139. Von der Weltpfadfinderidee zur differenzierten Diskriminierung

9. September 2009

الإتحاد الدولي للكشافة المسلمين

al-Ittiḥād ad-Dawlī al-Kaššāfa al-Muslimīn

The International Union of Muslim Scouts

Das WSIS Kampala 2009 boykottieren!

Boykottaufruf betreffend das Dritte World Scout Inter-religious Symposium (WSIS). Verfasst von Cees van der Duin

Ugandas um 1890 gegründete Hauptstadt Kampala hat heute 1,4 Millionen Einwohner, das Handels- und Dienstleistungszentrum des ostfrikanischen Binnenstaates liegt nahe am Viktoriasee. Kampalas Name leitet sich von den zehn so genannten Antilopenhügeln (kasozi k’empala) her, die das Relief der äquatornahen, ganzjährig durch ein mildes Klima begünstigten und das Umland der auf 1100-1200 Metern Meereshöhe liegenden Metropole prägen. In Uganda leben 10 % Muslime beziehungsweise 10 % mehr oder weniger muslimisch sozialisierte Menschen. Die Obrigkeit der Umma, der muslimischen Weltgemeinschaft, beginnt sich um diese Seelen rührend zu kümmern.

Auf der deutschsprachigen Seite der international tätigen, türkisch-radikalislamischen Bewegung Milli Görüş (hierzulande: IGMG) berichtet uns Ömer Faruk Yıldız am 27. Januar 2009 von der wohltätigen „Opfertierkampagne“ sprich Islamisierungskampagne der IGMG aus Ugandas Hauptstadt Kampala, wo er die Zentralmoschee (New National Mosque, aufgrund ihrer Lage in der Altstadt genannt Old Kampala Mosque) besucht. Der einschüchternd mächtige Sakralbau auf dem Mengo Hill, die größte Moschee südlich der Sahara, wird nach dem libyschen „Führer der Völker, Brother Leader“ auch Gaddafi-Moschee genannt, schließlich hat der libysche Diktator den Bau bezahlt. Der Leiterin des Goethe-Instituts sowie dem deutschen Konsulat überreichte der türkischstämmige deutsche Freund des Gedankenguts von Necmettin Erbakan jeweils einen Koran.

Neben dem ugandischen Baumeister Allahs und Sponsor der für die genannte Moschee jährlich in Höhe von 200.000 US-Dollar anfallenden Kosten für Unterhalt und Reparatur Muammar al-Gaddafi und neben der deutschen, vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Milli Görüş sorgen sich also weitere gottesfürchtige Kreise um das Seelenheil der ostafrikanischen Muslime. So traf sich im Jahre 2008 die Organisation of the Islamic Conference (OIC) im milden, grünen Kampala, jene OIC, welche die allgemeinen Menschenrechte ablehnt (Kairo 1990) und, völlig im Einklang mit Koran und Hadithen, halbierte Rechte für die Frauen und Nichtmuslime fordert.

OIC, Milli Görüş, al-Gaddafi, bei der Islamisierung (heiligen Kolonialisierung) Afrikas scheint es also einiges Gerangel der politreligiösen saudi-arabischen, türkischen und libyschen Goldgräber zu geben, letztlich aber wird man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner namens Scharia und Kalifat einigen können. Ebenso wie in Europa Tariq Ramadan und Mustafa Cerić den absoluten Schariavorbehalt sprich die Rechtsspaltung „legalistisch“ (demokratieüberwindend) durchsetzen wollen, bringt die „Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam“ die Eliten um al-Gaddafi und Milli Görüş keineswegs in einen Gewissenskonflikt.

Ugandas einstiger Gewaltherrschschaft unter Idi Amin fielen 250.000 bis 500.000 Menschen zum Opfer, dem Diktator selbst gelang 1979 die Flucht über Libyen in den Irak, sein Exil (und seinen Tod am 16. August 2003) fand der Massenmörder im saudi-arabischen Dschidda (Jeddah). Der Flughafen der 35 Kilometer von Kampala entfernten ehemaligen Hauptstadt Entebbe war 1976 Ort einer mit Hilfe Idi Amins durch überwiegend palästinensische Terroristen ausgeübten Entführung eines Flugzeuges der Air France. Die Maschine sollte von Tel Aviv nach Paris fliegen, wurde von der an Bord gelangten Gruppe von Terroristen gekapert und gewaltsam wenig zufällig ins „revolutionäre“ Libyen umgeleitet, wo sie auftanken durfte. Ziel der Geiselnahme war es, inhaftierte PLO-Aktivisten in Deutschland, Frankreich, Israel und der Schweiz zu befreien, ein Erpressungsversuch, der durch die Armee Israels (Operation Entebbe, später auch Operation Jonathan genannt) am 4. Juli 1976 glücklich durchkreuzt werden konnte. Unter den getöteten Entführern befanden sich zwei deutsche Linksterroristen der Revolutionären Zellen, darunter eine Studentin der Pädagogik.

Die 1907 gegründete, weltweit konzipierte Pfadfinderbewegung (Scouting, arabisch al-kashafa, al-kaššāfa) ist in über 200 Staaten der Erde aktiv und fasst weltweit 38 Millionen Kinder und Jugendliche zusammen. Nichtkonfessionelle und konfessionelle Verbände arbeiten hierbei im Sinne der Jugenderziehung durch Gruppenerlebnis und Naturerlebnis. Zu den ehrenwerten ethischen Zielen des Scouting gehören Selbstvervollkommnung, Mitgefühl, Nächstenliebe, Gemeinwesenarbeit, Religionsfreundlichkeit und religiöse Toleranz sowie Völkerverständigung und Weltfrieden. Pfadfindertum ist mit einem säkularen Islam problemlos kompatibel. Scouting geht jedoch nicht mit der Scharia und dem schariatischen Fiqh (das islamische Recht) zusammen, in dem Menschenklassen verschiedener (Minder-)Wertigkeit geschaffen werden und die Frau einer geheiligten Entwürdigung und Entrechtung unterliegt. Das Weltpfadfinderbüro sieht das seit Jahrzehnten und schweigt, vielleicht hofft man ja auf eine Islamreform.

WSIS 2009

Vom 21. bis zum 25. Oktober tagt das 3RD WORLD SCOUT INTER-RELIGIOUS SYMPOSIUM im zehn Kilometer außerhalb von Kampala liegenden Speke Resorts, Munyonyo. Organisator ist das World Scout Inter-religious Forum (WSIF), nach eigener Aussage ein informelles Netzwerk religiöser Gruppen/Organisationen der Pfadfinderbewegung.

Gemeinschaftlicher ausgerichtet wird das interreligiöse pfadfinderische Treffens in Uganda von der religionspolitisch im Scharia-Islam eingekerkerten International Union of Muslim Scouts und der demokratiefähigen, traditionsreichen, im Jahre 1915 gegründeten Uganda Scouts Association. Die IUMS hat ihren Sitz in Idi Amins Todesort Dschidda, im frauenentrechtenden und gottgefällig hinrichtenden Saudi-Arabien. Innerhalb der letzten zwanzig Jahre wurden in Saudi-Arabien mehr als zweitausend Menschen hingerichtet, ungefähr tausend von ihnen waren ausländische Gastarbeiter, die das barbarische klassisch-islamische Blutgeld (diya) nicht bezahlen können. Von diesen „Hütern der Heiligen Stätten“ (Mekka und Medina), Anklagepunkt als todeswürdiges Verbrechen sind neben Mord und Drogenschmuggel auch Hochverrat, Ehebruch, Hexerei und Gotteslästerung, lässt man sich als Muslim Scout ungern oder auch gerne sein Zeltlager finanzieren. Gut Pfad.

Als gesetzesislamische geistliche Autorität steht der IUMS Dr. Abdullah Omar Naseef nahe oder vielmehr vor, religionspolitischer Führer der Muslim World League (MWL). Dr. Abdullah Omar Naseef hat gegen das Gedankengut der Ideologen der Muslimbruderschaft wie Abu l-A’la al-Mawdudi, Sayyid Qutb und Said Ramadan offenkundig nichts einzuwenden und war 1988 Gründer des nach US-amerikanischer Auffassung als Terrororganisation einzustufenden Rabita Trust.

Die International Union of Muslim Scouts (IUMS) entstand vor 28 Jahren. Aus der wahhabitisch-saudischen Gastfreundschaft in Tayef heraus fassten die versammelten Majestäten, Exzellenzen, Herrschaften und Präsidenten der islamischen Staaten den Entschluss, dass mehr für das leibliche, „wertebezogene“ und „spirituelle“ Wohl der Jugend getan werden müsse.

„Werte“ sind dabei selbstverständlich die sexualmagischen und antiaufklärerischen Werte der totalitären islamischen Pflichtenlehre (Scharia), „Spiritualität“ steht im Einklang mit der repressiven hanbalitischen Rechtsschule. Im Folgejahr antwortete die Qatar Scout Association (Doha 1982) mit der Ausrichtung eines schariatisch-scoutistischen Kongresses (1st Islamic Conference & Jamboree).

Die Doppelpackung politislamisch-pfadfinderisch ist bis heute beibehalten worden und widerspiegelt sich auch 2009 im zusammenaddierten, ungleichen Pärchen IUMS plus Uganda Scouts Association. Der die islamische Radikalisierung und die ethnoreligiöse Segregation wünschende Politislam betreibt die Nutzbarmachung des sportiv, kreativ und sozial gemeinten Pfadfindertums.

Wiederum ein Jahr darauf, im September 1983 wurde die zweite Doppeltitelveranstaltung des auch von Dhimmi-Seite zunehmend schariakonform veränderten Scoutismus veranstaltet. Das Treffen titelte als Islamic Conference and Jamboree, Gastgeber war die nordafrikanische islamisch-sozialistische Theokratie Libyen. Zeitgleich fand im Unrechtsstaat des Auftraggebers eines 259 Tote fordernden Terroranschlags (Sprengung eines Flugzeugs über dem schottischen Lockerbie am 21.12.1988), des amtierenden Präsidenten der Afrikanischen Union (African Union, Union africaine) Muammar al-Gaddafi das fünfzehnte Arabische Pfadfinder-Welttreffen, das 15th Arab Scout Jamboree statt.

Bemerkenswerterweise beschloss das Arab Scout Committee im Jahre 1984, Islamic Scout Jamboree und Arab Scout Jamboree voneinander zu trennen.

Im Jahr des deutschen Mauerfalls und der deutschen Wiedervereinigung 1989 erfolgte in dieser Tradition die Ausrufung der International Union Of Muslim Scouts (IUMS) auf dem gemeinsamen Treffen auf Gruppenleiterebene namens 3rd International Muslim Scouts Conference & 5th Islamic Scout Jamboree.

August 1992: Pakistan lädt zur Sechsten Islamischen Pfadfinderkonferenz (6th Islamic Scout Conference). Im 2009 heute leider revolutionär-radikalislamisch unterwanderten, korrupten Polizeistaat Pakistan (Bewohner zu 96 % Muslime, meist streng hanafitische Barelwis oder ultraorthodoxe Deobandis) sind Nichtmuslime wie etwa Christen, Hindus, Parsen und Kalasha seit Jahrhunderten Menschen zweiter Klasse, die man bestehlen und belästigen darf.

Sozusagen pakistanisch-volksislamisch unterliegen gerade die pakistanischen Christen seit Jahrzehnten eher unvorhersehbaren, sozusagen anfallsweise initiierten Pogromen, sie werden, deutsche Zeitungen schreiben darüber zumeist nicht, nach lautstark geäußerten, wenig glaubwürdigen Vorwürfen (den Propheten beleidigt, den Koran geschändet) angegriffen, vergewaltigt oder ermordet, ihre Häuser werden niedergebrannt. Der labile Staat Pakistan könnte vor einer Islamischen Revolution nach iranischem Modell stehen, er hat die militärpolitische Kontrolle über gewisse Stammesgebiete wie das Swat-Tal verloren. Der Staat des Islamisten, Generals, Putschisten und langjährigen Regierungschefs Zia-ul-Haq (1977) ist seit der erfolgreichen Spionage eines in einer muslimischen Mittelschichtfamilie in Indien geborenen Muslims im Besitz von Nuklearwaffen. Aufgrund schlampiger Sicherheitsvorkehrungen gelang es dem Ingenieur Dr. Abdul Qadeer Khan, im niederländischen Atomforschungszentrum von Almelo im Laufe der Jahre 1972-1976 in den Besitz von Bauplänen für Zentrifugen für Urananreicherung zu kommen. Allahs pakistanischer Statthalter Zia-ul-Haq nannte die erstrebenswerte Gesellschaftsordnung Islamische Ordnung (nizam islami), führte die Scharia vollumfänglich ein und ließ Dieben folgerichtig die Hand abhacken, unter den Islamisten aller Welt wurde Pakistan so das Referenzmodell für einen „gerechten“ (islamischen) Staatsentwurf.

Auf der 33 Konferenz der höchsten Funktionäre der Weltpfadfinderverbände (weiblich WAGGGS und männlich WOSM), 33rd World Scout Conference, stellte sich die IUMS öffentlich vor beziehungsweise erklärte ihre künftige Anwesenheit bei allen Veranstaltungen und wurde Stunden später, Pfadfinder sind höflich und fremdenfreundlich, offiziell anerkannt. Das geschah im thailändischen Bangkok des Jahres 1993. In Thailand leben 5 % Muslime und ist der Buddhismus (Theravada) de facto Staatsreligion, lediglich im äußersten Süden (Provinzen Yala, Pattani, Narathiwat) stellen sie 30 % der über 15jährigen Bevölkerung, wo in den letzten Jahren leider dschihadistische Milizen grausame Morde an Nichtmuslimen begangen haben.

Das marokkanische Casablanca war im Juli 1994 Ort der 7th Islamic Summit Conference, dort wurde man inhaltlich: „Integrate spiritual with scouting understanding in all Muslim scout activities and programs and make them have strong believe in God.“ Während der grandiose Optimist und pragmatische, etwas pantheistische Weltbürger und Sportsgeist Lord Baden-Powell ganz selbstverständlich religiös empfand und niemandem auf der Welt sein Gottesbild wegnehmen wollte, wird hier von einer „Integration des Spirituellen mit dem Pfadfinderischen“ gesprochen. Scouting war also nicht „spirituell“ genug.

Fundamentalismuskritikern ist so etwas ganz ungefähr aus gewissen kleinen, christlich-fundamentalistisch geprägten pfadfinderischen Organisationen bekannt. Mit „strong believe in God“ aber könnte die Islamische Revolution gemeint sein und müssen wir eine auffällig angestrengte Umschreibung (kitman, Lügen durch Auslassung) der Worte Hisba, Fiqh und Scharia vermuten. Der muslimische Pfadfinder, auch der französische oder britische, soll also künftig der politreligiösen Gehorsamspflicht unterliegen, und was darunter zu verstehen ist, sagen ihm die saudischen Wahhabiten beziehungsweise wissen ja vielleicht auch die weltweit agitierenden Brüder der al-ichwan al-muslimun, der Muslimbruderschaft, von denen sich die IUMS selbstverständlich ebenso wenig distanziert wie von Yusuf al-Qaradawi.

Vorangestellt war der Satz „Select and train scout leaders according to clear understanding of Islamic teachings and scouting requirements for youth“. Die nicht schariakonformen Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sollen also ausgesiebt werden, das ganzheitlich-kreative (sportlich-musisch-soziale) Programm der seit 1907 typischen Scout-Jugendarbeit ist demgegenüber dezidiert nachrangig.

Wird denn nicht überall da, wo von Religionsfreiheit, Schutz von Nichtmuslimen, Säkularisierungsprozessen und (fundamentalismuskritischer; islamkritischer) Pressefreiheit gar nicht erst die Rede ist, die Formel „Peace to cover the hole world and scouting work for better world under the umbrella of One World One Law and One Promise“ ein wenig zum Ruf nach dem Kalifat? Ist „Peace“ denn dann nicht vorzugsweise Islamic Peace und „One Law“ etwas anderes als das Sharia-Law?

Mädchen islamverbandlich einsperren, Frauen bändigen: „Provide union coverage to the formation of Muslim girls guide under umbrella of IUMS.“ Weib, der (pfadfinderische) Kalif ist erstens männlich und weiß zweitens, wo es lang geht. Schluss mit dem pfadfinderischen Lotterleben.

Ein müdes „Encourages cooperation between Muslim and non-Muslim scout“ setzt die berüchtigte Islamsensibilität voraus sprich den Verzicht an jeder Kritik des Nichtmuslimen am orthodoxen beziehungsweise politischen Islam. Zusammenarbeit mit islamkompatiblen Nichtpfadfindern, „cooperation with non-scout organizations of similar nature“ hingegen wird, tolerant herrschend, akzeptiert.

Zu dem seinerzeit Sünder öffentlich auspeitschenden oder hinrichtenden König Fahad Ibn Abdul-Aziz († 2005) bekennt sich die International Union Of Muslim Scouts (IUMS), die eigentlich, man kann das überlesen, die islamisch-spirituelle das bedeutet repressiv-religionspolitische Führung über alle muslimischen Pfadfinder weltweit („representing Muslim Scouts all over the world“) beansprucht, was bereits heute das Pfadfindertum in Frankreich und Großbritannien und in nicht ferner Zukunft auch die Jugendarbeit vieler Staaten Europas meinen wird.

2009 bedeutet die Unterstützung der IUMS ein Befördern des politreligiösen Ansinnens der FEMYSO (Forum of European Muslim Youth and Student Organisations), deren erster Präsident Ibrahim el-Zayat hieß. Die deutschen Jugendverbände der FEMYSO sind die Jugendabteilung der Milli Görüş (IGMG) und die 1994 im Haus des Islam (HDI) in Lützelbach, Odenwald, durch Mohammed Siddiq Borgfeldt mitgegründete Muslimische Jugend in Deutschland (MJD). Die im Juni 1996 von WAMY (World Assembly of Muslim Youth, Dachverband von 450 Organisationen, Vertretungen in 35 Staaten) und FIOE (Federation of Islamic Organisations in Europe, das ist ungefähr die Muslimbruderschaft Europas) gemeinschaftlich gegründete FEMYSO kann für freiheitlich-demokratische und damit auch für pfadfinderische Jugendverbände kein Kooperationspartner sein. Die Namensähnlichkeit des im englischen Wikipedia unter Europäischer Fatwa-Rat (ECFR) Nummer 25 genannten „Sheikh Muhammed Siddique (Germany)“ mit dem gerade genannten MJD-Mitgründer, dem Odenwälder Herrn Muhammad Siddiq (Wolfgang Borgfeldt) aus Lützelbach ist bemerkenswert, zumal Wikipedia deutsch unter MJD ausführt: „MJD-Gründer Muhammad Siddiq ist Mitglied des ECFR, dessen Vorsitzender Yusuf al-Qaradawi ist“. Ob Scheich oder Nichtscheich, die treue FEMYSO möchte ihr Leben offiziell nach den Weisungen des Fatwa-Rates (ECFR) ausrichten.

Zu ihrer politreligiösen Einbindung bekennt die IUMS: „Active member of World Assembly of Muslim Youth“.

Ob das selbstbewusste Weltweite islamische Pfadfindertum („To motivate and promote Islamic Scouting on global basis“) etwas anderes als eine weltweite Islamisierung wünscht? Die Gefahr der globalen muslimischen Gegengesellschaft sollten WAGGGS und WOSM beachten, die Unvereinbarkeit von Scharia und Allgemeiner Erklärung der Menschenrechte (AEMR) müssen Pfadfinderinnen und Pfadfinder endlich hörbar betonen, um sich nicht länger mitschuldig zu machen, den religiösen Nichtmuslimen, säkularen Muslimen und Ex-Muslimen in islamisch geprägten Ländern und längst auch in Europa die mühselig errungene Freiheit zu rauben.

Die Kooperation mit der IUMS gefährdet die Glaubwürdigkeit der Weltpfadfinderbewegung als eine mit der kulturellen Moderne und der freiheitlichen Demokratie kompatible Form der Jugenderziehung und Jugendbildung. Nicht zuletzt geht es um universelle, gleichheitsfeministisch gedachten Frauenrechte, denn die hier erwähnte Traditionslinie der IUMS, ihre offenkundige Loyalität zur Wahhabiyya, zur Muslimbruderschaft, zu Muammar al-Gaddafi (Libya 1983) und zu womöglich ja auch zum in Katar lebenden, unter Sunniten hoch angesehenen Yusuf al-Qaradawi („Qatar took the initiate and held the first Muslim Scout Conference, Doha 1982″) tritt das zivilisatorische Streben der einen Menschheit nach der Gleichberechtigung der Frau mit Füßen.

Auch ist davon auszugehen, dass die politreligiösen Funktionäre der in die WAMY eingebundenen IUMS glühende Israelhasser sind. Als veritabler deutscher Zweig der radikalislamischen Muslimbruderschaft kann die Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD, vgl. Islamisches Zentrum München) gelten, der einstige IGD-Vorsitzende Ibrahim el-Zayat ist in der WAMY führend aktiv (Vertreter für Westeuropa). An alle, die in der Pfadfinderarbeit Verantwortung tragen, sei die Frage gerichtet, ob folgendes denn etwa die Ethik des gut hundertjährigen Scouting ist, was WAMY zum Thema Kindererziehung predigt: „Lehrt unsere Kinder zu lieben, dass Rache an den Juden und den Unterdrückern genommen wird und lehrt sie, dass unsere Jugend Palästina und Al-Quds [Jerusalem] befreien wird, wenn sie zum Islam zurückkehren und den Jihad um der Liebe Allahs wegen ausüben.“

Das Blog für Pfadfinderische Islamkritik „Eifelginster“ beobachtet die Re-Fundamentalisierung der muslimisch geprägten Individuen, Großfamilien und Staaten mit großer Sorge und richtet an die europäischen und eben auch deutschen Pfadfinderverbände die dringende Bitte, am interreligiösen Treffen 3RD WORLD SCOUT INTER-RELIGIOUS SYMPOSIUM, 21 -25 OCTOBER 2009, SPEKE RESORT MUNYONYO, KAMPALA – UGANDA nicht teilzunehmen. Den in den pfadfinderischen Verbänden organisierten Kindern und Jugendlichen sei die offene islamismuskritische und schariakritische Diskussion, Meinungsbildung und innerverbandliche Meinungsvertretung empfohlen.

Statt die gesetzesislamischen, durchweg faschistoiden bis faschistischen Staatskonzepte und Menschenbilder, statt die Islamvorstellungen der Wahhabiten und Muslimbrüder weiterhin zu bagatellisieren oder zu beschweigen, sollten Europas in WAGGGS bzw. WOSM organisierte Jugendverbände die Zusammenarbeit mit denjenigen muslimischen, außereuopäisch-christlichen sowie israelischen Strömungen vertiefen, die sich auf Pressefreiheit, Wissenschaftlichkeit, Säkularität und universelle Menschenrechte hinzu bewegen.

Das Pfadfindertum des Nahen Ostens hat eine reiche Geschichte. Während die erste türkische Pfadfindergruppe an der Istanbuler Imperial Galatasaray High School und noch im Osmanischen Reich durch den englisch-türkischen Lehrer Ahmet Robinson ins Leben gerufen wurde, der auch die türkischen Worte für „Pfadfinder, Pfadfinderei“ (Izci, Izcilik) prägte, standen die armenischen Pfadfindergruppen bereits vor dem antiarmenischen Völkermord (1915-1917) zumeist der 1918 in Istanbul von Shavarsh Khrissian und Hovhannes Hintlian gegründeten, patriotisch-sportiven Homenetmen-Bewegung (HoMenEtMen) nahe.

Im Bereich der Weltsprache des Arabischen war es vermutlich der Hochschullehrer Mamduh Haqqi aus dem nordsyrischen Aleppo (arab. Halab, 15-20 % der Einwohner sind Christen verschiedener Bekentnisse), der im Jahre 1929 als Erster das Buch »Scouting for Boys« als »al-Kashafa« ins Arabische übersetzte. Im Vorjahr hatte Hassan al-Banna in Ägypten die dezidiert antimoderne, radikalislamische Muslimbruderschaft gegründet, nachmaligen Wurzelgrund etlicher Terrorgruppen. Es wäre schön, wenn der Geist des »Scouting for Boys« (… and Girls) zur Demokratisierung des nahen Ostens und Afrikas beitragen kann, und ganz anders als Kulturrassist Hassan al-Banna hat Pädagoge Mamduh Haqqi seinen Beitrag für die Jugenderziehung des arabischen Sprachraumes geleistet. Die israelische Pfadfinderbewegung der für alle Kinder und Jugendlichen, auch für christliche und muslimische, offen stehenden, durchweg koedukative Hit’ahdut HaTzofim VeHaTzofot BeYisrael kurz: „Tzofim“ entstand 1919 und feiert dieses Jahr stolz ihr neunzigjähriges Jubiläum. Seit Jahren aber feuern radikalislamisch orientierte Palästinenser Kassam-Raketen aus dem Gaza-Streifen aufs israelische Sderot ab. Welchen Umgang mit dem das Weltpfadfindertum offensichtlich gezielt und menschenrechtswidrig beeinflussenden politischen Islam sind Europas und gerade auch Deutschlands Pfadfinderverbände denn unseren jüdischen Pfadfinderverbänden etwa der USA, Kanadas, Frankreichs und Israels schuldig, damit das 1907 gestiftete Ideal von der weltweiten Bruderschaft auch in Zukunft glaubhaft erfüllt werden kann?

Was für ein Islambild hat und wünscht die offizielle Pfadfinderbewegung sieben Jahrzehnte nach dem erscheinen des pfadfinderischen Handbuches »Scouting for Boys / al-Kashafa«, wenn ihr im Jahre 2009 auf dem interreligiösen Treffen in Kampala sogar wahhabitisch finanzierte und Muammar al-Gaddafi wie auch der Muslimbruderschaft kaum verhohlen nahe stehende Gruppen als annehmbare Dialogpartner gelten? Es gibt unter muslimisch sozialisierten Menschen weit mehr an Weltbürgertum und gutem Geschmack als lediglich die ewiggestrigen Rufer nach der frauenfeindlichen islamischen Orthodoxie oder die Parteigänger der die Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Menschenrechte verhindernden islamistischen Politreligion.

Zivilcouragierte muslimische Frauen und Männer gibt es schließlich auch, und gerade für diese, die allgemeinen Menschenrechte verlangenden und damit auf die weitgehende Trennung von Religion und Politik angewiesenen Menschen haben WOSM und WAGGGS einzustehen, nicht für die Architekten der Gegenmoderne und Gottesherrschaft.

Cees van der Duin, 09. September 2009

zum Weiterlesen:

Lagerfeuer und Köpfen für Allah, Scouting & Hadd-Strafen. Al-kashafa al-arabiyya. Königlich Saudi-Arabische Botschaft in Tokio, Japan

http://www.saudiembassy.or.jp/Ar/EmbNews/Kashafa.htm

Lake Victoria, Pfadfinderfunktionäre und Polit-Islam. Homepage des luxuriösen Tagungszentrums Speke Resort, Munyonyo, Kampala, Uganda

http://www.spekeresort.com/

Gaddafi-Moschee, Kampala

http://www.world66.com/africa/uganda/kampala/lib/gallery/showimage?pic=africa/uganda/kampala/new_national_mosqu

http://www.zeast.com/blogs/ac/2007/07/friday-prayers-in-kampala.html

Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), 18.-20. Juni 2008, Kampala / Uganda

http://www.oic-oci.org/35cfm/english/index.html

Ugandas Präsifent Yoweri Kaguta Museveni eröffnet mit Muammar el-Gaddafi die größte Moschee südlich der Sahara

http://allafrica.com/stories/200803200007.html

OIC bei OIC. Member States, et al.: Albanien, Surinam, Uganda

http://www.oic-oci.org/member_states.asp

Kairoer Erklärung … der Menschenrechte … im Islam!

http://www.soziales.fh-dortmund.de/Berger/Forschung/islam/Kairoer%20Erkl%C3%A4rung%20der%20OIC.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam

Dschihadismus in Thailand. VORSICHT, die Ergebnisse der Internet-Bildsuche unter „thailand jihad“ sind ERST AB 16 JAHREN GEEIGNET

http://www.longwarjournal.org/cgi-bin/mt-search.cgi?tag=Thailand&blog_id=7

http://littlegreenfootballs.com/article/26895_Zombie-_The_Thailand_Jihad

Operation Entebbe

http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Entebbe

Einladung zum WSIS 2009, bei Weltpfadfinderverband (WAGGGS / WOSM)

http://www.scout.org/en/information_events/events/wsis/3rd_wsis

Einladung zum WSIS 2009, bei: Internationale Konferenz des Katholischen Pfadfindertums (IKKP) / International Catholic Conferenz of Scouting (ICCS) / Conférence Internationale Catholique du Scoutisme (CICS)

http://www.cics.org/html/download/circular_letter/Circulair_Letter__Apr09_ENG.pdf

IUMS, bei WSIS

http://www.wsis2009.org/scouting_iums.php

Dr. Abdullah Omar Naseef

http://www.historycommons.org/entity.jsp?entity=abdullah_omar_naseef_1

Rabita Trust

http://www.satp.org/satporgtp/countries/pakistan/terroristoutfits/Rabita_Trust.htm

WAMY

http://demo.ebiz-today.de/personen/personen,217,Weltweit_vernetzter_politischer_Islam,news.htm

http://www.discoverthenetworks.org/groupProfile.asp?grpid=6425

http://www.geocities.com/johnathanrgalt/FBI_was_frustrated.html

militantislammonitor.org/article/id/2050

http://article.nationalreview.com/?q=ODgwMGNkNzM0MTNiMWMyZGM3ZWJlYTYxYzczNGNhMmU= </

http://de.wikipedia.org/wiki/World_Assembly_of_Muslim_Youth

Ibrahim el-Zayat

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E01016036B44C421C90293F71616657F0~ATpl~Ecommon~Scontent.html

FEMYSO

http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_of_European_Muslim_Youth_and_Student_Organizations

Islamische Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD)

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Gemeinschaft_in_Deutschland

Pfadfinderfunktionäre flirten mit dem Polit-Islam, Baden-Powell wäre womöglich stocksauer. Das 1923 gegründete Internationale Pfadfinderzentrum im Schweizer Kandersteg, Weltzentrum des WOSM, lädt zum WSIS Uganda 2009

http://www.scout.org/en/information_events/events/wsis/3rd_wsis

Anmeldung bei den tunesischen Pfadfindern, Scouts Tunisiens (al-Kachāfa at-Tūnisiyya) der Teilnehmerbetrag ist nach Jeddah (Dschidda) zur IUMS zu überweisen. Bitte ausfüllen: 12. Experience in working with Scouting and Spiritual Development, 13. Have you participated in an inter-religious dialogue before? If yes, briefly explain your experience

Applications to be sent to: Mr. Hussain Sahal, Deputy General Secretary, International Union of Muslim Scouts (IUMS), P.O. Box 9141 Jeddah 21413, Kingdom of Saudi Arabia. (Deadline for the application to reach us: 20th July 2009)

http://www.scouts.org.tn/pages/Registration-3rd-WSIS-En.pdf

The Hebrew Scout Movement, Israel (Hebrew)

http://www.zofim.org.il/

Friends of Israel Scouts. Tzofim

http://www.chetz-vkeshet.org.il/

Catholic Scouts Association in Israel (CSAII)

http://www.csaii.org/en/

Gaza, Hamas, Kindererziehung. Bei: Spirit of Entebbe

http://spiritofentebbe.wordpress.com/2009/09/03/gaza-stimmen-fur-den-frieden/

280. Arzu Özmen

22. Januar 2012

جريمة الشرف

ǧarīmat aš-šaraf

honour killing

Ehrenmord

Arzu ist nicht das erste und leider auch nicht das letzte Opfer

Morgen werden sich viele Menschen an einem Trauermarsch zum Gedenken an Arzu Özmens beteiligen, die einem Ehrenmord zum Opfer fiel. Ihre Freunde und tausende Menschen haben eine Frage: Wieso?? Wie kann eine Familie ihre Tochter, ein Bruder seine eigene Schwester umbringen? Was können wir tun? Wie können wir Betroffenen helfen? Warum haben wir versagt?

Arzu ist nicht das erste Opfer. Pro Jahr sterben weltweit mehr als 5000 Frauen und Mädchen infolge von Ehrenmorden. Die meisten Ehrenmorde, die eine blutige Unsitte traditionalistisch-religiöser und vormodern-patriarchalischer Gesellschaften darstellen, werden in orthodox-islamisch geprägten Milieus vollstreckt. Arzu entstammt einer jesidischen Familie. Aber sie war in Deutschland und das ist entscheidend. Denn:

Auch Frauen und Mädchen aus traditionell-religiösen Zuwandererfamilien, die in Europa leben, haben das Recht auf ein freies und selbstbestimmtes Leben nach modernen Grundsätzen und menschenrechtlichen Normen. Und sie haben das Recht, vom Staat und der Gesellschaft des Aufnahmelandes besser geschützt zu werden.

Der Zentralrat der Ex-Muslime verurteilt diesen feigen und schändlichen Mord und erklärt sich solidarisch mit allen Menschen, die morgen am Trauermarsch teilnehmen. Aber wir sagen auch: Die Gesellschaft und ihre politischen Repräsentanten müssen sich noch intensiver und tabuloser mit diesem Problem beschäftigen. Reaktionäre und frauenfeindliche Kulturen und Traditionen müssen öffentlich eindeutig verurteilt werden. Es ist absolut falsch, aus Angst, einige rückständige Kräfte könnten sich beleidigt fühlen, Kritik zu unterlassen und die notwendige Auseinandersetzung zu scheuen.

Die meisten Opfer in Deutschland entstammen orthodox-islamischen Familien, die sowohl durch die konservativen Islamverbände Deutschland als auch durch die nachgiebige proislamische Politik in allen gesellschaftlichen Bereichen beständig ermuntert werden. Eine verhängnisvolle Rolle spielt hierbei nicht zuletzt das Unwort des Bundespräsidenten Wulff „Der Islam gehört zu Deutschland“, das mittlerweile wie ein Persilschein für die Ausbreitung islamischer Herrschaftskultur in Deutschland genutzt wird: Zunächst die Etablierung der Islamkonferenz als ungerechte und kontraproduktive Bevorzugung einer bestimmten Zuwanderergruppe; dann Einführung von Islamunterricht als falsches Signal der Integrationspolitik; jetzt Einrichtung islamischer Theologiezentren; generell die Islamisierung des Bildungssystems von den Kindergärten bis zu den Hochschulen – all das bewirkt nicht zuletzt auch die Verfestigung einer frauenfeindlichen und grundrechtswidrigen Gegenkultur.

Tief betroffen von diesem Mord erheben wir deshalb folgende Forderungen:

Den Mädchen aus traditionalistisch-religiösen Zuwanderermilieus muss geholfen werden, nach modernen freiheitlichen Standards zu leben. Geschützt und durchgesetzt werden muss insbesondere das Recht auf freie Partnerwahl. Alle Mädchen haben ein Recht auf voreheliche Freundschaftsbeziehungen! Islamisch geprägte Jungfrauenkäfige dürfen nicht länger geduldet bzw. unter „Kulturschutz“ gestellt werden. Die Politik und die Medien in Deutschland müssen sich klar und deutlich auf die Seite der Frauen und Mädchen stellen. Frei-Sein und Lebensfreude sind weder exklusive Eigenschaften der deutschen oder europäischen Kultur, sondern gehören zum Grundinventar der universellen Menschenrechte, die nicht im Sinne eines falschen Multikulturalismus relativiert werden dürfen. In diesem Sinne verlangen wir auch eine härtere Bestrafung von „Ehrenmorden“ als besonders verwerfliche Verbrechen.

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

19.01.2012

Mina Ahadi

E-Mail: minaahadi@aol.com

Telefon: 0049 (0) 1775692413

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee Against Execution (ICAE)

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee Against Stoning (ICAS)

http://stopstonningnow.com/wpress/

Mina Ahadi in Königswinter

11. Januar 2012

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

Der Zentralrat der Ex-Muslime ZdE möchte auf folgende interessante Veranstaltung Königswinter hinweisen, die allen Interessierten offensteht. Bitte machen Sie auch Bekannte und Freunde in Ihrem Umfeld auf diese Veranstaltung aufmerksam:

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27.-29. Januar 2012, Königswinter

Beginn: Freitag, 19.00 Uhr, Ende: Sonntag, 15.00 Uhr

Zerrbild Islam? Islamophobie oder notwendige Kritik

Programmpunkte und Referenten:

Islamische und christlich-abendländische Werte:
Ergänzung, Konkurrenz, Rivalität?

Klemens Ludwig, Journalist, Tübingen

Christentum und Islam:
Eineinhalb Jahrtausende Eroberungen, Rivalität und Misstrauen

Klemens Ludwig, Tübingen

Die aktuelle Situation der Christen in der islamischen Welt.

Wolfgang Wagner,
Pfarrer und Studienleiter der Evangelischen Akademie Bad Boll

Zerrbild Feindbild? Das öffentliche Bild des Islam in den Medien

Tilman Zülch, Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen

Der politische Islam, seine Organisationen und Strukturen

Collin Schubert, Fachreferentin für “Frauenrechte in Islamischen Gesellschaften” bei TERRE DES FEMMES, Tübingen

Kampf der Kulturen oder friedliches Miteinander? und

N.N. Vertreter des Zentralrats der Muslime (angefr.)

Mina Ahadi, Köln Zentralverband der Ex-Muslime, Köln

Mina Ahadi (54) ist auch Gründerin des Komitees gegen Steinigungen und wurde im Iran wegen ihres Widerstandes gegen das islamistische Regime zum Tod verurteilt, ihr Mann wurde hingerichtet. Seit ihrer Flucht lebt sie in Köln. Sie ist Vorsitzende der Vereinigung der Ex-Muslime.

Tagungsbeitrag inkl. Unterkunft und Verpflegung:
100 € im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 16,00 € pro Übernachtung.

Anmelden können Sie sich per Mail (entwicklungspolitik@azk.de), per Post, per Fax oder über unsere Homepage www.azk.de.
allen Interessierten offen.

http://www.azk-csp.de/uploads/tx_seminars/12_6_665_5__Zerrbild_Islam.pdf

http://www.azk-csp.de/

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Zentralrat der Ex-Muslime
10.01.2012

279. Karim El-Gawhary

10. Januar 2012

لربيع العربي

ar-Rabīʿ al-ʿArabī

Le Printemps Arabe

The Arab Spring

Arabischer Frühling

Weltreporter und Arabischer Frühling

Zum 6. Januar 2012 lädt der Westdeutsche Rundfunk die interessierte Bevölkerung nach Köln, wo die freischaffenden Journalisten der Gruppierung Weltreporter über den Arabischen Frühling berichten wollen. Rekonstruktion der Podiumsdiskussion nach handschriftlichen Notizen aus dem Kleinen Sendesaal von Jacques Auvergne.

Es ist der sechste Januar, Dreikönigstag. Ungastlich durchpustet feuchter Wind die frühe Dunkelheit über der alten Domstadt. Wer kann, bleibt bei so einem Wetter zu Hause oder erledigt die letzten paar Besorgungen zügig. Eine orientalisch verkleidete Kindergruppe von etwas verloren wirkenden Sternsängern ist unterwegs, ein Mädchen malt mit Kreide die Zeichen 20*C+M+B+12 für Christus Mansionem Benedicat, das bedeutet Christus segne diese Wohnung, an einen Steinpfosten. In Köln ist die auf Abwehr des Teufels und Rettung der Seele zielende (politreligiöse) oder kulturell modern (säkular) gelesene Legende von den Heiligen Drei Königen seit dem Mittelalter dem Volk vertraut.

Am diesem ersten Freitagabend des neuen Jahres 2012 betritt ein interessiertes Publikum das hinter seinen großen Glasfronten hell erleuchtete Funkhaus Wallrafplatz. Dem Internet war zu entnehmen, dass bei WDR 5 und per Radio-Direktübertragung eine frohgestimmte Gruppierung von so genannten Weltreportern darüber aufklären will, wie der Arabische Frühling richtig zu verstehen ist.

Islampessimisten witterten eine Erneuerung des, im Jahr 2010 beispielsweise von Aygül Özkan unternommenen Versuchs (Pressecharta Niedersachsen), die Bevölkerung über die globalen Muslimbrüder zu desinformieren und die deutsche Presse islamsensibel gleichzuschalten. Wer zu diesen Skeptikern gehörte, sollte, wie wir gleich sehen werden, heute Abend nicht enttäuscht werden. Damals wollte die Ministerin von der CDU (!) die niedersächsischen Journalisten darauf verpflichten lassen, künftig nur noch „eine kultursensible Sprache anzuwenden“ und, wie ein Nachhilfeschüler, „die interkulturelle Kompetenz zu verstärken“.[1] Welcher Hohe Rat von Integrationskundigen die Unbotmäßigen maßregeln darf, hätte die Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration uns sicherlich nachträglich empfohlen (befohlen); ob Frau Özkan in die Scharia oder ins Grundgesetz „integrieren“ wollte oder in einen Kompromiss aus Rechtsstaat und Islamstaat, ist bis heute unklar geblieben. Niedersachsens Journalisten ließen sich diesen Versuch, Inhalte und Sprachstil vorzugeben, zum freiheitlich demokratischen Glück nicht gefallen.[2]

Rasch und wider Erwarten ist der angenehm beheizte Kleine Sendesaal fast vollständig gefüllt, die aktuelle Radioübertragung klingt auf, gleich wird man auf Sendung gehen. Holger Beckmann (WDR) erscheint, der bekannte Moderator von Formaten wie Funkhausgespräche oder Echo des Tages. Die Reporter des ideologisch dem übertrieben islamfreundlichen Internetportal Qantara nahe stehenden Netzwerks Weltreporter nehmen Platz. Von links nach rechts sitzen auf der Bühne Karim El-Gawhary (Kairo), Jürgen Stryjak (Kairo), Birgit Kaspar (Beirut/Toulouse) und Markus Bickel als Nahost-Redakteur der FAZ. Beckmann begrüßt Publikum und Weltreporter und lässt in die Augenzeugenberichte zum Arabischen Frühling einsteigen:

El-Gawhary: Kairo war ja nur die Fortsetzung. Zuerst ging der Umbruch in der arabischen Welt, den wir jetzt erleben, in Tunesien los. Dort wurde Ben Ali gestürzt.

Zuerst blieb in Kairo alles ruhig, wir hätten nicht gedacht, dass es so gewaltige politische Veränderungen auch am Nil geben könnte. Ägypten, das 30 Jahre lang sozusagen in der Garage der Welt abgestellt war, folgte etwas später dann doch der heftigen Welle der Veränderung. Und dann ging es also auch in Ägypten los. Ich war da, jeder konnte es spüren, spätestens als die Demonstranten sich nicht mehr von den Polizisten haben vertreiben lassen wurde es klar, jetzt passiert etwas ganz großes. Alle spürten, dass der arabischen Welt ein Tsunami bevorsteht.

Wir in Europa dürfen nicht vergessen, die Leute leben in großer Armut, die halbe Bevölkerung muss mit weniger als 1,50 € pro Tag auskommen, lebt also unterhalb der von der UNO definierten Armutsgrenze.

Das mehrfach wiederholte „dann ging es los“ wirkt infantil, aufregend nichtssagend und nervt mich, denn hätte man in Deutschland 1933 schließlich auch sagen können „jetzt geht es los“, und damals folgte eine menschenverachtende Diktatur. Warum wünscht sich Karim El-Gawhary nicht ausdrücklich, dass in Ägypten jetzt die allgemeinen Menschenrechte endlich umgesetzt werden? Ist heutige materielle Armut ein Alibi für eine dauerhafte Außerkraftsetzung der AEMR?

Noch im Sommer 2006 urteilte der Oberste Verwaltungsgerichtshof, dass den Bahāʿī auch weiterhin alle offiziellen Dokumente zu verweigern sind: „Die Verfassung sieht Religionsfreiheit nur für die drei himmlischen Religionen vor, und das sind Islam, Christentum und Judentum.“ Die Bahai nannte der Richter „Abtrünnige des Islam, Islamapostaten“.[3]

Was El-Gawhary großzügig ebenso übergeht: Um eine Auslandsreise zu unternehmen, braucht jede unter 21 Jahre alte Frau die Erlaubnis ihres Vaters, um nämlich den Reisepass zu beantragen. Ehefrauen jeden Alters können ohne Einwilligung ihres Ehemannes nicht ins Ausland reisen.[4]

Es ist keine vier Jahre her, da wusste die Neue Zürcher über das traurige Los einer dritten Gruppe oder Kaste von ägyptischen Unpersonen zu berichten und nannte als Gegner einer Modernisierung des Familienrechts die Islamisten:

„Bis jetzt waren uneheliche Kinder namenlos, bekamen keine Geburtsurkunden, konnten nicht zur Schule gehen, keine Identitätskarte erwerben und blieben ihr Leben lang Außenseiter. Laut Menschenrechtlern gibt es zurzeit in Ägypten mindestens 20.000 uneheliche, von ihren Vätern nicht anerkannte Kinder.“[5]

Was sind Frömmigkeit oder Armut da für Argumente, will El-Gawhary die vergleichsweise fraglos eher reichen und gottvergessenen Deutschen beschämen und beide, Ägypter und Deutsche, daran hindern, den Wegfall der ägyptischen staatlichen Diskriminierung der Bahai oder der unverheirateten Mütter zu fordern? Sicherlich ist Armut schlimm, aber Armut und Pressezensur oder Armut und Scharia ist noch schlimmer. Soll Armut etwa eine Entschuldigung dafür sein, den Frauen zusätzlich weiterhin das männerverherrlichende islamische Eherecht aufzubürden oder es koranbasiert zu verschärfen?

Das von El-Gawhary gerade verwendete bekannte Bild der zerstörerischen Riesenwelle ist dem gründlichen politischen oder pädagogischen Nachdenken eher hinderlich. Folgte nach dem ersten Februar 1979 für den Iran, dem Tag, an dem Ayatollah Chomeini aus dem Exil zurückkehrte, denn kein „Tsunami“? Auch El-Gawhary ist rasch gereizt und verkündet über WDR 5 seinen Missmut über jene Pessimisten und wohl auch Islampessimisten, die es wagen, den Arabischen Frühling ohne Führung eines Weltreporters selbstständig zu interpretieren:

Mich persönlich nervt es, wenn, wie immer wieder zu hören ist, davon geredet wird, dass: „Aus dem arabischen Frühling nun ein arabischer Winter“ geworden sei.

Deutschlands größte Frauenzeitschrift berichtet wesentlich weniger optimistisch über den Arabischen Frühling, den Tahrir-Platz und Aliaa Magda Elmahdy, die Lebensgefährtin von Kareem Amer (Abd al-Karim Nabil Suleiman). Der gesellschaftskritische und atheistische Blogger konnte am 17. November 2010 (bezeichnenderweise zwölf Tage zu spät und nach erlittenen Misshandlungen) seine vierjährige Gefängnisstrafe beenden. Drei Jahre Haft hatte er dabei wegen Volksverhetzung und Beleidigung des Islams bekommen, ein Jahr wegen Präsidentenbeleidigung.[6]

Studentin Elmahdy stellte im Namen der Freiheit des Ausdrucks und der Gleichberechtigung der Frau den fotografierten, unbekleideten weiblichen Körper im Internet dar, ihren eigenen, und muss seither nach islamistischen Todesdrohungen im Verborgenen leben:

„Diese junge Frau ist eine von Millionen, für die der so genannte arabische Frühling gerade zum arabischen Horror wird. Die ägyptische Kunststudentin ist inzwischen untergetaucht, sie ist in Lebensgefahr. Die Islamisten ergreifen die Macht. Und sie verbünden sich mit den konservativen Kräften im Land, die eines mit ihnen gemeinsam haben: Sie sind Männer. Männer, für die Frauen Menschen zweiter Klasse sind. … Selbst das einst als aufgeklärt geltende Tunesien fällt gerade den Gottesstaatlern in die Hände. … Und in Libyen gibt sich die Übergangsregierung zwar „demokratisch“, aber kündigte die Einführung der Scharia an. Und Mustafa Abdul Dschalil, Wortführer der Übergangsregierung, verkündete bei der Gründungsfeier des neuen Libyen auf dem großen Platz von Bengasi unter allgemeinem Jubel: „Männer, ihr könnt wieder vier Frauen heiraten! Denn so steht es im Koran, dem Buch Gottes.“[7]

In Tunesien hat ein Mitglied der islamistischen Nahda-Partei das Herannahen des Kalifats verkündet, das aus dem Arabischen Frühling hervorgehen und Jerusalem und die islamische Welt befreien wird.[8]

Am 18. Februar 2011 hielt der aus seinem Exil in Katar nach Ägypten zurückgekehrte Cheftheologe der Muslimbrüder, Yusuf al-Qaradawi seine Freitagspredigt vor hunderttausenden seiner Anhänger auf dem Tahrir Square.[9] Jahrzehntelang hatte der Scheich mit seiner Fernsehsendung Scharia und Leben sowie mit der Fatwa-Internetseite IslamOnline Millionen von Muslimen in aller Welt erreicht und dazu beigetragen, dass die Muslimbruderschaft die Deutungsmacht zu dem, was Islam ist, heute innehat. Weltreporter Karim El-Gawhary sieht keinen Anlass, heute in Köln das Wort Yusuf al-Qaradawi auch nur auszusprechen.

Im August 2011 verweigerte Irland dem radikalen Scheich und Oberhaupt des Europäischen Fatwa-Rats ECFR die Einreise, der Sitz des ECFR ist Dublin.[10] El-Gawhary distanziert sich nicht vom Gesellschaftsverständnis und Menschenbild eines Gelehrten wie al-Qaradawi, sondern redet von Prozess und Wandel, so als ob Veränderungen immer gut wären:

Diese wichtigen Veränderungen jenseits des Mittelmeers sind ein umfassender Prozess. Es gibt natürlich fortschrittsfeindliche Reste, Überbleibsel das alten Systems, die jeden echten Wandel boykottieren, und es gibt die anderen, die den turbulenten, vollkommenen Wandel wirklich wollen.

Sicherlich ist die Rolle der Frau ein Thema. Aber auch die Hisbollah wird sich sehr stark wandeln, wenn Assad erst stürzt.

Wer garantiert, dass die islamistische libanesische Miliz menschenfreundlich wird und von Israelfeindlichkeit, Scharia und Kalifat Abstand nimmt, was das „wird sich sehr stark wandeln“ doch hoffentlich impliziert? Und warum ist der Status der Frau überhaupt „ein Thema“, soll eine Frau im künftigen Ägypten denn nicht dieselben Rechte und Pflichten haben wie ein Mann?

Bei der Parlamentswahl vor sieben Jahren gewann die HAMAS-freundliche libanesische Hisbollah 14 Parlamentssitze, die mit ihr verbündete Amal-Bewegung 9 Sitze. Im selben Jahr (2005) fand die Miliz Erwähnung im deutschen Verfassungsschutzbericht als islamistische Organisation. In Form mehrerer so genannter Sicherheitsquartiere (Security Quarters) soll die schiitische Hisbollah separatistische Sonderzonen unterhalten, die vom Staat Libanon nicht mehr kontrollierbar sind.

Oder meint El-Gawhary einen noch perfekteren Militärapparat der schiitischen libanesischen Miliz, eine noch genauere Anwendung des die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Islamischen Rechts und eine noch größere Distanz zu den allgemeinen Menschenrechten, wenn er uns sein „auch die Hisbollah wird sich sehr stark wandeln“ prophezeit?

Moderator Beckmann: Die ganze Welt guckt tatenlos zu, was Assad macht?

Kaspar: Als er auch in Syrien los ging, dieser Tsunami, wussten alle, jetzt gibt es Hoffnung.

Beckmann: Aber ist es nicht so, dass in der westlichen Welt jetzt viele sich Sorgen machen, dass diese Staaten dem Islamismus anheimfallen?

Stryjak: Um was es wirklich geht, ist etwas anderes, neues. Es geht um das Aufbrechen von Denkstrukturen. Prozesse wie die Wahlen in Ägypten erfordern von allen ein Umdenken. Man spürt es, es öffnet sich ein Fenster, frischer Wind beginnt zu wehen.

Was für ein Kitsch. Die Logik der Demokratie bricht auf und der Wind des Gottesstaats beginnt zu wehen, meint Stryjak dieses „Fenster“? Warum fordert er nicht den Wegfall von Artikel zwei der ägyptischen Verfassung: Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia)?

Was ist, wenn die ägyptische „Zivilgesellschaft“ ganz viel himmlische Scharia legalisieren will?

Und da ist jetzt, Ägypten betreffend, die eigentliche Frage: Hat die Zivilgesellschaft eine Chance? Die Gefahr liegt dort beim Militär, in den alten, unter Mubarak entstandenen Eliten. Die Gesellschaft ist durchsetzt von Mubarak-Anhängern. 10-20 Millionen Menschen sind das, so hat man errechnet. Diese Leute haben kein Interesse an Veränderung.

Zu den weiteren veränderungsfeindlichen Kräften gehören die Golfstaaten und ihre Herrscherhäuser, die von den USA unterstützt werden. Das sind noch auf einige Zeit schier übermächtige Kräfte, da werden wir uns gedulden müssen, das dauert nicht nur ein paar Monate.

Ich finde das immer wieder zu hörende „Aus dem Frühling ist ein Winter geworden“ egoistisch und selbstgefällig!

Stryjak scheint uns sagen zu wollen, dass jeder Deutsche rücksichtslos und eurozentrisch ist, der auch für Nordafrika oder den Nahes Osten die vorbehaltlose Geltung der AEMR einfordert. Der eigentliche Islam, so deutet er Stryjak, ist im Gegensatz zum angeblich amerikatreuen Königshaus der Saudis kein Problem.

Bickel: Die Regierung Assad betreffend, besteht das Risiko, dass sie die Hisbollah von der Leine lässt und einen neuen Krieg provoziert.

El-Gawhary: Die Islamisten sind kein statischer Verein! Ich habe das auf dem Tahrir-Platz erleben können, wie sich die Islamisten wandeln. Ich sprach einen jungen Islamisten an: „Du stehst hier jetzt schon elf Tage auf dem Tahrir-Platz! Was hat das mit dir gemacht, bist du noch derselbe wie vor elf Tagen?“ Und da konnte ich sehen, wie ihn das zum Nachdenken brachte. Dann sagte er mir: „Früher dachte ich, die Frauen können nur dies, die Frauen können nur das. Ich sehe jetzt, wie die Frauen hier erfolgreich mitkämpfen. Ich sehe, die Frauen können alles.“

Eine schwülstige, kitschige Geschichte, die jeden Kairoer Schariafreund als einsichtigen Kumpeltyp darstellen soll. Die Islamisten werden von El-Gawhary als veritable Frauenrechtler dargestellt. Samiha Shafy (DER SPIEGEL 23/2011) sagt, wie weit das „die Frauen können alles“ in Wirklichkeit geht: „Frauen, die ohne männliche Begleitung in der Hauptstadt unterwegs sind, müssen damit rechnen, sexuell belästigt zu werden.“[11]

Streben die Muslimbrüder denn keine Gesellschaft an, in der die Frauen den Hidschab tragen müssen und ohne triftigen Grund das Haus nicht zu verlassen haben? Yusuf al-Qaradawi stellt fest, dass der muslimische Mann seine Ehefrau dazu zwingen muss, den Schleier zu tragen:

„Es herrscht unter den muslimischen Gelehrten Einhelligkeit darüber, dass es für eine muslimische Frau ungesetzlich ist, irgendeinen Teil ihres Körpers unbedeckt zu lassen bis auf Hände und Gesicht (sowie, nach Auffassung einiger Rechtsschulen, der Füße). Folglich ist es einer muslimischen Frau verboten, vor einem Nicht-Mahram-Verwandten ihr Haar, ihre Arme, ihren Oberkörper oder ihre Beine zu enthüllen. Kleidung zu tragen, welche die besagten Teile des Körpers einer Frau dem Blick zugänglich macht, ist absolut verboten. Ein muslimischer Ehemann hat seiner Frau zu befehlen, den Hidschab zu tragen.“[12]

El-Gawhary: Auch den Islamisten also stellt sich die Frauenfrage. Da ist sie wieder, die Frage nach der Rolle der Frau.

Beckmann: Hier ist Raum für die erste Frage aus dem Publikum, bitte sehr.

Publikum: Guten Abend, mein Name ist Edward von Roy, ich bin Sozialpädagoge. Meine Frage betrifft die Trennung von Staat und Religion. Seit 40 Jahren heißt es in Artikel zwei der ägyptischen Verfassung: „Der Islam ist Staatsreligion, Arabisch ist Amtssprache und die Scharia ist die Grundlage der Gesetzgebung.“[13] Das Islamische Recht aber, die Scharia, diskriminiert auch die Frau bereits im Ehe- und Familienrecht. Die Scharia ist dabei nicht etwa Islamismus, wie Sie genau wissen, sondern echter alter Islam. Welche Chance haben Staaten wie Ägypten darauf, dass die Scharia illegal wird, dass der Religionsangehörige endlich durch den Staatsbürger ersetzt wird?

Beckmann: Vielen Dank für die Frage. Ja, die Scharia ist sicherlich ein Problem. Herr El-Gawhary, ich wusste gar nicht, dass das ungleich behandelnde Islamische Recht in Ägypten schon seit 40 Jahren Verfassungsrang hat. Frau Kaspar, was meinen Sie, was können wir hier vom Westen aus helfend tun?

El-Gawhary: Dazu muss man wissen: Die Scharia ist nicht statisch. Man kann die Scharia so oder so auslegen.

Stryjak: Es ist immer die Frage, wie man die Scharia anwendet, das lässt sich nicht pauschalisieren.

Kaspar: Wandel ist notwendig und Veränderung wird sicherlich kommen. Aber Veränderung wird nicht kommen, wenn wir jetzt nur alte Strukturen wie die Scharia verteufeln.

Das war etwas gemein von Frau Kaspar, denn „verteufeln“ klingt ein wenig nach schwarzer Magie und erweckt bei einem einfältigen oder schläfrigen Zuhörer den Eindruck, jeder Kritiker der jenseitszentrierten Scharia argumentiere hasserfüllt und irrational. Rational denkenden Menschen aber geht es nicht um den systemeigenen heilssichernden und exorzistischen Charakter des Islamischen Rechts, sondern um eine herrschende Gesetzgebung, deren Schöpfer der Mensch und nicht der Himmelsgott ist, die nachvollziehbar ist und schließlich nur so Rechtssicherheit und die Freiheit von Furcht gewährleisten kann.

Kaspar: Es geht nicht so sehr um die Religion oder den Islam, es sind die Familienstrukturen, die sich verändern müssen! Das System der Oberhäupter der Familie muss in Frage gestellt werden, der Patriarch muss weg.

Es ist notwendig, dass wir die Mädchen und Frauen ausbilden, im Handwerk ausbilden beispielsweise, oder sie hier in Europa studieren lassen.

Beckmann: Auch die westliche Welt muss ihre neue Rolle erst finden, meinen Sie das?

Kaspar: Europa muss, Deutschland muss wissen, was es tun will. Demokratie hat ihre eigenen Gesetzlichkeiten, was das Volk will, wie es sich etwa bei einer Wahl entscheidet, ist dabei dann selbstverständlich zu respektieren.

Wenn die Menschen am Nil – wie auch in Tunesien – die Islamisten wählen, dann müssen wir das akzeptieren, das ist übrigens Demokratie. Und auch die Islamisten wandeln sich ja.

Wir müssen von unseren alten Feindbildern lassen! Vom Feindbild Islam etwa. Und auch vom Feindbild al-Qaida, wie es gerade den Jemen betreffend von allen Medien aufgebauscht wird.

Beckmann: Warum fällt es dem Westen so schwer, offener zu werden? Diese Frage möchte ich an Herrn Bickel richten. Ist es die Angst vor drohender Unberechenbarkeit einer ganzen Region?

„Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.“ Sagte Christian Wallner.

Deutschland liegt nicht im „Westen“, sondern in der kulturellen Moderne. Dem „Osten“ oder Orient, gemeint ist von Qantara oder den Weltreportern nicht ein völlig säkulares Ägypten oder Syrien, sondern jedes Mal der irgendwie andersartige Islam, ist die Last der AEMR zu tragen nicht zuzumuten. Das ist genau die Weise, in welcher schon der Wegbereiter der Islamischen Revolution Ali Schariati von Osten und Westen redete.

Für Kulturrelativisten mit geistiger Nähe zu Schariati kommt der „westliche“ Einfluss auf den makellos reinen Islam einer Verschmutzung gleich, der iranische Islamist warnte vor der Gharbzadeghi, das bedeutet Westitis oder Okzidentose. In Nigeria sagt man Boko Haram, „westliche Bildung führt ins Verderben“.

Anscheinend merken nur wenige im Publikum des Funkhauses, dass die Weltbevölkerung gerade in eine Apartheid von Orientalen und „Westlern“ gespalten wird, in Schariapflichtige und Nichtmuslime. Um für die schariakonformen Gesetze Toleranz herzustellen und die Universalität der Menschenrechte als Kolonialismus zu diffamieren, ist es unumgänglich, die heute Abend permanent beschworene „arabische Welt“ der „westlichen Welt“ gegenüber zu stellen.

Bickel: Ja, die alten, autoritären Systeme galten als Garant für Stabilität.

Stryjak: Doch viel gefährlicher wäre eine Fortsetzung der Unterstützung der Despoten oder anderen Machthaber. Das ist dann, wie ich vor einigen Jahren bereits einmal sagte: „Wie eine verschleppte Grippe, aus der irgendwann unweigerlich eine Lungenentzündung wird.“ Also das gleicht dann einem Pulverfass.

Man muss die Dinge zulassen, fairer betrachten und nüchternen sehen.

Die Muslimbrüder etwa dürfen wir nicht dämonisieren. Diese Leute sind karitativ und sehr zuverlässig und deshalb beim einfachen Volk anerkannt. Die Muslimbruderschaft hat Jahrzehnte lang Leid abgenommen! Die Muslimbrüder haben die Leute zum Arzt gebracht, sie haben Witwen auf den Dörfern unterstützt.

Publikum: Ich bin Redakteurin und will jetzt endlich die wirtschaftliche Ebene genauer ansprechen, die ja letztlich die soziale Dimension ist. Die Leute leben, wie wir gehört haben, in Armut.

El-Gawhary: Vielen Dank für diese konstruktive Frage, die das Gespräch wieder in eine hilfreiche Richtung lenkt. Ja, die wirtschaftliche Ebene, und nur sie kann die sozialen Probleme lösen, darum geht es eigentlich!

Die Scharia ist nicht so wichtig! Die Rolle der Frau ist nicht so wichtig!

Beckmann: Unsere Sendung geht dem Ende zu, wir alle werden den spannenden Wandel in der arabischen Welt mit Aufmerksamkeit verfolgen. Gleich wird sich im Foyer sicherlich noch die Gelegenheit zu anschließenden Gesprächen ergeben.

Vielen Dank, dass Sie heute Abend hier bei uns in Köln im Funkhaus Wallrafplatz gewesen sind. Aus dem Kleinen Sendesaal verabschieden wir uns und geben zurück ins Studio.

Über sich selbst schrieben die Reporter: „Wir sind Weltreporter.net. Das erste Netz freier Korrespondenten, die für deutschsprachige Medien aus aller Welt berichten.“

Die Religion, jedenfalls der orthodoxe bzw. revolutionäre Islam, ist bei den Weltreportern offensichtlich über jeden Zweifel erhaben. Jede Kritik an den schariagemäßen Gesetzen hat sich im irgendwie positiven weil dynamischen Treibsand des Hier und Jetzt aufzulösen, man vergleiche El-Gawhary: „Die Scharia ist nicht statisch, man kann sie so oder so auslegen“ oder Stryjak: „Es ist immer die Frage, wie man die Scharia anwendet, das lässt sich nicht pauschalisieren“ oder auch Kaspar: „Wir müssen von unseren alten Feindbildern lassen! Veränderung wird nicht kommen, wenn wir jetzt nur alte Strukturen wie die Scharia verteufeln.“

Wer im Januar 2012 beim Kölner WDR die globalen Muslimbrüder oder den authentischen Gesetzesislam problematisiert, verfehlt das Thema Arabische Revolution, lässt sich mit dem Netzwerk Weltreporter sagen. Diskriminierende Scharia und schariagemäß erniedrigte Frauenrolle sind, wie El-Gawhary weiß, schließlich „nicht so wichtig!“ Was aber ist den Weltreportern dann wichtig, nur die beim Herumreisen aufgefangene Stimmung einer prickelnden „Welle der Veränderung“ („Alle spürten, dass der arabischen Welt ein Tsunami bevorsteht“) und die Betonung des Rechts der angeblich so ganz „anders“ strukturierten Muslime auf eine islamgemäße Lebensführung und Staatsgestaltung?

Die den von „gemäßigten Islamisten“ erzählenden Weltreportern nahe stehende Internetseite Qantara lässt, sorgsam zwischen „der Islam“ und „der Westen“ unterscheidend, den syrischen Politiker und Schariagelehrten Mohammad Al-Habash bereits im Juli 2005 das Konzept einer „islamische Demokratie“ bewerben.[14]

Macht sich, wer den seitens der Weltreporter heute Abend vorgegebenen Dualismus westliche Welt – arabische Welt nicht einhält, dem Beibehalten von „Feindbildern“ (Kaspar) schuldig? Das wäre eine klassische Double-bind-Situation, den Bewohner des „Okzidents“ einerseits vorzuwerfen, eurozentrisch zu denken und andererseits auf dem konservierten Anderssein der so genannten islamischen Welt (Weltreporter: „arabische Welt“) zu bestehen.

Ist das die letztlich bis heute etwas unklar gebliebene Intention der Gruppe Weltreporter, zu Staaten wie Pakistan, Somalia, Nigeria, dem Iran oder Saudi-Arabien nichts anderes mehr zu sagen und zu schreiben, als: „Die Scharia ist nicht so wichtig, die Rolle der Frau ist nicht so wichtig“? Einen Vorteil hätte eine derartig islamsensible Berichterstattung durchaus, der Weltreporter wird in Teheran oder Riad mit Klerus oder Religionspolizei niemals Probleme bekommen. Zusammen mit dem aktiven Einsatz für die universellen Menschenrechte ist dabei leider auch der Standard eines gründlich arbeitenden Journalismus aufgegeben worden.

Am 16.02.2011 schrieb Schariaverharmloser Thomas Bauer zum einflussreichsten zeitgenössischen ägyptischen Verfassungsrechtler und titelte Tariq al-Bishri, Islamdemokrat und Verfassungsvater,[15] nur zwei Tage also, bevor Scheich Yusuf al-Qaradawi auf dem Kairoer Mīdān at-Taḥrīr (Platz der Befreiung) predigte. Im Titel deutet der den schariatreuen Islamtheoretiker als „Idealbesetzung“ für das Amt des Vorsitzenden der Verfassungskommission bezeichnende Bauer an, dass es neben der säkularen und rechtsstaatlichen Demokratie auch eine „Islamdemokratie“ geben könne und müsse. In Wirklichkeit, Thomas Bauer verschweigt es, empfiehlt Ṭāriq al-Bišrī den Ägyptern, eine globale Apartheid des Menschenrechtsbegriffs zu bejahen, die allgemeinen Menschenrechte als unzumutbar zu empfinden und im Namen des Eigenen (al-Bishri: des „Ererbten“) zurückzuweisen.[16]

Hier beenden wir die am Folgetag nach handschriftlichen Notizen rekonstruierte Podiumsdiskussion im Kleinen Sendesaal des Kölner Funkhauses.[17] Falls wir die Damen und Herren Weltreporter ungenau wiedergegeben oder missverstanden haben sollten, können sie sich doch einfach unbekümmert zu Wort melden, denn: Es gilt das gesprochene Wort.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

[1] Die niedersächsische Landesregierung will die Medien des Landes beim Thema Integration auf einen gemeinsamen Kurs verpflichten. Die neue Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan (CDU), hat deshalb eine „Mediencharta für Niedersachsen“ entwerfen lassen. (…)

Es dürfte in Deutschland bislang einzigartig sein, dass eine Landesregierung die Medien auf gemeinsame Inhalte verpflichten will und sogar die dabei zu wählende Sprache vorschreiben möchte.

Außerdem sollen sich die Medien nach Wunsch der neuen Ministerin dahin erklären, entsprechende Projekte zu entwickeln, über die künftig zu berichten sein wird.

aus: Rolf Seelheim: Ministerin will Medien Inhalte vorgeben

NWZ online 23.07.2010

http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Nachrichten/NWZ/Artikel/2391776/Ministerin+will+Medien+Inhalte+vorgeben.html

„Mediencharta für Niedersachsen“

WELT 23.07.2010

http://www.welt.de/politik/deutschland/article8598674/Mediencharta-fuer-Integration-in-Niedersachsen.html

[2] Medienvertreter kritisierten die Pläne heftig. „Unverblümter hat seit langem kein Politiker mehr versucht, Zeitungen und elektronische Medien auf Kurs zu bringen“, sagte der Chefredakteur der Nordwest-Zeitung, Rolf Seelheim.

Auch die niedersächsische SPD hat die geplante „Mediencharta für Niedersachsen“ scharf kritisiert. „Ich bin absolut fassungslos, dass sich eine Ministerin erdreisten kann, so etwas vorzuschlagen“, sagte die medien- und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Daniela Behrens, am Freitag. (…)

Die Grünen kritisierten, die geplante Mediencharta sei ein „Instrument der Zensur“. „Die geplante Sprachregelung mag gut gemeint sein, aber die geplante gemeinsame Absichtserklärung zwischen Medien und Ministerium geht gar nicht“, sagte der Fraktionschef der Landtags-Grünen, Stefan Wenzel.

aus: „Mediencharta“: Ministerin löst Sturm der Empörung aus

NWZ 23.10.2010

http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2391959/%84Mediencharta%93-Ministerin-loest-Sturm-der-Empoerung-aus.html

Pikant sei zudem, dass die Sprachregelung für die Medien offenbar nicht mit der Staatskanzlei abgestimmt worden sei. Wenzel [d.i. der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag, Stefan Wenzel] forderte Ministerpräsident David McAllister und Ministerin Aygül Özkan auf, das Projekt einer verbindlichen Sprachregelung zu beerdigen.

Özkan selbst rudert inzwischen zurück und sieht die Charta nur als “Diskussionsgrundlage”.

aus: Peter Fehlhaber: Plant Niedersachsen Zensur? “Mediencharta Niedersachsen” sorgt für Irritationen

CelleHeute.de 23.07.2010

http://celleheute.de/plant-niedersachsen-zensur-mediencharta-niedersachsen-sorgt-fuer-irritationen/

Nach heftiger Kritik hat Ministerin Aygül Özkan (CDU) die geplante „Mediencharta für Niedersachsen“ gestoppt. „Vor dem Hintergrund der entstandenen Irritationen kann es nur unser Ziel sein, mit den Medien ins Gespräch zu kommen. Daher stellt sich die Frage nach der Unterzeichnung einer Charta zurzeit nicht“, meldete ihr Ministerium. (…)

Özkan hatte in der vergangenen Woche Redaktionen aufgerufen, eine Mediencharta zu unterzeichnen, mit der sie sich zu einer gemeinsamen Linie bei der Berichterstattung über Integration verpflichten sollten. Das war auch von der Opposition als Angriff auf die Unabhängigkeit der Medien betrachtet worden.

aus: Integrationsministerin Özkan zieht Mediencharta zurück

WELT 28.07.2010

http://www.welt.de/die-welt/politik/article8683468/Integrationsministerin-Oezkan-zieht-Mediencharta-zurueck.html

[3] Egypt’s Supreme Administrative Court has ruled against Baha’is being able to acquire official documents by today upholding an appeal by the Interior Ministry.

The judge, after giving their verdict, stated that “the constitution promotes freedom of belief for the three recognised heavenly religions and they are Islam, Christianity and Judaism”, he went on to call members of the Baha’i Faith “apostates of Islam, because the faith’s principles contradict the Islamic religion and all other religions.”

The Baha’is principle representative to the United Nations, Ms Bani Dugal, said that “We deplore the Court’s ruling in this case, which violates an extensive body of international law on human rights and religious freedom”… “the Court’s decision threatens to make non-citizens of an entire religious community, solely on the basis of religious belief.”

Hossam Bahgat, director of the Egyptian Initiative for Personal Rights, said “It’s a regrettable decision, but it’s a crisis for the government more than for the Bahais, now the government is forced to find a solution for the hundreds of citizens who have no papers.”

aus: James Herbert: Egyptian Court Rules Against Baha’is

warble.com (personal blog space of James Herbert) 16.12.2006

http://warble.com/blog/2006/12/16/egyptian-court-rules-against-bahais/

An open letter to the people of Egypt

[English version of a statement issued in Arabic by the Bahá’ís of Egypt dated April 2011]

Baha’i Faith in Egypt 06.04.2011

http://www.bahai-egypt.org/2011/04/open-letter-to-people-of-egypt.html

bei: Baha’i Faith in Egypt

http://www.bahai-egypt.org/

[4] Civil Liberties:

Women have a moderate level of civil liberty in Egypt. They generally have freedom of movement, but more so in the cities than in rural areas. To travel outside the country, unmarried women under 21 years of age must obtain their father’s permission to obtain a passport; similarly, wives of any age need their husband’s permission.

Women’s freedom of dress has been the subject of lively debate in Egypt. Fully 70 per cent to 80 per cent of women wear a veil in public. The Associated Press reports that while some women are required by male family members to cover themselves, many others choose to wear the veil to show their devotion to Islam.

Aus: SIGI – Social Institutions and Gender Index

http://genderindex.org/country/egypt-arab-rep

Zum Beispiel Tunesien – Wenn die Islamisten wirklich bald das Land umorganisieren, dürfte diese Meldung leider veraltet sein und wird sich die echte islamische Frauenerniedrigung zeigen.

Women in Tunisia have civil liberty. There are no constraints on women’s freedom of movement, and they have freedom of dress. Many women choose to wear the veil in private enterprises or public spaces; however, it is strictly forbidden for women who work in public administration (during working hours).

http://genderindex.org/country/tunisia

[5] Bis jetzt waren uneheliche Kinder namenlos, bekamen keine Geburtsurkunden, konnten nicht zur Schule gehen, keine Identitätskarte erwerben und blieben ihr Leben lang Aussenseiter. Laut Menschenrechtlern gibt es zurzeit in Ägypten mindestens 20 000 uneheliche, von ihren Vätern nicht anerkannte Kinder.

Die Besserstellung unehelicher Kinder komme auch deren alleinstehenden Müttern zugute, die bisher als Prostituierte gegolten hätten, meinte eine Anwältin. Die Islamisten bekämpften diese Revision vor allem mit dem Argument, sie führe zu mehr Unzucht. Ihr Weltbild ist immer noch stark geprägt von der Vorstellung, brave Männer würden von sexbesessenen Frauen verführt und für aussereheliche Geburten seien Frauen ganz allein verantwortlich.

aus: NZZ 13.06.2008

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/verbesserter_schutz_fuer_aegyptische_kinder_1.757800.html

[6] Der Fall Kareem Amer [Nachname Suleiman] soll als Warnung verstanden werden. „Dieses Urteil ist schockierend“, sagt Wael Abbas, einer der prominentesten ägyptischen Blogger. „Ich verstehe das Urteil als drohende Botschaft der ägyptischen Regierung an alle ägyptischen Journalisten und Blogger, dass kontroverse Texte von der Obrigkeit nicht akzeptiert werden.“

Suleimans [d.i. Kareem Amer] Leidensweg begann schon im Oktober 2005. Damals war er zum ersten Mal von der Sicherheitspolizei wegen anti-religiöser Eintragungen, wie die Sicherheitspolizei es ausdrückte, verhaftet worden. Suleiman hatte über religiösen Ausschreitungen in Alexandrien berichtet und sich kritisch über die Rolle der Muslime in den Ausschreitungen geäußert. 13 Tage wurde er damals festgehalten, seine Bücher und persönlichen Aufzeichnungen konfisziert.

Kurze Zeit später, Anfang 2006, wurde Suleiman dann von der Uni verwiesen, weil er sich in seinem Weblog kritisch über einige der konservativen Dozenten geäußert hatte. „Die Professoren und Scheichs der Al-Azhar, die gegen jeden sind, der frei denkt, werden im Abfalleimer der Geschichte enden“, hatte Kareem Amer damals geschrieben. Schon mit sechs Jahren war Suleiman von seinen Eltern in das religiöse Schulsystem der Al-Azhar geschickt worden. Doch anstatt Teil des religiösen Establishments zu werden, rebellierte Suleiman. Er wurde zu einem leidenschaftlichen Verfechter von Frauenrechten, Meinungsfreiheit und Säkularismus und machte seiner Wut in seinen Web-Eintragungen Luft.

Das sollte ihm zum Verhängnis werden.

Im November 2006 stand die Sicherheitspolizei wieder bei Suleiman vor der Tür. Bei der Vernehmung wurde schnell klar, dass die Vernehmungsbeamten Suleiman wegen seiner Ansichten anklagten. „Betest Du?“, „Fastest

Du im Ramadan?“, wollten sie von ihm wissen und machten sich immer wieder über den jungen Mann lustig. Der Staatsanwalt wies Suleiman drauf hin, dass er verhaftet würde, sollte er seine Ansichten nicht ändern. Suleiman bestand auf seinem Recht der freien Meinungsäußerung und landete hinter Gittern.

aus: Amira El Ahl: Vier Jahre Haft für Blogger in Ägypten

SPIEGEL online 23.02.2007

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,468313,00.html

[7] Seit Monaten ist bekannt, dass die „Rebellen“ auf dem Tahrir-Platz „Jungfrauentests“ bei den Rebellinnen durchführen. Das heißt, sie reißen den Frauen die Kleider vom Körper und penetrieren sie manuell. Das machen sie nicht nur mit Ägypterinnen, sondern auch mit Ausländerinnen, ja sogar mit Korrespondentinnen.

aus: Nina Hermann: Tod den Rebellinnen

EMMA Winter 2012

http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/aegypten-tod-den-rebellinnen/

Samira Ibrahim (L) flashes a victory sign as she attends a protest against military council violations and virginity tests against females at Tahrir Square in Cairo, December 27, 2011. An Egyptian court ordered on Tuesday that forced virginity tests be stopped on female detainees in military prisons. (…)

MD Ahmed Adel Mohamed El-Mogy, a 27-year-old conscript, is accused of subjecting seven women, including protester Samira Ibrahim, to „virginity tests“ against their will.

The women were initially arrested on 9 March, after the military attempted to disperse a sit-in in Cairo’s Tahrir Square. They were then taken to the notorious C28 military prosecution facility, where the tests were carried out.

Ahram Online 03.01.2012

http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/30859/Egypt/Politics-/Virginity-tests-trial-adjourned-to-midJanuary.aspx

[8] This speech was given by a member of Tunisia’s al Nahda Party, where he mentions that the revolutions are the precursor to the next Khilafah (Caliphate) which will liberate Palestine and the Muslim world generally. May Allah reward the sincere brothers in an Nahda Party and make them realise the tricks of the secularists in their own party.

http://www.dailymotion.com/video/xmg5i9_tunisia-nahda-party-member-we-are-heading-for-the-6th-caliphate-insha-allah-translated_news

Tunisia Nahda Party member: „We are heading for the 6th Caliphate insha Allah!“

http://www.youtube.com/watch?v=tL3tJteIwLY

Ghannouchi (En Nahda Party) rejects the idea of Caliphate, wants reforms

http://www.youtube.com/watch?v=6GOBO8NbW1o&feature=related

[9] Leading Islamic theologian Yusuf al-Qaradawi returned from Qatar to rally hundreds of thousands at Tahrir Square today in his first public speech since 1981.

Yusuf al-Qaradawi, a leading Egyptian Islamic theologian popularized by Al Jazeera, returned to Cairo today to deliver a stirring but overtly political sermon, calling on Egyptians to preserve national unity as they press for democratic progress.

“Don’t let anyone steal this revolution from you – those hypocrites who will put on a new face that suits them,” he said, speaking to at least 200,000 who gathered for Friday prayers in Tahrir Square, the epicenter of Egypt’s uprising. “The revolution isn’t over. It has just started to build Egypt … guard your revolution.”

aus: Dan Murphy: Egypt revolution unfinished, Qaradawi tells Tahrir masses

in: The Christian Science Monitor 18.02.2011

http://www.csmonitor.com/World/Middle-East/2011/0218/Egypt-revolution-unfinished-Qaradawi-tells-Tahrir-masses

On February 18, 2011, one week after the fall of the Egyptian dictator Hosni Mubarak, some two millions Egyptians assembled once again in Cairo’s Tahrir Square for the Friday prayer. The day had been proclaimed Yawm al-Fath “the Day of Victory”. The intention was to celebrate the beginning of a new era, to commemorate the martyrs of the revolution and to maintain pressure on the military council temporarily governing the country. The sermon (khutbah) was not going to be preached by one of the highest ranking official Muslim clerics – the Sheikh of al-Azhar University, for example, or the Mufti of the Republic – but by the most emblematic figure of the religious opposition to the former regime, Sheikh Yusuf al-Qaradawi, 84, who had just come back from Qatar the day before.

Sheikh Dr. Yusuf al-Qaradawi is one of the most influential of Sunni ulama (scholars) today. Born in Egypt in 1926, he graduated from al-Azhar Faculty of Principles of the Religion (Usul al-Din) in 1960 (…)

He helped create the very popular IslamOnLine website in 1997, and his weekly program on Al Jazeera, The Shari`ah and Life, is watched by tens of millions of Muslims worldwide. (…)

As much as their choice, the way Sheikh al-Qaradawi recited these verses undoubtedly had an impact on the Tahrir Square worshippers, notably his repeating of the verses 10-14 of The Dawn in the following sequence – 10, 10, 11, 12, 11, 12, 13, 14, 14 – underlining the tyranny of Pharaoh, his corruption and his final chastisement by God. (…)

Before the tribunal which hanged him for assassinating Anwar Sadat in 1981, Khalid Islambuli shouted “I killed Pharaoh!” In his Tahrir Square sermon, Sheikh al-Qaradawi does not call for the killing of anybody. However, he does not hide his satisfaction that the pharaonic and criminal regime of Hosni Mubarak was toppled by a peaceful insurrection.

aus: Yahya M. Michot: Qaradawi’s Tahrir Square Sermon

http://www.onislam.net/english/shariah/contemporary-issues/interviews-reviews-and-events/451341-the-tahrir-square-sermon-of-sheikh-al-qaradawi.html?Events=

YouTube

Khutbah in Midan Tahrir [Al-Qaradawi]

http://www.youtube.com/watch?v=Haxwcqa2btA

YouTube

Qaradawi Khutbah Tahrir Square

http://www.youtube.com/watch?v=fiT4pPHpfOU

[10] A CONTROVERSIAL religious leader with close links to Ireland’s largest Muslim organisation has been banned from entering the country, the Irish Independent has learned.

The Irish Naturalisation and Immigration Service refused to approve an entry visa for Sheikh Yusuf al-Qaradawi, an Egyptian cleric who has defended suicide bombing and advocated the death penalty for homosexuals.

Sheikh al-Qaradawi (84) is head of the European Council of Fatwa and Research (ECFR), a private Islamic foundation whose headquarters is in the Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) in Clonskeagh, Dublin.

Immigration officials are understood to have blocked his entry to the country after Mr Al-Qaradawi described suicide-bombing attacks on Israelis as „martyrdom in the name of God“.

The Irish Independent has learnt the elderly religious leader was denied a visa when he last tried to enter the country on ECFR business.

The Irish ban follows similar ones in the US and UK.

Mr Al-Qaradawi had his US visa revoked in 1999 and was also refused entry to the UK three years ago.

aus: Shane Phelan: ‘Fatwa’ sheikh with links to Irish Muslims is refused visa

Irish Independent 08.08.2011

http://www.independent.ie/national-news/fatwa-sheikh-with-links-to-irish-muslims-is-refused-visa-2842247.html

[11] Die Männer, die Augenzeugenberichten zufolge am Nachmittag des 9. März den Tahrir-Platz stürmten, das Zentrum der ägyptischen Revolution, und anscheinend wahllos Demonstranten attackierten, trugen keine Uniformen. „Sie sahen aus wie Schlägertypen“, erzählt Salwa, „sie beschimpften mich als Hure und schlugen mir ins Gesicht.“ Schockiert sei sie gewesen, als die Bande sie mit etwa 20 anderen Frauen ins Ägyptische Museum verschleppt und dort dem Militär übergeben habe. „Ich konnte nicht glauben, dass unsere Armee hinter diesem Angriff steckte“, sagt sie. „Aber dann brachten sie uns ins Militärgefängnis, und von da an wurde es immer schlimmer.“ (…)

Als Salwa am 9. März im Militärgefängnis ankam, so erzählt sie, wurde sie mit zwei anderen Frauen in einen kleinen Raum geführt, wo sie sich ausziehen und ihre Kleider durchsuchen lassen mussten. Dabei habe sie bemerkt, dass ein Soldat vor dem offenen Fenster stand und die nackten Frauen fotografierte. „Ich hatte Angst, dass sie die Fotos benutzen würden, um uns als Prostituierte darzustellen.“

In der Nacht wurden die Frauen in eine Zelle gesperrt; sie bekamen Wasser und Brot, das nach Kerosin stank. Am nächsten Tag stand im Flur vor ihrer Zelle eine Liege; dort, so verkündete ein Offizier, werde nun ein Arzt die Jungfräulichkeit der unverheirateten Frauen überprüfen. „Wir konnten es nicht glauben“, sagt Salwa, „wir fragten, ob es nicht wenigstens eine Ärztin sein könne, aber er sagte nein. Ein Mädchen, das sich wehrte, wurde mit Elektroschocks traktiert.“

Was zwischen dem 9. und 13. März im Militärgefängnis von Heikstep geschah, nordöstlich von Kairo, beschäftigt nun mehrere Menschenrechtsorganisationen. Amnesty International forderte die Behörden auf, „die schockierende und erniedrigende Behandlung von Demonstrantinnen zu stoppen“. Das Europäische Parlament verurteilte „die erzwungenen Jungfräulichkeitstests“ als Folter. (…)

Frauen, die ohne männliche Begleitung in der Hauptstadt unterwegs sind, müssen damit rechnen, sexuell belästigt zu werden.

Am vergangenen Dienstag, fast drei Monate nach Salwas Verhaftung, meldete sich erstmals ein General zu Wort. „Die Mädchen, die festgenommen wurden, waren nicht wie Ihre Tochter oder meine“, sagte der General dem US-Nachrichtensender CNN. „Es waren Mädchen, die mit männlichen Demonstranten auf dem Tahrir gezeltet hatten, in den Zelten fanden wir Molotow-Cocktails und Drogen.“ Die Jungfräulichkeitstests seien durchgeführt worden, damit die Frauen hinterher nicht behaupten konnten, im Gefängnis belästigt oder vergewaltigt worden zu sein: „Wir wollten beweisen, dass sie sowieso keine Jungfrauen mehr waren.“

Eine „zutiefst perverse Rechtfertigung einer herabsetzenden Form von Missbrauch“ nannte Amnesty International diese Reaktion und forderte die Behörden auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Antwort der Armee folgte prompt: Die Anschuldigungen der Frauen, ließ sie über einen Sprecher ausrichten, seien haltlos.

aus: Samiha Shafy: Die Jungfrauen vom Tahrir

DER SPIEGEL 06.06.2011

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-78832468.html

[12] Dr al-Qaradawi insists that a husband must compel his wife to wear the hijab.

“It is unanimously agreed upon among Muslim scholars that it is not lawful for a Muslim woman to uncover any part of her body other than the face and hands (and the feet according to some schools of jurisprudence). Hence, it is unlawful for a woman to reveal her hair, or arms, or chest or legs before non-mahram men. Wearing clothes that reveal such parts of a woman’s body is completely forbidden. A Muslim husband is to order his wife to wear hijab.”

http://www.workersliberty.org/node/4068

[13] Constitutional Status of Islam(ic Law): The Constitution was adopted on 11 September 1971 and amended by referendum in May 1980. The amendment made Islamic law „the principal source of legislation“ in Egypt. Article 2 of the Constitution reads in full:

Islam is the religion of the State and Arabic its official language. Islamic jurisprudence is the principal source of legislation.

http://www.law.emory.edu/ifl/legal/egypt.htm

[14] Muhammad Habash ist ein vielseitiger Mann. Er sitzt im syrischen Parlament, ist Imam einer Damaszener Moschee, leitet das Islamische Studienzentrum und ist Vorsitzender der islamischen Gelehrten in Syrien. (…)

Die Reformer, zu denen er sich selbst zählt, propagierten eine islamische Demokratie. „Wir sind gegen einen religiösen Staat“, betont Habash. „Wir wollen einen säkularen Staat, den wir als Muslime beeinflussen können – ähnlich wie in der Türkei.“

Dafür wird sich der Abgeordnete in den kommenden Jahren einsetzen. Schon jetzt gilt Habash im sozialistisch und säkular geprägten Syrien als führender Vertreter eines gemäßigten Islam. (…)

„Nach fünf bis zehn Jahren in der Politik werde ich mich wieder voll auf das Verhältnis zwischen Islam und Westen konzentrieren“, kündigt Habash an.

aus: Kristin Helberg: Engagement für den Dialog der Religionen

Qantara 28.07.2005

http://de.qantara.de/Engagement-fuer-den-Dialog-der-Religionen/3355c3449i1p399/

[15] In der Tat ist Tariq al-Bishri die Idealbesetzung für den Vorsitzenden der Verfassungskommission. Im November 1933 in eine Gelehrtenfamilie geboren, ist al-Bishri nicht nur pensionierter Richter und gestandener Rechtstheoretiker, sondern ein weit über Ägypten hinaus bekannter und geschätzter Intellektueller. … Tariq al-Bishri ist zunächst einmal ein Intellektueller, der sich wie kaum jemand anderes Gedanken über die Rolle des Islams in einer modernen, demokratischen Gesellschaft gemacht hat. Dabei ist er weder auf konservativen islamischen Positionen stehen geblieben, die eine Umsetzung islamischen Rechts in seiner traditionellen Ausprägung für die Gegenwart fordern, noch auf einen unkritischen „Reformislam“ eingeschwenkt, der schlichtweg westliche Konzepte eins-zu-eins auf den Islam übertragen will. Sein Ausgangspunkt ist vielmehr ein gut klassisches Konzept einer schari’a (die übrigens schon seit Sadat Hauptquelle der Gesetzgebung in Ägypten ist), die nicht von vorneherein feststeht, sondern der Interpretation bedarf und stets mit den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen in Beziehung gesetzt werden muss. Al-Bishri liegt es fern, die direkte Umsetzung von Koranversen oder Hadithen in Gesetze zu fordern oder die Religionsgelehrten in die Gesetzgebung einzubeziehen. Vielmehr billigt er der schari’a etwa jene Rolle zu, die in Europa das Naturrecht spielt. Für al-Bishri, der ein durchaus patriotisches Verständnis von Ägypten hat, ist Ägypten durch eine islamische Kultur (die nicht identisch ist mit der islamischen Religion) geprägt, zu der auch die christlichen Kopten gehören. Gleichberechtigung von Kopten und Muslimen und ebenso von Männern und Frauen ist eines seiner zentralen Anliegen. Bei Konflikten zwischen Kopten und Muslimen hat sich al-Bishri immer wieder für die Rechte der Kopten eingesetzt.

aus: Thomas Bauer: Tariq al-Bishri, Islamdemokrat und Verfassungsvater

Sawtuna 16.02.2011

http://arabistikwwu.blogspot.com/2011/02/tariq-al-bishri-islamdemokrat-und.html

Der Islamdemokrat

[16] Ṭāriq al-Bišrī gilt als berufener Verfassungsrechtler. Zum Religionsbegriff eines ägyptischen Juristen, zur Glaubenserhöhung in Kairo und Berlin und zum geologischen Begriff der Plattentektonik. Von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/03/12/221/

[17] Umbruch in der Arabischen Welt

Weltreporter berichten

wdr. Im Rahmen ihrer Jahrestagung diskutieren freie Korrespondenten des Weltreporter-Netzwerkes über die Zukunft der arabischen Welt. Sie berichten seit Jahren für Zeitungen und Hörfunk aus der Region und haben den Arabischen Frühling selbst miterlebt.

http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/programmtipps/radio/12/01/06_2005_5.php5

auch bei den Schariafreunden von Qantara, abgleichen heißt versuchen, gleichzuschalten:

Am Freitag, 6. Januar 2012, berichten fünf Korrespondenten des Netzwerks Weltreporter von ihren Erfahrungen während der Umbrüche und gleichen diese mit der Darstellung in den deutschen Medien ab

http://de.qantara.de/Termine/15894c18720i/index.html

Friedenskonferenz um Friedenskonferenz verläuft der Pfad in den Schariastaat. Die katholischen Pazifisten und Antisäkularen von Sant’Egidio etwa laden im September 2011, weil man an die zehn Jahre zurückligenden Terrorangriffe denken möchte, hochrangige Muslimbrüder wie Dr. Moneim (Ägyptens Präsidentschaftskandidat) nach München. Claudia Mende frohlockt:

Mit den vielen muslimischen Gesprächspartnern, nicht nur aus der arabischen Welt, sondern auch aus Malaysia und Indonesien habe man aber zeigen können, dass der Islam „viele Facetten“ hat, sagt Susanne Bühl von der deutschen Gemeinschaft Sant’Egidio. Das trage zu einem besseren Verständnis des Islam bei. „Viele wichtige Gespräche fanden auch hinter den Kulissen statt.“ Das nächste internationale Friedenstreffen ist übrigens für 2012 in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo geplant.

http://de.qantara.de/Alte-Wunden-neue-Fragen/17656c18263i1p104/index.html

Abu’l-Futuh Abd Al-Moneim

Präsidentschaftskandidat, Ägypten

http://www.santegidio.org/index.php/de/solidarieta/disabili/index.php?pageID=2386&idLng=1067&idOratore=569

Interview mit Cesare Zucconi – Generalsekretär der Gemeinschaft Sant’Egidio. Vaticanista News 11.09.2011.

Zucconi: Wir freuen uns darüber, dass wir zwei Podien dem arabischen Frühling widmen können, dem Umbruch in Ägypten und dem in Tunesien. Mit Abdel Moneim Abul Futuh kommt einer der Präsidentschaftskandidaten zu uns

http://www.vaticanista.info/2011/09/09/echte-begegnungen-mit-echten-menschen/

Interview mit Tariq Ramadan:

„Es gibt kein islamisches System, nur islamische Prinzipien“

Im Gespräch mit Claudia Mende wendet sich der muslimische Gelehrte und Reformdenker Tariq Ramadan gegen autoritäre Herrschaftsstrukturen im Islam und wirbt für ein modernes Glaubensverständnis auf der Grundlage einer Trennung von Staat und Kirche.

http://www.iphpbb.com/foren-archiv/5/294400/293880/tariq-ramadan-quotviel-feind-viel-ehrquot-93510334-17659-47.html

Die Methode Sant’Egidio

München. Mohamed Abdul Malek und Fatih Mohammed Baja brauchen jetzt erst einmal einen Kaffee. Um 16 Uhr sollen der Vizepräsident der Muslimbruderschaft in Libyen und das Mitglied des Nationalen Übergangsrates wieder im Herkulessaal der Münchner Residenz über den Arabischen Frühling diskutieren. Gerade noch haben sie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gelauscht.

http://kirchensite.de/aktuelles/kirche-heute/kirche-heute-news/datum////die-methode-santegidio/

http://www.santegidio.org/index.php?pageID=64&id=8508&idLng=1067

Beitrag

Mohamed Abdul Malek

Vizepräsident der Muslimbruderschaft, Libyen

http://www.santegidio.de/index.php?pageID=2396&idLng=1067

Aus erzkatholischer Sicht sind Westler und Koranvolk in Wesen und Lebensführung grundverschieden, weshalb das Miteinander von Demokratie und Islamdemokratie kommen muss.

Des représentants des Frères musulmans, venus de Libye, assuraient qu’ils voulaient construire la démocratie dans leur pays, mais que les démocrates occidentaux devaient admettre que cette démocratie pouvait être différente de la leur.

Burka und Bikini integrieren, der Trend geht zur Zweitfrau:

« la paix est le nom même de Dieu »

http://www.santegidio.org/pageID/64/id/8518/idLng/1067/.html

Scharia und Weihrauch für`s katholische München, ECFR-Chef ist Yusuf al-Qaradawi:

Abdul Majeed Al-Najjar (ECFR), Stellvertretender Generalsekretär des European Council for Fatwa and Research, Tunesien

http://www.santegidio.org/index.php?int=oratori&id=528

Per Riccardi “non possiamo essere pessimisti perché il pessimismo può influenzare in modo negativo il futuro del mondo arabo”. Importante la presenza di interlocutori libici – l’uno vicino ai Fratelli musulmani, l’altro rappresentante del CNT – certo per il contesto attuale, ma anche perché i libici non hanno mai amato partecipare a questi incontri.

http://www.santegidio.org/pageID/3/id/4163/idLng/1062/Da_Monaco_di_Baviera_-_Andrea_Riccardi_Lo_Spirito_di_Assisi_ha_incontrato_la_primavera_araba_Decisivo_il_messaggio_di_Benedetto_XVI_Pi%C3%B9_spiritualit%C3%A0_vuol_dire_pi%C3%B9_concretezza.html

Abdul Majeed Al-Najjar È membro dell’autorevole International Association of Muslim Scholars e dell’European Council for Fatwa and Research di Parigi. L’European Council for Fatwa and Research (ECFR) è un’organizzazione di studiosi islamici istituita a Londra nel 1997, il cui fondatore e presidente è Yusuf al-Qaradawi.

[Zehnter Jahrestag der Terrorangriffe vom 11. September, Dialog der Religionen für den Frieden, Panel 30, Der Arabische Frühling] La primavera araba

http://www.santegidio.org/index.php?pageID=1077&idLng=1062&cosa=Najjar&x=0&y=0

Qantara

Qantara.de (arab.: Qantara = Brücke) ist ein Internetportal, das in den Sprachen Deutsch, Englisch, Indonesisch, Arabisch und Türkisch den intellektuellen Dialog der westlichen mit der islamischen Welt fördern soll.

Das Portal geht auf eine Initiative des deutschen Außenministeriums zurück, in Reaktion auf die krisenhafte Entwicklung der Beziehung zum islamischen Kulturkreis nach dem Schock der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA. Gemeinsame Träger der seit März 2003 online erreichbaren Plattform sind die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die Deutsche Welle (DW), das Goethe-Institut (GI) und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa); das Projekt wird vom Außenministerium gefördert. Das gemeinsame Dialogprojekt macht es sich zur Aufgabe, die Verständigung zwischen den verschiedenen Kulturkreisen zu fördern, mit dem Ziel, vorhandene Wissensdefizite aufzuheben und Vorurteilen entgegenzuwirken.

Anspruch des Redaktionsteams ist, die Publikation von solchen westlichen und islamischen Autoren zu ermöglichen und zu betreuen, die auch in Krisenzeiten die offene und respektvolle Auseinandersetzung über Gemeinsamkeiten wie über strittige Themen suchen.

Dazu gehörten beim Startangebot der Plattform zum Beispiel der ägyptische Literaturwissenschaftler Nasr Hamid Abu Zaid, der deutsche Ex-Diplomat und Muslim Murad Hofmann, die Islamtheologin Halima Krausen, der Konfliktforscher Heiner Bielefeldt und der Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker.

aus: Wikipedia abgerufen am 07.01.2012

http://de.wikipedia.org/wiki/Qantara.de

Die Muslimbruderschaft hat sich im Laufe ihrer achtzigjährigen Geschichte meist als gewalttätige, anti-westliche Bewegung hervorgetan, die auf eine strikte Einhaltung der islamischen Gesetze drängt. Viele der gewaltsamen radikal-islamischen Bewegungen, die wir heute kennen, sind ursprünglich aus der Bruderschaft hervorgegangen oder von ihrer radikalen Ideologie beeinflusst worden.

Im Lauf der letzten dreißig Jahre haben jedoch verschiedene der nur lose miteinander verbundenen Ableger dieser Bruderschaft in unterschiedlichen arabischen Staaten an Wahlen teilgenommen. Man hat sich um Transparenz sowie eine demokratische Reformierung der eigenen Parteipolitik bemüht und das System der parlamentarischen Volksvertretung ausdrücklich anerkannt. (…)

Aber statt die neueren demokratischen Bestrebungen der Bruderschaft zu begrüßen, versuchen die Regierungen der arabischen Staaten, möglichst hart durchzugreifen. Darunter leidet nicht zuletzt ihre eigene Glaubwürdigkeit, da die Öffentlichkeit diesen Widerspruch durchaus wahrnimmt. Moderatere Anhänger des Islam werden so womöglich erst recht in die Arme der radikalen, an den Rändern der Bewegung agierenden Dschihad-Prediger getrieben.

aus: James M. Dorsey: Richtungsstreit um demokratische Öffnung

Qantara 26.11.2009

http://de.qantara.de/Richtungsstreit-um-demokratische-Oeffnung/5090c5170i1p537/index.html

Toleranz für verschiedene Wege: In seinem neuen Buch beschreibt der Islamwissenschaftler Thomas Bauer die Spielräume muslimischer Kultur und räumt mit Zerrbildern eines alle Lebensbereiche dominierenden, dogmatischen Islams auf. Von Katajun Amirpur

„Abgesehen davon, dass wohl kaum eine Aussage darüber möglich ist, was „der Islam“ eigentlich sei, denn dazu gibt es viel zu viele Erscheinungsformen des Islams, ist falsch daran die Grundannahme: „Der Islam“ hat in Geschichte und Gegenwart islamischer Gesellschaften keineswegs alle Lebensbereiche durchdrungen.“

http://de.qantara.de/Eine-andere-Geschichte-des-Islams/18273c18959i0p/index.html

Welche Bedeutung hat das islamische Recht gegenwärtig für den Alltag von Muslimen? Die Antwort auf diese Frage fällt regional sehr unterschiedlich aus. …

Während die jungen Nationalstaaten sich beim Straf- und Handelsrecht meist an europäisch inspirierten Codices orientierten, wurde das Personenstandsrecht in Ländern wie Ägypten, Marokko, Malaysia oder Indien konfessionell geregelt.

Das heißt, dass z.B. ein Wohnungseinbruch genauso wie in Europa mit Gefängnis bestraft wird, während in persönlichen Angelegenheiten wie Heirat, Scheidung oder Erbe das Recht der jeweiligen Glaubensgemeinschaft gilt. Für Muslime bedeutet das, dass sie gemäß der jeweils geltenden Interpretation des islamischen Rechts heiraten, sich scheiden lassen und erben.

Diese von Fachleuten so genannte konfessionelle „Rechtsspaltung“ war kein großes Problem, solange nur wenige Muslime in nichtmuslimische Länder auswanderten.

aus: Martina Sabra: Perspektiven auf die Scharia

qantara 18.05.2009

http://de.qantara.de/Perspektiven-auf-die-Scharia/3956c4050i1p411/

Das islamische Recht, die Scharia, hat einen schlechten Ruf – insbesondere in westlichen Ländern, aber auch unter vielen säkularisierten Muslimen. Es steht für Unterdrückung der Frauen, Verachtung der Menschenrechte und Rückständigkeit.

Abdullah An-Na’im, Rechtsprofessor an der amerikanischen Emory-Universität in Atlanta und keineswegs Fundamentalist, versteht den Begriff Scharia freilich ganz anders. Scharia, sagt er, sei positiv und zukunftsfähig, die Zukunft liege allerdings in einem säkularen Staat und nicht in einem islamischen:

„Mein Argument ist, dass die Idee des islamischen Staates eine postkoloniale Idee ist. Sie hat sich aus der europäischen Staatslehre und der europäischen Rechtslehre heraus entwickelt. Das passt nicht in die Natur der Scharia und ist nicht vereinbar mit der Geschichte der islamischen Gesellschaft.“

Die auf das siebte Jahrhundert zurückgehenden Rechtslehren der Scharia, so an-Naim, seien in ihrer ursprünglichen Form mit der Lebensrealität im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr vereinbar. Man müsse sie neu definieren.

Cem Sey bei Qantara am 02.08.2006

http://de.qantara.de/Die-Zukunft-der-Scharia-ist-der-saekulare-Staat/3524c3618i1p402/

In Libyen ist das Familien- und Erbrecht schon lange von Scharia-Grundsätzen geprägt. Also: Was genau ist die Scharia?

In der westlichen Debatte, auch unter manchen Muslimen, wird sie meist als Gegensatz zu demokratischer Rechtsstaatlichkeit gesehen. Das ist jedoch weniger als die Hälfte der Wahrheit. In einem weiten Verständnis, das viele Muslime haben, beinhaltet die Scharia das gesamte, höchst komplexe und flexible System islamischer religiöser und rechtlicher Normen und deren Interpretation. (…)

So kann die „Scharia“ auch den Einsatz gegen Folter, Korruption und staatliche Willkür gegen BürgerInnen begründen. Die Partei der ägyptischen Muslimbrüder (HHA) setzt Scharia in ihrem Programm mit Demokratie gleich, im Gegensatz zu Gottesstaat und Militärherrschaft. (…)

Wer aber über die Grenzen liberalsäkularer Eliten hinaus in die breite Bevölkerung hineinwirken will, wird sich ohne Bezugnahme auf islamische Kultur und Scharia schwertun. Muslimische Vorkämpfer der Menschenrechte wie Schirin Ebadi oder Nasr Hamid Abu Zaid befürworten deshalb eine kulturelle Übersetzung der Menschenrechte in die herrschende Denktradition, die sie als etwas „Eigenes“ erfahrbar machen.

Die Klimakatastrophe, die dem Arabischen Frühling tatsächlich droht, ist nicht die Scharia per se, sondern weitere Destabilisierung im wirtschaftlichen und sozialen Bereich.

aus: Mathias Rohe: Eine westliche Fehlinterpretation

bei: Qantara 02.12.2011

http://de.qantara.de/Eine-westliche-Fehlinterpretation/17880c18506i0p/index.html

Der Schariaverweigerer brutzelt auf ewig in der Feuergrube, weil er den Sinn gelingenden menschlichen Lebens verfehlt hat, den Rechtsgehorsam nach Maßgabe von Scharia und Fiqh. Wenn die Gottheit Souverän und die Scharia die Wolke ist, regnen Gesetze vom Himmel.

Aus: Edward von Roy: Die Landesregierung, der Verbandsislam und die Suche nach dem bekennenden Religionsunterricht. Offener Brief an die Düsseldorfer Landtagsabgeordneten. Zum 10.12.2011.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/12/05/273/

Inhalt

4. Januar 2012

001 Islamkritik im Plural

ts. Islamkritik wird in der kulturellen Moderne sehr verschiedenartige Menschen zusammenführen. Die Nordafrikatouristin als Bezness-Opfer bringt ganz andere Erfahrungen zum Thema Islam mit als der Handelsreisende mit zwanzigjähriger Nahosterfahrung oder die gewählte Sprecherin eines Arbeitskreises Homosexualität. Die jahrzehntelang versäumte islamkritische Diskussion möchte das Blog Eifelginster in die pfadfinderische Jugendarbeit des deutschen Sprachraums einbringen helfen. Thea Stavridis habe hier das erste Wort. Demokratinnen und Demokraten aller Länder …

002 Bildungsverweigerung im Islam

jz. Eine Nachhilfelehrerin berichtet über muslimische Wagenburgen und deren Lernverweigerung. Die arrangierte Ehe der Kinder und Enkel ist attraktiver als Bildung. Sich gute Schulnoten zu erschleichen jedoch gilt als sportliche Übung

003 Blutrache und Ehrenmord versus kulturelle Moderne

ja. Die Zuwanderungsgesellschaft und die Konjunktur der Gegenaufklärung

004 Popkultur der Dâr al‑Harb: Sexismus und Shari’a

ja. Die Scharia ist affengeil für Deutschlands Machos und Zicken. Ob Big-Brother-Container oder obszöner Video-Clip: Nachwuchs-Pascha und Araberheimchen passen ästhetisch-kulturell ganz gut zu Deutschlands Jungliberalen oder Globalisierungegnern

005 Ein Hauch von Revolte: die Achtundsechziger und das exotische Fremde

ja. In masochistischer Fremdenfreundlichkeit nahte sich der deutsche Gutmensch von 1968 dem irdischen Paradies und ging ägyptisch Essen. Warum die Siebziger Jahre nicht in der Lage waren, die orientalische Scharia, das traditionelle System der Frauenunterdrückung und Sklavenhalterei zu kritisieren. Im irgendwie unangenehmen Schatten des Dritten Reiches jedenfalls kam der orientalische Gastarbeiter gerade recht, auch wenn dieser ein erklärter Judenhasser war

006 Islamischer Antisemitismus

ja. Judenhass als Teil der koranischen Lehre. Wie der Islam seit 1.400 Jahren zum Hass auf die Juden aufruft

007 Islamismus und Terror? Islam und Terrorismus

ja. Dschihad als fromme Pflicht. Das Bombenlegen als sehr persönliche Art, seinen Glauben zu kultivieren? Keine Weltreligion jedenfalls hat eine solche Nähe zum Terrorismus und zur Gewalt wie der Islam. Das ist der Rede wert

008 Dhimma, Dhimmi, Dhimmitude. Der Scharia-Islam als ein Kastensystem

ja. Hierarchien von Menschen, Klassensysteme oder Kasten vermuten wir in Indien oder in der römischen Antike. Dass der Islam seine Umwelt in ein sakrales Kastensystem zwingt mag für manchen erstaunlich sein. Jizya‑zahlender Schutzjude und tierischer Harbi: der Ungläubige ist weniger wert, der Polytheist kann einfach so getötet werden

009 Arroganz statt Bildungsarbeit. Warum der derzeitige Islam die moderne Schule boykottiert

ja. Der deutsche Islam zielt auf arrangierte Ehe und auf sklavisches Befolgen der vormodernen und inhumanen Standards der Scharia. Einsichtsfähigkeit zu verhindern ist Lernziel der alten Obskuranten wie neuen Islamisten. Lernen steht dem herbeiphantasierten Kalifat ärgerlich im Weg. Lernblockade Islam – die Parallelgesellschaft der Bildungsverweigerer

010 Mann wird gemacht, Frau wird verkauft. Tabuthema Jungenbeschneidung

ja. Der seelisch kranke Gott des Patriarchats will Blut sehen am männlichsten aller Körperteile. Das Initiationsritual in den Jägerbund als frauenfreier Geburtsvorgang. Bruno Bettelheim. Wie für uns ein Gleichgewicht von Denkblockaden eine Kritik der Routine‑Jungenbeschneidung verhindert

011 Der Koran – er steht sozusagen nicht zur Diskussion

ja. Die bislang hochnäsigste heilige Schrift der Menschheitsgeschichte. Zur Genese eines arabischen Textes. Salman Rushdie und Cat Stevens. Der Weg in das Verteufeln der Polytheismen. Göttliche Texte heute: Fundamentalismus oder säkulare Moderne?

012 Kopftuch spaltet: Frau ist nicht Mann, Nichtmuslim ist nicht Muslim

ja. Böses Haar. Frauenhass und Fetisch Frauenhaar. Kopftuchmobbing und Tochterkontrolle. Das Kopftuch als legalistisches Instrument heiliger Kriegsführung

013 Kein Kopftuch im öffentlichen Dienst!

ük. Mit dem Kopftuchkrieg geht es ums Ganze: wollen wir Demokratie oder Scharia? Die ebenso altarabische wie islamofaschistische Geschlechtertrennung und die prekäre kulturelle Moderne

014 Dem Islam fehlt Säkularität. Über Arzu Toker

ük, ja. Die Publizistin und Islamkritikerin Arzu Toker. Die Balkon‑Mädchen, ein Radio‑Hörspiel

015 Atheismuskritik für eine nachhaltige Islamkritik

ja. Maoismus und Manichäismus. Atheismus, die zarteste Verführung seit es Schamanen gibt. Phänomen Ex‑Muslime: eine schützenswerte Minderheit allemal

016 Gott statt Spott (I): Jacques Auvergne zu § 166 StGB

ja. Bayern will den Gotteslästerungsparagraphen verschärfen. Alle Jahre wieder: Bayerns CSU bläst ins heilige Horn der Theokratie. Wie eine gelangweilte christkonservative Werbekampagne der aufmerksamen Scharia den Weg ebnet

017 Gott statt Spott (I): Ümmühan Karagözlü zu § 166 StGB

ük. Gottesstaat in Afghanistan oder Bayern? Die CSU als Büttel für den Sultan

018 Erziehungsziel islamistischer Terror. Für die lieben Kleinen

ja. Farfour und Nahool: Kinder zum Rassenhass aufhetzen. Die Hamas und das Kinderprogramm von al‑Aqsa‑TV. Über den Diebstahl einer amerikanischen Comicfigur

019 Heiliger Krieg im Kinderfernsehen

ük (vgl. 018). Farfour und Nahool. Bildungsbausteine antisemitischer Pädagogik. Micky‑Maus und Coca‑Cola. Erziehungsziel judenfreier Orient

020 Integrationspoker, die unheilige Allianz der Gutmenschen und Islamisten

ük. Das Pokerface deutsche Integration fand einen vorzüglichen Spielpartner im radikalen Islam. Wie die Kinder der Utopiker von 1968 die unbequeme Forderung nach einer Kultur weltweiter Gerechtigkeit durch den beliebigen Kulturrelativismus ersetzt haben

021 Kopftuch nicht angeboren sondern anerzogen

ja. Deutschlands sakrale Parallelkultur. Wie die Tochter eines Imams zu ihrem Kopftuch kommt

022 Islamkritisches Lied: Hatun Sürücü

pik. Gedicht und Lied aus dem Jahre 2007 über den so genannte Ehrenmord an der kurdischen Berlinerin Hatun Sürücü. Es wird auf die antifrancistische Melodie ’L`estaca’ des Katalanen Lluis Llach gesungen

023 Islamkritisches Lied: Oriana Fallaci

pik. Gedicht und Lied aus dem Jahre 2007 zur Erinnerung an Oriana Fallaci und ihr sechs Jahre eher erschienenes Buch ’Die Wut und ihr Stolz’. Es wird auf das alte proletarisch‑revolutionäre Melodie des Liedes ’Arbeiter von Wien’ gesungen. Wir sind das Bauvolk der kommenden Welt

024 Die Zuwanderungsgesellschaft und ihre Polizeiarbeit

ja. Im Herbst 2007 brachte Bülent Arslan vom Deutsch-türkischen Forum der nordrhein-westfälischen CDU den dümmlichen, wahnwitzigen oder auch trickreichen Vorschlag, eine türkisch-muslimische Polizeieinheit innerhalb der nordrhein-westfälischen Polizei aufzubauen

025 Integration oder Assimilation?

ja. Wie viel Ähnlichkeit soll der Einwanderer wie schnell haben und womit überhaupt? Europäische Identität, demokratische Identität – eine Terra Inkognita auch für die Alteingesessenen? Europas krampfig-verwinkelter Selbsthass. Verletzlicher Hedonismus

026 Integrationsgipfel 2007. Man sagt ab

ja. Am 12. Juli 2007 lud die Bundesregierung zum Integrationsgipfel. Die türkischen Verbände sagten in letzter Minute ab. Islamverbandlicher Lustverlust?

027 Irak 2007: Terror gegen die Jesiden

ja. Am 15. August 2007 tötete eine Serie von Bomben 500 Angehörige der Ethnie und vorislamischen Religion der Jesiden. Spuren aus der Zeit der ’Unwissenheit’ zu vernichten gilt fanatischen Muslimen zwischen Kabul und Bagdad als fromme Pflicht. Afghanistans einstige buddhistische Bevölkerung wurde längst ausgerottet oder zwangsislamisiert, doch al‑Qaida zerstört in diesen Jahren sogar die Buddhastatuen. Iraks kurdische Jesiden sind gewissermaßen die lebenden Buddhas

028 Ehrenmord in Mönchengladbach. März 2007

ja. Am 9. März 2007 erschoss der 39jährige Türke Erol Peşter seine Ex‑Ehefrau Rukiye und die gemeinsame 18jährige Tochter Derya in der Mönchengladbacher Frankenstraße. Grund: sie hatte sich von ihm getrennt. Im türkischen oder kurdischen Ehrenmordmilieu betrachtet der Mann seine Ehefrau als rechtmäßig gekauftes Eigentum, ganz im Einklang mit Koran und Scharia. Der Mönchengladbacher Mord ist, wenig verwunderlich, Ergebnis einer arrangierten Ehe zweier türkischer Großfamilien

029 Für ein selbstbestimmtes Leben – nicht erst im Paradies

ük. Die Wagenburg Großfamilie, das Gefängnis Großfamilie ist das dunkle Betriebsgeheimnis von Allah‑Theorie und Dschihad‑Praxis. Umgekehrt sollte man von ’Apostasie aus der Wagenburg Familie’ sprechen, denn solange der Austritt aus dem Islam für alle Geistlichen zwischen Ghom und Kairo die sakrale Tötung zeitigen darf, solange womöglich werden Familienpatriarchen wie Familienräte Ehen arrangieren und Ehrenmorde durchführen. Koran und Scharia rechtfertigen beiderlei Abtrünnigenmord. Ümmühan Karagözlü zum Fall der Berlinerin Hatun Sürücü

030 Podiumsdiskussion in Köln

ja. Am 1. Dezember 2007 findet eine Podiumsdiskussion in Köln statt. Unter der Moderation von Dr. Schmidt‑Salomon kommen die Iranerin Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex‑Muslime, der Holocaust‑Überlebende Dr. Ralph Giordano und der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff zu Wort. Themenfelder sind der Köln-Ehrenfelder Moscheeneubau, die Parallelkulturen der muslimischen Migranten in Deutschland, der weltweite Islamismus bzw. politische Islam und das leidige Kopftuch. Ahadi fordert die kopftuchfreie Schule! Ein brisanter Abend zur wichtigen Frage: vertragen sich Islam und kulturelle Moderne – zerstören Scharia oder Islamismus unsere Demokratie?

031 Über Mina Ahadi

ük, ja. Über Mina Ahadi. Als Nachbereitung der Podiumsdiskussion in Köln sprechen Ümmühan Karagözlü und Jacques Auvergne über die vorhandenen guten Gründe gegen Kopftücher im öffentlichen Dienst, gegen den Türkeibeitritt zur EU und für die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz

032 Burka und Tschador verbieten

ja. Im Dezember 2007 sind die ersten geisterhaften Wesen mit einem Niqâb, einem Gesichtsschleier zum den kompletten Körper verhüllenden Überwurf namens Burka durch meine rheinische Innenstadt gewandelt. Günter Wallraff hielt Derartiges in Deutschland vor zwei Wochen noch für völlig ausgeschlossen – da hat er sich wohl getäuscht. Ich bin entsetzt und wütend, zumal ich nun eine rasante Vervielfachung von Burka und Tschador befürchte. Diese Frauen (?) sind nicht gegangen, denn zum Gehen gehört doch wohl ein Körper, sie sind gegeistert wie Untote, wie Zombies. Sie haben auch nicht „selbstbewusst Gesicht gezeigt“, denn ihnen ist doch gerade ihr Blick genommen worden. Sie sollen auch nicht reden, keine Kontakte aufbauen, keiner Arbeit nachgehen und kein Bankkonto besitzen, so ahne ich jedenfalls. Liege ich völlig falsch, Frau Gleichstellungsbeauftragte?

033 Eva Hermans vormoderne Frauenbilder

ük. Eine ehemalige deutsche Nachrichtensprecherin sorgte 2007 mit einem Bekenntnis zu rückschrittlichen Männer- und Frauenbildern (Herman: “Das Eva-Prinzip“) für einigen Wirbel. Im Laufe der folgenden Monate verteidigte sie Aspekte aus Alltagskultur und Wertehierarchie des Dritten Reiches. Die Renaissance vom teutonischen Recken und seinem nationalen Heimchen am Küchenherd gibt der Schariakritikerin Ümmühan Karagözlü sehr zu denken, denn Nationalsozialismus und Islamismus teilen miteinander ein überraschend ähnliches Verständnis von Gender, dem sozialen Geschlecht. Macht Eva Herman die Scharia salonfähig?

034 Europa reagiert auf seine Islamisierung. So oder so, islamistisch oder sozialpädagogisch

ük. Ein anonymer, inhaltsloser und diffamierender Kommentar zu einem Text, der den Mönchengladbacher Ehrenmord betrifft, sieht Ümmühan Karagözlü als willkommenen Anlass, die Rolle der Sozialpädagogik und der Sozialen Arbeit in der Zuwanderungsgesellschaft zu beleuchten. Warum jede soziale Arbeit auch eine Islamkritik sein muss

035 Geometrien islamischer Apartheid

ja. Das Kalifat ruft nach dem Apartheidsstaat, nach Geschlechterspaltung und nach dem Sakralrassismus der Dhimma. Mann ist ganz und gar Nichtfrau, Frau ist ganz und gar nicht Mann. Frau ist minderwertig und schmutzig, der Mann indes auch als Vergewaltiger rein. Dhimmis und Harbis sind Menschen zweiter und dritter Klasse, sie müssen auf spezifische Art (Dhimmi Jizya zahlen; Harbi Rechtlosigkeit) unterworfen werden. Um diese soziale Technologie einmal im Hier und Jetzt einzuüben, dazu gibt es die Werkzeuge Moscheegebäude und Hijab. Auch die Tübinger Stadthalle diente am 25. November 2007 als Apartheids-Testgelände: alle Frauen mussten das städtische Gebäude durch den Hintereingang betreten. Nur Männer durften in der Tübinger Stadthalle vorn sitzen, dicht an Allahs Missionar, dem Kölner Pierre Vogel

036 Interreligiöse Teestube Arnhem

cd. Dezember 2007: Eine niederländische Schule mit angeschlossenem offenem Jugendheim möchte ihre etwas marode Teestube zu einem ansehnlichen Meditations- und Besinnungsraum ausbauen. Gelegentliche Gedichtlesungen, alte und neue Sinnsprüche aus allen Kontinenten, stets ein Getränk und auch ein seelsorgerliches oder pädagogisches Gespräch, so hat man sich den Raum der Stille vorgestellt. Christen, Inder, Taiwanesen, Atheisten: Alle dachten konstruktiv mit. Die Muslime aber forderten einen Vorhang. Nein, keinen Wandbehang, sondern einen blickdichten Raumteiler mit Konsequenzen: Frauen nach links, Männer nach rechts

037 Erzählgegenstand Terrorismus

ja. Die Terrornetze der al‑Qaida genießen bei großmäuligen jungen Muslimen zwischen Pakistan und Paris erklärlicherweise einigen Kultstatus. Wie terrorismusfreundlich aber ist die weltweite islamische Orthodoxie? Und vor allem: Wie koranisch ist der Terror? Jacques Auvergne widerlegt die allzu dürren Thesen des Yassin Musharbash (Die neue al‑Qaida, 2006), letzterer Dschihadismus wie Terrorismus als in Scharia und Koran verwurzelt zu erkennen sich bemerkenswert schwer tut. Doch konzeptionell will jeder Dschihad den globalen Terror. Seit 1.400 Jahren

038 Dschihad im Lehrerzimmer

ja. Der phlegmatische Cem war zwei Jahre lang Realschüler und soll nun aufgrund von katastrophalen Leistungen auf die Hauptschule wechseln. Doch ist der Zwölfjährige ein echter, im Rheinland geborener Türke, ein zwangsweiser Schulwechsel also kann hier keinesfalls in Frage kommen. Und mit Mutter Yildirims unvergesslichem Auftritt im Lehrerzimmer wird der Verbleib des Jungen auf der Schule doch wohl zu sichern sein. Eure Vorschriften gelten … für euch Deutsche

039 Allahs Poesie für eine Hudna

ja. Dezember 2007: Nahezu alle meine Freunde erhalten unerbeten sakrale Köstlichkeiten über das profane Internet zugesendet. Da will also jemand für die fromme islamische Lebensordnung werben. Die Nachteile indessen werden verschwiegen. Aber vielleicht gibt es ja keine? Hudna bedeutet Windstille

040 Kopftuch niemals freie Entscheidung

ük. Ümmühan Karagözlü zum Tuch auf dem Kopf. Ein ganz kurzer und ebenso interessanter wie provokanter Kommentar einer gewissen Ebru inspirierte die Autorin, zum Symbol des sakralen Frauenhandels und Kinderverheiratens, der „gottgefälligen“ Apostatenmorde und der Dhimmiversklavung Stellung zu nehmen

041 Welcher Dhimmi-Typ bist du?

ja. Dir als Islamkritiker schlägt oft Ablehnung entgegen. Noch nicht einmal seitens der radikalen Muslime sondern seitens der nichtmuslimischen Europäer. Die einzelnen Dhimmi-Typen äußern verschiedenartige sprachliche Muster, die uns das Enneagramm erklären kann. Zur Einführung in die Dhimmi‑Typologie, die Dhimmologie

042 Dienstkopftücher für IKEA. Schwedisches Möbelhaus feuert Kopftuchskeptiker

ük. Ein erfolgreich integrierter Iraner macht eine neu eingewanderte Landsmännin kollegial darauf aufmerksam, dass in Skandinavien kein Kopftuchzwang besteht. Worauf sie sich beschwert und IKEA den Kopftuchskeptiker feuert. Der klagt erfolgreich auf Wiedereinstellung. Zwischenzeitlich hat das Möbelhaus an anderen seiner Standorte Dienstkopftücher für fromme muslimische Mitarbeiterinnen im Angebot. Die Schweden sind sehr tolerant. Nur Kopftuchkritiker darfst du nicht sein

043 Europas Jugendverbände interreligiös: Kirche & FEMYSO (Muslimbruderschaft)

ja. Eine Schura ist eine politreligiöse Ratsversammlung. Vor- oder auch nachdemokratisch, jedenfalls undemokratisch. Auf Europaebene bemüht sich der zur Muslimbruderschaft gehörende Jugendverband FEMYSO um gute Beziehungen zu Kirchen und Verbänden. Kirchenjugend, CVJM, Pfadfinder und Terrorsympathisanten aus dem Umfeld von FIS und HAMAS trafen sich im Dezember 2007 in einer griechischen Hafenstadt. Allzeit bereit! Die Schura von Volos

044 Vereinshaus oder Moschee?

ja. Ein baurechtliches Schelmenstück könnte sich im nordrhein-westfälischen Krefeld zugetragen haben. Wann ist ein Mann ein Mann, dichtete der beliebte Schlagersänger Herbert Grönemeyer. Wann ist eine Moschee eine Moschee?

045 Zwei Seiten einer Medaille

ük. Starres Festhalten an einer Meinung bei geänderter Umwelt oder bei geändertem Erkentnisstand geht stets einher mit dem, was man nicht anders nennen sollte als Dummheit. Ein universelles Thema, damit auch ein islamisches. Von Ümmühan Karagözlü

046 Die islamisch inspirierte genitale Verstümmelung an Frauen (FGM) kommt auch in Indonesien vor

ja. Bis zum 20. Januar 2008 war der deutschsprachigen Öffentlichkeit nicht bekannt, dass Indonesien „milde“ Formen der Genitalverstümmelung an Mädchen durchführt. Das medizinisch, psychisch wie sozial zerstörerische vormoderne Treiben wird neuerdings durch die islamische Assalaam‑Foundation organisiert, die Massenbeschneidungen an Indonesiens Mädchen kostenfrei anbietet

047 Mit Nähmaschinen für das Kalifat

ja. Salafiyya ist eine etwa hundert Jahre alte islamische Erneuerungsbewegung, die auf die ästhetische und moralische, Sprich: Die kulturelle Rückkehr zum Ur-Islam setzt. Das Asr as-Sa`adet, Zeitalter der Glückseligkeit sei die totale Lösung für die Unübersichtlichkeit der Industrialisation. Markenzeichen der Salafisten sind mittelalterliche Gewänder: Kittel für die Männer, Burqas und Niqabs für die Frauen. Der Prediger Pierre Vogel wird der heutigen Salafiyya zugerechnet und vielleicht auch das Niqab-Forum, das der weiblichen Gesichtsverschleierung huldigt

048 Des Muslims panische Angst: Schirk

ja. Schirk bedeutet Beigesellung und bedeutet, ein Objekt in die Nähe des ebenso stummen wie eifersüchtigen Gottes namens Allah zu bringen. Einst galt das Verbot des Schirk den polytheistischen Göttern Mekkas. Schirkophobie zeitigt Folgen: Eine gesamtislamische Bildungsmisere und weltweite islamische Anfälligkeit für Fundamentalismus und Terrorismus. Vorstellungsverbote und Denkblockaden haben Islam wie Umma seit Jahrhunderten geradezu versteinert. Pantheismus und Animismus könnten helfen, doch man bevorzugt Niqab und Scharia

049 Das Gefängnis der guten Tradition

cd. Sunna heißt Brauchtum und meint im engsten Sinne das vermutete Handeln des Propheten und seiner Gefährten, dann auch islamische Tradition, islamische Gewohnheit, Alltagshandeln, Sitte, Usus. Seit Jahrhunderten ist Sunna eine Entwicklungsblockade für freies Denken und für freie Entfaltung Persönlichkeit, für gesellschaftlichen Fortschritt. Gegenbegriff ist die Bid’a, die frevlerische Neuerung. Islam, Ummah ist die beste Gemeinschaft. Sich also ändern – bitte, wozu?

050 UK: Erzbischof fordert die Scharia

ja. Großbritannien: Der multikulturelle Erzbischof von Canterbury Rowan Williams möchte, dass die britische Gesellschaft den allzu entfremdeten britischen Muslimen die Anwendung von Teilen der heimeligen Scharia gestattet, soweit sie Familien- und Personenstandsrecht, finanzielle Transaktionen, Gemeinwesenarbeit, Jugendbildung und Streitschlichtung umfassen. Die Scharia wurde nach Auffassung der weltweiten islamischen Orthodoxie von keinem Geringeren geschaffen als vom Gott Allâh persönlich. Bischof Williams Dschihad gegen die säkulare Demokratie

051 Ägypten, Koptendiskriminierung (Teil 1)

ja. Im Sommer 2007 wird der Fall von zwei ägyptischen Schülern bekannt, die zum Islam gezwungen werden sollten oder das Examen nicht erreicht hätten. Ihr einst christlicher Vater, inzwischen mit einer Muslimin verheiratet und deshalb schariagemäß islamisiert, fordert die Konversion seiner (biologischen) Söhne. Die Unterdrückung der Kopten gehört zum Alltag der Dhimma Ägyptens

052 Ägypten, Koptendiskriminierung (Teil 2)

ük. Neues aus dem beginnenden Jahr 2008 zum Fall der Brüder Mario und Andrew Medhat Ramsis. Ein pädagogischer Essay von Ümmühan Karagözlü

053 Die Mohammed-Karikaturen

ja. Glauben braucht Zweifel, um nicht zur Besessenheit zu verkommen. Der Islam jedoch als ein antidemokratischer Kerker aus Denkverboten kommt mit Spott nicht gut zurecht. Praktisch ist derartiges Beleidigt-Spielen allemal, um von den Dhimmis Sonderrechte zu erpressen

054 Bestattungsritus versus Gerichtsmedizin

ja. Nach islamischem „Recht“ soll der Verstorbene noch am selben Tag bestattet werden. In der kulturellen Moderne hat das den Vorteil, dass der Tote nicht auf Drogen, Gift oder Verbrechensspuren untersucht werden kann, schon gar von Ungläubigen. Das edle Kalifat braucht keine Gerichtsmedizin

055 Ignoriert die globalisierte high society die ’gerechte’ Scharia?

ja. Im Mai 2001 heiratete der Sohn des Altkanzlers Dr. Helmut Kohl die muslimische Tochter des türkischen Industriellen Dr. Kemal Sözen. Gelebtes Weltbürgertum oder gezielte Islamisierung der europäischen Eliten? Hunderte von Millionen von Menschen nämlich unterliegen einem ganz anderen sozialen Druck: Dem von Dhimma und Scharia. Und nach Gottfigur Allâhs weltweiter und ewiger Rechtsordnung müsste Peter Kohl Muslim sein um Elif Sözen heiraten zu dürfen. Vielleicht kann es sich die globalisierte high society ja leisten, die machtbewusste Politreligion zu ignorieren. Oder ist den Kohls die Sache erst später unheimlich geworden? Eine Flucht aus der Verantwortung – oder ein Hoffnungsschimmer, das wird sich erweisen

056 Ein nicht abgedruckter Leserbrief

nn. Aus Nordrhein-Westfalen hören wir, dass ein kirchlicher Gemeindebrief zur Kritiklosigkeit gegenüber von Dhimma und Scharia aufruft oder diese multikulturelle These eines Anonymen jedenfalls derartig „zur Diskussion“ stellte. Eine Frau nahm sich und die Sache ernst und antwortete. Doch was geschah mit ihrem Beitrag? Richtig, er wurde nicht abgedruckt. Dein Kirchenkreis kuscht vor dem erpresserischen Phantom der „Islamophobie“? Mein lieber Christ, dafür gibt es doch den guten alten Sägefisch

057 Noch ein ungedruckter Leserbrief

nn. Wie schon in Baustein Nummer 056 geht es um die seitens eines evangelischen Gemeindebriefes anonym eingeforderte kritische Solidarität mit dem geheimnisvollen Islam. Eine gepfefferte Antwort an die etablierten Damen und Herren Christenmenschen. Der Abdruck im Gemeindebrief allerdings wurde, wie nicht anders zu erwarten, klammheimlich unterschlagen. Also auf in die Restdemokratie der Blogosphäre

058 Anything goes, Scharia oder Bürgerrechte?

r, ük. Die beiden einander nicht persönlich bekannten Islamkritiker Roland und Ümmühan antworten einer gewissen ästhetischen Labertasche namens Fototim, der von den Schattenseiten jeder islamisierten Gesellschaft noch nichts gehört zu haben scheint. Zwei Demokraten argumentieren gegen den Tugendterror von Kalifat und Scharia und finden deutliche Worte zur derzeitigen Unterdrückung aller Nichtmuslime und Menschenrechtler zwischen Marokko und Indonesien

059 Der artige Revoluzzer

ja, ük. Ein digitaler Salonrevolutionär gibt sich den reichlich albernen Namen Gedankenverbrecher und bezichtigt die Kirche, das Abendland, Deutschland und die USA gleichermaßen des Machthungers, der Doppelmoral und der ungezählten Frauenmorde. Grandios oder auch nur verquast besorgt er nebenbei die pauschale Entlastung des 1.400 Jahre alten Islams samt Scharia, Dhimmitude, Zwangsehe und Apostatenmord. Bei soviel Gedankenlosigkeit mussten Jacques Auvergne und Ümmühan Karagözlü mit dem chronischen Xenophilen und watteweichen Rebellen einmal Tacheles reden

060 Niqâb macht unmenschlich

ük. Gesicht gehört zur zwischenmenschlichen Begegnung. Der Niqâb, der Gesichtsschleier blockiert den Umgang von Menschen miteinander. Ümmühan Karagözlü analysiert wissenschaftlich das patriarchale Konstruieren von Aurah und Fitna, den Männlichkeitswahn und die dazugehörige entmündigte Weibchenhaftigkeit jedes traditionellen Islams wie dessen „halbiert moderner“ politreligiöser Variante. Die ebenso menschengemachten wie entmenschlichenden Konzepte von Scharia und Fiqh streben im Namen von Schamhaftigkeit und Gerechtigkeit nach schamloser Männerherrschaft und totaler Frauenversklavung

061 Ob Allahs Großmutter sauer ist auf ihren egoïstischen Enkel, bezweifeln Konvertiten

ja. Herr O. aus Deutschland findet neue Maßstäbe und Weltbilder, entdeckt jede Menge Ungereimtheiten in der ehrenwerten christlichen Bibel und konvertiert zum Islamischen Kult. Und wie es sich für einen paradiesgläubigen Punktesammler gehört, behauptet er am 27. Februar 2008, seelische Pein zu spüren, wenn Jacques Auvergne ihm vom altarabischen Polytheïsmus erzählt. Unstimmigkeiten, da ist dem sich mittlerweile Ibrahim O. nennenden Europäer allerdings beizupflichten, Unstimmigkeiten kennen die radikal Textgläubigen Freunde des Feldherren Mohammed wahrhaftig nicht. Wie der fundamentalistische Islam für einen Bundesbürger manche physikalischen Fragezeichen, psychischen Zwischentöne und archäologischen Forschungsergebnisse beseitigt. Ein ernstes sozialpädagogisches Problem allemal, das auch Allahs Großmutter von ihrem allzu verwöhnten Enkel her schon recht genau kannte

062 Fitna. Der Film

ja. Geert Wilders ist niederländischer Politiker und Mitglied der Zweiten Kammer der Generalstaaten. Individualist Wilders kritisiert seit vielen Jahren den Islam. Ende März 2008 bringt Wilders einen Kurzfilm heraus: Fitna. Jacques Auvergne zu diesem islamischen theologischen Begriff: Fitna als Wahnvorstellung, Fitna als militärische Abwehrstrategie, Fitna als Waffe. Wilders Film kommt für Europa zur rechten Zeit

063 Säkularer Islam unerwünscht?

cd. Ein muslimischer Mitbürger nennt sich muslim4ever und beschimpft Islamkritiker, um sie im selben Atemzug zum wahren Glauben einzuladen. Cees van der Duin nutzt die Gelegenheit, um dem fundamentalistischen Grobian die einzig nachhaltig mögliche Bedeutung von Religion in einer modernen Gesellschaft klar zu machen. Vergeblich?

064 Bildungsverweigerung im Islam

ük. Zu Geert Wilders Film (siehe auch Baustein 062). Ümmühan Karagözlü schreibt über islamische Lernverweigerung und den Kriegszug um Geschlechtertrennung. Sich der Demokratie zu verweigern gilt in Fundamentalistenkreisen als frommes Tun. Zum Zusammenhang zwischen Fitna-Phobie, anerzogener Software des Gender-Extremismus und radikalem islamischem Kult

065 Nein zu Islamischem Religionsunterricht an staatlichen Schulen

ja. Frauen sind nach Koran und Sunna nicht gleichberechtigt. Juden und Christen sind im orthodoxen Islam Menschen zweiter Klasse, Islam-Apostaten und Polytheisten rechtlos. Innenminister Schäuble träumt von einem „Islamischen Religionsunterricht“, um den Hasspredigern das Wasser abzugraben. Rührend optimistisch? Warum es an staatlichen Schulen noch auf einige Jahrzehnte keinen „Islamischen Religionsunterricht“ geben darf.

066 Victor Hugo als Islamkritiker

ja. Im Jahre 1850 ging die moderne Gesellschaft noch in ihren europäischen Kinderschuhen. Beim Lesen einer heute gut hundertfünfzig Jahre alte Rede des großen Dichters Victor Hugo durchfährt mich das Erkennen wie ein Blitz: Das ist heißester islamkritischer Stoff! Victor Hugo gewissermaßen als das Gegengift, um mit den unfreiwilligen Wegbereitern der Scharia namens Tony Blair, Edmund Stoiber, Claudia Roth und Wolfgang Schäuble klar zu kommen? In der Tat scheint der alte Text hilfreich zu sein, die Meinungsvielfalt und die Freiheit für und von Religion zu retten. No sharia here, Gottesstaat unerwünscht!

067 Der Drohbrief. Alles Lob sei Allâh

cd. Der niederländische fundamentalistische Muslim Mohammed Bouyeri befestigte einen an die somalische Politikerin Ayaan Hirsi Ali gerichteten mehrseitigen Drohbrief an der Leiche des eigenhändig ermordeten islamkritischen Regisseurs Theo van Gogh. Übersetzung ins Deutsche und Kommentierung des radikalen islamischen Schriftstückes durch Cees van der Duin. Ein Drohbrief, der uns eine Auffassung von „Gerechtigkeit“ vor Augen führt, die das gottgefällige Töten von Islamkritikern ganz selbstverständlich beinhaltet

068 Verschweigen wir, dass der junge Straftäter ausländischer Abkunft ist

ja. Im Winter 2007 / 2008 wurde der deutschen Öffentlichkeit eine Mehrzahl an grausamen Körperverletzungen, in Kauf genommenen Tötungsversuchen und wohl auch Mordversuchen bekannt. Die Täter waren jung, männlich und muslimisch. Was für ein Schreck für die Freunde der Multikultur. Es musste ein Ausweg her. Da kam das erlösende Angebot von den Integrationsräten, künftig die ethnische Zugehörigkeit der Täter einfach nicht mehr zu nennen. Erleichterung beginnt sich breit zu machen. Nur bei den Opfern nicht. Und auch bei denjenigen nicht, denen an der Prävention von Straftaten, am sozialen Frieden im Stadtviertel und an einer Integration aller Menschen in den säkularen demokratischen Staat wirklich gelegen ist

069 Kein Mitleid, mein Kind, mit den Kuffâr

ja. Demokratietauglicher Islam muss sich von Konzept und Konstruktion des Kâfir, der Kuffâr trennen. Die sakrale Doktrin von hierarchisch untergeordneten und moralisch minderwertigen Kasten oder Klassen von Menschen kennzeichnen Schari’a und Sunna ebenso wie sie mit den Menschenrechten und Bürgerrechten kollidieren. Deutschlands Muslime müssen sich, so Professor Tibi, als Citoyens, Staatsbürger begreifen und bekennen. Deutschlands Koranschulen und Moscheen allerdings bevorzugen, Ungläubige als fürs Höllenfeuer bestimmte Menschen zweiter Klasse darzustellen. Der Dhimmi darf aus koranischer Sicht belogen und diskriminiert werden, der Harbi und der Islam-Apostat sind zu töten. Radikaler Islam als soziales Handeln: Horizontal segregieren, vertikal diskriminieren

070 Studentin heiratet heimlich

ja. Einst ermöglichte der Hufschmied im schottischen Dorf Gretna Green eine unkomplizierte Trauung für durchgebrannte minderjährige Verliebte. Damals war die Möglichkeit, irgendwo in Europa ohne elterliches Einverständnis zu heiraten, sicherlich durchaus human. Der multikulturelle Edel-Ökologe Joschka Fischer etwa nutzte diese romantische Nische noch 1967 für seine Heirat. Überraschenderweise scheint heimliches Heiraten wieder modern zu werden. Ein deutscher Vater jedenfalls wird in naher Zukunft erfahren, dass seine volljährige Tochter, deren Wohnung er finanziert, einen heimlichen Freund hat, heimlich zum Islam konvertiert ist, islamisch geheiratet hat und im vierten Monat schwanger ist. Wie und wo das Kind, möge es gesund zur Welt kommen, wohl aufwachsen wird? Wie wir sehen, macht islamisches Umweltverändern auch vor Akademikerkreisen nicht halt

071 Der Stumpfsinn wird zunehmend beliebt

ük. Da Denken für ein schlichtes Gemüt oder eine ’autoritäre Persönlichkeit’ (Maslow nach Fromm; Adorno) höchst irritierend ist, gewinnt der Fundamentalismus unter deutschen Konvertitinnen zum Islam zunehmend an Attraktivität. Eine Frau Keller wirbt für Vorsehung, Pflicht und Brauchtum, für Kismet und Sunna. Eine islamgeschädigte und damit islamerfahrene Türkin indes widerspricht Frau Keller und empfiehlt den säkularen Islam persönlicher Spiritualität

072 Studentin heiratet heimlich

ja. Einst ermöglichte der Hufschmied im schottischen Dorf Gretna Green eine unkomplizierte Trauung für durchgebrannte minderjährige Verliebte. Damals war die Möglichkeit, irgendwo in Europa ohne elterliches Einverständnis zu heiraten, sicherlich durchaus human. Der multikulturelle Edel-Ökologe Joschka Fischer etwa nutzte diese romantische Nische noch 1967 für seine Heirat. Überraschenderweise scheint heimliches Heiraten wieder modern zu werden. Ein deutscher Vater jedenfalls wird in naher Zukunft erfahren, dass seine volljährige Tochter, deren Wohnung er finanziert, einen heimlichen Freund hat, heimlich zum Islam konvertiert ist, islamisch geheiratet hat und im vierten Monat schwanger ist. Wie und wo das Kind, möge es gesund zur Welt kommen, wohl aufwachsen wird? Wie wir sehen, macht islamisches Umweltverändern auch vor Akademikerkreisen nicht halt

073 Islam und Kinderehe

ja. Die Menarche markiert im volkstümlichen Islam die Heiratsfähigkeit. Mohammed heiratete Aischa, als sie sechs Jahre alt war und verkehrte geschlechtlich mit dem Kind, als sie neun Jahre alt war. Dem Beispiel des Propheten soll der Muslim weltweit und grundsätzlich nacheifern, alles andere wäre Bid’a, Demokratie oder sonstige Blasphemie. Wo Kinder arrangiert verlobt werden wie in gar nicht so kleinen deutschtürkischen Milieus sind dann eben Unterstufenschülerinnen schwanger. Oder auch mal zehnjährige schwarzäugige Grundschülerinnen. Die Amtsträger und Gutmenschen aus Kirche und Pädagogik verlieren die Nerven, dein Pfarrer und deine Jugendamtsmitarbeiterin befehlen oder empfehlen dir und den anderen Zeugen zu schweigen. Für die muslimischen Clans der Kinderheirat und Cousinenehen ist die Welt in Ordnung und soll der finanzstarke Onkel Sowieso natürlich nicht ins Gefängnis. Stöbern wir also die deutschen Gutmenschen auf und bilden wir sie weiter

074 Taqlid dem Papagei

ja. Das Ende des autonomen islamischen Denkens, die „Schließung der Tore des Idschtihad“ musste sich die islamische Geistlichkeit vor einem knappen Jahrtausend zähneknirschend, schicksalsergeben oder auch hocherfreut attestieren. Seitdem dürfen muslimische Endverbraucher nicht mehr islamrechtlich denken. Deutschlands Muslime dürfen den Koran nicht interpretieren. Konvertiten zum Islam haben taqlid zu machen, das heißt den lebenden oder auch längst verstorbenen Ulemas stumpfsinnig hinterher zu trotten. Persönliches religionsrechtliches Gewissen, persönliche islamische Verantwortlichkeit hat der simple Muslim weltweit praktischerweise nicht. Derartiger blinder Gehorsam kommt der machtbesessenen islamischen Geistlichkeit sehr entgegen. Macht das Tor auf!

075 Quo vadis, Bosnien?

ja. Ein Kommentar einer bosnischen Muslima lässt einen Islamkritiker und ebenso bewussten Europäer wie EU-Gegner nachdenklich werden in Bezug auf eine drohende schariatische Gesellschaftsordnung auf dem Balkan. Werden Menschen- und Bürgerrechte der teilweise seit Jahrhunderten islamisierten und durch den letzten Krieg traumatisierten Bevölkerung des ehemaligen Jugoslawiens etwas wert sein? Wird es den saudi-arabisch finanzierten Wahhabiten und den rückwärtsgewandten Salafisten erfolgreich gelingen, die junge Generation Südosteuropas zu faszinieren?

076 Cerić will das Kalifat

ja. Der aus dem im Bürgerkrieg untergegangenen Jugoslawien stammende islamische Geistliche Mustafa Cerić will alle Muslime Europas in einer Parallel- und Gegenkultur eingeordnet wissen, der er nach dem Vorbild der iranischen Ayatollahs den Namen Imamat zu geben wagt. Die ordnungspolitisch umgesetzten, grundsätzlich ewigen Normen von Dhimma und Scharia würden auch für Europas Nichtmuslime zum sinnlichen Erlebnis werden. Was macht Deutschlands Intelligencija im Mai 2007? Den Großmufti quasi geschwisterlich neben Rita Süssmuth drapieren, das Pärchen auf die Bühne stellen und dem Ensemble den Theodor-Heuss-Friedenspreis überreichen. Hoffen wir, dass Bosniens Muslime mit ihrem Kalifen-in-spe etwas weniger tolerant sind

077 Personenstandsrecht (I)

nn. Das Grundgesetz stellt Familie und Ehe richtigerweise unter besonderen Schutz und koppelt Unterhaltsansprüche und Erbrecht an die staatsbürgerlich-standesamtliche Ehe, nicht an die religiös-zeremonielle. Seit 1875 gilt in Deutschland, dass jeder christlich-kirchlichen Ehe eine standesamtliche Eheschließung vorausgehen muss. Nun wollen seriell-monogame Frauen und Männer im Zeichen einer fragwürdigen neuen Romantik auch gern in Weiß heiraten, doch erscheint ihnen der Verwaltungsakt im Rathaus lästig und überflüssig und die Kirche (und Moschee?) freut sich, gebraucht zu werden. Selbst die regierungsseits verschwiegenen wie zu vermutenden einigen Zehntausend Imam-Ehen, darunter längst beträchtlich viele Kinderheiraten und Mehrehen, scheinen von der Gesetzesänderung unberührt. Nur Rechtsanwältin Seyran Ateş blickt durch und warnt Deutschland vor der Einführung der weltweit zunächst eben im Eherecht verankerten Scharia. Eine Petition an den Deutschen Bundestag, aus unserem Leserkreis

078 Personenstandsrecht (II)

ja. Noch zum vorherigen Baustein 077, dem zum 01.01.2009 geänderten Personenstandsrecht, mit dem der selbstmörderisch tolerante bundesdeutsche Staat darauf verzichtet, ordnungspolitisch in den seit Jahrtausenden von Häuptlingen und Schamanen intensiv umkämpften Bereich der Eheschließung einzugreifen. Eine Toleranz, von der die auf der Imam-Ehe und der geheiligten Hochzeitsnacht basierende mysogyne und antidemokratische Scharia profitieren wird. Europas Sozialpädagogen wissen von Allah wohlgefälligen Mehrehen und Kinderehen. Ein Zwischenruf von Jacques Auvergne

079 Teuflische Frau

ja. Die islamisierte Frau ist teuflisch, neben ihr steht der Teufel, ihr Gemüt neigt dem Teufel zu, ihr Leib sendet satanische Energie aus und die islamische eingebildete Hölle ist entsprechend überwiegend mit Frauen bevölkert. Sex wird folgerichtig zum Akt des Exorzismus, welcher Vergewaltigung außerhalb wie innerhalb der Ehe legitimiert und sogar erwünscht. Sich religiös legitimierender Patriarchalischer Frauenhass braucht ihn eben, den Satan und seine Gleichsetzung mit dem Weiblichen. Das fordert nicht der Autor, sondern beschreibt es. Das fordert der Islam

080 König-Fahd-Akademie

ja. Saudi-Arabien druckt Schulbücher. Islamische. Darin steht Erbauliches schwarz auf weiß, darin sind die Juden natürlich Schweine und die Christen Affen, Nichtmuslime fürs Höllenfeuer bestimmt und Frauen Menschen zweiter Klasse. Da wird also islamisch korrekt gelehrt, dass der kleine Muslim mit Ungläubigen keine Freundschaften einzugehen hat, sie nicht ehrerbietig grüßen darf und wie er sich spirituell auf das militärische Ermorden von Nichtmuslimen vorbereitet. Alles ganz symbolisch natürlich, blumig und ornamental. Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und Kölns damaliger Regierungspräsident Jürgen Roters stand der Mund offen vor Schreck, sachbezogen heraus kam allerdings keine Silbe. Im Bonner Süden arbeitet eine Schule jenseits der deutschen Schulaufsicht. König Fahd kann Pädagogik. Islampädagogik

081 Islam als Schulfach?

ük, ja. Ist eine antiindividualistische, mysogyne und territorialdominante Politreligion wie der Islam für ein Unterrichtsfach staatlicher Schulen schlicht ungeeignet? Die beiden Autoren vermuten das. Nach wie vor nahezu vollständig resistent gegenüber den Anforderungen kulturellen Moderne, die einen jeden Religionsunterricht ordnen und bändigen muss anhand der Maßgaben und Qualitätskriterien der Wissenschaftlichkeit, der Erziehung zur Mündigkeit, der Ermunterung zur Text-, Gesellschafts- und Selbstkritik, der Einnahme auch einer Außenperspektive und der Forderung nach Gleichberechtigung von Mann und Frau droht der islamische Religionsunterricht die Idee Schule ad absurdum zu führen. Islam lässt die historisch-kritische Methode nicht zu, keine Moscheegemeinde, kein Imam. Islamunterricht verzichtet noch an keinem Ort auf die schwarze Pädagogik der psychischen Überwältigung und Einschüchterung von Minderjährigen. Ein dem Obskurantismus und der Magie und zugleich dem Militarismus und Sadismus verpflichtetes geistiges Gefängnis mit expansivem, totalitärem und politischem Anspruch hat an staatlichen Schulen säkularer Gesellschaften nichts zu suchen. Eine Möglichkeit gäbe es freilich. Wir beenden die Säkularität

082 Ehre, wem Ehre gebührt

ük. Die Kollektive Türkentum oder Umma sollen bitte nicht beleidigt werden. Ein etwas schräger angeblicher Gesellschaftswissenschaftler aus Steinhagen bei Bielefeld und nationalisch und fundamentalistisch inspirierter Textverfasser namens Cemil Şahinöz verteidigt entsprechend tapfer den vormodernen Kollektivsmus gegen die drei schrecklichen Dschinn der Emanzipation, der Religionskritik und der Individualität. Şahinöz lässt auf seinem Blog misawatruth.wordpress für die Abmeldung von muslimischen Kindern vom Schwimmunterricht werben und sein antiindividualistisches und antiaufklärerisches Buch „Wer bist du?“ vom Islamkonvertiten Murad Hofmann als naturwissenschaftlich loben. Şahinöz beschimpft Gülsen Celebi, Necla Kelek und Seyran Ateş ebenso unflätig wie selbstentlarvend als Türkeihasser und Islamfeinde. Türkeifreundin und Islamkritikerin Ümmühan Karagözlü antwortet dem schmalspurspirituellen und halbwissenschaftlichen Soziologen

083 Islamische Renaissance?

ja. Klärung einer Begriffsverwirrung. Europas Renaissance zielte auf die Befreiung des Individuums, nicht auf dessen Unterdrückung, auf wissenschaftliches, nicht auf magisches Denken. Die heterogenen Reformbewegungen des islamisch geprägten Teils der Erde des 19. Jahrhunderts werden ärgerlicherweise „Islamische Renaissance“ genannt, obschon sie überwiegend kollektivistisch, nationalistisch, fundamentalistisch und theokratisch orientiert sind. Renaissance stellt den Menschen in den Mittelpunkt und betreibt Religionskritik. Islamische Renaissance stellt Allah in den Mittelpunkt und bereitet dem freien Denken ein jähes Ende

084 Islam for Kids

cd. Anis Hamadeh schrieb mit “Islam for Kids“ (2007) ein Buch, dass die dem Islam immanente Frauenunterdrückung verniedlicht, die durchzusetzende weltweite ordnungspolitische schariatische Herrschaft leugnet und die Scharia zur problemlos demokratiekompatiblen Subkultur erklärt. Mutter Deutsche, Vater Palästinenser: Sohn Anis ist Wegbereiter weniger für Demokratie, Meinungsfreiheit und Religionskritik denn für Fundamentalismus, Dschihadismus und Kalifat. Zielgruppe unklar. Wegen Konfliktleugnung, Schariaverherrlichung und weitgehend fehlender Außenperspektive kommt Sozialpädagoge Jacques Auvergne in der Gesamtbewertung zum Urteil ’mangelhaft’ bei der Spezifikation ’jugendgefährdend’

085 Alfter-Witterschlick

ja. Moscheen sprießen 2008 in Deutschland wie Pilze aus dem Boden. Möglicherweise bald auch in der Ortschaft Witterschlick unweit von Bonn. Nichtmuslimische Moscheebaugegner müssen sich den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit gefallen lassen, muslimische oder ex-muslimische Moscheebaugegner denjenigen der Untoleranz und des Paternalismus. Der womöglich über die inhumanen Folgen jeder Schariatisierung völlig uninformierte Rat der Gemeinde Alfter stimmte bereits mehrheitlich für das Moscheebauprojekt, andere grummeln über fehlende Parkplätze und andere Alibis. Politischer Islam, die weltweite Unterdrückung an Nichtmuslimen oder Ex-Muslimen und die gewalttätige und fundamentalistische Kindererziehung in traditionellen türkisch-muslimischen Familien ist in Alfter offensichtlich kein Thema. Die beiden Geistlichen von Witterschlick laden am 13. Oktober zum optimistischen Gespräch ein … gleich auch die regionale DITIB, das demokratieskeptische Netzwerk des künftigen türkischen Staatsislam

086 Saphir 5/6

ja. Darf der zur geheiligten Intoleranz erziehende, repressiv-totalitäre und frauenfeindliche islamische Kult Lehrfach an den staatlichen Schulen der Bundesrepublik Deutschland werden? Zu eben diesem fragwürdigen Zweck haben dreizehn islamisierte Menschen ein Schulbuch erstellt. Jacques Auvergne blättert im ersten deutschsprachigen Religionsbuch für den von Bundesinnenminister wie beiden Großkirchen sehnsüchtig erwünschten, flächendeckenden islamischen Religionsunterricht

087 Die Kirche kann Dialog

ja. Das glaubt sie zumindest, jedenfalls sagt sie es, wenn auch manchmal bereits bezeichnend kleinlaut. Der Aufstieg und Fall der Achtundsechziger hinsichtlich Ethik und Glaubwürdigkeit zeigt sich an kaum einer Spezies so deutlich wie an derjenigen der Pädagogen und Theologen, deren besonders identitätsschwache oder einfach nur herrschsüchtige Teile ihre antietatistischen und antideutschen Ressentiments in eine blindwütige Islamverteidigung transponiert haben. Der Islam erfüllt für diese „Linken“ die willkommene Funktion des Nichteuropäischen und Undeutschen, der zur oberlehrerhaften Zurechtweisung des Kirchenvolks unübertreffbar einsetzbar ist. Mit im Zenit des Schrifttums klerikaler Schariaversteher steht ’Kopftuch und Kreuz’, ein erhobener Zeigefinger von Pfarrerin Dr. Beate Sträter, die auch zum antisemitischen Kalifatsfreund Qutb forschte, welchen sie in weltoffener Neugier mit dem brasilianischen Befreiungstheologen Boff verglich

088 Kopftuchfreie Realschule

nrw. Aus unserem Leserkreis und aus Nordrhein-Westfalen. Eine Sozialpädagogin beglückwünscht die idealistische Anne-Frank-Realschule in Düsseldorf-Flingern, an der eine geschmackvolle Schulkleidung den Markenkult angemessen eingrenzt, zu ihrer Entscheidung, im Unterricht keine Kopfbedeckungen namentlich islamische Mädchenkopftücher zuzulassen. Bravo, was für eine zivilcouragierte Schule! Möge sie weltweit viele Nachahmer finden

089 Woodstock goes Caliphate

pik. „Das weiche Wasser bricht den Stein“ sangen wir friedensbewegten Jugendarbeiter schmachtend und entrückt in den Achtziger Jahren und kamen uns sehr gerecht vor und sogar ein wenig revolutionär. Die repressive und frauenfeindliche Herrschaftskultur des kulturrassistischen und totalitären Islam war uns entweder egal oder noch unbekannt. In Anbetracht der Tatsache, dass heute viele der alten Achtundsechziger Osama bin Laden mit Fidel Castro verwechseln und beide Menschheitsverbrecher irgendwie ebenso gut finden wie die ’antikapitalistische Befreiungstheologie’ der judenhassenden Muslimbruderschaft, schreibt die Gruppe pik pünktlich zum Tag der offenen Moschee eine kleine Satire auf die ergreifendste aller pazifistischen Schnulzen

090 Katholisch-islamische Trauung

kk. Ein polnischer Christ ist empört angesichts einer Haltung kirchenrechtlicher und menschenrechtlicher Schludrigkeit, mit der im Zeichen der Spaßkultur und des ’anything goes’ in einer katholischen Kirche eine christlich-muslimische Trauung zelebriert wurde. Wahrlich, und der tollkühne Pastor rief die ungeheuerlichen Worte: “Ich segne diese Ringe im Namen von Jesus Christus und Allah!“ Wird die christlich-muslimische Eheschließung in den nächsten Jahren gar zur Mode? Ist sie in einer ’sich globalisierenden’ Welt unausweichlich? Ist sie unverantwortlich? Oder kosmopolitisch und multikulturell und zeitgemäß?

091 What`s left?

ük. Werteverfall gibt es eben auch auf der ’Linken’. Ümmühan Karagözlü stimmt Arouet8 vom Blog arouet8.wordpress.com zu, der in seinem Essay (“Die Linken im Widerspruch zu ihren Ahnen“) vom 30. September 2008 den moralisch-ethischen Bankrott der einstigen Sozialreformer und Sozialrevolutionäre aufzeigt, die ihre Herkunft und ihr Wesen, ihre Berufung und ihre Daseinsberechtigung aus dem Blick verloren haben

092 Scharia für Pfadfinder

cd. Der Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung Lord Baden-Powell war ebenso idealistisch und sportlich wie er gutmütig und religiös war, ein netter Kerl, der nach seiner Militärkarriere in Afrika und Indien erfolgreich als Jugendarbeiter wirkte. Zeltlagerromantik und Selbsterfahrung, Teamfähigkeit lernen und völkerverbindende Freundschaft leben, Jungen und Mädchen aller Welt sollen in den Genuss der Erlebnispädagogik und Kleingruppenarbeit des Scouting kommen. Bemerkenswert: Von Zwangsverheiratung, vom Antijudaismus der Hadithen oder von einer Erziehung des Erweckens von Angst vor dem Höllenfeuer lesen wir bei “BP“ nichts. Seit wenigen Jahren jedoch finanziert das Königshaus der al-Sa’ûd großzügig eine ’Muslim Scouts’ genannte und an der wahhabitischen Umsetzung der ohnehin kulturrassistischen Pflichtenlehre der Scharia ausgerichtete ’Pfadfinderarbeit’. Saudi-Arabien also exportiert Erdöl und Moral nach Europa, der Hüter der Heiligen Stätten bringt beides ans Laufen: Ihre Zentralheizung und Ihre kommunale Erlebnispädagogik. Gut Pfad!

093 Risiko Monotheismus

ja. Kommentar von Jacques Auvergne zum Text ’Mose Superstar’ des Mathias Schreiber (2006). Sicherlich ist ein von Religion, Kunst oder Philosophie empfundener und postulierter allen Dingen gemeinsamer Sinn ein zweckmäßiger Wurzelgrund für universelle Menschenrechte und das Christentum, das den Menschen – jeden – als Ebenbild Gottes begreift zur Entstehung der UN-Charta von 1948 ein wesentlich eher geeigneter Trittstein gewesen als Scharia und Fiqh mit ihren Dogmen von Kufr, Dhimmi, Ridda und Judenhass. Hier bereits wird deutlich, dass es mit einem simplen ’Ich bin Monotheist!’ nun wirklich nicht getan ist, um als anständiger und reifer Mensch zu leben. Polytheisten oder Atheisten sind eben nicht prinzipiell als Barbaren oder Terroristen zu betrachten, sozialisierte Monotheisten nicht einfach sittlich ehrenhaft

094 Islam erweckt begründete Angst

ja. Niemand gibt gerne zu, Angst zu haben oder auch nur Sorge. Jeder trägt die Maske der Verwegenheit und Siegesgewissheit. Das aber könnte sich rächen. Wenn deutsche Islamfunktionäre sich zur Einführung der ganzen Scharia bekennen, dann darf uns, seien wir nun Muslime oder Nichtmuslime, sehr wohl Angst und Bange werden. Scharia und säkulare, freiheitliche Demokratie geht nicht zusammen. Und ein Bekenntnis zur irdischen Aussetzung der Scharia bringt derzeit kein deutscher Islamverband fertig. Solange aber bedroht der Islam unsere freiheitlich-säkulare Lebensweise ebenso wie unser Christentum oder Judentum. Warum wir vor dem Islam Angst haben müssen, zumindest große Sorge

095 Scharia macht Schule

ük, ja. Sozialpädagogische Analyse einer 2008 von Thomas Kufen, dem Integrationsbeauftragten der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen herausgegebenen Handreichung für Lehrer und Eltern. Autorin Lamya Kaddor ließ sich vom Pädagogen i. R. Joergen Nieland unterstützen und darf auf Steuerzahlerkosten für das voraufklärerische Wohlverhalten der Sunna und für die in Teilen grundrechtswidrige Pflichtenlehre der nach Vollständigkeit und Herrschaft strebenden Scharia werben. Die staatliche Schule soll die angeblich beglückt nach Sunna und Scharia strebenden muslimischen Kinder und Jugendlichen in dieser ihrer Besonderheit und Andersartigkeit berücksichtigen.

Droht der deutschen Pädagogik die ethno-religiöse Apartheid? Das wären allerdings ’Herausforderungen und Chancen in Bildungseinrichtungen’ (Titel der Handreichung). Allah als Alibi … einer Topographie der Gegenmoderne! Einer sozialen Landschaft, in der Neugier oder Zweifel, Weltbürgerlichkeit oder Feingefühl schlicht dysfunktional sind

096 Eigenprofil kopftuchfreie Schule

gs. Das Redeskript von Gabi Schmidt zur am 30 Januar in der Düsseldorfer Universität gehaltenen Rede ’Kopftuch ist Kinderrechtsverletzung’. In Zusammenarbeit mit der Kritischen Islamkonferenz fordert Schmidt die kopftuchfreie Schule, nötigenfalls eben gerne auch als die – schulgesetzlich gestattete – Akzentsetzung einer einzelnen Schule, das so genannte Schulprofil oder Eigenprofil. Schmidt betont, dass auch nichtmuslimische Schülerinnen und Schüler Opfer der sexualisierten, vormodernen Kopftuchdressur sind und unter dem Kopftuch einer Mitschülerin leiden, denn das Kopftuch schreit: “Ich gehöre dem Männerrecht der politischen Scharia an, ich werde von mahram und wali kontrolliert und verheiratet, Nichtmuslime sind wahrheitsleugnende Wesen geringeren sittlichen Wertes, das Wohlverhalten der Sunna und Scharia haben wir auch im Klassenzimmer jetzt und hier durchzusetzen.“ Unsere Lehrerinnen und Lehrer sollten diesen Text von Zeit zu Zeit einmal lesen

097 Femininer Dschihad. Der Angriff der Locken

ja. Eine Frau legt das Kopftuch ab. Nun ja, mögen Sie entgegnen, das kommt vor. Und erzählt überall aufgeregt herum, dass sie das Kopftuch abgelegt hat. Solange sie niemandem schadet, mögen Sie erwidern. Lassen Sie uns überlegen: Kann das sein, in TV, Tagung und Presse ohne eigenes Kopftuch kämpfen … für das hunderttausendfache Kopftuch? Doppelsinnig von Individualität, Interpretation, liebender Gottheit und Offenbarungskontext reden, um im Diesseits den totalitären Polit-Islam zu bestärken? Die listenreiche Kopftuchpolitik der Emel Zeynelabidin

098 Islam ist interreligiöse Pädagogik?

ja. Unter dem Namen Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik (IPD) möchte man Lehrerinnen und Lehrer interreligiös dazu befähigen, Kindern den Islam beizubringen. Ein evangelischer Pfarrer aus Nachrodt in Westfalen findet diese Schariadidaktik völlig in Ordnung und verleiht Rabeya Müller (IPD) einen pluralistischen Preis. Offen bleibt die Frage, ob die im Sinne des IPD islamisierten Kinder für die allgemeinen Menschenrechte überhaupt noch Verwendung haben werden

099 Nürnberg und das Burka-Plakat

nn. Grenzenlose Toleranz – mit diesem Titel ist ein offener Brief überschrieben, der ein Touristen begrüßendes Werbeplakat treffend analysiert und kritisiert. Mitten aus einer fröhlichen Menschengruppe äugt eine unter einem radikalislamischen Stoffkäfig gefangen gehaltene Frau. Frauen entrechten und misshandeln, Brautpreise aushandeln, Nebenfrauen dazukaufen und Gattinnen verstoßen dürfen, dafür steht die Burka, jetzt auch auf dem Nürnberger Plakat

100 Kopftuchstreit am Speyer-Kolleg

nn. Speyer. Die am Eleonoren-Gymnasium Worms aufgrund ihres politreligiösen textilen Werbezeichens nicht eingesetzte Lehrerin ist von der zuständigen Behörde an das Speyer-Kolleg versetzt worden, auch dort erschien sie mit jenem ’Schamtuch’ (Feridun Zaimoğlu, andere Frauen und Kopftuchkritiker sind ’unverschämt’?), das, aus Sicht von Islamkritikern, jede Frau der politischen Scharia von Yūsuf al-Qaradāwi oder der Muslimbruderschaft unterordnet und jede nichtkopftuchtragende Lehrerin oder v. a. Schülerin als unsittliche Person definiert und stigmatisiert. Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke (CDU) betont richtigerweise, dass das Kopftuch ein Menschenbild propagiert, das im Widerspruch zur freiheitlichen Demokratie steht und bedauert das Fehlen einer gesetzlichen Regelung. Leidtragende jener totalitären Sittenpflicht sind die Schülerinnen und Schüler, die demokratiebewusst ausrufen: “Wir fordern, dass Staat und Religion getrennt bleiben!“ Februar 2009, offener Brief

101 Integration oder Islamunterricht!

ük. Islamischer Schulunterricht richtet sich gegen Grundrechte, der Islam ist nicht schulfähig. Frauen sind ungleich zu behandeln, Nichtmuslime sind ungleich zu behandeln, echtes kritisches Denken beschädige die islamkonforme Sittlichkeit der Sunna und Abschottung zur kulturellen Moderne ist geboten. Ein Zwischenruf von Ümmühan Karagüzlü

102 Kirchliche Bildungsarbeit und Scharia

ja. Ein Theologe aus Südwestdeutschland kommentiert zu Nr. 042 (Karagözlü zu IKEA; Kopftuchstreit am Arbeitsplatz) und verteidigt jeden Kopftuchwunsch. Vom verpflichtenden Ausrichten am ’schönen Beispiel’ des Propheten, seiner Gefährten und der Frauen im asr as‑sa’adet weiß Dr. Krämer offenbar ebenso wenig wie von der Kopftuchpflicht des Yūsuf al‑Qaradāwi. Weiter kommentiert der Schwabe zu 043. (Autor zum kirchlichen Jugendverbandstreffen mit Funktionären der FEMYSO sprich Muslimbruderschaft). Die Muslimbruderschaft oder den radikalen politischen Islam (gar kritisch) zu erwähnen, hält Erwachsenenbildner Krämer für Zeitverschwendung

103 Das Islamseminar

ük, ja. Landauf, landab erhalten Dhimmis die Gelegenheit, sich über die Schönheiten von Sunna und Scharia zu informieren. Wer als Bildungswerk, Stiftung oder Wohlfahrtsverband auf sich hält, veranstaltet ein Islamseminar. Der orientbegeisterte Hausherr mietet sich akademische Mäuler, pardon, Islamwissenschaftler und lässt sie Rhetorik betreiben, Islamrhetorik, sei es, um für den Türkeibeitritt zu werben oder sei es, um das islamische Heirats- und Familienrecht wider besseres Wissen als grundrechtsverträglich darzustellen. Alle Arbeit für das Kalifat, oder: Spezies Islamreferent

104 Monsieur Ibrahim und die Rosen

cd. Monsieur Ibrahim und die Rosen heißt eine in Frankreich wie in Deutschland von politisch korrekten Lehrerinnen und Lehrern propagierte Lektüre, in der ein misshandelter Judenjunge nach dramatischen Umwegen zum Frieden einer bereichernden Religion findet. Jahrelang von seinem grausamen Judenvater misshandelt und belogen worden, findet er einen väterlichen, ethisch orientierten Freund im sozial integrierten Angehörigen der schulpolitisch korrekten Religion. Na, im Angehörigen des Hinduismus? Buddhismus? Taoismus? Shintoismus? Lesen Sie selbst

105 Spezies Migrationsforscher

kh, rw. Die Essener Soziologin Ursula Boos-Nünning war zeitweilige Direktorin der Universität und arbeitet seit Jahrzehnten zum Thema Migration. Roswitha Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach wohnten 2008 einer Vorlesung der heiteren Dame zum Thema muslimische Migrantinnen bei. “Die fühlen sich nicht unterdrückt!“ rief Boos-Nünning fröhlich in die Runde, als es um das Thema arrangierte Ehen und Kopftuchpflicht ging. Der Fachfrau für Kopftuch, Koranschule und Virginität geht das Wort Scharia indes nicht über die Lippen. 2009 forscht Boos-Nünning wissenschaftlich zum VIKZ

106 Vatikan für Islamic Banking

ük, ja. Im Frühjahr 2009 ließ der heilige Stuhl in seiner hauseigenen Zeitung Wirtschaftswissenschaftlerin Loretta Napoleoni für schariakonforme Finanzprodukte (takaful, sukuk) werben. Zu den grausamen Seiten der kohärenten, auch nach ordnungspolitischer Totalität strebenden Scharia schwieg der Osservatore Romano indes unwissend oder aber feige. Nicht, dass der Petersdom das Kalifat ausruft

107 Hidschab, Kalifat, Frauenleib

ja. Eine Frau aus dem europäischen Kulturkreis wechselte ihren Namen aus Ariane in Faizah und bedeckte ihr Haupthaar mit einem Kopftüchlein, welches sich bei steigender Islamkenntnis in Haube zuzüglich Gewand und später zum Tschador verwandelte, um bei der Burka einschließlich Gesichtsschleier zu enden. Seitdem ward von Konvertitin Ariane nicht mehr viel gesehen, doch im Internet rührt Faizah die Werbetrommel für oder auch als faizah.de.vu – dort empfiehlt sich die Lektüre von Mein Weg zum Islam: “Meinen Mann habe ich am 16./17. Juni 2005 kennen gelernt“, der uns Abgeirrten und Unwissenden säkularen Muslimen, Ex-Muslimen oder Nichtmuslimen die Augen öffnet mit der Ermahnung: “Sie werden irgendwann für ihr Verhalten bestraft werden und es bereuen sich so verhalten zu haben.“

108 Institutionen der Scharia

ja. Fünfzig Jahre, nachdem der ägyptische Muslimbruder Said Ramadan seine Doktorarbeit an der Universität Köln geschrieben hat, gilt es Bilanz zu ziehen: Wie weit ist die Islamisierung Europas gelungen? Fatwa-Räte, Schariagerichtshöfe, schariakonfomes Bankwesen und die Lufthoheit über die Moscheevereine und Islamverbände haben sich zu einem ansehnlichen Kartell verflochten, dem die christlichen Kirchen und politischen Parteien multikulturell ergriffen zu huldigen beginnen

109 Said Ramadan

ja. Das islamische Recht (Islamic Law) erschien 1961 in London, Autor war der fromme Einwanderer Said Ramadan aus Genf, ein Antidemokrat und Muslimbruder. Zur Überwindung der ärgerlichen Demokratie benötigt der Islamstaat eine grundlegende juristische (religionspolitische) Schrift. Da mittlerweile prominente Europäer wie Erzbischof Rowan Williams, Lordrichter Nicholas Phillips und der in der Schweiz lehrende Sozialanthropologe Professor Christian Giordano die Zulassung von Teilen der frauenfeindlichen und menschenrechtsverhöhnenden, totalitären islamischen Pflichtenlehre (Scharia) gefordert haben, scheint Said Ramadans Buch zu lesen leider wichtiger denn je

110 Sufi, Rumi, Ban Ki-moon

ja. Der Allianz der Zivilisationen, türkisch-spanisches Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel, die Menschheit in Nichtmuslime und Muslime aufzuteilen, das Frauenrecht und Familienrecht von Fiqh und Scharia als demokratieverträglich zu erklären und Kleinasien zum Teil der Europäischen Union, durfte es an einem quasi‑katholischen Heiligen nicht mangeln. Mystiker Dschalal ad‑Din ar‑Rumi kam wie gerufen. Der mystisch Entrückte hatte mit der koranischen Verachtung von Juden, Christen und Frauen keine irdischen Probleme und fabrizierte entzückende Gedichte. Ban Ki‑moon bezeichnet sich öffentlich als sein Schüler und die UNESCO ernannte 2007 zum Jahr des Gedenkens an den “Maulana“ (Meister) Rumi. Kirchlich huldigt man mit “Dem Heiligen nachspüren“ (ev., Essen 2008) oder “Ein Lehrer der Gottesliebe“ (kath. und ev., beide Bonn 2007) dem Poeten Allahs

111 Kopftuchzwang

gs. Das Kopftuch dressiert die Besitzerin des geheiligt ekelbefrachteten Frauenleibes, eine totale Geschlechtertrennung innerseelisch zu bejahen und sexualpolitisch durchzusetzen. Der kopftuchbejahende Mann wird von der Logik des hidschab dazu gedrängt, die Frau als Mängelwesen zu betrachten, dessen man zur Fortpflanzung von Stamm und umma notgedrungen bedarf, dessen man sich jedoch schämen muss. Gabi Schmidt kommt zum Schluss, dass die Bundesrepublik das Kinderkopftuch völlig verbieten muss und dass allen Richterinnen, Schöffinnen, Lehrerinnen und kommunalen Angestellten die herrschaftliche Landmarke islamischer Sexualpolitik während der Arbeitszeit zu untersagen ist

112 Fatwa gegen FGM

ja. Mit Fatwas gegen FGM? Der Abenteurer und Survival-Experte Rüdiger Nehberg versucht, mit Hilfe der Menschheitsgeißel der Scharia die Menschheitsgeißel der weiblichen Genitalverstümmelung aus der Welt zu bringen. Dazu möchte er die mittelalterlichen, orthodoxen Theokraten ebenso gewinnen wie die halbiert-modernen islamistischen Theofaschisten. Was man wissen sollte: Wer Fatwa verlangt, erhält Scharia gratis

113 Islamkritisches Lied

pik. Aus Anlass der radikalislamisch unterwanderten UN-Antirassismuskonferenz in Genf im April 2009 fanden wütende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter einen neuen Text zu Hannes Waders ’Bin auf meinem Weg, schon so lang’. Wader (“Seh die Welt oft im Traum / als Pilzwolkenbaum“) scheint Protest gegen Atombomben nicht länger wichtig zu sein, wenn es, Islam ist Frieden, nur ein revolutionärer Muslim namens Achmadinedschad ist, der die antikapitalistische Bombe baut?!

114 Die Migrationsforscherin

rw, kh. Ursula Boos-Nünning erforscht bekanntermaßen in der ersten Hälfte des Jahres 2009 die Schülerwohnheime des an der Scharia orientierten, reaktionären VIKZ. Dasss sie mit der Scharia keine Probleme hat, stellt sie allerdings schon seit längerem unter Beweis

115 Frauenhausarbeit

ük. Pünktlich zum Weltfrauentag 2009 gab ein Psychiater und Psychotherapeut aus dem Beraterteam einer Fluchthilfe- und Frauenrechtsorganisation sein äquidistantes, vielleicht ja hochaggressives Weltbild kund, das sinngemäß lautet: „Leben heißt leiden, muslimische Frau, erdulde das Böse, erduldet die Kopftücher und immer noch mehr Kopftücher! Unser völliges Nein zum säkular-staatlichen Kopftuchverbot!“ Da traf er die richtige, Ümmühan Karagözlü, die den Fundamentalismusversteher energiegeladen abwatscht – verbal, versteht sich

116 Erlösung bringt die Inklusion?

ja. Dem orientalischen Patriarchalismus (Zwangsverheiratungen, Ehrenmorde) liegt Allahs ebenso grundrechtswidrige wie ewige Scharia zugrunde. An eben diesem Scharia-Islam (nicht kodifizierbar) und am Fiqh-Islam (geheiligte Gerichtsurteile) ist Europas zu bewältigende Integration gescheitert und wird sie weiter scheitern. Da musste rasch ein Zaubermittel her, ein pseudowissenschaftlicher Nebelschleier. Mythos Inklusion

117 Delara Darabi

Mina Ahadi: “Delara war mir wie eine Tochter.” Am Tag der Arbeiterbewegung, am ersten Mai 2009 wurde die zweiundzwanzigjährige Iranerin Delara Darabi hingerichtet. Als Siebzehnjährige war sie in einen Mordfall verwickelt, den sie wahrscheinlich gar nicht begangen, sondern um ihren Freund zu schützen anfänglich auf sich genommen hatte. Ein halbes Jahrzehnt verbrachte sie in der Todeszelle. Die unzähligen internationalen Proteste konnten sie nicht vor dem Henker des Unrechtsregimes Iran retten. Offener Brief der Gründerin und Vorsitzenden des Zentralrats der Ex Muslime, Mina Ahadi

118 Kinderkopftuch verbieten!

gs. Resolution gegen das Kinderkopftuch und gegen das Frauenkopftuch im öffentlichen Dienst. Eine pädagogisch vernünftige und nachhaltig demokratische Idee erscheint es auch uns, das Kopftuch als Gefährdung des Kindeswohls zu betrachten und als nicht vom elterlichen Erziehungsrecht abgedeckt. Eine Resolution aus dem Jahr 2009 verschiedener Frauenrechts- und Kinderrechtsorganisationen

119 Nilüfer Göle

ja. Eine Französische Soziologieprofessorin verteidigt das islamische Recht und den islamischen Fundamentalismus. Nilüfer Göle will die antidemokratische Scharia in den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat integrieren. Quo vadis Sozialwissenschaft?

120 Deutschland 2009, Iran 2009

gs. Sozialpädagogin Schmidt ruft auf, die Lage im repressiven Mullah-Regime noch wichtiger zu nehmen und erinnert an unsere grundgesetzlich verbürgten Freiheiten, die durch den politischen Islam und wohl auch durch anderen Gruppenchauvinismus oder Fundamentalismus gefährdet sind. Zum 23. Mai 1949 und zum theokratischen Kerker des Iran

121 Calvin und Mohammed

ja. Theologe und Christ Johannes Calvin (Jean Cauvin) kannte die Schriften des christlichen Theologen Michel Servet (Miguel Serveto), wurde seiner glücklich habhaft und ließ ihn auf feuchtem Laub zu Ehren des evangelisch-reformierten Gottes etwas außerhalb der Genfer Innenstadt verbrennen. Unter den Reformatoren war eben ein Freund der Todesstrafe für Ketzer und Gotteslästerer. 2009 begeht man das Calvin-Jahr … und huldigt der Islamisierung

122 Blumiger Koran?

cd. Ein Mensch namens Yuki kommentiert Text 104 von Cees van der Duin zu der den geheiligten Apostatenmord und den wali mudschbir verschweigenden Schullektüre ‘Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran’, jenes Kinder dezent manipulierende Substitut Heiliger Schrift der den Bambi-Islam ersehnenden deutschen und französischen ausgewachsenen Gutmenschen. Antwort des Angesprochenen Niederländers

123 AStA Bochum

gs, er. In buchstäblich letzter Minute lud der AStA der Uni Bochum einen offensichtlich allzu unbequem denkenden Wissenschaftler aus. Am 25. Mai hätte der Vortrag Islamismus als religiöser Totalitarismus stattfinden sollen. Will die Studentenvertretung der Schariakritik im wahrsten Sinne keinen Raum mehr geben? Ein offener Brief von G. Schmidt und E. von Roy

124 Ministerielle Scharia

ja. Im Jahre 2000 gab das Düsseldorfer Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit die Handreichung ‘Multikultiviert oder doppelt benachteiligt? Die Lebenslage von Mädchen und Frauen aus Arbeitsmigrationsfamilien in Nordrhein-Westfalen’ heraus. Drei Wissenschaftlerinnen dürfen, von Allahs theologischen Körperstrafen abgesehen, dort auf Kosten des Steuerzahlers so ziemlich jeden Aspekt der islamischen Pflichtenlehre mit Zähnen und Klauen verteidigen

125 Türkische Muslime in NRW

ja. 1994 und 1995 entstand die Broschüre ‘Türkische Muslime in Nordrhein-Westfalen’. Yasemin Karakaşoğlu kann als Urheberin gelten und Lebemann Faruk Şen vom Essener Zentrum für Türkeistudien dürfte den Geist des Büchleins nicht unwesentlich mitbestimmt haben. Heraus kam Islambeschönigung vom Feinsten einschließlich Kopftuchwerbung und der unsäglichen Behauptung einer islamseitig angeblich erwünschten Gleichheit aller Menschen vor Gott. Herausgeber dieses gefährlichen Unsinns war das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

126 Wer definiert die Grenzen der Toleranz?

ja. An der Frankfurter Universität hielt Yasemin Karakaşğlu-Aydın, damals GH Essen, im Juni 1999 den esoterisch und gegenmodern ausgerichteten Vortrag ‘Wer definiert die Grenzen der Toleranz? Kopftuch, Koedukation und Sexualkundeunterricht’. Begeistert rief uns Karakaşuğlu dazu auf, den Gesichtsschleier (niqāb) im Klassenzimmer zu dulden und kann sich dabei immerhin auf die reaktionären Islamisierer Salim el-Bahnassawy und Adnan Aslan berufen

127 Velāyat-e faqīh. Iran 2009

ja. Kleine iranische Landeskunde. Drei Jahrzehnte geheiligter Polizeistaat sind mehr als genug. Das Volk will diese Regierung nicht mehr. Nieder mit dem Mullah-Regime! Zende bad āzādī! Marg bar dschomūrīy-e eslāmī!

128 Studentin Nedā erschossen

ja. Nach der ganz offensichtlich gefälschten Präsidentschaftswahl beginnt der geheiligte Terror-Staat damit, seine mutigsten Bürgerinnen und Bürger zusammenzuschlagen, zu foltern und zu erschießen. Ihrer Familie wurde der Leichnam nicht ausgehändigt, den Nachbarn befohlen, keine Beileidsbekundungen auszusprechen. Mittlerweile haben Nedas Eltern die eigene Wohnung in der Meshkini-Street, in der auch Tochter Nedā Sālehi Āġā Soltān lebte, zwangsweise räumen müssen

129 Verschleierte Wirklichkeit

ja. Rezension zu Christina von Braun und Bettina Mathes kulturwissenschaftlichem Flickwerk aus Antietatismus, lustvoller Selbsterniedrigung, xenophilem Bauchgefühl und orgiastischer Islamverherrlichung des Titels ‘Verschleierte Wirklichkeit. Die Frau, der Islam und der Westen’ Als Satire wäre es urkomisch, leider meinen es die beiden Damen ernst. Vorwärts, Europa, auf ins Kalifat

130 Marx statt Mohammed?

ja. Mithra, Mani und Marx waren auf der Suche nach dem schuldlos-reinen Staat. Daran, dass die schiitisch-faschistische Diktatur von Ayatollah Chamenei und Präsident Ahmadinedschad schuldig ist, besteht sicherlich kein Zweifel, doch sollte der Iran der Zukunft weder der nationalistischen Militärdiktatur noch dem marxistisch-sozialistischen Staatskult huldigen. Das aus Gnosis und Manichäismus bekannte dualistische Denken scheint sich immer dann einzustellen, wenn Staat zum Kult wird. Die jenseitige Höllenqual ihrer Mahner Mani und Mohammed lässt sich ohne viel Aufwand im sowjetischen GULag oder auf Pekings Tian’Anmen-Platz irdisch-volkspädagogisch inszenieren

131 Die eingebildete Hölle flackert unter dem Kopftuch

ja. Eine radikal islamisierte Frau Fatima Chérif beliebt, ihr sakramentgleich geheiligtes Kopftuch über Ohren, Nacken und Nase bis zu den Füßen wallen zu lassen. Das gruselige Ding heißt dann beispielsweise arabisch ǧilābah, Plural ǧilbāb oder persisch pardā und, weil das Gesicht ausgelöscht ist, zusätzlich türkisch peçe oder arabisch niqāb. Der hiǧāb, der Ganzkörperschleier, aus wahhabitischer oder salafistischer Sicht am besten zusätzlich mit Gesichtsbedeckung, sichert dem Weibe den prekären Eingang ins Paradies, jedenfalls potentiell.

Alle undankbaren Verweigerinnen der totalen Bedeckung indes dürften mit einiger Gewissheit in der Hölle brutzeln und ewig schreien, wovon man sie hienieden dann und wann mit einigem Druck, bedarfsweise gewaltsam, abhalten sollte. Çarşaf (Vollgespenst) gibt es leider inzwischen auch türkisch. Und nicht vergessen: Es gibt keinen Zwang im Glauben

132 Marwa el-Sherbini

ük, ja. Ein ausgesprochener Fremdenhasser schmuggelte am 1. Juli 2009 ein Messer in den Dresdner Gerichtssaal und erstach die ägyptische Pharmazeutin Marwa ash-Sharbini. Ein schrecklicher Mord, der durch nichts zu verteidigen ist und den es zu verhindern gegolten hätte. Islamisten in Indonesien, Ägypten und in ganz Europa instrumentalisieren die Bluttat für ihre Zwecke und verkaufen die Ermordete als shahida hijab (shaheedatul-hijaab, englisch headscarf martyr, The Hijab Martyr, The Martyr of the Hijab), das heißt: als Märtyrerin des Kopftuchs, als Kopftuchmärtyrerin. Ziel dieser gegenmodernen Kräfte ist es, im Sinne der antidemokratischen Scharia in Europa Rechtsspaltung zu betreiben beziehungsweise die seit 1789 und 1945 deutlich säkular gedachten europäischen Staaten kultureller Moderne legalistisch auszuhöhlen. Überraschenderweise ziehen Deutschlands schariatreue Islamverbandsfunktionäre hierbei mit flackeräugigen salafistischen Predigern am selben Strick

133 Dr. Shahid Athar

cd. Ein amerikanischer Mediziner will alle US-Muslime auf den Pfad der Tugend sprich der Scharia führen. Dr. Athar verharmlost dschizya und dhimma und spekuliert über eine parallelgesellschaftliche, vollumfängliche islamische Lebensweise, die der er als Abkehr vom gesamtgesellschaftlichen sprichwörtlichen Schmelztiegel (The Melting Pot, 1908) einer offenen Gesellschaft preist. Das Kalifat der Salatschüssel sei die humanere Lösung. Irgendwo sichtbare Nacktheit oder auch schulischen Aufklärungsunterricht hält der Endokrinologe aus Indianapolis für Pornographie, welche die verführten Entenküken und Muslime direkt in die Flammen der Hölle führen würde

134 Dr. Sabine Schiffer

ja. Die dschihadfreundliche Pazifistin und Leiterin des Erlanger Instituts für Medienverantwortung scheint einen derartigen Hass gegen die säkulare kulturelle Moderne und die parlamentarischen Demokratien Europas zu haben, dass sie die weltweit tätige, aggressive politische Bewegung des Scharia-Islam genüsslich unterstützt. Die Erosion unserer noch an den allgemeinen Menschenrechten und den deutschen Grundrechten ausgerichteten Lebensweise wird somit auch mal von einem Kartell aus Islamisten und schariakompatiblen Friedensbewegten betrieben, eine multikulturelle Mischung, welche unsere Pädagogen und Kleriker kraftvoll prägt

135 Das Buch der Weisungen für Frauen

ja. Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī (Abu al-Faradsch Ibn al-Dschauzi) war ein islamischer Gelehrter, der im Jahre 1200 nach Christus verstarb und dessen Schriften bis heute für den sunnitischen Islam namentlich für die Hanbaliten von recht hoher Verbindlichkeit sind. Insonderheit ist Ibn al-Ǧauzī Fachmann für islamisches Frauenverstehen. Es gilt, das muslimische Weib und damit umma und Großfamilie vor den Flammen der Hölle zu schützen. Dazu werden weibliche Genitalien islamisch verstümmelt und vom Ehemann sakramental Peitschenhiebe ausgeteilt

136 Iman Attia (I)

ja. Erziehungswissenschaftlerin Iman Attia forscht auf an fundierter Esoterik und Dilettantismus schwerlich überbietbarem Niveau seit nahezu zwei Jahrzehnten zum Thema Islamfeindlichkeit und lehrt an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin. Gegen Europa schwingt die Wissenschaftlerin bei ihrer Verteidigung des sexualisierenden ḥijāb die Kolonialismuskeule. Mit der Gottesstaatlichkeit der Scharia hat Frau Attia keine Probleme, Pressefreiheit im Nahen Osten, Gleichbehandlung der Nichtmuslime in Islam oder nahöstlicher Politik vermisst sie nicht

137 Iman Attia (II)

ja. Iman Attia verteidigt den wali mudschbir, die schafiitische FGM und das iranische Blutgeld nebst Todesstrafe oder kennt den Islam nicht, jedenfalls hat die entgrenzt kultursensible Dozentin ein neues Buch geschrieben. Angehende oder ausgebildete Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sollten das ‘postkoloniale’ Machwerk unbedingt einmal unter die Lupe nehmen: Die »westliche Kultur« und ihr Anderes – Zur Dekonstruktion von Orientalismus und antimuslimischem Rassismus

138 Islamisator Dr. Rohe

ja. Zum 2009 erschienenen, ernst genommen die Demokratie zerstörenden Buch des schariakonformen Regierungsberaters Mathias Rohe: »Das islamische Recht – Geschichte und Gegenwart«. Das Islamische Recht heißt fiqh und ist die (gesetzesreligiös) umgesetzte, kulturrassistische Scharia. Jurist und Islamfreund Rohe aus Erlangen hält den fiqh für reformierbar. Freunde der Säkularität sehen das anders, für sie bedeutet kulturelle Moderne Ablehnung von repressiven Religionsgesetzen, Bürgerrechte für alle und jeden, verhinderte Rechtsspaltung und damit fiqh-Gegnerschaft

139 Dhimma 2009: Scouting & WAMY

cd. Dass Muslimbruderschaft und Wahhabiten Jugendgruppenleiterseminare und Jugendverbandsarbeit bezahlen hat sich herumgesprochen (vgl. Baustein 043. Jugendverbände und FEMYSO in Vólos (Griechenland) sowie 092. Saudis, WAMY, Muslim Scouts (u. a.: Schweiz). Vom 21. bis zum 25. Oktober 2009 tagt das 3rd World Scout Inter-religious Symposium in Kampala (Uganda), Organisator ist das World Scout Inter-religious Forum (WSIF), muslimischerseits damit die International Union of Muslim Scouts (IUMS). IUMS gehört zur radikalislamischen World Assembly of Muslim Youth (WAMY, BRD: Ibrahim el-Zayat) sprich Wahhabiyya plus Muslimbruderschaft und das bedeutet, Kampala 2009 ist für Pfadfinder ungeeignet. Ein Boykottaufruf von Cees van der Duin

140 Charta der FIOE

ja. Kommentierte deutsche Übersetzung der am 10. Januar 2008 in Brüssel verabschiedeten, 26 Punkte umfassenden »Charta« der Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE). Die FIOE ist der europäische Teil der weltweit arbeitenden, gegendemokratisch ausgerichteten Muslimbruderschaft. Generaldirektor der FIOE ist der italienische Ingenieur Imad (Emad) al-Banani, noch für Italien bei der FIOE führend ist der in Mailand (Milano) lebende Jordanier Ali Abu Shwaima, für Europa und besonders Frankreich spricht FIOE-Präsident Chakib ben Makhlouf (Benmakhlouf) und für Deutschland der bemerkenswert eigenschaftslose gebürtige Marburger Ibrahim el-Zayat

141 Allah in Penzberg

ja. Der Herrscher von Schardschah bezahlte die mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Moschee von Penzberg, der kurdischstämmige Soziologe Rauf Ceylan preist die Gemeinde öffentlich als modern und autonom und GRÜNEN-Politiker Cem Özdemir eilt herbei und weiht die Solaranlage auf dem Moscheedach ein. Jetzt wollen Imam Benjamin Idriz und der spendable Scheich al-Qasimi III ein »Zentrum für Islam in Europa« aufbauen, am liebsten in die Münchener Universität integriert. Der Landtagsabgeordnete (Martin Neumeyer) schnappt sich seinen Landtagspräsidenten (Alois Glück) und jettet in die Emirate. Nur die den Penzberger autonomen und modernen Allahdienern nachweisbare einstige Nähe zu Milli Görüs stört das oberbayerische Idyll

142 Tag der Deutschen Einheit

bpe. Aufruf der Bürgerbewegung Pax Europa e. V. zur Kundgebung auf dem Breitscheidplatz vor der Berliner Gedächtniskirche am 03.10.2009. Den deutschen Nationalfeiertag, auf den die Parteigänger des Scharia-Islam listig ihren Tag der offenen Moschee positioniert haben, gilt es, sich im Geiste der universellen Menschenrechte, der Staatsbürgerlichkeit und der Säkularität zurück zu erobern

143 When will they ever learn?

ük, ja. Islamkritisches Lied zum Tag der Deutschen Einheit 2009 auf das romantische Friedenslied »Where Have All The Flowers Gone« von Pete Seeger. Unter Verwendung von Fragmenten seiner auch über Friedensbewegung, Liedermacherszene und Jugendarbeit bekannt gewordenen Übersetzung von Max Colpet (Kolpenitzky) »Sag mir, wo die Blumen sind«

144 Allahs Diplomat

ja. Zu: Murad Wilfried Hofmann: »Der Islam als Alternative« (1992). Ungeniert wirbt Allahs Diplomat für die Installation der islamischen Scharia-Staatlichkeit. Bei mehrheitlicher Akzeptanz der reaktionären Ideologie des Herrn Hofmann wird die Gesellschaft ein souveränes Volk oder gleiche Rechte für die Frau nicht länger benötigen. Das siebzehn Jahre alte, nach der göttlichen Gesellschaftsordnung rufende Buch sollte Deutschlands Säkulare alarmieren

145 Arrangierte Ehe und Boos-Nünning stoppen!

rw, kh. Dr. Ursula Boos-Nünning will, dass Pädagogik und Gesetzgebung die Stammeskultur der arrangierten Ehe als Lebensform akzeptieren. Die seit 1971 mit Integration und Migration befasste Essener Professorin verteidigt den patriarchalischen orientalischen Stamm und dessen vormoderne, in der Bundesrepublik eben auch gegenmoderne Kultur des Tochtertauschens. Wie nebenbei wirbt die Islamverteidigerin gegen Koedukation und für das Kopftuch. Migrationspädagogin Boos-Nünning jubelnd: Die sind nicht unterdrückt! Manche Sozialpädagogen sehen das zum Glück anders und verlangen das Recht jeder jungen Frau auf einen absolut selbst gewählten Lebenspartner, der ja auch mal weiblich sein kann oder als Programm gänzlich ausfallen. Von Roswith Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach

146 Arrangierte Ehe und Straßburger stoppen!

rw, kh. Als wäre das Treiben der Boos-Nünning (vgl. vorheriger Text) nicht Ärger genug, hat sich ihre akademische Schülerin Gaby Straßburger auf die Reise durch die besonders kultursensiblen Zonen Deutschlands begeben, um in Hochschulen, Ratssälen, Gewerkschaftshäusern und Stadthallen für das ‘Recht’ der Homo-Sapiens-Subspezies namens Muslimfamilie auf das Verheiraten ihrer Töchter (und Söhne) zu werben. Interkulturalistin Straßburger vertuscht die (islamrechtlich gedeckten) Kinderehen und die schreckliche (genetisch risikoreiche) Cousinenheirat. Sozialpädagogische Analyse zweier Redetexte der theoretischen Kinderverkupplerin »Heiraten – Ein Prüfstein für Integration?« (2002) und »Arrangierte Ehen sind keine Zwangsehen!« (2005) von Roswitha Wilwerscheid und Karsten Hilchenbach

147 »Wege zum Miteinander«

ja. Deutschland 2005, der Dialog ist voll ausgebrochen. Gaby Straßburger und Hans-Christian Ströbele betreiben die Begegnung mit dem Islam engagiert, als linke Gutmenschen frohlocken sie zur (Kopf)Tuchfühlung mit dem Berliner Dunstkreis der Muslimbruderschaft. Bei derlei demokratiegefährdendem Ringelpiez sind wir zum Beobachten im Sinne des etwas voyeristischen “Wer mit wem?“ leider gezwungen. Und staunend erblicken wir lauter kleine Kalifen: IBMUS, INSSAN, MJD, ZMD, DMK-Berlin …

148 Die Linke schwenkt ins islamische Magnetfeld

a8, ja. Durch den Nebel der Wertebeliebigkeit dringen die Kräfte eines neuen Nordpols. Gedanken zweier Islamkritiker zur Islamisierung Europas. Die ihrer Aufgaben, Werte und Berufung schludrig verlustig gegangene europäische politische Linke, nicht zuletzt diejenige des deutschen Sprachraumes, wird für den neuen arabischstämmigen Herrschaftskult gleichsam magnetisch. Von arouet8 („Der Magnetismus des Islams auf die Linke“) und, davon inspiriert, von Jacques Auvergne („Allah als der neue Nordpol“)

149 Unverständliches Gebetsraumurteil

ja. Jetzt ist es amtlich: Yunus, der 16jährige Sohn eines Konvertiten darf seinen Gebetsteppich ausrollen. Berliner Fatwa, ach nein, Berliner Gerichtsurteil. Für den seit zwei Jahren schwelenden Fall am Diesterweg-Gymnasium war ausgerechnet Islamfreund Mathias Rohe Gutachter

150 Petition zum Gebetsraumurteil

gs, er. Petition vom 22.10.2009, Geschäftszeichen 5314/16 »Kurzfristige Einlegung von Rechtsmitteln gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts zum Islamischen Gebet in staatlichen Schulen.« Von Gabi Schmidt und Edward von Roy. Plausibel argumentiert. Recht so, wollen wir etwa kleine Moscheen an jeder Schule?

151 Barbara John

ja. Betrachtung des Textes »Eine fahrlässige Debatte« (Barbara John 2004). John ist vor 27 Jahren zur ersten Ausländerbeauftragten Berlins gewählt worden und verherrlicht seither den sexistischen und repressiven Hidschab, jene Kriegsflagge des radikalen Islam

152 al-Maududi: »Khutabat. Fundamentals of Islam«

ja. Sayyid Abu l-Ala al-Maududi ist der Gründer der radikalislamischen und dabei missionarisch-elitären Partei Jamaat-e-Islami (JI). Die Schriften des vor drei Jahrzehnten verstorbenen Beeinflussers beispielsweise der Muslimbruderschaft werden weltweit gelesen, nicht zuletzt die posthum erschienene Sammlung »Chutabat. Grundlagen des Islam«

153 Melanie Miehl: »Frauen und Islam«

ja. Betrachtung eines islamverherrlichen Textes der Melanie Miehl (Christlich Islamische Gesellschaft) aus dem Jahre 2005. Unter Aufbringung aller Kräfte, nahezu bar jeder Kenntnis über den Islam und bei großzügiger Auslassung von argumentativer Logik und universell-menschenrechtlichem Anspruch wird das reaktionäre Frauenbild der Scharia als demokratieverträglich dargestellt

154 Save Ehsan Fattahian from execution

rh. Eilaktion zur Rettung eines kurdischen Aktivisten im Iran. Von Reza Hiwa am 08.11.2009. Gegen Fattahian hatte der faschistische islamische Staat die Todesstrafe ausgesprochen. Update: Ohne Erfolg, das Todesurteil wurde am 11.11.2009 vollstreckt

155 Bekir Alboğa im Kölner Rathaus

ja. Zum Tag der Religionen lud Köln Oberbürgermeister Jürgen Roters am 12.11.2009 zu einer glitschigen Bühnenschau namens Dialog. Das Publikum durfte den Würdenträgern lauschen, die über »Religionen und die Zukunftsaufgaben in der Gesellschaft« sinnierten, mitreden durfte das Volk freilich nicht. Unter den Ehrengästen oder Rednern prangten Bischöfe, ehrbare Dialogveteranen, bekannte Islamisten und der Düsseldorfer Integrationsminister Armin Laschet

156 Herr Micksch wittert antimuslimischen Rassismus

ja. Zum Buch »Antimuslimischer Rassismus. Konflikte als Chance« (2009). Das interreligiöse Gruselkabinett der deutschen Scharialobby wird von einem hessischen Theologen und Sozialwissenschaftler nett arrangiert und uns im Herbst 2009 in Buchform angeboten. Machtbewusste linke Gutmenschen wie Roberto Ciulli, Dieter Oberndörfer und Birgit Rommelspacher huldigen dem antimodernen, kulturrassistischen Gesellschafts- und Menschenbild des orthodoxen Islam

157 La Convivenzia statt Islamfeindlichkeit

ja. Zum Buch »Vom 11. September zum 20. März« (2009) von Peter Heine (Zentrum Moderner Orient) und Haitham Aiash (Allahkratie Saudi-Arabien). Unter besonderer Berücksichtigung der Aufsatze von Dr. Hamid bin Ahmad al-Rifaie: »Eine Zukunft für den Dialog zwischen Muslimen und dem Westen« sowie Christoph Elsas: »Wieviel Freiheit der Religion verträgt die deutsche Gesellschaft?« Widerlegung der These, dass die kulturrassistische, schariakompatible Toleranz der Convivenzia (Américo Castro) des mittelalterlichen Andalusiens für eine säkulare Gesellschaft ein Vorbild sein kann

158 Islamkritisches Lied

ük, ja. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird am 10.12.2009 stolze 61 Jahre alt. Anlass genug, einen Blick auf die moralisch gescheiterte Achtundsechzigerbewegung zu werfen, insbesondere auf ihren friedensbewegten Flügel, der mit der Deklassierung der Frau im orthodoxen Islam seit vier Jahrzehnten keine Probleme hat. Die eingängige Melodie des Protestsongs »Es ist an der Zeit« von Hannes Wader („Weit in der Champagne im Mittsommergrün“) bedarf schleunigst der Korrektur, denn mit dem „Ja auch dich haben sie schon genau so belogen“ haben wir längst die heutige junge Generation zu warnen, ob aus nichtmuslimisch oder muslimisch geprägten Elternhäusern. Die heutigen „Lügner“ sind die arbeitsteilig den Dialog betreibenden Lobbyisten aus Staat, Kirche und Islamverbänden, und vielleicht ist ja auch mal ein Kommunist dabei

159 Cerić: Declaration of European Muslims

ja. Wie zufällig in der kroatischen Hauptstadt weilend, verkündete Bosniens Großmufti am 24.02.2006 seine »Declaracija Evropskih Muslimana. Erklärung der europäischen Muslime«. Wenn man den Text ganz ernst nimmt, wird man ihn als Aufruf zum Aufbau der Sonderstaatlichkeit betrachten können und zugleich als unbescheidene Selbstkrönung als Kalif und Emir. Man sollte es wohl vermeiden, die Declaration für halbernstes Maulheldentum zu halten oder für eigenwillige Spiritualität, denn der Wunsch nach einer Rechtsspaltung (zunächst) im Familienrecht ist eindeutig: Opening the way for the Muslim law

160 Karakaşoğlu 2009

ja. Zum Text »Islam als Störfaktor in der Schule« (2009), den die Bremer Turkologin und Erziehungswissenschaftlerin bei Herausgeber Thorsten Gerald Schneiders (in: »Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen«) veröffentlichen durfte. Ohne ein persönliches Bekenntnis zur repressiven, antiwissenschaftlichen und sexistischen Scharia gelingt es der universitären Ziehtochter von Ursula Boos-Nünning, radikalislamische Verhaltensweisen im Schulgebäude und Klassenzimmer zu verteidigen und die künftige Schule islamkonform (revolutionär gegenmodern) umzubauen, selbstverständlich ganz unverbindlich. Wenig verhohlen ermuntert Karakaşoğlu dazu, an den universellen Menschenrechten orientierte Islamkritiker in Elternschaft, Lehrerzimmer oder Schülerschaft nach Kräften als Ewiggestrige, Eurozentriker und Fremdenfeinde zu diffamieren

161 Schützt uns eine Rechtsaußenpartei vor dem Politislam?

er. Der organisierte (politische) Islam wird die säkulare Demokratie zerstören müssen, dazu zwingen ihn Koran und Scharia, und das gleich IN SAECULA SAECVLORVM. So weit, so schlecht. Gastautor Edward von Roy verwirft die Lösung gewisser Rechtspopulisten, mit dem Werkzeug einer Anti-Islam-Partei gegen die Parteigänger der Scharia vorzugehen und begründet das unter Verwendung der Sinnbilder von Hammer und Amboss sowie der zerfließenden Uhren des Salvador Dalí. Nach der Auffassung des Diplom-Sozialpädagogen ist jede Politik werdende Berücksichtigung von Islamgott inklusive Islamteufel, auch der parteibildende Kampf gegen derlei Magie und Barbarei, selber ein Steigbügelhalter des Kalifats, sei es als den Islam großzügig verwendender Nationalismus oder Faschismus oder aber als Kartell panischer Fehlgeleiteter, als, muslimbruderseits hoch erwünschte, verschreckte Schafherde von Dhimmis

162 Der »Mizan al-’Amal« des al-Ghazali

ja. Auf der Schultafel wird fehlerhafte Kreideschrift mit einem Lappen weggewischt. Aus orthodox islamischer Sicht gilt es ganz entsprechend, fehlerhafte Lebensweisen und Gesellschaftsformen auszuradieren und durch die zu Schriftzeichen gewordenen Befehle der Gottheit zu ersetzen, die sogar die ursprünglicheren Anweisungen seien, der menschlichen Intelligenz und Schamhaftigkeit ebenso wundersam entsprechend wie der geheiligten Entrechtung der Frauen und Nichtmuslime. Ein neunhundert Jahre altes textgewordenes Instrument zum frommen Beseitigen alles Nichtislamischen stammt aus Hirn, Tuschefässchen, Hand und Rohrfeder des machtbewussten Abū Ḥāmid Muḥammad bin Muḥammad al-Ġazālī. Der »Mīzān al-ʿAmal«, das Kriterium des (deine Seele rettenden) Handelns

163 Rauf Ceylan

ja. Wenn Schariaversteher Rauf Ceylan über den Islam schreibt, zieht er kraftvoll an der Wahrheit vorbei und titelt entsprechend. Wenigstens das. »Am wahren Leben vorbei« (DER SPIEGEL 13/2010)

164 Petition an Europa: Gegen den Hidschab

gs. Sozialpädagogin Gabi Schmidt ermuntert den Europarat am 22.11.2009, den Schleier im Öffentlichen Dienst zu verbieten und den Gesichtsschleier im Öffentlichen Raum. Schmidts Petition wird wenig später abgelehnt, Europa übt sich in entgrenzter Toleranz

165 Sultan Tariq

ja. Gedanken zu Tariq Ramadan »Islam: Le face à face des civilisations. Quel projet pour quelle modernité?« (1995), deutsch als »Der Islam und der Westen. Von der Konfrontation zum Dialog der Kulturen« (2000). Von Jacques Auvergne (2010)

166 Petition an die BRD: Gegen die Burka

gs. Die uns aus Text 164 bekannte Sozialpädagogin und Islamkritikerin Gabi Schmidt legt der Berliner Bundesregierung nahe, den radikalen Ganzkörperschleier und den Gesichtsschleier im Öffentlichen Raum zu untersagen. Mittlerweile ist die Petition abschlägig bewertet worden, die Bundesregierung sieht den Verzicht auf ein Gesicht als Ausdruck gelebter religiöser Freiheit und freier Entfaltung der Persönlichkeit

167 Muhammad Hamidullah

ja. Muhammad Hamidullah stammte aus Indien, forschte gegen Ende der Weimarer Republik im rheinischen Bonn und lebte danach überwiegend in der Hauptstadt Frankreichs. Sein »Initiation à l’Islam« (Paris 1963) wurde als »Der Islam. Geschichte, Religion, Kultur« (Genf 1973) ins Deutsche übersetzt. Jacques Auvergne analysiert den 47 Jahre alten Text eines vor allem in der Türkei rezipierten hanafitischen Ideengebers

168 Lamya Kaddor

ja. Die Vorzeigepädagogin Lamya Kaddor schreibt 2010 über sich, den Islam und den Islamischen Religionsunterricht: »Muslimisch, weiblich, deutsch! Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam«

169 Muslim Brotherhood: »The Project«

ja. Der Geheimplan der Muslimbruderschaft zur Islamisierung Europas ist datiert mit dem 01.12.1982 und fand sich am 07.11.2001 bei einer antiterroristischen Razzia in der Villa des Herrn Nada. Der immer noch allzu wenig bekannte Text wird »The Project« oder »Das Projekt« genannt. Jacques Auvergnes Neuübersetzung ins Deutsche auf Basis der französischen Übersetzung aus dem Arabischen von Frau Rawdha Cammoun

170 Ali Schariati, Teil 1

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Wo fangen wir an?« (1971)

171 Ali Schariati, Teil 2

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Das Menschenbild im Marxismus, in anderen abendländischen Denkschulen und im Islam« (1965-1970)

172 Ali Schariati, Teil 3

ja. Islamkritische Betrachtung zu »Exploitation und Raffinierung der kulturellen Quellen« (gehalten in Abadan)

173 Ali Schariati, Teil 4

ja. Islamkritische Betrachtung zum Abschnitt »Der Entwurf einer Schule« aus Ali Schariatis »Die Islamkunde«, Teheran um 1970

174 Mahmoud Zakzouk, Allahs Münchner Philosoph

ja. Zum Interview »Es gibt Auffassungen, die verändert werden können« mit dem ägyptischen Religionsminister und 1933 geborenen Philosophen Prof. Dr. Maḥmūd Ḥamdī Zaqzūq

175 Ayatollah Chomeini: Wilayatu l-Faqih

ja, sg (ṣġ). Gedanken zum »Velāyat-i Faqīh« des Chomeini (Nadschaf 1970). Von Jacques Auvergne (2010)

176 Hasan Hanafi

ja. Zum Text des Ḥasan Ḥanafī »Die Aktualität eines ‘linken Islam’« (aus: »Gesichter des Islam, 2. Orient-Tagung im Haus der Kulturen der Welt«)

177 Protest gegen »Islamische Studien«

ma, gs. Köln im Juli 2010. Bundesbildungsministerin Annette Schavan betreibt die Islamisierung der Wissenschaften und lädt über den Wissenschaftsrat (WR) Schariafreund Mathias Rohe, Bosniens Großmufti Mustafa Cerić vom kalifatstreuen ECFR, Ägyptens radikalislamischen Religionsminister Zakzouk und Irans die religiösen Steinigungen billigenden Ex-Präsidenten Chatami nach Köln. Dagegen protestieren die übergangenen deutschen Staatsbürger, immerhin der (in Verflüchtigung befindliche) Souverän. Ein kluger Aufruf aus dem Kreis und Freundeskreis der Ex-Muslime

178 Islamische Studien. Presseerklärung

Zentralrat der Ex-Muslime, der Osnabrücker Hintergrund-Verlag, Internationales Komitee gegen Steinigung und Todesstrafe, Verein für Sprach- und Lernförderung I.so.L.De. Presseerklärung gegen den Aufbau von theologisch orientierten „Islamischen Studien“ an deutschen Hochschulen

179 Zakzouk und die »Interpretationen«

ja. Zum neunzehn Jahre alten Text des ägyptischen Islampolitikers Mahmoud Zakzouk »Ein Islam und viele Interpretationen«, 1991 in Berlin gehalten auf der 2. Orient-Tagung im Haus der Kulturen der Welt

180 Nadeem Elyas 1997

ja. Nadeem Elyas: »Das weiche Wasser wird besiegen den harten Stein«

181 Lied: Dunkel das Land

pik. Protestsong (2010), Bundesbildungsministerin Annette Schavan zur Mahnung

182 Kommt der Rechtspluralismus?

ja. Gastbeitrag anlässlich der WR-Tagung zur geplanten universitären, schariabasierten Imam-Ausbildung. Edward von Roy warnt vor einer religiös begründeten Rechtsverschiedenheit nach malaysischem oder indischem Vorbild

183 Gelehrte Scharia an der Universität?

ma, gs. Die Menschenrechtsaktivistinnen Mina Ahadi und Gabi Schmidt protestieren im Juli 2010 gegen das offiziell betriebene Einfügen der Scharia in die Theologenausbildung deutscher Universitäten

184 Schiffauer verspürt den Nachislamismus

ja. Zum Buch des Falaturi-Preisträgers und Kulturanthropologen Werner Schiffauer »Nach dem Islamismus: Eine Ethnographie der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş« (Berlin 2010). Eine erregende und herrschaftliche Ex-Wissenschaft hilft dem revolutionären Islam

185 Sayyid Qutb: Dieser Glaube

ja. Zur islamrevolutionären Schrift »Dieser Glaube der Islam« des Sayyid Quṭb

186 Die Salafiyya und der Oberbürgermeister

ja. Offener Brief an den Oberbürgermeister von Mönchengladbach, August 2010. Von Gabi Schmidt und Edward von Roy

187 »100 cities of the world against stoning!«

28.08.2010. »Hundert Städte der Welt gegen Steinigung«

188 Qutb: »Soziale Gerechtigkeit im Islam«

ja. Zur Abhandlung »Social Justice in Islam« (1949) des Sayyid Quṭb

189 Scheich Abu Anas und seine »Islamschule«

gs. Nachbetrachtung zur Demonstration am 16.08.2010 im Mönchengladbacher Ortsteil Eicken, die sich gegen die Ansiedlung der von Scheich Muhamed Seyfudin Ciftci (Abu Anas) betriebenen, vom Verfassungsschutz beobachteten salafistischen »Islamschule« richtet. Annähernd 300 Bürger nahmen an dem friedlichen Protest teil. Von Gabi Schmidt, Sozialpädagogin in der Lern- und Sprachförderung

190 Der Salafismus und die Gleichstellungsbeauftragte

ja. Offener Brief an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Mönchengladbach. August 2010, von Gabi Schmidt und Edward von Roy

191 Freiheit für Shiva Nazar Ahari!

rog/rsf. August 2010. Über die im Iran eingesperrte und zum Tode verurteilte Journalistin und Menschenrechtlerin. Petition von Reporter ohne Grenzen / Reporters sans frontières

192 Die Bürgerversammlung von Eicken

gs. Noch zum Protest gegen die salafistische Islamschule (Verein Einladung zum Paradies, Mönchengladbacher As-Sunnah Moschee) im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken. Vgl. Texte Nummer 186, 189, 190, 193, 194 und 199. Rückblick auf die Bürgerversammlung vom 28. August 2010 im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken

193 »Islamschule ist …?«

ja. Salafismus als Gegenkultur und Gegenmoderne. Edward von Roy warnt vor dem Verlust der Rechtseinheitlichkeit und dem damit verbundenen Ausstieg aus den universellen, das deutsche Grundgesetz tragenden Menschenrechten. Vgl. Texte Nummer 186, 189, 190, 192, 194 und 199

194 Fanatismus steigt an, Demokratie sinkt ab

kh. Karsten Hilchenbach meint zur Debatte um Scheich Ciftcis vom Verfassungsschutz beobachtete salafistische Islamschule: »Mönchengladbacher lassen sich nicht in ‘Muslime’ und ‘Nichtmuslime’ spalten, an einen Engel glaube ich privat oder glaube ich nicht (auch privat). … Wir wollen keine Welt mit vollverschleierten Frauen, deren Gesicht ‘aus religiösen Gründen’ nur vom Ehemann erblickt werden darf.«

195 Eickener Erklärung

Textfassung vom 02.09.2010

196 Aufruf zum freiheitlich demokratischen Bürgerprotest

gs. Gedanken zum Demonstrationszug vom Eickener Markt zum Mönchengladbacher Abteiberg am 03.09.2010. Von Gabi Schmidt

197 Eickener Erklärung

Textfassung vom 05.09.2010

198 Abu Adam

kh. Empfehlung an Sven Lau, den ehemaligen Feuerwehrmann vom Niederrhein, der sich seit seiner Konvertierung zum politischen Kult von Einladung zum Paradies (EZP, Islamschule) Abū Ādam nennt und seine alten Kollegen via Internet zum Übertritt in den salafistisch (faschistoid) verstandenen Islam aufzurufen pflegt. Ein Brief unter Nachbarn von Karsten Hilchenbach

199 Salafismus

gs. Sozialpädagogin Gabi Schmidt über ein revolutionäres Phänomen mit frühmittelalterlichem Vorbild und totalitären Folgen

200 Sayyid Qutb: Milestones

ja. Zu den »Maʿālim fi ṭ-Ṭarīq« des Sayyid Quṭb. Im Geiste der Prophetengefährten und mit dem Werkzeug der Muslimbruderschaft die globale Revolution erreichen. Salafismus als Faschismus

201 Ein Liedchen dem Integrationsrat

pik. Ach, die Salafisten! Satirisches Lied, dem ganz im Sinne der Scharia segregierend tätigen Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach gewidmet Gesungen auf die Melodie »Bunt sind schon die Wälder« (Worte: von Salis-Seewis 1782), die Reichardt 1799 erfand

202 Bürger sein, kein Gottesknecht!

kh. Aus Mönchengladbach berichtet Karsten Hilchenbach anlässlich einer Vereinsgründung gegen die Ansiedlung der zentralen Lehrstätte der extremistischen Bewegung Einladung zum Paradies. Zur drohenden Rechtsspaltung, zum Schweigen der Politiker und zum Begriff des Bürgers

203 »Eine Zwischenfrage, Herr Pfarrer … «

kh. Karsten Hilchenbach (Wachtendonk) ist Mitglied der Evangelischen Kirche Deutschlands und richtet Zwischenfragen an Pfarrer Dietrich Denker (Mönchengladbach). Denker hatte kurz zuvor den salafistischen Führer »Abu Anas« besucht, Schulleiter einer Online-basierten, vom Verfassungsschutz beobachteten Fernuniversität

204 FEINDBILD ISLAMKRITIK

cd. Im Herbst 2010 ist ein für wissenschaftsorientiert arbeitende Pädagogen und Sozialarbeiter unverzichtbares Buch erschienen: »FEINDBILD ISLAMKRITIK. Wenn die Grenzen zur Verzerrung und Diffamierung überschritten werden«

205 Sajjad Ghaderzadeh und Houtan Kian verhaftet

nn. Aufruf zum Handeln und Protest. Sajjad Ghaderzadeh, Sohn von Sakineh Mohammadi Ashtiani (2), und sein Rechtsanwalt Houtan Kian sind am 10.10.2010 um 19:00 Ortszeit zusammen mit zwei deutschen Journalisten in Täbriz verhaftet worden. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um die Freilassung der vier Menschen zu erreichen

206 »Democracy … a Religion«

ja. »Ad-Dīmuqrāṭīya Dīn. Die Religion der Demokratie« des Abū Muḥammad ʿAṣām al-Maqdisī. Vorangestellt ist dessen Gedicht »Dear Brother, who dwells in these prisons« vorangestellt wird

207 Ägyptisch, salafistisch, dschihadistisch

ja. Am 27.02.1984 vollendeten Nāǧī Ibrāhīm, ʿĀṣim ʿbdu l-Māǧid und ʿIṣāmu d-Dīn Darbālaḥ ihre staatsprogrammatische Schrift »The Charter for Islamic Work«, die als das englische »In Pursuit of Allah’s Pleasure« unter gewaltverherrlichenden Salafisten verbreitet wird

208 Patrick Bahners

ja. Was Multikulturalist Patrick Bahners mit »Fanatismus der Aufklärung. Zur Kritik der Islamkritik« über den Islam schreibt, verdient unsere sozialpädagogische Kritik

209 Der Iran und Allahs Gesetz. Sakineh Ashtiani

nn. Aufruf zum Handeln und Protest. Das Internationale Komitee gegen Steinigung (International Committee against Stoning) und das Internationale Komitee gegen Todesstrafe (International Committee against Execution) berichtet zu Sakineh Mohammadi Ashtiani, die vielleicht schon bald hingerichtet werden soll

210 Inhaftierung von zwei BamS-Reportern in Iran

ma. Mina Ahadi fordert im Oktober 2010 die Freilassung der beiden im Iran inhaftierten Journalisten der Redaktion Bild am Sonntag und weist Vorwürfe gegen ihre Person zurück

211 Iran 2010. Allahs Diktatur

ma. Nicht menschenrechtliche Gegenwehr, sondern „respektvoller Dialog“ und diplomatische Aufwertung des staatsislamistischen Terrorregimes sind das Problem, meint die bewundernswerte Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi

212 Demokratie ist nicht ḥalāl!

ja. Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern, dazu forderte uns Yūsuf al-Qaraḍāwī vor einem halben Jahrhundert mit dem Buch »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« auf

213 Shahla Jahid

ma. Schlimme Neuigkeiten aus dem Teheraner Evin-Gefähnis weiß die deutsche Menschenrechtsaktivistin Mina Ahadi zu berichten

214 Allahs Pädagogik

ja. Zum Buch der Islamisten Syed Muhammad Naquib al-Attas (Hg.), Muhammad Qutb, Muhammad Faisal al-Saud et al.: »Aims and Objectives of Islamic Education« (1977) übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne

215 Christlich-wertkonservative Islamkritik?

hb. Dass eine im Namen des christlichen Abendlands antretende reaktionäre Besinnung die Islamisierung Europas nicht behindert, sondern befördert, erklärt Hendrick Busman feierlich und weihnachtlich

216 Götter, Priester, Parlamente

ja. Den Engeln und Geistern Einlass in Schulbücher und Universitäten gewähren. Ernst gemeinte Islambegeisterung bedarf der Wiederverstaatlichung des Jenseits. Aphorismen

217 Die Burkamuslima

pik. Lied gegen die Burka, Satire. Umdichtung zu Klaus Hoffmann: Blinde Katharina

218 Ahmet Davutoglu

ja. Zum »Alternative Paradigms. The Impact of Islamic and Western Weltanschauungs on Political Theory« des Ahmet Davutoğlu. Jacques Auvergne übersetzt und kommentiert den an Koran und Scharia orientierten langjährigen außenpolitischen Berater von Recep Tayyip Erdoğan.

219 Thomas Lemmen

ja. Nachhaltige katholische Leugnung von Gegenaufklärung, Frauenfeindlichkeit und Kulturrassismus der Scharia benötigt neuartige Missionare. Um die freiheitliche (säkulare) Gesellschaft zu überwinden, gilt es, im tiefsten Deutschland für das koranbasierte Zusammenleben segregierter Religionsvölker zu werben

220 Houtan Kian

ma. Dem Rechtsanwalt von Sakineh Ashtiani, Houtan Kian, droht die Todesstrafe. Übersetzung aus dem Englischen nach Presseerklärung Nr. 120 des Internationalen Komitees gegen Steinigung / International Committee Against Stoning und des Internationalen Komitees gegen die Todesstrafe / International Committee against Execution

221 Tariq al-Bishri

ja. In Artikel 2 nennt Ägyptens Verfassung den Islam als Staatsreligion und die Scharia als hauptsächliche Quelle der ägyptischen Gesetze. Christen sind privat und beruflich täglichen Diskriminierungen ausgesetzt, Bahais bekommen erst keine Papiere. Viele Kopten fordern den Wegfall von Artikel 2, Mubarak ist abgesetzt worden, ein Militärrat hat die Macht übernommen. Jetzt könnte alles noch viel schlimmer kommen, denn der weltweit unter Multikulturalisten als „Islamdemokrat“ verehrte Jurist Tariq al-Bishri arbeitet an einer Verfassungsreform

222 Prinzip Burka

gs. Argumente gegen die Burka. Ein Gastbeitrag von Gabi Schmidt

223 Scouting und Scharia

er. Weltweite Geschwisterschaft der initiierten Jugendlichen und Erringen von Frieden und Freundschaft zwischen allen Menschen strebt das Pfadfindertum an, was wenig nach Dhimma und Dschihad klingt. Dass Frauen nur die Hälfte erben und Pfadfinderinnen einen Ganzkörperschleier tragen müssen, hatte der sportive und kreative General Baden-Powell („BP“) wohl gar nicht im Sinn gehabt. BP zitterte als Humanist und Freimaurer auch keineswegs vor den Flammen der Hölle. Der evangelische, um Koblenz ansässige Gau Nassau-Oranien (GNO, im VCP) wird 60 Jahre alt und feiert sich in Boppard. Ein Altpfadfinder fragt die heutige Verantwortlichen: Warum schweigt der Scoutismus zur Scharia?

224 Köln 1993. Islam wollen, Medina wissen

ja. Das deutsche Kalifat des Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul genannt Abu-r-Rida

225 Abdullahi an-Na’im

ja. Ministerien und Parlamente säkularisieren, um die Gesellschaft religionsrechtlich aufzuladen, so lässt sich das Ansinnen eines Professors aus Atlanta, Georgia, beschreiben. Zum Redebeitrag des Abdullahi Ahmed An-Na’im: Scharia und Säkularer Staat im Nahen Osten und Europa, den der aus dem Sudan stammende Schariagelehrte und Jurist am 19.05.2009 anlässlich der dritten Carl Heinrich Becker Lecture im Berliner Wissenschaftskollegium vortrug.

226 Petition Landtag NRW

gs. Petition an den Landtag mit dem Ziel, die Werbung islamistischer Gruppen im Öffentlichen Raum einzuschränken. Vor allem Minderjährigen soll der Zugang zu vom Verfassungsschutz beobachteten radikalislamischen Gruppen nicht möglich sein, öffentlich verantwortete Broschüren und Veranstaltungen, die zum Salafismus aufklären, sollen organisiert werden.

227 Salafisten, Frankfurt, Gegendemo

ma. Am 20.04.2011 darf auf Einladung von Pierre Vogel der Hassprediger Bilal Philips in der Frankfurter Innenstadt sprechen. Internationales Komitee gegen Steinigung, Internationales Komitee gegen Hinrichtung und Zentralrat der Ex-Muslime rufen zur Gegenkundgebung.

228 Naika Foroutan

ja. Zum Buch »Kulturdialoge zwischen dem Westen und der islamischen Welt. Eine Strategie zur Regulierung von Zivilisationskonflikten«, das die Berliner Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan 2009 verfasste.

229 Junge Islam Konferenz

ja. Zufällig oder beabsichtigt entsprechen die so genannten Zehn Empfehlungen der Jungen Islam-Konferenz ganz dem Ansinnen der Muslimbrüder und sonstigen islamischen Revivalisten. Vor der hintergründigen, noch kaum spürbaren Machtergreifung der Scharialobby wirkt ein wenig verbindliches, islambezogenes Jugendparlament erfrischend und adrett. Naika Foroutan zieht die Fäden, Stiftung Mercator finanziert, Bundesregierung kuscht.

230 Morteza Motahhari

ja. Unter dem Titel Stellung der Frau im Islam veröffentlichte der Staat Iran von Bonn-Bad Godesberg aus die zwischen 1966 und 1974 erschienenen Gedanken von Morteẓā Moṭahharī, wie sie vom Āyatollāh etwa in Zur Diskussion über den Schleier (1968; Ḥeǧāb, Hijab) und Die rechtliche Stellung der Frau im Islam (Qom 1974, Neẓām-e ḥoqūq-e zan dar eslām, The Order of Women`s Rights in Islam) niedergelegt worden waren.

231 Islamismus in Südostasien

ja. Proschariatische Geflechte aus jungen Predigern, investitionsfreudigen Konzernchefs, medial erfahrenen ‘Ulama (Islamgelehrten), prügelbereiten Sittenwächtern und mittlerweile überraschend jenseitszentriert argumentierenden Politikern und Juristen zurren die Fesseln der Scharia um Indonesiens Provinzen und Malaysias Staaten immer enger.

232 Die BRD muss die Iranische Handelsbank dicht machen!

er. Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Die Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland, damit auch der Deutschen Bundesbank, mit der Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIHB; EIH-Bank) ist zu beenden, ein Betätigungsverbot gegen die EIHB wird erlassen, alle EIHB-Konten werden eingefroren. Eine Petition von Edward von Roy.

233 Offener Brief an den Rat der Stadt Koblenz

gs. Salafist und Missionar Pierre Vogel möchte am 29.05.2011 den Engländer Abdur Raheem Green einladen, Ort des Islamistentreffens soll Stadt Koblenz oder ihr Umland sein. Knapp vier Wochen vor der Veranstaltung schreibt Gabi Schmidt einen Offenen Brief an den Koblenzer Oberbürgermeister und den Stadtrat, eine gute Woche später antwortet der OB. NIMBY Joachim Hofmann-Göttig spricht das Wort Scharia nicht aus und zeigt sich Florians-prinzipiell erfreut über den Inhalt einer angeblichen Staatsschutzinformation, dass die Islamisten am 29. Mai sein Stadtgebiet möglicherweise verschonen werden, um knapp hinter der Stadtgrenze zusammen zu kommen.

234 Pierre Vogel und die Stadt Frankfurt

gs. Eine – letztlich gescheiterte – Eilaktion zum 07.05.2011. Nachdem erst im Vormonat Pierre Vogel den Hassprediger Bilal Philips öffentlich reden ließ, hätte Hessen sich doch eigentlich veranlasst sehen müssen, den prominentesten Prediger des wahhabitischen oder urgemeindlichen Islam abzustoppen. Tagelang hatte der Islamist provoziert, ein Totengebet für Osama bin Laden abhalten zu wollen. Erst kurz vor dem 07. Mai beschränkte sich Vogel auf das Thema „Wie steht der Islam zum Terrorismus?“, im Rebstockpark durfte der Salafist dann leider doch predigen.

235 Was ist Salafismus?

er. Purify and Educate. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-Salaf aṣ-Ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Weiterentwicklung aus Sägefisch Nummer 199 von Edward von Roy.

236 Muhammad bin Abd al-Wahhab

ja. Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb war der Begründer der Strömung der so genannten Wahhabiten. Der Hanbalit legitimierte das noch heute herrschende saudische Königshaus religiös und hatte den echten, alten Islam zwar ziemlich radikal, aber niemals falsch verstanden.

237 Salafi-Mission um Koblenz

gs. Islamist Pierre Vogel kündigt für den 29. Mai 2011 eine Dawa-Großveranstaltung im Raum Koblenz an. Nach einem Artikel der Rhein-Zeitung vom 14.05.2011 möchte der fundamentalistische Starprediger eine Halle mit bis zu 2000 Sitzplätzen mieten. Offener Brief von Gabi Schmidt vom 18.05.2011.

238 Radikaler Islam und gemütliche Verwaltung

er. Der in 237 genannte Islamist hält den Ort des Vortrags geheim, muss aber eine öffentliche oder, was wahrscheinlicher ist, gewerbliche Festhalle anmieten. Ein Sozialarbeiter baut vor und schreibt Stadtverwaltung und Sozialverwaltung an. Diese reagiert pikiert bis gar nicht.

239 Koblenz statt Westerwald

gs. Höhr-Grenzhausen ist abgesagt, der Prediger wird doch in der Koblenzer Innenstadt auftreten. In fünf Tagen! Das erfordert ein warnendes Schreiben an das Ordnungsamt der Stadt Koblenz, Herrn Reiner Klug, und an den Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig.

240 Heute Abend tritt Vogel auf

gs, er. Danksagung an die Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Koblenz, die mit dafür gesorgt haben, dass Koblenz noch am Freitagnachmittag Einspruch beim Oberverwaltungsgericht gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts einlegte, der den Islamisten die für heute Abend geplante Kundgebung erlaubt hatte.

241 DPSG und Scharia

er. Am 27.05.2011 beschließt der größte deutsche katholische Pfadfinderverband, die Georgspfadfinder (DPSG), einen noch gar nicht existenten oder irgendwo im geheimnisvollen Aufbau befindlichen deutschen Muslimischen Pfadfinderverband nach Kräften zu unterstützen. Das Wort Scharia fällt nicht.

242 Pfadfinder-Treffpunkt (1)

yb. Bei Pfadfinder-Treffpunkt wirbt Yvonne Baumann (scoutissima) im Juni 2011 mit elf Wortmeldungen dafür, die allgemeinen Menschenrechte und das deutsche Grundgesetz nicht zu überwinden, auch nicht im Namen von Tradition oder Religion.

243 Pfadfinder-Treffpunkt (2)

ak. Dem Pfadfinder-Treffpunkt gibt Anne Kaufmann (Lagerfeuer) im Juni 2011 Nachhilfe in Sachen AEMR. Sechs Beiträge.

244 Zakir Naik: Focus on Islam

ja. Aus der Mitschrift Focus on Islam (2010) des indischen Predigers Zakir Naik übersetzt und kommentiert Jacques Auvergne.

245 Pfadfinder-Treffpunkt (3)

ak. Universalistin Anne Kaufmann (Lagerfeuer, VCP-Sympathisantin) antwortet dem Kulturrelativisten ben (Überbündische Hochschulgruppe Braunschweig).

246 Pierre Vogel in Hamburg

gs. Nach Frankfurt und Koblenz will Islamist Pierre Vogel am 09. Juli 2011 in Hamburg auftreten. Sozialarbeiterin Gabi Schmidt fordert, dass Minderjährige keinen Zutritt zu dieser Missionsveranstaltung haben dürfen, falls sich diese nicht ganz verbieten lässt.

247 Rückblick auf Boppard

cd. Scoutistische Korrespondenz zum Thema Rechtsstaat und Scharia aus dem Monat Juni 2011 anlässlich eines VCP-Gaujubiläums. Nach dem Kommentarbereich zu Eifelginster-Beitrag 223 zusammengefasst von Cees van der Duin.

248 Landtag und Scharia

gs. Der Präsident des Landtags von Rheinland-Pfalz, Joachim Mertes, reagierte auf einen offenen Brief zum Thema Salafismus bzw. Pierre Vogel, schwieg zur diskriminierenden Scharia und erhielt Rückantwort.

249 ZdE gegen Pierre Vogel in Hamburg

zde. Am 9. Juli will Vogel in Hamburg sprechen. Pressemitteilung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) vom 03.07.2011 gegen den Auftritt des derzeit bekanntesten salafistischen Predigers in der Hansestadt.

250 ZdE zum Internationalen Tag gegen Steinigung

zde. Der 11. Juli ist der Internationale Tag gegen Steinigung: „Wie Sie wissen, leidet Sakineh Mohammadi Ashtiani immer noch im Gefängnis. … Auch ihr Rechtsanwalt, Sajjad Houtan Kian, ist immer noch inhaftiert, weil er den Mut gehabt hatte, sie und andere zur Steinigung verurteilte Frauen, die im Gefängnis von Täbris eingesperrt sind, professionell zu verteidigen.“

251 Internationales Komitee gegen Steinigung

ma. Zum Steinigungsurteil gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani und zur Verurteilung ihres Rechtsanwalts Houtan Kian. Presseerklärung vom 8. Juli 2011.

252 Schulwechsel wegen Nichtteilnahme am Religionsunterricht?

NRW: Eine gewünschte Nichtteilnahme am Religionsunterricht begründet auch an einer konfessionellen Schule keinen Schulverweis. Eine Petition von Edward von Roy vom 22. Juli 2011.

253 Zum Massenmord auf Utøya

hk. „Islamkritikhasser in den deutschen Medien sind bestrebt, die norwegische Tragödie in eine Hetzkampagne zu verwandeln. Doch der Versuch, legitime Islamkritik pauschal zu verunglimpfen und die realen Sachverhalte zu verschleiern, wird scheitern.“ Von Hartmut Krauss.

254 Panzerverkauf nach Saudi-Arabien stoppen

er. Im Juli 2011 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass die Bundesrepublik Deutschland zweihundert Kampfpanzer des Typs Leopard 2A7+ an Saudi-Arabien verkaufen will. Der geplante deutsche Verkauf von Leopard-Panzern an den saudi-arabischen Unrechtsstaat ist grundgesetzwidrig und sofort zu stoppen. Petition von Edward von Roy vom 10.08.2011.

255 Wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte

hk. Am 13. August 2011 findet in Osnabrück die Gründungskonferenz der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) statt.

256 GAM gegründet

gam. Gründungsmitteilung der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte. Mit einer am 13. August 2011 verabschiedeten Resolution.

257 Islamisierungrisiko Schutz nationaler Minderheiten

ja. Die islamisch zu überwindende Rechtseinheitlichkeit kultureller Moderne gibt dem Umgang mit nationalen Minderheiten neue Brisanz. Von Jacques Auvergne.

258 Tief im innersten Integrationsrat

Statement des Türkisch-Deutschen-Integrations-Verbunds (TDIV, abgedruckt bei BürgerZeitung Mönchengladbach (bz-mg) am 03.09.2010). Mit einer Entgegnung vom 05. September 2010 von Edward von Roy.

259 Patrick Bahners

ja. Schwatzen über den Islam. Bahners: Die Deutsche Angst vor dem Islam (München 2011) verdient Kritik, meint Jacques Auvergne.

260 NRW darf schariakonformen IRU nicht wollen

er. „Weder KRM noch KRM-gesteuerter ‘Beirat’ sind staatlicher Ansprechpartner. Das am 22.02.2011 verhandelte Beiratsmodell ist nicht zu verwirklichen.“ Der Landtag möge beschließen: Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht. Eine Petition von Edward von Roy vom 20.09.2011.

261 An den Bundespräsidenten

rg. Offener Brief von Ralph Giordano vom 20.09.2011: „Sehr geehrter Herr Bundespräsident … ich vermisse bei Ihnen jede Kritik an menschenrechtsfeindlichen Auffassungen und Praktiken innerhalb der türkisch-arabisch dominierten muslimischen Minderheit, und jede Nähe zu kritischen Muslima.“ Christian Wulff hatte gesagt: „Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.“

262 Islamische Charta

ja. Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft arbeitet auf Rechtsspaltung, Separatismus und Gottesherrschaft zu. Nadeem Elyas erhält sarkastische Zwischenrufe von Jacques Auvergne.

263 Der islamische Staat

ja. Zwischen dem 21. Januar und dem 8. Februar des Jahres 1970 lauschten schiitische Islamstudenten an der traditionsreichen Lehrstätte zu Nadschaf (Irak) neunzehn Vorlesungen, deren Inhalte später als Hokumat-e Eslāmī (Der Islamische Staat) zusammengefasst wurden (Hokumat-e Eslāmī: Velāyat-e Faqīh ins Englische als Islamic Government: Governance of the Jurist; vgl. Sägefisch 175). Gegenwartsbezogen kommentiert von Jacques Auvergne.

264 Osnabrück feiert 900 Jahre al-Ġazālī

er. Osnabrück und das erneuerte Mittelalter: Heilssicherung verhindert Wissenschaftlichkeit. Offener Brief zur Osnabrücker Tagung 900 Jahre al-Ġazālī im Spiegel der islamischen Wissenschaften – Perspektiven für eine Islamische Theologie in Deutschland. Von Edward von Roy am 17.10.2011.

265 Auf dem Irrweg der staatlichen Imamausbildung

gam. Osnabrücker Universität ehrt einen orthodox-islamischen Totengräber des orientalischen Rationalismus. Eine Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM).

266 Meißner 2013

cd. Im Herbst 2013 feiern die Jungen Bünde als die Erben der Deutschen Jugendbewegung die hundertste Wiederkehr des Freideutschen Jugendtages. Zur Scharia gehen sie, Lebensreformer, Anthroposophen und vor allem Pfadfinder, nicht auf Distanz. Oktober 2011, ein noch nicht abgedruckter Leserbrief an Gerhard Neudorf als den Schriftleiter der Kulturinitiative. Von Cees van der Duin.

267 Islamischer Religionsunterricht

ja. Buchrezension zu zwei islamverharmlosenden Werken: Das 2004 im Lit-Verlag publizierte und zuerst (A) betrachtete Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven von Thomas Bauer, Lamya Kaddor und Katja Strobel (Hg.) sowie (B) Auf dem Weg zum Islamischen Religionsunterricht: Sachstand und Perspektiven in Nordrhein-Westfalen von Michael Kiefer, Eckhart Gottwald und Bülent Ucar (Hg.) aus dem Jahr 2008, ebenfalls bei Lit. Eine pädagogische Islamkritik von Jacques Auvergne.

268 Stolz mit Kopftuch?

cd, gs. Stolze Muslima, die im November 2011 auf dem Blog Eifelginster die aus dem März desselben Jahres stammende Abhandlung Prinzip Burka (Gabi Schmidt, auch auf: Eifelginster: 222. Niqab, Dschilbab, Khimar) kommentierte, bekommt Antwort von Blogbetreiber Cees van der Duin sowie von der Autorin Gabi Schmidt.

269 Imam al-Ghazali: Der Erretter aus dem Irrtum

ja. Der Erretter aus dem Irrtum ist ein autobiographisches Werk des Vernunftgegners Abu Hamid al-Ghazali († 1111). Der Munqiḏ min aḍ-Ḍalāl fordert, Weltanschauung oder Lebensführung dem islamischen Gottesbewusstsein und Schariagehorsam nachzuordnen, um der Hölle zu entkommen. Islamkritisch kommentiert Jacques Auvergne (2011).

270 Imam al-Ghazali: Das Buch der Ehe

ja. Band Zwölf der Wiederbelebung der Wissenschaften des Glaubens ist das Buch der Ehe. Kitāb ādābi n-nikāh, die Sexualberatung des Großmeisters himmlischer Politik al-Ghazali († 1111), half mit, die korrekt verstandene, nämlich unterworfene Stellung der Frau im Islam bis auf unseren Tag zu befestigen. Islamkritisch kommentiert von Jacques Auvergne (2011).

271 Rafik Tagi ermordet

ma. Baku (Aserbaidschan). Der Journalist Rafik Tagi (Rafiq Tağı, Rafig Nazir oglu Taghiyev) wurde am 19.11.2011 an von Unbekannten mit vielen Messerstichen schwer verletzt. Am 23. November verstarb der bekannte Gesellschaftskritiker, Irankritiker und Islamkritiker an den Folgen dieses Angriffs. Eine Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE) vom 30.11.2011.

272 Petersberg Konferenz 2011

ma. Vor zehn Jahren sind Afghanistans diskriminierende Schariagesetze auf dem Bonner Petersberg geplant worden, man sollte insofern als Deutscher beschämt von »Sharia made in Germany« reden. Im Dezember 2011 findet die Zweite Afghanistan-Konferenz ebenfalls im einstigen Regierungsssitz am Rhein statt. Wird die weltweite Refundamentalisierung und Reislamisierung auch durch die Bonn-2 Conference on Afghanistan weiteren Auftrieb erhalten? Rückt ein kulturell modernes, säkulares Afghanistan in noch größere Ferne? Eine Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE).

273 Ausschuss für Schule und Weiterbildung

Am 14.09.2011 wurde im Düsseldorfer Landtag das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach von Sachverständigen besprochen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Reaktionäre und schariatreue, der Muslimbruderschaft nahe stehende Organisationen wie IGD oder IGMG drohen damit Einfluss auf Bildungspolitik und Schulalltag zu erlangen. Offener Brief an die Landtagsabgeordneten in NRW von Edward von Roy, dem Verfasser der Petition (vgl. Sägefisch 260) gegen das Beiratsmodell.

274 EU muss Mord an Rafik Tagi untersuichen!

ma. Salman Rushdie, Richard Dawkins, Maryam Namazie, Taslima Nasrin und Mina Ahadi fordern das Europaparlament dazu auf, eine Delegation nach Aserbaidschan zu schicken, um über den Mord an Rafik Tagi aufzuklären.

275 Wissenschaftliche Aufklärung kritisiert den IRU

gam. Der Landtag Nordrhein-Westfalen will auf seiner Sitzung am 21. Dezember 2011 ein Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach beschließen. Die Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) nimmt aus diesem Anlass zum vorliegenden Gesetzentwurf Stellung.

276 Zur geplanten Einführung des bekennenden Islamischen Religionsunterrichts

gs, er. Am 21.12.2011 wird die Übergangsvorschrift zur Einführung von Islamischem Religionsunterricht im Landesparlament in die zweite Lesung gehen. Die Dachorganisationen des Koordinierungsrats (KRM) und deren angeschlossene Mitgliedsverbände sind aus verfassungsrechtlichem und pädagogischem Blickwinkel als Kooperationspartner nicht akzeptabel. Gleichwohl meint die Landesregierung, dass die im Koordinierungsrat vertretenen Islamverbände wie Islamrat (IR) und Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) der geeignete staatliche Ansprechpartner im Sinne von GG Artikel 7 (3) seien, also auch die von der Millî-Görüş-Ideologie bzw. vom Gedankengut der Muslimbruderschaft beeinflussten Organisationen IGMG bzw. IGD. Offener Brief von Gabi Schmidt und Edward von Roy vom 20.12.2011.

277 Protestbrief gegen die drohende Hinrichtung von Sakineh Mohammadi Ashtiani

ma. Der totalitäre religiöse Staat des heutigen Iran möchte eventuell die Steinigung in Erhängen umwandeln und die Todesstrafe bald ausführen. Wie die Hinrichtung an Shahla Jahed (vgl. Sägefisch 213) zeigt, dient die Neujahrszeit den Klerikalfaschisten als willkommene Bühne, um Irankritiker und internationale Gegner der Schariagesetze einzuschüchtern. International Committee against Stoning. Press Release 26 December 2011.

278 Imam al-Ghazali: Das Erlaubte und das Verbotene

ja. Das 14. Buch des Hauptwerks des sunnitischen Theologen und schafiitischen Juristen Abū Ḥāmid al-Ġazālī heißt Al-Ḥalāl wal-Ḥarām. Islamkritische Kommentare zum neunhundert Jahre alten Text Das Erlaubte und das Verbotene. Mit Ausblick auf die Wirkmacht des heutigen, Imam al-Ghazali keineswegs missbräuchlich, sondern islamkonsequent (revolutionär) einsetzenden Umfelds der Muslimbrüder bei besonderem Augenmerk auf den im Aufbau befindlichen und staatsdoktrinär versüßten Islamischen Religionsunterricht (IRU). Von Jacques Auvergne.

278. Halal und Haram

1. Januar 2012

‏ الحلال والحرام

al-ḥalāl wal-ḥarām

Das Heilssichernde und das Heilsgefährdende

Legal und illegal im Islam

Das Erlaubte und das Verbotene

Das 14. Buch des Hauptwerks des sunnitischen Theologen und schafiitischen Juristen Abū Ḥāmid al-Ġazālī heißt Al-Ḥalāl wal-Ḥarām. Ins Englische übersetzte es der in den USA lebende einstige Regierungsberater Pakistans für Islamische Angelegenheiten Scheich Yusuf Talal DeLorenzo (Book 14: The Lawful and Prohibited), heute ein OIC-Stratege für Scharia und Islamic Banking.[1] Ins Deutsche übertrug es Hans Bauer (Erlaubtes und Verbotenes Gut, 1922 bei Max Niemeyer).

Islamkritische Kommentare zum neunhundert Jahre alten Text Das Erlaubte und das Verbotene. Mit Ausblick auf die Wirkmacht des heutigen, Imam al-Ghazali keineswegs missbräuchlich, sondern islamkonsequent (revolutionär) einsetzenden Umfelds der Muslimbrüder bei besonderem Augenmerk auf den im Aufbau befindlichen und staatsdoktrinär versüßten Islamischen Religionsunterricht (IRU). Von Jacques Auvergne.

Die Armeen des Teufels durchjagen das Weltall und, da nicht abgestoppt, durchspülen die Leiber der Nichtmuslime, die keine krafthaltige bzw. legale (ḥalāl) Nahrung zu sich nehmen und deshalb diesseitigen Gnadenstand mit Allah und jenseitige ewige Nähe zu ihm schuldhaft verspielen. Man lade sie daher um Himmels Willen zur Rückkehr zur einzigen vom Schöpfer akzeptierten Religion (dïn) ein, zum rechten Handeln (islām).

Von Verunreinigung befreite Nahrung verhindert das Vordringen Satans in tiefere Gewebeschichten des menschlichen Körpers. Mit Allahs Billigung vollbrachte der Schariagehorsame wahren Exorzismus, ja

1. schlug er das Heer des Teufels in die Flucht, der sich gerüstet, ihn zu verführen und „der den Menschen durchfließt wie das rinnende Blut“; die Kraft der erlaubten Nahrung erschwert ihm aber den freien Lauf, denn er gelangt nur dadurch in die tieferen Adern, dass die Begierden überhandnehmen und freies Spiel haben.

Glauben heißt gehorchen:

Gesegnet sei Mohammed, der Führer aus dem Irrtum

Den heutigen Menschen mangelt es an Religion, weil sie unrecht handeln:

2. „Das Streben nach Erlaubtem ist Pflicht für jeden Muslim!“, lautet ein Ausspruch des Propheten nach einer Überlieferung des Ibn Masʿūd. Diese Pflicht ist schwerer für den Verstand zu begreifen und schwerer für die Glieder auszuführen als alle anderen Pflichten. Darum hat auch die Erkenntnis davon und das Handeln danach gänzlich aufgehört, und zwar ist die Schwierigkeit der Erkenntnis die Ursache geworden für das Aufhören des Handelns.

Mangel an Islamischem Wissen (Scharia) entbindet nicht vom Einhalten des Islamischen Gesetzes (auch Scharia). Der hochmittelalterliche persische Imam warnt den Leser vor pseudomuslimischen Liberalen (Lamya Kaddor?) oder schariaverweigernden Mystikern, die sich aus angeblich unzumutbar schwerer oder, ebenfalls ihrer Meinung nach, gänzlich unmöglicher Umsetzbarkeit des Erlaubten von der Last des Islamischen Gesetzes gleich ganz enthoben wähnen, Imam al-Ghazali donnert:

Irrtum über Irrtum! Vielmehr „ist das Erlaubte klar und das Verbotene klar und zwischen beiden liegen zweifelhafte Dinge.“ Diese drei finden sich unaufhörlich vereint, mögen die Verhältnisse liegen, wie sie wollen.

Wo aber der muslimische Endverbraucher nie ganz genau weiß, ob eine Tat nicht doch zweifelhaft ist und ob diese noch so unscheinbare begangene šubha (Zweifelhaftigkeit) am Tag der Auferstehung jenen minimalen Ausschlag gibt, der die Seele in die ewige Verdammnis wirft, werden Scheich und Mufti nie arbeitslos und gehen weder deutsche Millî Görüş noch türkische Diyanet (Präsidium für Religionsangelegenheiten) zu den Gelehrten Taqi Usmani (Ulama Mufti Mohammed Taqi Usmani) oder Yusuf al-Qaradawi (1997 Mitgründer und bis heute spirituelles Oberhaupt des Europäischen Rates für Fatwa und Forschung (ECFR)) auf Distanz, sondern betreten die Deutsche Islam-Konferenz (DIK) oder Sylvia Löhrmanns Düsseldorfer Schulministerium.

Eigentlich war es erst der Perser al-Ghazali, der, selbst das kaufmännische Rechnen bis in den letzten Winkel schariatisierend, den totalitären Glaubensgehorsam globalisierte und dem organisierten weltweiten Islam bis in unsere Zeit die Zumutung ersparte, die Wortwörtlichkeit von Koran und Hadith in Frage zu stellen. Seit dem auf Aristoteles neidischen Abu Hamid al-Ghazali ist alles fremde (unislamische) Wissen islamisch zu sabotieren. Andererseits lässt sich nicht sagen, dass der wohl bedeutendste sunnitische, im Jahre 1111 n. Chr. verstorbene Gelehrte beispielsweise Ibn Hanbal oder den Propheten Mohammed falsch verstanden hätte.

Das vollkommene Wesen, Mohammed, so muss der schriftgläubige Muslim seinen al-Ghazali heute lesen, ist der Begründer des schariakonfomen Bankgeschäfts (Sharia-Compliant banking). Islamic Banking[2] ist die alle universellen Menschenrechte (10.12.1948) verweigernde Apartheid im Finanzsektor:

4. Ferner sagt der Allerhöchste (Sūra 2:276): „O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Gott und lass den Rest des Wuchergewinnes fahren, wenn ihr gläubig seid.“ Dann fährt er fort: „Tut ihr es aber nicht, so vernehmet Krieg von Gott und seinem Gesandten“. Und weiter: „Wenn ihr euch aber bekehrt, so sollt ihr euer Kapital haben“. Dann sagt er (Sūra 2:276): Die es aber wieder tun, die werden dem Feuer gehören und ewig darin verweilen“. Danach wird also dem, der Wucherzinsen isst, zuerst der Krieg mit Gott angekündigt und schließlich das Höllenfeuer, dem er verfällt.

Im Oktober 2009 wurde bekannt, dass ein kuwaitisch-türkisches Kreditinstitut, die Kuveyt Türk Beteiligungsbank, eine Zweigstelle in Mannheim eröffnen will. Die Jenseitszentriertheit des Islamischen Finanzwesens (und die des Islamischen Rechts überhaupt) wird gerne unterschlagen, wenn man in Europa vom islamischen Zinsverbot redet.

DWS Noor Islamic Funds bieten Islamische Investment-Lösungen und binden den Investor und alle Investitionen in den wachsenden Totalitarismus Islamischer Gesellschaft oder Islamischer Ordnung (niẓām islāmī, Nizam-ı İslâm) ein. Gesteuert von der Dubai Islamic Bank (DIB) geht der finanzielle Dschihad vom Londoner Schariarat Dar Al Istithmar aus.[3]

Es gibt reines (ḥalāl), himmlisches Geld, das deiner Seelenrettung nicht im Wege steht, und teuflisch unreines (ḥarām) Vermögen, das in die Feuergrube führen muss und wahrscheinlich bereits jedes Pflichtgebet ungültig macht, weil der Muslim nicht nackt herumlaufen und nicht mit verunreinigter Kleidung beten darf.

Ist auch nur ein Bruchteil deiner Kleidung nicht schariagemäß hergestellt oder erworben worden? Ist deine Nahrung auf einem von einem Christen bebauten Acker gewachsen, der dem Schariastaat keine Dschizya zahlt? Dann züngeln dir die Flammen der Hölle höher:

5. Der Prophet sagt ferner: „Wenn einer ein Kleid für zehn Dirhem kauft und es ist ein ungerechter darunter, so nimmt Gott sein Gebet nicht an, solange er etwas davon auf dem Leibe trägt“.

6. Ferner sagt der Prophet: „Alles Fleisch, das aus unerlaubtem Gut wächst, gehört dem Höllenfeuer“.

Der koranlesende junge Mann darf als Kellner in Paris oder Berlin keinem Gast ein Glas Wein eingießen und auch die schariapflichtige französische oder nordrhein-westfälische Lehrerin muss im Schuldienst endlich ihren Schleier tragen dürfen, denn:

6. Ferner sagt der Prophet: „Wem es gleich ist, auf welche Weise er sein Vermögen erwirbt, bei dem wird es Gott gleich sein, auf welchem Weg er ihn in die Hölle schickt“.

Als er im Jahre 1960 sein berühmtes Erlaubtes und Verbotenes im Islam (Al-Ḥalāl wal-Ḥarām fil-Islām, The Lawful and the Prohibited in Islam)[4] schrieb, führte Scheich Yusuf al-Qaradawi nur das Ansinnen Mohammeds und al-Ghazalis fort:

6. Ferner sagt der Prophet: „Der Dienst Gottes besteht aus zehn Teilen, neun davon betreffen das Streben nach Erlaubtem.“

Ist die Islamische Sozialordnung (Nizam Islami) erst gebührend installiert, zeitigt Unzucht dem schariatreuen Paradiesfreund auf Erden Auspeitschung, Verbannung oder Mord. Aber vor Allah ist Zinsen zu nehmen viel schlimmer:

6. Der Prophet sagt: „Ein Dirhem[5] Wuchergewinn ist schlimmer vor Gott als dreißigfache Unzucht im Islam“.

Jemandem etwas wegzunehmen allerdings ist unter bestimmten Bedingungen ḥalāl.

15. Die Aneignung einer Sache kann entweder geschehen mit Willen des betreffenden oder ohne dessen Willen, letzteres z. B. bei dem, der eine Erbschaft hinterlässt.

Und hier kann wiederum die Aneignung gegen den Willen des Eigentümers geschehen (…) weil die Unverletztlichkeit des Eigentümers aufgehoben ist wie bei der Kriegsbeute oder weil der Aneignende in seinem Recht ist, z. B. solchen gegenüber, die keine Almosensteuer … zahlen wollen.

Klauen für Allah:

16. Zweitens: Was mit Gewalt solchen abgenommen wird, die nicht unter dem Schutz des hl. Gesetzes stehen. Hierher gehören die eroberten Ländereien (faiʾ), die Kriegsbeute und das sonstige Besitztum der bekämpften Ungläubigen. Solches ist den Muslimen erlaubt (…)

Es darf aber nicht solchen Ungläubigen abgenommen werden, die unverletzlich sind und mit uns im Vertrags- und Schutzverhältnis stehen.

Islamofaschismus ist Verträgemachen. Allah denkt an alles und al-Ghazali schätzt auch das Detail:

Die Einzelbestimmungen darüber finden sich in dem Kapitel von den Feldzügen, und im Besonderen im Kapitel über faiʾ Kriegsbeute und Kopfsteuer.

Rauben für Allah, Fortsetzung:

Drittens: Was mit Gewalt, aber auf Grund des Rechts einem solchen abgenommen wird, der seiner Verpflichtung nicht nachkommt, so dass man es ihm wider seinen Willen nehmen muss. Solches ist erlaubt, wenn der Anspruch selbst vollkommen begründet ist …

Die irdischen Besitzverhältnisse betreffend darf der islamisch Befugte ordnend eingreifen, letztlich ist sowieso nur Allah Eigentümer.

Wissen ist Macht, jedenfalls Islamisches Wissen. Damit berufliche Integration und Speiseplan sein Seelenheil nicht gefährden, muss der europäische Schariapflichtige die ʿUlamāʾ (sg. ʿālim, der Gelehrte) um Rat fragen:

17, 18. Er muss also bei allem, was ihm aus einer der genannten Quellen als Nahrung zukommt, bei den Gelehrten Erkundigung einholen und darf nicht in Unwissenheit davon Gebrauch machen. Denn wie [am jüngsten Tag] der Wissende gefragt werden wird: „Warum hast du entgegen deinem Wissen gehandelt“, so wird der Unwissende gefragt werden: „Warum bist du bei deiner Unwissenheit verharrt und hast dir kein Wissen angeeignet, nachdem man dir doch gesagt hat, dass das Streben nach Erkenntnis Pflicht für jeden Muslim ist?“

Wissen, das die von Allah gesetzten moralischen und juristischen Schranken überschreitet, ist falsches Wissen, kann eigentlich nur vom Teufel stammen und muss in jedem Fall in die Hölle führen. Demokratisches Wissen zum Beispiel wäre hochwahrscheinlich ein solches falsches Wissen, solange es den heutzutage unter Proislamisten so genannten Rahmenplan (framework) der Scharia nicht eilfertig und mit einem angeknipsten Lächeln zu bestätigen bereit ist.

Weil Allahgott das Weltgeschehen sehr „differenziert“ betrachtet, gibt es verschiedene Abstufungen von Erlaubt und Verboten:

18. Alles Verbotene ist schlecht, aber es gibt verschiedene Arten der Schlechtigkeit, ebenso ist alles Erlaubte gut, aber das eine ist besser und reiner als das andere.

Tugendhafte (Muslime) sind in Klassen verschiedener sittlicher Wertigkeit gespalten, weil sie unterschiedlich sorgfältig sind hinsichtlich ihres Einhaltens des Halal und Haram, des Erlaubten und Verbotenen. Deine sorgfaltsbezogene Zugehörigkeit ist „unbescholten“ als den Islam praktizierender Anfänger, „fromm“ als islampraktischer Fortgeschrittener, „gottesfürchtig“ als Vorbild deiner Stadt oder „vollkommen“ als Vorbild für alle Mitmenschen:

18. 1. Die Behutsamkeit der „Unbescholtenen“. Sie erstreckt sich auf Dinge, deren Übertretung den betreffenden zu einem Sünder (fāsiq) macht …, so dass er den Namen Frevler verdient und infolge seiner Sünden das Höllenfeuer zu erwarten hat.

Sein Handeln nur steuern, um das Höllenfeuer zu vermeiden, ist das Niveau der braven Tölpel:

Das ist die Behutsamkeit gegenüber dem, was nach dem Urteil der Gesetzesgelehrten strikt verboten ist.

Derlei Glaubensgehorsam ist unbedingt ausbaufähig:

2. Die Behutsamkeit der „Frommen“. Sie besteht in der Vermeidung dessen, was möglicherweise verboten sein könnte, dessen Aneignung aber der Mufti auf Grund des äußeren Wortlauts durchgehen lässt. Hierher gehören alle Fälle des Zweifelhaften (šubha)

Beneidenswertes Wohlverhalten aber erreicht erst die dritte und damit zweithöchste Tugendstufe:

3. [Die Behutsamkeit der „Gottesfürchtigen“. Sie erstreckt sich auf das,] was durch keine Fatwā verboten wird und über dessen Erlaubtheit kein Zweifel besteht, von dem aber zu fürchten ist, dass es zu etwas Verbotenem Führen könnte.

Was an einem Tun oder Ding so alles an Verunreinigung oder sonstiger Sünde dranhängt oder drinsteckt, weiß man ja nie so ganz genau, und das Zittern aus Angst vor der grässlichen Höllenflamme ziemt sich für den global auftretenden Salafisten oder Sufi:

Es ist die Vermeidung des Unverfänglichen aus Furcht vor dem Verfänglichen

Die besten Aussichten auf ewige Bleibe in der Nähe des Schöpfers aber hat:

4. [Die Behutsamkeit der „Vollkommenen“. Sie erstreckt sich auf das,] was durchaus unverfänglich ist und von dem auch nicht zu befürchten ist, dass es zu Verfänglichem führen könnte, das aber nicht mit Rücksicht auf Gott gebraucht wird und nicht in der Absicht, für Gott kräftiger zu werden, oder das seiner Herkunft nach mit einer Ungehörigkeit oder Sünde verknüpft ist.

Diese hinsichtlich ihrer „Behutsamkeit“ (ihres schariatischen Gehorsams) nahezu oder gänzlich perfekten Menschen aber sind:

[die] Vollkommenen (Ṣiddīqūn)

Sicherlich gibt es Kinder eines muslimischen Vaters, die nicht fünf Mal täglich beten, Töchter gar, die ihr Haar auf der Straße unverhüllt tragen. Das sind die Nenn-Muslime, wie jeder heutige Salafi oder Sufi oder deutsche Islamverbands-Aktivist weiß (und vielleicht sogar sagt, die Urgemeindler sind hier am ehrlichsten, während die ghazalikundigen Mystiker ein wenig Woodstock spielen und die Legalisten geduldig die noch für alle geltenden Paragraphen anknabbern), das sind diejenigen, die den Islam nicht leben.

Doch seinen Din (Glauben und Glaubensgehoram) lebt, so jedenfalls stellt Imam al-Ghazali es dar, sozusagen posthum Ibn Hanbal mit Scheich Yusuf al-Qaradawi verknüpfend, jeder Nichtpraktizierende im Zustand des für sein Dasein im Diesseits und im Jenseits absolut folgenreichen Heilsverlustes, im Zustand der Sünde.

Sünde ist:

19. Das Verbotene, … dessen Vermeidung eine Vorbedingung dafür ist, dass jemand als unbescholten angesehen wird und nicht mehr den Namen Sünder trägt

Hierbei geht es, wie wir nun wissen, immerhin bzw. erst um das unterste Niveau vermiedener Höllenstrafe, um die orthopraktische Achtsamkeitsstufe der Klatsch und Tratsch glaubensgehorsam Vermeidenden, der „Unbescholtenen“.

O Nichtsünder, die in deinem Interesse hoffentlich gestrenge islamische Lebensführungsdiktatur in Familie und Straßenzug misst dein Tun und Lassen Tag um Tag und Stunde um Stunde so sorgfältig ab, wie der Edelmetallhändler noch die feinsten kostbaren Goldkörnchen abwiegt, und, unzweifelhaft, die Gottheit wird am Yaum, am „Tag“ (der Auferstehung, yaumu l-qiyāma) noch wesentlich genauer wägen:

20. Das sind so gewisse Feinheiten in Bezug auf die Einteilung der unerlaubten Handlungen, die man nicht außer Acht lassen darf. Gäbe es keine Verschiedenheit in den Graden der Sünder, so gäbe es auch keine verschiedenen Grade des Höllenfeuers.

Man beachte hier die Kausalität Islamischer Wissenschaft, bei der keine Fragen offen bleiben jedenfalls keine Fragen mehr geduldet sind: Weil nun der im Koran zugesagte ewige Backofen abgestufte Qualen menschlichen Verbrennens bevorratet, muss oder sollte der muslimische Endanwender den Mehrsünder vom Wenigersünder unterscheiden.

Diese (von Logik und Empirie befreite) Differenz einer transzendenten, dauernde Qual bereitenden Temperatureinstellung ist demnächst Ausbildungsinhalt an Deutschlands Universitäten sowie versetzungsrelevanter schulischer Lehrstoff für den Islamischen Religionsunterricht (IRU).

Zur ersten Kategorie möchte der Imam nicht viel sagen, denn wer nur das allbekannte Böse meidet, „[das] schlechthin Verbotene“ (al-Ghazali), ist leicht als „Unbescholtener“ einzuordnen. Mehr Fachwissen erfordert die etwas gründlicher gelebte islamische Lebensführungsdiktatur, die Orthopraxiestufe der „Frommen“:

21. Als Beispiele dienen alle Fälle des Zweifelhaften, dessen Vermeidung wir nicht als geboten hinstellen, die jedoch erwünscht ist

Der Theologe führt das Beispiel des Jägers an, der ein als Jagdbeute erspähtes Tier nicht zum Schlachten und Verzehr bestimmt, nachdem er es nur anschießt, dann für eine noch so kurze Zeit aus den Augen verliert und zuletzt tot auffindet: Weil das Tier ja vielleicht gestürzt oder von einem anderen Tier getötet sein könnte, ist es vielleicht nicht halal.

Dieses meint der Prophet, wenn er sagt: „Lass, was dir zweifelhaft erscheint, und halte dich an das, woran du keinen Zweifel hegst“, ein Ausspruch, den wir als ein nahy al-tanzīh (Verbot aus Vorsicht) interpretieren

Nur sicher ist sicher und Allah weiß es am besten. Der „fromme“ Jäger rührt diese Beute nicht an.

Oder darf der nicht ganz erfolgreiche muslimische Bogenschütze das zwar seinen Pfeil aufweisende, aber erst in der Nachsuche und irgendwo im klippenreichen Gebüsch gefundene Wildpret mit der richtigen (dem Islam an die irdische Macht verhelfenden) Intention an die unreinen Dhimmis verkaufen? Diese Frage ist sicherlich nicht einfach zu klären, denn einerseits wäre der erzielte Geldgewinn nicht optimal schariakonform entstanden (so knapp daneben wie der besagte Pfeilschuss), andererseits würde die eingenommene Summe das Kalifat finanzieren und so vielleicht ganz viele Seelen retten! Allemal Stoff für eine Anfrage beim Mufti.

Dritter Grad der Orthopraxie, die Sorgfalt der „Gottesfürchtigen“. Ansteigende Furcht vor Allah und Weltgericht bewirkt ansteigendes Wohlverhalten, Mohammed weiß das und Abū Dardā schließt sich in ergebener Hinwendung (al-islām) an:

22. „Der Mensch erreicht nicht eher die Stufe der Gottesfürchtigen, als bis er auch das Unverfängliche meidet aus Furcht vor dem, was verfänglich ist“.

23. Und Abū Dardā sagt: „Die vollkommene Gottesfurcht besteht darin, dass der Mensch sich vor dem Gewicht eines Stäubchens in acht nimmt, indem er auf manches, das er für erlaubt hält, verzichtet aus Furcht, es könne doch verboten sein, so dass dies eine Scheidewand wird zwischen ihm und der Hölle.“

Das Geben und Nehmen betreffend (öffentlichkeitswirksam) unerwartet bescheiden und zugleich überraschend freigiebig zu agieren, könnte ein Ausdruck für Gottesfurcht sein:

Ein … Kaufmann nahm bei allem, was er gab, ein Korn weniger, und legte bei allem, was er gab, ein Korn zu, damit dies eine Scheidewand werde zwischen ihm und der Hölle.

Für die Sache mit der Scheidewand könnte man al-Ghazali beinahe dankbar sein, denn das die kulturelle Moderne boykottierende und sabotierende theoretische und praktische Wändemauern ist nach wie vor etwas sehr Islamisches:

Die maskulin aufgespannte, den Leib der Frau vom öffentlichen Reden und Blicken abspaltende Stoffbahn der Burka rettet vielleicht vor der Hölle, die schariabasierten, frauenspezifischen und frauendiskriminierenden Sondergesetze trennen Mann und Frau wie eine Mauer und retten inschallah ebenfalls vor dem ewigen Feuer, das für jede Frau geltende Verbot, einen Nichtmuslim zu heiraten trägt zur Seelenrettung bei. Islam ist geheiligte Integrationsverweigerung, geheiligte Asozialität, das permanente, um al-Ghazalis Begriff aufzugreifen, Errichten von Scheidewänden.

Im Islam ist jede räumliche Entität, ob Kosmos oder Straßenzug, Staat oder Atom, zerbrochen in einen himmlischen und einen teuflischen Sektor. Es existiert in Sozialverhalten, Gesetz, Speisevorschrift, zwischenmenschlicher Beziehung oder Umgangsform, um ein geometrisches Bild zu vewenden, gleichsam kein Vollkreis oder keine Scheibe, sondern es liegen sich stets, gleichsam gebrochen und sich belauernd, zwei Halbkreise oder Schalenhälften gegenüber. Wer allein diese zerbrochene islamische Wirklichkeit auszugleichen oder zu kitten vermag, sind Allahgott und sein Schariajurist oder, für die Tochter bzw. Ehefrau, ist der den göttlichen Willen durchsetzende Vater bzw. Ehemann.

Auch zeitliche Entitäten zwischen Epoche, Lebensspanne und Sekunde zeigen diesen Dipolcharakter, unterliegen dem ständigen Angriff Satans und müssen auf Allah hin ausgerichtet und gereinigt werden. Jede Stunde und jede Minute hat einen heilsgefährdenden, finsteren und einen vom Himmel geschenkten, heilssichernden Aspekt und Akzent. Auch das gehört zum Prinzip Scheidewand (Hidschab).

Erblickt es Verschwendung oder verbotenen Genuss, mag das von Allah eingesetzte Familienoberhaupt heiligen Zorn an den Tag legen, zumal gegen die naturgemäß orientierungsbedürftige Frau. Eines Tages verkaufte Omars Ehefrau Parfüm und strich, sei es aus eitlem Wohlgefallen oder aus Versehen, mit dem duftbenetzten Finger über ihr Kopftuch. Unzulässiges Schnuppern jedoch darf beide ergrimmen lassen, Allahgott und Ehemann:

25. Sulaimān [b. Ṭarfān] al-Tamīmī berichtete nach Nuʿaim dem Gewürzhändler folgendes: (…) Dann zog er ihr den Schleier vom Kopf, nahm einen Krug mit Wasser, goss es ihr über den Schleier, rieb diesen dann am Erdboden, beroch den Schleier, goss nochmals Wasser darauf, rieb ihn nochmals am Erdboden, beroch ihn nochmals, bis ihm kein Geruch mehr anhaftete.

Wer weiß, ob ein paar unerlaubt wahrgenommene Moleküle des beglückenden Duftstoffs am Tage der Auferstehung die Himmelswaage nicht in Richtung der ewigen Verdammnis kippen lassen? Bizarr und sadistisch vermengt die gerade gehörte Geschichte zudem tugendbewahrendes Kopftuch und gewaltsames Ausziehen weiblicher Kleidung mit jener zusätzlichen Herabsetzung, die im Berühren mit dem potentiell verunreinigten Erdboden liegt.

Als häuslicher Kalif hat der islamische Ehemann die Pflicht zur Erniedrigung der Frau, damit Allah und sein Gesetz erhöht bleiben. Da beschleicht einen der Gedanke, dass der unsichtbare Allah eigentlich ein ziemlich bärtiger Gott ist.

28. Vierter Grad: Die Behutsamkeit der „Vollkommenen“

Das sind jene, die alles, was nicht für Gott ist als verboten betrachten … Das ist die Stufe der „Unitarier“ (al-Muwaḥḥidūn), die sich von allem Sinnlichen losgelöst haben und deren Streben einzig und allein auf Gott geht.

Die zur irdischen Führung berechtigte Kaste der den Tauhid fehlerfrei Praktizierenden verfügt nicht lediglich über nahezu unerreichbar viel „islamisches Wissen“, sondern lebt diese „Wissenschaft“ auch noch Tag für Tag in einer annähernd engelhaften Makellosigkeit. Nicht ganz frei von Eitelkeit deutet al-Ghazali an, selber dieser Klasse der Perfekten anzugehören, was man im Jahre 2011 an der Universität Osnabrück gerne aufgreift, wo Bülent Ucar sagt: „Aber unsere erste Aufgabe ist es, Wissenschaft zu betreiben.“[6]

Großzügig, faktenfern und demokratiegefährdend setzt der Osnabrücker Schariafreund die jesuanische Ethik der absoluten Würde jedes Menschen mit der heilssichernden islamischen Ungleichbehandlung nach Koran und Sunna gleich. Ucar beruft sich nämlich auf Thomas von Aquin (1225-1274), den Nutzbarmacher von Aristoteles und Verteidiger einer christlichen Monarchie: „Das, was Thomas von Aquin für die Katholiken ist, ist Abu Hamid al-Ghazali für die Muslime.“

Vorerst ohne die Überwindung von Ratio und Rechtsstaatlichkeit ausdrücklich zu fordern, wird in diesen Jahren im engeren oder weiteren Umfeld der Muslimbruderschaft Abu Hamid al-Ghazalis himmlische Wissenschaft weltweit hochgehalten. Selbst in Australien gibt es ein (zu SunniPath bzw. Qibla http://qibla.com/ , Mitgründer war Scheich Faraz Rabbani, sowie zum kalifornischen Zaytuna Institute http://www.zaytunacollege.org/ , Mitgründer war Scheich Hamza Yusuf früher Mark Hanson, verlinkendes „Ghazalizentrum für Islamische Wissenschaft und Menschlichen Fortschritt“. Wissenschaft ohne Allahbewusstsein gilt in Mt. Lewis, einem Vorort von Sydney, als Flickwerk. Das dem amerikanischen Sufischeich Nuh Ha Mim Keller zugeneigte Al-Ghazzali Centre for Islamic Sciences and Human Development („ein Lernzentrum für das Heilige Islamische Wissen“) sieht „in Unkenntnis und Fehldeutung die größten Hemmnisse für das Licht wahren Wissens auf seinem Weg zu den Seelen der Menschen.“ Erklärtes Ziel des australischen Ghazalizentrums ist es, „das Wissen der Prophetischen Traditionen zu verbreiten, um dem menschlichen Leben spirituelle Führung zu verschaffen“. Das Zentrum ist stolz darauf, „Individuen zu befähigen, ein rechtgeleitetes Leben zu führen und ihm etwas von jenem heiligen Wissen bereitzustellen, das Allah offenbart hat, der Schöpfer des Weltalls.“[7]

Wollen Bülent Ucar oder Sylvia Löhrmann eine solche himmlisch inspirierte bzw. Allahzentrierte, eine um den Schariagehorsam vervollständigte „Wissenschaft“ (Zaytuna Institute: Islamic sciences, Al-Ghazzali Centre: holistic Science, Erdoğan-Berater und SETA-Stratege Ibrahim Kalin: Islam’s holistic view of the universe … an integrated and holistic notion of the universe in which man and nature are placed as complements to each other) demnächst in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen etablieren oder es vorziehen, die theologischen Inhalte der Imamausbildung oder Schulstunden eher mit dem Institut Européen des Sciences Humaines (IESH, http://www.iesh.org/) abzustimmen, den Theologen um Yusuf al-Qaradawi? Nein, mit Muslimbrüdern oder Millî-GörüŞ-Bewegung, darauf legt Löhrmann Wert, unterzeichne sie keine Gemeinsame Erklärung (22.02.2011), jedenfalls nicht direkt:

Auf AbgeordnetenWatch wurde Löhrmann darauf hingewiesen (04.03.2011), dass der deutsche Zweig der Muslimbruderschaft, die als extremistisch eingestufte Islamische Gemeinschaft Deutschland (IGD), den Zentralrat mitgründete und dass mit dem Islamrat (IR), welchen die islamistische Millî GörüŞ (IGMG) dominiert, eine weitere potentiell verfassungsfeindliche Organisation staatlicher Ansprechpartner für den bekennenden Religionsunterricht sein soll. Eine wichtige Frage, GörüŞ und muslimbrudernahe IGD sind schließlich in Islamrat bzw. Zentralrat lediglich eingewickelt, das Zweier-Ensemble ist dann noch ein weiteres Mal verpackt und als KRM etikettiert. Spätestens mit dem KRM signiert die Ministerin ihre Verabredung dann sehr gern, wie uns die problemlösende Antwort (31.03.2011) der Ministerin verblüfft: „Der Partner, mit dem ich eine Gemeinsame Erklärung unterschrieben habe, ist der ‘Koordinationsrat der Muslime’ (KRM) und nicht die ‘Muslimbruderschaft’ oder ‘Milli Görüs’. Der KRM wird nicht vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtet.“

Der in Osnabrück genannte Kirchenlehrer und Scholastiker aus dem italienischen Städtchen Aquino hat, sehr anders als al-Ghazali, die Ermordung des Apostaten nicht gebilligt und steht mit seinem Gottesbegriff und Menschenbild dem Erhalt der bürgerlichen Ordnung kultureller Moderne nicht im Wege. Wo andererseits al-Ghazali (oder Mohammed) ernst genommen wird, gibt es keine Pressefreiheit, keine Frauenrechte und keine Wissenschaft, sondern schariakonforme Berichterstattung, Allahs Feminismus und „Islamische Wissenschaft“.

Wieder zum Grad vier vollkommener „Behutsamkeit“:

28. Ohne Zweifel wird einer, der sich vor dem in acht nimmt, was durch eine Sünde erlangt wird oder als Mittel zur Sünde dient, sich auch vor allem in acht nehmen, das seiner Herkunft nach mit einer Sünde oder einer Ungehörigkeit verbunden ist.

Das lässt uns Heutige erkennen, dass eine Halal-Kantinenspeise nicht lediglich nicht von Ungläubigen zubereitet werden darf oder auf Tellern und mit Besteck servierbar ist, dass Geschirrspülmaschine oder Besteckfach mit von Alkohol oder Schweinefleisch verunreinigtem Material teilte. Nein, Landwirt, Erntehelfer und Lagerarbeiter dürfen nicht mit Haram-Geld bezahlt worden sein, Köchin, Putzfrau und Kassiererin haben keine Lohnnebenkosten an das unreligiöse Fürstentum oder an die säkulare Demokratie abzuführen, sondern die Zakat an den Schariastaat, soll das Seelenheil des Nutznießers ungefährdet bleiben:

29. So trank Bišr kein Wasser aus Kanälen, die die Statthalter gegraben hatten, denn der Kanal sei die Ursache, dass das Wasser zu ihm heranfließe. Wenn auch das Wasser an sich erlaubt sei, so würde er doch … sich des Kanals bedienen, der durch die Arbeit von Lohnarbeitern hergestellt wurde (…), die durch ungerechtes Gut entlohnt worden sind.

Jede Forschung, Technik oder Finanzierungsweise, die von Nichtislamischem verunreinigt ist oder verunreinigt sein könnte, ist aus dieser allahbewussten oder „unitarischen“ Sicht zu meiden! Posthum und durchaus islamisch leistet der vor neunhundert Jahren verstorbene al-Ghazali Aufbauhilfe für die antimoderne Gegenökonomie des globalen Islamic Banking.

Wenn uns kalifatstreue Burkafrauen und Bärtige begegnen, beispielsweise bei der ghazalitreuen Lahore Ahmadiyya Islamic Movement[8] oder bei der weltweit sehr einflussreichen hanafitischen Missionsbewegung Minhaj-ul-Quran,[9] müssen wir gar nicht von Salafismus sprechen, sondern könnten Ghazalismus sagen oder einfach Islam. Abdullah Uwe Wagishauser oder „Shaykh-ul-Islam” Tahir-ul-Qadri beispielsweise, obschon einerseits, rechtes Handeln suchend, der medinensischen Urgemeinde (622-855 n. Chr.) verpflichtet,[10] sind andererseits sozusagen Ghazalisten, doch vor allem natürlich echte (nichtsäkulare, revolutionäre) Muslime.

Tahir-ul-Qadri verwendet den Imam al-Ghazali zur Begründung seiner pazifistisch tuenden, in Wirklichkeit kulturrassistisch und gegenmodern-allahkratisch ausgerichteten Fatwa gegen Terrorismus, während die endogame Sonderströmung der schariatreuen Ahmadiyya die politreligiösen Führer eines jeweils herankommenden frommen Zeitalters wie ibn Hanbal, al-Ghazali und Taimiyya zu den epochalen Mudschaddidun (muǧaddidūn), das bedeutet Islamreformern oder islamischen “Erneuerern” rechnet (sg. muǧaddid türk. müceddid).

Auch der türkische Philosophieprofessor Alparslan Açıkgenç (Ankara) verherrlicht die epochemachenden Schariadurchsetzer folgerichtig als “zeitgenössische Manifestation des Islam im Angesicht sich wandelnder menschlicher Bedingtheiten”,[11] ohne den Leser warnend auf Menschenrechtswidrigkeit, Totalitarismus und Wissenschaftsfeindlichkeit jeder Islamischen Bildungspolitik oder Islamischen Rechtspraxis hinzuweisen.

Islamistische Theoretiker wie Alparslan Açıkgenç (1990) schwärmen für die “Erneuerer” oder “Islamreformer”, weil diese der Umma die Zumutung echter wissenschaftlicher Globalisierung oder allgemeiner Menschenrechte nachhaltig ersparen.

Den indisch-pakistanischen Mudschaddidforscher Fazlur Rahman (1919-1988) nennt uns Allahs türkischer Philosoph als Zeugen, wir sollten wohl sagen als Wegweiser der schleichenden Islamischen Revolution angesichts geänderter Umweltbedingungen: “Ich hoffe zeigen zu können, dass die Islamische Welt als eine Islamische nicht nur vom aktivistischen Ferment abhängt, sondern geduldiger und komplexer geistiger Arbeit bedarf, um die unverzichtbare Islamische Vision zu erzeugen.”[12]

Ein letztes Beispiel zum gottesfürchtigen Produktboykott oder Konsumboykott:

29. Ferner gab es manche, die auf ihrer Pilgerfahrt nicht aus den Wasserbehältern tranken, die von Bedrückern angelegt waren. Obwohl nämlich das Wasser erlaubt war, so blieb es doch in einem Behälter aufbewahrt, der mit unrechtem Gut erbaut war

Coca Cola beispielsweise, so sieht es die fromme Terrorversteherin Zara Syed, fördere den demokratischen Staat Israel und tyrannisiere die schariapflichtigen Palästinenser. Ob sie bereits zur Güteklasse der Ṣiddīqūn[13] zu rechnen ist, müsste noch erforscht werden, aber sicher ist sicher: Boycotting for Justice![14]

30. es gehört zur Behutsamkeit der Ṣiddīqūn den Leib von allem Schlechten rein zu halten. (…) Aḥmed [b. Ḥanbal] … als er einmal darüber gefragt wurde, ob ein Spindelmacher bei drohendem Regenwetter unter einer Grabkuppel arbeiten dürfe, antwortete er: “Die Gräber sind nur fürs Jenseits dar.“

Weil nur den Wenigsten vergönnt ist, wirklich jede Sekunde des Lebens hellwach, überwach Allahgott und Schariagesetz eingedenk zu sein und andererseits das noch so kurze Verschwinden des Gottesbewusstseins die Lampe der Rechtleitung wahrscheinlich für immer zum Erlöschen bringt (Sahl von Tustar: Wer sein Auge für einen einzigen Moment vor Gott verschließt, wird sein ganzes Leben lang keine wahre Rechtleitung erfahren),[15] muss es zwischen der Behutsamkeit der gewöhnlichen Muslime und derjenigen der Vollkommenen allerlei Zwischenstufen geben. Die Folgen deiner Sorgsamkeit oder Behutsamkeit jedenfalls sind absolut:

31. Je strenger nun jemand gegen sich selbst ist, desto leichter wird er am jüngsten Tag zu tragen haben, desto schneller wird er über die Brücke des Ṣirāṭ gelangen und desto sicherer wird er davor sein, dass die Waagschale seiner Übeltaten die seiner guten Taten überwiegt.

Wo al-Ghazali beworben wird, wird die Existenz der islamischen Hölle (ǧahannam, ǧaḥīm) und die eben beschriebene Brücke Sirat (aṣ-ṣirāṭ al-ǧaḥīm, Bridge over hell)[16] zum universitären Ausbildungslehrstoff und ein Kind, das die das Höllenfeuer überspannende Siratbrücke bezweifelt, bekommt in Reli keine gute Note und kann mit dem Getratsche der örtlichen Umma rechnen, mit erlittener Meidung auf dem Schulhof und vielleicht mit häuslicher Gewalt.

Die Stufen der Seligkeit im Jenseits sind nämlich verschieden je nach den genannten Graden der Behutsamkeit, so wie auch die Stufen der Hölle für begangenes Unrecht verschieden sind je nach den Graden des Bösen. Du weißt also, wie die Dinge liegen, du brauchst nur zu wählen.

Soviel zur (höllischen) Wahlfreiheit im Islam (du brauchst nur zu wählen). Mit einem ernst genommenen al-Ghazali werden diese letzten Worte es dem Kind oder Jugendlichen vielleicht unmöglich machen, sich vom Islamischen Religionsunterricht abzumelden oder dem zur Scharia rufenden Lehrer zu laut zu widersprechen oder auch nur still zu widerstehen. Pädagogen und Sozialpädagogen dürfen nicht zulassen, dass Schüler mit al-Ghazali erzogen bzw. ausgebildet werden und in Furcht vor der Höllenstrafe (Du weißt also, wie die Dinge liegen) leben.

Sofern in Stadt und Land der Regent noch nicht Allah ist oder Allahs annähernd makelloser Stellvertreter (Kalif), musst du um der Rettung deiner Seele mit der Obrigkeit wie folgt umgehen:

180. Fernhaltung von den Machthabern

(…) dass man sich von ihnen fernhält, dass man sie nicht sieht und dass sie einen nicht sehen. Das ist Pflicht, da auf andere Weise keine Sicherheit möglich ist.

Neben dem ekelgeschüttelten Rückzug vor den Staatsorganen zeigt sich gelebte fromme Regierungskritik in lautlosem Groll und, kein einfaches Unterfangen für Europas Muslimbrüder im Umgang mit Parlamenten und Ministerien, im Boykottieren des Umgangs mit jedem staatlichen Kontaktunterhalter.

Darum soll man sich vornehmen, sie wegen ihrer Übeltaten zu hassen, ihnen kein langes Leben zu wünschen, kein Lob spenden, sich nicht nach ihrem Befinden erkundigen und sich nicht solchen nähern, die mit ihnen in Verbindungen stehen.

Islamkritik ist „ungerecht“ und Sünde gegen Allahgott. Es ist eine Selbstverständlichkeit und Notwendigkeit, dass Europaparlamentspräsident Hans-Gert Pöttering (2008) und Bundespräsident Horst Köhler (2010) den Islam als eine im Kern friedliche Religion bestimmten.[17] Nur so sind, wie uns al-Ghazali gleich sagen wird, die beiden Machthaber aus islamischer Sicht „gerecht“ und achtenswert geblieben.

Wer aufgrund falscher Handlungen oder fehlender richtiger Taten zu missachten ist, dem steht am Tag des Weltgerichts bei Allah weniger Wohlgefallen zu und vorab auf Erden bei den Muslimen weniger menschliche Würde:

So oft wir erfahren, dass jemand eine Ungerechtigkeit gegen die Menschen oder eine Sünde gegen Gott begangen hat, muss der betreffende in unserer Achtung sinken, und zwar ist das für uns Pflicht; denn wenn von jemandem etwas Ungehöriges ausgeht, so muss das ohne Zweifel die Hochschätzung, die wir von ihm haben, vermindern.

Der Kontostand deiner islamischen Ehre droht jederzeit aus dem akzeptablen Bereich abzusinken, was dem einzig Orientierung bietenden und den Gottesbund bewahrenden Gewebe, was der reinen Umma das Herauswaschen des menschgewordenen Makels nahe legen mag. Mit Imam al-Ghazali wird die Illoyalität zum unislamischen (beispielsweise freiheitlich demokratischen) Staatsführer zur Ehrensache und vielleicht auch die Tötung eines Frevlers zum Ehrenmord. Schließlich gilt es, angesichts des Treibens der Schariaverweigerer einen beinahe körperlichen Schmerz zu erleben:

180. und zwar muss man die Versündigung jedes einzelnen von ihnen gegen Gott wie eine Versündigung gegen sich selbst empfinden.

Zum vorletzten Ghazali-Zitat, dem ein Exkurs in die Gegenwart und zum für Nordrhein-Westfalen wohl kaum noch zu verhindernden bekennenden Islamischen Religionsunterricht folgt.

Dein Mangel an Gottesfurcht (taqva) ist Mangel an Information:

181. Wer die Beleidigung Gottes nicht verabscheut, der liebt Gott nicht; Gott liebt aber nur der nicht, der ihn nicht kennt. (…) Nun ist aber sowohl die Erkenntnis Gottes als auch die Liebe zu Gott Pflicht.

Bereits im Familien- und Erbrecht der heilssichernden Scharia gibt es Muslimsolidarität nur auf Kosten der Ungläubigen. Wer pflichtwidrig (unislamisch) lebt, liebt den Gott von Koran und Hadith nicht.

Aus dem 900 Jahre alten Iran ins islamisierende Deutschland.

Allahbewusstsein und Schariagehorsam sind in Nordrhein-Westfalen, solange sich Landesregierung, IRU-Beirat und KRM nicht von Theologen wie al-Ghazali distanzieren, ab Sommer 2012 versetzungsrelevant, denn wenn schon im Landtag keiner gegen die Scharia spricht, wird sich auch im Klassenzimmer niemand trauen, die islamgesetzlichen Maßgaben zu Ehe, Kleidung und Gesellschaft vernehmbar zurückzuweisen.

Die GRÜNE Schulministerin aber leugnet jeden Konformitätsdruck und ordnet zum Islamischen Religionsunterricht (IRU) an: „Er befähigt zu einer persönlichen Entscheidung in Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und anderen Weltanschauungen und er fördert Toleranz und Verständnis gegenüber der Entscheidung anderer.“ Vorauszusetzen scheint sie dabei allerdings das Erlernen der Schariapflichten, denn das von ihr im Aachener Haus der Freunde der globalen Muslimbrüder, die den Islam keineswegs falsch verstanden haben, beschworenes „regelgeleitet“ könnte die kulturrassistischen, misogynen und tribalistischen Schariaregeln des echten alten Islam meinen und nicht die Regeln der universellen Menschenrechte. Der IRU nämlich, so Sylvia Löhrmann: „befähigt dazu, auf Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans – die Welt regelgeleitet religiös zu deuten.“

Als Orthopraxie, als „regelgeleitet“ versteht offensichtlich auch Löhrmanns Gesprächspartner Aiman Mazyek die Religion von Koran und Sunna, der 2008 in seinem Grußwort zum fünfzigjährigen Bestehen der IGD befand: „Weil der Islam eben doch in erster Linie einen Glauben darstellt und eine Lebensweise empfiehlt, die versucht sich danach zu richten.“[18] Im Beisein von Murad Wilfried Hofmann sowie Tariq Ramadan, dem Sohns des ersten IGD-Vorsitzenden und Muslimbruders Said Ramadan (1926-1995),[19] forderte der Generalsekretär des Zentralrats flächendeckenden Islamunterricht an Deutschlands staatlichen Schulen, wie beim ZMD nachzulesen ist: „Mazyek wünschte sich, dass der islamische Religionsunterricht, wie von der Islamischen Föderation in Berlin gerichtlich erstritten, auch in anderen Bundesländern ausgebaut werden könne.“[20] Sylvia Löhrmann scheint 2011 das Islamverständnis von Said Ramadan, Murad Wilfried Hofmann)[21] sowie der Islamischen Föderation Berlin als unproblematisch und schultauglich einzuschätzen.

Auch ein schulbezogener Einfluss von Islampolitikern wie Ayyub Axel Köhler bereitet Frau Löhrmann keine schlaflosen Nächte. Als Nachfolger von Nadeem Elyas, dem Autor der Islamischen Charta),[22] war Köhler zwischen 2006 und 2010 Vorsitzender des ZMD. Köhler favorisiert den geschlechtergetrennten Sportunterricht (“Wenn die Eltern einen getrennten Unterricht für besser halten, werden wir das unterstützen und für pragmatische Lösungen mit den Schulen werben”) und fordert eine an der Scharia ausgerichtete Frauenkleidung (“Die Kopfbedeckung der Frau gehört in der Tat, wie überhaupt dezente Kleidung, zur Religionsausübung”).[23]

Die drei Texte Das Islamische Recht (Islamic Law, Its Scope and Equity, Said Ramadan 1961), Der Islam als Alternative (Murad Wilfried Hofmann 1992) und die für den ZMD veröffentlichte Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft (Nadeem Elyas 2002) müssen uns wohl annehmen lassen, dass es mit einem staatlich einbezogenen Zentralrat bzw. Koordinierungsrat einen Religionsunterricht geben wird, der die allgemeinen Menschenrechte der Scharia nachordnen und die säkulare freiheitliche Demokratie verächtlich machen wird.

Äußerst beachtlich ist der Ort diese Rede Löhrmanns vom 07.12.2011, das Islamische Zentrum Aachen (IZA, Bilal-Moschee), welches bis heute von von den syrischen Muslimbrüdern in der Nachfolge von MB-Führer Prof. Issam el-Attar geprägt ist und das allen anderen Strömungen der Muslim Brotherhood (MB) von IGD (deutsch) über FIOE (gesamteuropäisch) bis zur HAMAS (palästinensisch) theologisch und solidarisch nicht allzu fern steht.[24]

Das sich nach außen als dialogbereit darstellende IZA bot Radikalen eine Bühne und warb für die antisemitische Hetzschrift Protokolle der Weisen von Zion, wie Mitbürgerin Sylvia Löhrmann bei ihrem Innenministerium (in: Islamistische Organisationen in Nordrhein-Westfalen) nachlesen kann.[25]

Die Lehrerzimmer und schulischen Elternvereine zwischen Aachen und Paderborn nehmen es schweigend hin, dass die Ministerin für Schule und Weiterbildung dafür wirbt, dass die „zu muslimisierenden“ Mädchen und Jungen Weltall und Staat nach Koran und Sunna deuten lernen (Löhrmann: auf der Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans). Islamische Quellen aber sind der Stoff, aus dem die totalitäre und brutale Scharialehre besteht. Löhrmann mag den Anschein erwecken oder es tatsächlich glauben, dass es für die in den Milieus von IGMG oder ZMD aufwachsenden Kinder oder Jugendlichen neben der schariakonformen Weltdeutung völlig unproblematisch noch gleichrangigen Raum für ein zweites, säkulares System der Weltanschauung geben könne.

Den kindlichen oder jugendlichen schariakonformen Kompetenzerwerb (Löhrmann: die Welt regelgeleitet religiös zu deuten) fordert die Islamversteherin und stellvertretende Ministerpräsidentin in den Räumlichkeiten des engsten Umfeldes der revolutionären und antisäkularen Bewegung der Muslim Brotherhood (MB), zu welcher der brandenburgsche Verfassungsschutz im Jahre 2003 feststellte:

Die meisten in Deutschland vertretenen Gruppen gehen auf die ägyptische „Muslimbruderschaft“ (MB) zurück. Sie ist die einflussreichste und am weitesten verzweigte islamistische Gruppierung. Die MB wurde 1928 von dem ägyptischen Volksschullehrer Hassan al-Banna mit dem Ziel gegründet, einen vom Islam geprägten gesellschaftlichen Gegenentwurf zur weitgehend als dekadent empfundenen westlichen Moderne zu schaffen. Nach Auffassung al-Bannas bildet der Islam eine alle Lebensbereiche umfassende Einheit aus Religion und Politik, die eine konkrete Alternative zum abendländischen Lebensstil darstellt. (…) Dem ägyptischen Zweig steht die 1960 gegründete „Islamische Gemeinschaft in Deutschland e. V.“ (IGD) nahe. Sie bemüht sich um die Ausweitung ihres Einflusses in deutschen islamischen Zentren und Moschee-Vereinen. Die „Islamischen Avantgarden“, eine Abspaltung des syrischen Zweigs der MB, unterhalten das 1978 gegründete „Islamische Zentrum Aachen – Bilal Moschee e. V.“.[26]

Soweit der Verfassungsschutzbericht, dessen „eine alle Lebensbereiche umfassende Einheit aus Religion und Politik“ ein totalitäres, theofaschistisches Staatsmodell ausgesprochen nüchtern umschreibt. Im Übrigen liegt die Bundesrepublik weder im vielleicht mit der Epoche von Gotik oder Barock untergegangenen Abendland und auch nicht in einem phantastischen Westen bzw. Okzident, sondern in der kulturellen Moderne universeller Menschenrechte und stellt auch der 1979 gegründete, echt islamische Terrorstaat von Ayatollah Chomeini „eine konkrete Alternative zum abendländischen Lebensstil“ dar, um die Worte des Verfassungsschutzberichts Brandenburg 2003 aufzugreifen.

Im Zentralrat (ZMD) und damit, möge es verhindert werden, auch im für den staatlichen Religionsunterricht betrauten KRM sitzen gleich fünf der Muslim Brotherhood nahe stehende Organisationen: Haus des Islam e.V. (HDI), über Muhammad Siddiq Borgfeld (ECFR) ist das HDI dem radikalen Scheich Yusuf al-Qaradawi treu verbunden, Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die IGD kann uns als der deutsche Zweig der Muslimbrüder gelten, Islamisches Zentrum Aachen (IZA), Islamisches Zentrum München (IZM) sowie Muslim Studenten Vereinigung in Deutschland (M.S.V.). Zwei weitere muslimbrudernahe Organisationen sind dem ZMD assoziiert: Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland-Zentralrat, ECFR-Scheich Mustafa Cerić loyal, sowie der Rat der Imame und Gelehrten in Deutschland (RIGD). Der RIGD hat seinen Sitz in der Eichenstrasse 41 in Frankfurt, dort residieren auch Islamisches Zentrum Frankfurt sowie Muslim Studenten Vereinigung M.S.V.. Über den Islamrat ist die an Necmettin Erbakan orientierte islamistische und türkisch-nationalistische Millî Görüş am KRM beteiligt, weltanschaulich ebenfalls wohl eher nicht kindgerecht bzw. jugendfrei.

Sylvia Löhrmann könnte selbst bei Wikipedia etwas über die M.S.V. lernen, eine der Mitgliedsorganisationen in ihrem muslimbrudertreuen Ansprechpartner Zentralrat:

Sie wurde 1964 in München gegründet, hat aber heute ihren Sitz in Köln. Sie gehört zur Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die nach Angaben des Verfassungsschutzes NRW unter dem Einfluss des ägyptischen Zweigs der Muslimbruderschaft steht. Sie ist Mitglied der Föderation Islamischer Organisationen in Europa (FIOE) und der International Islamic Federation of Student Organizations (IIFSO). Der Bundesvorsitzende ist Ibrahim El-Zayat, der stellvertretende Vorsitzende Mehmet Sabri Erbakan, früherer Generalvorsitzender der IGMG.

Soweit Wiki. Die FIOE ist die Europaorganisation der Muslimbrüder. Die Düsseldorfer Landesregierung nimmt es in Kauf, dass fundamentalistisches Moralverständnis, reaktionäres bis kulturrassistisches Gesellschaftsbild und manichäische und gewaltaffine Theologie dieser Milieus Einfluss auf das Schulsystem des bevölkerungsreichsten Bundeslandes erlangen. Das rechtlich fragwürdige Beiratsmodell mit Beteiligung des KRM sollten die Bürger, also auch die muslimischen Bürger, daher nicht widerspruchslos hinnehmen.

Der ZMD selbst fiel 2002 durch den im Grundsatzprogramm (Islamische Charta, 2002 von Nadeem Elyas) bekundeten, eigenwilligen Umgang mit den Standards der allgemeinen Menschenrechte auf (Es besteht kein Widerspruch zwischen der islamischen Lehre und dem Kernbestand der Menschenrechte). Kein Kernbestand oder Kern ohne Restbestand oder Hülle, offensichtlich halten Islamisten ein ordentliches Maß an Menschenrechten für entbehrlich.[27]

An jahrhundertealten religiösen Texten wie denjenigen eines Abu Hamid al-Ghazali können, eine engagierte Scharialobby vorausgesetzt, die erst vor wenigen Jahrzehnten mühselig errungenen universellen Menschenrechte zerschellen. Eine die Banden des Islamischen Rechts offen in Frage stellende Wissenschaftlichkeit oder Sozialarbeit, so ist zu befürchten, wird bald nicht mehr finanziert werden oder wird ausgedehnte geistige und institutionelle Zonen räumen müssen, in denen jenseitszentriertes islamisches Weltdeuten und eine schariakonforme (wissenschaftsfeindliche) Pädagogik herrschen.

Noch einmal zum iranischen Theologen, ein letztes Beispiel für die geheiligte und heilssichernde Meidung des Kontakts zu den Sündigen:

198. Je mehr solche Ungerechtigkeiten vorkommen und je mehr Personen davon betroffen sind, desto mehr sind die Urheber davon bei Gott verhasst und desto mehr muss man sich von ihnen fernhalten und den Verkehr mit ihnen meiden.

Gemeint sind, was zunächst Sympathie erwecken könnte, treulose Beamte, doch wird jeder zur Wortwörtlichkeit des Textverständnisses erzogene Muslim, zumal ein Jugendlicher oder ein Kind, zwischen impliziter Höllendrohung bei mittelalterlichem Amtsmissbrauch und entsetzlich unislamischem Verhalten eines heutigen Nachbarn oder Mitschülers eine Verbindung herstellen, das Gebot der Meidung praktisch umsetzen und, heute oder morgen, den Kontakt etwa zu Mitmuslimen abbrechen, die gegen den Hidschab oder gegen Yusuf al-Qaradawi argumentieren.

Die von AEMR und Rechtsstaat als eine Solidargemeinschaft gemeinte Bevölkerung muss sich im Sinne des Islamischen Rechts voneinander trennen in schariakonforme Muslime und sittlich Minderwertige, wie sich, um ein Bild zu verwenden, beim Erzverhütten Edelmetall und Schlacke voneinander scheiden.

Wie in der Schale mit eindampfenden Meerwasser aus kleinsten Molekülen der Salzkristall zu wachsen beginnt, so wird sich der nach Allahs Willen zu schariatisierende Mensch in das unschöpferisch und frauenherabsetzend bleibende und an Härte gewinnende Kristallgitter der Umma einzufügen haben und, bei steigender Verwirklichung der Islamischen Ordnung, eben gerade kein Individuum sein, sondern Teil der Kollektivgewalt gegen alles Unislamische.

Der muslimische Nonkonformist ist zu disziplinieren oder zu verstoßen, ob einst mit dem Gelehrten al-Ghazali oder heute mit der Muslimbruderschaft.

Yusuf al-Qaradawi konnte für sein wichtigstes, vor einem guten halben Jahrhundert veröffentlichtes Werk The Lawful and the Prohibited in Islam (Al-Halal Wal Haram Fil Islam, 1960)[28] das für al-Ghazalis Band 14 grundlegende dualistische Denkmuster von Erlaubt und Verboten ebenso beibehalten wie den jahrhundertealten Buchtitel. Aufgrund der in den frühen Sechziger Jahren häufigen Verhaftungen von ägyptischen Muslimbrüdern durch die Regierung Nasser (Staatspräsident zwischen 1954 und 1970; vgl. Hinrichtung an Sayyid Qutb 1966) musste der radikale Scheich schon im Folgejahr (1961) ins Exil nach Katar gehen.

Durch die in die Unruhen und Revolten des Arabischen Frühlings (2011) eingebetteten Ereignisse wie der Tag des Zorns (25.01.2011) und die erfolgreiche Revolution gegen Präsidenten Mubarak (Rücktritt am 11.02.2011) droht im Land am Nil, wenn die Vorteile des säkularen Staats nebst Wegfall der diskriminierenden Schariagesetze etwa im Ehe- bzw. Familienrecht gemäß Artikel 2 der ägyptischen Verfassung von 1971[29] den Menschen nicht in den nächsten wenigen Monaten einleuchten, der islamophile Polizeistaat durch einen totalitären islamischen Gottesstaat ersetzt zu werden.

Nur eine Woche nach dem Rücktritt Mubaraks hielt der in seine Heimat zurückgekehrte Schariagelehrte seine Chutba (Freitagspredigt) auf dem Kairoer Tahrir Square.[30] Angesichts der jüngsten Wahlergebnisse, insgesamt errangen die islamistischen Parteien im Dezember 65,3 % der Stimmen (Muslimbrüder 36,5 %, Salafistem 28,8 %), ist zu befürchten, dass auf Jahrzehnte nicht die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, sondern die Maßgabe des im Jahre 1111 verstorbenen Wegbereiters einer himmlischen Diktatur, Abu Hamid al-Ghazali Ägyptens Leben und Alltag prägen wird.

Jacques Auvergne

[1] im Bild: al-Ghazali-Übersetzer, Schariagelehrter und Scheich Yusuf Talal DeLorenzo

Sheikh Yusuf serves as a Shariah advisor to over 20 global financial entities, including index providers, banks, mutual funds, real estate funds, leasing funds, institutional investors, home finance providers, alternative asset managers and others.

http://islamicfinancenews.files.wordpress.com/2008/01/sheikh-yusuf-talal-delorenzo.jpg

Yusuf Talal DeLorenzo, a Shariah scholar, at his home office in Ashburn, Va.

http://graphics8.nytimes.com/images/2005/02/08/business/bahrain.span.jpg

11.04.2011. Im Umfeld des Schariagelehrten aus Ashburn / Virginia (73.000 Einwohner) wirkten weitere Islamaktivisten.

Farooque Ahmed of Ashburn was sentenced to 23 years in prison and 50 years of probation today after he pleaded guilty to plotting to bomb several Metro stations in October. v

http://www.loudountimes.com/index.php/news/article/farooq_ahmed_sentenced_to_23_years_in_prison_50_years_probation/

The FBI’s arrest of Farooque Ahmed of Ashburn, Va.

http://www.washingtontimes.com/news/2010/nov/5/the-fbis-arrest-of-farooque-ahmed-of-ashburn-va-fo/

Wir bleiben in Ashburn und innerhalb der Scharialobby. Statt profanem Bombenbau elitär den Imam al-Ghazali ins Englische übertragen und ein kulturrassistisches Finanzsystem entwickeln:

Yusuf Talal DeLorenzo is currently Chief Shari’ah Officer and Board Member at Shari’ah Capital. He is a well-known and respected Shari’ah advisor and Islamic scholar whose career spans more than 30 years. … Shaikh Yusuf is also author of the three volume “Compendium of Legal Opinions on the Operations of Islamic Banks”, the first English reference on the fatawa (religious ruling) issued by Shari’ah boards.

http://www.dinarstandard.com/images/DeLorenzo.jpg

fehlt nicht: Taqi Usmani (Mufti Muhammad Taqi Usmani)

http://ifresource.com/shariah-specialists-in-islamic-finance/

im Bild: Mufti Taqi Usmani (m)

http://seekersguidance.org/blog/wp-content/uploads/2010/03/mufti-taqi-in-amman.jpg

Mufti Taqi Usmani: Key Islamic Principles for Reforming the Global Financial System

Mufti Taqi Usmani writes: In modern economics, we are used to a purely materialistic and secular approach that does not allow religious concepts to interfere with its theories and concepts, on the premise that economy is outside the domain of religion.

bei: SeekersGuidance, das ist Faraz Rabbani (Faraz Fareed Rabbani)

http://seekersguidance.org/blog/2010/03/mufti-taqi-usmani-key-islamic-principles-for-reforming-the-global-financial-system-in-a-manner-that-promotes-the-greater-good/

Von Pakistan nach Toronto: Faraz Rabbani (Faraz Fareed Rabbani)

Faraz Fareed Rabbani is a scholar and researcher of Islamic law and translator of several Arabic works to the English language. Faraz Rabbani was born in Karachi, Pakistan and raised in Toronto, Canada. (…) In Damascus, he studied Arabic, Aqidah (Islamic creed), Mantiq (Islamic Logic), Hanafi Fiqh, Shafi’I Fiqh, Usul al-fiqh, and Hadith with a number of scholars (…) As the founder of the original Hanafi fiqh list, Shaykh Faraz was involved with SunniPath since its beginning until leaving in May 2008 in order to start.

http://en.wikipedia.org/wiki/Faraz_Rabbani

SeekersDigest is the site of Faraz Rabbani, instructor and executive director at SeekersGuidance

http://www.seekersdigest.org/?cat=45

http://www.seekersdigest.org/

Ellicott City 2008: Living the Law. The Essentials of Halal and Haram. Shaykh Faraz Rabbani.

http://www.mujahideenryder.net/wp-content/uploads/2008/12/living-light-faraz-rabbani-khalil-moore.jpg

Ellicott City (Howard County, Maryland, US)

http://www.howardcountymd.gov/hct/HCT_HomePage.htm

Rang 8 von hundert der Orte der höchsten Lebensqualität: Ellicott City

http://money.cnn.com/magazines/moneymag/bplive/2008/snapshots/PL2426000.html

[2] Der bevölkerungsreichste afrikanische Staat (50 % der Einwohner sind bzw. gelten als Muslime) führt ein schariakonformes (rechtsparalleles, jenseitszentriertes) Bankwesen ein:

Nigeria is positioning its banks to offer Islamic banking products. (…) Islamic banking complies with the tenets of Islamic Shariah law, which holds that transactions involving interest, known as riba in Arabic, are forbidden.

aus: Nigeria to Introduce Islamic Shariah-Compliant Banking

in: International Business Times 05.07.2011

http://www.ibtimes.com/articles/174698/20110705/sharia-islamic-muslim-banking-riba-haram-law-loan-lending-money.htm

am 24.10.2011 ebenfalls bei IBTimes:

Libya Sharia Law: Islamic Law Will be ‘Basic Source’ of Legislation

„We are an Islamic country,“ Abdul-Jalil said. „We take the Islamic region as the core of our new government. The constitution will be based on our Islamic religion.“

http://www.ibtimes.com/articles/236590/20111024/libya-sharia-law-gadhafi-dead-autopsy.htm

[3] Grundgedanke des islamischen Bankgeschäfts ist das auf den Propheten Mohammed zurückgehende Zinsverbot. „Die wesentlichen Scharia-Produkte könnten in Deutschland angeboten werden“, sagte ein BaFin-Referent dem „Spiegel“.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Scharia-Bank-eroeffnet-Filiale-article551846.html

Der Dachfond der islamischen Fonds nennt sich „DWS Noor Islamic Funds

aus: Matthias Rickers: Islamic Banking: Schariakonformes Bankenwesen (48)

http://books.google.de/books?id=h9ISnX-yimAC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

That’s why DWS Investments has developed a fund range dedicated to you DWS Noor Islamic Funds. The fund range stands for Sharia compliant investments combined with DWS Investments” know-how and service.

The DWS Noor Islamic Funds are designed to provide a powerful and innovative Islamic investment solutions. The guiding principles of such Islamic fund range are inherently expressed in the name DWS Noor Islamic Funds, The new shining of light in Sharia compliant investments.

With DWS Noor Islamic Funds, you can rely on Sharia compliant framework and at the same time benefit from attractive investment opportunities, usually only available at conventional mutual funds products.

Distributor: Dubai Islamic Bank P.J.S.C (DIB)

Sharia Advisor: Dar Al Istithmar, London

http://www.dib.ae/en/investmentbanking_funds_dws_asia.htm

[4] Demokratie ist nicht ḥalāl!

Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern. In der 50 Jahre alten Schrift Erlaubtes und Verbotenes im Islam (Yūsuf al-Qaraḍāwī) liest Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/11/28/212/

Yusuf Al-Qaradawi: The Lawful and the Prohibited in Islam (Al-Halal Wal Haram Fil Islam), bei: American Trust Publications (1999)

http://www.amazon.com/Lawful-Prohibited-Islam-Al-Halal-Haram/dp/0892590165

American Trust Publications (ATP), established by NAIT in 1976, is a publishing house that has published over 260 books, mostly focusing on Islamic faith and practice.

The North American Islamic Trust (NAIT) is a Saudi-backed organization based in Plainfield, Indiana, that owns Islamic properties and promotes waqf (Islamic endowments) in North America. It is the financial arm of the Muslim Students Association.

http://en.wikipedia.org/wiki/North_American_Islamic_Trust

[5] Dirham (Silbermünze), Mansur I., Buchara, Ghaznaviden, Sebüktegin

http://www.mcsearch.info/images/22_m/218575.jpg

Dirham: Zangid Atabeg von aL-Dschazira. Mu’izz ad-Din Sandschar Shah.

http://www.coinarchives.com/b6520b7f6c5f1d8679672f16ee2ba496/img/baldwin/ica018/thumb00690.jpg

Auf der Ostseeinsel Gotland sind etwa 1100 Jahre alte arabische Silbermünzen entdeckt worden. Das sei ein Schatz der Wikinger, meinen Experten … Edvin habe zusammen mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder Arvid einem Nachbarn bei der Feldarbeit geholfen und dabei eine alte arabische Silbermünze gefunden. Sie … entdeckten dann zahlreiche weitere Münzen und Halsbänder. Experten vom Gotland-Museum in Visby datierten die Fundstücke auf ein Alter von etwa 1100 Jahren. Sie stammen offenbar aus der Zeit, als die Wikinger auf der Insel Gotland – 90 Kilometer östlich vom schwedischen Festland – herrschten. Im Mittelalter florierte auf der Insel Gotland der Ostseehandel.”

aus: Wikingerschatz auf Feld entdeckt

in: SPIEGEL-online 31.10.2006

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,445591,00.html

Dirham, Marokko, 1316 n. H. (nach Hidschra, d. h. 1898 n. Chr.)

http://www.ma-shops.com/stadler/pic/110112009bz.jpg

Jahreszählung. Konvertierungsrechner für die Umrechnung zwischen allgemeiner bzw. christlicher (genauer: “gregorianischer”) und islamischer Zeitrechung. Der 29. November 2011 n. Chr. ist der 3.1.1433 n. H.

http://home.snafu.de/bassara/islajahr.htm

http://www.planetislam.de/hijri-kalender

Jahreszählung, Konvertierungsrechner nach dem Jüdischen Kalender. Die hebräischen Daten zu weiteren Jahren, ob in der Vergangenheit oder in der Zukunft, finden Sie im Ewigen Kalender (Umrechnung allgemeiner zu hebräischen Daten). Der 29. November 2011 ist der 3. Kislev 5772

http://www.hagalil.com/kalender/monate.htm

[6] Bülent Ucar 2011 anlässlich der Osnabrücker Tagung al-Ghazali: „Aber unsere erste Aufgabe ist es, Wissenschaft zu betreiben“

Unter Rückgriff auf den im Jahre 1111 verstorbenen Supertheologen will Bülent Ucar der ausdünnenden säkularen (freiheitlichen) Demokratie schariaverträgliche „gemeinsame Wege“ aufzeigen: „Wir leben heute in einer sehr kontroversen, pluralen Gesellschaft. Das war zu Al-Ghazalis Zeiten nicht anders.“

aus: NOZ 01.11.2011, Der Islamische Thomas von Aquin: Europäer können von Al-Ghazali lernen

http://www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/images/Ghazali_-_Noz.pdf

Die österreichische Seite atheisten-info durchschaut und rügt die Osnabrücker Islambeschönigung:

Wir leben in einer aufgeklärten, wissenschaftlich-technischen Welt. Trotzdem wird in Europa zurzeit in manchen Kreisen so agiert, als wäre der Islam ein dazu passender zeitgemäßer multikultureller Beitrag. (…) Aber es ist nicht nur zumutbar, sondern unerlässlich, dass im säkularen Europa lebende Menschen, die nicht in die Kategorie religiöser Verkünder fallen, dem Islam mit der gleichen kritischen Haltung gegenübertreten, die sie für christliche Weltsichten ohne weiteres aufzubringen vermögen. Mehr ist nicht zu fordern, weniger jedoch auch nicht.

Islamkritiker spüren ein ganz Nordamerika und Europa überspannendes, gegen Andersdenkende bereits erstaunlich hohe Gewalt übendes, proislamisches Geflecht des Wohlverhaltens, ein das reduzierte Denken zur Bekundung der islamischen Herrlichkeit zwingendes Magnetfeld, das den Tugendverweigerer aus Journalismus oder Pädagogik mittlerweile beruflich und finanziell einzuschränken beginnt. Bildungsorientierte und freiheitliche Auswege suchend trifft atheisten-info ins Schwarze:

Dass 1000 Jahre lang aus dem Islambereich nichts mehr zur wissenschaftlichen Entwicklung der Menschheit beigetragen wurde, ist die dazu passende Zustandsbeschreibung des Islam. Dort setzen Islamisten und Philoislamisten nun gemeinsam an, das muss geleugnet, der Islam schöngeredet werden, Mittelalterlichkeit und Widersprüche zum Heute werden minimalisiert, als nebensächlich, als Randerscheinung abgetan, wer den Islam nicht schätzt, wird zum Rechtsextremisten erklärt.

http://www.atheisten-info.at/downloads/ghazali.pdf

[7] Al-Ghazzali Centre for Islamic Sciences and Human Development is a Learning Centre for Sacred Islamic Knowledge. It is committed to the dissemination of the true Traditional Islamic Principles and Knowledge from the Prophetic Traditions, and as understood by the rightly-guided scholars of Islam. It aims to decipher information on Islamic Sciences for those searching for Truth and those who are working to raise their standards in the Personal Development of life.

The Centre recognises ignorance and misconception as the greatest inhibitor of the light of true knowledge reaching the souls of humans. The fundamental objective of the Centre is to make efforts directed at spreading the wisdom of the Prophetic Traditions to guide human lives. Our aim is to provide the tools to individuals to live lives of guidance and adherence to the Sacred Knowledge, revealed to humanity by Allah, the Creator of the universe.

http://alghazzali.org/display/aboutus

Foundations Diploma in Islamic Sciences

A 12-month Faculty of Juridical Sciences Program

Course outline: A Foundations course, it consists of an introduction and detailed information to the various important Islamic Sciences, which have direct relevance to our Personal Obligations (Fara’id al ‘Ayn) and Communal Obligations (Fara’id al-Kifaya).

Module 1: Introduction to Islamic Jurisprudence (3 weeks) Introduction to the principles of Islamic Jurisprudence, its development over time and the importance of following a specific school of fiqh (madhab) in Islam

Module 3: Purification and Prayer (8 weeks)

The study of purification and prayer based on the Hanafi and Shafi’i schools.

Module 3: Trade (4 weeks)

A must for every Muslim. Offered in much detail for the first time in Australia, based on the Hanafi and Shafi’i Schools. Very few individuals know and practice the laws of Commerce and Trade as outlined in the Shari’ah.

Certificate 3:

Module 1: Marriage & Divorce (8 weeks) The rights & responsibilities in marriage, the marriage contract, rules of divorce and rights of responsibilities of the ex-husband and ex-wife

Module 3: Wills (4 weeks)

Rules of inheritance and wills

http://alghazzali.org/events/islamicsciences

Fiqh Essentials for Women

This is a 12-week course, taught once a week, by Ustadha Raidah Shah Idil, based on the Shafi’i Fiqh Manual authored by Imam Nawawi, Al-Maqasid.

A 12-week Fiqh course covering fiqh of purification and prayer

Purification after Menstruation

Purification after Sexual Intimacy

Ustadha Raidah Shah Idil has spent almost two years in Amman, Jordan, where she learned Shafi’i’ fiqh, Arabic, Seerah, Aqeedah, Tasawwuf, Tafsir and Tajweed. She continues to study with her Teachers through Qibla Academy, SeekersGuidance and Al-Ghazzali Centre. She also graduated with a Psychology and English degree from University of New South Wales.

http://alghazzali.org/events/fiqhforwomen2012

Lakemba-Moschee (Australien) (Imam Ali Bin Abi Taleb Mosque), libanesisch geprägt, fromm schiitisch, den Klerikalfaschisten aus Teheran treu ergeben und den Pakistans Staatsaufbau beeinflussenden sunnitisch-radikalislamischen Inder Sayyid Abul Ala Maududi wertschätzend.

http://en.wikipedia.org/wiki/Lakemba_Mosque

Lakemba-Moschee. Imam Ali Ibne Abi Taleb Mosque. SHIAISM THE NATURAL PRODUCT OF ISLAM.

Islam and the Freedom of Thought and Belief. By Martyr Murtada Mutahhari(qs) [Anm.: das ist Ayatollah Morteza Motahhari, siehe Sägefisch 230 Stellung der Frau im Islam]

http://www.al-emaan.org/newreligion.htm

Islam and the Freedom of Thought and Belief

Tehran 1969

http://www.imamreza.net/eng/imamreza.php?id=4582

Stellung der Frau im Islam

Im Juni des Jahres 1982 rief die in Bonn-Bad Godesberg (Godesberger Allee 133-137) gelegene Presse- und Kulturabteilung der Deutschlandvertretung des gerade massenhaft Regimegegner folternden und ermordenden Īrān dazu auf, die Frau als Mensch nicht zu vergessen. Unter dem Titel Stellung der Frau im Islam veröffentlichte sie die zwischen 1966 und 1974 erschienenen Gedanken von Morteẓā Moṭahharī, wie sie vom Āyatollāh etwa in Zur Diskussion über den Schleier (1968; Ḥeǧāb, Hijab) und Die rechtliche Stellung der Frau im Islam (Qom 1974, Neẓām-e ḥoqūq-e zan dar eslām, The Order of Women`s Rights in Islam) niedergelegt worden waren. Eine Islamkritik von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/04/23/230/

Taj El-Din Hilaly (auch Tajeddin Hilaly oder Hilali oder Al-Hilaly)

The Jews’ struggle with humanity is as old as history itself; the present continuing struggle with the Islam nation is a natural continuation of the Jews’ enmity towards the human race as a whole. Judaism controls the world

„Der Kampf der Juden mit der Menschlichkeit ist so alt wie die Geschichte selbst; der gegenwärtige fortdauernde Kampf mit dem islamischen Nation ist eine natürliche Fortsetzung der Feindlichkeit der Juden gegenüber der menschlichen Rasse als ganzes. Das Judentum kontrolliert die Welt“

http://en.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilaly#1988_speech_regarding_Jews

http://de.wikipedia.org/wiki/Taj_El-Din_Hilaly

Sheik Al Hilaly spoke of an „Islamic revolution“, and told his audience not to be surprised if one day a muezzin called out „Allah is Great!“ from the „top of the White House“.

„September 11 is God’s work against oppressors,“ he said. „Some of the things that happen in the world cannot be explained; a civilian airplane whose secrets cannot be explained, if we ask its pilot who reached his objective without error: ‘Who led your steps?’

„Or if we ask the giant that fell: ‘Who humiliated you?’ Or if we ask the president: ‘Who made you cry?’ God is the answer.“

aus: Kerry-Anne Walsh: September 11 is God’s work: Mufti

in: SMH (The Sydney Morning Herald) 29.02.2004

http://www.smh.com.au/articles/2004/02/28/1077677014393.html

Cronulla Riots (deutsch: Cronulla-Unruhen)

Am Sonntag, dem 4. Dezember 2005, wurden im Stadtteil Cronulla, der im Süden von Sydney liegt, die dortigen Surflifesaver (deutsch: Rettungsschwimmer) von gewalttätigen Jugendlichen angegriffen und teilweise verletzt. Die Angreifer waren Einwanderer aus dem Libanon.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cronulla_Riots

MICK: The religious side of it is definitely a big part. The way they’re brought up and the way we’re brought up…just the morals our parents teach us and the morals their parents teach is completely different.

LIZ JACKSON: What’s different about the way they’re brought up?

MICK: Um…I think it’s got to do a lot with respect for women.

SARAH: I can’t go to the beach, normally, and wear what I’d usually wear. Because when I do, I feel as though I’m getting targeted. Like, people saying to me, like, just names and stuff, that I’m being called for wearing a bikini in my own shire. Like, I’ve grown up here. And I’m a local at the beach. And I just don’t think I should feel like that. It’s just been getting worse and worse and worse.

LIZ JACKSON: Sarah’s boyfriend, Mark, is concerned because he thinks that under Muslim law, it’s OK to rape. He’s wrong and confused about a pack-rape case four years ago where the ringleader was Lebanese-Australian Bilal Skaf.

MARK: I don’t know if you remember, but when they were being tried in the court, they were…they wanted him to be tried in an Islamic court – do you remember that? Yeah, ’cause they wanted him to be tried under Islamic law. Because they were saying that that’s OK to do that to a woman.

LIZ JACKSON: To rape someone?

MARK: Yeah, that’s what they were saying.

LUKE: I want this government to stop the growing threat. And I want them to stop appeasing Islam. And to stop appeasing people that follow Islam.

MARK: They will probably, like, possibly out-breed us. And once they get the numbers, they can vote their members into parliament. And once their members are in parliament, they can pass laws, like, they’ve already tried to get the Islamic law into Australia a few times.

LIZ JACKSON: Are you concerned that this could become an Islamic state?

LUKE: Yeah, definitely.

bei: FOUR CORNERS, Australian Broadcasting Corporation

13.03.2006, Reporter: Liz Jackson

http://www.abc.net.au/4corners/content/2006/s1590953.htm

Dr. Timothy Winter: The life and works of al-Ghazali

[Anm.: Oft sagt man statt Timothy Winter Scheich Abdul Hakim]

http://www.youtube.com/watch?v=HMWEggenO3c

http://www.youtube.com/watch?v=zmNyOCCnZgg

Hamza Yusuf – Interview On Imam Al-Ghazali

http://www.youtube.com/watch?v=pxtsUJx1I78&feature=related

Hamza Yusuf – Lecture On Imam Al-Ghazali

http://www.youtube.com/watch?v=qo_4YUW_krc

[8] Ahmadiyya und al-Ghazali

To belie the claim of Hazrat Mirza Ghulam Ahmad of being Mujaddid of the fourteenth century Hijra, it is often asserted that no one previous to him ever claimed to be mujaddid … We show below that mujaddids before the time of Hazrat Mirza Ghulam Ahmad did make such claims. 1. Imam Al-Ghazali (d. 1111 C.E.) He was mujaddid of the 6th century hijra. … Al-Ghazali has clearly referred here to being appointed by God as mujaddid at the head of the century in accordance with the hadith about mujaddids, and to have been given a mission of reform and guidance of people from God.

http://ahmadiyya.org/claims/mujaddids.htm

A translation of his book al-Munqidh min al-Dalal (Deliverance from Error), by W. Montgomery Watt, was published under the title The Faith and Practice of Al-Ghazali (London: Allen & Unwin, 1953).

http://ahmadiyya.org/claims/al-ghazali.htm

http://www.ghazali.org/works/watt3.htm

Eine die Fallstricke des Teufels umgehende Weltbetrachtung definiert Vernunftgegner al-Ghazali († 1111) in seinem Der Erretter aus dem Irrtum: al-Munqiḏ min aḍ-Ḍalāl ist ein autobiographisches Werk des Gelehrten, das sich dazu bekennt, Weltanschauung oder Lebensführung dem islamischen Gottesbewusstsein und Schariagehorsam nachzuordnen, um der ewigen Verdammnis erfolgreich auszuweichen. Zitate aus der Übersetzung von Elschazlī (1988) kommentiert Jacques Auvergne (2011).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/11/17/269/

[9] In the al-Ghazali Lecture at Elmhurst College, Islamic scholar Shaykh-ul-Islam Dr. Muhammad Tahir-ul-Qadri said there is no room for terrorism

“We have to establish a global society of peaceful coexistence, and Muslims should practice Islam in its true spirit.” His talk, Islam and Peace Today, was the College’s annual al-Ghazali Lecture, which honors 12th Century Muslim scholar and theologian Abu Hamid al-Ghazali.

http://public.elmhurst.edu/alumni/129553613.html

Scheich-al-Islam Tahir-ul-Qadri, der Führer der internationalen Missionsbewegung Minhaj-ul-Quran nutzt Facebook und YouTube

http://www.facebook.com/events/167411163326045/

http://www.youtube.com/watch?v=MBUqEf6rb8U

Mit Schariagesetzen made in Germany wird Afghanistans islamofaschistisches Gefängnis seit 2001 eben auch, aber nicht nur auf dem Bonner Petersberg gebaut. Die türkischen Neo-Osmanen, hanafitische Rechtsschule, setzen das gute Kalifat gegen den bösen Dschihadismus, und das geht nicht ohne den Shaykh-ul-Islam und auch nicht ohne die entgrenzt proreligiösen US-Amerikaner:

Dr Muhammad Tahir-ul-Qadri speaks at an international conference on ‘Peaceful Future in Afghanistan’

The Centre for World Religions, Diplomacy and Conflict Resolution (CRDC) at George Mason University, Washington D.C. along with Institute for Middle East Studies at the Marmara University, Istanbul organized and hosted the international 3-day conference in Istanbul, Turkey. The conference started on 30 November 2011 and concluded on 2 December 2011.

The conference aimed at creating a space for dialogue for a peaceful future in Afghanistan. …

This project was designed by Afghan Muslim peace builders and scholars in cooperation with a variety of local and international partners and contributors. For the first time, more than 120 Afghan Imams and civil society leaders engaged directly with leading Muslim scholars such as Shaykh-ul-Islam Dr Muhammad Tahir-ul-Qadri, General Secretary of the OIC Prof Ekmeleddin Ihsanoglu, President of Al-Azhar University, Dr Usamah al-Abd, Mufti of Bosnia Shaykh Dr Mustafa Ceric, Shaykh Hisham Kabbani and various other scholars.

http://www.minhaj.org/english/tid/15468/Dr-Muhammad-Tahir-ul-Qadri-speaks-at-an-international-conference-on-Peaceful-Future-in-Afghanistan.htm

More than 120 Muslim leaders Commit to the Future of Afghanistan during International Conference in Turkey

http://eagle.gmu.edu/newsroom/893/

Loya Jirga deal between US and Afghanistan

http://scar.gmu.edu/researcher-media/13415

The mission of The Center for World Religions, Citizen Diplomacy, and Conflict Resolution (CRDC) is to engage emerging indigenous and global conflict resolvers, partner with them in innovative entrepreneurial growth, mobilize support for them, and create linkages between peacebuilders, citizen diplomats, students, business people and policy makers.

The conference opening will be observed by senior Turkish officials, senior diplomats from the Organization of the Islamic Conference (OIC), including U.S. President Barack Obama’s Special Envoy and the United Kingdom’s Ambassador to Turkey.

Die am 25.09.1969 mit gezielt antiisraelischer Agenda im marokkanischen Rabat gegründete Organization of the Islamic Conference (Munaẓẓamat al-Muʾtamar al-Islāmī; OIC) heißt seit dem 28.06.2011 allerdings Organization of Islamic Cooperation (Munaẓẓamat at-Taʿāwun al-Islāmī, OIC).

http://eagle.gmu.edu/newsroom/893/

L’Organisation de la coopération islamique (OCI) … créée le 25 septembre 1969 sous le nom d’Organisation de la conférence islamique … à changé de nom et d’emblème le 28 juin 2011, est la seule organisation au niveau supra-étatique et international qui soit à caractère religieux.

Altes Zeichen der OIC (Conference, Muʾtamar), 1969-2011

http://id-ea.org/wp-content/uploads/2011/07/OIC-logo.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/05/Flag_of_OIC.svg

Neues Zeichen der OIC (Cooperation, Taʿāwun), ab 2011

http://www.keydmedia.net/images/sized/article-images/e5d46b8bd909adf8be7f9639d773197d-620×330.jpg

http://iina.me/wp_en/wp-content/uploads/2011/12/oic-logo1.jpg

[10] Waheed Ahmad Sahib gehört der Ahmadiyya an und erstellt eine Liste mit spirituellen Führern der Ahmadis: Von ibn Hanbal als dem letzten der „Salaf“ (855. N. Chr.) über al-Ghazali (1111) und Ibn Taimiyya bis zu Mirza Ghulam Ahmad reicht die Kette der „Erneuerer“ (renovators, mujaddidin)!

http://sahih-al-islam.blogspot.com/2011/05/ahmadiyya-list-of-mujaddidin.html

Minhaj-ul-Quran und ibn Hanbal: Zum Fatwamachen ist der letzte der Salaf unerlässlich. Säkulare und Radikale gleichermaßen wenig überzeugend, setzt Scheich-al-Islam Tahir-ul-Qadri zeitgenössischen Dschihadismus mit ins Höllenfeuer führender Rebellion gleich. Mutiny ist Meuterei.

Rebellion in the view of the Ḥanbalῑ school of thought (p 14), The action and decree of Imām Aḥmad ibn Ḥanbal against mutiny (p 16)

Am Schariastaat (Kalifat) hält Tahir-ul-Qadri selbstverständlich fest, nur herbeigebombt werden soll es nicht. Peace ist Pax Islamica, „wechselseitiges Zusammenleben“ (mutual coexistence) zielt auf Überwindung der allein AEMR-verträglichen Rechtseinheitlichkeit für alle Menschen, auf die koranisch angelegte Rechtsspaltung.

Islam is not merely a religion. It is a complete Deen, a code of life (…) The rights and duties of state institutions have manifestly and clearly been spelled out. All citizens of the Muslim state have been placed under obligation to abide by state laws, rules and regulations. One of these principles is that a Muslim state and society should be a paragon of peace and mutual coexistence. That is why Islam strictly prohibits the taking up of arms against a Muslim state (…)

http://www.minhaj.org/images-db2/fatwa-eng.pdf

[11] Alparslan Açıkgenç (1990) nennt die “Erneuerer” der emotionalen, sozialen und juristischen Sklavenketten begeistert “the recurrent manifestation of Islam in the face of changing human situations”.

http://islamiarastirmalar.com/upload/pdf/8aacc382a0cce25.pdf?sid=43fda65fe4a564bdb3542332b1418b08

[12] Fazlur Rahman: I hope to show that the survival of the Islamic world as Islamic is conditioned not only on activist ferment, but on patient and complex intellectual labor which must produce the necessary Islamic vision.

http://islamiarastirmalar.com/upload/pdf/8aacc382a0cce25.pdf?sid=43fda65fe4a564bdb3542332b1418b08

Fazlur Rahman Malik wurde 1926 im damals ungeteilten britischen Indien in der heutigen pakistanischen Provinz Hazara als Sohn eines Islamischen Gelehrten (‘ālim) und Deobandi geboren, dissertierte in Oxford zu Avicenna (Ibn Sina) und lehrte bis 1961 im kanadischen Montréal (Québec) an der traditionsreichen McGill University (gegründet 1821) unauffällig und bescheiden Islamische Studien (Islamic studies) sowie ab 1969 bis zu seinem Tod (1988) als Hochschullehrer den Islam im US-amerikanischen Chicago. 1961 ging Rahman ans pakistanische Central Institute of Islamic Research, das der Staat gegründet hatte, um den Islam im täglichen Leben der Bevölkerung zu verankern! Irgendetwas lief nicht nach Allahs oder seinem Wunsch, und der stille Islamisierer kehrte nach Nordamerika zurück und ging nach Chicago.

Meisterhaft unterscheidet Fazlur Rahman Scharia – Din sowie ‘Ilm – Fiqh:

The most important and comprehensive concept for describing Islam as a function is the concept of the Shari’a or ‘Shar’ This word originally means ‘the path or the road leading to the water’, i.e. a way to the very source of life. The verb shara’a means literally ‘to chalk out or mark out a clear road to water’. In its religious usage, from the earliest period, it has meant ‘the highway of good life’, i.e. religious values, expressed functionally and in concrete terms, to direct man’s life. It differs from the term ‘Sunna’ in that the subject of the Sunna ‘leads the way’ by actual example and, therefore, his action as such is of the same kind as those who follow him in accepting the example, whereas the subject of Shar’ shows or ordains the way and is, therefore, none else than God, the source of religious values.

The correlate of Shari’a is Din, which literally means ‘submission’, ‘following’. Whereas Shari’a is the ordaining of the Way and its proper subject is God, Din is the following of that Way and its subject is man. (…)

From the very beginning, a definite practical intent was part of the concept of the Shari’a: it is The Way, ordained by God, wherein man is to conduct his life in order to realize the Divine Will. It is a practical concept having to do with conduct as such. But it includes all behaviour-spiritual, mental and physical. Thus it comprehends both faith and practice: assent to or belief in one God is part of the Shari’a just as are the religious duties of prayer and fasting, etc. Further, all legal and social transactions as well as all personal behaviour, is subsumed under the Shari’a as the comprehensive principle of the total way of life. But the problem is: how is the Shari’a to be known?

The first principle was called ‘learning’ (Arabic: ‘ilm, not ‘knowledge’ as it has been sometimes rendered); the second was called ‘understanding’ or ‘comprehension’ (Arabic fiqh).(…) For whereas ‘ilm is something unshakably given and objective, fiqh is something subjective, since it represents the personal understanding of a scholar. (…)

The religious developments that took place from al-Ghazali to Ibn Taymiya visibly affected legal science.

aus: Fazlur Rahman: Chapter VI from the book Islam [Anchor Book, 1968], pp. 117-137

http://ebookbrowse.com/f-rahman-shariah-doc-d18814996

Text: Fazlur Rahman: RIBA AND INTEREST

http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/i_econ_fin/frahman_riba.pdf

Foto: Fazlur Rahman

http://www.globalwebpost.com/farooqm/study_res/fazlur_rahman/f_rahman.gif

als Zeichnung:

http://3.bp.blogspot.com/_gz7lR1KHuH8/TIZd5w7Pn2I/AAAAAAAAApY/ieAfBrzALG4/s400/raya.png

Das 1965 gegründete Center for Middle Eastern Studies (CMES) an der University of Chicago hat seinen Gemeinschaftsraum zu Ehren des jenseitszentrierten und auf gegenmoderne Segregation der Umma arbeitenden Schariapropagandisten genannt: Fazlur Rahman Common Room.

http://cmes.uchicago.edu/

http://cmes.uchicago.edu/faculty.shtml

Was an Fazlur Rahman (Hg. Hans Medick und Peer Schmidt: “einer der großen islamischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts”, in: Luther zwischen den Kulturen: Zeitgenossenschaft – Weltwirkung, Seite) gelobt werden darf, hatten “Islamreformer” wie der inhaftierte Muslimbruder Sayyid Qutb oder der im türkischen und französischen Exil lebende Ayatollah Chomeini auch im Sinn:

Fazlur Rahman believes that modern Islam needs a radical change. (p 287)

http://books.google.de/books?id=zE8fd9xw_RUC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[13] Sahl al-Ṭustarī (818-896) verfasste einen frühen Tafsīr (Korankommentar)

Faith in God is established (thābit) in the heart, and certainty is firmly rooted (rāsikh) [in it] through veracity (ṣidq). Veracity of the eye is refraining from looking at all that is forbidden. Veracity of the tongue is relinquishing engagement in that which is meaningless. Veracity of the hand is not extending it to seize what is forbidden. Veracity of the feet is refraining fromwalking in quest of indecent acts. The truth of veracity (ḥaqīqat al-ṣidq) in the heart is that it constantly reflects on the past and refrains from regarding what is to come. Verily, God, Exalted is He, has granted the veracious (ṣiddīqūn) so much knowledge that if they spoke of it, the ocean would dry up with their speech.

aus: Tafsīr al-Tustarī

http://altafsir.com/Tafasir.asp?tMadhNo=0&tTafsirNo=93&tSoraNo=33&tAyahNo=35&tDisplay=yes&UserProfile=0&LanguageId=2

Frithjof Schuon: sincerity (ṣidq), and the “sincere” (ṣiddīqūn) are none other than Sufis

Schariagehorsam, the operative Virtue, rechtes Glauben und rechtes Tun. Sahl at-Tustarī:

The Islamic religion is divided into three constituent parts: Īmān, Faith, which contains everything one must believe; Islām, the Law, which contains everything one must do; Iḥsān, operative Virtue, which confers upon believing and doing the qualities that make them perfect—in other words, that intensify or deepen both faith and works.Iḥsān in short is the sincerity of the intelligence and the will: it is our complete adherence to the Truth and our total conformity to the Law, which means that we must on the one hand know the Truth entirely, not only in part, and on the other hand conform to it with our deepest being and not only with a partial and superficial will. (…)Iḥsān is right believing and right doing, and it is at the same time their quintessence: the quintessence of right believing is metaphysical truth, Ḥaqīqa, and that of right doing is the practice of invocation, Dhikr.

http://www.studiesincomparativereligion.com/uploads/ArticlePDFs/329.pdf

Koranexeget Sahl at-Tustarī genannt der Meister der Wissenden

Abu Muhammad Sahl Bin Abdullah Al Tustari (818-896) was an early scholar of Islam an notable commentator on Sufism. He was born in the fortress town of Tustar (Arabic) or Shushtar (Persian) in what is now southwestern Iran. [Al Tustari] was named by al-Dhahbi as „the master of the knowers“ (Shaykh al-’arifin). Al-Qushayri said of him, „He had no peer in his time for correctness of transaction and superlative God consiousness (taqwa), and he was a person given to charismatic actions (karamat)“.

http://sufibooks.co.uk/sahl-al-tustari-m14.html

Tafsir Al-Tustari English

http://www.scribd.com/doc/62398505/Tafsir-Al-Tustari-English

[14] Islamischer Antimodernismus als Antisemitismus:

Boycotting for Justice!

Ahmed purchases a take-away meal which comes with a Coca Cola company beverage. Part of Ahmed’s payment covers the cost of the Coca Cola. The cost of the beverage is taken from Ahmed and paid by the take-away to the Coca Cola Company. The Coca Cola Company uses part of Ahmed’s money to pay for the production of the Coca Cola, and the remainder is revenue. Part of that revenue is then donated as „charity“ to Zionist organizations or Israeli settlements or military organizations. Therefore, when tracked, the Coca Cola-donated money is in fact used by the oppressive Zionist regime to further its destruction of the people of Palestine and claim what it believes is „rightfully and divinely“ theirs. In effect, by buying the Coca Cola beverage, Ahmed has financially contributed to the barbaric Zionist movement in Israel and its killings. (…)

In regards to the helpers of oppressors, the Messenger of Allah has said „On the Night of Ascension (Mi’raj), I saw the following inscription on the doors of Hell: Do not be a helper of the oppressors.“ (…)

May the Almighty grant us the ability and strength to prefer justice and the lives of fellow human beings over a bottle of Coca-Cola and other Zionist products. Amen.

http://www.islamicinsights.com/religion/religion/boycotting-for-justice.html

[15] Sahl at-Tustarī: „If any one shuts his eye to God for a single moment, he will never be rightly guided all his life long.“ (bei: Reynold A Nicholson: Mystics of Islam)

http://www.ardue.org.uk/library/book14/chap02.html

[16] Sirat (ṣirāṭ) eigentlich Sirat Jahim, Bridge of Hell

Buchari weiß: Einige werden sie unbeschadet überqueren, andere gerettet sein und nur ein paar Kratzer abbekommen haben, wieder andere werden herunterfallen! So some will be safe without any harm; some will be safe after receiving some scratches, and some will fall down into Hell. (Bukhari, Volume 9, Book 93, Number 532)

http://www.ummah.com/forum/showthread.php?284673-The-sirat-bridge

“Al-Dschahim” (das vernichtende Feuer für die Götzendiener)

bei: Ingo Stechmann: Kritische Vergleiche von Symbolen in christlich und islamisch fundierten Kontexten und ihre Bedeutung für die interkulturelle pädagogische Arbeit (p 88)

http://books.google.de/books?id=xSao3iSDd3YC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

ǧahannam, ǧaḥīm. Jahannam (Hell), Jaheem

our names of hell are taken from the analogy of fire (…) jahim, derived from jahm signifying the burning or blazing of fire, but this word is applied to the fury of war as well as of fire, while tajahhama, another measure from the same root means he burned with vehemence of desire or covetousness and niggardliness also he became strained in disposition, occurring 23 times in the Koran (Mumtaz Ali Tajddin S. Ali)

http://www.articleclick.com/Article/Jahannam-Hell-/1065665

Eine Fatwa von Scheich Muhammad Salih al-Munajjid widerspricht: Es gibt keine Stufen der Hölle, jeder Name der Hölle wie Hawiya, Ladha oder Jahim meint die gesamte Hölle (Islam-QA.com Frage Nr. 8578)

http://muslimat.cwsurf.de/index.php?option=com_content&view=article&id=838:namen-der-hoelle-&catid=102:tod-grab-juengster-tag-zeichen-und-jenseits&Itemid=70

al-Jaheem (fire). Jahannam.

Some of them said that these names are the names for the various levels and degrees of Hell, and some of them divided people into various categories on the basis of these levels. But it is not correct to divide people in Hell into categories on this basis, even though the division of people into categories on the basis of their actions is something that is proven from the texts – just as it is not correct to name the various levels of Hell in the manner in which they mentioned.

http://www.islam-qa.com/en/ref/8578

The Sirat (bridge) will be slippery with many thorns like a thorn bush. On either side of it will be angels with fiery shackles used for capturing people.

http://answering-islam.org/Shamoun/muslims_in_hell.htm

Himmelswaage, ins Verderben fallende Sünder.

http://3.bp.blogspot.com/-WGO16wIzINA/TnnEsVT9e8I/AAAAAAAAARM/1d2CXn3CbP8/s1600/shakizrade.jpg

kitschig und modern

http://a5.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/309660_155542607862206_139586639457803_317452_639742_n.jpg

Sırat Köprüsü

http://www.simge.com.tr/icerik-resimleri/sirat-koprusu.bmp

http://www.simge.com.tr/icerik_goruntule.aspx?konu=hikayeler&icerik=sirat-koprusunden-jeeple-gecilmez.htm

Karikatur zur Siratbrücke

http://imageshack.us/f/361/1087748054sirat3gt.gif/

Die Brücke Chinvat (zoroastrisch) ähnelt wenig zufällig der islamischen Himmelsbrücke, was einmal mehr zeigt, dass Islamische Orthodoxie nicht originell ist.

http://en.wikipedia.org/wiki/Chinvat_bridge

„Sirat Jahim“ means „Bridge of Hell.“ Al-Jahim is one of the seven ranks of hell.

After the Resurrection everyone has to cross the Bridge Sirat which is finer than a hair and sharper than a sword and is stretched right across the abyss of Hell. The righteous pass over with ease

„Then Allah will come to them again and say, ‘I am your Lord.’ They will say, ‘You are our Lord.’ Allah will call them, and As-Sirat (a bridge) will be laid across Hell and I (Muhammad) shall be the first amongst the Apostles to cross it with my followers.“ Sahih Bukhari Volume 1, Book 12, Number 770

http://www.muhammadanism.org/Crescent/p044.htm

Jahannam Hölle Abu Dujana

http://www.youtube.com/watch?v=90VNu5oXuZc

[17] 2008 bagatellisiert Hans-Gert Pöttering am für Deutschlands Demokratiegeschichte bedeutenden Tagesdatum 23. Mai Allahs ungleich behandelndes Gesetz:

Der Präsident des Europaparlaments, Pöttering, hat sich gegen eine Vorverurteilung des Islam gewandt. Der Islam sei eine im Kern friedliche Religion. Terroristen, die im Namen des Islam unschuldige Menschen töteten, missbrauchten ihre Religion, so Pöttering beim Katholikentag in Osnabrück.

http://www.domradio.de/news/artikel_41461.html

1949. Am 23. Mai wurde das von den Ländern ratifizierte Grundgesetz in einer feierlichen Sitzung des Parlamentarischen Rates verkündet, die Bundesrepublik Deutschland war damit gegründet.

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_145.html

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/eingangsformel.html

Horst Köhler am 12.05.2010

Ich kenne den Islam als im Kern friedliche Religion, die in sich ruht, ihre eigene Berechtigung und Geschichte hat. Respekt muss uns leiten, wenn wir über den Islam diskutieren.

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Horst-Koehler/Interviews/2010/20100512_Rede.html

Man beachte das vielleicht wenig zufällige Tagesdatum im Folgejahr. Thursday, 12 May 2011

Muslimbruder Abdel-Moneim Abul-Futuh schlägt sich als künftigen Präsidenten Ägyptens vor.

Abdel Moneim Aboul Fotouh Abdel Hady: „From now on, the Brotherhood will only function as a lobby group. It will not enter politics because that is now the job of the ‘Freedom and Justice’ party, which is separate from the group.“

A senior Brotherhood member said Abul-Futuh’s decision was personal and the group would not back his candidacy.

„Abul-Futuh’s decision counters the Brotherhood’s official decision,“ said Sobhi Saleh, a leading Brotherhood member in Alexandria.

http://www.onislam.net/english/news/africa/452232-brotherhood-leader-to-seek-egypt-presidency.html

Top-Islamist Abdel Moneim Aboul Fotouh Abdel Hady zu Gast bei Deutschlands demokratiemüden Proislamisten der katholisch-pazifistischen Strömung Sant’Egidio. Europas “Friedenskonferenzen” benötigende Epoche der Demokratiezerstörung kann beginnen:

Am 12.09.2011 in der Residenz München, Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Abu’l-Futuh Abd Al-Moneim, Präsidentschaftskandidat, Ägypten. Friedenstreffen von Sant’Egidio

http://www.santegidio.org/pageID/2386/idLng/1067/idOratore/569/Abu_l-Futuh_Abd_Al-Moneim.html

im Bild: Abdel Moneim Aboul Fotouh Abdel Hady

http://www.nytimes.com/imagepages/2011/06/20/world/middleeast/EGYPT.html

http://www.salahsoltan.com/images/stories/abdualmonam9.jpg

http://electiongate.com/wp-content/uploads/2011/07/9368.jpg

Germany & Global Sharia Movement. Aus dem Dienstreisekalender des Ruprecht Polenz:

Montag, den 16. Mai 2011, 09.00 Uhr, Gespräch mit Iyadh Ben Achour, Vorsitzender der Kommission für die Reform der Verfassung

Mittwoch, den 18. Mai 2011, 16.00 Uhr, Gespräch mit Dr. Abdel Moneim Abul Fotouh, Moslembrüder

http://www.ruprecht-polenz.de/5_50_Politik-Backstage_Dienstreisen.html

Ruprecht Polenz an Staatspräsident Ahmadinejad und den Religionsführer Ayatollah Khamenei:

Polenz äußert in dem Schreiben seine Vermutung, dass der Prozess gegen die zwei Frauen sowohl gegen internationale Standards, als auch gegen die Scharia und iranisches Strafrecht verstößt.

http://www.ruprecht-polenz.de/index.php?ka=1&ska=1&suche=Scharia&idn=583

Endlich ein Bundestagsabgeordneter, der uns die Bildverzerrung behebt, der Mann hätte Bildschirmprüfer oder Augenoptiker werden müssen: Ruprecht Polenz beklagt „Zerrbild des Islam“

„Es herrscht ein Zerrbild des Islam“, sagte der Bundestagsabgeordnete am Montagabend in Münster in einer Podiumsdiskussion zum Thema Religionsfreiheit am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster.

http://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2011/mar/PM_Ruprecht_Polenz_beklagt_Zerrbild_des_Islam.html

Man müsse Allahgott juristisch nur ein wenig auf die Sprünge helfen. Die Uni Münster desinformiert:

„Im Islam sind Mann und Frau gleichgestellt“

Doktorandin Nimet Seker untersucht den Koran aus feministischer Perspektive

Nimet Seker studierte Islamwissenschaften, Germanistik und Ethnologie in Köln. Sie arbeitet als Redakteurin für das Islamportal Qantara.de und als Lehrbeauftragte am Orientalischen Seminar der Uni Köln. Außerdem ist die Doktorandin Herausgeberin des Magazins „Horizonte. Zeitschrift für muslimische Debattenkultur“.

Graduiertenkolleg

Serdar Kurnaz (Frankfurt a.M.): Ableitungsregeln im klassisch-islamischen Recht – die Spannung zwischen Offenbarung, Sprache, Text, Verstehen und Gesetzgebungskompetenz.

http://www.uni-muenster.de/unizeitung/2011/5-40.html

Man hat sich neuerdings daran gewöhnt, den religiös neutralen Rechtsstaat parlamentarischer Prägung dem islamischen Gottesstaat gegenüberzustellen. Ersterer berücksichtige in seiner Gesetzgebung die freie und vernünftige Autonomie mündiger Bürger, letzterer sei auf die Scharia gegründet. Allerdings treten die abendländischen Demokratien erst am Ende eines langen Prozesses der Abstreifung gottesstaatlicher Modelle auf. Dabei hat der Prozess der Aufklärung sicherlich zu einer Säkularisierung geführt, die Frage aber nach der Notwendigkeit der Korrektur positiven Rechts durch übergreifende Prinzipien nicht endgültig beantwortet. Islamische Rechtswissenschaft in islamischen Glaubensstaaten ist Scharia-Exegese, wird vom «Obersten Rat für Islamische Angelegenheiten» in Kairo seit Jahrhunderten betrieben und (…)

aus: Christoph Strosetzki: Von der lex divina zur lex positiva im Drama und in der Traktatliteratur des Siglo de Oro

http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-6229/2008_stros_divin.pdf

Politik werde himmlisch, Sant’Egidio jubelt über einen authentischen Mitarbeiter von ECFR-Chef Yusuf al-Qaradawi:

Al-Najjar Abdul Majeed Stellvertretender Generalsekretär des European Council for Fatwa and Research, Tunesien

http://www.santegidio.org/index.php?pageID=2426&idLng=1067

Yusuf al-Qaradawi, President of ECFR (Egypt, Qatar), Rashid Al-Ghanouchi (UK), Abdul Majeed Al-Najjar, Dr. Muhammed Al-Hawari (Germany), Dr. Mustafa Cerić (Bosnia)

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

[18] Weil der Islam eben doch in erster Linie einen Glauben darstellt und eine Lebensweise empfiehlt, die versucht sich danach zu richten.

aus: Grußrede anlässlich des 50. Jahrestags der Islamischen Gemeinde Deutschland, Berlin Tempodrom von Aiman A. Mazyek am 04.10.2008

http://islam.de/11061.php

http://zentralrat.de/11066.php

http://www.igd-online.de/igd-jahreskonf-2011.html

[19] Said Ramadan: Islamic Law

Ramadans Buch von 1961 gelesen von Jacques Auvergne

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/04/06/109/

[20] „Mazyek wünschte sich, dass der islamische Religionsunterricht, wie von der Islamischen Föderation in Berlin gerichtlich erstritten, auch in anderen Bundesländern ausgebaut werden könne.“

20.10.2008

http://islam.de/11062.php

[21] Allahs Diplomat

Zum Buch »Der Islam als Alternative« (1992) des zum Islam konvertierten ehemaligen Botschafters Murad Wilfried Hofmann. Eine Demokratieverteidigung von Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2009/10/05/144/

[22] Islamische Charta

Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft stammt aus der Feder von Nadeem Elyas, der zeitweilig als Generalsekretär der Union Muslimischer Studenten-Organisationen in Europa (UMSO) sowie als Sprecher des Islamischen Zentrums Aachen (IZA) tätig war. Sarkastische Zwischenrufe. Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/27/262/

[23] »Wir vertreten einen Mainstream-Islam«

Der Sprecher des neuen Koordinationsrats der Muslime, Ayyub Axel Köhler, über Religionsfreiheit in Deutschland, Schamhaftigkeit und die Scharia

Von Jörg Lau am 19.04.2007

http://www.zeit.de/2007/17/Islam_Koehler

[24] Unserer islamfreundlichen Schulministerin will eine knappe und prägnante Stellungnahme zur Scharia, wie die patzige Bemerkung in der muslimbrudernahen Aachener Bilal-Moschee (IZA) beweist, einfach nicht über die Lippen gehen, das wiederum sagt sie ganz laut. Sylvia Löhrmann zu Allahs „Einladung“ (daʿwa!) und „Angebot“, dass man ohne zu imaginierende grausame Höllenstrafe im Jenseits und konkret erlittenes Mobbing im Diesseits gar nicht ablehnen kann:

Der Religionsunterricht in der Schule missioniert nicht, er zwingt den Schülerinnen und Schülern nichts auf. Vielmehr ist jeder Religionsunterricht eine Einladung und ein Angebot.

Jochen Luczak berichtet über die Veranstaltung in Aachen am 7.12.2011, wie ein beliebiger Mitbürger:

meinte von Löhrmann eine Akzeptanz der Scharia vernommen zu haben. Die Ministerin stellte kurz und bündig fest, dass sie sich dazu noch nie geäußert habe und auch nicht vorhabe, dazu Stellung zu nehmen. Es gelte in Deutschland das Grundgesetz für alle und die allgemeinen Menschenrechte.

Der auch mit Ministerin Löhrmann regelgeleitet (schariakonform) zu muslimisierende Schüler bleibt ohne solide Kenntnisse von Koransuren und Hadithen religiös desorientiert, Abhilfe schaffe der von Millî Görüş und dem Dunstkreis der Muslimbruderschaft als islamisch zertifizierte nordrhein-westfälische Religionsunterricht:

er befähigt dazu, auf Grundlage der islamischen Quellen – insbesondere des Korans – die Welt regelgeleitet religiös zu deuten.

http://www.hilde-scheidt.de/2011/12/13/bildungsministerin-silvia-lohrmann-zum-islam-unterricht-an-schulen-in-nrw/

[25] Islamisches Zentrum Aachen (Bilal-Moschee) e.V. (IZA)

Das IZA wurde in den 1960er Jahren auf Initiative des exilierten Führers der syrischen MB, Prof. Issam el-Attar, in Aachen gegründet, einem Hochschulort, an dem viele Technik-Studenten aus islamischen Ländern ihr Studium absolvierten. Im Jahre 1981 spaltete el-Attar das IZA von der IGD ab. … Nach außen gibt sich das IZA stets moderat und dialogbereit, sowohl gegenüber staatlichen Stellen als auch christlichen und jüdischen Organisationen. Auf der anderen Seite bot das IZA auf seinen Veranstaltungen in der Vergangenheit aber auch islamistischen Scharfmachern ein Forum und hatte antisemitische Literatur („Die Protokolle der Weisen von Zion“) in seinen Auslagen.

MB in Deutschland

Strukturen der MB sind in Deutschland vor allem bei der ‘Islamischen Gemeinschaft in Deutschland’ (IGD) und dem ‘Islamischen Zentrum Aachen’ (IZA) anzutreffen. Zu diesen gehören wiederum verschiedene Unterorganisationen. Die IGD, die ihr wichtigstes Zentrum in München hat, steht der ägyptischen MB nah, das IZA mit der „Bilal-Moschee“ wird dem syrischen Zweig zugerechnet. Sowohl die IGD als auch das IZA sind mit ihren Unterorganisationen Mitglieder im ‘Zentralrat der Muslime in Deutschland’ (ZMD). Verbindungen zum anderen islamischen Spitzenverband in Deutschland, dem ‘Islamrat’, bestehen bei der IGD ebenfalls. Die Anhängerschaft dieser beiden Organisationen samt ihren Unterorganisationen beträgt bundesweit circa 1.300, in NRW etwa 320. Von diesen auch in der Öffentlichkeit bekannteren Organisationen abgesehen, gibt es etliche Vereine und Gruppen, die bei näherer Betrachtung eine deutliche Nähe zu den Überzeugungen der MB erkennen lassen.

Gleichzeitig jedoch zirkulieren in MB-nahen Organisationen in Deutschland und Europa weiterhin extremistische Positionen, wie sie sich zum Beispiel in den Rechtsgutachten des ‘Europäischen Fatwa-Rates’ (‘European Council for Fatwa and Research’ – ECFR) niederschlagen. Die mit der MB verbundenen Organisationen versuchen, durch die Einrichtung und Nutzung europäischer Institutionen wie des ECFR und der FIOE (siehe unten) eine religiöse wie kulturelle Hegemonie über die Muslime in Europa zu erlangen und damit die Deutungskompetenz in Fragen, die den Islam und die Muslime in Europa betreffen.

HAMAS: Internationale Verbindungen

(…) Etwa in München, wo am 24.08.1973 nach dreizehn Jahren Planungs- und Bauzeit das so genannte Islamische Zentrum, IZ (München) eröffnet wurde und sehr bald Ghaleb Himmat die Leitung übernahm. Der Schwiegersohn des Dschihadtheoretikers und Gründers der Muslimbruderschaft (MB) Ḥasan Aḥmad ‘Abd ar-Raḥmān al-Bannā, Muslimbruder Said Ramadan, organisierte vom Genfer Centre Islamique (de Genève) den Aufbau des Münchener IZ mit, seine Söhne Hani und Tariq Ramadan sind führende heutige Islam(aktiv)isten.

Said Ramadans kühne Vision war, dass eine Kette von MB-treuen Islamischen Zentren (IZ) der Islamisierung Europas dienen solle.

Als Führer des deutschen Zweiges der Muslimbrüder, sprich der IGD, war Ghaleb Himmat Amtsvorgänger von Ibrahim el-Zayat, mit Youssef Nada leitete Himmat die im Dorf Campione (Campione d’Italia, eine Exklave Italiens im Schweizer Kanton Tessin) gelegene al-Taqwa-Bank, Herr Zayat war dort als Aktionär geführt. Nada kann als langjähriger Finanzierungsstratege der Muslimbrüder gelten. Wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September, am 07.11.2001 wurden die Villen der Banker Himmat und Nada wegen des Verdachts auf Terrorfinanzierung durchsucht, ein aufgefundener brisanter Text ist als »The Project« bekannt geworden.

Sägefisch Text 219 vom 26.02.2011

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/02/26/219/

»Das Projekt«

Die italienische Enklave auf Schweizer Territorium mit nur etwas mehr als 2.000 Einwohnern, Campione d’Italia, kurz Campione genannt, gehört zur Provinz Como, ist allseitig vom Schweizer Kanton Tessin umgeben und von Italien durch Berge und durch den Luganersee getrennt. Campione bot zwei einflussreichen radikalen Muslimen, dem aus Syrien stammenden Ali Ghaleb Himmat, den der UN-Sicherheitsrat zu den mutmaßlichen Unterstützern von Osama bin Laden rechnet, und dem 1931 in Ägypten geborenen Finanzstrategen der Muslimbruderschaft, Youssef Nada Unterschlupf und finanztechnisches Betätigungsfeld ihrer zwielichtigen »al-Taqva Bank« (at-taqwā, Gottesfurcht). Als Vorgänger von Ibrahim el-Zayat war Himmat zwischen 1973 und 2002 Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland e.V. (IGD), die als der deutsche Zweig der international tätigen Muslimbruderschaft angenommen werden sollte.

Das unter Verschluss gehaltene Programm der Muslimbruderschaft fand sich am 07.11.2001 bei einer antiterroristischen Razzia in der Villa des Herrn Nada, wurde gute zwei Jahrzehnte lang der Öffentlichkeit vorenthalten und ist selbst heute viel zu wenigen Menschen als »The Project« oder »Das Projekt« bekannt. Der folgende Text basiert auf französischen Übersetzung aus dem Arabischen, die Frau Rawdha Cammoun angefertigt hat und die bei Sylvain Besson (»La conquête de l’Occident: Le projet secret des Islamistes«, Paris: Le Seul, 2005, Seiten 193-205) erschien, Übertragung ins Deutsche unter Hinzufügung von erklärenden Anmerkungen [in eckigen Klammern] von Jacques Auvergne.

Bericht S/5/100

01.12.1982

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/06/13/169/

Die ehemaligen Präsidenten sowie der aktuelle Präsident der IGD wurden bis 2006 noch auf hrer Homepage namentlich aufgelistet. Es waren von 1958 bis 1968 Saïd Ramadan, von 1968 bis 1973 Fazal-i-Yazdani, von 1973 bis 2002 Ghaleb Himmat und seit 2002 Ibrahim Faruk el-Zayat.

aus: Khadidja Katja Wöhler-Khalfallah: Islamischer Fundamentalismus: von der Urgemeinde bis zur Deutschen Islamkonferenz (p 212)

von 1973 bis 2002 Ghaleb Himmat und seit 2002 Ibrahim Faruk El-Zayat

http://books.google.de/books?id=lRzJJnBS4-MC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Tariq Ramadan verlieh Scholl-Latour den „Dr. Said Ramadan Friedenspreis für Dialog und Völkerverständigung“

Der Präsident der IGD Ibrahim El-Zayat begrüßte und beglückwünschte das Publikum und erinnerte an die vielen Persönlichkeiten dieser Gemeinschaft, die die heutige islamische Infrastruktur in Deutschland maßgeblich miterrichtet haben. Nahezu an allen heute vorhandenen muslimischen Strukturen in Deutschland hat die IGD mittelbar mitgewirkt. … Am Podium in Berlin beteiligten sich Prof. Peter Scholl-Latour, Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in Deutschland (siehe unterer Link: Grußrede) und Oğuz Üçüncü Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görus.

Prof. Tariq Ramadan von der Universität in Oxford verlieh gemeinsam mit El-Zayat dem bekannten Publizisten Prof. Peter Scholl-Latour anlässlich des 50-jährigen Bestehens der IGD im Berliner Tempodrom den „Dr. Said Ramadan Friedenspreis für Dialog und Völkerverständigung“ für sein Lebenswerk. Der Preis erinnert an den ersten Präsidenten der IGD.

Die Vizepräsidentin der IGD Houaida Taraji bemängelte die Abwesenheit der geladenen Politprominenz. Dr.Murad Hofmann, Islamischer Denker und Autor, verlangte von den Muslimen sich einzubringen und nicht darauf zu warten, eingebracht zu werden. …

Der Generalsekretär des Wassatiya Instituts und Professor für Islamische Theologie Essam Al-Bashir war ein weiterer Hauptredner dieses Events. Wassatiya heißt ein Islam der Mitte, weit weg von Extremismus und Fanatismus.

Der Islam im Sinne der Wassatiya fordert die Menschen auf, sich gegenseitig kennen zulernen. Er ruft zur Sicherung des Weltfriedens und einer gemeinsamen Koexistenz zu Dialog, Kommunikation und Kooperation zwischen den Völkern und Nationen auf. Der Islam achtet die Menschenrechte und fordert zur Gleichheit der Menschen auf.

bei: ZMD 20.10.2008

http://islam.de/11062.php

Als palästinensischer Zweig der ‘Muslimbruderschaft’ ist die HAMAS eingebunden in das weltweite Netzwerk von Organisationen, die die MB repräsentieren oder ihr nahe stehen. Neben Organisationen, die vor allem propagandistisch oder auch logistisch im Sinne der HAMAS tätig sind, gibt es solche, die überwiegend Spendensammlungen und Finanztransaktionen zugunsten der HAMAS durchführen. Hierzu gehörte in Deutschland der in Aachen ansässige Verein ‘al-Aqsa e.V.’. Trotz religiös konfessioneller Unterschiede besteht eine gewisse Zusammenarbeit zwischen der sunnitisch geprägten HAMAS und der schiitischen ‘Hizb Allah’ (siehe Kapitel 2.16) im (Süd-) Libanon, die aus dem gemeinsamen Feindbild Israel resultiert. Gleiches gilt auch für die Beziehungen der HAMAS zur Islamischen Republik Iran, die die ‘Hizb Allah’ seit ihrer Entstehung ganz wesentlich unterstützt hat und einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Makropolitik dieser Organisation ausübt. Unter anderem manifestiert sich die Verbundenheit mit den Palästinensern und ihrem Jihad in dem von Ayatollah Khomeini eingeführten ‘Qods-Tag’ (‘Jerusalem-Tag’, der letzte Freitag im Monat Ramadan).

aus: Innenministerium NRW: Islamistische Organisationen in Nordrhein-Westfalen

http://www.islamismus.org/seminar-07/vs/islamismus/neuauflage_islamismus.pdf

[26] Verfassungsschutz Brandenburg 2003 (Vorabdruck) 154

Es gibt weitere islamistische Gruppierungen arabischer Herkunft, die entweder einen friedlichen Weg zum islamischen Staat beschreiten oder in Deutschland bislang nicht durch Gewalttaten aufgefallen sind, wohl aber in anderen Ländern Terrorakte begehen. Sie nutzen Deutschland für Spendensammlungen oder auch als Rückzugs- und Ruheraum. Die meisten in Deutschland vertretenen Gruppen gehen auf die ägyptische „Muslimbruderschaft“ (MB) zurück. Sie ist die einflussreichste und am weitesten verzweigte islamistische Gruppierung.

http://www.verfassungsschutz-brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/2003_vorabdruck.pdf

Die bekennende Schariabeschweigerin Sylvia Löhrmann und das islamistische Umfeld zwischen IZA / Bilal-Moschee, Al-Aqsa e.V., HAMAS und al-Qaida:

Die „Islamischen Avantgarden“, eine Abspaltung des syrischen Zweigs der MB, unterhalten das 1978 gegründete „Islamische Zentrum Aachen – Bilal Moschee e. V.“. Die HAMAS ist nach Ausbruch der ersten Intifada im Dezember 1987 aus dem palästinensischen Zweig der MB hervorgegangen. HAMAS ist ein Akronym für „Harakat al-Muqawamat al-Islamiya“ („Islamische Widerstandsbewegung“). Die HAMAS tritt entschieden für die gewaltsame Bekämpfung Israels in Palästina ein, hat aber zugleich den Charakter einer caritativen Organisation. Mit ihrer Infrastruktur an sozialen und kulturellen Einrichtungen genießt sie große Akzeptanz innerhalb der palästinensischen Bevölkerung. In Deutschland versteht sich der „Islamische Bund Palästinas“ (IBP) als Vertretung der HAMAS. Die zentrale Begegnungsstätte des IBP ist das „Islamische Kultur- und Erziehungszentrum Berlin e. V.“ (IZB). Durch ihre Vereine sammelt die HAMAS in Deutschland Spenden, die zum Teil für die Unterstützung von „Märtyrerfamilien“ und damit zur Förderung terroristischer Aktivitäten im Rahmen der Intifada genutzt werden. Aus diesen Gründen wurde der in Aachen ansässige Verein „Al-Aqsa e. V.“ am 5. August 2002 durch den Bundesminister des Innern verboten. Der Verein hat jedoch Klage gegen das Verbot eingereicht. Am 16. Juli beschloss das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, dass der Verein bis zu einer endgültigen Entscheidung unter der Auflage, dem Innenministerium ständig Rechenschaft über die Verwendung der Gelder abzulegen, weiter tätig sein darf. Allerdings hat „Al-Aqsa“ durch das Verbot den Status der Gemeinnützigkeit verloren. Gefährlich ist die HAMAS auch wegen ihrer Querverbindungen zu „Al-Qa’ida“.

aus: Verfassungsschutz Brandenburg 2003 (Vorabdruck) 154-155

http://www.verfassungsschutz-brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/2003_vorabdruck.pdf

„Wie der ägyptische Zweig der Muslim-Bruderschaft München als deutsche Operationsbasis gewählt hat, hat der syrische Zweig sein Hauptquartier in Aachen an der holländischen Grenze. Die ehemalige Karolinger-Hauptstadt mit ihrer berühmten Universität ist jetzt Heimat für eine große Zahl von Muslimen, darunter die bekannte syrische Familie Al-Attar. Der erste der Attars, der nach Aachen zog, war Issam, der in den 1950-ern vor der Verfolgung in seinem Heimatland floh, als der den syrischen Zweig der Muslim-Bruderschaft führte. Andere Mitglieder der syrischen Muslim-Bruderschaft folgten bald. Im Laufe der Zeit übernahmen Islamisten aus anderen Ländern Attars Bilal-Moschee in Aachen als Operationsbasis.[35] Aachen ist bei Geheimdiensten aus aller Welt bekannt, von der Beherbergung algerischer Terroristen im Exil[36] bis zur Arbeit einer Wohlfahrtsorganisation, die vom US-Finanzministerium als Fassade für die Hamas bezeichnet wird.[37]

Die Basis der syrischen Muslim-Bruderschaft in Aachen hielt enge Kontakte mit ihrem ägyptischen Gegenstück. So bestätigt sich die Tendenz wichtiger Familien der Muslim-Bruderschaft, enge Bündnisse durch Heirat zu schließen durch die Hochzeit des Sohns von Issam al-Attar mit der Tochter des Al-Taqwa-Bankiers Yussef Nada.[38] Verbindungen zwischen den beiden Zweigen der Muslim-Bruderschaft gehen allerdings über einfache Eheschließungen hinaus. Es wird berichtet, dass das Islamische Zentrum Aachen von Al-Taqwa Gelder erhielt.[39] Mitarbeiter haben zwischen den Islamischen Zentren in Aachen und München rotiert. So kam z.B. Ahmed von Denffer, Herausgeber der Zeitschrift Al-Islam des Islamischen Zentrums München aus Aachen.[40] Trotzdem bleibt eine gewisse Distanz. Die syrische Muslim-Bruderschaft ist nie der IGD beigetreten, sondern zog es vor sich eine Art Unabhängigkeit zu erhalten.“

aus: Lorenzo Vidino: The Muslim Brotherhood’s Conquest of Europe (Middle East Quarterly, Winter 2005)

Die Eroberung Europas durch die Muslim-Bruderschaft

Übersetzung aus dem Englischen: H. Eiteneier

ebendort, wobei der zum zeitgenössischen islamischen Extremismus forschende Lorenzo Vidino (tellvertretender Direktor bei Investigative Project, einem Antiterror-Forschungsinstitut mit Sitz in Washington, D.C.) die orthodoxe islamische Theologie anscheinend nicht kennt und und daher annimmt, dass die so genannten Islamisten (die es inschallah gar nicht gibt) den Islam falsch verstehen:

“Der Trend hin zur Konsolidierung ging 1994 einen Schritt weiter, als die deutschen Islamisten erkannten, dass eine vereinigte Koalition sich in größere politische Bedeutung und Einfluss umsetzen ließ. Neunzehn Organisationen, darunter die IGD, das Islamische Zentrum München und das Islamische Zentrum Aachen schufen eine Dachorganisation, den Zentralrat der Muslime. Ein hochrangiger deutscher Verfassungsschützer sagt, dass mindestens neun dieser neunzehn Organisationen zur Muslim-Bruderschaft gehören.[60] Die deutsche Presse hat kürzlich den Zentralrats-Präsidenten Nadim Elyas unter die Lupe genommen, einen in Deutschland ausgebildeten saudischen Arzt und Vorstandsmitglied des Islamischen Zentrums Aachen. (…)

Der Zentralrat, der sich selbst als Dachorganisation deutscher muslimischer Organisationen darstellt, ist zusammen mit der IGD und Milli Görüs der de facto-Repräsentant von drei Millionen deutscher Muslime geworden. Obwohl die IGD Mitglied des Zentralrats ist, arbeiten die beiden Organisationen oft unabhängig von einander. Ihre offenbare Unabhängigkeit ist geplant. Dadurch, dass viele Organisationen unter unterschiedlichen Namen arbeiten, führt die Muslim-Bruderschaft die deutschen Politiker an der Nase herum, weil diese glauben sie berieten sich mit einem breiten Spektrum an Meinungen.[66] Die Medien suchen nach Vertretern des Zentralrats, wenn sie die muslimische Sichtweise zu etwas haben wollen, sei es in der Debatte um die Zulässigkeit des Hijab (Kopftuch) in öffentlichen Schulen, dem Krieg im Irak usw. Politiker suchen die Befürwortung durch den Zentralrat, wenn sie die muslimische Gemeinde erreichen wollen. Viele deutsche Politiker sind über den Islam uninformiert und begreifen die Sichtweise und die Interpretation des Islam nicht, die der Zentralrat vermittelt, die IGD und die Milli Görüs – dass es sich dabei um die der Muslim-Bruderschaft handelt und nicht um die des traditionellen Islam.”

http://www.meforum.org/758/die-eroberung-europas-durch-die-muslim

Sodann wird dem Verein vorgeworfen, er handele „auf dem Boden der Muslimbruderschaft (MB) und insbesondere im Kontext von Hamas“ (Seite 5 der Verbotsverfügung). Als Beleg dafür heißt es auf Seite 11, der Vorsitzende des Vereins M. A. „ist in die Strukturen der islamischen ,Muslimbruderschaft‘ (MB) in Deutschland eingebunden; er nahm und nimmt an Veranstaltungen des ‚Islamischen Bund Palästina‘ (IBP) und der ‚Islamischen Gemeinschaft Deutschland e. V.‘ (IGD) teil. … In früheren Jahren identifizierte sich M. A. auch öffentlich mit Ideen und Zielen dieser Organisation.“ Als Beleg dafür wird dann genannt: „Auf mehreren Veranstaltungen der IGD und des IBP Ende der 90er Jahre war Al-Aqsa e. V. mit einem eigenen Stand, an dem M. A. bisweilen auch selbst Schriften verkaufte, vertreten.“ Welche Veranstaltungen das genau waren, wird in der Verbotsverfügung nicht erwähnt.

aus: Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke und der Fraktion der PDS

Drucksache 14/9969

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/099/1409969.pdf

aus: Antwort der Bundesregierung

Drucksache 14/9992

Es wird darauf verwiesen, dass die Bundesregierung aus grundsätzlichen Erwägungen über möglicherweise vorhandene nachrichtendienstliche Erkenntnisse oder Belange nur die dafür zuständigen Gremien des Deutschen Bundestages unterrichtet.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/099/1409992.pdf

Spenden für „Märtyrerfamilien“

05.08.2002 • Der von Innenminister Schily verbotene Al Aqsa-Verein soll Spenden für palästinensische „Märtyrerfamilien“ gesammelt haben.

Der „Al Aqsa e.V.“ wurde 1991 in Aachen gegründet. Er sammelt bundesweit Spendengelder in Moscheen und islamischen Zentren, aber auch bei Kundgebungen und Demonstrationen zum Nahost-Konflikt. … Nach Erkenntnissen des Bundesinnenministeriums überweist der Verein Spendengelder an soziale und humanitäre Einrichtungen in den palästinensischen Gebieten, die „in die Organisationsstruktur der Hamas oder ihr Umfeld eingebunden sind“. Die Hamas hat sich dem bewaffneten Kampf gegen Israel verschrieben. Nach Aussage der Hamas-Führung sollen ihre Terroranschläge weder in Drittstaaten noch gegen Angehörige von Drittstaaten verübt werden.

Die Hamas gliedert sich in einen politischen Arm, der für Ideologie und Propaganda sowie karitative Einrichtungen zuständig ist, und einen militärischen Arm. Eine Sondereinheit, die so genannten Kassam-Brigaden, ist für zahlreiche Selbstmordattentate in Israel verantwortlich. …

Der Aachener Verein „Al Aqsa“ nennt laut Innenministerium in seinen Spendenaufrufen auch „Märtyrerfamilien“ als Geldempfänger. Der Begriff „Märtyrer“ sei im Nahost-Konflikt von einer islamistischen Auslegung geprägt und werde seit Jahren auch als Synonym für Selbstmordattentäter verwendet, erklärt das Innenministerium.

http://www.faz.net/aktuell/politik/al-aqsa-spenden-fuer-maertyrerfamilien-172095.html

Martin Lutz und Joachim Peter am 06.08.2002: Schily verbietet Hamas-Spendensammlerverein

http://www.welt.de/print-welt/article404886/Schily_verbietet_Hamas_Spendensammlerverein.html

Kalt erwischt wurde Mahmud Amr, 45, am vergangenen Montag kurz nach dem Frühstück. Der bärtige Verlagsangestellte aus Aachen wollte gerade zur Arbeit, als um acht Uhr Polizisten an seiner Wohnungstür in der Schurzelter Straße schellten und Einlass begehrten. Sie wedelten mit einem Durchsuchungsbefehl sowie mit einem 16-seitigen Schriftstück, verfasst am 31. Juli im Bundesinnenministerium. Wichtigster Satz: „Der Al-Aqsa e.V. ist verboten und wird aufgelöst.“

Was das praktisch bedeutet, erfuhr Vereinschef Amr, ein hagerer, groß gewachsener Jordanier, kurz darauf im Al-Aqsa-Büro in der Kapellenstraße 36. Dort, im fünften Stock eines ockergrauen Blocks, stöpselten Fahnder Computer aus und transportierten 150 Kartons voller Akten ab. Sämtliche Möbel wurden konfisziert, sogar der Abfall mitgenommen. Schwer beschäftigt waren die Staatsschützer zeitgleich in den Essener Privatgemächern von Vereinsvize Saif al-Din Thabet sowie von vier weiteren Al-Aqsa-Männern in Aachen. 340000 Euro Vereinsvermögen wurden beschlagnahmt. „Zu Unrecht“, protestiert Amr. „Wir sind harmlos!“

Deutsche Terror-Experten sehen das anders. Sie stufen al-Aqsa als „kämpferisch-aggressiv“ ein. Ziel des 1991 gegründeten Vereins sei „die Zerstörung Israels“, heißt es in der FOCUS vorliegenden Verbotsbegründung. Al-Aqsa „unterstützt die Hamas“ bei deren Kampf gegen Israel mit Millionenbeträgen, die der Verein bundesweit in Moscheen und Islamzentren sammelt.

aus: Extremismus: Hubert Gude: Extremismus: Kollekte für Killer?

in: FOCUS-online, 12.08.2002

Extremismus: Kollekte für Killer?

http://www.focus.de/politik/deutschland/extremismus-kollekte-fuer-killer_aid_203831.html

Türkisch-radikalislamische Verschwörungstheoretiker finden das gar nicht gut:

Muntasær-Bilah: „Analysiert man die 16-seitige Verbotsverfügung des BMI vom 31.07., die Otto Schily am Vormittag des 05.08. auf einer Pressekonferenz in Berlin erläutert hat, ergibt sich aus der Argumentationsweise des BMI recht eindeutig, dass die polizeiliche Zerschlagung des Al-Agsa e. V. zionistisch motiviert ist. … Das Al.Agsa e. V..-Verbot vom 31.07. belegt in sehr offenkundiger Weise, wie eng der deutsche und der zionistische Staat zusammenarbeiten“

Schaban 1423 (Oktober 2002) / Nr. 8

http://www.seriat.net/dia/008/pdf/008-inhalt.pdf

Seriat.net sind der in Deutschland verbotene Kalifatstaat und seine Freunde

http://www.seriat.net/index.html

http://www.seriat.net/dia/dia.htm

Muntasir-billah ist überzeugtes Mitglied des „Kalifatstaats“. Aus dem Gefängnis schreibt er glühende Briefe an Metin Kaplan und seine Gemeinde: „Möge Allah unseren Kalifen beschützen und unserer Bewegung eine dynamische Weiterentwicklung zuteil werden lassen!“ Er ist einer derjenigen islamischen Extremisten, die CSU-Chef Edmund Stoiber lieber heute als morgen ausweisen lassen will.

aus: Wer Deutscher ist, darf bleiben, von Pascal Beucker

taz 02.11.2001

http://www.beucker.de/2001/taz01-11-02.htm

Bruder Muntasær-Billah (Bernhard Falk) aus der JVA Werl

http://www.seriat.net/dia/005/pdf/005-inhalt.pdf

Bernhard Falk kennt die Gründe für das Unrecht auf der Welt. Ruhig und freundlich las der 30jährige frühere Physikstudent seine Erklärung vor. Auf hundert Seiten, in zwanzig Kapiteln, mit etlichen Tabellen, Zahlen und Zitaten glaubte er die Drahtzieher allen Übels zu demaskieren: die USA, Deutschland und der „auch als Israel bekannte“ zionistische Staat. Diese drei Mächte seien, so Falk, „besonders gefährlich“.

Aus: Jürgen Marks: Bombige Kumpane

FOCUS 17.11.1997

http://www.focus.de/politik/deutschland/aiz-bombige-kumpane_aid_167883.html

Hintergrund des Urteils war die Verfassungsbeschwerde eines ehemaligen Mitglieds der linksextremistischen „Antiimperialistischen Zelle“. Der inzwischen zum Islam konvertierte Bernhard Falk, der sich nun Bernhard Uzun nennt, war 1999 wegen vierfachen Mordversuchs und Sprengstoffanschlägen zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Januar 2004 hatte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das Urteil bestätigt.

STERN 12.04.2005

http://www.stern.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-gps-ueberwachung-krimineller-ist-rechtens-538946.html

Al-Aqsa Belgium was first registered in Verviers, an economically distressed municipality of approximately 52,000 residents located in the Belgian province of Liège and close to the cities of Aachen, Germany and Heerlen, the Netherlands where the Al-Aqsa branches in those countries were first registered. …

Mahmoud Amr is a Jordanian who was the former Chairman of the Al-Aqsa Foundation head office in Aachen, Germany, as well as the former Chairman of the Netherlands Al-Aqsa branch, now headed by Ali Sonlu. … A 1993 interrogation of Hamas operatives in Israel revealed that Mr. Amr was considered by them Mahmoud Amr to be a “senior Hamas figure in Germany” who could be contacted through the Muslim Brotherhood center. The Thüringen State intelligence agency also reported that Mahmoud Amr maintained “close relations” with the German Muslim Brotherhood organization. … Hassan Swaid is German with an address in Aachen, the former location for the head office of the Al-Aqsa Foundation. In 2003, Swaid was listed as a member of the Islamische Gemeinschaft in Deutschland, the Muslim Brotherhood organization in Germany.

Laut Angaben aus dem Bundeskriminalamt steht das am 16. Februar 2003 in Bremerhaven von 14 Personen gegründete Bremer Hilfswerk e.V. im Verdacht, Funktionen des am 5. August 2002 vom Bundesinnenministerium verbotenen Al Aksa e.V. übernommen zu haben. Beide Vereine werden von den Behörden dem Umfeld der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft zugerechnet.

http://www.netzeitung.de/deutschland/315966.html

aus: Steve Merley: The Muslim Brotherhood in Belgium. The NEFA Foundation, 14.04.2008

http://www.flw.ugent.be/cie/documenten/moslimbroeders.pdf

Stichting al-Aqsa, G. van Lindestraat, Rotterdam (Al-aqsa hayir Kurumu)

es finden sich als Ansprechpartner bzw. Geldsammler Menschen oder Konten in London, Malmö, Basel, Wien, Genf, Brüssel auch Aachen (Kapellenstr. 36)

http://counterterrorismblog.org/site-resources/images/HLF%20Exhibit%20Mishaal%20Letter.pdf

Ausweisung des ehemaligen Vorsitzenden des verbotenen Vereins „Al-Aqsa“ rechtens

Mit Urteil vom 19. August 2008 hat die 3. Kammer die Klage des ehemaligen Vorsitzenden des verbotenen Vereins „Al-Aqsa“ e.V. gegen seine Ausweisung aus dem Bundesgebiet abgewiesen.

http://www.vg-aachen.nrw.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2008/26_080909/index.php

[27] Islamische Charta

Die am 03.02.2002 verabschiedete Islamische Charta: Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft stammt aus der Feder von Nadeem Elyas, der zeitweilig als Generalsekretär der Union Muslimischer Studenten-Organisationen in Europa (UMSO) sowie als Sprecher des Islamischen Zentrums Aachen (IZA) tätig war. Sarkastische Zwischenrufe von Jacques Auvergne.

ZMD, Islamische Charta:

Es besteht kein Widerspruch zwischen der islamischen Lehre und dem Kernbestand der Menschenrechte

Die AEMR-bezogene Universalität vom 10.12.1948 ist fortan “westlich”, der ZMD und die von ihm mitverwalteten Deutschlandmuslime dürfen sich dieser (falschen) Prämisse zufolge offensichtlich auf “östliche” Menschenrechte zurückziehen, auf die Normen der diskriminierenden und jenseitszentrierten islamischen Scharia:

Zwischen den im Koran verankerten, von Gott gewährten Individualrechten und dem Kernbestand der westlichen Menschenrechtserklärung besteht kein Widerspruch.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/27/262/

Islamische Charta

Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft.

Nadeem Elyas 2002

http://zentralrat.de/3035.php

[28] Demokratie ist nicht ḥalāl!

Verhaltet euch nicht unislamisch, denkt nicht einmal unislamisch! Die kulturelle Moderne mit Gottesfurcht und Wohlverhalten verweigern. In der 50 Jahre alten Schrift »Erlaubtes und Verbotenes im Islam« des Yūsuf al-Qaraḍāwī liest Jacques Auvergne.

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2010/11/28/212/

The Lawful and Prohibited in Islam

by Yusuf al-Qaradawi

http://www.witness-pioneer.org/vil/Books/Q_LP/

[29] Ägyptens gültige Verfassung von 1971 stellt in Artikel 2 fest:

Der Islam ist Staatsreligion. Arabisch ist Amtssprache, die Hauptquelle der Gesetzgebung ist die Islamische Jurisprudenz (Scharia).

Art.2. Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).

http://www.egypt.gov.eg/english/laws/constitution/chp_one/part_one.aspx

http://www.stonegateinstitute.org/2326/muslim-brotherhood-egyptian-elections

http://islamopediaonline.org/country-profile/egypt/islam-and-constitution/sharia-principles-main-source-law

Ahmed Mohamed el-Tayeb is the current Imam of al-Azhar Mosque

Ahmad Mohammad Al-Tayyeb, Großscheich der Azhar. Am 16.02.2011 bekundet Scheich al-Tayeb, dass auch im künftigen Ägypten, nicht anders als während der Epoche Mubarak, die Scharia Hauptquelle der Gesetzgebung sein müsse, wie verfassungsrechtlich von Artikel 2 vorgegeben. Muslimbrüder und al-Azhar beschreibt er als geistige Bündnisgenossen lediglich verschiedener Methodik:

Al-Azhar Grand Imam Ahmed El-Tayeb has said that Article 2 of the Egyptian Constitution should not be changed or sectarian tension would result.

Article 2 says that “Islam is the Religion of the State. Arabic is its official language, and the principal source of legislation is Islamic Jurisprudence (Sharia).” El-Tayeb said that the article is one of the pillars of Egypt and changing it would come in the way of achieving freedom and democracy.

El-Tayeb added that he supports the idea that future grand imams would win their seat through votes and not by being appointed by the state, as long as elections are transparent and free of corruption.

Regarding Al-Azhar’s dialogue with the Muslim Brotherhood, El-Tayeb said that Al-Azhar is an educational institution, whereas the Brotherhood is a political entity, adding that they share the same faith but have different paths. He insisted, however, that there is a mutual respect between the two.

El-Tayeb added that many institutions under the Mubarak regime suffered from corruption and that those who decided to go to the street and protest against this corruption are heroes.

aus: Sheikh El-Tayeb: Article 2 of the constitution should not be changed

Al-Azhar Grand Imam Ahmed El-Tayeb says that Islamic law (Sharia) must remain the principal source of legislation in post-Mubarak Egypt

Ahram Online, Wednesday 16 Feb 2011

http://english.ahram.org.eg/NewsContent/1/64/5778/Egypt/Politics-/Sheikh-ElTayeb-Article–of-the-constitution-should.aspx

“It is very, very disappointing,” said Hani Shukrallah, who is active in a new liberal political party and is the editor of Ahram Online, a news Web site.

He and many other opponents of the referendum said religious organizations had spread false rumors, suggesting that voting against the referendum would threaten Article 2 of the Constitution, which cites Islamic law as the main basis for Egyptian law.

“I saw one sign that said, ‘If you vote no you are a follower of America and Baradei, and if you vote yes you are a follower of God,’ ” he said. “The idea is that Muslims will vote yes and Copts and atheists will vote no.” (…)

Most “no” votes emerged from Cairo and Alexandria, Mr. Shukrallah noted, whereas support flowed in heavily from the provinces.

“The revolution was a revolution of the big cities,” he said. “The provinces are just not there. The secular values that drove the revolution have not reached them.” (…)

One activist, Ahmed Maher, 30, said that on the bright side, the election was not rigged, a first for Egypt, but he worried about the religious element that crept into the get-out-the vote efforts.

“The results of the referendum make me worried about Egypt’s political future,” Mr. Maher said, vowing to redouble his efforts to get out onto the streets to organize before the elections. “The interference of religion in politics can destroy Egypt.”

aus: NEIL MacFARQUHAR: Egyptian Voters Approve Constitutional Changes

The New York Times, 20.03.2011

http://www.nytimes.com/2011/03/21/world/middleeast/21egypt.html?pagewanted=all

(CNSNews.com) – An article in Egypt’s constitution that affirms Islam as the state religion likely will remain untouched despite hopes among the country’s Christian minority that the recent uprising would usher in an era of greater tolerance for non-Muslims.

A committee considering amendments to the 1971 constitution said in a statement Sunday that article II would not be amended, the Al-Masry Al-Youm newspaper reported.

Article II reads, “Islam is the religion of the state and Arabic is its official language. Principles of Islamic law (Shari’a) are the principal source of legislation.” (…)

A Coptic Christian told CNSNews that Christians are hoping to see article II of the constitution amended, to declare specifically that Egypt is a country where freedom of religion is upheld.

(Other articles of the constitution, 40 and 46, do deal with freedom of belief and say citizens have “equal public rights and duties without discrimination between them due to race, ethnic origin, language, religion or creed” but Copts say these has long been violated in many ways.) (…)

Asked how he and Christian friends and family would feel about a new government in which the Muslim Brotherhood plays a major role, Asfour pointed to situations elsewhere in the region where strict Sunni or Shi’ite regimes are in place.

“I am afraid [Egypt will later become] like Saudi Arabia or Iran … pay extra taxes for being Christian as they did before, or pushing me to change my religion, otherwise they kill me.”

(The tax reference is to jizya, a Qur’an-ordained tax historically levied on non-Muslim men living in Islamic societies. The jizya was enforced in Egypt and the rest of the Ottoman Empire until the mid-19th century.) (…)

Cairo Center for Human Rights Studies director Bahy elddin Hassan said in an op-ed published in the Al Ahram newspaper. “The present constitution can only encourage despotism.”

In a recent document offering recommendations for a new Egyptian constitution, 15 human rights organizations in the country said the document should “establish the civil nature of the state as a state for all its citizens based on the principles of equality and impartiality toward all citizens regardless of religion, belief, gender, or race.”

It also should “guarantee freedom of religion and belief for all citizens without discrimination and criminalize incitement to religious hatred and sectarian violence,” said the groups, known collectively as the Forum for Independent Egyptian Human Rights Organizations.

aus: Patrick Goodenough: Primacy of Islam and Shari’a Law Expected to Remain in Egypt’s Constitution

cns 21.02.2011

http://cnsnews.com/news/article/primacy-islam-and-shari-law-expected-remain-egypt-s-constitution

Q. Can non-Muslim children inherit from their Muslim father?

A. al-Zuhayli said in al-Fiqh al-islami wa adillatuh (Islamic Law and Its Proof-Texts 8:263): „All four schools agree that difference in Religion between legator and inheritor, one being Muslim and the other not, precludes inheritance. The Muslim cannot leave anything to the non-Muslim nor the non-Muslim to the Muslim, whether through parenthood or marriage, due to the Prophet’s sayings: „The Muslim does not leave anything to the non-Muslim nor the non-Muslim to the Muslim“ [narrated by Bukhari and Muslim], and „The people of two different religious communities inherit nothing from each other“ [narrated by Tirmidhi, Ahmad, Abu Dawud, and Ibn Majah; Darimi narrates the same also from `Umar]. This is what applies because patronage (wilaya) is severed between the Muslim and the non-Muslim. Egyptian law and Syrian law stipulate: „There is no mutual inheritance between Muslim and non-Muslim.“

The Mufti of Egypt Muhammad Hasanayn Makhluf was asked a question to which he gave this answer in his Fatawa shar`iyya (2:233-234):

Question: „A man who was Christian and married with a Christian woman, had five children with her, two males and three females, then he became Muslim, married a Muslim woman, and divorced his Christian wife after he made his Islam public. Then he died on the 20th of July 1954. However, the children all remained Christian, and their age is now (in the year 1956 C.E.) as follows: a 22-year old daughter, an 18-year-old daughter, a 17-year-old son, a 14-year old son, and an 11-year-old daughter. It is needed to know which of his children inherit from him, and we thank your honor.“

Answer: „The inheritance of this deceased Muslim all goes to his Muslim wife. There is no inheritance for the children he left behind as mentioned above, due to their embrace of the Christian religion at the time of his death and the fact that none of them followed him in accepting Islam. Difference in religion precludes inheritance, as stipulated by the jurisprudents, and Allah knows best.“

http://sunnah.org/msaec/articles/inherit.htm

auch hier:

Egyptian law and Syrian law stipulate: „There is no mutual inheritance between Muslim and non-Muslim.“

publiziert selbst in Kapstad bei Scheich Shouket Allie von der südafrikanischen Law and Sharia Consultancy (to promote the research of various issues pertaining to the application of Muslim Personal Law in South Africa)

http://www.muslimpersonallaw.co.za/inheritancedocs/Non%20Muslim%20Childrens%20Inheritance.pdf

Glauce Hartwig: Personenstandsrecht in Ägypten

1981 hat Ägypten das UN-Übereinkommen über die Abschaffung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Frauenrechtskonvention) ratifiziert, einige Artikel dieser Konvention jedoch unter einen “Scharia-Vorbehalt” gestellt. So erklärt sich auch, dass fast 30 Jahre später Heiratsverbote, die Benachteiligung muslimischer Frauen im Eherecht und das Scheidungsverbot des koptischen Eherechtes geltendes Recht sind, obwohl sie im klaren Widerspruch zu diesem und anderen Menschrechtsverträgen stehen, die Ägypten unterzeichnet hat.

Ein Muslim kann eine Christin oder Jüdin heiraten. Aber einer Muslimin ist es nicht erlaubt, einen nichtmuslimischen Mann zu heiraten. Dies liegt sicherlich in der Religionsgebung begründet: Kinder in Ägypten übernehmen die Religion des Vaters.

http://www.papyrus-magazin.de/Papyrus_online/Heft11_12_2010_11/Personenstandsrecht.pdf

[30] the khutbah (sermon) of Yusuf al Qaradawi in Tahrir Square

http://blog.beliefnet.com/cityofbrass/2011/03/the-khutbah-sermon-of-yusuf-al.html#ixzz1iAzKYswg

Sh. Qaradawi’s Khutbah from Tahrir Square in English

http://jannah.org/madina/index.php?topic=5186.0;wap2

277. Sakineh Mohammadi Ashtiani could be hanged in Iran

27. Dezember 2011

سکينه محمدي آشتياني

Sakineh Mohammadi Ashtiani

International Committee against Stoning

Press Release 26 December 2011

The Islamic Republic of Iran is considering Sakineh Mohamadi Ashtiani’s execution

This is an attempt to gauge the international response

Malek Ajdar Sharifi, the head of East Azerbaijan province’s justice department, has announced that the Islamic Republic of Iran is considering changing Sakineh Mohamadi Ashtiani’s stoning sentence to execution by hanging and said that they are waiting for the go-ahead from the Ministry of Justice to execute Sakineh.

Clearly, the regime has been unable to stone Sakineh to death because of the global outrage. The regime arrested her lawyer and son and forced her and her son to ‘confess’ on Press TV and incriminate themselves. They have been barred from contacting international institutions.

By planning to execute Sakineh, the Islamic regime is trying to show the world that despite public outrage, it will continue its execution machinery in order to ensure its survival.

The International Committee against Stoning declares:

This is a shameless attempt by the regime and its criminal judicial system to test the reaction of world public opinion in order to create the groundwork for Sakineh’s murder.

Sakineh’s image has become a global symbol against stoning and Sharia laws. The world has risen up in defence of Sakineh and declared it would not ever allow sadists and murderers to stone women and men to death again. By executing Sakineh, the Islamic regime wants to destroy all efforts in her support.

Every year during the New Year period the Islamic regime tries to kill-off well-known cases. Last year it executed Shahla Jahed and this year they are trying to murder Sakineh.

The International Committee against Stoning will not allow Sakineh to be executed. All people and organisations that have stood up before to save Sakineh from death by stoning must once again stand up to help save Sakineh’s life.

International Committee against Stoning

International Committee against Execution

For more information, contact:

Mina Ahadi

E-Mail: minaahadi@aol.com

Telefon: 0049 (0) 1775692413

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee Against Execution (ICAE)

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee Against Stoning (ICAS)

http://stopstonningnow.com/wpress/

276. Schariapflichten sind kein Lehrfach

20. Dezember 2011

Zur geplanten Einführung des bekennenden Islamischen Religionsunterrichts

Von Gabi Schmidt und Edward von Roy am 20.12.2011

Am 14. Dezember 2011 wurde von den Mitgliedern des Schulausschusses eine Beschlussempfehlung und ein Bericht zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts mit Beirat erstellt (Drucksache 15/3545), das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (siehe auch § 132 a Übergangsvorschrift zur Einführung von islamischem Religionsunterricht) geht nun am 21. Dezember im Parlament in die zweite Lesung.

Wie der gemeinsamen Erklärung des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 22.02.2011 zu entnehmen ist, sind die im KRM vertretenen Islamverbände, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) der künftige staatliche Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen, der erklärt, wie islamkonforme Lebensführung in den verschiedenen Lebensbereichen auszusehen hat.

Nach Auffassung der Landesregierung sind die im Koordinierungsrat vertretenen Islamverbände wie Islamrat (IR) und Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) der geeignete staatliche Ansprechpartner im Sinne von GG Artikel 7 (3), also auch die von der Millî-Görüş-Ideologie bzw. vom Gedankengut der Muslimbruderschaft beeinflussten Organisationen IGMG bzw. IGD.

Auch in Bezug auf unser Bildungs- und Schulsystem soll der KRM also künftig und mit versetzungsrelevanten Folgen nicht lediglich definieren, was Islam ist, sondern sich dazu ermächtigen, sich mit landesrechtlicher Billigung zumindest in die Lebenskonzepte der muslimisch geprägten Bevölkerung einzumischen, ohne Rücksicht darauf, ob diese Menschen damit einverstanden sind. Die Konsequenzen dieser dem KRM zugestandenen Rolle für Säkulare und Atheisten bzw. für die so genannten Nichtmuslime sind bisher nicht einmal diskutiert worden.

Die Landesregierung unter Federführung von Ministerin Sylvia Löhrmann erhebt mit der so genannten gemeinsamen Erklärung (22. Februar) alle im Koordinierungsrat vertretenen Organisationen sowie die Mitglieder des Beirats in den Rang vertrauenswürdiger, staatlich beauftragter und kompetenter Religionsexperten mit absoluter Deutungsmacht über islamkonformes Verhalten. Für diese verantwortungsvolle integrationspolitische und erzieherische Aufgabe ist der KRM jedoch nachweislich weder auf Grund seiner Relevanz, noch aus verfassungsrechtlicher oder pädagogischer Sicht geeignet.

Der KRM hat sich als loser Zusammenschluss jenseitszentrierter und äußerst konservativer Islamverbände gegründet. Nach der Studie Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen ist er in NRW nur einem Bruchteil (10,5 %) der Bürger muslimischen Glaubens überhaupt bekannt, und selbst diejenigen, denen er als religiöser Verband ein Begriff ist, fühlen sich nur zu einem geringen Prozentsatz (22,7 %) von ihm vertreten.

In seiner Geschäftsordnung, auf eine Satzung konnte man sich wohl immer noch nicht einigen, bekennt sich der KRM zwar zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland, stellt jedoch im gleichen Dokument klar, dass Koran und Sunna des Propheten Mohammed die Grundlagen des Koordinationsrates bilden und dieser Grundsatz auch durch eine Änderung dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben werden darf.

Die Landesregierung NRW arbeitet somit in allen islamrelevanten Angelegenheiten mit einer Gruppe selbst ernannter islamischer Ansprechpartner zusammen, die laut Geschäftsordnung stark durch eine Organisation geprägt ist, die de facto in einem Abhängigkeitsverhältnis zum türkischen Staat steht und dem frauenfeindlichen, grund- und menschenrechtswidrigen islamischen Recht, der Scharia, Vorrang vor jedem irdischen Recht einräumt.

Der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), die der türkischen staatsislamischen Behörde DIYANET untersteht, werden im KRM Sonderrechte eingeräumt, sie hat im Gegensatz zu den anderen Organisationen einen stimmberechtigten Vertreter mehr und ein Vetorecht bei allen Entscheidungen. Ihrer gegenmodernen, am derzeitigen proislamistischen Kurs der Türkei ausgerichteten Agenda zum Trotz gilt die DITIB in der deutschen Öffentlichkeit als gemäßigt und integrationsfreundlich. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Nähe zur Millî Görüş sowie zur türkischen Regierungspartei AKP gepflegt wird, jener Partei, der auch Spitzenpolitiker wie Abdullah Gül oder Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan angehören. Mehrfach forderte Erdoğan bei seinen Deutschlandbesuchen eine kulturelle Abschottung seiner ausgewanderten Landsleute, etwa im Köln des Jahres 2008 („Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“). Das viel beschworene Integrations-Wunder von Marxloh, eine Großmoschee der DITIB in Duisburg, ist gescheitert und hat sich als Beispiel für die zunehmend reaktionäre und fundamentalistische Ausrichtung der DIYANET / DITIB erwiesen, die vor Kontakten zu den Grauen Wölfen (Bozkurtlar bzw. Ülkücüler) nicht zurückschreckt.

Auch die anderen Dachorganisationen des KRM und deren angeschlossene Mitgliedsverbände sind aus verfassungsrechtlichem und pädagogischem Blickwinkel als Kooperationspartner inakzeptabel.

Die Weltanschauung der IGMG oder Millî Görüş (wörtlich Nationale Sicht) beispielsweise verbindet türkischen Nationalismus mit einem radikal interpretierten Islam, der streng an der Scharia festhält. Beides richtet sich gegen die kulturelle Moderne, die universellen Menschenrechte (AEMR) und das deutsche Grundgesetz (GG). Die IGMG gibt an, zur Durchsetzung ihrer politisch-ideologischen Zielvorstellungen auf Gewalt verzichten zu wollen, doch kann sie zum Lager des islamistischen Extremismus gerechnet werden, weil sie die Segregation zu den (Nichttürken und) Nichtmuslimen durch vielfältige, exkludierende Angebote verstärkt.

Korankurse, die von einem wortwörtlichen Textverständnis geprägt sind, gehören ebenso zur Angebotspalette der IGMG wie Hausaufgabenbetreuung, Ferienlager oder Sportaktivitäten. Die in eine kulturelle Apartheid sowie in eine Geschlechterapartheid hinein gesteuerten jungen Muslime sollen durch die jeden Lebensbereich umfassenden Aktivitäten an die Millî-Görüş-Bewegung gebunden werden und die politreligiöse Lehre der „Gerechten Ordnung“ (Adil Düzen; Feindbild sittlich unwürdiger Lebensordnung ist die „Nichtige Ordnung“ Batıl Düzen) verinnerlichen und ausbreiten. Die von Necmettin Erbakan bewusst als antiwestlich und antisäkular entworfene Ideologie der Gerechten Ordnung umschreibt letztlich den Begriff Islamische Ordnung (Nizam-ı İslâm) und zielt auf einstweilige Abschottung zu allem Nichtislamischen sowie auf die Einführung der Scharia als Grundlage für Staat und Gesellschaft. Fernziel ist der autoritäre Religionsstaat.

Diese angeblich um Gesetzestreue bemühte Vorgehensweise ist auch von der zweiten einflussreichen islamistischen Gruppierung bekannt, der global aktiven Muslimbruderschaft (MB). Die im ZMD und damit im KRM organisierte IGD (Islamische Gemeinschaft in Deutschland; Stichworte Islamisches Zentrum München, Ibrahim El-Zayat) gilt als der deutsche Zweig der Muslimbruderschaft. Organisatorisch arbeiten Millî Görüş und das Umfeld der Muslimbrüder problemlos zusammen, beide akzeptieren die Theologie der Gelehrten aus dem European Council for Fatwa and Research (ECFR, Scheich Yusuf al-Qaradawi).

IGMG und IGD arbeiten darauf hin, dass die deutschen Muslime eine persönliche Identität nur auf der Grundlage eines radikal religiösen (für die IGMG zusätzlich: eines türkisch-nationalistischen) Weltbilds aufbauen. Eine solche Identität jedoch wird die freiheitliche Werteordnung der Bundesrepublik Deutschland als sittlich minderwertig bezeichnen und wird nur die verfassungswidrige Rechts- und Lebensordnung der Scharia als Basis für ein gelingendes menschliches Leben anerkennen.

Damit tragen IGMG (im Islamrat) und IGD (im ZMD) zur Bildung von Parallelgesellschaften bei, verhindern erfolgreiche Integration und betreiben die Erosion des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats. Mit der Propagierung der angeblich von Allah geschaffenen Scharia geht die Ablehnung aufklärungshumanistischer und universell-menschenrechtlicher Werte ebenso einher wie das Ironisieren der Freiheitsrechte, des grundgesetzlichen Prinzips der Volkssouveränität und der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Der Fortbestand der freiheitlich demokratischen Grundordnung ist durch eine Religionspädagogik gefährdet, die von Islamrat und ZMD, beide sind im KRM organisiert, maßgeblich mit gesteuert wird.

Da der Koordinierungsrat zur verfassungswidrigen, Lehre und Leben absolut bestimmenden Norm der Scharia nicht auf Distanz geht, kann Nordrhein-Westfalen ihn nicht als staatlichen Ansprechpartner zur Einführung eines bekennenden Islamischen Religionsunterrichts anerkennen. Künftig wird jede islamische Organisation, die dem Staat als Ansprechpartner dienen soll, auf dauerhaft zu erwartendes verfassungskonformes Handeln zu prüfen sein.

Deutschland ist ein säkularer Staat, in dem Religion und Politik voneinander getrennt sind. Der Staat bzw. die Landesregierung garantiert die weltanschauliche Neutralität seiner öffentlichen Einrichtungen, zu denen auch Bildungs- und Erziehungseinrichtungen gehören. Der bekennende Religionsunterricht wird von den Glaubensgemeinschaften nach deren Grundsätzen gestaltet. Das bedeutet jedoch nicht, dass Curriculum und Unterrichtspraxis von Verfassungsnorm, Wissenschaftlichkeit und Außenperspektive befreit sind oder das Überwältigungsverbot nicht berücksichtigen müssen. Auch in Nordrhein-Westfalen steht das gesamte Schulwesen unter staatlicher Aufsicht, die gewährleisten muss, dass die Schüler im Sinne der universellen Menschenrechte (AEMR 1948) und der freiheitlich demokratischen Grundordnung erzogen und gebildet werden.

Wenn die Landesregierung Radikalen oder Fundamentalisten in integrationsrelevanten Schlüsselpositionen wie Bildung, Kultur oder Sozialarbeit freie Hand lässt, werden sie dieses Einfallstor nutzen, um ihren Machtbereich zu festigen und dauerhaft zu sichern. Mit dem Koordinierungsrat begegnet uns ein Teil der weltweiten fundamentalistischen und frauenfeindlichen Bewegung namens politischer Islam. Diese Bewegung versucht, schariakonforme Gesetze und Verhaltensweisen nicht nur in Deutschland und Europa, sondern global durchzusetzen, eine Lebensordnung, die vor allem Frauen unterdrückt und die gegen persönliche Freiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie unantastbare Menschenwürde gerichtet ist. Schon viel zu lange verharmlost die Politik diese auch alle Nichtmuslime diskriminierende Lobby. Der Boykott des Integrationsgipfels durch die Islamverbände (Juli 2007) sowie der Boykott der Deutschen Islamkonferenz durch den ZMD (Mai 2010) sind weitere Beispiele dafür, wie reaktionäre religiöse Kräfte den freiheitlichen Rechtsstaat provozieren.

Regierung und Gesellschaft müssen alle Kinder und besonders alle Mädchen schützen, die durch die radikalislamische Lehre unter Druck gesetzt werden und manchmal ihr Leben riskieren, wenn sie einfachste Rechte ausüben wollen wie die Teilnahme an Schwimmunterricht oder Klassenfahrt, wenn sie gegen das Kopftuch sind oder einen Freund haben.

Die Zusammenarbeit der Landesregierung mit Schariabefürwortern und die Zusammenarbeit mit Islamisten in Bezug auf Deutschlands Unterrichtswesen und Schulen ist empörend und ein Zeichen von umgekehrtem Rassismus gegenüber Flüchtlingen und Immigranten aus so genannten islamischen Ländern. Die Landesregierung kann nicht einerseits verlangen, dass Kinder und Jugendliche unter den Einfluss von frauenfeindlichen und antimodernen Organisationen geraten und andererseits behaupten, sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau und die freie Meinungsäußerung einzusetzen.

Wir verurteilen die Zusammenarbeit der Landesregierung mit islamischen Fundamentalisten aufs Schärfste. Befürworter der verfassungsfeindlichen Scharia mit Bildung und Erziehung von jungen Menschen zu betrauen, ist ein katastrophal falsches Signal, das korrigiert werden muss.

Gabi Schmidt und Edward von Roy

Q u e l l e n

KRM

Der „Koordinierungsrat der Muslime“ hatte zunächst den Erklärungen der Arbeitsgruppen zugestimmt. Inzwischen hat er allerdings seine Zustimmung zu einigen Punkten wieder zurückgezogen: zum Beispiel die Passage zum Thema Wertekonsens, die besagt, dass die hier lebenden Muslime sich auf die demokratisch-freiheitliche Ordnung verpflichten müssen. Zurückgezogen wurde auch die Zustimmung zur Passage, die den Islamismus als Gefahr bezeichnet.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/interview-mit-kristina-koehler-sie-taeuschen-uns-in-der-maske-der-medienprofis-1433475.html

Die vier Verbände DITIB, VIKZ, ZMD und IR haben sich im April 2007 zum Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) zusammengeschlossen, den nur 10,5 Prozent der muslimischen Befragten in Nordrhein-Westfalen kennen (Tabelle 4-3).

Im bundesweiten Vergleich fühlen sich die nordrhein-westfälischen Muslime tendenziell häufiger von dem ZMD (11,3 Prozent), dem IR (15,7 Prozent), DITIB (39 Prozent) sowie dem KRM (22,7 Prozent) vertreten. Ausnahme stellen der VIKZ und die AABF dar, von denen sich bundesweit etwa gleich viele Muslime, die den Verband kennen, vertreten fühlen (32,2 bzw. 15,0 Prozent).

aus: Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen

http://www.mais.nrw.de/08_PDF/003_Integration/110115_studie_muslimisches_leben_nrw.pdf

Zweifel bestehen zum einen an der Legitimation des Gremiums. So erklärt Integrationsministerin Maria Böhmer (CDU) gegenüber der WELT: „Der Koordinierungsrat vertritt nur eine sehr geringe Anzahl der Muslime in Deutschland, etwa zehn bis 15 Prozent.“ Es sei daher fraglich, ob er für sich in Anspruch nehmen kann, für die Mehrzahl oder gar für alle Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland zu sprechen. „Dass einer der vier Verbände ein Vetorecht hat, wirft zudem Fragen nach demokratischen Strukturen auf.“ Böhmer kritisierte auch die Bemerkungen des derzeitigen KRM-Sprechers Ayyub Axel Köhler, der sich in einem Interview mit der „Zeit“ für Kopftuch und getrennten Schwimmunterricht ausgesprochen hatte. Aus: WELT 21.04.2007

http://www.welt.de/welt_print/article824825/Fundamentalisten_haben_die_Mehrheit_im_Rat.html

Dem Dachverband DITIB wird ein Vetorecht für alle Entscheidungen zugebilligt.

http://koordinationsrat.de/files/krm/krm_go.pdf

ZMD

Ayyub Axel Köhler: „Die Glaubensgrundsätze (des Islam) und das islamische Recht (Scharia) zeigen den quasi-totalen Anspruch der Religion auf Mensch und Gesellschaft“ (S. 28). Auf S. 33 heißt es ferner: „Das islamische Gesellschaftssystem wird damit aber keineswegs zu einer Demokratie. Diese Staatsform ist dem Islam fremd.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Ayyub_Axel_K%C3%B6hler

Zu IGD und Ibrahim El-Zayat:

Er ist der Präsident der „Islamischen Gemeinschaft in Deutschland“, der IGD. Laut des nordrhein-westfälischen Innenministeriums reichen die Verbindungen der Organisation in den Bereich von islamisch-extremistischen Gruppierungen sowie zu einer islamischen Hilfsorganisation, die im Verdacht steht, heimlich den islamistischen Terrorismus zu unterstützen. Die IGD soll die mitgliedsstärkste Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft in Deutschland sein, die Muslimbruderschaft ist die Mutterorganisation der palästinensischen Hamas. (…)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/interview-mit-kristina-koehler-sie-taeuschen-uns-in-der-maske-der-medienprofis-1433475.html

Unter den Gästen, die ein jedes Mitglied des Plenums der deutschen Islamkonferenz mitbringen darf, befand sich auch der Chef der „Islamischen Gemeinschaft“, Ibrahim el-Zayat. Sein Verein gehört zum Dachverband „Zentralrat der Muslime“ und ist eine der ältesten islamistischen Organisationen hierzulande, längst europäisch vernetzt und für Verfassungsschützer der deutsche Zweig der ägyptischen Muslimbruderschaft. … 2002 tauchte el-Zayats Name in einem BKA-Dossier auf, weil er verdächtigt wurde, mit Geldwäsche in Millionenhöhe extremistische Organisationen zu unterstützen. Ein Führer der ägyptischen Muslimbruderschaft, die den Gottesstaat anstrebt, für blutige Massaker und Terroranschläge verantwortlich zeichnet und stramm antisemitisch, antizionistisch und antiamerikanisch ist, bezeichnete ihn unlängst als den „Chef der Muslimbrüder in Deutschland“. Wer das allzu deutlich ausspricht oder schreibt, muss mit Gegendarstellungen rechnen – so geschehen kürzlich in der „Welt“.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/islamkonferenz-trojanisches-pferd-1434076.html

Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime sagt, die Scharia sei nicht per se antidemokratisch. Terroristen bekämpfe man am besten mit dem Islam.

Aiman Mazyek: In unserem aktuellen Diskurs machen wir aber ständig den Fehler, Radikalisierungstendenzen dem Islam zuzuschreiben, ohne die eigentlichen Ursachen zu bekämpfen und zu erkennen, dass ich muslimische Extremisten am besten mit dem Islam selber bekämpfe, indem ich ihnen deutlich mache, dass sie den Islam nur pervertieren, anstatt ihn, wie die große friedliche Mehrheit, zu praktizieren. (…)

Ein großer Teil der Scharia besteht aus veränderlichen Richtlinien, die die Gelehrten im Laufe der Zeit durch theologische Gutachten abgeleitet haben, welche demnach disponibel sind. … Sie ist, ich wiederhole es noch einmal, vor allem ein Kanon unverrückbarer Glaubensfragen. Der Rest muss immer wieder neu interpretiert werden.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article12692090/Scharia-und-Demokratie-sind-vereinbar.html

Islamrat

Die Bundestagsabgeordnete und Islambeauftragte der SPD, Lale Akgün, unterstützt die Forderung Bosbachs: „Herr Schäuble sollte sich gegen diese Leute als Dialogpartner entscheiden.“ Der Innenminister müsse sich überlegen, ob er mit Organisationen rede, oder ob er sie vom Verfassungsschutz beobachten lasse. Das Prinzip „Wandel durch Annäherung“ werde es bei diesen Leuten nicht geben, so Akgün. „Die reden mit gespaltener Zunge.“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,508870,00.html

Islamrat wegen Bindung an Milli Görüş ausgeschlossen

Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD) ist seit 2010 vorerst von der Islamkonferenz ausgeschlossen. Grund sind laufende Ermittlungsverfahren gegen führende Mitglieder der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), der größten Mitgliedsorganisation des IRD. Milli Görüş wird vom Verfassungsschutz des Bundes und mehrerer Länder als „extremistisch“ eingestuft.

http://www.swr.de/islam/muslime-in-deutschland/muslimische-dachorganisationen/-/id=7039406/nid=7039406/did=1604728/1f6l9y7/index.html

DITIB / DIYANET

Der Botschaftsrat und Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), Sadi Arslan, hat im Gespräch mit der HÜRRIYET einen Euro-Islam abgelehnt. „Die Quellen des Islams sind der Koran und die Sunna des Propheten“, sagte Arslan.

http://www.migazin.de/2010/02/02/turkische-presse-europa-31-01-und-01-02-2010-assimilation-moscheekontrollen-euro-islam-imamausbildung/

Auf der Webseite des Religionsdirektorats war ein Benimm-Leitfaden erschienen, der für Frauen Ratschläge bereithielt, die sie genauso gut bei den Taliban bekommen könnten.

Außerhalb ihres Hauses, so heißt es da, sollten Frauen kein Parfüm, Deodorant oder sonstige wohlriechende Mittel benutzen, weil der Prophet Mohammed solches Verhalten als „unmoralisch“ bezeichnet habe.

Der Diyanet-Ratgeber zu Islam und Gesellschaft bot unter dem Titel „Sexuelles Leben“ weitere keusche Verhaltensregeln an: Frauen sollten sich sorgfältig verhüllen, „um ihren Körper nicht Fremden zu zeigen“. Wer bislang meinte, Ehebruch sei Sex mit einem anderen als dem Ehepartner, der wurde eines Besseren belehrt: Ehebruch sei bereits ein unziemliches Wort, ein Blick, es gebe den „Ehebruch der Zunge, des Mundes, der Hand, des Fußes und des Auges.“

Frauen sollten daher außerhalb ihrer vier Wände jeglichen Kontakt mit fremden Männern vermeiden, und sich schon gar nicht in geschlossenen Räumen mit ihnen aufhalten – was Millionen türkische Frauen jeden Tag tun, wenn sie arbeiten gehen.

Wenn eine Frau und ein Mann in einem Raum allein sind, so heißt es im Text, dann ist der Dritte im Raum der Teufel. Auch reisen sollten Frauen nie alleine, denn das könnte zu Versuchungen und vor allem zu Geschwätz der Nachbarn führen.

Und das sei ein Problem, denn „Keuschheit und Ehre sind untrennbar“ und es gebe „kein Mittel gegen befleckte Ehre.“ Ein besonders folgenschwerer Satz – „befleckte Ehre“, oder was muslimische Männer zuweilen dafür halten, ist der Grund für jeden Ehrenmord.

Aus: Boris Kalnoky: Religionsamt warnt Frauen vor Parfüm und Deo, WELT-online 28.05.2008

http://www.welt.de/politik/article2042899/Religionsamt_warnt_Frauen_vor_Parfuem_und_Deo.html

Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin soll schwarze Kassen geführt und türkischen Rechtsradikalen nahegestanden haben.

Till-R. Stoldt: Dahinter steckt ein Machtkampf, der seit Jahren bei Ditib geführt wird: zwischen Reformislamisten, die der türkischen Regierungspartei AKP zuneigen, und Ultranationalisten, die zur türkisch-rechtsnationalistischen MHP tendieren. Irgendwo dazwischen ringen auch Linksnationalisten und Moderate darum, zwischen den Lagern nicht zerrieben zu werden. (…) Zumindest eins stimmt: In der Mehrzahl aller Integrationsräte und Ausländerbeiräte sitzen Politiker aus dem Umfeld der Grauen Wölfe und islamistischer Gruppen. In Kaykins Heimatstadt Duisburg, wo gleich fünf Idealistenvereine existieren, sind es nur noch mehr als anderswo. Und für die Ditib wie für die gesamte Türkeistämmigen-Gemeinde gilt, dass sie Trends aus der Türkei widerspiegeln. Dort votierten bei der letzten Wahl aber 75 Prozent für nationalistische oder islamistische Parteien. Auch die Grauen Wölfe sind dort eine anerkannte politische Kraft.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13702777/Geruechte-um-schwarze-Kassen-in-Ditib-Moschee.html

In der DITIB Merkez-Moschee-Gemeinde deutet sich ein Konflikt zwischen Konservativen und Liberalen an.

Die Marxloher DITIB Merkez-Moschee-Gemeinde steht vor massiven Veränderungen im Vorstand.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/streit-in-der-marxloher-moschee-gemeinde-id2122489.html

Zweifel am „Wunder von Marxloh“

Was der ehemalige Pressesprecher Mustafa Kücük kritisiert, bestätigt jetzt auch die Duisburger Polizei. „Die Leute sind nicht mehr so offen wie sie vorher waren. Man merkt, es werden Dinge, die intern bekannt sind, zurückgehalten“, sagt Jürgen Kiskemper. Er war einer der ersten Islambeauftragten der nordrhein-westfälischen Polizei. (…) Ein Beispiel für die Abschottung ist für Jürgen Kiskemper der Besuch des türkischen Staatsministers Faruk Celik Ende Februar in der Moschee: „Die türkischen Medien waren vor Ort, die deutschen Medien nicht eingeladen und nicht informiert. Da sind Dinge anders geworden.“ Hinter verschlossenen Türen wurde über die Abschaffung von Visumspflicht und Deutschtest für die Türken geredet. Da wäre Kiskemper auch gerne dabei gewesen. (Stephanie Hajdamowicz 07.04.2010)

http://www1.wdr.de/themen/kultur/religion/islam/moschee118.html

Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

http://www.sueddeutsche.de/politik/erdogan-rede-in-koeln-im-wortlaut-assimilation-ist-ein-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-1.293718-2

Lale Akgün über Erdoğan: „Seine Vorstellung von Integration ist offensichtlich, dass die Menschen zwar Deutsch lernen und weiterkommen sollen, aber sie sollen wohl als Gruppe für sich bleiben.“

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=12115

Auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner kritisierte Erdogan. Es sei „merkwürdig“, wenn Erdogan den Eindruck erwecke, dass es sich bei den aus der Türkei Zugewanderten um eine „nationale Minderheit“ handele. „Tatsächlich geht es um Menschen, die wir in unser Land integrieren wollen.“ Die Rede des Regierungschefs habe daher einen „verstörenden Charakter“.

Auch Lindner betonte, es müsse darum gehen, dass deutsche Staatsbürger mit türkischen Wurzeln die Bundesrepublik als ihre Heimat begriffen und die Türkei als das Land ihrer Herkunft. Es sei „nicht akzeptabel“, dass Erdogan dies relativiere. (…)

„Es ist ein beispielloser Vorgang, dass ein ausländischer Regierungschef in regelmäßigen Abständen seine bei uns lebenden Landsleute aufwiegelt“, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt.

Erdogans Aussage, die Türkei sei die Schutzmacht für alle Türken, auch in Deutschland und Libyen, sei „eine nicht hinnehmbare Entgleisung. Wir lassen uns von Herrn Erdogan nicht mit Libyen vergleichen.“

http://www.tagesschau.de/inland/erdogan166.html

VIKZ

Das Landesjugendamt Münster dagegen hat am Mittwoch bereits ein illegales Internat desselben Verbandes in Waltrop ausgehoben. Dem Einwohnermeldeamt war aufgefallen, dass 30 junge türkische Frauen ihren Wohnsitz in der Moschee Am Schwarzbach angegeben hatten. Das Gebäude in einem Gewerbegebiet ist jedoch baurechtlich nicht zugelassen als Wohnraum. Wie sich bei dem unangekündigten Besuch herausstellte, haben sechs muslimische Theologinnen aus der VIKZ-Zentrale in Köln die 30 Frauen internatsmäßig unterrichtet, darunter elf Minderjährige.

http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/islamverein-mit-zwei-gesichtern-id1785999.html

Ein leer stehender Gebäudeteil soll, so der Bauantrag, der den Mitgliedern der BV Mitte vorlag, „zu einem Ess- und Aufenthaltsraum für Jungen mit angeschlossener Küche und Abstellraum umgenutzt werden”. Essraum und Küche im oberen Geschoss sollen dann „von Mädchen zusätzlich als Hausaufgaben- und Aufenthaltsraum genutzt” werden.

„Dieser Bauantrag fördert die Geschlechtertrennung, und dem können wir so nicht zustimmen”, sorgte sich Lothar Tacke von der SPD. Auch Mustafa Arslan, Vorsitzender der Grünen in der BV Mitte, unterstrich, dass das Vorhaben nicht zustimmungsfähig sei.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/so-wollen-wir-das-nicht-id312808.html

Auf einem anderen Blatt steht dagegen die Wochenendbetreuung. „Schlafräume sind in Deutschland untypisch“, prangerten die Walsumer an.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/geplantes-islamisches-zentrum-in-walsum-bleibt-umstritten-id3444463.html

Und nicht zuletzt die beiden Schülerwohnheime, die der VIKZ allein in Hessen ohne Genehmigung betrieb – und die das Jugendamt dichtmachte. „Das sind keine Einzelfälle“, sagt der Mann vom Landesjugendamt. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der VIKZ ein Versprechen gibt, und dann doch macht, was er will.“ (…)

Diese Erklärung will man auch im Landesjugendamt Rheinland, das für Duisburg zuständig ist, nicht mehr hören. „Wir zweifeln die Zuverlässigkeit des VIKZ an“, sagt der zuständige Dezernent. Zwei Genehmigungsanträge des VIKZ für neue Wohnheime in Köln und Bergisch-Gladbach hat er abgelehnt. Der Verband geht in Widerspruch.

Aus: Das große Misstrauen, taz 10.06.2008

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig=2008%2F06%2F10%2Fa0101&cHash=6d60ae55b2

In dem Wohnheim wurden im November 2003 Schüler geschlagen. Es kam zu einem Prozess, bei dem die Kinder aber nicht aussagen konnten, weil sie längst das Land verlassen hatten. Das Verfahren wurde eingestellt und der Hodscha musste lediglich 1000 Euro Strafe zahlen und sich bei den Eltern entschuldigen.

Aber auch ohne die nötige staatliche Erlaubnis unterrichtet der Verein und bringt Schüler in Wohnheimen unter, wie die Frankfurter Sozialbehörde im Mai 2005 entdeckte. In der Moschee fanden sich internatsähnliche Schlafräume für Schüler. Offiziell bestritt der Verein die Existenz des Wohnheims. Auch in Bremen beobachten Lehrer, dass Schüler nach Schulschluss nicht nach Hause gingen, sondern zum Koranunterricht in die Moschee und dort offensichtlich auch übernachteten. Diese Schüler legten eine gewisse Überheblichkeit gegenüber ihren Mitschülern an den Tag. Zum Beispiel beschimpften sie Mädchen, die in Discos gingen, als Schlampen.

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/81698/index.html

Beten und Lernen. Studie. Von Ursula Boos-Nünning.

http://www.vikz.de/index.php/pressemitteilungen/items/besserer-start-ins-leben-dank-wohnheimbesuch.html?file=tl_files/vikz/Pressemittelungen-VIKZ/Studie3A%20Beten%20und%20Lernen.pdf

Süleyman Hilmi Tunahan Efendi (…) Die Schüler Süleyman Efendis gehören, wie auch der überwiegende Teil der Weltmuslime, zu der theologischen Richtung des Imam Ebu Mansur Maturidi (Ehl-i Sünnet ve-l cemaaat) und der hanefitischen Rechtschule an. Diese beiden Schulen sind fern vom Extremismus und Fanatismus und verfolgen eine gemäßigte Linie.

http://www.vikz.de/info/vikz.html

Eine Eigenheit der Maturidischen Ansicht ist die Meinung zu „Marifetullah“ (Kenntnis über Gottes Existenz).

Für die Maturidi ist jemand gezwungen Allah zu kennen, auch wenn der Islam ihm nicht erzählt wurde. Denn der Verstand ist laut Maturidi fähig Allah zu erkennen. Für die Aschariten ist jemand, der vom Islam nichts gehört hat für nichts verantwortlich.

Maturidisch/Hanefitische Gelehrte dazu:

„Unserer Ansicht nach ist Unwissenheit kein Entschuldigungsgrund. Verstand befördert jeden zum Wissen.“

– Ahmed Ziyauddin in „Aqida der Ahlus Sunnah“

„Auf der ganzen Welt ist heute Unwissenheit kein Entschuldigungsgrund; sei es im Kennen und Wissen von Iman und Kufr, oder sei es in der richtigen Ausführung der Gottesdienstlichen Handlungen. Wer die Religion nicht kennt und deshalb verirrt wird sich aus der Hölle nicht erretten können. Allah hat von Seiner Religion auf der ganzen Welt hören lassen; es ist sehr leicht, halal, haram, iman und die Pflichten zu erlernen. Es ist Pflicht diese Dinge zu lernen, soviel wie davon notwendig ist.“

– Hilmi Isik in „Saadet-i Abadiya“

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Abu_Mansur_al-Maturidi&stable=0&shownotice=1&fromsection=Marifetullah

Scharia

Die Sari‘a enthält Vorschriften für das Verhalten des einzelnen in allen Dingen des Lebens; unterteilt in Sittlichkeit, Moral, Erlaubtes und Verbotenes. Aus dem Glauben an das Jenseits und an die Strafe und Belohnung für die Taten im irdischen Leben ergeben sich diese Pflichten und ihre Erfüllung. … Für die Muslime haben laut Qur’an diese Gesetzesvorschriften Gültigkeit bis zum Jüngsten Tag und für die gesamte Menschheit. Diese Sari‘a ist das Gesetz unseres Erhabenen Schöpfers. … Um dem Menschen zu helfen, die richtigen Mittel in der richtigen Art und Weise anzuwenden, liefert ihm die Sari‘a göttliche Richtlinien. Die Lebensordnung, welche Ziel des Islam ist, besteht aus Rechten und Pflichten.

Aus: Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul: Lexikon der Sīra

http://www.way-to-allah.com/dokument/Lexikon_der_Sira.pdf

So habe ein Imam über die Teilnahme eines Mädchens an der Klassenfahrt entschieden. Da genügte es nicht, dass das Mädchen im Zimmer der Lehrerin schlafen und nachts das Kopftuch tragen musste. Der „Friedensrichter“ hatte die Familie auch angehalten, den Kopf des Kindes zu scheren, weil beim Toben draußen das Tuch hätte verrutschen und Haar gezeigt werden können. (Von Claudia Krause)

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12190523/60709/Die-Frauenrechtlerin-Serap-%C3%87ileli-fordert-Reformierung-des-Islam.html

OIC

Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (1990)

Artikel 2 c) Solange Gott dem Menschen das Leben gewährt, muss es nach der Scharia geschützt werden.

Artikel 7 definiert Rechte zwischen Kindern und ihren Eltern. Eltern steht das Recht auf die Wahl der Erziehung ihrer Kinder nur in dem Umfang zu, wie diese mit den „ethischen Werten und Grundsätzen der Scharia übereinstimmt“.

Artikel 22 garantiert das Recht auf freie Meinungsäußerung, solange diese nicht die Grundsätze der Scharia verletzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam

ECFR

Mustafa Cerić ist Großmufti von Bosnien und Herzegowina und Scheich im vom Cheftheologen der Muslimbruderschaft, Yusuf al-Qaradawi geführten Gelehrtenverband European Council for Fatwa and Research (ECFR). Großmufti Cerić:

„Die islamische Verpflichtung auf die Scharia [ist] immerwährend, nicht verhandelbar und unbefristet“. Die Scharia [ist] die Basis, von der aus „alle Muslime in allen Generationen das Recht und die Pflicht haben, über gut und böse, richtig und falsch zu urteilen, im Kontext von Zeit und Raum und in Übereinstimmung mit den eigenen Erfahrungen.“

Dieser Aufsatz aus dem Dezemberheft der Zeitschrift „European View“ hat die CDU-Extremismusexpertin Kristina Köhler alarmiert. Von WELT ONLINE angesprochen, sagte Köhler, Ceric’ Forderungen liefen darauf hinaus, „dass alle Muslime in Europa unter einem gemeinsamen politischen und geistigen Führer und unter der Herrschaft der Scharia leben – und der Staat soll diese Parallelwelt auch noch per Vertrag garantieren“. In der Konsequenz führe das „zu einem europäischen Kalifat“, sagte Köhler.

DIE WELT 12.05.2008

http://www.welt.de/politik/article1987988/Aufsatz_in_CDU_naher_Zeitschrift_fordert_Scharia.html#vote_1987996

275. Kalifat und befristete Übergangsvorschrift

20. Dezember 2011

Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) zur geplanten Einführung von Islamischem Religionsunterricht (IRU) in NRW

Der Landtag Nordrhein-Westfalen will auf seiner Sitzung am 21. Dezember 2011 ein Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz) beschließen.

Die GAM nimmt aus diesem Anlass zum vorliegenden Gesetzentwurf (Drucksache 15/2209 vom 21.06.2011) wie folgt Stellung:

Der Gesetzentwurf steht auf tönernen Füßen, da er auf einer verfassungsmäßig fragwürdigen Übergangslösung in Gestalt einer willkürlich konstruierten „Ermächtigungsnorm“ ohne Vorliegen von rechtlichen Voraussetzungen basiert. Zum einen fehlen die erforderlichen islamischen Instanzen als autoritative Richtliniengeber im Sinne von staatskirchenrechtlich qualifizierten Religionsgemeinschaften. Zum anderen existieren keine verfassungsmäßigen Regularien, um die politische Willkürentscheidung der Landesregierung rechtskonform zu realisieren. Diese muss vielmehr selbst einräumen, dass die islamischen Organisationen, mit denen kooperiert werden soll, nicht allen formellen und inhaltlichen Anforderungen entsprechen, „die nach der Rechtssprechung von Religionsgemeinschaften verlangt werden“ (S. 5).

Hinzu kommt, dass die Islamverbände in Deutschland nur eine Minderheit der aus islamischen Ländern zugewanderten Personen vertreten, wie im Gesetzentwurf selbst anhand von Zahlen aus der Studie „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“ dargelegt wird.

Von wesentlicher Bedeutung ist aber nicht zuletzt das mangelhafte Bekenntnis der im Koordinierungsrat der Muslime zusammengeschlossenen Verbände zum deutschen Grundgesetz. (Für orthodoxe Muslime ist die Bindung an den Koran sowie an die islamischen Vorschriften höherrangig als die Bindung an säkulare Normen und Prinzipien. Gemäß der Studie „Muslime in Deutschland“ aus dem Jahr 2007 stimmten 46,7% der Befragten der Aussage zu „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als Demokratie“. 33,6% befürworteten die Todesstrafe und nach Auffassung von 65,5% der Befragten sollte der Staat Zeitungen und Fernsehen kontrollieren, um Moral und Ordnung sicher zu stellen. Es sind zumeist genau jene Muslime mit diesem Einstellungsprofil, die Mitglieder und Funktionäre der Islamverbände sind.)

Mit der Installierung eines Beirats, der sich ausschließlich aus muslimischen Personen zusammensetzen soll, darunter zwei muslimische Religionsgelehrte, tritt die Landesregierung NRW im Prinzip die Ausgestaltung der Inhalte des IRU sowie die Bewilligung der Lehrkräfte an die Islamvertreter ab. (Die Formulierung „das Einverständnis kann nur aus religiösen Gründen verweigert werden“, ist eine Leerformel, da es sich ja nur um religiöse Angelegenheiten/religiöse Lerninhalte sowie um die Beauftragung von Religionslehrern/innen/ handelt.)

Vorgesehen ist damit die Einbeziehung von islamischen Interessenverbänden, darunter zwielichtige Organisationen, in staatliches Handeln. Das bedeutet konkret: Unkritische Kooperation mit konservativen bis fundamentalistischen Islamverbänden; was im Endeffekt darauf hinausläuft, deren reaktionäre Identitätspolitik (Formung ihrer Mitglieder im Sinne des orthodoxen Islam) staatlich zu legalisieren und zu fördern (S.2Art.1, Abs.2 (1)). Verlangt wird nicht die Achtung des GG, sondern nur die Achtung des (anachronistischen) Religions- und Staatskirchenrechts (S. 3).

Da die Installierung der Ausbildung von Lehrkräften für das Fach IRU Kosten verursacht, welche von der Gemeinschaft der Steuerzahler, darunter zahlreiche Konfessionslose, aufgebracht werden müssen, ist es absurd, die entsprechenden finanziellen Auswirkungen auf Unternehmen und private Haushalte zu leugnen.

Religionsfreiheit kann entgegen dem Text des Gesetzentwurfs zum einen nicht gleichgesetzt oder konfundiert werden mit der Erteilung von staatlichem Religionsunterricht in Form eines bekenntnisreligiösen Unterrichts. Insofern ist es auch nicht Aufgabe des weltanschauungsneutralen Staates oder seiner Untergliederungen, aktiv (eigeninitiativ) und ohne Mandat der Bevölkerungsmehrheit in Form eines Volksentscheides die folgenschwere Einführung eines Bekenntnisunterrichts einer Zuwanderungsreligion zu betreiben – noch dazu, wenn deren Grundinhalte mit freiheitlichen Grundrechten kollidieren. Indem Staatsorgane in dieser Weise aufgrund intransparenter Interessen aktiv und begünstigend zugunsten einer bestimmten Religionsgruppe agieren und sich andererseits systematisch über die Interessen und Anliegen der Großgruppe der Religionsfreien und deren Recht auf negative Religionsfreiheit hinwegsetzen, verstoßen sie massiv gegen das Prinzip der weltanschaulichen Neutralität.

Auch ist aus dem Grundgesetz kein Rechtsanspruch ableitbar, dass Zuwanderer den Staat des weltanschaulich und kulturhistorisch anders gepolten Aufnahmelandes dazu verpflichten oder anhalten können, ihre Religion staatlich abzusichern und in Form von bekenntnisreligiösem Unterricht zu fördern.

Bei der Einführung von IRU auf Betreiben des Staates handelt es sich demnach um eine rechtsfreie politisch-ideologische Willkürentscheidung, die über keine ausreichende demokratische Legitimation verfügt.

Im Gegensatz zum Geist des Gesetzentwurfs muss in Deutschland die Säkularisierung bzw. die Trennung von Staat und Religion vollendet werden. Eine schulpolitische Realisierung dieser Forderung hat die Kritische Islamkonferenz in ihrer Abschlusserklärung formuliert:

„§ 2: Ziel ist eine säkulare Gesellschaft

1. Integration setzt Gemeinsamkeit voraus: Die staatliche Schule muss ein solcher Ort der Gemeinsamkeit werden und darf nicht nach den Vorgaben der Religionsgemeinschaften organisiert werden.

2. Die Abmeldung vom Biologie-, Sexualkunde-, Musik- oder Sportunterricht aus religiösen Gründen ist Ausdruck einer bildungs- und demokratiefeindlichen Einstellung und deshalb nicht zu dulden.

3. Wir fordern die kopftuchfreie Schule, um die Entwicklung von Mädchen und jungen Frauen im Sinne einer freien Selbstbestimmung jenseits patriarchaler Normen zu unterstützen.

4. Anstatt flächendeckend einen bekenntnisorientierten Islamunterricht einzuführen, ist ein neues Schulfach „Religions- und Weltanschauungskunde“ angezeigt, in dem die Heranwachsenden neutral und sachlich über die Grundinhalte der Religionen sowie der philosophisch-humanistischen Religionskritik und der säkularen Ethik informiert und unterrichtet werden.“

Primäre Aufgabe des deutschen Bildungssystems wäre es demnach, den Heranwachsenden gerade auch aus islamischen Herkunftsmilieus auf nachhaltige Weise die (europäischen) Werte und Grundnormen einer säkular-demokratischen Gesellschafts- und Lebensordnung zu vermitteln und den eingeschlagenen Irrweg zu verlassen, in Form einer religiösen Identitätspädagogik desintegrative Mentalitäten zu bestärken und zu verfestigen.

Verweise

Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM)

http://www.gam-online.de/index.html

Feindbild Islamkritik: Wenn die Grenzen zur Verzerrung und Diffamierung überschritten werden

http://www.hintergrund-verlag.de/buecher-feindbild-islamkritik.html

274. Europäische Union muss Mord an Rafik Tagi untersuchen!

8. Dezember 2011

رافق تقی

Rafiq Tağı

Рафик Таги

Rafik Tagi

aserbaidschanischer Mediziner, Schriftsteller und Journalist

Salman Rushdie, Richard Dawkins, Maryam Namazie, Taslima Nasrin und Mina Ahadi fordern das Europaparlament dazu auf, eine Delegation nach Aserbaidschan zu schicken, um über den Mord an Rafik Tagi aufzuklären

Mina Ahadi hat am Dienstag den 6. Dezember 2011 das Europäische Parlament besucht und einen gemeinsamen Brief von Salman Rushdie, Richard Dawkins, Taslima Nasrin, Maryam Namazie u. a. an Jerzi Buzek, den Präsidenten des Europaparlaments, überreicht.

Mina Ahadi hat auch Marton Kovacs, den parlamentarischen Mitarbeiter von Alexander Alvaro (FDP) besucht und über Rafik Tagi sowie Houtan Kian, den Rechtsanwalt von Sakineh Mohammadi Ashtiani gesprochen.

Der gemeinsame Brief von mehreren Persönlichkeiten, ins Deutsche übersetzt:

Rafik Tagi, der bekannte Schriftsteller, der Kritiker von Islamismus, Islam, Islamischem Regime des Irans sowie der Regierung Aserbaidschans, erlitt vielfache Verwundungen durch Messerstiche, als er sich am 19. November gerade auf seinem Nachhauseweg befand.

Tagi schien dann auf dem Weg der Genesung zu sein und konnte sogar ein Interview geben, in dem er sagte, dass der Angriff vielleicht durch das Regime des Iran organisiert worden war. Jedoch verschlechterte sich Rafik Tagis Gesundheitszustand bald und er starb. Manch einer ist jetzt besorgt, dass das Krankenhaus sich vielleicht nicht ausreichend um die Sicherheit gekümmert hat und dass er vergiftet worden sein könnte.

Die Islamische Republik Iran hat verneint, irgendeine Rolle bei diesem Mord gespielt zu haben, obwohl im Jahre 2006 Ayatollah Lankarani eine Todesfatwa gegen Tagi erlassen hatte. Lankaranis Sohn (dessen Vater inzwischen gestorben war) begrüßte den Mord an Tagi; die Presse des iranischen Islamischen Regimes zeigte sich hocherfreut und schrieb „Der Salman Rushdie von Aserbaidschan ist tot!“

Wir, die unterzeichnenden Schriftsteller und Aktivisten, rufen die Europäische Union dazu auf, die Ermordung zu verurteilen und eine Kommission einzurichten, die den Mordfall Tagi untersucht. Die Wahrheit um seine Ermordung muss ans Licht kommen.

Das englische Original lautet:

Rafiq Tagi, the prominent writer and critic of Islamism, Islam, the Islamic regime of Iran and the Azerbaijani government received multiple stab wounds on his way home on 19 November.

He seemed to be recuperating, even doing an interview where he said the attack may have been organised by the regime in Iran. However, he took a turn for the worse and died. Some are concerned that security at the hospital was lax and that he could have been poisoned.

The Islamic Republic of Iran has denied any role in his murder even though in 2006 Ayatollah Lankarani issued a death fatwa against him. Ayatollah Lankarani’s son (whose father has since died) saluted Tagi’s murder; the Islamic regime of Iran’s paper gleefully wrote ‘Azerbaijan’s Salman Rushdie is dead.’

We, the undersigned writers and campaigners, call on the EU to condemn the killing and send a mission to investigate Rafiq Taqi’s death. The truth surrounding his murder must come to light.

Mina Ahadi

Nick Cohen

Richard Dawkins

Maryam Namazie

Salman Rushdie

Taslima Nasrin

Joan Smith

Mina Ahadi

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee Against Execution (ICAE)

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee Against Stoning (ICAS)

http://stopstonningnow.com/wpress/

E-Mail: minaahadi@aol.com

Telefon: 0049 (0) 1775692413

Bitte lesen Sie zum Thema auch:

Zentralrat der Ex-Muslime verurteilt den Mord an Rafik Tagi

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE), Presseerklärung vom 30.11.2011

http://schariagegner.wordpress.com/2011/12/01/zum-mord-an-rafik-tagi-presseerklarung-des-zde/

273. Die Zukunft des islamischen Religionsunterrichts in NRW

5. Dezember 2011

يوم حقوق الإنسان ‏

yaum ḥuqūq al-insān

Human Rights Day

Internationaler Menschenrechtstag (10. Dezember)

Die Landesregierung, der Verbandsislam und die Suche nach dem bekennenden Religionsunterricht

Als verfassungswidrig könnte sich das zwischen Nordrhein-Westfalen und den im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Islamverbänden am 22.02.2011 „verabredete“ Beiratsmodell erweisen.[1] Plan ist, dass der KRM einen Beirat bildet, der dann legal als staatlicher Ansprechpartner funktionieren soll, um einen Religionsunterricht mit Bekenntnischarakter anzubieten.

Am 14. September 2011 wurde dazu im Düsseldorfer Landtag das Gesetz zur Einführung von islamischem Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach (6. Schulrechtsänderungsgesetz, Drucksache 15/2209) von Sachverständigen besprochen und der Öffentlichkeit vorgestellt (vgl. Ausschussprotokoll Drucksache APr 15/278 vom 14.09.2011).[2] Das Gesetz wird nun in den Fraktionen beraten.

Zum zehnten Dezember 2011, dem internationalen Menschenrechtstag (Human Rights Day). Offener Brief an die Landtagsabgeordneten in NRW von Edward von Roy, dem Verfasser der Petition gegen das Löhrmannsche Beiratsmodell.[3]

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Mönchengladbach

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

beim Thema Islam reden wir über eine Sache, die jeder von uns als sein bester Experte kennt, über Religion. Lerne ich jemanden wirklich gründlich kennen, finde ich seine oder ihre etwaige, persönlich erarbeitete Spiritualität interessant und würdevoll, eine kantige atheistische Haltung allerdings nicht minder und das kann dann natürlich auch eine ex-muslimische Position sein. Deutschlands so genannte Muslime sind keine Spezies, keine Sorte Mensch, sondern Bürger bzw. Staatsbürger. Wir integrieren ins Grundgesetz hinein, nicht in das islamische oder sonstige Religionsgesetz.

Es mag so sein, dass ‘der Mensch’ seit Jahrtausenden religiös ‘ist’ und dazu berufen, Sinn und Alltag, Denken und Hoffen autonom (hoffentlich) zu verknüpfen. Viel entscheidender ist dabei, dass der Islamische Religionsunterricht den säkularen Rechtsstaat nicht als Provisorium der Allahkratie darstellt, dass er das Grundgesetz nicht im Namen des Jenseits ironisiert und die jungen Menschen nicht allmählich von den 1948 festgelegten Standards der allgemeinen Menschenrechte (AEMR) entfremdet. Den 63. Tag der Bekundung der AEMR dürfen wir in einer Woche feiern, am Zehnten Dezember, dem Human Rights Day.

Am 14.09.2011 hätten in Düsseldorf im Haus des Landtags die Worte Millî Görüş, Muslimbruderschaft, Fiqh und Scharia (šarīʿa) problematisiert werden sollen – und dazu überhaupt erst einmal ausgesprochen werden müssen. Beides ist nicht geschehen. Nach den Gründen sollte man fragen: Ist der ZMD, insbesondere die IGD zu Scheich Yusuf al-Qaradawi (Chef des ECFR)[4] auf Distanz gegangen? Halten Islamrat und insbesondere IGMG Necmettin Erbakan für jemanden, der den Islam falsch verstanden hat? Will der KRM auch über den nordrhein-westfälischen Islamischen Religionsunterricht (IRU) dazu aufrufen, die religiösen Erklärungen oder Rechtsgutachten von Muftis wie Mustafa Cerić (im ECFR) einfach nicht ernst zu nehmen?

Auch Lamya Kaddor hätte zitiert und problematisiert werden müssen (Quelle: CIBEDO):

„Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“[5]

Kaddor forderte am 14.09.2011 auch nicht den Wegfall der diskriminierenden Schariagesetze etwa im Familienrecht der Staaten Malaysia, Pakistan oder Ägypten, sondern orakelte: „Das Ziel muss sein, einseitige Darstellungen und Dogmatismus zu verhindern, insbesondere zum Beispiel in Frauenfragen, in der Sicht auf Nichtmuslime.“ Ob sie der Kairoer al-Azhar oder der pakistanisch geprägten Darul ‘Uloom „Dogmatismus“ vorwirft und den international aktiven Scharialobbyisten von Muslimbruderschaft oder Millî Görüs ‘Einseitigkeit“, ließ Frau Kaddor leider offen.

Unverhandelbares Zentrum jeder Erziehung muss die AEMR sein, die auch im Namen von Tradition oder Religion nicht außer Kraft zu setzen ist. Kofi Annan weiß:

„Es ist die Allgemeingültigkeit, die den Menschenrechten ihre Kraft verleiht. Sie gibt ihnen die Stärke, jede Grenze zu überwinden, jede Mauer zu erklimmen, jeder Macht zu trotzen. Der Kampf für allgemeine Menschenrechte war immer und überall ein Kampf gegen alle Formen der Tyrannei und Ungerechtigkeit – gegen Sklaverei, gegen Kolonialismus, gegen Apartheid. Dies ist heute nicht anders.“[6]

Der orthodoxe Islam der Gegenwart, der 1990 die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (Cairo Declaration on Human Rights in Islam (CDHRI) verkündete, kann mit universellen Menschenrechten nichts anfangen und kultiviert den Fiqh (Sakraljurisprudenz). Die ʿUlamāʾ (die islamischen Gelehrten, sg. ʿĀlim) geben Befehl, der Mufti (Sarajevo: Großmufti Mustafa Cerić, ECFR) klärt letzten Zweifel. Der Schariaverweigerer brutzelt auf ewig in der Feuergrube, weil er den Sinn gelingenden menschlichen Lebens verfehlt hat, den Rechtsgehorsam nach Maßgabe von Scharia und Fiqh. Wenn die Gottheit Souverän und die Scharia die Wolke ist, regnen Gesetze vom Himmel:

„Der Fiqh ist der Niederschlag der islamischen Wohlverhaltensdoktrin (Scharia), wie er im Koran begründet ist und durch die Tradition oder Sunna [das ist der mehrbändige Hadith als die prophetische Überlieferung und die Sira, die prophetische Biographie) zusätzlich abgesichert ist. Der Fiqh wird durch die Regelungen und Interpretationen der islamischen Juristen legalisiert und damit verwirklicht."[7]

Islam pur, Scharia ‘unplugged’ heißt, zu bekennen: Unislamisches Leben ist sittlich minderwertig und kraftvoll verächtlich zu machen, schariagemäße ‘Orthopraxie’ (Wohlverhalten) ist in Familie und Straßenzug durchzusetzen (ḥisba, Hisba), für die Frau ist der Schleier (ḥiǧāb, Hidschab) Pflicht. Die Ungläubigen und ihre Verhaltensweisen sind zu meiden, unislamisches Wissen ist ‘falsches Wissen’.

„Im Islam ist die [dem gänzlichen menschlichen Verstehen enthobene] Scharia Moralkodex und Religionsgesetzlichkeit.“[8]

Hisba, die [bedarfsweise gewalttätige] Wahrung der Ordnung nach den Gesetzen Allahs.[9] Theologische Grundlage der Hisba ist die Pflicht jedes Muslims, „zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist“ (al-amr bil-maʿrūf wan-nahy ʿani l-munkar), Koran 3:110. Heutige Hisba organisieren beispielsweise die ägyptischen Muslimbrüder sowie unbegrenzt durchsetzungsfähige Kräfte in Nigeria und Afghanistan.[10]

Politische Kultur nebst Meinungsbildung und Abstimmungsverhalten müsse wieder vom Allah inspiriert sein, fordert der ägyptische Kleriker Mahmoud Amer, was zur „himmlischen“ Folge hat, dass Muslime keine Nichtmuslime wählen dürfen.[11]

Amer erklärt: „Was ich gesagt habe ist, dass es einem Muslim nicht erlaubt ist, jemanden zu wählen, der sich nicht für die Umsetzung der Scharia begeistert und sich nicht politisch dafür einsetzt.“[12]

Zurück in den Düsseldorfer Landtag, wo am 14.09. das zwar unwissenschaftliche, aber sehr religiöse und koranisch verheißene Weltgericht in Form eines Berichts über einen deutschen islamischen Geistlichen durchaus zur Sprache kam: „Der Lehrer muss den Kindern im Religionsunterricht schon vermitteln, dass sie, wenn sie nicht beten, in die Hölle kommen.“ An dieser pädagogisch entscheidenden Stelle jedoch verblüffte und beschämte Bernd Ridwan Bauknecht (Bonn) das Auditorium zielsicher: „Er hat das nicht so gemeint, das ist mir schon klar. Es war auch ein netter Mensch.“ Nein Herr Bauknecht, Sie sind im Irrtum befindlich, Ihr DITIB-Imam hat ‘das’ (!) sehr wohl ‘so gemeint’, und nette Menschen sind wir alle.

Auch an der Andreasschule in Bonn-Rüngsdorf, wo der Konvertit Islamkunde unterrichtet, werden junge Muslime nicht dazu aufgerufen, den Glauben an Teufel und Höllenfeuer für falsch zu halten oder für einen antiquierten Islam. Von der Scharia und ihrem Niederschlag irdischer Gesetze distanziert sich Bauknecht möglicherweise ebenso wenig wie von der Islamtheorie und Islampraxis der Theologen des European Council for Fatwa and Research (ECFR).

Im Schulbuch Saphir 5/6 belehrt man die Kinder in Bezug auf das Paradies. Seite 19 stellt das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada) richtig dar, nämlich als unverzichtbaren Teil der Heilssicherung: „um dem Toten mit Gottes* Hilfe den Weg ins Paradies zu ebnen.“ Die Sache mit der ewigen Feuergrube haben die Herausgeber Lamya Kaddor, Rabeya Müller und Harry Harun Behr bemerkenswert gelöst, die für Schriftgläubige sozusagen unentbehrliche Hölle wurde in diesem Buch einfach übergangen.[13] Warum verschweigt man die Hölle (und gibt sie nicht als geistig mittelalterlich und heute unpädagogisch auf), erscheint Kaddor die ewige Strafe als nicht jugendfrei bzw. nicht kindgerecht? Ein Mitarbeiter an Saphir 5/6 war Bernd Ridwan Bauknecht, mitverantwortlich für Team NRW.

Vom Kitsch-Islam zum echten Islam. Allah sagt:[14]

Sure 23:103

Diejenigen aber, die leichte Waagschalen haben, sind dann ihrer selbst verlustig gegangen. Sie werden (ewig) in der Hölle weilen.

Sure 23:104

Das Feuer verbrennt ihnen das Gesicht, wobei sie (in ihrer Qual) die Zähne fletschen (kaalihuun).

Sure 11:106

Die Unseligen werden dann im Höllenfeuer sein, wo sie (vor Schmerzen) laut aufheulen und hinausschreien

Sure 4:56

Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, werden wir (dereinst) im Feuer schmoren lassen. Sooft (dann) ihre Haut gar ist, tauschen wir ihnen eine andere (dagegen) ein, damit sie die Strafe (richtig) zu fühlen bekommen. Allah ist mächtig und weise.

Neben dem Koran gibt es die Sunna. Auch der Hadith erläutert die ewige Qual für den Sünder.[15]

Sahih Muslim:

Es wird manche geben, denen reicht das Feuer bis zu ihren Knöcheln, anderen bis hoch zu ihren Knien, anderen bis hoch zu ihren Taillen und schließlich anderen bis hoch zu ihren Nacken.

Sahih Buchari:

Derjenige, der am Tag des Gerichts die geringste Strafe von den Menschen des Höllenfeuers erhalten wird, wird ein Mann sein, dem glühende Kohle unter den Bogen seines Fußes gelegt wird. Sein Gehirn wird davon kochen.

Auch at-Tirmidhi (825-892) ist informiert:[16]

Siedendes Wasser wird auf ihre Köpfe gegossen werden und es wird durch sie eindringen, bis es ihr Innerstes zerschneidet … Bis es aus ihren Füßen herauskommt und alles geschmolzen ist. Dann werden sie wiederhergestellt, wie sie waren.

Wenn Bernd Ridwan Bauknecht von Bonn-Rüngsdorf aus einen Islam ohne Hölle lehren möchte, einen Islam, der den Koran als Symbolsprache oder Allegorie begreift, die man weltweit gar nicht wörtlich nehmen soll, so mag er das der interessierten Öffentlichkeit doch einfach unmissverständlich mitteilen.

Die erwähnten, die Höllenstrafe brutal und einschüchternd beschreibenden Zitate aus Koran und Hadith gehören zwar zu den islamischen Glaubensgrundlagen, können aber aus (verfassungs-)rechtlichen (u.a.: Kinderrechtskonvention; Jugendschutzgesetz) und pädagogischen Gründen (Unzulässigkeit der ‘Schwarzen Pädagogik’; Überwältigungsverbot; keine Erziehung zur ‘autoritären Persönlichkeit’) an einer öffentlichen Schule nicht ohne Außenansicht und Kritik gelehrt werden.

Lamya Kaddor (in: Islamische Erziehungs- und Bildungslehre) bevorzugt es, höllenbezogen den Leser mit einem flackernden Plural von ‘Wahrnehmung’ zu verwirren: „… dass der Sünder wie Brennholz in der Hölle sein wird. Aufgrund solcher Aussagen im Koran baut sich ein Bild in den Köpfen der Muslime auf, das Gott als strafenden Gott wahrnimmt.“ Ob die Lehrerin im nordrhein-westfälischen Schulversuch Islamkunde in deutscher Sprache (hier: Dinslaken-Lohberg) allerdings für einen ‘Abbau’ dieses Bildes sorgen will oder Allahs Höllenstrafe für unsinnig und unislamisch hält, sagt sie uns auch auf Seite 98 nicht.[17]

Religionspädagoge Halit Ünal ermuntert die Jungen und Mädchen, an ihre Zukunft zu denken:

„Die Kinder sollen verstehen lernen, dass das Diesseits keinen Bestand hat. Deshalb sollen sie in zunehmendem Maße über ihren Zustand im Jenseits nachdenken und die Zwiesprache mit Allah suchen. (…) Der Unterricht soll den Islam von seinen wahren Quellen aus betrachtet vermitteln, um keinen Nährboden für falsche Auslegungen des Korans zu bieten. Ein verzerrtes Verständnis von Religion kann nämlich leicht zu Extremismus und Fanatismus führen.“

Soweit Halit Ünal in Islamischer Religionsunterricht: Hintergründe, Probleme, Perspektiven (hg. von Thomas Bauer, Lamya Kaddor, Katja Strobel).

Ein nordrhein-westfälischer staatlicher Ansprechpartner für Islamischen Religionsunterricht muss glaubhaft erklären, die jenseitszentrierten (‘heilssichernden’) und auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhenden Normen von Scharia bzw. Schariagesetz (Fiqh) nicht versetzungsrelevant zu lehren und den Schülern nicht werbend zu empfehlen.

Ganz anderes scheint der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) in Deutschland zu erstreben, zwar weiß er vom Grundgesetz, doch:

„Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats … Dieser Grundsatz darf durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“[18]

Glauben heißt Gehorchen, islamische Frommheit ist öffentlich überprüfbares (!) Wohlverhalten. Ein Leben außerhalb des Kollektivs der Schariagehorsamen ist ein misslingenes Leben, weiß der ZMD (1999), was heute beim BMBF (Impressum: Bundesministerium für Bildung und Forschung www.ganztagsschulen.org) nachzulesen ist:

„Eine islamische Glaubenspraxis ohne und außerhalb der Gemeinschaft der Muslime ist nicht denkbar. Aufgabe des Religionsunterrichts ist es daher, den Schülern die Wechselwirkung zwischen Gemeinschaft und Individuum bewusst zu machen, aufmerksam zu machen auf die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehungen für die Entwicklung des Einzelnen, aber auch auf das Gelingen von islamischer wie allgemein menschlicher Gemeinschaft durch unterschiedliche Fähigkeiten und das Zusammenwirken ihrer Glieder.“[19]

In die kulturelle Moderne ist die Auffassung nicht integrierbar, dass die Religionszugehörigkeit des Vaters oder Großvaters den Lebensweg eines Kindes oder Jugendlichen total bestimmen soll. Jeder hat das Recht, seine Biographie autonom zu entwerfen.

Die im KRM engagierten, leider allesamt an der Wortwörtlichkeit von Koran und Sunna orientierten Islamverbände werden es dem ‘erfolgreich muslimisierten’ Individuum wohl eher nicht ermöglichen, für sich selbst die ganze Fülle und Lebensqualität der AEMR zu ergreifen, schon gar nicht im Bereich einer säkularen Interpretation des islamischen Religiösen. Die Ulama und Scheiche beginnen, sich zwischen Regierung und ‘muslimische Ex-Bürger’ zu schieben.

Die genannte Quelle Aufgaben und Ziele des Islamischen Religionsunterrichts (ZMD, Köln 1999, Seite 2) ordnet an, wie alle Kinder und Jugendliche die repressiven, kulturrassistischen und frauenfeindlichen Normen der Scharia zu etikettieren haben:

„Dabei sollen sie die Vorgaben des Korans und der Sunna als Hilfe und nicht als Maßregelung begreifen lernen.“

Ein Niveau wie im Katechismusunterricht der deutschen Fünfziger Jahre. Unter selbstbestimmter Spiritualität verstehen die Volksvertreter im Düsseldorfer Landtag hoffentlich etwas anderes.

Etwaige noch offene Fragen klären Mufti Mustafa Cerić und Scheich Yusuf al-Qaradawi, alles andere ist, so weiß der ZMD, im Buch der Bücher nachzulesen:

„Die Schüler sollen den Koran als das endgültige Wort Allahs verstehen lernen.“

Wie sollen die am IRU teilnehmenden Kinder und Jugendlichen angesichts einer derartigen Frömmigkeit AEMR und GG bewerten und empfinden, die doch sicherlich nicht das islamische „endgültige Wort“ sind?

Auch Pädagogin Kaddor (bei: CIBEDO 2008) ist bekennende Schriftgläubige als Muslima zweifele sie schließlich: „nicht daran, dass stimmt, was im Koran steht“. Aus der Hand von Dr. Maria Böhmer erhielt die offensichtlich mit vielen integrationsbezogenen Hoffnungen befrachtete Kaddor am 30.11.2011 die Integrationsmedaille. Unsere Staatsministerin scheint keine Sorgen zu haben, dass Kaddors den Koran zur zweifelsfreien Wahrheit erklärender und die Scharia nicht verwerfender Religionsunterricht die Integration erschweren und die Segregation befördern könnte.

GG Art. 5 stellt fest: Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Ein vermitteltes, ‘die Seele vor dem Höllenfeuer rettendes’ Menschenbild und Gesellschaftsmodell wie das des orthodoxen Islam, in dem der Nichtmuslim und die Frau glaubensgehorsam wie islamjuristisch herabgesetzt sind, wird die Schülerin oder den Schüler in einen Wertekonflikt mit dem Grundgesetz bringen.

Der Konformitätsdruck wird in zunehmend islamfrommen Straßenzügen und Klassenzimmern leider rasch steigen und mit: „Das Kopftuch ist unsere Ehre – hast Du keine?“ verdeutlichen die ‘mobbenden Kopftuch-Mädels’ der Schülerin mit offenen Haaren ihren Status.[20]

Wo die lokalen Inhaber der Meinungshoheit zum ‘korrekten Islamischen’ jede junge Kopftuchverweigerin als Schlampe schildern, ist es auch einem Jungen oder einem Mann (das gilt auch für Nichtmuslime wie z.B. für viele Lehrer) nahezu unmöglich, dem Hidschab ‘bekennend’ entgegenzutreten. Die Forderung der Scharia stellt Erol Pürlü (Düsseldorf 14.09.2011) korrekt dar: „Mit der Pubertät ist es ein Gebot, Kopftuch zu tragen.“

Sicherlich kann in Deutschland gemäß GG Art. 4 jeder sein Gottes- bzw. Weltbild ‘bekunden’ und ‘bekennen’, solange andere Grundgesetzesartikel und davon abgeleitete Regelungen nicht verletzt werden. Andererseits schließen sich die Wertauffassungen von AEMR und Scharia gegenseitig aus (Koran und Sunna: halbes Erbe für die Frau; ihre halb wertvolle Aussage vor Gericht; Ehe der Muslima mit einem Nichtmuslim verboten; Apostasieverbot; Schleierzwang).

Was tut der nordrhein-westfälische Landtag dafür, dass es jedem Bürger (also auch jedem so genannten Muslim) möglich ist, seine Ablehnung von Fiqh und Scharia zu ‘bekunden’ und zu ‘bekennen’, und zwar auch im Islamischen Religionsunterricht?

Lassen Sie mich zum Schluss den Text der Petition I.3/15-P-2011-05451-00) vom 20.09.2011 wiederholen, den der Düsseldorfer Landtag beschließen möge:

„Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.“

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

[1] Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht

Die Unterzeichnenden verabreden die Einberufung eines Beirats, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land. Alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens.

Der KRM nimmt es – unter Aufrechterhaltung seiner anderslautenden verfassungsrechtlichen Position – zur Kenntniss, dass der nordrhein-westfälische Landtag erwägt, fraktionsübergreifend ein Schulrechtsänderungsgesetz zu beschließen, das den islamischen Religionsunterricht rechtlich ermöglicht und auch für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells sorgt.

Um den Bedenken der Mitglieder des KRM zu begegnen, die Beiratslösung könne auf Dauer angelegt sein, wird ausdrücklich bekräftigt, dass es sich um eine zu befristende Übergangslösung handeln soll.

http://religion-recht.de/2011/02/islamischer-religionsunterricht-in-nordrhein-westfalen-mit-dem-krm/

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Presse/Meldungen/Pressemitteilungen/Gemeinsame_Erklaerung.pdf

http://gew-krefeld.de/Aktuelles-Archiv2011/0211/03/Islamunterricht_3.11.pdf

Die Ministerin macht Druck. Löhrmanns Schreiben an die Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen zum Thema „Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung über den Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht“

Schariafreundin Löhrmann am 24.02.2011 als Fachfrau für erleichtertes Zusammenleben:

„In der unterzeichneten Erklärung wird die Einberufung eines Beirats verabredet, dessen Mitglieder im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat formuliert die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land, alle Beiratsmitglieder sind muslimischen Glaubens. Mit diesem Beirat hat das Land Nordrhein-Westfalen nun für eine noch zu bestimmende Übergangsfrist einen institutionalisierten Ansprechpartner auf Seiten der Muslime, ohne dass die Mitglieder des KRM als Religionsgemeinschaften anerkannt werden.

Um die rechtlichen Grundlagen für den bekenntnisorientierten Islamunterricht zu schaffen und auch um für die rechtliche Absicherung des Beiratsmodells zu sorgen, muss das Schulgesetz geändert werden. Es wäre ein sehr gutes integrationspolitisches Signal, wenn dieses Gesetz fraktionsübergreifend aus der Mitte des Parlaments eingebracht und verabschiedet würde. …

Die Einführung des bekenntnisorientierten Islamunterrichts dient nachhaltig dem Wohl unseres Landes – das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser Orientierung wird dadurch spürbar erleichtert.

http://www.laga-nrw.de/data/110224_gemeinsame_erklrung_mswkrm.pdf

[2] Zum Gesetzentwurf hat im Landtag am 14. September 2011 eine Expertenanhörung stattgefunden. Protokoll.

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMA15-278.pdf

Expertenrat zum geplanten islamischen Religionsunterricht

14.09.2011 – Nun haben CDU, SPD und Grüne gemeinsam einen Gesetzentwurf zur Einführung islamischen Religionsunterrichts als reguläres Schulfach auf den Weg gebracht. Die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Weiterbildung (stellvertretender Vorsitz: Dr. Gerd Hachen, CDU) sowie des Unterausschusses Integration (Vorsitz: Arif Ünal, Grüne) spitzten heute in einer Expertenanhörung gespannt die Ohren, was die geladenen Sachverständigen vorwiegend aus Wissenschaft und muslimischen Verbänden zu dem Gesetzentwurf zu sagen hatten.

http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.1/Pressemitteilungen-Informationen-Aufmacher/Aufmacher/2011/09/Aufmacher118210.jsp

[3] Petition

I.3/15-P-2011-05451-00

Der Landtag möge beschließen:

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ist gegenwärtig kein Ansprechpartner für Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zu einem bekenntnisorientierten Islamunterricht; die am 22.02.2011 in Düsseldorf diesbezüglich getroffene Gemeinsame Erklärung des Koordinationsrats der Muslime (KRM) und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, in der die Einberufung eines im Einvernehmen mit dem KRM zu besetzenden Beirats verabredet worden ist, ist für den Staat, hier vertreten durch das Bundesland NRW, nicht bindend; der von KRM und Schulministerin geplante Beirat ist nicht einzurichten.

Edward von Roy begründet:

Zur auf Ungleichbehandlung beruhenden, angeblich die Seele vor dem Höllenfeuer rettenden Pflichtenlehre der Scharia (Islamisches Recht) geht der KRM, der insofern als fundamentalistisch und reaktionär zu bezeichnen ist, nicht auf Distanz. Ein proschariatischer Verantwortlicher für die Inhalte des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) jedoch wird die an staatlichen Schulen unterrichteten Kinder und Jugendlichen, auch die nichtmuslimischen, in einen Wertekonflikt mit den Standards der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) bringen, der Grundlage unseres Grundgesetzes (GG)

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2011/09/20/260/

[4] ECFR

Die Vereinigten Staaten fragen ihre Botschaften, ob der Europäische Rat für Fatwa und Forschung (ECFR) nach einer europäischen Anerkennung der Schariagesetze strebe.

The Bush administration asked its Dublin embassy to evaluate whether the European Council for Fatwa and Research (ECFR) was trying to have Sharia law recognised in Europe. …

It details how Washington asked its Dublin embassy to answer a series of questions on whether Irish-based groups like the ECFR, which is headquartered in Clonskeagh at the mosque of the Islamic Cultural Centre in Ireland, were trying to introduce Sharia law.

The ECFR is chaired by Qatar-based Egyptian cleric Yusuf al-Qaradawi, 84, a leading member of the Muslim Brotherhood, the embassy told Washington. He is now better known for the conservative views shared on his weekly talk show on Al-Jazeera.

Homosexuelle sind islamrechtlich zu töten, ein „leichtes“ Schlagen der Ehefrau ist dem Muslim nach einigen Mahnungen gestattet. In der Hierarchie der geistigen und geistlichen Autoritäten der Muslimbruderschaft steht Scheich Yusuf al-Qaradawi sicherlich sehr weit oben.

Among al-Qaradawi’s controversial views are that homosexuality is punishable by death, and that “lightly” beating one’s wife is permissible if all other means of persuasion have proven unsuccessful. Al-Qaradawi is considered a high-ranking leader within the Muslim Brotherhood’s intellectual movement.

The US was apparently concerned that the ECFR and similar groups were trying to force greater legal recognition for Islamic Sharia law in Western Europe, fearing that such laws were not compatible with democracy.

aus: TheJournal.ie (an Irish news website) 26.04.2011

http://www.thejournal.ie/usa-had-concerns-over-dublin-based-muslim-think-tank-wikileaks-126383-Apr2011/

im Bild: Die Moschee von Clonskeagh oder Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) ist Sitz des den Muslimbrüdern verbundenen Gelehrtennetzwerks ECFR

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/3/31/Mosque_in_Clonskeagh.jpg

26.04.2008, Kommentator Shengyi:

The same goes for the European Council for Fatwa and Research: It is headquartered in the ICCI, it regularly meets there, the ICCI imam is ECFR general secretary and the ICCI publishes ECFR fatwas. It is very obviously important for the theological/political orientation of the ICCI and the ECFR must be mentioned in the article.

http://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Islamic_Cultural_Centre_of_Ireland

28.04.2011 – IRELAND’S LARGEST Sunni mosque has tried to counter the perception … that it is dominated by groups such as the Muslim Brotherhood.

Weder in Kairo noch in Dublin dominiert die Muslim Brotherhood, Allahgott dominiert, die Bruderschaft setzt lediglich politisch um. Mit Koexistenz umschreiben Islamisten Apartheid oder Sezession:

The centre also argued that it calls for “integration and peaceful coexistence of Muslims and non-Muslims”. Rückzug und „Auswanderung“, abgeschottet von den Dhimmis, bis sich die Kräfteverhältnisse verschoben haben.

http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2011/0428/1224295620891.html

ICCI – The Islamic Cultural Centre of Ireland was established in 1996 evolving, by Allah’s Will, into a distinguished landmark and an elite Islamic edifice not only in Ireland but in Europe as a whole.

Je mehr Schamhaftigkeit, desto mehr Allahkratie. Muslim women pray here. Muslim men and women pray at the same time but in separate locations due to modesty.

http://islamireland.ie/about.html

Dr. Nooh Al-Kaddo und Ahmed Al-Rawi vom Europe Trust arbeiten europaweit für mehr und mehr Waqf (waqf, Islamische Stiftung, pl. awqāf; türk. vakıf).

The Europe Trust is now more than ten years old and is proud of its distinctive approach of using awaqf (endowments) to generate resources to support many deserving organisations and community projects. … However, recognising that the lack of public awareness of awqaf is a major obstacle, which we need to overcome, and so we have joined forces with the Kuwait Awaqf Foundation and the Islamic Research and Training Institute of the Islamic Development Bank and organised a seminar, back in 2006. This was the first seminar of its kind and was intended to initiate consultation on the concept of waqf and to explore how awaqf can be used for community development projects.

http://www.europetrust.eu.com/

Sommer 2011, Irland lässt den radikalen Scheich nicht einreisen! Yūsuf al-Qaraḍāwī hat Selbstmord-Terrorangriffe verteidigt und die Todesstrafe für Homosexuelle islamisch begründet.

A CONTROVERSIAL religious leader with close links to Ireland’s largest Muslim organisation has been banned from entering the country, the Irish Independent has learned.

The Irish Naturalisation and Immigration Service refused to approve an entry visa for Sheikh Yusuf al-Qaradawi, an Egyptian cleric who has defended suicide bombing and advocated the death penalty for homosexuals.

Sheikh al-Qaradawi (84) is head of the European Council of Fatwa and Research (ECFR), a private Islamic foundation whose headquarters is in the Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) in Clonskeagh, Dublin. (…)

Nooh al-Kaddo bestätigt, dass al-Qaradawis ECFR am ICCI angesiedelt war:

Despite Mr Al-Qaradawi’s controversial remarks, the ICCI, the largest Muslim organisation in the country, has refused to criticise him. Its chief executive, Dr Nooh al-Kaddo, confirmed to the Irish Independent that Mr Al-Qaradawi’s foundation had its headquarters at the ICCI. He described the sheikh as „widely respected“ and a „learned scholar“. „His views are representative of Islamic teachings and are not assumed to be a violation of same,“ said Dr al-Kaddo.

von: Shane Phelan: ‘Fatwa’ sheikh with links to Irish Muslims is refused visa

in: Irish Independent 08.08.2011

http://www.independent.ie/national-news/fatwa-sheikh-with-links-to-irish-muslims-is-refused-visa-2842247.html

Sheikh al-Qaradawi (84) is head of the European Council of Fatwa and Research (ECFR), a private Islamic foundation whose headquarters is in the Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) in Clonskeagh, Dublin.

Immigration officials are understood to have blocked his entry to the country after Mr Al-Qaradawi described suicide-bombing attacks on Israelis as “martyrdom in the name of God”.

The Irish Independent has learnt the elderly religious leader was denied a visa when he last tried to enter the country on ECFR business.

The Irish ban follows similar ones in the US and UK.

aus: Ireland: ‘Fatwa’ sheikh with links to Irish Muslims is refused visa

09.08.2011, Secular Europe Campaign

http://secular-europe-campaign.org/2011/08/ireland-fatwa-sheikh-with-links-to-irish-muslims-is-refused-visa/

Al-Qaradawi interdit de séjour en Irlande: protestation du Centre culturel islamique irlandais

Yusuf al-Qaradawi meint, Homosexuelle solle man doch am besten töten, und Apostaten seien unbedingt zu bekämpfen. Der Terrorismus der Hamas sei völlig akzeptabel, und in Adolf Hitler erblickt der Scheich göttliches Wirken:

Le Centre culturel islamique d’Irlande (Islamic Cultural Center of Ireland-ICCI), lié aux Frères musulmans, proteste après que le Service de l’immigration et des naturalisations ait renouvelé l’interdiction de territoire de cheikh Yussuf Al-Qaradawi en vigueur depuis trois ans. (…)

Conseil européen de la fatwa et de la recherche (CEFR) (en plus de présider le Conseil mondial des Oulémas, très respecté dans le monde sunnite) des attentats du Hamas, ainsi que par sa préconisation de tuer les homosexuels. Les autorités irlandaises auraient pu ajouter son enseignement d’abattre les apostats ainsi que sa vision d’Hitler comme un instrument divin. Le CEFR possède son siège social dans les locaux du Centre culturel, d’où l’irritation des responsables (…)

Nooh al-Kaddo refuse de condamner celui qui est „largement respecté“ en plus d’être un véritable „érudit“. „Ses positions sont fidèles aux enseignements de l’islam“ a expliqué al-Kaddo. (…)

Al-Kaddo est un membre du bureau de l’Union des organisations islamiques d’Europe (UOIE), dont la branche française est l’Union des organisations islamiques de France (UOIF)

bei: Observatoire de l’islamisation (Joachim Véliocas)

http://www.islamisation.fr/archive/2011/08/10/qaradawi-interdit-de-sejour-en-irlande-protestation-du-centr.html

im Bild: Pictured at the Inter-faith meeting in the Islamic Cultural Centre of Ireland were Dr Nooh Al-Kaddo, CEO, ICCI; Fr. Godfrey O’Donnell, Romanian Orthodox Church; Sheikh Husein Halawa, Imam of ICCI, Chairman of Irish council of Imams; Adrian Cristea, Integration Project, Irish Inter-Church Committee and Shaheen Ahmed, PR Officer, ICCI.

http://dublin.anglican.org/cmsfiles/images/galleries/full_mosque_visit_9.jpg

[5] IRU als wissenschaftsfreie Zone? Die Logik ist hier, Frau Kaddors Islam woanders? Lamya Kaddor: „Die Aufklärung ist für den Islam nicht übertragbar.“

http://www.cibedo.de/islamischer_religionsunterricht.html

[6] Generalsekretär Kofi Annan: Ihre Allgemeingültigkeit verleiht den Menschenrechten ihre Kraft

Die Menschenrechte sind das Fundament der menschlichen Existenz und Koexistenz. Die Menschenrechte sind allgemeingültig, unteilbar und voneinander abhängig. Es sind die Menschenrechte, die uns menschlich machen. Sie sind die Leitlinien, nach denen wir der Menschenwürde eine erhabene Stellung einräumen.

http://www.unric.org/de/pressemitteilungen/5047

[7] Der Fiqh ist die Islamische Sakraljurisprudenz. Wenn die Gottheit Souverän und die Scharia die Wolke ist, regnen Gesetze vom Himmel – demnächst auch in Europas Parlamente?). Heiligkeit begründet die Paragraphen im gelebten Islam. Justiz plus Seelenrettung.

Fiqh is an expansion of the code of conduct (Sharia) expounded in the Quran, often supplemented by tradition (Sunnah) and implemented by the rulings and interpretations of Islamic jurists.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fiqh

[8] Sharia law is the moral code and religious law of Islam

http://en.wikipedia.org/wiki/Sharia

[9] Hisba. Ordnung schaffen mit Gewaltlizenz.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

[10] Hisba ganz praktisch. Vom Wortsinn her deutet der Begriff auf ausgleichen, gleich machen (siehe jüngere deutsche: Gleichschaltung). Die Pflicht jedes Muslims, „zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist“ (al-amr bil-maʿrūf wan-nahy ʿani l-munkar) stellt in Ägypten, Nigeria und Afghanistan authentische islamische Gottesfurcht (taqva) her, notfalls mit Prügel.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Hisba#Hisba_moderne

[11] A Muslim Is Not Allowed to Vote for a Non-Muslim Für Demokraten sicherlich keine gute Perspektive im Hinblick auf die Wahl von Klassensprecher, Bürgermeiser oder Landtagspräsident.

http://www.thememriblog.org/blog_personal/en/41281.htm

[12] 29.11.2011 – Mahmoud Amer: „Lassen Sie mich etwas hinzufügen,: Man darf nicht jemanden wählen, der bekanntermaßen nicht täglich fünf mal betet (…)

http://de.ibtimes.com/articles/25001/20111129/gyptischer-kleriker-mahmoud-amer-muslime-d-rfen-keine-nicht-muslime-w-hlen.htm

[13] Saphir 5/6. Wir reden ein bisschen vom Paradies und lassen die Hölle für heute weg. Seite 19: „um dem Toten mit Gottes* Hilfe den Weg ins Paradies zu ebnen.“

http://www.randomhouse.de/content/edition/excerpts/46058.pdf

[14] Hölle im Koran

http://www.koransuren.de/koran/koran_suren.html

[15] Hölle im Hadith

http://www.islamreligion.com/de/articles/382/

[16] Hölle bei at-Tirmidhi

http://www.islamreligion.com/de/articles/382/

http://www.way-to-allah.com/dokument/Eine_Beschreibung_der_Hoelle.pdf

[17] Lamya Kaddor hat gehört, „dass der Sünder wie Brennholz in der Hölle sein wird„, und beschreibt uns die Visualisierungen in den Köpfen der Frommen: „ein Bild in den Köpfen der Muslime …, das Gott als strafenden Gott wahrnimmt.“ Feiert Frau Kaddors Gott mit allen säkularen Muslimen und Ex-Muslimen ein ewiges Friedensfest, heute bleibt die Hölle kalt? In Wirklichkeit tritt die selbst ernannte deutsche Islamliberale den weltweiten islamgelehrigen Einschüchterern gar nicht entgegen. Das Schariarecht hat die Lehrerin auch nicht verworfen, weshalb der islamische Teufel und seine ewige Bleibe weiterhin islampädagogisch aktiv sind.

http://books.google.de/books?id=FXi1qkboZmgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[18] Der KRM ist gegründet auf Koran und Sunna ewiglich plus eine Tagesdosis Grundgesetz. KRM, Geschäftsordnung in der Fassung vom 28.03.2007.

http://koordinationsrat.de/files/krm/krm_go.pdf

[19] Aus: AUFGABEN UND ZIELE DES ISLAMISCHEN RELIGIONSUNTERRICHTS, von: Zentralrat der Muslime in Deutschland (Hg.), Lehrplan für den islamischen Religionsunterricht, Köln 1999

http://www.ganztagsschulen.org/_downloads/ZDMIRU.pdf

[20] EMMA September/Oktober 2009

http://www.emma.de/ressorts/artikel/islam-islamismus/mobbing-gegen-kopftuchfreie-maedchen/


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