Archiv für Dezember 2009

159. Großmufti Cerić

21. Dezember 2009

اسلامی ریاست

Islāmī Riyāsat

Islamische Führung

Ein Text von Abū ʾl-Aʿlā al-Maudūdī titelt mit »Islāmī Riyāsat (1)«, was „Islamic Presidency“ oder „Islamic Leadership“ bedeutet. Das zu ar-raʾīs, Führer (chief, leader) gehörende ar-ryāsat, Präsidentschaft, verwendet der den Wahhabiten und der Muslimbruderschaft zugeneigte organisierte Islam in Sarajevo unter Raʾīsul ʿulamāʾ (Führer der Islam-Gelehrten, bosnisch »Reis-ul-ulema«) Mustafa Cerić als das bosnische Wort »Rijaset« zur Bezeichnung der höchsten politreligiösen Ratsverwaltung, ansässig im Dienstsitz des Großmuftis in der Kaisermoschee, sowie als Namen seiner Homepage.

Opening the way for the Muslim law

The universal Weltanschauung of Dr. Cerić. Von Jacques Auvergne

Mustafa Cerić durchlief eine Ausbildung an der klassisch islamisch sprich gegendemokratisch und frauenfeindlich ausgerichteten Kairoer al-Azhar-Universität, wo er von 1974-1978 islamische Theologie und Philosophie studierte. Als Imam arbeitete er ab 1981 in den USA, wo er 1987 über den frühen islamischen Denker Abū Manṣūr al-Māturīdī (893-941) aus Samarkand promovierte. 1990 war Cerić Mitgründer der Partei der demokratischen Aktion (SDA, Stranka demokratske akcije), eines angesichts der von Belgrad aus und durch Politiker wie den mit Rechtsradikalen und Paramilitärs kooperierenden serbischen Präsidenten Slobodan Milošević jahrelang betriebenen Diskriminierung aller Nichtserben sehr erklärlichen politreligiösen beziehungsweise ethno-religiösen Bündnisses.

Die SDA, Izetbegović führte sie bis 2001, versteht sich gleichwohl bis heute ihrer Aussage nach als säkular, während Theologe Mustafa Cerić im European Council for Fatwa and Research (ECFR, Europäischer Rat für Fatwa und Forschung) mit jenen radikalislamischen Strömungen wie der Millî-Görüş freundschaftlich zusammenarbeitet, welche die juristische, politische und pädagogische Herrschaft der Stellvertreter Allahs gegenüber der Volkssouveränität für sittlich wertvoller erachten. Das der Muslimbruderschaft nahe stehende ECFR will das Kalifat als ein revolutionär gegenkulturelles Milieu einer eigenen Staatsbürgerschaft und zunächst einer Rechtsspaltung im Personenstandsrecht beziehungsweise Familienrecht, das geheiligte Ziel der Deklassierung der Frau entstammt dabei dem Koran und der mittelalterlichen Orthodoxie. Wolfgang Schäuble und Armin Laschet begehen mit Mustafa Cerić Feierveranstaltungen.

1992 erklärte Bosnien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien. Zwischen 1991 und 1993 war der Bosnier, auch im Auftrag des bosnisch-muslimischen Politikers Alija Izetbegović, Universitätslehrer im „differenziert“ denkenden Apartheidsstaat Malaysia am International Institute of Islamic Thought and Civilization (ISTAC, http://www.iiu.edu.my/istac/), das der International Islamic University Malaysia (IIUM, http://www.iiu.edu.my/) angegliedert ist und von Syed Muhammad Naquib al-Attas geleitet wird.

Im Juli 1995 forderte das von den UN als Völkermord klassifizierte Massaker von Srebrenica vom muslimischen Bevölkerungsteil Bosniens, man nennt ihn den bosniakischen, bis zu 8.000 Tote. Für Europa war Srebrenica die schlimmste Gräueltat seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges.

Im April 1993 wurde Mustafa Cerić zur obersten islamischen Autorität Bosniens ernannt, manche reden allerdings von einem Putsch gegen den muslimischen Slavomakedonen („Torbesch“) Jakub Selimovski, jenen zeitweiligen ranghöchsten Geistlichen Makedoniens, der irgendwann einmal eine Todesfatwa von ethnisch albanischen Islamführern aus Makedonien erhalten hatte.

Weil der Zerfall Jugoslawiens beziehungsweise der jugoslawische Bürgerkrieg schrecklich war und dauernder Friede schließlich wünschenswert ist, wird der einen schmucken weißen Turban tragende Geistliche aus Sarajevo weltweit von Politikern eingeladen sowie von Religionsfunktionären, zumal christlichen, mit Ehrungen ausgezeichnet. Etwa durch den in Heppenheim ansässigen Internationalen Rat der Christen und Juden (ICCJ), der den abrahamischen Dialog, genauer müsste man sagen: den Trialog pflegt, bei dem entweder Jahwe, christlicher Vatergott nebst Jesus von Nazareth sowie der steinigende Allahgott miteinander im Himmel verschmolzen werden sollen oder eine irdische Segregation von Glaubensnationen nach dem Vorbild von Malaysia oder Ägypten angestrebt wird, der ICCJ überlegt noch.

Im Jahre 2005 erhielt der Schariapolitiker „für seinen außergewöhnlichen Beitrag zum interreligiösen Verstehen“ den Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis der UNESCO, in Anwesenheit des damaligen Innenministers Wolfgang Schäuble am 22.11.2008 in München den Preis der theokratisch orientierten Eugen-Biser-Stiftung, die grundrechtswidrige Scharia kritisiert man in diesen Kreisen nicht.

Am 24. Februar 2006 weilte der bosnische Reisu-l-ulema, wörtlich Führer der Gelehrten, türkisch Başmüftüsü, in der Moschee der kroatischen Hauptstadt Zagreb, als er die »Deklaracija Evropskih Muslimana« (Declaration of European Muslims) bekannt gab. Cerić ist Šayḫ (Scheich) im ECFR-Netzwerk des in Qaṭar wohnhaften ranghöchsten Predigers der Muslimbruderschaft, Yūsuf al-Qaraḍāwī. Jacques Auvergne kommentiert den von ihm übersetzten und gekürzten englischen und französischen Text der Erklärung der Europäischen Muslime.

Cerić:

Dem Willen Ausdruck verleihend, den die Europäischen Muslime seit dem Angriff vom September 2001 in New York, dem Massaker vom März 2004 in Madrid und der Bombenexplosion vom Juli 2005 in London entwickelt haben.

Cerić interessiert sich für die Probleme, welche die kulturellen Moderne mit dem sich koranisch legitimierenden Terrorismus hat.

Wo doch am 11. September 2001 Tausende von Männern und Frauen, die im New Yorker World Trade Center gearbeitet haben, durch einen terroristischen Angriff getötet wurden, wo am 11. März 2004 Hunderte von Menschen, die sich gerade auf der Eisenbahnfahrt in Madrid befanden massakriert wurden, wo doch am 7. Juli 2005 in London viele unschuldige Menschen das Opfer von Bombenexplosionen wurden, und angesichts der Tatsache, dass all diese Gewalttaten gegen die Menschlichkeit als „Islamischer Terrorismus“ bezeichnet worden sind,

Die Terroristen nennen sich selber so, islamische Kämpfer.

Unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass die Anschläge von New York, die Massenmorde in den Eisenbahnzügen von Madrid und die Bombenattentate von London den europäischen Muslimen die schwere Last kollektiver Schuld für jenen „Islamischer Terrorismus“ zu tragen auferlegt haben, die fortwährend von einigen Politikern und Medien propagiert wird,

Seit 9 / 11 würden die Nichtmuslime also die Muslime quälen.

Des Leidens der europäischen Muslime eingedenk, die von einer durch unverantwortliche Berichterstattung gewisser Medien, die über muslimische Angelegenheiten (issues) berichten, verursachten Islamophobie ausgesetzt sind,

Aufruf an die muslimischen und nichtmuslimischen Europäer, eine Hexenjagd gegen jenen angeblich die Menschenrechte und Bürgerrechte gefährdenden Teil der Fernsehsender und Redaktionsstuben zu beginnen, der pauschale Ängste vor dem Islam schürt. Nichtmuslime dürfen keine Angst vor der Scharia haben, das wäre unmenschlich. Über den Islam soll – wohl ausschließlich – positiv berichtet werden.

Wo doch die Europäischen Muslime die Freiheit der Anderen genauso sehr wertschätzen wie ihre eigene

Alleine die Konstruktion einer Sorte Mensch namens muslimische Europäer müssen wir im Namen der bedrohten Rechtseinheitlichkeit zurückweisen.

Es möge in Europa also zwei verschiedene Freiheiten geben: die nichtmuslimische Freiheit und die muslimische Freiheit. Cerić bereitet den Ausstieg der muslimischen Bürger, namentlich der muslimischen Frauen, aus dem für alle geltenden Recht vor: die Polygamie ist noch verboten, sie kann es für die nichtmuslimischen Europäer, Cerić ist tolerant, ja auch bleiben. Dass aber künftig nicht nur den drei Muftis des nordgriechischen Komotiní gestattet sein soll, Dreizehnjährige oder Elfjährige zu verheiraten, die bald darauf schwanger werden, sollen wir im Namen der Religionsfreiheit hinnehmen, den Kopftuchzwang eines Yūsuf al-Qaraḍāwī selbstverständlich ebenso. Ehe- und Familienangelegenheiten, dazu kann doch bitte bald auch das Erbrecht gehören, regeln die Muslimstaatsbürger demnächst bitte ganz friedlich unter sich. Die Schwester erbt eben nur halb so viel wie ihr Bruder, so steht es in Gottes Handlungsanleitung, im al-qurʾān – Sie wollen doch nicht etwa die Muslimbürger daran hindern, nach dem Tod in die ewige Gottesnähe zu gelangen, Sie antimuslimischer Rassist und gruppenbezogener Menschenfeind?

Wo doch die Europäischen Muslime ihre Kinder in Frieden und Sicherheit aufwachsen lassen möchten, im Miteinander mit anderen religiösen Gruppen und in einem Europa, das sich auf einer ‘Ethik des Teilens’ gründet.

Der Großmufti singt dem Sozialstaat ein Hohelied? Mitnichten, Mustafa Cerić will die Rechtsspaltung: Ihr lasst uns unser Recht, wir lassen euch euer Recht. Eingeteilt, aufgeteilt, zugeteilt. Hier Scharia, da säkulare Moderne, wir teilen dieselbe Stadt. Spiritueller Mauerbau.

Daran erinnernd, dass der Islam Juden und Christen als das Volk des Buches zu betrachten lehrt, damit sie alle, Juden, Christen und Muslime, lernen, ihre gemeinsamen spirituellen Wurzeln ebenso zu teilen wie ihre gemeinsame Zukunftshoffnung, ohne Vorurteile und mit dem Ziel, Diskriminierung zu vermeiden

Monotheistische Theokraten dürfen den Europäern künftig die Welt und die Regeln des Zusammenlebens erklären.

Wo Europa doch ein Kontinent vieler Glaubensbekenntnisse ist

Doch wohl eher ein Kontinent vieler Individuen, und zuerst ein Kontinent der für alle, auch für Atheisten und Frauen, geltenden Rechte. Möchte uns der bosnische Geistliche ein Europa der Glaubensnationen (milal, Sg. milla; türk. millet) in die Debatte hineinmogeln, ein Europa, in dem eine religiöse Gerichtsbarkeit das Recht hat, die universellen Menschenrechte namentlich die Frauenrechte anzuknabbern oder außer Kraft zu setzen?

Eingedenk, dass Europa stolz auf den Weg von der Sklaverei zur Freiheit ist, vom Mythos zur Erkenntnis und Wissenschaft, von der ungebändigten Macht zum Recht und von der Staatstheorie zur Legitimität des Staates und im Wissen von Europas bereitwilligem Bekenntnis zu den Grundwerten von Menschenrechten und Demokratie.

Nicht nur begeistertes Credo, das westliche und mittlere Europa, Weißrussland leider gewiss nicht, hat seine Staatlichkeit, Verwaltung und öffentliche Schule tatsächlich auf die Universalität der Menschenrechte gebaut, wesentlich anders als die Teile der Welt, die vom islamischen Recht bestimmt sind. Bezeichnenderweise redet Cerić hier an der Sache vorbei, er sagt basic values, nicht: vollständige Geltung der säkularen Freiheitsrechte, er sagt Human Rights – welche Menschenrechte, diejenigen der OIC von 1990 mit ihrem Schariavorbehalt?

Der Bosnier hätte statt Menschenrechte AEMR sagen müssen, universelle Menschenrechte, er hat stattdessen wohl Allahs Menschenrechte im Blick. Demokratie (Democracy) ginge auch mit dem Unrechtsstaat der DDR, Cerić hätte sagen müssen: freiheitliche Demokratie, und wer ein wenig über Fundamentalismus beziehungsweise Scharia nachdenkt, wird erkennen, dass nur die säkulare Demokratie eine freiheitliche Demokratie sein kann. Cerić will den freiheitlich-säkularen Staat gar nicht – und redet, nicht anders als Erich Honecker oder Mao Tse Tung, von Demokratie. Ein Bekenntnis hat Bosniens Großmufti übrigens noch nicht einmal gegen die Sklaverei abgelegt, lediglich ausgesagt, dass Europa auf irgendeine „Straße“ (engl. road), irgendeinen „Weg“ (frz. chemin) „stolz“ (proud, fière) ist.

Statt zu sagen: eine dem Mythos unterworfene Gesellschaft, das heißt ein dem Geisterglauben und der Sexualmagie nachgeordnetes Weltbild und Menschenbild, verwendet der Großmufti fälschlich das Wort Mythologie, was jedoch Mythenforschung bedeutet und wissenschaftliches Denken voraussetzt, wozu die islamische Orthodoxie nicht in der Lage ist, denn der Hidschab (ḥiǧāb, wörtlich: Vorhang, Ganzkörperbedeckung der Frau) ist der Sexualmagie nachgeordnet und das Lehren schmerzlicher Höllenfeuer finsterstes Mittelalter und Psychoterror. Auch das ist kein Versehen, Cerić will die Höllenpädagogik ebenso legalisieren wie die Kopftuchpflicht, wozu arbeitet er schließlich so fleißig für das ECFR, den „Fatwa-Rat“ (Europäischen Rat für Fatwa und Forschung).

Europa ist das Haus des Friedens und der Sicherheit, wie es sich auf dem Gesellschaftsvertrag (consensus) gründet.

Mit dem Begriff Haus des Friedens, englisch lässt Cerić „House of Peace“ sagen, frz. „la demeure de la paix“, hat uns der listige bosnische Gelehrtenführer das arabische dār, wörtlich Haus, gemeint ist das irdische Territorium in seiner Relation zu Allahgott, in die Diskussion hinein geschmuggelt, das uns aus der manichäisch und dschihadistisch verstandenen Benennung des islamisch beherrschten Gebietes als dār al-islām bekannt ist.

Das Paradies wird im Koran an zwei Stellen als die dār as-salām bezeichnet (10:25 und 6:127), Haus des Friedens, mit Cerić hat Europa womöglich paradiesische Aussichten.

Gesellschaftsvertrag (Social Contract, Contrat Social) soll uns ein wenig zum Neuverhandeln der gesellschaftlichen Grundlagen ermuntern. Consensus ist iǧmāʿ – schariakonforme Plenardebatte. Referenzmodell jedes anständigen Rats ist (ǧ-m-ʿ, versammeln, Gemeinschaft) ein ǧumuʿa oder ǧumʿa genanntes freitägliches Zusammenkommen, das von Allahgott angeordnete Freitagsgebet als der Nukleus jedes Parlaments, das durch korantreue Verhaltensausrichtung heilssichernde Epizentrum der sittlichen (islamischen) Staatsgründung.

Allahkratisch-kulturrassistische dār-Formeln wie dāru ʾl-ʿahd (Dar al-Ahd), Haus des Vertrags, oder dāru ʾṣ-ṣulḥ, Haus der Übereinkunft (muṣālaḥa, Versöhnung; vgl. das jesuszentrierte Sozialwerk http://www.musalaha.org/) ermöglichen es islamrechtlich Indoktrinierten, die als unsittlich eingestuften Nichtmuslime nicht als Harbis zu bezeichnen und töten zu müssen oder als Dhimmis zu versklaven.

Islamist Tariq Ramadan (Ṭāriq Ramaḍān), der sich in diesen Tagen des Dezembers 2009 als „Islamfachmann“ im französischen Regierungsviertel herumreichen lässt, wo es den säkularen Politikern um ein Burkaverbot geht, Herrn Ramadan jedoch um eine totale Kopftucherlaubnis, ist der großartige Erfinder der Theorie einer dār aš-šahāda (Haus des Glaubensbekenntnisses), in Wirklichkeit will er die schariakonforme Rechtsspaltung, das Sonderrecht der muslimischen Staatsbürger.

Der Sohn des Muslimbruders Said Ramadan („Das islamische Recht“, 1961) ist als städtischer Integrationsbeauftragter für Rotterdam und zeitgleich als Dozent der Uni Rotterdam allerdings gefeuert worden, weil er eine Moderation für einen Fernsehsender der islamischen Diktatur Iran übernommen hatte, wo er es wagte, just in jenen Tagen des Sommers 2009, in dem in Teheran protestierende Studenten erschossen wurden, von den angeblich schrecklich unterdrückten europäischen, zumal französischen Studenten muslimischen Glaubens zu reden, im selbstbeschädigend toleranten Oxford wird er leider auch in Zukunft tätig sein dürfen (2).

Das europäische Territorium (land, territoire) ist das Haus des Gesellschaftsvertrags, denn es ist dort möglich, in Übereinstimmung mit seinem jeweiligen Glauben im Kontext der sinngemäß von John Rawls genannten „Prinzipien“ zu leben, welche: „frei handelnde und rational denkende Menschen bereitwillig akzeptieren, die Sorge dafür tragen, dass die Ausweitung ihrer eigenen Interessen das Gemeinwohl gründet, gewährleistet und definiert“.

Das jedoch ist für den Bankräuber, Nationalsozialisten oder religiösen Radikalen im Allgemeinen kein großes seelisches Problem, er wird seinen Egoismus oder Gruppenchauvinismus flugs als gemeinnützig etikettieren, zumal er das Recht zur kreativen Initialzündung und Neudefinition der sozialen Werte und politischen Leitlinien hat. Allahgott hat die Raubökonomie gestattet, das geheiligte Beutemachen auf Kosten der Nichtmuslime und der Frauen ist orthodoxe islamische Sozialpädagogik. Jetzt muss ich das Ganze nur noch in Sarajevo mit „gerechte Gleichheit“ (equality, égalité) beschriften.

John Rawls (1921-2002), amerikanischer Gesellschaftsphilosoph mit Leitbildern der Menschenrechtsuniversalität, Chancengleichheit und Sozialstaatlichkeit, arbeitete über den von Immanuel Kant entlehnten Begriff des Common sense, der inzwischen radikalislamische Nutzbarmachung erfährt. Rawls war Autor von The Law of the Peoples (1993). Der amerikanische Islamist und Arzt (Endokrinologie) Shahid Athar interpretiert die zunehmende Schariaverträglichkeit der USA als Wandel vom Homogenität erstrebenden „Schmelztiegel“ (melting pot) zur tolerierten Heterogenität der „Salatschüssel“ (salat bowl), in der man jede ethnoreligiöse Differenz dauerhaft erkennen kann.

Womöglich möchten die Bewunderer von al-Maudūdī ihr Streben nach Segregation und Sezession mit einem Selbstbestimmungsrecht als ethnische Minderheit beziehungsweise Glaubensnation vermarkten; Bekir Alboğa zitierte dazu 2009 öffentlich Kant. Rawls greift – wie Cerić – auf Jean-Jacques Rousseau zurück, dessen »Du contrat social ou Principes du droit politique« (Amsterdam 1762) vielerorts sofort verboten wurde, mit Rousseau und mit erheblicher Mühe ließe sich das „spontane“ Zusammenfinden von Muslimen zur kalifatsähnlichen Struktur legitimieren. Während man (ziemlich laut) auf Religionsfreiheit pocht, zaubert man den unfehlbaren volonté générale mit der unsichtbaren Scharia identisch. Den Linken legt man den Köder, den Separatismus der islamischen Gehorsamsgesellschaft als Pluralismus zu sehen und die islamische Revolution als im Kern sozialistisch, die Christen mögen sich von Abrahams koranlesenden Kindern begeistern lassen. Die geduldete radikalislamische Parallelgesellschaft als freie Willens- und Gemeinschaftsbildung, die Dhimmitude als demokratisches Minimum (Rawls: Le minimum démocratique) – wenn die Frau der Muslim-Kaste freiwillig nur halb so viel erben will wie ihr Bruder, hat sie dann nicht ihre Bürgerrechte frei genutzt?

Mit Kopftüchern und Kirchentagen mag eine neue, abrahamische »Natürliche Theologie« über dem Klang der Dreikonsonantenwurzel ṣ-l-ḥ zwischen Thomas von Aquin, Yūsuf al-Qaraḍāwī und Intelligent Design (ID) aussöhnen, maṣlaḥa als das Allgemeinwohl oder istiṣlāḥ als das Streben nach dem sozialen Besten machen den Weg frei zur dāru ʾṣ-ṣulḥ, zum Haus des Vertrags sprich Unterwerfungsvertrags.

Die „konstruktiven“ Dhimmifunktionäre Rowan Williams (Bischof), Christian Giordano (Ethnologe) und Mathias Rohe (Jurist) haben dem als Religion getarnten Herrschaftskult bereits muṣālaḥa angeboten, Versöhnung.

Während ein Gesellschaftsvertrag die vernunftgeleitete Willensbekundung eines Menschen ist und eine Selbstverpflichtung dem Staat gegenüber, so stellt der Bund (a Covenant) das glaubensorientierte Streben des Menschen dar. Durch den Bund weiht der Mensch sein Herz der Gottheit und erlangt innere Sicherheit, durch den Verfassungsvertrag legitimiert er das Staatswesen und erlangt äußere Sicherheit als Bewohner eines Dorfes oder einer Stadt.

Frei nach Cerić: „Ein Dasein als gottloser Staatsbürger ist hohl und leer, eure Demokratien sind auf die monotheistischen Religionsgemeinschaften, allen voran den Islam, angewiesen.“ Ein Geistlicher mag derartigem Selbstbewusstsein ja gerne Ausdruck geben, die Doppelpackung Religionsbund plus Staatsbürgerschaft erinnert auf den ersten Blick auch ein wenig an das jesuanische „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ oder an die jedem Menschen eigene Dualität zwischen dem Emotionalen und dem Rationalen beziehungsweise zwischen dem Idealistischen und dem Organisatorischen. Einem als persönliche Spiritualität gemeinten Islam würden wir derlei Rhetorik zugestehen wollen, einem an der Rechtsspaltung interessierten, strengstens an der Scharia orientierten fundamentalistischen Gehorsamskult allerdings nicht.

So sei es der Europäischen Union erklärt:

Hello Europe, this is Mustafa speaking!

Ein Staatsbürger ist Inhaber von Freiheitsrechten und freiheitlichen Privilegien. Er ist ein Staatsangehöriger, der, sei es als Ureinwohner oder als Einwanderer, einer Regierung Loyalität schuldet. Dabei hat er den Anspruch darauf, dass diese sein Leben, seine Religion, seine Freiheit und seine Würde schützt.

Nett, dass der Herr aus Sarajevo uns den Rechtsstaat erklärt. Was der bosnische Koranpolitiker uns unterschlagen möchte: Das Kind muslimischer Großeltern hat allerdings den Anspruch darauf, dass der Staat es schützt … vor dem Islam der Scharia schützt, sobald dieser Kult seine Freiheit und Würde bedroht, etwa durch den nötigenden Heiratsvormund oder die schafiitische FGM. Mustafa Cerić will die Kinder und Enkel der von ihm gewollten Kaste der Muslimbürger der Gewalt der Fundamentalisten ausliefern – im Namen der Friedfertigkeit oder, gelingt das nicht überzeugend, der Andersartigkeit, der „Differenz“.

Schariafreundin Nilüfer Göle (»Emanzipation auf Islamisch«) schreibt 2008 auf qantara.de zum Kopftuchstreit in der Türkei: „Als Symbol steht das Kopftuch dabei zugleich für persönliche Frömmigkeit und öffentliches Geltendmachen der islamischen Differenz“. Mit dem irgendwie wissenschaftlich wirkenden Wörtchen „Differenz“ versucht die in Paris lehrende Soziologin, uns die Modernitätsverweigerung und den gegenkulturellen Separatismus des politischen Islam als gelebte Religionsfreiheit beziehungsweise muslimische kulturelle Identität zu verkaufen.

Die europäischen Muslime, die schließlich versuchen, ihr Leben in Aufrichtigkeit und Authentizität (decent, honnête) zu führen, haben folgende Erwartungen:

Die Institutionalisierung des Islam in Europa.

Noch eine Moschee? Noch ein Islamverband? Nein.

Das Europäische Islamparlament unter Vorsitz des Großmuftis von Europa!

Gutes Personal ist heute so schwer zu bekommen, aber wer weiß, vielleicht würde der bescheidene Bosnier das Amt notfalls übernehmen, zumal er offiziell in Bälde nicht mehr zum Widerschein Allahgottes in der bosnischen Dämmerung neu gewählt werden darf, im Jahre 2012 wird seine Amtszeit enden. Ob sich der Großmufti (ECFR) seinen Dienstsitz, die im Jahre 1462 erbaute Careva Dzamija oder Kaisermoschee in Sarajevo, als Führungsstelle (Rijaset) des künftigen Europakalifats vorstellt?

Die ökonomische Entwicklung der muslimischen Gemeinschaft, damit sie volle spirituelle und kulturelle Freiheit erlangt und unabhängig ist.

Ökonomisch entwickelt heißt schariakonformes Bankwesen und überhaupt richtig viel „spirituelles“ Geld. Vollständig abgeschottete Geldströme, bis auf das geheiligte Beutemachen (al-anfāl, al-ǧizya)?

Wenn wir erst reich genug sind, kaufen wir uns aus der Demokratie heraus und ins Kalifat hinein.

Die Sūratu l-Anfāl ist sūra 8, die Sure der Kriegsbeute. „Sie fragen dich nach der Beute. Sprich: „Die Beute gehört Allah und dem Gesandten. … In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Trefft (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab (3)!“

Die Entwicklung islamischer Schulen, die in der Lage sind, die in Europa geborenen Muslime dazu zu erziehen, die neuartigen Herausforderungen ihrer multikulturellen Gesellschaften zu bestehen und diese prägend mitzugestalten (d`inspirer la sociéte multiculturelle européenne).

Ein Geflecht ECFR-treuer Zentren der Koranlehre, ein Netz von madāris (Sg. madrasa) möge den Kontinent überziehen, nebenbei ein flächendeckender und dabei möglichst offen schariakonformer Islamischer Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Zentren für Imam-Ausbildung möglichst an den Universitäten. Zentren der Ausbildung zum muftī (Scharia-Richter). Ein echter Großmufti braucht viele Kleinmuftis.

Die politische Freiheit, welche die europäischen Muslime in die Lage versetzen wird, ihre legitimen Vertreter in die staatlichen Parlamente zu entsenden.

Der Mensch ist bei Mustafa Cerić eben kein Individuum, sondern Teil seiner Glaubensnation.

Als Gründer des Staates Pakistan kann der Politiker Ǧinnāḥ (Jinnah) gelten. Dazu musste das gemischtreligiöse Indien allerdings erst mit Umsiedlungen, Pogromen und Vertreibungen in zwei Staaten zerfallen, einen vorsichtig säkularen Staat Indien und einen halbwegs radikalislamischen Staat namens Pakistan (mit Ostpakistan, heute Bangladesch). Indien und beide Pakistan wurden am 15.08.1947 unabhängig.

Die dreizehnte Forderung der »Fourteen Points of Jinnah« (März 1929, englisches Wikipedia) lautete: „Jedes Kabinett, sowohl zentral als auch provinziell, muss mindestens ein Drittel muslimische Minister enthalten“, der vierte Punkt fordert ein Drittel muslimische Vertreter in der Gesetzgebenden Versammlung (Central Legislature, das spätere Indian Legislature als Zweikammersystem aus Lok Sabhā, Council of States, Unterhaus, und Rājya Sabhā, Haus des Staates, Oberhaus).

Angesichts der repressiven Realität des indischen Kastensystems mag die acht Jahrzehnte alte Argumentation des Muḥammad ʿAlī Ǧinnāḥ (Ali Jinnah) manchem Beobachter erklärlich erscheinen, die traditionelle Diskriminierung der kastenlosen oder niederstrangigen Dalits („Parias“) kann jedoch keine Entschuldigung dafür sein, im Europa des dritten nachchristlichen Jahrtausends im Namen der Religionsfreiheit ein Millet-System einzurichten – und genau das ist Herrn Cerić zu unterstellen.

Wie überhaupt der christlich-islamische Dialog nach dem Motto vorzugehen scheint: „Lasst uns in Toleranz auseinander gehen – Wir trennen uns in Frieden“. Von universellen Menschenrechten redet man nicht.

Orthodoxer Islam ist feindbildbedürftige Staatlichkeit, revolutionäre Gegenkultur, die Schariagesellschaft ist die antisoziale, geheiligte Meidung. Der Zwei-Nationen-Theorie (Two-Nation Theory) des zerfallenden Indiens, die sich auf den hochmittelalterlichen Gelehrten Abū Rayḥān Bīrūnī (973-1048) zurückführte, ging es weniger um zwei räumlich weit voneinander getrennte Staaten als um die erlebbare Kultur der ḏimma als der „gesamtgesellschaftlichen“ Koexistenz (La Convivencia, Konvivenz). „Gesamtgesellschaft“ ist ein gefährlich vieldeutiger Begriff der Multikulturellen und Koranpolitiker (Islamrat, ZMD, KRM).

Es gilt, Vorbereitungen zur Frage zu treffen, wie das Muslimische Recht in den Angelegenheiten des Personalstatuts anerkannt werden kann, beispielsweise im Familienrecht [aus dem Englischen], es ist die Möglichkeit zu debattieren, das islamische Recht in Bezug auf Personenstandsfragen zur Anerkennung zu bringen, etwa die Fragen des Familienrechts betreffend [aus dem Französischen].

Der zentrale Sprengsatz überhaupt: „f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; f: La possibilité de la reconnaissance de la loi islamique dans le cadre des questions relatives au statut des personnes comme par exemple les questions d’ordre familial.“

Der beliebte Dialogpartner Mustafa Cerić baut hiermit eine veritable Bombe gegen unsere säkulare sprich freiheitliche Zivilisation. Das anerkannte schariatische Familienrecht würde von der kulturellen Moderne nichts mehr übriglassen, der Spezies Muslimfrau wären die allgemeinen Menschenrechte dann nicht mehr zugänglich. Europas Politiker sehen die Gefahr der im Familienrecht (Polygamie, Idschbar / Wali Mudschbir, Kindbraut, Talaq) ansetzenden Islamischen Revolution leider überhaupt nicht, Kirchenpolitiker hoffen auf Machtzuwachs und schweigen aus Berechnung zur diskriminierenden Imam-Ehe und zur theologisch begründeten islamischen Frauenentwürdigung der šarīʿa sowie zur religionsrechtlich begründeten islamischen Frauendiskriminierung des fiqh.

Die »Fourteen Points« (Muḥammad ʿAlī Ǧinnāḥ 1929) fordern unter Punkt zwölf die verfassungsmäßige Festschreibung (The constitution should embody adequate safeguards for the protection) des islamischen Personenstandsrechts (personal laws).

Wir können auch Europa mit der familienrechtlichen Scharia so zerlegen wie den indischen Subkontinent.

Wir erwarten, dass Europa die europäischen Muslime vor solchen Sachen wie Islamophobie, ethnischer Säuberung und Genozid schützt.

Fein gesponnene Manipulation: Islamfurcht ziehe Vertreibung oder Völkermord nach sich, möchte der Geistliche uns nahe legen. Cerić steht als Friedensfreund da, und ganz neuartige muslimische und nichtmuslimische Sittenwächter haben den Freibrief, Islamkritiker zu jagen.

Bewusstsein schaffen für die Vielgestaltigkeit (complexties) des säkularen Kontexts, in dem die heutigen Religionen leben.

Survivaltraining für interreligiöse Fundamentalisten. Als Schariafreund im Dschungel der kulturellen Moderne überleben. Im Namen der Religionsfreiheit sind dem Kalifat kleine Nischen zu schaffen, die orthodox-islamische Menschenrechtswidrigkeit ist gemeinsam mit Rabbinern und Bischöfen der Öffentlichkeit so lange zu erklären, bis jeder die geduldeten Gegenkulturen für einen Teil der zu tolerierenden „Komplexität“ hält und die etwa von Ayaan Hirsi Ali scharf vertretene Forderung nach dem Primat der universellen Menschenrechte erfolgreich als „Aufklärungsfundamentalismus“ (Timothy Garton Ash: Enlightenment fundamentalism) diffamiert werden kann, ein Tolerieren antimoderner Milieus, vor dem im Jahre 2007 Pascal Bruckner warnte (4).

Verständnis befördern, Unterschiede anerkennen, einen gemeinsamen Baugrund finden und zugänglich machen.

Kinder spielen Himmel und Hölle oder die Reise nach Jerusalem. Cerić meint kein Kinderspiel, sondern Mythospolitik, Sexualpolitik. Vielleicht noch nicht der griechische Areopag, sicherlich aber der Römische Senat war götterfreie Zone. Kehren mit Leuten wie Cerić die Ǧinn, die Geister, nach denen Koransure 72 benannt ist, in Europas Universitäten und Parlamente zurück?

Lassen Sie uns die komplexe Beziehung zwischen Religion, Kultur, Politik und Ökonomie aufzeigen. Anschließend geht es darum, jene Fakten in den Vordergrund zu stellen, an denen die Religionen das gemeinsame Streben nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden erkennen können.

Das Verstörende soll also nicht besprochen werden – Thinking positive. Der Islam habe nichts anderes als den Weltfrieden im Sinn, was in einem voraufklärerischen Verständnis von herrschender Friedlichkeit ja vielleicht stimmen mag. Cerić erdreistet sich, den organisierten orthodoxen Islam, der von der Aufklärung noch nicht berührt worden ist, den anderen Religionen als ebenbürtigen Bündnispartner anzubieten, ein Ansinnen, was diese dem Vertreter des ECFR verweigern sollten. Unsere freiheitliche Lebensweise brauchen wir nicht durch den Schariavorbehalt ironisieren zu lassen, auch nicht im Nehmen des interreligiösen Dialogs.

Es geht darum, religiöse Prinzipien sowie moralische und ethische Werte und Normen genau zu erkennen (identify, identifier), die allgemein akzeptiert oder mehrheitsfähig sind und die geeignet sind, das Zusammenleben möglich zu machen, doch ebenso jene, die jedem Glauben eigen sind, und die möglicherweise hieraus entstehenden Differenzen, Spannungen und Missverständnisse zwischen den so verschiedenartigen Religionen einzuräumen und auszuhalten (recognize, admettre).

Im politislamischen Credo »Fourteen Points« des Muḥammad ʿAlī Ǧinnāḥ (Jinnah) vom 28.03.1929 lautet der harmlos klingende Punkt sieben: „Allen Glaubensgemeinschaften soll die volle Religionsfreiheit gewährt werden, das umfasst die Freiheit zu Glaube und Gebet, die Freiheit Riten und Festlichkeiten zu pflegen sowie die Freiheit der Mission, Vereinsgründung und Erziehung“.

Der Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, erklärte im September 2009 allerdings Teile der Scharia für verfassungswidrig, was natürlich stimmt. Diese grundgesetzwidrigen Teile der islamischen Pflichtenlehre, bei Ǧinnāḥ sicherlich unter „Erziehung“ (Männerverherrlichung, Jungfräulichkeitskult, Kopftuchzwang, Kulturrassismus), „Riten“ (schariarechtliche Zwangsheirat englisch wilayat al-ijbar arabisch wilayāt-al-iǧbar / walī muǧbir; geheiligte Verstoßung ṭalāq) oder „Religionsfreiheit“ (Polygamie, erniedrigte Stellung der Frau im Erbrecht) würde mit Mustafa Cerić nun zur islamischen Eigentümlichkeit, die es interreligiös vereint so lange zu erklären gelte, bis alle „Missverständnisse“ ausgeräumt sind.

Bertrams erkannte, dass die Scharia jeder Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zuweist als dem Mann. Eine Frau, folgerte der Verfassungsrichter, die das Kopftuch trage, bekenne sich daher nicht widerspruchsfrei zu der Verfassung und den deutschen Werten. Dieser Umstand schließe ihre Eignung für den Beruf als Lehrerin aus. Der bosnische Großmufti hat hier wieder ein „Missverständnis“ auszuräumen, womöglich unterstützt von seinen deutschen anṣār Melanie Miehl, Thomas Lemmen, Armin Laschet, Wolfgang Schäuble und der Eugen-Biser-Stiftung?

Auch Dschihadisten demonstrieren Geschichtsbewusstsein: anṣār al-islām bedeutet Helfer des Islam, nach jenen ersten muslimischen Medinensern, die den Mekkaner Muḥammad und seine muhāǧirūn („Auswanderer“) unterstützten. Die hiǧra war die Flucht aus Mekka im Jahre 622 nach Christus. Im Iran ist Anṣārī ein Nachname, auf der arabischen Halbinsel oft ein Abkunftsname der Nachkommen der „Helfer“. Al-Muhajiroun war der Name einer britischen Terrorgruppe um den gebürtigen Syrer Omar Bakri Muhammad und den Sohn pakistanischer Einwanderer Anjem Choudary, die für ganz Großbritannien die vollumfängliche Scharia einführen wollte. Ansar al-Islam (AAI) war zwischen 2001 und 2003 der Name einer um Mullah Krekar angeordneten, kurdischen Terrorgruppe im nördlichen Irak, der Unterstützer in Italien, Großbritannien und Deutschland zuzurechnen waren oder sind. Werner Oschlies weiß, dass „terroristische Mujaheddin im bosnischen Bürgerkrieg auf muslimischer Seite mitgekämpft“ haben: „Im November 1992 entstand die 7. Muslimische Brigade, in die von Anfang an Mujaheddin einsickerten und die Kampfgruppe „El Mujahed“ bildeten (5).“

Die Muslime Europas erklären, dass es die Absicht der europäischen Muslime ist:

Die Machtergreifung. Ab sofort ist Mustafa Cerić der Häuptling aller auf Allahgott verpflichteten Europäer.

Die Muslime, die in Europa leben, sollten erkennen, dass Freiheit kein Geschenk ist, das von alleine kommt. Die muslimische Freiheit muss erst verdient werden. Ungeachtet des xenophoben Widerstandes muss der globale Status der Muslime anerkannt werden.

Antiislamisch-rassistische Dhimmistaatsbürger würden den Muslimbürgern die Freiheiten vorenthalten. Nun ja, ehrlich gesagt: die muslimischen Freiheiten. Das gegenmoderne Sonderrecht dürfen sie sich zurückholen, Allāh hat ihnen das gestattet, ja geboten.

Die Muslime, die in Europa leben, sollten den Islam der westlichen Zuhörerschaft gegenüber als eine universelle Weltanschauung präsentieren, nicht als stammeskulturelle, ethnische oder nationale Kultur. Die Muslime können von den Europäern nicht erwarten, die universelle Botschaft des Islam wertzuschätzen, wenn sie ständig nichts anderes als einen ethnisch oder national gefärbten Islam erleben. Die Muslime werden die Europäer mit dieser Universalität des Islam beeindrucken können. Europa ist zudem für die Muslime selbst der geeignete Ort, die Kraft und Schönheit (the power and beauty) der islamischen Universalität zu entdecken.

Der Großmufti will den Weltislam, die Philosophie des globalen Kalifats, die Einschmelzung oder Überhöhung der vier sunnitischen Rechtsschulen sowie der Schiiten – unter Vorsitz des ECFR bitteschön. Den Nichtmuslimen soll die repressive Gegenkultur des kosmischen Medina-Modells, Hauptsitz Sarajevo, als Naturphilosophie verkauft werden.

Von Weltanschauung, Cerić verwendet im englischen wie im französischen Text das deutsche Wort, sprach der Großmufti in seinem 2007 veröffentlichten Text »The challenge of a single Muslim authority in Europe« („In the sharī’a as their Weltanschauung, Muslims have their covenant with God“, in der Scharia als ihrer Weltanschauung leben die Muslime ihren Bund mit [Allahgott] Gott).

Im Folgenden ein Gedanke zur iranisch inspirierten Islamisierung Europas von Bosnien aus. Tito und der Dritte Weg. ʿAlī Šarīʿatī. Median-School in Sarajevo.

Der Median ist der mathematische so genannte Zentralwert, der etwa in der Statistik die Grenze zwischen zwei Hälften definiert. Der iranische Pädagoge Ali Schariati (1933-1977, türkisch Ali Şeriati) hatte den Schah und die Geistlichkeit kritisiert, suchte und lobte den „reinen, unverfälschten“ Islam, wurde deshalb als Wahhabit beschimpft und saß zwischen 1973 und 1975 im Gefängnis. Ab dem 25.11.1954 publizierte er in der Zeitung Khorasan an zehn Montagen die visionäre Textreihe »Maktab-e Vaseteh-e Eslam, Die Median-Schule des Islam« (The Median School of Islam; Maktab arab. zu: kuttāb, Schule). Vasateh kann auch Verbindungsmann, Zwischenhändler, Vermittler bedeuten (zwischen dem Muslim und Allahgott gebe es keinen Vasateh, dem Imam oder Mullah gehorche er aus freudiger Einsicht, denn Islam heißt Liebe …). Die Staatwerdung der Scharia sei „gerecht“, gleiche harmonisch aus.

Dorfschullehrer Schariati deutete den Islam, einen Gedanken von Abolqasim Shakibnia bzw. M. B. Razavi (The Median Bloc) aufgreifend, als angeblich ausgewogenen Dritten Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus (politisch), Ost und West (geographisch) sowie Idealismus und Materialismus (philosophisch) hinein in die Moderne, nicht in die kulturelle Moderne zwar, aber hin zur selbstbewussten Weltmacht. Die berüchtigte Mittigkeit (wasaṭīya; s. o.: Vaseteh) des Islam, Schariati sprach von der „ummatan wasatan, community justly balanced“, kann sich auf den Koran berufen, weshalb wir das nicht zufällig an Muʿammar al-Qaḏḏāfī (Gaddafi) erinnernde allahzentrische Mediangleichnis des ʿAlī Šariʿatī als Wegbereiter der Islamischen Revolution von 1979 verstehen sollten. Für die Menschen im ehemaligen Jugoslawien, die von der geschickten Äquidistanz nebst gewährter Reisefreiheit eines General Tito bis heute ebenso fasziniert sind wie von der NAM-Bewegung der Blockfreien Staaten (Non-Aligned Movement, Bandung 1955 mit Staaten wie Indonesien, China, Indien und Ägypten; Kairo 1957) und vom Islam, ist die Verbreitung des sanft erscheinenden Schariati möglicherweise nicht weniger verführerisch und demokratiegefährdend als die Lektüre des offen radikal argumentierenden al-Maudūdī.

Am 21.11.2009 stellt die iranische Seite irib mehrere Stimmen beispielsweise aus Kuba und Syrien, welche eine kanadische Resolution gegen den Iran zurückweisen, ganz bewusst zusammen: „Blockfreie und OIC gegen iranfeindliche Resolution“, der Iran probiert die Fusion von NAM und OIC. Unter Verwendung des Wortes wasaṭ, „mittig“, nennt Yūsuf al-Qaraḍāwī sein frommes Bestreben nach allahzentrischer Überwindung der Rechtsschulen Position der Mittigkeit oder Weg der Mittigkeit, minhāǧ wasaṭiyya, und auch mit Schariati lässt sich die Islamische Revolution als Harmonisierung und Heilwerdung deuten. Reaktionärer Gehorsamskult, islamische Faschisierung sei sozialer Ausgleich und seelische Ruhe, gliche dem die ideologischen Abgründe und persönlichen Lebensrisiken minimierenden Zentralwert, dem Median (6).

Die Muslime sollten sich den folgenden Glaubensanweisungen (imperatives of their faith, impératifs de leur foi) widmen:

Seid fromm und respektiert eure Eltern! Der Osten muss die Werte der Familie (the familiy values, les valeurs familiales) auch unter äußerem Druck bewahren, der Westen muss sein gefährliches Spiel mit der Zukunft der Menschheit beenden. Die Abkehr von den Familienwerten gliche der Verweigerung der Anerkenntnis, dass die Sonne im Osten aufgeht.

Imperator Allahgott befiehlt und Muḥammad befiehlt für Allahgott und Mustafa Cerić für alle beide. Frömmigkeit ist im orthodoxen Islam schließlich dasselbe wie Gehorsam den Anweisungen von Vater, Ehemann, Imam, Mufti und Scheich gegenüber.

Festung Familie. Prinzip Tochtertausch, demnächst vielleicht auch Wali Mudschbir. Polygamie besser sofort realisieren. Nur eine Frau im Bett ist ungerecht.

Das Kalifat beginnt im Ehebett. Familie als verkleinertes Abbild des islamischen Staats beziehungsweise als dessen Keimzelle.

Es geht darum, die Säkularen mithilfe ihrer Linken und Kirchenfunktionäre dazu zu dressieren, dass sie jede Kritik am orthodoxen Islam für Rassismus halten. Nur so kann es den Islampolitikern gelingen, die rechtliche Herabsetzung der Frau in der Imam-Ehe und im schariakonformen Familienrecht und Erbrecht glaubhaft als kulturelle Besonderheit und verwirklichte Religionsfreiheit darzustellen.

Die emotionale und juristische Diskriminierung der Frau sei menschliche Natur (fiṭra, Geschaffensein auf Allahgott hin). Gleichberechtigung von Mann und Frau, Zurückweisung des Familienrechts der Scharia und Verweigerung der Verschleierung (textiler ḥiǧāb) und Geschlechtertrennung (sozialer ḥiǧāb) entspreche dem gotteslästerlichen Versuch, die Sonne im Westen aufgehen zu lassen.

Seid aufrichtig und kämpft für eure Rechte! Der Erfolg im Diesseits und das Heil im Jenseits verstehen sich nicht von selbst. Jeder sollte nach seinem Erfolg streben. Jeder sollte für seine Rechte im Hier und Jetzt kämpfen, jeder sollte sich bereits auf Erden um seine Heilssicherung bemühen.

Koranische Europapolitik. Das Seelenheil der um Reinigung bemühten dürfe nicht durch ungerechte säkulare Gesetze verbaut werden.

Muslime haben nicht nur darin versagt, eine eigene Theorie oder Konzeption der Globalisierung zu entwerfen, nein, wir müssen leider hinzufügen, dass sie nicht damit zurechtkommen, in einer globalisierten Welt zu leben. Ihnen fehlt die globale Strategie, das globale Bewusstsein. Das wird daran erkennbar, dass sie bis heute keinen Weltkalender haben, der sie vor Missverständnissen bei der [weltweiten und dabei minutengenauen] Bestimmung des Zeitpunktes des ʿĪdu l-ʾAḍḥā bewahrt. Unglücklicherweise haben sie ein Image der Bedrohung für den Weltfrieden und tragen das Stigma des weltweiten Terrorismus.

Am Dschihadismus und erst recht am schlechten Ruf als Friedensgefährder müsse der Islam unschuldig sein.

ʿĪdu l-ʾAḍḥā (in Nordafrika auch Großes Fest, ʿĪdu l-Kabīr, frz. Aïd el-Kebir genannt, türk. kurban bayramı nach arab. qurbān, Opfer) ist einer der beiden höchsten Feste im islamischen Mondjahr. Jenes Opferfest, bei dem der legendäre Stammvater der Juden, Abraham, seine Glaubenstreue unter Beweis stellte, für die er sein Kind der Gottheit zu opfern bereit war. Gott verzichtete allerdings auf das Kindesopfer, wissen die Glaubensgeprüften. Muslime müssen, soweit sie das Geld dafür haben, an diesem fröhlichen Feiertag ein Tier opfern jedenfalls schlachten, die Nachbarn bekommen traditionell auch etwas ab. In Deutschland geben die Schulen auf Wunsch einen Tag schulfrei. Im Jahre 2009 beziehungsweise 1430 war ʿĪdu l-ʾAḍḥā am 27. November.

Höchste Räte müssen den Festtag jährlich neu bestimmen, Herrn Cerić und Allahgott scheinen, Europa betreffend, Gremien wie Mondsichtung (Achtung Sicherheitsrisiko, seien Sie vorsichtig, McAfee: http://moonsighting.com/) nicht auszureichen, und weil Allāh schweigt, redet der Großmufti als Scheich des ECFR.

Zur falschen Zeit zu beten könne in die Hölle führen, vermuten Muslime wie Muḥammad (Prophet) und Mustafa Cerić (Mufti). Wer den kalendarischen Takt vorgibt, hat die irdische Macht und das Monopol auf die Heilssicherung. Auf www.fatwa-online.com etwa nimmt die Autorität von Scheich al-ʿUthaymīn (1926-2001) dem muslimischen Endverbraucher das Denken zur korrekten Mondphase ab (7).

Verursacht durch das Stigma des islamischen Terrorismus, an dem die Muslime heutzutage zu Unrecht leiden, sollte die Erklärung der europäischen Muslime aktiv verbreitet werden (travailler à la diffusion), mit dem Ziel, die Bedeutung zu betonen, die darin besteht, den Wechsel von einem schlechten Bild der Muslime zu einem guten Bild der Muslime herbeizuführen, vor allem in Bezug auf ihre Glaubensgrundlagen (in matters of their faith).

Impression management, „die hohe Kunst des Eindruckschindens“. Der Islam brauche sich nicht zu verändern, das Bild müsse sich ändern. Islamrhetorik muss her, solange, bis die diskriminierende Scharia (their faith) das Prädikat „gut“ bekommt.

Am 10.12.2009, für uns Säkulare ist das der Tag der AEMR, weilte der sexualmagisch denkende oder schlicht machtbesessene Kulturrassist Mustafa Cerić um 18:00 Uhr abends in der Gustafskyrkan in Kopenhagen. Anlass war die 15. Weltklimakonferenz in der dänischen Hauptstadt (07.-18.12.2009). Der gemeindeeigene Gospelchor sorgte für multikulturelles Flair, der schwedische Erzbischof Anders Wejryd war zugegen, man betonte die Wichtigkeit des Naturschutzes. Freundlicherweise wurde ein Satz aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) verlesen, jemand erzählte von sozialer Gerechtigkeit und vom Schutz der Ureinwohner, Kleinbauern und der Wälder, dann erfolgte die Rezitation des hebräischen Schöpfungsverses (Genesis 1:1) durch Kantor Oren Atzmor. Der dänische Imam Abdullah Khan durfte einen Satz aus dem Koran vorlesen, Shoken Pia Trans aus Kopenhagen vertrat den Tendai-Buddhismus, die buddhistische Won-Tradition und der Sikkhismus kamen in der Gustavskirche (Gustafskyrkan) nicht zu kurz, die politreligiöse Veranstaltung nannte sich »Interfaith Ceremony on Climate Change« („Hope for the future“). Organisator Dr. Hans Ucko hielt die Fäden dieser Beschwörung in der Hand.

Ucko ist kein Schamane, sondern der Präsident der Religions for Peace (RfP) in Europe (Genf, Lund). Und da konnte Mustafa Cerić nicht fehlen, der ist für die RfP Europe schließlich Vizepräsident (Co-President). Die christlich-ökologisch motivierte Seite http://www.gronkirke.dk/ findet das alles ganz toll und lässt Rowan Williams als spirituellen Umweltschützer zu Worte kommen (8). Das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche hatte bereits die Einführung von Teilen der Scharia ins britische Recht gefordert. Hinter RfP Deutschland steht Schariafreund Dr. Franz Brendle aus Stuttgart.

Politchrist Brendle hat mit dem interreligiösen Dialog keine Probleme und umgibt sich mit der kalifatsorientierten Millî Görüş und der revolutionären Muslimbruderschaft.

Politchrist Ucko ist ein schwedischer Theologe und lässt sich beim Interfaith Dialog Center als Freund vorstellen (9). Ehrenvorsitzender des IDC ist der Führer der „Sekte mit Konzernstruktur“ (Kelek), der türkische Islamist Fethullah Gülen (10).

Es ist falsch, den Islam für das Fehlen von Demokratie in der muslimischen Welt zu beschuldigen. Es ist eine Sünde, Menschenrechte im Namen des Islam zu verletzen

Welche Menschenrechte sollen nicht verletzt werden, die Menschenrechte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Islam (Paris 1981) oder die Menschenrechte der Kairoer Menschenrechtserklärung (OIC, 1990)?

Welche „Demokratie“ meint Cerić, diejenige von al-Maudūdī oder die von al-Qaraḍāwī? Oder die freiheitliche Demokratie, in der für alle Menschen ein einheitliches, nicht diskriminierendes und säkulares Recht gilt, sogar für Ungläubige und Frauen?

Die europäischen Muslime haben das Recht und die Pflicht, die Debatte über diese und andere Angelegenheiten anzustoßen, und ebenso alle anderen Debatten, die ihre Zukunft betreffen, schließlich geht es darum, dass ihre Kinder erkennen können, wer sie sind und was ihnen in einer europäischen Umwelt zu aufzutragen ist.

Mit „Debatte“ ist rechtspolitische Debatte gemeint, der Großmufti ist nicht zu seinem Vergnügen unterwegs, sondern für die islamische Sozialarbeit und den islamischen Umweltschutz, das heißt für die Durchsetzung der koranischen und schariatischen Politik.

„Wer“ die muslimischen Kinder „sind“, sagen ihnen die muslimischen Alten. Die Kinder haben sich schariakonform zu verhalten, nur dann sind sie glückliche Kinder. Sie wollen doch Kinder nicht etwa traurig machen? Glückliche europäische Kopftuchmädchen, glückliche Jungen, die ḥisba (islamische Siedlungspolitik) betreiben und ihre Schwestern bewachen.

Die europäischen Muslime rufen die weltweite muslimische Gemeinschaft dazu auf, die Führung des Bestrebens nach Weltfrieden und weltweiter Sicherheit zu übernehmen.

Den Schariabock zum Gärtner machen – ich verzichte. Der begeisterte Großmufti hat hier Integration mit Machtergreifung verwechselt, mit einem Frieden meint er auch wohl eher Pax Islamica (Bassam Tibi). Wie wäre es, in Algerien, Ägypten oder Pakistan die Korruption einzudämmen und die Pressefreiheit zu befördern, bevor sich die umma zur moralischen Weltmacht aufschwingt?

Unser aller Leben wird verschiedenartig verlaufen, aber wohin wir auch gehen, ein wenig von jedem anderen werden wir überallhin mitnehmen!

Der Teufel schläft nicht, Verunreinigung droht dem Gottesfürchtigen beständig, schlimmstenfalls „verläuft“ sein Weg „verschieden“, nämlich hinein in die ewige Verdammnis. Dem Dhimmi hingegen mag in der Begegnung mit einem Rechtgläubigen „ein wenig“ Erkenntnis zuteil werden, in seiner Bekehrung zur wahren Religion könnte er das ewige Heil erlangen.

Von der Gleichberechtigung von Mann und Frau nimmt Herr Cerić allerdings auch im Weggehen nichts mit.

Uns Freunde auf Erden zu geben, ist die Weise Gottes, für unseren Schutz zu sorgen.

Jenes Augenzwinkern: Feinde – Schariaverweigerer, Islamkritiker – sind die Weise, wie der Teufel sich um uns kümmert.

Der Politikwissenschaftler und Osteuropakenner Wolf Oschlies („die bosnischen Muslime … Kopftuch tragen, Schnaps trinken, Schweinefleisch essen … reine Privatsache“) nennt uns ein Sprichwort, das die traditionelle, ländliche Gelassenheit der Bosnier im Umgang mit den Religionen humorvoll wiedergibt: „Prijepodne Ilija – poslijepodne Alija“, „Am Vormittag der Heilige Elias, am Nachmittag Allah (11)“.

Azhar-Absolvent und Eugen-Biser-Preisträger Mustafa Cerić dürfte auch an bosnischen Vormittagen weniger duldsam sein.

Jacques Auvergne

Erklärung der Europäischen Muslime, bei: RIJASET. ISLAMSKE ZAJEDNICE U BOSNI I HERCEGOVINI

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

oder: aus Malaysia

http://www.rferl.org/content/article/1066751.html

Gazi Husrev-begova medresa (gegründet 1537)

http://www.medresasa.edu.ba/

Mešihat. Islamske zajednice u Srbiji (Novi Pazar, Serbien)

Fakultet za islamske studije

http://www.islamskazajednica.org/

Protest in Bosna for Palestine. Bei: Hijab Bosnia

http://hijab-bosnia.blogspot.com/2009/01/protest-in-bosnia-for-palestine.html

Bosnien und der Iran. Auf der Seite des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad erfährt man, dass die göttliche Diktatur Iran im bosnischen Sarajevo das ‘Ibn Sina Research Institute’ betreibt. Im Beisein des kroatischen Botschafters im Iran stellt Ahmadinedschad im iranischen Shiraz die Übersetzung des Diwan von Hafiz ins Bosnische vor. Mustafa Cerić freut sich über das Buch und schweigt zur Frauenfeindlichkeit und zum faschistischen System der Mullah-Herrschaft. Nusret Isanovic, der Direktor der Islamic Pedagogic Academy in Zenica, hält am jährlichen Hafiz-Gedenktag eine Festrede „Hafez in the Mind of the Bosnian People of Today“.

http://www.president.ir/en/?ArtID=18229

Bosnien und der Iran. Bei: IranBalkan (IRBA)

http://www.iranbalkan.com/site/index.php?mod=article&cat=Srpski&article=1967

(1) Islami Riyasat (By Maududi)

http://www.scribd.com/doc/19036427/24-Islami-Riyasat-By-Maududi-

Maududi im Internet

http://www.scribd.com/tag/maududi

(2) August 2009: Die Erasmus-Universität zu Rotterdam schmeißt den Dozenten Tariq Ramadan raus

http://bazonline.ch/ausland/europa/Umstrittener-Schweizer-IslamWissenschaftler-entlassen/story/16316811

Oxford hält dem Islamisten Ramadan die Treue

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Tarik-Ramadan-Oxford;art123,2879644

(3) Sure 8. Die Beute, al-anfāl

in der Übersetzung vom „Schweigsamen Knecht Allahgottes“ Abdullah as-Samit (ʿAbdullāh aṣ-Ṣāmit), unerleuchtet Frank Bubenheim, 1952 in Lindau am Bodensee geboren, mittlerweile Šayḫ (Scheich) und Absolvent der šarīʿa-Fakultät der Jordan-University im jordanischen ʿAmmān, und Dr. Nadeem Elyas (Nadīm Ilyās), Mediziner (Gynäkologie) aus Eschweiler bei Aachen, nicht viel weniger schweigsam und von 1995-2006 ZMD-Präsident

http://islam.de/1407.php

(4) Pascal Bruckner (2007). Timothy Garton Ash bezichtigt Ayaan Hirsi Ali des Aufklärungsfundamentalismus

Pascal Bruckner: Fundamentalismus der Aufklärung oder Rassismus der Antirassisten?

http://www.perlentaucher.de/artikel/3594.html

Pascal Bruckner: Enlightenment fundamentalism or racism of the anti-racists?

http://www.signandsight.com/features/1146.html

Pascal Bruckner: »En finir avec le Multiculturalisme« (2007) Bruckner verteidigt Ayaan Hirsi Ali gegen den von Ian Buruma Timothy Garton Ash erhobenen Vorfurf, eine “fondamentaliste des Lumières” zu sein, eine Aufklärungsfundamentalistin. Französisch, bei: Comité Laïcité République.

http://www.laicite-republique.org/spip.php?article197

(5) Bosnien 1992 und die Brigade der Mujaheddin, in: Wolf Oschlies: »Bosnien und sein „Nachmittag-Islam“«

http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20060206

(6) IRBA, türkisch. Tagespolitik und (islamische) Kultur. Themen sind die USA, das iranische Atomprogramm sowie Kulturelles, etwa die Werbung für den angeblichen Modernisten Ali Schariati (Ali Şeriati).

Ali Schariati (1933-1977) und »Die Median-Schule des Islam« (Maktabe Vasete Islam). Kuba und Syrien iranisch zusammengestellt: „Blockfreie und OIC gegen iranfeindliche Resolution“. Wird die versuchte Fusion von NAM und OIC das zerfallene Yugoslawien „medianisch“ (nach Schariati) begeistern können?

http://www.iranbalkan.com/site/index.php?mod=article&cat=T%C3%BCrk%C3%A7e&page=page_2

NAM und OIC – alles Wasatiyya oder was?

http://german.irib.ir/index.php?option=com_content&view=article&id=30053:auflehnung-von-blockfreien-und-oic-gegen-iranfeindliche-resolution&catid=13:kommentare&Itemid=11

Islamrevolutionär Schariati 1954: Maqtab-e Vaseteh-e Eslam. Die kosmisch, spirituell und sozial harmonische Mittigkeit (Wasatiyya, Vaseteh) als „Schule“, Theorie und Lebensweise

http://books.google.de/books?id=yoQQ2YzmMyMC&dq=%22median+school%22+islam&source=gbs_navlinks_s

(7) Mondgucker [Achtung: McAfee meldet „Seien Sie vorsichtig, diese Homepage könnte Ihre PC-Sicherheit gefährden!“].

Hanbalitisch-wahhabitisches Gedankengut wie das von Scheich al-ʿUthaymīn auf der Seite Fatwa-Online

http://www.fatwa-online.com/fataawa/muslimminorities/0001009_2.htm

(8) Schariafreund Erzbischof Williams will den theozentrischen Naturschutz. Den engelske ærkebiskop Rowan Wiliams, taler på dette videoklip fra YouTube om, hvordan omsorg for miljøet kan lære os om Gud.

http://www.gronkirke.dk/index.php?id=239

Ohne Zweifel (tvivl), hier können Sie gemeinsam mit Mustafa Cerić das Weltklima retten. Am 10. Dezember 2009, Folke Bernadotte’s Allé 4, Kopenhagen. Auf zur Interreligiøs Ceremoni.

http://www.gronkirke.dk/index.php?id=524&0=

Theologisch gelingt uns Dänen die ökologische Annäherung an den Islam mit dem Verwalterschaftsdenken (forvalterskabstanken). Ökoreligiöse Stellvertreterschaft (Forvalterskab, al-khilafa) gibt es auch schariatreu, auch dort denkt man interreligiös und weiß vom Kalifat.

http://www.gronkirke.dk/index.php?id=227

Klima, Natur und Christentum (Klima, miljø og kristendom) verlangen unsere Islamsensibilität. Muslime sind schließlich anders als wir! Wer als dänischer Christ die Welt retten will, muss „Ja!“ sagen zu Tschador und Burka. Das ist Ökotheologie (Miljøteologi).

http://www.gronkirke.dk/index.php?id=207

Ein ökotheologisches (miljøteologisk) multikulturelles „Ja!“ zur unfairen Scharia, aber nur mit ökologisch angebautem und fair gehandeltem Kirchenkaffee. Dänische Fairness. Kirkekaffe.

http://www.kirkekaffe.dk/

RfP Deutschland, Franz Brendle. Runder Tisch der Religionen: Affolderbach, Jaschke, Alboğa, Burhan Kesici, Ayyub Axel Köhler, Nadeem Elyas.

http://www.religionsforpeace.de/?id=rundertisch

RfP Europe. Großmufti Mustafa Cerić, Prof. Dr. Ali Bardakoğlu

http://www.rfp-europe.eu/council

(9) Hans Ucko. Bei : IDC, Interfaith Dialog Center (IDC)

http://idcnj.org/news/20051207/

(10) Ehrenvorsitzender des IDC ist Fethullah Gülen

http://idcnj.org/MFGulen/

Fethullah Gülen. Understanding and Respect.

http://en.fgulen.com/

(11) Wolf Oschlies: »Bosnien und sein „Nachmittag-Islam“«

http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20060206

158. Islamisches Lied

14. Dezember 2009

Persiflage auf die Multikultur

Religionsrecht entsorgt die Demokratie

E c# A f#. H7 H7 E A,E
E c# A f#. H7 H7 E,H7 E
E c# f# f#. f# H7 E H7
E c# f# f#. H7 H7 E,H7 E
H7 H7 A E. H7 H7 A E
A A H7 H7. E A H7 E

Gesungen zur Melodie des schottisch-australischen Liedermachers Eric Bogle: »The Green Fields of France« („Well, how do you do, young Willie McBride … But here in this graveyard it’s still no-man’s-land“). Text Ümmühan Karagözlü und Jacques Auvergne zum 61. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10 Dezember 2009

Muslimische Frauen sind nicht unterdrückt

vielmehr von Allah und Scharia beglückt,

zwar kommen sie ohne Mann nirgendwo hin,

ein Kind zu gebären gibt ihnen den Sinn.

Koran und Hadithen sind Information,

vergolden Scheitern der Integration;

muslimische Kinder, die mögen nun mal

ein Leben in Angst vor der höllischen Qual.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken,

denn ihr sichtbarer Leib zieht den Teufel heran

und ihr offenes Haar bedroht eben

ihrer Sippe das ewige Leben.

Den Hidschab verbieten, das ist sehr gemein,

die Islamversteher sie laden uns ein,

das Thema des Abends: Die Frau im Koran,

Scharia sei nützlich, modern und human.

Im Saal ein Politiker aus der Türkei,

Vertraute des Sultans von Schardscha dabei,

Herr Laschet gibt Mustafa Cerić die Hand,

mit Bart und Gewand ist Pierre Vogel bekannt.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

In England gehören die Tücher zur Norm,

man duldet sie zur Polizeiuniform,

die belgische Schülerschaft lebt ganz für Gott:

„Kein Kopftuch, kein Unterricht, auf zum Boykott!“

Zur künftigen Trennung von Kulten und Staat

hat Frankreich die besten Konzepte parat

Als „Burkaverbot“ diskutiert man den Plan

mit dem radikalen Tariq Ramadan.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

Das griechisch-islamische Recht lässt uns kalt,

dort ist die Braut schwanger und elf Jahre alt.

Das Ehepaar suchte im Rheinland sein Glück,

wir schickten sie gleich in die Heimat zurück.

Es ist Religion, was aus Kelantan kam

nennt sich Wali Mudschbir und nennt sich Islam.

Frau Dr. Boos-Nünning hat mich informiert:

die Ehen sind glücklich und sind arrangiert.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

Bogle schrieb das rasch weltbekannte Friedenslied aus dem Eindruck heraus, den ein Besuch auf drei oder vier Soldatenfriedhöfen in Belgien und im nordöstlichen Frankreich im Jahre 1976 auf ihn und seine Frau gemacht hatte. Der zur Menschenverachtung der Scharia schweigende Kommunist Hannes Wader, vielen bekannt durch seine Auftritte bei den Burg-Waldeck-Festivals in der Zeit zwischen 1964 und 1969, hat das Lied als »Es ist an der Zeit« („Weit in der Champagne … Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen“) im deutschen Sprachraum bekannt gemacht.

Beliebte Akkorde sind auch

G e C a. D7 D7 G C,G
G e C a. D7 D7 G,D7 G
G e a a. a D7 G D7
G e a a. D7 D7 G,D7 G
D7 D7 C G. D7 D7 C G
C C D7 D7. G C D7 G

157. Konvivenz

7. Dezember 2009

أندلوسيا

Andalusien (711-1492)

La Convivencia

Jacques Auvergne

Zum Buch von Peter Heine, Haitham Aiash (Hg.): »Vom 11. September zum 20. März« (Berlin 2006) unter besonderer Betrachtung der Aufsatze von Dr. Hamid bin Ahmad al-Rifaie: »Eine Zukunft für den Dialog zwischen Muslimen und dem Westen« (55-73) sowie Christoph Elsas: »Wieviel Freiheit der Religion verträgt die deutsche Gesellschaft?« (95-123).

Herausgeber ist der studierte Islamwissenschaftler, Philosoph und Ethnologe Christoph Heine (Berlin, Prof. Dr. phil der Philosophischen Fakultät III: Institut für Asien- und Afrikawissenschaften, Seminar für Geschichte Südasiens, Islamwissenschaft des nichtarabischen Raumes). Heine ist Mitgründer des soziokritisch-progressiv daherkommenden, „transkulturell“ (kalifatsfreundlich) denkenden und seit 2002 von der Islamwissenschaftlerin Ulrike Freitag geleiteten Zentrums Moderner Orient (ZMO (001) in Berlin. Dort veröffentlichen Schariaforscher wie Lutz Rogler (002) und Birgit Krawietz (003), die der deutschen Bevölkerung die verpflichtende FGM der šāfiʿīya ebenso verschweigen wie den walī muǧbir (Wali Mudschbir, Nötigender Heiratsvormund) aller sunnitischen Rechtsschulen.

Das ZMO will den orthodoxen Islam als modernisierbar darstellen und ist eine Gründung und Einrichtung der ‘Geisteswissenschaftlichen Zentren Berlin’, in deren Vorstand der Islambeschöniger und Ahmadiyyaverharmloser Wolfgang Thierse (SPD) sitzt. Der anstudierte Germanist und Kulturwissenschaftler und heutige stellvertretende Bundestagsvorsitzende begann vor 45 Jahren sein Studium an der Berliner Humboldt-Universität, schweigt zur Grundrechtswidrigkeit der Scharia und sucht den Dialog mit Schariarichtern wie dem für seine Äußerung „The Jews are destined to be persecuted, humiliated, and tortured forever … where Hitler failed, we must succeed.“ bekannt gewordenen Sheikh Tayseer al-Tamimi (4).

Der Marburger Religionshistoriker Christoph Elsas ist seit 1988 Mitglied der Islamisch-Christlichen Arbeitsgruppe (ICA). Herr Elsas hat zwei Jahrzehnte lang Muße gehabt, die Menschenverachtung und Frauenfeindlichkeit der islamischen Orthodoxie kennen zu lernen, und das sogar innerhalb seiner – hoffentlich nicht zu knapp bezahlten – Arbeitszeit. Der Religionsgeschichtler schweigt zum walī muǧbir (5), und ihm fehlen die gelehrten Worte zur indonesischen FGM der in Südostasien vorherrschenden sunnitischen Rechtsschule aš-šāfiʿīya (6), männliche rituelle Beschneidung billigt er ausdrücklich, also auch ohne (absolute) medizinische Indikation. Schließlich will Elsas den Dialog mit dem Islam.

Elsas wirbt für den hoch angesehenen kurdischen Gelehrten und viersprachigen Gründer der schariatreuen Nur Cemaati bzw. Nurculuk-Bewegung, „Bediüzzaman“ Said Nursî (1876-1960) und dessen literarisches Lebenswerk Risale-i Nur (7)). Wie in den Kreisen der Nursibegeisterten völlig akzeptiert, zitiert auch Elsas wie beiläufig den iranischen Theofaschisten Moḥammad Ḫātamī (Chatami). Elsas, der seinen Aufsatz »Religious Freedom: Ideas From the Risale-i Nur for Living Together In A Multicultural World« auf der trilingual arbeitenden Seite www.nursistudies.org (englisch), das ist www.barlaplatformu.org (türkisch) sprich www.nuronline.com (arabisch) veröffentlichen lässt, übernimmt gewissermaßen das deutsche Gegengewicht zum Amerikaner Ian Markham (Virginia Theological Seminary, Alexandria, Virginia, nur zehn Kilometer von Washington D. C. entfernt). Markham huldigt als hochrangiger klerikaler Dhimmi in Washington am 11.08.2009 auf dem für einen US-seits erwünschten Türkeibeitritt zur EU werbenden „Rumi Forum“ (rumiforum.org), (8) dem angeblich menschenfreundlichen Islamguru: „What Christians Can Learn from Bediuzzaman Said Nursi“.

Ab 1978 war Allahkrat Ḫātamī Direktor des radikalen »Islamischen Zentrums Hamburg« (Schiiten). Von 1997 bis 2005 war der bei Christoph Elsas beliebte Hodschatoleslam (ḥuǧǧatu l-islām, das ist ein höchster Molla, doch noch kein Āyatollāh) der 5. Staatspräsident der iranischen Islamdiktatur und persönlich verantwortlich für die geheiligte Frauenentrechtung nebst Verschleierungsterror und für ungezählte islamisch korrekte Hinrichtungen in Form von Erhängen (nur bei Sonnenaufgang) beziehungsweise Steinigung für Delikte kultureller Vormoderne wie Verderbenstiften auf Erden (mofsed fel arz, mufsid fīl arḍ) oder dem Vorwurf, ein Feind Allahgottes (mohareb, Enemy of God) zu sein. Alles Dialog oder was?

Was halten wir eigentlich für ein Buch in den Händen? Wo und wer ist der auf dem Buchtdeckel (und mit „Peter Heine“ allüberall im Internet, aber leider nur zu diesem Buch) genannte zweite Herausgeber, der auf Seite 215 als „Haitham Aiash. … wuchs in Damaskus und Köln auf und studierte dort Geschichte, Politik- und Religionswissenschaften. Seit 1992 arbeitet er in Berlin als Journalist für mehrere Nachrichtenagenturen“ vorgestellt wird?

Die Mitherausgeberschaft liegt doch nicht etwa bei jenem Haitham Aiash, der bei dem für seinen Israelhass bekannten (9), in London ansässigen „The Arab Center – for Strategic an Civilization Studies“ genannt ist (10)?

Bei weiteren Recherchen nach dem Mitherausgeber stoßen wir auf die Verlagsadresse des Verlages für Integration und Wissenschaft VIW, Sitz im Bundespressehaus, und auf „Aiash Saudi Arabia News Agency SPA Mohamad. Schiffbauerdamm 40 10117 Berlin, das ist auch im Bundespressehaus; Variante: „Haitham Aiash–Pressehaus- Schiffbauerdamm 40“, Variante: „Mohamed Aiash Saudi Arabia News Agency Schiffbauerdamm“, ganz woanders auf eine Berliner Anschrift „Aiash Haitham, Lützowufer 25“.

Die Sache wird nicht erleichtert, indem Professor Peter Heine, der Deutsche sogar im Bild, auf seiner Seite erst „Haitham Aiash“ und dann „Aitham Aiash“ schreibt. Andernorts bietet uns ein Muḥammad ʿAyaš Hayṯam uns ein sorgfältig eingestelltes Foto von Hassprediger Muslimbruder Scheich Yūsuf al-Qaraḍāwī, sogar mit der E-Mail-Anschrift Deutsch-arabpresse-aiash@t-online.de – dieselbe Adresse verwendet sicherlich keinem anderer Muḥammad ʿAyaš Hayṯam, der den Nickname Free Muslim verwendet. Klärung über den siebzehn Jahre lang als Journalist tätigen Herrn ist erbeten.

Für Herrn Elsas ist es ein Zeichen der Toleranz, seinen Text in einem Buch unterzubringen, in dem der echt islamische Lügenbold Ḥāmid ar-Rifāʿī (Dr. Hamid bin Ahmad al-Rifaie) den diskriminierenden orthodoxen Islam wahrheitswidrig als friedfertig und human darstellen darf:

Mehr als 14 Jahrhunderte lang hat der Islam vor Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Aggression gewarnt.

Er habe vor sich selber gewarnt? Wohl kaum, denn Mordaufträge, Vergewaltigung, Zwangskonversion, Erpressung und Tötungsbereitschaft sind in Mohammeds politischem Kult namens Islam pädagogisches Programm. Freilich gilt der Gehorsamsverweigerer (Islamverweigerer) als Friedensfeind und Aggressor.

Gerechtigkeit, Frieden und unbehinderte Koexistenz sind der Ursprung von guten Beziehungen zwischen den Gemeinschaften. Konflikt stellt eine Ausnahmesituation dar, die durch eine Tendenz zur Unterdrückung und Aggression hervorgerufen wird. Gerechtigkeit ist die Quelle aller Tugenden und gewährt Sicherheit. Unterdrückung und Aggression sind die Quelle aller Laster und Korruption.

Gemeinschaften, der Plural verrät das Millet-System. Dhimmitude, aber bitte ganz harmonisch.

Mann und Frau sind Partner und tragen gemeinsam die Verantwortung für ein Leben auf der Grundlage von Gleichberechtigung und Ausgeglichenheit.

Richtig, Mann und Frau sind im Islam nicht gleichberechtigt.

Durchsetzung von Gerechtigkeit und Frieden, Achtung der menschlichen Würde. … Die Menschheit ist eine Familie, in der es keine Diskriminierung gibt. … Kulturelle Vielfalt ist eine dringende Notwendigkeit, um die Integration der Kulturen zu gewährleisten.

Die Entrechtung jeder nichtmuslimischen milla, Glaubensnation, ist aus Allahs Sicht ja vielleicht keine Diskriminierung, sondern „Gerechtigkeit“. „Kulturelle Vielfalt“ bedeutet übersetzt: kulturelle Apartheid, geheiligte Segregation. Den Plural, „Kulturen“, finden wir inzwischen bei der demokratiegefährdenden Islambewerbung von der UN-nahen Allianz der Zivilisationen (AoC), ebenso in der Formulierung „Dialogue between Civilisations“ auf www.science-islam.web (11).

Es muss betont werden, dass religiöse Werte keinen Hass hervorbringen dürfen und dass damit Blutvergießen keinesfalls gerechtfertigt werden kann. Selbstverteidigung ist ein Recht, das von den Religionen und den internationalen Gesetzen garantiert wird.

Der Feind Gottes hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn er geköpft wird, da ist seitens der zum Spezialstaatsbürger gewordenen Muslime kein Hass im Spiel, eher das seit 1979 im Iran gelebte „Islam heißt Liebe“.

Ungerechtigkeit ist sowohl zwischen einzelnen Personen verboten wie auch zwischen den Gemeinschaften, denn sie ist der Ursprung von allen Übeln. Menschliches Leben ist unantastbar; einen Menschen zu töten ist gleichbedeutend mit der Tötung aller Menschen.

Ungerechtigkeit verbieten lassen, großartige Idee für einen neuen Paragraphen im bundesdeutschen Strafgesetzbuch? Saudi-Arabien und der Iran bringen jährlich Dutzende oder auch Hunderte von Menschen um, mit der beim frömmelnden Schwätzer al-Rifaie behaupteten „Unantastbarkeit“ geht Allahgott offensichtlich sehr großzügig um.

[Seite 71] Die Familie, gegründet auf einer legalen Heirat zwischen Mann und Frau, sind die Basis einer gesunden bürgerlichen Gesellschaft. Die Familie stellt einen unabdingbaren Bestandteil der Komponenten einer bürgerlichen Gesellschaft dar.

Das Heiratsalter beträgt neun oder zehn Jahre, die elfjährige schwangere Ehebraut ist Teil der Scharia, der Vater verheiratet die Jungfrau als Wali Mudschbir zwangsweise, bis zu drei weitere Frauen lassen sich dazuaddieren und die Verstoßung erfolgt durch dreimaliges Aussprechen von „ṭalāq“, das Kleingedruckte ihres Vertrages zur Imam-Ehe bietet der Frau keine Rechtssicherheit. Kinder gehören immer der Familie des Vaters. Die Mutter hat im Islam schließlich kein Recht auf ihre Kinder, sie ist Brutmaschine, Produktionsstätte von künftigen Männerrechtlern.

Wie Christoph Elsas uns verschweigt, fordert der angeblich familienorientierte Islam, der orthodoxe Islam, von allen Staaten Europas die Implementierung des frauenfeindliches Sonderrechts der Scharia: „Wir fordern die Anerkennung des Islamischen Rechts im Personenstandsrecht und Familienrecht. Opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“, so tut es Mustafa Cerić ganz Europa völlig ehrlich kund, hier auf einer Seite aus Malaysia (12).

Der Allahkrat hat den Status eines Raʾīsu l-Ulamāʾ (wörtlich Führer der Gelehrten, bosnisch Reis-ul-ulema), eines Großmuftis, das entspricht in seinem Fall weniger einem Erzbischof, eher schon einem Kardinal vor seiner Wahl zum Papst. Unseren Politikern verschlägt ein solches machtpolitisches Selbstbewusstsein die Sprache, sie schweigen zum orthodox-islamischen Separatismus im Familienrecht, der das staatliche Gewaltmonopol beenden würde und überschütten den Bosnier, sozusagen sicherheitshalber, mit Einladungen (CIG nebst NRW-Integrationsminister Armin Laschet, Bergisch-Gladbach am 27.10.2007 (13)) und Preisen (der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in der Hofkirche der Münchner Residenz am 22.11.2008 (14)) . Der jeweils herbeigeeilte evangelische und katholische Klerus wittert für sich selbst einen zwar wenig jesuanischen, dafür geradezu mittelalterlichen Machtzuwachs und arrangiert sich mit der islamrechtlichen Rolle als zweitklassiger Klerus. Immerhin sind die Juden in der Dhimmitude drittklassig und die widernatürlichen Atheisten endlich wieder zu vernachlässigen.

Aus diesem Grunde möchte ich … die Hersteller von Massenvernichtungswaffen daran erinnern, dass Wissenschaft eine Barmherzigkeit Gottes ist. … und schließlich möchte ich die Intellektuellen daran erinnern, dass unsere Welt von einem riesigen Feuer bedroht ist. Es ist die Pflicht eines jeden, zumindest einige Tropfen Wasser auszugießen, um diesen Welt-Holocaust auszulöschen.

Die Telefonnummer des iranischen Diktators und Präsidenten müsste Professor ar-Rifāʿī doch haben. Andererseits kann Mahmūd Ahmadī-Nežād jetzt mit der Einwilligung des bei Peter Heine (ZMO) predigenden Herrn ar-Rifāʿī unbedenklich an der Atombombe bauen, solange nur die dankbare an-niyya gegeben ist, die islam-fromme Absicht. Ob Israel und die USA der ganzen Welt nicht mit einem grausigen Feuer drohen und der Waffenbau des Iran nur das humanistische Feuerlöschen verkörpert? Könnte es doch darum gehen, einen neuen Massenmord zu verhindern, bei dem die weltweiten Muslime schließlich keinesfalls die millionenfachen Opfer sein dürfen.

Wie al-Rifaie im Zentrum des globalen Ölreichtums Verbandsfunktionäre oder Lobbyisten aus aller Welt empfängt, zeigen diese Fotos aus Saudi-Arabien, er ist der Mann mit dem schwarzen oder silbergrauen Mantel mit Goldborte (15).

Seines Zeichens ist der arabische Münchhausen Chemieprofessor im saudischen Ǧidda (Jeddah), Präsident des dem wahhabitischen Muslim World Congress (MWC) untergeordneten International Islamic Forum for Dialogue (IIFD (16)) sowie Beauftragter für daʿwa (islamische Mission) der gegen „Islamophobie“ und „anti-islamische mediale Berichterstattung“ kämpfenden, streng am orthodox-islamischen Menschenrechtsbegriff (Scharia) ausgerichtete Organization of the Islamic Conference (OIC).

Derzeitiger Präsident der OIC ist der türkischstämmige, 1943 in Kairo geborene Historiker und Chemiker Ekmeleddin İhsanoğlu ist (17)). İhsanoğlu studierte in Kairo, Ankara sowie von 1975 bis 1977 in Exeter (UK), arbeitete als Bibliothekar im orientwissenschaftlichen Seminar von Kairo und als Dozent für Türkische Literatur und Sprache. 1984 konnte er für die Universität von İstanbul das Fach Wissenschaftsgeschichte begründen, welches allerdings im Jahre 2000 durch den laizistischen Hochschulrat YÖK (Yükseköğretim Kurulu) geschlossen wurde.

Türkei

Die Istanbuler Uni wurde uns durch das mutige Wort ihres damaligen, nachfolgend allerdings suspendierten Direktors und Mediziners Kemal Alemdaroğlu bekannt: „Wenn das Türban-Kopftuch freigelassen wird, wird die Türkei zur Hölle (cehennem) (18).“ Wir dürfen annehmen, dass der gottesfürchtige ehemalige Istanbuler Student İhsanoğlu anders über den ḥiǧāb denkt als der säkulare, seines Amtes enthobene und am 21. März 2008 im Rahmen der Ergenekon-Verschwörungen verhaftete Medizinprofessor, der sich zur modernen Demokratie bekennt und der die Verhaftung sowie Anklage wegen Verschwörung und angeblicher Planung eines Staatsstreiches als Folge seines Bekenntnisses als Säkularer, AKP-Kritiker und Kopftuchgegner deutet (19). Kopftuchfreunde scheinen neuerdings Karriere zu machen, ob in Kairo oder İstanbul.

Neben dem einstigen Hochschulpräsidenten Kemal Alemdaroğlu wurde İlhan Selçuk als der lebenslange Demokrat und 83jährige Herausgeber der 1924 gegründeten links-kemalistisch ausgerichteten Zeitung Cumhuriyet („Die Republik“), der ältesten Zeitung der modernen Türkei, ebenso verhaftet und der Planung eines Putsches angeklagt wie der linksnationalistische Extremist Doğu Perinçek von der Arbeiterpartei (İşçi Partisi, İP). Die auch bei dieser Verhaftung und Anklage beschworene mysteriöse „Terrorgruppe“ Ergenekon ist womöglich schlicht ein Medienpopanz oder auch ein (hoch willkommenes) Konstrukt der Islamisten.

Die den Islam konzeptionell verweigernde İP (http://www.ip.org.tr/, TV-Sender http://www.ulusalkanal.com.tr/) will traditionell eine klassenlose Gesellschaft und Räterepublik, den Ausstieg aus der NATO, keine EU-Mitgliedschaft und die totale Ausrichtung am quasireligiösen Dogma eines dem Rest der Welt bereits unangenehm bekannt gewordenen Politkultes namens Wissenschaftlicher Sozialismus. Von 2002 bis 2007 stieg ihr Wahlergebnis von vernachlässigenswerten 0,36% auf 0,52%. Ein Putsch sieht anders aus, obschon die İşçi Partisi seit ein paar Jahren verstärkt nationalistisch-kemalistische, eurasistische, und rassistisch-antikurdische Misstöne von sich gibt und den Völkermord an den Armeniern leugnet.

Cumhuriyet-Herausgeber İlhan Selçuk war ebenso wie der 1993 mit einem Bombenanschlag ermordete Linksintellektuelle und Cumhuriyet-Autor Uğur Mumcu (http://www.umag.org.tr/) sehr reales Folteropfer eines gar nicht fiktiven Staates im Staate, der heutzutage der Tiefe Staat (Derin devlet) genannt wird. Aufklärer Selçuk und Bürgerrechtler Mumcu („Ein Mörder ist ein Mörder, ob er nun von der politischen Rechten stamme oder der Linken“) wurden in die Villa ‘Ziverbey köşkü (20)’ in İstanbul-Erenköy verschleppt, in der ab dem Militärputsch von 1971 gefoltert wurde. Die alevitisch-türkische Sängerin Selda Bağcan widmete dem ermordeten Demokraten Uğur Mumcu ein Lied – »Uğurlar Olsun (21)«.

Der Tiefe Staat ist ein Dschungel von Gruppierungen der Sicherheitskräfte, Politik, Justiz, Verwaltung und Mafia (insbesondere Killerkommandos), der etwa beim Susurluk-Skandal (03.11.1993) offenbar wurde. Damals kam bei einem Autounfall der von Interpol gesuchte Heroindealer Abdullah Çatlı zu Tode. Çatlı hatte langjährige Kontakte zum Papst-Attentäter Mehmet Ali Ağca, dem eine Mitwirkung am siebenfachen Mord an Kommunisten im Jahre 1978 nachgesagt wird (Bahçelievler-Massaker), sowie Kontakt zu Neonazis in aller Welt und dabei natürlich auch zu den ranghöchsten türkischen rechtsradikalen Parteimitgliedern der Grauen Wölfe (Bozkurtlar, das sind die Mitglieder der MHP bzw. Milliyetçi Hareket Partisi).

Herr Çatlı war nicht allein im Fahrzeug, neben ihm saß der stellvertretende Polizeipräsident Istanbuls namens Hüseyin Kocadağ und im Auto befanden sich etliche mit Schalldämpfer ausgerüstete Handfeuerwaffen, einige tausend Dollar in Scheinen und ein bisschen Rauschgift. Zwei weitere Menschen saßen im Fahrzeug, die leider ebenfalls beim Unfall verstorbene Ex-Schönheitskönigin Gonca Us, Çatlıs Lebensgefährtin, sowie ein Politiker und der Doğru Yol Partisi (DYP, Partei des Rechten Weges; Gründer war der liberal-marktwirtschaftlich orientierte Süleyman Demirel) aus „Urfa“ namens Sedat Buca.

Urfa

Urfa heißt eigentlich Şanlıurfa und ist seit der Antike als Edessa bekannt gewesen. Mehrere Jahrhunderte lang war Urfa Sitz christlicher Gelehrsamkeit. Im Islam gilt die ar-Ruhā genannte Stadt als Geburtsort Abrahams. Die »Arbeitsgruppe Anerkennung» weiß zur Stadtgeschichte der Jahre 1895/96: „In Urfa, wo Armenier ein Drittel der damals 60.000 Einwohner ausmachten, schlachteten kurdische Irreguläre der so genannten Hamidiye-Kavallerie 13.000 aramäischsprachige Christen in der Stadt und ihrer Umgebung ab. Die Lebendverbrennung von 3.000 Armeniern am 29. Dezember 1895, die sich vor Massakern in ihre Kathedrale geflüchtet hatten, bezeichnete die amerikanische Augenzeugin und Missionarin Corinna Shattuck mit dem aus der Bibel entlehnten Begriff Holocaust („Ganzbrandopfer“). Andere Zeitgenossen wie der französisch-jüdische Journalist Bernard Lazare umschrieben mit Holocaust den gesamten Massenmord des Jahres 1895 an osmanischen Christen. In dieselbe Kathedrale sperrten 1915 die Ortsbehörden armenische Deportierte, die als Zwangsprostituierte Militär- und Gendarmerieangehörigen zur Verfügung standen (22).“

Kopftuch

Der Istanbuler Wirtschaftsprofessor Toker Dereli warnt vor einer politisch folgenreichen Toleranz gegenüber der islamischen Kleidung: »Das Kopftuch ist ein Sinnzeichen, das eine Weltanschauung repräsentiert. Viele Leute, die gerne Kopftücher sehen möchten, würden ebenso gerne ein Regime sehen wie das im Iran (23)«.

Christoph Elsas

Für Christoph Elsas ist Allahs schiitischer Terrorstaat mit seinem Führungsprinzip der allein (und dabei nur vielleicht) das Heil gewährleistenden Welāyat-e Faqīh, der Herrschaft der Obersten Rechtsgelehrten kein Problem, bei der die geheiligte, alle Frauen und Nichtmuslime entrechtende und gegen Ex-Muslime oder sonstige Gotteslästerer Todesurteile aussprechende Geistlichkeit die repressive (islamische) politische Gewalt und irdische Staatsführung stellvertretend für Gott Allah beziehungsweise für den erwarteten Zwölften Imam ausübt.

Nein, der freundliche Professor kultiviert den Dialog mit dem Islam und bewirbt auf Seite 121 das diskriminierende Islamische Recht, die kulturrassistische Scharia (šarīʿa): „Gotteserkenntnis [vollzieht sich] … nicht über Vernunftverstehen, sondern individuell über Herzensvereinigung und dann kollektiv über das Studium von Schöpfung und Heiliger Schrift [worauf uns S. M. Khatami hinweist, vgl. Fußnote 51]“. Gegen die juristisch einwandfreie Zwangsverschleierung jeder Iranerin mit einem Stoffsack hat der tolerante Herr Elsas nichts einzuwenden. Wozu auch, der ḥiǧāb, im Iran pardā genannt, ist schließlich Religionspflicht, Elsas bevorzugte freilich das Wort Religionsfreiheit, als er mit Veranstaltern wie Thomas Lemmen (CIG), Ali Bardakoğlu (der von der AKP-Regierung berufene Diyanet-Präsident für die der Türkei, ausgebildeter Assistent für šarīʿa am Hohen Islamischen Institut zu Kayseri, Jürgen Micksch, und Ali Dere (Diyanet; Ankara) im Juli 2004 in der Frankfurter Goethe-Universität („Der Streit ums Kopftuch“) sprach (24).

Nursi

Auf Nursî berufen sich die 1979 in Köln gegründete Islamische Gemeinschaft Jama’at-un Nur (Ǧamāʿatu n-Nūr, vgl. www.lichtstr.de) ebenso wie die önomomisch und bildungsorientiert daherkommende, „undurchsichtige islamistische Sekte mit Konzernstruktur“ (Kelek) um den türkischen Nationalisten Fethullah Gülen (25). Die Ǧamāʿatu n-Nūr, wörtlich Gemeinschaft des Lichts, ist Mitgründerin des streng an der Scharia ausgerichteten Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland (IR; Vorsitzender ist seit 2002 Ali Kızılkaya), dessen größter Mitgliedsverband die extremistische Millî Görüş (IGMG) ist.

Die Gemeinschaft erstrebt einen Staat mit dem Koran als erster Quelle der Gesetzgebung und Rechtssprechung sprich ein Kalifat, beschreitet den Pfad des Dialoges mit den Nichtmuslimen und verquirlt dazu die Zitate von Said Nursi mit denjenigen von Dietrich Bonhoeffer und Alfred Delp, prominente Sprecher sind Rüstem Ülker, welchem der als dreizehnjähriges Kind zum Islam konvertierte gelernte Psychologe (Volldiplom) Wolf D. A. Aries gelegentlich sekundiert (26). Wolf Dieter Ahmed Aries war 25 Jahre lang Leiter der Volkshochschulen Velbert beziehungsweise Gütersloh und saß 2003 im Vorstand der GMSG, der den Top-Islamisten Ibrahim el-Zayat umgebenden Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (27).

Elsas:

»Wieviel Freiheit der Religion verträgt die deutsche Gesellschaft? Überlegungen aus dem christlich-islamischen Dialog«

So lautet der 2006 veröffentlichte Aufsatztitel von Prof. Christoph Elsas, der etliche seiner Gedanken aus „Religionsfreiheit. Denkanstöße aus dem Risale-i Nur für das Zusammenleben in einer multikulturellen Welt“ fast wortgleich wiederholt, einem Kapitel im Buch von Wolf D. A. Aries, Rüstem Ülker (Hg.): „Dietrich Bonhoeffer, Alfred Delp und Said Nursi: Christentum und Islam im Gegenüber zu den Totalitarismen“, welches nach eigener Aussage die Ergebnisse aus dem 2. Said-Nursi-Symposium (Haus der Geschichte, Bonn 2004) zusammenfasst.

Ad fontes. Wozu der osmanisch-mystische Umweg, statt Guru Nursi besser gleich zu den Wahhabiten nach Dschidda und Mekka (VIW-Verlag 2006).

Elsas:

Raddatz warnt davor, die Gewaltbereitschaft und den Hass auf die sogenannten “Ungläubigen” … nur den Fundamentalisten zuzuschreiben

Der dem Freundeskreis der mittlerweile die Hälfte der britischen Moscheen kontrollierenden, radikalen, ursprünglich indischen Deobandi-Bewegung (beziehungsweise ihrem pakistanischen Ableger Darul ‘Uloom (Dāru l-ʿUlūm, (Karači, Pākistān) zuzurechnende Nordamerikaner Khalif Baig (www.albalagh.net) möchte etwas von der Welt verstehen, ohne in der kulturellen Moderne anzukommen. Dazu zitiert der häufig auf www.beautifulislam.net predigende Herr Baig qurʾān und ḥadīṯ: „The Believers are but a single Brotherhood“ (Sure 49 al-ḥuǧarāt, 10) und „A Muslim is the brother of another Muslim. He does not oppress him, nor does he leave him at the mercy of others“ (Ṣaḥīḥ Muslim), der Nichtmuslim ist zum Ersten eben kein Bruder und hat zum Zweiten auch nirgendwo über einen Muslim zu gebieten.

Khalid Baig orientiert sich am dschihadistischen Religionsverständnis von Muḥammad Taqī ʿṯmānī (Taqi Uthmani), dem ehemaligen Richter im Scharia-Senat (Shariah Appellate Bench) des Höchsten Gerichts Pakistans (Supreme Court of Pakistan) und ehemaligen Richter im Bundes-Scharia-Gerichtshof von Pakistan (Federal Shariat Court of Pakistan). Taqī ʿṯmānī hält Angriffskriege gegen Nichtmuslime für islamisch gerechtfertigt. Der Hanafit Baig zitiert den Gründer der missionarisch-revolutionären Partei Jamaat-e-Islami (JI), Sayyid Abūl Aʿlā al-Maudūdī, verlinkt zum antiwissenschaftlich agitierenden Kreationisten Harun Yahya und ist auf www.beautifulislam.net Ratgeber zum Thema allgemeine Menschenrechte (unwürdig, unsittlich), Mutterschaft (Lebenszweck der Frau), Kinderrechte (Recht auf Zwangsverheiratung) und weibliches Haupthaar (Recht auf Verhüllung).

Harun Yahya ist der türkische zeitweise Holocaust-Leugner und ehemalige Antisemit Adnan Oktar, war Kolumnist bei der am radikalen Kalifats-Ideologen Necmettin Erbakan orientierten Zeitung Millî Gazete und des fundamentalistisch-christlichen Institute for Creation Research (ICR) in San Diego (Kalifornien) und kooperiert heute mit den christlichen Kreationisten des Intelligent Design um den Theozentriker Michael J. Behe. Herr Oktar genannt Yahya ist Herausgeber des wissenschaftsfeindlichen volksverdummenden »Atlas der Schöpfung«, in Frankreich ist dieses mehrere Kilogramm schwere Buch verboten, das vor zwei Jahren massenhaft unverlangt staatlichen Schulen etwa in Nordrhein-Westfalen zugestellt wurde, laut Helmut Frangenberg (Kölner Stadt-Anzeiger vom 19.09.2007) beispielsweise sämtlichen Kölner Biologie- und Philosophielehrern. Jens Lubbadeh dachte 2007 über diesen Islamisten nach: »Mit Allah gegen Darwin« (28). Der Said-Nursi-begeisterte Religionsprofessor Dr. Christoph Elsas ist zu Harun Yahya leider so stumm wie ein Fisch, dafür plädiert er für die Zulassung des deutschen Lehrerinnenkopftuches.

Nach dem Grundsatz der geheiligten Meidung der Nichtmuslime und ihrer Verhaltensweisen, islamrechtlich »al-walāʾ wal-barāʾa« etwas frech übersetzt mit „Lieben für Allāh, Hassen für Allāh“, hat der Muslim die mit Ekel zu befrachtenden Ungläubigen ein wenig zu mobben. Der im Iran und in Saudi-Arabien gesetzlich vorgeschriebene Kulturrassismus hat seinen Ursprung im Koranwort Vers 51 der Sure 5 „Nehmt euch nicht die Christen und Juden zu Freunden“. Sure 9:29 verlangt den Status des Christen oder Juden als ḏimmī, der solange und so sehr zu quälen ist, bis er die ǧizya bezahlt, was in einer bereitwilligen Unterwerfung zu geschehen hat, er möge sich erniedrigt, gebändigt, unterworfen (ṣāġirūn) fühlen. Der Textverfälscher (Jude) und der Verbreiter des verfälschten Textes (Christ) mag sich ja besinnen und zurück zu jener wahren Religion (al-islām) finden, zu der er von seinem angeborenen Wesen (fiṭra) aufgerufen ist, seinem Hingeschaffensein auf Allahgott hin.

Die Welt ist mit ganzem Einsatz zu islamisieren, beginnend mit dem Nahbereich von Familie (Kopftuchzwang, Tugendterror, Geschlechtertrennung, Betpflicht, arrangierte Ehe) und Straßenzug (Überwachung auf korrektes Beten und Fasten, Etablierung vorerst inoffizieller Sittenwächter und Religionspolizisten). Die Umgestaltung (islam-ideologisch: Harmonisierung, Verbesserung) des Lebensraumes erfolgt anhand des Grundsatzes »al-amr bi-ʾl maʿrūf wa-ʾn-nahī ʿani ʾl-munkar«, „Ihr gebietet, was recht ist, und verbietet, was verwerflich ist“, vorausgegangen war die Klarstellung: „Ihr seid die beste aller Gemeinschaften“ (Koran 3:110). Nichtmuslime sind damit, sittlich gesehen, Barbaren, und, juristisch-nüchtern, diskriminierungswürdig.

Der Marschbefehl des Islamisierens ist die so genannte ḥisba.

Raddatz liegt richtig, wenn er davor warnt, sich für den offiziellen Dialog einer Islam-Fiktion zu bedienen. Elsas warnt anders, nämlich diffamiert alle Schariagegner als: …

97. … Feinde der Differenz.

Zur wertgeschätzten „Differenz“ des Herrn Dr. Christoph Elsas gehören zwangsverheiratende Väter (walī muǧbir) und zehnjährige Ehefrauen offensichtlich ebenso wie Burka und Tschador im Stadtbild oder parallelrechtliche Scharia-Familiengerichte.

Das Recht der Lehrerin, im Unterricht an einer staatlichen Schule ihren ḥiǧāb zu tragen, verteidigt der Marburger Professor für Religionsgeschichte:

101. … wobei Erziehung zur Toleranz das Lehrpersonal gerade nicht zu einer „letztlich standpunktlosen-absoluten Neutralität“ verpflichtet.

Auch wir sind den sich hinter der Religionsfreiheit versteckenden Relativierern und Ironisierern der Geltung der allgemeinen Menschenrechte gegenüber alles andere als „neutral“. Der geheiligte Kulturrassismus der šarīʿa soll in Europa beziehungsweise Deutschland die Freiheitsrechte für niemanden einschränken.

98. takiya … davon nährt sich das Schreckgespenst einer geheimen Verschwörung, in der uns nicht nur Bin Ladens Terrororganisationen, sondern auch … Islamisten aller Art und überhaupt „der Islam“ bedrohen.

Wer den orthodoxen Islam für eine Bedrohung der säkularen (freiheitlichen) Demokratie hält, müsse also verhetzt oder fehlgeleitet sein.

101. [Lehrerinnenkopftuch; Kopftuch] Methodologisch gilt: „Die Zeichen müssen zuerst im eigenen Kontext gelesen werden“, was etwa bedeutet, wenn wir eine Kopftuchträgerin sehen, unsere „Deutung hintanzustellen“.

Dieses „Wie sehen Sie denn das?“ und „Meine Interpretation soll jetzt nicht so wichtig sein“ sage der entgrenzt tolerante Herr Elsas doch bitte jedem Neonazi, der einen Pullover mit provokantem Hakenkreuz trägt. Der junge Nazi wird sein Zeichen freiwillig tragen und darüber glücklich sein, einen Applaus für das Verkörpern von „Differenz“ (Elsas) zu bekommen.

Dass der Kopftuchterror mit der „schwarzen Pädagogik“ (schariatreue Islampädagogik) nicht nur mit Prügel und sozialer Ächtung, sondern auch mit der gezielten Einschüchterung und Angsterweckung vor ewiger Schmach und Verdammnis (ǧahannam, Hölle im Islam) arbeitet, ist für Christoph Elsas nicht der Rede wert.

Korrekt wenn auch ohne Nennung des Verfassers zitiert Elsas eine Verlautbarung von Schariafreunden vom 21.04.2004, mit dem der deutsche Staat trickreich ermuntert wird, den Religionsgemeinschaften ein gehöriges Maß an fundamentalistischer Indoktrination zuzugestehen und vielleicht ja auch ein wenig vom noch bestehenden staatlichen Gewaltmonopol („zwingendes religiöses Gebot“) abzugeben:

103. »Diese Neutralität bedeutet, dass der Staat sich weder für noch gegen eine bestimmte Religion engagieren darf. Gemäß dem Grundgesetz liegt demnach die Deutungshoheit über Inhalte einer Religion und die Definition darüber, was ein zwingendes religiöses Gebot ist, nicht beim Staat und dessen Volksvertretern, sondern einzig bei den Religionsgemeinschaften.«

Und Islam wird Staat. Die Islamisierer, man kann ihre sechzig Organisationsnamen von Islamische Föderation Berlin, ZMD, Millî Görüş bis IGD nachlesen (29), werden konkret:

»Gleichwohl gebietet der Islam, nach allen islamischen Rechtsschulen, das Einhalten bestimmter Bekleidungsvorschriften, und zwar für Mann und Frau. Der Frau ist geboten, sich bis auf Hände, Füße und Gesicht zu bekleiden, dazu gehören einstimmig die Kopfhaare.«

Ḥiǧāb zwangsweise. Ist die islamische Religionspflicht der Verschleierung mit Mufti Elsas nun deutscher Rechtsbestand? Nein, zum Glück gilt hier nicht die allein heilsgewährende, bosnisch »Šerijat«, griechisch Σαρία genannte Frauenentrechtung (politischer islām) mit ihrer unvermeidbaren Folge einer staatlichen Apartheid von rechtsverschiedenen Glaubensnationen, sondern das säkulare Grundgesetz. Maryam Namazie nennt das: One Law For All.

105: spricht Nursi ja damit an, dass die Scharia den Menschen verändere, indem sie „eine Barriere gegen die Angriffe der Natur bildet“

DÜNYA-AHİRET, Dunya-Achira.

Im trügerischen, der um der Rettung des Seelenheils willen der islamischen Nutzbarmachung zu unterwerfenden Weltlichen, der ad-dunyā, lügt und zerstört der islamisch verbürgte Satan, der iblīs, auch ʿazāzil genannt. Hier auf Erden wabern ferner die Teufel (aš-šayaṭīn, Sg. aš-šaiṭān), schleichen die das Gemeinwohl gefährdenden Heuchler (al-munāfiqūn, Gottesfeinde, Harbis, Dschinnen, Juden, Christen und Frauen umher und betören und verführen dich und leiten dich vom rechten Pfad ab. Nur bei Allahgott ist der Ausweg, sonst wäre er nicht allmächtig. Wer also der Natur, dem Gefühl oder dem Verstand folgt und nicht dem, was der Koran über Natur, Herz und Verstand vorschreibt, wird unbeschreiblich grausam bestraft werden. Es gibt keine wissenschaftliche Kausalität, nur Allahgott schafft den Kausalzusammenhang.

Die Welt und die Aufgabe des Menschen in ihr dürfen nicht anders gedeutet werden, als es Muḥammad mit Billigung Allahs vorgab, als die Hadithsammler Mohammeds Befehle erklärten und als es die höchsten Gelehrten in Islamisches Recht umsetzen, jede andere Welterklärung als die islamische muss zwingend mit teuflischer List verunreinigt sein: „Dies ist ihr Lohn – die Hölle –, weil sie ungläubig waren und Spott trieben mit Meinen Zeichen und Meinen Gesandten“ (Koran 18:107, Ahmadiyya-Übersetzung). Nur das nach dem Vorbild des Propheten korrekt nachgeahmte Verhalten führt dich im Jenseits der maßgeblichen al-āḫira, vielleicht, in die ewige Gottesnähe.

Islamisches Gesetz (Scharia) ist vom Familienoberhaupt mit Liebe, Vorbild, Ermahnung, sanfter Gewalt oder grober Gewalt durchzusetzen, er ist dabei prinzipiell ebenso ein Statthalter (Kalif) der Gottheit, wie der örtlich zuständige Herrscher dem Islam nicht im Wege stehen darf. Auferlegte Verschleierung des weiblichen Leibes, allerseits zu akzeptierende Polygynie, der Tochter einen Polytheisten oder Atheisten zu heiraten verbieten und einer Frau die Erlangung der Staatsführung, all das ist ebenso in Frömmigkeit praktizierter Gottesdienst wie juristisch einklagbare, absolut umzusetzende Pflicht. Nach der Scharia ist die muslimische Frau unbedingt und auf eine charakteristische Weise zu entrechten. Derartiger Glaubenstreue haben die sittlich geringerwertigen Säkularen in der Bundesrepublik Deutschland gerade auch nach Artikel 4 Grundgesetz (Religionsfreiheit) nicht im Wege zu stehen, der fremdenfreundliche Herr Elsas verhält sich schariakonform.

Europas Lehrer werden bald beginnen können, angesichts des von Rowan Williams (Februar 2008), Lord Phillips (Juli 2008), Christian Giordano (Dezember 2008) und Mathias Rohe (2009) herbei geflehten Schariarechts die Attribute freiheitlicher Demokratie mit der Vergangenheitsform beschreiben zu lassen: Es war einmal …

105. Im Islam richten sich die Rechte der einzelnen Personen nach ihrer Stellung und ihren Pflichten in der Gemeinschaft.

Völlig richtig, Mann und Frau haben im Islam nicht das gleiche Recht, ebenso wenig Muslim und Nichtmuslim. Im Stalinismus, Maoismus, Nationalsozialismus usw. „richten sich die Rechte der einzelnen Personen nach ihrer Stellung und ihren Pflichten in der Gemeinschaft“, das ist das Prinzip Diktatur, eben auch das der mit Apostasieverbot und Kopftuch beginnenden islamischen Diktatur.

108. Christliche Orientierung bedeutet …

Bischof Elsas! Die Elsaskirche.

Christliche Orientierung bedeutet hinsichtlich des Kopftuchs bei Frauen …

Ich soll als Christ das Kopftuch dulden, weil Christ Elsas es mir anordnet? Sucht der Religionsgeschichtler dienstfertige Jünger, Elsasianer?

Christliche Orientierung bedeutet hinsichtlich des Kopftuchs bei Frauen, die jeweilige Sitte zu respektieren und es doch im Konfliktfall, ebenso wie die Beschneidung beim Mann, als „nichtentscheidend“ einzustufen.

Elsas geht darüber hinweg, das ein zur Beschneidung überzeugter, überlisteter oder gezwungener Junge mit seinen vier, acht oder auch zwölf Jahren schlicht nicht einwilligungsfähig ist. Das Herrn Elsas bekannt gewordene Treiben beschneidungsfreudiger Erwachsener ist gebilligte Körperverletzung, solange keine (absolute) medizinische Indikation besteht. Die nicht indizierte chirurgische Vorhautentfernung bei Einwilligungsfähigen mag man ja hygienisch, ästhetisch, kulturell oder spirituell begründen wollen. Abenteuerliche Erklärungen beschwören HIV-Epidemien, HPV geht auch, zielen allerdings wohl eher auf eine fortgesetzte grundsätzliche Kondomverweigerung, sollen die Ärztekassen klingeln lassen und bei Nutzbarmachung des vor knapp viertausend Jahren verstorbenen märchenhaften Vorhautvernichters Abram, nachfolgend Abraham, jede Beleidigung vom heranrückenden politischen Islam abwehren. Die Motivation für die Jungenbeschneidung ist nahezu durchweg sexualmagisch aufgeladen, die multifunktional einsetzbare Keule des Antisemitismusvorwurfs dräut dem Beschneidungskritiker. Seien wir Angehörige der Multikultur, des amerikanischen Bibelgürtels, der Maoris oder Aboriginees, der von unseren Schamanen und nicht zuletzt von unseren Frauen für beschneidungsbedürftig erklärte Penis wird zum gemeinsam wertgeschätzten Kultorgan des die Männlichkeit verherrlichenden Straßenzuges, und allein das blutige Opferbringen am veredelnd umgebauten angeblich männlichsten aller Körperteile gewähre mir und Ihnen die fortgesetzte göttliche Gnade. Bruno Bettelheim erkannte die männliche Ritualbeschneidung noch als eine symbolische Neugeburt, kultiviert durch die den Frauen die Gebärkraft neidenden Jägerbünde, es geht also auch darum, die Geburt aus der Frau kalkuliert herabzuwürdigen. Und so wird es bis auf weiteres wohl leider kein Rabbiner, Mufti oder Ayatollah zu erklären wagen, der unbeschnittene männliche Jude oder Muslim würde nicht im grausigen Höllenfeuer brennen und seine präputial toleranten Angehörigen gleich mit. Versuchen Sie mal, diese Sätze in Ihrem christlichen Gemeindebrief abzudrucken, oder umfassende Kritik am islamischen Kopftuch: Es dürfte Ihnen nicht gelingen, zumal Ihr fleißiger Klerus die Götterfusion zwischen Jahwe und Allah betreibt und zwischendurch ein paar Juden tauft, man ist ja tolerant.

Hurma

Körperliche Unversehrtheit ist eben nicht jene islamrechtliche Hurma (ḥurma, von ḥ-r-m, etwa zu ḥarām, eben auch Tabubezirk), die unter anglophonen Schariafreunden als Bodily integrity, Bodily inviolability, The sanctity of God`s creation, That which is valued by ethics and protected by the law wiedergegeben wird, oder schlicht als Respect, und die angeblich gleich auch ökologisches Denken, Naturschutz und Nachhaltigkeit beinhalte. Birgit Krawietz preist die Logik des Tochtertausches und des Versklavens der Nichtmuslime gar als „körperliche Unversehrtheit im Islam“ (Krawietz: Die Ḥurma. Schariatrechtlicher Schutz vor Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit nach arabischen Fatwas des 20. Jahrhunderts).

Das fragwürdige Heilsein der ḥurma verlangt vielmehr das im Namen Allahgottes amputierte Körperteil namens Hand, Fuß, Kopf oder Präputium und die mit Einschüchterung durchzusetzende rechtliche Geringerstellung der Frau. Ḥurma-Körperpflege ist Steinigung, ḥurma-Körperbewusstsein ist die institutionalisierte Vergewaltigung der orthodox-islamischen Hochzeitsnacht, echte Hurmafürsorglichkeit sind Allahs den Rücken zerfurchende Peitschenhiebe. Ḥurma ist, sehr geehrte Frau Krawietz, die Ihnen als Schariaforscherin nicht verborgen gebliebene feminine Sexualität, wie sie die von der Scharia für alle Zeit zulässigen zehnjährigen Ehefrauen aus Jemen oder Nordgriechenland erleben. Düsseldorf ist diesbezüglich ein Vorort von Komotiní und die Elfjährige war ebenso verheiratet wie schwanger, das ist ḥurma (30).

Sicherlich ließe sich völlig nüchtern zum Begriff der Leiblichkeit (Corpus) und Gesundheit (Salus) forschen, mit dem einst manch ein Dominikaner die Folter an einer Hexe (Magia malefica) religiös gesegnet hat. Gerechtigkeit, wie sie die Scharia oder der schariatreue Islam versteht, wird niemals dem Begriff der Gerechtigkeit im Sinne der universellen Menschenrechte entsprechen können. Die Scharia mag ja „flexibel“ sein, doch bleibt sie diskriminierend, ḥurma ist ohne Hölle und Teufel, ohne Dhimmi-Status und Apostatenmord schlicht sinnlos. Ḥurma ist nicht modernisierbar, nicht demokratiefähig, mögen uns die in ihrer Vielzahl und Vielgestaltigkeit dem fallenden Herbstlaub gleichenden Blätter der Jahr für Jahr produzierten Scharia-Gerichtsurteile und Fatwas auch ein wenig die Übersicht rauben. Das Buch Koran ist abgeschlossen, Allahs Lieblingsprophet hat nur einmal gelebt, das dem Menschen unfassliche Kristallzentrum des islamischen Wahren liegt für alle Zeit fest und verlangt die Erniedrigung der Frau und des Nichtmuslims, die Heiligung der Diskriminierung.

Aus einer reflektierten Sicht, die von Sigmund Freud und Bruno Bettelheim weiß, brutzeln jüdisch oder muslimisch geprägte, ihre Söhne nicht beschneidende Familien keineswegs allesamt in der Hölle und soll sich Religionshistoriker Elsas schämen, zur Beibehaltung eines steinzeitlichen oder mittelalterlichen Gottesbildes und Initiationsrituals aufzurufen. Lesetipps zum Thema der vermeidenswerten Jungenbeschneidung: International Coalition for Genital Integrity http://www.icgi.org/, Nocirc Deutschland http://www.nocirc.de/.

Es gleicht dem Spiel mit dem Feuer, wenn im Jahre 2002 die aus Tübingen stammende Islam- und Religionswissenschaftlerin (Schwerpunkt Religionssoziologie) Assia Maria Harwazinski im Deutschen Ärzteblatt ausgerechnet im Namen der ḥurma – damit: im Namen der Scharia! – dazu aufruft, ganz besonders gesundheitsschädigendes oder recht deutlich gesundheitsschädigendes Fasten junger „muslimischer“ Menschen möglicherweise ein wenig zu unterbinden: „Fasten im Islam: Gebot körperlicher Unversehrtheit (31).“ In dieser Situation mögen die Women living under Muslim Law (WLUML) tatsächlich leider sein, doch noch gilt in Deutschland ein einheitliches Recht und sind Erziehungsberechtigte, völlig ungeachtet ihrer Gottheit oder Ex-Gottheit, wegen Nötigung, Körperverletzung, Misshandlung oder Missbrauch anzuzeigen und anzuklagen, nicht wegen Verletzung der von einem womöglich sadistisch und frauenfeindlich denkenden Gott errichteten Hurma. Dr. Harwazinski (»Rhythm is it!« Tanzen für Anerkennung, Selbstbewusstsein und gegen Gewalt) könnte in Bandung, Indonesien, die Herren und vor allem Damen der Assalaam-Foundation davon zu überzeugen versuchen, dass die Islamic FGM der Schafiiten gegen die von Allahgott gebotene ḥurma verstößt, man empfehle ihr aber, mit dem medizinischen Begriff der Wissenschaftlichkeit zu argumentieren und sich gar nicht erst auf die für alle Zeit der Magie und der Diskriminierung verpflichtete Diskussionsebene der Schariawissenschaft einzulassen. Harwazinski war Teilnehmerin der Kölner Kritischen Islamkonferenz (31.05.-01.06.2008).

Die ḥurma hat noch eine Folge, die Europas Gutmenschen als Schutz vor Hausfriedensbruch missdeuten könnten, die dem tabuisierten Tempelbezirk verwandte geheiligte Abschottung der Familie vor der unislamischen Außenwelt. Wir verlangen den Schutz (ḥurma) vor euren Standards, Jugendamt und Polizei mögen ihre Nase nicht in unsere Familienangelegenheiten stecken, schließlich sind unsere Töchter unsere Scham (ʿaura).

113. In Religionsfreiheit auszudiskutierende gemeinsame Zukunftsaufgaben wären besonders ein gemeinsames Votum zur Erziehung in pluralistischer Gesellschaft, eine mentale Stadtsanierung in aufgabenorientierter Kommunikation … und eine interkulturelle Grundwertedebatte.

Religionsfreiheit. Ist bereits vorhanden. Oder ist eine andere Religionsfreiheit gemeint?

Votum. Ein kleiner Staatsvertrag zwischen Demokraten und Allahkraten?

Mentale Stadtsanierung. Hatten wir 1933 und dann noch mal unter Spitzbart („Nu nu“) Walter Ulbricht.

Erziehung in pluralistischer Gesellschaft. Pädagogik ist universell. Es gibt freilich auch eine Pädagogik des Pluralismus: „Mein kleiner Schwarzer, du darfst nicht am Strand spielen, an dem die kleinen Weißen sind“.

Interkulturelle Grundwertedebatte. Zwischen Grundgesetz und Scharia.

114. [Türkei] Das Amt für Religionsangelegenheiten. Sein gegenwärtiger Präsident definiert einen Muslim als einen Menschen, der in Selbstsicherheit lebt und anderen Sicherheit gibt.

Der Präsident der Diyanet (Diyanet İşleri Başkanlığı, Präsidium für Religionsangelegenheiten) hat sogar einen Namen. Ali Bardakoğlu „definiert“ nicht, Allahgott definiert.

„Selbstsicherheit“ bedeutet Schariabewusstsein, statt „der anderen Sicherheit gibt“ hätte Christoph Elsas schreiben müssen: „der die Scharia durchsetzt sprich die islamische Lebensweise einfordert und eine im Sinne von Koran und Hadithen geformte Gesellschaft aufbaut“. Dafür gewährt er Schutz, auch dem Schutzjuden oder christlichen Dhimmi.

Bardakoğlu erläuterte am 17.09.2006 (in: DIE WELT) den Koran, Sure 9 Vers 5: „Die Sure bedeutet, dass Muslime gegen jene, die die natürliche Ausweitung des Islam verhindern wollten und kriegerisch waren, sich ebenso kriegerisch wehren sollten. Das ist Selbstverteidigung. Der Koran schreibt vor, dass man die Menschen durch Vernunft und Rede überzeugen soll. Wenn die Heiden dies aber verhindern wollen, dann erlaubt der Koran, auch gegen sie zu kämpfen“. Ein typisch islamischer Fall von „Selbstsicherheit“ (Elsas).

Bardakoğlu denkt selbstverständlich antisäkular und betreibt Koranpolitik. Er versteht Christen und Juden folgerichtig als »ahlul kitāb«, das Volk des Buches (Bardakoğlu: „People of the Book“) und gibt sich sehr traurig darüber, dass seit den Terroranschlägen in den USA vom 11.09.2001 der angeblich um Friedfertigkeit bemühte, frauenfreundliche Islam in ein schlechtes Licht geraten ist, was besonders in Deutschland geschehe: „worsening of the image of Islam among the public“. Der Schatten Allahs in Kleinasien lobpreist die kulturrassistische Verfassung von Medina („Medina Covenant“ (Medina Constitution, The Mithaq of Madinah, Ṣaḥīfa Madinah) aus dem Jahre 622 als vorbildliches und zukunftsweisendes Gesellschaftsmodell für Religionsvielfalt und gütliches Miteinander („religious pluralism and co-existence“). In den Fußnoten desselben Textes zieht der Präsident der Diyanet einen Herrn heran, der von „The Dialogue of Civilizations“, „Cultural Contacts in Building a Universal Civilization“ und „A Culture of Peaceful Coexistence“ spricht oder über die IRCICA (OIC-Research Center for Islamic Art and Culture, İstanbul) sprechen lässt, Ekmeleddin İhsanoğlu (32).

İhsanoğlu war zwischen 1980 und 2004 der Präsident der als erste kulturorientierte Suborganisation der IOC ins Leben gerufenen IRCICA (http://www.ircica.org/). Seit 2005 ist der 1943 in Kairo geborene Wissenschaftshistoriker der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz, englisch genannt Organization of the Islamic Conference (OIC).

Weltweit bekannt wurde die OIC durch ihre am 05.08.1990 angenommene Cairo Declaration of Human Rights in Islam (CDHRI), jener Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam, nach der alle „Menschenrechte“, eben: Menschenrechte im Islam, der Scharia nachgeordnet sein müssen beziehungsweise der Scharia entsprechen müssen. Steinigung bleibt damit durchaus eine islamische Möglichkeit, denn: „Solange Gott dem Menschen das Leben gewährt, muss es nach der Scharia geschützt werden. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird garantiert. Jeder Staat ist verpflichtet, dieses Recht zu schützen, und es ist verboten, dieses Recht zu verletzen, außer wenn ein von der Scharia vorgeschriebener Grund vorliegt.“

Töten für Allāh, für die OIC und Herrn Bardakoğlu ist das offensichtlich kein islamisches Problem. Hörbar werdende Islamkritik hingegen soll ganz bewusst Probleme verursachen, denn es ist nicht statthaft: „die Heiligkeit und Würde der Propheten zu verletzen, die moralischen und ethischen Werte auszuhöhlen und die Gesellschaft zu entzweien, sie zu korrumpieren, ihr zu schaden oder ihren Glauben zu schwächen.“ Für Herrn Elsas verkörpern Ihsanoğlu und Bardakoğlu den Menschen, der „in Selbstsicherheit lebt und anderen Sicherheit gibt“.

115. Für die islamische Welt stellt der Rückgang auf Koran und Sunna ohne Vermittlung der Rechtsschulen ein Projekt der Moderne dar.

Leider eines der Radikalisierung gegen die kulturelle Moderne. Mehr „Moderne“ als der Horizont des siebten Jahrhunderts ist islamisch nicht vorgesehen, ob mit oder ohne maḏhab (Rechtsschule). Vorwärts Genossen, auf in das Zeitalter der Glückseligkeit (ʿaṣr as as-saʿāda, türkisch Asr-ı Saadet), nachdem sich die Necmettin Erbakan und der Millî-Görüş-Bewegung treu ergebene koranpolitische türkische Partei ‘Saadet Partisi’ nennt.

Riḍā, ʿAbdu, al-Afġānī, diese drei Herren stellten Koran und Scharia nie infrage. Es wäre ihnen auch nicht gut bekommen, Ex-Muslime müssen leider sehr im Verborgenen leben. Die angeblichen Islamreformer, die Salafisten, sind durch und durch reaktionär.

Die gut ein Jahrhundert alte Strömung der as-Salafiyya (Rückbesinnung auf die urislamischen Vorfahren) um die Ideologen Ǧamāl ad-Dīn al-Afġānī (Kalifat bzw. Panislamismus plus technologische Aneignung), Muḥammad ʿAbdu (die „Rückbesinnung auf den islamischen Glauben“, aṣl ad-dīn al-islāmī, könne alle Probleme lösen) und Rašīd Riḍā (autonomes islamisches Interpretieren, iǧtihād, ersetze das dogmatische Befolgen des taqlīd, aber bitteschön immer im Einklang mit den Hadithen und vor allem mit dem Koran) forderte die Überwindung der visionär bis großmäulig als širk, Beigesellung verächtlich gemachten Rechtsschulen. Seitdem ist viel Wasser die Flüsse den Nil, Euphrat oder Kızılırmak herunter geflossen, das seit 1956 von der Kolonialmacht Frankreich unabhängig gewordene Tunesien verbot die Polygamie noch im gleichen Jahr, die Türkei tat dieses bereits 1926 und duldet bis heute keine islamische Frauenkleidung in ihren staatlichen Schulen und Hochschulen.

Seit zehn Jahren nimmt in Kairo und İstanbul die Zahl der Tschador oder Gesichtsschleier tragenden Frauen allerdings zu. Inzwischen ist auch das durch den Modernisierungsdiktator Mustafa Kemal „Atatürk“ aufgestellte Dogma der schulischen Bildungseinheitlichkeit (Tevhid-i Tedrisat Kanunu) längst durch das betont schariafreundliche Schulsystem der IHL abgekürzten Imam-Hatip-Schulen (İmam Hatip Lisesi) unterlaufen worden, an denen, Mädchenhaar ist schließlich von Natur aus nackter als Jungenhaar, das gottgeliebte Kopftuch das weibliche Schamhaar „bedecken“ darf (33). Der das „Recht“ der Frau auf ihr Kopftuch einfordernde deutsche Professor Elsas kann zufrieden sein.

Wer muğtahid ist, wer den Islam interpretieren darf, ist den heutigen Sunniten allerdings immer noch nicht klar, und so folgt man, wenn man „islamisch modern“ sein will, sicherheitshalber den Modernisten sprich Islamisten Necmettin Erbakan, Tariq Ramadan, Yūsuf al-Qaraḍāwī (ECFR) oder den Burkahändlern und Regionalheißmachern wie Pierre Vogel.

Daneben gibt es einen weiteren modernen Islam, der die irgendwie unangenehmen Rechtsschulen vielleicht bereits glücklich „überwunden“ hat, wenigstens stundenweise. Das ist der Münchhausen-Islam oder Dialogislam, den wir leider nicht bei IGMG und ZMD, dafür im Umfeld von Armin Laschet, Sabine Schiffer und Thomas Lemmen vorfinden.

115. Für den islamischen Staat Pakistan wollte dessen „geistiger Vater“ Iqbal die Auslegung von Koran und Sunna im Parlament verankern, um so reformistisch die islamische Position zu rekonstruieren.

Soll uns Sir Muḥammad Iqbāl etwa als freiheitlicher Demokrat gelten, wenn sein Parlament niemals gegen den frauenfeindlichen Koran stimmen darf?

Warum erwähnt Elsas jenen muslimischen Inder Iqbāl lobend, der seinen Adelstitel aufgrund seines dichterischen Talents erhielt, der eine Gesellschaft nach der vollumfänglich implementierten Scharia anstrebte und ein weiteres Zusammenleben mit den Hindus zurückwies? „Vater der Nation“ (Bābā-e Qaum) war dann allerdings der Führer der Muslim League, Muḥammad ʿAlī Ǧinnah, der mit seiner »Two Nation Theory« die Intention von Iqbāl staatsgründend umsetzte. Den Zerfall eines Territoriums, ob Subkontinent, Dorf oder Straßenzug, das von religionsverschiedenen Bevölkerungsgruppen geprägt gewesen ist, sollten säkulare Staatsbürger als Katastrophe bezeichnen.

Pakistan ist menschenrechtsfreie Zone, ein korrupter, Frauen und Nichtmuslime gesetzlich diskriminierender Polizeistaat, in dem allein gehende Frauen recht folgenlos vergewaltigt werden dürfen, die Häuser von Christen dann und wann angezündet werden, das als Partei daherkommende, radikalislamische („moderne“) Netzwerk Jamaat-e-Islami (JI, Ǧamā&’703;at-e Islāmī) eine Art Gegenstaat mit eigenen Wohlfahrts- und Bildungsorganisationen nach dem radikalislamisch-revolutionären Geist des Abūl Aʿlā al-Maudūdī geschaffen hat und verschiedene international tätige Terrorgruppen umhervagabundieren. Im Swāt-Tal herrscht, nach Kämpfen staatlich zugelassen, grausamste Scharia-Barbarei und werden Mädchenschulen gesprengt. Mitten in Pakistan stehen Atombomben, Know-how Made in The Netherlands, der indisch-pakistanische Ingenieur Abdul Kadir Khan spionierte um 1974 in den schludrig gesicherten Aktenschränken des Forschungslabors von Almelo.

Am 06.12.1931 wurde der Allahkrat und Kulturrassist Iqbāl in der „Stadt“ Baitul Maqdas, säkular heißt sie Jerusalem (hebräisch Beit haMikdash, Haus des Heiligen, die islamische qibla-Gebetsrichtung wies anfänglich zum jüdischen Heiligtum), zum Vizepräsidenten des World Muslim Congress (WMC, Mūʾtamar al-ʿĀlam al-Islāmī) gewählt. Gründer oder besser Führer des WMC war Muḥammad Amīnul Ḥusainī (al-Husseini). Der Großmufti von Jerusalem al-Ḥusainī (Husseini) war als das Oberhaupt der radikalislamischen Muslimbruderschaft der Vertraute eines ab 1933 für den Verlauf der Weltgeschichte leider wichtigen Politikers mit dem Namen Adolf Hitler, wozu uns Islamfreund Elsas nichts sagt.

Der Organisationssitz der mehrere Zweigstellen (Bangladesh als die dortige JI, Sudan, Südafrika, USA) betreibenden WMC ist Karatschi, Pakistan, ihre Nahostzentrale beziehungsweise ihr zweites Führungszentrum liegt im saudi-arabischen Dschidda bei einem gewissen Dr. Nasseef. Der gegenwärtige „Assistant Secretary General“ des Muslim World Congress ist kein anderer als der uns inzwischen gut bekannte Kooperationspartner des Berliner Zentrums Moderner Orient (ZMO), Hamid Ahmad al-Rafai (Hamid bin Ahmed al-Rifaie). Die Seite PipelineNews.org identifiziert das WMC nahezu oder gänzlich mit der Rābiṭa al-Islāmī (Muslim World League, kurz: „Rabita“), was sie mit dem wahhabitischen Multifunktionsträger Dr. Nasīf plausibel begründet: „Dr. Nasseef has served as a director of the Rabitah Trust and is also a director of Motamar al-Alam al-Islami.“ Dr. Abdullah bin Omar Nasseef betreibt die Seite http://drabdullahomarnasseef.org/ – bei der ISOSS (Islamic Countries Society of Statistical Sciences) hat er einen Führungsposten inne (http://isoss.com.pk/org.php). Sicherlich wünscht man jungen Menschen angenehme Freizeit und erfülltes Jugendleben, und so stellt sich die Frage, was es bedeutet, wenn, gemeinsam mit dem Deutschen Hartmut Keyler (Architekt aus dem nördlichen Bayern, VCP-Bundesarchiv) und Herrn Manzoor ul-Karim aus Bangladesh auch Dr. Nasīf (Nasseef) aus dem köpfenden Gottesstaat Saudi-Arabien eine Führungsfunktion in der Weltpfadfinderbewegung innehat. Ob das die wünschenswerte Demokratisierung des Nahen Ostens bedeuten wird oder aber die Islamisierung des 1907 in England gegründeten Scouting? Pfadfinderführer Manzoor ul-Karim sitzt in der Geschäftsführung der Prime Islami Life Insurance Ltd., einer Versicherungsagentur, welche ihren Finanzverkehr der Scharia unterwirft: „[Mission] To abide by Shariah Principles in day-to-day business affairs“, (http://www.primeislamilifebd.com/).

ISOSS kommt wie eine Entwicklungshilfeorganisation für Computertechnologie daher und wurde nach eigenem Bekunden im Jahre 1971 mit UN-Hilfe im Irak ins Leben gerufen, scheint aber eher so etwas wie die Islamisierung der „Datenverarbeitung“ (Datenerhebung, Datenverbreitung) zu betreiben. Wirtschafts- und Propagandaministerium unter einem Dach, der ökonomische Dschihad. Der pakistanische Wirtschafts- und Finanzminister ist ebenso führendes ein Mitglied der ISOSS wie der Muslimbruder und hohe sudanesische Politiker Ḥasan at-Turābī (al Turabi), gelernter Jurist mit Studienjahren in London und an der Pariser Sorbonne. Jurist at-Turābī ist für die Einführung der den Sudan im Sinne Allahgottes beherrschenden Schariagesetze verantwortlich, unter kultureller Moderne stellt man sich ja vielleicht etwas anderes vor.

Die beklagenswert oder bewundernswert islamoptimistische Ulrike Freitag (ZMO) verlas eine Laudatio anlässlich der Verleihung einer vom Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought verliehenen Auszeichnung an die sudanesische Frauenrechtlerin Fatima Ahmed Ibrahim.

Frau Ibrahim, Frauenrechtsaktivistin und kommunistische Mitstreiterin der Sudanese Communist Party (SCP), wurde 1965 die erste Parlamentarierin des Sudan. 1969 ergriff Ǧaʿfar Muḥammad an-Numayrī mit Hilfe der SCP die Macht und Frauen konnten nachfolgend überall im Land höhere Positionen erringen. 1971 wurde Ibrahims Ehemann durch die Schergen des Junta-Präsidenten Ibrāhīm ʿAbbūd, eines Angehörigen der sudanesischen Sufi-Bruderschaft der Ḫatmīya (Khatmiyya), gefoltert und ermordet. Ṣādiq al-Mahdī, ein Schwager von Ḥasan at-Turābī, putschte 1970 erfolglos gegen an-Numayrī, im Folgejahr entmachteten ihn die Kommunisten, um ihn gleich wieder einzusetzen. Ab 1981 wandelte sich an-Numayrī zum revolutionären Islampolitiker und bereits zwei Jahre später unterzeichnete er die Gesetze zur Einführung dessen, was Mathias Rohe zutreffend „Das islamische Recht“ nennt.

Jurist Rohe hat kein Problem mit der diskriminierenden Scharia und durfte 2009 Gutachter zum Berliner Gebetsraumurteil (Diesterweg-Gymnasium) sein. Rohe hält die Scharia für reformfähig, bewirbt einstweilen das juristische Produkt Scharia-Rechtsvergleich („In Deutschland wenden wir jeden Tag die Scharia an“), nennt die barbarische Frauenentrechtung und eklatante Grundrechtswidrigkeit der Scharia nicht beim Namen und hat einen Sitz in der Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht (GAIR).

Die Ibn-Rushd Stiftung für Gedankenfreiheit wird von der in Kuweit geborenen und in Nablus aufgewachsenen Autorin Dr. Abier Bushnaq aus Karlsruhe vertreten. Frau Bushnaq studierte Anglistik, Islamwissenschaften und Arabistik in Bamberg, Reading (GB) und Bonn und gehört zum Mitarbeiterstab von LISAN, einer Zeitschrift für arabische Literatur (http://www.lisan.ch/). Am 25.11.2005 ging der Ibn-Rushd-Preis an Nasr Hamdi Abu Zaid, der sich mit einer Rede zur Debatte über ein reformiertes Koranverständnis und einen Reformislam revanchierte, zu den potentiellen Menschenfreunden Riḍā, ʿAbdu und al-Afġānī nachdachte und der die Islamauffassung des im Jahre 1111 verstorbenen, äußerst einflussreichen Fundamentalisten al-Ġazālī (al Ghazali) für ein kulturell modernes, fundamentalismusfreies Denken nutzbar machen wollte. Irgendwie.

Nasr Hamid Abu Zaid argumentiert vielleicht selber radikalislamisch oder islamistisch, jedenfalls bewusst islamisch, und wurde bereits auf grausame Weise selbst zum Opfer des politischen Islam. Der Arabist und Islamwissenschaftler wurde für sein kreatives, neuartiges Interpretieren des Koran öffentlich zum Apostaten (murtadd) erklärt, ein ägyptisches Gericht löste seine Ehe auf. Dass Nasr Hamid Abu Zaid den Scharia-Theokraten al-Ġazālī verwendet, kann zu einer möglicherweise gewünschten Islamreform allerdings sicherlich nicht beitragen. Seine Aussage: „Sayyid Qutb hat kein Verbrechen begangen. Er hat ein Buch geschrieben. Seine Hinrichtung ist für mich bis heute abstoßend“ alarmiert uns, einen politischen (islamischen) Falschspieler vor uns zu haben, sein: „Es ist unmöglich, dem Koran eine Bevorzugung des absolut Männlichen vor dem absolut Weiblichen zuzuschreiben“ verärgert und lässt die Hoffnung aufgeben, einen Verteidiger der universellen Menschenrechte vor sich zu haben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, und vielleicht distanziert sich Herr Zaid von Sayyid Quṭb (1906-1966), der allen Menschen die Entscheidung zwischen teuflischer Ǧāhiliyya (Demokratie) und Ḥakimiyyat Allah (Allahkratie) aufzwingen wollte, und geht zur jeder Rechtsfolgen schaffenden Anwendung der vom Fundamentalisten Amir Zaidan als Islamologie bezeichneten Schariawissenschaft auf Abstand.

Islam mag ja auch einmal persönliche Spiritualität sein, doch Islam bleibt ein riesiges, 1.400 Jahre altes Erpresserkartell.

Christoph Elsas:

121. Ein Ansatzpunkt in der Tradition kann die Verhältnisbestimmung von Sinn und Zweck einer Scharia (maqāsid sarī’ī) und von aktuellen islamisch-theologischen Überlegungen sein, dass sich Gotteserkenntnis nicht über Vernunftverstehen, sondern individuell über Herzensvereinigung und dann kollektiv über das Studium von Schöpfung und Heiliger Schrift vollzieht. (Khatami: Keine Religion ist im Besitz der absoluten Wahrheit. …)

Jetzt wird`s gefährlich, dem lyrisch daherkommenden Theofaschisten Ḫātami schickt Christoph Elsas mystisch-verzücktes Sufigelaber voraus, immer recht schariatreu bitteschön, um dann den Taschenspielertrick von der Intentionalität oder Finalität (maqāṣid) des kohärenten diskriminierenden Islamischen Gesetzes (aš-šarī&’703;a) zu bringen. Lutz Rogler vom ZMO versucht das gelegentlich auch, doch wird es nicht funktionieren, den maqāṣid aš-šarī&’703;a mit den universellen Menschenrechten, der Meinungsfreiheit und dem wissenschaftlichen Denken in Übereinstimmung zu bringen, weil der Koran deutlich genug ist und den geheiligten Sadismus verlangt.

Lily Zakiyah Munir, eine der so genannten islamische Feministinnen, gehört zur indonesischen Strömung Nahdatul Ulama (NU) und definiert maqasid als Absicht, Geist, Zweck und Ziel der Scharia („the intent of sharia, spirit of sharia, purpose of sharia, goal of sharia“). Frau Munir will die Verschleierung.

Die Scharia will die Frauenentrechtung und die Erniedrigung aller Nichtmuslime, sie ist nicht reformierbar. Die (von welchen Kartellen sakraler Jurisprudenz auch immer attestierte) Intention des Korans lässt sich nicht derart gegen seine Normen (Befehle) richten, dass universelle Menschenrechte dabei herauskommen würden. Sofern eine freiheitliche Gesellschaft gewünscht ist, muss der Koran als ein Mittel der Rechtsfindung vollständig entmachtet werden, das Buch, das wir ernst nehmen sollten, fordert die ihre Frauen entrechtende Gegengesellschaft, letztlich die Herrschaft der Muslime über die Nichtmuslime.

Ein dem Propheten des Islam posthum untergeschobenes „Es war ja eigentlich menschenfreundlich gemeint“ ist verlogen und muss weiteres Leid schaffen, die Verlockung des maqāṣid aš-šarī&’703;a ist ein Trugbild, die grausame Scharia muss weg! Es ist an der Zeit, der Schariamodernisierung des ehemaligen Leiters des Afrika-Büros der Kopftuchfreunde von Human Rights Watch, des in den USA lehrenden Sudanesen Abdullahi Ahmed an-Na’im (Secularism from an Islamic Perspective) keinen Glauben mehr zu schenken. Der in Atlanta, Georgia, an der Emory University School of Law lehrende, die Rechtsvergleichung oder vielleicht auch die Hütchenspielerei betreibende Schariafachmann definiert die Scharia zwar richtig als islamische Pflichtenlehre und Rechtsgrundlage (“The body of Islamic law. … it is the legal framework within which the public and some private aspects of life are regulated for those living in a legal system based on Muslim principles of jurisprudence”), die jeder Schariagelehrsamkeit immanente Frauenentrechung klammert er aus.

Eine Werbung für ein Leben als Kopftuchgegner oder Ex-Muslim hört man von Dr. an-Na’im bezeichnenderweise nicht. Sein „Für die Zukunft der Scharia in einem säkularen Staat kämpfen – Débattre du future de la Shari’a dans un État séculier“ ist nichts als Augenwischerei. Der am ermordeten sudanesischen Gegner der sufistischen Ḫatmīya-Bewegung, Maḥmūd Muḥammad Ṭaha orientierte Dr. an-Na’im will die Islamisierung, das Sonderrecht. Professor Abdullahi Ahmed an-Na’im murmelt den Buchtitel von Mordopfer Ṭaha (»Zweite Botschaft des Islam«), der die phantasievolle und vielleicht nett gemeinte Behauptung verbreitet hatte, der Koran würde seiner Intention (maqāṣid) nach die friedliche Gleichheit aller Menschen und die Gleichberechtigung von Mann und Frau fordern. Die Dhimmis des Jahres 2009 sind ergriffen, weniger vom fragwürdigen Inhalt der Aussage als von der eigenen Selbstgefälligkeit, und unter Multikulturalisten, Kirchentagsbesuchern oder Islambeauftragten raunt man sich ein wörtlich „die vollendete Gleichheit“ bedeutendes türkisches („müsavat-ı tamme“) oder arabisches („al-musāwāt at-tamma“) Zaubersprüchlein zu. Endlich, jetzt haben wir es schwarz auf weiß, Allahgott war Feminist! Der Dialog ist gerettet. Von Atlanta nach London.

Abdullah Hasan studierte den Islam am European College for Islamic Studies (Wales) und erwarb ein Arabisch-Diplom an der privaten Zarqa-Universität (Jordanien). Hasan ist Mitglied der European Assembly of Imams and Spiritual Guides und augenblicklich Imam (sogar Khateeb, Freitagsprediger) an der UKIM-Moschee am Londoner Euston Square. UKIM bedeutet UK Islamic Mission, http://www.ukim.org/, die Frage nach der Gleichberechtigung der Frau macht den Leuten von UKIM vermutlich nicht zu schaffen. Abdullah Hassan gab seinem Blog den Namen »Maqasid«, http://maqasid.wordpress.com/ – Herr Hasan kennt den Islam, auch den „modernen“ und findet die schariatische Intention (maqāṣid) trefflich wiedergegeben vom spätmittelalterlichen Gelehrten ibn Taymiyya (1263-1328) und Scheich Yūsuf al-Qaraḍāwī, einer der obersten Autoritäten des zeitgenössischen sunnitischen Islam, dem in Ägypten geborenen Chef des ein muslimisches Sonderrecht anstrebenden europäischen Fatwa-Rats (ECFR).

122. Achtung von Religions- und Weltanschauungspluralismus

„Achtung” der Apartheid gegenüber? Herr Elsas, Ihr Antrag ist abgelehnt.

Es gibt einen Unterschied zwischen alle und jeder. Die südafrikanische Apartheid war allen zugänglich, ihre freiheitlichen Möglichkeiten aber waren es nicht jedem. Der Nationalsozialismus betraf unterschiedslos alle Bewohner, aber mit höchst verschiedenartiger Folge für den einzelnen Menschen. Sobald jemand im Zusammenhang mit dem Islam das Wort ‘Differenz’ (Elsas) verwendet, sollten wir daher äußerst alarmiert sein.

Die Standards kultureller Moderne, das sind etwa Wissenschaftlichkeit, allgemeine Menschenrechte und (negative) Religionsfreiheit gilt es allen, eben genauer: jedem zugänglich zu machen. Die Aufgabe der Sozialpädagogik darf nicht in Duldung oder gar der Werbung für das Toledo-Prinzip segregierter ‘Konvivenz’ (Elsas) liegen. Der spanische Philologe und Kulturhistoriker Américo Castro (1885-1972) prägte den Begriff ‘La Convivencia’, der die kulturrassistische Dhimmitude der spanischen Jahre 711 bis 1492 weniger klarstellt als darstellt, längst gierig von linken Kulturrelativisten aufgesogen worden ist und seither auch von Spaniens Islamisten dankbar nutzbar gemacht wird (34).

Die Theologie der Azhar, Wahhabiten und Muslimbrüder will den toleranten Menschenrechtsseparatismus. Der in fundamentalistisch orientierten (derzeit: in allen) Koranschulen geforderte Aufbau geheiligter Gegenkultur folgt erklärlicherweise die staatliche und territoriale Sezession (Sir Muhammad Iqbal, Muhammad Ali Jinnah) beziehungsweise der staatsbürgerliche Separatismus (Tariq Ramadan, Mustafa Cerić). Nicht zuletzt die Gleichberechtigung der Frau betreffend, haben wir der europäischen Scharialobby klarzumachen, was die kulturelle Moderne für den Unterschied zwischen Barbarei und Zivilisation hält: Das einheitliche Recht gilt nicht für alle, sondern für jeden.

Jacques Auvergne

(1) Zentrum Moderner Orient. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, wir haben`s ja

http://www.zmo.de/

ZMO. The who-is-who

http://www.zmo.de/personen/index.html

(002) Lutz Rogler macht den Moderator für Tariq Ramadan, Berlin 2006

http://www.idw-online.de/pages/de/news149840

(003) Birgit Krawietz. Publikationsliste

http://www.birgit-krawietz.de/publika.html

(004) Wolfgang Thierse hält eine uns Islamkritikern Gehorsam abverlangende Rede zur Einweihung der »Masǧid Ḫadīğa (Chadidscha-Moschee)« der intoleranten Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ; „Beim ersten Aufstieg des Islams war der Untergang der christlichen Völker nicht endgültig, aber sein Wiederaufstieg in unserer Zeit wird die vollständige Verdrängung des heutigen Christentums herbeiführen“). Die kann bleiben, wie sie ist, findet der halbiert tolerante Politiker

Constanze von Bullion: »Minarett im DDR-Refugium«

http://www.sueddeutsche.de/politik/312/314212/text/

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/885234/

Der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) steht eine „autonome“ humanitäre Organisation äußerst nahe, die weltweit aktive Humanity First

http://www.humanityfirst.org.uk/Contact-Us.htm

Thierse und der Schariarichter

http://webarchiv.bundestag.de/archive/2008/0416/aktuell/presse/2004/pz_0411301.html

Wolfgang Thierse und die Scharia: Radical Hamas cleric Tayseer al-Tamimi

http://www.militantislammonitor.org/article/id/3452

Thierse-Freund Sheikh Taysir al-Tamimi platzt in Papst-Rede und beschuldigt Israel, Rabbiner sauer

http://www.alertnet.org/thenews/newsdesk/LB743737.htm

(5) Wali Mudschbir. Die 1983 verabschiedeten Gesetze der Provinz Kelantan, Section 13(2) Islamic Familiy Law Enactment, stellen fest, ‘dass die Heirat eines Mädchens ohne ihr Einverständnis durch ihren Wali Mudschbir abgeschlossen werden kann, das ist der Vater oder Großvater väterlicherseits’, („that the marriage of a girl may be solemnised whithout her consent by the wali mujbir. That is the father or paternal grandfather …“), der natürlich nie auf die Idee käme, ‘feindselig’ („hostile“) gegenüber dem Mädchen zu sein. Nach: »Muslim Feminism and Feminist Movement (South-east Asia)«, von: Abida Samiuddin & R. Khanam (Hg.), 1. Auflage, Global Vision Publishing House, Delhi (Indien) 2002 </p

http://books.google.de/books?id=L20T1f-_LlwC&vq=wali+mujbir&source=gbs_navlinks_s

Wali Mudschbir. Sisters in Islam, Malaysia: ‘Idschbar (Zwangsheirat): In Kelantan und Kedah kann der Wali Mudschbir (Vater oder Großvater väterlicherseits) die Frau, soweit sie eine unverheiratete Jungfrau ist, gegen ihren Willen an einen Mann gleichen Standes verheiraten’, („Ijbar (forced marriage): In Kelantan and Kedah, if a woman is an unmarried virgin, her wali mujbir (father or paternal grandfather) can marry her to a man of equal status against her will.“)

http://www.sistersinislam.org.my/index.php?Itemid=288&id=748&option=com_content&task=view

Idschbar (ijbar, Auren Dole). Islamic forced marriage

http://www.news.dailytrust.com/index.php?option=com_content&view=article&id=6774:re-repositioning-islamic-family-law&catid=49:opinion

ijbar (wilayaat ijbar, wilayat ijbar). Bei: Amira El Azhary Sonbol (Hg.): »Women, The Family and Divorce Laws in Islamic History«, 1. Auflage, bei: Syracuse University Press, Syracuse (N. Y.) 1996

http://books.google.de/books?id=FLUgscG6zFYC&printsec=frontcover&source=gbs_v2_summary_r&cad=0#v=onepage&q=&f=false

Ijbar, bei: Leadership Nigeria (For God And Country): ‘Idschbar ist die Ausübung einer Pflicht oder eines Rechts durch den Vater oder den Heiratsvormund einer weiblichen Minderjährigen mit oder ohne das Einverständnis der betroffenen weiblichen Person’, „Ijbar is the exercise of a duty or right by the father or guardian of a female minor or virgin with or without the consent of the affected female.“

http://www.leadershipnigeria.com/index.php/columns/views/perspective/8666-forceful-marriage-the-northern-nigerian-advances

(6) Sozialaktivist Lukman Hakim vom angesehenen islamischen Wohlfahrtsverband Assalaam Foundation (Java, Indonesien) preist die Vorzüge der Islamic FGM: “One, it will stabilize her libido, two, it will make a woman look more beautiful in the eyes of her husband. And three, it will balance her psychology.”

Stephanie Sinclair (Fotos):

http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_index.html

Andrew Bostom:

http://www.andrewbostom.org/blog/2008/01/20/clitoral-relativism%E2%80%94female-genital-mutilation-in-%E2%80%9Ctolerant%E2%80%9D-islamic-indonesia/

(7) Said Nursi

http://www.bediuzzamansaidnursi.net/

http://www.fromdarknesstolight.org/

(8) Die USA wollen den Türkeibeitritt, ihr Werkzeug dazu ist das Rumiforum

http://rumiforum.org/lucheons/us-support-of-turkeys-accession-to-the-eu.html

Reverend Ian S. Markham lehrt in den USA Theologie. Markham studierte in Exeter (United Kingdom) mit dem Schwerpunkt Christliche Ethik

http://www.vts.edu/podium/default.aspx?t=118511

Gemeinsam mit dem Professor für Islamwissenschaften und Christlich-Muslimische Beziehungen, Ibrahim M. Abu-Rabi (Hartford, Connecticut), war Ian Markham Herausgeber von ‘September 11: Religious Perspectives on the Causes and Consequences’.

http://www.religioscope.com/info/dossiers/textislamism/qutb_aburabi.htm

Abu-Rabi ist Qutb-Forscher und verlinkt begeistert zu IslamOnline (Yusuf al-Qaradawi), Nawawi-Foundation (Umar Faruq Abd-Allah), zum kalifornischen Zaytuna Institute und zum CAIR (Council of American-Islamic Relations), welches er Bürgerrechtsorganisation nennt

http://macdonald.hartsem.edu/aburabi.htm

(9) Antisemitische Begriffsbildung auf Arabisch: „Das zionistische Gebilde“

http://www.asharqalarabi.org.uk/english/in-2.htm

(10) Haitham Aiash

http://www.asharqalarabi.org.uk/mu-sa/sahafa-667.htm

Muḥammad ʿAyaš Hayṯam postet ein Foto des „Ehrbaren Scheichs“ Yūsuf al-Qaraḍāwī. Am 28.11.2009 auf odabasham.net („Odaba al-Sham“ bzw. „Odaba, Sham“, London) ein Mail-Partikel, drhelmyalqaud, der am 31.01.2007 auf www.aljazeeratalk.net/ auf einen Text aus www.ikhwanonline.com hinwies (Muslimbruderschaft), mag aber ein Islamkritiker sein

http://www.odabasham.net/show.php?sid=21233

dr. mohammad-haitham aiash

http://www.odabasham.net/show.php?sid=28996

http://all4syria.info/content/view/12932/96/

<a href="Muḥammad ʿAyaš Hayṯam (Aiash Haitham) Free Muslim

http://216.120.237.3/~saowt/forum/showthread.php?t=30221

(11) Dialogue between civilisations ; Dialogue des civilisations

http://science-islam.net/rubrique.php3?id_rubrique=103&lang=en

(12) Mustafa Cerić will die Rechtsspaltung für Europa: familienrechtlich soll der Menschenklasse der Muslim-Bürger der „kultursensible, tolerante“ Ausstieg aus den universellen Menschenrechten möglich werden – im Namen der Religionsfreiheit. Bei: The Institute of Diplomacy and Foreign Relations (IDFR), Malaysia

http://www.idfr.gov.my/en/index.php?option=com_content&task=view&id=144&Itemid=121

(13) Der nachdemokratisch (shariah-compliant) denkende NRW-Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet huldigt Europas neuem Schariascheich

http://www.mgffi.nrw.de/presse/pressemitteilungen/pm2007/pm071027a/index.php

(14) Die nachdemokratische (gtz: Berücksichtigung eines „islamsensiblen“ Vorgehens) Eugen-Biser-Stiftung segnet Europas künftigen Scharia-Scheich Cerić

http://www.eugen-biser-stiftung.de/veranstaltungen_preis0.html

(15) Taqiyya-Großmeister al-Rifaie beim Missionieren

http://dialogueonline.org/SINGAFORA-resolutions.htm

(16) Allahs OIC-Lügenbold. Prof. Dr. Hamid bin Ahmad al-Rifaie vom IIFD

http://dialogueonline.org/top.htm

http://www.dialogueonline.org/

(17) Ekmeleddin Ihsanoglu, OIC-Präsident (Organization of the Islamic Conference; frz.: Organisation de la Conférence islamique (OCI)) über 57 “islamische” Staaten

http://www.oic-oci.org/page_detail.asp?p_id=58

(18) Der Istanbuler Universitätsdirektor Professor Kemal Alemdaroğlu spricht sich gegen die Zulassung des Schleiers beziehungsweise Kopftuches (baş örtüsü, başörtüsü) an türkischen Hochschulen aus: Die Schleier würden die Türkei zur Hölle machen, Türbanlı Türkiye cehennem olur.

http://www.tumgazeteler.com/?a=2504255

Alemdaroğlu: „Başörtülü Türkiye cehennem olur“

http://www.tumgazeteler.com/?a=2504295

(19) Alemdaroğlu verhaftet. Der 83jährige Herausgeber der 1924 gegründeten Cumhuriyet („Die Republik“, älteste Zeitung der Türkei), İlhan Selçuk, wurde ebenso der Putschplanung (Gerüchtegestrüpp „Ergenekon“) angeklagt wie der einstige Universitätsdirektor Kemal Alemdaroğlu und wie der linksnationale Doğu Perinçek.

Alemdaroğlu. He said his staunchly adhering to the headscarf ban at universities was the reason he was being grouped with coup plotters. … »I don’t, in any way, accept the accusation against me, that I am a member and an administrator of the so-called Ergenekon terrorist organization«

http://www.todayszaman.com/tz-web/detaylar.do?load=detay&link=177006

(21) Villa. Zum Foltern

http://turksolu.org/115/foto/ziverbey_kosku.jpg

http://static.ideefixe.com/images/30/30831_2.jpg

(21) Lied für den 1993 ermordeten, für Pressefreiheit und Redefreiheit kämpfenden Uğur Mumcu, von Selda Bağcan.

Bir Pazar Sabahıydı Ankara Kar Altında
Zemheri Ayazıydı Yaz Güneşi Koynunda
Ucuz Can Pazarıydı Kalemim Düştü Kana
Zalımlar Pusudaydı Bedenim Paramparça
Ucuz Can Pazarıydı Kalemim Düştü Kana

Uğurlar Olsun Uğurlar Olsun
Hüzünlü Bulutlar Yoldaşın Olsun
Bir Keskin Kalem Bir Kırık Gözlük
Yürekli Yiğitlere Hatıran Olsun

Çevirdim Anahtarı Apansız Bir Ölüme
Şarapnel Parçaları Saplandı Ciğerime
Ucuz Can Pazarıydı Kan Doldu Gözlerime
İsimsiz Korkuları Katmadım Yüreğime
Bembeyaz Doğruları Yaşadım Ölümüne

Uğurlar Olsun Uğurlar Olsun
Hüzünlü Bulutlar Yoldaşın Olsun
Bir Keskin Kalem Bir Kırık Gözlük
Yürekli Yiğitlere Hatıran Olsun

http://www.dailymotion.com/video/x4xlvn_uyurlar-olsun-selda-baycan-uyur-mum_music

http://www.youtube.com/watch?v=9PGkXtcoEwk

(22) Urfa. Arbeitsgruppe Anerkennung (AGA) über die Massaker der Jahre 1895/96

http://www.aga-online.org/de/texte/urfa/index.php

(23) Toker Direli: “The head scarf is a symbol which represents an ideology,“ said Toker Dereli, an economics professor and member of the administrative board at Istanbul University. “Many people who like to see the scarves would also like to see a regime like the one in Iran. That suggests a totalitarian approach which does not recognize any alternative.“

http://www.nytimes.com/1998/03/17/world/istanbul-journal-a-woman-her-scarf-and-a-storm-over-secularism.html

(24) Christopher Elsas und der politische Islam, Symposion: Religion und moderne Gesellschaft in deutscher und türkischer Perspektive. Uni Frankfurt, Juli 2004

http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/islam/forschung/Tagungen_Podiumsdiskussionen/prg_isl_tagung_2004.pdf

(25) Gülen-Bewegung: Sekte mit Konzernstruktur

http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E1A3BE707300D46218D4EC4B380DD7A10~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Daniel Steinvorth: »Engel und Dämon«, darin: Necla Kelek zur Fethullah-Gülen-Bewegung

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-60746630.html

(26) Wolf D. A. Aries, Rüstem Ülker (Hg.), darin: Christoph Elsas

http://books.google.de/books?id=YMtKKxoRwDYC&printsec=frontcover&source=gbs_navlinks_s#v=onepage&q=&f=false

3. Said-Nursi-Forum. Mit dabei: Martin Affolderbach (weilte am 12.11.2009 mit Bekir Alboğa, Ayyub Axel Köhler und Armin Laschet in Köln), Jesuit Christian W. Troll

http://books.google.de/books?id=_skPFzETjZoC&printsec=frontcover#v=onepage&q=&f=false

(27) Wolf D. A. Aries / Wolf Dieter Ahmed Aries: 2003 Vorstandsmitglied der Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler (GMSG). Die GMSG ordnet sich um Ibrahim el-Zayat und Sabiha el-Zayat und lud im Jahre 2002 Redner wie Murad Wilfried Hofmann, Tariq Ramadan, Amir Zaidan, Mehmet S. Erbakan (IGMG) sowie Dr. Ahmed al-Khalifa (IGD) als ein

http://www.gmsg.de/JAHRESTAGUNG/HAMBURG2/KOELN/koeln.html

(28) Mit Allah gegen Darwin. Jens Lubbadeh über den muslimischen Kreationisten Harun Yahya

http://www.stern.de/wissen/natur/islamischer-kreationismus-mit-allah-gegen-darwin-585813.html

Eine Evolution gibt es nicht, Darwins Lehre ist Teufelswerk. Yahya: Alle Terroristen sind Darwinisten. Ein Interview von Daniel Steinvorth

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,578838,00.html

Frangenberg: „In Frankreich hat die Regierung den „Atlas der Schöpfung“ als „extrem gefährlich“ eingestuft und verboten. Das kam manchem übertrieben vor. Dass in Deutschland aber bislang jede Reaktion ausblieb, finden die beschenkten Lehrer genauso falsch.“

http://www.ksta.de/html/artikel/1190059904825.shtml

(29) 21.04.2004 Islamische Föderation in Berlin nebst IGMG, IGD, ZMD, VIKZ usw.: Kopftuch nur aus freiem Willen“ – Verbot der Unterdrückung.

Presseerklärung. GEMEINSAME STELLUNGNAHME
ISLAMISCHER ORGANISATIONEN IN DEUTSCHLAND
ZUR „KOPFTUCHDEBATTE“

http://www.muslimliga.de/dmlb_stellungnahmen/kopftuch2004.html

http://if-berlin.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=17

http://www.muslim-markt.de/Recht/kopftuch/kopftucherklaerung.htm

(30) Islam ist Kindbraut. Düsseldorf

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duesseldorf/2009/10/29/news-138750611/detail.html

(31) Mythos freundlicher Islam, Variante: Mit Hurma gegen Fastenqual

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=34642

(32). Türkei, das „Diyanet“-Amt und der berüchtigte „gemäßigte“ Islam des Ali Bardakoğlu

http://www.diyanet.gov.tr/english/default.asp

(33) Türkei, Kopftücher in Schulen verboten, einerseits, aber an den Imam-Hatip-Schulen erlaubt, andererseits

http://www.trekearth.com/gallery/photo132569.htm

http://i.radikal.com.tr/644×385/2009/01/25/fft5_mf108815.Jpeg

http://www.laik.kemalist.org/thumbnail.php?file=TURBAN4E_689055652.jpg&size=article_medium

(34) Die Junta Islámica (http://www.juntaislamica.org) Weist hin auf die multikulturelle Fundación Pluralismo y Convivencia (FPC)

http://www.webislam.com/?idt=12308

Junta Islámica

http://www.juntaislamica.org/fotogalerias/

Schweden soll wissen, wo es lang geht: an der Wand die Fahne der OIC

http://www.juntaislamica.org/fotogalerias/?album=ConferenciaEnMalmoSuecia61203

WORLD ISLAMIC PEOPLE’S LEADERSHIP (WIPL). Muslime aus aller Welt zu Besuch bei Bruder Führer. Brother Leader, Mu’ammar al-Gaddafi

http://www.juntaislamica.org/fotogalerias/?album=VCongresoGeneralDelLiderazgoPopularIslamicoMundialWIPLTripoliLibia2009Nov0609

Die Fundación Pluralismo y Convivencia (FPC) weist hin auf Democracy and the New Religious Pluralism, ein Buch von Thomas F. Banchoff (Hg.), Oxford University Press 2007

http://www.pluralismoyconvivencia.es/biblioteca/fichas/democracy_and_the_new_religious_pluralism.html

Träumt vom toleranten Islam: die Israel und dem Judentum gewidmete Seite haGalil beliebt, den immanenten Kulturrassismus und die geheiligte Menschenverachtung der Scharia beziehungsweise „Convivencia“ zu übersehen: „Nur einen kurzen Moment lang hatte die convivencia, das kooperative, auf gegenseitige Befruchtung angelegte Zusammenleben von Angehörigen der drei monotheistischen Religionen eine reale Chance. Die Vernichtung von al-Andalus durch islamische wie christliche Intoleranz hatte katastrophale Folgen“, bei haGalil hält man Dschihad und Dhimma-Versklavung also für einen islamischen Betriebsunfall?

http://www.hagalil.com/archiv/2009/09/23/al-andalus/

Ein islamkritischer spanischer Blog denkt gründlicher nach zum Thema Andalusien. Der Mythos der friedlichen Koexistenz zwischen Christen und Muslimen

http://alianzacivilizaciones.blogspot.com/2006/07/el-mito-de-la-convivencia-entre.html

Vom Hippie zum Islamisten: Ian Dallas = Abdalqadir as-Sufi. Die radikalislamischen Murabitun sind inzwischen von Spanien nach Mexiko gelangt

http://www.unhcr.org/refworld/category,COI,IRBC,,MEX,3df4be7024,0.html

Gudrun Eussner: Die Polygamie gemäß Mansur Abdussalam Escudero

http://www.eussner.net/artikel_2005-02-14_00-47-38.html

Américo Castro: La Convivencia. The tripartite society, die dreigeteilte Gesellschaft

http://www.jstor.org/pss/4467701

Zum Weiterlesen

Euro-Muslim Network (EMN). Das EMN ordnet sich um Mitbürger wie die Top-Islamisten Tariq Ramadan und Ibrahim el-Zayat, die Deutsche Sabiha Erbakan-El-Zayat, den schwedischen grünen Politiker Mehmet Kaplan, die gebürtige weißhäutige Irin Mary Geraghty mittlerweile Batool al-Toma (Islamic Foundation at Markfield in Leicestershire, das ist der Dunstkreis der Jamaat-e-Islami sprich von Abū l-Aʿlā al-Maudūdī; Forum Against Islamophobia and Racism (FAIR)), den Deutschen und gebürtigen Afghanen Mohammed Belal El-Mogaddedi (Deutsche Muslim-Liga gegr. 1952) und den 1985 zum Islam konvertierten Spanier Abdelmumin Aya aus Barcelona

http://www.euro-muslims.eu/

Wissenschaftlichkeit wird in der Allahkratie mehrachsig, pluridimensional: Pour une approche pluridimensionnelle de „l’objectivité scientifique

http://science-islam.net/article.php3?id_article=6&lang=fr

Ayaan Hirsi Ali: „Multikulti, … gut gemeinte Apartheid“

http://archiv.tagesspiegel.de/drucken.php?link=archiv/31.05.2005/1849452.asp

Christian W. Troll schätzt den Islam nebst Dialog

http://www.sankt-georgen.de/lehrende/troll.html

Aziz Nesin, türkischer Pädagoge und Schriftsteller. Nach der Herausgeberschaft der Satanischen Verse (Salman Rushdie) von Polit-Muslimen mit einer Todesfatwa bedacht. Nesin entkam 1993 dem Angriff auf das Hotel „Madımak Oteli“ in Sivas. Als stolzer Atheist verfügte er, nicht islamisch bestattet zu werden.

Klaus Liebe-Harkort schreibt zu Aziz Nesin, bei: Aypa TV

http://aypa-tv.com/index.php/KimKimdir/AzizNesin

Der Direktor der Nesin-Stiftung – Nesin Vakfı Başkanı

http://siir.gen.tr/siir/a/aziz_nesin/

Sivas 1993

http://img2.blogcu.com/images/a/n/k/ankasi/1217878753madimak_sivas.jpg

Allahgott motiviert: Nach dem Freitagsgebet des 2. Juli 1993 kam es zu einem Pogrom gegen alevitische Künstler und Intellektuelle, die im Madımak-Hotel von Sivas tagten, um dem alevitischen Freiheitsvorbild und türkischen Dichter Pir Sultan Abdal (* um 1480; † 1550) zu gedenken. Staatsislamisch wird von den Sivas-Ereignissen geredet, alevitisch vom Sivas-Massaker. Wenn wir die Namensliste der teilweise sehr prominenten 37 Opfer lesen, ahnen wir, was ein „kultureller Genozid“ sein könnte

http://de.wikipedia.org/wiki/Brandanschlag_von_Sivas#Prominente_Opfer

Trauer und Protest vor dem Hotel Madımak

http://www.alevi-fuaf.com/cache/095a980982a792af671a99705edc1fba

(57) Tariq Ramadan, Schweizer Islamwissenschaftler, Sohn des radikalen Intellektuellen und ägyptischen Muslimbruders Said Ramadan (Köln, London, Genf). Die Erasmus-Universität Rotterdam entzieht Ramadan die Gastprofessur, nachdem dieser die Moderation einer Sendung eines iranisch finanzierten Fernsehsenders übernommen hatte

http://www.welt.de/politik/ausland/article4396729/Uni-Rotterdam-feuert-islamischen-Intellektuellen.html

Die bereits vom Schweizer Professor Christian Giordano verwendete Chiffre für die Rechtsspaltung hin in einen postmodernen Scharia-Apartheidsstaat lautet Rechtspluralismus, hier verwendet von den »Initiatives of Change (IofC)«, Caux, Schweiz. Gründer des im äußerst möndänen früheren Caux-Palace Hotel mit Blick auf den Genfersee (Platz für 450 Personen) ansässigen IofC ist der ehemalige algerische Botschafter in Frankreich und langjährige Spitzenpolitiker bei den UN, Mohamed Sahnoun. Sahnoun findet den Islam friedfertig, die Scharia in Ordnung und will den Weltfrieden, so sagt er jedenfalls, der Mann muss voller Hoffnung sein.

http://www.caux.iofc.org/de/2010-programm#vielfalt

Keine Hütte. Ein Palast der Islamisierung?

http://www.cauxforum.net/

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/zugaenge_zu_einem_friedlichen_islam_1.793888.html

NZZ: Zudem sollen die jungen Muslime laut Sahnoun im Wissen über ihre eigene Religion geschult werden: „Sie sollen begreifen, wie wichtig es ist, den Islam als Teil der modernen Welt zu verstehen.“ Damit könnten sie auch die Bedeutung der Friedensförderung, die dem Islam innewohne, erklären und umsetzen. … Der Prophet Mohammed sei selbst ein Friedensstifter gewesen, schreibt die muslimische Organisation auf ihrer Einladung; Gewalt und Terrorismus stünden konträr zu den Inhalten des Islam. Dass diese selektive Interpretation etwas zu kurz greift, zeigen die Referenten

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/zugaenge_zu_einem_friedlichen_islam_1.793888.html

Konferenz, 2. – 7. Juli 2010: Gemeinsam Vielfalt leben. Zur Debatte über Grundrechte und Multikulturalität in Europa angegangen: Rechtspluralismus, Kinderrechte, Genderfragen und die europäische Migrationspolitik. Trainings zu „Religiöse Vielfalt und Antidiskriminierung“, „Interkulturelle Mediation“, „Bürgerrechte“, „Interkulturelles Unterrichten“.

http://www.caux.iofc.org/de/2010-programm#vielfalt

I was a representative of IofC at the second conference on Islamic Finance and Trade, organised by the Muslim Council of Britain (MCB) in London, on 28-29 October. What is it all about? I had very few notions on Sharia-based finance (on Islamic legal framework) and didn’t really know what to expect from the event, which brought together economists, Sharia lawyers, social workers, investment bankers, public servants, and civil society representatives.

Iqbal Khan, one of the first speakers, defined as ‘Sharia-compliant’ any kind of investments that can bring wealth to all living creatures rather than exclusively to Muslims or human beings. Therefore, in the search for profitability, Islamic businesses, and among them Islamic banks, are encouraged to become socially responsible in participating financially in projects that benefit the community.

http://www.cauxbusiness.com/node/39221

Ce n’est pas encore la charia, mais on y arrive.

http://www.blogdei.com/index.php/2008/05/24/3697-ce-nest-pas-encore-la-charia-mais-on-y-arrive


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