Archiv für November 2009

156. Kommunales Islamforum

26. November 2009

مِلَّة

milla

Glaubensnation

Confessional Community

Vorwärts Genossen, auf in die Apartheid der Glaubensnationen. Zur jüngsten Schariaverteidigung des Jürgen Micksch: »Antimuslimischer Rassismus. Konflikte als Chance« (2009). Von Jacques Auvergne

Ein im südhessischen Darmstadt ansässiger Interkultureller Rat in Deutschland e. V. betreibt ein uns vor Bewunderung sprachlos machendes Gefüge wundertätiger Gremien namens „Deutsches Islamforum“, „Abrahamisches Forum in Deutschland“, „Bundesweites Clearingprojekt: Zusammenleben mit Muslimen“ und „Dialog vor Ort: Kommunale Islamforen“. Hinter diesem Interkulturellen Rat steht, flankiert von den Schariafreunden Dr. Nadeem Elyas und Bekir Alboğa, der zeitweilige evangelische Pfarrer, Theologe und hessische Sozialwissenschaftler Dr. Jürgen Micksch und weil alleine sein schließlich doof ist, sammelte Herr Micksch Sponsoren, Ausländerfreunde und echte Ausländer. Doch ich bitte Sie: Kopftuchgegner, Islamkritiker oder gar Islamapostaten dürfen die Einwanderer nicht sein – der Dialog, Sie verstehen.

Sammler Micksch versammelt also in seinem Interkulturellen Rat Vertreter von Gewerkschaft (DGB, IG Metall, IG Bergbau Chemie Energie), Judentum, Christentum, Islām und Bahāʾī mit dem in aller Unschuld beschworenen Ziel, das friedliche gesellschaftliche Zusammenleben der Bundesrepublik Deutschland zu sichern.

Menschen sollen dabei nicht länger autonome Individuen sein, sondern in ihre jeweiligen ethnoreligiösen Kollektive eingeschmolzene Partikel: „Politische Entscheidungen müssen deshalb darauf ausgerichtet sein, die Interessen von ethnischen, religiösen und kulturellen Minderheiten ebenso zu berücksichtigen wie Erwartungen und Ängste der Mehrheitsgesellschaft.“ Ungerechtfertigt der planmäßigen Angstverbreitung verdächtigt seien also die zumal muslimischen Migrantenkollektive, die Kaste der Altbürger aber müsse man endlich von ihren „antisemitischen und antiislamischen Einstellungen“ befreien, und dafür hat die glückliche BRD das Deutsche Islamforum des Herrn Micksch.

Gegen die kulturrassistische und Frauen geheiligt diskriminierende Scharia (aš-šarīʿa) möchte man nicht vorgehen, was nur auf dem Wege einer Neubeschriftung des unfriedlichen orthodoxen Islam als friedlich gelingen kann und in der expliziten Verteidigung der Scharia (Deutsches Islamforum: „Scharia als Glaubensweg von Muslimen“; Seite 159-166) gipfelt. Ironie an: Die Orientalen haben die Toleranz, Gastfreundschaft und Friedfertigkeit im Blut, vor allen Dingen die muslimischen Orientalen. Die Ex-Muslime nicht. Ironie aus.

Sozialpädagogen und Sozialarbeitern ist der begeisterte Verteidiger von Scharia und Kopftuch Jürgen Micksch kein Unbekannter. Der 1941 in Breslau geborene evangelische Theologe und Soziologe hat seit sich seit einem runden Vierteljahrhundert einen Namen als Anstifter von Kirchentagsveranstaltungen und interkulturellen Wochen gemacht und war stets verlässlich auf der Seite der Ausländerfreunde und Unterstützer der Belange von Asylbewerbern. Dabei ließ es der zeitweilige Leiter der Evangelischen Akademie Tutzing, dort arbeitete man im November 2007 sowie im November 2009 am Konzept einer „Ausbildung von Imamen in Deutschland (1), (2)“, an Unterstützung für ausländische Ex-Muslime allerdings ebenso mangeln wie an der Parteinahme für kopftuchkritische europäische Einwanderinnen wie die niederländische Politikerin und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali.

Seine über 25 Bücher tragen Titel wie „Kulturelle Vielfalt statt nationaler Einfalt: eine Strategie gegen Nationalismus und Rassismus“ (1989). Ob jemand, der einem Buch einen solchen Titel gibt, an den rassistischen muslimischen Angriffen, die seit Jahrzehnten von Sudans Hauptstadt Khartoum (al-Ḫarṭūm) aus gegen die dunkelhäutigen Nuer und Schilluk organisiert werden, Kritik übt, oder sich gegen die türkische rassistische Partei und Bewegung der Grauen Wölfe ausspricht? „Interkulturelle Politik statt Abgrenzung gegen Fremde“ (1992) oder „Vielfalt statt Einfalt: Strategien gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ pädagogisiert es auf weiteren Buchumschlägen. Micksch sagt nichts zum Genozid an den Armeniern (3). Derartig selektiv wahrnehmend betreibt der Theologe seit der Jahrtausendwende den Dialog mit dem Islam in Form des von ihm 1994 gegründeten Abrahamischen Forums („Vom christlichen Abendland zum abrahamischen Europa“). Den inzwischen nach Mitteleuropa eingewanderten frauenfeindlichen theokratischen Kulturrassismus des Orients, die Scharia, findet Jürgen Micksch schützenswert.

Das Anliegen des Interkulturellen Rates in Deutschland ist es, jenen Begriff von Multikulturalität bestärken zu wollen, nach dem jede hörbare Ablehnung des Islam als Rassismus zu deuten ist. Wie aber wollen selbsternannte Antirassisten ein diskriminierendes Gesellschaftsmodell verteidigen?

In Umkehrung des eine Warnung enthaltenden und grafisch wie ein Warnschild gestalteten Titels »Antimuslimischer Rassismus« sollen wir uns offensichtlich in ein Wohlverhalten »promuslimischen Antirassismus« einüben. Auf die durch Herausgeber Micksch betriebene Verteidigung des kulturrassistischen Herrschaftssystems des orthodoxen Islam sind wir gespannt und beginnen mit dem Leiter des Mülheimer „Theaters an der Ruhr“ Roberto Ciulli.

Der linke Gutmensch und Theaterregisseur reist in den Nahen Osten und hält sich im Staat gewordenen, jeden Regimekritiker als „Islamapostaten“ (mortad, murtadd), „Staatsfeind“ (mohareb, Enemy of God) und „auf Erden zur Zersetzung Aufrufender, Verderbenstifter auf Erden“ (mofsed fel arz, mufsid fīl arḍ; Who spreads corruption on earth) ermordenden Faschismus der Ayatollahs und Mullahs auf. Der gebürtige Mailänder liest uns keine islamisch-religiöse Todesfatwa für einen zum Christenglauben gewechselten Apostaten vor (4), sondern nimmt an einem religiösen Volksfest teil und ruft beglückt aus:

29. Das ist Iran. Das ganze Äußerliche ist ein großes Theater, das ich auch aus Italien kenne.

In Allahs schiitischem Faschismus gilt das Staatsführungsprinzip der allein (und dabei nur vielleicht) das Heil gewährleistenden Welāyat-e Faqīh. Nach dieser „Herrschaft der Obersten Rechtsgelehrten“ übt die geheiligte Geistlichkeit die repressive (islamische) politische Gewalt und irdische Staatsführung stellvertretend für Allahgott beziehungsweise für den erwarteten Zwölften Imam aus. Einen nordrhein-westfälischen Theatermacher interessiert das nicht, der betreibt schließlich den Dialog:

30-31. hinter den Vorbehalten gegenüber dem Islam stehen ganz unterschiedliche Motive

Wie in Katar, Jemen und Saudi-Arabien werden auch im Iran die von der ewigen und unverhandelbaren Scharia vorausgesetzten Todesstrafen gerne in Form von öffentlichen Enthauptungen bei Sonnenaufgang ausgeführt. Für Herrn Ciulli vom Mühlheimer Theater an der Ruhr ist das persönlich eher uninteressant, einen ihm angebotenen Teppich jedoch, wir Textilfreunde erfahren es leider nicht, hat Ciulli vielleicht doch noch erregt eingekauft.

31. Untersuchungen haben ergeben, dass bei deutschen Medien starke Vorbehalte gegen den Islam bestehen

Der von Kopftuchfreund Ciulli verteidigte „islamische Staat“ (Buch des Chomeini: »Ḥokūmat-e eslāmī«) des Īrān kultiviert Steinigungen, Erhängen oder öffentliches Auspeitschen, alles auch mal an Minderjährigen, als Strafe für nachgewiesene oder angebliche Vergehen wie Vergewaltigung, Mord, Drogenhandel oder Blasphemie. Die Religionspolizei der muṭawwiʿūn lauert auf Plätzen und Hauptstraßen und prüft Mädchen und Frauen auf islamisch korrekte Kleidung (5).

In Indien, Pakistan und eben auch im Iran ist das Stoffgefängnis der fragwürdig frei umherlaufenden Frau als pardā bekannt; im Englischen schreibt man purdah. Manchmal enthält die pardā einen niqāb, Gesichtsschleier; eher selten redet man im Iran von čādor, „Tschador“. Iranische Frauen, die den pardā oder čādor, den gesetzlich vorgeschriebenen Ganzkörperschleier als die schiitische Variante des islamischen ḥiǧāb verweigern oder auch nur eine Haarsträhne öffentlich sehen lassen, haben Ermahnungen, Beschimpfungen, Verhaftungen und Gefängnisaufenthalt zu erwarten. In Irans Gefängnissen sind Misshandlungen und Vergewaltigungen eine Selbstverständlichkeit. Islam ist Kopftuchterror. Zum Welttheatertag 2007 mit seinem Ensemble in die Diktatur gereist, trugen Ciullis deutsche Schauspielerinnen eben Kopftücher (6).

In Irans Städten verprügeln und verhaften die paramilitärischen Einheiten der „Bassidschi“ (Basīǧ-e Mostaẓʿafīn (7)) widerspenstige oder auffällige Studenten, der religiös begründete Geheimdienst der so genannten Iranischen Revolutionsgarden oder „Pasdaran“ (Sepāh-e Pāsdārān-e Enqelāb-e Eslāmi (8)) lässt sozialistisch, christlich, schwul, kurdisch oder humanistisch denkende Typen in Foltergefängnissen verschwinden und der feinsinnige Maestro Ciulli („Das ist einer der großen Widersprüche dieses Landes (9)“) schwärmt von einer prickelnden Ähnlichkeit zwischen der Islamischen Republik Iran und der erfrischenden Bella Italia. Tschador-Ciulli ermutigt uns dazu, uns einen anderen Iran vorzustellen: „Das Bild, das wir haben, ist nicht das wirkliche (10).“

Der linke Gutmensch Ciulli erfährt auf einer Iranreise eher durch Zufall, dass einige bereits zum Tode verurteilte Männer noch ein wenig auf ihre Hinrichtung warten und öffentlich Theater spielen dürfen im Wissen, dass ihr Familien- oder Bekanntenkreis im Publikum sitzt. Schauspielfreund Ciulli sinniert über diesen staatlich kultivierten Sadismus, beglückt vom eigenen Erlebnis der Vergänglichkeit allen Seins, und haucht: „Die spielen um ihr Leben (11).“ Ein Aktivist gegen die Todesstrafe ist Ciulli freilich nicht, der Gute liebt die Bühne. Īrān ist da ganz großes Theater. Man möchte kotzen.

Zum Iran des Jahres 2008 weiß amnesty international: »Auch im Berichtsjahr unterdrückten die Behörden abweichende Meinungen. Journalisten, Schriftsteller, Akademiker, Frauenrechtlerinnen und andere engagierte Bürger waren von willkürlichen Festnahmen, Reiseverboten, Schikanen sowie der Schließung ihrer Nichtregierungsorganisationen betroffen. … Minderheiten wurden vom Staat nach wie vor unterdrückt. Die Diskriminierung von Frauen war weiterhin fest im iranischen Recht und in der Praxis verankert. In Gefängnissen und Haftzentren wurde in großem Umfang gefoltert (12)«. Der mit seinem Theaterbetrieb im einstigen Bergarbeiter-Kurbad Raffelbergpark residierende Ciulli hat an diesem realen, religiös begründet folternden Iran einfach kein Interesse.

Schließlich zeigte Navid Kermani ihm 1996 einen ach so anderen Iran und mochte Meister Ciulli sich im folgenden Jahrzehnt von den kulturbewussten Schergen des antisemitischen Diktators Maḥmūd Aḥmadī-Nežād mitsamt einer kopftuchtragenden deutschen Theatergruppe zu Gastspielen nach Teheran einladen lassen. Der revolutionäre Muslim und judenhassende Präsident wähnt sich im geistigen Kontakt mit dem bei Schiiten traditionell herbeigesehnten Messias oder Welterlöser, dem Mahdī (wörtlich: der Rechtgeleitete) und will, weit weniger spirituell, in den Besitz der Atombombe kommen und den Staat Israel aus der fortgeführten Geschichtsschreibung tilgen (13).

Jahr für Jahr wurden Ehebrecherinnen gesteinigt und Regimekritiker hingerichtet, während uns der von einer Art von Unio Mystica beseelte Ciulli offenbart: „Ja, auch das ist wieder so ein Widerspruch.“

Angesichts der auch im bevölkerungsreichsten Bundesland lebenden Exil-Iraner, die Irans Kerker wie den schrecklichen, bereits vom Geheimdienst SAVAK des Schahs zum Foltern benutzten Evin-Gefängnisses überlebt haben und die bei einer Einreise sofort wieder verhaftet und vielleicht ermordet werden würden, ist der folgende Satz des „linken“ Theatermachers an Geschmacklosigkeit sicherlich kaum zu überbieten, mit dem wir das Thema Ciulli, der uns vor einem Romantisieren (Orientkitsch) ebenso wie vor einer Panikmache gegenüber dem angeblich menschenfreundlichen und nicht extremistischen Islam (Islamophobie) warnt, beenden möchten:

31. Nicht nach Iran zu reisen ist ganz sicher die beste Art, sich diese wie jene Illusion zu bewahren.

Prof. em. Dieter Oberndörfer:

52. Entscheidend für die Einstellungen der jungen Muslime zu ihren Aufnahmegesellschaften werden die ihnen gebotenen ökonomischen und sozialen Zukunftschancen sein.

Wie lächerlich Oberndörfer sich macht, mag dann deutlich werden, wenn man das Wort Muslime durch Vietnamesen, Christen ersetzt, gerne auch durch Kegelbrüder, Evangelikale, Farbenblinde, Motorradfahrer oder Neonazis: „Entscheidend für die Einstellungen der jungen“ Japaner / Christen / der jungen Farbenblinden „zu ihren Aufnahmegesellschaften werden die ihnen gebotenen ökonomischen und sozialen Zukunftschancen sein“, „entscheidend für die Einstellungen der jungen“ Kreationisten / Kegelbrüder / Neonazis „werden die ihnen gebotenen Zukunftschancen sein“. Implizit wird der Bundesrepublik Deutschland vorgeworfen, die Kaste der so genannten Muslime systematisch herabzusetzen. Einwanderer sind für Oberndörfer nicht etwa Iraner oder Indonesier, sondern „Muslime“.

Hier in der BRD gilt zum Glück das Grundgesetz, selbst für Apostaten und sogar für Frauen. Durchaus anders als in Ägypten oder Afghanistan.

Ob meine zum schiitischen Islam konvertierte Nachbarin jetzt einer anderen Rasse zugehört, ob sie wenigstens durch ihren Bürgermeister oder Arbeitgeber diskriminiert wird? Die Dame wird selbstverständlich nicht diskriminiert, was wir Islamkritiker freudig begrüßen. Sie trägt übrigens weder burqa noch čādor, jene textilen Kerker einer politischen Frauenverachtung und Verachtung der Nichtmuslime, die mich ja vielleicht diskriminiert vorkommen lassen, was wiederum dem emeritierten Professor für Politikwissenschaften und Soziologie egal ist.

Diskriminierung erfahren weniger die Muslime im westlichen und mittleren Europa, sondern vielmehr die Nichtmuslime in den vom Islam geprägten Gebieten der Erde, wo es nicht ohne staatlich festgeschriebene, völlig offizielle Nachteile möglich ist, seinen Glauben frei zu wählen (bis auf den islamischen natürlich). Daneben gibt es in Kairo oder Istanbul einen erheblichen inoffiziellen Druck gegen Christen in Form von Mobbing, koranisch (9:29 ins Englische) begründet aus dem Status als „Dhimmi“ (aḏ-ḏimmī): until they pay the jizya [ǧizya] with willing submission, and feel themselves saghiroon (ṣāġirūn), subdued.

Nichtmuslime darf man, um Allahs Missfallen hier auf Erden stellvertretend auszuüben, als „being brought low, in a state of subjection“, so lauten zwei weitere Übersetzungen der Koransure 9:29, ein Dasein als Erniedrigte, ṣāġirūn, als zu Erniedrigende sinnlich spüren lassen. Vielleicht besinnen sie sich und finden zurück zu jener wahren Religion (al-islām), zu der sie von ihrer fiṭra aufgerufen sind, ihrem natürlichen Hingeschaffensein auf Allahgott hin.

Oberndörfer droht uns mit (wohl: islamisch inspirierten) sozialen Unruhen sprich Bürgerkrieg, Low Intensity Conflict oder Organisierter Kriminalit. Und selbst wenn die Ausübenden des Aufruhrs (ǧiḥād?) der hier, mit EU-Mitteln finanziert, angestrengt erschaffenen Spezies der Muslime zugehören sollten, tragen Deutschlands irgendwie rassistische Nichtmuslime daran die Schuld. In dieser Rollenzuweisung darf man auf staatsbürgerliche Pflichten und (damit) auf staatsbürgerliche Rechte oder auf ein unterschiedslos für alle und jeden geltendes Recht großzügig verzichten. In dieser demokratiegefährdenden Argumentation immerhin folgerichtig fährt Dieter Oberndörfer fort:

52. Gelingt es nicht, sie zu verbessern, wird Humus für politische Radikalisierung aufbereitet. … den eigentlichen Brennstoff dabei bildet die … kollektive ökonomische und soziale Marginalisierung.

Ob Oberndörfer wünscht, dass Deutschlands Schulen den etikettierten Muslim-Schülern bessere Schulnoten schenken, damit diese gnädigerweise auf den ǧiḥād verzichten?

52. Das Schicksal der Juden in der neueren deutschen Geschichte … trotz formaler staatsbürgerlicher, sozialer und kultureller Gleichberechtigung, … trotz ihres Patriotismus und ihrer bedeutenden Leistungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur blieb ihre politische Integration in die deutsche Gesellschaft ein Einwegunternehmen.

Einbahnstraße nach Auschwitz, wir haben diese geschmacklose Anspielung verstanden. Pierre Vogel lässt schön grüßen: Auch der Kölner Ex-Boxer und derzeitige Prediger wird nicht müde, auf deutschen Marktplätzen oder in angemieteten Hallen die wie beiläufig konstruierte staatsbürgerliche Sondergattung der Muslim-Bürger als angehende Opfer eines drohenden Massenmordes zu bezeichnen.

Oberndörfer vergleicht die Ablehnung des orthodoxen islamischen Weltbildes und Frauenbildes also mit dem deutschen Antisemitismus des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, der zu sechs Millionen Toten geführt hat. Dass prominente Ex-Muslime oder Schariagegner nicht nur in Syrien oder Ägypten, sondern auch in Frankreich, den Niederlanden oder in Deutschland unter falscher Adresse beziehungsweise unter Polizeischutz leben müssen, verschweigt uns der einst in Freiburg im Breisgau lehrende Professor, das heutige Vorstandsmitglied in einem dubiosen Rat für Migration, dem die provokant schariakonforme Turkologin und Bremer Professorin für Interkulturelle Bildung, Yasemin Karakaşoğlu ebenso angehört wie der alle paar Jahre ganz leise vor der Scharia warnende Bielefelder Konfliktforscher und Pädagogikprofessor Wilhelm Heitmeyer.

53. Akzeptanz als normale Staatsbürger. Die Kultur des republikanischen Verfassungsstaates ist immanent pluralistisch. Sie ist offen für das Fremde.

Mit dem herrlich spitzen Wort: „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dich sein“ des österreichischen Schriftstellers und Kabarettisten Christian Wallner dürfen wir die Willenlosen, Multikulti-Ideologen oder Schariafreunde entlarven. Dabei würden wir Oberndörfer in Grenzen durchaus zustimmen, tatsächlich ist Religion, Nichtreligion und Religionswechsel Privatangelegenheit und ist praktizierter religiöser Kult, je nach Einschätzung, eine sinnvolle oder sinnlose Möglichkeit der Freizeitgestaltung und der Erlangung oder Erhaltung der seelischen Ganzheit. Jeder darf an ein paar Ǧinni (Dschinn, islamologisch garantierte Geister) oder Engel glauben.

Gerade in diesem Sinne aber ist ein Allahfreund bereits und seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ein völlig „normaler Staatsbürger“ (Oberndörfer). Das scheint aber weder den Lobbyisten des Islam auszureichen noch den Schariafreunden um Herausgeber Jürgen Micksch. Und so wird es Zeit, Herrn Mustafa Cerić zuzuhören, um zu wissen, was der organisierte europäische Islam im Namen der Religionsfreiheit anstrebt: „Opening the way for the Muslim Law to be recognized in personality Law such as family Law“ – „Das Islamische Gesetz muss im Bereich des Personenstandsrechts und Familienrechts anerkannt werden!“

Dieser Wunsch nach Rechtsspaltung befremdet uns und möge Europa einschließlich Bosnien und Sarajevo fremd bleiben. Für das Frauen und Nichtmuslime diskriminierende Islamische Gesetz ist Europas säkulare Kultur nicht zu begeistern, hier verwechselt Oberndörfer Pluralität mit Apartheid.

Ein diskriminierendes Gesellschaftssystem, das Frauen das halbe Erbe (Koran) zubilligt, die Kinder einer Trennungswilligen oder eines Ehefrauverstoßers stets der Familie des Ehemannes zuspricht, die Heirat einer Tochter „muslimischer“ Eltern mit einem Hindu oder Atheisten verbietet und dem Vater die Zwangsverheiratung seiner „jungfräulichen“ und bedarfsweise zehn- oder elfjährigen Tochter gestattet (14), brauchen, ja dürfen wir nicht als „normalen gleichberechtigten Teil der Gesellschaft“ (Oberndörfer auf Seite 53) wahrnehmen, wollen wir den Anspruch der für alle geltenden Bürgerrechte und der Gleichberechtigung der Frau nicht aufgeben.

Oberndörfer hat den Islam nicht verstanden oder möchte den freiheitlich-demokratischen Staat im Namen des „Pluralismus“ und der „Akzeptanz“ beseitigen.

54 Kulturelle Toleranz wird zu einer quasi genetisch vorgegebenen spezifisch westlich-europäischen Tugend stilisiert, die im Islam keine Entfaltungschance hat.

Wir haben nichts gegen Osteuropäer, halten Präsident Lukaschenko oder Großmufti Cerić jedoch für Demokratiefeinde, was wir aber nicht den weißrussischen oder bosnischen „Genen“ zuschreiben. Tatsächlich steht der koranische Satz Sure 3 Vers 110 „Ihr seid die beste aller Gemeinschaften“ dem Tolerieren der Nichtmuslime doch wohl ein wenig im Wege.

Das koranisch verankerte Bewusstsein von der Erwählung zum einzigen heilsbringenden Weg und zur Weltmission ist mitursächlich für die Verweigerung von Standards der kulturellen Moderne für Großfamilie (sexuelle Selbstbestimmung für die Töchter und Söhne), Nachbarschaft (Begegnung auf Augenhöhe mit Kairos Kopten, Teherans Bahāʾī, Malaysias Chinesen oder Istanbuls Ex-Muslimen) und Nation (Pressefreiheit, gleiche Bürgerrechte für Nichtmuslime).

Oberndörfer scheint beispielsweise noch nie davon gehört zu haben, dass Nichtmuslime nach der Scharia nichts erben dürfen.

56 Die Integration der muslimischen Einwanderer kann aber nur gelingen, wenn ihnen kulturelle Freiheit gewährt wird.

Ungefähr so logisch wie: Die Integration des Neonazis kann nur gelingen, wenn ihm kulturelle Freiheit zugebilligt wird. Wali Mudschbir (walī muǧbir, türkisch mücbir veli) ist bei uns strafrechtlich eine Nötigung, fallweise Kindesmissbrauch, schafiitische FGM ist Körperverletzung, kultischer sexueller Missbrauch, schwarze Pädagogik und Sexualmagie – sehr geehrter Herr Oberndörfer, welche kulturelle Freiheit für die von Ihnen so verehrten „fremden“ Muslimbürger hätten Sie denn gerne?

Der emeritierte Professor für Politikwissenschaften und Soziologie Dieter Oberndörfer und der Theologe und Soziologe Dr. Jürgen Micksch haben entweder vom Islam nach vieljähriger professioneller oder ehrenamtlicher Beschäftigung immer noch keine Ahnung, oder es ist für sie einfach gar kein Problem, dass der indonesische islamische Gelehrte Lukman Hakim die verpflichtende Mädchenbeschneidung fordert: „Zum einen wird es [das Beschneiden] ihre Libido stabilisieren, zum zweiten wird es die Frauen in den Augen ihrer Männer schöner erscheinen lassen und zum dritten wird es ihre Psyche ausbalancieren (15).“ Willkommen beim Dialog mit dem Islam, mehr Toleranz bitte, weniger Ressentiments?

Der Schariafachmann und gottesfürchtige Genitalexperte Dr. Muhammad Wahdan von der Kairoer al-Azhar betont denn auch zur islamisch korrekten Gesundheitsvorsorge: „Sofern das Mädchen die Klitorisbeschneidung braucht, sollten wir diese durchführen“ (16). Herrn Micksch als dem Vorsitzenden des Interkulturellen Rates ist zur Islamischen FGM offensichtlich bislang nicht mehr eingefallen als die auf Seite 11 getroffene Feststellung: „Antimuslimischer Rassismus dringt bis tief in unsere Gesellschaft vor.“ Das ist völlig verantwortungslos, der Interkulturelle Rat hat sich endlich von der Islamischen FGM der Schafiitien und der FGM der Azhar-Gelehrten abzugrenzen. Er wird das natürlich nicht tun, sondern mit den Islamverbänden weiterhin kooperieren, um öffentlich geförderte oder stiftungsgeförderte Aufträge entgegenzunehmen.

Der arabischen Staat Qaṭar ist eine absolutistische und theokratische Monarchie. Hier, im Emirat der Herrscherfamilie der Familie Āl Ṯānī (engl. Al Thani) lebt der Star-Prediger des Umfeldes der Muslimbruderschaft, Yūsuf al-Qaraḍāwī. Dieser fordert nach wie vor die FGM das heißt die vollständige oder teilweise Amputation der Klitoris: „Hadith. Reduziere die Größe der Klitoris, aber überschreite [dabei] nicht die Grenzen, denn das ist besser für ihr Wohlergehen und wird von den Ehemännern bevorzugt. Der Hadith macht klar, dass die Beschneidung besser für die Gesundheit der Frau ist und für ihre eheliche Beziehung mit ihrem Ehemann förderlich … Die Angelegenheit der weiblichen Beschneidung [betreffend] … verpflichtend ist sie [die FGM] nicht, [doch] wer sie als dem Interesse der Tochter dienlich einschätzt, sollte sie ausführen.“ (17).

Scheich Yūsuf al-Qaraḍāwī, eine der höchsten geistlichen Autoritäten des sunnitischen islām und bekannt für seine Fernsehsendung „Die Scharia und das Leben“ (Sharia and Life) beim Fernsehsender al-Ǧazīra (engl. al-Jazeera), ist über das European Council for Fatwa and Research (ECFR) der Vorgesetzte jenes bosnischen Großmuftis Mustafa Cerić, der im November 2008 in München im Beisein des deutschen Innenministers Wolfgang Schäuble den Eugen-Biser-Preis erhielt und dem im Oktober 2007 der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet beim 25jährigen Jubiläum der Christlich-Islamischen Gesellschaft artig die Hand schüttelte.

Der gebürtige Ägypter und Šaiḫ Yūsuf al-Qaraḍāwī setzt also für den organisierten Islam Europas durchaus den Maßstab dafür, was unter der von Allah gewünschten Lebensweise sprich was unter der Scharia zu verstehen ist. Der mit diesem revolutionär-gegenmodernen Islam offensichtlich völlig einverstandene Jürgen Micksch redet auch im Jahre 2009 immer noch von der Scharia als dem „Glaubensweg“ (Seite 159). In einer solchen Werbung für die diskriminierende islamische Pflichtenlehre, wie sie Jürgen Micksch und Bekir Alboğa betreiben, kündigt sich Europas nachdemokratisches Zeitalter an, was säkulare (freiheitlich demokratische) Staatsbürger zu verhindern haben.

Achtung, Birgit Rommelspacher legt los.

57 Integration bedeutet ein Prozess gegenseitiger Anerkennung

Wie bitte: Wir Bürger sollen jetzt die deutschen Neonazis oder türkischen Antisemiten (18), die türkischen Rassisten der MHP (Milliyetçi Hareket Partisi) genannt Graue Wölfe (Bozkurtlar) oder die eingewanderten palästinensischen Antisemiten und Israelhasser anerkennen, wie sich versteht: auf Gegenseitigkeit? So eine Integration mag man in gewissen Dozentenzimmern und Hörsälen der Berliner Alice-Salomon-Hochschule wünschen. Ein Demokrat hat mit dem Freund des aufgezwungenen Kopftuchs oder dem Tochtertauscher keine Anerkennungsverhandlungen anzutreten, das Grundgesetz steht schließlich nicht zur Disposition.

58-59. Die Moscheen werden zum symbolischen Ausdruck der Niederlassung in dieser Gesellschaft. Sie sind also gerade nicht ein Rückzug, sondern im Gegenteil Ausdruck dafür, dass sich die EinwanderInnen als fester Bestandteil der Gesellschaft verstehen. … Sie fordern das Recht auf Anerkennung und öffentliche Präsenz. D.h. sie kämpfen um Gleichheit und das Recht auf Differenz.

Ob beziehungsweise dass in den Moscheen die Ungleichheit der Frau gepredigt wird, ist der Frauen- und Rechtsextremismusforscherin Rommelspacher unwichtig. Rommelspacher will („das Recht auf Differenz“) den Muslimbürgern ja vielleicht den Ausstieg aus den für alle geltenden staatsbürgerlichen Normen zugänglich machen (Ceric: „Opening the way …“), der schariatreue Vater soll seine Tochter in die erste Ehe auch gegen ihren Willen verheiraten dürfen, wie das malaysische Familienministerium bekannt gibt, das alles sollen wir jetzt bitte dekonstruktivistisch, postkolonialistisch, „differenziert“ denken. Einen Buddhisten oder Ex-Muslim hat besagte Tochter selbstverständlich nicht zu heiraten und auch ein Leben als Single oder Lesbe steht ihr nicht zu, „die Muslime“ sind für Frau Rommelspacher schließlich „gleichzustellen“ mit all ihrem „Recht auf Differenz“.

60. Dieser Begriff [der Säkularität] … basiert … oft auf dem Missverständnis, dass Säkularität der Rückzug des Religiösen in die Verborgenheit des Privaten bedeuten würde. Tatsächlich bedeutet sie die Neutralität des Staates gegenüber den Religionen, die er sogar, so will es die deutsche Verfassung, zu fördern hat.

Es besteht auch die negative Religionsfreiheit, der Schutz vor Religion. Zuallererst aber hat die Republik das Individuum zu sehen, nämlich nicht als Angehörigen einer milla (Glaubensnation).

Die dem Grundgesetz widersprechenden Teile der Religionen hat der Staat nicht zu fördern, sondern im Gegenteil einzugrenzen.

65. Rituale der Begegnung, … neue Kommunikationsräume … wie wichtig solche Strukturen sind, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass im Gegensatz zu diesen positiven Beispielen [wie den verwirklichten Moscheebauprojekten in Duisburg-Marxloh und Oberhausen] die ähnlich gelagerte Kopftuch-Debatte in Deutschland gescheitert ist.

Wenn die Hidschabdiskussion „in Deutschland gescheitert“ sei, dann ist sie ja vielleicht in Bagdad, Basra, Amsterdam-Slotervaart, im englischen Luton oder im Gaza-Streifen gelungen.

Rommelspacher will die bestehenden deutschen Verbote des Lehrerinnenkopftuches kippen.

65-66. Das Thema [Lehrerinnenkopftuch im Klassenzimmer staatlicher Schulen] wurde zwar landauf, landab diskutiert, aber in den seltensten Fällen mit den eigentlich Betroffenen, nämlich mit den muslimischen Frauen, die ein Kopftuch tragen.

Moment, Dutzende von Journalisten und sogar mehrere aufmerksame Bundesverfassungsrichter haben der in Saudi-Arabien aufgewachsenen Fereshta Ludin jahrelang ein offenes Ohr geschenkt. Die gebürtige Afghanin Ludin, die Frauen aus Kabul sind veritable Kopftuchexpertinnen, ist doch ganz gewiss ein Musterexemplar der Gattung „betroffene muslimische Frauen“ (Rommelspacher) und trägt einen farblich stilsicher ausgewählten ḥiǧāb.

Folgen wir also dem Rat der hohepriesterlich tätigen Rommelspacher und lassen eine originale Kopftuchträgerin zu Worte kommen, die sicherlich auch keine Ex-Muslima ist. Was für ein Weltbild haben Kopftuchträgerinnen? Die gottesfürchtige Aachener Grundschullehrerin Eva el-Shabassy sinnierte zum im Namen Allahgottes sterbenden, ehebrecherischen und mit (nicht zu kleinen, nicht zu großen) Steinen totgeschmissenen, halb eingegrabenen Frauenleib: „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet (19)?“ Für derlei Rücksicht, Friedfertigkeit und soziale Verantwortung trägt eine originale Kopftuchlehrerin ihren Schleier, soweit auch zu Birgit Rommelspacher. Canan Topçu wird sentimental:

82. Mir graut vor total verhüllten Frauen.

Bravo, mir auch, allerdings auch vor halbtotal verhüllten Frauen oder auch bereits vor denjenigen, die ihrer Tochter das noch so kleine Kopftuch aufzwingen, etwa mit der Drohung, dass die Kopftuchverweigerinnen jahrtausendelang schmerzlich in der Hölle braten müssen. Auch vor nichtverschleierten türkischen oder kurdischen Müttern, die für ihre Tochter eine Ehe arrangieren graut es mir. Kopftuchlose Schariafreundinnen wie Emel Abidin-Algan sind doch auch etwas gräuslich, oder?

83. Ich bin keine … Theologin und auch keine praktizierende Muslima.

Bitte deutlich das Treiben der erpresserischen Kartelle der europäischen Scharialobby zurückweisen und das Studium an der Kairoer al-Azhar nicht aufnehmen. Oh, meine Dame, Sie sind eine Sünderin?

84. Es fällt mir schwer [etwas zu Papier zu bringen, ich habe] eine Schreibblockade. … Ich habe … einen Milchkaffee getrunken, sämtliche Blumen gegossen, gebügelt, aufgeräumt … Es [besagte Schreibblockade] hat etwas damit zu tun, dass ich pessimistisch eingestellt bin und keine wirklich neuen Ideen einbringen kann, die zur Überwindung von Islamfeindlichkeit führen könnten. … Wenn ich es mir erlaube, meinem Bauchgefühl eine Stimme zu geben …

Sehr geehrte Frau Topçu, Sie sollten noch einen Milchkaffee trinken. Ob die Blumen wirklich ausreichend gegossen sind?

Nicola Towfigh:

92. Den Islam besser verstehen, kann man durch … Lesen im Koran, … durch ein Studium seiner Geschichte … und durch Aussagen islamischer Vordenker.

Kann man. Man könnte, zumal als prominente deutsche Vertreterin der monotheistischen Religionsgemeinschaft der Bahāʾī, auch die iranischen Vorsitzenden seiner eigenen Religion befragen, die im schiitisch beherrschten Teheran wohnen. Leider kommt noch nicht einmal ihr Anwalt zu ihnen, denn die Damen und Herren wohnen nicht nur in der Hauptstadt der göttlichen Diktatur, sondern gleich im Evin-Gefängnis.

92. … im Koran angelegte Friedfertigkeit und Toleranz … den positiv gelebten Islam.

Frau Towfighs Friedlichkeit provoziert mich dann doch ein wenig.

94. Demut – eine vergessene Tugend. … Demut und eine differenzierende Sicht werden auch dazu führen, dass sich allmählich Sprache, Ausdrucksweise und Begrifflichkeiten ändern, die wir in Bezug auf den Islam oder die Muslime verwenden.

Das wäre gar nicht gut, zumal davon auszugehen ist, dass sich zwar mit dem Ersetzen des Etiketts kulturrassistisch durch das Label menschenfreundlich die bestehende Pressefreiheit ändert, nicht aber die Scharia.

94-94. Das Bahá’ítum … wurde … im Iran gestiftet [und] bezeugt den göttlichen Ursprung aller Offenbarungsreligionen … Muhammad wird als Bote Gottes gepriesen, … der Koran wird als Wort Gottes verehrt.

Das musste wohl so kommen. Wenn das mal gut geht.

Ihre Glaubensgeschwister werden in allen islamisch beherrschten Gebieten bedroht, eingesperrt und ermordet (20).

95. Zu einem vorbehaltlosen Studium des Islam gehört, … zwischen der ursprünglichen Lehre und späteren Entwicklungen zu unterscheiden.

Noch jemand, der vom makellos-reinen Ur-Islam träumt. So mag der Dialog mit der Muslimbruderschaft freilich gelingen.

95. Entgegen dem Erscheinungsbild, das sich gelegentlich bietet, ist der Islam in seinem Ursprung eine Religion der Toleranz und Verständigung.

Hier wäre wohl selbst der erfolgreiche militärische Führer Muḥammad sauer, und das völlig zu Recht.

97. All diesen Bemühungen liegt die Überzeugung zugrunde, dass alle Menschen Träger des Zivilisationsprozesses sind.

Einverstanden. Das aufklärerische Denken und die rechtsstaatlichen Errungenschaften behalten wir sicherheitshalber aber doch, bevor wir die Menschheitsgeschichte und europäische Geschichte „tolerant“ mit denjenigen verhandeln, die sich mit den Zumutungen namens Wissenschaftlichkeit, Religionswechsel, Religionskritik und Gleichberechtigung der Frau so schwer tun.

Weltbürgerlich und menschenfreundlich ist es, auf den Wert jedes Menschen und auf den gemeinsamen Weg der sich – hoffentlich – zunehmend zivilisierenden Menschheit hinzuweisen. Dass manche Exemplare der Gattung Mensch die anderen von diesem Weg abhalten, etwa durch die Ermordung im Namen des Islam, durch die Peitschenhiebe der Scharia oder durch das Einkerkern im Teheraner Evin-Gefängnis, sollte man erwähnen. Oder sind die letztlich in kosmisch-göttlicher Harmonie ausgesöhnten Steiniger nebst Gesteinigten die gemeinsamen „Träger des Zivilisationsprozesses“?

Die von Bahāʾullāh geforderte Haltung von „Geduld, Erbarmen, Mitleid und Güte für alle Völker“, wie Towfigh zitiert, sollten uns dazu ermutigen, in erster Linie viktimologisch anzusetzen, das heißt: für die Opfer einzutreten, und dann sogleich die Geltung der universellen Menschenrechte und damit nicht zuletzt die Gleichberechtigung der Frau einzufordern. Beides ist mit dem orthodoxen Islam aber schlicht nicht zu machen.

Soweit zur Generalsekretärin des Nationalen Geistigen Rates der Bahāʾī in Deutschland, Dr. phil. Nicole Towfigh.

Nun zum Deutschen Islamforum.

159. Scharia als Glaubensweg von Muslimen

Das sollte von freiheitlich demokratischen sprich säkularen Staatsbürgern als ungeheuerlich und skandalös empfunden werden, wird hier doch dafür geworben, dass Europas so genannten Muslime die kulturrassistische, menschenverachtende Doktrin der islamischen Scharia einhalten sollen, mehr noch, dass Deutschlands Bürger dieses im Namen der Fremdenfreundlichkeit gefälligst zu dulden haben, um nicht als „Rassisten“ zu gelten. Ob Herr Micksch jetzt eine neue Scharia bastelt oder ob er die geheiligte frauenfeindliche Pflichtenlehre wahrheitswidrig verharmlost werden wir gleich sehen.

159. In der deutschen Öffentlichkeit gibt es viele Vorurteile zu Scharia.

Vorurteile? Wir befassen uns mit der šarīʿa seit vielen Jahren und das mit der Unterstützung von Einwanderern, zumal weiblichen, aus so genannten islamischen Ländern. Uns betreffend könnte man ja statt Vorurteile vielleicht einmal Nachurteile sagen … Urteile.

159. Von manchen wird behauptet, Muslime wollen in Deutschland die Scharia einführen, die dann oft auch noch als verfassungsfeindlich bezeichnet wird.

Sehr geehrter Herr Micksch, rufen Sie hiermit die Muslime dazu auf, die rückwärtsgewandte, aggressive und hoch politische Scharia endlich aufzugeben? Das tun Sie leider nicht und das war nicht anders zu erwarten. Hingegen rücken Sie jeden Schariakritiker in die Nähe der panisch Xenophoben, der veritablen Spinner.

Der nordrhein-westfälische Verfassungsrichter Bertrams mag ja aus Sicht der Groeben-Stiftung oder aus Sicht von Integrationsminister Armin Laschet ein derartiger Mensch voller „Vorurteile“ (Micksch) sein, der im Jahre 2009 bedeutende Teile der Scharia („sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann“) wahrheitsgemäß als verfassungswidrig bezeichnete.

160. Der Koran gilt im Islam als Quelle der Scharia.

Jeder Mann kann bis zu vier Ehefrauen haben, die Frau aber nur einen Ehemann, er darf diese nach Belieben verstoßen, die Frau darf ihren Mann nicht verstoßen. Die Frau oder Tochter erbt nur die Hälfte von dem, was ihr Bruder erbt und ihre Zeugenaussage hat oftmals nur 50 % des Wertes derjenigen einer männlichen Zeugenaussage. Allah behält sich die ewige Lügerei vor und sein prophetischer Liebling tötet auf dem Kriegspfad der bald nachvollziehbar, bald willkürlich quälenden Gottheit. Besagter Koran also …

160. [Der Koran gilt im Islam als Quelle der Scharia.] An zweiter Stelle steht die „Sunna“, die Lebenspraxis des Propheten [Muhammad], die … Überlieferungen [und prophetischen] Aussprüche, [die] „Hadithen“.

Das von der Religionspolizei in Staaten wie Nigeria, Algerien, Saudi-Arabien, Pakistan und Malaysia verwirklichte islamische Prinzip der ḥisba verpflichtet jeden Muslim, nach Kräften das staatsislamisch (schariatisch) Erlaubte zu befördern und das Unerlaubte zu verhindern. Grundlage der kulturrassistischen, repressiven Scharia und der zur Brutalität gegen Frauen und Nichtmuslime einladenden ḥisba sind Hadithen und Koran.

Die Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung bezahlt Herrn Dr. Micksch, für die Hadithen zu werben und der Verlag Otto Lembeck druckt diesen demokratiefeindlichen und frauenfeindlichen Stoff? Werfen wir einen Blick auf einige aḥādīṯ (Hadithen), die das Prädikat ṣaḥīḥ tragen, als vertrauenswürdig und damit als unbedingt zu beherzigen:

„Ich habe in den Himmel und die Hölle geblickt, und in der Hölle waren die Frauen in der Mehrzahl.“

„Eine Frau soll ihrem Mann jederzeit sexuell zur Verfügung stehen, und sei sie auch gerade beim Backen, sei es, dass das Brot im Ofen verbrennt.“

160. Auf der Grundlage von Koran und Hadithen schufen dann islamische Gelehrte Rechtssammlungen. Für neu auftauchende Fragen, auf die man im Koran keine expliziten Antwort finden konnte, traten für die islamischen Gelehrten zwei weitere Quellen hinzu, „idschma“ als Konsens der islamischen Umma bzw. Gelehrten über ein Thema und „qiyas“, der Analogieschluss.

Auch wenn es der Groeben-Stiftung und Herrn Dr. Micksch noch nicht aufgefallen sein sollte: Wir haben bereits eine Rechtssprechung. Die Bundesrepublik Deutschland hat keinen Bedarf an einer zweiten Jurisprudenz, schon gar nicht an einer der kulturellen Vormoderne und dem extremen Patriarchalismus entstammenden.

Das Buch trägt den Titel „Antimuslimischer Rassismus“ – und auf Seite 160 offenbart uns das Machwerk, worum es heute geht, um künftig nicht zu den Rassisten gezählt zu werden: Im Namen der Religionsfreiheit und des „gesellschaftlichen Friedens“ die Verharmlosung eines barbarischen Gesetzes zu dulden.

Theologe Micksch & Co. schreiben zu den Baustoffen göttlicher Diktatur namens qurʾān (Koran), aḥādīṯ (Hadithe), iǧmāʿ (Idschma, das ist der Konsensus der Gelehrten), qiyās (Qiyas, das ist der Analogieschluss eines Gelehrten) und zu der durch Eliten verwalteten Sakraljurisprudenz als einem flexibel diskriminierenden Fallrecht:

160. Dabei wurden neu auftretende Fragen in Anlehnung an bekannte Fälle entschieden.

Keine Rechtssicherheit bietend, doch verlässlich diskiminierend, in der Tat, das ist »Das islamische Recht« (Buchtitel Mathias Rohe 2009).

Mit dem Koran als erster „Quelle“ (Micksch, Interkultureller Rat) der Rechtsfindung wird sich niemals ein nicht diskriminierendes Recht aufbauen lassen. Für Allahgott ist das auch gar kein Problem, der leidet nicht unter der Ungleichbehandlung der Frau und der Ungläubigen.

160. Dabei wird die Anpassung des islamischen Rechts an sich veränderte oder ganz neue Gegebenheiten gewährleistet.

An kriecherischer Schmeichelei kaum zu übertreffen. Lassen Sie uns das sakrosankte i-Wort (i wie Islam, islamisch) dreimal durch eine andere repressive weltanschauliche Doktrin ersetzen:

„Dabei wird die Anpassung“ maoistischen chinesischen Rechts „an sich veränderte oder ganz neue Gegebenheiten gewährleistet.“ Alles Platz des Himmlischen Friedens oder was?

„Dabei wird die Anpassung“ nationalsozialistischen Rechts „an sich veränderte oder ganz neue Gegebenheiten gewährleistet.“ Schließlich steht ganz versteckt ein sozialistisch in NSDAP, vielleicht gar sozial.

„Dabei wird die Anpassung“ heiligen katholischen Inquisitionsrechts „an sich veränderte oder ganz neue Gegebenheiten gewährleistet.“ Dem Gotteslästerer der Scheiterhaufen.

Modernes iranisches Recht: „Verderbenstiften auf Erden“, „Blasphemie“, „Apostasie“. Im kulturellen Sinne ist das iranische Recht vormodern (rechtlich-islamisch bedeutet stets rechtlich vormodern), Jürgen Micksch ist ja vielleicht postmodern und begrüßt das Talionsprinzip und die koranisch begründete Einteilung der Menschheit in Klassen verschiedener Wertigkeit, verschiedenen Wertes.

Ayatollah Chomeini, der fromme Muslim kann dem Interkulturellen Rat um Jürgen Micksch doch ohne Frage als ein Islam-Experte gelten, stellte 1984 fest: „Eine Religion, die keine kämpferische Basis hat, ist prinzipiell keine Religion. Denn ein Prophet kommt, um das Schwert zu ziehen und zu töten (21).“

Das Blutgeld (diyya, persisch diyye) ist diesen diskriminierenden Abwertungen der Glaubensnationen und der nochmals weiteren Abwertung ihrer weiblichen Hälfte konsequent folgend in Saudi-Arabien oder im Iran gestuft (22). Wir würden von Lebensversicherungsprämie reden oder von der zu zahlenden Strafe bei Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung. Für den männlichen Christen oder für die muslimische Frau ist im Falle der Sachbeschädigung (irreparablen Verletzung) oder Tötung nur halb so viel zu zahlen wie für einen vollwertigen Staatsbürger (muslimisch und männlich). Micksch und der Interkulturelle Rat sind über eine solche Rechtsapartheid ganz begeistert:

160. In der Vielfalt liegt die Gnade.

Von eher wahrheitswidrigen Aussagen sprich gekonnter Lüge schrecken Micksch und sein Deutsches Islamform am 27.09.2006 nicht zurück:

163. In Glaubensfragen wird vom Koran jede Gewaltausübung und jeder Zwang untersagt. … Die Todesstrafe für Apostasie (d.h. Abfall vom Islam) widerspricht der im Koran verankerten Glaubensfreiheit.

Tell me sweet little lies, Doktor Micksch lügt mir ins Gesicht: im Koran ist Glaubensfreiheit schlicht nicht vorgesehen. Oder, anders: es gibt den Islamapostaten, doch der wird ermordet. Das Geflunker geht munter weiter:

163. Mann und Frau sind gleichberechtigt.

In Deutschland ja, im Islam nicht!

Tell me lies. Seit wann ist der Mann der Pflicht zum öffentlichen Verbergen des Haupthaares unterworfen, der Pflicht zum Tragen des ḥiǧāb? Seit wann erbt der ägyptische oder pakistanische Mann genau so viel wie die Frau, protestiert unser Herr Micksch etwa gegen das dort geltende Recht? Verliert der marokkanische oder afghanische Mann im Scheidungsfalle seine Kinder genau so sehr und nachhaltig wie die Frau, ein Rechtsverständnis, von dem die Frauen im Forum 1001 Geschichte (Thema „bezness“) einiges zu erzählen haben? Ist denn nun auch in Deutschlands DITIB-Moscheen der Mann eine Woche im Monat derartig „rituell verunreinigt“, so „unrein“, dass er nicht in die Moschee gehen darf?

Dreiste Lüge bringen uns Micksch und die geschäftsführende Arbeitsgruppe des Deutschen Islamforums (Bekir Alboğa, Dr. Yasar Bilgin, Ozan Ceyhun, Dr. Jürgen Micksch) auch hier:

163. Zwangsheiraten, die in manchen Ländern praktiziert werden, sind mit dem Islam nicht vereinbar und werden verurteilt.

Walī muǧbir. Nach allen vier sunnitischen Rechtsschulen hat der biologische Vater oder der Großvater männlicherseits das ihm von Gott Allāh zugebilligte Recht, die umma-geprüft jungfräuliche Tochter auch gegen ihren Willen zu verheiraten. Wer will, mag das beim Familienministerium aus Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur unter „wali mujbir“ nachlesen (23).

Die Zwangsheirat ist nicht nur nicht mit dem Islam vereinbar, sondern Religionspflicht. Der walī muǧbir ist nicht nur niemals „verurteilt“ (Micksch) worden, sondern kann nicht verurteilt werden, ohne dass der Redner zum Islamverweigerer, zum Apostaten wird. Die Aktionen von Tariq Ramadan – »Hand in Hand gegen Zwangsheirat« (24) – beziehungsweise die halbernst gemeinte, dabei überlaute Zwangsheiratskritik von Pierre Vogel dienen genau dazu, den walī muǧbir, die islamische Zwangsverheiratung, zu verschleiern.

Derart wahrheitswidrig oder islamunkundig handhaben das Mathias Rohe (»Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart« 2009) und Aḥmad A. Reidegeld (»Handbuch Islam. Die Glaubens- und Rechtslehre der Muslime« 2005), auch das Prinzip Kindbraut möchten die Islamerklärer Rohe und Reidegeld uns nicht vermitteln, Mathias Rohe darf im Jahre 2009 gleichwohl zum Berliner Gebetsraumurteil gutachterlich tätig sein.

Stellvertreterschaft (Kalifat) beginnt im Schlafzimmer, Islam ist walī muǧbir. Und der stets so nett lächelnde Theologe Doktor Micksch reiht sich im September 2006 in diese Reihen der Nebelwerfer und Schariaverharmloser ein.

Konsequent wird auch im Folgenden auf die unbedingte Geltung universeller Menschenrechte verzichtet und in der uns von der OIC bekannten Manier von „Menschenrechten“ gesprochen:

164. Die Missachtung der Menschenrechte ist überall und in jeder Form abzulehnen.

Alarmiert sollten wir allerdings bei dem folgenden Satz des in aller Unauffälligkeit beanspruchten Schariavorbehalts sein:

164. Die Befolgung der jeweiligen lokalen Rechtsordnung ist gemäß der Scharia für Muslime verpflichtend.

Wenn Muslime das uneingeschränkte (auch passive) Frauenwahlrecht akzeptieren, verdanken wir das der also, so meint Jürgen Micksch, der angeblich demokratiefreundlichen Scharia. Wenn sie die Herrschaft Allahs verlangen gleichfalls, aber die šarīʿa ermuntert die Muslime glücklicherweise, so behaupten es jedenfalls Alboğa, Bilgin, Cehyun und Micksch nicht ganz wahrheitsgemäß, die Demokratie gegenüber dem Kalifat zu bevorzugen. Wenn muslimisch sozialisierte beziehungsweise muslimisch empfindende Menschen so großzügig sind, die Straßenverkehrsordnung und das Strafgesetzbuch zu befolgen, dann verdanken wir das … richtig, der šarīʿa.

Nun werden die schariabegeisterten Islamerklärer aufgeführt, welche das Deutsche Islamforum am 08.11.2005 und am 27.04.2006 zur Begrifflichkeit der Scharia rechtgeleitet haben.

165. Dr. Nadeem Elyas, Interkultureller Rat in Deutschland, Eschweiler

Solange sich der Interkulturelle Rat nicht vom Islamisten Elyas öffentlich, schriftlich und glaubhaft distanziert, möge man dieses Gremium boykottieren. Weitere auf Seite 165 genannte Islamberater zum Schariarecht:

Dr. Ayyub Axel Köhler, ZMD. Erol Pürlü, VIKZ. Riem Spielhaus. Dr. Silvia Tellenbach. Abdullah Uwe Wagishäuser, Ahmadiyya. Zwei haben sogar den Sprung in unsere Ministerien geschafft, den langen Marsch durch die Institutionen:

165. Dr. Korkut Bugday, Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

Dr. Bülent Ucar, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

Vielleicht möchten die Herren Bugday und Ucar uns einige Worte zur Aussage des Verfassungsrichters Bertrams mitteilen, der die Scharia als grundrechtswidrig bewertet.

165. Das Deutsche Islamforum wurde am 26. Juni 2002 in Frankfurt am Main vom Interkulturellen Rat in Deutschland und vom Rat der Türkeistämmigen Staatsbürger in Deutschland gegründet. Es ist inzwischen eine eigenständige Einrichtung der Karl-Konrad-und-Ria-Groeben-Stiftung, von der diese Arbeit auch finanziert wird.

Die Groeben-Stiftung sollte die Finanzierung von verdummenden, islamverharmlosenden und potentiell grundrechtsgefährdenden Projekten wie Deutsches Islamforum oder Interkultureller Rat beenden.

Integrationsminister Armin Laschet, kommunale Integrationsbeauftragte, kirchliche Islambeauftragte und vor allem alle Sozialpädagogen und Sozialarbeiter sollten sich von der Intention des Machwerks „Antimuslimischer Rassismus. Konflikte als Chance“ (Hg. Micksch 2009) nicht irreführen lassen. Die Genannten werden sich daran gewöhnen müssen, Handreichungen, Informationen oder Hilfestellungen genannte Druckschriften auf dem Schreibtisch vorzufinden, deren Geist nicht mehr im Einklang mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (New York 1948) oder mit dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (1949) steht, sondern der „kultursensibel, differenziert und interkulturell“ das vormoderne Menschenbild, Gottesbild und Gesellschaftsverständnis der stets auf eine eigene Rechtssprechung zielenden šarīʿa verteidigt.

Hier tut Aufklärung Not und wären in der Tat „Konflikte als Chance“ (Micksch) zu begreifen, die misogyne, sexualmagische und repressive Doktrin der Scharia ins Mittelalter zurückzuweisen. Dabei hat es uns ebenso um eine bewahrte Rechtseinheitlichkeit zu gehen wie um die auch Frauen und Kindern zugänglichen Grundrechte und Freiheitsrechte, mitnichten aber „um einen schonenden Interessensausgleich“, wie Jürgen Micksch (Seite 15) es nennen möchte.

Das Wort Interessensausgleich beliebte der österreichische Bundespräsident Dr. Heinz Fischer auszusprechen, als er im Oktober 2008 dem Islamisten Anas Schakfeh von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern verlieh (25).

Auch die jüngste Geschichte des Nahen Ostens ist durch Brutalität geprägt. Im Jahre 1982 erfolgte eine staatliche Bombardierung der Stadt Ḥamā, des Widerstandszentrums der Muslimbrüder Syriens, bei der möglicherweise 25.000 Menschen starben. Der Muslimbruderschaft wurde vorgeworfen, einen Staatssturz vorbereiten und eine Theokratie errichten zu wollen. Seither arbeitet die 1928 gegründete theofaschistische Muslimbruderschaft nicht länger in Syrien.

Der 1943 in eben diesem Ḥamā geborene Österreicher Schakfeh ist Konsultent in der Kulturabteilung der saudi-arabischen Botschaft. Welche „Interessen“ Österreichs Präsident Fischer mit dem Menschenbild und Gesellschaftsverständnis der Wahhabiten „auszugleichen“ wünscht, bleibt uns leider unklar. Erst aufgrund von Protesten zog der für den Wiener Islamischen Religionsunterricht verantwortliche Anas Schakfeh das in den Schulen zehn Jahre lang verwendete Buch „Erlaubtes und Verbotenes im Islam“ des Hasspredigers Yūsuf al-Qaraḍāwī zurück (26).

In der Bundesrepublik Deutschland würde bereits eine lediglich im Familienrecht (Stichwort walī muǧbir) zugelassene Scharia das von Max Weber (1919) als Grundlage des Rechtsstaats erkannte »Gewaltmonopol des Staates« beenden.

Orthodox (revolutionär) verstandener Islam bleibt der Aufbau eines repressiven Imperialismus der muslimischen milla über die verschiedenartig entrechteten nichtmuslimischen Glaubensnationen. Angesichts der islamisch begründeten Spaltung der Gesellschaft des indischen Subkontinents anhand der durch Sir Muhammad Iqbāl ersonnenen »Zwei-Nationen-Theorie« und in Kenntnis, dass Innenminister Wolfgang Schäuble die im Sommer 2009 nach drei Jahren beendete Deutsche Islamkonferenz (DIK) auf kommunaler Ebene fortsetzen möchte, sollten wir alarmiert sein, von Jürgen Micksch und seinem Interkulturellen Rat im November 2009 die Zielvorgabe zu vernehmen: „kommunale Islamforen …, deren Ziel das gute Miteinander von Muslimen und Nichtmuslimen ist (27).“

Der Indo-Pakistaner Sayyid Abū l-Aʿlā al-Maudūdī oder der Ägypter Sayyid Quṭb hätte das nicht hübscher formulieren können, als vom „guten Miteinander der Muslime und Nichtmuslime“ zu predigen. Staatsbürger wollen die Rechtseinheitlichkeit, Mustafa Cerić will sie beenden. Wird das vom Interkulturellen Rat angeschmuddelte »Clearingprojekt: Zusammenleben mit Muslimen« uns universell-menschenrechtlich und bürgerrechtlich motivierte Gegner des islamischen Rechts zu „antimuslimischen Rassisten“ erklären? Wir Sozialpädagogen haben vor den frauenentrechtenden Aspekten der Imam-Ehe zu warnen und müssen für die zivilrechtliche Ehe im Standesamt Werbung betreiben dürfen. Die Texte von Jürgen Micksch machen uns das nicht gerade leichter, zumal das zum 01.01.2009 in Kraft getretene geänderte Personenstandsrecht (Wegfall der verpflichtenden standesamtlichen Voraustrauung) die diskriminierende, keine Rechtssicherheit bietende und stets mit einem hohen Loyalitäts- und Konformitätsdruck einhergehende Imam-Ehe leider befördern wird.

Eine jede in Deutschland zur machtvollen Politik werdende Scharia ist Staatsgründung, und, da bereits ein Staat besteht, Separatismus. Im Schafspelz der zu gewährenden Religionsfreiheit mogelt sich die nach Volkssouveränität (Islam als Volk, Selbstbestimmungsrecht der Völker) strebende Islamische Nation nach vorne.

Im Übergangsbereich zwischen dem fundamentalistischen Sonderverhalten und der Religionsdiktatur, im Fluidum zwischen Einzelfallregelung und Ausrufung des Kalifats betreibt die orthodoxe islamische Glaubensnation hiǧra (Hidschra), islamische Sezession. Das Ansinnen des zwischen Scharia und Grundgesetz „um einen schonenden Interessensausgleich“ bemühten Theologen und Soziologen Dr. Jürgen Micksch, den orthodoxen (separatistischen) Islam an der bundesdeutschen Staatsgestaltung mitwirken zu lassen, müssen wir zurückweisen.

Die nicht in die Schranken gewiesene Scharia wird jeden freiheitlichen Rechtsstaat zerreißen, was es zu verhindern gilt. Religionsfreiheit nach Artikel 4 GG ist eben nicht Rechtsspaltung, auch nicht im Familienrecht wie etwa Scheidungsrecht und Personensorgerecht. Nur die gleiche Freiheit für jeden ist Freiheit. Dazu brauchen wir ein einheitliches Gesetz für alle und jeden von uns.

Gina Khan (28), Maryam Namazie, Ibn Warraq und viele andere freiheitliche (säkulare) Bürgerrechtsaktivisten brachten das Bekenntnis zur Rechtseinheitlichkeit am Menschenrechtstag (10.12.) des Jahres 2008 in London auf die kurze schöne Formel: »One Law For All« (29).

Mangel an Distanz zum Gedankengut und personalen Umfeld von Europas reaktionären Islamisten hat uns Herausgeber Micksch durchaus bieten können, eine demokratieverträgliche Theoriebildung eines von ihm sicherlich gewünschten »promuslimischen Antirassismus« ist er uns schuldig geblieben.

Jacques Auvergne

(1) Tutzing 2009. Ausbildung von Imamen in Deutschland. Mathias Rohe (Autor von »Das islamische Recht« (2009); islamverliebter Gutachter beim Gebetsraum-Urteil 2009), Imam Benjamin Idriz (Penzberg; damit ideologisch leider wohl eher unweit von Necmettin Erbakan und Yusuf al-Qaradawi), Weihbischof Hans-Jochen Jaschke (Deutsche Bischofskonferenz), Saban Ali Düzgün (Theologische Fakultät der Universität Ankara), Enes Karic (Professor für Koranstudien aus Sarajevo), Heiner Köster (Eugen-Biser-Stiftung, diese ehrte den al-Qaradawi gehorsamspflichtigen und die Rechtsspaltung im Familien- und Personenstandsrecht wünschenden Großmufti Mustafa Cerić vom European Council for Fatwa and Research), Hans Vöcking vom Consilium Conferentiarum Episcoporum Europae (CCEE), der kurdischstämmige Duisburger Islam-, Marxloh- und Penzberg-Bewunderer Rauf Ceylan

http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/html2pdf/pdf_gen/demo/html2ps.php?URL=http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/detail.php3;part=prog,lfdnr=1445

(2) Tutzing 2007. Ausbildung von Imamen in Deutschland. Ali Kızılkaya, Erol Pürlü (VIKZ), Wolf D. A. Aries (Schura Niedersachsen), Ayyub Axel Köhler (ZMD und FDP Köln), Ali Dere (vom türkischen Staatsislam der „Diyanet“ (Diyanet İşleri Başkanlığı, Präsidium für Religionsangelegenheiten) aus Ankara), Schariabewunderer Mathias Rohe nebst seinem akademischen Zauberlehrling Michael Kiefer, Janbernd Oebbecke, Imam Benjamin Idriz (von der einst Millî Görüş, mittlerweile zusätzlich auch dem ECFR zuzurechnenden Islamischen Gemeinde Penzberg; Rauf Ceylan preist die Penzberger Gemeinde im März 2009 als „unabhängig“)

http://www.eugen-biser-stiftung.de/fileadmin/user_upload/Dialog_Islam/Expertentagungen/Tutzing_2007_Programm_definitiv_01.pdf

(3) Völkermord 1915-1917 an den Armeniern. Vom Wolfgang Gust

http://www.armenocide.net/

(4) Fatwa. Alles Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten. Segen und Friede sei mit dem Siegel der Propheten, unserem Herrn Muhammad, seiner Familie und allen seinen Gefährten. Hiermit erteilen wir Auskunft: Da er vom Islam abgefallen ist, wird er zur Reue aufgefordert. Zeigt er keine Reue, wird er islamrechtlich getötet. Was seine Kinder betrifft, so sind sie minderjährige Muslime. Nach ihrer Volljährigkeit, wenn sie im Islam verbleiben, sind sie Muslime. Verlassen sie den Islam, werden sie zur Reue aufgefordert. Zeigen sie keine Reue, werden sie getötet. Und Gott der Allerhöchste weiß es am besten. Der Vorsitzende des Fatwa-Ausschusses in der Azhar, 23. September 1978

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/a/aa/Rechtsgutachten_betr_Apostasie_im_Islam.jpg

(5) Religionspolizei »muṭawwiʿūn«

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Religionspolizei

(6) Kopftuch als Schauspiel. Tschador-Ciulli

http://www.freitag.de/2007/05/07051301.php

(7) Iranischer Staats- und Real-Islam bedeutet auch Bassidsch-Miliz: »Die treuen Schläger des Ayatollahs«

http://www.rp-online.de/politik/ausland/Die-treuen-Schlaeger-des-Ayatollahs_aid_721980.html

(8) Der folternde iranische Pasdaran-Geheimdienst: »Um mich herum war nur Blut«

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13510359.html

(9) Mystiker Ciulli. Auf tournée im steinigenden Gottesstaat sinniert der Regisseur über diesen Kosmos voller Widersprüche. Gäbe es im Mythos einen Dämon der Äquidistanz, dann dürfte er so reden: „Wir können uns ganz frei bewegen. Insofern unterscheidet dieses Gastspiel sich gar nicht von einem in Wien oder Rom. Ich habe auch keine Angst, hier öffentlich meine Meinung zu äußern. Wir sind ja nur Theaterleute. Wir handeln nicht mit Waffen oder Plutonium. Wir sind harmlos.“

http://www.rp-online.de/kultur/mehr_kultur/Theater-an-der-Ruhr-gastiert-in-Teheran_aid_397194.html

(10) Ciulli deckt uns den geheimnisvollen Terrorstaat auf: „Das Bild, das wir haben, ist nicht das wirkliche.“

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/muelheim/2009/10/12/news-136359047/detail.html

(11) Davvero splendido, islām ist ein turbulentes Schauspiel. Bühne frei für den Gottesstaat.

»Und so erfuhr Ciulli, dass diese Männer zum Tode verurteilt waren, Diebe, Zuhälter, Gauner, und dass ihre Strafe aufgeschoben wurde, solange sie spielten. Deshalb auch die merkwürdigen Reaktionen im Publikum: Es waren viele Verwandte darunter, die angereist waren, ihren Sohn oder Cousin noch einmal zu sehen, wenigstens auf der Bühne. „Sie spielten tatsächlich um ihr Leben“, sagt Ciulli.«

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50424615.html

(12) Iran 2008, amnesty international

http://www.amnesty.de/jahresbericht/2008/iran

(13) Jörg Lau über Ahmadinedschad, bei Cicero: »Ein falscher Messias«

http://www.cicero.de/97.php?item=1033

(14) Der „gerechte“ Islam rechtfertigt für die Frau den Geschlechtsverkehr nur als Ehefrau, dafür auch als zehnjährige Ehefrau

http://www.gunslot.com/pictures/older-men-may-have-sex-9-year-old-kids-it%E2%80%99s-official-grand-mufti-has-spoken

Noch dazu. Scharia als geheiligter Sex mit weiblichen Kindern

http://infidelsarecool.com/2009/01/14/saudi-arabias-senior-most-cleric-oks-pedophelia/

(15) Islamic FGM. Indonesien: Lukman Hakim fordert für Muslim-Mädchen die Pflichtbeschneidung „One, it will stabilize her libido,” he said through an interpreter. “Two, it will make a woman look more beautiful in the eyes of her husband. And three, it will balance her psychology.”

http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=3&oref=slogin&ref=magazine&pagewanted=print

Noch zu Lukman Hakim (Assalaam Foundation). Islamic FGM

http://www.nytimes.com/2008/01/20/magazine/20circumcision-t.html?_r=1&ref=magazine

(16) Islam will FGM, Ägyptens al-Azhar-Gelehrte pro Klitoridektomie. Dr. Muhammad Wahdan: „Whenever a girl needs a circumcision, we should perform it.“

http://www.youtube.com/watch?v=rUvrHsPaTSo&feature=player_embedded

(17) Yusuf al-Qaradawi ist flexibel und unterzeichnet für atheistische europäische Nervensägen wie Rüdiger Nehberg gerne mal Fatwas gegen FGM, will aber die FGM und zwar gerne als als klitorale Teilamputation: »Hadith: Reduce the size of the clitoris but do not exceed the limit, for that is better for her health and is preferred by husbands. The hadith indicates that circumcision is better for a woman’s health and it enhances her conjugal relation with her husband … The issue of female circumcision … it is not obligatory, whoever finds it serving the interest of his daughters should do it.«

http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&cid=1119503543886

(18) Türkischer Antisemitismus. Rifat N. Bali: »Mehr als nur Totschweigen«

http://www.nahost-politik.de/tuerkei/bali.htm

(19) Kopftuchlehrerin pro Steinigung der Ehebrecherinnen: „Wenn einmal in hundert Jahren eine Ehebrecherin gesteinigt wird, vielleicht werden dann ganz viele Ehen gerettet?“

http://www.emma.de/635.html

(20) Verfolgung der Bahai

http://de.wikipedia.org/wiki/Verfolgung_der_Bahai

(21) Chomeini 1984. Der Schriftsteller und Pädagoge Ali Schirasi schreibt zum heutigen Iran: »Ajatollah Chomeini – von der überlegenen Rasse zur überlegenen Religion«

http://alischirasi.blogsport.de/analysen/ajatollah-chomeini-von-der-berlegenen-rasse-zur-berlegenen-religion/

(22) diyya (diye), Blutgeld. Hör mal, du hast jemanden ermordet oder fahrlässig getötet? Allahgott schickt dir die Quittung, guckstu hier: Christenmann ist wertgleich mit Muslimweib, Christenweib kostet halb so viel wie Christenmann und ist fast viermal so teuer wie Hindumann, Hinduweib wiederum genau halb so viel wert wie ihr Mann, und Allāh weiß es am Besten und alles Lob gebührt Ihm

http://en.wikipedia.org/wiki/Diyya#Saudi_Arabia

(23) Wali Mudschbir, wali mujbir. Islam ist geheiligte Zwangsverheiratung

http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&code=4&faqtitleID=5&lang=eng

(24) Tariq Ramadan: „Hand in Hand gegen Zwangsheirat“. Der Wali Mudschbir ist selbstverständlich ausgenommen

http://www.tariqramadan.com/spip.php?article1428

dazu Necla Kelek:

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E1ECC2B524AF14B14B8C848C15006A7E7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(25) Österreichs Bundespräsident Dr. Heinz Fischer „ehrt“ den Islamisten Anas Schakfeh. Obschon, er kann`s brauchen

http://www.derislam.at/haber.php?sid=149&mode=flat&order=1

(26) Stefan Beig: „Wirbel gab es auch um das Schulbuch „Erlaubtes und Verbotenes im Islam“ von Scheich Yusuf Al-Qaradawi. Auf äußeren Druck zog Präsident Schakfeh das Buch zurück, nachdem es bereits zehn Jahre im Unterricht verwendet wurde. In dem Buch wird betont, dass nur Allah sagen kann, was erlaubt und was verboten ist. Gesetze von Menschen sind abzulehnen.“

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=263895

(27) Die Sache mit den kommunalen Islamforen. Presseerklärung vom 13.11.2009, unterzeichnet von Hasibe Özaslan, „Projektleiterin“, für den Interkulturellen Rat, Goebelstraße 21, 64295 Darmstadt

http://www.interkultureller-rat.de/wp-content/uploads/PM-Koordinierungsrat-131109.pdf

(28) Gina Khan

http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/columnists/kavanagh/article1417495.ece

(29) One Law For All! (Maryam Namazie)

http://www.iheu.org/Launch+of+One+Law+for+All+Campaign+against+Sharia+law+in+Britain

155. Köln und die Scharia

17. November 2009

الثقة

aṯ-ṯiqa

Vertrauen

»Vertrauen schaffen – Vertrauen wagen!«

Herausforderungen für die Religionen, definiert von Jacques Auvergne

Anmerkungen zur Dialogveranstaltung »Religionen und die Zukunftsaufgaben in der Gesellschaft – Die Rolle der Religionen im Integrationsprozess«, abgehalten im Kölner Rathaus im November 2009. Anwesend waren jeweils ein katholischer und evangelischer Bischof, ein Oberbürgermeister, ein männlicher radikaler Islamkonvertit (FDP) nebst Kopftuchgattin, ein Handlungsreisender der Islamisten der Bundeshauptstadt, ein hoher Dienstgrad der Bundeswehr in Ausgehuniform, Landesminister Armin Laschet, Islampropagandist Bekir Alboğa und die zum Applaudieren und Schweigen eingeladene Kölner Bevölkerung

Zwei Mal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Runden Tisches der Religionen zu einem Tag der Religionen. Im November 2009 waren Kölns gewählter Oberbürgermeister Jürgen Roters und der Rat der Religionen in Köln die Gastgeber. Zum Programm gehörten ein Empfang im Rathaus am 12.11. um 17:00 Uhr im festlichen, für den Souverän, das Volk, unzugänglichen Hansa-Saal und die anschließende öffentliche Zentralveranstaltung mit knapp 200 Gästen um 18:00 Uhr.

Dort erhob der Integrationsminister des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, Armin Laschet seinen kühnen Anspruch, über die Rolle der Religionen im Integrationsprozess nachgedacht zu haben. Die von ihm, einem ‘irgendwie’ säkular gedachten Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, bezeichnenderweise verwendete Pluralform »Religionen und die Zukunftsaufgabe der Gesellschaft« steht einer ethnoreligiösen Apartheid im Sinne des osmanischen Millet-Systems oder der Two-Nation Theory des in Pakistan als „Größter Führer, Vater der Nation“ verehrten Ali Jinnah (ʿAlī Ǧinnāh, 1876-1948) leider nicht im Weg.

Offenbar möchte Armin Laschet uns dazu aufrufen, das „Vertrauen“ zu haben, dass die europäischen Funktionäre und Parteigänger des organisierten Islam in Zukunft freiwillig und bewusst auf ihre nach schariatischer Ansicht im Koran (arabisch al-qurʾān) begründete geheiligte Pflicht der Verwirklichung der islamischen Lebensordnung verzichten.

Es war eine raffinierte Idee der Muslimbrüder und ihrer Kollegen von der Millî Görüş, die angestrebte islamische Staatwerdung (Islamisierung) mit der Forderung nach „Toleranz, Differenz, Vertrauen!“ zu umhüllen. Das gemeinte oder sogar geschriebene Ausrufezeichen hinter „Vertrauen“ sollten wir allerdings beachten. Jeder Islamkritiker oder auch nur bewusster freiheitlicher Bürger, der glücklich in einer im Laufe von Generationen mühselig errungenen liberalen Staatlichkeit lebt, ist damit, bedauerlicherweise und unvermeidlich, in der ethisch jedenfalls rhetorisch ungünstigen Rolle, zum Misstrauen aufrufen zu müssen.

Vielleicht kann das am ehesten mit dem Bekenntnis des eigenen Menschenbildes bewältigt werden, dass der Mensch zwar zum Aufbau einer Lebensweise in der gewaltärmsten Form berufen ist und damit zur Minimierung allen menschlichen Leides und zwar für alle, doch dass der Mensch wesensgemäß überaus aggressiv ist und ein gesellschaftliches Machtvakuum Utopie bleiben muss. Das funktioniert auch christlich gesprochen: Mit dem Bekenntnis eines Menschenbildes der Gottesebenbildlichkeit und einer davon abgeleiteten Würde, Unversehrbarkeit und Gleichberechtigung, die auch für Buddhisten und Ex-Muslime gilt und sogar für Frauen. Schariatisch gesprochen funktioniert das nicht, denn die Frau erbt die Hälfte, auch die Zweitfrau, sie darf in die erste Ehe zwangsverheiratet werden, hat bis zu drei neu angeschaffte weitere Ehefrauen in der gemeinsamen Wohnung zu dulden, verliert bei der Scheidung ihre Kinder und muss sich verschleiern.

Das im Jahre 2003 in Stuttgart unter dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster entstandene Modell des Runden Tisches der Religionen fordert nach eigener Aussage zwar nicht die Aufarbeitung dieser sozialen und rechtlichen Folgen der šarīʿa (Scharia), sondern vielmehr „die vorurteilslose Aufarbeitung der Konfliktgeschichte der Religionen, das interreligiöse Lernen in Kindergärten und Schulen, die Demaskierung extremistischer Organisationen und den Respekt vor religiösen Gefühlen“. Von freiheitlich-demokratischen Gefühlen oder gar Gedanken, die es ja vielleicht auch zu respektieren gelte ist also gar nicht mehr die Rede und auch nicht vom Völkermord an den Armeniern und Aramäern der Jahre 1915-1917.

Wichtiger als das (religiöse Gefühle beleidigende?) Betonen der universellen Menschenrechte ist denn auch sechs Jahre später, im spätherbstlichen Rheinland des Jahres 2009, die Harmonie des Dialoges. Und so wurden die Islamisten Axel Ayyub Köhler und Burhan Kesici, Schariafunktionär Bekir Alboğa und Minister Armin Laschet Gast beim integrativ denkenden Kölner Bürgermeister.

Der politische Islam – der Islam – beschränkt sich leider nicht auf die erwähnten „religiösen Gefühle“, sondern greift unsere freiheitlich-demokratische Lebensweise mit einem juristischen Dschihad (legalistisch) an. Das bedeutet, dass über erst spontan, dann provisorisch eingeräumte Ausnahmeregelungen oder, noch etwas später, Einzelfallregelungen, bald ein Brauchtums-Sonderrecht und schließlich ein eigenes Recht gelten soll und gelten wird. Die šarīʿa ist Gesetz, keine Spiritualität. In jeder Hinsicht können wir es und nicht leisten, das diskriminierende, frauenentrechtende Schariagesetz zu verharmlosen. Genau dazu aber hat Köln sich am 12.11.2009 hergegeben, kirchlicherseits soll das demokratiegefährdende Tun im kommenden Jahr beim Ökumenischen Kirchentag inhaltlich und intensiv fortgesetzt werden, wie zwar nicht im Saal zu hören, aber am Folgetag in der Presse zu lesen war (1).

Wird in Bayerns Metropole des Jahres 2010 ein in Gründung befindliches Millet-System Bundesrepublik Deutschland christlich-ökumenisch bejubelt werden? Wir Kirchentagsbesucher sollten dem allerdings Widerstand entgegen setzen, das Gottesbild des Jesus von Nazareth und seiner Getreuen ist etwas anderes als der Frauen steinigende, Hände und Köpfe abhackende Götze der šarīʿa oder jener absoluten Gehorsam fordernde und Kollektive unterschiedlich privilegierende (unterschiedlich diskriminierende) Allahgott, wie ihn Sayyid Abū l-Aʿlā l-Maudūdī, Sayyid Quṭb („Von ihrem ersten Tag an waren Juden die Feinde der Islamischen Gemeinschaft … ein Krieg, der in 14 Jahrhunderten nicht für einen Moment unterbrochen worden ist“, bei: Thomas Maul: Die Macht der Mullahs, 34) und Necmettin Erbakan verehren und fordern.

Kölner Rathaus, Piazzetta. Es ging auf 18:00 Uhr, indes die erklärt islamfreundliche Obrigkeit undeutlich hörbar im unmittelbar benachbarten, höher gelegenen und erleuchteten Hansa-Saal weilte. Wir hatten auf einen kritischen, bürgerrechtlich fundierten Dialog gehofft, auf einen Dialog also, der diesen Namen verdient. Dass am 12.11. die kulturrassistische Gottheit der Modernisierungsverweigerer Quṭb und Erbakan im Kölner Rathaussaal Platz nehmen durfte, wurde uns früh angereisten Gästen allerdings in dem Augenblick klar, als der Kammerdiener die Reservierungszettel mit den fett gedruckten Namen Burhan Kesici und Ayyub Axel Köhler auf die Stühle in der ersten Reihe legte. Welcher Bürgermeister kann es wagen, diese beiden islamischen Politfunktionäre zu empfangen? Oder sollten Kesici und Köhler die šarīʿa inzwischen zurückgewiesen haben, dem Geist des Secular Islam Summit (Petersburg 2007) treu ergeben, auf weltbürgerlicher Augenhöhe mit Ayaan Hirsi Ali, Wafa Sultan und Ibn Warraq (2)?

Dass die eingeladene Kölner Bevölkerung auch anlässlich der in allen Zeitungen angekündigten Podiumsdiskussion bewusst nicht die Gelegenheit haben werden sollte, auch nur ein Wort sagen zu dürfen, hätten manche Gäste in dieser Minute für unmöglich gehalten – sie sollten eines Schlechteren belehrt werden. Um es vorwegzunehmen: Einige zornige Zwischenrufe gab es zum Glück dann doch noch, wie zu erwarten vor allem bei den Beiträgen des Ministers für Frauen (ausgerechnet) und Integration, dem an diesem so genannten Festakt die Worte der Petersburger Erklärung »We insist upon the separation of religion from state and the observance of universal human rights« allerdings auch auf Deutsch nicht über die Lippen gehen wollten.

Armin Laschet bekennt, wie wir gleich hören werden, lautstark und keinen Widerspruch duldend: „Wir Muslime und Christen glauben an denselben Gott“. Die daraufhin ertönenden Pfiffe aus dem Publikum überhörte der rheinische Integrator wenig huldvoll aber erhaben, der damit soeben sinngemäß ausgesagt hatte, dass sein katholischer Gott mit dem Allāh genannten Dämon der šarīʿa identisch ist, in dessen Namen am Vortag bei Sonnenaufgang der kurdische Iraner Ehsan Fattahian hingerichtet worden ist. Jenem Allahgott, der den Sex mit neun- oder zehnjährigen Ehebräuten billigt (3) und das Recht jedes muslimischen Vaters, als Wali Mudschbir (von: ǧabrī, gezwungen, walī meint Vormund, hier in der Bedeutung Heiratsvormund) seine durch Stamm und umma auf Jungfräulichkeit kontrollierte Tochter in die erste Ehe auch gegen ihren Willen zu verheiraten (4).

Toleranz für den Islam, so rufen Laschet und Roters am 12.11.2009, Weihbischof Jaschke schlägt sein Kreuz und der für diesen Abend eigens beauftragte Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der kurhessische Landesbischof Martin Hein, faltet andächtig die Hände zum Gebet: Heißen wir den Islam in unserer Mitte willkommen, wo wir, Juden, Christen und Muslime, doch denselben Gott teilen! Da möchte man als Kirchenmitglied allerdings zur Untoleranz aufrufen, bekommt seine wissenschaftlich orientierten islamkritischen Leserbriefe allerdings seit längerem nicht mehr im örtlichen Gemeindebrief unter.

Islam ist islamisches Recht, beispielsweise das Heiratsalter betreffend. Hörbar genervt über die freiheitlichen Demokraten und gotteslästerlichen Modernisten in aller Welt stellt der stellvertretende Justizminister von Saudi-Arabien und islamische Großmufti fest: „In den Medien hören wir ja so oft von der Heirat Minderjähriger. Wir müssen uns ins Gedächtnis rufen, dass das Schariagesetz auch für Frauen nicht ungerecht ist. Wenn gesagt wird, dass eine Frau unter fünfzehn nicht heiraten kann, ist das schlicht falsch. Wenn ein Mädchen das Alter von zehn oder zwölf Jahren erreicht hat, ist sie für eine Heirat auswählbar, und jede und jeder, die oder der denkt, das Mädchen sei zu jung, liegt einfach falsch und hat ihr eine Ungerechtigkeit zugefügt (3).“

Diese Rechtleitung von ʿAbd al-ʿAzīz bin ʿAbdullāh Āl al-Šayḫ mögen sich doch bitte auch die christlichen Funktionäre und westfälischen oder rheinischen Islamversteher Rheinhard Kirste, Thomas Lemmen, Melanie Miehl und Dorothee Schaper hinter die Dhimmi-Ohren schreiben. Der Leser möge seinem Pastor oder Pfarrer den Satz von Āl al-Šayḫ in Schriftform einreichen, könnte fortan allerdings eine gewisse, gegen ihn gerichtete und durch so etwas wie zuckersüße Aggressivität gekennzeichnete Verhaltensveränderung seines Klerikers bemerken, der sich nicht traut, seinen schariaverliebten Bischöfen Zollitzsch (5) oder Jepsen (6) zu widersprechen – erklärlich, einem unbotmäßigen sprich islamkritischen Kleriker droht Armut und Elend, jedenfalls Machtverlust.

Eben darum geht es beim grausamen Kinderspiel der Reise nach Jerusalem ebenso wie beim kirchlichen Dialog mit dem Islam oder »abrahamischen« Trialog, um gesellschaftliche, um ökonomische Macht. Wer zuerst „Scharia“, „Wali Mudschbir“ oder „Hisba“ sagt, fliegt raus – Job weg, Ruhm weg, Existenz weg. Du musst diese drei Regeln kennen, und nun auf, spiel mit beim christlichen Islambeschwichtigen, zum Beispiel auf dem Zweiten Ökumenischen Kirchentag München 2010: „Aus gemeinsamer Verantwortung suchen wir nach Formen gemeinsamen Handelns (7)“.

Auf dem diesjährigen Kirchentag in Bremen durfte die am 12.11.2009 bei Jürgen Roters und Armin Laschet offiziell eingeladene Rabeya Müller nicht fehlen (8). Zu den Evangelischen durfte die muslimische Fundamentalistin in Bremen, angekündigt als „Islamwissenschaftlerin und interkulturelle Pädagogin (IPD)“ über »Gibt es einen islamischen Feminismus?« sprechen.

Zur bekennend an der Scharia orientierten Leiterin des Instituts für interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD) genannten Kölner Hauses der Konvertitin Rabeya Müller, in interreligiöser Freundschaft dem islambegeisterten westfälischen Pfarrer Reinhard Kirste von der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A) zugetan, haben wir bei Sägefisch Nr. 098. berichtet (9). Auf das Gespann IPD / INTR°A beziehungsweise Duo Müller / Kirste stößt man seit Jahren, sobald es in NRW und in Kindergarten, Schule oder Kirche um den Islam geht sprich um die aggressive Verharmlosung desselben. Dass Allahs schariatreue Feministin bei der Bundeszentrale für politische Bildung geführt wird, erstaunt dann aber doch etwas (10), und dass einer ihrer Aufsätze »Die Angst der Deutschen vor dem Grundgesetz – Zum Zusammenleben der Kulturen in unserer Gesellschaft« titelt ist dreist bis raffiniert. Herausgeben durfte sie ihr Machwerk, die Pluralform Kulturen bedeutet ja vielleicht rechtsverschiedene Glaubensnationen, bei der Evangelischen Frauenhilfe.

Eine bestimmte durch die alten Achtundsechziger geprägte Sorte Christinnen scheint nach der Durchsetzung der Scharia zu lechzen wie der Drogensüchtige nach dem Rauschgift. Hans-Peter Raddatz liest man in solchen Milieus natürlich nicht, die atheistische Islamkritikerin Alice Schwarzer darf man als bekennende Monotheistin praktischerweise verwerfen. Dafür leuchtet Rabeyas Kopftuch an manch einem Tag feministisch violett. Zwar schariafeministisch, aber lila.

Noch zu Deutschlands islamfreundlichen Bischöfen. Ein russlanddeutscher Rassist ermordet im Juli 2009 im Gerichtssaal von Dresden (an der Elbe) die ägyptische Pharmaziestudentin Marwa el-Scherbini (Marwa ʿAlī aš-Šarbīnī). Bischöfin Jepsen aus Hamburg (auch Elbe) ergreift diese willkommene Gelegenheit zur Islambeschwichtigung und rauscht zu Imam Ramazan Ucar (11), Vorsitzender vom Bündnis der islamischen Gemeinden in Norddeutschland und der Islamischen Gemeinde Hamburg, Centrum Moschee. Hamburgs kleiner Kalif revanchiert sich verständnisvoll mit der Nennung der angeblich antiislamisch eingestellten Sippe Obeidi, welche ihre Tochter Morsal nach langem Beratschlagen im Mai 2008 aus echter Überzeugung ermordet hatte (12). Für Imam Ucar sieht familiäre Gesundung ungefähr so aus: „Tradition oft schlecht, Islam immer gut, bei Ehrenmord gönne man der Familie halt weniger Tradition, sondern einfach mehr Islam!“ (13). Ob Jepsen bei einem politisch aktiven Fundamentalisten war oder nicht, ist der multikulturellen Bischöfin nicht so wichtig, ihr Maßstab des Handeln sind nicht diese unromantischen allgemeinen Menschenrechte, sondern die kuschelig warmen, möglichst häufigen Dialoggespräche.

In Griechenland darf die türkische Minderheit heute (!) nach Islamischem Recht leben, in der Ehe schwangere vierzehnjährige oder zwölfjährige Bräute (Imam-Ehe) sind in der nordgriechischen Region Komotiní (Rhodopen) völlig üblich und bereits, fragen Sie doch einfach Armin Laschet oder das Düsseldorfer Jugendamt, in die Landeshauptstadt eingereist (14). Nur war in diesem Fall die schwangere Muslima und Ehefrau elf Jahre alt.

Laschet und der einstige Regierungspräsident von Köln (1999 – 2005) Jürgen Roters kennen die Rechtsfolgen und sozialen Folgen des islamischen Heiratsalters und des Wali Mudschbir also genau und ließen die verflixte stolze und elfjährige Ehefrau verschämt nach Griechenland zurücktransportieren. Wie reagiert unser Integrationsminister auf Allahs Kindbraut? Laschet beziehungsweise die Christlich-Islamische Gesellschaft (CIG) lässt den bosnischen Großmufti nach Bensberg heranreisen und schüttelt dem die Rechtsspaltung (Schariatisierung) betreibenden Mustafa Cerić mit blinkenden Dackelaugen die Hand. Vielleicht hofft Laschet, dass die rheinischen Muslime sich auf die verharmlosend »arrangiert« (Boos-Nünning, Straßburger) genannte barbarische Cousinenehe beschränken und das islamrechtliche Prinzip der Kinderheirat nicht so sehr an die sprichwörtliche große Glocke hängen mögen. Statt Glocke auch eher Muezzinruf.

Unser schüchterner Herr Integrationsminister, mit dem wir als Sozialpädagogen und Sozialarbeiter, kochend vor Wut da zum Schweigen verurteilt, donnerstagabends gemeinsam im Kölschen Rathaussaal sitzen müssen, druckst also über die politische Bedeutung des Islam für unsere europäische und deutsche nahe Zukunft herum: Schleierpflicht, Kindbräute und Zwangsheiraten. Wesentlich deutlicher als der feige Schariafreund Armin Laschet sagt uns das Familienministerium von Malaysia, was Islam ist:

»1. Ist das Einverständnis der Braut in ihre Heirat erforderlich?

Ja, für jede Heirat ist das Einverständnis der Braut erforderlich. Bei einer noch nie verheirateten Frau (Jungfrau) kommt das Einverständnis von ihrem wali mudschbir [Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang].

2. Kann das jungfräuliche Mädchen durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden?

Ein jungfräuliches Mädchen kann durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden, soweit die eheliche Verbindung sekufu [standesgemäß] ist und sie für die Braut keine dharar [Beschädigung] ihrer syarie [schariarechtlichen Verpflichtungen] darstellt.

6. Wer ist wali mudschbir?

Wali mudschbir ist der biologische Vater des Mädchens oder der Großvater väterlicherseits (4).«

Armin Laschet, weniger ehrlich als das malaysische Familienministerium, meint gleichwohl keinen anderen Islam als denjenigen der zutiefst reaktionären Doktrin der Scharia. Insofern völlig folgerichtig feierte der nordrhein-westfälische Integrationsminister am 27.10.2007 mit dem erklärten Gegner der der kulturellen Moderne, dem die Rechtsspaltung erstrebenden Mustafa Cerić den christlich-islamischen Dialog (15). Großmufti Cerić ist Großmufti von Bosnien und Herzegowina und Scheich im Europäischen Fatwa Rat (ECFR). Spirituelles Oberhaupt des ECFR ist Yūsuf al-Qaraḍāwī, kritische Geister nannten ihn »The Global Mufti« (16).

Die Eliten des politischen Islam feiern mit den höchsten Würdenträgern des katholischen und evangelischen Klerus wie dem Hamburger Weihbischof Jaschke den Dialog. Das gefährdet unsere Bürgerrechte und Grundrechte, solange die šarīʿa nicht hörbar zurückgewiesen wird. Irgendwann wird die Seite der šarīʿa die notwendige Macht gewonnen haben, und unsere politische und klerikale Elite um Roters und Laschet wird sagen: Da können wir nichts machen, dann den gewähren wird unseren Muslimen halt ihr Sonderrecht getreu der islampolitischen Forderung: »opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law (48)«.

Zu den offiziellen Gästen des Abends.

Bekir Alboğa. Beauftragter für interreligiösen Dialog der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Am 12.11. nach einem lauen Redebeitrag eher farblos wirkender Teilnehmer an der Als-ob-Veranstaltung namens Podiumsdiskussion. Tritt seit Jahren zum Thema Islam auf, lächelt in Kameras und vernebelt die durch den Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, attestierte Grundrechtswidrigkeit der Scharia (17). Wird aber immer wieder von Sendeanstalten, Bürgermeistern und Pfarrern eingeladen. Wenn Lügen wahrhaftig Balken zum Biegen bringen würden, müsste Alboğa auf der Wiese dozieren. Die der freiheitlichen Demokratie ja vielleicht überdrüssigen Deutschen wollen ganz offensichtlich kraftvoll belogen werden, wie Klaus Blees (Aktion 3. Welt Saar) in einem wichtigen islamkritischen Text zum kirchlich und kommunal leider hochaggressiv beworbenen Islamischen Religionsunterricht so treffend attestierte: „Die Zeiten [erläuterte Alboğa], in denen in der islamischen religiösen Erziehung mit Schlägen gearbeitet worden sei, seien längst vorbei. Mann und Frau seien von derselben Seele und vom selben Geist, deshalb dürfe es keinen Wertunterschied geben. Er [Bekir Alboğa] bekannte sich zur gleichberechtigten Stellung der Frau und zur Religionsfreiheit und konnte so seine Zuhörerschaft für dumm verkaufen (18).“

Burhan Kesici. Islamrat. Islamische Föderation Berlin (IFB), der veritable Landesverband der extremistischen, dem antidemokratischen Weltbild und kalifatischen Staatsentwurf des Necmettin Erbakan verpflichteten Millî Görüş (in Deutschland Islamische Gemeinschaft Millî Görüş, IGFM). Die IFB ist darüber hinaus nicht gerade bemüht, zu Organisationen aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft (FIOE, FEMYSO, MJD, INSSAN) auf Distanz zu gehen. Die Organisation betreibt eine Grundschule, an der Fereshta Ludin eine Anstellung fand. Die langjährige IFB-Aktivistin für Frauenarbeit Emel Abidin-Algan nennt sich Emel Zeynelabidin, verstößt kalkuliert gegen die Pflicht zum Kopftuchtragen, pfefferte ihr Kopftuch in ein Museum im Bonner Regierungsviertel um besser für das politische Kopftuch werben zu können und behauptete Anfang 2009, von ihrem Mann getrennt zu sein, mit ihm aber noch in einem Haus zu leben, der Söhne wegen (19). Die IGMG (Necmettin Erbakan setzte die adil düzen, gerechte islamische Lebensweise und Staatsform gegen nichtige Weltordnung, batil düzen) haben wir als äußerst desintegrierend zu bewerten, doch die Devise heißt: Vertrauen schaffen! Und so saß Kesici in der ersten Reihe und wurde bei Nennung seiner Funktionärsrolle für den Islamrat und die Islamische Föderation Berlin begrüßt. Auf solche Weise also setzt sich Wolfgang Schäubles im Sommer 2009 beendete dreijährige Deutsche Islamkonferenz (DIK) wie angekündigt auf Kommunal- und Bezirksebene verhängnisvoll fort, der französische Philosoph Jean-François Revel sprach von »Democracy against itself«.

Ayyub Axel Köhler. FDP Köln-Nippes. Vorsitzender im Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD). Geburt 1938 in Stettin heute Szczecin, Vertreibung und Ansiedlung im südlichen Brandenburg, nach dem Abitur in Halle Flucht aus der DDR in die BRD, Konversion zum Islam 1963 als 25jähriger Student. Kuratoriumsmitglied der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) um Thomas Lemmen. Allahkrat Köhler, 2006 Nachfolger von Nadeem Elyas als neuer ZMD-Vorsitzender, erstaunte uns bereits durch orthodoxe, kalifatsorientierte Bemerkungen wie: „Das islamische Gesellschaftssystem wird damit aber keineswegs zu einer Demokratie. Diese Staatsform ist dem Islam fremd“ und schmuggelte im Februar 2007 seinen islamistischen Freund Ibrahim el-Zayat in eine Veranstaltung der Deutschen Islamkonferenz (DIK). Ibrahim el-Zayat war von 1996 – 2002 Chef des der Muslimbruderschaft nahe stehenden Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO), das sich um Europas christliche Jugendverbände bemüht, man vergleiche dazu Nr. 043. (20). Zeitweilig war el-Zayat Vorstandsmitglied der radikalen, den Europazweig der Muslimbruderschaft bildenden Federation of Islamic Organisations in Europe“ (FIOE), Analyse der Charta der FIOE unter Nr. 140. (21). Ein Gründungsmitglied des ZMD war die Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD), deren Vorsitzender seit 2002 der erwähnte el-Zayat ist, ebenfalls Bundesvorsitzender der Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland (M.S.V.). Nummer zwei der M.S.V. ist der 1963 geborene Arzt Mehmet Sabri Erbakan, der langjährige Generalsekretär der extremistischen-radikalislamischen und türkisch-nationalistischen IGMG, der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş. Bei IGD ist das IZ München und ist der radikale Islamtheoretiker Said Ramadan (Muslimbruder) zu nennen, sein Sohn ist der gerade auch in Frankreich desintegrierend aktive (schariatreu segregierende) Tariq Ramadan. Said Ramadan hatte in Köln studiert und schrieb »Das islamische Recht«, vgl. Nr. 109. (22). Dank der als Toleranz fehletikettierten Unfähigkeit der Herren Roters und Laschet die Türe zuzumachen, weilte der Freund der Freunde der Muslimbrüder Ayyub Axel Köhler am 12.11.2009 als offizieller Gast im Kölner Rathaus mit reserviertem Sitzplatz in der zweiten oder dritten Stuhlreihe nebst seiner kopftuchtragenden Frau Gemahlin.

Martin Hein. Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und Mitglied des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen. Hat vom Islam keine Ahnung, ist aber evangelischer Bischof und darf daher nicht fehlen.

Hans-Jochen Jaschke. Hamburgs Weihbischof. Hat vom Islam keine Ahnung, ist aber katholischer Bischof.

Nicola Towfigh. Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í. Sprach am 12.11. noch vor dem Buddhisten Heidenreich und neben dem Vertreter der christlichen Orthodoxie mit Abstand das Sinnvollste, was zum Thema Religion im Rathaussaal der Piazzetta erklang. Fraglos ein politisches Friedenstäubchen, wie viele Anhänger dieser im Vergleich mit dem kriegerischen Islam durchaus Sympathien erweckenden monotheistischen Religion. Dass ihre Glaubensgeschwister in diesen Wochen im Evin-Gefängnis gefoltert werden (23), verschwieg die sanfte Menschenfreundin leider. Anklagepunkt gegen die sieben Religionsführer der Bahá’í ist „Verderbenstiften auf Erden“ und „Spionage für Israel“, ein im Allahfaschismus Iran völlig übliches religionsrechtliches Mittel, das gegen die „Ungerechtigkeit“ tatsächlich oder angeblich hörbar werdender Gesellschaftskritiker, Nichtmuslime, Islamapostaten, Kurden, Frauenrechtler, Regierungskritiker, Journalisten oder Studenten verwendet wird. Weiterhin lud Towfigh Schuld auf sich, indem sie sich dazu hergab, in dem für die Antiimperialistin und Linksextremistin Sabine Schiffer werbenden, die misogyne, kulturrassistische Scharia wahrheitswidrig als frauenfreundlich und demokratietauglich darstellenden Buch »Antimuslimischer Rassismus« (2009, Hg. Jürgen Micksch) ein Kapitel zu verfassen.

Werner Heidenreich. Ratsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union. (24).

Franz Brendle. Geschäftsführer des Runden Tisches der Religionen in Deutschland. Hat vom Islam Ahnung oder nicht, jedenfalls kooperiert er seit einem halben Jahrzehnt mit Bekir Alboğa und vermeidet es kunstfertig, darin Armin Laschet gleichtuend, das Wörtchen Scharia auszusprechen (das alle Konzentration erfordernde Spiel unserer Kleriker und Politiker: Wer zuerst Scharia sagt, hat verloren). Warum nur kommt nahezu stets, wenn christianisierte Schwaben den Dialog mit dem Islam betreiben, so etwas heraus wie der Rottenburg-Stuttgarter Katholik und Referent für kulturelle Bildung Michael Krämer oder eben wie Franz Brendle, Deutschlandvorsitzender der World Conference on Religion and Peace (WCRP) heute Religions for Peace (RfP)?

Um einmal sieben Namen der Islamverharmlosung zu nennen: Bereits 2008 und in Regensburg kooperierte der abgründig tolerante Franz Brendle mit Ayyub Axel Köhler, Bekir Alboğa und Burhan Kesici, damals waren Nicole Towfigh und Weihbischof Hans-Jochen Jaschke ebenso dabei wie der 2009 in Köln aus Krankheitsgründen verhinderte Rabbiner Henry G. Brandt, dessen jüdischer, deutscher Familie es 1939 gelang, über England nach Tel Aviv auszuwandern. Rabbiner Brandt ist seit 1985 jüdischer Vorsitzender des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (DKR).

Und so zieht die multireligiöse Karawane der Islambeschwichtigung von Stadt zu Stadt. Am 3. Juni 2009 traf sich Islamofaschist Mustafa Cerić mit Erzbischof Jaschke und Schariafreund Mathias Rohe in der Katholischen Akademie Berlin zum Kongress mit dem alarmierenden Titel: »Sharia and Muslim Social Contract in Europe (25)«, bittesehr, man wird doch noch mal über den Gottesstaat laut nachdenken dürfen. Islamist Cerić will („opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law“ (48)) die koranische Polygamie, die saudi-arabischen und nordgriechischen schwangeren Kindbräute und den Wali Mudschbir der religiösen Zwangsverheiratung.

Das Siebengestirn des interreligiösen Dialogs, das siebenköpfige Verschweigen der die geheiligte Apartheid anstrebenden politischen Scharia sonnt sich derweil im Namen der kulturellen Vielfalt (‘diversity’) in professionell gewordener Selbstgefälligkeit (26). Bei der Entgegennahme eines berüchtigten Dialogpreises (Islam Archiv Soest) ließ Rabbi Brandt sich mit Nadeem Elyas ablichten (27), die Jüdische Zeitung (JZ) ließ Herrn Elyas bereits ganz bewusst für das Kopftuch und gegen das Lehrerinnenkopftuchverbot werben (28).

Soweit die Vorstellung der Dialogprominenz, nun zu den Redetexten.

Jürgen Roters:

Erst seit dem 21. Oktober ist das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Köln an mich übergeben worden. Alle Weltreligionen sind in Köln zu Hause. Es ist sowohl der interkulturelle Dialog von Bedeutung als dass auch der interreligiöse Dialog. Ich freue mich, dass nach den Städten Hamburg, Nürnberg, Osnabrück, Augsburg und 2008 Regensburg nun Köln als Standort des vom Runden Tisch der Religionen veranstalteten Tages der Religionen gewählt worden ist. Im Radio und Fernsehen werden wir gewahr, dass die Begegnung von Glaubensgemeinschaften oder Religionen oft, leider, nicht nur friedlich verläuft. Auch die Debatte um die Kölner Moschee im Stadtteil Ehrenfeld hat uns deutlich gemacht, dass es bis zu einem gleichberechtigten Miteinander der Religionen, wie es eigentlich gegeben sein sollte, noch ein weiter Weg ist.

Wir in Köln sind stolz auf den Kampf gegen Rechts. Wir sehen die muslimischen Verbände, wie sie sich öffnen und sollten diesen guten Prozess der Öffnung bestärken. Wir bekennen die Achtung der Menschenrechte und die Achtung des religiösen Bekenntnisses des jeweils anderen. Oft wird die Frage nach den Integrationsversäumnissen laut. Schritte auf dem richtigen Weg waren die verschiedenen Integrationsgipfel und die Treffen der Islamkonferenz. Ich finde es toll, dass Integrationsminister Laschet sich mit dem Islamischen Religionsunterricht befasst. Die Aufgabe der Religionsgemeinschaften ist es, beim Integrationsprozess mitzuarbeiten und die Chancen zu befördern, die im Mitgestalten und Mitentscheiden liegen.

Doch dürfen wir die Menschen nicht allein über ihre Religionszugehörigkeit, nicht allein über ihren Glauben definieren! Wenn wir das täten, würden wir uns dem verschließen, was uns verbindet. Die Runden Tische der Religionen setzen auf Toleranz und Akzeptanz, sie bereiten den Boden für verlässliche Kommunikation. Diese Basis schafft Vertrauen.

Wir in Köln haben das Glück, dass jede Religionsgemeinschaft hier zu Hause ist. Das Gemeinsame ist zugleich das Vielfältige als die Aufgabe Kölns, eine Stadt der Vielfalt zu sein und eine Kultur der Toleranz zu leben. Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse und bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit. Unsere Aufgabe, die unsere Aufmerksamkeit verlangt, ist es, diese unterschiedlichen Bedürfnisse anzuerkennen. Vielen Dank.

Soweit Roters.

Bekir Alboga:

Sehr geehrter Herr Minister Laschet, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Roters, sehr geehrte Damen und Herren Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Presse, meine Damen und Herren,

wir leben in einem Zeitalter gewachsener kriegerischer Auseinandersetzungen, gestiegener ökonomischer und ökologischer Ausbeutung des Planeten und recht hemmungsloser Ausplünderung der natürlichen Ressourcen. Angesichts dieser Schwierigkeiten und Spannungen wird Gottergebenheit zum Lebensauftrag, der allein eine humane Politik mit dem Ziel der Versöhnung der Zivilisationen erstreben und garantieren kann. Das wäre wahrer Dienst an der Menschheit.

Bezeichnend ist die Pluralform: Zivilisationen. Wir sollten widersprechen, denn Weltbürger, universell denkende Menschenrechtler benötigen genau eine Zivilisation. Man fühlt sich an die die Pluralform in »Allianz der Zivilisationen, AoC« (Alliance of Civilizations), erinnert, jene schariafreundliche Initiative der Vereinten Nationen unter Schirmherrschaft von Ban Ki-moon. Die AoC wurde vom Islamisten und Nationalisten Recep Tayyip Erdoğan gemeinsam mit dem spanischen Politiker José Luis Rodríguez Zapatero ins Leben gerufen. In den Beraterstab der AoC bat man den iranischen Theofaschisten Khātamī. Toleranz für den Plural also, für die Mehrzahl gewaltiger Kollektive. Derartige Höflichkeit könnte in der Tat die Sollbruchstelle der kulturellen Moderne hinein ins Millet-System sein. Alboğa weiter:

Der Religionsphilosoph Peter L. Berger entwickelte hier das Gleichnis vom Sinn garantierenden Nomos, der uns in den, wie er es nannte, ungeheuren Weiten der Sinnlosigkeit, die er sogar mit einem Dschungel verglich, einen Bezugsrahmen setze und den zu kultivieren dem Menschen eine Lebensweise und Gesellschaft gestatte, die allein es vermag, dem Individuum Sinn zu verleihen (29).

Unsere unumgängliche Aufgabe ist das Gelingen des Miteinanders aller Lebewesen und Menschen. Mehr als eine Milliarde Menschen leiden Hunger – weniger Geldausgaben für Waffen könnte sie retten. Wo liegt der Ausweg, was ist unsere Chance? Die Menschheit wolle, statt nur die eigenreligiöse Wahrheit zu sehen, doch als gesamte Menschheit solidarisch kooperieren, wie mit einer Stimme denken, reden und handeln. Dieses positive Denken und Handeln ist es, was wir den heiligen Schriften entnehmen können, und das ist eine ganz andere Herangehensweise an die verehrten Texte als diejenige des Fundamentalismus. Der Prophet Mohammed, Friede und Segen seien auf ihm, sprach: Keiner ist gläubig, solange er das nicht für andere liebt, was er für sich selbst liebt.

Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen, dass ich hier im Rathaussaal heute Abend zu Ihnen sprechen durfte.

Soweit Alboğa.

Der von Alboğa soeben verwendete, bei al-Buḫārī und Muslim (Muslim ibn al-Ḥağğāğ an-Naysābūrī) überlieferte Ausspruch des Propheten (ḥadīṯ) stammt oft aus dem so genannten Buch der Vierzig Hadithe (al-kitāb al-arbaʿīn bzw. al-arbaʿīn an-nawawiyya) des Yaḥyā bin Šaraf ad-Dīn an-Nawawī (1233 – 1278), wo es im dreizehnten Hadith heißt: Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht.

Der an Naivität kaum übertreffliche Optimist oder auch aggressiv-herrschsüchtige Friedensstifter Hans Küng hat diesen universalistisch anmutenden Vers in sein Buch »Projekt Weltethos« (1990) einfließen lassen. Herrn Küng geht es allen Ernstes um den Weltfrieden, ein löbliches Tun. Was leider eine unstatthafte Verkitschung der kulturrassistischen islamrechtlichen Dhimmitude (ḏimma) ist, die zu vervollkommnen eben auch al-Buḫārī und an-Nawawī bestrebt waren und in der es in Saudi-Arabien oder im Iran bis heute darum geht, ethnoreligiöse Kollektive bewusst verschiedenstufig zu privilegieren sprich abgestuft zu entrechten. Für Hadith Nummer 13 aus besagtem Büchlein schwärmt die der radikalen, um 1975 im spanischen Granada gegründeten Murābiṭūn-Bewegung (30) nahe stehende »Islamische Gemeinschaft in Deutschland / Weimar Institut« in ihrer Islamischen Zeitung (IZ) (31). Ein weiterer Verwender dieses islamischen Prophetenwortes ist Islamist Aḥmad von Denffer (32).

Durch die ökumenischen Dialogfreunde in Köln 2009 oder München 2010 wird beinahe suchtartig und sehr wirklichkeitsblind ein absolut reziprokes Gönnen universeller Menschenrechte auch in den Islam hinein interpretiert. Nach der Maßgabe der šarīʿa aber ist mit dem Wort des an-Nawawī das Zubilligen von einem einzigen diskriminierenden Gesetz gemeint, von einem einerseits einheitlichen und andererseits weltweit geplanten Apartheidsstaat der haqq Allāh (Allahkratie), insofern allerdings gleich zweifach universell.

Aḥmad von Denffer wird den frommen an-Nawawī keineswegs falsch, keineswegs gleichheitsfeministisch und Apostaten gleichbehandelnd verstanden haben, als er mit Amir Zaidan, das ist der mittlerweile in Wien lebende Islamisierer mit der widerlich reaktionären Kamel-Fatwa, islamische („Sinn stiftende“, Alboğa 2009) Sprüche, darunter auch einige von an-Nawawī, zu einem erbaulichen Büchlein versammeln ließ mit dem Titel: »Scharia – Der Weg zu Gott«, erschienen im Verlag Islamisches Zentrum München also in der Druckerei der bibliophilen deutschen Muslimbrüder.

Der nächste Redner betritt die Bühne, der Integrationsminister.

Armin Laschet:

Guten Abend meine sehr verehrten Damen und Herren, ich darf Ihnen die Grüße meines Oberbürgermeisters übermitteln.

Diese Stadt ist weit bekannt als »Dat Hillije Kölle«. Bereits im 12. Jahrhundert sind die Gebeine der heiligen Ursula nach Köln verbracht worden, eine Heilige, die seit 1642 große Verehrung genießt. Köln ist katholischer Baugrund, aber: Köln ist die Heimat für 120 Religionen oder Glaubensgruppen, Köln ist katholisch – und multireligiös.

Es wäre wenig taktvoll, alle Nichtkatholiken unter die pauschalisierten Multireligiösen zu subsumieren. Alarmierender, dass die säkulare Bürgergesellschaft jetzt wie abgeschafft erscheint. Werden die ihren Göttern und geistlichen Eliten unterworfenen Kölner künftig nicht länger in Rathäusern und Gerichtssälen vertreten werden, sondern durch interreligiöse Konvente oder Runde Tische der Religionen?

Armin Laschet weiter:

Der Kölner Dom beispielsweise ist unter den preußischen Königen vollendet worden.

Seit dem Jahr 321 ist das Judentum in dieser Stadt nachweisbar, fast so lange wie das Bistum Köln, das acht Jahre eher, 313 gestiftet wurde.

Konrad Adenauer war vormals Oberbürgermeister von Köln und hat sich für den Wiederaufbau der im Nationalsozialismus zerstörten Synagoge in der Roonstraße eingesetzt. Das dritte zentrale Bauwerk der Abrahamsreligionen ist, nach Dom und Synagoge, nun die Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld, Bauherr ist die DITIB.

Als sich Rechtsradikale gegen den Moscheebau einsetzen wollten, da haben alle Kölner zusammengehalten. Das ist vermutlich das erste Mal in der deutschen Geschichte, dass die Bevölkerung einer ganzen Stadt ihre Muslime schützt, damit diese sich einen würdigen Ort der Gottesverehrung erschaffen können, ein ermutigendes Beispiel, von dem alle Menschen in Deutschland profitieren können.

Wir sehen hierbei, wie wichtig die Bedeutung der Religionen ist, von Religionen, die für Offenheit und Respekt stehen. Der interreligiöse Dialog ersetzt dabei die Integrationsarbeit nicht, begleitet sie aber. Daraus ergibt sich zweierlei:

a) man kann keine Integration ohne Religion machen, und

b) man wird lediglich über Religionsdialoge keine Integrationsarbeit, keine Integrationspolitik machen können.

Beide, die Religion im Singular und die Religionen im Plural ist beziehungsweise sind wichtig. Da gibt es etwa den theologischen Dialog, wie er sich nach der Papstrede in Regensburg entfaltet hat. 38 islamische Gelehrte antworteten dem Papst, aus meiner Sicht ein Meilenstein.

Damit wurde der Dialog aber erst eingeleitet, denn 138 islamische Gelehrte brachten sich mit einem sehr wichtigen Dokument in den Dialog ein. Dabei haben wir in Deutschland und von der christlichen Seite immense Probleme, denn vieles, was für einen starken Dialog nötig wäre, ist bei uns in Deutschland verloren gegangen. Im Bistum Essen etwa mussten neunzig Kirchen seit 2007 verkauft werden, ich wiederhole, neunzig Kirchen, seit 2007, woran nun wirklich nicht die Muslime schuld sind.

Ich habe noch nie so viele Einladungen zum Iftar-Essen bekommen wie in diesem Jahr. Das sind äußerst interessante, vielfältig besuchte Abende, oft sind 50 % der Gäste Nichtmuslime. In dem Grundsatz des religiösen Fastens entdecken wir ja viele Parallelen mit dem Christentum: auch bei uns gibt es eine Zeit des Verzichts, eine Zeit der Rücksicht auf die Armen. Christen und Muslime haben die wichtige Aufgabe, über das Gemeinsame zu reden, nicht über das Trennende.

Iftar beeindruckt mich, wir müssen respektieren, was anderen heilig ist.

Heiliger Apostatenmord, Ehebrecherinnensteinigung oder heiliges Handabhacken? Mit körperlicher Gewalt aufgezwungene oder mit der Angst vor der Höllenqual andressierte Kopftücher und sonstige „die Keuschheit wahrende“ Bedeckungen? Zehnjährige Ehefrauen und geheiligt zwangsverheiratende Väter? Herr Laschet, derlei Scharia genannte Barbarei gehört für mich als Sozialarbeiter ebenfalls zum islamischen Fastenbrechen des ifṭār, und diese Relikte aus dem Mittelalter möchte ich ganz und gar nicht respektieren.

Oft ist, die geplante Moschee in Köln-Ehrenfeld betreffend, von Parallelwelt die Rede gewesen, die Muslime würden sich dort mit eigenen Läden versorgen, im Moscheebereich einen eigenen Bäcker und eigene Teestuben haben.

Genau, die schotten sich ab. Apartheid in Köln, um die Begegnung mit den dämonisch ekligen Unreinen und ihrer verruchten Lebensweise vermeiden. Dann der Aufbau von Scharia-Ausbildung und Schariarechtssprechung, anfangs als Erziehungsberatung, Streitschlichtung, Koranschule oder Konfliktberatung daherkommend, anschließend, bereits jetzt, das Abschließen der verlässlich Frauenen diskriminierenden, im übrigen keine Rechtssicherheit bietenden Imam-Ehen, dann rasch veritable, zunächst inoffizielle Scharia-Gerichte. Großbritannien, so wurde im Juni 2009 bekannt, hat von dieser »Islamic Justice behind closed doors«, dieser Islamischen Rechtssprechung hinter verschlossenen Türen siebzehn mal mehr als gedacht, nämlich fünfundachtzig Orte der zumeist illegalen Rechtssprechung (33). Minister Laschet schweigt zu dieser rückwärtsgewandten Innovation, diesem Fortschritt ins Mittelalter oder hat von der šarīʿa nach wie vor keine Ahnung. Man bemerke: Das Wort Scharia verwendet Laschet ganz bewusst nie. Unser Integrationsminister weiter:

Was sollen wir Kölner dazu sagen, ist der Katholische Kinderkarten und das katholische Alten-Café an der Kirchengemeinde nicht auch eine Parallelwelt? Was soll gerade ich dazu sagen, der ich in einem katholischen Krankenhaus geboren worden bin, eine Katholische Grundschule besucht habe, in einer Katholischen Studentenverbindung, einer nichtschlagenden, war und mein Konto bei der katholischen Pax-Bank führe?

Viele Signale beginne ich mit anderen Augen zu sehen. Beispielsweise hörte ich 2008 die Nachricht: Es fasten weniger Muslime im Ramadan. Ich muss mich aber genauer fragen: Ist das integrationspolitisch jetzt eine gute oder eine schlechte Nachricht? Soll ich etwa denken: „Gottseidank sind die Muslime nicht gläubig?“

Der Dialog zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften ist ein altes Thema. Das betrifft auch den Islam. Aber bitte, wie lange haben wir gebraucht? Da gab es den Bismarckschen Kulturkampf und das Vorurteil in Berlin: Die Rheinländer sind keine richtigen Deutschen, die stehen dem Papst in Rom näher als dem Kaiser in Berlin. Da ist jetzt der Islam!

Unverzichtbar ist, dass die Religionsgemeinschaft, welche auch immer, unser Grundgesetz anerkennt, unsere Werteordnung. Darüber hinaus ist es notwendig, die Religion offensiv zu vertreten! Wir brauchen kein überkorrektes, übervorsichtiges „Season’s Greetings“, nein, auf unseren Postkarten darf sehr selbstbewusst „Merry Christmas“ oder „Frohe Weihnachten“ stehen.

Wie Staat und Religionen aufeinander bezogen sind, kann uns vielleicht der Philosoph Habermas sagen, der anlässlich seiner Rede zur Entgegennahme des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (2001) betonte, dass moderne Gesellschaften auf das Fortbestehen ihrer religiösen Sinnsysteme angewiesen sind, der Philosoph sprach von vorpolitischen Ressourcen. Hilfreich ist sicherlich auch das berühmte Böckenförde-Theorem, nach dem der freiheitlich-säkulare Staat von Voraussetzungen lebt, die er selbst nicht schaffen kann.

Bei Zeus! Im Namen der Kulturpädagogik und der heiltherapeutischen psychischen Ganzheit ruft Laschet die Fetische und Stammesgötter herbei.

Respekt vor den Anderen, Respekt vor den Alten, Respekt vor den Schwachen, das lässt sich nicht verordnen.

Hat Allahgott auch gar nicht vor. Der steinigt den Glaubensschwachen, zwangsverheiratet die lesbische Tochter und lehrt mit der Charta der Ḥamās den Hass auf die Juden, Artikel 7: »Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‘Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!’«, mein lieber Herr Laschet, so integrieren Sie doch.

Unter den marokkanisch- oder türkeistämmigen, regelmäßig unter oft schwerer körperlicher Misshandlung aufgewachsenen Jungen bedeutet die einem jeden Jugendarbeiter gegenüber erhobene Forderung nach ‘Respekt’ nichts anderes als ‘praktiziertes Mobbing, genüsslich verursachtes Entsetzen’. Dort, wo Armin Laschet nicht mehr hinkommt, in den Vierteln, wo der ḥiǧāb und die burqa, die Aussage also: „Ich habe einen männlichen Besitzer“, die akzeptierte (schariatreue) Frau von der echten oder erklärten türkischen Nutte oder kulturbedingt sittenlosen deutschen Schlampe unterscheidet, in Straßenzügen, wo es innerhalb von zehn Jahren schon einen, zwei oder drei Ehrenmorde gegeben hat und die Importbräute ebenso alltäglich sind wie die in den Sommerferien in der Türkei verschwindenden Schülerinnen, da heißt „Ich will Respekt“ nichts anderes als „Ich will, dass du Angst vor mir hast!“

Diese Viertel liegen durchaus auch in Duisburg-Marxloh und Köln-Ehrenfeld, und was die Schariamaschinen namens Großmoschee dort bewirken, wird sich erst noch zeigen. Der Grundstein für die DITIB-Moschee ist seit wenigen Tagen gelegt – die aus dem Mai 2007 stammende Aussage von Ralph Giordano trifft die Sache bis heute gründlich: »Stoppt den Bau dieser Moschee. Es ist ein falsches Signal. Wahr ist, dass die Integration der muslimischen Minderheit in Deutschland gescheitert ist (34)«.

Laschet und Schäuble sind bereits jetzt zu ängstlich oder gerissen genug oder beides, uns auf die Grundrechtswidrigkeit des Menschenbildes des Islam hinzuweisen. Zu feige, die Doktrin des orthodoxen sprich revolutionären Islam, der so genannte Islamismus ist lediglich seine Modifikation, anzusprechen. Die an Allahs Recht orientierten Imame der Millî-Görüş, des VIKZ oder von der DITIB werden unseren Integrationsministern und nichtmuslimischen Islambeauftragten diese Arbeit ebenso wenig übernehmen wie der staatsislamische Schatten Allahs auf türkischer Erde, der an der Scharia orientierte Ali Bardakoğlu (35). Wenn sich Laschet vielleicht auch noch keine priesterlichen Kompetenzen anmaßt, so spielt er sich hier doch zum Religionspsychologen und Religionspädagogen auf. In einem der Wissenschaft verpflichteten Denken aber ist unser Integrationsminister als Psychologe oder Pädagoge inkompetent. Doch Laschet lässt nicht locker:

Wir Deutschen haben Familien die nicht mehr wissen, was Erziehung ist, was Form ist.

Stimmt. Die türkeistämmigen Neo-Rheinländer und Neo-Westfalen oft nicht viel anders. Will Laschet, dass die dekadenten Ur-Deutschen jetzt die angeblich bewundernswerten türkischen oder kurdischen Familienmodelle übernehmen?

Es müssen bald wieder mehr Kinder werden, die zu Sankt Martin in unserer Straße singen, nicht nur zwei. Es sollten weniger Kinder sein, die bei Halloween mitmachen, nicht zehn, wie heute.

Jawoll, singen für das Abendland und den Islam! Dass alles Brauchtum unserer (begrenzten) Hingabe und Pflege bedarf, ist den meisten Schariakritikern klar.

Was hatten wir für eine religiös begründete, gruppenbezogene Trennung? Ich erinnere mich an das protestantische Kind, dass zwar zur Fronleichnamsprozession die Straße mit schmücken durfte, aber an der Prozession teilnehmen durfte es nicht.

Wir im Okzident waren also auch mal böse. Herr Integrationsminister, möchten Sie uns etwas zur Abmeldung so genannter „muslimischer Kinder“ vom Schwimmunterricht, Sexualkundeunterricht und von der Klassenfahrt sagen?

Mit dem Islam wird es ungleich schwieriger werden, doch bin ich mir sicher, dass wir es schaffen werden.

220.000 jüdische Menschen sind nach Deutschland gekommen.

Wie bitte, sollen sich die Juden an Stelle der Muslime integrieren? Die Zuzüge der jüdischen Kontingentflüchtlinge sind von 1996 bis 2000 von 12.000 auf 6.800 Personen im Jahr gefallen (BMI, 30.04.2004). Besagten uns hoch willkommenen Juden brüllen, sofern der Mann seinen breitkrempigen schwarzen Hut oder seine Kippa trägt, meine türkeistämmigen Nachbarskinder „Scheißjude, Scheißjude!“ über den Marktplatz hinterher, ein Ruf, der hier seit siebzig Jahren nicht ertönt ist.

Wir dürfen Integrationsdefizite nicht mit der Religion verknüpfen. Wenn einmal muslimische Zuwanderer nicht integriert sind, dann ist das nicht religiös bedingt, sondern sozial, da die Osteuropäer nahezu alle aus der Mittelschicht stammten, die Türken jedoch aus der bildungsfernen Landarbeiterschaft. Nehmen wir die Latinos in den USA, die sind auch oft schlecht integriert, doch niemand käme auf die Idee, zu sagen, die Ursache dafür sei das Katholische.

Die BRD hat nur dann die Chance auf eine friedvolle Zukunft, wenn und solange der Glaube an den für Muslime, Christen und Juden gemeinsamen Gott erkannt und gelebt wird.

Profi Laschet betreibt Götterverschmelzung. So ein Schwachsinn! Der Gott des Neuen Testaments oder der Gott der jüdischen Bibel, des Tanach, ist nicht derjenige von Koran und Hadithen. Gleichzeitig schwingt hier Erpressung mit: Ohne eure sofortige Wertschätzung dem Allahgott und dem Scharia-Islam gegenüber wird es hier Krieg geben, eine Meinung, die wir auch deshalb nicht zu teilen brauchen, weil in Deutschland Religionsfreiheit längst besteht und es zur gelingenden Integration darum geht, das unter orthodoxen Muslimen mit einiger Brutalität durchgesetzte Schariagesetz abzulegen, jedenfalls überall dort, wo es gegen die Verfassung verstößt, also an seinen meisten Stellen.

In diesem Sinne wünsche ich der Arbeit des Rundes Tisches der Religionen auch weiterhin ein erfolgreiches Arbeiten und darf auf einen Satz aus der Kölner Friedensverpflichtung vom Oktober 2006 hinweisen, welcher lautet: »Wir verpflichten uns mit unserer Unterschrift, zum Frieden in der Stadt beizutragen und das im Alltag und 365 Tage im Jahr und alle Jahre«.

Soweit Armin Laschet.

Man war ‘gebrieft’ und verdient schließlich bares Geld mit dem Dialogbetreiben, daher kann auf Widergabe der sich anschließenden, papageienhaft nachgeplapperten Floskelsammlung namens Podiumsdiskussion weitgehend verzichtet werden.

Rasant kratzte Bischof Jaschke die Kurve vom Schrei nach seinem ertrinkenden Gott bis hin zum Glaubensbekenntnis, Frontkämpfer der Scharialehre im Klassenzimmer staatlicher Schulen zu sein:

Gott darf nicht untergehen! Die Moral darf nicht untergehen: Was ist gut?! Was ist böse?! Mit Zwang allerdings kann man nichts glauben. Ich will den Islamischen Religionsunterricht!

Soweit Jaschke, gleich da drüben ist der Rettungsschwimmer.

Bekir Alboğa:

Der Islam ist in der Tat eine Herausforderung für diese Gesellschaft – aber eine positive! Wir Muslime ermuntern die Juden und Christen, ihren Glauben ernster zu nehmen. Wir möchten als ein würdiger Teil der Gesellschaft verstanden werden.

Wir brauchen Lehrstühle für Islamische Theologie.

Wir Muslime zahlen GEZ, aber können im Fernsehen nicht sprechen. Wir möchten die Partizipation erreichen – und dazu sind wir bereit, jeden positiven Beitrag zu leisten.

Ich bin ein Mensch, der gerne und mit Genuss Türkisch, der gerne und mit Genuss Arabisch und der gerne und mit Genuss Deutsch spricht. Soweit ich meine Identität behalten kann, ist Integration in Ordnung.

Alboğa sagt damit ungefähr: ihr vernachlässigt eure Religionspflichten, zugleich entwürdigt ihr uns! Ihr diskriminiert die muslimischen Steuerzahler! Und, fast wörtlich: Wenn ihr mich so lasst wie ich bin, akzeptiere ich die Integration! Gerade das letzte Ansinnen müssen wir zurückweisen, solange auch in Europa islamische Geistliche es für ihre „Identität“ halten, im Namen der Religionsfreiheit die Forderung »opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law« zu erheben. Zumindest dem Großmufti Cerić ist zu sagen: Sie dürfen sich womöglich in Mitteleuropa ansiedeln, doch ihre „Identität“ (Alboğa) als Streiter für den Gottesstaat müssen Sie ablegen. Entsprechend haben wir das durch namhafte deutsche Pädagoginnen oder Soziologinnen betriebene Verharmlosen der Braut im Kindesalter, der Cousinenehe und der arrangierten Ehe sprich Zwangsehe zurückzuweisen (36), (37), ähnliches gilt für das Lehrerinnenkopftuch, den Gesichtsschleier im Rathaus und einiges mehr.

Auch die erbrechtlichen oder frauenpolitischen Verfügungen der auf Ewigkeit angelegten Scharia sind vom Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (Artikel 4 Religionsfreiheit) nicht gedeckt. Die schafiitische FGM ist in der kulturellen Moderne kein Herstellen der für das gültige Gebet unverzichtbaren rituellen Reinheit (38), sondern juristisch schlicht Körperverletzung und psychologisch einzuordnen als sexualmagische, dem Begriff der ekklesiogenen Neurose vergleichbare ‘islamogene Neurose’.

Sehr geehrte Herren Alboğa und Laschet, das westliche Europa hat eine durchaus brauchbare Rechtssprechung und keinen Bedarf am Aufbau einer zweiten, im Namen der Religionsfreiheit implementierten Ebene gerichtlicher Struktur, in der das Islamische Fallrecht aus der ewigen Quelle der šarīʿa permanent neue, Frauen entrechtende und kulturrassistisch orientierte Urteile schöpft. Die politisch realisierte (juristisch implementierte) šarīʿa strebt nach Kohärenz. Eine halbes Islamisches Recht oder eine gezähmte Scharia wird es auf Dauer nicht geben können, wie die oftmals bürgerkriegsähnlichen Situationen in Staaten wie Nigeria, Algerien, Ägypten, Somalia, Irak, Afghanistan, Pakistan und Indonesien belegen, mittlerweile sogar in Thailand und auf den Philippinen. Den Säkularen unter den Muslimen in aller Welt sowie den (beispielsweise deutschen) Ex-Muslimen haben wir dabei nicht in den Rücken zu fallen, auch nicht als Imam oder Integrationsminister.

Was am 12.11.2009 mit Armin Laschet und den Freunden der Freunde der Millî Görüş und der Muslimbruderschaft im Kölner Rathaus veranstaltet wurde, wird nicht in Richtung der notwendigen Integration zielen können. Integration bedarf der theoretischen Rechtseinheitlichkeit für alle Staatsbürger und ist praktisch auf die tatsächliche Zugänglichkeit der Grundrechte auch für Töchter traditionell oder revolutionär-gegenmodern geprägter muslimischer Großfamilien angewiesen, nicht zuletzt bedeutet das die praktikable Möglichkeit der Flucht in eine schariafreie Zone namens Frauenhaus, Frauenberatungsstelle, Arztpraxis, Polizeistation oder Gerichtssaal.

Was rund um den Tag der Religionen 2009 in Köln veranstaltet wurde, zielt leider eher in die Richtung der von den Islamisten gewünschten Rechtsverschiedenheit und abgeschotteten Gegengesellschaft. Einer Gegenmoderne und Gegendemokratie, die sich hinter Schariagrundsätzen wie der geheiligten Meidung der Nichtmuslime und ihrer Verhaltensweisen (nach dem Grundsatz al-walāʿ wal-barāʿa) versteckt und immer wieder hinter dem Verschleiern des weiblichen Körpers, etwas irreführend Kopftuchkonflikt genannt.

Kann auch in Toronto, Sydney, Marseille oder Amsterdam eine Zerlegung der Bevölkerung stattfinden nach dem islampolitisch erwünschten Staatsverständnis vergangener, südasiatischer Jahrzehnte? Mit den Worten des poetischen Theokraten der »Two-Nations Theory«, Sir Muḥammad Iqbāl:

»Hindus und Moslems haben verschiedene religiöse Hintergründe, haben ein anderes Alltagsleben und eine andere Literatur. Sie heiraten nicht untereinander und essen auch nicht miteinander, da sie zu zwei verschiedenen Kulturen gehören, die auf widersprüchlichen Ideen und Konzepten beruhen. […] Das Zusammenzwängen solcher Völker in einem einzigen Staat – die einen als zahlenmäßige Minderheit, die anderen als Mehrheit – muss zu wachsender Unzufriedenheit und schlussendlicher Zerstörung der Regierungsstrukturen eines solchen Staates führen (39).«

Muḥammad Iqbāl war orthodoxer Muslim, seine Religion hat er keinesfalls falsch verstanden. Mister Iqbāl, leider auch Sir, hätte inzwischen willige europäische Helfer. Der radikale Kulturrelativist und Schweizer Anthropologe Professor Christian Giordano faselt von „kulturellen Eigenheiten“ und begrüßt das Europa der rechtsungleichen Glaubensnationen als „Rechtspluralismus“ (40). Der Schweizer fordert den rechtsgeschichtlichen Rückfall ins Talionsprinzip (Vergeltungsrecht).

Le droit des royaumes barbares (41). Fort mit der (römischen; schweizerischen; bundesdeutschen) Rechtseinheitlichkeit für alle Staatsbürger, im Zeichen des Islam beglücke uns so etwas Ähnliches wie die Neuauflage der Germanischen Stammesrechte.

Die muslimische Forderung nach einem Ausstieg aus den für alle gemeinsam geltenden Rechten der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschlands ist vor drei Jahren durch Jörg Lau bekannt gemacht worden. Im Internet zu finden ist sie auf einer in Bahrain, dem Wohnsitz des Herrn al-Qaradawi ansässigen Website (www.rijaset.ba) in den fünf Sprachen Englisch, Bosnisch, Arabisch, Französisch und Deutsch (333). Das dabei im Titel der Charta verwendete arabische Wort für ‘Erklärung’ (al-iʿlānu), das mag unvermeidbar sein wenn auch sicherlich nicht unbewusst, ist dasjenige der AEMR, arabisch al-iʿlānu l-ʿālamīyu li-ḥuqūqi l-insān, der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte New York 1948. Gewiss, solche Worte sind unschuldig und werden Verwendung finden müssen. Wir Kritiker des orthodoxen Islam lassen uns die Worte auch nicht von den globalisierten islamischen Fundamentalisten und ihren deutschen multikulturellen Helfern aus Politik und Kirche klauen, auch nicht das Wort Glaube, al-imān, auch nicht das Wort Vertrauen, aṯ-ṯiqa, denn das Arabische soll uns ebenso kostbar bleiben wie das Deutsche oder das Weltbürgerliche.

In Berlin nennt sich ein radikalislamischer Verein nach dem im AEMR unvermeidbaren Wort ‘Mensch’ (insān), der INSSAN e. V., zu dem die Islamische Föderation Berlin (IFB) um politreligiöse Aktivisten wie Burhan Kesici und Emel Abidin Algan (Tochter von Muslimbruder Dr. Yusuf Zeynel Abidin) wenig Berührungsängste haben. Kesici schließlich war am 12.11.2009 Gast beim gewählten Oberbürgermeister in der spätherbstlichen Domstadt. Auch ein nachhaltig säkularer Islam müsste, sofern er das Arabische verwendet, von iʿlān, ḥuqūq und insān sprechen dürfen, die Worte Erklärung, Rechte und Mensch verwenden. Solange aber mit der Forderung nach einer anhand von den Rechten Gottes, den „Gottesrechten“ (ḥuqūq Allāh) aufgebauten Gesellschaftsordnung kein anderer Islam als der derjenige der seit acht oder neun Jahrhunderten totalitär und total verfestigten kulturrassistischen und Frauen entrechtenden Scharia gemeint ist (42), solange das Wort ḥaqq beziehungsweise ḥuqūq ebenso ‘Recht, Rechte’ wie auch ‘Wahrheit, Wirklichkeit, Letztgültigkeit und Islamoffenbarung’ meint, dürfen wir uns nicht („interkulturell“) blenden lassen, wenn wir Deutschlands legalistisch aktive Muslime beispielsweise von „das Kopftuchverbot für Lehrerinnen ist ungerecht“ jammern hören, wenn Gerechtigkeit also nichts anderes bedeuten soll als Schariakonformität.

Zur Kopftuchdressur und Kopftuchpflicht, es geht um den Hidschab (ḥiǧāb), hat der Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, im September 2009 Wichtiges gesagt:

»[Islam und islamisches Recht] weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann. … Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten (43).«

Die Scharia, der orthodoxe Gesetzesislam ist verfassungswidrig – und Hans-Jochen Jaschke, Franz Brendle oder Armin Laschet ist das völlig gleichgültig.

Aus einer Perspektive der gewünschten nachhaltigen Rechtseinheitlichkeit im Personenstandsrecht, namentlich im Heirats- und Familienrecht (walī muǧbir, neun- oder zehnjährige Ehefrauen, Polygamie, Verstoßung der Ehefrau) und im Aufenthaltsbestimmungsrecht (Kinder gehören dem Vater), aber auch aus der Sicht der universellen Menschenrechte und der von ihnen abgeleiteten deutschen Grundrechte selbst für Frauen und Islamapostaten war die Veranstaltung am 12.11.2009 in der Piazzetta des Historischen Rathauses der Stadt Köln nicht lediglich eine riesengroße Dummheit, sondern bereits eine kleine Katastrophe.

Munir D. Ahmed hat den qurʾān nicht falsch verstanden: „Der Koran … läßt rechtliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern zum Nachteil von Frauen zu (44)“.

Es geht um Aufstand.

Die säkulare Demokratie plane gegen derlei interreligiös-dialogisches Treiben den rebellischen eigenen AUFstand im Sinne der weltberühmten, genau ein Jahrhundert früher als das verteidigenswerte Grundgesetz niedergelegte Schrift »Resistance to Government (1849)«. Der später als »Civil Disobedience« nachgedruckte Essay von Henry David Thoreau ist in Deutschland als »Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat« bekannt geworden.

Der amerikanische Gesellschaftskritiker, Pädagoge und Humanist Thoreau hat damit jenen Begriff vom Zivilen Ungehorsam geprägt, auf den es für Europa jetzt ankommt, um die heranschleichende Zerspaltung der europäischen und bundesdeutschen Staatsbürger in rechtsverschiedene Religionskollektive erfolgreich abzuwenden, die von den englischen Islamisierungsmaschinerien namens »Council of Faiths« (45), (46), (47) und ihrem deutschen Pendant »Tag der Religionen« oder »Runder Tisch der Religionen« ausgeht. Nach Köln war John Smith vom »Council of Faiths« persönlich eingeladen worden und wurde explizit als beispielhaft gelobt – Großbritannien hat 85 Schariagerichte.

Katholische Priester und evangelische Pfarrer seien aufgerufen, islamverharmlosende „abrahamische Dialogforen“ und interreligiöse Gespräche im Geiste von Annemarie Schimmel (†), Rheinhard Kirste, Thomas Lemmen, Melanie Miehl und Dorothee Schaper nach Möglichkeit zu boykottieren. Christliche Theologiestudenten und islamische Endverbraucher seien ermuntert, sich mit der Grundrechtswidrigkeit, schwarzen Pädagogik (Rutschky) und kulturellen Gegenmoderne der Schariagesetzlichkeit zu befassen (43).

Es geht um Abstand.

Jeder muslimisch empfindende Mitbürger halte zu Figuren wie Kesici, Alboğa und Köhler ABstand und bete gemeinsam, sofern er überhaupt gemeinsam beten möchte, mit solchen säkularen Muslimen, wie sie Bassam Tibi oder Necla Kelek längst würdig vertreten. Wer als Kind oder Jugendlicher in eine Koranschule oder Moschee gehen muss, sollte nicht alles glauben, was ihm da erzählt wird – Entsprechendes sagen wir schließlich auch jungen Zeugen Jehovas oder fundamentalistisch-christlichen Kreationisten. Fundamentalismus ist nicht angeboren, beispielsweise gibt es auch kein Kopftuch-Gen.

Es geht um Verstand und Anstand.

Politikern wie Laschet oder Roters sei zugerufen: Was fehlt euch denn, habt ihr keinen VERstand oder keinen ANstand?

Jacques Auvergne

(1) Wird hier ein in Gründung befindliches Millet-System Bundesrepublik Deutschland christlich-ökumenisch bejubelt? Kirchentag 2010 soll die in Köln betriebene Schariaverharmlosung (12.11.2009) „begeistert und tolerant“ fortsetzen

http://www.domradio.de/aktuell/artikel_58484.html

(2) Petersburg Declaration. Secular Islam Summit: »We insist upon the separation of religion from state and the observance of universal human rights…. We are believers, doubters, and unbelievers, brought together by a great struggle, not between the West and Islam, but between the free and the unfree.«

http://www.centerforinquiry.net/isis

(3) Geheiligten Sex nur mit der Ehefrau, gerne auch dreizehnjährigen oder zehnjährigen Ehefrau. Gilt Allahs multikulturelles und multireligiöses Recht dank Armin Laschet und Jürgen Roters demnächst auch in Köln am Rhein?

RIYADH – Abdul Aziz Aal Al-Sheikh, Grand Mufti of the Kingdom, has said girls as young as 10 years old can be married. … „We hear often in the media about the marriage of minors. We must know that Shariah law is not unjust for women,“ Aal-Al-Sheikh was quoted as saying. „If it is said that a woman below 15 cannot be married, that is wrong. If a girl exceeds 10 or 12 then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice.“

http://www.saudigazette.com.sa/index.cfm?method=home.regcon&contentID=2009011526744

(4) Islam ist Zwangsverheiratung, Wali Mudschbir

wali mujbir: Familienministerium Malaysia

»1. Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

6. Who is a Wali Mujbir?

Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.«

http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&code=4&faqtitleID=5&lang=eng

(5) Katholik, Bischof, Islamfreund: Zollitzsch

http://schroeter.wordpress.com/2008/11/13/brief-an-erzbischof-dr-zollitisch/

(6) Evangelisch, Bischöfin, Islamfreundin: Jepsen

http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/bischoefin-jepsen-erklaert-solidaritaet-mit-muslimen-in-deutschland.html

(7) Ökumenischer Kirchentag München 2010

http://oekt2010.wordpress.com/

(8) Fundamentalistin Rabeya Müller aus Köln als Gastrednerin beim Evangelischen Kirchentag, Bremen 2009

http://www.wir-sind-kirche.de/index.php?id=372

(9) Pfarrer Kirste (Intr°a) und Rabeya Müller

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/18/098/

(10) Rabeya Müller bei bpb

http://www.bpb.de/wissen/J88F69,0,0,Expertin_Experte.html?rid=258

(11) Imam Ucar, Bischöfin Jepsen rechtleitend

http://www.bild.de/BILD/hamburg/aktuell/2008/05/23/kollaps-am-grab/hg-religionsfuehrer.html

(12) Von Familie hingerichtet: Morsal Obeidi

http://www.welt.de/vermischtes/article3212964/Staatsanwalt-erhaelt-Morddrohungen-nach-Urteil.html

(13) Ramazan Ucar: Tradition oft schlecht, Islam immer gut, bei Ehrenmord der Familie weniger Tradition, und einfach mehr Islam!

http://www.bild.de/BILD/hamburg/aktuell/2008/05/23/kollaps-am-grab/hg-religionsfuehrer.html

(14) Allahs gutes Recht. Schwangere Elfjährige, aber islamrechtlich ehrbar bitte nur als Ehefrau. Integrationsminister Laschet schweigt angestrengt. Barbara Kirchner: »Zwölfjährige bekam in Zwangsehe ein Baby«

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

Islamprinzip Kindbraut. Michael Kreutz: »In Griechenland, wo die Scharia noch gilt«

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

Düsseldorfer Kindbraut, Gerichtsverhandlung. Katharina Rüth: »Ehefrau mit elf Jahren«

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duesseldorf/2009/10/29/news-138750611/detail.html

(15) Politiker Laschet trifft den Islamisten Cerić

http://www.chrislages.de/25cig_presse.htm

(16) The Global Mufti: The Phenomenon of Yusuf Al-Qaradawi (Die Herausgeber sind: Bettina Graf und Jakob Skovgaard-Petersen, bei: C Hurst & Co Publishers Ltd. November 2008

http://www.amazon.de/Global-Mufti-Phenomenon-Yusuf-Al-Qaradawi/dp/1850659397

(17) Die Scharia ist verfassungswidrig. Richter Bertrams zum Islam und zum islamischen Recht: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann. … Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[id]=2381&news[image]=1&news[action]=detail

(18) »Islamischer Religionsunterricht an saarländischen Schulen?« Kommentierender Bericht zu einer Podiumsdiskussion in Dillingen. Von: Klaus Blees (a3wsaar)

http://www.a3wsaar.de/de/islamismus/islamunterricht/

(19) Emel Zeynel Abidin. Kalkuliert ohne Kopftuch den denkbar erfolgreichsten Kopftuchdschihad ausüben

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/02/07/097/

(20) FEMYSO. Jugendarbeit

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/01/13/043/

(21) FIOE. Charta

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/09/20/140/

(22) Said Ramadan: Das islamische Recht

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/06/109/

(23) Die siebenköpfige Bahá’í-Führung des Iran bewohnt die noch stets menschengemachten Hölle, hier das Evin-Gefängnis

http://www.cnn.com/2009/WORLD/meast/08/16/iran.bahai.trial/index.html

Bahá’í, Iran

http://www.voanews.com/uspolicy/2009-09-21-voa2.cfm

(24) Werner Heidenreich, Buddhismus

http://www.w-heidenreich.de/

(25) »Sharia and Muslim Social Contract in Europe«

http://www.katholische-akademie-berlin.de/Flyer/sharia_and_muslim.pdf

(26) Regensburg. Runder Tisch der Religionen. Brendle, Köhler, Towfigh, Alboğa, Brandt, Kesici, Jaschke singen das Lied vom friedlichen Islam. Widerspruch aus dem Publikum islamkritisches Textmaterial ist den dienstlich und total Toleranten allerdings unerwünscht, schließlich geht es hier um Höheres

http://www.ropf.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung-1775.htm

(27) Rabbi Brandt aus Augsburg, gerade für Schariakonformität preisgekrönt, mit dem 1945 in Mekka geborenen deutschen Islamisten Nadeem Elyas aus Eschweiler gemeinsam auf dem Foto, beim Islam-Archiv Soest. Just feel the triologue!

http://www.ejpress.org/article/6718

(28) Die Jüdische Zeitung (JZ) ließ Nadeem Elyas ganz bewusst für das Kopftuch und gegen das Lehrerinnenkopftuchverbot werben

http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.521.html

(29) Bekir Alboğa zitiert Peter L. Berger, bei: Martin Laube: Theologie und neuzeitliches Christentum, 345-355

http://books.google.de/books?id=mhsOm_dx7hQC&printsec=

(30) Islamfaschistenbund Murābiṭūn. Ian Dallas war gestern, Hippie ist auch zu kümmerlich. Biete Schottenrock, suche Gelehrtengewand und Prägeanstalt für Goldmünzen! Ab morgen nennt ihr mich ʿAbdalqādir aṣ-Ṣūfī und bin ich euer Šayḫ. THE WEBSITE OF
SHAYKH DR. ABDALQADIR AS-SUFI

http://www.shaykhabdalqadir.com/content/index.html

(31) Herausgeber der von der »Islamischen Gemeinschaft in Deutschland / Weimar Institut« produzierten Islamischen Zeitung (IZ) ist Abū Bakr Rieger, bis 1990 vorislamisch (al-ǧāhiliyya) Andreas Rieger. Die IZ verwendet an-Nawawī

http://www.islamische-zeitung.de/?id=9783

(32) Aḥmad von Denffer liest an-Nawawī

http://www.libertas-online.de/pdf/Ahadith.pdf

(33) Großbritannien hat fünfundachtzig. Scharia Courts

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1196165/Britain-85-sharia-courts-The-astonishing-spread-Islamic-justice-closed-doors.html

(34) Ralph Giordano (2007): Stoppt den Bau dieser Moschee!

http://www.ksta.de/html/artikel/1176113436263.shtml

(35) Ali Bardakoğlu

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,437140,00.html

(36) Boos-Nünning fordert die arrangierte Ehe

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/05/145/

(37) Gaby Straßburger bewirbt den Tochtertausch

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/11/146/

(38) Islamic FGM, schafiitisch, Religionspflicht. April 2006, Indonesien, Stephanie Sinclair dokumentiert das genitalverstümmelnde Treiben der Assalaam-Foundation: »Inside Indonesia’s Female Circumcision Ceremony«

http://www.nytimes.com/slideshow/2008/01/20/magazine/20080120_CIRCUMCISION_SLIDESHOW_6.html

Islamische FGM. Allah-Kult in Indonesien

http://www.asianoffbeat.com/default.asp?display=1435

(39) Zwei-Nationen-Theorie. Die Islam-Apartheid des Sir Iqbal (damned, kann man das Sir denn nicht posthum aberkennen?)

http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Nationen-Theorie

(40) Christian Giordano will ein sonderrechtliches Europa der Glaubensnationen, den Rechtspluralismus

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Freiburger-Professor-will-Scharia-einfuehren/story/15342529

(41) Le droit des royaumes barbares. Fort mit der (römischen; bundesdeutschen) Rechtseinheitlichkeit, im Zeichen des Islam komme die Neuauflage der Germanischen Stammesrechte

http://fr.wikipedia.org/wiki/Droit_des_royaumes_barbares

(42) huquq Allah. „Der Mensch hat … Rechte (Huquq), die ihm zustehen und niemand ist befugt, ihm diese vorzuenthalten. Sowohl die Gemeinschaft als auch der einzelne ist angehalten, dies zu respektieren. Eine Überlieferung Muhammads besagt. daß Gott dem Menschen die Verletzung der Rechte Gottes eher verzeihen würde als die Verletzung der Rechte von Mitmenschen. … Der Koran … läßt rechtliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern zum Nachteil von Frauen zu.“

http://munirdahmed.netfirms.com/Kulturrelativismus.htm

(43) Die Scharia ist verfassungswidrig. Richter Bertrams zum Islam und zum islamischen Recht: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann. … Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[id]=2381&news[image]=1&news[action]=detail

(44) Der Koran … läßt rechtliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern zum Nachteil von Frauen zu.

http://munirdahmed.netfirms.com/Kulturrelativismus.htm

(45) Council of Faiths. Luton

http://www.lutonfaiths.org/

(46) Council of Faiths. Bedford

http://www.bcof.org.uk/

(47) Council of Faiths. Merseyside

http://www.merseysidecounciloffaiths.org/

(48) Erklärung der Europäischen Muslime

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

154. Ehsan Fattahian

10. November 2009

جمهوری اسلامی ایران

Ǧomhūrī-ye Eslāmī-ye Īrān

Islamische Republik Iran

Retten Sie Ehsan Fattahian!

UPDATE: Ehsan Fattahian ist heute hingerichtet worden, sagt hpd.de am 11.11.2009 um 16:01 Uhr

Zur Petition

http://gopetition.com/petitions/save-ehsan-fattahian-from-execution.html

Ehsan Fattahian befindet sich im Gefängnis, Mittwochmorgen soll er hingerichtet werden. Aus dem vormodernen Anklagegrund der Apostasie (= “Abfall vom Glauben”) ist der ethnische Kurde vor zwei Jahren festgenommen worden, auch wurde ihm oppositionelle Arbeit gegen das islamische Regime vorgeworfen. Zunächst zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, verhängte das Hohe Gericht gegen ihn die Todesstrafe wegen Apostasie.

Ehsan befindet sich seit Sonntag im Hungerstreik, Dutzende seiner Mithäftlinge haben sich mit einem Brief an die Weltöffentlichkeit gewandt und fordern jeden einzelnen von uns auf, etwas gegen diesen staatlichen Mord zu tun. Jetzt – heute! – kommt es auf jede Stimme an. Bitte unterzeichnen auch Sie!

Wir können den UN-Generalsekretär, Herrn Ban ki-Moon, auf dem Wege der hier genannten Petition bitten, alles zu unternehmen, um die Todesstrafe gegen Ehsan (Esma’il) Fattahiyan aufzuheben.

Hier geht es zur von Reza Hiwa bei GoPetition gestartete Petition.

Zur Petition

http://gopetition.com/petitions/save-ehsan-fattahian-from-execution.html

Facebook für Ehsan Fattahian

http://www.facebook.com/group.php?gid=201235431220&v=wall&ref=ts

Bei: amnesty international. Ehsan Fattahian eingeschlossen sind weitere kurdischstämmige Iraner in Haft, darunter Habibollah Latifi (Habib Ollah Latifi) und Sherko Moarefi (Shirko Ma´rofi)
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http://www.amnesty.org/fr/library/asset/MDE13/102/2009/fr/a4056737-ef5d-4af2-aebb-fc85c489e11b/mde131022009en.htm

Bei: Loghman H. Ahmedi (Democratic Party of Iranian Kurdistan, PDKI), London

http://loghmanahmedi.com/2009/11/08/kurdish-political-prisoner-ehsan-fatahian-will-be-executed-on-wednesday/

Mina Ahadi, bei: Gudrun Eussner

http://www.eussner.net/artikel_2009-11-09_16-13-52.html

Bei: Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg e.V. (Berlin)

http://gbsbb.wordpress.com/2009/11/09/petition-gegen-hinrichtung-in-iran/

Bei: Zwischenruf

http://www.zwischenruf.at/?p=3618

Bei: Feuerbringer

http://feuerbringer.com/2009/11/09/rettet-ein-leben/

Bei: Alleance for Kurdish Rights

http://kurdishrights.org/2009/11/09/iran-set-to-execute-kurdish-political-prisoner-ehsan-fattahian-on-november-11/

Beim Blog »Politically Incorrect«

http://www.pi-news.net/2009/11/protest-gegen-drohende-hinrichtungen-im-iran/

153. Melanie Miehl

7. November 2009

التوحيدية

at-tauḥīdiyya

Monotheismus

Köln und der Dialog

Von Jacques Auvergne

Am 27. Oktober 2007 und in Bergisch-Gladbach konnte die Christlich-Islamische Gesellschaft e. V. (CIG) ihr 25jähriges Bestehen feiern. Die 1982 gegründete CIG ist damit die älteste und größte christlich-islamische Dialogorganisation in Deutschland. Vereinssitz ist Köln, Vorsitzender der CIG ist der gelernte Pädagoge, Islamkonvertit und Anwendungsprogrammierer Wilhelm Sabri Hoffmann aus Rheine (Deutsche Muslim-Liga Bonn und Tariqah As-Safinah, beide um Bashir Ahmad Dultz). Geschäftsführer der CIG ist der katholische Theologe (Diplom und Lizentiat) Dr. Thomas Lemmen. Diplomchrist Lemmen ist Ehemann der Islamwissenschaftlerin Melanie Miehl

Herr Lemmen und Frau Miehl sind miteinander verheiratet und Mitglieder des dominikanischen Laienordens. Das Paar ist führend im Dialog mit dem Islam, ein Dialog, so befürchten wir Menschenrechtler und Bürgerrechtler, der in Kürze eine europaweite Rechtsspaltung in schariarechtlich eingemauerte Milieus nach sich ziehen kann. Was vom evangelischen oder katholischen Endverbraucher zum Thema Islam gesprochen werden darf und geglaubt werden muss, wird inzwischen an Orten wie der CIG entschieden. Die Schafherde der rheinischen Pfarrer und Pastoren trottet, begeistert (abrahamisch) blökend, den Herren Dultz und Lemmen hinterher. Mehrere evangelische oder katholische Akademien hat man über Netzwerke wie den Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs (KCID) mittlerweile bestens im Griff. In unseren Städten werden schariaverharmlosende Festlichkeiten veranstaltet wie das seit 2001 und damit unmittelbar nach „nine eleven“ jährlich veranstaltete Abrahamsfest in Marl. Wozu so ein Terroranschlag doch nutzbringend ist.

Die für das erpresserische Gottesbild des repressiven orthodoxen Islam werbende Organisation CIG wurde also 25 Jahre alt. Zur Selbstbeweihräucherung pardon Vierteljahrhundertfeier durfte der an der radikalen, frauenfeindlichen und kulturrassistischen šarīʿa (Scharia) orientierte Mustafa Cerić aus Sarajevo nicht fehlen. Wenn alles gut geht wird Großmufti Cerić in Kürze gewissermaßen als der muslimische Papst Europas tätig werden können, Ali Bardakoğlu macht Vergleichbares in Kleinasien.

Der Boss pardon das geistliche Oberhaupt des von der CIG herangebetenen Bosniers ist der weltweit viel geachtete Hassprediger Yūsuf al-Qaraḍāwī. Das von šaiḫ (Scheich) al-Qaraḍāwī und Muftī Cerić geheimbündlerisch betriebene Kartell heißt European Council for Fatwa and Research (ECFR, Conseil Européen de la fatwa et de la recherche). Das Konzil ECFR, wir können es Europäischer Fatwa-Rat nennen, wurde aus dem Umfeld der FIOE (frz. UOIE) sprich Muslimbruderschaft gegründet (vgl. Sägefisch 140.) und verlangt nach einer einzigen muslimischen Autorität für Europa mit der möglichst vollumfänglich eingeführten Geltung des Islamischen Rechts für alle Muslime.

Der katholische Flügel der rheinischen CIG also zertifiziert sich selbst als islamkompatibel und dialogtauglich, indem sie den bosnischen Theokraten und Stellvertreter des Herrn Yūsuf al-Qaraḍāwī einlädt, des heutigen Ideengebers der Muslimbruderschaft. Das Treueverhältnis von Mustafa Cerić zu dem die weibliche Genitalverstümmelung, den Mord an Homosexuellen, die islamische Zwangsverheiratung und die Durchführung von Selbstmordattentaten gegen israelische Zivilisten fordernden, unter Sunniten hoch angesehenen Yūsuf al-Qaraḍāwī ist für Nordrhein-Westfalens Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration Armin Laschet und für Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma kein Anlass gewesen, der Veranstaltung fern zu bleiben.

Laschet ist CDU-Politiker, Jahrgang 1961 und war als Jugendlicher in der kirchlichen Pfarr- und Jugendarbeit tätig. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen folgte eine journalistische Ausbildung und eine Tätigkeit als Chefredakteur der Aachener Kirchenzeitung.

Schramma, ebenfalls CDU, erblickte 1947 in Köln das Licht der Welt, studierte Latein, Philosophie und Pädagogik in Köln und arbeitete als Gymnasiallehrer in Köln-Rodenkirchen, Wesel und Hürth, hat also am Horizont lebenslang den doppelspitzigen Mittelpunkt des Weltalls erblicken können, den Kölner Dom.

Rheinische Dreifaltigkeit: Vater Mustafa Cerić, Sohn Thomas Lemmen, Heiliger Geist Fritz Schramma. Der Großmufti, der beamtete Islamverharmloser und der Oberbürgermeister. Für die freiheitliche Demokratie der auch für Frauen und Ex-Muslime geltenden vollen Bürger- und Menschenrechte einschließlich der Meinungs- und Pressefreiheit ist diese Trinität nicht gerade begünstigend. Zwar ist der ǧiḥād (Krieg) noch nicht ausgebrochen, jedoch bereits der Dialog.

Noch zu Schramma. Drei Tage bevor sich der schreckliche Anschlag von Solingen auf das von der türkeistämmigen Einwandererfamilie Genç bewohnte Haus zum fünfzehnten mal jährte, einem von vier rassistisch motivierten Jugendlichen aus der Nachbarschaft durchgeführten Anschlag dem fünf Mädchen und Frauen zum Opfer fielen, wurde im Mai 2008 der von dem Mediziner und Herzspezialisten Yaşar Bilgin (CDU) und dessen Türkisch-Deutscher Gesundheitsstiftung ausgelobter »Genç-Preis für friedliches Miteinander« an Kölns Lateinlehrer und Stadtoberhaupt verliehen. Wie als Gegenleistung hatte sich der Pädagoge jahrelang dafür eingesetzt, dass der noch etwas gehemmt schariatreue Islamverband DİTİB als das von Kleinasien aus theokratisch organisierte Auslandstürkentum in Köln-Ehrenfeld die umstrittene Großmoschee errichten darf. Heute, am 07.11.2009 wird die Grundsteinlegung erfolgen.

Zur Großmoschee sagte Ralph Giordano dem deutschen Innenminister angemessene und wichtige Worte (1). Geglückte Integration wenigstens von Seiten des noblen Spenders (Preisgeld 10.000 €)? Nicht ganz. Der übersteigert nationalbewusster Türke und deutscher Kardiologe Yaşar Bilgin ließ eine Todesanzeige für den Nationalisten Muhsin Yazıcıoğlu schalten, wie im Mai 2009 bekannt wurde. Yazıcıoğlu gehört seit seiner Jugend der türkischen rassistischen Bewegung Graue Wölfe an und war zeitweise Berater des Rechtsradikalen und Obristen Alparslan Türkeş.

Die Grauen Wölfe, türkisch Bozkurtlar sind die Mitglieder der türkisch-nationalistischen und (damit) rassistisch-kurdenfeindlichen Milliyetçi Hareket Partisi (MHP, deutsch: Partei der Nationalistischen Bewegung). In den Siebziger Jahren ermordeten die Grauen Wölfe Intellektuelle und linke Politiker. Der Kampfname des Herrn Türkeş stammt von Alp Arslan, einem mittelalterlichen seldschukischen Feldherrn, dessen Andenken, nicht zuletzt durch das Betreiben des radikalislamisch „und“ diktatorisch herrschenden, 2006 verstorbenen Saparmyrat Ataýewiç Nyýazow erneut als turkmenischer und offensichtlich auch türkischer Nationalheld verewigt wurde. Nyýazow ließ sich als Türkmenbaşy (Führer der Turkmenen) kultisch verehren und war Präsident des mittelasiatischen Staates. Oben links auf der Netzseite von Muhsin Yazıcıoğlu heult, ganz dezent versteht sich, die Silhouette eines kleinen Wolfes den Mond an (2). Der Wolf, wohl genauer: die Wölfin ist ein altes Totem oder Sagentier der türkischen Stämme und Stammeskonföderationen der asiatischen Steppe. Ein uraltes Symbol, das nichts dafür kann, dass es seit hundert Jahren im Gestrüpp der (immer wieder islamistisch „erleuchteten“) nationalistischen Ideologien Panturkismus, Turanismus, Jungtürken und MHP / Graue Wölfe benutzt worden ist.

Der »Genç-Preis für friedliches Miteinander« und der braune Sumpf um die Ülkücüler („Idealisten“) genannten Grauen Wölfe – für Lateinlehrer Schramma vielleicht ein Anlass, den Preis nebst Preisgeld an den türkisch-patriotischen Medizinprofessor zurückzugeben? Oder gar über die Grundrechtswidrigkeit der frauenentrechtenden und zum Apostatenmord aufrufenden šarīʿa nachzudenken und die provokante Architekturwerdung der Geschlechtertrennung und der Überlegenheitsideologie des orthodoxen Islam in Köln-Ehrenfeld zu kritisieren?

Natürlich nicht, stattdessen kassierte der im Oktober 2009 aus dem Amt geschiedene Schramma am 01.11.2009 in der Moschee in Werl gleich noch einen Preis. Dieses mal war es der nach dem diesbezüglich ungefragten, 1933 aus ungeklärter Ursache an einem Berliner Seeufer zu Tode gekommene Muḥammad an-Nāfiʿ Ǧalabī benannte „Friedenspreis“. Beim Wort Frieden hat man pflichtschuldig zu lächeln. Diesen Mohammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis vergibt ein Archiv wahlweise eine Stiftung namens „Islam-Archiv Soest / Amina-Abdullah-Stiftung“. Amina Abdullah, vorislamisch (al-ǧāhiliyya) Ursula Bednorz war die 2008 verstorbene Ehefrau des bis zur Glitschigkeit geschmeidigen Soester Archivgründers Muhammad Salim Abdullah, hinter dem sich kein Geringerer als Herbert Krawinkel verbirgt, der Münchhausen Allahs (3), (4).

Herr Abdullahkrawinkel bekränzte mit seinem undotierten Preis bereits multikulturelle Schariafreunde wie Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel (1989), den ob seiner beschämenswert unmoralischen Calvin-Verteidigung (5) zu kritisierenden Generalsuperintendenten Dr. Rolf Wischnath (2001), Annemarie Schimmel (2002), INSSAN-Beiratsmitglied Barbara John (2006) oder den Jesuiten, CIBEDO-Berater und Tariq-Ramadan-Versteher Prof. Dr. Christian Troll (2008). Zur Preisverleihung an und Bedeutung des Jesuiten Christian Troll und zu Mohammed Salim Abdullah (Herbert Krawinkel) schreibt Gudrun Eussner Lesenswertes (6).

Der Mohammad-Nafi-Tschelebi-Preis ist nach einem jungen Einwanderer aus Syrien benannt worden, einem Studenten der Ingenieurswissenschaften im Berlin der Jahre der untergehenden Weimarer Republik. Der auch als Abd al-Nafi Schalabi wiedergegebene ʿAbdu n-Nāfiʿ Ǧalabī übernahm führende Funktionen in den damals noch recht kleinen muslimischen Kreisen Deutschlands, gründete Institutionen und editierte Schriften.

Zurück zu unseren rheinischen Islamoptimisten, zurück zur CIG um das Ehepaar Miehl & Lemmen nebst Bürgermeister und Integrationsminister. Der Dialogbetrieb verwendet den vor annähernd vier Jahrtausenden verstorbenen Abraham (arabisch nutzbar gemacht ‏Ibrāhīm) für seine Zwecke. Es sei daher gestattet, diesen vier Verteidigern des politischen Islam auch im ausgehenden Jahr 2009 diese Worte in den Mund zu legen: »Für jedes gottesfürchtige Kind Abrahams werden im künftigen Kalifat von Europa ein paar Krümel vom Tisch der Machthaber herunter fallen, lasst uns als Kleriker und Politiker die göttliche Staatsform bauen und bereits heute den Säkularen befehlen, den ḥiǧāb zu tolerieren. Kein Festgottesdienst und keine Podiumsdiskussion mehr ohne eingeladene Kopftuchfrau, irgendwann ist dann auch das Lehrerinnenkopftuchverbot gekippt, ad maiorem Dei gloriam, in šāʾa llāh.«

Ein Kopftuch ist für Islamkenner kein Stück Stoff, sondern ein Aufruf zur islamischen, parallelen Staatsgründung an Ort und Stelle (bedarfsweise eben mitten in Deutschland), in der mindestens ein anderes, frauendiskriminierendes Familien- und Personenstandsrecht gilt. Das Kopftuch beschimpft jeden Nichtmuslim als Dhimmi oder Harbi.

Ist es das, was Thomas Lemmen und Melanie Miehl planen, wollen sie seit mindestens vier Jahren das mittlerweile in acht von sechzehn Bundesländern mühselig erkämpfte Lehrerinnenkopftuchverbot zu Fall bringen? Wir dürfen es vermuten und wären über eine erneute Stellungsnahme der CIG zum Lehrerinnenkopftuch dankbar. Die vom Vorstand der CIG am 03.11.2005 abgegebene Erklärung ist ja vielleicht nicht mehr aktuell, in der es heißt:

„Nicht das Kopftuch, sondern sein Verbot gefährdet die Integration der Muslime. Ein Kopftuchverbot ist für ein Miteinander der Religionen in unserer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft ein falsches Signal.“

In der Sache liegt die CIG freilich falsch, denn jenes Kopftuch, das aussagt: »Ich habe einen Besitzer, der mich sexualpolitisch kontrolliert, ich komme in den Himmel und die Unverschleierte nicht, ich sporne die Männer der zur Herrschaft (al-islām) vorgesehenen Menschenklasse an, ḥisba zu betreiben, das heißt das Rechte zu gebieten und das Unrechte zu verbieten«, dieses Kopftuch segregiert, diskriminiert! Das Kopftuch (al-ḥiǧāb) fordert die repressive Lebensführung nach den Kriterien der šarīʿa und den Aufbau eines anderen Staates, einer islamischen Gesellschaftsform (niḍām islāmī). Für die CIG ist das ja vielleicht kein Problem.

Katholik Lemmen hat von der Scharia sprich vom Islam keine Ahnung, will den Islam reformieren oder belügt uns Bundesbürger ganz bewusst: „Aller Dank gebührt jedoch dem Einen Gott, von dem Muslime und Christen gemeinsam bekennen, dass er stets größer ist und allein unser unvollkommenes Streben zum guten Ende führen kann: Deus semper maior – allahu akbar.“ Das war kein Witz, das war Lemmen. Mit einem Gott, der neunjährige Ehefrauen akzeptiert, jeder Ehefrau bis zu drei Artgenossinnen auf die Schlafstelle beigesellt (da ist širk, Beigesellung, einmal kein Problem), mit einem Gott, der dieselbe(n) zu verstoßen bereit ist und als Ehebrecherin zu steinigen, mit diesem barbarischen (scharia-islamischen) Gott möchte ich als evangelischer Christ (EKD, EKIR) und vorsichtiger Sympathisant katholischer Lebensweise nichts zu tun haben. Für wen spricht der dominikanische Laienbruder und Theologe Lemmen eigentlich, etwa für den genannten Deus? Katholische und evangelische Kirchengemeinden, deutsche Integrationsvereine, Kulturzentren und erst recht unsere kommunalen Institutionen sollten ihre Räumlichkeiten dem CIG e. V. beziehungsweise für einen solchen, demokratiegefährdenden Dialog nicht zur Verfügung stellen.

Mit einem Gott, der es jedem Vater gebietet, als walī muǧbir (Wali Mudschbir, Nötigender Heiratsvormund; Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang) seine jungfräuliche Tochter auch gegen deren Willen zu verheiraten, möchte ich als Sozialarbeiter und als ein Kollege und Nachbar von Einwanderern aus so genannten islamischen Ländern nichts zu tun haben (7). Den etwa in Indonesien vertretenen Schafiiten ist eine Form der weiblichen Genitalverstümmelung islamrechtlich verpflichtend vorgeschrieben, welche die Herrschaften Allāh, Miehl und Lemmen ja vielleicht rationalisieren und bagatellisieren mögen (8). Wie sehr müssen sich Deutschlands mutige Ex-Muslime durch „ihren“ islamverherrlichenden Minister Laschet missachtet fühlen.

„Das Gemeinsame soll herausgestellt, das Trennende nach Möglichkeit so erklärt werden, dass die gegenseitige Verständigung fortschreitet“ bekennt die CIG 1983 in ihrer Grundsatzerklärung. Daraus kann Zweierlei folgen. Entweder betreiben wir als Ex-Muslime oder sonstige Nichtmuslime jetzt auch walī muǧbir und schafiitische FGM. Oder wir „erklären“ den Düsseldorfer und Kölner Kindern und Jugendlichen walī muǧbir und schafiitische FGM so, dass wir alle uns irgendwie besser verstanden fühlen. Interreligiöses Wohlfühlen ist angesagt. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat ausgedient, dafür verstehen wir uns jetzt.

„Religiöse Kontakte führen nach unseren Erfahrungen nicht zur Religionsvermischung, dem sogenannten Synkretismus, sondern eher zur Vertiefung des eigenen Glaubens“ sagt die CIG über sich selbst, was heißen mag: Den Christen ihr Grundgesetz, den Muslimen ihre Scharia. „Mitglieder der CIG sind allerdings davon überzeugt, dass Christen und Muslime den gleichen Gott anbeten.“ Dass jeder Mensch zur Religion berufen ist glauben wir ja auch, doch halten wir die Scharia für kulturellen Rassismus und das Kopftuch für ein antimodernes Kriegszeichen. Solange dieser Verein den zwangsverheiratenden, töchtertauschenden, Hände abhackenden und Ehebrecher steinigenden Allahgott der Scharia mit dem Gott des Jesus von Nazareth verwechselt, möchten wir jedem säkularen Muslim den Austritt aus der CIG ans Herz legen und jedem säkularen Christen sowieso. Mir scheint allerdings, dass heute und nach diesen Kriterien niemand aus der CIG austreten muss.

Zum erwähnten, die universellen Menschenrechte großzügig übergehenden Abrahamsfest schnappt man sich ein paar echte Juden, drapiert Kopftuchfrauen drumherum, pflanzt einen Friedensbaum (Libanonzeder versteht sich) oder lässt einen möglichst wichtigen Politiker sein Gesicht in die Kamera recken. Dazu sinniert der Pressereporter: „Die Abrahams-Religionen … Toledo kann überall sein … Mit Abraham über Grenzen gucken … im mittelalterlichen Toledo leben jüdische, christliche und muslimische Bürger friedlich zusammen (9).“ Kritik am mittelalterlichen, kulturrassistischen Apartheidsstaat von Andalusien ist nicht länger vorgesehen, hier und heute geht es schließlich um Höheres.

Die Zweckentfremdung des mythischen jüdischen Stammvaters zur Bagatellisierung der grundrechtswidrigen und frauenfeindlichen Scharia hat auch in Bielefeld Konjunktur. Dort lässt man die Freundin der islamrechtlich steinigenden Diktatur von Teheran Hamideh Mohagheghi (Lehrbeauftragte der Universität Paderborn zu »Religion des Islam« für evangelische und katholische Lehramtsstudenten) ebenso reden wie den mit dem Scharia-Islam kuschelnden Tübinger Karl-Josef Kuschel: »Kinder Abrahams. Konsequenzen für Juden, Christen und Muslime« (10).

Der Großmeister der als Trialog etikettierten Doktrin der Islambeschwichtigung Karl-Josef Kuschel ist Autor von »Streit um Abraham: Was Juden, Christen und Muslime trennt – und was sie eint« (2001), »Juden – Christen – Muslime: Herkunft und Zukunft« (2007) sowie »Weihnachten und der Koran« (2008). Kuschel verteidigt im Namen einer schrecklichen „antiislamischen Stimmung“ bedrohten „kostbaren Dialog- und Begegnungskultur“ das Lehrerinnenkopftuch der Fereshta Ludin und kämpft mit Zähnen und Klauen gegen die deutschen Verbote des Lehrerinnenkopftuches (11). Das Kopftuch, so flunkert der Tübinger Katholik über den sexistischen Hidschab, sei ein „privates religiöses Symbol“, Deutschlands Kinder hätten gefälligst die „Andersheit anderer Kulturen“ zu erlernen.

Nach den „Konsequenzen“, die sich aus Imam-Ehe, walī muǧbir, ḥiǧāb, ḥisba und niḍām islāmī für den säkularen Rechtsstaat ergeben, fragt Professor Doktor Kuschel gar nicht erst. Man kassiert Gelder von der Europäischen Union und von der Deutschen Bundesregierung (Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), lässt auf der Internetseite bielefelder-abrahamsfest ein Exemplar der Spezies Islamweibchen auftreten das heißt eine in den persisch pardā arabisch ḥiǧāb genannten Stoffkäfig gesperrte lächelnde Frau. Demnächst ja vielleicht mit niqāb, Gesichtsschleier. Auch das Bild der Ganzkörperverschleierten fordert unseren „Respekt“ für die hoch politische Botschaft: Lasst das Lehrerinnenkopftuch zu!

Die Kölner Pfarrerin Dorothee Schaper von der evangelischen Melanchton-Akademie oder ihre katholische Kollegin aus der selben Stadt Melanie Miehl nehmen auf einer rheinischen Dialogbühne bevorzugt dann Platz, wenn eine muslimische Kopftuchfrau (die im Eifelstädtchen Mayen geborene Ex-Katholikin Rabeya Müller tut`s zur Not auch) neben ihr zu sitzen kommt. Eine „trialogisch“ hinzugezogene Aktivisten einer Synagogengemeinde mit jüdisch-frommer Wollmütze (shaytl; darüber womöglich stirntikhl) rundet den theozentrischen Anblick „abrahamisch“ ab und schüchtert etwaige Unbotmäßige erfolgreich ein. Von dem Schmerz und der Schuld von Auschwitz profitiert der politische Allāh, man sollte auch jüdischerseits von einer Instrumentalisierung des Judentums sprechen.

Jüdische radikale Frauenverschleierung gibt es inzwischen auch, seitdem Frau Bruria Keren die „Frumka“, eine burqa-ähnliche Ganzkörperverhüllung (Jewish Burka) für ihre weiblichen Sektenangehörigen propagiert. Religionspolitik als die Machtergreifung des Kriegerbundes jedenfalls Männerbundes, eine Jahrtausende alte Dynamik, die den Himmel männlich und patriarchalisch verwaltet, heute eben mit Schützenhilfe der burkatragenden Jüdin Bruria Keren und der Kölner Laiendominikaner der Christlich-Islamischen Gesellschaft.

Deutschlands Dialog oder Trialog mit dem Islam verwendet zauberhafte Musik und entrückenden Tanz, der Einsatz der Seite des gelegentlich als islamische Mystik getarnten Sufi-Gesetzesislam ist da unverzichtbar, man erinnere sich an Rumi-Bewunderer Ban Ki Moon (Sägefisch 110.). Den mystischen Islam des Rheinlandes aber beherrscht noch vor Hassan Dyck ein Anderer.

Dyck ist Gründer der Osmanischen Herberge im Eifeldorf Kall-Sötenich und gehört zur Naqšbandiyya-Tradition, deren Subtradition sich als Goldene Kette (Golden Chain) auf den brutalen Feldherrn, Auftragsmörder und Staatsgründer Muḥammad zurückführt (12). Dyck ist damit in angeblich spiritueller Gehorsamstreue dem Schariafreund Nazım Kıbrısi („Nāḍim von Zypern“) d. i. šaiḫ Mehmet Nâzım Adil al-Haqqani verpflichtet.

Nein, wesentlich einflussreicher als ein Herr Dyck ist im regierungs- und kirchenseits bezuschussten rheinischen Dialogbetrieb der in Königsberg geborene Muslim und Schech (Scheich) Aḥmad Dultz. Der gebürtige Ostpreuße, der beliebt, sich mit Schech Bashir anreden zu lassen, vertritt in Deutschland die alte nordafrikanische aṭ-ṭarīqa aš-šāḏilīya, die Schadhiliyya-Tradition mit einem wie selbstverständlichem Machtbewusstsein. Am 16. Juli 2006 weilte Scheich Dultz als Vertreter der Deutschen Muslim Liga Bonn auf Einladung der Familie von Hohenzollern-Sigmaringen auf Schloss Namedy bei Andernach.

Frau Prinzessin Heide von Hohenzollern schätzt interreligiöse Friedensgebete im Rahmen ihrer Aktion Kunst im Park, wogegen gar nichts einzuwenden wäre, wenn sie sich ebenso engagiert gegen islamischen Fundamentalismus, Kopftuchzwang und Scharia positionieren würde. Europas an seiner Funktionseinbuße möglicherweise leidender Hochadel muss sehen, wo er bleibt, und sind die Saudiprinzen nicht auch Hochadel? Kritiker am repressiven Herrschaftskult gibt es bei den Trägern gräflicher und fürstlicher Namen wohl ebenso selten wie unter Europas christlichen Klerikern. Macht … macht gierig nach mehr.

Als Epizentrum der Islamisierung zu nennen ist in Bezug auf die so gerne den tanzenden Derwischen zusehenden rheinischen Pastoren und Pfarrer das beim mittelrheinischen Neuwied gelegene Bendorfer Forum für ökumenische Begegnung und interreligiösen Dialog. Die Rüsselsheimer Pfarrerin Dr. Annette Mehlhorn leitet das in seinen Vorgängerinstitutionen viele Jahrzehnte alte, aus der Katholischen Frauenarbeit stammende heutige Bendorfer Forum. In Großbritannien gibt es mit Ammerdown Park (nahe bei Bath oder Radstock, Somerset) eine wesensverwandte Bildungsstätte, „Schech Baschir“, weniger romantisch: Staatsbürger Dultz und seine Sufis gastieren von Zeit zu Zeit in Ammerdown Park.

Ein Rabbiner ist auch in England rasch gefunden und Kopftuchdressur und Schariastaat werden ebenso trireligiös abgesegnet wie im auf den Hügeln über dem Neuwieder Becken, im einst nach der katholischen Sozialaktivistin Hedwig Dransfeld benannten Haus mit der Adresse Im Wenigerbachtal 8-25, 56170 Bendorf: „Zu den wichtigsten Partnern gehören bis heute das Leo-Baeck-College in London, das Centre for the Study of Islam and Christian-Muslim Relations an der Universität Birmingham und die Deutsche Muslim-Liga Bonn.“ Jüdisches College, christliche Islamfreunde und die Bonner Muslim-Liga. Sich gleich aus drei Richtungen heranschleichend wird man den Geist Abrahams doch wohl ergreifen können.

Deutschland 2009. Wie in den deutschen Jahren nach der Gründung des Zweiten Reiches (1871) beginnt eine fundamentalistisch verkitschte, eine neoromantisch vergoldete Logik der Angstleugnung und enthemmten Nutzbarmachung, eine Kultur der Schaufensterveranstaltungen und Hinterzimmerabsprachen Europas klerikale und politische Kaste zu durchwuchern. Die Moleküle schwenken ein wenig um und ordnen sich neu. Entrückte schwafeln von „durch Deutschland muss ein Ruck gehen“, die Durchtriebeneren vom „Change-Prozess.“ Vom wenig ernst gemeinten Revoluzzertamtam (attac, JuSo, linke Kirchentagsbewegung, Gregor Gysi) politisch ganz links bis hin zur rechtskonservativen Gegenmoderne (Eva Herman, Lebensschützer, Kreationisten einschließlich Harun Yahya, VIKZ, Milli Görüş) wird jede Nutzergruppe bedient. Doch ein Kristallgitter bleibt erhalten, wenn Linksextreme wie Sabine Schiffer oder Beate Sträter für Sayyid Quṭb werben, wenn der Nürnberger Chor der Gewerkschaft ein Lied für die Burka singt oder wenn die Kölner Klerikerinnen Dorothee Schaper und Melanie Miehl die Scharia und das Kopftuch professionell verherrlichen. Europa ist dynamisch, elastisch, gibt nach, verändert sich. Ein Koordinatensystem verändert sich nicht: der Islam, die nach dem qurʾān (3:110) Beste aller Gemeinschaften.

Nun zu Melanie Miehl, zitiert nach »Frauen und Islam« bei Migration online 2005 neuveröffentlicht und erstmals gehalten auf dem Seminar Islam in der Arbeitswelt im Dezember 2001.

In islamischen Rechtsbüchern befassen sich einige Kapitel mit den besonderen Zuständen der Frau, die mit der weiblichen Biologie zusammenhängen. Das sind Menstruation, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit. Für diese Situationen gelten Einschränkungen bei den rituellen Verpflichtungen. So ist zum Beispiel im Ramadan den schwangeren, stillenden Frauen und auch menstruierenden Frauen das Fasten untersagt. Allerdings besteht die Pflicht, solche versäumten Fastentage im Laufe des Jahres nachzuholen oder ersatzweise Arme zu unterstützen. Im zehnten Jahrhundert waren die Einschränkungen ein Argument für die ohnehin frauenfeindlichen Gelehrten zu sagen, Frauen seien religiös nicht ganz vollwertig. Ganz anders sieht das natürlich die islamische Frauenbewegung, die es inzwischen gibt. Hier heißt es, diese Einschränkungen seien eine Gnade Gottes, da die Frauen angepasst an ihre biologischen Rhythmen leben können und in bestimmten biologischen Zusammenhängen Verpflichtungen entfallen.

Bemerkenswert, dass auch die interkulturelle Melanie Miehl nicht behauptet, die „islamische Frauenbewegung“ würde sich gegen die Scharia aussprechen. Bedauerlich hingegen, dass Miehl eben dieses weder vermisst noch uns verrät, wen sie denn für die „islamische Frauenbewegung“ hält. Vielleicht die 1947 im iranischen Hamadan geborene, orthodoxe und gottesstaatlich ausgerichtete Marionette des Mullah-Regimes Schirin Ebadi (Šīrīn ʿIbādī) oder die 1940 im marokkanischen Fès geborene, heute kläglich in die Enge getriebene Fatima Mernissi (Fāṭima Marnīsī)? Oder aber die reaktionäre Nādiyya Yāsīn (frz. Nadia Yassine) von der schariatreuen Bewegung „Al-ʿadl wa l-iḥsān – Gerechtigkeit und Wohlergehen“?

Nādiyya Yāsīn ist Tochter von ʿAbd as-Salām Yāsīn (frz. Abdessalam Yassine), dem im Jahre 1928 in Marrakesch geborenen panislamistischen Intellektuellen (13). Islamist Yāsīn frz. Yassine gründete mehrere Zeitschriften, die eine vollumfänglich implementierte Scharia fordern (Allahkratie), eine davon wurde vom marokkanischen König verboten, mehrfach wurde die noch nicht ausgelieferte gesamte Ausgabe beschlagnahmt. Heute redet seine Tochter Nādiyya frz. Nadia von „Demokratie“ (so ähnlich tat das auch al-Maudūdī und sprach vom „demokratischen Kalifat“) wenn sie die Monarchie kritisiert … sprich als unislamisch kritisiert. Die Europäer feiern Frauen wie Yāsīn oder Mernissi als Demokratinnen, vor allem die kulturrelativistischen „Feministinnen“ tun das.

Schirin Ebadi funktioniert als das Werbemaskottchen der Mullahs. Man mag es niemandem gönnen, in der islamisch-religiösen Diktatur zu leben, doch ihre im Staatsterrorismus vielleicht überlebenswichtige Werbung für die reine Scharia kann und darf uns außerhalb des Iran lebende Weltbürger nicht überzeugen. Die irgendwie frauenfreundliche Richterin begann ihre Karriere bereits vor 1979 also unter dem bestialisch folternden Schah. Die auf die radikale Islamisierung des Landes folgenden dreißig Jahre ist Ebadi zwischen Fernsehshows, Theaterbühnen und iranischen Gefängniszellen herumgewirbelt, in letzteren saß sie auch mal ein, hat sie da ein wenig von Frauenrechten und dort ein wenig von Menschenrechten geredet und findet Islam und Scharia einfach hervorragend. Bewirkt hat sie oder jedenfalls hat das Schreckensregime von Teheran in dieser langen Zeit nicht die Umsetzung der universellen Menschenrechte, sondern etwas anderes, nämlich dem Rest der Welt eine Islam-Diktatur mit menschlichem Antlitz zu verkaufen.

Kann doch alles nicht so schlimm sein in der Ǧomhūrī-ye Eslāmī-ye Īrān, wenn eine adrette Frau Ebadi vor laufenden Kameras von Freiheitsrechten redet. Deutschlands linken Gutmenschen um die antiimperialistische Sabine Schiffer (vgl. Sägefisch Nr. 134.) oder die evangelische Beate Sträter (vgl. Sägefisch Nr. 087.) ist die Existenz von Schirin Ebadi zur Aufrechterhaltung des Feinbildes USA-Israel dienlich, die weniger revolutionär und eher monetär orientierten Germanen betrachten Ebadi weniger als Friedensengel denn als Lottofee, sie legen Wert auf den Īrān als Handelspartner. Den Friedensnobelpreis gönnen der Gutesten dann beide deutschen Fraktionen. Islam verbindet.

Deutschland, Hafenamt. Lieferung, Kran. Zielort Iran. Nicht militärisch nutzbar. Eigentlich. Auch nicht als Baugerüst für Schahab-4-Raketen. Und falls doch, ich bitte Sie, dann doch nicht von einer krankaufenden Firma, die gar nicht mit dem Militär zusammenarbeitet. Das gewaltige Edelstahlobjekt brachte Deutschland 600.000 € in die Kasse. Schiff gerade ausgelaufen, tuuut. Was Sie nicht sagen, die Firma Mizan Machine steht auf der Schwarzen Liste als Kooperationspartner der Armee? Möchten Sie etwa dem Boot hinterherschwimmen (14)? Wird schon werden, Sie sollten es mit Jürgen Micksch halten und Ihr „Islambild verändern“.

Der vom Gottesliebling (Muḥammad) gestiftete Kerker der Angst, welchen Sunna-Zwangshandeln und Scharia-Doktrin seit tausend Jahren gegen jeden Fremdeinfluss versiegelt haben, muss gesprengt werden, will sich der Islam mit der kulturellen Moderne beziehungsweise der freiheitlichen Demokratie versöhnen. Den Kulturrassismus der Scharia lediglich, wie es die CIG und Melanie Miehl handhaben, „schön zu erklären“, zu rationalisieren, ist weder aus pädagogischer noch aus staatsbürgerlicher Sicht hinnehmbar. Religiöse Säkulare sollten jede Spielart der gehorsamspflichtigen Sexualisierung des Religiösen als von Patriarchen und patriarchalen Weibchen betriebene sakral-repressive Obszönisierung zurückzuweisen. Ich weiß, jetzt kommt das „Es gibt keinen Zwang im Glauben“ – was nur bedeutet: Solange du dich noch gezwungen fühlst, bist du nicht gläubig genug! Im Islam heißt Gläubigkeit Pflichterfüllung. Eine autonome Lebensführung stört die Orthopraxie. Folgerichtig wollen die der Muslimbruderschaft, der FIOE oder der Millî-Görüş-Bewegung nicht fern stehenden deutschen Islamverbände verhindern, dass die Spezies Muslim-Frau so leben kann wie eine wirklich in der völligen (sexuellen, beruflichen, religiösen, politischen) Selbstbestimmung angekommene Staatsbürgerin. Das Zeichen für diesen Krieg ist das Kopftuch.

Das Kopftuch sagt: Ich bin keinesfalls lesbisch und ein schwuler Sohn wäre mir und Allāh ein Gräuel. Die realen nichtkopftuchtragenden oder kopftuchtragenden Lesben werden eben „arrangiert verheiratet“ sprich zwangsverheiratet (kismet, arab. qadar), denn auch ein Leben als Single ist von Allahgott nicht vorgesehen.

Der Islam muss sein Wohlverhaltensdiktat aufgeben, das die vorislamische, womöglich oftmals brutale Stammeskultur fortgesetzt und teilweise verschärft hat. Die Jungen und Mädchen auferlegte Dressur, den weiblichen Körper und den menstruierenden weiblichen Körper mit geheiligtem Ekel (Lieben für Allah, Hassen für Allah) zu befrachten, wird die Seite der nachhaltigen (damit auch: die freiheitlich demokratische) Erziehung und Sozialarbeit als eine persönlichkeitsverzerrende, demokratieverhindernde Sexualmagie zurückweisen müssen.

Das gewaltsame Unters-Kopftuch-Drängen (Belästigungsdschihad) durch Sätze wie „Jedes Haar, was man sieht, verwandelt sich in der Hölle in eine Schlange“ ist keine schulfähige Religionspädagogik. In diesem Sinne darf uns der etwas auffällige Kopftuchverzicht der Damen Lamya Kaddor und vor allem Emel Abidin Algan nicht die Sicht auf die Doktrin des ḥiǧāb vernebeln. Wir kennen Töchter, die auf Druck ihrer Familie verheiratet werden, auch mit dem Cousin, wir kennen Frauen, die das Haus kaum noch verlassen dürfen, wir erleben als Jugendarbeiter muslimische Aggression gegen Nichtfastende und andere Gehorsamsverweigerer.

Es wird allerhöchste Zeit, dass wir Pädagogen und Sozialpädagogen die täglich erlebten Folgen der durch DİTİB, Millî Görüş oder ZMD geforderten Jungen- und Mädchenerziehung dem Bereich der »Ekklesiogenen Neurosen« zurechnen (15). Wir dürfen die erziehungsbedingte beziehungsweise durch die Koranschulen verstärkte, nicht selten erhebliche, krankheitswertige Abweichung des Denkens, Fühlens und Handelns als »Islamogene Neurose« definieren.

Für Islamkonvertiten wie auch für die von Kindheit an muslimisch Sozialisierten erschwert dabei der kalkuliert antisoziale Zug des Islam den Ausstieg aus dem Tugendgefängnis. Die geheiligte Meidung gilt eben nicht nur den Nichtmuslimen, sondern auch deren Verhaltensweisen: „Wer sich so verhält wie ein Ungläubiger, ist einer von ihnen.“

Hier hätte der christlich-islamische Dialog eine Aufgabe, Wohlfühlveranstaltungen mit dem Freundeskreis von Aiman Mazyek, Ayyub Axel Köhler, Rabeya Müller, Bekir Alboğa und Mustafa Cerić werden dabei allerdings zu beenden sein. Sarkastisch gesagt werde der weibliche Leib mit klerikaler Mitwirkung bitte weiterhin islamisch tabuisiert und dämonisiert, längst nicht ausschließlich von der Kairoer al-Azhar ausgehend, sondern von Duisburg-Marxloh und Köln-Ehrenfeld. Es lebe das politische Hymen und das dieser Membran entsprechende textile, kopfbedeckende Jungfern- oder Ex-Jungfern-Häutchen, Feridun Zaimoğlu nennt es Schamtuch. Das Tuch auf eben jenem weiblichen Haar, das im orthodoxen Islam immer ein wenig nackter sein muss als das männliche Haar.

Das Hymen ist die in einer rituellen Vergewaltigung (islamische Hochzeitsnacht) mit dem angeblich männlichsten aller Körperteile zu zerstörende Membran, deren unzeitgemäßes Einreißen das Kalifat zum Einsturz bringen würde, weshalb die türkischstämmigen Mädchen von Brüdern und Tanten auf Schritt und Tritt zu kontrollieren sind. Die unverschleierten Mädchen sind in dieser Logik Schlampen ehrloser (islamverweigernder) Familien, die man zum Üben benutzen kann sprich zum Sex, fallweise auch erzwungen.

Bei der Religionsausübung fällt auf, dass Männer und Frauen getrennt – meistens räumlich getrennt – beten. Quellen der muslimischen Frühzeit belegen, dass das zu Lebzeiten des Propheten nicht der Fall war. Im Hof des Propheten wurde gemeinsam gebetet, die Männer vorne und die Frauen dahinter.

Wir sollen uns also verstärkt dem prophetischen Vorbild zuwenden, den Gefährten des Muḥammad? Zur Lösung der gescheiterten Integration für alle Kölner Kamelle und eine Prise ʿaṣr as-saʿāda, Zeitalter der Glückseligkeit? Die Kamelle bitte nicht nur koscher, sondern ḥalāl.

Seit Jahrzehnten haben die neidischen Reaktionäre Allahs auf den technologischen und kulturellen sprich zivilisatorischen Fortschritt des nichtmuslimischen Teils der Menschheit mit dieser „Rolle rückwärts“ reagiert, mit der Politikwerdung der Bewunderung der ʿaṣr as-saʿāda (vgl. türkisch saadet). Das ist durchaus orthodox, da nur die Nachahmung (taqlīd) der orthopraktischen Vorgaben der Autoritäten deiner Rechtsschule (maḏhab) dich, vielleicht, aus der ewigen Verdammnis retten kann und ein anderes Vorbild für Gottgefälligkeit und Sittlichkeit als das vom Propheten gelebte durch nach Großmufti Mustafa Cerić aus Sarajevo „unveränderliche und unverhandelbare“ Scharia verboten ist, wie er in »The challenge of a single Muslim authority in Europe« klarstellt.

Dort ordnet Cerić an: „Die Scharia ist das ewige Prinzip, auf dessen Basis wirklich jede Generation von Muslimen das Recht und die Pflicht hat, ihre Urteile über Gut und Böse aufzubauen sowie, zeitangepasst und erfahrungsabhängig, richtig und falsch zu benennen. … Das persönliche Glaubensbekenntnis (aš-šahāda. Schahada) und die gemeinschaftsbezogene Sitten- und Pflichtenlehre (aš-šarīʿa, Scharia) müssen in der Anwendung der Führerschaft (al-imāma. Imamat) ihren Ausdruck finden. Dieses Führertum, dieses Imamat ist der menschengemäße Weg der Selbstzucht und dienstlichen Treue den Werten und Gütern der Zivilgesellschaft gegenüber (16).“

Europas halbbewusst säkularisierte Christen wie Kuschel, Lemmen und Miehl glauben ja vielleicht, mit ihrem Trialog ein Vertiefen spiritueller Kultur zu erzielen, der wesentlich handfestere Großmufti redet von der geheiligten islamischen Statthalterschaft, vom Sonderrecht. Als hochrangiger orthodoxer muslim betreibt Mustafa Cerić die Rechtsspaltung Europas.

Wie erwähnt kooperiert die als gemeinnützig anerkannte Christlich-Islamische Gesellschaft ganz bewusst mit Mustafa Cerić vom in Dublin ansässigen radikalislamischen ECFR. Ob das denn wirklich so anerkennenswert gemeinnützig ist, mögen die folgenden Worte des Bosniers erhellen, die der bei Jörg Lau zu findenden »Declaration Of European Muslims« entstammen. Für alle muslimūn Europas, so heißt es da (interkulturell, trireligiös), soll künftig das islamische Personenstandsrecht gelten: „Es gilt, den Weg für das Muslimische Recht im Bereich des Personenstandsrechts freizumachen, beispielsweise ein implementiertes Muslimisches Familienrecht zu gewährleisten (17).“

Wir wollen das natürlich nicht, wir wollen ein einheitliches, säkulares Recht für alle, für alle Männer und Frauen jeder Nichtreligion, Ex-Religion oder Religion, und deshalb haben wir dem orthodoxen sprich politischen Islam des bosnischen Großmuftis Einhalt zu gebieten. Sein frauenentrechtendes Kalifat möge Cerić nicht in Deutschland aufbauen dürfen und hoffentlich auch nicht in Bosnien.

Diffus orakelt Melanie Miehl über menschenrechtliche namentlich frauenrechtliche Misstände des Islam, die angeblich allesamt unislamischer Herkunft seien. Die Kölner Katholikin verwendet den angeblich frauenfreundlichen Koran und die fehlerfreie Urgemeinde gegen allerlei ebenso angeblich erst in späteren Jahrhunderten in den Islam eingedrungenes Unrecht.

Mit diesem Lobgesang auf den reinen, makellosen Ur-Islam schafft man sich unter radikalen Muslimen vermutlich keine Feinde. Den nichtmuslimischen oder muslimischen Islamkritikern macht Melanie Miehl ziemlich schuldhaft das Leben beziehungsweise Überleben schwer. Die wie zufällig mit dem Parteiprogramm der an Necmettin Erbakan orientierten türkischen Saadet Partisi (Partei der Glückseligkeit, Parteizeitung: Millî Gazete) bestens kompatible Koranverehrung geht weiter:

Insgesamt gibt es also aus dem Koran heraus eine religiöse Gleichwertigkeit der Geschlechter. Daraus leitet sich aber keine Gleichberechtigung der Geschlechter ab. An das männliche und weibliche Geschlecht sind unterschiedliche Anforderungen und Erwartungen hinsichtlich der Lebensführung geknüpft.

Sehr geehrte Frau Miehl, zum 01.07.1958 ist für alle Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland das Letztentscheidungsrecht des Ehemannes in allen Eheangelegenheiten ersatzlos gestrichen worden.

Gerät Koranfreundin Melanie Miehl bei der Schwärmerei für das Medina-Modell Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland als aus dem Blick? Da heißt es

»(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.«

Das ewig reichlich willkürlich bleibende, keine Rechtssicherheit bietende Islamische Recht ist schlicht verfassungswidrig. Ach, und was hat das Dritte Reich doch nicht alles für „Erwartungen hinsichtlich der Lebensführung geknüpft“ (Miehl)? Knüpfen klingt ja so niedlich, verspielt und kreativ.

Der Islam hat die Frau überhaupt erst zum Rechtssubjekt gemacht.

Falsch, es war die arabische Unternehmerin Ḫadīğa bint Ḫuwaylid („Chadidscha“), die dem fünfzehn Jahre jüngeren Karawanenführer den Heiratsantrag machte. Der Erwählte schaffte diese Möglichkeit nach dem Tode seiner Frau allerdings ab, auf Anordnung Allahgottes, wie er es nannte. Sehr geehrte Frau Miehl, Sie sollten Ihre Islamstudien intensivieren.

Als eigenständiges Rechtssubjekt ist die Frau nicht länger ein Objekt, das gehandelt, als Braut verkauft wird. … Der Koran schafft auch den Brautkauf ab, der im vorislamischen Arabien üblich war.

So ein Unsinn, die Frau kann ohne Heiratsvormund nicht heiraten. Islamwissenschaftlerin Miehl verschweigt uns ferner den walī muǧbir. Oder sie kennt den wali Mudschbir nicht, es gibt schließlich sehr unkundige Ausbilder von Islamwissenschaftlern und folglich oft noch unbrauchbarere Islamwissenschaftler. Vielleicht möchte Europa aber betrogen werden und hat Interesse am Einkauf möglichst dummer Islamwissenschaftler, die sich als Referent vulgo Mietmaul risikolos auf kirchlichen oder kommunalen Bühnen platzieren lassen. Es verwundert wenig, wenn der vom Erdöleinkäufer finanzierte islamwissenschaftliche Minnesänger die Schönheiten des Korans preist und die Wahhabiten gleich mit.

Allerdings ist die Rechtsfähigkeit der Frauen im Vergleich zu der des Mannes in bestimmen Bereichen eingeschränkt. So gibt es die Regelung, die es einer Frau untersagt, einen islamischen Staat zu führen.

Genau. Durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht abgedeckt, auch nicht durch Artikel 4 Religionsfreiheit.

Daneben wird zum Beispiel die Zeugenaussage einer Frau vor Gericht anders gewertet als die eines Mannes. Das lässt sich aber nicht als eine Abwertung der Frau verstehen, sondern muss in einem komplexen System islamischen Rechts gesehen werden und lässt sich daraus erklären.

Halbe Aussage vor Gericht, das bedeutet, lax gesprochen, halbe Portion. Das iranische Blutgeld (diyya, pers. diyye) beziffert den geringeren Wert des Weibes, die Ayatollahs kennen den Islam. Frau Miehl bewertet diese Bewertung allerdings falsch, der Islam wertet die Frau emotional und eben auch rechtlich ab und wir dürfen beides nicht zulassen.

Was Ehe und Scheidung angeht, ist es wichtig zu wissen, dass das islamische Eheverständnis ein anderes ist als etwa das katholische.

Talaq, talaq, talaq (18). Und die Verstoßene kann, sofern der Bio-Clan sie zurücknimmt bzw. leben lässt, einen Mann geringeren Ansehens heiraten. Andernfalls kann sie als Nutte leben, im Kalifat ist schließlich jeder nützlich, und sei es als schlechtes Beispiel.

Das muslimische Eheverständnis kommt eher an das protestantische heran. Luther hat ja die Ehe als weltlich Ding bezeichnet. Es geht um den Abschluss eines Vertrages.

Die islamische Ehe ist nicht nur Recht (aš-šarīʿa, Scharia), sondern die einzige sozial wie religiös akzeptierte Weise ehrbarer Sexualität. Die schariakonforme Familie, die islamische Ehe (an-nikkāḥ) und der vollzogene Koitus nebst nachfolgender Geburt eines Kindes nämlich vor allem eines Sohnes bilden den Nukleus des niḍām islāmī (türk. Nizam İslâmi), der einzig schützenswerten Lebensweise. Nur sie führt, vielleicht, in die ewige Gottesnähe.

Es stimmt, die Ehe ist ein von den männlichen Vertretern ausgehandelter Vertrag – dessen Verweigerung dich in die Höllenflammen führt. Die islamische Ehe als nicht der Religion zugehörig zu bezeichnen ist taqiyya, bewusste Lüge, und dient der daʿwa, der Islambewerbung. Im islām gibt es überhaupt keinen weltlichen Bereich! Seit der Zeit des im Jahre 1111 verstorbenen Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī, so dürfen wir sagen, ist jeder Bereich des menschlichen Zusammenlebens Teil der šarīʿa, auch der kleinste Handels- oder Kaufvertrag. Alles hat schariarechtliche Bedeutung, welche, erfährst du per fatwā, durch Koranlektüre oder vermittels bezogener Prügel.

Die Lebensweise der Nichtmuslime ist geheiligt herabzuwürdigen, ökonomisch nutzbar zu machen, ihre Umgangsformen und ihr Sexualverhalten sind aus Sicht der islamischen Orthodoxie sittlich geringeren Wertes.

[Der islamische Ehevertrag] Zum Beispiel die Frage, ob die Frau später noch eine Berufstätigkeit anstrebt, ob sie bereit ist, mit ihrem Mann in dessen Heimatland zu gehen. … Man darf nur nichts vereinbaren, was gegen den Islam an sich verstößt.

Deswegen haben wir das Standesamt erfunden, das die Gleichberechtigung der Frau garantiert. Deshalb werben wir für die standesamtliche Eheschließung und gegen die Ehe beim Guru, Imam oder Voodoo-Zauberer. Frau Miehl hat uns unterschlagen, dass die trennungswillige Muslima ihre Kinder verlieren wird, die gehören nach Islamischem Recht der Familie des Ehemannes. Außerdem darf die Muslima keinen Nichtmuslim heiraten, auch das ist in Deutschland schlicht verfassungswidrig.

Dieser Vertrag wird zwischen Braut und Bräutigam geschlossen oder zwischen dem Bräutigam und dem Vertreter oder Vormund der Braut. Es ist aber so, dass keine Frau gegen ihren Willen verheiratet werden darf, eine solche Ehe ist ungültig.

Das glauben islamverliebte Katholikinnen in Köln, das wissen Frauen in Malaysia besser und das schreibt das dortige Familienministerium folgendermaßen (19)

»1. Ist das Einverständnis der Braut in ihre Verheiratung erforderlich?

Ja, für jede Heirat ist das Einverständnis der Braut erforderlich. Bei einer noch nie verheirateten Frau (Jungfrau) kommt das Einverständnis von ihrem wali mudschbir [Heiratsvormund mit der Berechtigung zum Zwang].

2. Kann das jungfräuliche Mädchen durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden?

Ein jungfräuliches Mädchen kann durch den wali mudschbir auch ohne ihre Zustimmung in eine Ehe gezwungen werden, soweit die eheliche Verbindung sekufu [standesgemäß] ist und sie für die Braut keine dharar [Beschädigung] ihrer syarie [schariarechtlichen Verpflichtungen] darstellt.

6. Wer ist wali mudschbir?

Wali mudschbir ist der biologische Vater des Mädchens oder der Großvater väterlicherseits.«

Soweit der malaysische Staat. Und soweit auch zum Text »Frauen und Islam (20).« Miehl ist Vorstandsmitglied der CIG und war von 2003 bis 2008 Vorsitzende des Koordinierungsrates der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialogs in Deutschland (KCID).

Jacques Auvergne

(1) Großmoschee Köln, Giordano an Schäuble. »Mir macht Angst, dass Sie so viel Verständnis haben«, FAZ vom 02.03.2008

http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E1F862BCA7EB24552AD27D6444ADF83B8~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(2) Da heult der Wolf, bei Muhsin Yazicioğlu

http://www.muhsinyazicioglu.org/

(3) Das Chamäleon der Islamisierung: Herbert Krawinkel, Nichtfreimauerer (?) und Ganzgroßimam (?) Mohammed Salim Abdullah; Preisverleiher an die nach Einfluss gierenden Dhimmis

http://www.burks.de/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=2273&view=previous&

(4) Muhammed Salim Abdullah = Herbert Abdullah Krawinkel. Wikipedia Diskussion

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Muhammad_Salim_Abdullah

(5) „Antiimperialist und Antirassist“ Rolf Wischnath verteidigt den geheiligten Mord des Genfer Reformatoren an Michel Servet im Jahre 1553. Zum islamkompatiblen Calvin-Kult des Jahres 2009. Jacques Auvergne

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/05/23/121/

(6) Gudrun Eussner. Zu: Christian Troll

http://www.eussner.net/artikel_2007-04-03_20-01-29.html

(7) Islamischer Wali Mudschbir plus islamisches Heiratsalter = islamische Ehe = Islam. Bericht zu Afghanistan von Theresa Schäfer: »Kinderbräute erwartet oft die Ehehölle«, Stuttgarter Zeitung vom 16.07.2009, man beachte den ausgezeichneten Kommentar von marti

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2129147_0_6120_-zwangsehen-in-afghanistan-kinderbraeute-erwartet-oft-ehehoelle.html

(8) Islamic FGM. Indonesiens islamrechtlich vorgeschriebene Mädchenbeschneidung

http://www.asianoffbeat.com/default.asp?display=1435

(9) Kinder fehlinformieren mit einem angeblich toleranten Andalusien: „Toledo kann überall sein … im mittelalterlichen Toledo leben jüdische, christliche und muslimische Bürger friedlich zusammen.“

http://www.mlks.marl.de/kubucha/abraham/06/pressedok.html

(10) Kuscheln mit dem Scharia-Islam: Karl-Josef Kuschel. Der Tübinger Schariafreund und Professor auf Deutschlandtournee, im Programm das Evangelium des Trialogs: »Kinder Abrahams. Konsequenzen für Juden, Christen und Muslime in Europa«

http://www.c-eichert.de/a/index.php?go=vo001.php

http://www.gcjz-minden.de/0339bc99960ea5804/0339bc9b300f1ca01/index.html

http://www.salvatorianerinnen.de/terminsache/details/?no_cache=1&tx_activitycal_pi1[eventid]=3

(11) Der Kopftuchprofessor. Kuschel billigt Fereshta Ludin. Kuschel pro Lehrerinnenkopftuch. Das Kopftuch sei ein „privates religiöses Symbol“, Deutschlands Kinder hätten die „Andersheit anderer Kulturen“ zu erlernen

http://www.phil.uni-sb.de/projekte/imprimatur/1998/imp980502.html

(12) Goldene Kette, Golden Chain

http://naqshbandi.org/chain/names.htm

(13) Abdessalaam Yassine

http://www.yassine.net/en/mishkate/pages/YOChapterDetailPage.aspx?BookID=15&isBook=OK&ChapterID=1&Lang=4

(14) Einen kleinen Kran für den lieben Iran

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,353161,00.html

(15) Eberhard Schaetzing: Ekklesiogene Neurose

http://de.wikipedia.org/wiki/Ekklesiogene_Neurose

(16) »The challenge of a single Muslim authority in Europe«, Mustafa Cerić: „The sharı¯’ah is the perpetual principle on the basis of which each and every generation of Muslims has the right and the duty to make judgments about good and evil, right and wrong, in the context of its time and space in accordance with its own experience. … The personal confession of faith (the shaha¯dah) and the collective moral commitment (the sharı¯’ah) must find expression in the practical function of leadership (the ima¯mah) as the human way of discipline and loyalty to the common good of civil society.“

http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf

(17) Mustafa Cerić (DECLARATION OF EUROPEAN MUSLIMS) will die Rechtsspaltung Europas, für alle Muslime soll islamisches Personenstandsrecht gelten: „opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law.“ Dank an Jörg Lau

http://blog.zeit.de/joerglau/2006/12/01/erklarung-der-europaischen-muslime_62

(18) talaq

http://www.islamic-sharia.org/divorce-talaq/talaq-bain.html

(19) Malaysia. Wali Mujbir (guardian)

1. Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

6. Who is a Wali Mujbir?

Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.

http://www.kpwkm.gov.my/new_index.php?page=faq_content&code=4&faqtitleID=5&lang=eng

(20) Melanie Miehl: »Frauen und Islam«, Seminar Islam in der Arbeitswelt, 10.-14.12.2001

http://www.migration-online.de/beitrag._cGlkPTIzJmlkPTM0MzE_.html


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