kosmologisch-mythisch, Böse und Gut, Iblīs und Allāh.

Derartig dient Tariq al-Bishris Kampf um die muslimische Identität der fortgeführten Verweigerung der Gleichberechtigung der Nichtmuslime und der Frauen, ein Kulturkrieg, ein kultureller Dschihad, der aus Sicht der Scharialobby auch für Nordamerika und Europa eine „alternative“ Konzeption der Menschenrechte alternativlos macht (vgl. den Buchtitel von Murad Wilfried Hofmann: Der Islam als Alternative, analysiert bei Sägefisch 144 (46)).

Scharia ist wenn es kein Entrinnen gibt. An der Ausweglosigkeit führt kein Weg vorbei.

In geschmeidiger bis glitschiger, Taqīya-konform verlogener Weise integriert al-Bishri, ohne das Islamische Recht anzutasten, großmütig bis großspurig die Kopten ebenso unter Ägyptens al-mawrūṯ wie den antikolonialistisch-patriotischen und säkularistischen Wafd (Wafd-Partei, 1922-1952, dann wieder ab 1983, www.alwafd.org), was ihm in den USA und Europa den Ruf eines fürsorglichen Anwalts der Christen eingebracht hat. Seine Anwaltschaft allerdings geht über das von der Dhimma gesetzte Maß vermutlich gar nicht hinaus.

Von Kairo nach Berlin: Ohnehin dürfen wir jedes Berücksichtigen religiöser Zugehörigkeit als Schritt in Richtung Rechtsspaltung (gegenkulturelle Untergrundscharia als Provisorium, herrschaftlich aktivierte Scharia als Dhimma und Ideal) verstehen.

Jegliche Registrierung der Religionszugehörigkeit sollten staatliche Stellen gar nicht erst vornehmen (dürfen). Um den archaisch-großfamiliären („Tradition“) oder himmlisch-ewigen („Religion“) Gruppenzwang zumal der muslimisch geprägten, sicherlich etliche heimliche Ex-Muslime beinhaltenden Milieus abzumildern, sollten religiöse Eheschließungen nicht staatlich anerkannt werden. Die verpflichtende standesamtliche Voraustrauung ist wieder einzuführen. Die religiösen Eheschließungen, wie derzeit in Deutschland üblich (legal), staatlicherseits nicht zu behandeln, zu ignorieren (als belanglos zu bewerten), ist auch eine Möglichkeit, wenn man andernorts endlich den Mut finden würde, vor der kulturrassistischen und frauenfeindlichen familienrechtlichen Scharia zu warnen.

Die Wichtigkeit, die Religionszugehörigkeit aus allen offiziellen Dokumenten fern zu halten, betonte 2010 die säkulare Juna vom Blog irgendwie jüdisch: „Vor einiger Zeit ging es rund in jüdischen Kreisen, die quasi verpflichtende Sichtbarmachung der Religion via Lohnsteuerkarte (47).“

Die Kopten soll al-Bishri schon mal als Staat im Staat beschimpft und Christen in islamrechtlich zulässiger Manier als Nicht-Staatsbürger (non-citizens) verächtlich gemacht haben, weiß die von Tilman Zülch (48) im Jahre 1970 anlässlich des Einsatzes für die Opfer des nigerianischen Biafra-Krieges (1968) mitbegründete Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

GfbV meldet: »’Wir wollen gleiche Rechte für alle Bürgerinnen und Bürger’, erklärten Demonstranten. Bislang betont Artikel 2 der Verfassung, dass der Islam Staatsreligion in Ägypten ist und dass die Scharia, das traditionelle muslimische Recht, die bedeutendste Rechtsgrundlage des Landes zu sein hat. „Wir haben in den letzten Wochen dafür gekämpft, dass Ägypten nicht mehr eine Staatsreligion hat, sondern ein weltlicher Staat wird, der seinen Bürgern nicht die Religion vorschreibt“, erklärte ein Kopte (49).«

Roel Meijer (Seite 2) betonte bereits 1989, dass Tariq al-Bishri die Ägypter auf ein gemeinsam getragenes Konzept der Vergangenheit zu verpflichten trachtet, aus dem sich für die Gegenwart politische Übereinstimmung herleiten lasse. Dass mit dem bei Roel genannten „a common concept of the past“ nicht nur das ägyptische Neunzehnte oder frühe Zwanzigste Jahrhundert, sondern letztlich immer das Modell von Medina gemeint ist, müsste jedem klar sein, der sich ein wenig mit dem Islam beschäftigt hat.

Nur ein einziges Mal in der Geschichte der Menschheit ist das System der Vollkommenheit des Zusammenlebens gelehrt und gelebt worden, alle heutige Prägung von Politik hat dem absoluten Original an Staat und Gesellschaftsordnung nachzufolgen, Allahs sozialer Schablone.

Ägyptens Verfassung wird dieser am Medina-Modell verhafteten Entwicklungsverweigerung leider bereits gerecht: Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).

Alles, was nicht medinensisch ist (622-855 n. Chr.), kann nicht sozial sein.

Sich sozialistisch oder jedenfalls sozialaktivistisch gebärdend, gelingt es al-Bishri bis heute, den Säkularen etwa des Wafd das Etikett von Egoisten und Reaktionären anzukleben und die Islamisierer Ägyptens als fürsorglich und progressiv darzustellen. Den Muslimbrüdern warf er 1985 allerdings vor, ein konzeptloser Missionsverein zu sein, eine schwärmerische Sufi-Tariqa, ein Sportclub und Wirtschaftsunternehmen (a sufi tarîqa … an athletic club, Seite 11), sie hätten das, worauf es ankäme, nämlich den Entwurf eines niẓām islāmī, eines Islamischen Systems, und das Aufzeigen des Weges dorthin, nicht fertig gebracht.

Nicht unbescheiden deutet Tariq al-Bishri damit an, derlei Staatstheorie persönlich fabrizieren zu können, was er heute, ein Vierteljahrhundert später, leider im Staatsauftrag unter Beweis stellen darf. Den fleißigen, aber konzeptlosen Muslimbrüdern hat der Denker offensichtlich inzwischen verziehen.

Die am 10.12.1948 gefundenen Standards der universellen Menschenrechte sind dem Erklärer Ägyptens jüngerer Geschichte nicht wichtig. Der bekannte Blogger Wael Abbas bedauert, dass ausgerechnet der weltweit als „a moderate Islamist“ gelobte Tariq al-Bishri für die Führung der verfassungsvorbereitenden Arbeitsgruppe eingesetzt worden ist und stellt klar: „So etwas wie einen moderaten Islamisten gibt es nicht (50).“

Der von keinem anderen als von Tariq al-Bishri zusammen gestellten Arbeitsgruppe gehören auch ein Kopte (Jurist) und ein Muslimbruder (ehemals Parlamentarier) an, sie besteht ausschließlich aus Männern.

Blogger Waʿīl ʿAbbās (misrdigital.com), der sich auch für Ägyptens Nichtmuslime stark macht, unterstützt einen Wegfall von Artikel 2 der Verfassung, der den Islam als Staatsreligion und die Scharia als Hauptquelle der Rechtsfindung festschreibt, und warnt:

„Islamisten am Komitee zu beteiligen, ist dazu nicht gerade hilfreich … Wir wollen Gleichheit für alle Ägypter, damit auch für Christen, Juden, Bahais und für alle, die sich als Atheisten verstehen. Es scheint eine heimliche Abmachung zwischen Militärrat und Muslimbruderschaft zu geben.“

Beim Dänisch-Ägyptischen Dialoginstitut schreibt Ethar Shalaby zur Lage in Kairo: „Etliche Kopten Ägyptens sind sehr unzufrieden darüber, dass Sobhi Saleh zum Komitee gehört, ein hochrangiger Muslimbruder, und dass das Aufsichtsgremium von Tariq al-Bishri geführt wird, der für sein Befördern der Islamischen Ideologie bekannt ist.“

Shalaby zitiert Kirchenvertreter und Rechtsanwalt Naguib Gabraeel: „Es ist eine Katastrophe, jetzt ein Komitee zu haben, dem al-Bishri vorsteht und das einen Rechtsanwalt der Muslimbruderschaft zum Mitglied hat. … Die gesamte Kirche ist in höchstem Maße erzürnt über dieses Komitee. Wir wissen, dass Menschenrechtsaktivisten einen Protestzug zum Militärrat unternehmen werden, um ihrer Ablehnung Ausdruck zu verleihen, dass die Bruderschaft im Komitee integriert ist (51).“

Religionstheoretisch differenziert, wie man bei Roel Meijer (Seite 31) erfährt, Jurist al-Bishri zwischen zwei Formen, den Islam zu leben: Zwischen einem kreativen Ergreifen des Idtschihad, der auf eine permanente Aktualisierung und Realisierung der ewigen, gottgeschaffenen Scharia zielt, einerseits, und zum anderen zwischen der verstaubten Wiederholung in der Manier der Scholastiker, die den Islam der letzten Jahrhunderte konservieren wollen und ihn vom eigentlichen Leben fern halten werden (52).

Die Nestwärme der Bewegung oder auch Hitze der Revolte wird von al-Bishri mit der eiskalten, trockenen, lebensfeindlichen Gelehrsamkeit kontrastiert: Hier seht ihr die Vitalität einer sozialen Revolution, dort die Wirkungslosigkeit der Bücherschränke der Azhar. Was wie ein Aufgreifen des Denkens von al-Maududi oder Sayyid Qutb klingt, vermag al-Bishri indessen bei den zweifelsohne revolutionären Muslimbrüdern nicht pauschal vorzufinden, insbesondere mangele es der Bruderschaft an taʿāmul, koranbasiertem Modus vivendi. Vielleicht sieht der 77 Jahre alte Rechtsfachmann seine Chance, Ägypten diese Alltagstauglichkeit und Anschlussfähigkeit des islamischen Lebensstils zu vermitteln.

Taʾāmul, Islamausbreitung als soziale Interaktion im Hier und Heute.

Ob sich Tariq al-Bishri als muğtahid versteht, als jemand, der den iğtihād praktizieren kann? Die Sehnsucht nach einer Wiederöffnung der vermutlich für alle Sunniten, auch ihre Gelehrten (ʿulamāʾ, sg. ʿālim), etwa seit der Zeit von Abu Hamid al-Ghazali († 1111) verschlossenen „Tore des Idschtihad“ wabert durch viele gegenmoderne Milieus und wird zumeist mit der berüchtigten „Flexibilität der Scharia“ (a great deal of flexibility within Islam’s normative framework) gemeinsam abgepackt und vertrieben.

Wie der Amerikaner Abu Talut schwärmte: „Alle, die sich al-islām widersetzen, bewerten ihn als einen Anachronismus, als einen Dinosaurier, der sich an die sich rasch wandelnde, hoch technisierte heutige Welt nicht anpassen könne. Nichts ist von der Wahrheit weiter entfern! Tatsächlich liegt doch gerade die Schönheit der Scharia von al-islām in ihrer Flexibilität. Die Scharia ist ein Rahmenplan (framework), der für alle Zeiten, Orte und Menschen gültig ist (53).“ Hinter dem Kampfnamen steht Sulaiman A. Dawood, ein Vietnam-Kriegsveteran und Funktionär der Muslims of the Americas.

Wie schrecklich, so wusste es bereits Sayyid Qutb, wenn die wesensgemäß lebendig-flüssige Scharia versteinert, gefriert: „es bleibt historische und religiöse Pflicht, das Islamische Denken vor jeglicher Beschädigung zu retten, und damit vor allem vor der Rigidität des Geistes (mental rigidity, jumûd ‘aqlî).“

Den reaktionären, klassisch orientierten islamischen Gelehrten überlassen, so predigen die globalen Salafisten, drohe der Islam für alle Zeit ins gesellschaftliche Abseits zu geraten: „Statt ein Bestandteil der Vorwärtsbewegung und Ausdehnung zu werden, wird der Glaube in einen Bestandteil der Starrheit (element of rigidity, ʿunṣur ǧumūd, zu ʿunṣur, Element, Faktor, pl. ʿanāṣir, und: Dschumud, Starrheit (54)) umgeformt (55).“

Das Gegenteil von ǧumūd, Bewegungslosigkeit, ist ṭurf, Extremismus (vgl. mutaṭarrif, Extremist). Beide Begriffe sind Bestandteil im (anglisierten) Titel Al-sahwah al-islamiah baina al-gumud wa at-tataruf, The Islamic Renaissance [aṣ-ṣaḥwa, „Erwachen“, awakening] between Inflexibility and Extremism, Autor ist Yusuf al-Qaradawi (1982), und umrahmen die angebliche Menschenfreundlichkeit und seelische Harmonie schariabasierter Politik. Das ist die ab Werk eingebaute Absolution, die automatisierte Unschuldigkeit, die wir im oben genannten Bild von Zentrum (wasaṭ) und Mittigkeit (wasaṭīya) vorgefunden haben.

Zauberhafte Zeiten brächen mit dieser reaktivierten Scharia an, unablässiger Fortschritt und lustvolle politische Entwicklung (engendering continuous progress and development in all spheres of life) würden Faulheit und Stillstand (inertia and stagnation) beenden, wie Muhammad Y. Faruqi (International Islamic University Malaysia, IIUM) uns versichert (56).

Skeptiker werden die Aufnahme des Idschtihad, etymologisch ohnehin über ğ-h-d mit Dschihad verwandt, allerdings wohl eher als das verstehen, was in Deutschland Machtergreifung hieß.

Den schariastaatlichen Entwürfen eines al-Maudidu oder Ayatollah Chomeini mangelt es ja vielleicht an „Flexibilität“, und so stellte sich auch für Tariq al-Bishri vor einem Vierteljahrhundert die (in der Šaʿb am: 14.07.1987, Seite 6 (57)) ausführlich erörterte Frage nach der Verstaatlichung der Seelenrettung am Vorbild der rašidūn (Stellvertreter Allahs), der geheiligten Führer der Rechtleitung erhaltenden Urgemeinde: Sollte denn die Scharia nach der Ära der rechtgeleiteten Kalifen verschwunden sein? Has the Shari’a Disappeared After the Era of the Rightly Guided Caliph?

Eine Frage, die von einem (nichtsäkularen) Muslim gehörig zu beantworten, nämlich empört zu verneinen ist. Da ist doch mehr drin, will der fromme Jurist uns sagen, und uns zur allumfassenden (totalitären) Wiederbelebung des Islamischen Rechts ermuntern. Das war 1987. In den Achtziger Jahren (unter Chefredakteur ‘Adil Hussein) hatte aš-Šaʿb, die seither sozialistisch-islamistisch zu nennende Wochenzeitung der 1978 von Präsident Sadat gegründeten, nachfolgend bereitwillig von der Muslimbruderschaft geprägten Arbeiterpartei, einen allahkratischen Kurs eingeschlagen (58).

1987 ist ein Jahr, an das sich der fromme Betrachter der jüngeren Geschichte Ägyptens und Israels 17 Jahre später genau erinnern kann, wenn es um den paramilitärischen Seelsorger Aḥmad Yāsīn geht, Mitgründer der palästinensischen Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas) und damals seit 32 Jahren Muslimbruder.

Von Kolonialismus zur Religion, von außen nach innen, vom Stillstand zu Bewegung. Gesellschaftstheoretiker al-Bishri:

„Hamas entstand im Jahre 1987 mit der Ersten Intifada. Bis dahin war [im Palästinensergebiet gewissermaßen] alles außen geblieben, als sich nun der Geist des Widerstands (spirit of resistance) in Form der Intifada materialisierte, eine [veritable] Ausprägung Islamischer Bewegung (Islamic current) [verwendet wohl at-taiyār, Bewegung, Trend, Strömung (59)]. In diesem Stadium [jedoch] tauchten Widerstand, Führer und Infrastruktur aufweisende Bewegungen von innen auf, allesamt in einem Islamischen Kontext von Märtyrertum und bewaffnetem Widerstand, um eine Besatzung[smacht] anzugehen, die versuchte, die Palästinenser auszulöschen (to eliminate the Palestinians altogether). Das Herz von all diesem war Scheich Yassin! Aus diesem Grunde erleben wir heute die [wohlwollende und allgemeine] Anerkennung dieses Mannes und dessen, wofür er politisch stand (60).“

Allgemeine Menschenrechte sind Oberfläche, Zerrbild und fremder Spuk, ihr Gegenteil, das warme islamische Gemeinschaftsgefühl, steige bitteschön an und setze Terrorismus blühender Innerlichkeit frei. Die Geschichte des zum Islam berufenen Orients, ob sie terroristisch verläuft oder nicht, unterliegt auch hier dem das Denken von Tariq al-Bishri so typisch kennzeichnenden Dualismus von „außen und innen“, verfremdend und ureigen, al-wāfid wal-mawrūṯ.

Im selben Jahr 1987 gelang der ägyptischen Muslimbruderschaft mit Hilfe der genannten Labor Party der Aufbau eines anlässlich der Parlamentswahl antretenden Bündnisses namens Islamic Alliance, das 65 Sitze erringen konnte (61).

Blicken wir nun in die Gegenwart und auf die andere Seite des Mittelmeeres.

CSU-Chef Hans-Peter Friedrich (kathnet 22.12.2009) findet Islam gut, will einen irgendwie europäisierten Islam und orakelt:

„Das könnte auch ein Weg für die Zukunft sein: Ein Islam mit einem europäischen Gesicht, der dann nichts mehr mit Islamismus zu tun hätte. Ich halte den Islamismus für den größten Feind des Islam.“

Mit solchen Leuten kann die Sonne des Kalifats wieder aufgehen. Friedrichs Amtsantritt (2011) als Bundesinnenminister vollzog sich ahnungsvoll am 03. März.

Staatskirchenrechtler Wolfgang Rüfner meint, einen eher unangenehmen Trend der Straßburger Richter zum Säkularismus entdecken zu können. Daraufhin angesprochen, gab Hans-Peter Friedrich ganz den Abendländer, wie versehentlich nach Maßgabe der schariakonformen indisch-pakistanischen Two-Nation Theory:

„Wir können mitunter einen gegenseitigen Prozess von gesellschaftlicher Entwicklung und Rechtsprechung feststellen. Weniger Menschen bekennen sich offen zum christlichen Glauben und zur christlich-abendländischen Kultur. Das führt dann bedauerlicherweise dazu, dass sich auch bei den Richtern eine Relativierung dieser Werte und den dafür stehenden Symbolen festsetzt. Dieser Prozess gibt Anlass zur Sorge. Deshalb wird es Zeit, dass sich Christen wieder stärker zu ihren gemeinsamen Werten, zu ihren gemeinsamen Fundamenten und zu den Symbolen bekennen, die unsere christlich-abendländische Kultur prägen.“

Der religio-kulturellen Abschottung (dem Dhimma-Kalifat) eines in Christenheit und nation of islam gespaltenen Europas wird Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich damit völlig gerecht, die Deutschen sollen über die Barbarei der Scharia hinwegsehen lernen und, The power of positive thinking, die christlich-islamische Wertekongruenz lobpreisen:

„Wir als Christen müssen keine Angst [vor dem Islam] haben. … Das Bewusstwerden der eigenen geistigen Fundamente und Werte bedeutet nicht automatisch Abgrenzung im Sinne von Polarisieren. Es geht auch um die Entdeckung der eigenen Werte und der Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen. Um das Verbindende, nicht das Trennende – zwischen den Religionen und Überzeugungsgemeinschaften. Dazu muss man aber doch die eigene Identität kennen (62).“

Damit dürfen oder vielmehr müssen die Angehörigen der legalisierten muslimischen Spezies, Irans Theoretiker der Entwestlichung Ali Schariati wäre hoch zufrieden, ihre eigenen „Werte“ haben, die offensichtlich nicht außereuropäisch, nicht „orientalisch“ genug sein können, um die gewünschte Gesamtgesellschaft bzw. Gesamtstaatlichkeit (Deutsche Islam-Konferenz, DIK) überhaupt erst herzustellen.

Die Deutsche Islam-Konferenz scheint die moralisch-sittliche und damit, bald darauf, auch die schariakonforme rechtliche Zerlegung des Staatsvolkes in zwei Religionsvölker anzustreben und bekennt: „Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) wurde als eine gesamtstaatliche Dialogplattform zur Pflege der Beziehungen zwischen dem deutschen Staat und den Muslimen in Deutschland im September 2006 eingerichtet (63).“

Wieder und wieder verwenden Islambeschwichtiger die Worte gesamtstaatlich (DIK; Mathias Rohe) oder gesamtgesellschaftlich (64). Der die DIK bis heute prägende Jurist Rohe weiß, dass Allah im Jenseits und Diesseits auf genau geschiedene Sorten Mensch (Menschensorten) großen Wert legt und meint zur Lage in Kanada:

„Das Familienrecht Kanadas ist teils durch Gesetze der Provinzen, teils durch gesamtstaatliches Recht geregelt.“

Die indisch-pakistanische Zwei-Nationen-Theorie berührend führt der Jurist und islambezogene deutsche Regierungsberater im selben Buch aus: „Bei den Muslimen kam der Wunsch nach Teilung auf, weil sie ihre Interessen an Schutz und Teilhabe im Gesamtstaat nicht hinreichend gewahrt sahen (65).“

Aus einer grenzenlosen Bejahung des angeblichen muslimischen Andersseins wird muslimseitig ein vornehmer Ekel vor dem „Westen“ entsprießen müssen … mitten in unseren Innenstädten und durchaus im Sinne der Muslimbrüder und Millî-Görüş-Bewegten. Eigentlich kann und darf ein deutscher Innenminister einen solchen Vorgang der Segregation nicht wollen.

Gleichnishaft den physikalischen Zustand einer Grenzflächenschicht heranziehend, könnte man bei der islamzentrierten Abkehr vom säkularen Staat von steigender Abhäsion reden, von einem Verlust an Adhäsionskraft und Haftung. Pädagogen und Sozialarbeiter bedauern (hoffentlich) diesen Verlust an Integrationsbereitschaft bzw. Integrationsfähigkeit, Historiker schreiben, etwa über das zuerst politisiert sittliche und alsbald territoriale Herausbrechen Pakistans und Bangladeschs aus dem indischen Subkontinent, von Separatismus und Sezession.

Die ansteigende Apartheid zweier einander abstoßenden Sphären an Weltgefühl und Menschenbild, von zwei Milieus der Sozialisation, wird das sinkend säkulare Europa der Glaubensnationen, muslimisch und nichtmuslimisch, langsam und ungerührt auseinander treiben lassen wie die atlantischen Erdkontinente der Plattentektonik.

Proislamisten wie Udo Steinbach („einen konstruktiven Zugang zur islamischen Welt insgesamt zu finden“ (66)) fordern von uns einen „konstruktiven“ Umgang mit dem Islam, jeder Islamkritiker agiert in dieser Logik destruktiv, verhält sich unsittlich.

Geologie und Forschung zur Verschiebung der Kontinente kennen den Begriff Konstruktive (Divergierende) Plattengrenzen. Beim verstaatlichten Schariabeschönigen „baut sich etwas auf“: Der koranbasierte Halbstaat oder vielmehr Kontraststaat, die Gegenmoderne der Schariagesellschaft wird „konstruktiv“ … konstruiert.

Prinzip Ridge-Push (67). Vom Staatsbürger zum Angehörigen des immer „konstruktiver“ werdenden ethnoreligiösen Kollektivs. Die gedoppelte Bevölkerung treibt auseinander, die plangemäß wachsende Kluft überbrückt uns der zauberische „Dialog der Religionen“ (68).

Zwischenbilanz zieht das Strategiegespräch in Militärrat und Islamkonferenz.

Wie in Kairo, so in Berlin.

Jacques Auvergne

(1) Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia). Art.3. Sovereignty is for the people alone who will practise and protect this sovereignty and safeguard national unity in the manner specified by the Constitution

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

(2). Art.40. All citizens are equal before the law. They have equal public rights and duties without discrimination due to sex, ethnic origin, language, religion or creed.

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_three/part_one.aspx

(3) Ahmed al-Tayeb (aṭ-Ṭaiyib), amtierender Chef der Azhar

http://www.aawsat.com/2010/04/13/images/religion1.565004.jpg

http://www.masreat.com/wp-content/uploads/2010/05/a7mad-altaib-51-1.jpg

(4) Bis zu seinem Tod im Jahr 2010 ranghöchster Azhar-Scheich: Tantawi (Muḥammad Saiyid Ṭanṭāwī). Scheich Tantawi bewunderte den Altkommunisten, Freund des interreligiösen Dialogs und 1982 zum Islam konvertierten Holocaustleugner Roger Garaudy, der Preisgelder vom libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi (2002) und von König Faisal (1986) annahm, und förderte die Verbreitung einer antisemitischen Schrift (Die grundlegenden Mythen der israelischen Politik, 1995) des nachfolgend zu 6 Monaten Haft (Bewährung) und 30.000 FF verurteilten Franzosen.

http://www.hagalil.com/archiv/98/12/garaudy.htm

(5) Tariq al-Bishry (Tariq el-Bishry)

http://www.onislam.net/arabic/oimedia/onislamar/images/mainimages/%D8%B7%D8%A7%D8%B1%D9%82%20%D8%A7%D9%84%D8%A8%D8%B4%D8%B1%D9%8A_05_09_2010.jpg

http://ar.mideastyouth.com//wp-content/uploads/ph%D8%A8%D8%A8oto.aspx_.jpg

http://arbnews.net/wp-content/uploads/2011/02/1_1042567_1_34-251×200.jpg

(6) Schura, von Allahbewusstsein getragene irdische Politikfindung. Sadek Jawad Sulaiman: „Shura constitutes one of the four cardinal principles in the Islamic perspective on socio-political organization. The other three are justice, equality, and human dignity. Shura is also a central issue in the on-going debate among Muslims over political reform.”

http://www.alhewar.com/SadekShura.htm

Den Vortrag über die Schura hielt der einstige Botschafter des Oman am Al-Hewar-Zentrum, das der westlichen Monopolisierung alles Arabischen (a common intra-Arab perspective) dient. Das Zentrum ist in der virginischen Metropolregion von Washington ansässig, in der wohlhabenden, idyllischen Kleinstadt Vienna (VA 22183, USA). Arab and Muslim dialogue with Americans. However, before this dialogue can take place, the Arabs must reach an understanding and a consensus about their own identity before they can present it to others. AL-HEWAR CENTER. The Center for Arab Culture and Dialogue.

http://www.alhewar.com/center.html

Ebenfalls in Vienna (15.000 Einwohner) gelegen: The Islamic Heritage Center is a fully functional mosque located at 262 A3 Cedar Lane SE, Vienna, VA 22180 founded by Sheikh-Dr. Nabil Zahr in 2001. The Islamic Heritage Center is a nonprofit organization focused on servicing the needs of the Muslim community in the Washington Metropolitan Area

http://www.ihcproject.com/

Sunna extrem, it`s american: Das Islamic Heritage Center steht dem Hanbaliten Bin Baz nicht fern. “Sheikh Abu-AbdulRahman, also known as Dr. Nabil Zahr (May Allah Preserve him) is one of the prominent Islamic scholars of his time. Born in Egypt, he memorized the Qur’an at an early age and studied under some of the most knowledgeable scholars of his time including: Sheikh Muqbil bin Haadee al-Waadi’ee, and Sheikh ‘Abd al-’Aziz ibn Baaz (May Allah Grant them Mercy). Beside the above mentioned scholars, Sheikh Abu-AbdelRahman received his education from Al-Azhr University and Aien Shams University – School of Medicine. As a practicing physician in Egypt and Kuwait, Sheikh Abu AbduRahman dedicated his free time to spread the authentic knowledge of the religion of Allah. Sheikh Abu AbdulRahman was an Imam and teacher of a great number of students from inside and outside Egypt and Kuwait which studied Hadith, Fiqh, Aqeedah, Tafsier, and Sieerah under him. … In giving religious verdicts, Sheikh Abu AbduRahman’s Fataawa (i.e., rulings/verdicts) are based on the Manhaj of Ahlu Sunnah wal Jamaa’ah.

http://www.ihcproject.com/index.php/sheikh-dr-nabil-zahr-abu-abdulrahman-bio

Al-Shaoukanee ist dabei Imam al-Shawkani (1759–1834), ein jemenitischer Religionsgelehrter (Rechtsgelehrter), der vor zwei Jahrhunderten lebte. Al-Darariee Al-Mudieah = al-Darari al-Mudhiyah. Für seine Transzendierung (Salafisierung) der Rechtsschulen wird er bei ISLAM AWAKENING verehrt.

http://forums.islamicawakening.com/f20/why-is-salafiism-associated-being-anti-madhabi-3391/

Als indischer und pakistanischer (Kaschmir, dort vor allem in der auch Klein-Tibet genannten Gebirgsregion Baltistan) Ableger der Bewegung der Wahhabiten darf die nach 1832 unter Einfluss des jemenitischen Gelehrten Mohammed al-Schaukani (aš-Šaukānī; engl.: Muhammad ash-Shawkani) entstandene und an ibn Taymiyya (bin Taimīya, † 1263) sowie am extrem puritanischen, die vier sunnitischen Rechtsschulen als „Neuerung“ (bid’a) ablehnenden Schah ad-Dihlawi (ad-Dahlawî, ad-Dehlawî, Dehlvi, geboren im nordindischen Uttar Pradesh 1703, † 1762) orientierte Glaubensbewegung Ahl-i Hadīṯ gelten. Der erste Anstifter des Wahhabismus, Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhab († 1792) wurde ebenfalls vom mittelalterlichen bin Taimīya beeinflusst, den man als Hanbaliten einschätzen darf. Schaukani (wasn’t Imam Shawkani an ex-zaidi?) stammt von den Quraisch ab, wurde als Fünferschiit (Zaidit, wie zeitweise der Islamkenner Sven Kalisch) in der Nähe des jemenitischen Sanaa (Ṣanʿā) geboren und konvertierte zum sunnitischen Islam, wo er den hanafitischen Fiqh praktizierte. Neben al-Wahhab dürfte der globale islamische Revivalismus einige Triebkraft von Denkern wie aš-Šaukānī und ad-Dihlawī erhalten haben und immer noch erhalten, obschon die so genannten Salafisten den Islam keineswegs falsch verstehen, und, Glauben ist Gehorsam, es aus Allahs Sicht sowieso keinen Unterschied zwischen Islam (Theorie) und Islamismus (Praxis) gibt. In Form von frommen Schriften hat der als Imam Shaukani oder Qadi Shawkani Geehrte Rechtleitung hinterlassen, starke Fußspuren der Anweisung, deren genaues Nachschreiten dir, vielleicht, den Teufel vom Leib hält:

http://www.google.de/search?tbm=bks&tbo=1&q=The+influence+of+Shaukani&btnG=Nach+B%C3%BCchern+suchen

http://www.google.de/search?hl=de&tbo=1&tbs=bks%3A1&q=influence+Shawkani&aq=f&aqi=&aql=&oq=

(7) Charles Dalrymple Belgrave (1894–1969) wurde oft schlicht und respektvoll „Mustašār“ genannt. Adviser to the Bahraini ruling family (1926-1957). Sir Charles D. Belgrave (R) and Sheikh Sir Sulman, conferring aboard a launch.

http://www.life.com/image/50531456

Sir Charles D. Belgrave (C) and Max W. Thornburg (L), enjoying a laugh while Sheikh Sir Sulman is speaking

http://www.life.com/image/50531440

Sir Charles D. Belgrave smoking a cigar.

http://www.life.com/image/50531426

(8) Tariq al-Bishri, gemäßigt radikal: … a moderate Islamist, an honest figure, and a former secular leftist who is a “bridge” between secular political figures and the Muslim Brothers.

http://nisralnasr.blogspot.com/2011/02/tariq-al-bishri-and-constitutional.html

Statt humaner Faschist moderater Islamist: Tariq al-Bishri. In seiner Dissertation: Political Opposition and Authoritarian Rule in Egypt) schreibt Holger Albrecht: the thinking of moderate Islamist intellectuals, the most important of whom are Yusuf al-Qaradawi (based in Qatar), Tareq al-Bishri (a well-respected former judge), Muhammad Salim al-Awwa (a prominent Wasat Party intellectual), and Kamal Abul Magd (cf. Rutherford 2006). A new dynamic seems to have taken root among the younger generation of Islamist activists, in particular at the country’s universities. Islamist thinking is here increasingly associated and combined with Western ideas of modernity, efficiency, and management.

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=997839422&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=997839422.pdf

(9) Turāṯ, angl. Turâth, gottgewollte Erbschaft. JPC: The Arabic word „turath“ carries complex ideological connotations, the word has the sense of “ heritage“, „legacy“ and “ culture“. The turath does not only imply the history of a tradition that extends to the present; it also convys the active sense of seeking to shape a political present by interpreting its identity in terms of a particular image of its past. UNIVERSITY OF TEHRAN – ELECTRONIC JOURNALIST DATABASE.

http://journals.ut.ac.ir/page/article-frame.html?articleId=160354

Association Tourath, Guerrara (Ġardāya / Ghardaïa / Tagherdayt), M’zab, Algérie. Die Banī Mīzāb oder Mozabiten gehören zu den letzten Charidschiten, der neben Sunniten und Schiiten dritten Glaubensströmung des Islam, die heute vor allem im Oman („Ibaditen“) präsent ist. Scheich der Ibaditen Cherifi Saïd Ben Belhadj genannt Scheich Addoun († 2004).

http://www.tourath.org/ar/index.php

LIBERTÉ, 03.11.2004. Une des grandes figures de l’Islam et du rite ibadite en Algérie, le Cheikh Addoun est décédé, hier à l’aube, à Guerrarra

http://www.djazairess.com/fr/liberte/30652

„turaath“

http://www.turathdecor.com/resources/turath1.jpg

Freundin des Mondes. Ensemble Turath.

http://folkmusicsmb.blogspot.com/2011/02/hermana-de-la-luna-al-turath-ensemble.html

(10) Professor Lee ist Politikwissenschaftler am Colorado College. Nor should „tradition“ in this sense be confused with the Islamic turāth, a term often translated as „tradition“ and used to mean the entirety of the Islamic experience, aus: Robert D. Lee: Overcoming Tradition and Modernity: The Search for Islamic Authenticity (1997).

http://www.questia.com/PM.qst?a=o&docId=9029590

(11) Hasan Hanafi, turāṯ (Erbe, mirāṯ) als (schariastrebsame) Kenntnis der eigenen kulturellen Wurzeln, the connection of the own cultural roots with striving for a new, better modern trend conception.

http://www.worldlingo.com/ma/dewiki/en/Moderne_Islamische_Philosophie

(12) Ein linker Islam? Ausschnitte aus dem fast zwei Jahrzehnte alten Vortrag von Ḥasan Ḥanafī »Die Aktualität eines ‘linken Islam’« (aus: »Gesichter des Islam, 2. Orient-Tagung im Haus der Kulturen der Welt«, 10.-12.12.1991, bei: Verlag Haus der Kulturen der Welt (Hg.), Berlin 1992) kommentiert Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/30/176/

(13) Hasan Hanafi auf »Ein gemeinsames Wort zwischen uns und euch«

http://www.gemeindenetzwerk.org/?p=1701

(14) Hasan Hanafi 2008 an der Uni Frankfurt. Möglichkeiten und Grenzen eines europäischen Islam.

http://www.gefis-online.de/index.php4?nlev1=4&nlev2=40

(15) Allahs ägyptischer Philosoph kennt die Lösung für das krisengeschüttelte Europa: Mehr Islam! Hasan Hanafi der moderate Islamist. 22.03.2007, Bassam Tibi: Europeanisation, not Islamisation. Weltbürger Tibi träumt von einem Islam ohne Scharia, leider nennt er die Scharia salafistisch und nicht orthodox islamisch: “But I say there can be no Europeanising of Islam unless Salafist concepts like Sharia and Jihad are abandoned through cultural-religious reforms, and this goes too for the vision of Islamisation through Da’awa and Hidjra.”

http://www.campus-watch.org/article/id/3154

(16) Azzam Tamimi, London.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/Azzam_Tamimi.JPG

Dr. Azzam Tamimi’s Palestine presentation at University of Birmingham (1/4). Dr. Azzam Tamimi was hosted by the University of Birmingham Islamic Society on 20-01-2010 to present at their conference entitled: „In Pursuit of Justice: Remember Gaza“

http://www.youtube.com/azzamtamimi

Discover The Networks nennt Tatsachen zu Azzam Tamimi. Al-Tamimi describes himself as a „sympathizer and supporter“ of Hamas. … e feels a profound hatred for Israel, advocating the Jewish state’s destruction and elimination from the face of the earth as the only acceptable resolution to the Mideast conflict. He passionately endorses the actions of Palestinian suicide bombers; he strongly supports Hamas, Hezbollah, and Islamic Jihad; and he blames the United States for having invited the 9/11 attacks with its allegedly unjust foreign policies.

http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=1756

(17) Patrick Bahners will die Scharia legalisieren: „zivile Verhältnisse mit Rechtsschutz für Andersgläubige. (…) Scharia (…), sich einen Staat wünschen, der in Übereinstimmung mit Gottes Geboten die Gesetze macht. Der Rechtsphilosoph Tarik al-Bischri (…) wirbt für die Religionsfreiheit als islamische Tradition (…). Eine islamische Demokratie (…) kein Ding der Unmöglichkeit (ooo).“ DER SPIEGEL, 21.02.2011.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108578.html

(18) Bevölkerungsspalter Werner Höbsch. Mehr “Dialog” zwischen Nation of Islam und abendländischer Christenheit. Bei: Peter Wensierski, in: SPIEGEL SPECIAL 2/2008

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-56323078.html

(19) Khaled Saeed (Ḫālid Saʿīd), polizeilich ermordeter Blogger aus Ägypten

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/arz/e/e3/Khaled_mohmed_sa3ed.jpg

(20) Die Ikhwan al-Muslimun (Muslim Brotherhood) springt auf den fahrenden Zug des ägyptischen Protests bzw. hatte ihn mit vielen anderen Kräften mit angeschoben. Mit Beileidsbekundungen, Genesungswünschen und dem Ruf nach Eintracht und Gerechtigkeit jedenfalls legt man staatsmännische Gelassenheit an den Tag: „The MB, who is participating in these events, is expressing their appreciation of the efforts of the Egyptian people. … The peaceful and civilized movement of the Egyptian people, which started on January 25, must continue against the corruption, oppression and injustices until its demands of legitimate reform are achieved“ (The Muslim Brotherhood, 26.01.2011)

http://ikhwanweb.com/article.php?id=27937

(21) Stichwort amendments, Verfassungszusätze. Aus Kairo berichtet Marwa Awad: „Tariq al-Bishri, head of the judicial committee formed by Egypt’s ruling military council, said the amendments to be put to a public referendum“, für REUTERS am 26.02.1011.

http://www.reuters.com/article/2011/02/26/us-egypt-constitution-presidency-idUSTRE71P17Q20110226

Noch zu amendments. Mona El-Naggar und Dawlat Magdy für THE NEW YORK TIMES:

Islam Lotfi, a lawyer and member of the Muslim Brotherhood Youth who was also among the organizers of the revolution, said the coalition of young leaders had encouraged the military leaders to quickly pass a package of essential amendments to the Egyptian Constitution so that the country could hold credible elections. Then a new Parliament might reopen the question of a broader overhaul.

“When we have a good Parliament, they should revisit the Constitution but it is wise not to let a new Constitution come out during a military period,” Mr. Lotfi said. “It would be somehow fascist.”

http://www.nytimes.com/2011/02/16/world/middleeast/16egypt.html

Kräftig islamisierte amendments (hier: Verfassungszusätze) sollten wir allerdings nicht unterschätzen. The Labor Party’s platform considers Islam as the point of reference for a system of governance and calls for constitutional amendments that explicitly acknowledge Egypt’s Islamic identity. Eben, wozu arbeitet al-Bishri denn so fleißig?

http://egyptelections.carnegieendowment.org/2010/09/13/socialist-labor-party

(22) Islamkenner Baradei antwortet auf die Frage: „Sind Islam und Demokratie vereinbar?“ mit einem glitschigen: „Der Islam ist wie jede Religion das, was man daraus macht.“, nun, Allahgott dürfte da etwas anspruchsvoller sein. „Man muss mit den Muslimbrüdern intellektuell nicht übereinstimmen, aber sie sind nun einmal Teil der Gesellschaft und haben das Recht, an ihr teilzunehmen.“, findet el-Baradei. Interview: Gero von Randow und Michael Thumann, DIE ZEIT 2010, hier bei den regierungsnahen Schariafreunden von QANTARA

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1357/i.html

(23) Horst Köhler. Bundesverdienstkreuz (Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland) für den Schura-Lobbyisten und MB-Integrierer el-Baradei.

http://www.bundespraesident.de/Reden-und-Interviews/Reden-Horst-Koehler-,12213.662472/Visionaer-fuer-eine-Menschheit.htm

Horst Köhler: Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.

http://www.bundespraesident.de/-,2.663792/Friedensstiftende-Begegnungen-.htm

03.03.1924, das Ende der Seelen rettenden Regierungsweise. Abolition of the office of Caliphate held by the Ottoman Caliphate

http://en.wikipedia.org/wiki/Atat%C3%BCrk%27s_Reforms#Secularism

Her Imperial Highness The Princess Fatma Neslişah (or Nazlishah in Arabic) Osmanoğlu Sultan, Imperial Princess of the Ottoman Empire and Princess of Egypt … She grew up in Nice, France after being exiled since she was 3 years old, when the Ottoman family left Istanbul.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fatma_Nesli%C5%9Fah

HRH Prince Muhammad Abdel Moneim. Prince Muhammad Abdul Moneim was born at the Montaza Palace, near Alexandria. His father Abbas II was the reigning Khedive and so Prince Muhammad Abdul Moneim became heir apparent immediately following his birth and was given with title Hereditary Prince. He was educated at Fribourg, Switzerland.

http://en.wikipedia.org/wiki/Prince_Muhammad_Abdel_Moneim

Der Montazapalast (Qaṣr Muntaza), Alexandria, Ägypten

http://www.conferencegypt.com/upload/image/Montaza-Palace%281%29.jpg

(24) Hosni Mubarak, Foto

http://img4.allvoices.com/thumbs/event/609/480/54691653-hosni-mubarak.jpg

(25) Militärrat, Zusammensetzung. Veröffentlicht von Issandr El Amrani, bei: THE ARABIST. Egypt`s Military Council in a diagram.

http://www.arabist.net/storage/uploads/SCAF.pdf

Issandr El Amrani

http://www.arabist.net/amrani/

THE ARABIST

http://www.arabist.net/

(26) Army Council (Supreme Council of the Armed Forces, Militärrat)

http://www.sis.gov.eg/En/Story.aspx?sid=53702

(27) Abu al-Ula Madi (Abul `Ula Madi, Abu Elela Mady). Soziale Fragen Ägyptens berühren sicherlich die Themen Kultur und Dialog, und da ist ein Parteigründer und Muslimbruder vielleicht der richtige Mann, wenn man den Juden, Christen, Atheisten und Frauen die AEMR auf Dauer unzugänglich halten will: Chairman of the board Egyptian Asociation for Culture & Dialogue: Abu Al Ula Madi

http://egyptwww.com/en/more.php?mode=view_item&sub=1303&item=40065

WASAT-Partei, Homapage

http://www.alwasatparty.com/

Die Brüder der Partei WASAT stellen einen bei der schariafreundlichen Seite QANTARA veröffentlichen Text von Jürgen Stryjak ein

http://www.alwasatparty.com/modules.php?file=article&name=News&sid=104

Abu Elela Mady = Abu al-Ula Madi. Vor sieben Jahren, 2004. THE STORY OF a political movement called Al-Wasat, meaning middle or center, begins with a younger generation of activists who brought new political vigor to the Muslim Brotherhood, but later clashed with its elder leaders. They broke away in 1995 and launched a party with an Islamic perspective

http://www.alwasatparty.com/modules.php?name=News&file=article&sid=100

Die Muslimbruderschaft (ikhwanweb) zitiert den über die Muslimbrüder forschenden Professor Emad El-Din Shahin, der in Harvard und an der Amerikanischen Universität zu Kairo lehrt: Members of the Wasat Party included Abul-`Ula Madi, representative of the founders; and leading members Amr Farid and Hossam Khalaf … Some views are more qualified. In the words of Mahmud Ghozlan, member of the Guidance Bureau, Europe “does not present a model of democracy for me”. Similarly, Ali Abd al-Fattah, member of the Press Syndicate Board, qualifies his answer by saying that “Europe does not present an ideal model for democracy”. Wasat views of Europe as a democratic model were largely positive. Abul-`Ula Madi, representative of the Wasat founders, responded with an unqualified, “Yes”; Amr Farid, “Yes, with some reservation”; and Hossam Khalaf, “Yes, with regards to the electoral system and the transfer of power.

http://www.ikhwanweb.com/uploads/lib/R3E6346T3H4DYM6.pdf

Kopftuchdschihad. 2.4 Muslim Minority Rights within Europe. The interviews carried out with Egyptian Islamists revealed that concern has grown over what is perceived to be discrimination in at least some member states against Muslim minorities. Habib asserted that on this issue “each European state is different. However, there is clear racism in dealing with certain issues as in the case of France and Britain”. Ghozlan, on the other hand, attested to clear violations of Muslim rights throughout Europe

http://www.ikhwanweb.com/uploads/lib/R3E6346T3H4DYM6.pdf

(28) Reaffirming the social and moral characteristics of Arab-Islamic civilization. Supporting efforts to resolve the Palestinian question.

http://egyptelections.carnegieendowment.org/2010/09/16/center-al-wasat-party

(29) Nach Yaaqov Lappin (THE JERUSALEM POST, 02.01.2011) empfehle der hochrangige Muslimbruder Muhammad Ghannem die Vorbereitung eines Krieges gegen Israel.

http://www.jpost.com/Headlines/Article.aspx?id=206130

Tzvi Ben Gedalyahu, ebenfalls am 02.01.2011, schreibt auf ARUTZ SHEVA: „Many Western analysts agree that the Muslim Brotherhood and Hamas are one and the same. One leading Brotherhood cleric has said: „Kill Jews – to the very last one.” A Brotherhood takeover of Egypt would strengthen Hamas in Gaza. Another Brotherhood leader told an Arab language newspaper Monday that Egyptians “should prepare for war against Israel.“ The Muslim Brotherhood and Hamas are rooted in the same ideology.”

http://www.israelnationalnews.com/News/news.aspx/142072

(30) Der ägyptischstämmige Herr Mohammed Ghannem ist ja vielleicht mit Mister Ghanem aus der britischen Hauptstadt identisch, der, wie MEMRI am 15.11.2010 berichtet, Ägypten den Medien des Iran gegenüber (Al-Alam, Iranian news network) kritisiert. Mohammed Ghanem, representative of the Muslim Brotherhood in the UK. Bei: The Global Muslim Brotherhood Daily Report (GMBDR), admin @ June 2, 2007.

http://globalmbreport.org/?p=3847

MEMRI, 01.12.2010. Mohammad Ghanem, Muslim Brotherhood Representative in the UK: The Egyptian Regime is a Dictatorship.

http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/4803.htm

(31) Hizb-ut-Tahrir gibt eine echt islamische Erklärung zur Lage in Ägypten ab:

„Obwohl der Westen unentwegt von Demokratie und Freiheit spricht und den Muslimen diese aufzwingen möchte, bleibt er zurückhaltend bis ablehnend, wenn es tatsächlich darum geht, freie Wahlen in der islamischen Welt einzuführen. Dieses widersprüchliche Verhalten hat damit zu tun, dass die Unterstützung wahrer demokratischer Verhältnisse dazu führen wird, dass die Muslime die Freiheit in der Form wahrnehmen, dass sie sich mehrheitlich für den Islam entscheiden und das islamische System wählen. Das Problem des Westens besteht also vor allem darin, dass die Muslime trotz aller Verlockungen der Freiheit in ihrer Mehrheit am Islam festhalten werden.

Freie Wahlen in der islamischen Welt würden demnach zugunsten des Islam ausfallen. Beispiele hierzu hat es bereits gegeben, etwa in Algerien, als sich bei den Parlamentswahlen 1991/92 der Sieg der Islamischen Heilsfront (FIS) abzeichnete, oder auch in Palästina, als die Wahl in den so genannten Autonomiegebieten 2006 zugunsten der Hamas ausfiel. Solche Wahlergebnisse möchten die USA unter allen Umständen in Ägypten vermeiden. Dies ist nur möglich, wenn man einen echten Volksentscheid in Ägypten von Grund auf verhindert und es gar nicht erst dazu kommen lässt.

Der Westen begründet seine Skepsis zu freien Wahlen in der islamischen Welt natürlich damit, dass die Muslime den politischen Islam wählen würden und dadurch die so genannten „Islamisten“ an die Macht kämen. Daher sei es besser, die diktatorischen Regime in der islamischen Welt weiterhin zu stützen, die den Islam unterdrücken. Dass damit zur gleichen Zeit der freie Wille der Menschen unterdrückt wird, interessiert den „demokratischen“ Westen nicht, solange seine eigenen Interessen dadurch gewahrt bleiben.

Vor allem Israel fürchtet sich vor freien Wahlen in Ägypten und hat dies auch offen bekundet. Sollten die Ägypter nämlich frei wählen dürfen, verlöre Israel seinen Hauptverbündeten in der islamischen Welt. Bislang hielt Mubarak in seiner Rolle als Wachhund den Israelis an der Südgrenze den Rücken frei, so dass sie sich militärisch vollkommen auf die Besetzung des Westjordanlandes, auf die Hizbollah im Norden und auf die Blockade des Gazastreifens konzentrieren konnten. Anders ausgedrückt, sind die Verbrechen Israels ausschließlich durch Mubarak möglich. …

Auf Dauer wird der Westen seine Marionettenregime in der islamischen Welt nicht halten können. Die Umma hat sich in Bewegung gesetzt und wartet nicht mehr auf die Erlaubnis des Westens, ihrem Willen Geltung zu verschaffen und jenes System zu wählen, das Allah (t) ihr vorgegeben hat. Längst hat sich die Umma für den Islam und das islamische System entschieden. Weil der Westen diese Tatsache kennt, verhindert er freie Wahlen in der islamischen Welt, um dieser Entscheidung keine demokratische Legitimität zu verleihen, die ihn dazu nötigen würde, die Mehrheitsentscheidung der Umma zu akzeptieren. Für die Muslime sollte die Haltung des Westens jedoch irrelevant sein, denn die Umsetzung des islamischen Systems erfolgt nicht über den Weg der Demokratie und wartet nicht auf das Wohlwollen des Westens und die Erlaubnis, freie Wahlen abhalten zu dürfen. Die Muslime sind selbst die Hauptakteure, die das Kartenhaus der Diktatoren in der gesamten islamischen Welt niederreißen müssen – die ersten Karten sind bereits gefallen –, um das falsche System durch das richtige zu ersetzen. Früher oder später wird der islamische Staat durch die Anstrengungen der Umma Realität, ob es dem Westen gefällt oder nicht.“

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=1599:kommentar-die-angst-der-westm%C3%A4chte-vor-freien-wahlen-in-%C3%A4gypten&Itemid=202

(32) Tariq al-Bishris Vater Abd al-Fattah al-Bishri war bis zu seinem Tode, bis 1951, Präsident des ägyptischen Appellationsgerichtshofes.

Der Großvater, Salim al-Bishri, war Azhar-Scheich.

http://www.sunnah.org/history/Scholars/bishri.gif

His grandfather, Sheikh Selim El-Bishri, was a Sheikh of Al-Azhar and his father, Abdel-Fatah El-Bishri, head of the Court of Cassation

http://aeamisr.org/news/tarek-el-bishri-a-call-for-civil-disobedience/

Die Scheiche der Azhar, aš-Šuyūḫu l-Azhar. 27. [ 1900 - 1904 ] Shaykh Selim al-Bishri.

http://www.sunnah.org/history/Scholars/mashaykh_azhar.htm

Salim al-Bishri al-Maliki (Salīm al-Bišrī al-Malikī, * ?, † 1916) lehrte von 1900-1904 an der Azhar und noch einmal von 1909-1916. Scheich al-Bischri genießt unter Schiiten hohe Wertschätzung, da er als einer von damals wenigen Sunniten den Dialog mit der Geschwisterkonfession suchte. ESLAM: „nicht in der Art einer in der Geschichte schon bedauerlicherweise oft erfolgten hasserfüllten Debatte sondern mit dem aufrichtigen Wunsch, sich der Wahrheit anzunähern und den Standpunkt der Schiiten besser zu verstehen.“

http://www.eslam.de/begriffe/b/bischri.htm

Schiitischer Gesprächspartner war Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi (1872-1957), der Briefwechsel der beiden Gelehrten ist als »Die Konsultation (al-Muraǧaʿāt)« bekannt, wie sich die Seite ESLAM erinnert.

http://www.eslam.de/begriffe/k/konsultation.htm

Engagierten heutigen Sunniten war der 1916 verstorbene Scheich al-Bishri allerdings möglicherweise zu höflich, drei Hanafiten legen los, der erste nennt die Korrespondenz (The Muraaja`aat) schiitische Propagandaliteratur (Shi`i propaganda literature), der zweite beruft sich auf Scheich Dschibril, der gesagt habe, dass niemand mehr lüge als die Schiiten (Shaykh Gibril reported a saying of early hadith scholars to the effect that „Nobody lies more than the Rafidis.“) und der dritte, Sympathisant der Deobandi-Strömung, führt Tirmidhi als Zeugen dafür an, dass asch-Schafi’i (aš-Šāfiʿī; 767-820) gesagt habe, dass niemand schlimmer lüge als die Abweichler von der Schia (I have not seen among the heretics a people more famous for falsehood than the Rafidi Shias).

http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?26932-The-Muraaja-aat-Shi-i-Propaganda-Literature&s=720e40ee73168cd69fa5a887a0bcd582

(33) Bewährungshelfer Stryjak. Damit sie nicht sauer werden und zur Revolution schreiten, sollen wir doch bitteschön Ägyptens radikale Kalifatsfreunde gleich jetzt an der Macht beteiligen. QANTARA publiziert so was (Rubrik: Reformislam).

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-578/_nr-9/_p-1/i.html

Naturbegriff Idyll, Löwe und Lamm. Kind, mal`s dir schön. Die interreligiöse Bambi-Wildnis, der Bambi-Islam. Kitsch-Andalusien und Reformislam gibt`s nicht in natura, aber bei Qantara.

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-578/i.html

(34) Thomas Bauer: „So ist aus der Muslimbrüderschaft die Partei al-Wasat „Die Mitte“ hervorgegangen, die sich als moderne islamdemokratische Partei versteht. Einer ihrer Gründungsväter war kein anderer als Tariq al-Bishri. Doch sein Engagement war einstweilen vergebens: Die Partei hat sich mehrmals um ihre offizielle Zulassung bemüht – doch vergebens.

http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/02/tariq-al-bishri-islamdemokrat-und.html

Thomas Bauer

http://arabistikwwu.blogspot.com/p/beitragende.html

Jürgen Stryjak (2004) zitiert auf der islamverliebten Seite QANTARA den Wasat-Parteigründer: „Was ist das ganze Gerede von politischen Reformen wert“, fragt Abu al-Ula Madi, „wenn man nicht einmal damit beginnt, neue Parteien zuzulassen?“

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-578/_nr-9/_p-1/i.html

(35) Maududi und das demokratische Kalifat. Die Theo-Demokratie.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abul_Ala_Maududi#Islamic_state

Theodemocracy is a political system that combines elements of theocracy and democracy.

http://en.wikipedia.org/wiki/Theodemocracy

Islamic democracy

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_democracy

Religious democracy. Dänemark, Norwegen, … Afghanistan, Iran.

http://en.wikipedia.org/wiki/Religious_democracy

Allahcracy. Die Allahkratie.

http://www.jihadwatch.org/2006/07/bashir-vows-to-turn-indonesia-into-allahcracy.html

Um ein besseres Verständnis für das alleinige Recht Allahs zu bekommen, Gesetze zu erlassen, und [weil] es eine Form der Ibadah ist nach der Shari’a zu herrschen und weil die heutige Lage der muslimischen Länder es erfordert … „Tauhid al Hakimiyyah bedeutet Allah, den Allerhöchsten, zum dem Einzigen vereinen, allein in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree’). Also genauso wie Er, der Allerhöchste, keine Partner in seiner Herrschaft und bei der Kontrolle der Angelegenheiten der Schöpfung hat, genauso hat er keine Partner in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree’).“

http://www.ahlu-sunnah.com/threads/26924-Tawhid-al-Hakimiya

Sheikh Sheikh Abu Baseer at-Tartousi, Emirat Kaukasien

http://www.kavkazcenter.com/eng/content/2010/09/05/12476.shtml

Demokratie ist ein Erzeugnis des Unglaubens und verstößt damit gegen das Islamische Gesetz, in essence all Islamic activists agreed on one thing about democracy, that democracy is the product of the kafir and thus contrary to the Islamic law. There are a few people who claim that democracy is a shura like in Islam, but this is also invalidated. KAVKAZ CENTER 24.01.2011, Ihre tschetschenische Nachrichtenagentur aus Schweden für das Emirat Kaukasien. Kavkaz Centers webbsida produceras och distribueras idag utgående från Sverige.

http://www.kavkazcenter.com/eng/content/2011/01/24/13418.shtml

About Kavkaz Center (The Caucasus Center)

Kavkaz Centre (www.kavkazcenter.com) is a Chechen internet agency which is independent, international and Islamic. Our agency was founded in March 1999 in Jokhar (Grozny) by the CRI National Centre for Strategic Research and Political Technology, registered with the CRI Ministry of Justice in October 1998 (N 1377/б-17).

The internet agency Kavkaz Centre provides reporting of events in the Islamic world, the Caucasus, and Russia.

http://www.kavkazcenter.com/eng/about/

Der kaukasische Kalif at-Tartusi bevorzugt, auf den Britischen Inseln zu wohnen. Abu Baseer at-Tartusi, real name Abdul-Mun’im Mustafa Halima, recently posted a fatwa „authorizing“ violence against the regime of Saudi Arabia.

http://kufrakbar.blogspot.com/2010/01/tartusi-of-londonistan-getting.html

“An influential cleric present on the Internet is Abu Basir al Tartousi. Like Abu Musab al-Suri, he offers archives of his publications, books, articles, fatwas, questions and answers. Many of Abu Basirs publications are comments upon recent events taking place in society, both in the Middle East and in the West, and in particular Britain, where he resides”, aus: Hanna Rogan: »JIHADISM ONLINE – A study of how al-Qaida and radical Islamist groups use the Internet for terrorist purposes«, für: FFI (2006), (FORSVARETS FORSKNINGSINSTITUTT, Norwegian Defence Research Establishment,

bei: Discover The Networks)

http://www.investigativeproject.org/documents/testimony/48.pdf

Syrian jihadist cleric ‘Abd Al-Mun’im Mustafa Halima, better known as Abu Basir Al-Tartusi.

http://www.turkishweekly.net/news/62407/syrian-jihadist-scholar-abu-basir-al-tartusi-sheikh-yousef-al-qaradhawi-is-an-apostate.html

Sheikh Abd-al Mun’em Mustafa Halima Abu Basir aka Abu Basir al-Tartusi, is a Syrian Islamist living in London. He has been described as „primary Salafi opinion-makers guiding the jihadi movement.“

http://en.wikipedia.org/wiki/Abd-al_Mun%27em_Mustafa_Halima_Abu_Basir

»eine deutsche Fassung des Buches „Die Religion der Demokratie“. Dessen Autor, der Jordanier Abu Muhammad al-Maqdisi (…) schreibt: „Wir haben, gezeigt, dass die Demokratie eine Religion ist. Jedoch ist sie nicht die Religion Allahs. (…) Wir müssen jene, die der Demokratie folgen, zerstören und wir müssen ihre Anhänger als Feinde betrachten – sie hassen und einen großen Jihad gegen sie ausführen“. Der Jihad gegen die „Anhänger und Helfer“ der Demokratie diene laut Maqdisi dazu, „dieses menschengemachte System zu zerstören und zu versuchen, die Menschen dazu zu bringen, sich von der Anbetung (an dieses System) abzuwenden und zur Anbetung an Allah allein zurückzukehren.“ Mehrheitsentscheidungen, Parlamente und Verfassungen lehnen diese radikalen Islamisten ab, weil in einer Demokratie die Verse des Koran und die Überlieferungen des Propheten nicht berücksichtigt würden. Maqdisi bezeichnet die Repräsentanten des Volkes als „angebetete Götzen“ und Parlamente als „heidnische Heiligtümer“.

Ähnlich argumentiert auch die islamistische Gruppierung Hizb ut-Tahrir, die „Partei der Befreiung“. Die in Deutschland verbotene aber weiterhin aktive Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, mit der Wiedereinrichtung des Kalifats eine islamische Ordnung durchzusetzen. Daher kämpft sie gegen die Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft. Auch wer sich in einer der etablierten politischen Parteien engagiere begehe eine Sünde, so die Hizb ut-Tahrir: Weil diese Parteien nicht auf der Grundlage des Islams agierten, verstieße ihre Wahl gegen die Prinzipien des Islam. Demnach sei die Beteiligung an der Wahl von Parlamentsabgeordneten, Parteilisten, Bürgermeistern und Gemeinderatsmitgliedern „im westlichen System des Unglaubens“ einer „sündhaften Handlung“ gleichzusetzen. Weil „die Arbeit der Gewählten eine verbotene Tätigkeit darstellt, da sie nicht auf dem Islam basiert, ist folglich die Wahl und Akzeptanz einer Person, die sündhaft handelt, ebenfalls islamrechtlich nicht erlaubt“, heißt es in einer Erklärung auf einer Webseite dieser islamistischen Splittergruppe.«

(2009, im Auftrag der bpb erstellt durch ufuq)

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=OY6V7F

(36) Wasaṭīya, „Mittigkeit“ meint die Ferne zu jeglichem Extremismus, wie uns die glaubensbewegten Radikalen versichern. Friedmann Eißler: „Der arabische Ausdruck Wasatiyya ist seit einigen Jahren insbesondere durch die Aktivitäten des aus Ägypten stammenden, in Qatar residierenden und weltbekannten Islamgelehrten Yusuf al-Qaradawi bekannt und vor allem inhaltlich geprägt worden (siehe dazu den nachfolgenden Beitrag von Carsten Polanz). Er bedeutet Mittelweg oder Mainstream und bezieht sich auf unterschiedliche Ansätze, die eine muslimische Identität mit modernen Lebensformen in Einklang zu bringen suchen. … Nicht zuletzt aus diesem Grund sucht sie die Partizipation in der Mitte der Gesellschaft. Sie präsentiert selbstbewusst den „Islam als Alternative“ (so ein Buchtitel von Murad W. Hofmann) zum westlichen Lebensstil, der im Wesentlichen als dekadent und gescheitert betrachtet wird. Sie lädt dadurch zum Islam ein (da’wa = Einladung, Mission).“

http://www.ekd.de/ezw/Publikationen_2204.php

(37) »DAS KALIFAT. Die Erlösung für alle Muslime«. Hizb-ut-Tahrir gibt der in der Manier der Taqiyya betreibenden Muslimbrüder geschmeidig verstandenen Wasatiyya keine Chance, hat aber bekanntlich nichts gegen das Weltbild und Menschenbild von Maududi oder Qutb.

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=615:al-wasatiyya-mittigkeit-und-kompromissbereitschaft&Itemid=200

„Das Kalifat wurde am 03.03.1924 zerstört.“

http://www.die-einheit.org/

(38) Hizb-ut-Tahrir appelliert an Ägyptens Militärrat, die Herrschaft Allahs zu errichten: „Wir von Hizb-ut-Tahrir wenden uns aufrichtig an den Führungsrat der ägyptischen Streitkräfte, dem Allah die Herrschaft im Lande übertragen hat, und rufen ihn dazu auf, allein Allah, Seinen Gesandten und die Gläubigen zu Verbündeten zu nehmen und jede andere Loyalitätsbande zu kappen. Möge er das Kalifat errichten und nach dem regieren, was Allah herabgesandt hat. Möge er um Allahs willen kämpfen und den Weg der Befreier Palästinas beschreiten, die es von der Schlechtigkeit der Kreuzritter und Tataren befreiten, auf dass er dieses gesegnete Land von der Schlechtigkeit der Zionisten erlöst und die kolonialistischen Ungläubigen mit den Wurzeln ausreißt.“

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=1621:aufruf-von-hizb-ut-tahrir-an-den-milit%C3%A4rrat-in-%C3%A4gypten&Itemid=202

(39) Michael Whyne: “In Egypt, Salih Sirriya – a Palestinian HT member – led a coup attempt in April 1974 along with approximately 100 other members. Together, they stormed the Technical Military Academy in Heliopolis, where they attacked the armory. They seized weapons and planned to assassinate President Sadat, but were apprehended after an ensuing firefight that killed eleven HT members and injured many others. Sirriya was tried, convicted and executed in November 1976. In Denmark, HT members compiled a “hit list” of Danish Jewish community leaders, for which they were convicted and imprisoned in August 2002. In particular, HT leader Fadi Ahmad Abdel Latif was convicted of incitement to racial hatred. It is reported that both the late Abu Musab al-Zarqawi and Khalid Sheikh Mohammed were HT members before joining al Qaeda.”, aus: Michael Whyne: Is Hizb ut-Tahrir Changing Strategy or Tactics?

http://www.thecst.org.uk/docs/EurasianPaper_Aug42006.pdf

(40) Abu Musab az-Zarqawi und Chalid Scheich Mohammed sollen zeitweise bei der HuT gewesen sein. Hizb ut-Tahrir is a global Sunni network with reported ties to confessed 9/11 mastermind Khalid Sheikh Mohammed and Al Qaeda in Iraq’s onetime leader Abu Musab al-Zarqawi. … Malik’s report, the public policy institute the Nixon Center and the counter-extremism think tank the Quilliam Foundation agree that Abu Musab al-Zarqawi, who was the leader of Al Qaeda in Iraq until he was killed in June 2006, also was once a member of Hizb ut-Tahrir.

http://www.foxnews.com/story/0,2933,533525,00.html

(41) The Alliance of Egyptian Americans zitiert Amira Howeidy, die am 09.01.2007 in al-Ahram Weekly über Ägyptens Schariatisierer berichtete: In October 2004 El-Bishri published a daring commentary under the title A Call for Civil Disobedience . Its basic premise and tactics were adopted by the anti-Mubarak opposition movement Kifaya (Enough), formed a month after the article appeared. … He is the author of 20 books on Islam and Arabism, nationalism, Copts, democracy and Nasserism, Egyptian politics under the British mandate, secularism and Egypt’s judiciary.

Seit fünf Jahren den Kollaps beobachten: „Der Zusammenbruch des ägyptischen Staates“. In 2006 he published Masr bayna al ‘osian wal tafakuk (Egypt between dissent and disintegration), a scathing critique of what he characterises as the collapse of the Egyptian state.

http://aeamisr.org/news/tarek-el-bishri-a-call-for-civil-disobedience/

(42) Bücherliste. He is a prolific writer on questions of law, history, and Islamic and social thought. Nichts ist aus dem Arabischen übersetzt worden, gar nichts.

http://en.wikipedia.org/wiki/Tarek_El-Bishry#Works

Elegant grübeln lässt sich über den Gründer der Muslimbruderschaft: Imām Ḥasan al-Bannā.

(43) Patrick Bahners, Tariq al-Bishri (anglisiert Tarik el-Bishri) zujubelnd: „Der Rechtsphilosoph Tarik al-Bischri, der zum Vorsitzenden der Kommission für die Überarbeitung der ägyptischen Verfassung berufen worden ist, wirbt für die Religionsfreiheit als islamische Tradition, die es wiederzuentdecken gelte. Eine islamische Demokratie muss kein Ding der Unmöglichkeit sein.“ Patrick Bahners diskutiert mit Necla Kelek, das Gespräch moderierten die Redakteure Susanne Beyer und Gerhard Spörl. DER SPIEGEL, 21.02.2011.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108578.html

(44) Roel Meijer

http://www.clingendael.nl/cdsp/staff/?id=426

Roel Meijer veröffentlichte zu Muslimbrüdern („Die utopischen Muslimbrüder sind Realisten geworden“, 2011) und Salafisten (2007, 2009, 2010)

http://www.clingendael.nl/cdsp/staff/publications.html?id=426

Clingendael’s Diplomatic Studies Programme (CDSP). Islam will die Doppelwelt bzw. doppelte Halbwelt. Das Clingendal-Institut forscht zum in der Manier des Ali Schariati gespalten gedachten Untersuchungsgegenstand namens Globus, zur Beziehung zwischen Abendland und Scharialand. Relations between the Islamic world and the West.

http://www.clingendael.nl/cdsp/about/

Clingendael, Arbeitsprobe. Gelehriges Geschwätz zu Bruder Führer (Brother Leader Gaddafi), die Worte AEMR oder Scharia werden gekonnt umschlichen.

http://www.clingendael.nl/cesp/publications/?id=8122

Sharia. Maurits Berger vom Institut Clingendael zaubert die Scharia schön.

http://www.clingendael.nl/publications/2007/20070600_cscp_art_berger.pdf

http://www.clingendael.nl/publications/2006/20060000_cdsp_art_berger.pdf

http://www.clingendael.nl/publications/2005/20051000_cdsp_art_berger_sharia.pdf

Bertus Hendriks und Roel Meijer: Bedeutet dies, das die Muslimbrüder nun lupenreine Demokraten geworden sind? Selbstverständlich nicht, und so romantisch kann ja wohl niemand von uns sein! Die Rechte der Frauen und Nichtmuslime betreffend, vertritt die Muslimbruderschaft nach wie vor sehr problematische Standpunkte. Betekent dit dat de Moslimbroeders nu 18 karaats-democraten geworden zijn? Natuurlijk niet, en dat soort romantische illusies koesteren wij ook niet. Zo huldigt de Broederschap zeer problematische standpunten op het terrein van gelijke rechten voor vrouwen en niet-islamitische minderheden.

http://opinie.volkskrant.nl/artikel/show/id/7884/Utopische_Moslimbroeders_zijn_realisten_geworden

(45) I only now begin to understand what I have [sic] not been able to understand during the 1960s when I was preparing this book, that is, there exists a general and important principle in the delimination of the social and political map of Egypt during the past century. This principle is that the course of the Egyptian history and the social movement in whatever period are not only determined by the struggle between the nationalist movement and the imperialism, nor are they only determined by the social struggle between classes with different interests, but they are also determined by the ideological struggle between al-wafid and al-mawruth. Aus: Anthony Gorman: »Historians, state and politics in the twentieth century of Egypt. Contesting the nation«, Routledge/Curzon, Abingdon (Oxfordshire) 2003

http://books.google.de/books?id=kaZdb4JxO8sC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(46) Allahs Diplomat. Zum Buch »Der Islam als Alternative« (1992) des zum Islam konvertierten ehemaligen Botschafters Murad Wilfried Hofmann. Eine Demokratieverteidigung von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/05/144/

(47) Die Wichtigkeit, die Religionszugehörigkeit aus allen offiziellen Dokumenten fern zu halten, begründet am 24.07.2010 die säkulare Juna (Miami und Berlin) vom Blog irgendwie jüdisch. „Vor einiger Zeit ging es rund in jüdischen Kreisen, die quasi verpflichtende Sichtbarmachung der Religion via Lohnsteuerkarte.“

http://irgendwiejuedisch.blogspot.com/2010/07/registrierung.html

(48) Tilman Zülch. Thema der Arbeit der Gesellschaft für bedrohte Völkjer (GfbV) sind Völkermordverbrechen wie etwa im Tibet, in Ostbengalen, Osttimor, Westpapua-Neuguinea, an den Amazonas-Indianern, an den Kurden und assyrischen Christen des nördlichen Irak, im Südsudan, in Ostslawonien und in Bosnien-Herzegowina.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/b/be/Tilman_Z%C3%BClch_Foto_Fritz_Berger_GfbV.jpeg

Zülch, Protest gegen Ahmadinedjads UN-Besuch, Berlin 23.09.2009. Weltweit unbestechlich gegen Unterdrückung ethnischer Minderheiten zu kämpfen ist lobenswert, doch möge sich, um an Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren, Tilman Zülch zeitnah und genau begründet endlich vom AEMR-feindlichen Islamischen Recht (Scharia) distanzieren und möge die GfbV die Zusammenarbeit mit organisierten Ex-Muslimen zu beginnen wagen.

http://iran-aktuell.de/resources/tilman-zuelch$2CtemplateId$3DrenderScaled$2Cproperty$3DBild$2Cheight$3D349.jpg

(49) GfbV, Göttingen, 21.02.2011. »Fünfzehn ägyptische Menschenrechtsorganisationen haben in einer gemeinsamen Erklärung die Ernennung des pensionierten Richters Tareq al-Bishri zum Vorsitzenden der achtköpfigen Verfassungskommission kritisiert, die Verfassungsänderungen ausarbeiten soll. Zwar bescheinigten die Nichtregierungsorganisationen dem 77Jahre alten Juristen große fachliche Kompetenz, bezeichnen ihn jedoch als Verfechter eines „politischen Islam“, dessen Ideologie der Konzeption eines weltlichen Staates entgegensteht. Bishri hatte in der Vergangenheit mehrfach die koptische Kirche als „Staat im Staate“ kritisiert und Christen als Nicht-Staatsbürger bezeichnet. Die Menschenrechtsorganisationen appellierten an die Ägypter, die „Ziele der Revolution zu verteidigen“, um mit einer weltlichen Verfassung die Grundlage für „sozialen Frieden und nationale Einheit“ zu legen.«

http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=2577

(50) Wael Abbas blick durch: „So etwas wie einen moderaten Islamisten gibt es nicht.“ Am 15.02.2011 berichtet Richard Spencer aus Kairo über Tariq al-Bishris Nähe zur Wasat-Partei, einem Sprössling der Muslimbrüder: „Tarek al-Bishry … has been associated with Al-Wasat, an offshoot of the Brotherhood.“ Manche Ägypter sind pessimistisch, was eine säkulare (freiheitliche) Zukunft Ägyptens betreffend, deutet Richard Spencer an: „But the make-up of the new committee, and the fact it has been given just ten days to come up with a new constitution, has dashed hopes that it will remove Article 2, which makes Islam the state religion and says Shariah is the main source of law..“ Wael Abbas, der sich auch für Ägyptens Bahais und Atheisten stark macht, unterstützt einen Wegfall von Artikel 2 der Verfassung, der den Islam als Staatsreligion festschreibt, und warnt: „Islamists being on the committee is not going to help that … We want equality for all Egyptians, including Christians, Jews, Bahais, and those who consider themselves atheists. … The army seems to have made some sort of deal with the Muslim Brotherhood.“

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/africaandindianocean/egypt/8326469/Egypt-Islamist-judge-to-head-new-constitution-committee.html

Misr Digit@l (misrdigital.com) ist der Blog von Waʿīl ʿAbbās

http://misrdigital.blogspirit.com/

(51) Beim Danish Egyptian Dialogue Institute (DEDI, Dansk Egyptisk Dialog Institut) schreibt Ethar Shalaby zur Lage in Kairo: Some Egyptian Copts are dissatisfied that the committee includes Sobhi Saleh, the influential Muslim Brotherhood member, and that the panel is chaired by Al Bishry, who is known for advocating the Islamic thought. “It is a disaster to have a committee headed by Al Bishry, and with a brotherhood lawyer as a member,” Coptic Church lawyer Naguib Gabraeel said. He added: “the entire church is deeply angry over the committee, and some human rights activists will march to the military council to express their refusal to include the brotherhood in the committee”.

http://dedi.org.eg/index.php/en/hiwar-mag/71-featured/723-egypts-military-convenes-panel-to-review-constitution

(52) Roel Meijer, p. 31: “Al-Bishri distinguishes between two currents of religion, the first which bases itself on Idjtihad In order to make the sharl’a again into an effective force in life, and the other which tries to retain it within the scholastic tradition of the last centuries, thereby ellmating its influence on real life.”

https://openaccess.leidenuniv.nl/bitstream/1887/9764/1/12_605_075.pdf

(53) Der sich Abu Talut nennende Sulaiman A. Dawood, ein Funktionär der Muslims of the Americas und Vietnam-Kriegsveteran, schwärmt von der Flexibilität der Scharia: Those who submit to Allah in Islam, have the best doctrine of government to abide by. This is so because Islam governs not only man’s physical state but also his spiritual state. … Those opposed to Al Islam refer to it as an anachronism, a dinosaur unsuitable for the present fast-paced high-tech world. Nothing could be further from the truth. In fact the beauty of the Sharia of Al Islam is its flexibility. The Sharia is a framework appropriate for all times, all places and all peoples.

http://www.iol.ie/~afifi/BICNews/AbuTalut/AbuTalut4.htm

Rechtssicherheit war gestern, jetzt wird`s flexibel. Islamic Law and Jurisprudence is not always understood by the western press. … The major myth of many people is that judges in Islamic nations have fixed punishments for all crimes. In reality the judges have much greater flexibility than judges under common law. Aus: Dennis J. Wiechman, Jerry D. Kendall, Mohammad K. Azarian: Islamic Law: Myths and Realities.

http://www.islamawareness.net/Shariah/sh_article004.html

http://www.mediamonitors.net/wiechmankendall&azarian1.html

Brannon Wheeler: Instead, Shariah is flexible, and applies differently in different contexts.

http://holykaw.alltop.com/oklahoma-bans-sharia-law

(54) Die Sehnsucht nach der „flüssig“ (totalitär, revolutionär) bleibenden Scharia, und damit: Die Angst vor dem Dschumud (ǧumūd), vor der glaubensbezogenen Starrheit, ist in Deutschland angekommen, betont der Sympathisantenkreis von Hassan Dabbagh und Pierre Vogel: „und fand in ihm weder die Starrheit (arab. dschumud), die viele Hadithgelehrte kennzeichnet, noch die Schwerfälligkeit, die viele Übermittler besitzen. Vielmehr vermittelt er einfach und verständlich und sehr kompetent die Aussagen der Gelehrten und Rechtsschulen der Salaf und der Autoritäten in Aqida und Fiqh.“

http://fa-tuba-lil-ghuraba.de.tl/Imam-Adh_Dhahabi.htm

(55) Sayyid Qutb rüttelt auf: it is a historical and religious duty to salvage Islamic thought for all sorts of corruption and, above all, from mental rigidity (jumûd ‘aqlî) (Seite 147). Islamisten wissen, welche Dekadenz droht: belief gets transformed into an element of rigidity (‘unṣur jumūd) instead of becoming an element of foreward movement and expansion (Seite 226).

Aus: Ibrahim M. Abu-Rabi’: Intellectual origins of Islamic resurgence in the modern Arab world, New York 1996.

http://books.google.de/books?id=ZVEOiocde-gC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(56) Muhammad Y. Faruqi beschwört die Flexibilität der Scharia nach der Ergreifung des Idtschihad. The fuqaha’ fully understood the need to reconcile the space-time requirements of the Shari’ah. They developed elaborate methods of ijtihad that provided a great deal of flexibility within Islam’s normative framework. As a result, ijtihad acted as a mechanism for engendering continuous progress and development in all spheres of life. This practice arose in order to cope with existing realities and due, to Islam’s emphasis on development and progress and opposition to inertia and stagnation.

http://forums.islamicawakening.com/f16/consideration-urf-judgments-khulafa-al-rashidun-early-42940/

Muhammad Y. Faruqi. International Islamic University Malaysia.

http://www.iium.edu.my/

Fakultät: IRKHS. Kulliyyah [Fakultät] of Islamic Revealed Knowledge and Human Sciences. The Kulliyyah of Islamic Revealed Knowledge and Human Sciences was established in 1990. It is now the largest faculty in the University, with over 4,000 students and some 250 full-time academic staff. Its formation represents a drive to integrate Human Sciences and Revealed Knowledge disciplines. The Kulliyyah offers programmes that bridge the divide between the “religious” and “secular” sciences.

http://www.iium.edu.my/irkhs/

(57) Meijer Seite 23 Fußnote 67. Allahgott denkt geschichtsbewusst: On the Case of the Application of the Shari’a from the Historical Point of View, ein weiterer Text von Tariq al-Bishri über das geheiligte Diskriminieren.

(58) the weekly newspaper of the Labor Party, which became increasingly Islamist in tone under the editorial leadership of ‘Adil Hussein. Aus: Carrie Rosefsky Wickham: Mobilizing Islam: Religion, Activism, and Political Change in Egypt. Seite 101, Kapitel The Parallel Islamic Sector.

http://books.google.de/books?id=m9RWMXDxMmcC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

The Labor Party (currently suspended) was founded in 1978 under the name “Socialist Labor Party” by President Sadat.

Islamic principles of governance: The Labor Party’s platform considers Islam as the point of reference for a system of governance and calls for constitutional amendments that explicitly acknowledge Egypt’s Islamic identity.

Socialist economics: True to its socialist origins, the Labor Party calls for aggressive regulation of market forces by the state and holds the government responsible for administering welfare programs and essential public services.

Alliances: In 1987, the Labor Party allied with the Muslim Brotherhood and al-Ahrar to form the Islamic Alliance, a coalition that won 65 seats in parliamentary elections. The alliance exacerbated a longstanding rift between the party’s socialists and its growing Islamist constituency, and some members feared that the Muslim Brotherhood – the dominant party in the Islamic Alliance – would overshadow the weaker Labor Party and dampen the prospects of its political success.

Rewriting the Constitution to highlight the centrality of Islam as a reference point.

http://egyptelections.carnegieendowment.org/2010/09/13/socialist-labor-party

(59) Taiyār (tayyar), Bewegung, Trend, Strömung, findet sich im Namen Taiyār al-Mustaqbal, Future Mouvement (FM). FM-Gründer war der libanesische Unternehmer und Politiker Rafīq al-Ḥarīrī, der, vielleicht durch Mitglieder syrischer und libanesischer Geheimdienste, am 14.02.2005 ermordet wurde.

http://en.wikipedia.org/wiki/Movement_of_the_Future

Spezies Milla-Parlamentarier. Demnächst auch in Deutschland, wenn wir alle nur weiter so laut nach dem „Zusammenleben von Christen und Muslimen“ brüllen wie Thomas Lemmen und Werner Höbsch:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/2/2e/Libanonwahlen2006_2.pg

(60) „Hamas was formed in 1987 with the first Intifada,“ argued Tareq El-Bishri, a prominent intellectual and former vice-president of the State Council. Until that date, the Palestinian question and power of decision was caught outside the Palestinian occupied territories. The Palestinian Liberation Organisation was in exile while Arab countries were assuming active roles on the issue.

„Everything was external until 1987 when the spirit of resistance materialised with the Intifada and the formation of an Islamic current,“ he said.

„Resistance, leaders and movements with an infrastructure emanated from inside at this stage, all in an Islamic context of martyrdom and armed resistance that confront an occupation that seeks to eliminate the Palestinians altogether. Sheikh Yassin was at the heart of all this. And this is why we are witnessing an overall approval of the man and what he stood for,“ El-Bishri went on.

Aus: A million Yassins? Von: Amira Howeidy, in: Al-Ahram Weekly, 25.03.2004

http://yaleglobal.yale.edu/content/million-yassins

http://www.notanymore.net/index_detail.php?id=532

http://www.masress.com/en/ahramweekly/20859

(62) CSU-Landesgruppen-Chef Hans-Peter Friedrich baut am passgenau ergänzenden Gegenstück zur Kontur gewinnenden Euro-Nation of Islam, dem reinstallierten theokratischen Abendland: „Dieser Prozess gibt Anlass zur Sorge. Deshalb wird es Zeit, dass sich Christen wieder stärker zu ihren gemeinsamen Werten, zu ihren gemeinsamen Fundamenten und zu den Symbolen bekennen, die unsere christlich-abendländische Kultur prägen. … Ein Islam mit einem europäischen Gesicht, der dann nichts mehr mit Islamismus zu tun hätte. Ich halte den Islamismus für den größten Feind des Islam.“

http://www.kath.net/detail.php?id=25006

(63) Zerlegung des Staatsvolkes in zwei Religionsvölker: „gesamtstaatliche Dialogplattform zur Pflege der Beziehungen zwischen dem deutschen Staat und den Muslimen.“

http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Standardartikel/DE/Themen/PolitikGesellschaft/ohneMarginalspalte/DIK/dik_zweite_phase.html?nn=102630

(64) Gesamtgesellschaft, gesamtgesellschaftlich. Über Schariafreundin Nina Mühe (Blog nafisa) berichtet Karin Schädler am 15.12.2009 in der taz: „Ziel des Blogs ist es auch, an den gesamtgesellschaftlichen Diskussionen über den Islam teilzunehmen“

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/reine-auslegungssache/

(65) Gesamtstaatlichkeit, gesamtstaatlich (Kalifat, kalifatisch). Mathias Rohe, Seite 316, Seite 277

http://books.google.de/books?id=i8f5ez7_HvIC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(66) Mehr Konstruktivität (Scharia), konstruktiv (islamophil) statt destruktiv (islamophob). Auch Islamverherrlicher Udo Steinbach verwendet das Wort: „Mit Themen wie islamische Verfassung, Islam in der Demokratie, Teilhabe am politischen und sozialen Leben, Islam und Grundgesetz. Ich stelle fest, dass Muslime sich sehr konstruktiv damit auseinandersetzen.“ Alle weltweiten Reaktionen auf die Angriffe vom 11. September lassen sich für Steinbach optimistisch deuten, denn: „Ich würde das neutral werten; es ist ein Versuch zu verstehen, was am 11. September geschehen ist. Dahinter steht jedoch eher eine konstruktive Tendenz als etwa eine Tendenz zur Abschottung gegenüber dem Islam oder Muslimen. Außerdem nehme ich eine Suche nach Möglichkeiten wahr, einen konstruktiven Zugang zur islamischen Welt insgesamt zu finden.“ Interview: Marie-Luise Gries, Isoplan. Nach: Ausländer in Deutschland 04/2001, 17. Jg., 15. Dezember 2001.

http://www.maghreb.de/content/aufsaetze/aufsatz_015.shtml

Auf QANTARA warnt Ülger Polat vor einem Scheitern der Deutschen Islamkonferenz (DIK) und droht: „Wenn diese positive Initiative ohne eine Antwort seitens der Politik bleibt, werden die Muslime die Ernsthaftigkeit der Bemühungen des Staates in Frage stellen müssen, die Gleichstellung des Islam konstruktiv anzugehen.“

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-686/i.html

(67) Geologieprinzip Ridge-Push, islamisch gelesen: Die gedoppelte Bevölkerung treibt auseinander, die wachsende Kluft (spreading center) der geplanten Rechtsverschiedenheit überbrückt der „Dialog der Religionen“. Islamisierung aktiv. Andernorts und in starrer Mechanik verbunden ereignet sich die Subduktionszone des Dschihad: Islam dominates, make the Dhimmis „feel themselves subdued“ (Quran, Sura 9:29).

http://www.uoguelph.ca/geology/geol2250/glossary/HTML%20files/plates.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/27/Oceanic_spreading.svg

La zone de subduction, Subduktionszone. Wissenschaft und Rechtseinheitlichkeit werden in die Tiefe gedrückt und eingeschmolzen. Der säkulare Staat als Intermezzo im Magma von Stammeskultur (Barbarei) und Faustrecht. Islamisierung abgeschlossen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Oceanic-continental_convergence_Fig21oceancont.gif

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Zone_de_subduction_djareku.png

(68) Die nachwachsende dialogische Brücke. Foto: Island, die amerikanische und die europäische Platte rücken auseinander.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Bridge_across_continents_iceland.jpg


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