Archiv für Oktober 2010

208. Fanatismus der Aufklärung

26. Oktober 2010

الخلافة

al-Ḫilāfa

Caliphate

Kalifat

Multikultur pro Kalifat

Was Multikulturalist Patrick Bahners mit »Fanatismus der Aufklärung. Zur Kritik der Islamkritik«, abgedruckt in: Blätter für deutsche und internationale Politik (Ausgabe 9/2010, Seite 105-118), zum Thema Islam schreibt, verdient Kritik, meint Jacques Auvergne.

Wir kürzen Bahners Text nur ein wenig und lassen den Verteidiger des Glaubens (Foto (1)) gleich loslegen:

Ayaan Hirsi Ali hat vor vier Jahren im Interview mit einer deutschen Zeitung erklärt: Es „steht für mich fest, dass der Islam mit der liberalen Gesellschaft, wie sie sich im Gefolge der Aufklärung herausgebildet hat, nicht vereinbar ist.“ Dasselbe Bekenntnis, in kaum anderen Worten, findet sich im Schlusskapitel des jüngsten Buchs von Necla Kelek, „Himmelsreise – Mein Streit mit den Wächtern des Islam“: „Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass der Islam, so wie er sich in seinem politischen Kern heute darstellt und repräsentiert, nicht in eine demokratische Gesellschaft zu integrieren ist. Der politische Islam stellt sich in seinem ganzen Wesen als ein Gegenentwurf zur aufgeklärten Zivilgesellschaft dar.“

Ayaan Hirsi Ali und Necla Kelek überzeugen uns mit ihrer Einschätzung von Sunna und Scharia, weil ein orthopraktischer und jenseitszentrierter Kult, der seiner quasigenetisch (y-chromosomal) definierten Anhängerschar je nach Bedarf mit Verlockung, Einschüchterung, Prügel oder Mord verdeutlicht, dass ein Verlassen des Islam ebenso in die Hölle führt wie ein schuldhaft versäumtes Gebet, von uns nicht als liberal bezeichnet werden kann.

Patrick Bahners hingegen scheint am Mehrstufenrecht der mohammedschen Medinarepublik bzw. des osmanischen Millet-Systems ebenso Gefallen zu finden wie an Geschlechterapartheid und Schleierpflicht Marke Ruhollah Chomeini oder Yusuf al-Qaradawi:

Dass der Gegner unserer aufgeklärten und zivilen Gesellschaft näher bestimmt wird als der politische Islam, bedeutet bei Necla Kelek keine Einschränkung gegenüber Ayaan Hirsi Ali, die den Islam als solchen für unvereinbar mit der liberalen Gesellschaft als dem Ergebnis der Aufklärung hält. Das Politische ist nach Erkenntnis von Kelek eben der Kern, das ganze Wesen des Islam, mit dem es die Welt seit 1400 Jahren zu tun hat.

Einer kluger Slogan der alten Achtundsechziger lautete: Das Private ist politisch. Für Patrick Bahners ist die von Mohammed angeordnete Vertreibung und Ermordung der Juden in Medina offensichtlich ebenso „unpolitisch“ wie die als Zug nach Chaibar bekannte älteste Dhimma und Islamexpansion.

Menschenrechtsfeindliche Unsitten in muslimischen Migrantenmilieus, von tödlicher Selbstjustiz gegen die sexuelle Selbstbestimmung bis zu alltäglichen Routinen der Misshandlung von Frauen und der Herabsetzung von Andersgläubigen, kann Necla Kelek daher politisch deuten, als zeitgenössische Gestalten eines Herrschaftssystems der ungleichen Rechte.

Das kann die Sozialwissenschaftlerin Kelek tatsächlich, und so schwierig ist das ja gar nicht, denn nur der Mann darf nach Allahs Geboten bis zu vier Ehefrauen erhalten, der Frau jedoch stehen weder vier Ehemänner zu noch ein Leben als Single, Lesbe oder Kopftuchverweigerin.

Für Patrick Bahners mag es Gleichbehandlung sein, wenn die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel gilt wie eine männliche, die Schwester nur halb so viel erbt wie ihr Bruder. Hat der 1967 geborene Journalist schlicht keine Ahnung vom Islam?

Während selbst der Mann laut Koran für Geschlechtsverkehr mit Nichtehepartnerinnen oder Nichtsklavinnen hundert Peitschenhiebe erhält oder, sofern vier Zeugen auftreten, öffentlich gesteinigt werden soll, ist das öffentliche Steinigen oder anderweitige Töten der unzulässigen Sex kultivierenden Muslima ein aus islamischer Sicht berechtigtes Herstellen von „Gerechtigkeit“. Warum aber verteidigt der zwischen 1989 und 1993 als Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung arbeitende Bahners heutzutage die geheiligte islamische Deklassierung der Frau?

Ist der in Paderborn geborene Bahners zum Islam konvertiert und daher aus paradiesischer Gottesfurcht bzw. höchst diesseitiger Bedrohungslage gehalten, die Herabsetzung der Frau nach Sunna und Scharia zu beschönigen? Oder ist Bahners, der sein Abitur am Bonner Beethoven-Gymnasium erlangte, ein von Hass auf jede verlässliche Struktur getriebener Linksradikaler nach dem Muster der Sabine Schiffer oder aber ein Egozentriker, der weltweite Gewaltsituationen zum persönlichen Vorteil umarbeitet, etwa nach dem Grundsatz „eure Armut kotzt mich an“ bzw. nach dem klientenzentrierten Ansatz der auf den Hund gekommenen Sozialarbeit: „Ich bin ok, du bist ok, gut, dass wir darüber geredet haben“?

Es ist die Überzeugung der Islamkritik, dass freie Bürger Toleranz für den Islam, gleichgültig in welcher seiner historisch und sozial wirkmächtigen Spielarten, unter keinen Umständen riskieren dürfen. In Deutschland hat Ralph Giordano diese Überzeugung mit äußerster Schärfe ausgesprochen, in dem offenen Brief, in dem er im August 2007 im Streit um den Kölner Moscheebau dem Dialogbeauftragten des Bauherrn, der Ditib, der deutschen Repräsentanz des türkischen Staatsislam, den Dialog verweigerte. Giordano stellte die „Schicksalsfrage“: Ist der Islam „überhaupt vereinbar mit Demokratie, Menschenrechten, Pluralismus, mit Aufklärung und kritischer Methode“? Als Zeugen für seine Antwort rief Giordano, ohne die Namen zu nennen, Ayaan Hirsi Ali und Necla Kelek auf: „Es sind Muslime selbst, die dieser Frage am skeptischsten gegenüberstehen, ja, sie offen verneinen und, unter Gefährdung einer Fatwa, die eigene Religion haftbar machen als die wahre Ursache für die Schwierigkeiten, die der Islam bei seinen Anpassungsversuchen an die Moderne hat.“

Giordano forderte die Ditib auf, „die Befindlichkeit der Mehrheitsgesellschaft und ihre Furcht vor einer schleichenden Islamisierung angesichts immer neuer, wie Pilze aus dem Boden schießender Moscheen in Deutschland sehr ernst“ zu nehmen. Ernstnehmen der Moscheenfurcht der Mehrheitsgesellschaft hätte nach Giordano bedeutet: „Üben Sie den Rückzug!“ Dieser Rückzug, der Verzicht auf das Bauvorhaben in Köln-Ehrenfeld, hätte aber auch nicht erfüllt, was der Schriftsteller im Namen der Mehrheitsgesellschaft von der muslimischen Minderheit verlangte. Zur Vermeidung jeglichen Missverständnisses setzte Giordano hinzu: „Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!“

Ralph Giordano ist zuzustimmen: So lange Scharia und Fiqh nicht überwunden sind, das heißt abgelegt sind, so lange ist der Islam als wissenschaftsfeindliche, jenseitszentrierte, sexualmagische und die Menschheit in Klassen unterschiedlichen sittlichen und finanziellen Wertes spaltende Weltanschauung eine Bedrohung für die kulturelle Moderne und nicht in einen Rechtsstaat integrierbar.

Dieselbe Aussage, freundlicher gewendet, steht auch in Ayaan Hirsi Alis Zeitungsinterview von 2006: „Der Islam, nicht die Muslime sind das Problem.“

Ausgezeichnet: Muslim rein, Scharia raus. Hirsi Ali weiß, wovon sie spricht, anders als Bahners, dem die Worte Hidschab und Scharia in dem hier betrachteten Text »Fanatismus der Aufklärung« bis jetzt nicht über die Lippen gegangen sind.

Allein die Wahl des Titels »Fanatismus der Aufklärung« ist unserer Empörung wert: Soll hier, wo Verteidiger der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wie Ralph Giordano und Necla Kelek angegriffen werden, einer »Lässigkeit der Barbarei« das Wort geredet sein? Fordert Bahners, der bei den von ihm Kritisierten offensichtlich so etwas wie wütende Wissenschaftlichkeit oder verkrampfte weltbürgerliche Gesinnung ausmacht, statt unseres Einsatzes für die AEMR die Toleranz für die »Gemütlichkeit des Gottesstaates«?

Necla Kelek hat mehr im Sinn als eine Wiederbelebung des Kanzelparagraphen im Strafgesetzbuch, der von 1871 bis 1953 Geistliche mit Haftstrafen bedrohte, die „Angelegenheiten des Staates in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise zum Gegenstande einer Verkündigung oder Erörterung“ machten. Nicht erst an dem, was in einer Moschee gepredigt wird, erkennt man, ob in ihr der politische Islam herrscht. Schon die übliche Sitzordnung, die Trennung nach Geschlechtern, zementiert das System der Macht. Daher erklärt Necla Kelek: „Solange die Moscheen nicht das gleichberechtigte Miteinander pflegen, sondern hinter dem hijab, dem Schleier, archaische und patriarchalische Strukturen befördern, solange es nicht Orte sind, an denen Männer und Frauen gleiche Rechte haben und gleich behandelt werden, sind solche Häuser demokratie- und integrationsfeindlich.“ Das müsste dann allerdings auch für die Synagogen mit Ausnahme der liberalen gelten und erst recht für katholische Kirchen, an deren Altären keine Priesterinnen das Messopfer feiern dürfen.

Weshalb wir ja auch Staatsbürger sind und keine Christenbürger oder Moslembürger. Patrick Bahners spielt ein wenig den Religionskritiker, ohne vor der drohenden Rechtsspaltung im Familienrecht zu warnen.

Dass für Nordamerika und Europa nach dem schlechten Vorbild von Pakistan, Indien und Bangladesch und mit einer Übernahme oder Neuentwicklung der schariaverträglichen »Two-Nation Theory« der Zerfall der offenen Gesellschaft in mehrere Religionsvölker oder Glaubensnationen auf dem Spiel steht, sieht Bahners nicht oder es lässt ihn ebenso ungerührt wie den Schweizer Sozialanthropologen Christian Giordano, der sich für den „Rechtspluralismus“ ausspricht und gegen das für alle geltende, einheitliche und gleich behandelnde Recht.

Kopftücher nur in der Moschee: Diese Reform wäre kein Signal der Trennung von bürgerlicher und religiöser Sphäre, sondern würde den Schleier nur fester binden, der den Patriarchalismus, dem in der Moschee gehuldigt wird, schützt.

Im Namen der Multikulturalität will Bahners das Lehrerinnenkopftuch und vielleicht auch die Burka im öffentlichen Raum dulden.

Der Hidschab ist ein Dressurinstrument auf islamisch korrektes Verhalten, die Frau bekennt sich als dem Männerrecht unterworfen. Wie ein mahnend erhobener Zeigefinger verkündet das islamische Kopftuch: Ich bin keinesfalls lesbisch und ein schwuler Sohn wäre Allahgott und mir ein Gräuel. Der Schleier ruft zum Aufbau der rechtsparallelen Ordnung auf, zum Akzeptieren der Inhalte von Koransure und Fatwa. Muslimische Frauen sind damit als Menschen zweiter Klasse kenntlich gemacht, Nichtmuslime als Halbsklaven.

Mit dem Verweis auf die Scharia wird die Unvereinbarkeitsthese inhaltlich gefüllt. Kelek warnt davor, beim Begriff der Scharia „allzu schnell“ an „Steinigungen und Peitschenhiebe“ zu denken. Das Ausmalen dieser Greuelbilder könnte die Illusion nähren, die Scharia sei durch humanitäre Strafrechtsreformen zu entschärfen. Eine Ächtung grausamer Strafen ließe „das eigentliche Grundprinzip der Scharia“ intakt, „die religiöse Normsetzung“.

Als „Beleg“ zitiert unser, ein der ekstatischen Albernheit zugeneigter bekennender Donaldist (Forscher zu Donald Duck aus Entenhausen), den zeitweiligen proschariatischen Regierungsberater und rechtspluralistisch orientierten Gerichtsgutachter im ersten Berliner Urteilsverfahren zum Schulischen Gebetsraum (Diesterweg-Gymnasium), Mathias Rohe, dessen 2009 erschienenes »Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart« den Fortbestand der säkularen (freiheitlichen) Demokratie aufs Spiel setzt:

Der Erlanger Zivilrechtler Mathias Rohe definiert die Scharia als „die Gesamtheit aller religiösen und rechtlichen Normen, Mechanismen zur Normfindung und Interpretationsvorschriften des Islam.“ Er will damit ausdrücken, dass die Scharia kein Normensystem nach Art einer Kodifikation ist, wie der Journalist Josef Joffe voraussetzte, als er unlängst verkündete, die Debatte um die Islamkritik erledige sich, sobald man frage, ob man der Scharia den Vorzug geben wolle oder dem BGB.

Rohe und Bahners übersehen oder verschweigen, dass der schariabezogene Gehorsamsverweigerer auf lange Zeit oder ewig in den höllischen Flammen brät. Unser Recht dient aber gar nicht der Seelenrettung.

Der Erzbischof von Canterbury hat Hass und Spott auf sich gezogen, weil er darüber nachzudenken anregte, ob das englische gemeine Recht der Scharia für geeignete Materien den förmlichen Status eines wahlweise verfügbaren alternativen Rechtsweges einräumen könnte.

Rowan Williams und Patrick Bahners wollen die religiös begründete Rechtsverschiedenheit. Antrag abgelehnt.

Necla Kelek findet nun aber gerade in der Scharia-Definition von Matthias Rohe die Denkungsart bezeichnet, von der kein Weg zur rechtsstaatlichen Gesinnung führe. Die Scharia koppelt „rechtliche Regelung“ an „religiöse Verpflichtung“.

Kelek erkennt klar, dass es bei einer im Personenstandsrecht geduldeten Scharia mehrstufigen Feminismus gibt, Menschenrecht im Plural.

Die Forderung von Mustafa Cerić: „opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“ ist das Angebot auf einen religiös begründeten Staatsstreich. Der dem Netzwerk des Yusuf al-Qaradawi angehörende bosnische Großmufti ist ein glaubensbewegter Putschist.

Sie proklamiert also ein Rechtsetzungsmonopol des demokratischen Gesetzgebers und ist in der Verteidigung dieses Monopols noch radikaler und konsequenter als Ralph Giordano.

Das islamische Recht stammt nicht von Menschen. Hierzulande ist das Volk der Souverän, nicht die Gottheit.

Herr Bahners, auch für den Fall, dass Sie ein an Paradies und Hölle glaubender Muslim sind, möchten wir Sie dringend bitten, auf ihre die Demokratie in die (parallelgesellschaftliche) Allahkratie transformierende Werbung für eine Rechtsspaltung zu verzichten. Anders als in Saudi-Arabien oder im Iran besteht in Europa unbeschränkte Bekenntnis-, Glaubens- und Gewissensfreiheit – und das soll auch so bleiben.

Die Religionsausübung ist nach Artikel 4 GG eingeschränkt, damit frommes Menschenopfer für den hungrigen Gott Huitzilopochtli und religiös begründeter Kannibalismus nicht praktikabel werden.

In der kulturellen Moderne hat die korankonforme Dressur, die auf den Vater oder Ehemann einer so genannten Muslima eingewirkt haben mag, den Lebensweg der Frau eben nicht vorzuzeichnen. Journalist Bahners duldet die grundsätzliche Abkopplung der Biographie des zu „muslimisierenden“ Individuums vom nichtmuslimischen „way of life“. Segregierte Straßenzüge und Stadtviertel werden die Folge sein.

Den Beschwörungen einer christlichen Leitkultur kommt eine Islamkritik scheinbar entgegen, die die Muslime belehrt, sie hätten sich den hiesigen Sitten und Normen anzupassen, und die sich dabei als islamische Selbstkritik nach christlichem Vorbild gibt, als Avantgarde einer muslimischen Reformation.

Unsinn, die BRD ist nicht als Christenrepublik gedacht worden, und Calvins Todesurteil gegen Servet ist möglicherweise etwas ebenso Abendländisches wie die Durchführung eines Hexenprozesses.

Gründliche Islamkritiker verteidigen die universellen Menschenrechte und das auf ihnen beruhende deutsche Grundgesetz, nicht die Identitäten und Kollektivrechte von Okzident bzw. Christenheit.

Wie hat man sich diese Reformation vorzustellen, wenn sie nicht bloß eine Vision sein soll wie die „Himmelsreise“ von Necla Keleks jüngstem Buchtitel, die Reise Mohammeds nach Jerusalem, sondern jener historische Vorgang, auf den die islamische Welt in der Vorstellung der Islamkritik wartet, ein Vorgang in Raum und Zeit?

Sehr geehrter Herr Bahners: Was Ayatollah Chomeini 1979 leistete, war ohne Zweifel „ein Vorgang in Raum und Zeit“, das ist aber nun gar nicht die „Vorstellung der Islamkritik“, jedenfalls keine ersehnte.

Der Westen im Besitz der Wahrheit

Die Islamkritik hat keinen Anlass, Szenarien einer humanistischen Erneuerung des Islam im Bündnis mit solchen Kräften der weltlichen Klugheit zu entwerfen, wie sie zu den entscheidenden Trägern der Reformation Luthers und Calvins gehörten. Die Überzeugungskraft der aufgeklärten Gesellschaft, glaubt man, muss sich nur zur Wirkung bringen. Die Islamkritik ist die ins Apokalyptische gesteigerte Neuauflage der Magnettheorie des Kalten Krieges.

Menschenrechte sind nicht westlich und nicht östlich, sondern sie sind entweder allgemein oder sie sind gar nicht.

Den Kosmos in Dar al-Islam und Dar al-Harb zu spalten, das ist die erneuerte Zweipoligkeit. Der Islam will den Krieg gegen die kulturelle Moderne und die Gleichberechtigung der Frau, sein Friedensangebot, die Rechtsverschiedenheit und Frauendeklassierung, sollten wir nicht annehmen.

Jacques Auvergne

(1) Allahs Hofberichterstatter in Farbe. Patrick Bahners.

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http://www.faz.net/m/%7B355CE995-DFF9-45F5-B0A2-8B330F354C6E%7DPicture.JPG

207. The Charter for Islamic Work

25. Oktober 2010

ميثاق العمل الإسلامي

»Al-mīṯāq al-ʿamal al-islāmī«

Sichere Zusage islamischer Aktion

Allahs Wohlgefallen erstrebend

Am 27.02.1984 vollendeten Nāǧī Ibrāhīm, ʿĀṣim ʿAbdu l-Māǧid und ʿIṣāmu d-Dīn Darbālaḥ ihre staatsprogrammatische Schrift »The Charter for Islamic Work«, die als das englische »In Pursuit of Allah’s Pleasure« unter gewaltverherrlichenden Salafisten verbreitet wird (1). Jacques Auvergne überträgt ins Deutsche und kommentiert.

Mīṯāq gehört zu waṯaqa, Vertrauenswürdigkeit (trustworthiness), und bedeutet Zusicherung, Vertrag oder Bündnis (covenant, agreement, alliance), das Wort kommt in der Bedeutung Treuebündnis im Koran an 25 Stellen vor. Bei den Ismailiten, einer siebener-schiitischen Glaubensgemeinschaft unter der geistlichen Führung von Karim Aga Khan IV., ist »yaumu l-mīṯāq«, der Tag des Versicherns, zudem ein seit Jahrtausenden vergangener, mysteriöser Beschwörungsakt der Herrschaft Allahs, begangen durch die gesamte urweltliche, allerdings noch im Zustand von Lichtpartikeln befindliche Menschheit (2).

Heutzutage ist mīṯāq, anglisiert Meethaaq oder Mithaq, im Gesundheitsbereich sowie im Versicherungs- und Finanzwesen ein Erfolg, Fürsorge und Verlässlichkeit bekundender jedenfalls erheischender Bestandteil von Firmenbezeichnungen längst über den arabischen Sprachraum hinaus, etwa im gegendemokratischen schariakonformen Banking (3). Die Verfassung von Medina (The Charter / Constitution / Covenant of Medina) wurde und wird neben Ṣaḥīfatu l-Madīna (Das Manual von Medina, zu ṣaḥīfa, Textblattsammlung) allerdings auch Mīṯāqu l-Madīna genannt, und was uns damit „zugesichert“ ist, ist die spezifisch islamische Vertrauenswürdigkeit der Ungleichbehandlung und zusätzlichen Willkür. Schließlich stellen Allahgott und § 36 der medinensischen Verfassung fest: „Ein Gläubiger tötet keinen Gläubigen wegen eines kāfir und hilft keinem kāfir gegen einen Gläubigen (4)“.

Mīṯāq ist aber auch Namensbestandteil eines wesentlich jüngeren Buches, das sechzehn Jahre alt ist und am 27.02.1984 (25 Jamadi ul-Awla 1404) vollendet wurde. Das Werk musste seinen Weg zu uns in die Öffentlichkeit allerdings zunächst aus einer gut bewachten Haftanstalt herausfinden, denn die Autoren, die glaubensbewegten Herren Ibrahim, Abdul-Maajid und Darbaalah, waren Schüler von Scheich Omar Abdel-Rahman (Umar Abdul-Rahman) und verbüßten gerade eine Haftstrafe in einem der drei als „Liman“ bekannten ägyptischen Hochsicherheitsgefängnisse. Unter Tora Liman („Turrah Liman“), Abu Za’bal Liman und Wadi Natroun Liman, die Häftlinge müssen in einer Fabrik arbeiten, brutale Misshandlungen kommen leider vor, gilt das erstgenannte als das ausbruchsicherste (5).

Ein umfassender Bericht zu den schrecklichen Haftbedingungen Ägyptens stammt aus der Werkstatt der Menschenrechtsorganisation »Human Richts Watch« (hrw), die leider und bei einiger Mithilfe des US-amerikanischen Juraprofessors Abdullahi Ahmed An-Na’im mittlerweile weltweit nicht gegen, sondern für die Scharia wirbt. Seit 2004 kämpft hrw folgerichtig für den Hidschab an der türkischen Uni und seit 2009 für die Wiederzulassung des deutschen Lehrerinnenkopftuchs. Human Rights Watch fordert beipielsweise den Staat Sénégal dazu auf, die kinderfeindliche Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam einzuhalten, damit Westafrikas Straßenkinder nicht so sehr leiden und ermahnt den Irak zur genaueren Wahrung der diskriminierenden Scharia, damit Homosexuelle weniger diskriminiert werden (6). Mit dem nachdemokratisch-postsäkularen Menschenrechtsverständnis von hrw würden die USA und Europa den Weg in den vom Schweizer Anthropologieprofessor Christian Giordano geforderten europäischen Rechtspluralismus erfolgreich vollenden können (7). Bemerkenswert ist, dass die Islamisierung Europas auch von den USA ausgeht.

Dr. Naajeh Ibrahim, Scheich ‘Aasim ‘Abdul Maajid und Scheich ‘Esaam-ud-Deen Darbaalah also erwählten ʿUmar ʿAbd ar-Raḥmān als ihren spirituellen Führer. Der an der hoch angesehenen Azhar ausgebildete, als Jugendlicher aufgrund von Diabetes erblindete Kleriker ar-Raḥmān befindet sich seit dem ersten (!) Anschlag auf das New Yorker World Trade Center (1993) in den USA in Haft (8). Vor drei bis vier Jahrzehnten begann die radikale Karriere dieses Geistlichen, der in den Siebzigern den Egyptian Islamic Ǧihād (EIJ, EIG) kennen lernte und in den Achtzigern die spirituelle Führung über die »al-Ǧamāʿa al-Islāmīya« annahm. Drei Jahre lang inhaftiert und schwer gefoltert, wurde ar-Raḥmān um 1985 aus Ägypten ausgewiesen und fand vorübergehend in Afghanistan Zuflucht, wo er Terrorfürst Osama bin Laden traf.

Am 08.06.1992 ermordeten Mitglieder der „Islamischen Gemeinschaft“, so al-Ǧamāʿa al-Islāmīya wörtlich, den klugen Gesellschaftskritiker Faraǧ Fauda. Staatsbürger Fauda hatte die einfache Wahrheit auszusprechen gewagt, dass die Scharia noch niemals Grundlage für eine gerechte Gesellschaftsform gewesen ist. Jeweils eine Todesfatwa gegen Herrn Fauda erging daraufhin von einem Azhar-Gelehrtenkreis sowie von unserem blinden Kleriker Omar Abdel-Rahman. Der al-Azhar-Gelehrte Mohammed al-Ghazali al-Saqqa (1917–1996, Bild (9)) erklärte, zum Mordfall Fauda befragt, die Ermordung eines Apostaten als islamrechtlich einwandfrei. „Scheich al-Ghazali sagte einem ägyptischen Gericht, dass jeder, der sich öffentlich vernehmbar der Implementierung der Scharia widersetzt, ein Apostat ist, der, entweder durch die Regierung oder durch glaubenstreue Individuen, getötet werden muss (10).“

Die muslimischen Ägypter Ibrahim, Abdul-Maajid und Darbaalah stehen also der ägyptischen Terrorgruppe »al-Ǧamāʿa al-Islāmīya« („Islamische Gemeinschaft“, die EIJ ist ihre Abspaltung) nahe, deren Führer oft inhaftiert wurden und werden. Im Februar 1984 befanden sich auch alle drei Autoren im Liman-Tora-Gefängnis (Liman Turrah Prison) in Haft, und irgendwie gelang es ihnen, ihre Schrift »Al-Mīthāq al-ʿAml al-Islāmī. The Charter for Islamic Work« in die Freiheit schmuggeln zu lassen.

Die Charta liegt uns seit 1997 (Al-Firdous Ltd, London, http://www.al-firdous.co.uk/ ) als das gedruckte englische »In Pursuit of Allah’s Pleasure. Allahs Wohlgefallen erstrebend« vor, zum Download bietet es mittlerweile etwa »Kalamullah« an, eine Seite, die zum Bereich Rechtsfragen (Fiqh Questions) auf Scheich Muhammad Salih al-Munajjid, den Betreiber von »Islam QA« (http://www.islamqa.com/en) verweist.

1997 ist auch das Jahr, in dem die al-Ǧamāʿa al-Islāmīya, um einen Zusammenbruch des als gottlos bezeichneten Staates Ägypten herbeizuführen und ein Kalifat zu errichten, an der archäologischen Ausgrabungsstätte Luxor 58 ausländische Touristen und vier Einheimische ermordete.

Die der weltweit tätigen Muslimbruderschaft und dem südafrikanischen Scheich Tariq Appleby (»alKauthar Institute« (11)) nahe stehende Seite »PureIslam« (http://www.pureislam.co.za/) bewirbt das im ägyptischen Gefängnis entstandene islamisch-revolutionäre Buch ebenso wie die unter Geschäftsführer Mauri’ Saalakhan aus dem US-amerikanischen Washington Ayatollah Chomeini („einer unserer edlen Brüder“) verehrende Homepage der »Peace and Justice Foundation« (12).

Mauri’ Saalakhan wird in den USA als „Muslim, Rechtsanwalt, Menschenrechtsaktivist, Autor und Poet“ gehandelt, und wir dürfen zum zweiten Mal sagen: Bemerkenswert ist, dass die Islamisierung Europas auch von den USA ausgeht. Im gesamten Jahr 1999 durfte der Islamist als ehrenamtlicher Berater die Menschenrechtsorganisation amnesty international in Bezug auf das Thema US-amerikanische Menschenrechtsverletzungen rechtleiten, wie die im Staat Maryland ansässige israelfeindliche Seite »The Palestinians` HOLOCAUST« weiß, die, ungenannt, ebenfalls Mister Saalakhan betreibt („The Peace And Justice Foundation, 11006 Veirs Mill Rd, Silver Spring MD“ (13)). Saalakhan hält den Genozid in Darfur sowohl für völlig übertrieben als auch (!) für das Werk der Zionisten, ist ein erklärter Bewunderer des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedjad (14) und bezeichnet den Staat Israel als moralischen Nachfolger des deutschen Dritten Reichs („Hitler Yesterday Israel Today“ (15)).

Soweit zum Kreis der begeisterten Konsumenten des »Al-Mīthāq al-ʿAml al-Islāmī. The Charter for Islamic Work«, der von Kapstadt bis Washington reicht. Nun zu Ausschnitten aus dem Programm für gesellschaftliche Transformation selbst.

Vorwort. Alles Lob gebührt Allah, Ihn preisen wir und suchen Seinen Beistand, Ihn bitten wir um Vergebung und bei Ihm suchen wir Zuflucht vor dem Übel unserer Taten.

Wie Abū Dardāʾ versichert, sagte der Gesandte Allahs: „Wahrlich, die Gelehrten sind die Erben des Propheten“.

Die rechtgeleiteten Gelehrten also sind die Erben der Propheten, sie sind die Imame der Völker nach dem Propheten, sie rechtleiten und leiten die Menschen zu Allah und lehren sie Seinen Dīn [die durch Mohammed den Menschen verkündete höchstentwickelte Religion, als Theologie, Kosmologie und Pflichtenlehre; A way of life. Always, used to mean Islam and the way of life it offers] und sind von edlen Manieren und lobenswerter Eigenschaft. Sie sind die Gelehrten der Wahrheit, die Gelehrten der Rechtleitung und die Nachfolger des Propheten, sie fürchten Allah sehr und bedenken beständig ihre Handlungen und achten sehr darauf, was Er befohlen und verboten hat.

Sie folgen den Fußspuren der Propheten in ihrem Lehren und Unterweisen, ihrem Wollen und Handeln. In Wort und Wandel mühen sie sich demzufolge ebenso, wie es der Prophet tat. Die rechtgeleiteten Gelehrten leiden Verfolgung und Unterdrückung, Beschimpfung und Spott, Folter und Kerkerhaft, nicht anders, als es die Propheten erleiden mussten.

In gespielter Bescheidenheit lassen die drei Häftlinge wenig Zweifel daran, dass sie selbst zum elitären Kreis der geistigen Erben Mohammeds zu rechnen sind, das Licht der gelehrsamen Rechtleitung Ägyptens verkörpern und im Land am Nil die einzig legitime Befehlsgewalt innehaben.

Sie sprechen und halten die Wahrheit am Leben, wohin auch immer sie sich im Auftrag der Religion Allahs hinwenden mögen, die Gott selbst charakterisiert als allen anderen Religionen überlegen, und mag es den Ungläubigen auch etwas Verabscheuenswertes sein.

Mālik bin Anas bin Mālik verbürgt, dass der Gesandte sagte: „Zu den Zeichen wird es gehören, dass das Wissen schwinden wird und das Unwissen ansteigen.“

Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalānī bezog sich auf diesen Hadith: „Doch wahrhaftig wird sie [die Religion] nicht völlig verschwinden, es sei denn, mit dem Tod aller ihrer Ulamāʾ [Gelehrten].“

In unseren Tagen und Landstrichen aber, wie wenig sind der Gelehrten, und wie wenig sind der Gelehrigen, die um nichts anderes willen leiden als um das Verkünden der Wahrheit. Einige von ihnen sind ermordet worden, andere stehen unter Hausarrest.

Dieses Buch ist bereits für sich genommen eine lohnende Lektüre, doch wird sie noch erfolgreicher der Rechtleitung dienen, wenn es wie ein Lehrplan gelesen und wie ein Programm angewendet wird, um den Islam organisiert und gemeinschaftlich zu erlernen. Es damit ist eine geeignete Grundlage für Studienkreise, eine umfassende Arbeitsanleitung. Ergänzt durch einige andere Werke englischer Sprache und das Auswendiglernen des Heiligen Koran wird es das Wissen von jedem befestigen, der in unseren Zeiten und Landen für den Islam tätig zu sein wünscht.

Wir bitten Allah, die Mühen dieser Gelehrten anzunehmen und sie zu schützen. Auf dass dieses Buch ein Werkzeug werde, den Ruhm Seiner Religion wiederzubeleben. Mögen unsere Taten um nichts als um Seinetwillen geschehen und mögen sie auf der Waageskala der guten Taten berechnet werden am Tage der Auferstehung. Amīn.

Einführung

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollsten des Barmherzigsten. Ihn preisen wir und suchen Seinen Beistand. Ich bekenne, dass es keinen Gott außer Allah gibt, dass Er keinen Partner hat und dass Mohammed Sein Botschafter ist.

In Sure an-Nūr, Koran 24:55, sagt Allah:

„Allah hat jenen unter euch, die glauben und sich rechtschaffen verhalten, die Stellvertreterschaft irdischer Thronfolge versprochen und zugesagt, dass es ihnen zusteht, die Religion [des Islam] zu praktizieren. Und an die Stelle ihre Sorge wird Er sichere Zuflucht setzen, sofern die Gläubigen Ihn ehren und Ihm nichts [in der Verehrung] beigesellen.“

Das ist uns ein Widerschein der Hoffnung in der trübseligen Finsternis der Gegenwart, ein Erinnern an jene Umma [muslimische Weltgemeinde], die die Welt so lange Zeit dominierte, indem die Kalifen Herrschaft übten, die Länder schützten und nach Allahs Buch regierten. Unglücklicherweise schmeckt dieselbe Umma nun nichts als die Bitterkeit der Erniedrigung und Entrechtung, ihr einstiger Ruhm und Stolz gleichen einem alten Volkslied, das nur noch die ahnungslosen Kinder singen.

Das Kalifat ist in eine Vielzahl von ohnmächtigen und lächerlichen Staaten zerbrochen. Einige von ihnen sind von Christen, andere von Juden und noch andere von Atheisten und Götzendienern gekapert worden, der Rest, die so genannten „islamischen Staaten“, werden von säkularen Regenten besetzt gehalten.

Die Feinde sind herangeströmt. Denkschulen und Glaubensgebilde, Theorien und Philosophien, Staaten und Provinzen, sie alle haben sich versammelt, um den Islam und die Muslime zu bekämpfen, einige durchglüht von nagendem Hass, andere getrieben von uralter Feindschaft.

Und so wurde das Zwanzigste Jahrhundert Zeuge des schwersten Schlages, der jemals die Umma getroffen hat: Das Kalifat brach zusammen. Doch wenn ihre Verschwörung sich nur mit dem Einreißen der Gottesherrschaft begnügt hätte, nein, sie machten weiter und begannen, die Muslime mit manch einem fremden bzw. verfälschten Dīn [System der Gotterkenntnis und Verhaltenspflicht, Islam as a way of life] und Konzept zu indoktrinieren, das sie zu nichts anderem als dem Zweck geschaffen hatten, unseren Dīn [die rechte, sprich islamische Weltdeutung und Orthopraxie] zu zerstören.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist von den xenophoben Schariafreunden als Unheilsobjekt zu exotisieren, denn das Fremde als das Teuflische ist ebenso wenig zu berücksichtigen wie außerislamische Erkenntnisse grundsätzlich ohne Bedeutung sind. Die transatlantischen Multikulturalisten ihrerseits exotisieren die Schariatreuen, allerdings als Objekt des Heils, die Standards der Wissenschaftlichkeit und der allgemeinen Menschenrechte müssen ihnen dabei zunehmend belanglos werden. Dialog bedeutet: Man kommt einander entgegen, allerdings nur auf der Ebene der elitären Obrigkeit, die in Entmündigung befindlichen Glaubensnationen aber trennen sich voneinander ab wie Fett und Wasser. Immer erhabener wird der Dialog zwischen Muftis und Bischöfen, immer tiefer die Kluft zwischen „nichtmuslimischen“ und „zu muslimisierenden“ Bürgern bzw. Ex-Bürgern.

Faktenorientierte Forschung (angewandte Wissenschaftlichkeit) ist fremd und feindlich. Die Tatsache an sich lästert Allahgott.

Falls die Muslime es jetzt noch wagen sollten, zu ihrem ureigenen Dīn zurückzukehren, werden sie durch Zerrbilder und Trugbilder irritiert werden, die den Geist verwirren und in denen sich Gut und Böse mischt.

Lichtfunken in die satanische Materie hinein geknetet, seit knapp 1.400 Jahren kippt der Islam rasch in puren Manichäimus.

Anhänger der universellen Menschenrechte, auch Atheisten oder Muslime, werden feststellen, dass Allahgott selber keineswegs gut ist, sondern gleichsam satanische Aspekte aufweist und Züge eines Kriegsgottes.

Mit der attestierten Verwirrung des Verstehens liegen die inhaftierten Autoren gar nicht so falsch, doch nicht Pressefreiheit, AEMR oder Wissenschaftlichkeit, sondern das Leben nach Sunna und Scharia ist es, was dem Individuum den Zugang zu Gut und Böse verhindert, den gereiften persönlichen Verstand blockiert. Islam ist die Ausschaltung der Vernunft.

Nach wie vor lebt jeder säkulare Freidenker im Islam im Untergrund, eine „kulturelle Besonderheit“, die wir an ihrer Globalisierung hindern sollten.

Und so wird ihnen das Eindeutige vieldeutig, die Wahrheit verloren gehen, sie können das wahre Verständnis des Islam nicht mehr erreichen.

Deutschland unter dem Dogma des Dialogs. Die Ungewissheitstoleranz (ambiguity tolerance) ist etwas für diese dynamischen Dhimmis, den edlen Muslimen jedoch ist die Kunst, sich und seine bisherige Weltdeutung in Frage zu stellen, keinesfalls zuzumuten. Ohne eine gewisse innere Bescheidenheit aber, angenehm verbunden mit der Fähigkeit, sich in Frage zu stellen bzw. einem humorvollen Lächeln über sich selbst, gibt es keinen Lernschritt. Der ganz und gar Selbstzufriedene nämlich stellt keine Fragen. Humor jedoch ist von (oder gar an) Mohammed nicht geplant.

Von den zunehmend als „Spezies“, als Sorte Mensch gehandelten so genannten Muslimen zu verlangen, die Scharia am passenden Ort abzulegen, nämlich auf dem Müllhaufen der Weltgeschichte, würde den Bedauernswerten „das Eindeutige vieldeutig“ machen und ihre „kulturelle Identität“ erschüttern. Und so beginnt sich die geistige Kerkerwand zu verdicken, welche die Lernverweigerer (die zu Schariatisierenden) von klugen Arbeitssklaven (Restsäkulare) trennt.

Als Ungewissheits-Intoleranz (ambiguity intolerance) beschreiben Theodor W. Adorno, Else Frenkel-Brunswik, Daniel Levinson und Nevitt Sanford im Jahre 1950 Selbstverständnis und Weltbilden des autoritätshörigen (und autoritätsverstärkenden) Menschen, den sie The Authoritarian Personality (TAP) nennen. Solange Scharia und Fiqh nicht überwunden sind, wird jede Art von Islamischem Religionsunterricht (IRU) den autoritären Charakter heranzüchten. Die Ergebnisse der Totalitarismusforschung möchte man als Islamfunktionär auf jede „Kultur“ beziehen, ausgenommen eine einzige, die islamische. Mehr IRU bewirkt mehr TAP.

So ist unsere Lage, wir können auch sagen: So ist unser gottgewolltes Los, mit verursacht durch unsere Verstocktheit und Nachlässigkeit zu einer Zeit, als der Feind seine Heimtücke noch nicht umgesetzt hat.

Doch wahrlich hat Allah es der ersten Generation der Umma gestattet, der Generation der Prophetengefährten oder ṣaḥāba (Sg. ṣaḥābī, ṣāḥib) das herrschaftliche irdische Thronerbe zu erlangen, sofern sie nur getreulich die Lehren des Islam anwenden und sich völlig, in Leib und Geist, dem Islam unterwerfen und nichts als den Islam zum Baugrund ihrer Gemeinschaftlichkeit und Staatlichkeit nehmen. Derartig können sie zu einer erfolgreich organisierten BEWEGUNG werden. Das ist der Pfad zur [gottgewollten] muslimischen Thronfolge und muslimischen Vorherrschaft.

Und das ist auch der Pfad zum Erfolg, indem wir eines Tages endlich beginnen, aufzuwachen, unseren Feinden zu widerstehen und unseren Islam zu erneuern.

Der Kult um die prophetischen Gefährten, der Salafismus.

Wir müssen eilig daran gehen, den Abgrund zwischen uns und unseren Ahnen zu überbrücken. Wir müssen in ihr Verständnis des Islam einwilligen, in ihre Taten, ihre Erfolge und ihren Dschihad zu Ehren des Islam. Wie bedürftig sind wir doch, den Fußspuren des Propheten zu folgen, seiner Gefährten und jenen, die ihnen in späterer Zeit in Rechtleitung folgten.

In »The Jerusalem Post« zitiert Barry Rubin am 18.10.2010 den Führer der Muslim Brotherhood. Zum Dschihad meint der höchste Muslimbruder: “Allen Fortschritt und alle Veränderung, welche die muslimische Nation sich wünschen mag, kann nicht anders geschehen als durch den Dschihad und das Opfer und das Heranbilden einer Generation von Dschihadis, die den Tod nicht weniger liebt, als unsere Feinde das Leben lieben (16).”

Al-Auzāʿī lag richtig, als er uns ermahnte:

„Seid geduldig und folgt der Sunna. Haltet fest an dem, was die Salaf, die Gemeinschaft der frommen Ahnen wusste, sagt, was die Salaf sagte, verwickelt euch nicht in das, was auch sie zurückwiesen, und folgt dem Weg der rechtgeleiteten Vorfahren, dann werdet auch ihr erhalten, was sie erreichten.“

Der Rechtsgelehrte al-Auzāʿī, geboren 707 bei Damaskus, gestorben 774 in Beirut, gründete eine frühislamische Rechtsschule und konnte auch unter den malikitischen Sunniten des islamisch besetzten Spanien einige Jahrhunderte lang als Fachmann für Scharia-Völkerrecht, Dhimmideklassierung und Dschihad gelten. Heutzutage steht al-Auzāʿī (al-Awza’ee, al-Awzaee) bei Salafi Publications (Birmingham, http://www.thenoblequran.com) ebenso hoch im Kurs wie bei den Seiten Salafi Talk Net (http://www.salafitalk.net) oder Salaf (http://salaf.com/).

Dieses Buch »In Pursuit of Allah’s Pleasure« veröffentlichen wir als eine eindeutige Botschaft und als eine Erinnerung an die Prinzipien und Fundamente der Scharia, die einer Islamischen BEWEGUNG nicht fehlen dürfen, die ja gehalten ist, in allen Angelegenheiten die Gesetze Allahs anzuwenden.

Weil aber die schariatischen Prinzipien und Fundamente so lange Zeit verhindert worden sind und auch dem suchenden Geist oftmals nicht zugänglich gewesen, kommt uns die Aufgabe zu, sie als dringlichen Ratschlag der Umma aufzuzeigen, denn die Scharia ist unsere Pflicht.

Unsere Anstrengung ist es [mit diesem Buch], das Bild derjenigen Menschen zu zeichnen, die endlich engagiert den Anspruch des ISLAMISCHEN HANDELNS (Islamic activities) verwirklichen, damit die ISLAMISCHE BEWEGUNG (Islamic movement) niemals wieder auf halbem Wege ausgebremst wird oder auf vielfältige Abwege gerät und den einen Pfad verfehlt, den richtigen Pfad.

Unser Weg wird lang und beschwerlich sein. Desungeachtet werden wir weder unser Ziel aus dem Auge verlieren noch die Pflicht vernachlässigen, die Islamische BEWEGUNG nach den Schariagrundlagen zu organisieren, denn wenn wir das täten, würden alle Hoffnungen auf den Sieg schwinden.

Die Scharia als Siegesformel.

Jede Gemeinschaft, die zum Wohlergehen des Islam tätig sein will, hat dafür zu sorgen, dass ihre Mitglieder sich über die anzuwendenden gesetzlichen und schariabasierten Grundlagen einig sind. Folgende Fragen sind daher zu klären:

- Was ist unser Letztes Ziel?

- Was ist unsere Glaubenspraxis, unsere ʿaqīda?

- Worin besteht unsere Übereinstimmung?

- Was ist unser Streben?

- Was ist unsere Methodik der Zielerreichung?

- Was ist unsere Vorbereitung und Vorsorge?

- Wem gegenüber sollen wir Loyalität zeigen?

- Wer ist unser Feind?

- Wen sollen wir in unserer Gemeinschaft akzeptieren?

- Wen sollen wir draußen lassen oder verstoßen, und warum?

Unnötig zu erwähnen, dass die Antworten auf diese Fragen nur dem Islam entspringen können, jenem Islam, wie er von Allah dem Verkünder offenbart worden ist und wie er durch unsere ehrbaren Vorfahren an uns weitergegeben worden ist.

Was auch immer wir an Rechtschaffenem tun, stets wird es von Allah geschaffen worden sein (4:79).

Alles Lob diene Ihm alleine. Was auch immer an Unredlichkeit durch uns vollbracht wird, ist aus uns hervorgegangen (4:79).

Wa s-salāmu ʿalaikum wa r-raḥmatu l-llāh.

Liman Turrah Prison

25 Jamadi ul-Awla 1404

27 February 1984

***

Das Wohlgefallen Allahs erlangen! Wie ist dieses höchste Ziel erreichbar?

1. Unsere aufrichtige Hingabe allein Ihm widmen.

2. Wahrhaftiger Teil der Anhängerschaft Seines Gesandten sein, Anhänger von Mohammed.

Wahrlich, o Allah, Dein Wohlgefallen ist herausragender und kostbarer als jedes andere Glück. Dein Wohlgefallen stellen wir über und vor alles andere. Indem wir so handeln, folgen wir unserem Propheten, der sprach: „O Allah, ich bitte Dich um Dein Wohlgefallen und das Paradies!“

In Wahrheit ist Allah kostbarer als alles andere und ist Er Größer als alles andere. Sein Wohlgefallen ist von höherem Wert als jedes andere Ziel. Wer es erlangt und beibehält, hat alles erreicht, was möglich ist, und wer es verfehlt oder verliert, hat alles verloren.

Eine der Kostbarkeiten des höchsten Ziels eines Muslims besteht darin, dass es die Hilfsmittel zu seiner Erreichung bereitstellt. Das Ziel selbst dient nicht dazu, die die Mittel zu seiner Erreichung zu rechtfertigen, und gestattet ihnen auch nicht, alle möglichen anderen Werkzeuge oder Hilfsmittel anzuwenden. Vielmehr führt und steuert das Ziel die Mittel, die ihrerseits zur Zielerreichung verwendet werden müssen. Ohne aufrichtige Hinwendung an Allah, bei steter Übereinstimmung mit den Lehren des Propheten, kann das Ziel nicht erreicht werden.

Glauben ist Gehorchen, selbstbestimmtes Leben Zielverfehlung.

Aber die Mehrheit der Muslime von heute ist, die Auswahl der Ziele ihres Lebens betreffend, in die Irre gegangen. Einige haben das Wohlgefallen Allahs hintangestellt in blinder Verfolgung ihrer eigenen weltlichen Gelüste.

Andere meinen sogar, andere Ziele neben das Streben nach Erlangung Allahs Wohlgefallens setzen zu dürfen. Diese Menschen gleichen jenen, über die Allah sagte: „Ein Mensch, der mehreren Herren gehört, die miteinander im Streit liegen“ (Koran 39:29).

Lauheit ist verwerflicher als Heidentum, der Völler und Prasser erscheint weniger sündig als der die Scharia halbwegs einhaltende Kompromissbereite.

Wie die Gottheit es im Jenseits hält, ist im nachgeordneten Diesseits durch die Muslime die Unterwerfung unter den Gotteswillen durchzusetzen, notfalls gewaltsam. Allahs Faschismus.

Aber Allah genügt Sich vollkommen Selbst, Er hat keinen Bündnisgenossen nötig.

Damit ist klar: Wer eine Tat für das Wohlergehen eines anderen als Allah begeht, wird von Allah zurückgewiesen werden, weil er wagte, Ihm etwas beizugesellen.

Schuldhaft eingehaltene Demokratie ist Dienst am Satan. Ohne große Not für einen nicht schariakonform handelnden Arbeitgeber tätig zu sein ist širk, Beigesellung.

Und so gleichen die Muslime unserer Zeit, ungeachtet ihrer großen Anzahl, dem Schaum eines Wildbachs. Unzähligen Lastern sind sie verfallen. Modetorheiten und Häresien zerspalten die Umma.

Die Lage ist sehr ernst. Weil sie das einzig wichtige Ziel aus den Augen verloren haben, müssen sie einerseits in Erniedrigung leben. Andererseits droht ihnen am Tage der Auferstehung ein noch viel schlimmeres Los, jedem Einzelnen zugemessen nach seinen Versäumnissen und seinem Abwenden (alienation) vom einzig wahren Ziel.

Der Schariaverweigerer muss in der Hölle brennen. Um die Seele der muslimischen Kinder zu retten, haben die Islamisten haben die Pflicht, überall auf der Welt totalitäre islamische Parteien und Organisationen zu gründen, die sich zu einer einzigen, religiös begründeten Bewegung zusammenschließen müssen, um alle Muslime in die Allahkratie eintreten zu lassen. Muslimische Kinder auf Klassenfahrt zu schicken oder zum Biologieunterricht, würde sie mit Entfremdung (alienation) belasten.

Lassen wir die Fehlgeleiteten darum ihren törichten Launen folgen, mögen sie ihren irrigen Zielsetzungen jeden modernen Namen geben, nichts anderes werden sie anhäufen als Allahs Zorn. Belassen wir sie bei ihrem Streben, den wahren Sozialismus zu erreichen, gönnen wir es ihnen, dem falschen Glanz von Demokratie oder Kapitalismus verfallen zu sein, dem arabischen Nationalismus, dem Säkularismus. Jeden Namen mögen sie ihrem Ziel geben, so lange sie die Wahrheit zurückweisen.

Letztlich hat Allahs Gegenspieler nur einen Namen und dient jeder Nichtanwender des Islam dem Teufel.

„Denn jenseits der Wahrheit, was könnte es anderes geben als Fehlerhaftigkeit“ (Koran 10:32).

„Das sind jene, die sich den Irrtum um den Preis der Rechtleitung erkaufen und die Peinigung um den Preis der Vergebung. Wie waghalsig sind sie also (ihre bösen Taten zu begehen, die sie hinabstoßen) ins Feuer!“ (2:175)

„Wie unbrauchbar ist es nun, um dessentwillen sie ihre Seelen verkauft haben, wenn sie es doch nur gewusst hätten!“ (2:102)

Ein Muslim muss all sein Streben Allah allein widmen, in all seinem Tun und Reden, Erinnern und Planen, Schlafen und Wachen, Gottesdienst und Alltag, Lieben und Hassen, Geben und Zurückhalten.

Ein Hadith zeigt uns, wie sich die größten und edelsten Taten in das Unheil verwandeln können, wenn es ihnen an Aufrichtigkeit mangelt.

Und das Gegenteil von Aufrichtigkeit ist es, ar-riyāʾ an den Tag zu legen, Unaufrichtigkeit.

Etwas jenseits des von Allahgott Erlaubten einzuheimsen, soziale Anerkennung beispielsweise, ist ar-riyāʾ (anglisiert riya, riyaa’), absichtsvolle List, hinterhältiges Erschleichen. Das erwünschte Gegenteil, Aufrichtigkeit, wäre al-iḫlāṣ (al-ikhlas), was gelegentlich als Treue (fidelity) übertragen wird.

Im Islam gilt der Tatbestand der riyāʾ als minderschwere Götzenverehrung, als širku l-aṣġar (şirku’l asğar, shirk al-asgar, „kleiner Schirk“), türkisch auch RİYA (GİZLİ ŞİRK) genannt. Man sagt auch versteckter oder verborgener Schirk (hidden shirk (17)). Das erfolgreich dressierte Ex-Individuum ist der totalen Kontrolle auszusetzen bzw. hat sich selber von letzten Spuren weltlicher Zielsetzung zu reinigen, denn jeder Spaß könnte kleine Beigesellung sein, širku l-aṣġar.

Das Konzept wird von Salafisten in Schweden rezipiert und beworben. Wer im Land der Schären und Elche gegen den kleinen Schirk predigt, beklagt sich über einen Völkermord an den Palästinensern im Gaza-Streifen und hat offensichtlich nichts gegen Raketen einzuwenden, die von dort aus auf Sderot abgefeuert werden. Ein Abu kommt selten allein. Bruder Abu Halim aus Malmö (18).

Er [širku l-aṣġar] könnte auch vorliegen, wenn ein Werk zugleich Allah und einem anderen neben Ihm gewidmet ist, oder wenn die Arbeit zwar allein für Allah beginnt, bald darauf aber heuchlerisch zu werden beginnt, indem mit Effekthascherei gehandelt wird, um gut dazustehen.

Die wahre Nachfolge des Propheten antreten kann ein Muslim nur, wenn er alle Neuerungen und alle kulturell bedingten Bräuche zurückweist, die von Menschen in die Religion eingeführt worden sind. Ein Muslim muss gänzlich den Lehrsätzen des Propheten anhängen, in Glaube und Tat, Richtsspruch und Fallbewertung, Krieg und Frieden, Alltag und Hoffnung, Sprechen und Schweigen, Schlafen und Wachen.

Das Gegenteil, das Nichteinhalten der wahren Nachfolge, ist vielgestaltig:

1. Lehrsätze und Weltanschauungen annehmen, die versuchen, den Islam für ihre Zwecke nachzubearbeiten, passend zu machen.

2. Den Menschen als ein Kriterium zu dulden, das die Šarīʿa (Scharia) bewerten kann, und sich überhaupt auf Menschen zu beziehen und nicht auf die Šarīʿa.

3. Worte und Taten Koran und Sunna überzuordnen, voranzustellen.

4. Dem Beispiel des Propheten nur in einigen Aspekten der umfassenden Šarīʿa nachzufolgen und andere zurückzuweisen, beispielsweise, indem man zwar nach dem Vorbild Mohammeds betet und fastet, aber nicht nach seinem Vorbild Recht spricht und den Staat führt.

Teil Zwei: Unsere ʿAqīda

Unsere ʿAqīda (Glaubenspraxis) ist diejenige der AS-SALAF AṢ-ṢĀLIḤ, im Allgemeinen wie im Besonderen. Während das Ziel des Muslims seine QIBLA bleibt, nämlich die Richtung oder Ausrichtung seines Gesichts während jeder Handlung, Äußerung oder Absicht, ist ʿAQĪDA die innere Triebkraft, die ihn auf das Ziel hin treibt, ihn vorwärts drängen lässt und ihn vor Entmutigung oder Treuebruch bewahrt.

Immer, wenn die ʿAqīda nachlässt oder ihr Einfluss im Herzen schwächer wird, kommen alle Versuche, in Rechtschaffeneit tätig zu sein, zum völligen Erliegen oder erleiden zumindest einen Rückschlag. Der gläubige Diener wird sich also von seinem Ziel entfernen und andere Dinge tun, die ihn von der eigentlichen Ziellerreichung abhalten. Denn ein Diener ist entweder auf der Reise zu Allah befindlich und angetrieben vom Glauben, oder er ist in Abkehr von Ihm begriffen und den von allen Teufeln betriebenen Verführungen erlegen.

Über die amtierenden Präsidenten und Minister des islamisch geprägten Teils der Erde meinen die drei politischen Häftlinge:

Unsere Regierenden schrecken, völlig offen, vor der Widerlichkeit nicht zurück, sich dem ungläubigen Westen und dem atheistischen Osten anzubiedern. Die Liebe unserer Politiker gilt nur noch den Juden und den Christen, allen ihren Hass richten sie auf den Islam und die Muslime. Die Mächtigen haben Allahs Gesetz verworfen und an die Stelle Seiner Šarīʿa eine minderwertige, von Menschen gemachte Rechtssprechung gesetzt, und doch wagen sie es, sich Muslime zu nennen. Untreue Ulamāʾ unterstützen sie bei diesem Tun und wagen es, den Staatsoberhäuptern Titel wie „Kalif“ oder „Er, der nach Allahs Geboten regiert“ zuzuerkennen.

Der Säkularismus ist zu einer neuen Religion geworden, die sich immer weiter unter den Menschen ausbreitet, durch die Medien propagiert und bereits den Hirnen unserer Kinder und Jugendlichen durch das Schulsystem eingeimpft. Dieser neue Glaube ruft nach der Trennung von Staat und Religion und danach, dass nur noch die Moschee Allahs Wirkungkreis sei und die Gesetzgebung der menschlichen Obrigkeit zukomme.

Als Folge dieser Wertevergessenheit ist es Sufismus, Bahá’í-Religion, Ahmadiyya-Bewegung (Qadianiyya), Alawiten (Nusairier, Nusairiyyah) und anderen in die Irre Gegangenen gestattet, ihr Gift in die wahre ʿAqīda zu verspritzen und Aberglaube und Häresie zu verbreiten.

Dies ist unsere ʿAqīda:

Wir akzeptieren keine Gesetze oder Urteile, die von einem anderen als Allah stammen, denn Ihm allein als dem SCHÖPFER kommt alle Herrschaft zu. Alle Regeln, alle Gebote und Verbote, das irdische richterliche Handeln und alle Gesetzgebung obliegen nur Ihm.

Wer auch immer andere Gesetze anwendet als die von Allah festgelegten und Sein GESETZ durch ein anderes ersetzt, hat gegen Allahs Herrschaftsanspruch verstoßen. So ein Mensch hat sich zum Partner Allahs aufgeschwungen, und beansprucht, auf Augenhöhe mit Allah Gesetzgebung zu praktizieren, womit er sich selber außerhalb der Islamischen Gemeinschaft gestellt hat. Sofern dieser Mensch ein Regent ist, sollte gegen ihn rebelliert werden und er des Amtes enthoben sein.

Die klassischen Dogmen von Grabesbefragung und Grabesstrafe fehlen im Text der Häftlinge zum Prinzip der ʿAqīda nun ebenso wenig wie das Erscheinen des Masīḥ ad-Daǧǧāl (ad-Dajjal, false Messiah, Antichrist). Damit politische Mitverantwortlichkeit und autonomer Weltbildaufbau des Individuums nicht zu groß werden und weil der Muslim dem weltbürgerlichen Selbstverständnis und der kulturellen Moderne auf Dauer fern zu halten ist, darf abschließend das Bekenntnis zur Prädestination (al-qadar) nicht fehlen:

Gutes und Böses gleichermaßen kommen nur mit Allahs Einwilligung.

Dem Krieger gegen die Wissenschaftlichkeit Harun Yahya beispielsweise sind auch viele Tote fordernde Erdbeben und Häuser zerstörende Überschwemmungen nicht lediglich Gottesbeweis im Sinne des qadar, sondern auch Vorbote der ersehnten Endzeit (19). Bevor der Mahdi die Stadt Rom spirituell erobern und nachfolgend die Ungläubigen globalisiert niedermetzeln darf, wird ein Erdbeben den Vatikan erschüttern (20).

Dieses ist unsere ʿAqīda, die uns kostbarer ist als unser eigenes Leben. Sie hat die Widrigkeiten der Zeitalter glänzend überstanden, unversehrbar über vierzehn Jahrhunderte. So wird sie auch weiterhin bestehen, ungeachtet aller Angriffe der Ungläubigen gegen sie, die von den Frevlern als Zweifel am Glauben begangen werden und von den Ketzern als Neuerungen. Unsere ʿAqīda hat ebenso aller Nachlässigkeit und Fahrlässigkeit gewisser Muslime standgehalten.

Teil Drei: Unser Selbstverständnis

Heutzutage ist nicht mehr damit zu rechnen, dass ein so genannter Muslim etwas vom Islam versteht! Vielmehr ist das Wort Muslim zu einer leeren Formel herabgesunken und wir finden heute einen “sozialistischen Muslim” neben einem “liberalen Muslim”, uns begegnet ein “progressiver Muslim” ebenso wie ein “säkularer Muslim” oder wir treffen auf Menschen, die keine Staatsführung im Einklang mit der Šarīʿa wünschen. Einige von diesen Leuten sind unglücklich über bestimmte strafrechtliche schariatische Normen, andere glauben nicht an Ḥisba und Ǧihād (Dschihad).

Und so bedroht die uralte, heidnische Gegenmacht der Menschheitsgeschichte, die finstere Ǧāhilīya (Jahiliyyah), nach wie vor Islam und Muslime.

Und damit nicht genug, Gruppen von Muslimen aus unserer eigenen Mitte sind zu den Truppen der Feinde übergelaufen. Sie gleichen Lockrufern an den Toren der Hölle, preisen die Produkte und Errungenschaften der Ungläubigen an. Sie finden Unterstützung bei den Regierungen unserer Länder.

Muslimische Intellektuelle haben sich in Propagandisten feindlicher Weltanschauung verwandelt, in Marktschreier der Ketzerei.

Andere befleißigen sich, einen sinnentstellten Islam zu lernen und zu lehren, der sich den Fragen von Daʿwa und Ǧihād gar nicht erst widmet, sie mögen zur Sunna des Propheten aufrufen, sofern Essen und Trinken, Kleidung und Heirat betroffen sind, aber verlassen den Islam, sobald es um die Pflichten zum Ǧihād geht oder um Islamisches Regieren und Islamische Jurisprudenz. Wieder andere haben Waffen gesammelt und zum Ǧihād aufgerufen, doch unterlassen, Menschen heranzubilden, die über das eroberte Land herrschen können.

Und so erleiden der Islam und seine Anhängerschar Niederlage um Niederlage, kaum oder gar nicht in der Lage, sich und die ʿAqīda zu verteidigen.

Teil Vier: Unser Ziel

1. Die MENSCHHEIT aufzufordern, einzig Allah zu verehren.

2. Das KALIFAT aufzurichten, dem Beispiel des Propheten folgend.

Unser Ziel ist es, Allahs Befehl gerecht zu werden, der: „Etabliert die Religion!“ lautet.

Wir haben dabei im Sinne, Allahs Religion in ihrer Gänze zu errichten, ungeschmälert in ihren Forderungen, eingefügt in jede Seele und implementiert auf jedem Quadratzentimeter Erdoberfläche. Wir wollen Allahs Religion in jedes Haus bringen, in jede Institution und Gesellschaft. Um das zu erreichen, müssen wir zurerst:

1. Die Menschen zur Anbetung ihres HERRN bringen und

2. Das KALIFAT aufrichten, wie es auf den vom Propheten niedergelegten Prinzipien gründet.

Das „in jedes Haus“ kennt Deutschland von Pierre Vogel, dem rheinischen Missionar des Vereins Einladung zum Paradies:

»Seine Mitstreiter sollen von ihm lernen und dann ausschwärmen mit dem Auftrag, Menschen zum Islam zu bekehren – „aus Barmherzigkeit, um die Nicht-Muslime vor ewigem Leid in der Hölle zu bewahren“. „Wir haben die Mission, den Islam in jedes Haus in Deutschland zu tragen“, predigt Vogel. 100 Missionare sollen am Ende der Seminare bei ihm ihre Prüfung ablegen. „Wir werden nach sechs Monaten so viele Leute haben, die Dawa machen, die können uns gar nicht mehr aufhalten.« (21).“

In jedes Haus … dans chaque maison (22), in every house (23).

Das sind die beiden wichtigsten Ziele, die wir erreichen möchten, weil Allah uns geboten hat, die Religion aufzurichten.

Das erfordert, dass das Regierungssystem, welches Staatsverwaltung und Stadtverwaltung bestimmt, sich in die Unterwerfung unter Allah hinwenden sollte. Es sollte die Islamischen Gesetze auferlegen und ihnen gemäß handeln, damit wir von einem System sprechen können, das wirklich vom Islam geregelt ist, ein Staatswesen, das die Religion der Menschen bewahrt und sie vor allen Teufeln schützt, seien sie Menschen oder Dschinn.

Islamstaat gegen Geisterspuk. ʿIlmu l-ġaib ist die Erkenntnismöglichkeit der Jenseitswelt, die Wissenschaft vom Unsichtbaren. Mohammed konnte in die Jenseitswelt einblicken, die Dschinn aber können es nicht, denn sie sind hier und der Koran richtet sich auch an sie (24).

Zu den Themen „Wie hext die Hexe?“ und „Schutz vor dem bösen Blick“ mag man bei Dr. Ameen weiterlesen: »The Jinn and Human Sickness«. Eine Leseprobe von Seite 192: „Die Hexe will unbedingt allen möglichen Schaden anstiften, Ernte und Vieh zerstören, Feuer legen, Handelsware beschädigen, Zwietracht zwischen Mann und Frau säen. Die Hexe handelt wie ein Bakterium, das die Knochen der Gesellschaft so lange wegfrisst, bis sie ganz schwach wird“ (25).

In einem nichtislamischen Staat zu leben bedeutet, dass sich die Menschen bei Streitschlichtung und Rechtssprechung nicht auf den Islam beziehen und demzufolge die Religion nicht in ihrer Gänze aufbauen. Das wiederum bedeutet, dass die staatlichen Organe die Menschen davon abhalten, die Religion Allahs zu leben, der Staat zieht sie vielmehr ganz in sein System hinein und bindet sie in dieser Ǧāhilīya.

Wie sehr wünschen wir uns, unser Ziel zu erreichen, innerlich bewegt von den Geboten des Islam, erfüllt mit Sehnsucht nach den Zeiten seines vergangenen Ruhms. Wir wollen den ISLAMISCHEN STAAT wieder erneuern (we aim to re-establish the Islamic State) in all seiner politischen und geographischen Ganzheit, die dreizehn Jahrhunderte lang von China im Osten bis zum Atlantik im Westen und im von Mitteleuropa im Norden bis nach Zentralafrika im Süden Gerechtigkeit über die Erde verbreitet hat.

Des Weiteren gebietet uns der Islam, das KALIFAT zu erneuern und einen Kalifen zu wählen, der es regiert. Die ganze muslimische Umma in allen ihren Strömungen, Sunniten, Schiiten, Murǧiʾa und andere, stimmen in diesem Ziel überein, dass die Einsetzung eines Kalifen zu den Verpflichtungen der muslimischen Weltgemeinde gehört.

Wir können nur einen Kalifen akzeptieren, der dem Beispiel des Propheten folgt und das von Allah auferlegte Gesetz einhält. Dafür haben wir alle erforderlichen Mühen und Opfer zu bringen. Möge dafür, wenn es nötig ist, unser Blut über jedem Quadratzentimeter des Landes vergossen werden, das wir der Herrschaft des Kalifen unterstellt wissen möchten. Lasst uns Opfer bringen, wie die ersten Generationen es taten, die nichts unversucht ließen, um das Kalifat zu errichten, ein Kalifat, das mit Gerechtigkeit über die Mehrheit der damaligen Menschheit herrschte und dessen Hauptstadt sich im Laufe der Zeit von Medina über Kufa, Damaskus, Bagdad und Kairo bis nach Istanbul verlagerte.

Dem Kalifen zu gehorchen ist islamische Pflicht und ein Akt des Glaubensgehorsams Allah und Seinem Gesandten gegenüber.

Das MUSLIMISCHE KALIFAT ist die bestmögliche und einzige Lösung für alle heutigen Zwangslagen und Probleme, unter denen die Muslime auf aller Welt so sehr leiden.

Unsere Daʿwa

Daʿwa als ein Werkzeug der Rechtleitung wird eine Türe offen halten, die von der Ǧāhilīya niemals geschlossen werden kann. Ungeachtet aller ihrer Bemühungen und aller Wiederholung der Angriffe zum Trotz hat der Götzendienst niemals der Daʿwa Einhalt bieten können, nicht einmal zu Zeiten der größten Stärke der Heiden und der größten Schwäche der Muslime. Jeder einzelne Muslim, der sich mit Daʿwa befasst, muss bereit sein, hohe Opfer zu bringen und einen hohen Preis dafür zu bezahlen, den Weg zu Allah zu benutzen. Er muss, anders gesagt, sein Blut und sein Wohlergehen zum Opfer bringen, um seine Religion zu schützen.

Diesen Preis haben wir zu entrichten, wie hoch auch immer er bemessen sei, um die Daʿwa als das wirksamste Mittel des Wiederaufbaus unserer Umma zu erhalten, als ein Werkzeug, um die Strukturen der dämonischen Ǧāhilīya zu zerstören. Uns ist auferlegt, diese Verpflichtung zur Daʿwa am Leben zu erhalten, um die Argumente der Gegner zu widerlegen und ihnen ihre Kinder jeden Tag wegzunehmen, um sie aus der Dunkelheit ins Licht zu bringen, aus dem Lager der Ǧāhilīya in dasjenige des ISLAM, auf dass sie die Stärke der Islamischen Sache mehren, den Fußspuren folgend, die ʿUmar bin al-Ḫaṭṭāb, Ḫālid ibn al-Walīd, ʿAmr ibn al-ʿĀṣ und Ibn Abī Ǧahl gesetzt haben.

Den Heiden sind, der salafistische Verein »Einladung zum Paradies« (EZP) liegt auch insofern völlig richtig, die Kinder abzuwerben und zu islamisieren oder vielmehr zu re-islamisieren, schließlich gilt, wie Josef van Ess im Jahre 1975 betont: „Jeder Mensch wird in seiner anerschaffenen Natur (ʿalā l-fiṭra) geboren. Seine Eltern sind es also, die ihn zu einem Juden, einem Christen oder einem Zoroastrier machen.“, und: „Jedes Kind wird als anima naturaliter moslemica geboren; erst nachher wird es von seinen Eltern korrumpiert, so wie auch historisch Judentum und Christentum nur korrumpierte Formen dieser immer wieder von neuem geoffenbarten Urreligion sind (26).“

2. Unsere Ḥisba. Das Gute gebieten, das Schlechte untersagen.

Allah sagte (es bedeutet)

„Die Heuchler, Männer wie Frauen, sind offensichtlich: sie befördern das Böse und verbieten das Gute.“ (Koran 9:67)

Ḥisba setzt sich aus vier Teilen zusammen:

- al-muḥtasib, die Person, die Ḥisba ausübt

- al-muḥtasabu ʿalaihi, die Person, an welche die Ḥisba gerichtet wird

- Al-muḥtasabu Fīhi, das Objekt, an dem Ḥisba begangen wird

- iḥtisab als die konkrete Aktion der Beförderung des Guten und Verhinderung des Lasters

Der muḥtasib (mohtaseb, möxtäsip) war der mittelalterliche Marktaufseher, der für verkaufstechnische und kaufmännische Zuverlässigkeit ebenso zuständig war wie für die sonstige vollumfängliche, bedarfsweise gewaltsame Durchsetzung des Gottesgesetzes. Sein Arbeits- und Auftraggeber war der höchste lokale islamische Richter, der Qāḍī. Produktqualitäten, Hygienestandards sowie Waagen und Wägegewichte zu überprüfen und die Verkaufsstände auf Sicherheit für Passanten und Fuhrwerke zu kontrollieren leistet hier und heute auch ein Beauftragter von Berufsgenossenschaft oder TÜV, doch hatte der von Allahs Marktwächter ausgehende Aufruf zur Beachtung des islamischen Wohlverhaltens (de veiller à la bonne conduite de tous en public (27)) auch das jenseitige Seelenheil im Sinn.

Der Frau und dem Dhimmi waren die von Allahgott gesetzten Grenzen schließlich, bedarfsweise vermittels Stockschlägen, zu verdeutlichen, damit das irdische und paradiesische Wohlergehen der höherwertigen Rechtschaffenen ebenso sinnlich erlebbar werden konnte wie die drohende Verdammnis der Nichtmuslime und muslimischen Schariaverweigerer. Der griechische bzw. byzantinische Agoranomos (ἀγορανόμος, Marktaufseher) vorislamischer Jahrhunderte dachte da noch wesentlich diesseitiger.

Im russischen Zarenreich oblag es innerhalb der Tataren, die multikulturell d. h. nach der Scharia leben durften, dem möxtäsip genannten Kontrollbeamten die Arbeit der Ḥisba. In der Sowjetunion untersagt, gibt es heute im halbautonomen Tatarstan offiziell wieder 44 derartige, in ihrer weltlichen Macht allerdings eingeschränkte Kontrollbeamte dieses Namens.

Die Ḥisba geschieht mehrstufig:

- Zurechtweisung mit energischen Worten, wobei nur erlaubte Worte Verwendung finden dürfen

- Handgreiflichkeiten wie das Zerbrechen von Muslikinstrumenten (breaking a musical instrument) oder das Ausschütten von alkoholischen Getränken (spilling alcoholic drinks) ist nur zulässig, wenn die Person nicht dazu gebracht werden kann, dieses selbst vorzunehmen. Nur das Objekt, mit dem Unheil angerichtet worden ist, darf Ḥisba ausgesetzt sein

- Bedrohen und Verwarnen: Die Person, die das Übel begeht, darf mit nichts anderem als der zulässigen Strafe bedroht werden. Diese Stufe hat ausgeübt zu werden, bevor es zu den nachfolgenden Schritten kommen kann:

- Ausübung körperlicher Gewalt, etwa vermittels Hand- oder Fußeinsatz. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass nur so viel Gewalt eingesetzt wird, wie notwendig ist, um das üble Tun zu beenden, also ohne Übertreibung

Der letztmögliche Schritt darf, wie al-Ġazālī für korrekt hält, von jedem Muslim durchgeführt werden, andere Juristen (fuqahāʾ) aber sind der Ansicht, dass solche Aktionen der besonderen Autorisierung durch den Kalifen oder muslimischen Herrscher bedürfen.

Grundsätzlich zu behaupten, die Ḥisba sei nur von jenen auszuüben, die von einem Imam (im Sinne eines Regenten) eingesetzt worden sind, ist irrig. Vielmehr zeigen Koran und Hadith auf, dass die Pflicht der Anwendung der Ḥisba für jeden Muslim besteht. Unsere Ahnen pflegten die disziplinierende Ḥisba zu begehen, ohne den Regenten um Erlaubnis zu fragen. Niemand, der Einsicht in Koran und Hadith besitzt, kann verneinen, dass Allahs Gebot an uns, Ḥisba zu üben, absolut und ohne Einschränkung gilt.

Grobe Zurechtweisung, das Kaputtmachen sündig verwendeter Trommeln oder Gitarren, das Auskippen von Bier oder Wein und die Ankündigung der islamischen Strafe ist also Pflicht und von jedem Koranschüler sadistisch grinsend zu verinnerlichen. Solange kein Amtsinhaber in Sichtweite ist, hat sich jeder Muslim ist als ein muṭawwiʿ zu betätigen, als Religionspolizist.

In der sich bespitzelnden islamischen Gesellschaft schützt uns alle nur die tägliche Dosis lautstarker Einschüchterung vor den Flammen der Hölle.

Das Arbeiten im Rahmen der Ǧamāʿa

Bevor wir in die Diskussion des Gedankens der Ǧamāʿa einsteigen, ist es vielleicht wichtig, unsere Nahziele ebenso zu vergegenwärtigen wie die zu ihnen führende Straße und die genaue Rolle unserer Feinde uns gegenüber. Diese Tatsachen aufs Neue betrachten, wird die Erörterung der Bedeutung der Ǧamāʿa erleichtern und uns gestatten, das Werkzeug des gemeinschaftlichen Arbeitens besser zu verstehen.

Unsere Zielrichtung und Zielsetzung betreffend, hat uns Allah folgendes befohlen:

„Etabliert die Religion und seit hierbei nicht uneins.“ (42:13)

Unsere Zielsetzung besteht aus zwei Kategorien: erstens die Menschen zur Anbetung ihres HERRN zu bringen (to bring people to the worship of their Lord) und zweitens das Gesellschaftssystem einer Stellvertreterschaft des beispielgebenden Mohammed zu errichten, das Kalifat (to establish a system of Caliphate that follows the example of the Prophet).

Die Straße, die zur Erfüllung dieser gesetzten Ziele führt und die zu beschreiten wir uns entschlossen haben, oder die, um genauer zu sein, der HERR uns zu verfolgen auferlegt hat, besteht aus drei Verpflichtungen, die entweder eine Pflicht des Individuums oder eine Pflicht des Kollektivs sind.

Diese Verpflichtungen heißen: Daʿwa, Ḥisba and Ǧihād.

Ein näherer Blick wird deutlich machen, dass diese Straße mit ihren drei Verpflichtungen nicht geebnet und gut gepflastert ist, was das Gehen auf ihr ungeheuer anstrengend werden lässt und große Opfer erfordert. Diese gewaltigen Härten haben wir auszuhalten und haben mit unseren Feinden zu ringen, um unsere letzte Bestimmung, unseren letztendlichen Zielort zu erreichen.

Niemals dürfen wir dabei vernachlässigen, die Situation und Herangehensweise unserer Feinde zu studieren, ihre Anzahl und Bewaffnung zu erforschen und die Zentren ihrer Macht sowie die Identität ihrer Führer ausfindig zu machen. Unserer Feinde sind so viele: Christen, Juden und Atheisten, die Bildergläubigen, die Anbeter der Kuh, die Islamapostaten, die Heuchler, die säkularen Führer und, nicht zuletzt, ihre [so genannten muslimischen] Bündnisgenossen, die es gewagt haben, das Islamische Gesetz umzuschreiben sowie jene Sekten, die von sich behaupten, dem Islam anzugehören, aber die nicht dem Islamischen Recht verhaftet geblieben sind.

Ihre [der Feinde] Bewaffnung ist vielfältig: Die gewaltige Wirksamkeit ihrer Massenmedien steht ihnen zur Verfügung, ihr Erziehungs- und Bildungssystem, ihre Werkzeuge kultureller Dominanz sowie ihre riesigen Armeen, die mit Massenvernichtungswaffen ausgestattet sind.

Alle diese Feinde warten nur darauf, zum Sprung auf uns Muslime anzusetzen, sobald wir es wagen, die ersten Schritte auf unserer Straße zu gehen. Sie werden alle Energien mobilisieren, um uns zurückzudrängen und zu zerstören. Niemals werden sie davon ablassen, gegen uns und unseren Glauben zu kämpfen, wie es bereits Allah angekündigt hat:

„Und sie werden nicht aufhören, euch zu bekämpfen, bis sie euch von eurer Religion abgedrängt haben, sofern es ihnen möglich ist.“ (Koran 2:217)

„Sie wünschen, das Licht Allahs mit ihren Mündern auszulöschen.“ (9:32)

Betrachten wir daher unsere Lage: Können wir diese Straße alleine bewältigen? Können wir unsere gesetzlichen Verpflichtungen von Dawa, Hisba und Dschihad aus eigener Kraft erfüllen?

Wer aber diesen Pfad zwar von seinem Anbeginn beschreiten will, doch ohne Anbindung an alle, die vor ihm waren oder mit ihm gehen, wird mit Sicherheit in Verderben und Zerrüttung enden.

Die verstreute, zersplitterte Bemühung einiger Einzelner sind noch stets verschwendet und fruchtlos geblieben.

Unser Glaube, der umfassend, fürsorglich und vollendet ist, kennt dieses Risiko und würde seine Mitstreiter nicht einfach einer derartig unerfreulichen Erfahrung ausliefern.

Das Islamische Recht (The laws of Islam)

stellt uns die optimale Antwort auf diese Herausforderung bereit. Es legt den Baugrund, auf dem wir eine echte Islamische BEWEGUNG aufbauen können, die fähig ist, ihre edlen islamischen Ziele zu erreichen und die finsteren Kräfte der Ǧāhilīya (widergöttliches Heidentum, Vor- bzw. Gegenislam) zurückzuschlagen.

Al-Qurṭubī bezieht sich auf Ibn Masʿūd und betont:

„[Er ordnet ihnen an, gehorsam zu sein gegenüber dem Prinzip der] Ǧamāʿa (Jama’ah, unity). Allah befiehlt Einigkeit (unity) und verbietet Uneinigkeit, denn Uneinigkeit ist Zerstörung und Einigkeit Erlösung.“

Und wirklich verlangt unsere Religion ja von uns:

„Befestigt die Religion und seid hierin nicht uneins.“ (42:13)

sowie

„Dies ist Mein gerader Pfad, so folgt ihm. Folgt keinen anderen Wegen, andernfalls würdet ihr euch von Seinem WEG abtrennen.“ (6:154)

ʿAlī bin Abī Ṭālib sprach: „Entfernt euch nicht voneinander, denn aus Eintracht folgt Gnade und aus Zwietracht Peinigung.“

Ibn ʿAbbās sagte mit Blick auf die beiden eben genannten Verse: „Allah, Der Allerhöchste, trug den Gläubigen die Ǧamāʿa auf und befahl ihnen, von Spaltung und Zerwürfnis fern zu bleiben.“

Unser Glaube stellt klar: „Zwei sind besser als einer und drei besser als zwei und vier besser als drei. Bleibt daher beieinander [in einer Ǧamāʿa].“

Heißt es doch: „Satan ist dem Menschen wie ein Wolf den Schafen, er versucht, eines zu vereinzeln. Meidet also die einsamen Pfade und bleibt der Ǧamāʿa verhaftet.“

Wahrlich: „Wer immer Allah, Seinen Botschafter und jene, die gläubig sind, als auliyāʾ (awliyyaa’; helpers, supporters, friends, protectors) annimmt, wird der Partei Allahs zum Sieg verhelfen.“ (Koran 5:56)

Unsere Religion lehrt uns, dass Treue zur Sache und kollektives Handeln die einzige zulässige Verwirklichung der Befehle sind, die Allah und Sein Gesandter verdeutlicht haben. Damit ist die Ǧamāʿa die einzig rechte Weise, Muslime als auliyāʾ anzunehmen.

Auliyāʾ ist der Plural von walī, was ein Herrschaftsverhältnis beschreibt und je nach Zusammenhang Schutzherr, Vormund, Freund, Klient, Schützling oder Mündel bedeutet. Man vergleiche damit das sunnitische väterliche Recht, die jungfräuliche Tochter als walī muǧbir, als „Heiratsvormund mit Berechtigung zum Zwang“, auch gegen ihr Einverständnis in die erste Ehe zu bringen, wie das Familienministerium von Malaysia klarstellt:

»1. Ist das Einverständnis der Braut in ihre Heirat erforderlich?

Ja, für jede Heirat ist das Einverständnis der Braut erforderlich. Bei einer noch nie verheirateten Frau (Jungfrau) kommt das Einverständnis von ihrem wali mudschbir [Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang].

2. Kann das jungfräuliche Mädchen durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden?

Ein jungfräuliches Mädchen kann durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden, soweit die eheliche Verbindung sekufu [standesgemäß] ist und sie für die Braut keine dharar [Beschädigung] ihrer syarie [schariarechtlichen Verpflichtungen] darstellt.

6. Wer ist wali mudschbir?

Wali mudschbir ist der biologische Vater des Mädchens oder der Großvater väterlicherseits (28).«

Die Erfüllung des von Allah an uns ergangenen Auftrags, „Religion zu befestigen“, wird uns unweigerlich in einen umfassenden Krieg mit den Feinden des Islam eintreten lassen, die an der Befestigung der Ǧāhilīya interessiert sind.

Unsere SCHARIA (Šarīʿa) mit ihren Regeln, Befehlen und Verboten ist, in ihrer Gesamtheit wie im Detail, bestens geeignet, die Islamische Arbeit erfolgreich zu machen und in Windeseile voranzubringen.

Es gibt Islamische BEWEGUNGEN, die unsere Betrachtung verdienen: Die Bewegung al-Wahhābīya der Arabischen Halbinsel, die as-Sanūsīya-Bewegung in Libyen, die Bewegung al-Mahdīya im Sudan und die Muslim Brotherhood (al-Iḫwān al-Muslimūn) zählen wir ebenso dazu wie die verschiedenen Islamischen Ǧihād-Bewegungen aller Welt, zwischen, ganz im Osten beginnend, den Philippinen und Afghanistan, über Syrien und Ägypten, bis tief in den Westen in die Staaten von Maghreb und Balkan.

Teil Sechs: Unsere Vorkehrungen

Wissen erwerben

Die Muslimische Ǧamāʿa strebt danach, das Wort der WAHRHEIT zu verbreiten und die von Allah ergangenen Anweisungen auszuführen, das Gute auf den Weg zu bringen und das Böse abzustoppen, sie kämpft für den Schutz der RELIGION Allahs, bemüht sich leidenschaftlich darum, das KALIFAT zu errichten, und sie versucht, alle Menschen dazu zu bringen, ihren HERRN zu verehren. Für diese Muslimische Ǧamāʿa ist es daher besonders wichtig, das Wissen der Rechtleitung zu erwerben und ihre Vorgehensweise an ihm auszurichten und exakt zu definieren.

Sofern also die Muslimische Ǧamāʿa für den von Allah der Menschheit gestifteten Glauben zu arbeiten wünscht, hat sie nach dem Wissen um den Dīn zu streben. Sie muss die ʿAqīda der verehrenswerten Vorausgegangenen studieren, andernfalls wird sie den rechten Pfad gegen den Pfad zur Häresie eintauschen. Sie sollte dieses wissen, um die Religion so gut wie irgend möglich zu verstehen und um andere diese Religion zu lehren und so zum ISLAM aufzurufen.

Dīn, wie das Weltall sekündlich von der Gottheit gewirkt, ins Jenseits ragend und insofern nie gänzlich mit dem Verstand zu begreifen, ist das an die Menschheit gerichtete Angebot auf Heil im Diesseits und Jenseits, ʿAqīda aber ist die persönlich eingegangene Seite des Vertrags, ein wenig dem geschlechtertheoretischen „doing gender“ vergleichbar, die ʿAqīda ist dein „doing Islam“.

Zum Islam aufzurufen heißt zu putschen, den demokratischen Staat zu stürzen und das Kalifat aufzurichten.

Exkurs zu den Salafisten ins Vereinigte Königreich.

Der Islam wird die ganze Erde beherrschen und die Freiheit gehört in die Hölle, so klärt ein britischer Salafist der „Löwen von Luton“ die Passanten mit einem Plakat auf: »Freedom go to hell«. Der Islam wird die Weltherrschaft erringen, mit uns oder ohne uns, so ist ein Kurzfilm untertitelt, der die extremistischen LIONS OF LUTON bei der Daʿwa-Arbeit zeigt. Am 10.03.2009 schrien die Islamisten heimkehrenden Soldaten des »2nd Battalion The Royal Anglian Regiment« Beleidigungen und Verwünschungen wie „Mörder!“, „Baby-Mörder!“, „Vergewaltiger!“ und „Ihr werdet in der Hölle brennen!“, entgegen. Es kam zur Strafanzeige. Am 11.01.2010 wurden fünf „Löwen“, Jalal Ahmed, 21, Yousaf Bashir, 29, Ziaur Rahman, 32, Shajjadar Choudhury, 31, Munim Abdul, 28, zu einer Bewährungsstrafe und zuzüglich einer empfindlichen Geldstrafe verurteilt (29).

Die fünf britischen Islamisten stehen den beiden extremistischen Bewegungen al-Muhajiroun und al-Ghurabaa nahe, die in Großbritannien als terroristisch eingestuft und verboten sind. Drahtzieher des Protests scheint der von einem britischen Kalifat träumende Abdul Wali zu sein („Soldaten sind Staatsterroristen … unser Ziel ist, dass die Fahne Allahs über 10 Downing Street weht“), dem der einstige Chef der örtlichen al-Muhajiroun, der 29jährige Sayful Islam („die muslimischen Protestierer sind die wahren Helden … wir können nicht schweigen, wenn Mörder durch Luton marschieren“) organisatorisch zur Hand ging. Ungezwungen gaben die Verurteilten, das Kalifat fordernden Schreihälse zu, die Ansichten des al-Muhajiroun-Führers Omar Bakri (Omar Bakri Muhammad, sein britischer Sprecher ist Anjem Choudary) zu teilen, der im Jahre 2005 des Landes verwiesen wurde und der heute im Libanon lebt (30).

Omar Bakri (Omar Bakri Muhammad) wurde 1958 als Omar Bakri Fostock in Syrien geboren. Bakri studierte am Schariainstitut in Damaskus (Faculty of Shari’a (Islamic Studies and Jurisprudence) die Fächer Scharia und Fiqh und trat noch vor dem Massaker von Hama (maǧzara Ḥamāh, Februar 1982, die Armee griff die Muslimbrüder der Stadt an, was 7.000 bis 40.000 Tote forderte, darunter 1.000 Soldaten) dem syrischen Zweig der Muslimbruderschaft bei. Am 03.03.1983, bewusst zum 59sten Jahrestag der Zerschlagung des osmanischen Kalifats, gründete er in Dschidda die Gruppe al-Muhajiroun. Zwischen 1979 und 1984 als erfolgreicher Islamstudent der Madrassa al-Saltiyyah in Saudi-Arabien wohnhaft, brachte Bakri sein Buch Kalifatsordnung im Islam (Nizaam al-Khilafah fi l-Islaam) zum Abschluss. Der Aktivist trat der panislamischen und nationalstaatsfeindlichen Kalifatsbewegung der (heute in Deutschland verbotenen) Hizb ut-Tahrir (HuT, HT) bei und wanderte am 14.01.1986 nach Großbritannien ein, wo er im folgenden Jahrzehnt entscheidenden Anteil am Erstarken der britischen HuT hatte, als deren geistlicher Führer er gelten konnte. 1996 verließ Omar Bakri mit seiner al-Muhajiroun die Hizb ut-Tahrir. Seit 2001 nennt er sich Salafist.

Bakri lobt al-Qaida als „siegreich“, freut sich, wenn amerikanische oder britische Soldaten im Auslandseinsatz getötet werden, leugnet die Existenz der christlichen Kopten, bezeichnet die Säkularen als Feinde der Religion und Planer von Verbrechen gegen den Glauben, bewundert den Rebellenführer Dschuhaiman al-Utaibi (Juhayman al-Otaibi) für die Eroberung der die Kaʿba enthaltenden mekkanischen Großen Moschee im November 1979 und will ebenfalls endlich die schwarze Flagge Allahs über dem Amtssitz des britischen Premierministers flattern sehen.

Großbritannien ist für Omar Bakri Teil der Dar al-Harb (dāru l-ḥarb, „Kriegszone“), deren Bewohner den brutalen Beutezügen der futuḥāt, der „Öffnungen“ (zu al-fātiḥ, „der Eroberer“, vgl. Sultan Mehmed II. als Namensgeber der Istanbuler Fatih-Moschee) auszusetzen sind und nicht auf eine Unantastbarkeit von Haus oder sonstigem Eigentum pochen können. Ohne gewährten befristeten und, vielleicht, gnädig verlängerten (inschallah eingehaltenen) Schutzvertrag hat der Nichtmuslim in der dāru l-ḥarb kein Recht auf Leben, alles andere wäre „ungerecht“.

Soweit zu Großbritannien, der Ǧihād ist gegen jeden zu führen, der sich dem Ansinnen auf Islamisierung in den Weg stellt, und damit zurück ins ägyptische Gefängnis:

Die Muslimische Ǧamāʿa muss lernen, wann und wie sie ihrer Verpflichtung auf Beförderung des Guten und Verhinderung des Bösen gerecht wird. Sie muss lernen, wie und gegen wen sie den Ǧihād führt.

Ein weiterer Aspekt des Wissens ist die Unterscheidung zwischen Ḥalāl (lawful) und Ḥarām (prohibited).

Ein anderer die Bewertung, ob eine Verpflichtung individueller (farḍ al-ʿain) oder kollektiver Verantwortlichkeit (farḍ al-kifāya) unterliegt.

Alle Angehörigen der Ǧamāʿa müssen so viel Wissen wie möglich über die farḍ al-ʿain erwerben, denn jene, die wissen, sind am nächsten bei Allah.

Zusätzlich sollten wir eine Gruppe von Fachleuten heranbilden, die sich zu den Gemeinschaftspflichten, den farḍ al-kifāya, bestens auskennen, damit gewährleistet ist, dass die Ǧamāʿa stets nach den Maßgaben der Šarīʿa gesteuert wird.

Teil Sieben: Unsere Walāʾ (Bündnistreue)

Alle Loyalität und Liebe sind für Allah und Seinen Gesandten reserviert. Der fromme Diener stellt seine Liebe zu Allah und Mohammed über jede andere Gefühlsregung.

Allah hat die Gläubigen angewiesen, einander zu beschützen, zu lieben, zu unterstützen und einander beizustehen, anders gesagt: einander auliyāʾ zu sein. Sie stehen zusammen als kompakte, unzerbrechliche Struktur, verbunden duch den Gleichklang von Gefühl, Gedanke, Grundsatz, Glaubenspraxis (ʿAqīda), Tradition und Brauchtum.

Teil Acht: Unsere ʿAdāwa (Feindseligkeit)

Unsere ʿAdāwa (animosity, enmity) müssen wir gegen die ẓālimūn (disbelievers, polytheists, wrong-doers) richten, und zu aẓ-Ẓālimūn sind all jene zu rechnen, die aẓ-Ẓulm praktizieren, Ungerechtigkeit, zum Beispiel Polytheismus.

Aẓ-Ẓulm tritt in zweierlei Gestalt auf:

1. Kufr oder Unglaube, ẓulm akbar

Großer ẓulm.

2. Ungehorsam, den ein Muslim begeht, ẓulm aṣġar

Kleiner ẓulm.

Die Ungläubigen betreffend: Diese müssen von uns mit der vollen Wucht des Hasses getroffen werden, mit aller unserer geheiligten Feindseligkeit, die sie schließlich umgekehrt ja auch uns entgegen bringen.

„Hass ist ihren Mündern seit jeher entsprungen, aber was ihre Herzen verbergen ist noch viel schlimmer.“ (Koran 3:118)

„Und niemals werden sie gegen euch zu kämpfen aufhören, solange, bis sie euch von eurer Religion weggebracht haben, wenn sie können.“ (Koran 2:217)

„Nie werden die Juden und Christen mit euch zufrieden sein, solange ihr nicht ihrer Religion folgt.“ (Koran 2:120)

„Lasst nicht zu, dass die Gläubigen ihre auliyāʾ (friends, supporters, helpers) unter den Ungläubigen aussuchen statt unter den Gläubigen.“ (Koran 3:28)

Der Islam schlägt sich auf die Seite Allahs statt auf die Seite Satans. Damit ist die Rolle klar, die ein Muslim gegenüber den Ungläubigen einzunehmen hat, nämlich Hass, Feindseligkeit und Härte und nichts anderes! Es sollte keine Geneigtheit oder gar Zuneigung gegenüber den Ungläubigen geben und auch keinerlei Kompromiss.

Was kann das für unsere bewahrenswerte offene Gesellschaft bedeuten, wenn junge Männer solche Sätze lesen? Das Verinnerlichen und das Leben dieser Form von religiös begründeter Meidung der „Anderen“, der als sittlich minderwertig Eingestuften, könnte vielleicht bedeuten, dass unsere Stadtteile auf Generationen in segregierte Straßenzüge zerfallen und sich die Lebenswege der so genannten Muslime von den „Unreinen“ abkoppeln. Dass Kinder auf diese Weise verhetzt werden, ist nicht hinzunehmen, weshalb man einerseits das Umfeld der Leser dieser ägyptischen Schrift genau beobachten sollte. Wir sollten wissen: wer bewirbt Naajeh Ibrahim, Aasim Abdul Maajid und Esaam-ud-Deen Darbaalah?

Zum anderen haben wir, wo wir von die Gesellschaft zerspaltenden Texten sprechen, Verse aus dem („edlen“) Koran vor uns, die von den Herren Ibrahim, Abdul Maajid und Darbaalah weder „aus dem Zusammenhang gerissen“ noch „falsch verstanden“ worden sind. Der Koran selbst, würde man ihn ernst nehmen oder wörtlich befolgen, ist ein zutiefst integrationsfeindlicher Text. Freiheitliche Demokraten müssen sich daher fragen: Wie wird der Koran im Islamischen Religionsunterricht (IRU) dargestellt werden, wo der IRU doch als flächendeckend geplant ist und Bekenntnischarachter haben soll? Wie wird die kulturrassistische und totalitäre Scharia angehenden Imamen an deutschen Hochschulen erklärt werden, wo Bundesregierung und Wissenschaftsrat die universitäre Imamausbildung fordern?

Die Bildungsverweigerung ist in Sunna und Scharia integriert, weshalb wir den ungeschmälerten organisierten Islam nicht in ein wissenschaftlich verstandenes Bildungssystem integrieren können.

Die offizielle Entwürdigung und legale Herabstufung der Frau sowie die praktizierte körperliche Gewalt gegen die Frau sind im orthodoxen Islam enthalten, weshalb wir den ungezähmten Verbandsislam nicht in unser politisches System integrieren dürfen.

Teil Neun: Unser Zusammenkommen

Unser Zusammenkommen ist einem einzigen Ansinnen gewidmet, von einer unteilbaren ʿAqīda getragen, von einem einzigen Geist durchweht.

Beim Studium unserer Šarīʿa, ihrer Verfügungen und Beschränkungen, der Geschichte der Umma und der Erfahrungen der Islamischen Bewegungen einst und jetzt sowie unserer eigenen Lebenserfahrung kommen wir zu dem Schluss, dass drei Dinge für uns besonders wichtig sind:

1. Einmütigkeit in unserer Zielsetzung

2. Eintracht in unserer ʿAqīda

3. Einheitlichkeit im Verstehen der Religion von Allah

Wo nun einerseits die geringfügigen theologischen Abweichungen (Ikhtilaf tanawwu, divergence of variety) unter Mitgliedern derselben Ǧamāʿa zulässig sind, muss andererseits jeder, ohne Ausnahme, der selben grundsätzlichen Linie folgen, wenn Werke und Taten der Ǧamāʿa der Šarīʿa entsprechen sollen.

Zur islamrechtlichen so genannten duldbaren Verschiedenheit, al-iḫtilāf at-tanawwūʿ, hat Ḫālid bin Saʿd Ḫašlān (2008) veröffentlicht (31).

Demgegenüber resultiert auf der unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheit, al-iḫtilāf at-taḍād (divergence of contradiction), der Zustand der islamrechtlichen Uneinigkeit. Hier muss die Partei, die falsch liegt, zum rechten Pfad zurückfinden, und die Abweichler sind den Muslimen völlig willkommen, sofern sie von ihrem falschen Wissen Abstand nehmen und zur Gemeinde zurückkehren.

Dieses Modell der Unterscheidung des iḫtilāf in zu tolerierenden iḫtilāf tanawwūʿ und inakzeptablen iḫtilāf taḍād ist siebenhundert Jahre alt und stammt von Taqīyu d-Dīn Aḥmad bin Taimīya‎ (1263-1328), dessen Texte unter allahzentrierten Demokratiefeinden hohe Wertschätzung genießen.

Aus »Al-Mīthāq al-ʿAml al-Islāmī. The Charter for Islamic Work« nur noch ein letztes Zitat:

Unsere Festungen sind von innen bedroht, weil wir Widersprüchlichkeiten und religiöses sowie ideologisches Abweichlertum unter uns geduldet haben, die unsere ureigenen Strukturen unterminieren konnten. Unsere Festungen sind schwach, verwirrend bevölkert und in sich uneins, unfähig, den Schlägen der Feinde zu widerstehen. Bereiten wir uns also gut darauf vor, einen Angriff durchzuführen.

Soviel ist sicher: Wir müssen darauf achten, mit niemandem Umgang zu haben, der nicht dem Volk der WAHRHEIT angehört. Dem Volk der vollständigen und bewiesenen WAHRHEIT.

So viel zum Religionsverständnis der Herren Nāǧī Ibrāhīm, ʿĀṣim ʿAbdu l-Māǧid und ʿIṣāmu d-Dīn Darbālaḥ, deren dschihadistische Schrift aus dem Jahre 1984 zwei Jahrzehnte später von einem gewissen SuBMiSSioN im Forum »Aussie Muslims. Home of Australian Muslims« angepriesen wird. Der im »In Pursuit of Allah’s Pleasure« entwickelte Begriff der islamischen Glaubensgewissheit hat SuBMiSSioN („Unterwerfung“) besonders gut gefallen. Auch Kommentator ibnuadam liest das Buch gerade, wie er am 21.07.2010 auf dem gut frequentierten britischen UMMAH FORUM erzählt (32). Man mag es SuBMiSSioN und ibnuadam wünschen und noch mehr den potentiellen Opfern, dass niemand in den Dschihad zieht.

Die Seite FISABEELILLAH, was als »fi s-sabīl l-llāh« zwar „auf dem Pfade Gottes“ heißt, aber „Das Töten der Feinde auf dem Pfade Gottes“ bedeutet, bietet Texte wie das »44 Ways Of Supporting Jihad« des mittlerweile im Jemen wohnhaften gebürtigen US-Amerikaners Anwar al-Awlaki an. Im März 2010 rief der als „bin Laden des Internet“ berüchtigte Terrorprediger zum Dschihad gegen sein Geburtsland USA auf. Dieselbe Seite bewirbt »Constants in the Path of Jihad« von Scheich Yusuf al ‘Uyayree („Scheich Yusuf war in jungen Jahren ausgezogen, um in Afghanistan gegen die Russen zu kämpfen“). Auch das ägyptische »In Pursuit of Allahs Pleasure« hat FISABEELILLAH in sein koranbasiertes und mordlüsternes Literaturprogramm integriert (33).

Erst vor sechs Jahren ist der Cheftheoretiker der Egyptian Islamic Group (EIG), Nāǧī Ibrāhīm („Dr. Najih Ibrahim, the Egyptian Al-Jama’ah al-Islamiyah chief theorist“), aus dem ägyptischen Gefängnis entlassen worden, in dem er die vergangenen 24 Jahre verbracht hatte (34).

2004 wurde, zeitgleich mit Dr. Ibrahim, 1.200 Häftlingen aus dem Umfeld der Ǧamāʿa al-Islāmīya die Freiheit geschenkt. Wie uns Terrorism Monitor berichtet (34), schlägt Dr. Ibrahim im Jahre 2010 einen auf den ersten Blick versöhnlicheren Ton an, indem er Ägyptens Islamisten dazu aufruft, vom „unrealistischen“ (unrealistic) Ziel der Machtergreifung abzusehen und der „Beteiligung und Zusammenarbeit“ (participation and cooperation) den Vorzug zu geben. Vom ersehnten Kalifat ist Herr Ibrahim womöglich gar nicht abgerückt, und alles andere als zufällig lautet der seit September 2010 durch neun Monate eher als Nachfolger von Mahdi Akef gewählten Muršid („Rechtgeleiteter“) Muhammad Badie (Badīʿ) verkündete offizielle Kurs der Muslimbrüder »mušārika lā muġāliba. Participation not confrontation«. Was oberflächlich nach Strategiewechsel klingt, könnte, nach außen, die Demokraten lediglich täuschen und nach innen ein heimliches „Der Zweck heiligt die Mittel“ flüstern wollen. Von Terrorakt und Kulturrassismus zu Diskussionskultur und Demokratie?

Einstweilen mag man Schariagelehrte nach Südostasien einladen und auf einem internationalen Kongress über die Rolle der »Muslime in multikulturellen Gesellschaften« (Singapur 2010 (35)) sprechen lassen.

Ingrid Mattson wurde 1963 in Kanada geboren, wuchs katholisch auf, studierte Philosophie, trat zum Islam über, verbrachte einige Zeit in Pakistan und ist amtierende Präsidentin der Islamic Society of North America (ISNA). Mattson ist Professorin für „Islamic Studies and Christian-Muslim Relations“ im US-amerikanischen Hartford (Connecticut). Bei Pamela Geller auf ATLAS SHRUGS erfährt man, dass die ISNA-Präsidentin jedes Verbinden von Terror und Islam für „nicht hilfreich“ hält und dass die Konvertitin öffentlich die Deklassierung der Frau im Islam leugnet (36). Rabbiner Reuven Firestone (* 1952 in Santa Rosa, Kalifornien) verfasste »Children of Abraham. An introduction to Judaism for Muslims« (den Begleitband zu »Children of Abraham. An introduction to Islam for Jews« von Khalid Durán und Abdelwahab Hechiche). Singapur hat 4,7 Millionen Einwohner: 43 % Buddhisten, 15 % Muslime, 15 % Christen, 9 % Taoisten.

Dr. Mattson und Rabbi Firestone weilten im Juli dieses Jahres ebenso in Singapur wie Senaid Kobilica. Der 1973 im bosnischen Zenica geborene norwegische Gelehrte hatte an der pakistanischen IIU (International Islamic University, http://www.iiu.edu.pk/) studiert und galt zeitweilig als rechte Hand des Großmuftis Mustafa Cerić vom European Council for Fatwa and Research (ECFR). Dieser von Scheich Yusuf al-Qaradawi geführte „Europäische Rat für Fatwa und Forschung“ steht den Muslimbrüdern nahe. Doch nicht einmal die Anwesenheit des gefeierten Gastredners Prof. Tariq Ramadan schien den kalifornischen Rabbiner Firestone aus der interreligiösen Ruhe bringen zu können. Im Kongresszentrum begeisterte man sich an der „Spiritualität“ und am „Dialog der Religionen“. Allgemeine Menschenrechte wie etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau wurden bei so viel „abrahamischer“ Harmonie gar nicht erst eingefordert.

Wenn der offene Dschihad doch umgangen werden kann, warum sollen wir die im Kalifat übliche Aufteilung der Staatsbürger in rechtsverschiedene Religionsvölker nicht auf Konferenzen herbei diskutieren?

Dieses Ansinnen etwa von Mustafa Cerić („opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“ (37)) gilt es zu verhindern.

One law for all.

Jacques Auvergne

(1) Der radikale Text findet sich beispielsweise bei Kalamullah. Muslime, lest Faraǧ Fauda, nicht Kalamullah!

http://www.kalamullah.com/Books/AllahsPleasure.pdf

Allah`s Pleasure. Ohne die (wenigen) Scan- oder Tippfehler von Kalamullah wie „such as employing the had or the foot“, richtig ist „… the hand or the foot“, nämlich zur religionspolizeilichen Ausübung körperlicher Gewalt vermittels Hand- oder Fußeinsatz.

E-Book: »In Pursuit of Allah’s Pleasure«

http://www.scribd.com/doc/2218162/Allahs-Pleasure

(2) Mīthāq, „Bündnis“ 25 mal im Koran erscheinend. Unter Ismailiten gilt der »yaumu l-mīthāq«, Tag des Versicherns, zudem als urzeitliches und urweltliches, mysteriöses Bekennen der Herrschaft Allahs durch die gesamte, noch im Zustand von Lichtpartikeln befindliche Menschheit

http://www.ismaili.net/heritage/node/12571

First Ismaili Electronic Library and Database (FIELD)

http://www.ismaili.net/html/

http://www.ismaili.net/fr/lib_fr.html

(3) Mīthāq bedeutet Zusicherung. Der schöne Schriftzug im Firmenzeichen …

http://meithaq.com/images/MithaqLogo.jpg

… gehört der Firma »Mithaq Accounting Services. We Guarantee SUCCESS in your busyness solutions«

http://meithaq.com/Partners.html

Das Logo: »Methaq. Methaq Takaful Insurance Company« …

http://www.cibafi.org/newscenter/english/ImageHandler.ashx?Img=~/Images/NewsImages/2009122381538808.jpg&H=250&W=340

ist zu finden bei CIBAFI, »General Council For Islamic Banks And Finance Institutions«

http://www.cibafi.org/NewsCenter/English/Default.aspx

(4) Die Gottheit verlangt, der Gesandte befiehlt, die Verfassung von Medina schreibt nieder: „Ein Gläubiger tötet keinen Gläubigen wegen eines kāfir und hilft keinem kāfir gegen einen Gläubigen.“ Bei: Mohamed Ibrahim: »Al-Sahifa. Die Verfassung von Medina«

http://awis-islamforschung.eu/archiv/archiv/Al%20Sahifa%20die%20Verfassung%20von%20Mediena.pdf

(5) »Prison Conditions In Egypt. A Filthy System«, Herausgegeben als »A Middle East Watch and Prison Project Report« von (der seit einigen Jahren proislamistisch arbeitenden) »Human Rights Watch«, Februar 1992.

„Other prisoners were placed in cells with water on the floor for several days. They were unable to sleep under these conditions, and become very cold from standing in the water for extended periods.“

Im Januar 1992 entschied sogar ein ägyptisches Gericht, dass es unzulässig ist, den Dschihad-Gefangenen („Ǧihād“ prisoners) lange dauernde Einzelhaft sowie die Verweigerung von Zeitungen und Büchern zuzumuten; fast zweieinhalb Jahre hatten die Klagen gegen die Haftbedingungen im Tora Liman gedauert.

http://books.google.de/books?id=PmzWW8E584oC&printsec=frontcover#v=onepage&q=Ibrahim&f=false

BBC, 08.02.2002, »Egypt scholar celebrates release«. Ein regierungskritische Soziologe, 25 Jahre unterrichtete er an der Universität zu Kairo, galt als streitbarer Demokrat und Frauenrechtler und war zu sieben Jahren Haft verurteilt worden, weil er, neben einem eventuellen Spendenbetrug und angeblicher Veruntreuung, „das Ansehen des Staates befleckt hatte“ (tarnishing Egypt’s image). Erst auf internationalen Druck kam Saad Eddin Ibrahim, der die Wahlen von 1995 als verfälscht kritisiert hatte, nach einem Jahr frei.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/1808891.stm

(6) »Human Rights Watch« (hrw) kämpft in der Bundesrepublik des Jahres 2009 pro Hidschab und damit pro Scharia. »Diskriminierung im Namen der Neutralität. Kopftuchverbote für Lehrkräfte und Beamtinnen in Deutschland«, hrw 26.02.2009. Das Kopftuch diskriminiert, keinen Pfennig für Schariafreunde.

http://www.hrw.org/de/node/80858/section/7

Nicht der Iran, Deutschland wird in Sachen Gleichberechtigung und Burka an der Pranger gestellt – von »Human Rights Watch«. Der männerrechtlich-gegenmoderne, die Kopftuchverweigerin diffamierende und die Trägerin gewalttätig dressierende islamische Schleier soll im Namen der Nichtdiskriminierung toleriert werden, meint hrw: „Die Landesregierungen sollten existierende Gesetze zum Verbot religiöser Kleidung und Symbole überprüfen und aufheben, um sicherzustellen, dass die Religions- und Meinungsfreiheit geschützt sind und das Prinzip der Nichtdiskriminierung eingehalten wird, und mit dem Ziel, Diskriminierung aufgrund von Religion und Geschlecht zu beenden.“

http://www.hrw.org/de/node/80858/section/9

»Human Rights Watch« (hrw) will 2004 mehr türkischen Fortschritt, mehr türkische Burka. »Türkei: Kopftuchverbot unterdrück akademische Freiheit«. Nicht die Burka unterdrückt, das Burkaverbot quält. Wer das globale Kalifat bzw. Europas schariakonforme Rechtsspaltung finanzieren möchte, spende an hrw. Statt zu fordern, weltweit den islamischen Schleier ins Museum zu verbannen, jammert hrw: „Der Bericht von Human Rights Watch untersucht das staatlich auferlegte Kopftuchverbot, das Tausende Frauen von höherer Bildung ausschließt. … Human Rights Watch ist der Meinung, dass das Kopftuchverbot eine ungerechtfertigte Verletzung des Rechtes auf Ausübung der Religionsfreiheit darstellt. Außerdem ist die Kleiderordnung diskriminierend und verletzt das Recht auf Bildung, Meinungs- und Religionsfreiheit und Privatsphäre.“

http://www.hrw.org/de/news/2004/06/28/t-rkei-kopftuchverbot-unterdr-ckt-akademische-freiheit

Die hrw kämpft multikulturell für die Geltung der Menschenrechte im Sénégal – für die Geltung der kulturrassistischen Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam, „Human Rights Watch fordert auch die Organisation der Islamischen Konferenz auf, das organisierte Betteln zu verurteilen, weil es im Widerspruch zu den menschenrechtlichen Verpflichtungen gemäß der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam steht.“ Ein anderer Adressat, hier die islamofaschistische OIC, erfordert eben andere Menschenrechte, da ist hrw völlig „flexibel“.

http://www.hrw.org/de/news/2010/04/15/senegal-jungen-vielen-koranschulen-schwer-misshandelt

Der hrw-Effekt, oder: Von der Äquidistanz zum allakratischen Terror. »Human Rights Watch« ruft flehentlich nach mehr Scharia für den Irak: „Einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen sind nach irakischem Recht keine Straftat. Viele irakische Milizen nehmen zwar für sich in Anspruch, islamisches Recht durchzusetzen. Doch der Human Rights Watch-Bericht zeigt auch, dass die Morde – ausgeführt auf der Grundlage von Willkür und Vorurteilen, ohne Beweise oder rechtmäßige Prozesse – die Rechtsstandards der Scharia missachten. Diese beinhalten die Forderung nach einem rechtmäßigen Verfahren, dem Nachweis der Schuld sowie dem Schutz der Privatsphäre.“

http://www.hrw.org/de/news/2009/08/17/irak-morde-homosexuellen-stoppen

»Human Rights Watch« ehrt eine Autorität der Schariagelehrsamkeit: „Abd al-Rahman al-Lahim’s Gerechtigkeitssinn wird durch seinen Einsatz für jene in Saudi-Arabien deutlich, die willkürlich aufgrund dubioser Interpretationen der Scharia (Islamisches Recht) verfolgt werden. Sein beständiges Streben nach mehr Gerechtigkeit und seine gründlichen Kenntnisse der islamischen Lehre sind wertvolle Katalysatoren auf dem Weg zu einem Wandel innerhalb des despotischen saudi-arabischen Rechts. … Al-Lahim ist ein Gelehrter der Scharia mit klassischer Ausbildung. Gerade sein Verständnis religiöser Lehren des Islam machen ihn zu einer solch beeindruckenden Kraft im Einsatz für Reformen unter Berücksichtigung der Menschenrechte.“ Verabscheuenswertes ist also falsch verstandene Scharia, Glück für alle kann mit noch gründlicher angewendetem Allahgesetz erreicht werden. Kann man hrw das Spendensammeln verbieten?

http://www.hrw.org/de/news/2008/09/14/f-nf-aktivisten-erhalten-human-rights-watch-awards

(7) Den Nationalstaat im Namen der Religionsfreiheit überwinden, multikulturell jedem Stamm sein eigenes Stammesgesetz ermöglichen.

NZZ, 28.12.2008, »Scharia-Gericht in der Schweiz?« Pascal Hollenstein warnt uns: „Vor dem Gesetz sind alle gleich. Ein Freiburger Professor stellt diesen Grundsatz jetzt in Frage. Er verlangt Sonderrechte und eigene Gerichte für Ausländer. Muslime unterstützen diesen „Rechtspluralismus“, Politiker sind entsetzt. … Giordano vermutet zudem, dass in der Schweiz Scharia-Gerichte bestünden, die allerdings jeder Kontrolle entzogen seien. Dieses Schattendasein müsse beendet werden, fordert er: Der Staat müsse Scharia- und andere religiöse Gerichte für Immigranten in der Schweiz anerkennen. Dabei denkt er vor allem an Prozesse in Zivilsachen, aber auch bei Delikten bis zur Körperverletzung.“

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html

(8) »MERIA. Middle East Review of International Affairs« Volume 5, No. 4 – December 2001. David Zeidan: THE ISLAMIC FUNDAMENTALIST VIEW OF LIFE AS A PERENNIAL BATTLE

„Ibrahim, Abdul-Majid, and Darbaalah, who are close to al-Jama’a al-Islamiyya, criticize Muslims who believe that Ǧihād is only permitted in self-defense, or that Ǧihād should be postponed for various reasons.“

http://meria.idc.ac.il/journal/2001/issue4/jv5n4a2.htm

(9) Islamischer Klerus – Töten für die einzig sittliche Sozialordnung, die Scharia. Sheikh Mohammed al-Ghazali al-Saqqa (1917–1996).

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fb/Gazali.gif

(10) Der Islam als die „im Kern friedliche Religion“? Der unter Sunniten weltweit hoch angesehene Azhar-Scheich al-Ghazali (1917–1996) hat den Islam ja vielleicht noch nicht ganz verstanden, wenn er sinngemäß äußert: Muslim, du musst jeden töten, der sich der Scharia widersetzt, wenn dein Staat das nicht für dich übernimmt! „Sheik Ghazali told an Egyptian court that anyone who openly resisted the full imposition of Islamic law was an apostate who should be killed either by the government or by devout individuals.“, aus: Douglas Jehl: »Mohammed al-Ghazali, 78, An Egyptian cleric and scholar«, The New York Tomes 14.03.1996

http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=9C02E4DF1639F937A25750C0A960958260

(11) ALKAUTHAR INSTITUTE – ENRICHING LIVES GLOBALLY! Australien, Indien, Südafrika, Großbritannien.

http://www.alkauthar.org/contactus.asp

Al-Kauthar, wörtlich Reichlichkeit, Fülle, ist ein köstliches Gewässer im Paradies und eine schiitische Netzseite.

http://www.al-kauthar.de/Persoenlichkeiten/Persoenlichkeiten.htm

Tariq Appleby was born and grew up in Cape Town, South Africa. His family background is a mix of Malay, Indian and his great grandfather was English.

http://www.alkauthar.org/content.asp?pgc=tariqa&From=Our%20Instructors

Tariq Appleby, der Prediger aus Südafrika malaiischer, indischer und englischer Abstammung

http://www.youtube.com/watch?v=iXKsiK7Ws50

alKauthar Institute – Scheich Bilal Ismail

http://www.youtube.com/watch?v=N4Y8IIRYm6c&feature=related

Unterstützt wird das ALKAUTHAR-Institut von der britischen, australischen und neuerdings auch kanadischen »MERCY MISSION« – „Mercy Mission UK is a not-for-profit, broad based Islamic community organisation and registered charity set up in order to enable Muslims to play an active part in the communities in which they live, work and play through the peaceful message of Islam.“

http://www.mercymission.org.uk/mercymissionuk/?section=aboutus&page=Values

»From Dawa To Jihad. The various threats from radical Islam to the democratic legal order«, gefunden bei: Federation of American Scientists.

These forms of radical Islam try to undermine the structures of the democratic legal order via covert Dawa. At an international level there have been indications that in particular the radical branches of the Muslim Brotherhood employ covert Dawa strategies. Rather than confronting the state power with direct violence, this strategy seeks to gradually undermine it by infiltrating and eventually taking over the civil service, the judicature, schools, local administrations, et cetera.34 Apart from clandestine infiltration, covert Dawa may also be aimed at inciting Muslim minorities to civil disobedience, promoting parallel power structures or even inciting Muslim masses to a revolt.

http://www.fas.org/irp/world/netherlands/dawa.pdf

(12). »The Peace and Justice Foundation«, a Muslim led grassroots human rights organization based in Montgomery County, Maryland. Der US-Amerikaner, Geschäftsführer besagter Institution und Seitenbetreiber Mauri’ Saalakhan, weder Iraner noch Schiit, nennt den glaubensbewegten Massenmörder und Diktator Ayatollah Chomeini „einen unserer edlen Brüder, recognizing the worth of one of our noble brothers“ und bewirbt im selben Text die Schrift »In Pursuit of Allah’s Pleasure« (The Charter For Islamic Work).

http://www.peacethrujustice.org/imamkhomeini.htm

Mauri’ Saalakhan. „Muslim, Rechtsanwalt, Menschenrechtsaktivist, Autor und Poet.“

http://www.youtube.com/watch?v=btSvsQoRe4c

»Mauri SaalaKhan – Columbia University«

http://www.youtube.com/watch?v=IRB5wcsXvvE

»Cases of Preemptive Prosecution Mauri Saalakhan 3«

http://www.youtube.com/watch?v=rckQKTwRt2c

2010 al-Quds Day Rally Washington DC. Mauri Saalakhan.

http://www.youtube.com/watch?v=dRsNv9DhIcQ&feature=related

(13) Der poetische Rechtsanwalt Mauri’ Saalakhan, bei der israelfeindlichen Seite »The Palestinians` HOLOCAUST«.

http://www.thepalestiniansholocaust.com/author-biography

(14) The Investigative Project on Terrorism (IPT) titelt »Conspiracy Theories, Terror Support Found in ISNA Convention Literature« und erkennt Saalakhan als Bewunderer der islamischen Diktatur Iran und seines Diktators:

»On page 221, in the chapter „Target Iran,“ Saalakhan writes of the pleasure in meeting Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, but: „The Zionists and their supporters have made him into a lightning rod for controversy since his public statements on the holocaust and the State of Israel.“«

http://www.investigativeproject.org/1397/conspiracy-theories-terror-support-found-in-isna

(15) Für den islamisch begründeten Totalitarismus von Muslimbruderschafts-Nähe und Chomeini-Verherrlichung ist der Völkermord an den Juden nutzbar zumachen: »Hitler Yesterday Israel Today. THE GRANDCHILDREN OF HOLOCAUST SURVIVORS FROM WORLD WAR II ARE DOING TO THE PALESTINIANS EXACTLY WHAT WAS DONE TO THEM BY NAZI GERMANY … BUILDING WALLS & FENCES TO KEEP PEOPLE IN PRISON«.

http://www.thepalestiniansholocaust.com/hitler-yesterday-israel-today

(16) Muslimbruderschaft : “The improvement and change that the [Muslim] nation seeks can only be attained through jihad and sacrifice and by raising a jihadi generation that pursues death just as its enemies pursue life”, aus dem Text »The Region: Jihad is the answer«, von Barry Rubin am 18.10.2010 in THE JERUSALEM POST

http://www.jpost.com/Opinion/Op-EdContributors/Article.aspx?id=191750

Musharika wa laisa mughaliba, Mitarbeiten statt Dominanz suchen. Originalzitat von Dr. Muhammad Badie (Badīʿ), bei: ikhwanonline = Muslimbruderschaft, 30.09.2010. Der Hinweis findet sich etwa bei http://politicalislamism.wordpress.com/. Der schreibende Herr mit Krawatte ist Badie, amtierende Nummer Eins der MB. Das „participating but not seeking a majority“ ist ebenfalls Motto der jordanischen Islamic Action Front (IAF)

http://www.ikhwanonline.com/Article.asp?ArtID=71461&SecID=0

(17) »Riyaa: Hidden Shirk«, Abu Ammar Yasir al-Qathi, Edited by Dr. Abu Ameenah Bilal Philips, © 1997 Dar al-Fatah.

http://www.islamicbookstore.com.au/img/productImages/AS0221.jpg

Zu finden in Australien: The Islamic Bookstore. Your Islamic Knowledge Online Superstore, 165 Haldon Street, Lakemba NSW 2195 AUSTRALIA.

http://www.islamicbookstore.com/b1874.html

»Riyaa: Hidden Shirk«Yasir al-Qadhi, Dr. Abu Ameenah Bilal Philips. Produktbeschreibung: „A systematic treatment of one of the most dangerous spiritual diseases, by which the intention is misdirected and the reward of good deeds is lost. Draws on the works of early scholars, like Ibn al-Jawzee and Ibn Rajab, as well as modern scholars.“

http://www.islaam.com/Article.aspx?id=291

(18) Auch auf Schwedisch besteht Interesse am širku l-aṣġar (şirku’l asğar, shirkul asgar). Kleiner Schirk, Mindre shirk.

http://www.turban.se/2010/10/16/mindre-shirk-dold-shirk/

Mindre shirk – uppenbar shirk

http://www.turban.se/2010/10/14/mindre-shirk-uppenbar-shirk/

Wer als Schwede gegen den kleinen Schirk predigt, beklagt sich über einen Völkermord an den Palästinensern im Gaza-Streifen und hat nichts gegen Raketen einzuwenden, die auf Sderot abgefeuert werden. Bruder Abu Halim aus Malmö arbeitet für das Scheich Yusuf Estes verehrende Hikmainstitutet (Eriksfältsgatan 37, 214 55 Malmö, Sweden, http://hikma.se/). Schwester Hanumica, Göteborg. Amanda Gonzalez („Schwester Amanda“), Muslima seit Dezember 2007. Bruder Kajs, geboen und aufgewachsen in Norrköping.

http://www.turban.se/category/folkmord/

Eine Burka für Pippi Langstrumpf? Abu Halim från Hikmainstitutet.

http://hikma.se/bloggen/

Scheich Yusuf Estes besucht Schweden. Alhamdulillah, Shaykh Yusuf Estes kommer på besök till Sverige.

http://www.hikma.se/bloggen/aktuellt/shaykh-yusuf-estes-besker-sverige/

(19) »The recent earthquake and flood in China are both signs of the end times«, weiß der türkische Wissenschaftsfeind Harun Yahya

http://tr1.harunyahya.com/Detail/T/EDCRFV/productId/15321/THE_RECENT_EARTHQUAKE_AND_FLOOD_IN_CHINA_ARE_BOTH_SIGNS_OF_THE_END_TIMES

(20) Zittert, ihr Heiden, der Mahdi wird Rom islamisieren! Harun Yahya: “One of the earthquakes reported by the Prophet (may Allah bless him and grant him peace) as heralding the coming of Hazrat Mahdi (pbuh) is to take place in Italy. The hadith describes how Hazrat Mahdi (pbuh) will achieve the spiritual conquest of Rome through his intellectual activities and how the walls of the Vatican will be destroyed by an earthquake. The collapse of the walls of the Vatican as revealed in the hadith is an indication of homes and churches, in short of buildings, collapsing and being destroyed in an earthquake due to take place in the region.”

http://us2.harunyahya.com/Detail/T/EDCRFV/productId/13806/THE_VATICAN_IS_BEING_ROCKED_BY_EARTHQUAKES!_1

Noch zu Harun Yahya (Adnan Oktar). Den aus einem Baum oder Stein heraus erklingenden Aufruf zum islamischen Judenmorden möchte Harun Yahya bitte nur spirituell verstanden wissen, jedenfalls den Baum oder Stein betreffend.

Abu Huraira (ra) reported Allah’s Messenger (saas) as saying:

“The Last Hour would not come unless the Muslims will fight against the Jews. The Jews would hide themselves behind a stone or a tree and a stone or a tree would say: ‘Muslim, or the servant of Allah, there is a Jew behind me; come and kill him;’ but the tree Gharqad would not say, for it is the tree of the Jews.”

(Sahih Muslim, Kitab al-Fitan wa Ashrat as-Sa’ah, Book 41, 6985)

“So that Jews will hide behind trees and the tree will say “Muslim! The servant of Allah! Come, look there is a Jew behind me, he hid here, behind me, come and punish him”. Only the tree Gharqad will not say, for it is the tree of the Jews.”

(Kitab al-Fitan, hadith. 2239)

http://tr1.harunyahya.com/Detail/T/EDCRFV/productId/28440/_STONES_AND_TREES_CALLING_OUT__KILL_THE_JEWS_,__AS_REVEALED_IN_THE_HADITHS,_IS_MEANT_IN_A_FIGURATIVE_SENSE._A_BELIEVER_WILL_NOT_ACT_ACCORDING_TO_A_VOICE_COMING_FROM_STONES_AND_TREES_AND_WILL_NOT_KILL_AN_INNOCENT_PERSON._A_MUSLIM_ACTS_SOLELY_ACCORDING_TO_THE_MORAL_VALUES_OF_THE_QUR_AN

Juden sind eigentlich Muslime, und der erwartete jüdische Maschiach oder Moschiach ist der schiitische bzw. Chiliastisch-sunnitische Heerführer des Lichts, al-Mahdi. The Messiah whom the Jews await as the savior of mankind in the End Times is the Hazrat Mahdi (as) awaited by Muslims. … It appears from all these portents that this is the century in which Hazrat Mahdi (as), awaited by the Jews as the King Messiah, has come. Harun Yahya.

http://tr1.harunyahya.com/Detail/T/EDCRFV/productId/26504/THE_JEWS_MUST_ACT_WITH_THE_MORAL_VALUES_OF_THE_KING_MESSIAH_

Ein echter Mahdi ohne Armee ist arbeitslos. Zur Abhilfe gibt es im Irak die Mahdi-Armee. Allahs Faschisten proben den Gleichschritt. Mahdi Army militiamen march in Basra. Photo copyright: Nabil al-Jurani. Gefunden bei Middle East Journal (Michael J. Totten)

http://www.michaeltotten.com/archives/images/Mahdi%20Army%20in%20Basra%20copyright%20Nabil%20al-Jurani.jpg

Scouting allahkratisch faschisiert. Lord Baden-Powell kann dazu nichts mehr sagen, und die Weltpfadfinder von WOSM / WAGGGS trauen sich leider ja noch nicht einmal, die diskriminierende Scharia zu kritisieren. Die schiitische terroristische Miliz der Hisbollah zweckentfremdet den Pfadfindergedanken. Imam al-Mahdi Scouts.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/b/b0/Imam_al-Mahdi_Scouts.png

Mahdi-Scouts, mit Hisbollah-Fahne.

http://www.bintjbeil.org/media/pics/1192967191.jpg

Mahdi-Scouts.

http://www.moqawama.org/uploaded/12_1.jpg

„Pfadfinder“ der Mahdi-Scouts tragen große Bilder der Ayatollahs Chomeini und Chamene’i sowie von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah.

http://www.alintiqad.com/uploaded/essaysimages/yawmalkudsnabatye3.jpg

(21) In jedes Haus! Am 02.02.2010 veröffentlicht FAZ-net: „Wir haben die Mission, den Islam in jedes Haus in Deutschland zu tragen“, aus : Arne Leyenberg: »Vom Boxer Pierre Vogel zum Prediger Abu Hamsa«

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EC23D2E0D874A41D5B3BDA491A9D3DE10~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Kommentator ardian E. aus B. sekundiert: „Der Islam wird in jedes Haus eindringen, das, weil dies die Wahrheit des Allmächtigen, des Allweisen ist.“ anlässlich des Verhaltens der Schweiz: „Wir fordern von der Schweizer Regierung, daß das Einreiseverbot gegen Pierre Vogel aufgehoben wird!“

http://petitionen.com/petitions/12?page=2&prettyurl=gegen-einreiseverbot-von-pierre-vogel-in-die-schweiz

(22) dans chaque maison

REVIVING THE ISLAMIC SPIRIT, Toronto, Kanada, 25.-27.12.2009. « L’islam va entrer dans chaque maison. », RIS8 (8e Congrès du Renouveau de l’esprit islamique), bei Minute 1 :50. Bei: POSTE DE VEILLE

http://www.postedeveille.ca/2009/12/canada-%C3%A0-toronto-du-2528-d%C3%A9cembre-lislam-%C3%A0-la-conqu%C3%AAte-du-canada-et-du-monde.html

»SOS: Saving the Ship of Humanity« war im Jahre 2009 der Titel einer gigantischen Veranstaltung zur Vergewisserung der eigenen islamischen Korrektheit. Im Folgejahr heißt es »Rules for the Road of Life: Reviving the 10 Commandments in the Modern World«. Seit 2003 jedes Jahr: RIS, REVIVING THE ISLAMIC SPIRIT.

http://www.revivingtheislamicspirit.com/kr/index.html

»“Reviving the Islamic Spirit” or Promoting Islamic Dominance?« Bei: FRONTPAGEMAG, David Horowitz.

Jonathan Usher berichtet als Augenzeuge: “There was no discussion of universal women’s human rights or the actual treatment of women in Islamic countries. … Lastly, to cheers, he said that his primary commitment was to Allah, not to America. His speech was a call to battle. It had little to do with peaceful co-existence with the West, but was an exhortation for Islam to dominate the West.”. Yusuf Islam (Cat Stevens) und Tariq Ramadan durften 2009 nicht fehlen wie der Führer der US-amerikanischen Muslimbrüder, Jamal Badawi.

http://frontpagemag.com/2010/02/05/%E2%80%98reviving-the-islamic-spirit%E2%80%99-or-promoting-islamic-dominance/

Muslimbruderschaft USA, Jamal Badawi. DISCOVER THE NETWORKS weiß zum Multifunktionsträger: “Muslim lecturer and professor, Member of the Fiqh Council of North America, the Islamic Society of North America, the Consultative Council of North America, the Juristic Council of North America, the International Union of Muslim Scholars, the European Council for Fatwa and Research, and the Council on American-Islamic Relations. Former Board of Directors member of the Muslim Brotherhood in the United States. Founding incorporator of the Muslim American Society.“

http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=1009

Gamal Badawy?! Muslimbruder Jamal Badawi reist in die Niederlande. Die Yusuf al-Qaradawi unterstehende FIOE freut sich, dass „Gamal Badawy“ an der Erasmus-Universität zu Rotterdam dozieren darf. “The Federation of Islamic Organizations in Europe (FIOE) has announced that U.S. Muslim Brotherhood leader Jamal Badawi was scheduled to lecture last December at a program co-sponsored by the Federation of Islamic Organizations in Holland (FION), the Dutch FIOE member organization. … At the same time the Federation is holding a series of events, including a lecture by Prof. Gamal Badawy on “The Rights of Women in Islam”, a subject which was chosen for its importance as well as its relevance to the Muslim Family in Europe Campaign which was initiated by the Federation of Islamic Organizations in Europe this year 2009. The lecture will be held in the large conference hall at Erasmus University in Rotterdam.“, bei: THE GLOBAL GLOBAL MUSLIM BROTHERHOOD DAILY REPORT

http://globalmbreport.com/?p=2061

Rednerliste. RIS8 Speakers.

http://www.convention.revivingtheislamicspirit.com/speakers/

(23) in every house

Der wichtige Muslimweltbürger „Ahmed“ kommentiert siegesgewiss am 16.05.2010 – “Der Islam wir sich in allen Weltgegenden ausbreiten und in jedes Haus eindringen, ob es euch nun gefällt oder nicht. Islam will spread into the four corners of the world and in every house on earth and whether you like it or not.”

http://www.beersteak.com/breaking-news/muslim-population-by-country/

(24) ‘Ilm al-Ghayb, ʿilmu l-ġaib, die Wissenschaft vom Unsichtbaren.

http://www.islam786.org/ilmalghayb.htm#130115036

It is an established fact that Jinns are absolutely ignorant of Ghayb. Therefore, to ask them about it is idiotic and Haraam. If one believes that they do possess the Knowledge of the Unseen (Ghaib), this is indeed Kufr.

http://www.nooremadinah.net/Documents/Ahle-SunnahWalJamaat/57%29SeekInformationFromJinns/SeekInformationFromJinnsPrint.asp

Can Jinn take the form of man?

http://www.questionsonislam.com/index.php?s=article&aid=10104

Ilm-e Ghaib, ʿilmu l-ġaib, die Wissenschaft vom Unsichtbaren.

http://ahlejannat.wordpress.com/2007/08/17/ilm-e-ghaib-knowledge-of-unseen/

(25) Medizinisch orientierte Geisterkunde nach Koran und Sunna. Weil es im Islam noch richtig spukt, schrieb Dr. Ameen »The Jinn and Human Sickness. Remedies in the light of Qur’aan and Sunnah«, wo die Frage „How does the witch perform witchcraft?“ ihre ebenso islamrechtlich einwandfreie Beantwortung findet wie das „protection against the evil eye“. Leseprobe von Seite 192. The witch strives to spread all harm and corruption on society, and he enjoys that … destroying crops and livestock, starting fires, damaging trade goods, causing division between man and wive. … The witch then continues to act like a germ, eating away the bones of society until it becomes weak.

http://www.esnips.com/doc/4da202ff-a25b-4f58-ad27-10dd201e46e6/The-Jinn–Human-Sickness

(26) Josef van Ess »Zwischen Ḥadīṯ und Theologie. Studien zum Entstehen prädestinatianischer Überlieferung« (Berlin 1975), Seite 101, 103, 105 usw.: „Jeder Mensch wird in seiner anerschaffenen Natur (ʿalā l-fiṭra) geboren. Seine Eltern sind es also, die ihn zu einem Juden, einem Christen oder einem Zoroastrier machen … Jedes Kind wird als anima naturaliter moslemica geboren.“

http://books.google.de/books?id=j5ThkhlBHfEC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false

(27) Auf dem Markt die Gewichte und Maße kontrollieren … und die Einhaltung der Scharia, das koranbasierte Wohlverhalten (la bonne conduite). Das französische Wiki ist noch etwas knapp gehalten: Le muhtasib, ou mohtaseb est un fonctionnaire de la cité musulmane, chargé de la police des marchés, du contrôle des poids et mesures, et aussi, d’une façon générale, de veiller à la bonne conduite de tous en public, éventuellement réprimer les abus, conformément à la loi.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Muhtasib

Und was „la bonne conduite“ nach Maßgabe Allahgottes, wessen sonst, ist, sagt mir der wahhabitisch-salafistische Scheich Muhammed Salih Al-Munajjid auf seiner Seite ISLAM QUESTION & ANSWER: „La bonne conduite nourrit l’âme et la prépare pour la vie future. Sich wohl zu verhalten nährt die Seele und bereitet auf das jenseitige Leben vor.“

http://www.islam-qa.com/fr/ref/10016

Mehr „bonne conduite“ bei Scheich al-Munajjid auf ISLAM Q&A, Saudi-Arabien.

http://www.islam-qa.com/fr/search/%22bonne%20conduite%22/AllWords/t,q,a

http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?11302-Sheikh-Muhammed-Salih-Al-Munajjid

Auf »Sunni Forum« ist nicht jeder von Scheich al-Munajjid angetan: What do you think brothers and sisters about the wahabi/selefi Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid from (islam – qa) , I find his view on women and jihad quit extreme.

http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?11302-Sheikh-Muhammed-Salih-Al-Munajjid

ISLAMOPEDIA hingegen, verantwortet von Jocelyne Cesari, steht John Esposito, Ekmeleddin Ihsanoglu (OIC-Generalsekretär), Abdullahi Ahmed An-Na’im (Emory Law School) sowie Tariq Ramadan problemlos nahe und scheint die Ansichten des saudi-arabischen Scheichs zum Dschihad zu billigen.

http://islamopediaonline.com/fatwa/sheikh-muhammad-saleh-al-munajjid-saudi-arabia-answers-question-day-and-age-jihad-required-eve

“Islamopedia Online aims to become a premier online destination for enhancing understanding of Islam among educators, policymakers, media, and the general public. Religion is an influential force in cultural identity, national and global affairs, and democratization, but is often misunderstood by policy professionals, the media, and the general public.”

http://islamopediaonline.com/content/about-islamopedia-online

Jocelyne Cesari. EURO-ISLAM.INFO

http://www.euro-islam.info/2007/02/05/jocelyne-cesari/

Noch zum islamisch korrekten Verhalten. Indische Schiiten: »Islamic Morals. Good Manners and the Islamic Behaviour«, bei: Momin Research Foundation, Hyderguda, Hyderabad – 500 029, INDIA.

http://www.momin.com/urdu/Books/Islamic+Morals-7/Introduction+of+islamic+morals-7/Lesson+39+Good+Manners+and+the+Islamic+Behaviour-311.html

Die indischen Schiiten verlinken ins kalifornische (!) Dublin zum IMAM ALI ISLAMIC CENTER (IAIC) sowie ins deutsche Frankfurt zur PAK-HAIDERY ASSOCIATION GERMANY.

IMAM ALI ISLAMIC CENTER (IAIC), 75 Dublin Canyon Rd, Castro Valley, CA 94588, USA “Our Resident Alim Hujjatul Islam Syed Zaheer-ul Hassan is available at all times for any inquiries or questions about Islam.”

http://www.almustafausa.com/programs.html

Pak Haidery Association Germany e. V., Linkstraße 7, 65933 Frankfurt am Main

http://www.pak-haidery.com/

(28) Wali Mudschbir (wali mujbir), Malaysia: »Consent To Marriage«.

Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

Who is a Wali Mujbir?

Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.

http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&code=4&faqtitleID=5&lang=eng

Das politreligiöse Südostasien will die Frau deklassieren und bewirbt den Hidschab, Aurat ist das islamideologisch-misogyne Konzept vom Schambereich (ʿaura, anglisiert awrah).

Fünf Beispiele zum Suchbegriff: „aurat wanita“

Tudung Standard Islam

http://isteri.blogmas.com/files/2007/12/tudung-standard-islam.JPG

Wanita Muslimah

http://1.bp.blogspot.com/_DF2i7FpThu8/SooEohkaaJI/AAAAAAAAASw/qAyc2dLMDY0/S399/wanita-muslimah.jpg

Kesalahan Gambar. Schwester, kleidest du dich keusch genug oder zu nuttig?

http://media.photobucket.com/image/%252522aurat%20wanita%252522/emre_lead/aurat.jpg

Jom! Cover Aurah

http://cikguhanisah.files.wordpress.com/2009/07/429066054l2.jpg?w=390&h=292

Früh übt sich, was lebenslang unterworfen sein will

http://harapandiri.files.wordpress.com/2008/10/foto068.jpg

(29) YouTube. LIONS OF LUTON »Islam will dominate the world. Freedom go to hell!«

http://www.youtube.com/watch?v=TvAT7j4L1xY

YouTube. Die LIONS OF LUTON beleidigen am 10.03.2009 aus dem Irak heimkehrende britische Soldaten während einer Parade. YouTube. BFBS REPORT: 5 Muslim Men Found Guilty of Abusing Royal Anglian Soldiers by Luton Magistrates Court

http://www.youtube.com/watch?v=75gXESlb0_Q&feature=related

BBC berichtet am Tag der Gerichtsverhandlung (11.01.2010) zu den angeklagten LÖWEN VON LUTON: “Jalal Ahmed, 21, Yousaf Bashir, 29, Ziaur Rahman, 32, Shajjadar Choudhury, 31, Munim Abdul, 28, were found guilty.”

http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/beds/bucks/herts/8452616.stm

2nd Battalion The Royal Anglian Regiment. Nach dem Regimentslied, „The Lincolnshire Poacher“, wird die Einheit unter Soldaten scherzhaft THE POACHERS (“Die Wilderer, die Wilddiebe”) genannt. Dieses Foto wurde von „ricklus“ am 12. März 2009 in New Boultham, Lincoln, UK aufgenommen.

http://farm4.static.flickr.com/3562/3354220211_5b9955597e_z.jpg

Luton Lions. Keine Soldaten, eher wohl Rebellen. Globaler Politislam.

http://98thentry.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/rcp_muslims_luton_6_959564a.jpg

(30) Am 14.03.2009 schreibt David Harrison (»Luton`s Muslim extremists defy public anger«) beim TELEGRAPH: “The fundamentalists claim not to be part of an organised group but it is widely accepted they are the successors to Al-Muhajiroun and Al Ghurabaa, extremist organisations banned in Britain under anti-terrorism laws. The protesters admitted freely that they shared many values with Al-Muhajiroun whose leader, Omar Bakri Muhammad, was banned from Britain in 2005 and now lives in Lebanon.“

http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/4991313/Lutons-Muslim-extremists-defy-public-anger.html

Zu Sheik Omar Bakri Mohammed schreiben Elaine Sciolino und Don Van Natta Jr am 1007.2005: »For a Decade, London Thrived as a Busy Crossroads of Terror«, NEW YORK TIMES:

“For two years, extremists like Sheik Omar Bakri Mohammed, a 47-year-old Syrian-born cleric, have played to ever-larger crowds, calling for holy war against Britain and exhorting young Muslim men to join the insurgency in Iraq. … In a sermon attended by more than 500 people in a central London meeting hall last December, Sheik Omar vowed that if Western governments did not change their policies, Muslims would give them „a 9/11, day after day after day.“ If London became a magnet for fiery preachers, it also became a destination for men willing to carry out their threats. For a decade, the city has been a crossroads for would-be terrorists who used it as a home base, where they could raise money, recruit members and draw inspiration from the militant messages.”

http://www.nytimes.com/2005/07/10/international/europe/10qaeda.html?ei=5070&en=199f139274bedc6b&ex=1121918400&th=&emc=th&pagewanted=all

(31) Khālid ibn Sa’d Khashlān zur duldbaren Verschiedenheit. »Ikhtilāf al-tanawwu‘«, Saudi-Arabien 2008.

http://www.arabicbookshop.net/main/details.asp?id=177-308

Iḫtilāf at-taḍād (ikhtilaf al-tadad). Die nicht zu tolerierende Abweichung vom Kurs. „Ibn Taymiyyah has distinguished two levels of disagreement“, weiß Dr. Muhammed Hashim Kamali von der International Islamic University Malaysia (IIUM), man sagt am Ort auch Universiti Islam Antarabangsa Malaysia (UIAM). An der von acht OIC-Staatsregierungen finanzierten IIUM lehrte zwischen 1989 und 1992 die in den USA geborene „feministische Koranexegetin“ Amina Wadud. Ebenfalls an der IIUM war der Schariafreund und bekennende Neo-Osmane Professor Ahmet Davutoğlu (Neo-Ottomanism, Yeni Osmancılık) zwischen 1990 und 1993 tätig. Der einstige Erdoğan-Berater ist mittlerweile türkischer Außenminister und sinniert über eine türkische Großmachtrolle („Pax Ottomana“).

http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?5997-The-Scope-Of-Diversity-And-Ikhtilaf-In-The-Shariah

http://www.alwihdah.com/fikr/adab-ikhtilaf/contradiction-ethics-difference.htm

Prof. Dr. Ahmet Davutoğlu, Lebenslauf, bei: Republic of Turkey, Ministry of Foreign Affairs.

http://www.mfa.gov.tr/ahmet-davutoglu.en.mfa

Al-iḫtilāf at-taḍād

http://www.alwihdah.com/fikr/adab-ikhtilaf/contradiction-ethics-difference.htm

(32) Kommentator SuBMiSSioN wirbt auf »Aussie Muslims« für die Lektüre von »In Pursuit of Allah’s Pleasure«. Certainty, Glaubensgewissheit.

http://www.aussiemuslims.com/forums/showthread.php?t=3069

Auch Kommentator ibnuadam liest im Sommer des jahres 2010 gerade »In Pursuit of Allah’s Pleasure«.

http://www.ummah.com/forum/showthread.php?266026-which-Islamic-Book%28s%29-you-are-reading

Islamerzeuger Saudi-Arabien und der islamisch begründete Terror

Martin Gehlen: »Al-Qaida-Zelle mit 101 Mitgliedern ausgehoben« Zeit-online, 24.03.2010.

„Im Mai 2003 starben durch drei Autobomben, gezündet von Selbstmordattentätern, 35 Ausländer, Hunderte wurden verletzt. … Unter dem starken Fahndungsdruck verlagerte al-Qaida seinen Schwerpunkt in den benachbarten Jemen, wo sie sich seit Anfang 2009 ebenfalls wieder unter dem Namen „Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel“ neu formierte und organisierte.“

http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-03/saudi-arabien-al-qaida-2

Martin Gehlen: »Die Gefahr ist längst nicht gebannt«, ZEIT-online, 25.03.2010.

„Stattdessen ließ die Regierung im Eiltempo fünf Spezialgefängnisse für Terrorverdächtige hochziehen. Millionen wurden in ein Rehabilitationsprogramm gesteckt, dass als Pionierprojekt Lob und Anerkennung aus der ganzen Welt erfährt.“

http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-03/al-qaida-saudi-arabien

Sunna hier, Kalifat da. Hizb ut-Tahrir: »Khilafah. Building a global movement for Khilafah«

http://www.khilafah.com/index.php/concepts/islamic-culture/10520-the-preservation-of-sunnah

Aus der Demokratie aussteigen, die Allahkratie betreten. Hizb ut-Tahrir: “Since the 3rd March 1924, the Khilafah State was destroyed, marking the end of an illustrious era of Islamic rule.”

http://khilafah.com/index.php/about-us

Hizb ut-Tahrir, die jährliche Skandinavienkonferenz, Dänemark 2010. Hizb ut-Tahrir Skandinaviens årlige konference 2010. »Muslimernes rolle i Vesten«.

http://khilafah.dk/video/#menuid=9&materialid=110&videoid=355&counter=0

„Als er im Wahlkampf zusammen mit anderen Politikern in einem Gymnasium debattierte, erhob sich plötzlich ein Zuhörer und sagte: «Du bist ein Verräter, weil du dich zur Wahl stellst. Muslime sollen sich nicht an der Demokratie beteiligen. Demokratie ist unislamisch, das einzige Gesetz, dem wir gehorchen, ist Gottes Gesetz.» Und schon standen zwanzig grimmige Gestalten in der Saaltür, worauf die Polizei die Politiker in Sicherheit brachte. Der Auftritt der zornigen jungen Männer trug die Handschrift der Hizb-ut-Tahrir, die gegen die Integration der Muslime in das «gottlose Dänemark» kämpft. In manchen islamischen Staaten, aber auch in Deutschland und den Niederlanden, ist diese Organisation verboten, nicht aber in Dänemark.“ Aus: »In der Gewalt der Tradition«, NZZ, 11.12.2006.

http://www.nzz.ch/2006/12/11/fe/articleEOEHU.html

Taimullah Abu-Laban ist der Sohn der des Predigers Ahmed Abu-Laban (1946-2007), der für den empörungsindustriellen Teils des dänischen Karikaturenstreits mitverantwortlich war.

http://www.youtube.com/watch?v=g0_2OxCUT6Q

(33) FISABEELILLAH. In this book the authors outlined a complete methodology for Islamic work in this day. From Aqeedah to Dawah to Jihad to Khilafah and Taqwa to Sabr, they have explained how all of these parts come together for the sole objective of every Muslim to seek the pleasure of Allah.

http://www.fisabeelillah.org/books/manhaj.htm

(34) Ägypten: Terror-Vordenker Dr. Ibrāhīm nach 24 Jahren aus Haft entlassen. „Dr. Najih Ibrahim of the Egyptian Islamic Group“. Ein Interview mit Abduh Zaynah, bei: ASHARQ ALAWSAT, 24.08.2006.

http://www.aawsat.com/english/news.asp?section=3&id=5993

Terrorism Monitor, 23.09.2010: “The Islamist movement started with the concept of replacement, namely that the Islamists replace the regime. No, let us abandon this concept, and support the concept of participation and cooperation in what is good.”

http://www.jamestown.org/uploads/media/TM_008_91.pdf

(35) International Conference on Muslims in Multicultural Societies, 14.-16.07.2010, Singapur. Ausrichter: Majlis Ugama Islam Singapura (MUIS), also known as the Islamic Religious Council of Singapore. Gastredner: Ingrid Mattson (USA), Senaid Kobilica, Reuven Firestone, Tariq Ramadan.

http://www.muis.gov.sg/cms/cmms/speakers.aspx?id=15086

International Conference on Muslims in Multicultural Societies. Tagungsprogramm.

http://www.muis.gov.sg/cms/cmms/programme.aspx?id=14648

Vision for the Community

A Muslim Community of Excellence, which is religiously profound and socially progressive, that thrives in a multi-religious society, secular state and globalised world.

Strategic Priority

Muslim To set the Islamic agenda, shape religious life and forge the Singaporean Muslim Identity

MUIS’ Mission

To broaden and deepen the Singapore Muslim community’s understanding and practice of Islam, while enhancing the well-being of the nation.

MUIS’ Vision

To be an organisation that is highly credible, spiritually and intellectually strong, widely supported and very effective in dealing with Islamic issues.

http://www.muis.gov.sg/cms/aboutus/mission.aspx?id=181

Islam in Skandinavien: Rechtsparallele Scharia-Gerichtspraxis im Land der Fjorde? „Norwegian imams use also much of their time giving counsel, says Senaid Kobilica, head of the Islamic Council of Norway (IRN), and chief imam of the Bosnian community. The imams that Aftenposten spoke to can see Sharia councils like those in the UK – within the framework of Norwegian law. … Senaid Kobilica says that the IRN didn’t consider the matter in principle nor taken a position on an eventual mandate or guidelines for such a body. He stresses that it would eventuality have to harmonize with Norwegian law. The imams that Aftenposten spoke to can see Sharia councils like those in the UK – within the framework of Norwegian law.“

http://islamineurope.blogspot.com/2010/06/norway-sharia-courts-possibility.html

Originaltext, Olga Stokke, für: AFTENPOSTEN, 18.06.2010:

http://www.aftenposten.no/nyheter/iriks/article3699805.ece

(36) Ingrid Mattson, president of ISNA (Islamic Society of North America)

http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2008/08/ingrid-mattson.html

Ingrid Mattson and the Islamic Society of North America. Bei: The Investigative Project on Terrorism (IPT)

http://www.investigativeproject.org/profile/174

(37) Bosniens Großmufti Mustafa Cerić will die Rechtsspaltung: “opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law”

http://www.idfr.gov.my/en/index.php?option=com_content&task=view&id=144&Itemid=121

206. al-Maqdisi: Democracy … a Religion

13. Oktober 2010

طواغيت

طاغوت

ṭawāġīt, ṭāġūt (1)

Die Götzen und der Götze

»Democracy … a Religion«

Vom salafistisch motivierten autodidaktischen Studenten zum Vordenker der gottgewollten und heilsbringenden Kriegsführung. Jacques Auvergne betrachtet den Text »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie« des Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī, dem hier sein Gedicht »Dear Brother, who dwells in these prisons« vorangestellt wird.

Nāblus, das biblische Sichem oder Shechem, liegt unterhalb des heiligen Berges der Samaritaner, dem Garizim oder arabisch Ǧabal Ǧarizīm. Die heutige Stadt hat 100.000 Einwohner und befindet sich in den Palästinensischen Autonomiegebieten (2).

In Nāblus wurde im Jahre 1959 ein Theoretiker der glaubensbewegten Kriegsführung geboren, der uns drei oder vier Jahrzehnte später als der jordanisch-palästinensische, sehr konsequent islamische sprich terroristische Verfasser Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī bekannt werden sollte (3). Sein ursprünglicher Name ist ʿIṣām Muḥammad Ṭāhir al-Barqāwī, wir verwenden im Folgenden den Predigernamen al-Maqdisī.

Noch in seiner Kindheit wanderten seine Eltern mit ihm nach Kuwait aus. Sie gestatteten ihm das gewünschte religiöse Studium an der Universität von Medina nicht, sondern schickten ihn ins nordirakische Mosul, um Maschinenbau zu erlernen. Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī musste sich die Schariawissenschaft folglich autodidaktisch beibringen, was ihm offensichtlich gelang.

Intensiv forschte er zu den von ihm zeitlebens hoch verehrten, demokratiegefährdend bleibenden islamischen Autoritäten Ibn Taimiyya (Taqīyu d-Dīn Aḥmad bin Taimīya‎ al-Ḥarrānī, 1263–1328) und Ibn Qayyim al-Dschauziya (Ibn Qaiyim al-Ǧauziya, 1292-1350). Der fromme Kulturrassist al-Ǧauziya verfasste das »Aḥkām ahl aḏ-ḏimma« zur Rechtsproblematik der im Diesseits und Jenseits als minderwertig einzustufenden monotheistischen Schutzbefohlenen (Halbsklaven). Ferner war es die bis heute Köpfe abhackende Doktrin der hanbalitischen Wahhabiten, zu sich der al-Maqdisī hingezogen fühlte. Bereits 1985 hatte den in Nāblus Geborenen eine Reise ins pakistanische Peschawar geführt, die ihn in Bezug auf die dschihadistische Theorie sehr inspiriert habe. Gewissermaßen eine Bildungsreise, um für immer aus dem wissenschaftlichen Lernen auszusteigen.

Zu allem Ende ist al-Maqdisī zusätzlich durch die von Ǧuhaymān al-ʿUtaibī (4) geführte Bewegung »Die Ḥisba praktizierende Salafi-Gemeinschaft, al-Ǧamāʿa as-Salafīya al-Muḥtasiba« beeinflusst worden, die im November 1979 die Große Moschee und die Kaaba in Mekka zu Allahgottes Verherrlichung eroberte und wochenlang besetzt hielt (5). Ǧuhaymān al-ʿUtaibī, der am 09.01.1980 hingerichtet wurde, hatte Vorlesungen bei Scheich bin Bāz (1910-1999) gehört, dessen Gedankengut jene zeitgenössischen deutschen Konvertitinnen aufsaugen, die ihr Gesicht mit einem niqāb „bedecken“ und die den sektenartigen salafistischen Kontaktnetzen um Pierre Vogel und Nicholas Blancho nicht weit entfernt stehen, wobei die Frauen durch die fiebrigen Männerbündler digital in „Schwester-Foren“ und real ins Haus gesperrt bleiben und nur selten in Begleitung von „Herrchen“ mit Burka für mehr „Religionsfreiheit“ demonstrieren dürfen, einem ausgeführten Hund nicht unähnlich.

Mit dem gerade gefallenen Begriff der ḥisba sollten wir Pädagogen und Sozialpädagogen auf aller Welt uns schleunigst befassen, wenn uns an kulturrassismusfreien Räumen und Zeiten von Bildungskultur und lebenslangem Lernen gelegen sein sollte, an gründlicher Arbeit.

Für seine drei Werke »Democracy … a Religion (6). Die Religion der Demokratie«, »This is our Aqidah« und »Religion of Abraham. Die Religion Abrahams. Millat Ibrāhīm«, 1985) genießt al-Maqdisī in besonders gewaltaffinen muslimischen Kreisen bis heute größte Anerkennung. Sein in der Manier der Salafisten selbst gewählter Name bezieht sich auf den Jerusalemer Tempelberg, der im Arabischen Bayt al-Maqdis bzw. Bayt al-Muqaddas heißt, wörtlich Haus der Heiligkeit (zu q-d-s, heilig, vgl. Jerusalem als al-Quds pers. Ghods; Variante al-Quds aš-Šarīf, osmanisch Kuds-i Şerîf, zu šarīf, edel, vornehm). In den zur irdischen Herrschaft berechtigten Stand der Krieger Allahs erhoben, wählt Muhamed Seyfudin ÇiFTÇi den Namen »Abū Anas« und gibt von Braunschweig aus den Scheich für ein salafistisches Deutschland ab, der einstige Berufsfeuerwehrmann Sven Lau mutiert zu »Abū Ādam« und lässt sich einen Bart wachsen, während der griechischstämmige Rheinländer Efstathios Tsiounis den Kriegspfad ebenso bärtig und als Abu Alia betritt, was wie eine Ehrerbietung für Alija Izetbegović klingt (7), den Verfasser von »Islamska deklaracija. Die Islamische Deklaration« (1970). Exkurs nach Bosnien und in den Iran.

»Der Islam zwischen Ost und West« (1980) hieß ein weiterer Text von Schariafreund Izetbegović, ein Titel, den wir als schamlose Anspielung an den iranischen Wegbereiter der Islamischen Revolution Ali Schariati verstehen dürfen, der den Islam als Weltanschauung oder Philosophie der „Mittigkeit“ („vaseteh“, al-wasaṭīya) darstellt. Die islamkonforme Sozial- und Wirtschaftspolitik überwinde die schrillen Missklänge von Kapitalismus und Kommunismus. Angesichts des seit Titos Gesetz zur Arbeiterselbstverwaltung einen „Dritten Weg“ beanspruchenden Jugoslawiens bietet derlei „religiöse Versöhnlichkeit“ vielleicht auch in Zukunft Anlass zur Sorge. Den politischen Allahkult nannte Schariati »Maktab-e Vaseteh-e Islam«, oder, nach dem mathematischen Zentralwert, »The Median School Of Islam« (siehe Sägefisch Text Nummer 171 und 172). Weder planwirtschaftlich noch kapitalistisch ausgerichtet, weder dem sozialistischen Religionsersatz verpflichtet noch der Dogmatik einer christlichen Kirche: Der schariatreue Mensch fühle und handle seiner Natur gemäß und bewirke sozialen Frieden und Harmonie. Der Islamkritiker aber wird so zu einem den Wohlklang der „Mitte“ bedrohenden Extremisten, religiös begründete Gewalt gegen Islamkritiker befreit lediglich von „Ungerechtigkeit“ – genau da steht Europa inzwischen, zumal Deutschland.

Noch zu Bosnien. In besagter Deklaration heißt es in einer Fußnote: „Jahiliya: the godless period of darkness prior to Islam“ und im dazugehörigen, alles andere als frühmittelalterlich gemeinten Text: „Der mühsame Einsatz auf dem erfolgreichen Weg zu ungeahnten Zielen hat nicht erst heute begonnen … wenn es auch bisher überwiegend außergewöhnliche Einzelne oder couragierte kleine Gruppen sind, die dem ungeheuren Gegendruck der Dschahiliyya standhalten. The struggle towards new goals did not begin today. … Still, this is mainly the personal sacrifice of exceptional individuals or courageous minor groups in collision with the mighty forces of the Jahiliya.“ Alija Izetbegović vertritt die von Sayyid Quṭb geprägte Konzeption der Dämonie der Ǧāhilīya, der heidnischen Barbarei – Salafismus und Dschihadismus in reinster Form. Zur Schariarepublik Pakistan fällt dem über die Frage des Handabhackens verschwommen herumdrucksenden Bosnier nichts anderes ein als: „Pakistan is our greatest hope.“ und fragt nur, wie repressiv und total („how rigidly“) die Scharia im Strafrecht und Familienrecht implementiert werden soll, das Islamische Recht selbst steht für den Jugoslawen nicht zur Diskussion. Dass Bosniens amtierender Großmufti Mustafa Cerić der Muslimbruderschaft nahe steht und die Scharia durchsetzen will („Opening the way for the Muslim law“), wird uns hier als Fortsetzung des allahkratischen Weges Bosniens erkennbar, den der nachmalige bosnische Präsident Alija Izetbegović, wenn auch zaghaft, eingeschlagen hat. Soweit zu Bosnien.

Zurück zu Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī.

In Afghanistan traf der Salafist in den späten Neunziger Jahren den jordanischen Führer der al-Qaida im Irak, Aḥmad Faḍīl an-Nazāl al-Ḫalāila, der weltweit als Abū Muṣʿab az-Zarqāwī (1966-2006, benannt nach seinem Geburtsort, der jordanischen Industriestadt az-Zarqāʾ, 400.000 Einwohner) bekannt geworden ist (8). Im salafistischen Dschihadtheoretiker al-Maqdisī fand az-Zarqāwī, der am 07.06.2006 von amerikanischen Streitkräften im Irak getötet wurde, für mehrere Jahre seinen spiritueller Meister, bis die beiden sich über schariarechtliche Fragen (sprich taktisch-militärpolitische Fragen wie: Dürfen Schiiten ermordet werden?) entzweiten. Bereits ab 1992 riefen al-Maqdisī und az-Zarqāwī in Jordanien den Terroristenbund At-Tawhid ins Leben. At-tauḥīd, Einsgottglaube, wörtlich „Einsheit“, meint die Einzigartigkeit Allahgottes und die Einheitlichkeit der umma.

Heute berufen sich gewaltbereite beziehungsweise terroristische aktive salafistische Milieus auf al-Maqdisī, den das Combating Terrorism Center der United States Military Academy (USMA, ansässig in Westpoint, New York) für den einflussreichsten zeitgenössischen dschihadistischen Theoretiker hält.

Innerhalb der letzten eineinhalb Jahrzehnte ist der Denker des Dschihad mindestens drei Mal inhaftiert gewesen. 1995 zu fünfzehn Jahren verurteilt, kam al-Maqdisī doch 2000 frei, wurde aber bald wieder unter Terrorismusverdacht eingesperrt. Wenn man im Umfeld des Vereins Einladung zum Paradies / Islamschule (EZP, Braunschweig, Hannover, Mönchengladbach, Bonn, um Muhamed Seyfudin Çiftçi und Pierre Vogel) Demokratie ausdrücklich für eine „falsche Religion“ hält (9), dürfte, von al-Maudūdī und Quṭb abgesehen, das Gedankengut von Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī eine Rolle spielen.

Noch als Häftling in Zelle Nummer 63 des jordanischen »General Intelligence Prison Facility« betrieb Muḥammad al-Maqdisī vor sechzehn Jahren Gefängnisseelsorge, wie sich einem zum islamisch begründeten Krieg aufrufenden Kurzfilm entnehmen lässt, den »ismaelAbdulrahman« am 15.11.2008 auf YouTube einstellt, ein Video, das hoffentlich auch von Deutschlands so genannten Muslimen als Aufruf zum Hass auf die kulturelle Moderne und die Gleichberechtigung von Mann und Frau verstanden und inhaltlich zurückgewiesen wird.

Die zum Opferfest ʿĪdu l-Aḍḥā (20. Mai 1994) niedergeschriebenen Worte des Gedichtes lauten (10), ein wenig abgeändert und gekürzt:

Wenn es Allah gefällt, entströmt den Gefängnissen Parfüm

Mein lieber Bruder, du, der du in den Gefängnissen verweilst, zu dir schreibe ich in Schmerz und Trauer, so bleibe standhaft, mit Allahs Willen, welche Mühsal könnte dich noch ergreifen?

Hüte dich, mein Bruder, vor der Korruption der Gedanken, sei eingedenk des Versprechens Allahs! Hunderttausende der Wahrhaftigen, auf Zeit inhaftiert, im Gefängnis verweilend? Stärke dich durch das Gedenken an Allāh Subḥānahu wa Taʿāla, den Allmächtigen. Übe dich im Auswendiglernen des Buches der Offenbarung, das für dein Herz wie ein geborgtes Bollwerk sei und deiner Seele Versorgung und Hilfe.

Diese Härten, sie finden ein baldiges Ende, selbst wenn sie dich nun beschimpfen, quälen und foltern und dich zusammenschlagen – doch du unterwirfst dich nicht – ihnen nicht. Du bist nicht der erste, gefoltert und gequält für eine Religion, eine gewaltige, gottgesegnete Inspiration, und du bist auch nicht allein auf diesem Wege: Sieh, all die Karawanen, all diese Jahre, ein ʿĪd-Fest.vergangen, ein Sohn geboren. Dann die Monate in Gefangenschaft, die verzehrte Zeit, sei nicht bekümmert, rechtschaffener Bruder: Leben und all deine Kinder – bedeutungslos geworden um das Wohlgefallen deines Herrn, des Allmächtigen, des Edelmütigen.

Die Gefängnisse sind nun voller Duft, die Bitterkeit ist zur Süße geworden, entweder ein Sieg über die Menschheit oder zu Allāh in die Ewigkeit.

Gewiss: Ich nehme Vergeltung, doch einzig um Allahs Willen und seines Dīn. Sie haben uns von unserem Entschluss nicht abbringen können, weder unsere Hingabe noch unseren Eifer verringert.

Und so werden die Gefängnisse keine Minderung, vielmehr eine Stärkung unserer Gewissheit sein, die Fesseln keine Minderung, sondern eine Stärkung unserer Geduld. Weder Qualen noch Foltern gegen unsere Brüder, auch nicht die Tötung der Prediger, hunderter von ihnen, ungeschwächt, all das bewirkt nichts anderes als die Erhebung der Flaggen unseres Glaubens, deutlich manifestierend den Tauḥīd der Wahrheit des Dīn.

Wir werden eure Samen bewässern mit unserem Tauḥīd durch das Durchtrennen unserer Adern, durch die Opferung unseres Blutes. Wir werden euch erhöhen mit unserem Banner des Islām. Weder werden wir je vom Wege der Wahrheit abkommen, noch jemals vom Wege der Konfrontation abirren.

Wir verbleiben auf diesem Wege, achtlos der Wunden. Nimmer werden wir vom Ǧihād abkommen, weiter den Ṭawāġīt entgegen und, nimmer in Furcht, den Heiden entgegen tretend. Ein Leben um den Sieg zu erringen für den Dīn, die großartige Religion.

Auf dem Wege der Märtyrer: Ein Teil von ihnen erfüllt und ein anderer noch auf dem Wege dorthin, wir auf ihrem Wege, unablässig, marschierend, mit Hilfe Allahs, zu Hilfe und Beistand der Religion. Welch ein Weg ist dies, der Weg der Unerschrockenen. Das sind die Meilensteine des gewaltigen Dīn.

So, wer sehnt sich wahrlich, die Gärten zu betreten, und wer begehrt, von himmlischen Jungfrauen umarmt zu werden? Ja, die Pflichten auf diesem Wege erfordern gewiss die Zahlung einer teuren Mitgift, eines Heiratsguts.

ʿĪdu l-Aḍḥā (islamisches Opferfest, 20.05.1994)

Soweit zur Gefängnislyrik des Muḥammad al-Maqdisī, zu dem ein Anonymus namens »kuhface« deutscher und vermutlich auch albanischer Sprache, sein YouTube-Konto ist mittlerweile gesperrt worden, leider kein Ruf nach der universellen Geltung der Menschenrechte, sondern folgende islamisch glaubensbewegte Verwünschung einfällt:

»allah uakbar, möge allah ihnen reichlichen lohn geben und möge allah die feinde des islam in die höchste stufe der höllenfeuer geben, möge allah ihre gesundheit in krankheit verwandeln, die verfluchten affen und schweine, man muss die alle abschlachten.«

Mit der junge Muslime wie »kuhface« womöglich fehlleitenden, von al-Maqdisī betriebenen Online-Bibliothek www.tawhed.ws darf der geistige Vater des zeitgenössischen Dschihadismus sein gegenmodernes bis terroristisches Gedankengut auf Arabisch und Englisch weltweit verbreiten.

Nun zum Text, den ein gewisser Abū ʿIzzudīn (Hommage an Scheich ʿIzz ad-Dīn al-Qassām, nach dem eine schariafaschistische Brigade und eine das Kalifat herbeibombende Rakete benannt sind?) ins Deutsche übersetzt hat, auf die Übersetzung ins Englische zurückgreifend, die ein gewisser Abū Muḥammad al-Malikī (wohl nach dem saudischen Scheich Muḥammad ʿAlawī al-Malikī, 1944-2004, genannt) anfertigte (11). Da Salafisten sich mit »Abū« beginnende Übernamen oder vielmehr Kriegsnamen geben, gilt die Faustregel: Ein »Abū« kommt selten allein.

»Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie«

BismiAllāh ar-Rahmān ar-Rahīm Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Dies ist eine Auswahl von Schriften, die ich schon vor dem Beginn der polytheistisch, legislativ-parlamentarischen Wahlen geschrieben habe – in einer Zeit, als die Menschen sich von der Demokratie faszinieren ließen.

Und sie vermischten die Falschheit mit der Wahrheit.

Manchmal nennen sie Demokratie eine Freiheit oder einen Rat. Manchmal bringen sie Argumente hervor, die die Demokratie als gültiges Konzept erscheinen lassen und sie benutzen die Geschichte des Urteils von Yūsuf (‘as) mit dem König als Beispiel. An anderen Stellen benutzen sie das Urteil des Negus (Naǧāšī) als Beispiel – einfach um ihren eigenen Interessen und Motiven zu nutzen und ihre eigenen Agenden zu realisieren. Sie verzerren die Wahrheit mit Falschheit, vermischen das Licht mit der Dunkelheit und den Polytheismus der Demokratie mit dem Monotheismus des Ìslām. Aber wir haben, mit der Hilfe Allāhs, all diesen Irrtümern geantwortet und gezeigt, dass die Demokratie eine Religion ist. Aber sie ist nicht die Religion Allāhs.

Sie ist nicht die Religion des Monotheismus. Und ihre Parlamentsräte sind nichts als Orte des Polytheismus und Zufluchtsorte der heidnischen Überzeugungen. All dies muss vermieden werden um den Monotheismus, welcher Allāhs Recht über Seinen Diener ist, zu erreichen. Wir müssen jene, die der Demokratie folgen, zerstören und wir müssen ihre Anhänger als Feinde betrachten – sie hassen und einen großen Ǧihād gegen sie ausführen.

Demokratie ist ein offensichtlicher Polytheismus und daher ein klarer Unglaube, wovon Allāh uns in Seinem Buch gewarnt hat. Und Sein Gesandter (š-Allāh-’aws) griff solche Ṭāghūt (falsche Götter (´āliha)) während seines ganzen Lebens an.

Abu Saiid ist Co-Autor vom dschihadistischen »Ansar ul Haqq Media Blog. Artikel und Nachrichten aus islamischer Perspektive«, wo man zu http://diewahrereligion.de/ („Derjenige, der vom Propheten (Frieden und Segen auf ihm) gehört hat und den Islam nicht annimmt, der bleibt für alle Ewigkeit in der Hölle. Das besagt ein Hadith.“) verlinkt und erkennbar auch als „Ansarulhaqq Media Team“ über die Seite http://www.ansarulhaqq.com/ arbeitet.

Abu Saiid empfiehlt am 04.08.2010 das Werk des dschihadistischen Theoretikers Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī (12). Zur terrornahen, Aiman aẓ-Ẓawāhirī bewerbenden Seite »Ansar alJihad Network. www.ansar.com« http://ansar1.info/ („Osama bin Ladin – May Allah protect him“) wird von Burkafreund Abu Saiid ebenfalls verlinkt.

Scheich al-Maqdisī:

Man sollte wissen, dass Allāh der Schöpfer und der Urheber aller Dinge und aller Wesen ist. Die wichtigste Sache, die Allāh dem Sohn ´Ādams – vor dem Gebet, der Abgabe der Zakā (Almosen) oder irgendeiner anderen Handlung der Anbetung – zur Erlernung und Ausführung auferlegt hat, ist der Glaube an die Einheit Allāhs und die Ablehnung des Glaubens an irgendeine andere (falsche) Gottheit (ìlah). Dies ist der Grund, dass Allāh die Geschöpfe erschaffen hat, die Propheten entsandte, die Bücher offenbarte und den Ǧihād und die Šahāda (Martyrium) befahl. Dies ist der Grund, dass es Feindschaft zwischen den Anhängern von ar-Raḥmān und denen des Šayṭān gibt. Und dies ist der Grund, dass der ìslāmische Staat und das System der rechtgeleiteten Khilāfa gegründet wird. Allāh (‘awj) sagte:

Und Ich habe die Ǧinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).

[adh-Dhāriyyāt:56]

Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (,der da predigte): „Dient Allāh und meidet den Ṭāghūt.“ …

[an-Nahl:36]

Dieser Glaube, dass es keinen in Wahrheit der Anbetung Würdigen (ìlah) außer Allāh gibt, ist ein Grundelement des Ìslām. Kein Ruf (da’wa), keine Anstrengung (ǧihād), kein Gebet (ṣalā), kein Fasten (ṣawm) keine Almosenabgabe (zakā) und keine Pilgerfahrt (haǧǧ) wird (von Allāh) ohne dessen angenommen. Niemand kann vom Feuer der Hölle errettet werden, ohne daran zu glauben, denn dies ist der einzige Haltegriff, den Allāh Seinen Anhängern garantiert hat, dass dieser in das Paradies führen wird. Kein anderer Haltegriff wird für den Schutz vor dem Feuer ausreichend sein.

Der Ṭāghūt, gegen den man den Unglauben (kufr) ausführen und die Anbetung und Dienerschaft (‘ibāda) vermeiden muss, beinhaltet nicht nur Steine, Götzen, Bäume oder Gräber, die durch Niederwerfung (suǧūd) oder durch Bittgebet (du’ā`) angebetet werden. Tatsächlich umfasst er (der Ṭāghūt) viel mehr als dies. Er umfasst jedes angebetete Wesen oder Ding (ma’būd) -außer Allāh dem Erhabenen-, das die Anbetung und Dienerschaft (‘ibāda) (an sich), gleich welcher Art auch immer, nicht ableugnet und verweigert (munkar).

Wenn ein Geschöpf sich gegen die eigene Seele versündigt, dann überschreitet es die Grenzen, die durch Allāh gesetzt wurden. Und dies beinhaltet die Anbetung falscher Gottheiten (ṭawāghīt) neben Allāh. Die Handlung der Anbetung umfasst Niederwerfung, Verbeugung, Bittgebet, zu schwören und (ein Tier als Opfergabe) zu schlachten.

Gehorsamkeit in der Gesetzgebung ist auch eine Art der Anbetung.

Seine wahren Ziele zu verbergen ist etwas, was wir Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī nun wirklich nicht vorwerfen können. Unser Blick kann sich daher für einige Augenblicke auf die mutmaßlich in einem Prozess der Radikalisierung befindlichen europäischen muslimischen Leser richten oder auf eine fehlende Personengruppe, auf die Frauen.

Militaristen und andere, fast durchweg homophobe, Erhöher des Maskulinen kommen gern etwas keusch daher, religiös ergriffen nahezu asexuell, allerdings nur, um die Frauen ihres Jagdgrundes umso nachhaltiger dämonisieren und deklassieren zu können. Auch al-Maqdisī lebt in diesem Sinne ganz männerbündisch und erachtet in seiner schriftgewordenen Verherrlichung der Demokratieresistenz das Weib für keinerlei Aufmerksamkeit würdig (in seinem »Min Thamrāt al-Jihād. From the fruits of Jihād« lautet ein Kapitel allerdings »Behandelt die Frauen höflich. Act Gently With the Women« (13)). Lediglich in der letzten Zeile des Gefängnisgedichtes gibt es ja ein symbolisches Gleichsetzen des Selbstmordattentats bzw. des Ermordetwerdens für die Sache Allahs mit einer Hochzeitsfeier („Mitgift, Heiratsgut“) und ersetzt die Bombenexplosion oder jedenfalls der Eingang ins Märtyrertum den perfekten sexuellen Höhepunkt.

Mit der schlimmste Götzendienst, da unterscheiden sich Muslimbrüder, Salafisten und Millî-Görüş-Bewegte nicht voneinander, ist die irdische Gleichberechtigung von Mann und Frau. Damit also die einzig sittlich zu nennende Seinsweise, die islamische, ein Zeichen gegen den Glaubensverlust setzt, wird, wie Abu Saiid am 29.07.2010 impliziert, von Aiman aẓ-Ẓawāhirī (al-Qaida) zum Bedecken des weiblichen Gesichts aufgerufen. Der salafistische deutschsprachige Blogger unterstützt also den Aufruf des Top-Terroristen zum Tragen des Ganzkörperschleiers, wir dürfen uns einen strengen ḥiǧāb, also eine Art iranischen Tschador denken, jedenfalls sagt aẓ-Ẓawāhirī nicht explizit Burka bzw. niqāb (Gesichtsschleier).

Abu Saiid kann sich allerdings auf den Parteigründer der pakistanischen Jamaat-e-Islami (JI), Abu l-Aʿlā al-Maudūdī („Es ist für die Frauen angeordnet, sich in der Öffentlichkeit das Gesicht zu verschleiern“, zitiert nach »Kopftuch oder Niqab?«, bei: http://diewahrereligion.de/ – vgl. b. Ibn Farooq (14)) ebenso berufen wie auf ʿAbd al-ʿAzīz bin Bāz (1910-1999), der als einer der höchstrangigen saudischen Kleriker Handschuhe und Gesichtsschleier als Teil des verpflichtenden ḥiǧāb bewertete. Islamterrorfreund Abu Saiid fährt fort:

„Diesen Aufruf, kann man nur unterstützen. Es geht hier nicht um den Niqaab, sondern um die systematische Ausrottung des Islams in Europa. Es hat begonnen mit dem Kopftuchverbot auf Schulen in manchen Ländern, dann das Minarettbauverbot, jetzt das Niqaabverbot auf der Straße! Und bald kommt das Kopftuchverbot in der Öffentlichkeit. Man kann nur an unsere Schwestern, die den Niqaab nicht tragen, appellieren, ein Zeichen zu setzen. Denn in Kürze sind eure Hijabs auch dran. Hier geht es nicht darum, ob Niqaab Pflicht oder Sunnah ist, sondern darum, dass der Islam von eurer Seite her angegriffen wird, deswegen verteidigt euren Diin indem ihr beginnt den Niqaab zu tragen. Wenn die Kuffar sehen, dass durch ihre Verbote mehr Frauen den Niqaab tragen, dann werden sie vor Wut zerbersten und ihre Methoden überdenken (15).“

Scheich al-Maqdisī:

Allāh (swt) sagte über die Christen:

Sie haben sich ihre Schriftgelehrten und Mönche zu Herren genommen neben Allāh …

[at-Tawba:31]

Obwohl sie sich vor ihren Priestern nicht niederwarfen oder verbeugten, folgten sie ihnen und stimmten ihnen in ihrem Verbot des Erlaubten (ḥalāl) und der Erlaubnis des Verbotenen (ḥarām) zu. Daher erachtete Allāh (swt) dies in der Hinsicht, dass sie sie (ihre Priester) zu Herren (àrbāb) neben Allāh genommen haben, denn die Gehorsamkeit in der Gesetzgebung (tašrī’) ist eine Form der Anbetung (‘ibāda) und darf für niemanden ausgeführt werden außer für Allāh, da Allāh der Einzige ist, der die Gesetzgebung verordnen kann.

Dementsprechend ist jeder, der die Ausführung einer anderen Gesetzgebung als der Allāhs ersucht, tatsächlich ein Polytheist (mušrik).

Daher beinhaltet das Wort „Ṭāghūt“ jeden, der sich selbst zum Gesetzgeber neben Allāh macht. Ob Herrscher oder Beherrschte, ein Vertreter im Parlament (die gesetzgebende Autorität) oder die Personen, die ihn wählen, sie alle übertreten die Grenzen. Der Mensch wurde erschaffen um ein Diener Allāhs zu sein und Allāh hat ihm anbefohlen, Seine (Allāhs) Gesetzgebung anzuerkennen. Aber der Mensch wies dies zurück und übertrat die Grenzen. Er wollte sich mit Allāh gleichstellen und an der Gesetzgebung teilhaben, was niemandem außer Allāh zusteht. Wenn irgendjemand die Grenzen überschreitet und dies (Gesetzgebung) ausführt, so macht er sich selbst zum Gesetzgeber und er nimmt somit die Rolle eines Ṭāghūt ein. Sein Ìslām und sein Monotheismus (tawḥīd) wird nicht angenommen, außer und bis er dem, was er getan hat, den Unglauben (kufr) entgegenbringt, es verwirft und sich von dessen Dienern und Unterstützern lossagt. Allāh, der Erhabene, sagte:

… Sie wollen (nun) eine rechtswirksame Entscheidung beim Ṭāghūt suchen, wo ihnen doch befohlen worden ist, den Unglauben an ihn zu begehen (yakfurū) …

[an-Nisā':60]

Dürfen wir einen Kult der abgestuften Deklassierung als Religion oder Theologie bezeichnen – oder müssen wir es, zumal der großkirchliche Klerus mit dem Umfeld der Muslimbrüder kooperiert? Wie auch immer, Nordrhein-Westfalens oberstem Verfassungsrichter Michael Bertrams ist zuzustimmen, dass die Scharia mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist (16).

Mit ṭāġūt Götze, haben wir einen zentralen religiösen Begriff der zum Morden gewillten Verehrer der frommen Altvorderen (Dschihad-Salafismus) vor uns. Dieser Widersacher Allahs, Mehrzahl ṭawāġīt, Götzen, spielt in der islamischen Theologie des salafistischen Attentäters Mohammed Bouyeri eine bedeutende Rolle, wie wir dem »Drohbrief an Ayaan Hirsi Ali« (Übersetzung ins Deutsche und Kommentierung von Cees van der Duin, Sägefisch 067) entnehmen können, wo es heißt:

»Dit is een open brief aan een ongelovig fundamentalist, Ayaan Hirshi Ali, van de Thaghoet partij VVD. Dieses ist ein offener Brief an eine ungläubige Fundamentalistin, Frau Ayaan Hirshi Ali von der Partei der Sünde, der Abirrung und der Verworfenheit namens VVD.«

Cees van der Duin betont eher das Prinzip des aus gegenmoderner (politisch-islamischer) Sicht Widerwärtigen: „T(h)aghoet oder Taaghoet, nichtfigürlicher Götze, ist auch für niederländische Wahhabiten und Salafisten unter Berufung auf den Koran (4:76) die militärpolitische Parteinahme gegen Allah und für den Satan. Sure 4 Aya (Vers) 76 bezeichne mit Thaghoet (Taaghoet) die widergöttliche Ideologie der Gegner der Kämpfer Allahs und damit die satanische Lehrmeinung der Kämpfer gegen den Islam. Beim Gründer der islamisch-göttlichen Diktatur Ayatollah Chomeini wie auch beim radikalislamischen Kölner Kalifen Cemaleddin Kaplan spielt der ṭāġūt-Begriff eine zentrale Rolle und meint etwa die ‘Götzen’ der Meinungsfreiheit oder des Parlamentarismus.“

Ṭāġūt jedoch ragt, wie al-Maqdisī nahelegt, weit über die quṭbsche Ǧāhilīya (jahiliyyah), die vorzivilisatorische Ebene der dämonischen Barbarei, hinaus, und erscheint nicht lediglich als Prinzip, sondern als Personifikation, ja sogar als (anzugreifende) Person. Mit al-Maqdisī dürfen wir den ṭāġūt also nicht lediglich als widergöttliche Sphäre einschätzen, sondern können den „Götzen“, mit dem magischen und faschistischen Weltverständnis der Salafisten, als handelnden Teufel erkennen, ihn entweder mit dem kosmischen Gegenspieler Allahs identifizieren, dem höchsten Teufel, Iblīs, oder mit »al-Masīḥ ad-Daǧǧāl, the false Messiah«, dem Kriegsfürsten der Finsternis im Endkampf, bei dem das Licht (Allāh) siegen wird.

Folgerichtig betont der terroristische Geistliche das Menschengestaltige des ṭāġūt:

Muǧāhid (r-Allāh-’a) sagte: „Der Ṭāghūt … ist ein Satan in der Gestalt eines Menschen, dem sich die Menschen zur Urteilsfindung zuwenden und sie folgen ihm (darin).“

Und Šaykh al-Ìslām Ibn Taymiyya (rh-Allāh-ta’āla) sagte: „… Aus diesem Grund ist jener, der (etwas) richtet, ohne sich dabei auf das heilige Buch (d.h. Qur´ān) zu beziehen, ein Ṭāghūt.“

[Maǧmū' al-Fatāwa, Kapitel 28, Seite 201]

Einige der neben Allāh (swt) angebeteten (ma’būda) Ṭāghūt der heutigen Zeit, welchen jeder Monotheist (muwaḥid) den Unglauben (kufr) entgegenbringen muss, genauso wie (er) jedem seiner Anhänger (den Kufr entgegenbringen muss), um an dem festesten Haltegriff festzuhalten und (damit) vom Höllenfeuer errettet zu sein, sind die vergänglichen menschengemachten falschen Götter (al-ìlaha az-zāìfa) und Götzen der so genannten Legislativen bzw. gesetzgebenden Körperschaften.

Unsere Minister und Parlamentarier sind aus Sicht eines Salafi echte heidnische Götter. Bei ansteigender Intransparenz (Korruption) mag mein Bürgermeister in den Augen der nach Macht rangelnden oder ohnmächtig gelähmten Menschen meiner Stadt allerdings eine Verähnlichung mit einer Gottheit durchmachen.

Wir können mit einer (im Anstieg befindlichen) Kultur des Nepotismus und der Hinterzimmerabsprachen dem Gesellschaftsverständnis der Salafisten also durchaus entgegenkommen. Und wirklich: Im Namen des „Dialogs mit dem Islam“ und des „friedlichen Zusammenlebens der Religionen“ beginnen Dhimmis und muslimische Herrenrasse, dasselbe Lebensgefühl und Gottesbild zu teilen.

Zu begleiten ist eine derartige Entchristlichung und Entdemokratisierung allerdings mit einer Verähnlichung von Jesus und Allahgott bzw. Jahwe und Allahgott. In einer katholischen rheinischen Gemeinde wird zu diesem Zwecke das Gemeindevolk aufgefordert, per Stimmzettel ein kleines, im Seitenaltar befindliches neugotisches und etwas kitschiges Christus-Fresko durch ein abstraktes Symbol zu ersetzen oder weiß zu verputzen, um, so der örtliche Kleriker im Umfragebogen wörtlich, dem Gottesbild der Juden und Muslime eher zu entsprechen.

Allāh, der Erhabene, sagte:

Oder haben sie Allāh beigesellte Gottheiten, die ihnen Glaubensvorschriften machen, die Allāh nicht erlaubt hat? Wenn nicht Allāhs Wort bereits ergangen wäre, dass ihnen bis zum Jüngsten Tag Aufschub gewährt wird, wäre zwischen ihnen (schon) entschieden worden.

[aš-Šūra:21]

Daher sind die Gesetzgeber zu Göttern und Herren (àrbāb) für jeden einzelnen geworden, der ihnen Gehorsam leistet, ihnen folgt oder ihnen in diesem Unglauben und Polytheismus zustimmt. Genau wie Allāh dies über die Christen sagte, als sie ihren Priestern und Mönchen folgten. Die Anhänger der heutigen Demokratien sind schlimmer, unmoralischer und unreiner als jene Priester und Mönche. Dies, weil die Priester nicht beanspruchten, das was sie sagten, zum Gesetz oder zum allgemeingültigen Rechtssystem zu erheben. Und sie bildeten (hierzu) weder Verfassungen oder Bücher, noch bestraften sie jene, die das was sie (die Priester) sagten, nicht annahmen oder ausführten. Auch benutzten sie nicht Allāhs Buch, um daraus Beweise für ihren Ṭāghūt zu liefern.

Wenn man dazu kommt, dies zu verstehen, dann sollte man wissen, dass der größte Schritt des Festhaltens am festesten Haltegriff und der größte Schritt des Unglaubens (kufr) gegenüber diesen menschengemachten Ṭāghūt das Höchstmaß des Ìslām ist. Damit meine ich al-Ǧihād.

Den Ǧihād gegen den Ṭāghūt, seine Anhänger und Helfer um zu versuchen, dieses menschengemachte System zu zerstören und zu versuchen, die Menschen dazu zu bringen, sich von der Anbetung (an dieses System) abzuwenden und zur Anbetung an Allāh allein zurückzukehren. Es muss eine Bekanntmachung und einen offenen Ruf zur Wahrheit geben, genau wie die Propheten es taten. Und wir müssen dies auf dieselbe Art und auf demselben Weg ausführen. Ein Weg, den Allāh (swt) uns klar aufzeigte, indem Er uns anbefahl, Ìbrāhīms Religion und seinen Ruf (da’wa) als Beispiel zu nehmen.

Artikel 51 der Verfassung Kuwaits sagt: „Die legislative Autorität wird durch den Prinzen und die parlamentarische Versammlung gemäß der Verfassung ausgeführt.“, Artikel 25 der jordanischen Verfassung legt fest: „Die legislative Autorität steht unter dem Amt des Königs und der parlamentarischen Versammlung.“ Und Artikel 86 der ägyptischen Verfassung bestimmt: „Das Parlament ist dazu bestimmt, die Verantwortung der legislativen Autorität zu tragen.“

Allāh sagt:

Ihr habt bereits ein vortreffliches Beispiel an Abraham (Ìbrāhīm) und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: „Wir haben nichts mit euch noch mit dem zu schaffen was ihr statt Allāh anbetet. Wir verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft und Hass entstanden; (solange,) bis ihr an Allāh glaubt und an Ihn allein“ …

[al-Mumtahana:4]

Damit ist die Bedeutung dieser Aussage zweifellos und klar. Man ziehe in Betracht, wie Allāh mit der Feindschaft vor dem Hass begann. Feindschaft ist wichtiger, denn der Mensch kann die Ṭāghūt-Anhänger hassen, aber könnte sie dabei nicht als Feinde ansehen. Doch erfüllt ein Mensch nicht seine Pflicht, bis er sie hasst und sie als Feinde ansieht. Man betrachte auch, wie Allāh ihre Missbilligung gegenüber den Polytheisten erwähnte, noch vor der Missbilligung dessen, was sie anbeteten, denn das erste ist wichtiger als das zweite. Viele Menschen zeigen Missbilligung gegenüber Götzen (al-àšnām), Ṭawāghīt, Verfassungen, Gesetzen und verwerfen Religionen und die Falschheit, aber sie verweigern es, eine (genauso) hohe Missbilligung gegenüber ihren Dienern oder Unterstützern aufzuzeigen.

Deshalb erfüllt solch ein Mensch nicht seine Pflicht und das was ihm auferlegt wurde. Wenn er den polytheistischen Dienern des Ṭāghūt seine Missbilligung entgegnet, dann bedeutet dies, dass er seine Missbilligung auch ihren geltungslosen Religionen entgegen bringt, was immer es auch ist, das sie anbeten.

Wenn jemand dem Ṭāghūt in dieser Welt nicht aus dem Weg geht (ihn meidet; sich vor ihm in Acht nimmt) indem er es verweigert, ihm zu dienen und ihn anzubeten, der wird einer von den Verlierern des Jenseits sein. Nichts von der Religion (dīn) wird ihm (dann) nützen oder von Vorteil sein. Und er wird es bereuen, an einem Zeitpunkt, an dem der Kummer ihm nicht von Nutzen sein wird. Dann wird es den Wunsch geben, ins Diesseits zurückzukehren und erneut zu leben.

Aber es wird zu spät sein, es wird kein zurück mehr ins Diesseits geben. Wenn du daher, oh Diener Allāhs, die Sicherheit und die Hoffnung auf des Herrn (Rabb) Gnade erreichen möchtest, welche Er den frommen Gottesfürchtigen gab, dann musst du alle Arten des Ṭāghūt verwerfen. Verwerfe und verleugne sie jetzt! Jetzt! Niemand wird sie im Jenseits verwerfen können, wenn er sie nicht im Diesseits verwirft. Aber für jeden, der ihre Religion der Falschheit unterstützt und ihnen (den Dienern des Ṭāghūt und somit dem Ṭāghūt selbst) folgt, so wird es einen Rufer im Jenseits geben, der rufen wird: „Jeder, der etwas anbetete (‘ibāda), wird dem folgen. Jeder, der die Sonne anbetete (‘ibāda entgegenbrachte), wird ihr folgen; jeder, der den Mond anbetete, wird ihm folgen; jeder, der den Ṭāghūt (welcher Art auch immer) anbetete, wird ihm folgen.“

Was religiöses Wohlverhalten ist, definiert dein Imam, Scheich oder Mufti, und wenn du dich nicht islamisch korrekt verhältst, musst du in der Hölle brennen. Den Missetäter – die Feministin, den Demokraten – musst du noch heftiger hassen als sein islamwidriges Ideal, doch deinen berechtigten Hass musst du als praktizierender Muslim ihn gleichwohl spüren lassen.

Was mag es für die Atmosphäre in Schulhof oder Vorstadtstraße bedeuten, wenn ein Teil der dortigen Muslime sich für das Menschenbild des jordanisch-palästinensischen Hasspredigers begeistert? Der Aufbau von spontanen oder offiziellen Kadern von Religionspolizisten wird wohl unvermeidlich sein, und dass diese „Bärtigen“ Gewalt anwenden, um die islamische Ordnung durchzusetzen, mussten erst vor drei Wochen sich unislamisch verhaltende Besucher einer Istanbuler Galerie schmerzhaft erfahren: „Sie haben uns angegriffen, weil wir auf der Straße etwas getrunken haben. Sie haben Allahu Akbar (Gott ist groß) gerufen … Wenn die Galerien nicht sofort die Rolläden heruntergelassen hätten, wäre es eine Art Lynchen geworden (17).“

Fortgesetztes salafistisches Mobbing wird zu segregierten Stadtvierteln führen, ein Prozess der Entflechtung und Abkopplung, der der Abmeldung eines „muslimischen“ Mädchens vom Schwimmunterricht oder mit einem zweiten Kühlschrank im Kindergarten „für die muslimischen Kinder“ beginnen mag.

Dann sagte Allāh, der Erhabene:

An jenem Tage werden sie alle Teilhaber an der Strafe sein. So verfahren Wir mit den Schuldigen, denn als zu ihnen gesprochen wurde: „Es ist kein der Anbetung Würdiger (ìlah) außer Allāh“, da verhielten sie sich hochmütig.

[aš-Šāffāt:33-35]

Sei vorsichtig, oh Diener Allāhs! Weise das Wort des Monotheismus nicht ab und verwerfe es nicht. Zerstöre nicht das, was in diesem Wort impliziert ist und sei immer stolz auf das rechtschaffene Wort. Dieses ist die Einheit Allāhs. Zerstöre nicht die Anhängerschaft an die Wahrheit und bestehe nicht auf die Unterstützung des Ṭāghūt, denn du wirst (sonst) am Tage des Gerichts mit den Leuten der Vernichtung sein und ihr Ende teilen (d.h. in Ǧahannam eingehen).

Du solltest wissen, dass Allāh (swt) diesen reinen Dīn des Ìslām erschaffen hat und diesen für Seine monotheistischen Diener (muwaḥidīn) erwählt hat. Daher, wer immer diesem folgt, dessen Taten werden akzeptiert sein und wer immer irgendeiner anderen der Religionen (àdyān) folgt, dessen Taten werden abgelehnt und er wird einer der Verlierer sein. Er, der Erhabene, sagt:

Und Abraham (Ìbrāhīm) befahl es seinen Söhnen an und ebenso Jakob (Ya’qūb): „Meine Söhne, Allāh hat für euch die Religion auserwählt, deshalb sterbt nicht anders als (Allāh) ergeben (muslimūn) zu sein.“

[al-Baqara:132]

Und Er, der Erhabene, sagte:

Wahrlich, die Religion bei Allāh ist der Ìslām.

[´Āli-'Imrān:19]

Und Er sagte:

Und wer eine andere Religion als den Ìslām begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein.

[´Āli-'Imrān:85]

Sei vorsichtig, um das Wort der „Religion“ nicht nur auf das Christentum oder das Judentum usw. zu begrenzen, denn du könntest den anderen hinfälligen Religionen folgen und dadurch in die Irre gehen. Es beinhaltet jede (Art von) Religion, jede Methode, jedes richterliche System und jedes Gesetz, welchem die Geschöpfe folgen und sich diesem unterwerfen. All diese falschen Religionen müssen verlassen und verworfen werden. Wir müssen Unglauben (kufr) gegenüber ihnen begehen, ihre Helfer und Unterstützer ablehnen und (dürfen) uns nur für den monotheistischen Dīn einsetzen, dem Dīn des Ìslām. Der Allmächtige ordnete uns an, dies all den Ungläubigen mit ihren verschiedenen Religionen zu sagen:

Sprich: „O ihr Ungläubigen! Ich diene nicht dem, dem ihr dient und ihr dient nicht Dem, Dem ich diene. Und ich werde nicht Diener dessen sein, dem ihr dient und ihr werdet nicht Diener Dessen sein, Dem ich diene. Ihr habt eure Religion und ich habe meine Religion.“

[al-Kāfirūn]

Daher ist jede religiöse Gemeinschaft [ganz] innerhalb der ungläubigen Gemeinschaften, welche diesen [auch nur] zustimmt, mit diesen Vereinbarungen schließt oder sich (mit ihnen) in einem System versammelt, das dem Ìslām widerspricht – [denn] so ist jene [Islamverleugnung auch] zu ihrer Religion geworden. Es kann Kommunismus, Sozialismus, Säkularismus und andere solcher neuen Methoden und Prinzipien beinhalten, welche Menschen durch ihre eigenen Gedanken erfanden, die dann damit, als ihre [gewählte] eigene Religion, zufrieden waren.

Eine dieser Religionen (àdyān) ist die Demokratie. Es ist eine Religion (dīn), die der Religion Allāhs widerspricht. Nachfolgend werden einige zusammengefasste Punkte aufgeführt, welche die Falschheiten dieser erfundenen neuen Religion, von welcher viele Menschen – einschließlich jener, die behaupten der Ìslām sei ihre Religion – fasziniert sind, verdeutlichen. Sie wissen, dass Demokratie eine andere Religion als die der wahren monotheistischen Religion des Ìslām ist. Und sie wissen, dass sie einer der Irrwege ist, auf welchen zum Höllenfeuer gerufen wird.

Es ist eine Illusion einer Gruppe von Leuten, die sich Muslime nennen, jedoch nicht das verlassen, das dem Ìslām widerspricht. Sie sprechen sich selbst dem Ìslām zu, aber handeln zur selben Zeit entgegen diesem und rühmen sich gar damit.

Sie haben nicht die Religion der Demokratie verlassen, so wie an-Naǧāšī die Religion des Christentums verlassen hat, nein. Sie waren fasziniert von ihrer Belobigung und von den Beweisen, die sie den Menschen erbrachten und sie riefen die Menschen dazu auf, in diese unwahre Religion einzutreten. Sie machten sich selbst zu Göttern, welche Gesetze für den Menschen erlassen, wozu Allāh keine Befugnis erteilt hat. Sie vereinigen sich auch mit jedem, der mit ihnen in ihrer Religion übereinstimmt, wie die Repräsentanten der Parlamente oder ihren Ministerien. Sie schließen sich ihnen an in ihrer ungläubigen Gesetzgebung, welche gemäß den Texten der Verfassung beschlossen wird. Sie folgen dem und hassen jeden, der es angreift oder Einwand dagegen erhebt.

Wo befindet ihr euch nun? Verbleibt ihr weiterhin in eurem Schlummer und eurem alten Irrtum? Steckt ihr den Kopf in den Sand? Seht ihr nicht die Ähnlichkeiten um euch herum? Da haben wir Algerien, da Kuwait, da Ägypten usw. Seid ihr euch immer noch nicht sicher, dass dies das Spiel der Ungläubigen ist? Ein geschlossenes, krummes polytheistisches Schauspiel. Seid ihr euch immer noch nicht sicher, dass die Parlamentsräte Spielereien unter der Verfügungsgewalt des Ṭāghūt sind? Er eröffnet und beendet sie, wie er will und wie er wünscht. Kein Gesetz kann erlassen werden, ohne vorherige Zustimmung des Ṭāghūt.

Wenn ihr einer der Atheisten seid, dann hoffen wir, dass ihr diese Gemeinschaft und Beteiligung genießt. Teilt mit ihnen euren Unglauben und Polytheismus, wenn ihr es wollt. Aber ihr müsst wissen, dass diese Beteiligung nicht an den Begrenzungen der diesseitigen Welt endet! Sie wird fortbestehen, wie Allāh (‘awj) in Surat an-Nisā` sagte, nachdem Er vor solchen Versammlungen warnte und befahl, solchen Leuten aus dem Weg zu gehen und nicht mit ihnen zu sitzen, denn jeder der mit ihnen sitzt, einer von ihnen sein wird, wie Allāh uns davor warte:

32 Artikel 34, Teil 2 der jordanischen Verfassung sagt: „Der König ruft den Parlamentsrat zur Versammlung und eröffnet, verschiebt und löst ihn auf gemäß der Verfassung“, Teil 3 sagt: „Der König hat die Autorität, den Parlamentsrat aufzulösen“.

33 Artikel 79 der kuwaitischen Verfassung besagt: „Kein Gesetz wird verabschiedet ohne die vorherige Genehmigung des Parlamentsrates und der Zustimmung des Prinzen“ Und Artikel 93 Teil 1 der jordanischen Verfassung sagt: „Jedes Programm, das durch den parlamentarischen Rat bestimmt wurde, muss zu König entsandt werden, um die Zustimmung zu erhalten“ und in Teil 3 steht: „Wenn der König das Gesetz nicht legitimiert, kann er dies dieses widerrufen (bis zu sechs Monaten nach deren Erlassung)“. In Jordanien bestehen vor der Zustimmung des Königs die Zustimmung und die Einverständnis des Senats, dessen Mitglieder vom König ernannt werden. Und selbst bei all diesen Umständen.

… Wahrlich, Allāh wird die Heuchler und die Ungläubigen allesamt in Ǧahannam versammeln.

[an-Nisā`:140]

Oh Menschen, hütet euch vor dem Ṭāghūt und seinen Versammlungen, verlasst sie und bringt ihnen den Unglauben entgegen, solange sie bestehen wie sie sind.

Dies ist das offenkundige Recht, das zweifellose und klare Licht, doch die meisten Menschen wissen nicht …

Verwerft sie, verlasst sie, verlasst ihre Anhänger und ihren Polytheismus bevor es zu spät ist, bevor der Tag kommt an dem dies die größte Angelegenheit sein wird. Ihr werdet wünschen und hoffen, aber danach ist es zu spät und an dem Tag (des Gerichts) gibt es keine Rücksichtnahme auf den Kummer und die Wehklagen.

Meidet sie jetzt und sagt ihnen – wenn ihr der Religion Ìbrāhīms folgt und dem Weg der Propheten – das, was wir zum Abschluss dieser Darlegung anbringen:

Oh, ihr Sklaven des irdischen Gesetzes und des irdischen Urteils.

Oh, ihr Leute des Dīn der Demokratie.

Wir sagen uns los von euch und eurem Dīn.

Wir entgegnen euch mit Unglauben, euch und eurer polytheistischen Gesetzgebung und euren heidnischen Parlamenten.

Und die Feindschaft und der Hass bestehen zwischen uns und euch. Bis ihr glaubt, an Allāh allein!

Soweit zu »Die Religion der Demokratie«.

Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī sagt uns, was Islam aus seiner Sicht ist: Geheiligte und heilssichernde Ungleichbehandlung, Islam als ein Faschismus, der jeden Gegner töten will und töten wird. In das etwas verkrampft beschworene Bild vom Islam als einer „im Kern friedlichen Religion“ (Hans-Gert Pöttering, Horst Köhler) will dieser authentische Islam nun allerdings gar nicht passen. Die immer wieder pauschal erhobene Forderung, „den Islam gleichzustellen“ oder „den Islam zu integrieren“ haben freiheitliche Demokraten im Namen der Rechtseinheitlichkeit und der schützenswerten allgemeinen Menschenrechte zurückzuweisen.

Das Gerede vom abendländischen Kulturkreis bzw. morgenländischen Kulturkreis dient dazu, die Menschen zwischen Casablanca und Jakarta, nicht zuletzt die Ex-Muslime, Atheisten, Christen oder Feministinnen unter ihnen, von den Standards des Aufklärungshumanismus auf Dauer auszuschließen oder beschönigt eine künftige innereuropäische Rechtsspaltung. Es gibt aber nur eine Wissenschaft, eine Naturbetrachtung und eine Erziehungswissenschaft, es gibt keine unislamische Physik und islamische Physik, keine Christensoziologie und Muslimsoziologie. Pädagogische Erkenntnis ist universell. Rechtstaatlichkeit ist kein Kulturkreis, Wissenschaft auch nicht. Und es gibt nur eine Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Mit ihrem im Oktober 2010 geäußerten: ‘Es gilt bei uns das Grundgesetz, und nicht die Scharia’ hat Angela Merkel, wiewohl nicht unschuldig am bisherigen Ausbleiben einer öffentlichen Diskussion über das grundrechtswidrige islamische Recht, darauf hingewiesen, dass die Verfassung auch religiös begründet nicht außer Kraft zu setzen ist. Doch wird es zur Sicherung der freiheitlichen Demokratie nicht ausreichen, dass eine Bundeskanzlerin das vielleicht nur halb verstandene Wort Scharia ausspricht.

Herrschaftskulturelle Abendlandbeschwörer und spätstalinistische bis friedensbewegte Multikulturalisten bedrohen Pressefreiheit und Religionsfreiheit gleichermaßen, der gelegentlich von der CSU verteidigte, abschaffenswerte „Gotteslästerungsparagraph“ 166 StGB wird sich bei ansteigender Geltung des Islamischen Rechts zur Sklavenkette der Dhimmis und Harbis verwandeln.

Multikulturelle, sprich von Selbsthass oder Antietatismus getragene Jahrzehnte lang haben wir den Diskurs über die »citoyenneté« vernachlässigt (18). Franzosen oder Deutsche sind Bürger, keine Christenbürger und Moslembürger. Die Religion oder Nichtreligion meiner Nachbarn oder Eltern darf meinen selbst geschriebenen Lebenslauf subkulturell bis begeisternd beeinflussen, aber nicht zerstören. Aus einer kulturell modernen Sicht, die für den Einzelnen ja gar nicht atheistisch sein muss, können nur citoyen und citoyenne überhaupt eine Gewissens- und Bekenntnisfreiheit erringen, der Mensch im Gottesstaat hingegen ist zwangsweise „religiös“, eine persönliche Spiritualität kann nicht reifen. Im Iran oder in Saudi-Arabien gibt es keine Religionsfreiheit, das aber sagt Frau Merkel seltsamerweise nicht.

Was wollen wir? Durch klerikale Eliten geführte Religionsvölker oder Rechtseinheitlichkeit? In religiös definierte Ghettos verbarrikadierte innerstädtische Glaubensnationen oder die offene Gesellschaft und die weltbürgerlich und nachmagisch verstandene Idee von Bildung? Wollen wir die „pädagogisch“ erweckte Höllenangst oder die aufklärungshumanistisch arbeitende Schule? Erforschung von Tatsachen oder nachwissenschaftliche Lobbyarbeit?

Jacques Auvergne

(1) ṭawāġīt, ṭāġūt. Die Suchbegriffe führen, arabisch geschrieben, zu antidemokratisch-islamischen (salafistischen) Videoclips und von da aus in einen demokratiehassenden Kosmos von Kurzfilmen.

http://www.youtube.com/watch?v=KhBdvL-gD3c

ABU DUJANA spricht über das halbiert-solidarische (orthodox islamische) Konzept »al-walāʾ wal-barāʾa«, Muslimūnsolidarität bei Kuffārhass, das vom anonymen MuwahidMedia angemessen übersetzt als “Loyalität und Lossagung für Allah”.

http://www.youtube.com/watch?v=taNFeQjBCq8&feature=related

Ganz im Stil von al-Maqdisī sagt sich ABU HUDHAIFA Rami Nazaar AbdAllâh Abu Suwairy, Komandeur bei den Qassām-Brigaden, von Volkssouveränität und Parlamentarismus los. Eine konsequent salafistische (dschihadistische) Propaganda vom Al-Ansar Media Battailon.

http://www.youtube.com/watch?v=Afn7yyT30k0&feature=related

Wala und Bara. Ältere Einträge aus dieser Kategorie. Posted by tawhidwataqwa.

http://tawhidwataqwa.wordpress.com/category/wala-und-bara/

(2) Nablus (Sichem), Foto, Wikipedia gestiftet von Uwe am 13.07.2005

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/66/NablusPanorama2.jpg

(3) Bild: al-Maqdisī. Bei: amnesty international (ai)

http://2009.amnesty.ch/de/aktuell/news/2006/systematische-folter-von-mutmasslichen-terroristen/image1_1column

Jordanien foltert. ai: »Systematische Folter von mutmaßlichen „Terroristen“« Bilduntertitel: „Obwohl seine Unschuld anerkannt wurde, wird Scheich Abu Muhammad Maqdisi weiterhin festgehalten“

http://2009.amnesty.ch/de/aktuell/news/2006/systematische-folter-von-mutmasslichen-terroristen/

Bild. Bei: The Jamestown Foundation

http://www.jamestown.org/typo3temp/pics/a662bdbc50.jpg

aus: Murad Batal al-Shishani: »Jihad Ideologue Abu Muhammad al-Maqdisi Challenges Jordan’s Neo-Zarqawists«, in: The Jamestown Foundation (zuerst in: Terrorism Monitor Volume: 7 Issue: 20 July 9, 2009)

http://www.jamestown.org/single/?no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=35245

(4) Juhayman al-Otaibi – Executed 9 January 1980

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f2/Juhayman_al-Otaibi.jpg

Juhayman’s Officers

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/Officers_Juhayman_al-Otaibi-1.jpg

(5) »Rejectionist Islamism in Saudi Arabia: The Story of Juhayman al-‘Utaybi Revisited«, von: Thomas Hegghammer and Stéphane Lacroix. (“This article will appear in a revised form, subsequent to editorial input by Cambridge University, in International Journal of Middle East Studies (vol. 39, no. 1, 2007, pp. 103-122), published by Cambridge University Press”)

http://moyen-orient.sciences-po.fr/revue_en_ligne/articles_pour_revue_en_ligne/17042007%20Hegghammer%20%20Lacroix%20-%20Juhayman%20-%20Website%20version.pdf

(6) »DEMOCRACY: A RELIGION«, Abu Muhammad ‘Aasim al-Maqdisi, ins Englische von Abu Muhammad al-Maleki, überarbeitet von Abu Sayf Muwahhid. Ein Abu kommt selten allein, ziemlich viele Abus heute.

http://www.scribd.com/doc/18993155/Democracy-a-Religion-Abu-Muhammad-alMaqdisi

Mister al-Maqdisi goes online: »Minbar of Tawhid and Jihad. PULPIT OF MONOTHEISM AND JIHAD«. Dort finden sich alle möglichen Schriften des Cheftheoretikers der Muslimbruderschaft Sayyid Quṭb (*1906, † 1966) ebenso wie der Text »Praktische Schritte zur Befreiung Palästinas« von einem gewissen Osama bin Laden. Rechtleitung für Berlins Regierende fehlt nicht im revolutionären Programm, ein Abu Talha der Deutsche ist Verfasser von »Das Rettungspaket für Deutschland«. Dann kann ja nichts mehr schief gehen, alle weiteren Fragen zu Wirtschaft-, Bildungs- und Familienpolitik beantworten mir der Kalif und der Allahgott.

http://www.tawhed.net/c.php?i=18

Der Befehlshaber der „Al-Qaida für den islamischen Maghreb“ (AQIM), Abu Musab Abdul Wadud, bat den in Jordanien ansässigen dschihadistischen Kleriker Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī darum, in allen Schariaangelegenheiten (islamische Dogmatik und islamische Jurisprudenz) Auskünfte zu erteilen. The Emir of Al-Qaeda in the Islamic Maghreb (AQIM), Abu Mus’ab ‘Abd Al-Wadoud, has asked the Jordan-based jihadist cleric Abu Muhammad Al-Maqdisi to rule on shari’a matters for the organization. Bei: MEMRI

http://www.thememriblog.org/blog_personal/en/20235.htm

YouTube, radikale Maqdisi-Filmchen auf jugoslawisch

http://www.youtube.com/watch?v=UB5oubv3BE4&feature=related

(7) Alija Izetbegović, Verfasser der »Islamska deklaracija. Die Islamische Deklaration« (1970). Darin heißt es in einer Fußnote: „Jahiliya: the godless. Period of darkness prior to Islam“ und im dazugehörigen, alles andere als frühmittelalterlich gemeinten Text: „The struggle towards new goals did not begin today. … Still, this is mainly the personal sacrifice of exceptional individuals or courageous minor groups in collision with the mighty forces of the Jahiliya.“ Salafismus und Dschihadismus in reinster Form. Die „Deklaration“ steht bei Infidel The American.

http://infideltheamerican.files.wordpress.com/2010/02/islamic-declaration.pdf

(8) »Profile: Abu Musab az-Zarqawi«, BBC, 10.11.2005

http://news.bbc.co.uk/2/hi/3483089.stm

(9) Demokratie wird von nahöstlichen Dschihad-Salafisten wie al-Maqdisī ebenso als „falsche Religion“ bezeichnet wie von Deutschlands Mainstream-Salafisten aus dem Umfeld von Pierre Vogel.

»dpa. Der bekannte Salafist Mohammed Ciftci wolle seinen Verein „Einladung zum Paradies“ und seine in Braunschweig angesiedelte Islamschule nach Mönchengladbach verlagern … Der niedersächsische Verfassungsschutz habe immer wieder auf die Gefahren dieses Zentrums hingewiesen … Verfassungsschützer von Bund und Ländern betonen stets, Ziel des dort gelehrten Salafismus sei ein rigider „Gottesstaat“, wie er in der Frühzeit des Islam herrschte. Demokratie gelte für Salafisten dagegen als „falsche Religion“.« Aus: Hannoversche Allgemeine vom 03.08.2010, Titel: »Umstrittene Islamschule in Braunschweig plant Umzug nach NRW«.

http://www.haz.de/layout/set/gallery/layout/set/gallery/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Umstrittene-Islamschule-in-Braunschweig-plant-Umzug-nach-NRW

(10) »Gedicht von Muhammad al-Maqdisi«, Kurzfilm, am 15.11.2008 bei YouTube gepostet von ismaelAbdulrahman

http://www.youtube.com/watch?v=17G0Z3zHwHs

For the Pleasure of My Lord, The Prisons come Perfumed

Dear Brother, who dwells in these prisons To you I write with distresses, If to Allah you hold fast Then what harm will a misfortune of time do to you? Beware dear Brother, of making your corrupting your thoughts Regarding the Promise of the Deity, Mighty and Strong, Verily, He has promised the Believers with Salvation As He saved Yunus from the dark depths of the belly of the Fish,

Dear Brother, before you, passed the ancient ones These prisons are but like those prisons, Did not Yusuf dwelled in them for a phase And Musa, the tyrants threatened him with it, And such was the Messenger of the Generous Deity To imprison him, the pagans plotted, So my Lord saved him through his Hijrah In the company of that trustworthy friend,

And in their footsteps, the Believers traversed Like Ahmad, that firm Imam, And likewise Ibn Taymiyyah was blessed with it In the fortress of Sham, as a prisoner he dwelled, Hundreds of thousands of the True Faithful Dwelled for a time in these prisons, Be not weak, dear Brother, nor lose hope When your time comes, nor submit,

Strengthen yourself by remembering the Deity, Most Supreme And hasten in memorizing the Manifest Book, That is for your heart a secure stronghold And this is for your spirit an assisting provision, These are hardships, soon they will all cease And remaining from it will be various fruits and benefits,

So if they intimidate you, and they threaten you Never weaken, or soften to them, And even if they insult you, and they torture you And if they beat you, submit not, You are not the first to be tortured For a Mighty Religion and a Manifest Legislation, Nor are you alone on this Path For there are countless caravans throughout the years,

And if an ‘Eid passes by, and a son is born And months rotate, while you are imprisoned, Do not grieve O Brother of the Righteous Ones Of departing from family and losing children, And if they forbid you from their visits And likewise their letters never appear, So if this is for a Lord and Religion Then where is the patience, where is the certainty!?

And where are your past speeches Regarding the (weight of the) Millah of that Trustworthy Messenger?! That Intimate Friend went willingly To slaughter his son, a clear trial, On a magnificent, noble day like today Without any anxiety, he put him down upon his forehead, So my Lord saved him through His Good Will And ransomed him with a fat sheep,

But you, your sons are in a carefree life And diversion and amusement, and a secured home, Yet you have not been asked to slaughter them Rather, merely for patience of a temporary separation, For verily, they are in the care of a Merciful Lord And you are in solitude with Him and Faith,

For the Pleasure of a Lord and assisting a Religion Life and all children become insignificant, For the Pleasure of a Lord, Mighty and Generous The prisons come perfumed, and the bitter come sweet …

Written by Shaykh Abū Muhammad Al-Maqdisī

General Intelligence Prison Facility, Jordan – Cell No. 63

‘Eid Al-Adh’hā 1414 H

http://www.ummah.com/forum/showthread.php?150852-The-Perfumed-Prisons-Poem-By-Skeykh-Abu-Muhammad-Al-Maqdisi

(11) »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie«, von: Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī, ins Deutsche von: Abū ʿIzzudīn, bei Verwendung der Übersetzung ins Englische von: Abū Muḥammad al-Malikī.

http://ansarulhaqq.com/buecher/Aqaaid%28Glaubensfundamente%29/ad-dimuqratiyya-din_al-maqdisi.pdf

(12) Auf »Ansar ul Haqq Media Blog. Artikel und Nachrichten aus islamischer Perspektive«, empfiehlt (die Spezies Abu rottet sich im Plural zusammen, bereits bei EZP & Co. gibt`s viele Abus) ein gewisser »Abu Saiid« am 04.08.2010 das Werk des dschihadistischen Theoretikers Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī. Abu Saiid betreibt den sich zur Salafiyya und zur al-Qaida bekennenden Blog gemeinsam mit Umm Kulthuum und Umm Habiiba.

http://ansarulhaqq.wordpress.com/2010/08/04/bucherempfehlungen-die-religion-der-demokratie/

Dort verweist man auf die organisatorisch verwandte und namensgleiche Seite ansarulhaqq.com, auf der die terroristisch denkende Werbeschrift als pdf-Datei bevorratet wird

http://ansarulhaqq.com/buecher/Aqaaid%28Glaubensfundamente%29/ad-dimuqratiyya-din_al-maqdisi.pdf

Zur offen terroristischen, Aiman aẓ-Ẓawāhirī nahe stehenden Seite »Ansar alJihad Network. www.ansar.com« http://ansar1.info/ („Osama bin Ladin – May Allah protect him“) wird durch Abu Saiid und sein Team bzw. seinen Blog »Ansar ul Haqq Media« schamlos verlinkt.

http://ansar1.info/

(13) Der Terrorprediger und die Frauen. Shaykh Abu Muhammad al-Maqdisī: Über die Früchte des Dschihad. From the fruits of Jihād. Kapitel acht: Behandelt die Frauen höflich. Act Gently With the Women.

http://www.myiwc.com/forums/showthread.php?t=5504

Ob »Min Thamrāt al-Jihād. From the fruits of Jihād« im Deutschen rezipiert wird, von uns islamkritischen Freunden der freiheitlichen Demokratie einmal abgesehen? Leider ja, beim salafistischen Blog »Tawhid wa Taqwa« (Einsgottglaube und Gottesfucht), der von „AbdulMuhaymen“ betrieben wird und die antisemitische Hetzschrift »Die Protokolle der Weisen von Zion« zum Download anbietet, heißt es: „Der Jordanier Abu Muhammed al-Makdisi ist derzeit einer der einflussreichsten Ideologen Dschihadiyya. Sein Denken beeinflusst weltweit die Dschihad-Bewegung. Er der Chefideologe der Dschihadiyya. Sein berühmtester Schüler ist Landsmann Abu Musab al-Sarkawi, dessen Anhänger heute im Irak mit Selbstmordattentaten den Kampf gegen die amerikanischen Truppen anführen. … Zusammen mit al-Sarkawi gründete al-Makdisi in Jordanien in den neunziger Jahren eine Organisation, die dem heiligen Krieg verpflichtet ist.“

http://tawhidwataqwa.files.wordpress.com/2010/03/interview-mit-abu-muhammad-al-makdisi.pdf

Um jeden Demokratieanwender als Apostaten bezeichnen zu können, müssen sich die Gottesfurchtverbreiter und Dschihadisten von »Tawhid wa Taqwa« theologisch vom Kölner Missionar Abu Hamza (Pierre Vogel) distanzieren: „Der Sinn und das Ziel, dieses Blogs ist es, zum Islam aufzurufen, den Islam zu erklären. Dabei sei betont, es geht uns um den richtigen Islam, den geraden Weg, zu dem alle Gesandten (as) aufgerufen haben. … Uns geht es, um es einmal anders auszudrücken um das ‘Zurück zu den Wurzeln’. … Abu Humazah, der Lügner aus Köln, behauptet, es gäbe Ijma darüber, dass diejenigen, die nach etwas anderem richten, als nach dem, was Allah (swt) herabgesandt hat keinen grossen Kufr, sondern „nur“ kleinen Kufr begehen und somit nicht aus der Millah ausgetreten wären. Wie wir schon des Öfteren berichtet haben, nimmt es Abu Humazah Vogel mit der Wahrheit nicht immer so ganz genau, aber mit dieser Behauptung hat er, die Jäger würden sagen, „Bock geschossen“. Komischerweise aber merkt niemand, dass Vogel lügt.“

http://tawhidwataqwa.wordpress.com/uber-diese-seite/

http://tawhidwataqwa.wordpress.com/2010/08/04/maida-544-und-ijma/

Blogger „AbdulMuhaymen“ verbreitet in werbender, sprich in geistig terroristischer Manier die Schriften von zwei Radikalen: al-Maqdisī ebenso wie Sayyid Quṭb. Ein hoffentlich klein bleibendes Mischfeld aus al-Maqdisī und Quṭb gibt es also auch im deutschen Sprachraum.

http://www.youtube.com/user/AbdulMuhaymen#p/u/2/ziMaku1se34

»Zeichen auf dem Weg. Maʿālim fi ṭ-Ṭarīq«, von Sayyid Quṭb. Übersetzung ins Deutsche und islamkritische Kommentierung von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/09/13/200/

(14) In »The Niqaab in light of the Holy Quran and Sahih Hadith and in the Opinions of the great scholars« belegt Ibn Farooq, dass auch der Gründer der Kalifatspartei (“revivalist party”) Jamaat-e-Islami (JI), Abū l-Aʿlā l-Maudūdī, für den Gesichtsschleier kämpfte

„In verse 59 the third step for social reform was taken. All the Muslim women were commanded that they should come out well covered with the outer garments and covering their faces whenever they came out of their houses for a genuine need.“ (From Tafseer of Quran by Maoulana Abul A’la Maududi in tafseer of ayah # 59 of Surah Al-Ahzaab)

Shaikh Abul A’la Maududi (Who was the founder of „Jamat-ul-Islami“ also a known and respect scholar of the Hanafi madhab) “A person who considers carefully the wordings of the Quranic verses, their well-known and genreally accepted meaning and the practice during the time of the Holy Prophet (Sallallaahu Álayhi Wasallam) cannot dare deny the fact that the islamic Shari’ah enjoins on the woman to hide her face from the other people and this has been the practice of the Muslim women ever since the time of the Holy Prophet (Sallallaahu Álayhi Wasallam) himself” (In the book „Purda“ by Shaikh Abul A’la Maududi P# 199 )

http://ibnfarooq.tripod.com/niqaab.htm

Wer sich in deutscher Sprache für al-Maudūdī als einen Gesichtsschleierfreund interessiert? Allah goes Jyväskylä, angeblich jedenfalls. »Niqab von Ibn Farooq«, bei: an-niqab.de Copyright by AmatulAziz, Adresse: A. Zahdi, Lehtorannantie 22 A Ort: FI-40520 JKL, Suomi – Finnland

http://an-niqab.de/sunna-pflicht/pflicht/35-ibn-farooq

Individuen verlieren im Islam Struktur und Kontur, weibliche jedenfalls. Die Frage, wer oder was Amatul Aziz ist, führt zu Allahgottistdergrößte.

http://www.allahuakbar.de.ms/

Meine Religion ist der Islam. Gebürtig bin ich Deutsche und habe keine muslimischen Vorfahren. Wie das geht? Ich konvertierte zum Islam, alhamdulillah (alles Lob gebührt Gott). Diese Entscheidung, die sich bald als die beste und sinnvollste meines Lebens herausstellte, traf ich vor ca. 4 Jahren.

Was sagen meine Eltern dazu? Ernst genommen wurde ich als >MuslimaKopftuchJilbab< geworden, denn im Quran wird den gläubigen Frauen ein Übergewand, dass den ganzen Körper bedeckt befohlen – mit einem Kopftuch ist es nicht getan.

Die Hölle. Das Heim der Ungläubigen. Der Platz, an dem die Ungläubigen bis in alle Ewigkeit bleiben werden, wurde erschaffen, um dem menschlichen Körper sowie der Seele Schmerzen zuzufügen. Die Gerechtigkeit Allahs sieht ihre Bestrafung vor, da die Ungläubigen schuldig sind. Oder wäre es Ihrer Meinung nach gerecht, dass grausame Menschen, die schlimme Taten begangen haben, genauso wie die Gläubigen, die sich um Gutes im Diesseits bemüht haben, belohnt werden? Das wäre nicht gerecht. Und Allah ist der gerechteste Richter über alle Dinge, und Er wird keinen Menschen zu Unrecht bestrafen.

http://allahuakbar.oyla14.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Was haben Erbse, Banane, Auster und Praline gemeinsam? Den Hidschab! »The orange keeps itself within its shiny orange Hijab to protect its delicious fruit. Otherwise it loses its taste too. So are the banana, the coconut and the pomegranate. Each one has an elegant and unique Hijab, which protects it from disease and destruction. The jewel of the sea, the pearl, has been given a very tough and rugged Hijab – oyster shell. It protects it from sea animals and keeps it sparkling and shining inside.«

http://www.councilofulama.co.za/index.php?option=com_content&view=article&id=392:the-elegant-hijab&catid=44:social&Itemid=61

The Council of Ulama Eastern Cape (CUEC) or Lajnatul Ulama was formed at the end of 1999 with the aim of co-ordinating the activities of the various Ulama in the Eastern Cape. The founding members included Moulana Junaid Adam, the current Ameer, and Moulana Is’haaq Ackerdien. CUEC Offices, 1 Bell Road, Parkside, Port Elizabeth, Eastern Cape, South Africa.

http://www.councilofulama.co.za/index.php?option=com_content&view=article&id=50&Itemid=53

Amir des CUEC. Name: Junaid Adam, Born: 1961 in Durban. Moulana [Junaid Adam] completed most of his primary and secondary schooling at Orient Islamic School, Durban. On the advice of Moulana Yunus Patel, Moulana furthered his Islamic education at Darul Uoom Newcastle in 1977. He completed the secondary Islamic course in 1979. The teachers he studied under were the late Moulana Cassim Sema rahimahullah and Moulana Mansurul Haq of Pakistan. The Darul Uloom then introduced the complete Alim course and he completed it in 1983. Moulana [Junaid Adam] was in the first batch of Ulama who qualified from Darul Uloom Newcastle. His teachers were Moulana Mumtazul Haq of Pakistan, Moulana Yunus Osman, Moulana Mahmood Akram, Mufti Abdul Qadir Hoosein (now of CII), Moulana Sulaiman Goga and Moulana Munir Soofie. »ISLAMIC FOCUS«

http://www.islamicfocus.co.za/index.php?option=com_content&task=view&id=222&Itemid=34

Vize-Amir des CUEC. Name: Ishaaq Ackerdien, Born: 1958 in South End, Port Elizabeth. Moulana Ishaaq did schooled at Bethelsdorp High. His early Islamic education was under his father, Hajee Hashim Ackerdien (cousin of late Sheikh Jameel rahimahumallah) who had a maktab in Gelvandale. Other early teachers were Imams Piney, Muhammad, Yaseen and Yusuf of Uitenhage. His grandmother also played a part in his early education. On completing schooling, Moulana went in 1976 for the 3-year Aalim course at Newcastle Darul Uloom.

http://islamicfocus.blogspot.com/2007/11/moulana-ishaaq-ackerdien.html

(15) Aiman aẓ-Ẓawāhirī fordert im Sommer 2010 den weiblichen Schleier, um die europäischen Muslime von den universellen Menschenrechten zu segregieren und die Rechtsspaltung zu erzwingen. Aus der österreichischen Hauptstadt schreibt dieStandard: „Die in Europa lebenden Musliminnen sollen sich gegen mögliche Verschleierungsverbote zur Wehr setzen, empfiehlt Al-Kaida-Vize Ajman al-Sawahri. Durch das Tragen des Schleiers würden die Frauen zu „Heiligen Kriegerinnen“ im Kampf gegen den säkularen Kreuzzug des Westens, sagte der zweite Mann an der Spitze des Terrornetzwerks in einer am Mittwoch im Internet aufgetauchten Audio-Botschaft.“

http://diestandard.at/1277339122131/Al-Kaida-Europas-Musliminnen-als-Heilige-Kriegerinnen

Salafist Abu Saiid beliebt, den Aufruf der Nummer 2 von al-Qaida, den antieuropäischen Dschihad des Schleiertragens, als dringende Empfehlung zum Gesichtsbedecken zu interpretieren. Ganz Unrecht hat Abu Saiid nicht, den der unter Reaktionären beliebte saudische Scheich bin Bāz (1910-1999) forderte die Bedeckung von Hand und Gesicht:

http://ansarulhaqq.wordpress.com/2010/07/29/al-qaida-ruft-muslimas-zum-niqaab-auf/

(16). pro Christliches Medienmagazin: »Richter: Scharia nicht gesetzeskonform«

»Der Islam und das islamische Recht, die Scharia, seien dagegen in manchen Teilen nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar, so Bertrams weiter: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann.“Dies widerspreche sowohl dem Gleichheitsgebot als auch der Menschenwürde, dem höchsten Wert des Grundgesetzes. „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“, so der Verfassungsrichter laut einer Mitteilung der Evangelischen Kirche Westfalen. Wenn eine muslimische Frau darauf beharre, ein Kopftuch zu tragen, schließe dies ihre Eignung für den Beruf der Lehrerin an einer staatlichen Schule aus.«

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[id]=2381&news[image]=1&news[action]=detail

(17) »Mit Steinen und Knüppeln bewaffnete Angreifer haben in Istanbul Besucher von Kunstgalerien verletzt. Fünf Gäste, darunter auch ein Deutscher, seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilten die Galerien mit. Sie verurteilten den Angriff als „organisierten Überfall“. Der Streit hatte sich offenbar entzündet, weil öffentlich Alkohol getrunken wurde. Anwohner erklärten, Mitglieder einer islamischen Gruppe seien für den Angriff verantwortlich. Sieben Verdächtige wurden festgenommen. Bei der „geplanten Attacke“ hätten die Angreifer auch Pfefferspray eingesetzt, sagte der Kurator Nazim Dikbas auf einer Pressekonferenz. Der Umtrunk war der Beginn einer Kunstveranstaltung, bei der im gesamten Viertel Beyoglu mehrere Galerien geöffnet hatten. Die meisten der Hunderten von Gästen flüchteten sich vor den Angreifern in Kunstgalerien, bis die Polizei kam … Eine lokale Internetseite hatte kürzlich „wachsende Sittenlosigkeit“ kritisiert im Hinblick auf immer mehr Cafés und Restaurants, die in dem auch von vielen Ausländern besuchten Viertel Alkohol ausschenken. Der Galeriebesitzer Dikbas warnte, dass Angriffe wie am Dienstagabend zunähmen und „das soziale und kulturelle Leben der Stadt gefährden“ könnten. Anwohner reagierten empört. „Das waren die Religiösen von der Bruderschaft. Sie leben hier im Viertel“, sagte ein Verkäufer in einem Geschäft nahe der Galerie. Eine Kundin in einem Lebensmittelgeschäft sagte: „Das waren die Bärtigen. Ich lebe hier seit 60 Jahren. Das Viertel hat sich sehr verändert.“«

Aus: »Wütende Anwohner gehen auf Galeriebesucher los«, DER SPIEGEL, 22.09.2010

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,719026,00.html

(18) Religionsvölker oder Rechtseinheitlichkeit, Glaubensnationen oder säkulare Nation?

VIE PUBLIQUE. Au cœur du débat public. Direction de l’information légale et administrative, 26 rue Desaix, 75015 Paris

http://www.vie-publique.fr/

»Quel est le statut juridique d’un citoyen ?«

liberté de pensée, d’opinion et d’expression, liberté de religion, de liberté de circulation, liberté de réunion, d’association ou de manifestation

http://www.vie-publique.fr/decouverte-institutions/citoyen/citoyennete/definition/definir/quel-est-statut-juridique-citoyen.html

»Quels rôles un citoyen peut-il jouer dans la société ?«

http://www.vie-publique.fr/decouverte-institutions/citoyen/citoyennete/definition/definir/quels-roles-citoyen-peut-il-jouer-societe.html

»Quelles sont les valeurs attachées à la citoyenneté ?«

La civilité. Le civisme. La solidarité.

http://www.vie-publique.fr/decouverte-institutions/citoyen/citoyennete/definition/definir/quelles-sont-valeurs-attachees-citoyennete.html

205. Täbriz: Sakineh Ashtianis Sohn und sein Anwalt verhaftet

12. Oktober 2010

تبريز

Tabrīz

Täbriz

11.10.2010

Sajjad Ghaderzadeh und Houtan Kian verhaftet (1)

Sajjad Ghaderzadeh, Sohn von Sakineh Mohammadi Ashtiani (2), und sein Rechtsanwalt Houtan Kian sind am 10.10.2010 um 19:00 Ortszeit zusammen mit zwei deutschen Journalisten in Täbriz verhaftet worden. Sicherheitskräfte stürmten die Rechtsanwaltskanzlei und verhafteten alle vier (3).

Ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist unbekannt, auch zu ihrem Wohlergehen liegen seit der Stunde ihrer Verhaftung keine Informationen vor.

Bekannt ist lediglich, dass einer der beiden Journalisten zum Zeitpunkt der Verhaftung ein Telefongespräch mit der Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi führte, der Sprecherin des Internationalen Komitees gegen Steinigung und Internationalen Komitees gegen Todesstrafe (4). Er musste sein Gespräch abrupt beenden, weil die Sicherheitskräfte sich gewaltsam Zugang ins Büro verschafften.

Seit diesem Zeitpunkt hat Mina Ahadi mehrere Stunden lang versucht, mit den Verhafteten in Kontakt zu treten, bislang ohne Erfolg. Sie hat gleichfalls sofort Kontakt zu den wichtigsten Presseagenturen und den deutschen Behörden aufgenommen. Mittlerweile sind die Verhaftungen offiziell bestätigt worden.

Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um die Freilassung der vier Menschen zu erreichen.

International Committee against Stoning

International Committee against Execution

11. Oktober 2010

Aktualisierte Informationen:

Internationales Komitee gegen Steinigung

http://de.stopstonningnow.com/

International Committee Against Stoning

http://stopstonningnow.com

International Committee Against Execution

Sprecherin: Mina Ahadi minaahadi@aol.com 0049-177-569-2413

http://notonemoreexecution.org

(1) »Sajjad Ghaderzadeh and Houtan Kian have been arrested«, Originalmeldung, auf: »The International Committee Against Execution«

http://notonemoreexecution.org/2010/10/11/sajjad-ghaderzadeh-and-houtan-kian-have-been-arrested/

(2) 20min.ch titelt »Hoher Muslim verteidigt Steinigung« und schreibt über den Sohn des hochrangigen Muslimbruders Said Ramadan und Bruder des Islamisten Tariq Ramadan: „Der Direktor des Islamischen Zentrums in Genf, Hani Ramadan, verteidigt die Steinigung von Frauen. … Schon 2002 hatte Hani Ramadan die Steinigung verteidigt und damit einen Skandal ausgelöst: Der Enkel des Gründers der extremistischen Muslimbruderschaft bezeichnete damals gegenüber ‘Le Monde’ die Steinigung von Ehebrecherinnen und das Handabhacken für Diebe als ‘göttliche Anweisung’“

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Hoher-Muslim-verteidigt-Steinigung-21320297

WELT-online schreibt am 03.09.2010 unter »Ashtianis Sohn fleht Weltgemeinschaft um Hilfe an« – „Der Sohn der von der Steinigung bedrohten Iranerin Sakine Mohammadi Ashtiani hat die internationale Gemeinschaft erneut aufgefordert, weiterhin Druck auf den Iran auszuüben. „Ich bitte Sie, lassen Sie nicht nach“, sagte Sajjad Ghaderzadeh in einem Interview mit der französischen Tageszeitung „Libération“ vom Freitag. „Wenn Sie nicht da gewesen wären, wäre meine Mutter bereits tot.“ … Iranischen Angaben zufolge wurde die Frau wegen Ehebruchs und Verwicklung in den „Mord“ an ihrem Ehemann verurteilt. Das Urteil soll durch Steinigung vollstreckt werden und hatte international für Empörung gesorgt. Die iranische Führung hatte die Vollstreckung des Todesurteils im Juli vorerst ausgesetzt.“

http://www.welt.de/politik/ausland/article9364856/Ashtianis-Sohn-fleht-Weltgemeinschaft-um-Hilfe-an.html

(3) Foto: Sajjad Ghaderzadeh, Rechtsanwalt Houtan Kian. Danke an das International Committee against Stoning für das wichtige Foto, das die Weltöffentlichkeit auf die Menschenrechtslage im Iran lenkt. Das Foto findet sich auch bei »mission free iran«.

http://missionfreeiran.files.wordpress.com/2010/09/sajjad-houtan.jpg

»mission free iran«

http://missionfreeiran.org/

(4) WELT-online titelt am 11.08.2010 »Bei Steinigungen wird jeder zum Komplizen«. Mina Ahadi: „Aber die Steinigung ist nur vorläufig gestoppt. Das Urteil könnte auch in Tod durch Erhängen umgewandelt werden. Vergangene Woche ist der Anwalt von Frau Ashtiani zum Obersten Gericht in Teheran bestellt worden, wo ihm mitgeteilt wurde, dass man keinen Grund sehe, das Todesurteil zurückzunehmen. … Die Wiedereinführung der Steinigung gehört zum modernen Islamismus.“

http://www.welt.de/politik/ausland/article8928105/Bei-Steinigungen-wird-jeder-zum-Komplizen.html

hpd (humanistischer pressedienst) – »Fragen an Mina Ahadi«. Das Interview führte Fiona Lorenz.

http://hpd.de/node/3926

hpd 21.09.2010 – »Ahmadinedschad: Ashtiani nie zum Tode verurteilt«

http://hpd.de/node/10279


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